Revue de Presse: Threads September 2011 (156)

Trotz meiner Abendkleidnäherei konnte ich die Threads nicht liegen lassen…

Die Autoren der Ausgabe werden diesmal mit der Frage konfrontiert, wer sie am stärksten beeinflusst hat, als sie anfingen zu nähen. Nicht überraschend das Mütter und Tanten die Liste anführen.

Im Editorial verabschiedet sich die Herausgeberin in den Babyurlaub und bereitet die Leser darauf vor, daß Hemden und Blusen einen wichtigen Platz in der aktuellen Ausgabe finden.

Bei den Leserbriefen weckt diesmal einer mein Interesse. Da wurde doch der „Mantel für Obdachlose“ aus der Designer Challenge (Heft 154), den man mit Zeitungen bestücken konnte, um warm zu bleiben, grundsätzlich in Frage gestellt. Nämlich ob es nicht besser wäre, dafür zu sorgen, daß alle ein Dach über dem Kopf haben. Was ungefähr das war, was ich mir dabei auch dachte. Und dann dachte, das wäre wohl mal wieder einer jener seltsamen europäischen Standpunkte. Aber zumindest in Canada scheint man es ähnlich zu sehen. Irgendwie beruhigend.

Dann die Vorstellung der Neuheiten… „Crincle Magic“ kann offensichtlich das, was Soluvlies und Vliesofix zusammen schon lange können, das leicht schnörkelige Design der Bernina 830LE gefällt mir, aber das gibt es nur in den USA. Außerdem will ich meine Maschine ja eh nicht hergeben. Bei der Buchvorstellung (Underwear – Fashion in Detail) muß ich mir mal überlegen, ob die auf meine Wunschliste wandert…. sieht interessant aus.

Dann ein Blick auf die eigene Webseite… als ob wir die nicht eh im Blick hätten…

Danach ein kurzes Interview mit Claire Shaeffer, das m.E. eigentlich nicht wirklich was verrät – aber den Eindruck erzeugt, es sei gut, bei ihr einen Kurs zu belegen….

Der „Best Tip“ bei den Lesertips ist diesmal wirklich mal einen Versuch wert. Beim nächsten unbenutzten Vogue Schnitt. Denn das saubere Markieren mit diesen vorgegebenen Kringeln könnte so deutlich einfacher werden. Auch bei den anderen  Tips sind ein paar sinnvolle dabei, aber keine die mir neu wären.

Die Technik zum historischen Kleidungsstück von der Rückseite ist diesmal ziemlich einfach. Und wohl eher nichts, was ich für mich nähen würde…

Grundlegend geht es mit der Technik des „Understitching“ weiter. Kommt generell in amerikanischen Anleitung häufig vor, in deutschen eher selten. Mit der Maschine ist das recht simpel, von Hand eigentlich edler. Und auch die sichtbare Variante hat ihren Reiz… wieder was zum im Kopf behalten, weil es mal noch nützlich werden könnte.

Die Pattern Reviews… um Teile für die Überganszeit soll es gehen. Nettes Kleid von Colette Patterns, auch die Vogue Jacke… der Rest ist doch etwas arg lässig (lies: formlos), das ist nicht so was ich mag.

Anschließend geht es mit dem Titelthema weiter, wie man den klassischen Hemdblusenschnitt aufpeppt. Fällt doch größtenteils unter „kann man machen, aber warum sollte ich?“ Andererseits trage ich nicht viele Hemdblusen, wer die mag oder gar aus irgendwelchen Gründen tragen muß ist vielleicht froh um kleine Veränderungen wie ein paar Zentimeter Schrägband am Saum. Um klassische Sachen oder Kindersachen aufzupeppen ist es vielleicht nicht schlecht.

Norma Bucko führt uns danach in die Geheimnisse des Nahtreißverschlusses ein. Ihn „wie ien Profi“ einzunähen heißt mal wieder wie in der Bekleidungsindustrie. Gut, also beim Einnähen ist das nicht viel anders als ich das kenne. (Außer daß sie erst die Naht schließt und dann den RV einnäht, das mache ich bei meinem aktuellen Projekt auch so.) Wie man das Futter auch noch unsichtbar hin bekommt und nicht von Hand… könnte ich mal probieren, wenn ich mal wieder ein Kleid mit Futter habe. Sieht wirklich sauber aus.

Mehr ums Design geht es dem nächsten Artikel. Nämlich geht er der Frage nach, was man mit all den Jerseys und Strickstoffen macht, die auf dem Ballen toll aussehen, bei denen man sich aber nicht vorstellen kann, wie man sie in einem Kleidungsstück trägt. Wobei ich gestehen muß… etliche der Vorschläge würde ich in der Form noch weniger tragen. Aber die Techniken sind durchaus auf andere Situationen übertragbar und Geschmäcker sind verschieden.

Wundervoll sind die Leserbriefe über die Nähmißgeschicke die uns alle das eine oder andere Mal heimsuchen. Vier Seiten zum Lachen und zum Trost, daß es anderen auch so geht. 🙂

Kenneth King befasst sich mit dem Ärmelzwickel. Entweder um defekten Stoff auszutauschen oder auch um Weite zuzugeben. Insbesondere letzteres wird abgespeichert. Ich ändere ungern, aber so was rettet doch mal ein halbfertig genähtes Teil. Mal sehen, ob man das beim nächsten Mal auch „korrekt“ machen kann, nicht nur per Daumenpeil wie bei mir bisher.

Die Anleitung für eine Clutch wäre perfekt, für zum Abendkleid, scheitert aber an der Zeit. Und wenn man, wie vorgeschlagen, Reste verarbeitet muß man aus meiner Sicht schon ein extrem sicheres Auge haben, um mit einem Ergebnis rauszukommen, das nicht nach Resteverwertung aussieht. Da bin ich mir auch nicht sicher, ob ich mir das so zutrauen. Eher nicht.

Wunderbar ist natürlich der Artikel über Balenciaga. Die Bilder sowieso, aber auch ein paar Einblicke, wie etwa geschickt im Inneren plazierte Bänder, Gürtel und „Hosenträger“ Kleider faszinierend in Form halten. Innenleben von Kleidern ist eh ein spannendes Thema.

Der „Embellishment“ Artikel zeigt Schattenapplikation. Nichts Neues, aber es hat das Thema mal wieder hochgespült… wollte ich nämlich auch schon immer mal ausprobieren.

Der Rückblick auf 25 Jahre Threads kommt jetzt in die Phase, wo ich auch mit blicken kann, es kommen die Ausgaben meines eigenen Abos in Sicht. Nett, einige meiner Lieblingsbilder wieder zu sehen.

Auch die „embroidery essentials“ gefallen mir. Nicht das Modell, aber die Idee: mit punktuelle Stickerei aus zwei Lagen Chifffon eine Art Doubleface Stoff zu kreieren. Auch das kann man ohne Stickmaschine aufgreifen. Beim Blick in den Kleiderschrank der Leserinnen gefällt mir vor allem die Variante mit dem gestrickten „Korsett“. Das finde ich wirklich interessant umgesetzt. Ein anderes Modell ist technisch sicher Anspruchsvoll und aufwendig, aber der erreichte Look hat viel von Sofakissen…

Fragen an die Experten… Wie man Jeansnähten und Säumen den Used-Look verpasst (Bleiche oder Dremel), wie man mit Handstichen stabile Nähte näht (keine Ahnung, wovor die Leute immer Angst haben… Tausende von Jahren hat man von Hand genäht ohne daß Nähte aufgingen) und Bezugsquellen für Breitcord (diesmal eine belgische Adresse dabei… gleich mal gucken gehen…). Die Idee, zu lappige Spitze mit Stärke passend zu machen hat für mich wenig Anziehungskraft. Das muß man ja nach jedem Waschen wiederholen und dann vielleicht doch besser passenden Stoff kaufen.

Dann noch die nette Nähgeschichte und das historische Kleid im Blickpunkt. Bei letzterem würde mich wirklich interessieren, wie diese Ärmel wirken, wenn ein Mensch drin steckt. Auffällig auf alle Fälle…

Rondeur bleu

Pullover habe ich früher viele gestrickt, aber in den 80ern kam es auf die Paßform nicht an und seit meinem Strick-Neustart habe ich mich kaum dran getraut. Aber das Modell gefiel mir so gut und erschien auch fix zu stricken, daß ich mich ran wagte.

I’ve knitted a lot of sweaters in my long ago knitting days, but those were the 1980s and fit was not an issue then. Since I had my knit restart I hardly ever made sweaters. But I liked this pattern and it looked as if it was quite a quick knit, so I dared to try it.

RondeurDer kurzärmelige „Rondeur“ aus der aktuellen Sommerknitty mußte es werden. Gefallen hat mir nicht nur die figurbetonte Form, sondern auch die lacige Betonung der Raglanform.

Im Gegensatz zum Original habe ich mich für maschinenwaschbare Baumwolle „Monaco“ von katia entschieden. (Und ja, die Maschenkunst hat auch nette und nicht teuere Standardgarne.) Und überraschenderweise kam ich auf Anhieb auf die gleiche Maschenzahl wie die Maschenprobe, ohne eine Nadelgröße runter gehen zu müssen. Daß ich in der Höhe mehr Reihen brauchte war nicht so schlecht, denn dadurch war die Anpassung an meinen kurzen Oberkörper einfacher.

What I liked on „Rondeur“ from the summer issue of Knitty is not only the simple but figure hugging shape but also the lacey enhancement of the raglan shape.

I’ve chosen a machine washable cotton yarn „Monaco“ from katia. (Yes, Maschenkunst does also have sensibly priced standard yarns.) To my surprise my gauge matched the stitch count of the gauge without having to go down a needle size. I needed more rows though, but that wasn’t bad as it helped to fit it to my short torso.

In der Weite habe ich die Größe 1X gestrickt, nur zur Hüfte hin habe ich einmal mehr zugenommen. Und in der Länge habe ich immer wieder anprobiert. Die Anleitung gibt auch Maße relativ zu den eigenen Körpermaßen, das hilft bei der Anpassung.

I made size 1x for the number of stitches. Only in the hip shaping I added one row of adding stitches more than the pattern calls for this size. To fit it on the length I tried it on very often while knitting. The pattern gives you instructions how to shape according to your body measurements, that helps.

Webband von KafkaUnd weil der Pulli vorne und hinten den gleichen Ausschnitt hat, habe ich hinten noch mit etwas Webband von Kafka markiert. Ganz locker angenäht, damit der Pullover sich passend dehnen kann.

(Da die Bänder von Kafka mit einem schönen Abschluss an den Seiten gewebt sind, sind sie sehr weich und kratzen auch nicht auf der Haut.)

Front and back neckline are the same for this sweater so I used a bit of ribbon from Kafka to mark the back. Sewn with „ease“ so the neckline will still be able to stretch as it should.

(The ribbons by Kafka have very soft woven borders, so they are not scratchy on the skin.)

Ich mag das Ergebnis, denn der Pulli macht mehr Sanduhr-Figur als ich eigentlich habe. Aber vielleicht brauche ich noch einen Rock dazu… mal sehen. Den Preis, daß man den Bauch natürlich auch sieht zahle ich in der Gesamtansicht aber gerne. 🙂

I like the result because the sweater gives me more hourglass shape than I actually have. Maybe I need a skirt to go with it… we’ll see. The price to pay for that is that also the belly is well visible, but on a whole I’m willing to pay that price. 🙂

Maschenkunst unterwegs (VI)

Maschenkunst unterwegsAuch das ist noch mal Köln… er- kennt man, wo es ist?

(Für die Kölner nicht so schwierig, oder?)

Cologne, again. A little less famous than the cathedral but also interesting.

Gestrick nach wie vor und wieder die Stola aus Victorian Lace Today mit dem Silk Mohair von Artyarns aus der Maschenkunst. 🙂

Still knitting the shawl from Victorian Lace Today, still She wonderful Silk Mohair from Artyarns and of course purchased at Maschenkunst. 🙂


Verschenkesocke

Charitysocks

SockenManchmal möchte man Socken stricken ohne daß man die Größe des Empfängers genau kennt. Oder vielleicht sind die Socken für ein Hilfsprojekt gedacht, bei dem vorher gar nicht klar ist, wer sie bekommt.

Sometimes you want to knit socks for someone without knowing the size exactly. Or maybe you knit for charity where know one knows in advance who the recipient might be.

Nun sind Socken ohnehin dehnbar und können sich durchaus ein wenig dem Fuß anpassen, aber wenn man Rippen geschickt einsetzt, bekommt man Modelle, die etwa über fünf Größen hinweg passen. 🙂

Socks do stretch anyhow and will adapt the foot, but if you use ribbing the right way you can make socks that can fit over about five sizes. 🙂

SockenDie Anleitung umfasst die Größen M (36-39), L (39-43)  und XL (42-47). Auf den Bildern sind M die roten Socken, L die geringelten und XL die grauen mit den bunten Spitzen und Fersen.

The pattern includes sizes M (German size 36-39), L (39-43) and XL (42-47). On the pics you see red socks in M, striped socks in L and gray socks with blue in XL.

Die Füße die drin stecken haben von links nach rechts: 2x Gr. 39, 2x Gr 42 und der letzte Fuß hat Gr. 47.

SockenThe feet in the socks are from left to right: 1x size 39, 2 x size 42 and the last foot is size 47.

Und hier geht es zur Anleitung: Verschenkesocke.

(Hier gilt übrigens: Wenn ihr die Socken für ein Projekt strickt, bei dem die Socken an Bedürftige verschenkt werden, dann kopiert die Anleitung gerne an alle Mitstricker! Andernfalls bitte einen Link hierher weiter geben. Und natürlich ist die Anleitung für privaten Gebrauch kostenlos.)

And that’s the pattern: Charity socks.

(This pattern is free for private and non commercial use. If you want to pass it on, please don’t copy the pattern, but pass on a link to here. Except if you knit socks for charity. In this case you are invited to copy the pattern for everyone who wants to knit for charity also!)

Maschenkunst unterwegs (V)

Maschenkunst unterwegsOkay, unterwegs ist ein bißchen gemogelt… wir sind nämlich daheim, in Köln.

Aber Maschenkunstbilder ohne Domspitzen geht ja auch nicht, oder? 😉

Okay, here I’ve cheated a tiny little bit… we are very „at home“ and not somewhere else.

But Maschenkunst pics without the Dom (Cologne cathedral) wouldn’t do either. 😉

Beim Strickzeug das unten noch hervorlugt bin ich wieder zurück bei meiner Stola: Victorian Lace Today, Garn von Artyarns und natürlich in der Maschenkunst gekauft.

In Köln.

Knittingwise I am back to my shawl: Pattern from Victorian Lace Today, Yarns from Artyarns and of coursed purchased at Maschenkunst.

(Un)gefilztes Mäuschen

(Un)Felted Mousie

Ja, das graue ONline Garn war nicht aufgebraucht, also wieder Ravelry geflöht…

Hadn’t finished the gray ONline yarn. So again I checked Ravelry….

gestrickte MausUnd fand die Anleitung Felted Mousie von Cailyn Meyer. Daß meine Wolle nicht filzen würde war klar, aber das Ergebnis ist trotzdem niedlich.

Da ich nicht gefilzt habe, habe ich die Maus gestopft bevor ich den Schwanz gestrickt habe. Im Original schneidet man die Maus auf und füllt sie dann. Nach dem Filzen. Und ich habe deutlich dünnere Nadeln genommen, als vorgesehen.

And I found the pattern Felted Mousie by Cailyn Meyer. It was clear my yarn would not felt, but the result is somewhat cute anyhow.

The pattern tells you to felt the mouse, then cut it open, stuff it and sew it closed again. Since I did not felt it a stuffed it before finishing the butt and starting the tail. And I used a smaller needle size.

Gedacht ist das Ding als Katzenspielzeug. Nur habe ich keine Katze und ungefilzt wäre das wohl auch ein arg kurzes Katzenvergnügen. Also schwindet zwar der Restwollestapel, aber die Kiste der Nutzlosigkeiten wächst… (Inzwischen aber schon verschenkt… Kleine Kinder haben auch Freude dran.)

Normally this would be a toy for cats. Only I don’t have a cat and beeing not felted it would be a very short pleasure for any cat I guess. So my rest stash is decreasing, but my collection of useless things increases at the same rate… (Meanwhile I’ve passed it on… Little children also like it.)

Revue de Presse: Burdastyle August 2011

Titel BurdastyleZwar ist der Sommer immer noch nicht eingetroffen, aber die Zeichen bei Burda stehen schon wieder auf Herbst. (Sachlich verständlich, vom Gefühl her aber… ich bin in Bayern aufgewachsen und da war der August der Ferienmonat. Daß die Zeichen schon wieder auf Herbst stehen, wo der Sommer noch nicht mal richtig angefangen hat, das passt für mich vom Gefühl her immer noch nicht.) Das zarte blaugrau des Titels paßt aber zum Sommerwetter. Zumindest der kühle Ton der Farben…

Das Editorial passt dann wieder zur Reisezeit und zeigt uns, in welchen Ländern es eigene Burda zu kaufen gibt. Daß es eine eigene Ausgabe in Ägypen gibt war mir dann doch neu.

Dann aber geht es mit den „kreativ-trends“ los. Korallen aus Fimo basteln… äh.. ja. Hatten wir das nicht letztes Jahr schon mal? Oder habe ich das in einer anderen Zeitschrift gesehen? Nähte nach außen zu wenden fand ich in den 90ern (ich glaube es war in den 90ern als das schon mal Trend war, oder?) schon doof, Daran hat sich nichts geändert. Und das Basteln mit Federn zeigt mit den Vergleichsphotos vom Laufsteg nur allzu deutlich, daß die genaue Wahl des Farbtones dann eben doch den Unterschied zwischen „Trend“ und „Kindergarten“ machen kann.

Der „Resteverwerter“ geht davon aus, daß wir noch größere Mengen Häkelgarn in vielen Farben haben… es gibt nämlich Blüten. Allerdings wirklich viele unterschiedliche und alle detailreich. Wer daran seinen Spaß hat macht mit dem Heft auf alle Fälle ein gutes Geschäft, denn um so viele verschieden Blüten zu bekommen muß man sonst eher ein ganzes Buch kaufen. Oder wenigstens ein spezielles Sonderheft. Und so einzeln als Brosche…?

Cape BurdastyleDie erste Modestrecke widmet sich dem Stil der 50er. Es geht auch gleich wieder mit einem als „leicht“ gekennzeichneten Schnitt los, aber dieses Cape gefällt mir sogar recht gut. Es ist ein einfacher Schnitt, aber die Ausschnittlösung ist etwas raffinierter, als einfach grade rum ohne viel schwieriger zu sein.

Kleid 126 hingegen sieht vom Schnitt her nach Sofa oder Kindergarten aus… langweilig.

Kleid BurdastyleAuch Kleid 119 gefällt mir von der Schnittführung her gut. Es paßt dem Model zwar nicht besonders (fehlende FBA läßt grüßen…) aber das Kleid selber. Nur ist mir immer noch nicht klar, warum ich im Herbst kurzärmelige Kleider tragen soll? Da wird einem doch kalt an den Armen…

Der Kragen an Kleid 125 in Langgröße hingegen… sieht eher so aus, als hätte sie sich einen Pulli um den Hals geknotet. Dafür ist die simple, grade Jacke 120A in Kurzgröße wieder nett. Bei Jacke 128 weiß ich nicht recht, was ich davon halten soll. Auf dem Photo sieht sie eher schmal aus, auf der Schemazeichnung kastig. Aber der Stoff ist toll. Tüllspitze über Hahnentritt. Okay, ich hätte vielleicht lieber Spitze über Tweed oder so was… müßte man aber aus zwei Stoffen auch probemlos selber machen können, oder?

Kleid BurdastyleLange Ärmel dann endlich an Kleid 123. Ich glaube, das gefällt mir auch sehr gut. Es wäre nur schön, wenn man die Rückseite mal sehen könnte…

Der weite Mantel in Langgröße sieht ja aus meiner Sicht vor allem ohne Gürtel gut aus. Aber ist das nicht eher ein Swinger, als ein Trench?

Die Beauty-Seite… *gähn* auch wenn ich Rosen mag, das Bild ist nicht spannend genug, um es nicht zu überblättern.

Die Beauty Seite soll wohl die folgende Modestrecke einleiten? Jedenfalls wird es sehr rosa. Naja, eher rosé, pudriges rosé. Die Schnitte… hm. Eine „leicht“ gekennzeichnete formlose Jacke und ein Kleid, bei dem ich nicht recht weiß, ob es form haben soll (dafür hat es zu wenig) oder lässig sein (dafür schon wieder zu viel). Unentschieden und langweilig. Entweder hat das Model eine hohe Taille oder dieser Look ist wieder in. Aber irgendwie wirken die Beine nicht lang, sondern unproportioniert lang, die Higheels machen es nicht besser. Ach so, die Klamotten… hm… die Säume drücken durch. Dann noch mal die Schlabberjacke und etwas, was auf den ersten Blick nach einem schlichten Mantel aussieht. Dann aber eine Weste ist. Dennoch aussieht wie ein Mantel, bei dem jemand keine Lust hatte, die Ärmel einzunähen. Schade um das Leder.

Danach kommen dann noch passende „kreativ-accessoires“. Die Shoppertasche ist nett. Nicht daß ich dafür einen Schnitt bräuchte, aber bis auf den fehlenden Verschluss ein hübsche Tasche.

„Mix & Match“ soll Military mit Romantik vereinen und sowohl von jugendlichen als auch von reifen Frauen getragen werden können. Nun denn… Rock 108 ist ein balloniger Minirock mit Military Taschen aufgesetzt. Prädikat lächerlich? Das Kleid mit dem Wasserfall Ausschnitt sieht eher schlampig rumhängend als als absichtlich lässig. Und die Saumnaht kräuselt und der Saum drückt durch… Dann noch mal zwei Jacken im Militärstil. Oliver Parka am „reifen“ Model birgt die Gefahr, daß es aussieht, als hätte man seine Protestklamotten aus den 80ern wieder rausgezogen. Kleid 105 mit den Volants hat einen gewissen Reiz, aber hinten ist es…. leer. Vorne überladen, hinten keine Lust mehr gehabt? Hose 115 mit Saumrüsche. So was fand sich bei Boney M als Kostüm, oder? Wobei ich feststelle, daß ich zwar weder die mehrfach gezeigte Schlabberjacke noch das Volantkleid an sich mag, aber in der Kombi hat es was. Nicht die Teile, aber das Feeling des Stylings. Sollte ich mal drüber nachdenken…. Noch mal die Jacke, ein Hemd… und das Cape mit den Blasebalgtaschen… geht gar nicht. Militäroliv ist einfach eine gefährlich Farbe. Meist sieht es doof aus….

Daß ich jetzt die Accessoires Seite zu dem Thema ungefähr so doof finde wie das vorangegangene ist vermutlich nicht so überraschend… Na gut, die Ballerinen mit der Schleife sind süß, aber nicht in Rosa. Und die Sachertorte… aber die würde ich eh lieber essen als angucken. 🙂

Der „ein Teil, vier Looks“ Teil heißt jetzt „Stilgefühl“ und stellt den Lieblingsschnitt von Frau Bily (sagt zumindest der Text) in verschiedenen Looks vor. Das wäre diesen Monat die unsägliche Lederweste (die aussieht, als wäre sie gerne ein Mantel, hätte es aber nicht geschafft…). Und die wird durchs umstylen nicht besser. Die Variante mit dem langen, weiten Kleid ist besonders grauenhaft, da wäre es dann auch egal ob man Cowbyostiefel oder rosa Converse dazu tragen würde. Das „Hamburg“ Outfit mit schwarzer Hose und weißer Bluse geht noch am ehesten. Sieht aber trotzdem so aus, als hätte jemand die Ärmel vergessen…

Jacke Burdastyle„Very British“ soll die nächste Modestrecke sein und geht immerhin schon mal mit einem Highlight los, Jacke 120B. Sehr schlicht, aber mit einer Rüsche aus gerissenem Chiffon die dem Modell dann wieder was besonderes verleiht. Der Schnitt ist in Kurzgröße, aber die Idee kann man ja mit jedem schlichten Jackenschnitt umsetzen.

Die nächste Seite hält dann leider nicht, was der Einstieg verhieß… Das Volantkleid kommt hier aus gemustertem Stoff daher, so daß man weder die Volants erkennt, noch den Stoff. Sieht einfach nur chaotisch und mehr gewollt als gekonnt aus. Auch das Styling aus der Oversized Weste und dem kurzen Rock kann mich jetzt nicht begeistern. Wobei der Rock auf den zweiten Blick eigentlich recht schmuck ist… vielleicht etwas länger, aber so generell… Dann sollen wohl Bermudas auch im Winter in bleiben, aus Cord, mit Strumpfhose und.. äh… Gummistiefeln? Nun gut. Die Uniformjacke 101 sieht auf der Schnittzeichnunge auch gar nicht so übel aus. Und aus dem Trench in Langgröße wird noch mal ein Kurztrench. So wie das Model auf dem Bild dasteht, sieht er auch weniger nach Swingermantel aus. Oder es sind die Wäscheklammern im Rücken… Die formlose „leicht“Jacke wird auch aus schönem Strickstoff (mit Zöpfen) nicht besser. Dabei wäre der Stoff doch recht schön… Und dann noch mal das Hemd, diesmal mit Jersey an den Ärmeln statt Manschetten. Erleichtert zumindest das Nähen und das Bügeln…

Dann wird wohl wieder ein Bastelvorschlag eingestreut… eine Etagere aus alten Tellern und Tassen zusammenkleben ist inzwischen doch ein alter Hut.

Eher „männlich“ aufgemacht eine Seite mir Bürsten und Kämmen. Nun ja… paßte farblich zum Thema?

Dann die Nähschule für Einsteiger, diesmal mit dem Wickelrock. Wenn man sich wirklich einen guten Wollstoff dafür gönnt, dann ist das tatsählich mal anfängertauglich.

Ausfürlich widmet sich der nächste Beitrag der Designerin hinter Antik Batik. Das Label kenne ich aus Paris. Wobei der Reiz der meisten Sachen aus meiner Sicht schon in den Stoffen liegt. Aber der Designerschnitt dazu ist auf den zweiten Blick zumindest detailreich. (Gefallen? … Weiß ich nicht recht.) Verschwindet natürlich wieder hinter den aufwendig gestalteten Stoffen…

Weniger spannend der neue „Designwettbewerb“. Entwerfen sie ihr Lieblingskleid… *blabla* Aufgabenstellung wie im Kindergarten, oder? Male dein Lieblingstier. Nun ja, zu gewinnen gibt es eine Pfaff Nähmaschine. Wenn ich polemisch wäre, würde ich sagen, passt zum Niveau… 😉

Ah, die Plus Modelle. Fürs Büro werden sie versprochen. Äh… in der rosa Hose und mit kurzem Blüschen? (Oder trägt sie es nur so blöd?) Na da strahle ich aber Kompetenze aus… Tunika 139 hingegen hat durchaus einen gewissen Reiz. Definitiv ein Kandidat für meine Nachthemdensammlung… Der schmale Lederrock ist so weit bürotauglich, dafür natürlich nicht so spannend. Und auf einen sichtbar eingenähten Reißverschluss auf meinem Hintern kann ich aus verschiedenen Gründen gut verzichten… Und dan noch eine rumschlabberige Weste und eine Jacke, die auf der technischen Zeichnung durchaus Struktur zu haben scheint, auf dem Photo dann aber den Charme einer übergeworfenen Decke entwickelt. *schauder* Ich glaube diese Plus Strecke ist die gruseligste die ich seit langem in der Burda gesehen habe….

Die Surftips überblättere ich wieder zügig, Webshops finde ich in der Regel auch alleine ohne große Probleme….

Ein Modethema das um diese Jahreszeit auch unweigerlich wieder kommt ist Mode für die Einschulung. Gr. 110-134 und es gibt Rock und Hose, also auch für Jungs. Diesmal ist es eine Art lässiger Schuluniformstil, den ich durchaus niedlich finde, zu dem ich mir aber kein Kind vorstellen kann, das so rumläuft. Also nicht hier, wo wir keine Schuluniformen haben. Wobei zumindest Hose und Rock problemlos zu verwenden sind und wenn man am Shirt das Abzeichen weg läßt, dann wird es tragbar.

Die „kreative Welt“ stellt vor allem Dinge vor, die man kaufen kann. Wobei ich Kleidung aus Kork interessant finde…

Deko… Vögelchen. Aus Tapetenrest geschnitten, aus Stoffresten genäht… gestickt… nein, so was von nicht mein Geschnmack. Einzig die gehäkelten „Nester“ haben einen gewissen Reiz, denn die dienen der Aufbewahrung. Und wenn man da ein geeignetes Material nimmt…

Genauso wenig begeistert mich die mit dem Buchtip verknüpfte Patchworkdecke. Das aus großen Teilen zusammengesetzte Fuchsgesicht wirkt auf mich nicht clver und unkonventionell sondern lustlos und grob zusammengehauen. So nach „Ich muß jetzt was machen, was schnell und einfach zu machen ist, egal ob es gut aussieht oder nicht.“

„Leichter Basteln“ schlägt uns vor, alte Kartons zur Aufbewahrung zu nutzen und zur Kennzeichnung was drin ist, Beispiele außen aufzukleben. Ein sehr, sehr, sehr alter Hut…

Der Streetstyle zeigt kurze Shorts. Da müssen sie sich in dem Sommer aber beeilt haben, um welche in freier Wildbahn abzulichten Oder die Bilder sind vom letzten Jahr… *g*

„Wie geht eigentlich…“ einen Knopf annähen verrät die Bildergeschichte. Nette Graphik im Grobmotorikerstil, aber die für einen Anfänger wichtigen Sachen werden wie immer nicht verraten. Mit zwei Knoten anfangen, die genau aufeinanderliegen. (Habe ich Jahre gebraucht, bis ich dahintergekommen bin, wie man das zuverlässig hinbekommt.) Dann wird beschrieben, wie man den Knopf festnäht um danach zu verraten, daß man das aber nicht zu fest machen sollte. Wozu sind denn Schritt für Schritt Anleitungen da, wenn man sie nicht genauso abarbeiten kann? Und wenn man sich beim Vernähen des Fadens nach dem Bild richtet, dann wird man den Faden um die Stoffkante herumlegen… so sieht es zumindest aus. Alternativ könnte man die Zeichnung auch so interpretieren, daß man irgendwo neben dem Knopf durchsticht. Auch nicht so sinnvoll….

Dafür wirkt der Atelierbesuch diesmal so, als sei eventuell tatsächlich jemand vor Ort gewesen. Mein Geschmack ist es nicht, aber doch interessant anzusehen.

Bunt ist dann auch der Stoff des Monats. Und heftig teuer…

Ich fürchte… Burda hat mal wieder eine Wendung vollführt, die mir nicht so zusagt… aber es bleibt, auf den September zu hoffen.

Aus dem Blogarchiv

From the archives

August 2006, viel Gardinen (August 2006, lots of window treatment)

August 2007, die Challenge nahte: (August 2007, Working on the Challenge)

August 2008, viel gestrickt.

August 2009: wohl ein ruhiger Monat

Nach der Deadline ist vor der Deadline

Past deadline is before deadline

Okay, die Deadline für die Bernina Seidenträume habe ich geschafft, aber direkt danach mußte ich anfangen auf den nächsten Termin zuzusteuern. Mein Bruder heiratet in wenigen Wochen und ich brauche noch ein Kleid.

Well, I’ve met the deadline for Bernina silk dreams, but directly after that I started to go for the next deadline. My brother is getting married an a few weeks and I need a dress.

Vintage Kleid VogueIch hatte es hier mal kurz erwähnt, daß ich mir einen Stoff für ein Probekleid gekauft hatte um zu sehen, ob mir der Schnitt überhaupt steht.

Das Bild zeigt, daß der Test so weit erfolgreich war und ich den Schnitt (mit einigen Änderungen) verwenden kann. (Es ist ein Vogue Vintage Schnitt nach einem Modell von 1948, Nummer 2494, der aber nicht mehr erhältlich ist, weil er schon lange in meinem Schrank ruhte.)

I had mentioned here that I had bought a fabric for a test dress to check if the pattern would suit me.

The picture shows that the test was successful and that I can use the pattern after some more alterations. (It’s a vogue Vintage pattern from a Vogue Original from 1948, Number 2494 but OOP for quite a while since the pattern has been sitting in my stash for quite some time.)

Die ausführliche Berichterstattung findet diesmal als WIP im Hobbyschneiderin-Forum statt. Den Text kann jeder mitlesen, aber wer Bilder sehen will muß sich anmelden. (Falls es hier irgendwelche Leser geben sollte, die nicht eh im Forum angemeldet sind.)

Bis zur Hochzeit werde ich den Blog nicht verweisen lassen, aber vermutlich eher das eine oder andere Kleinzeug zeigen, was auch noch ungeblogt bei mir herumliegt.

All details about sewing the dress will this time be shown as WIP in the Hobbyschneiderin-Forum. It will be only in German, I am sorry, but I don’t manage to blog about it in two languages and having even the slightest chance to finish the dress in time. There are a lot of pictures, but I think you need to register to be able to see them.

This does not mean there will be no blogging here until after the wedding, but I will probably show smaller stuff that is still laying around here and where I had never found the time to show it.

Die Knopfauflösung…

The solution of the button question…

Gibt es heute im Laufe des Tages im Bernina Blog. (Zumindest wenn ich mich nicht im Datum getäuscht habe…) Also mal vorbei gucken. 🙂

Should be up today in the Bernina Blog. (At least if I remember the date right….) So check it out today. 🙂