Cardito, die Anleitung

How to make Cardito

Mein Kartenmäppchen Cardito habe ich ja schon im Februar gezeigt, aber jetzt ist endlich die Anleitung fertig. (Nicht daß euch der ganzen Indienkrempel zu sehr langweilt…)

Wer also auch ein Zuhause für 14 Karten und einige Geldscheine brauchen kann und noch einige Stoff- und Bandreste übrig hat, der findet hier die ausführliche und bebilderte Anleitung. (Oder das Freebook, wie man auf neudeutsch sagt. Es ist aber nur ein normales pdf. :o) )

This time the instructions how to sew „Cardito“ are only in German, but they have a lot of pictures. If anyone seriously wants to sew it let me now, then I can translate the sewing pattern. And if you don’t remember how it looked like: It’s shown in this entry in February.

Maschenkunst unterwegs 2X

Maschenkunst unterwegsWas ich gelernt habe: Es ist keine gute Idee, in einem schlecht beleuchteten indischen Nachtzug Lace zu stricken…Zumindest kein halbwegs kompliziertes Muster wie den Maltese Shawl aus VLT.

What I learned on this journey: It is not the best idea ever to knit lace on an ill lit Indian night train… At least not rather complicated patterns like the Maltese Shawl from VLT.

Aber bis auf einen Fehler konnte ich alle wieder ausbessern. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut das Artyarns Silk Mohair das Trennen aushält. Auch dafür ein Dank an die Maschenkunst, die dieses Garn auf den deutschen Markt gebracht hat. 😉

But I could correct all mistakes except one. I am always surprise how well the fine Artyarns Silk Mohair survives a bit of frogging. So again Thank you to Maschenkunst for bringing this yarn to Germany. 😉

(Wo das Bild entstand? Öh… irgendwo zwischen Jaipur und Varanasi…)

(Where the picture was taken?… Well… somewhere between Jaipur and Varanasi…)

Textile Mitbringsel aus Indien, Teil 3

Textile Stuff from India, part 3

Khadi StoffHm, also beim Einkaufen kam mir das viel weniger vor, als jetzt wo ich es poste…. *hüstel*

Somehow it did not look that much, when I was shopping for it. But now I’m posting about it… must have multiplied somehow..

Zwei weitere schöne Khadi Stoffe sind in meinem Koffer gelandet. (Die Kahdi Bewegung entstand als Protest gegen die Kolonialmächte und propagierte, man solle nur indische Produkte verwenden, die jeder Haushalt selber herstellen konnte. Ganz so entschieden wird es nicht praktiziert, aber es handelt sich um handgesponnene und hangewobene Materialien, die so der Dorfbevölkerung eines zusätzliche Einnahmequelle verschaffen. Meist sind es Baumwollgewebe, die auch etwas gröber und rauher sind, als maschinell gewebte.) Mir gefällt speziell diese etwas „griffigere“ Struktur zusammen mit dem Webmuster.

Next are two Khadi fabrics. (Khadi Movement started as a protest against the colonial forces. The idea was using only India made material and produce everything in India, so every household could make it’s own clothes and didn’t have to buy imported goods. It isn’t done so strictly, but it is hand spun and hand woven material and provides some additional income for farmers. Material is often cotton and the fabric is coarser than machine woven one.) And this coarser structure is exactly what I like about it, together with the woven pattern.

Und weil ich ja weiß, wie ich mit Nähen hinterher komme, habe ich einen davon bei meiner Freundin in die Waschmaschine geworfen und gleich zu einer Kurta verarbeiten lassen. 🙂 Was mich weniger als 2 EUR kostete. (Und das war schon bei einer gutsituierten Designerin in Bangalore, nicht der Dorfschneider.) Faszinierend finde ich auch die Tüte, in der ich meine Tunika bekam: Aus einer alten Zeitung sorgsam gefaltet und geklammert. So einfach kann Recycling sein.

And since I know how not fast I am sewing I threw one of the fabrics in my friends washing machine and had her tailor making me a kurta. 🙂 Which did cost me less than 2 EUR. (And that was already a well to do designer in Bangalore, not a tailor at some remote village.) And I was fascinated by the bag I got my tunic in. Folded and stapled from an old newspaper. Recycling can be so easy.

Baranasi SilkUnd jetzt kommt die echte Handwerkskunst… Banarasi Silk. Seide aus Varanasi. An Jacquard Webstühlen von Hand gewoben in ganz feinen Mustern. Die Vergrößerung rechts im Bild versucht es einzufangen, aber die Kamera hatte Probleme, das scharf zu stellen.

And now for the real artful craft… Banarasi Silk. Silk from Varanasi. Hand Woven on Jacquard looms with the finest pattern. I tried to catch it in the zoomed part on the right, but my camera had problems to focus on it.

Typischerweise werden Metallicfäden mit der Seide kombiniert, aber es gibt sie auch Ton in Ton changierend, wie diese beiden Schals. (Wobei einer davon ein Geschenk wird… so gierig bin ich dann auch nicht.

Typically metallic thread is combined with silk to make the pattern, but they also make the weaves in hues that make the shawl look as if it could change color. (One of those is not for me but a gift, I am not that greedy…)

Banarasi SariNatürlich mußte auch einer der Saris mit. (Diesmal zeigt die Vergrößerung auch mehr von der feinen Arbeit.) Prächtig dekoriert ist nur der Pallu, der Rest ist dezenter. Was man auf dem Bild auch nicht sieht, ist die changierende Grundfarbe. Kette und Schuß sind in verschiedenen Farben und je nach Blickrichtung ist der Sari eher rot oder eindeutig lila.

Of course I could not leave without one of the sarees. (Here the zoom show more of the detailed pattern.) Heavily decorated is only the pallu, the rest is only slightly patterned. What the picture can not show is the ability to change to color of the basic fabric. Warp and weft have different colors and depending on how you look on it it is quite red or more purple.

Je stärker gemustert ein Teil ist, desto teurer wird es, denn es steckt mehr Arbeit drin. Wir haben auch große Tagesdecken gesehen, die durchgehend so dicht gemustert sind und in vielen Farben, daran arbeiten dann vier Männer über drei Monate. Da ich die Fabrik besichtigen konnte habe ich auch gesehen, daß immer wenigstens zwei Männer an einem Webstuhl arbeiten, um diese Muster zu gestalten.

Banarasi sareeHere the rule is the more heavily patterned the more expensive it gets because there is really a lot of work put into it. We were also shown a huge bedspread which had a dense all over pattern in many colors. That means for men are working on it for three month. We were allowed to visit the production site also, so I could see that there are at least two men working on one loom to create those pattern.

Und zum Abschluß noch ein untypisches Muster. Hier ist das Material etwas fester und steifer (ebenfalls untypisch für Banarasi Silk) und ich konnte mir spontan ein Kostüm oder ein Etuikleid daraus vorstellen, das mit den unterschiedlichen Mustern spielt. Ganz oben erkennt man auch einen einfarbigen Teil, das ist das „blouse piece“, aus dem man das Oberteil zum Sari nähen würde.  Mal sehen, ob und wann ich dazu komme, das zu verarbeiten. 🙂

To finish an atypical saree pattern. Here also the structure a less soft and a bit stiffer (also atypical for Banarasi silk) and I could imagine spontaneously a skirt-jacket combination or a simple sheath dress from it, playing with the different pattern. On top you can see a bit of a plain weave in red, that is the „blouse piece“ where you would have your tailor to make the top from. Well, let’s when I will find the time to make something of it. 🙂

Maschenkunst unterwegs 2IX

Maschenkunst unterwegsDer Erbauer von Nahargarh Fort hatte offensichtlich ein Herz für Strickerinnen. Denn es gibt einbebaute Fächer in der Wand, in denen man sein Strickzeug griffbereit ablegen könnte.

The builder of Nahargarh Fort evidently had a heart for knitters. Those built in shelves are perfect to store knitting projects.

(Dummerweise ist es dort zu heiß für Strickwaren, sogar für einen leichten „Maltese Shawl“ aus Artyarns Silk Mohair aus der Maschenkunst. Zum Stricken hingegen fasst sich das Garn auch bei heißem Wetter gut an, eine gute Entscheidung, das Garn kurz vor dem Urlaub zu kaufen. 🙂 Und die Farbe paßt auch perfekt, oder?)

(The only thing is that it’s to hot there to wear knitwear, even to hot for a „Maltese Shawl“ in lightweight Artyarns Silk Mohair. Luckily knitting it is nice, even in hot weather. So it was a good decision to buy the yarn right before my holiday at Maschenkunst. And the color fits perfectly, doesn’t it?)

Textile Mitbringsel aus Indien, Teil 2

Textile Stuff from India, part 2

Block Print aus IndienNatürlich gibt es die handgedruckten Stoffe nicht nur als Bettdecke, sondern auch als Meterware. Rosen auf einem feinen Baumwollstoff, da konnte ich nicht wiederstehen.

You can not only get block print on a bead spread, they have it also on cloth by the yard. How could I resist roses on a fine cotton fabric?

Auch hier gilt, draufklicken gibt ein größeres Bild. Die Konturen der Motive, also hier der Rosen, werden übrigens in der Regel nicht nachträglich aufgedruckt, sondern vorher im Motiv ausgespart. Deswegen müssen die Holzmodeln auch sehr exakt gesetzt werden.

And still the same: Klick on the pic for a bigger view. The black contours are often not just printed on top of the colors, but each color requires another block and the contours then are left white on the other colors. So it requires a great precision of work.

Sari in Block printAn diesem Seidensari hat mich das ebenfalls handgedruckte all over Muster angezogen. Den prächtigen Pallu habe ich erst nach dem Kauf wahrgenommen… Deswegen habe ich das Blütenmuster auch noch mal in einer Vergrößerung links auf das Bild „geklebt“.

What attracted my eye to this silk saree was the all over printed patter. How equally wonderful the pallu is I only realised after purchasing it. So on the left in the pic you get a zoom on the pattern.

Für beide Stoff kann ich mir eine Tunika für mich vorstellen, quer verarbeitet, damit die Randbordüre auch zur Geltung kommt.

I think both of the fabrics will make a nice tunic for me, using the fabric on cross grain to make use of the borders.

HolzmodelnDer Stoff und der Sari stammen übrigens beide aus einem Khadi-Laden.

Both, the fabric and the saree come from a Khadi-Shop.

Und dann sind mir auch noch diese netten Holzmodeln in die Hände gefallen. Ich habe keine Ahnung, ob ich irgendwann mal Zeit habe, sie zu verwenden, aber manche Sachen muß man kaufen, wenn man sie sieht, weil man sie nun mal nicht an jeder Ecke bekommt.

And then I stumbled over these cute wooden printing blocks. I have no idea if I ever find the time to try this out, but some things you have to buy when you see them, because they are not available everywhere at any time.

GlasperlenUnd so ähnlich gilt das auch für diese Glasperlen.

Waren gerade da… und nehmen ja kaum Platz im Gepäck weg. 🙂

The motto for the beads is similar.

They were there, they were cute and they don’t take up a lot of space in the luggage. 🙂

So weit für heute… ich geh dann mal die Bilder vom Rest bearbeiten.

So far for today… I’ll have to check the pics of the rest.

Maschenkunst unterwegs 2VIII

Maschenkunst unterwegsAuch zu den Elefanten auf dem Wandfries in der Festung Kumbhalgarh macht sich das fuffige Artyarns Silk Mohair doch gut, oder? Immer noch aus der Maschenkunst, versteht sich und immer noch der Maltese Shawl.

Fluffy Artyarns Silk Mohair looks nice with the elephants from Kumbhalgarh Fort, doesn’t it? Still from Maschenkunst and still the Maltese Shawl.

Maschenkunst unterwegs kommt also gut rum. Und mir war nach der Anfahrt schlecht, denn die windet sich romatisch den Berg rauf….

Maschenkunst unterwegs travels quite far, this year. And I was carsick when we arrived, because the road did wind up the hill very romantically, but not straight at all…

Textile Mitbringsel aus Indien, Teil 1

Textile Stuff from India, part 1

So, jetzt aber endlich… Beim Photographieren und Sichten ist mir erst klar geworden, wie viel ich gekauft habe… deswegen werde ich euere Neugier in mehreren Portionen befriedigen.

Now finally… While I was taking the pictures it dawned to me, how many things I did buy… so I’ll show it in several posts.

Bandhani DupattasEine traditionelle Technik in Rajasthan ist „Bandhani“, was wir auch als Knotenbatik oder Neudeutsch „tie dye“ kennen. Also abbinden und dann färben. (Zur Erinnerung: Ein Klick aufs Bild bring eine größere Variante.)

One of the traditional techniques in Rajasthan is „Bandhani“ also known as tie-dye. (Just to remind you: if you click on a picture you’ll get a bigger version.)

Dabei kann das Muster ganz einfache Punkte wie auf der roten Dupatta haben oder auch Muster darstellen wie auf den beiden anderen. Oder auch mehrfarbig gearbeitet werden. (Wobei diese drei Schals alle eher einfache Bandhani Varianten zeigen. Je dichter die Knoten gesetzt sind und je kleiner die Punkte sind, desto wertvoller ist die Arbeit. Und natürlich geht das ganze mit richtig vielen Farben und ist dann besonders wertvoll.)

The pattern can be simple dots like on the red dupatta or it can create a bigger pattern like on the other two. And of course you can work it with more than one color. (These three shawls are all quite simple Bandhani versions. The smaller the dots are and the closer they are placed together the more valuable the cloth. Also it can be done with multiple colors and then the cloth gets really valuable.)

Khadi SchalEher ungewöhnlich ist es, diese Technik an dicken, festen Wollstolen anzuwenden.Zusammen mit einem Webmuster an den Enden.

Quite unusal is the use of the technique with a thick and strong woolen shawl. Combined with a woven pattern at the ends of the shawl.

Dieses Stück stammt aus einem Khadi-Laden in Jaipur, handgesponnen und handgewoben, vermutlich aus einer einfachen, strapazierfähigen Wolle, denn es ist etwas steif im Griff und ein wenig kratzig. Eine sehr interessante Textur und spannend im Griff.  Aber um sich auf dem Sofa einzuwickeln oder es über den Wintermantel zu legen, ist es perfekt. Und so groß, daß es auch als kleine Sofadecke taugt.

This unique piece is from a Khadi shop in Jaipur, so it is homespun and handwoven, probably from some „simple“ and stabile wool, because it is a bit rough and scratchy. And so interesting to touch and feel. And perfect to wrap me in winter on the sofa or over my coat. And so big, it might be enough to cover me for a short afternoon nap.

Tagesdecke in BlockprintDie nächste typische Technik ist Blockprint mit Holzmodeln. Es war nicht ganz einfach, etwas zu finden, was nicht mit Elephanten bedruckt war… aber das hier fand ich dann sehr schön.

(Ich habe nicht grundsätzlich was gegen Elephanten, aber die Muster waren irgendwie alle gleich. Und das war anders. 🙂 )

Another typical technique is block print with wooden blocks. It was not so easy to find something that did not mostly feature elephants… but that I did like a lot.

(It’s not that I don’t like elephants in general, but somehow all pattern were the same. And this was different… 🙂 )

Blockprint im DetailHier noch eine Nahaufnahme. Was man hier vielleicht ansatzweise erkennt: Das rote Muster ist über eines in zwei Naturtönen gedruckt.

Here a close-up, maybe you can guess that it’s two prints. The red pattern is printed over another pattern in natural tones.

Das ganze ist eine riesige Tagesdecke, die ich gerne quilten würde, um eine waschbare Gästedecke zu bekommen. Da ich keine Quilterin vor dem Herrn bin, wird das ein spannendes Projekt, das Ding ist riesig, von daher muß ich wohl von Hand quilten. Was komplettes Neuland für mich ist….

It’s a huge bedspread and my intention is to quilt it to make a washable blanket for our guests. I am not a quilter, so this will be a thrilling project. Also the cloth is huge, so I will have to do the quilting by hand. Which is completely new to me…

Da wird es also vermutlich noch den einen oder anderen ratlosen Blogeintrag von mir geben. :o)

So there will be some or other helpless post about that topic. :o)

Maschenkunst unterwegs 2VII

Maschenkunst unterwegs

Auch auf der romantischen und edlen Jagmandir Island war die Maschenkunst dabei. (Nur für eine kurze Besichtigung, die Übernachtungstarife sind auch für europäische Verhältnisse heftig.) Ein bißchen ist der Maltese Shawl aus dem Artyarns Silk Mohair aus der Maschenkunst inzwischen auch gewachsen.

Maschenkunst was also on the romantic and quite posh Jagmandir island. (Only for a short visit, the hotel rates in this palace are high, even after European standards.) And the „Maltese Shawl“ from Artyarns‘ Silk Mohair from Maschenkunst had been growing a bit meanwhile.

(Ich habe übrigens inzwischen noch mal mit Daniela gesprochen. Die Aktion läuft freilich weiter, ihr ist nur nicht aufgefallen, daß auf der Gewinnspielseite das Datum nicht geändert ist. (Und offensichtlich ist sie da immer noch nicht dazu gekommen…) Könnte ja von mir sein… ich muß meine eigenen Sachen doch nicht Kontrollesen, ich hab sie doch schon geschrieben… *gg*)

(Was sie dann noch sagte überraschte mich allerdings etwas… außer mir spielt derzeit keiner mit???!?

Aber warum denn nicht???

Es macht nicht nur Spaß, es ist doch auch ganz einfach! Man kann das Logo einfach von der Webseite runterladen und ausdrucken. Und irgendwo photographieren. Auch im eigenen Garten, wenn ihr mögt. Und falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Das Bild muß nicht mal gut sein, der Gewinner wird ausgelost! Und um noch mal auf Bärbels Frage zurück zukommen: Natürlich muß man bei der Verlosung nicht dabei sein, falls man gezogen wird gibt es die Benachrichtigung mit Gutschein per Mail.

Also schmeißt euch endlich mal wieder an euere Kameras und Handyknipsen, ich will auch wieder Bilder sehen! Und es macht wirklich Spaß, sich zu überlegen, wo man sein Strickzeug gerade noch ablichten könnte, ehrlich! 😉 )

Revue de Presse: Threads May 2012 (160)

Da ich im Urlaub war hatte ich diesmal keine Zeit, die Threads zu vermissen und nach meinem Urlaub wartete sie schon auf mich. Das Titelbild verspricht diesmal Eleganz, also mal sehen.

Die Frage an die Autoren der Ausgabe ist diesmal, ob zuerst das Kleidungstück kommt oder zuerst die Verzierung. Gibt natürlich immer beide Ansätze. Ich denke bei mir eher das Kleidungsstück bzw. das Gesamtkonzept. Wohingegen Verzierung in jeglicher Art bei mir ja auch gut mal wegfallen können. Vor allem, wenn ich das selber tragen will.

Das Editorial spart vor allem das Lesen des Inhaltsverzeichnisses…

Die Leserbriefe erstaunen mich auch nur dadurch, wie viel Platz ihnen eingeräumt wird. In deutschen Zeitschriften aus dem Handarbeitsbereich scheint es gar keine zu geben. Mir fällt jedenfalls kein Heft ein.

Was hat die redaktionelle Werbung, äh Vorstellung der „notions“ zu bieten?Zwei Buchvorstellungen, wobei das mit den Kleidern tatsächlich interessant klingt. Allerdings sind die Schnitte da nur bis L drin, das wird mich vor dem Kauf bewahren. Und das Ding für die Nahtzugabe… hatten wir das nicht schon mal? Oder war das nur für Rollschneider und ist die Scherenbefestigung neu? Oder habe ich das woanders schon gesehen?.. Hm… ich werde alt…

Die Lesertips lese ich wie immer aufmerksam, aber auch diesmal ist nichts neues dabei bzw. nichts, was Probleme löst, die ich hätte.

Interessanter wird es bei den „Embellishments“. hier geht es um verschiedene Möglichkeiten, Stoff mit Farbe zu gestalten. (Also bemalen, nicht färben.) Andererseits werde ich das vermutlich nie ausprobieren, weil ich meine Kleidung ja in der Regel lieber zurückhaltender mag. Aber ich verstehe es immer besser, daß Leute Sachen machen oder nähen, die sie selber nicht anziehen wollen. Der Reiz, neue Techniken auszuprobieren ist einfach groß…

Das Interview mit einem Designer findet diesmal mit Sandra Betzina statt. Ich gebe zu, daß ich sie eher als „Technikerin“ wahrgenommen habe, mit ihren „Today’s Fit“ Schnitten bei Vogue. Und als Autorin von Nähbüchern. Aber klar, sich entwirft Schnitte, fällt wohl auch unter Design. Auch wenn ich die Schnitte nicht wahnsinnig aufregend finde. Das Interview ist auch das üblich Small Talk Geplänkel, aber im Gegensatz zu den Leserbriefen wird dem auch nicht viel Platz eingeräumt.

Die Werbung… äh Information über die Threads Webseite enthält diesmal tatsächlich eine Nachricht, die Seite bekommt einen neuen Look. Nun ja…

Viel spannender ist diesmal die „Wie haben sie das gemacht?“ Abteilung die sich mit dem Dekor des Kleides der letzten Seite befasst. Diese 3 Dimensionalen Applikationen sind nämlich wirklich faszinierend und die Ideen, wie man entsprechend plissiertes Band herstellen kann, die dürfen sofort in meinem Kopf gespeichert werden. 🙂

Dann Blick auf die ausführlichen Pattern Reviews. Auch hier ist es, wie ja oft, ein Marfy Schnitt, der meinen Blick auf sich zieht. Zum Glück nichts, was in meiner Größe auch nur annähernd gut aussehen würde. Aber eine tolle Umsetzung des aktuellen Schößchengedankens an einer schmalen Hose. (Oder ginge das doch in breit? Manchmal haben viele Nähte ja überraschende Effekte…) Auch der schlichte Mantel von Indygo Junction macht mich neugierig. Vielleicht sollte ich mir diese Firma auch mal ansehen?

Der nächste Artikel widmet sich dann wieder Design und Technik, es geht um „Deconstruction“, aber auf eine weniger plumpe Art, als einfach die Nahtzugaben nach außen zu drehen. Letzteres ist ja so gar nicht mein Stil, aber hier sind gute Ideen dabei. (Für sich genommen nicht wirklich neu und so manches wollte ich schon länger mal ausprobieren, aber gut beschrieben und thematisch schön zusammengestellt.) Vor allem bei den Ideen, wie man einen Stoff der nicht passt, passend macht. Etwa indem man ihn mit einem anderen Stoff zusammen quiltet, filzt, stickt,..  und dadurch entweder einen anderen Griff oder auch eine andere Farbtönung bekommt. Die sichtbaren Nahtzugaben und ausfransenden Säume hingegen bleiben auch hier nicht mein fall, aber festgesteppt sieht so eine nach außen gewendete Nahtzugabe in der Tat schon deutlich besser aus. Da könnte man anfangen, drüber nachzudenken…

Viel zum Gucken und Bewundern auf den nächsten Seiten, denn es werden mal wieder Wettbewerbgewinner vorgestellt. Diesmal war das Thema „Zero Waste“, also ein Kleidugnsstück aus einem Stück Stoff zu nähen, ohne daß von dem Stoff irgendetwas übrig bleibt. Das ist nicht ganz neu, aber hier wurden wirklich Stücke geschaffen, denen man es nicht ansieht. Die nicht krampfhaft wirken. Inklusive eines Abendkleides, das viel Stoff verbraucht. Aber eben keinen übrig läßt. (Wobei ich es für einen sehr amerikanischen Ansatz halte, durch eine „zero waste“ Zuschnitt-technik in irgendeinerweise „green“ oder „eco“ sein zu wollen. Denn verbraucht wird das Material so oder so, egal ob der Stoffrest gleich in der Müllverbrennung landet oder erst nach dem Tragen. Das einzige „sparen“, auch für die Umwelt, ist nun mal weniger nähen, weniger kaufen und weniger produzieren. Aber der Gedanken ist natürlich schlecht fürs Geschäft.)

„Tailoring Principles“ befasst sich mit der Formgebung in der klassischen Schneiderei durch Einlagen. Das ist einer der wenigen Fälle, wo ich gerne ein 3D Heft hätte… und eine Fühlzeitschrift… (Muß ich jetzt nicht sagen, daß dieser Artikel meine volle Aufmerksamkeit hatte, oder?)

Modische Führung durch die Frühjahrssaison will Connie Crawford bieten. Das finde ich jetzt nicht ganz so hilfreich, weil zwar manche Trends weltweit sind, andere aber doch eher amerikanisch, auch was die Farben betrifft. Aber angucken kann man es sich natürlich. Den Trend zum Sommerkleid haben wir hier zumindest auch und „grün“ zeigten die Pariser Schaufenster ebenfalls.

Claire Shaeffer befaßt sich anschließend mit Paspelknopflöchern. Hier ist jetzt nichts neues für mich dabei, wer sich daran aber versuchen möchte findet verschiedene Techniken mit deutlichen Photos gezeigt. (Wobei mir nicht zum ersten Mal auffällt, daß ich offensichtlich deutlich pingeliger bin, als Threads, denn was manche Detailaufnahmen zeigen, empfinde ich dann immer als „nicht geglückt“, wenn es bei mir so aussieht. (Was durchaus öfter der Fall ist… *hüstel*) Nicht daß ich es dann nicht anziehen würde, aber für Nahaufnahmen wäre es mir nicht schön genug. Aber vielleicht bin ich manchmal wirklich zu pingelig… ich fürchte, das hat meine Oma mir mitgegeben. :o)

Weiter geht es mit einem buten Sammelsurium an Nähtips, die unter der Überschrift „Geheimnisse der Bekleidungsindustrie“ laufen. Da ist einiges dabei, was ich aus gutem Grund anders mache, aber auch das eine oder andere, was ich mal ausprobieren könnte. Es ist immer gut, verschiedene Techniken zu kennen, denn je nach Material ist einfach eine andere „richtig“.

Gut gefällt mir auch der Artikel, wie man aus einem Schnitt eine ganze Garderobe macht. Ein simples Kleid gibt verschiedene Kleider, Jacke, Shrug, Oberteile… und alle sehen so unterschiedlich aus, daß man gar nicht auf die Idee käme, daß man dazu nur einen Schnitt braucht. (Und wer es schon mal probiert hat weiß, daß es meist schneller geht, einen schon passenden Schnitt zu verändern, als einen neuen Schnitt passend zu machen.)

Bei den „Fudamentals“ geht es um Overlockmaschinen. Da kann ich nun nicht so viel sagen, ob der Artikel gut ist, denn ich habe keine und nicht so viel Erfahrung damit. Aber es klingt zumindest alles schlüssig und die Bilder sind deutlich.

Das nächste bunte Sammelsurium ist „a stitch in time Happenings in the Sewing world“. Das geht von Video Nähkursen über Ausstellungstermine bis zum Ranking von Modeschulen in den USA. Nichts was ich gerade dringend brauchen würde.

Westenlich mehr interessiert mich, wie man selber (Tüll)Spitze herstellt. mit der Stickmaschine geht das sicher besser, aber im kleinen Rahmen kann man das vermutlich auch mit frei geführter Näherei hinbekommen. Irgendwann bin ich reich, habe ein großes Nähzimmer und kann doch eine Stickmaschine aufstellen. (Dafür daß sie dann alle drei Jahre mal benutzt wird…)

Beim Blick auf die Lesermodelle zieht das „endless options“ Kleid natürlich die Blicḱe auf sich. 12 Looks aus einer Jerseyröhre ist schon beträchtlich!

Leser fragen, Experten antworten. Nadeln die man einfädeln kann, ohne durchs Öhr zu fädeln scheinen in den USA gängiger zu sein als hier, denn die werden immer wieder vorgestellt. Hier habe ich sie noch nie in natura gesehen.

Dann noch die Nähgeschichte (diesmal von einem Ehemann) und die Nahaufnahme auf der Rückseite. Letztere läßt mich mal wieder bedauern, daß man solche Kleider nicht mehr trägt, das 3-D design Ton in Ton als Taillenbetonung ist wunderbar elegant und daß ohne jeglichen Straß und Blingbling. Nur schön… 🙂

Kosmetikpinselrolle

Brush and pencil roll

KosmetikrolleNoch ein nützliches Teil, das ich vor meinem Urlaub noch schnell fertig gemacht habe. Wollte ich auch schon ewig mal machen und kam nie dazu…

Another useful item I’ve finished before my holidays. I had always wanted to make one, but somehow it never had happened until now…

Die Rolle soll nicht der Aufbewahrung dienen, sondern nur für die Reise. Es muß also nicht alles rein, was ich habe, sondern nur das, was ich vermutlich brauche:

Ein großes Fach für den Puderpinsel, zwei mittelgroße Fächer für Wimperntusche, Lidschattenstifte oder Lippenstift und schmale Fächer für Pinsel und Stifte. Für meine Verhältnisse für einen langen Urlaub ausreichend, für einen Kurztrip reichlich. Bändchen von Kafka an die Seite… fertig.

KosmetikrolleA large slot for the powder brush, two middle sized ones for Mascara or Lipstick and the rest small slots for brushes and eyeliners, lipliners,… The size is enough for along  holiday (for me) and more than large for a weekend trip. Adding some ribbon from Kafka… done.

(Erstaunlich, was ich alles fertig bekomme, wenn die Flugtickets den Termin setzen… 😉 )

(Surprising how quick I can work if flight tickets set the deadline… 😉 )

Und demnächst gibt es dann auch mal Bilder von meinen indischen Einkäufen, versprochen!

And I promise, there will be pics of my shopping in India more or less soon!