Revue de Presse: burda Patchwork Quilts & Applizieren E958

Nein, ich patche nicht.

Leider braucht es aber nie viel, um meine Neugier zu wecken… Also mußte ich beim allfälligen warten auf den Zug doch zugreifen.

Das erste was mir ins Auge fällt ist die Neuvorstellung eines neuen Vliesofix, mit dem man auch Farbe auf den Stoff bringen kann. Ich hoffe, das kommt bald in die Läden, am besten mit einer Vorführung, denn das klingt sehr spannend…

Da ich (siehe oben) nicht quilte oder patche, schaue ich das Heft sicher mit ganz anderen Augen an, als der erfahrene Patchworkfreund. Und ein Modell nacharbeiten werde ich auch ganz sicher nicht, das liegt mir eh nicht. Aber als Idee und Anregung nehme ich mir gerne das eine oder andere mit.

Wobei dieses Hefte jedoch nicht wahnsinnig inspirierend ist.

Nur der kaleidoskopartige Quilt von Sabine Pingen (Die Webseite habe ich im Internet gefunden. Das Heft gibt zwar eine URL an, leider ist die falsch… :-/ fasziniert mich, sowohl für die Form aus Dreiecken, als auch für die Farbeverteilung über den gesamten Quilt.

Für die Anklängen von Art Brut hat das Werk von Marie Godard auch einen gewissen Reiz. (Da das Heft in Frankreich produziert wird, klappt das mit den französischen Webadressen offensichtlich auch besser… :o) )

Der Rest der Modelle ist für meinen Geschmack zu kitschig und/oder zu konventionell. Eben die Art von Patchwork, die mich nie interessiert hat.

Dafür ragen die Werke der vorgestellten Künstlerin Anne Prud’homme wieder hervor. Romantisch mit einem wehmütigen Hauch des Zerfalls… Kunst, nicht mehr nur Handwerk.

I don’t do patchwork.

But making me curious is veery easy so I picked the magazine while I was waiting for a train. Sometimes one finds inspiration at the strangest places. – To me patchwork is something strange…

Well… this one not really, most of the things were either very conventional and boring (to me, there’s a reason why I don’t do patchwork… :o) ) or to much… well, „Kitsch“. Except…

The Kaleidoscope-Quilt of Sabine Pingen. I like not only the structure of the triangles, but also the subtile distribution of the shades of yellow and orange on the black background over the quilt. (Burda doesn’t have pictures on their website, so I cannot share the look. But they give the websites of the patchworkers. That one they misspelled, but I found it anyhow…. Probabely that’s the price for producing the magazine in France.)

The other quilt I find interesting comes from a french artist, Marie Godard. Here I like the „Art Brut“ style.

Third is the artist, they introduce: Anne Prud’homme. I really love what they show, her art is romantic, but mixed with a subtile hint of decay. Real art, not „only“ craft. So I don’t regret having bought the journal.

P-A-Challenge 2007: Noch nicht aufgegeben

Auch wenn es hier im Blog so aussehen könnte, ich habe die Challenge noch nicht aufgegeben. Es gibt sogar Fortschritte, wenngleich auch kleiner, als sie nötig wären. Fürchte ich.

Rock Zuerst einmal: Der Rock ist fertig. Es war nicht ganz einfach, den Saum unsichtbar hinzubekommen, zumal auf dem glatten Silicon Popelin, aber es war machbar. Der Rock gefällt mir sehr gut, so wie er geworden ist und ich werde ihn sicher öfter tragen.

Da eine breite Saumzugabe in runden Säumen ohnhin nicht sehr praktisch ist und ich zudem ja nicht so viel Stoff hatte, habe ich den Saum mit einem breiten Schrägstreifen einbesetzt. (Eigentlich wollte ich die Technik hier zeigen, aber als ich endlich Zeit hatte, den Saum zu machen, gaben die Batterien den Geist auf und geheimnisvollerweise besteht der Ersatzbatteriesatz nur noch aus drei Batterien… vier wären nötig.)

Even though it might be looking like that in the blog: I haven’t given up the Challenge. There’s even some progress. I’m just not sure whether it’s enough to finish in time…

The skirt is finished. It was a bit of a challenge (but that’s the name of the game…) to attach the hem invisibly, namely in the black silicon popelin, but it was possible. I quite like the skirt and I think, I will be wearing it a lot in the future.

I had planned to show the hemming, because I used an extra cut wide bias strip as hem (large hem allowances in curved hems are complicated and this technique also is very usefull to deal with a shortage of fabric), but the day I finally started doing it, the batteries of my camera gave up and the recharche set somehow lost one in the last two weeks… :-/ So the picture of the finished gament will have to do.

Oberteil Also the shirt is nearly finished, it only needs to be hemmed.

Where the problem shows, so I haven’t done it yet….

Auch das Oberteil ist fast fertig. Es fehlt nur noch der Saum.

Was hier die Problemzone ist und somit noch nicht gemacht ist…

Um das Shirt an den Rock (und die geplante Jacke) anzupassen habe ich in die Teilungsnaht zum Strickstoff eine winzige schwarze“Paspel“ (da ich keine Kordel drin habe, sondern nur einen Streifen Schrägband hervorspitzen lasse bin ich mir nicht sicher, ob das auch als „Paspel“ qualifiziert – kenne aber auch keinen besseren Namen) hervorblitzen lassen. Ausschnitt und Ärmelsäume sind ebenfalls mit Schrägstreifen aus dem schwarzen Stoff versäubert und zwar so, daß der schwarze Streifen wenige Milimeter hervorblitzt.

Mit dem Ergebnis… bin ich grosso modo zufrieden. Zu einer Hose, etwa einer Jeans, sieht es recht nett aus, zu dem Challengerock wird es nicht meine erste Wahl werden.

Problematischer ist die Frage der Saumlänge: So wie es ist, sieht es auf einer Hose gut aus. Zum Rock hingegen ist die Proportion grausig! Wenn ich es aber stark kürze, dann paßt die Proportion innerhalb des Shirtes nicht mehr, macht optisch kürzer und dicker.

Da werde ich noch eine sehr gute Idee brauchen…

To adjust the top with the black skirt (and the to be mostly black jacket) I inserted a kind of „piping“ in the yokeseam. (There is no filler cord in it, it’s just a bias stripe of the black fabric that shows, so I’m not sure, whether piping is the correct term. But I don’t know a better one…?) AlsoI used bias stripes of the black fabric for sleeve hem and the neckline, letting them show some milimetres.

The result I.. qite like, but definitely less than the skirt. It looks nice with a pair of jeans, but with the skirt…

Well, as I said, it isn’t hemmed yet. The length it has now really looks cute with trowsers, but with that skirt it looks just awfull. Somethin mach shorter is needed. Only… when I’m shortening the top, the proportions of the top itsself become all wrong. the yoke is to big then, it makes me look shorter an fatter. (I have enough of that, no need of adding…) Plus that afterwards I plan to wear the top with my jeans, so I’d like to have it long for that.

I’ll be needing a real good idea…

So there remains the jacket. The pattern is altered to hopefully fit (no time for a second musslin) and I’m tossing the pattern over the floor (I have no cutting table) for days now, to decide, which parts I want to make from the plaid. the rest will be black, luckily I purchased quite a lot of that fabric.

Bleibt also noch die Jacke. Der Schnitt ist hoffentlich passend geändert (Zeit für ein zweites Probeteil sehe ich nicht) und ich schubse die Schnitteile seit einigen Tagen über den Fußboden (mein Zuschneidetisch…) und kann mich nicht entscheiden, welche Teile ich noch aus dem karierten Stoff zuschneiden will. Der Rest wird dann schwarz, von dem Stoff habe ich glücklicherweise noch genug…

Revue de Presse: Burda modemagazin September 2007

Nicht daß ich mir das Heft nicht pünktlich zum Erscheinungstermin gekauft hätte…aber zu mehr als einem kurzen Durchblättern hat es bislang nicht gereicht. Geschweige denn, daß ich Zeit gehabt hätte, was drüber zu schreiben. (Ob mich der Zeitmangel diesmal zu einem kurzen Posting führt? Ich versuche es, fürchte aber, es klappt wieder nicht. :o)

Abstract in English: From the september Burda I did like: Coat 103 for the incorporated belt, Jacket 109/110 for the collar, Skirt 116 for the interesting pleated front and the mugi couture Trenchcout for everything. I love Trenchcoats and I love the styling! Also I liked the fabric and the lace of Top 112B. „Like“ doesn’t mean I will sew it, because most of my pics don’t go with my size and… anatomy. But I like them anyhow. Patterns I do not like were blouse 101 (I find that style dull in general, not my taste at all), coat 107 because it looks as ift it couldn’t decide wether it wants to bei a dress or a coat and dress 121 which is just… hangs like a flour bag in grey. No, no, no.)

Der Titel ist jedenfalls dramatisch, dickes Augenmake-Up und tiefes Lila. Im Prinzip eine schöne Farbe. Steht mir allerdings nur bedingt und außerdem habe ich dazu immer eine stark sakrale Konnotation, von wegen liturgischer Farbe und so… Das Editorial ist dann auch schwarz-weiß (weitgehend) und kündigt Retro an. 60er Jahre. Und ich dachte, wir wären noch beim 80er Revival? Kann ich allerdings gut ohne leben. Dann lieber 60er.

Los geht das Heft dann ganz aktuell, mit einem „trend special“ von den Laufstegen der Welt. Auf den wenigen Seiten kann man natrlich nur eine kleine Auswahl bieten, aber dafür gibt es ja andere Hefte… Und grob gesagt ist alles modern: Metallglanz, Knallfarben und neutrale nicht-Farben und unter „Retromuster“ kann man ja auch beinahe alles subsumieren. Und die Silhouetten gehen quer durch Alphabet:H, X, Y oder O. Nur die für Leute mit breitem Po so praktische A-Linie scheint gerade Pause zu machen. Naja, war ja auch lange genug zu sehen… Den XXL Handtaschen kann ich viel abgewinnen. Dummerweise kann man diese Teile nur nicht mehr tragen, wenn sie wirklich voll sind. Und wozu sollte ich eine Riesentasche mit mir herumschleppen, wenn nichts rein kommt? *g*

Aber auf zu den Schnitten… „aktuell“ sind Raubkatzendrucke. Raubkatzen hatte man in den 70ern schon mal, oder? Damals allerdings gerne noch echte Felle, wenn man es sich leisten konnte. Da sind die aktuellen Stoffe doch deutlich tierfreundlicher. Das Modell sieht jedenfalls aus wie eine Mischung aus Farah Fawcett (die Haare… wollten wir nicht alle solche Haare?) und Twiggy. Nein, diesmal meine ich nicht die Figur, die sieht man hinter der Handtasche nicht. (Abgesehen von der Tatsache, daß der Hintern flach ist.) Das Augenmake-Up… Ach so, Schnitte sind ja auch dabei, es lebe die Schemazeichnung. Schluppenbluse… nein, noch habe ich mich nicht dran gewöhnt. Ich mag sie immer noch nicht.

Hä, was ist das? „Modeberatung“? Der Teil „akutell“ besteht diesmal nur aus zwei Schnitten? Ach so, das gehört zur Kategorie aktuell. Und wo ist da jetzt die Beratung? Zwei Mantelmodelle… jaaa??

Burda MantelMantel 103A mit dem „eingebauten“ Gürtel gefällt mir jedenfalls sehr gut. Ein origineller Schnitt. (Ich gehe jetzt mal davon aus, daß Burda nix dagegen hat, wenn man ihre eigenen Bilder auf ihrem eigenen Webspace verlinkt… Irgendwann sind sie vermutlich weg, aber Mode ist ja nicht für die Ewigkeit.) Leider gar nicht für meine Figur, denn breite Gürtel und Sanduhrfigur sind problematisch. Habe ich schon gelernt, als meine Taille noch viel schmaler war. :o) Trotzdem.. reizvoll wäre es, den Schnitt zu vergrößern…

An Mantel 107A sind die Schnallen hingegen das interessanteste… Ansonsten weiß man nicht recht… wollte es ein Kleid werden oder ein Mantel bleiben?

Blusenjacke Bei der Blusenjacke 109 hätte der Stoff beinahe den interessanten Kragen „geschluckt“. (Dabei wird allerdings auch die grauenhafte Reißverschlusslösung weniger auffällig…) Wie haben die das gemacht? *In Anleitungsteil blätter* Ach so, den kann ich ja rausnehmen und daneben legen… Ah ja, einfach Kräuseln und drüberlegen. Oh, aber nur für Besitzerinnen einer Overlock. Die wird in der Anleitung inzwischen vorausgesetzt… *blätter*

Börks… wo bekommen die nur immer diese grauenhaften Schuhe her? Sieht auf den ersten Blick aus wie orthopädische Hufeisen…

„Casual“ reimt diesmal auf „Karo“. Nette Location für die Photos, leider verraten sie wieder nicht, wo das war… Hoppla, trägt das Model einen megapushup? In dem Kleid steckt ja Busen… wie ungewohnt… Mantel 107 B wird auch in Karo nicht viel besser. Und Bermudshorts im Winter? Ja, ich weiß, ist Mode… aber so unfunktionell. Wie auch die Pelerine. Aber die ist wenigstens noch süß. Und nett gestylt, erinnert an die Sekretärin eines Detektivs aus einem Film aus den 60ern. Oder so.

Rock burdamodeRock 116 A versteckt die interessante Schnittführung mal wieder hinter Photopose und Stoff. Man kann die kleinen Schemabildchen wirklich nicht hoch genug schätzen… Doch, interessante Faltung. Eine Art schräge Verwandte des Tulpenrocks? Gut, gar nicht figurgünstig. Oder doch. Wenn man keinen Po und keine Hüften hat. (Und… das Futter schaut vor! Passiert also auch Profis… 😛 )

Jacke 105 hat einen schön schlichten Schnitt, sieht mit den langen Handschuhen auch sehr elegant aus… aber in der Silouhette mit dem Faltenrock? Jaja, schon gut. Ist wohl modern. Wirkt allerdings trotzdem wie peruanische Bäuerin. Und wie das aussehen mag, wenn nicht nur Haut und Knochen drunter sind?

Bißchen Werbung für die Einzelschnittkollektion, ein Schnitt gekauft, einer gratis. Wer also eh gerade einen Einzelschnitt kaufen wollte…

Die Basics sind grau. Nach meinem letzten Blick auf die Pariser Schaufenster war das abzusehen. Pünktlich zum Herbst, wenn das Wetter, der Himmel und die Straßen grau sind… blos kein bißchen aufheiternde Farbe ins Stadtbild! (Ob der Verlag irgendwo an einer Fabrik zur Herstellung von Stimungsaufhellern beteiligt ist? *g*) Am Einzelnen und wem die Farbe steht, da sieht grau ja elegant aus, aber wenn alle so durch die Stadt laufen… traurig, traurig. *seufz*

Top Burda Mode Wobei von Top 112B hätte ich gerne den Stoff. Also den Seidensatin und die Spitzenborte, nicht der Jersey…

*Aua* Kleid 112… es lebe das Trägerkleid. Nein, auch ein paar Fältchen im Rock machen es nicht besser. Und das auch noch in grau. Das sah in den 60ern schon nicht gut aus und es wurde nicht besser…

Die Rückenlösung des Rocks für zierliche kommt mir bekannt vor… war in den frühen 90ern (?) schon mal in einer Carina. Der Rock etwas kürzer und noch eine Schleife drauf. Kann ich mich deswegen so gut merken, weil ich meine Oma damals davon überzeugt hatte, mir den Rock zu nähen…

*blätter* *blätter* Maßschnitt *blätter*

Jetzt wird es lila… die „Trendfarbe“, naja, das hat der Titel schon verraten. Die Bilder verraten, daß Dinge zum Business-Look werden, indem man dem Modell eine strenge Brille aufsetzt. Nun ja… Schluppenbluse paßt da ja irgendwie… Und ein ärmelloses Shiftkleid für den Winter? Wo lebt die Redaktion doch gleich noch mal?

Oh, der Rüschenkragen von Jacke 109 kommt in uni viel besser raus. Ach so, jetzt ist das Jacke 110. *imAnleitungsteilblätter* klar, mit den gleichen Schnitteilen… auch Rock 116 verrät in dieser Variante etwas mehr über sein aussehen „am Mann“. Oder besser an der Frau…

Ach, schon wieder durch mit Schnitten? Reportage über „mugi couture“, kenn ich nicht, aber wer von Malta nach Berlin zieht, meint es wohl ernst. Ach so, daß ist das exclusiv-design… *gespanntumblätter*

Mantel mugi couture Heiß… absolut heiß! Ja, nicht meine Größe… aber ich stehe auf Trenchcoats. (Ich muß mir endlich mal wieder einen nähen…) und auf enge kurze Röcke dazu. An anderen… aber… heiß!

Das „deja vu“ in der „internet“ Sparte ist nicht mehr groß, ich hatte es ja schon im Hobbyschneiderin-Forum und in anderen Blogs gelesen… Meine Blognachbarn (die ich allerdings auch schon „life und in Farbe“ getroffen habe) Sonnenschein und Bärbel sind abgebildet. Allerdings mit Bildern, die schon lange hier im Web zu sehen waren, oder?

Ah, hier kommt wieder meine theoretische Sparte, plus aktuelle. Nach dem letzten Sonderheft kann es ja nur noch besser werden.

Langer schmaler Rock an schlankem Modell… wie gut, daß sie drüber schreiben, daß es die Plus Mode ist. Vom Bild käme man wirklich nicht drauf. Der allgegenwärtige Gehrock… Kleid mit Wickeleffekt… Öh… wodurch unterscheidet sich das jetzt gleich von dem im aktuellen Sonderheft?

Naja, das Shirt mit dem großen Kragen ist noch ganz nett. Mit einem Ausschnitt… naja, wie wickeleile eben. Dicker Strick und Riesenausschnitt. Frieren oder Schwitzen? Kein Problem, beides gleichzeitig ist möglich. Ansonsten… sehr uninspiriert… lustlos… wenn man Dicke nicht mag, sollte man vielleicht nicht versuchen, schöne Mode für sie zu machen…?

*blätter* Kosmetik *blätter* Haare *blätter**blätter* Medizin… besser nicht lesen, wer weiß, was wieder für Mist drin steht… *blätter* Wellness *blätter*

Florenz… ja, schon besser. War ich leider schon lange nicht mehr, und diesmal wirft der Bericht wenigstens auch noch interessante Adressen aus… wie ein vermutlich leider unbezahlbares Stoffgeschäft. Aber manchmal muß träumen eben reichen.

So, Bärbel war so begeistert von der Kindermode, da muß ich die doch mal genauer ansehen. Doch, süß, die Mädels. Irgendwo zwischen Trachten und Märchen. Solche Kleider hätte ich als Kind auch gerne getragen. Allerdings meist mit schlimmen Folgen für die Kleider, „ladylike“ war mein Benehmen auch damals nicht…

In der „Szene“ spricht mit gerade nichts an… Und Dave Brubeck brauche ich nicht auf einer neuen CD…. die alte tut es noch. *g*

„Kreativ“ ist diesmal Makramee. Doch, habe ich auch mal gemacht, sogar mit Begeisterung. War einfacher als Nähen oder Stricken. Aber jetzt scheint es auch nur noch unter dem Motto schnellschnell zu stehen. Die Ergebnisse sind selbst dies geringe Mühe nicht wirklich wert. Das heißt.. über die Vasen können wir reden. Klare, graphische Gestaltung.. doch, zumindest das ist ganz nett. Der überzogene Stuhl hat auch was. Aber ob man auf den Knoten gut sitzt? *g*

*Uff* geschafft. Wann kommt gleich das nächste Heft??

Ehekrise

Mit einer guten Stunde Verspätung komme ich aus dem Stoffgeschäft nach Hause. Dort wartend, ein hungriger Ehemann.

Buch Neben dem Eßtisch. Strafender Blick.

Warum bekommst du ein Päckchen aus Neuseeland?

Öh… wie meinen? In der Tat… ein Päckchen. Aus Neuseeland. Ich kenn da niemanden. Denke ich…. Sieht irgendwie aus wie… Amazon? Ich habe doch nix bestellt…. oder… *kurzimGedächtniskram* nein. Und in Neuseeland schon gar nicht…

Also beherzt zum Messer gegriffen und den Karton geöffnet. Oh, ein Geschenk… für mich? Und.. äh… warum? Und… von wem?

Vorsichtig das Geschenkpapier aufgerissen… Ja, dann wußte ich schon mal von wem. Mir eine Leseempfehlung geben und das Buch gleich hinterherschicken… ganz lieben herzlichen Dank! (Nein, ich sage nicht wer. Ich sage nur, Nähfreunde sind ganz besondere Freunde!)

Das Buch ist atemberaubend! Ich dachte, ich kenne inzwischen die meisten Techniken, doch da stehen noch mehr neue drin. Und Ideen für edle, weil aufwendige und sorgfältig gearbeitete Details. Es ist einfach wunderbar! Und perfekt für mich! Du hattest ja so recht!

Warum… weiß ich immer noch nicht. Aber ich freue mich!

(Und… meine lieber Ehemann hat in Wirklichkeit nicht strafend geguckt, nur neugierig. Er mußte das rätselhafte Päckchen schließlich über eine Stunde angucken, weil ich zu spät war. Und danach hat er Abendessen gemacht. Das sei zu seiner Ehrenrettung gesagt. 😉 )

When I came home that night, more than one hour late from the fabric store, a hungry husband was waiting for me.

Next to the dinner table, a punishing look in his eyes.

Who is sending you a parcel from New Zealand?

What is he talking about? Oh, indeed, there is a parcel. From… New Zealand? I don’t know anybody there. (I think.) It looks…. like Amazon? I didn’t order anything… *thinkingagain* No, I didn’t. And not from New Zealand.

So I took I knife and opened the package. Indeed, a book. In a gift wrap. For me…? Why…? And by whom…?

Carefully I’m tearing away the gift paper… then I knew who sent it. Recommending me, to read the book and then sending it directly… a real wonderfull sewing friend! (I won’t give names.) A really huge Thank You!

I had to start reading the book immediately. It is so breathtaking, so awesome! I thoght I knew most techniques now, but there are quite a lot of new ones, So many ideas and inspiration for working timeconsuming but perfect details! Just the perfect gift! You were so right! Thanks again!

I still don’t know why… but I’m happy about it.!

(And of course my husband didn’t really have a punishing look. Much more a curious one. As I was late he had been eyeing the parcel for more than one hour, because I was so late. And while I started reading, he prepared dinner for us.)

Revue de Presse: Burda Plus Fashion, H/W 2007

Bei mir rumliegen tut das Heft ja schon eine ganze Weile, aber vor lauter Challenge nähen bin ich noch nicht dazu gekommen, darüber zu schreiben. Der schwarz dominierte Titel ist leider auch wenig ansprechend. Dann geht die Titelzeile noch dem Model halb übers Gesicht… den „Happy Herbst“ empfinde ich so schon mal nicht. :-/

In short: I liked a lot of the fabrics shown, but the patterns just made me yawn. Unlike other Burda magazins this features some very basic patterns (shirt, trowser, foor gored skirt) that might be interesting. If burda patterns would fit my body and if I hadn’t basic patterns yet.

So schwarz geht es auch mit der „Citymode“ weiter. Der Steppstoff, den das Titelmodel trägt entpuppt sich laut Schnittzeichnung und Text als Kurzmantel Ich hätte der Zeichnung nach ja auf Gehrock getippt, aber gut… Leider zeigt auch das Photo im Heft nichts. Gleiche Pose wie auf dem Titel. Prima… Dabei wäre doch interessant, wie das Steppmuster an den Teilungnähten zu matchen ist und besonders wie der eng ziergesteppte Saum auf dem Steppstoff wirkt? Der Zipfelrock reißt mich leider auch nicht vom Hocker, Chiffon ist im Winter eh so praktisch und außerdem habe ich mich am gezipfle allmählich satt gesehen.

Ah, die Kurzgrößen sind jetzt wohl in die anderen Themen integriert. Der Blazer hat eine nette (wenn auch nicht aufregend neue) Schnittführung, besonders aufffällig ist aber der Stoff, ein Tweed mit Bändchenstickerei. *habenwill*. Die Hose mit gesteppter Biese statt Bügelfalte zeigt hingegen, daß enge Hosen vielleicht doch nicht so optimal sind, wie Burda behauptet. Die Querfalten an den Oberschenkeln sind wohl nicht so nötig… 😀 Apropos Kurzgröße… Burda scheint da schnellschrumpfende Models zu haben… das ist doch die gleiche Dame, die die Modelle in der „Normalgröße“ vorführt, oder habe ich da einen Knick in der Optik?

Das schlichte Shirt 404 begeistert eher durch den Stoff… Crash Jersey… nett, denke ich. Das durchgeknöpfte Kleid hingegen verdient eher einen Preis für Biederkeit. Typisch braves Kleid für „Mollis“ in Farbe schwarz. *gähn* Dzdzdz bei der Tweedhose 405A haben sie es wieder geschafft, das Model so hinzustellen, daß es am Oberschenkelquerfalten gibt.. Dabei ist die Hose angeblich garnicht so eng. Allerdings sieht es nach einem schlichten Grundschnitt aus. Bei Burda ja nicht so käufig. Die Jacke 410 hat wieder einen tollen Stoff. Der Kragen ist „extravagant“. Zugegeben. Auf dem Photo sieht er allerdings vorallem unordentich verwurstelt aus, weniger wie ein bewußtes Designelement.

Für die „freizeit“ ist Kuscheliges angesagt, braun statt schwarz. Der Stoff von Shirt 404 ist wieder sehr schön. Falsche Farbe für mich, aber an sich sehr interessant. Und der Schnitt schon wieder ein schlichter Basisschnitt. Hose 405 sitzt auch hier für meine Begriffe etwas seltsam im Oberschenkelbereich… Ein Wickelshirt. Ideal für Frauen mit großem Busen. Sagen sie wenigstens. Leider zeigt das Bild das gar nicht. Wird auch besser sein, denn gerade bei großer Oberweite geben Wickelausschnitte gerne die Sicht auf alles mögliche frei. Und sehen die Schultern nur so aus oder sind die zu breit? (Des Shirts, nicht des Models. Breite Models hat Burda nicht, auch nicht bei PLUS-Mode.)Fischgrat Jersey als Stoff hingegen… superinteressant!

Der lässige Mantel 415 könnte gleichzeitig schmal und bequem sein. So genau sieht man das auf dem Photo aber wieder nicht. Aber… ein netter Ansatz.

Hoppla, den Poncho hätte ich fast überblättert. Stoffrechteck eingesäumt, und das auch noch in zwei Größen. Äh.. ja. *Kalenderguck* Nein, wir haben nicht April. Dann ist es wohl kein Scherz…

Ah ja, Maßschnitt, jetzt auch für Dicke. Aber die Riegel der Jacke… sitzen die nicht etwas tief, schon Richtung Hüfte? Zumindest auf dem Photo… nichts für Figuren mit viel Form, fürchte ich.

Oh, doch noch etwas Farbe… Bordeax im „basic“ Bereich. Wir haben einen Gehrock mit Längsstreifen *gähn*, den Bahnenrock,.. na gut, als Basics gehts durch… Dazwischen Vorschläge für Accessoires. Die sind allerdings nur eingeschränkt auf die Zielgruppe abgestmimmt. Das hohe, Zierliche Pumpsabsätzchen am runden Bein? Und Kniehohe Stiefel hätte ich zu gerne mal, aber ob es das vorgestellte Modell in Wadengröße „mollig“ gibt wage ich zu bezweifeln. ;it der Mode, wieder Handschuhe zu tragen könnte ich mich hingegen anfreunden, da steh ich ja drauf. Weiter geht es dann wieder mit schönem Stoff. Taft mit Stickerei, Rosen dazu… ja, für so was bin ich anfällig, ich gestehe es. :o) Aber nicht als Weste. Trag ich eh nicht. Ah, das Wickeloberteil auch noch als Kleid. Doch, ganz nett. Wenn nicht, siehe oben, die Ausschnittproblematik bei Wickeloberteilen… In Kurgröße gibt es so was ähnliches, nur geknöpft – In der Schemazeichnung sieht die Knöpfung absolut bescheuert aus. Und am Kleid kann man sie nicht erkennen, Dank wild gemusterten Stoffs und schräger Körperhaltung.

Bisher nichts, was mich so richtig vom Hocker reißt… mal sehen, ob die Abendmode das Ruder noch umlegen kann. Für Samt bin ich ja anfällig… *g*

Hm. Rock, das geknöpfte Kleid, das Wickelshirt (auch hier die Schultern offensichtlich zu breit), das aber wieder aus einem wunderbaren Stoff… Der Westenschnitt wird aus Samt nicht besser und natürlich der Gehrock, unvermeidliches Bekleidungsstück in großen Größen. :-/ Aber wieder schöner Stoff…

Fazit: Als Stoffkatalog ein interessantes Heft, aber die Schnitte dafür um so unspannender. Aber wer ein paar Basisschnitte sucht, findet hier zumindest Shirt, Hose und Rock, die je nach Stoff sehr unterschiedlich wirken können.

Frisches-Shopping in Paris: Marché Auguste-Blanqui

Sucht man in Paris nach frischem Obst oder Gemüse geht man auf den Markt. Jedes Arrondissement hat mindestens einen, insgesamt sind es um die 80. Manche finden nur zwei Mal in der Woche statt, andere täglich, von Dienstag bis Sonntag. (Nur Montags ist kein Markt.

Einer meiner Lieblingsmärkte ist Marché Auguste-Blanqui. Man steigt an einem Sonntag Morgen aus an der Place d’Italie aus der Métro und hat nach wenigen Schritten das Gefühl, auf einem französischen Dorfmarkt zu stehen. Die Stände sind auf dem Bürgersteig aufgereiht und stehen unter großen Bäumen. Dazwischen schieben sich eifrig wuselnd Kunden aller Altersstufen. Kinder werden im Kinderwagen durchgeschoben, andere ziehen einen Hackenporsche nach und dem stabilen Krückstock des rüstigen Seniors mit „Cabas“ weicht man besser aus.

Liebevoll aufgestapelt borden die Stände schier über von Obst und Gemüse, doch genauso gibt es Fleisch, Brot und Kuchen, eingelegte Oliven, Kräuter und Gewürze, orientalische Spezialitäten von Hoummus bis Datteln, eingelegte Oliven in allen Geschmacksrichtungen,…. genauso wie Wein oder Käse. Und wer nicht selber kochen mag, versorgt sich mit libanesischer Pizza, gegrilltem Huhn oder Accras. Zum Aufwärmen Zuhause oder einfach zum sofortigen Verzehr.

Dieser Markt ist weder der billigste noch der luxuriöseste, aber ein Markt mit vernünftiger Qualität, die durchweg ihren Preis wert ist. Im oberen Teil, näher an der Place d’Italie sind die billigeren Stände. Hier ist das Obst oft noch unreif oder das Gemüse muß dringend verbraucht werden (was kein Nachteil ist, wenn man es ohnehin sofort kochen wollte) und es kommt eher aus billiger Treibhausproduktion in Spanien oder Holland. Doch die günstigen Preise ermöglichen eben auch weniger begüterten eine gesunde und frische Mahlzeit zuzubereiten.

Wir kaufen meist eher am anderen Ende des Marktes. Die Preise sind meist etwas höher, aber die Qualität dann auch besser. Hier liegen zur Saison die frischen Aprikosen aus der Provence, die Erdbeeren aus der Sologne, Hühner aus der Bresse, eine exzellente Auswahl an Rohmilchkäsen,… Auch ein in den letzten Jahren deutlich gewachsener Stand mit Biogemüse und -obst hat sich angesiedelt. Und wem das alles nicht reicht: Es gibt auch frischen Fisch, Saussicon, verschiedene Honigsorten, hausgemachte Marmeladen,… Wir kaufen eigentlich immer mehr als wir während unseres Aufenthaltes essen können. Aber da die Ware frisch ist, überlebt sie den Transport nach Deutschland in der Regel gut. 😉

Adresse: Boulevard Auguste Blanqui zwischen Place d’Italie und rue Barrault, 70013 Paris. Dienstag und Freitag: 7.00 – 14.30 Uhr, Sonntag 7.00 – 15.00 Uhr (Métro : Corvisart, Place d’Italie)