Positiv überrascht

Positively surprised

Vor einigen Jahren habe ich mir ja mal ein Kleid aus einer Knip als Nachthemd genäht. Das Ergebnis war „bettauglich“ aber mehr auch nicht.

Some years ago I’d used a pattern from Knip to make a night shirt. The result was good to wear in bed, but nothing more.

Jetzt war aber dringend ein neues Nachthemd nötig, also holte ich den Schnitt noch mal raus, denn er war immerhin schnell gegangen…

Now I quite urgently needed new nightwear, so I picked the old pattern again since it was something to make fast…

NachthemdDiesmal hat es sogar Ähnlichkeit mit einem Kleid! (Deswegen habe ich für das Photo dann auch richtige Schuhe angezogen. Den doofen Blick bitte ich zu entschuldigen….)

This time it even comes close to a dress! (So I wore shoes for the photo. Please excuse the extremely stupid look…)

Mein Stoff hat diesmal etwas mehr Stand, es ist ein Rippenstrick aus Baumwolle, eher schon feiner Strick als noch Jersey. (Auch so eine Internettausch… entweder sah das Muster auf dem Bild völlig anders aus oder er stammt noch aus einer Zeit, als man sich oft auf Beschreibungen verlassen mußte, weil noch nicht jeder eine Digicam hatte.) Da das Material absolut nicht reichte, half Frau mhs mit einer farblich hervorragend passenden Schlauchware aus ihren Vorräten aus. Die Saumblende ist gut doppelt so breit wie die Anleitung vorgibt, die Ärmel sind etwa 5cm kürzer. Halb versehentlich, weil ich dachte, die Linie auf dem Schnitt wäre die Stelle, wo dann die Manschetten noch mal extra abgepaust werden mußten. Als ich die Manschetten dann annähen wollte, stellte ich fest, daß der Ärmel an der Stelle deutlich breiter ist, als er sollte. Was zu dem Schluß führte, daß die Linie nur vom Anstückeln auf dem Schnittbogen kam. Andererseits hätte der helle Stoff höchstens noch zwei Zentimeter mehr hergegeben….

This time my fabric is a cotton rib knit that is a bit firmer than the last fabric I had. (Another internet swap which was not as expected. Either it looked very differently from the pic or it was so long aog, that you had to rely on descriptions, because many people did not have a digital camera.) The fabric was not enough, but Frau mhs had the perfect green cotton jersey in her collection. I made the green part at the skirt about twice as larger as the pattern indicates it. The sleenes were shortened by 5 cm. Halfway accidentially. There was a line on the sleeve pattern and I thought that had been the line up to which the extra cuff part was supposed to be cut off. But when I tried to sew the cuff to the sleeve it turned out the sleeve was wider than expected. So the line on the pattern was from the piecing on the original pattern sheet. But anyhow, I could have maybe added 2cm more, but the fabric was definitely not enough for the original length.

Ich habe die Verarbeitung noch ein wenig schneller gestaltet: Statt für de Raffung einen Tunnel aufzunähen und ein Zugband einzuziehen, habe ich den Stoff gleich gerafft und mit einem Band drauf so fixiert. Das Ausmaß der Raffung habe ich beim Tragen an Version 1 abgemessen. (Zuerst wollte ich es auf einen Gummi nähen und dadurch raffen, aber sogar Unterbrustband vom BH nähen war nicht stark genug, für eine so starke Raffung.) Und die obere Kante habe ich mit Falzgummi eingefasst, dabei den Gummi 10 Prozent kürzer zugeschnitten als die Länge des Ausschnitts, hinten am Ausschnitt nur minimal gedehnt aufgenäht und den Rest der Dehnung dann seitlich und vorne verteilt. Dadurch sitzt der Ausschnitt viel besser.

I streamlined the sewing process a bit. Instead of sewing a fabric tunnel and making drawstrings into it I gathered the fabric at the front and sewed a ribbon over it to make the gathering stay. How much I wanted the gathers I could take from the first version. (First I had intended to sew it on a stretched piece of elastic to get the gathering, but not even the under bust elasting from bra sewing was strong enough for so much gathering.) For the neckline I used fold over elastic. I cut it 10 percent smaller than the neckline circumference, stretched it minamally while sewing it to the back neckline and distributed the rest evenly over sides and front. Now the neckline sits nicely.

rennendDas einzige was mich jetzt noch wirklich stört, ist daß die vordere Mitte am Ausschnitt nicht schön ist. Das ist ja ein gerades Stück Stoff, was sich dann in einen V-Ausschnitt legen soll. Das tut es natürlich nicht. Aber wenn man da ein kleines Eck abnäht…. könnte aus dem passenden Stoff vielleicht doch mal noch ein Kleid draus werden? Oder wenigstens ein nettes Shirt… (Das letzte, dynamische, Bild zeigt, was passiert, wenn ich merke, daß die Kamera nicht ein Bild mit Selbstaulöser macht, sondern eine ganze Serie schießt… :-P)

(The last picture shows me running towards the camera when I recognized it was not taking one picture as intended, but a whole series… ) The only thing I still do not like on the pattern is, how the front neckline lays. It is a straight piece of fabric, gathered into a V-shape, so it does fold out. But maybe one could sew a tiny „V“ into the foldover elastic… so with the right fabric this might make a dress one day. Or at least a nice pattern for a top…

Knipmode 07/2010, Modell 16/Blouse (Tunika)

The English version you’ll find at Pattern review.

TunikaMeine graue Hose soll auch noch das eine oder andere Oberteil bekommen. Und diese Tunika sah sehr süß aus, zumindest auf der technischen Zeichnung. Auf dem Photo erkennt man ja nicht so viel.

Da ich mit Knip aber noch nicht so viel Erfahrung habe (und ein neuer Pyjama fällig war), sollte es erst mal ein Schlafanzugoberteil werden.

Dafür habe ich mir bei Sacrés Coupons in Paris einen (bzw. 2) schöne Hemdencoupons gekauft, eine glatte Baumwollpopeline. Mit leichter Neigung zum Knittern. Aber ist ja für’s Bett.

TunikaDer Schnitt ist im Plus-Größen Spektrum und laut Maßtabelle habe ich in Größe 48 zugeschnitten, zur Hüfte auf 50 erweitert. Dann habe ich oberhalb der Taille um 2cm gekürzt. Eine FBA habe ich nicht gemacht, denn laut Maßtabelle bin ich sogar etwas unter dem angegebenen Brustumfang.

Die Manschetten und die äußere Ausschnittblende sowie die Belegstücke für den Schlitz habe ich im schrägen Fadenlauf zugeschnitten. Ich wollte gleich sehen, wie das aussieht, denn mein „endgültiger“ Stoff hat auch Streifen.

Die Anleitung konnte ich nur weitgehend ignorieren, weil ich nicht wirklich niederländisch verstehe. Vliseline 180 hatteich nicht, daher habe ich teilweise Gewebeeinlage und teilweise G785 genommen, weil die noch da waren. Für den Halsbeleg gibt es einen Bildernähkurs, dem ich dann auch weitgehend gefolgt bin. (Für die Knopfschlaufen habe ich fertige Kordel genommen, statt Bändchen zu nähen.) Intuitiv hätte ich das anders gearbeitet. Und bin mit dem Ergebnis auch nicht wirklich zufrieden. Die linke Seite sieht recht gemurkst aus, da wäre etwas handheften und eine andere Reihenfolge vermutlich schöner gewesen.

Ob man die innere oder äußere Lage des Ausschnittes bzw. der Manschetten verstärken solle konnte ich der Anleitung nicht entnehmen. An einigen Stellen habe ich auch Paßzeichen vermißt. Oder genauere Angaben, auf welcher Breite man nun die Vorderteile genau einhalten soll. (Im Nachhinein hat sich herausgestellt, daß es etwas mehr hätte sein sollen.) Oder wie tief nun der Untertritt der Manschetten geplant war. Die kamen mir ohnehin etwas weit vor. (Gut, vielleicht stand das irgendwo im Text, wo ich es nicht verstanden habe.)

Nicht so toll fand ich weiterhin die Saumverarbeitung: Den stark gerundeten Saum zwei Mal einschlagen…. wird nicht soooo schön.

RundumansichtDas Ergebnis ist… definitiv ein Schlafanzug.

Bei meiner Oberbekleidung mag ich es nämlich nicht so gerne, wenn jeder freie Sicht auf das Unterbrustband meines BHs hat. Und damit meine ich nicht, was man durch den Schlitz sehen kann. Der fängt da nämlich gerade an. (Geschickt versteckt, auf dem Photo im Heft, muß man sagen.)

Und die Paßform sagt, daß Knip und ich nicht füreinander geschaffen sind. Wie schon beim letzten Versuch steht der Ausschnitt häßlich ab (was man auf den Bildern nicht mal so gut sieht). An der Rückseite wäre auch noch so einiges zu ändern… Gibt es eine „Fettarsch-Änderung“? :o) Am meisten überrascht mich, wie eng es um die Brust ist. Angesichts der Tatsache, daß ich noch etwas unter dem Brustumfang der Maßtabelle liege…

SchlitzbelegIn der Konsequenz heißt das, daß ich von Knip erst mal die Finger lasse, bis ich mal viel Zeit habe, das gründlich zu erforschen. Denn es sind oft Schnitte mit schönen Details drin.

KnöpfeMit Details habe ich übrigens nicht gespart. Sowohl der Schlitzbesatz wurde abgesteppt, also auch habe ich dem Oberteil schöne Rosenknöpfchen gegönnt.

Es wird also beim Schlafanzug bleiben, als Oberteil zur Hose suche ich mir einen anderen Schnitt. Hauptgrund dafür ist jedoch nicht die chaotische Paßform… das Oberteil paßt in der Proportion gar nicht gut zur Hose. Das konnte ich damit nämlich auch testen. 🙂

Revue de Presse: Knipmode 09 september 2013

Dank meiner lieben Leserin Ruta habe ich auch die Septemberausgabe der Knipmode bekommen und das sogar ganz frisch, direkt nach dem Erscheinen. Allerdings war ich dann erst mal im Urlaub und habe es nicht geschafft, vorher noch darüber zu schreiben. Aber das hole ich jetzt nach…

Ich kann wie üblich nicht viel entziffern, aber daß das Heft diesmal besonders viele XL Modelle enthält verstehe ich. Das gefällt mir schon mal.

In der ersten Modestrecke geht es wohl um Farbe. Das gefällt mir schon mal gut, auch die Modelle sind schöne Kombiteile, die in den unterschiedlichen Rot- bzw. Blautönen attraktiv rüberkommen. Und nicht so viel Geschnörkel, da wirkt die Farbe auch richtig gut.

Die nächsten Seiten zeigen, wie unterschiedlich der gleiche SChnitt wirkt, wenn man ihn entweder aus uni oder aus gemustertem Stoff näht. Kleid 20 wäre vermutlich nicht so für meine Figur, gefällt mir aber, auch die Jacke 19 ist schön. Besonders die Kombination aus einem Revers mit einem eher stehenden Kragen.

Weiter geht es mit wilden und großen Mustern. Das ist zwar nur eingeschränkt mein Ding, aber ich finde gleich zwei Lieblingsschnitte. Einmal das Wickelkleid 16, dessen Kräuselungen an der Schulterpasse unter der Frisur des Models verschwinden. (Ist aber auch prima, um eine FBA unterzubringen….)

Nicht weniger gut gefällt mir aber auch die Jacke 13. Einerseits Teilungsnähte, die eine gute Form ermöglichen, andererseits aber wieder schlicht und klar. Als Extra-Plus der Kragen… Da „verzeihe“ ich dann sogar den wilden Stoff. Na gut… sind ja Rosen, da werde ich ohnehin leicht schwach. 😉

Das Kleid gibt es dann übrigens noch mal, nur bleibt der Wickelteil auf das Oberteil beschränkt. Könnte man so auch gut als Top anwandeln. Die leicht Sarouel angehauchte Hose hingegen sicht dann letztlich doch nach Schlafanzug aus. Mit dem Pyjamadesign im Stoff noch mehr.

Anschließend werden fünf beliebte Modelle aus früheren Ausgaben präsentiert, die jetzt in den Plus Größen angeboten werden. Soweit ich den Text verstehe… Das finde ich auf alle Fälle eine gute Idee!

Etwas mehr bastelig wird es beim Nähen und Anfertigen von Beintulpen aus Stoff (bzw. auch Leder und Gummi). Das mag Trend sein, aber den lasse ich vorüberziehen. Steht mir absolut nicht und gefällt mir glücklicherweise auch nicht. Einfache Entscheidung.

Die Schritt für Schritt Anleitung für einen Mantelkragen hilft mir diesmal nicht weiter. Die Bilder sind hier ohne sinnvolle Sprachkenntnisse doch etwas wenig. Aber den Mantel will ich ja auch nicht nähen.

Beispiele aus Jeansstoff. Richtig elegante sogar (meine Lieblingsjacke ist dabei) und mir gefällt, daß es an einem erkennbar nicht mehr jungen Model präsentiert wird. Das macht das Heft einfach optisch interessanter.

An Leder traue ich mich ja nach wie vor nicht recht heran, weil man nicht mehr ändern kann, aber das Kleid 10 wäre ein heißer Kandidat. Bißchen länger für mich, aber sonst… Oder aus Stoff nähen… in der Jeans-Strecke war der Schnitt ja auch schon dabei.

Stoff-Leder Kombinationen scheint es im Übrigen auch bei Knip zu geben. An einem Shirt aber wirklich unpraktisch, von wegen Waschbarkeit. Oder man nimmt Kunstleder? Ah ja… Knip nimmt wohl Kunstleder. So weit ich das verstehe. Nicht ganz so schön, aber viel praktischer. (Spannend auch bei dieser Modestrecke wieder, wie ein Thema sowohl mit eleganten als auch mit sehr casual Modellen umgesetzt wird.)

Strickmuster sind auch wieder dabei. Die grob gestrickte Jacke finde ich recht attraktiv, einen Pulli mit einem Saum der hinten länger ist allerdings etwas weniger.

„Schnittlos“ gibt es eine Art „Ponchokleid“ mit Laufsteginspiration. An der Dame vom Laufsteg sieht es nicht mal schlecht aus, aber da müssen wohl sowohl Stoff als auch Figur der Trägerin stimmen.

Die Plus-Mode ist wieder eher bunt. An den Models sieht das sogar recht attraktiv aus, aber die meisten Schnitte sind mir dann zu formlos. Nur die militärisch angehauchte Jacke geht so in meine Richtung. Wieder Strick mit Lederimitat.

Als Abschluss gibt es dann noch mal „Ein Schnitt, fünf Stile“ mit einem Mantel und einer Hose. Die Mäntel sind alle bunt und weit. Also so richtig unterschiedliche finde ich die Stile jetzt nicht…

Aber trotzdem wieder ein nettes Heft, über das ich mich sehr gefreut haben. 🙂

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim Verlag der Zeitschrift.)

 

Revue de Presse: Knipmode 08 augustus 2013

Titel KnipmodeDie holländische Knip bekomme ich ja inzwischen nicht mehr so regelmäßig, aber diesmal ist wieder eines im „passenden“ Monat bei mir gelandet und so will ich euch auch mal wieder an meinen Eindrücken teil haben lassen.

Mit 32 Schnitten stimmt die Ausgabe auf einen offensichtlich bunten Herbst ein und als Ergänzung gibt es noch ein kleines Heft vornedrauf, das Anleitungen und Schemaschnitte aus (vermutlich beliebten) holländischen Blogs präsentiert. Da in der Blogwelt auch nur einer vom anderen inspiriert wird, ist da natürlich nichts weltbewegend neues dabei, aber zumindest wenn man niederländisch kann, sind die Anleitungen eine nette Ergänzung.

Rock KnipmodeOkay, was „Tussen Doortjes“ heißt weiß ich nicht und besonders „Tussen“ klingt für Deutsche Ohren ja wenig attraktiv. Aber offensichtlich fängt das Heft mit den Plus-Größen an und das gefällt mir.

Außerdem gefällt mir gleich der erste Rock sehr gut. Auf den ersten Blick eine Wickeloptik, nach einem Blick in das Anleitungsheft ist es aber eine tiefe Falte. Der steht auf meiner „falls ich mal wieder Zeit für einen Rock habe“ Liste jedenfalls ganz oben. 🙂

Jacke KnipmodeDer nächste Teil scheint sich mit Kombimode fürs Büro zu befassen. Schöne Zusammenstellungen aus Farbe (meist rot) und schlicht (meist grau).

Und besonders gut gefällt mir diese Jacke mit den vielen Reißverschlüssen. Die sollte man doch auch um eine oder zwei Größen größer machen können…

Allerhand unterschiedlich gestaltete Potaschen scheinen zumindest in den Niederlanden ein Tredn auf verschiedenen Kleidungsstücken zu sein, deswegen gibt es dafür einige kreative Anregungen. In Deutschland habe ich das so noch nicht gesehen, aber vielleicht gucke ich an der falschen Stelle. Außerdem gibt es ja bei aller Europäisierung immer noch den einen oder anderen lokalen Trend.

Unter „Happy Days“ wird dann ganz wild kombiniert, rot mit grün, dazu grell gemustert…. Das ist mir etwas zu viel, aber die Schnitte ergeben wieder eine komplette Garderobe mit Hose, Rock, Kleid, Tops, Jacke, Mantel,…

Danach werden dann klassische Musgter gemischt, vor allem Karos oder auch Streifen dazu. Auch nicht ganz mein Geschmack, aber die Bluse mit dem Stehkragen gefällt mir als Schnitt.

Eine schöne gezeichnte Anleitung für Pattentaschen und danach zwei Strickanleitungen. Von den Strickanleitungen lasse ich ja eher die Finger, weil das ist so viel niederländischer Text. :o) Aber die schmale chanelige Jacke hat was…

Mit „blau“ als Trendfarbe kann ich mich ohnehin anfreunden. Auch hier die Linie, die sich eigentlich durchs ganze Heft zieht: etwas „geformtere“ oder engere Teile mit eher lässig bis formlosen. Eigentlich ein schöner, relaxeter Look, nur erinnert er mich immer an die weiten Herrenhemden über den engen Jeans, die ich als Teeny hatte..

Sehr gut gefällt mir aber das Kleid mit der Raffung. Ich.. äh.. brauche dringend wieder ein Testnachthemd… und dann wieder ein Weihnachtskleid. 😉 (Frau braucht ja Ausreden, um ihren Schrank weiter füllen zu können.)

Weniger begeistert bin ich vom militärischen Khaki-Trend. Wobei die meisten Sachen dann doch nicht wirklich militärisch wirken, mehr so „greige“ mit blau. Bis auf das Kleid mit der Raffung, das noch mal aus Flecktarn ran darf. Das muß nun gar nicht sein. Abgesehen davon, daß Details wie eine Raffung im Tarnmuster ohnehin völlig verloren sind.

Als schnittloses Teil gibt es dann noch einen Wickelrock, der offensichtlich auf der Hüfte sitzt und nicht mal am Laufstegmodel gut aussieht.

Zum Abschluss gibt es dann noch einen Tunikaschnitt, der in fünf verschiedenen Stoffen gezeigt wird. Allerdings sind die Stoffe alle wild gemustert, so daß ich die unterschiedlichen Stile, die es wohl darstellen soll nicht wirklich erkenne.

Jedenfalls ein schönes Heft, mit tragbaren Schnitten und einige davon sind sogar interessant. Mal sehen, ob ich zu irgendeinem davon komme…

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Bildrechte liegen selbstverstänlich beim Verlag.)

Revue de Presse: Knipmode 11 november 2011

Titel KnipmodeEine ziemlich dicke Ausgabe ist diesmal bei mir gelandet.

Wenn ich das richtig verstehe, dann wird ein farbiger Herbst versprichen. Die vielen Mäntel und Jacken auf dem Titel gefallen mir schon mal ganz gut.

Im Heft geht es dann auch mit den Mänteln und Jacken los, wobei diese als „Baukasten“ aufgebaut sind. Verschiedene Ärmel, Kragen, Ober- und Unterteil Varianten können frei kombiniert werden. Gab es ja für Kleider schon mal, gefällt mir auch für Mäntel.

Mäntel KnipmodeBesonders gut gefallen mir die eher schlichten und geraden Varianten mit dem kleinen eher angedeuteten Gürtel vorne. Aber wie gesagt, freie Auswahl…

Das nächste Thema ist die Kombination von Leder und Strick. Auch das interessant, wenn auch technisch wohl eher anspruchsvoll. An einigen der zu erwartenden Probleme hat man sich vorbeigemogelt, indem man offensichtlich Kunstleder genommen hat, das ja schon mal keine Ledernadel benötigt. Leider „fällt“ es aber auch steifer als echtes Leder.

Jacke KnipmodeBesonders gut gefällt mir Jacke 17. Die könnte ich mir mit ein paar Modifikationen sogar für mich selber vorstellen. Ist auch bis Größe 46 auf dem Schnittbogen.

Wild gemusterte Stoffe stehen offensichtlich im Mittelpunkt der nächsten Modestrecke. Dabei sind auch die Größen bunt gemischt, einige Modelle in XL sind dabei. Von denen wiederum gefällt mir der Rock recht gut, nur würde ich ich etwas weniger bunt gestalten.

Als schnittloses Modell gibt es eine Art Maxipulli, dem Photo nach aus Fell oder Plüsch. Schnelles modisches Update, würde ich sagen.

Romantischer Winterlool wird anschließend versprochen. Dabei kommen gar nicht so viele Rüschen vor. Romantisch ohne spießig? Geht!

Danach die „Ein Modell – 5 Looks“ Strecke (wobei es zwei Modelle sind, Jacke und Hose. Das ist alles tragbar, aber dafür auch wieder weniger aufregend als das, was Burda immer so vorstellt.

Die auf dem Titel angekündigten bunten Farben werden jetzt eingelöst. Gelb, rot, orange, dazu camel. Herbstlaub eben. Die Schnitte kennt man natürlich inzwischen, die waren weiter vorne schon im Heft. Daher nur die Feststellung, daß ich noch eine schöne Mantelvariante sehe. Die vom Titelbild.

Falls noch nicht genug Abwechslung im Heft war, werden die Modelle noch mal neu kombiniert zu Outfits gezeigt. Schon etwas bunt, das meiste…

Von der Farb- und Stilberatung habe ich wenig, dazu wären Kenntnisse des Niederländischen von Nöten, die ich nicht habe. Und es mir so zusammen zu reimen ist mir gerade zu mühsam.

Titel KnipwonenJetzt heißt es das Heft auf den Kopf zu stellen, es geht nämlich von hinten weiter.

Ein ausführlicher Dekoteil bietet allerlei fürs Heim.

Los geht es mit einem „ländlichen“ Stil mit Leinen und schlichten Blumendrucken.

Danach kommen Häkler(innen) an die Reihe, Teppich, Sofaüberwurf und auch eine bezogene Vase. Könnte auch gestrickt sein. Vom Stil her sind da jedenfalls Sachen dabei, wie sie in Designer-Einrichtungsläden derzeit auch zu sehen sind.

Ebenso kommen mir da einige der Recycling Ideen für Jeans bekannt vor. Nicht mein Geschmack, auf der Höhe der Modeströmung.

Viele Kissen, sehr bunt mit Filz,… die Auswahl ist jedenfalls groß. Bleibt natürlich die Frage, wie gut man ohne die Anleitung zurecht käme… Wennich für Deko Zeit hätte. 🙂

Revue de Presse: Knipmode 09 september 2011

Titel KnipmodeGegen eine „Meine Nähmode“ habe ich mir die September Knip eingetauscht. Der Titel ist bunt und scheint neue Trends zu versprechen. Was ich ja auch schon deswegen interessant finde, weil ich gerne vergleiche. In Paris und Köln die Schaufenster, deutsche und amerikanische Schnitte und Blogs… was sieht  man so.

Trend 1 scheint es sportlich („sportief“) zu mögen. Der Mantel in Plus-Größe fällt bei mir nun eher unter Bademantel, aber das entspricht wohl dem aktuellen Trend. Denn ähnlich formlose Überwürfe bietet das Heft auch in kleineren Größe und bei Burda habe ich das auch gesehen. Der Mantel hingegen paßt mit knalligem blau über einer camelfarbenen Strickjacke  durchaus ins Pariser Farbschema, der leichte Military-Look ist was, was ich sonst eher auf amerikanischen Seiten gesehen habe.

Jacke KnipmodeUnd die Umsetzung des Norwegertrends in eine genähte Jacke gefällt mir hier deutlich besser als bei Burda.

Als „5 in 1“ Schnitt gibt es eine Tunika, oder auch ein Minikleid, je nach länge. Der Schnitt mit dem Wickeldetail um die Taille ist schön, aber etwas, wo ich allmählich das Gefühl habe, mich wieder sattgesehen zu haben.

Trend 2 nennt sich warme Romantik und meint damit wohl viel Farbe. Auch knallige Farben, große Muster… da ist viel dabei, was ich als „holländischen Stil“ empfinde. Interessant finde ich die Jacke mit Schößchen. Das sehe ich bei US Designern, in Paris und Deutschland ist mir das dieses Jahr nicht so deutlich aufgefallen.

Die nächsten Modelle sind aus Leder. Das Kleid sieht interessant aus, ist aber auf dem Photo von der Strickjacke verdeckt. Leider nicht für meine Figur, aber die knappe und elegant geschnittene Jacke gefällt mir auch gut.

Trend 3 ist dann die moderne Diva. Das scheint doch alles eher Vintage und Retro angehaucht zu sein.

Kleid KnipmodeUnd mit einem tollen Kleid in Plus Größe! (Okay, über die Paßform müßten wir noch ein paar Worte verlieren, über das Ausbügeln der Nähte auch… Aber der Schnitt zeigt, daß auch mit etlichen Pfunden mehr nicht nur Säcke „zugelassen“ sind.  Aber auch die anderen Vintage Modelle sind schön. Ein Kleid mit einer interessanten Taillenpasse, eine Chanel-artige Jacke… Sind halt einfach elegante Linien.

Mit der Bildernähschule kann ich magels Niederländisch nichts anfangen.

Das „schnittlose“ Modell ist diesmal ein Poncho von der einfachsten Sorte. Nun ja, dazu braucht man eigentlich nicht mal eine Anleitung.

Trend 4 ist dann wohl elegant. Hier sticht mir gleich Camel als Farbe ins Auge, wie es in den Pariser Schaufenstern auch viel zu sehen war. Wenig überraschend kommt dann auch noch grau. Die Schnitte sind weniger aufregend, eher schlicht. (Wenn man den Mantel, der eh schon wie ein Bademantel wirkt dann noch mit Kunstledertaschen und ebenso eingefassten Rändern macht, dann wird der Bademantel Eindruck leider übermächtig. Das mag modisch sein, aber stilistisch klar daneben. Allerdings ist der Schnitt natürlich einfach und ich gebe zu, wer sich als Anfänger an einen Mantel wagen will umgeht so auch alle Probleme mit Verschlüssen und Knopflöchern in dicken Stoffen.. *g*)

Damit die Leserin nur nichts übersieht werden dann die Modelle noch mal ganz anders kombiniert gezeigt. Die Norwegerjacke zum Lederkleid gefällt mir da besonders gut.

Tja und mit den Textseiten kann ich mangels Sprachkenntnissen wieder nix anfangen. Einige der Stoffe werden noch mal im Detail gezeigt, es gibt eine kleine Materialkunde zum Thema Futter und wohl einen Artikel über passende Farben und Stil für eine Leserin. (?) Denke ich…

Ach ja… und nachdem ich mit meinem Bruder lang und breit darüber gesprochen hatte, daß ich die Septemberknip woanders her bekomme hat er sie mir auch noch mitgebracht. (Zu seiner Entschuldigung, da lag seine Hochzeit dazwischen…) Ich habe also eine übrig. Kostenpunkt 6,95 EUR plus Porto… möchte jemand?

Revue de Presse: Knipmode juni 2011

Titel KnipAuch das Juniheft der Knip erreichte mich im Austauschweg direkt aus den Niederlanden. Und zudem taufrisch. Der Monat scheint dem Kleid gewidmet zu sein. Aus meiner Sicht ein schönes Thema. 🙂

Und mit einer beinahe genialen Idee geht es auch los.

Kleider nach dem Baukastenprinzip… (Das ganze hat mich so neugierig gemacht, daß ich tatsächlich nachgeschlagen habe, was „keuze“ heißt. „Auswahl bedeutet es. Also sozusagen ein Wahlmenü.)

Kleiderbaukasten Knipmode

Das Rezept?

Vier Oberteile, sechs Röcke, drei Ärmel (plus die ärmellose Variante) und das ganze verbunden mit fünf Taillenbändern.

Ganz klar ist da das eigene Vorstellungsvermögen gefragt. Auf den nächsten Seiten werden zwar einige Varianten gezeigt, uni und gemustert, gleicher Stoff und unterschiedliche Stoffe,… aber die Varianten sind wirklich beinahe endlos. Mehr als 100 hat die Redaktion ausgerechnet (glaube ich jetzt mal) und fünf davon werden genäht gezeigt. Und noch etliche als technische Zeichnung. So viel kann man sich für einen Sommer gar nicht nähen….

Dann gibt es eine Anleitung, wie man einen Halsbesatz annäht. Hm.. Oder vielleicht eher mit Futter verstürzt? Eher Futter… wenn ich die Pfeile als Wenderichtung interpretiere. Spricht für die Bilder, wenn ich sie ohne Text verstehe. 🙂

Dann kommt „weiß“ als Modethema. Der Sommerdauerbrenner. Ein Schnitt aus dem „Kleidmenü“ und noch diverses andere dazu. Jäckchen 17 ist auch nett…

Kleid KnipmodeMit Kleidern geht es weiter. Diesmal wieder von Leserinnen getragen. Und ein bißchen Crossmarketing für die Knippie ist auch dabei, denn hier sind die Kleider im Mutter – Tochter Partnerlook.

Besonders gut gefällt mir hier das Modell 9 mit dem Schultereinsatz der wie ein Shrug aussieht und Nummer 7 mit den betonten Teilungsnähten. Wobei der Verlauf der Teilungslinien auf dem Photo deutlich anders aussieht als auf der technischen Zeichnung….

Weiter geht es  dann mit Jerseykleidern (oder Tuniken, je nach Ansicht), die für mich was japanisches haben. Falten, Drapierungen… irgendwie muß ich an Origami denken, obwohl die Drapierungen eher weich fallen und gar nicht fest gefaltet sind. Hm… Gehirn macht seltsame Sachen…

Tunika KnipmodeDa ist mein Favorit auf alle Fälle Modell 3. Das könnte ich mir auch für mich vorstellen. Wobei auch da auffällt, daß der Eindruck der technischen Zeichnung ein ganz anderer ist, als der des Photos. Das könnte wieder so ein Modell sein, wo der Stoff über das Ergebnis entscheidet. Würde mich sehr reizen, das mal aus verschiedenen Stoffen zu nähen. (Wir wissen alle, daß das aus Zeitgründen nicht stattfinden wird. Aber interessant wäre es schon.)

Danach wird offensichtlich wieder ein Nähzimmer vorgestellt. Zu viel Text für mich…

Auch danach geht es mit Kleidern weiter. Thema? Hm… ah, für verschieden Figurtypen. Da sind dann auch ein Plus Modell dabei, für die Sanduhrfigur. Die Modellwahl ist nicht überraschen, das gleiche wie in deutschen oder amerikanischen Ratgebern auch.

Die perfekte und dünne Figur braucht man dann wieder für das schnittlose Modell. Das man, wenn ich das richtig verstehe, aber nie genäht sieht, sondern das einem Modell von Diane von Fürstenberg nachempfunden ist. (Von dem man auch das Photo aus einer Laufstegshow sieht…)

Die Plus-Modelle sind alle aus Jersey und mit viel Drapierungen. Und an einem echten „plus“ Model. Die meisten Sachen sind allerdings nicht so für die breiten Hüften, nur das Kleid 19 mit dem Oberteil in Wickeloptik könnte ich mir vorstellen.

Dann gibt es noch „4-in-1“, ein Kleidschnitt, vier Stile. Nett, aber nichts überraschendes dabei. Aber der Schnitt sieht einfach aus und es ist eine „ausgehfeine“ Variante dabei. Anfänger sollten sich also nicht von einfachen Schnitten abschrecken lassen, der Stoff macht viel aus. 😉

Das war’s dann schon wieder. Viele schöne Kleider, vielleicht schaffe ich es mal, eines umzusetzen…

Knipmode 11/2010, Modell 1a/Jurk (Kleid)

My first Knip. the English version of the review is on Pattern Review.

Kleid KnipmodeNachdem ich ja jetzt geraume Zeit mit Knipheften beliefert werde, war es endlich mal an der Zeit, auch einen Schnitt auszuprobieren.

Nun weiß man bei gänzlich unbekannten Schnittherstellern ja immer gar nicht, was einen erwartet, also ist ein Probemodell Pflicht. Dafür hatte ich jedoch keine Zeit, aber ich brauchte ohnehin wieder ein Nachthemd… Da wenn der Sitz in die Hose geht ist es nicht so schlimm.

Auch einen passenden Stoff hatte ich. Irgendwann mal auf der Hobbyschneiderin eingetauscht. Auf dem Photo im Web sah er dunkelrot mit viel grau und etwas beige aus. Was ankam war leider orange mit viel beige und etwas grau. Dummerweise gefiel mir das Retrodesign trotzdem, nur tragen war bei den Farben nicht drin, orange ist ungefähr das Gegenteil von „tragbar“ bei mir. Es ist ein weicher Jersey mit wenig oder ohne Elasthan, laut Auskunft damals Viscose. Fühlt sich auf der Haut angenehm an. Dazu habe ich noch einen Rest sehr dünnen und ebenfalls weichen schwarzen Viscosejerseys verwendet um die Ärmel abzusetzen und den Ausschnitt einzufassen. (Reste von diesem Shirt.)

Da ich kein niederländisch kann, habe ich die Anleitung großzügig ignoriert und nur so viel versucht zu verstehen, wie ich meinte unbedingt zu brauchen.

Zunächst der Kontakt mit dem ungewohnten Schnittbogen. Dieser ist bei Knip auf einem festeren und glänzenden Papier und auch kleiner als von Burda gewohnt. Das resultiert darin, daß man nicht nur Vorder- und Rückenteil erst mal zusammenstückeln muß, sondern auch den Ärmel. Keine besonders erfreuliche Erfahrung. Das Kleid hat abgesetzte Blenden am Ärmel und am Saum, die man aber auch wieder getrennt zeichnen muß. Also quasi zuerst das ganze Teil abpausen und davon wieder die Blende extra abkopieren. Beim Kleid kam mir das zu paß, weil ich ja ohnehin die Blende weglassen wollte (aber dennoch die Länge, zum Glück reichte der Stoff), beim Ärmel hingegen fand ich es sehr unpraktisch gelöst, denn die Linie zum Anstückeln sitzt knapp oberhalb der Blende. Daß die Linien auf dem Bogen dick sind macht das Kopieren natürlich einfacher, aber daß sie teilweise so übereinander gedruckt sind, daß man den Verlauf nicht mehr erkennen kann, das ist weniger schön.

Jurk KnipmodeDa ich keine Informationen darüber hatte, welche Größe sinnvoll wäre habe ich mich stur an der Schnittmustertabelle orientiert und nach Oberweite Gr. 48 kopiert. Die ist hier sogar mit 113 cm reichlich. Da meine eigene Hüftweite nur 2cm über der für Größe 48 liegt und ich mir dachte, bei Jersey ist es eh egal habe ich da nicht zur nächsten Größe zugegeben, wie ich das sonst mache.

Meine anderen Änderungen habe ich wie üblich gemacht, 1cm an der Schulter raus und oberhalb der Taille um 2cm gekürzt.

Über die Nähanleitung kann ich hier nichts sagen, denn die habe ich ignoriert. Ich habe die Schulterabnäher des Raglanärmels als offene Nähte genäht, dann die Seitennähte des Kleides sowie die Ärmelnaht. Die Blenden an dem Ärmel angesetzt und dann die Raglannähte gemacht.  Die Raglannähte habe ich auch auf den oberen 5cm mit offenen Nahtzugaben gemacht damit ich sie da auseinanderbügeln konnte, der Rest rundum dann mit der Overlocknaht der Nähmaschine und die Nahtzugabe schmal zurückgeschnitten.

Da meine beiden Stoffe extrem weich sind habe ich den Ausschnitt mit Formband bebügelt, bevor ich ihn mit dem schwarzen Jersey eingefasst habe. Den habe ich auch etwas gedehnt, aber da er auch kein Elasthan enthält machte das letztlich keinen Unterschied.

Kleid Knip RückenansichtHier habe ich auch erst hinterher gesehen, daß gar keine Nahtzugabe hingehört hätte. Naja, jetzt ist ein Zentimeter dran.

Den Saum habe ich mit dem Wabenstich der Nähmaschine genäht, weil ich den besonders elastisch und daher für Nachthemden angenehm finde.

Das Ergebnis? An der Brust paßt es gut, auch die Schultern sind so weit okay. Was mich überrascht hat war, wie eng es an der Hüfte sitzt. So anliegend sah es auf dem Bild im Heft nicht aus. Also doch besser auf die nächste Größe gehen.Wobei das natürlich auch vom sehr weichen Stoff kommen kann. (Als Kleid müßte da auch noch heftig formende Unterwäsche drunter… so weicher Stoff und ohne Futter… nicht gut.)

Hinten im Rücken sieht man auch, daß ich zumindest da den Oberkörper noch etwas hätte kürzen können. Sicher spielt der weiche Stoff auch eine Rolle, aber Knip konstriert ja für etwas längere Frauen als Burda und auch als ich bin.

Was hingegen gar nicht geht (im Bild sieht man das nicht so gut) ist der Ausschnitt. Der klappt nach Außen, was gräßlich aussieht. Als Kleid wäre das ein TeilfürTonne. In’s Bett macht es hingegen nichts. Ich kann nicht sicher sagen, ob es nicht an dem weichen Stoff liegt, aber da ich oberhalb der Brust recht schmal bin, sollte ich einen Schnitt an der Stelle auch kürzen. Wenn ich mal einen „richtigen“ mache.

Als Fazit kann ich sagen, daß ich ein dringend benötigtes Nachthemd bekommen habe, das als solches auch tragbar ist. Und daß ich eine ungefähre Vorstellung habe, was ich an Knipschnitten ändern muß, wenn ich was „straßentaugliches“ nähen will. Zumindest am Oberkörper könnte das klappen. Hosen sind ja ein anderes Thema, das muß man dann neu testen.

Was mich wenig begeistert ist der Schnittbogen, der erscheint mir weniger durchdacht, als ich das so gewöhnt bin. Aber wenn ein Schnitt schön ist, dann kann man ein wenig Mühe doch auf sich nehmen.

Revue de Presse: Knipmode mei 2011

Das Mai Heft aus den Niederlanden hat mich diesmal in einer Tauschaktion erreicht. Einmal „Meine Nähmode“ weg geschickt und zwei niederländische Hefte bekommen. Thank you again for the mags!

Titel Mai KnipmodeDiesmal war es wieder ein Doppelheft. Die Beilage, so ich das richtig verstehe, liefert Schnitte für Jerseys und Strickstoffe. Die meisten dieser Schnitte finde ich nett, aber gerade mit den Hosen aus Jersey hat es doch viel Schlafanzug-Appeal. An den Teil der Mode habe ich mich wohl noch nicht gewöhnt oder werde es nie. Die Kleider und eine Tunkia sind schon besser, wobei die bunt gemusterten Stoffe leider alle Details schlucken, so daß man nicht wirklich vorher sehen kann, was einen erwarten wird.

Das Hauptheft hingegen ist das Kontrastprogramm. Erinnert es doch daran, daß die Niederlande eine Monarchie sind. Und passend zur königlichen Hochzeit in Großbritannien läßt man sich von diversen Europäischen Prinzessinen inspirieren. (Von denen ich, wie ich feststelle, nur einen Bruchteil kenne. Daß die Namen dabei stehen hilft auch nicht…)

Bluse KnipLos geht es aber gleich mit einem sehr interessanten Teil. Wie die Bluse getragen aussieht kann man auf dem Bild nur eingeschränkt erkennen (freundlicherweise steht dabei, daß es Prinzessin Mary ist, die mit dem dänischen Kronprinzen verheiratet ist, davon habe ich immerhin schon vage gehört), aber die Schnittzeichnung ist vielversprechend. Wobei… bügeln möchte ich es nicht.

Beim nächsten Kleid weiß ich nicht so recht, ob das vorteilhaft ist mit den Falten? Dafür ist Prinzessin Letizia (juhu, noch eine, von der ich schon gehört habe) elegant wie immer.

Die Dynastie der Grimaldis aus Monaco darf für die nächste Modestrecke herhalten. Drei Teile jeweils an drei Generationen präsentiert. Wobei hier das unterschiedliche Styling der identischen Stücke eigentlich interessanter ist als die Teile selber…

Jacke KnipNicht für meine Größe aber generell gut gefällt mir auch das „Topstuk“. Die Jacke mit den nach außen gewendeten Blenden hat was. Ich kann mir auch gut vorstellen, diesen Schnitt aus unterschiedlichen Materialien zu nähen, er dürfte jedesmal sehr anders wirken.

Diesmal tut es mir beinahe leid, daß ich kein niederländisch verstehe. Denn die verschiedenen Schulterpolstertypen die auf einer transparenten Büste photographiert sind, so daß man einen Eindruck bekommt, wie sie so im Verhältnis zum menschlichen Körper sitzen sollen halte ich für ein sehr interessantes Thema. Vor allem ist der Sitz der Polster auf diese Weise sehr anschaulich demonstriert.

Die Plus Mode hat diesmal durchweg den Hauch von der traurigen Gestalt. Ich weiß nicht, ob die Modelle so langweilig sind oder ob es daran liegt, daß sie dem darin steckenden Model so eindeutig zu groß sind. Viel zu groß…

Gar nicht für mich ist auch das schnittlose Kleid. Obwohl es an der richtigen Figur doch gut aussieht.

Auf den nächsten Seiten läßt sich Knip offensichtlich von Blumen inspirieren. Was mir als erstes auffällt ist die Jeans, die auf dem Photo einen extrem tiefen, beinahe schon sarouel-artigen Schritt hat, in der technischen Zeichnung aber genau das Gegenteil zeigt. Und die andere Hose der Strecke wirft vorne extrem häßliche Querfalten…

4-in-1 ist diesmal ein Rockschnitt. Irgendwie sehen die Stile diesmal aber alle doch recht ähnlich aus.

Rodeo Queen ist, so fürchte ich, auch nicht mein Thema. Wobei die Bluse vom Anfang auch hier noch mal ran darf. (Mit anderen Schnitten, die auch weiter vorne schon mal vor kamen.) So im Gesamteindruck… eher nein.

Ein Brautkleid mit Corsage, schön, aber nichts besonderes. Und außerdem ist der Schnitt extra zu erwerben für 30 EUR. Naja, brauche ich ja eh nicht.

Jacke KnipAm Ende des Heftes dann noch mal die royale Parade.

Die „Top Stuck“ Jacke ist von Maxima, wie das Bild verrät. Mit Gürtel auch eine interessante Tragevariante.

Mein Favorit ist aber die lange Jacke mit dem Kelchkragen. Ein schön streckender Nahtverlauf, ganz schlicht, aber elegant. Sollte auch als Kurzmantel zum Etukleid gehen, oder?

Hm, was mag der letzte Bericht zu bedeuten haben? Ein Raum voller Nähmaschinen, Garnkonen… ist das so eine Art Nähzimmer der Träume? Mit Industrienähmaschinen, also doch eine gewerbliche Nutzung?

Tja… manchmal wäre es dann doch gut, niederländisch zu können…

Revue de Presse: Knipmode februari 2011

Zur Abwechslung ist mal wieder eine Knip zeitnah bei mir gelandet. Also erzähle ich was drüber. (Auch wenn inzwischen wohl schon das nächste Heft in den Läden liegt.)

Titel KnipmodeSoweit ich dem Titel entnehmen kann, soll es wohl eine Basisgarderobe sein. Und Schnitte für Karneval.

Der erste Teil ist in unauffälligen Tönen von beige über braun zu grau. Die gleichen Teile einmal sportlich, einmal romantisch und einmal klassisch gestylt. Sagt wohl der Text. Ich finde es sieht alles sportlich mit klassischen Anklängen aus. Einen ähnlichen Hosenschnitt hatte Burda letztes Jahr schon mal bei den Plus-Schnitten, Hemdblusenkleider begeistern mich immer noch nicht, nur ein knappes Jäckchen mit Stehkragen wäre nett. Wenn ich eine andere Figur hätte. Und dann gibt es eine sehr oversizede Jacke, bei der ich nicht so recht weiß…

Kleid KnipmodeAls Kontrast gibt es dann wilde, große Muster. Da gefällt mir das Kleid sehr gut. Vor allem auf der Schnittzeichnung, denn auf dem Photo sieht man ja auch nicht viel, mehr den dicken Schal. Ansonsten sind die Schnitte weitgehend wieder die gleichen wie vorher, bis auf einen Faltenrock.

Die Plus Mode reißt mich ausgesprochen wenig. Das mag natürlich daran liegen, das Hose und Top besonders hüftbetonend sind. Die Blusenjacke mit der Empirelinie schon eher… Und schmaler Rock mit Blazer… ach so ja, ist ja eine Basisgarderobe. Das Versprechen wird eingelöst.

Das „Top stuck“ ist eine Bluse mit vielen Rüschen und wieder die lange Hose. Orange scheint das Thema zu sein, denn danach gibt es das Hemdblusenkleid noch mal in Orange gemustert zur orangenen Hose. Die Farbe lasse ich mal lieber…

Marine als Trend passt bei mir dann schon besser. Das bunte Kleid gibt es in geringelt, dann noch eine Sacktunika… Und noch eine nette, schmale Jacke. Sehr sportlich, so ein wenig Biker-Stil.

Kleid KnipmodeJetzt werden die gleichen Schnitte einmal in bunt und einmal in „neutral“ gegenüber gestellt. Wobei mir das Wickelkleid auch gut gefällt. Sowohl in blau als auch in schwarz, aber in blau photographiert es sich besser.

Dann haben wir noch Rock mit Jacke, Bluse (zu eng über dem Busen und die Längsabnäher gehen über den Brustpunkt hinaus) mit Hose,… gut.

Der Faltenrock darf dann bei der „vier in eins“ Strecke ran. Nun ja, ein Faltenrock halt.

Jacke KnipWarum die nächste Variante der bereits bekannten Schnitte „Basics- de luxe“ heißt? Sollen wohl besonders luxuriöse Stoffe sein? Das Wickelkleid bekomt jedenfalls noch eine interessante Ausschnittbetonung. Auch die Rüschenbluse wirkt in dem creme/zartrosa edler als in orange. Besonders gut gefällt mir aber der Stil der geteilten Jacke. Absolut klassischer Schnitt, aber trotzdem ein Hingucker.

Durch den Karnevalsteil muß ich dann wohl auch durch. Ritter, Rapunzel (oder beliebige Prinzessin) oder Hexe für die Kinder. Dann Mama Hexe dazu, Mutter und Sohn als lustige Cowboys,.. ah, jetzt verstehe ich, das sind Filme! Die Cowboys haben was mit Toy Story 3 zu tun. Und Alice im Wunderland präsentiert einen kindlichen Madhatter und eine knackige Alice.

Nun gut. Aber die Kleider sind nett.

Sollte ich nur endlich was draus nähen. (Inzwischen liegt aber ein Heft zum Schnitt kopieren bereit… es könnte noch was werden. 🙂 )