Paris Weihnachtslichter

Paris Christmas lights

Statt zu nähen oder meine fertigen Sachen endlich mal zu photographieren bin ich mal wieder ständig unterwegs… diesmal in Paris, wo ich vor Weihnachten schon lange nicht mehr war. Daher gibt es jetzt mal wieder ein paar mehr oder weniger kitschige Bilder mit vielen Lichtlein.

Instead of sewing or finally taking pictures of my finished items I am traveling… for example to Paris. It’s a long time since I’ve been there at the pre-Christmas time. So here are some kitschy pics with many lights…

WeihnachtsbaumDer Weihnachtsbaum in den Galeries Lafayette ist irgendwo zwischen sachlich und edel, der gefällt mir ganz gut.

The christmas tree in the Galeries Lafayette is quite stylish, I quite like it.

Spiegelung in BaumkugelUn Spiegelungen mag ich ja immer…

And I love mirror effects.

WeihnachtsbeleuchtungDie Außenbeleuchtung hingegen… ist eher etwas dünn. Und das ist schon die Langzeitbelichtung, die alle der wechselnd leuchtenden Lampen gleichzeitig zeigt…

The lights on the outside on the contrary… they are a bit thin. And the pic is a long time exposure so it shows all the lights than are lit one after the other.

PrintempsPrintemps nebenan verkündet stolz sein Jubiläum.

Printemps, the next building, proudly announces the jubelee.

Place da la ConcordePlace de la Concorde.

ObeliskObelisk aus einem anderen Blickwinkel.

Obelisk from the other side.

Champs-Elysees Und natürlich die Champs-Élysées.

And the Champs-Élysées, of course.

Das Wetter war recht warm, Schnee ist zwar romantischer, aber wir haben es auch so genossen. 🙂

The weather was quite warm. Snow is more romantic, but we enjoyed ourselves. 🙂

Socken für Obdachlose VII

Socks for Homeless VII

rote SockenAuch diese Socken wurden fertig, pünktlich übrigens… Einfach langweilig gerade hochgestrickt, mit selbstmusterndem Garn „Anika“ von Crelando, sprich Lidl. Wie üblich gibt das bei mir kein vernünftiges Muster, aber warme Füße machen sie genauso.

These socks got finished in time… Just boring plain vanilla, using a selfstripeying yarn, again „Anika“ by Crelando. and as always it does not create a recognizable pattern. But it will keep a pair of feet warm.

(Und wer mitgezählt hat… Paar sechs kommt noch, Paar sieben hatte ich vorgezogen, damit auf alle Fälle eines davon fertig wird.)

(And for those who were counting… socks number six will be coming also. But I decided to finish number seven first, so at least one pair would be finished in time.)

„Korsett“ für die Jacke

„Corsett“ for the jacket

Beim Nähen merke ich ja gelegentlich, dass es Gründe gibt, warum in der Bekleidungsindustrie manche Dinge auf eine bestimmte Art und Weise gemacht werden. Zum Beispiel Kunststoffreißverschlüsse, die aussehen, als ob sie aus Metall wären.

While sewing I discover sometimes that there are reasons why some things are done in a certain way in clothing industry. Like using plastic zippers that look like metal.

Ich mag so was nicht, also bekommt meine Jacke natürlich echte Metallreißverschlüsse. An was ich nicht so wirklich gedacht habe war, daß ein Metallreißverschluss schwer ist. Und mein Stoff ist eher leicht und weich. Einen groben Metallreißverschluss trägt der nicht. Geht nicht gibt es aber nicht. Also braucht meine Jacke innen eine Art „Korsett“ an allen Stellen, wo Reißverschlüsse sitzen, das die Reißverschlüsse trägt.

I don’t like that kind of „fake“, so I am using zippers with real metal teeth. What I had not really considered before is, that those zippers are relatively heavy, my fabric on the other side soft and having not much body. Since „impossible“ is not possible for me my jacket needs a kind of a „corsett“ inside. At all places where zippers will sit, so the weight of the zippers will not hang on the fabric, but on something sturdier.

Stützkonstruktion in der Jacke.So wirklich steif soll es aber auch nicht werden, ein Kompromiss ist also gefragt. Ich habe mir dann bei Plissee Becker Rosshaareinlage geholt. Diese mit der Zackenschere schräg in etwa 5cm breite Streifen geschnitten. Die Streifen habe ich dann etwas gedehnt mit Hexenstich über die Teilungsnaht genäht. Durch den Unterlegstoff geht das ganz gut, an dem kann man den Streifen einfach festnähen. Die Nahtzugaben bleiben frei. Genauso kommt ein Streifen über den Tascheneingriff. Dabei ist der Streifen auf beiden Seiten etwa 3cm länger als der Eingriff später.

On the other hand I do not want it really stiff. So I needed a compromise. So finally I got traditonal tailoring horse hair interfacing at Plissee Becker. I cut it on the bias in about 5cm wide strips, using the pinking shears. Those strips then were handsewn over the seams of the fronts. With the underlining fabric that is not so difficult, there is something to sew it on. The seam allowances stay free. Same for the pockets, I am sewing a strip over each pocket opening. About 3cm longer on both sides of the opening.

Verstärkung über dem ÄrmelschlitzGenauso kommt ein Streifchen über den Ärmelschlitz. Auch hier lasse ich die Saumzugabe frei.

Same for the sleeve vent. A short strip gets sewn over the position of th the sleeve vent. Also here I am leaving the hem allowance free.

Reißverschluss Schlitz ausschneidenDa der Stoff nicht steif werden soll, schneide ich für die Reißverschlüsse wieder Schlitze in die Einlage. Diese Schlitze sind auf jeder Seite 2mm breiter als der Reißverschlussschlitz sein soll. Auch diese Stoffkanten werden mit Hexenstich festgenäht, aber ganz knapp an der Kante der Einlage.

I don’t want it stiff around the zippers, so I am cutting away the interfacing at the place, where the zippers will get sewn in. On each side 2mm larger than the opening is supposed to be. Again the edge of the interfacing gets sewn to the interlining. Making sure to stich really close to the cut edge.

(Das Bild zeigt den Ärmelschlitz, an der Tasche schneide ich genauso aus. Nur nicht U-förmig, sondern als geschlossenes Rechteck.)

(The pic shows the vent opening. I am doing the same for the pocket openings, only here I am not cutting a u-shaped opening, but a closed rectangular one.)

Als nächstes muß ich herausfinden, wie ich die Reißverschlüsse sinnvoll eigenäht bekomme…

Next thing will be to figure out how to sew in the zippers in a way I like it…

Aktueller Nadelblick

Fresh on the needles

JackeGenäht habe ich schon seit etwa einem Monat nicht mehr. Leider sind die Jackenteile auch nicht schon zusammengenäht, sondern nur auf die Puppe gesteckt. Was immerhin in so weit hilfreich ist, daß ich mich entschlossen habe, noch eine kleine Schulterstütze aus Seidenorganza einzuarbeiten. Auch die Taschenbeutel fehlen noch, dann kann ich die Teile endlich zusammen nähen.

It is about one month that I didn’t sew anything. The parts of my jacket have not been sewn together, I just pinned them to my dress form. Which was kind of helpful, because it helped me to decide that I want a bit of a shoulder interfacing from silk organza in the fronts. Then also the pockets are missing, then I can finally assemble the parts.

MützeDa Weihnachten naht, sind auch einge Geschenke fällig. Da mein Bruder unvorsichtigerweise gemeint hatte, das Muster der Socken von vor zwei Jahren sei doch als Mütze viel besser… na dem kann geholfen werden. 😀

Christmas is approaching, so some gifts need also to be made. My brother had teased me, the pattern of the socks he got two years ago would even be better as a hat… well, he’ll get a hat. 😀

Socken in rotAbgabetermin für meine Obdachlosensocken ist am Montag. Dummerweise habe ich noch zwei Paare auf der Nadel. Diese hier aus Crelando „Anika“ „musste“ ich anfangen, weil ich das andere angefangene Paar bei meinem Bruder vergessen hatte. Hier fehlt noch ein wenig Schaft und der Bund, das sollte bis Montag auf alle Fälle klappen.

Moday will be the day when our socks for the homeless will be delivered. Problem is, that I still have two unfinished pairs. Those from „Anika“ by Crelando I „had“ to start because I had forgotten another unfinished pair at my brothers place. Here I only need to be a bit of the leg and the cuff. That should be done by Monday.

RestesockenDie Restesocken hat mir mein Bruder inzwischen geschickt, aber hier fehlt noch ein wenig Fuß und der ganze Rest. Mir fällt auf, daß das Abwiegen mit der Küchenwaage doch deutlich ungenauer ist als mit der Briefwaage beim ersten Mal.

The other socks, where I am using yarn leftovers, my brother has sent to me meanwhile. But here the second sock is not even half knitted. I am still before the heel. What I can see from the differences in the colors is, that using the kitchen scale was less precise than the letter scale I had used for my first attempt in that style.

Wenn ich die auch noch schaffen will bis Montag, sollte das Wochenende viel Regen bringen… :o)

If I want to finish those also until Monday there should be a lot of rain… :o)

TopflappenUnd weil mir gerade völlig langweilig war, mußte ich noch „mal eben schnell“ einen riesigen und komplzierten Topflappen anfangen… Garn ist hier „Camilla“ von Woll Butt. Und wenn man ständig ganz viele Knäuel dran hängen hat, dann ist das auch recht umständlich. Der ist aber auch fast fertig.

And since all that was not enough and I felt bored I had to start a „quick“ huge potholder in crochet. Yarn is „Camilla“ by Woll Butt. And if you have a lot of skeins attached to your crochet project all the time it is a bit messy… but now it is nearly finished.

Aus dem Blogarchiv

Näh- Strick- und Weihnachtsideen aus den letzten Jahren (Dafür. daß ich im Dezember eigentlich nie Zeit habe, war das doch oft recht produktiv…)

Sewing, knitting and christmas ideas from the past (Basically I do not have time in December, but if I am looking back seems I was often surprisingly productive…)

Dezember 2005:

Dezember 2006:

Dezember 2007:

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Dezember 2010

Dezember 2011:

Dezember 2012:

Dezember 2013:

Revue de Presse: Burdastyle Dezember 2015

Titel BurdastyleDiesmal ist der Titel hell, natürliche Winterromantik oder so. (Ich glaube, früher war das immer im Januar?) Weihnachtszeit soll aber auch Thema sein… das ist die eine Zeit im Jahr, wo ich der Deko-Orgie dann doch nicht ganz widerstehen kann…

Auch das Editorial läutet das Weihnachtsglöckchen. Festlich soll es sein und dafür soll die Kleidung sein. Klingt doch vielversprechend.

Bei den Kreativ-Trends geht es erst mal um eine große Tasche. Große Taschen sind gut, allerdings trage ich selten Hunde oder Yoga-Matten. Da wären Verschlüsse besser. Und für den Einkauf auf dem Markt ist der gute alte Cabas besser, Die schmalen Schals finde ich recht schmückend, aber wie man säumt weiß ich schon. Mosaike aus Perlen oder Plattstich erinnert mich doch eher an Karneval. Zumal dieses Jahr hier Indianerinnen en Vogue zu sein scheinen. (Zumindest in Köln.)

„Weich und wild“ nennt sich diesmal das alljährliche Winterweiß- und Naturfarbenthema. Erfreulicherweise wird grau statt beige zum Weiß versprochen, das gefällt mir. Mantel 104B hat einen interessanten Schnitt, aber aus dem völlig schlappsigen Stoff wirkt das gar nicht.

Kleid BurdastyleSehr gut gefällt mir das Boulekleid 104B. Zumal ich seit einigen Jahren weiß, daß Boule an mir auch gut aussieht. Und der Rückenausschnitt mit den tiefen Falten mag nicht praktisch sein… aber ein tolles Detail. Da hätte ich Lust, das in meiner Größe zu adaptieren.

Ob man für ein dreieckiges Tuch eine Anleitung braucht… nun ja. Das Label „Geschenk-Idee“ legt aber nahe, daß man versucht, dieses Thema in den Modeteil zu integrieren. Die Kombination aus Lederimitathose und der kurzen Bouclejacke ist ganz sicher nicht für mich, aber der Kontrast der Stoffe spricht mich trotzdem an. Toll für schlanke Frauen.

Rock BurdastyleSehr gut gefällt mir dann ebenfalls Rock 111 mit tiefer Kellerfalte. Erinnert beinahe an die derzeit angesagten Hosenröcke. Nur schöner. Und ohne die Nachteile des Hosenrocks. Den Schnitt kann man doch auch gut in größer nachbauen.

Weste 105… Weste halt. Dann eine Shoppertasche. Ach ja, Geschenk. Sehr spannend dann wieder das Kleid 110A in Langgröße. Wunderbare Falten, schöne Taillenbetonung… 20 Zentimeter wachsen und 20 kg abnehmen wäre dann jetzt wohl praktisch… Die Weste noch mal in Lang. Und ein Mantel der laut Text eine Boule-Form haben soll, aber wie ein zu kurz geratener Bademantel wirkt.

Das passende „Accessoire“ dazu sind dann Schuhe. Moonboots sehen auch in Kurz Scheiße aus (hatte ich als Kind aber mal, warm sind sie ja, zum Schlitten fahren gehen), die ganzen Ugg-Derivate fallen offensichtlich in die Kategorie „Softboots“ und sehen dieses Jahr bewährt doof aus. Die Schnürboots sind nicht spannend, aber tragbar, die Ankleboots mit Absatz können mich gerade eher nicht begeistern. Wirkt zu den gezeigten Absatzhöhen irgenwie… unproportioniert.

„Weihnachten mischt irgendwie Deko mit Erwachsenen und Kinderkleidung. Nun gut. Das muß dann wohl die im Editorial versprochene Festlichkeit sein. Ach nein, die Deko kommt doch weiter hinten, das wird nur schon mal ein wenig vorweggenommen. Kleid 120C erinnert an Bullerbü. Nachthemd mit Rüschen, geht so was von nicht. Kurzjacke 101 hat nicht nur seltsame Proportionen und eine seltsame Form, sondern auch ganz üble Nähte. Und das Abnäherende… keine Lust zum Ausbügeln oder was? Der rosa Mädchenmantel (Gr. 104 – 128) ist recht niedlich, aber für echte Kinder-Winterabenteuer vielleicht ein wenig halsfern. Das Kinderhemdblusenkleid wird sicherheitshalber nur auf dem Bügel gezeigt, wo man dank dunklem Stoff reichlich wenig erkennt. Die Damenversion daneben sieht jedenfalls wieder wie ein Nachthemd aus. Daß das Rückenteil deutlich länger ist, trägt dazu bei. Für Jungs gibt es einen Overall. Also irgendwie scheint sich Burda unter Weihnachten einen gemütlichen Lümmeltag auf dem Sofa vorzustellen? Schlaghose und Leoshirt mit Jabots ist im Vergleich dafür beinahe schon angezogen. Wie das Mädchenkleid in Leo aussieht kann man in der sitzenden Position nicht so gut erkennen, aber Ärmellos für Kinder an Weihnachten?  Heizkosten sind da kein Thema, oder? Ganz nett ist dann doch noch das Kleid in Kurzgröße. Für Jungs dann noch mal Hoodie und eine gestrickte Mütze.  Mit Kleid 122A kommt endlich ein wenig festliche Stimmung auf. Vor allem die Zeichnung ist durchaus vielversprechend. Bei der Stoffwahl bin ich mir nicht ganz sicher. Für Männer dann eine Steppjacke, für Jungs eine Jacke im Holzfällerstil. Das hat mir Weihnachten gleich was zu tun? Ah ja, dann ein Duffelcoat für Damen, noch eine Knabenweste und wieder ein Kinderoverall 129B. Der nach einem Blick auf die Zeichnung doch nicht nur ein Sack mit Beinen zu sein scheint. Aber im Stoff sehe ich irgendwie keine Entsprechung der Linien vorne auf den Beinen? Weder Nähte noch Bügelfalten. Hm…. Dann ein Rüschenshirt für Mändchen. Eigentlich süß, aber zu der sportlichen Hose wirkt es wieder so, als sei es ein Kleid, dem was fehle.

Kleid BurdastyleAh, endlich! Mit dem duftigen Kleid 122B stellt sich auch bei mir Festtagstimmung ein. Na bitte, geht doch!

Ah ja, das dunkelblaue Nachthemd gibt es auch als Longbluse 121A. Aus Seide sicherlich ein wenig festlich… aber nicht aufregend. Dann noch mal das Rüschenshirt für Mädchen. Etwas wenigen Rüschen und schon sieht es besser aus. Maxirock zum Maxipulli wird auch mit Gitzer nicht aufregender.

Rock BurdastyleWobei der Rock 124 mit der Wickelfalte und der Passe durchaus attraktiv aussieht. Hier ist es wirklich schade, dieses Detail unter einem Pulli zu verstecken. (Die Wickelbluse 124 ist übrigens auch sehr schön….)

Grauenhaft hingegen Das Kleid 120B mit der Gardinenschabracke unten… zu Karneval oder für ein sehr kleines Kind vielleicht… wer denkt sich so was aus?

Danach gibt es einen bunten Produktreigen, der uns anregen soll, Geschenke zu kaufen. Nichts sonderlich interessantes dabei.

Danach dann die Deko. Das einzige Dekothema im Jahr, das mein Interesse hat. mal sehen… Wimpelketten über Kiefernzapfen… irgenwas mit großen Buchsagteben, eher nein. Aufschablonierte Spitze auf Packpapier, nett, aber nicht neu. Ne, irgendwie muß ich das alles nicht haben.

Die „Best Sites“ ist der nächste Shoppingratgeber. Weil wir ja alleine den ganzen Kram bei etsy und dawanda nicht finden…

„Leichter nähen“ = „Wie geht das eigentlich… Vögel filzen?“. Äh ja. Da kommen zwar Nadeln dabei vor, aber nicht wirklich zum Nähen…

Bei Best of Styling nimmt sich Frau Bily die weiße Longbluse vor. Da die Bluse ja eher langweilig ist, kann man sie natürlich variable stylen. Warum Frau Bily jedoch ins Kino eine ipad Hülle mitnehmen muß, weiß ich nicht. Da sollte doch genug Bildschirm sein…

„Liebe zum Detail“ ist wohl vor allem Schwarz und grau. Mal sehen, ob das die Schnitte tatsächlich gut zur Geltung bringt. Der Boulemantel 102 aus Walkloden sieht tatsächlich mal nach Boule aus. Schon besser so.

Kleid BurdastyleDas wunderbare Kleid in Langgröße (hier als Modell 110B) Kommt so tatsächlich sehr gut zur Geltung.

Auch Rock 115B mit Schlitz und in Maxilänge ist auf eine angezogene Art sexy. Wobei das Lurexshirt dazu… hat dann ein bißchen was von gestrenger Gouvernante aus einem Erotikfilm. :o) Oversized Pulli 118A hingegen… Muß das so aussehen oder wäre ein weicher fallender Stoff da passender? Bei Top 109A findet sich das attraktive Rückendekolleté des Boulekleides vom Anfang wieder. Warum das Photo das nicht zeigt, ist mal wieder ein Geheimnis von Burda. Kleid 119 ist so ein Teil, das man tragen können muß. Das Rechteck mit Armlöchern kann, wie im Bild dramatisch aussehen, man muß sich aber entsprechend bewegen können und gewisse Einschränkungen (von wegen ins Essen hängen und so) in Kauf nehmen wollen. Also eher was für Stehparties.

Jacke Burdastyle Der Jacke im Bikerstil kann ich natürlich ohnehin nicht widerstehen… sieht einfach toll aus. Die Hose dazu ist nicht spannend, aber okay.

Die Longweste hingegen… egal wie sie das Ding nennen, einfach nur grauenhaft.

Die Make-Up Tips werden wie immer fix überblättert.

Die Modelle der Leserinnen stehen auch im Zeichen von Abend- und Cocktailkleidern. Was ja immer schön ist. Wobei mir besonders ein Modell auffällt, daß ich im Heft ziemliche schlecht sitzend und doof fand, was hier aber heiß umgesetzt ist.

Die Plus-Mode steht im Zeichen des kleinen Schwarzen. Nicht daß ich davon viele bräuchte, aber ein Thema, das ich ja immer liebe.

Kleid BurdastyleKleid 132 ist dann gleich ein Lieblingsteil. So soll Mode in Plus-Größe aussehen.

Auch Mantel 130 ist nicht schlecht. Vielleicht ein bißchen brav mit dem flachen Kragen. Midikleid 133 ist etwas weniger aufregend, aber auch nicht schlecht, mit dem attraktiven Ausschnitt.

Kleid Burdastyle131B würde ich mir hingegen sofort nähen (wenn ich die Zeit hätte). Wiener Nähte plus diverse Abnäher ermöglichen eine perfekte Anpassung an die Kurven. Dazu hochgeschlossen und mit langen Ärmeln… frau muß ja nicht unbedingt frieren. 😉

Okay, 134 mit dem Cupcake-Rockteil geht gar nicht. 131A dann noch mal mit kurzen Ärmeln, nett, aber die Variante mit den langen Ärmeln ist schöner.

Wieder Beauty, irgendwas mit Kakao… ne, konsumiere ich lieber oral. 🙂

„Warenkunde“ nennt sich dann die Staubsaugerwerbung. Nun ja…

„Pflegetipps“ befassen sich diesmal mit der Bügelsohle. Trotz der vielen Produktphotos sind da erstaunlicherweise tatsächlich einige brauchbare Sachen dabei.

„Aus alt mach neu“ verwandelt ein Hemd in eine Tablett-Tasche oder eine Mappe für einen Notizblock. Letzter Variante gefällt mir besser, zumal eine Stiftetasche mit Reißverschluss eingearbeitet ist. Da fällt dann wenigstens nichts raus.

Schön bunt ist der vorgestellte Quilt. Aus einem Buch, das offensichtlich auch eher eine Werbeaktion für eine Stoffkollektion ist. Aber… schön bunt und die Stoffe kommen gut zur Geltung. (Und auf den zweiten Blick… die Machart sollte man auch für einen Restequilt verwenden können… sieht nicht sehr kompliziert aus.)

Die „Nähschule“ widmet sich dem Kleid mit der Vorhang-Schabracke. Sicher ein interessantes Detail in der Herstellung… aber am Vorhang besser aufgehoben.

Mit Fayencen befasst sich der Atelierbesuch. Das ist jetzt stilistisch nicht ganz mein Geschmack, aber technisch faszinierend.

Dann noch der „Stoff des Monats“, Paillettenstoff. Nun gut.

Doch diesmal gibt es noch eine Beilage, auch Burda befasst sich mit der Näh-Soap „Geschickt eingefädelt“. Und auch Burda hat Originalschnitte. Sagen sie. (Irgendwie hat da gerade jeder „Originalschnitte“…) Vier Kleider gibt es, davon kommen mir zumindest drei recht bekannt vor. Und die Webseite zeigt statt der vier Schnitte fünf… nun ja. Schnittrecycling, nicht war?

Fazit: Diesmal sind alleine die Schnitte der Plusstrecke das Heft wert. Zumindest für mich. 🙂

Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen natürlich beim Verlag.

Nähen geht gerade nicht…

Sewing not possible….

PaketeDenn diese Pakete stehen vor der Nähmaschine.

Because all those parcels are in front of my sewing machine.

Unsere Socken für Obdachlose Aktion war recht erfolgreich und viele Strickerinnen haben ihre Socken schon an mich geschickt.

Our socks for the homeless campaign was quite successful and many knitters have already sent their socks to me.

Jetzt stehen die Pakete alle vor meiner Nähmaschine. Ich hoffe, ich komme am Wochenende dazu, möglichst viele davon in einen Rollkoffer umzupacken. Damit ich wieder an die Nähmaschine komme. 🙂

Now I have all those parcels in front of my sewing machine. I hope I get to pack them into a big bag on wheels. So I can get back to sewing. 🙂

Socken für Obdachlose V

Socks for Homeless V

RingelsockenMein fünftes Paar für unsere Obdachlosenaktion. Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, daß ich mehr als zwei oder drei Paare schaffen würde.

That is my fifth pair for our Socks for Homeless campaign. I am quite surprised, because I had never thought I could do more than three pairs.

Diesmal habe ich Reste bunt gemixt, angeregt durch dieses Video. Durch diese Technik werden die Ringel spiralig gestrickt und man hat nur an Anfang und am Ende einen Ansatz und man kann eigentlich alle Garne so mixen.

This time I mixed my remnants wild. I’ve found this video that shows how to make fine stripes without a visibla change between the rows. They go spiral like and you can basically mix all colors that way.

Bei mir waren es Reste von Crelando „Anika“ (in zwei Farben), Lana Grossa „Meilenweit 50 Cotton Uni“, ONline „Supersocke 100“, Wollmeise „80/20“ und Regia „4fädig Tweed“. Da die Regia nicht so durchlauffest ist habe ich die nur im Schaft eingesetzt. Spitze, Ferse und das Bünchen habe ich einfarbig gestrickt. Und zwei der Reste sind jetzt aufgebraucht.

So I used leftovers from Crelando „Anika“ (in two colors), Lana Grossa „Meilenweit 50 Cotton Solid“, ONline „Supersocke 100“, Wollmeise „80/20“ and Regia „4fädig Tweed“. Since I know that this Regia is not so stabile when used on the sole I only used it on the leg. I used only one yarn for toe, heel and cuff. Two of the leftovers are used up now.

Revue de Presse: Threads November 2015 (181)

threads181Die aktuelle Threads fand sich während meines Urlaubs ein und so landete sie auf dem „sobald ich Zeit habe“ Stapel. und wir wissen alle, wie das so ist, mit der Zeit…. Jetzt nehme ich sie mir endlich.

Der Titel ist eher sommerlich bunt, aber die Themen sind vielversprechend: Auffällige Drucke passend zusammen nähen (mühsam, vielleicht geht es einfacher?), Messung und Paßform sowie das Versäubern der Ärmeleinsatznaht. Die Modevorschau auf den Herbst… naja, sehe ich selber, was es gibt.

Die Frage an die Autoren ist, wann sie am produktivsten sind. Bei mir wäre das… wenn ich mal keine Ablenkung hätte. Oder so. Jedenfalls eher nachts als morgens. Theoretisch.

Das Editorial beschäftigt sich mit Änderungen in der Redaktion. Was mir natürlich völlig entgangen ist, weil mir, ganz ehrlich, das Produkt doch deutlich wichtiger ist als die Personen dahinter. Und Wechsel ist doch normal im Leben.

Ähnlich belanglos die Leserbriefe…

„Tips“ dann ein Seitchen. Das mit dem Bügeln der Schnittmusterbögen mache ich auch. Die Nadelkissen aus gerollten Stoffstreifen sind sehr süß. Ob zwechmäßig müßte man ausprobieren…

Notions… eine Nähmaschine und ein Dienstleister, der Knöpfe und Gürtelschnallen bezieht. Nun ja. auch nicht aufregend.

Wie man bestickte Knöpfe macht ist hingegen interessanter. Erst mal einspannen, dann besticken. Das klingt doch sinnvoll. Wobei solche Knöpfe vermutlich doch mehr Zierschmuck als Nutzen sind, oder?

 

„How did they sew that“ ist diesmal relativ banal. Vor allem das Aufnähen der Perlen. Der Interessantere Teil ist m.E. eh die Anordnung der kleinen Einzelelemente, die das Gesamtmuster ergeben.

Bastelige Resteverwertung ist aus meiner Sicht der Blätter-Halsschmuck. Ich gebe zu, daß das derzeit en vogue zu sein scheint, aber mich zieht es nicht sehr an. Außerdem ist das mehr eine Klebe- als eine Nähaufgabe. Aber gut, wer drauf steht und viele (Patchwork) Stoffreste hat, kann sich austoben.

Bei der „Pattern Review“ fällt mir als erstes ein Kleid von Vogue ins Auge, das mir auch auf deren Webseite schon aufgefallen war. Und, das ist die Überraschung, ein Rock von Burda. Ein Pseudo-Wickelrock, sehr attraktiv und leicht aus meinem Standard-Schnitt zu entwicklen. Das Butterick-Top daneben sieht auch nicht schlecht aus. Aber so schmal dürfte zumindest mit langen Ärmeln eher unbequem sein?

Mit dem passend zusammen nähen großer Musterrapporte befasst sich der nächste Artikel. Eingeleitet von einigen Zuschneidetips werden dann drei Methoden vorgestellt, von denen ich erst eine kannte. Nämlich das Heften im Bruch von Rechts. Die Variante mit der doppelseitig klebenden Bügelauflage ist ja für feine Stoffe nicht mein Favorit (die Einlage bleibt ja drin und dauerhaftes Kleben ist nicht ganz mein Ding), aber für gerade Nähte in festeren Stoffen könnte das eine freundlich schnelle Methode sein. (Und wenn man stattdessen Wondertape  nimmt, könnte man es sogar wieder auswaschen…) Die Technik mit dem Maschinenblindstich ist dann auch weniger attraktiv für mich, weil ich dazu den Maschinenblindstich eben erst üben müßte.

Blicke in historische Kleidungsstücke. Ja, immer gerne! Mit Erklärung, großen Bildern und ausführlich. Zum einen kann man sich da für eher abseitige Projekte oder selber ausgedachte Sachen die eine oder andere Technik abschauen, zum anderen ist es immer wieder interessant, wie das mit dem „Sein“ und dem „Schein“ ist.

Faltenröcke Säumen… nun ja, das ist kein so neues Thema, aber wer das noch nicht kennt, findet hier die ausführliche Bildanleitung.

„Essential Measuring Points“ zeigt, wo die Messpunkte am Körper auf dem Schnitt zu finden sind. Das habe ich ja inzwischen in vielen mühsamen Jahren auch (weitgehend) rausgefunden aber so ist es einfacher.

Die eher von der Mode geprägten „Sewing Inspirations“ sehe ich wie meist hier mit gemischten Gefühlen, denn nicht alle der US Modetrends zeigen sich in Deutschland genauso. Die Farbpalette wird von Pantone übernommen (kann ich selber nachgucken…). „Must have“ Hosen sind entweder weit und fließend oder zumindest am Saum weit. Im Winter habe ich allerdings wärmere Stoffe lieber. (Okay, so wie der Herbst sich im Moment anlässt, ist das nicht so wichtig.) Kurze und „boxy“ Blusen bleiben meinem Schrank sicher fern. Das sieht nicht. Kleider dann lieber schmal am Körper als mit abstehendem Rock. Besonders letzteren Trend dürfte man in der Form wohl bestenfalls an Karneval sehen. Und über Mäntel aus luxuriösen Stoffen können wir reden… Jacken kurz oder Maskulin. Hm, das mit dem Oversized männlich lasse ich besser. Bei den Stoff Trends gefallen mir die grob gewobenen oder gestrickten am Besten. Wobei eher klassische Wollstoffe ja immer gehen.

Danach soll uns die Angst vor japanischen Schnittmusterbüchern genommen werden. Die ja mit ihren grafischen Darstellungen tatsächlich auch ohne Japanisch-Kenntnisse halbwegs zu entziffern sind. Weitere Hilfestellung bietet der Artikel. (Nicht für mich… die Schnitte sind alle zu klein. 😮 )

Sandra Betzina zeigt anschließend Techniken, wie man die Armansatznaht versäubert, wenn ein Kleidungsstück nicht gefüttert ist. Schrägband und französische Naht sind da auch meine Standardlösungen. Kappnaht hatte ich auch schon. Daß man bei einer flachen Armkugel und eimen von beiden Seiten ansehnlichen Stoff die Nahtzugabe auch nach außen nehmen kann ist eine gute Idee.

„Sewing Saves“ schlägt vor, versehentliche Schnitte im fast fertigen Kleidungsstück (wem ist das nicht schon passiert…..) sichtbar zu stopfen und als absichtliche Dekoration zu deklarieren. Was in manchen Stoffen sicher funktioniert.

Für die Modelle der Leserinnen kann ich mich diesmal auch begeistern. Sowohl das Kleid aus bestickter Seide als auch der gepaspelte Mantel kann ich mir (in der passenden Größe) in meinem Kleiderschrank gut vorstellen. Das Minikleid weniger, aber der Stoff und das Kleid faszinieren mich dennoch.

Die Frage an die Experten dreht sich diesmal um den Brustabnäher. Wo der hin soll weiß ich inzwischen, aber die Unterscheidung in „seitlich flach“ und „seitlich rund“ klingt sinnvoll für das Ultra-fine-tuning.

Dann noch die Nähgeschichte und das historische Stück auf der Rückseite. Beides fällt diesmal unter „nett“.

Vermutlich trudelt in den nächsten Tagen dann die neue Ausgabe ein, nachdem diese hier schon so lange liegt…

Burda 6785, Modell C (Kleid)

The English version is on Pattern Review.

Bild von SchnitttüteDie Erfahrung nach einem Burda Einzelschnitt zu nähen hatte ich ja schon lange nicht mehr. Da mir die Heftschnitte nur so solala passen und (noch wichtiger) die Burda Webseite so unübersichtlich ist, daß das Suchen nach einem bestimmten Schnitt so zeitaufwendig und mühsam ist, daß ich da nur guche, wenn ich woanders nichts gefunden habe (also bisher nie), hatte ich seit sicher 20 Jahren keinen Einzelschnitt von Burda mehr.

Auf der h&h in diesem Jahr bekam ich aber einen Plus-Schnitt als Werbegeschenk und da die in Arbeit befindliche Jacke und der blaue Rock noch ein, zwei Oberteile bekommen sollen nahm ich das gerne an. Der Wasserfall-Ausschnitt und die Raffungen gefielen mir nämlich auf Anieb, daß der Schnitt „super easy“ ist schreckte mich gar nicht, denn mal ein Teil das schnell fertig wird, wäre ja auch ganz nett.

Genäht habe ich aber zuerst das Kleid. Ich brauchte noch ein Nachthemd und hatte einen Viscose-Elastic Jersey da, den ich mal ganz billig, ich glaube in Belgien, gekauft hatte.

Als Größe habe ich mir nach der Maßtabelle (und sonstigen Burda-Erfahrungen) die 48 ausgesucht, zur Hüfte hin dann auf 52 auslaufen. (Immer wieder nervig: die Maßtabelle befindet sich nicht auf der Anleitung, sondern auf dem Schnitt. Bevor man also Stoff kaufen kann, muß man erst mal den Schnittbogen auffalten, die Maßtabelle suchen und dann alles wieder einpacken.) Dann habe ich den Oberkörper vorne und hinten oberhalb der Taille um 1,5 cm gekürzt. Im Rücken dann noch mal keilförmig weitere 2cm in der rückwärtigen Mitte, zu den Seitennähten auslaufend.

Die folgende FBA war dann nicht so sehr „easy“, weil der Beleg für den Wasserfall nämlich direkt an das Vorderteil angeschnitten ist und mitgeändert werden muß. Hier habe ich zunächst nur die vordere Mitte und das Ende des Beleges eingezeichnet, sonst reichlich Folie überstehen lassen. Nach der FBA habe ich dann die Folie an der Umbruchlinie gefaltet und (Abnäher vorher zustecken!) die Form der Armausschnitte und Seitennähte vom veränderten Vorderteil durchgepaust.

Im Rücken hatte ich durch meine keilförmige Veränderung erst mal keine gerade rückwärtige Mitte mehr. Diese Veränderung, vermutlich nach Kenneth D. King,  bog das wieder gerade.

Die Ärmel habe ich in Größe 48 genommen, am Oberarm aber auf Größe 50 erweitert. Das gibt am Schnitt eine komische Kurve, die stört am fertigen Modell aber nicht. Das basiert auf meiner Erfahrung mit den Heftschnitten der letzten Jahre, das Burda auch bei Plus Größen eher mit Ärmchen als mit Armen kalkuliert. (Und von Kaufkleidung abgeleitet habe ich eher keine sonderlich dicken Oberarme…..)

Kleid nach Burda 6785 von vorneMit den Schnittveränderungen war die Hauptarbeit aber tatsächlich getan.

Das Zusammennähen ging nach Anleitung und zügig. Ich habe für die Konstruktionsnähte den Overlockstich meiner Nähmaschine genommen und den Rückenbeleg sowie die Säume anleitungsgemäß mit der Zwillingsnadel genäht. Letzteres habe ich schon ewig nicht mehr gemacht, weil nach meiner Erfahrung die Säume dann tatsächlich so dehnbar nicht sind. Das hat sich inzwischen auch bestätigt, für den Saum zumindest eines Nachthemdes war das nicht dehnbar genug, wenn es wieder aus der Wäsche kommt, werde ich das mit einem wirklich elastischen Stich (Federstich könnte nett sein) nachnähen. Für ein normales Kleid könnte es reichen, zumindest so lange man keine zu großen Schritte macht…

Was jedoch nicht funktionierte war die Raffung der Seiten mit 3mm breitem Gummi. Ich weiß nicht, was für einen 3mm breiten Gummi Burda da nutzt, ich hatte drei da, die waren allesamt zu schwach den Stoff zu raffen, sondern passten sich andersherum dem Stoff an. Ein 5mm breiter und weniger weicher Gummi von Gold Zack war für den Effekt nötig.

Etwas nervig fand ich, daß der rechteckige Rückenbeleg als Schnitteil angegeben war. Vermaßt wäre der mit Rollschneider und Patchworklineal schneller zugeschnitten gewesen. Hier scheint Burda die Unsitte diverse amerikanischer Schnittmuster zu übernehmen. (Mein Verbesserungsvorschlag wäre, einfach zusätzlich zum Ausschneideschnitteil von solchen Teilen die Maße anzugeben, dann kann jeder das machen, wie er mag.

Kleid Burda 6785, RückseiteSpannend war für mich der Blick auf die Rückseite und das aus zwei Gründen. Zum eine… Raffungen über dem Po? Das Kleid ist bei Burde sicherheitshalber auch nur von vorne gezeigt. Und Po… habe ich nun mal jede Menge. Besonders hinten. Der zweite Grund war meine Begradigung der rückwärtigen Mitte, wie fällt das praktisch aus?

Zwischendrin hatte ich dann auch mal Zweifel, ob diese Kürzung im Rücken überhaupt nötig war, wenn der Stoff doch eh gerafft wird?

Das Bild zeigt mir aber, daß die Kürzung auf alle Fälle sinnvoll war, denn die Fältchen, die sich vorne noch halbwegs gefällig verteilen, landen natürlich alle nicht auf, sondern über dem Po. (Oder ich hätte sie sorgfältiger festzuppeln müssen.)

Von vorne gefallen mir der Wasserfall und die Raffungen aber ganz gut. (Als ich mein Herzblatt zu schnellen Photos überreden konnte, hatte ich gerade den suboptimalsten BH an… das sicht mit anderen besser aus.)

Gut gefällt mir auch, daß der Vorderteilbeleg serh weit ins Vorderteil hineinreicht und so für Stabilität und je nach Stoff auch Blickdichtheit sorgt. Weil er angeschnitten ist hat man da auch keine Naht und er legt sich recht gefällig. Nachteil davon ist, daß das Schnitteil sehr lang ist und dadurch der Stoffverbrauch hoch ist. Außerdem muß man die Schnitteile des Vorderteils stückeln, das passte nicht im Ganzen auf den Schnittmusterbogen.

Werde ich das noch mal nähen? Ja, ich denke das wird ein Shirt werden. (Wenn die Querelastizität des Shirt Stoffes passt…) Als Kleid ist das über dem Po ja nicht so ideal, bei einem (kürzeren) Shirt sollte das aber anders aussehen. Außerdem werde ich das Rückenteil noch mal um 2cm kürzen, und das Vorderteil beim Annähen dann entsprechend dehnen. So daß ich hinten einfach weniger Stoff als vorne habe.

Fazit: Ein schnell genähtes Kleid mit netten Details. Verwunderlich, daß das bisher noch keiner (im Netz) genäht hat. Auf Pattern Review war nichts zu finden, in der Burdastyle Community auch nicht. (Wobei man da nicht mal nach Schnittnummern sortieren kann… ich frage mich wirklich, ob es da eine Abteilung gibt, die sich bewußt darum bemüht, alles so nutzlos wie möglich zu gestalten?) Lediglich einen Blogeintrag fand ich zum Shirt. Die Bloggerin redet wohl nicht gerne, zeigt aber den Herstellungsprozess in vielen Bildern. Falls das jemand mal braucht… 😉