Revue de Presse: Burdastyle April 2013

Im Moment habe ich ja ganz besonders ein „schon wieder“?? Gefühl, als die nächste Burda-Ausgabe am Zeitschriftenstand zu finden war. Aber wenn ich meine Posts so angucke… ich mache im Moment ja wirklich nichts anderes als Zeitschriften besprechen.

Titel BurdastyleDer Titel gefällt mir diesen Monat ja optisch gut. Ich mag blau, ich mag das Kleid, ich mag den Stoff. Nur wenn ich aus dem Fenster schaue, ins noch völlig kahle Geäst der Bäume, das im Wind schaukelt, dann ist „Frische Brise“ nicht ganz das, wonach  mir ist.

Auch im Editorial feiert Frau Bily die Farbkombination blau und weiß. Da kann ich nicht widersprechen, auch wenn ich noch nie in Griechenland war. (Nur das Wort „knackblau“ tut mir weh. Das hat doch eine starke Anmutung von „billiger Vorabend-Pseudo-Reality-Doku“. Nicht sehr elegant und somit gänzlich nicht zum Titel passend..)

Dann wird bei den „kreativ-trends“ aber erst mal gebastelt. Ach nein, bei den Floralen Applikationen wird sogar genäht.  Bei den Jute- und Bast Kreationen, die angeblich an Sizilien erinnern sollen gefällt mir allerdings schon das Inspirationsteil vom Laufsteg nicht. Die Aufgenmalten Bahnen auf der Leiderkleidung schon besser. Allerdings muß mir Burda mal erklären, wie sie es hinbekommen, daß die Streifen auf dem Rock hinterher makellos weiß und deckend sind, wo der Rock doch beim Abkleben fetten Falten in der zu bemalenden Fläche hatte…?

Die „Style Fusion“ in „aus alt mach neu“ gefällt mir diesmal gut. Vorne Bluse, hinten Pulli, gefällt mir. Nur finde ich in meinen aussortierten Sachen nie zwei Teile, die so gut zusammen passen. :o)

Die erste Modestrecke führt uns in südliche Gefilde. Könnte ich bei dem Wetter gut brauchen. Die „Tunika“ (bei der ich nicht weiß, was sie zur Tunika macht, mit dem breiten Bund unten – Schlupfbluse klingt vermutlich zu dröge) hinterläßt keinen bleibenden Eindruck.

 Kleid Burdastyle  Hingegen ist Kleid 127 wirklich heiß. Die geraffte Naht im Vorderteil macht den Unterschied zum Jserseyschlauch mit Ärmeln, den man billig zu kaufen bekommt und für den Urlaub im Ferienresort oder den Spaziergang auf der Strandpromenade ist das doch wesentlich schmückender als Shorts und T-Shirt. So man die Figur dazu hat.

Spitzenkleid 126 hingegen sieht mehr wie ein gehäkeltes Strandshirt aus. Da hilft die unmotivierte Rüschenborte am Saum auch nicht.

Kleid Burdastyle Schöne Urlaubsstimmung verbreitet auch das Maxikleid 125. Einfach sooo viel schöner an der Strandpromenade als Badeshorts und T-Shirt. (Ja, ich wiederhole mich…) Außerdem heißt es, daß ich mein Kleid aus dem Sari ohne Probleme weiter tragen kann. So wie die letzten Sommer waren ist das ja nicht wirklich abgetragen. Und Strandurlaub mache ich ja nicht…

Na gut, aus Spitze können wir über Shorts doch vielleicht noch nal reden. Obwohl… der starke Eindruck von Unterwäsche bleibt. Blusenshirt hat ein nettes Ausschnittdetail, aber den eigentlichen Witz des Modells, die Spitze im Rücken, die erkennt man kaum. Bei der schmalen Hose bin ich mir irgendwie nicht sicher, ob der Stoff wirklich dafür geeignet ist? Ah ja, das Blusenshirt noch mal als Strandkleid. Danach kommt 109B, das Kleid vom Titel. Gefällt mir auch auf den zweiten Blick sehr gut. Auch die aufgenähte scheinbare „Kette“ vorne dran. Wirklich auf einen Griff perfekt gestyled. In Kurzgröße gibt es ein Neckholderkleid 121. Wäre nett, wenn nicht das Brustteil so traurig runterhängen würde. Und Bindebluse zum Rock… ziemlich 60s, oder? Nur vielleicht etwas arg kurz, die Bluse?

Beautyteil wieder zum Überblättern…

OH.. ÜBERRASCHUNG! das Modelexikon geht weiter, mit „B“. Und diesmal sage ich nur: Lest es euch gut durch, vor allem das Wort oben links. Die weichen Dinger aus Stoff, die man gerne auf Kleidung näht heißen nämlich BORTE. (Danke Burda!) Borde sind die harten Dinger aus Holz, die man an die Wand schraubt. (Aber selbst das Creativa Ausstellerverzeichnis schrieb es falsch. Wie peinlich…)

Die nächste Modestrecke hat dann irgendwas mit Lana Del Rey, Melancholie und Bustiers zu tun. Aha, jedenfalls eine sehr bunte Melancholie. Lost geht es mit einem Bluson aus Batist für kühle Sommertage. Gut, das ist jetzt nicht weltbewegend, aber ich grundsätzlich mag ich es ja, „untypische “ Stoffe zu verwenden. Also genehmigt. Die Bauschtop und Glockrock Kombination ist auch irgendwie niedlich. Das könnte aber auch an Stoff und Styling liegen. Vielleicht ist sie auch nur langweilig? Da ich Mieder an sich mag gefällt mir 115 auch. Nur frage ich mich, wo die ganzen Querfalten herkommen. Raffungen sind auf der technischen Zeichnung jedenfalls nicth zu erkennen. Beim Rock 122 ist der Stoff die Schau. Oder näht man das selber auf? Das würde die Stoffsuche natürlich deutlich verkürzen. An der Wickelbluse 119 fällt mir am deutlichsten auf, daß sie, obwohl sie nur ein Bindeband hat, überall anliegt und nicht runterhängt. Gerade am Ausschnitt. Wie haben sie das denn geklebt? 😉 Dafür sieht das nächste Outfit mir roter Leohose und sehr hohen, recht offenen blauen Schuhen dann vor allem billig aus. Bei der Bluse-Rock Kombination daneben bin ich mir nicht ganz sicher… aber Tendenz auch „billig“. (Der Look, das Material sicher nicht. Ich weiß nicht, was „gelackte Pailettenspitze“ ist, aber es klingt nicht günstig.)

 Kleid Burdastyle Gut gefällt mir dann wieder Kleid 116. Nur was das zum „Etuikleid“ macht verstehe ich nicht. Aber vielleicht erklärt es uns das Modelexikon, wenn es irgendwann mal beim Buchstaben „E“ angekommen ist. Bis dahin nehmen wir mal an, daß „Etuikleid“ einfach ein gutes Wort ist, um von google gefunden zu werden.

Das „kreativ-accessoire“ aus Druckknöpfen gefällt mir diesmal überraschend gut. Wobei es ohne die Swarovskis fast noch besser wäre. Und man könnte mal all jene Teile verwenden, die immer übrig bleiben, wenn man mal wieder das Ober- oder Unterteil schief eingeschlagen hat und deswegen ein weiteres braucht. Und den Kram von verschiedenen Herstellern, den man munter zusammenwarf, bevor man herausfand, daß 10mm Einschlagdruckknöpfe verschiedener Hersteller nicht alle gleich sind. 😀

Aber Glitzer scheint im Moment unvermeidlich zu sein, denn die Accessoires zur Modestrecke zeigen auch allerhand Swarovski und co. Zielsicher gefällt mir natürlich das Collier für knapp 1000 EUR am besten. Ich hoffe, dafür sind es wenigstens echte Steine.

Als Favorit für die Bily’schen Stylingvorschläge darf diesmal der Batist Blouson herhalten. Über das Outfit zur Vernissage kann man klar reden, wenn die Schuhe nicht unbedingt gelb sein müssen auch der Ausflug in die Stadt. Warum man allerdings zur Arbeit ungefähr 15 cm hohe Absätze braucht ist mir immer noch nicht klar. Sonst wäre das Outfit tatsächlich mal brauchbar.

Die Trends vom Laufsteg… Leohose zweifelhaft, Longweste immer noch nein, Spitzenkleid schön, nur nicht in der Burdaversion. 🙂 Blouson ist leider nicht für meine Figur, gefällt mir aber trotzdem. Nude-Anzug für Tage, an denen man nicht auffallen will. Aber elegant. Und Bustier ein klares JAAAAA!  (Na gut, vielleicht nicht für mich. :o) )

Mit Business-Look in Nude Tönen geht es weiter. Grundsätzlich mag ich ja diese sanften Nicht-Farben. Aber hier geht mir das mit den Modellen etwas zu schlabberig los. Muß das nicht wenigstens Form haben, wenn es schon keine Farbe hat? Bluse 104A mit den arg überschnittenen Schultern schreit leider „Pyjama“ bei mir. Von dem „verführerisch transparenten“ Stoff ganz zu schweigen. Über welche Art Business reden wir eigentlich grade? Das Leinen-Leder Kleid 105 ist in seiner schlichten Form durchaus nett, aber hat einfach zu viel von Strandshirt. Immerhin diesmal blickdicht. Ballontop 112A sagt, daß Pattern Magic jetzt auch bei Burda angekommen ist. und wenn nicht auch der Ausschnitt herumhängen würde, dann wäre es vielleicht wirklich gelungen. Dann haben wir den inzwischen wohlbekannten Ausschnitt mit den kleinen Fältchen und eine Longweste. Ein Trend den ich nach wie vor ohne zu Bedauern vorbeiziehen lassen werde. Blazer 101 nennt sich „Masterpiece“, aber wenn sich die Form der Schulterknochen unter der Jacke abzeichnet sollte man entweder eine andere Einlage oder ein anderes Schulterpolster wählen. Oder überhaupt Schulterpolster rein machen. Oder wenigstens eine Schulterstütze. Nun ja, immerhin als Beispiel gut, was man durch mangelnde Innenverarbeitung versauen kann. Das Titelkleid kommt dann noch mal ganz schlicht in zartem Rosa. Bleibt hübsch, ist aber natürlich weniger aufregend.

Die Accessories stehen dann unter dem Motto „clean & chic“. Die Clutch von River Island gefällt mir sogar. 38 EUR wäre auch gar nicht so teuer. Aber wann brauche ich schon mal eine kleine Handtasche…. *gg*

Die nächste Kosmetikwerbung darf auf Memory-Kärtchen oder so was in der Art. Nicht das Beste Arrangement, aber gut genug, um meinen Blick zumindest kurz auf die Lippenstifte und Nagellacke zu lenken.

Die „Nähschule für Einsteiger“ widmet sich dem verdrehten Ballontop. Mit Batist hat man diesmal wenigstens einen Stoff genommen, der funktionieren kann. Zumindest wenn man einen Baumwollbatist nimmt.

Die Lesergalerie steht diesmal unter dem Motto „rot“. Und mir fällt auf, daß das eine oder andere Modell an „richtigen“ Menschen besser aussieht, als es das im Heft tat. Und manches, was mir schon im Heft gefallen hat, gefällt mir jetzt noch besser. (Erst recht, wenn die Paßform stimmt. *g*)

Der Dekoteil? Ach nein, eine Werbung die aber wirklich schon fast wie der redaktionelle Teil aussieht. Darf ich mir die Bemerkung erlauben, daß ich auf solche Mätzchen so was von nicht stehe…

„Große Gefühle“ verspricht diesmal die Plus-Mode. Satinjacke 128B zeigt allerdings eher umotiviertes Rumgehänge. Dann doch lieber das Maxikleid, auch wenn das schon viel Retro-Gefühle auslöst. Und ein bißchen an ein Nachthemd erinnert…  Mit dem Empirekleid geht es mir ähnlich, ich bin halt nicht der Fan von angekräuseltem Zeug. Deswegen kann mich die sogenannte Tunika 130 auch nicht begeistern. Tunika 129 ist dann das angekräuselte Kleid in kurz und sieht aus, als habe man Omas Wäscheschrank geplündert. Wogegen ich im Prinzip nichts habe, aber hier ist die Form irgendwie so kindlich, das paßt nicht. Und daß das Muster der bunten Hose durchscheint… Nein, nicht schön. Aha, die Tunika als Kleid… hier kräuselt nicht nur der Gummismok in der Taille, sondern die Nähte gleich mit…. Nein, diese Modestrecke diesmal ohne mich. Immerhin, Jacke 128 sieht aus einem weniger lappigen Stoff deutlich besser aus. Vielleicht könnte man aus der noch was machen. Seltsam bleibt jedoch, daß im Photo jede Menge Falten auf der Schulter sind, die Zeichnung hingegen welche am Kragen verortet. Paßformproblem?

Im „Kinderteil“ geht es diesmal um Vater und Sohn und Tweed steht im Vordergrund. Sakkos für Jungs trägt zwar keiner, aber sie sehen nett aus. Unf vielleicht steht ja eine Kommunion an. Aus „normalen“ Stoffen dürfte es weniger Retro aussehen. Ach ja, die Herrnmodelle sind in Langgröße! Eine der seltenen Gelegenheiten, sich damit einzudecken. Ansonsten eben… Weste, Hose, Hemd Sakko und Mütze, alles sehr retro mt Hosenträgern und Cord. Schon nett.

Aha, mit solcher Retrokleidung Rad zu fahren ist teil eines „lifestyles“. Schnuckelig. Immerhin, daß es eine Ausfahrt namens „Tweed Run“ gibt wußte ich bislang nicht und daß Burda mir was Neues verrät kommt selten genug vor.

Der Beautyseite für Männer wird nur eine Seite gewidmet, reicht aber auch. Ich denke mal, dafür gibt es andere Publikationen.

Zum Ausgleich bekommt die Berichterstattung über irgendein Burda Event zur Berliner Fashion Week zwei Seiten. Wie immer viele Minibildchen mit Leuten die keiner kennt und die keiner kennen will (außerhalb der Branche zumindest) garniert mit einigen Laufstegbildern, die nur bedauerlicherweise auch zu klein sind, um was drauf zu erkennen. In dem Fall doch lieber die Laufstegbilder in groß und den Rest weglassen… aber auf mich hört ja keiner… *seufz*

Die Dekosparte widmet sich diesen Monat den Grannie Squares und anderen Häkelarbeiten. In frühlingshaft bunten Farben. Auch wenn ich es in meiner Wohnung nicht haben wollte… es sieht angenehm frisch aus.

Passend dazu gibt es auch noch eine Seite „Wie geht eigentlich Häkeln“. Luftmasche, Stäbchen, Picot. Sind aber wirklich nur für Leute geeignet, die schon mal wußten, wie es geht und nur eine kleine Auffrischung brauchen.

Die „news“ haben diesen Monat offensichtlich „Federn“ als Oberthema. Das finde ich an sich nett (also das mit dem Oberthema) nur mit „news“ hat es nun gänzlich nichts mehr zu tun. Ich frage mich weiterhin, ob es in Deutschland so wenige Ausstellungen zu textilen und Modethemen gibt, ob die Redaktion keine findet oder ob nur gedruckt wird wer… ja was? Ein guter Kumpel ist? Dafür bezahlt? Ich weiß es nicht. Unter News würde ich mir jedenfalls eher Buchneuerscheinungen und textile Veranstaltungen aller Art vorstellen.  Und vielleicht noch neu erhältliche Kurzwaren oder so.

Bei „ordenen und organisieren“ basteln wir diesen Monat ein Nagelbrett, um Bänder aufzuwickeln. Es passen auch genau elf Bänder oder Kordeln drauf und licht- oder staubgeschützt sind sie so nicht. Also eher deko als Nutzen.

Auch eine Quiltanleitung (aus einem Buch…) gibt es diesen Monat wieder. Ich würde sagen einfach und anfängerfreundlich und man widmet der Anleitung diesmal sogar zwei Seiten, so daß man auch wirklich was damit anfangen kann. Schön.

Beim Atelierbesuch ist diesmal das Thema nicht so klar zu formulieren, irgendwie zwischen Vintage und Braut oder so. Die kunstvollen Seidenblumen aus Amsterdam machen jedenfalls den Unterschied zu billigen Stoffblumen aus China deutlich. (Und ich bin neidisch auf das ganze Bügel- und Formzubehör, was so schön ins Bild gesetzt wird.) Die anderen beiden Künstlerinnen werden mit den historisch angehauchten Brautkleider und den Kopfschmuck mit Perlen und Co. leider nicht so gut in Szene gesetzt. Da hätte ich gerne auch mehr Bilder gesehen.

Ach… schon durch. Noch ein netter Stoff mit japanischen Kirschblüten. Diesmal wieder recht niedlich in Szene gesetzt.

Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, Rechte liegen selbstverständlich beim Burda-Verlag.

Paris Haute Couture…

… ist der Name einer sehr sehenswerten Ausstellung, die noch bis Juli im Hotel de Ville in Paris läuft.

… is the title of an exhibition that is well worth visiting. It’ll last until July at Hotel de Ville in Paris.

Nicht nur sind viele Couture Roben der letzten hundert Jahre aufgestellt (und die meisten so, daß man sie wirklich von allen Seiten sehen kann), sondern alte Photos oder Skizzenbücher runden das Thema ab.

You can see lots of Couture clothes from the last 100 years (and most of them are installed in a way that helps you to see them at close from all sides) but there are also old photos and sketchbooks, that give you a glimpse in the ateliers.

Selber Photographieren darf man leider nicht, aber für einen Artikel auf der hobbyschneiderin24.net-Seite haben wir Pressematerial bekommen. Noch mehr Bilder und eine Menge französischen Text zur Ausstellung und zum Thema gibt es auf der Webseite der Ville de Paris.

Sadly you are not allowed to take pictures, but for an article on  hobbyschneiderin24.net we got official press material we are allowed to show. On the site of the City of Paris you can find more information about the exposition, about Haute Couture fashion and a lot more pictures.

Wer nach Paris kommt, sollte sich die Ausstellung gönnen. Zumal sie kostenlos ist. 🙂

If you come to Paris you should visit the exposition. Another plus: It’s free! 🙂

Aus dem Blogarchiv

From the archives

(Diesmal einen Tag später)

(This time one day late.)

April 2006:

April 2007:

April 2008:

April 2009:

April 2010:

April 2011:

Nachgeschoben…

A little late…

… kommen meine Ostergrüße.

… are my best wishes for Easter.

Tüten und Kästchen für OsternAber wir bekommen über Ostern immer Besuch in voller Mannstärke und da ist dann volles Programm, von Kochen über Eiersuche bis Zoobesuch.

At least today is still a holiday in Germany. We always get visitors for Easter and then I am too busy for internet for two days. Preparing food, hunting eggs, going to the zoo….

Aber ich will wenigstens noch zeigen, was ich mit dem bestempelten Papier gemacht habe: Kästchen gefaltet und Tüten geklebt, die dann beim Eier verstecken gute Dienste geleistet haben. 🙂

So I will show what I did with the stamped paper: folding little boxes and paper bags. Which were very helpful when we did hide all those chocolate easter eggs. 🙂

Ich hoffe, ihr hattet auch alle eine schönes Osterfest oder einfach schöne und erholsame Tage!

I hope you all had wonderful Easter days also or simply some nice and calm days!

Ostervorbereitungen

Easter Preparation

OsterpapiereAuch Ostern kommt ja immer so plötzlich, also habe ich mich mal an einige Vorbereitungen gemacht.

Also Easter always comes so unexpectedly, so it was more than time for some preparations.

Die „Kinder“, denen wir die Eier verstecken sind ja inzwischen schon recht groß, daher wird der Versteckort außerhalb unserer Wohnung liegen und wir müssen die Sachen auch schon am Freitag dort hin bringen. Dann kaufe ich dazu ja immer die unverpackte Beutelware im Fabrikverkauf von Lindt, was bedeutet…. das Zeug muß noch irgendwie verpackt werden.

Now the „kids“ are not so small any longer, so our appartment isn’t large enough for a challenging egg hunt. We have the possibility to use another, far bigger location but we will have to bring the sutf there already on Friday. The other thing is that I am usually buying mostly unwrapped chocolates from Lindt in big bags for that, so I need some packaging.

Stempel und StempelkissenDie Creativa habe ich genutzt, um am Stand der Stempelschmiede das süße Blumenhäschen, einen Stempel mit vier Eimotiven sowie ein Stempelkissen zu kaufe. (Gut beraten von Bärbel.)

On the Creativa I’ve bought some cute stamps from Stempelschmiede and an ink pad also. (Well advised by Bärbel.)

Nun, Bärbel wird das zwar entsetzlich finden und mit ihrer Stempelkunst hat das auch so gar nichts zu tun, aber auf diese Weise bekomme ich mit vertretbarem Finanz- und Zeitaufwand aus billiger Blumenseide von VBS und bunten Papieren eine österliche Grundlage, um Tüten und Behälter zu basteln.

Well, Bärbel will probably find it horrible, because it is quite boring and has nothing to do with the art of stamping she is doing, but that way I am getting „easterly“ material from cheap wrapping tissue and colored paper to fold it into bags and boxes.

Ich habe immerhin gelernt, daß es schwierig ist, auf Seidenpapier zu stempeln, zum einen weil die Stempelfarbe gerne etwas verläuft, zum anderen, weil das Seidenpapier natürlich beim Wegnehmen des Stempels ein bißchen mit hoch kommt. Macht aber nichts, für meinen Zweck taugt’s. Ansonsten war das Stempelkissen aber eine gute Investition, denn die Farbe geht nur mit Wasser ganz leicht wieder von den Stempeln runter.

Finger mit StempelfarbeVon den Fingern leider nicht so leicht. Das ist schon der Zustand einige Stunden und etwa acht mal Händewaschen mit Seife später…

I consider it well invested money, also for the ink pad. The ink washes away from the rubber very easily without soap or anything. (Before I had been using an office ink pad where cleaning took more time.)

As far as my fingers are concerned it does not wash away that easily. What you see on the picture is already hours later and after about eight time hand washing. (With soap, of course!)

Kwik Sew 2856 (Oberteil/Shirt)

My review in English is on Pattern Review.

Schnitttüte Kwik SewDiesen Schnitt für ein Raglan Shirt von Kwik Sew hatte ich irgendwann mal in einem Tauschpaket gefunden und weil er sowohl einfach zu nähen aussah als auch mit dem Kragen recht attraktiv, hatte ich ihn damals rausgenommen. Das ist etliche Jahre her und seither lag er bei mir.

Da nun aber noch mal ein Schlafanzug fällig war, nahm ich dies als Gelegenheit, den Schnitt zu testen.

Genäht habeich eine Variante mit den langen Ärmeln von Version A und dem Kragen von Version C.

Mein Stoff war aus einem „Sparpaket Jersey Stoffe“ (denen kann ich eigentlich nie widerstehen, wenn ich Dessoustoffe bestelle) von Elingeria, Material kann ich nicht sagen, aber fühlt sich weich an, dabei nicht schlabberig sondern wohl als Interlock gearbeitet und mit einem aufgedruckten Pünktchen-Design auf der rechten Stoffseite. Den Kragen habe ich aus einem Viscose-Jersey von Alfatex in Köln genäht. Diesen weich fließenden Stoff hatte ich für die Hose gekauft. Beide Stoffe haben die nötige Dehnbarkeit, was man ja anhand der „Dehnschablone“ auf der Rückseite der Schnitttüte leicht überprüfen kann.

Den Schnitt habe ich nach der Brustweite in Größe XL abkopiert und habe an den Hüften auf XXL erweitert. (Laut Anleitung ist Größe XL für einen Brustumfang von 110 – 114 cm, ich habe 112, klarer Fall also.) Dann habe ich die Schulterbreite am Raglanärmel um 1cm gekürzt und außerdem oberhalb der Taille 1cm Länge rausgenommen. Sprich meine üblichen Änderungen. Für die Längenkürzung im Oberteil konnte ich die im Schnitt vorgesehene Linie nicht verwenden, denn die verläuft über dem unteren Teil der Brust und an der Stelle wollte ich wahrlich nicht weniger Stoff haben.

Zu nähen war es in der Tat schnell und nicht schwierig. Auch wenn die englische Anleitung etwas irriterend ist. Zunächst wird nämlich beschrieben, wie man die Stoffe mit elastischen Stichen näht, dabei heißt es dann aber „außer wenn die Illustration der Anleitung einen Gradstich zeigt“. Nun, die Zeichnungen zeigen für alle Nähte einen Steppstich… Das habe ich dann ignoriert und habe den offenen Overlockstich meiner Nähmaschine genommen. Weggelassen habe ich den Gummi, der innen auf den Halsausschnitt aufgesteppt werden soll. Der bliebe nämlich hinterher auf der nackten Haut (außer bei Kragen B, wo er außen aufgesteppt wird und dann hoffentlich unter dem Kragen verschwindet) und das finde ich nicht angenehm. Weder bei einem Schlafanzug noch bei einem Shirt. Sonst bin ich der Anleitung gefollgt. Ich muß aber zugeben, daß ich die 6mm Nahtzugabe im Schnitt nicht sonderlich mag. Es ist mühsamer, den Stoff in den Transporteur einzufüttern als bei einer breiteren Zugabe, es gibt keine Stelle auf der Stichplatte, an der ich mich orientieren könnte und alle Overlocks auf denen ich bisher genäht habe mochten es auch lieber, wenn sie Stoff hatten, den sie abschneiden konnten.

Raglan Top Kwik SewDie Säume habe ich mit dem Wabenstich der Nähmaschine abgesteppt, der ist elastischer als jede Zwillingsnadel und hat sich gut bewährt.

(Faden Alterfil S 120, Nadel Superstretch in Stärke 75 von Organ.)

Was das Ergebnis betrifft muß ich leider sagen: Gut, daß es nur ein Schlafanzug ist.

Daß der Kragen sehr schlabberig fällt ist sicher dem extrem weichen Stoff geschuldet und vermutlich auch der Tatsache, daß ich den Gummi am Ausschnitt weggelassen habe. Wobei ich letzteres leider als Zeichen einer lustlosen Konstruktion empfinde. Der Stoff ist nicht extrem schwer und der Schnitt ist für elastische Stoffe gemacht, es besteht aus meiner Sicht also erst mal kein Grund, da mit einem Gummi zu „mogeln“ statt den Ausschnitt gleich vernünftig zu konstruieren.

Die Ärmel sind einfach zu lang. Da eine Armlänge in der Maßtabelle nicht vorkommt, kann man das also vorher auch nicht sehen. Und ausmessen ist bei Raglan auch schwierig, da es keine Information gibt, wo der Halsausschnitt hinterher verlaufen wird.

Der restliche Sitz…. ist mies. Der Schnitt zeigt ein Shirt, das den Körper schmal umspielt („fitting“ sagt die Beschreibung), in der Praxis kommt bei mir etwas raus, was jedem Pin-Up Girl zur Ehre gereichen würde. Von den vielen Zugfalten allerorten will ich nicht reden. Die werden etwas besser, wenn man das Shirt ein wenig hoch zieht (als wenn ein Gummi drin wäre), aber die meisten bleiben. (Ich hätte vorher die Bilder auf Pattern Review genau ansehen sollen. Da wo das Shirt an einer Person gezeigt wird und diese die Arme locker herunter hängen läßt sind auch Falten unter dem Arm. nicht überall so ausgeprägt, aber sie sind vorhanden. Das könnte ein Hinweis darauf sein, daß die Raglannaht einfach zu gerade ist.)

Kwik Sew RückenansichtVon hinten sieht das Ganze nicht besser aus. An der Hüfte hätte ich besser ein wenig mehr zugegeben (da kann Kwik Sew nichts dafür) und die Länge wohl auch etwas mehr kürzen können, aber die diversen Falten unter der Achsel sind hier auch vorhanden.

Fazit: mit einer FBA wäre der Schnitt vielleicht zu verbessern. Dann müßte ich aber immer noch mit Gummi auf dem Ausschnitt leben oder den ebenfalls neu konstruieren.

Nachdem ich jedoch aus einem Buch ebenfalls schon mal einen Kwik Sew Schnitt genäht habe und der auch eine fürchteriche Paßform bei mir hatte, werde ich mich von dem Schnitt einfach wieder trennen. Er ist einfach zu nähen, aber auf Kosten der Paßform und paßt entweder einfach für Körper mit mehr Kurven nicht oder entspricht nicht meinen Ansprüchen an einen guten Sitz.

Und von Kwik Sew lasse ich künftig einfach die Finger. (In der Hoffnung, daß ich das nicht wieder vergesse… :o) )

 

 

Revue de Presse: OTTOBRE design woman Frühjahr/Sommer 2/2013

Wie immer im Frühjahr (und Herbst) ist der „Einschlag“ an Zeitschriften besonders hoch, weil auch die ottobre dazu kommt. Und da ich zwar ein bißchen genäht habe, die Faktoren „ich“, „Photograph“ und „Tageslicht“ im Moment selten gleichzeitig auftreten, gibt es schon wieder eine Zeitschriftenschau.

Titel ottobre designDer Titel versucht jedenfalls mal wieder, allen Geschmäckern gerecht zu werden. vorne hell und poppig bunt, hinten dunkle Haare und grafisch. (Was diese zwei Titelblätter sollen habe ich bis heute nicht verstanden, denn am Zeitschriftenstand kann letztlich nur eines oben liegen und es wird sicher keiner zwei Plätze im Regal für eine Zeitschrift frei räumen, nur um beide Seiten zeigen zu können.)

Das Editorial stellt eine neue Mitarbeiterin vor und betont drei Modetrends: Die 60er, „inspirierende Kombinationen“ (was auch immer das sein soll) und „lässige Sachen“. Auch hier… kann man wohl alles drunter subsumieren. Was man nach wie vor nicht kann ist korrektes Übersetzen. Es heißt Aschenputtel. Nicht Aschenbuttel. Über die Pluralform kann man streiten, schon darüber, ob es überhaupt eine gibt…. Ansonsten möchte sich das Heft in zwei Teile geteilt verstanden, die erste Hälfte steht unter dem Motto „Bold Patterns and Minimalism“, die zweite nennt sich „Laid-Back Summer Pieces“. Wenn sie so weiter machen, scoren sie im Bullshit-Generator bald so hoch wie Burda…

Los geht es dann mit Kleidern. Die trägerlose Variante aus dem bunten Druck sieht ganz net aus (wobei bei diesem Stoff wohl ein Seitenreißverschluss und ggf. dezente Abnäher im Rücken besser gewesen wären als die Teilungsnaht), die langärmelige Leinenvariante wirkt hingegen ein wenig unglücklich am Model. Fast schon wie „ich bin schwanger, aber ich zeige es erst nach der Trauung“ oder so.

Auch eine Bikerartige Jacke darf nicht fehlen, hier aus Leinen. Normalerweise gefallen mir die ja immer gut, aber hier… irgendwas paßt nicht. Ich glaube, sie ist einfach zu lang für den Stil. Dann sieht es eher aus wie der sozialistische Einheitsbluson im Politbüro. Durchaus ansprechend die Bluse Triangle mit Color Blocking. Die Paßform der Ärmel bleibt allerdings soweit man das sehen kann zweifelhaft. Und die Übersetzung schreit wieder nach einem Fachübersetzer. Das ist einfach ein überschnittener Ärmel, bzw. eine überschnittene Schulter. Einen „Kap Ärmel“ gibt es nicht. (Außer bei anderen schlecht übersetzten Shop Texten.) Das Heft kostet knapp 9 EUR für wenige Schnitte (in Österreich sogar über zehn), da sollte eine korrekte Übersetzung drin sein.

Kleid ottobreNachdem inzwischen jeder ein Knotenshirt oder -Kleid hatte, hat ottobre jetzt auch eines. (Bzw beides.) Modell „Twist Top“. Trotzdem gefällt mir dieses gut. Daß es bis Größe 52 drin ist gefällt mir sogar besser. Und den Stoff kann man ja anders nehmen….

Jacke ottobre DesignGut gefällt mir auch die Jacke „Dark Chocolate“. Nicht so sehr die namensgebende Farbe, aber Schnitt und Material. Der Schößchentrend ist dezent umgesetzt und mit diesem Schnitt wird bequemer Jersey bürotauglich. (Nach einer FBA, die die Brustfalten beseitigt. Und man braucht natürlich einen nicht zu fludderigen Jersey mit etwas Substanz.)

ottobre ManteAuch der Kurzmantel „Groovy Ramie“ gefällt mir, hier stimmt sogar die Farbe. 😉 Mir gefällt dabei sowohl der Ausschnitt als auch die schräge Teilungsnaht im Vorderteil. Könnte auch aus meinem Stoff von Mahlia Kent gut aussehen… wenn der denn lang genug wäre.

Dann über den Anleitungsteil drüber blättern und zu den „Laid Back Summer Pieces“. Kleid Beckie sagt mir, daß damit wohl so eine Art Strand oder Urlaubsmode gemeint sein muß. So sieht es für mich jedenfalls aus: wie die Billigklamotten, die man überteuert in den Läden am Strand kauft.

Das Shirt „Lemon Juice“ wäre zwar wegen der Hüftbetonung absolut nichts für mich, aber man scheint jetzt auch Pattern Magic zu kennen und das sorgt ja immer für interessante Effekte.

Blumenhosen mögen zwar ein Trend sein, aber für mich wirkt die Hose mit der grünen Bluse doch ein wenig… langweilig. Oder truschig. Aber gut. (Hosen, im Übrigen, sind zwei Modelle im Heft, eine schmale, eine mit Bundfalten. Die schmale auch als Shorts. Basisteile, nicht mehr und nicht weniger.)

Dann das Titelkleid und noch ein anderes, was eher gelangweilt herumhängt. Ach stop! Fancy Flowers sieht im Rücken besser aus, nämlich wie ein Kleid. Von vorne hingegen wie ein formloses Shirt, was man sich af dem Weg zur Strandbar übergeworfen hat. Das ist jedenfalls mal eine interessante Variante, hinten schöner als vorne. Vielleicht vorne ein wenig länger und es wird brauchbar?

Seidenkleid Modern Couture ist leider eher ein Studie darüber, wie sich Schnitt und Stoff gegenseitig in die Quere kommen. Und Dupionseide einkräuseln sollte man sich auch überlegen. Gerade die Nahaufnahme der Schulter zeig, wie wenig elegant das fällt. Falten legen wäre da deutlich klüger gewesen.

Und dann das Knotenshirt noch mal, nur diesmal als Tunika. Auch nett, auch wenn der Stoff das Muster weitgehend verschluckt.

Diesmal sind immerhin wieder ein paar Teile drin, die ich für mich nähen würde, wenn ich die Zeit hätte. Aber das mit der Seide sollten sie noch mal üben…

(Die Bilder sind wie immer als Zitate zu verstehen und die Rechte dafür sind und bleiben natürlich beim Verlag.)

 

 

Revue de Presse: Threads May 2013 (166)

Immer noch Minusgrade und die Maiausgabe liegt im Briefkasten… mit wirklich wunderbaren Spitzenkleidern auf demTitel…

Die Editoren stellen sich diesmal der Frage, wie der Stoff ihre Entwürfe beeinflusst. Die Antworten sind nicht wenig überraschend. 😮

Und auch das Editorial weist auf Stoffe, aber noch mehr auf Spitze hin. Das verspricht eine spannende Ausgabe, zumindest für mich.

Leserbriefe… nicht weiter bemerkenswert.

Dann die Vorstellung mehr oder weniger neuer Materialien. Einen Ring zur Aufbewahrung von Unterfadenspulen gibt es hier aber schon lange, nur von Prym und in Blau und nicht von Dritz und in Rot… Das Buch über Vintage Lingerie kann mich hingegen schon reizen…

Dann die Lesertips. Der Best Tip könnte von mir ein… unterschiedliche Iterationen einer Änderung mit verschiedenen Farben zu kennzeichnen mache ich schon lange. Den Tip um Baumwollstoffe gerade zu recken könnte ich mal ausprobieren, wenn ich das mal wieder brauche. Auch die Idee, Ärmel einzunähen ohne über die querenden Nahtzugaben drüber zu nähen könnte ich mal ausprobieren. Zumindest bei dicken Stoffen.

Kenneth D. King zeigt uns diesmal, was man mit Meterweise (Seiden)Schrägband machen kann. Nämlich Designs die scheinbar kompliziert gefaltet sind. Nachdem ich kürzlich in Paris wieder eine Haut Couture-Ausstellung besuchen konnte kann ich nicht ganz darüber hinwegsehen, daß kunstvolle „echte“ Stoffaltungen noch etwas anders aussehen. Aber der Effekt dieser Technik ist dennoch beeindruckend. (Handstiche sollte man jedoch nicht scheuen.)

Danach wird erklärt, wie das Designdetail vom Rückentitel zustande kommt und wie man es näht. Nun ja, wie man das mit den Volants macht ist mir selber klar, das ist nicht neu. (Und für völlige Anfänger dann vielleicht auch ein wenig kurz erklärt.)

Das „quick to make“ Projekt hingegen ist ausführlich erklärt und in gewissem Umfang sogar geeigent, größere Stoffreste zu verwenden. Ich weiß nur noch nicht so sicher, ob mir das nun gefällt oder nicht….

Dann die Pattern Reviews. Vogue1324 war mir auf der Webseite vom Photo her gar nicht besonders aufgefallen, die technische Zeichnung offenbart aber den modischen Pep. (Okay, mir würde die Form nicht stehen, vielleicht habe ich ihm deswegen keinen zweiten Blick gegönnt.) Das Marfy-Kleid ist wie immer sehr elegant, wobei mir am genähten Modell auffällt, daß die Falten aus der technischen Zeichnung eher als unsauber genäht denn als bewußtes Detail wirken. Sogar das Burda Modell gefällt mir… schade, daß deren Webseite so unübersichtlich ist, daß ich da nie reingucke…

Der modische Überblick interessiert mich eher weniger. Einige der Trends erkenne ich wieder, andere scheinen in den USA stärker vertreten zu sein. Viel mehr als durch Burda lesen vermittelt mir das dann auch nicht.

Anschließend wird eine „besserer Kragen“ versprochen. Hier muß ich gestehen, daß mich das Konzept nicht überzeugt. Zwar hat man weniger Nähte, aber in der Form der Kragenecken ist man so sehr eingeschränkt und sie gefällt mir schon bei den liegend gezeigten Blusen nicht sonderlich. Es könnte beim Nähen schneller gehen, aber sonst… nicht für mich.

Ausführlich widet sich danach ein Artikel den Titlekleider und ihrer Designerin Mimi Prober. Das Interview mit ihr läßt ihren Designprozess durchause nachvollziehbar werden und die vielen Detailphotos von den Kleidern sind extrem inspirierend.

Weniger überzeugt mich die „Bias Pants“. Außer daß man damit angelbich wenig Verschnitt erzeugt weiß ich nicht recht… in dem bunten Stoff gehen die Teilungsnähte völlig unter und man hat zwar Hosen im Schrägschnitt, aber auch Teilungsnähte, die den Stofffluß wieder unterbrechen. Oder ich probiere das bei der nächsten Schlafanzughose mal aus… 😀

Anschließend befasst man sich mit „Vintage“ Nähfüßchen. Nicht daß es Ruffler, Kräuselfuß und einen Schrägbandannäher nicht auch für moderne Maschinen geben würde… Die Füße werden aber in ihrer Funktion und auch in der Anwendung gut erklärt, wer also noch nicht so genau weiß, ob er sie braucht oder auch schon hat und nicht weiß wie anwenden… nützlicher Artikel.

Gut gefallen mir dann auch die nicht wirklich gepolsterten Nähte, „padded seams“. Damit sich bei Wolle die Nahtzugabe beim Bügeln nicht durchdrückt einfach Seidenorganzastreifen unterlegen. Eigentlich praktischer als Vliseline aufbügeln.

Wunderbares Augenfutter ist auch die Threads Challenge (für Profis), die diesmal Spitze als Thema hatte.Wer hätte gedacht, daß man sogar einen „felligen“ Eindruck erzeugen kann? Oder ein Kleid praktisch nur aus Streifen zusammengesetzt… wirklich sehenswert!

„Teach Yourself To Sew“ befaßt sich noch mal mit der Nahtzugabe und zeigt weitere Methoden, damit umzugehen. Alles sehr deutlich in Wort und Bild erklärt. Wenn man sich diese Serie speichert, dann bekommt man vermutlich am Ende ein extrem ausführliches Nähbuch.

Der Blick in das „Nähzimmer“ von Linda Kubik dürfte jedem das Wasser im Munde zusammen laufen lassen. Den letzlich hat sie einen eigenen Bau mit gut 100 m² (wenn ich das richtig umgerechnet habe) und Platz für Webstühle, zum Färben,… und natürlich auch zum Nähen. Na gut, auch sie verdient ihr Geld damit, das ist dann halt manchmal der Unterschied zwischen Hobby und Beruf. Aber trotzdem… so hätte ich das auch gerne. (Nicht daß ich die Zeit hätte, einen solchen Raum adäquat zu nutzen…)

Die „happenings in the Sewing community“ sind wieder weniger interessant, weil halt auf die USA bezogen. Den Pantone Farbreport fürs Frühjahr kann ich auf deren Webseite selber angucken und die paar eingestreuten Nähtips reißen es dann auch nicht raus. Aber letztlich macht es natürlich Sinn, wenn eine amerikanische Zeitschrift auch einen „Lokalteil“ hat. 😉

Anspuchsvoll sind diesmal auch wieder die Werke aus den Schränken der Leser(innen). Dieses Mal alles mit viel Liebe zum Detail geschaffen.

Die Fragen an die Experten drehen sich diesmal um die Auswahl einer Nähmaschine (Ratschlag: Zum Händler gehen und probenähen… in diesem Punkt können die Amis das Rad eben auch nicht neu erfinden) und Schnittänderung für runde Schultern (sehr schön gezeigt, zwei Optionen, je nach dem auf welcher Höhe die Rundung sitzt).

Zum Abschluss dann noch die Unterhaltung: Die Nähgeschichte und der Blick aufs historische Kleid von 1940 mit schmeichelnden Volants. (Der weniger beeindruckend ist, wenn man gerade einige Tage vorher eine Haut Couture Ausstellung in Paris besucht und Vionnets Schrägschnitt gesehen hat…)

Trozdem wieder ein nettes Heft und ich freue mich schon jetzt auf die nächste Ausgabe.

(Das Bild ist als Zitat zu verstehen, Rechte liegen bei Threads/ Tauton Verlag.)

 

Unwilliges Fußmodel…

Unwilling Footmodel…

… resultiert darin, daß Socken zwar seit dem 13. Dezember fertig sind, aber erst in letzter Minute photographiert werden konnten. Bevor sie als Geschenk auf die Reise gehen sollten.

… result in effects like I’ve finished a pair of socks on 12/13/2012 but could only take a last minute picture now. Like in just before they go to the post office to became a birthday gift.

Socken "Falscher Zopf"Dabei hätten diese Socken ein besseres Bild verdient. Das Muster heißt „Falscher Zopf“ und ist bei Pims Nadelturm erhältlich.

Honestly, those nice socks should have a better picture. The pattern is called „Falscher Zopf“ and available either via ravelry or at Pims Nadelturm directly.

Die vermeintlichen Zöpfe kreuzen immer nur zwei Maschen und laufen auf der einen Seite bis zur Ferse, auf der anderen bis zur Spitze. Es war ein wenig ungewohnt für mich, mal wieder von oben zu Stricken, aber da es ein „Teststrick“ war habe ich mich an die Anleitung gehalten. Nur etwas mehr Maschen genommen, damit sie passen.

What looks like cables is created by crossing never more than two stitches, so you do not even need a cable needle. What was unusual for me was that I had to knit top down, but it was a test knit, so I followed the instructions. I only cast on some stitches more, according to the measurements of the receiver.

Mir hat das Stricken sehr viel Spaß gemacht, nicht zu anstrengend, aber auch nicht langweilig. Ich war auch in Rekordzeit (für meine Verhältnisse) fertig, nicht mal vier Wochen. Normalerweise brauchen Socken doch eher sechs. Und das Muster ist so ausgeprägt, daß es sogar bei dem selbstmusternden Garn sichtbar bleibt!

I really loved knitting those socks. They were not difficult but not boring either. So it took less than four weeks to knit them which is very shortish for me. Normally it takes at least six weeks, especially for men’s socks. And the pattern is prominent enough to remain visible even on the selfstriping yarn.

Das Garn ist wieder von Bärengarne und heißt „Strumpfgarn TOM Cotton“, ein sehr weiches Sockengarn mit Baumwolle.

Yarn is again „Strumpfgarn TOM Cotton“ by Bärengarne, a very soft sockyarn with cotton.

Jetzt muß ich nur überlegen, ob ich für mich auch noch ein paar stricke, das Muster ist ja ganz klar unisex.

Now I just have to decide if I want a pair for myself also. The pattern is clearly unisex.