Revue de Presse: Meine Nähmode 5/2014

Titel "Meine Nähmode"Die Winterausgabe der „Meine Nähmode“ ist natürlich auch bei mir gelandet. Der Preis verlockt da ja auch sehr und man bekommt wirklich eine Menge. Diesmal mit einem klaren Schwerpunkt auf Oberteilen (Shirts und Blusen) sowie Kleidern. Dazu einige Jacken und Mäntel. (Klar, ist ja Winter…) Passionierte Nur-Hosen-Näherinnen können diese Ausgabe vermutlich einfach liegen lassen.

Versprochen werden wie jedes Mal Schnitte von Größe 34 – 54. Wobei es genau einen Blouson gibt, der in Größe 32/34 anfängt. Nach oben hin sieht es etwas besser aus, mit sieben Modellen (alle Varianten einzeln gezählt) ist die Doppelgröße 52/54 etwas besser ausgestattet. Größe 38-46 sind aber nach wie vor offensichtlich die „Hauptzielgruppe“. (Wenn der Lieblingsschnitt nicht in der eigenen Größe drin ist, kann sich ein Besuch der Simplicity-Homepage lohnen. Als Einzelschnitt gekauft ist die Größenauswahl deutlich größer.)

Wickel- und Drapé-Effekte begleiten uns ja schon seit etlichen Modesaisonen und so kommt man in dem Heft sowohl als Shirt als auch als Kleid gut auf seine Kosten. Der Mantel vom Titel kommt zusätzlich noch ein einer verspielten Variante mit kleinen Rüschen daher.  Gut gefällt mir dann die easy-Seite, die mit einem unkomplizierten Kleid, einer einfachen Blazerjacke sowie Hose, Weste und Oberteil einen feminine Büro Garderobe ermöglicht, an die sich mit etwas Geduld auch Anfängerinnen heranwagen können.. (Oder für erfahrene Näherinnen dann einige schnelle Outfits.)

Die als „festlich“ titulierten knielangen Kleider wirken tatsächlich sehr… klassisch. Also… langweilig. Wobei man mit der Stoffwahl sicher noch was retten kann.

Kleid "Meine Nähmode"Die Khaliah Ali Modelle schaue ich wie immer genau an,, denn die passen in mein Größenraster. Und auch diesmal mag ich die feminine drapierte Optik an Kleid und Oberteilen. Und besonders, daß es eben nicht an einem schlanken, großen Model präsentiert wird. (Ich fürchte allerdings, lange werden wir ihre Modelle in dem Heft nicht mehr bekommen, denn mir ist aufgefallen, daß Khaliah Ali Modelle jetzt bei McCalls aufgetaucht sind…)

Ein klassischer Blusenschnitt ist ja immer gut, die Desingvariante mit großen und kleinen Karos gefällt mir sogar sehr gut. (Obwohl  ich ja eigentlich keine Karoblusen trage…) In Größe 44/46 – 52/54 gibt es dann noch mal ein klassisches Kleid mit wiener Nähten und ausgestelltem Rock. Nicht aufregend, aber ein guter Basisschnitt, der durch unterschiedliche Längen- und Ärmelvarianten auch weniger geübten Näherinnen eigene Kombinationen erlaubt.

Das „Winter-Accessoire“ sind selbstgenähte Hausstiefel und Puschen. Sehen aus wie UGGs und da ich die nicht mag, können mich auch diese Stiefelchen nicht so begeistern.  Aber vielleicht sehen junge Fashionistas das ja anders und man kann so beglückendes zu Weihnachten anfertigen?

Rock "Meine Nähmode"Sehr gelungen ist für mich das Design des Bleistiftrocks. Die Kombination aus uni und kleinem Karo, abgesetzt mit etwas Neon ist eines der seltenen guten Beispiele, wie man auch auffällige Trends (Neon) bürotauglich bekommt. Und den Rock aber genauso gut zum Shopping oder abends zum Essen gehen anlassen kann. Volle Punktzahl hier.

Für die Rubrik „Fragen Sie die Hobbyschneiderin“ kann ich die leider nicht vergeben. Denn die Frage wird nicht beantwortet, stattdessen nur auf einen Link der eigenen Webpräsenz verwiesen. Natürlich kann man die Frage auf zwei Spalten nicht erschöpfend beantworten, aber andererseits war sie doch sehr genau auf zwei Einsatzgebiete beschränkt und man hätte auf dem vorhandenen Platz durchaus einen hilfreichen Überblick geben können. Statt Sachen zu erzählen, die zwar auch irgendwie mit dem Thema der Frage zu tun haben, aber eben… nicht gefragt waren. Ergänzend auf eine Webseite zu verweisen wäre sicher in Ordnung, aber mal ehrlich… wer das Internet benutzt wird die Frage vermutlich eh in einem der vielen Handarbeitsforen klären und nicht an eine Zeitschrift schicken, oder? Und wer das Internet nicht nutzt (was schon in meiner Generation noch erstaunlich häufig der Fall ist), der dürfte sich doch etwas verschaukelt fühlen.

Weiter geht es dann mit dem Bluson, dem einzigen „kleinen“ Modell. Schöne Stoffe,muß ich zugeben. Aber ich mag Blousons nun mal nicht sonderlich.

Dann gibt es kurze Bildanleitungen für verschiedene kleine Täschchen. Nicht aufregend natürlich, aber nette Schnellprojekte.

Richtig festlich wird es dann mit den nächsten Modellen. Wobei ich mit den vielen Pailletten und dem ganzen Bling nicht viel anfangen kann. Aber das scheinbar zweiteilige Kleid hat durchaus einen hübschen Schnitt. (Für Menschen mit schmalen Hüften.)

Nachtwäsche "Meine Nähmode"Auch nur eingeschränkt begeistert bin ich von Stola und Wickelshirt, die weniger durch den Schnitt, als durch die Wickel- und Tragevarianten glänzen. Das kann man mögen oder nicht, ich mag’s nicht. Soll aber niemanden davon abhalten, das anders zu sehen… 😉

Am Ende gibt es dann noch einige ganz schlichte Schnitte, die mir gefallen. Nicht weil süße Schlafanzüge und Nachthemden so wahnsinnig aufregend wären, aber normalerweise gibt es solche Modelle in Größe 34 – 42 oder so, wer mehr braucht, hat Pech gehabt. Hier geht das Größenspektrum von 40/42 – 48/50. Schön, oder?

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Nochmal Freunde…

Friends again…

Stoff FreundeAuch Rosie Rabbit hat einen Freund oder eine Freundin genäht bekommen. Diesmal aus Resten meines Nachthemds. Die Haare haben dann gleich noch die Reste der Mütze verbraucht. Die zwar fertig ist, die ich aber noch nicht photographiert habe…

Now my Rosie Rabbit got a sewn friend also. This time from the remnants of my nightshirt. The hairs used up the remnatns of the wool from the hat I’ve finished some time ago. But have not photographed yet…

Die Anleitung ist wieder von Aranzi Aronzo und ich habe das Gesicht wieder mit der Maschine vorher aufappliziert.

The pattern is from Aranzi Aronzo and I’ve machine appliqued the face before assembling the pieces.

Revue de Presse: OTTOBRE design woman Herbst/Winter 5/2014

Titel OttobreIch fürchte, bald ist es so weit. Meine Fähigkeit zum „liegen lassen“ von Nähzeitschriften könnte sich doch noch ausbilden. Die letzte Ausgabe fand ich schon nicht prickelnd, aber bei dieser ottobre habe ich mich das erste Mal zumindest ansatzweise darüber geärgert, die stolzen 9,35 EUR ausgegeben zu haben. (Könnte das etwas damit zu tun haben, daß ich diesmal gleichzeitig die ungefähr gleich teure „c’t Digitale Fotografie“ gekauft habe und da irgendwie ein ganz anderes Preis-Leistungsgefühl hatte?)

Es fehlt ganz heftig der Eindruck, einen Gegenwert zu bekommen. (Und nachdem die Teenagertöchter meiner Freundin beim gemeinsamen Nähen im Frühjahr die diversen Ausgaben der Zeitschrift ebenfalls gelangweilt links liegen ließen, weiß ich schon mal, daß es auch keine Altersfrage ist.) Ich bin jedenfalls selten so gelangweilt worden, von einer Nähzeitschrift.

Jedenfalls ist das Heft in zwei Teile aufgeteilt, der erste nennt sich „More Coldly Blows the Autumn Breeze“. Die Jegging ist natürlich eh Geschmackssache, der Mantel schlicht… Die Bluse sieht aus, wie aus Omas Gardine genäht…

Jacke OttobreWirklich gut fefällt mir die Jerseyjacke „Kelopuu“ mit dem schrägen Reißverschluss. Wobei die vorne übereinander gelegte Kapuze auf dem Photo gar nicht gezeigt wird. Aber wie schon in der letzten Ausgabe… eigentlich habe ich solche Schnitte schon.

Nicht gezeigt wird übrigens das auf der Schemazeichnung ganz interessant wirkende Top „Ms. Smith“. Auch diese Tendenz gefällt mir nicht, bisher hat ottobre wenigstens auch in Photos gezeigt, was im Heft ist.

Hat mal jemand das Unterkleid Mrs. Jones ausprobiert? Das Konzept mit den zwei Lagen zur Figurformung klingt ja erst mal interessant. Ich habe aber gewisse Zweifel, ob das dann nicht auch einfach hoch wandert? Und ob ein „normaler“ sehr elastischer Jersey wirklich eine figurformung ergibt? Auch da bin ich mir nicht ganz sicher.

Shirt ottobreJa und der zweite Schnitt, den ich noch ganz hübsch finde, ist das Shirt mit der seitlichen Raffung Suolampi. Aber auch da wieder… brauche ich da einen Schnitt? Oder mache ich das selber?

Die zweite Hälfte des Heftes steht dann unter dem Motto „Small-Town Girls“. Und wird etwas zuer Hälfte von einer etwas reiferen Dame präsentiert.

Wobei das kastige Titelkleid aus weichem gewaschenen Leinen genäht natürlich einen gewissen Reiz hat. Aber am nützlichsten dürften die Workout Outfits sein, die gnädigerweise bis Größe 52 gehen, Das ist ja oft nicht vorgesehen.  (Wobei das gezeigte Shirt dann wieder ein gesondert zu kaufender Einzelschnitt ist…)

Kurzum: Ich erwäge den Nicht-Kauf von weiteren Heften. (So ich das bis zum Frühjahr nicht wieder vergessen habe…)

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Immer noch Marmeladensaison…

Confiture season isn’t over yet….

MarmeladendeckelZumindest was die „Endversorgung“ der Gläser betrifft.

At least as far as the „finish“ of the jars is concerned.

Für die Himbeermarmelade habe ich diesmal dünnen Cord genommen. Ich dachte, die Rippen würden als „Zeilen“ zum Schreiben ausreichen, aber man sieht sie doch beim Sticken nicht gut genug, weil sie recht eng beieinander liegen. Also habe ich mit dem Prym Minenstift dann doch die Schreibzeilen vorgemalt. Gestickt habe ich  (in frei geführter Stickerei) mit einem dunkelgrünen und einem dunkelbraunen Faden Sulky Stickgarn.

For the covers of our raspberry jam I’ve choosen a thin corduroy fabric. I had thought the ribs would be enough as marked lines for writing, but they are so close together that I could not really distinguish them while stitiching. So finally I marked my lines again with the Prym marker. „Writing“ was done as free motion embroidery with a dark green and a brown thread by Sulky.

Und auch hier sind die Deckelchen jetzt rund, weil das mit dem Clover 5-in-1 Sliding Gauge so einfach geht. (Und da ich mehrere auf ein größeres Stück Stoff vorzeichnen kann und dann nacheinander einspannen und „wegschreiben“ geht es sogar schneller, als vorher, wo ich immer eckige Stücke irgendwie und ohne zu messen ausgeschnitten und einzeln eingespannt habe.)

And again my jar covers ar circles because that is so easy with the Clover 5-in-1 Sliding Gauge. (It is even faster than before, when I had been cutting random rectangles from remnant fabric and embroidered them one by one. With my pre drawing of the circles I can just move the embroidery hoop and do several in a row, cutting them all in the end.)

Revue de Presse: Threads November 2014 (175)

Titel ThreadsAuch noch im Sptember kam die Oktoberausgabe der Theads. Kuschelig wird der Herbst angekündigt, während bei uns gerade noch der Sommer abklingt.

Die Frage an die Autoren lautet diesmal, auf welches Nähwerk jede besonders stolz war. (Hm… bei mir fast immer das letzte… oder so.)

Dann das Vorwort, das uns erzählt, daß bei Threads der Juli besonders hektisch ist (weil man für die Ferien im August vorarbeiten muß oder so.

Dann die Leserbriefe. Amüsant finde ich den Kommentar, daß die Stylingvorschläge bei den getesteten Schnitten immer High Heels zeigen, auch bei Umstandskleidung. So was hatte ich mir nämlich auch gedacht…

Bei den Lesertips gefällt mir der „Best Tip“ diesmal auch. Ein kleines LED mit Klebstreifen, das jedem Nähmaschinenlicht auf die Sprünge hilft…. das kann selbst eine alte Tretmaschine fit machen. Und wer hatte noch nie das Problem, daß das Nähmaschinenlicht so allerhand beleuchtet, nur nicht da, wo man es gerne hätte?

Bei dem vorgestellten Nähzubehör ist jetzt nichts aufregendes dabei… So ein Bügeldingsi wäre nicht schlecht, aber neu ist das ja auch nicht.

Weiter geht es mit „Embellishments“, diesmal Stoffe falten auf Koreanisch. (Also eigentlich wendet man die Technik wohl auf Papier an, aber Stoff geht auch.) Werdeich vermutlich nie anwenden, aber sehr interessant. Vor allem im Zusammenhang mit transparenten Stoffen in unterschiedlichen Farben.

Sehr spannend diesmal auch das „How did they sew that?“ mit einem interessanten Kragendetail. Das ist zeitlos und man könnte es auch heute an eine Jacke anbauen.

„Quick to make“ ist diesmal eine Anleitung für Gürtel, nicht grade, sondern breite, rund geformte. Nicht mein Thema und wie man so was aus einem Rockschnitt ableitet weiß ich auch.

Die „Pattern Reviews“ konzentrieren sich diesmal auf Standardteile. Hosen, Blusen, Jacken… Der Vogue Mantel mit den große Applikationen ist natürlich ein Eye-Catcher und auch das Kleid von Kwik Sew hat eine interessante Schnittführung. Da Kwik Sew mit meinem Körper aber eh nicht kompatibel ist, interessiert mich das nicht so. Und den Mantel hatte ich bei Vogue schon selber entdeckt.

Ausführlich mit Hemdblusen befasst sich dann auch der nächste Artikel. Da ich Blusen zwar nett finde, sie aber irgendwie dann doch nur selten anziehe, ist das auch etwas weniger interessant. Und wie man durch Knöpfe und unterschiedliche Absteppungen verschiedene Effekte erzielt, muß mir eigentlich keiner erklären, das kann ich selber. 😮

Spannender hingegen der Artikel von Susan Khalje wie man einen Rock aus Guipure Spitze nach allen Regeln der (Couture) Kunst näht. Ob ich das jemals mache weiß ich icht, aber verlockend ist das schon…

Anschließend zeigt Kenneth D. King, wie man einen Jackenkragen arbeitet. Sehr detailliert wird gezeigt, wie man die Stiche für eine von Hand eingenähte Rosshaareinlage setzt (das hätte ich brauchen können, als ich das mal machte) und es wird mit einem Unterkragen aus Kragenfilz gearbeitet. Allmählich denke ich, wenn ich mir mal wieder eine klassisch geschnittene Wolljacke mache, dann mache ich das vielleicht doch (noch)mal. Diesmal für mich. 🙂

Mit einem winzigen Webrahmen seine eigenen Borten weben ist glaube ich etwas, was mir zu aufwendig ist… aber mit der Anleitung bekommt man auch das hin. Und gut, etwas faszinierend ist das schon…

„Self-Fit your Pants“ liefert die Anleitung, wie man sich selber vermessen kann und eine Hose selber anpassen. Das mit dem selber vermessen entspricht den Tricks, die ich früher auch angewandt habe, das geht in gewissem Rahmen tatsächlich. Und die Anpassungstricks sind natürlich auch nicht neu. Aber trotzdem, ein sinnvoller Ansatz, weil man ja nicht immer jemanden hat, der messen und gucken hilft. Und hier ist es schön zusammengefasst gezeigt und erklärt.

Von Connie Crawford gibt es dann einen Überblick über die Modetrends des Herbstes. Die Farben orientieren sich wie üblich an der Pantone Palette. Dann haben wir Flausch, Karos, Tweeds… und manch anderes ist dann eher schwammig wie „charismatic evening looks“. Kann sich auch jeder drunter vorstellen, was er mag. (Ob ich mich dran orientiere? Wenn es mir Spaß macht. Wobei mir schon öfter aufgefallen ist, daß die amerikanischen Trends nicht immer genau so auf dieser Seite des Teiches herumschwimmen.)

„Tech Yourself To Sew“ zeigt verschiedene Möglichkeiten, mit Stoffsreifen sichtbar oder unsichtbar Kanten zu bearbeiten. Erklärt ist es wie immer gut.

Das vorgestellte Nähzimmer gehört diesmal Mary Ray. Das ist sehr pragmatisch und wenig Design: Alles ist sichtbar. Das gefällt mir als Konzept sehr gut. Aber nur, wenn ich eine Putzfrau dazu bekommen, die das regelmäßig abstaubt…

Die Werke der Leserinnen sind diesmal wieder beeindruckend. Paillettenstoff von Hand genäht… ein ganzes Kleid… auch der handbemale Stoff sieht sehr professionell aus. (Meine Seidenmalerei sah nie so aus…)

Bei „A Stitch in Time“ wird diesmal ein sehr interessantes Projekt vorgestellt: Eine Datenbank, eingescannter (alter) Stoffmuster. Leider sind noch nicht viele drin und die Seite ist trotzdem schon sehr langsam… aber das könnte noch was werden.

Die Fragen an die Experten befassen sich  mit den unterschiedlichen Obertransportsystemen für Haushaltsnähmaschinen und was man gegen ausgebeulte Röcke tun kann. Das ist jetzt beides nicht neu.

Der Text über’s nähen hat diesmal einen fast Sprachphilosophischen Touch, auch mal interessant.

Und auf der Rückseite gibt es dann wieder ein Kleid aus den 1940ern. Mit Details, die ich mir auch heute gefallen lassen würde.

Wieder ein schönes Heft, aber das gilt für mich ja meistens.

Aktueller Nadelblick: Oktober 2014

Fresh from the needles: Oktober 2014

Was ich euch diesen Monat erspare ist der Blick auf den Sweat Rock und die BH Bügel, da hat sich nämlich nichts getan.

What I will save you this months are the pics of the sweat skirt and the bra wires, there nothing happened.

SpitzeAuch meine Bluse hängt noch genauso auf der Puppe wie vor dem Urlaub. Allerdings habe ich die abgenähten Ecken in der Spitze aufgetrennt und gebügelt. Dafür, daß meine Mutter diese Spitze vor wenigstens 20 Jahren (oder noch länger) mit Simplicol gefärbt und meine Oma sie auf die Kissen genäht hat, hat sich das doch alles gut gehalten?

My wrap blouse hasn’t changed either. But I’ve unpicked the stitches that formed the edge in the lace and ironed everything. My mother had dyed that lace at least 20 years ago and my grandmother had sewn it then on cusions. And for that it really looks good, doesn’t it?

Abendkleid für BarbieNähtechnisch arbeite ich gerade wieder an einem Abendkleid. Allerdigns in einem anderen Maßstab… 😉 Ich bin wieder Tante geworden und nachdem ich es in den letzten gut 20 Jahren, seit ich das Schnittheft besitze genau einmal geschafft habe, ein kleines Mädchen mit einem Barbiekleid zu beschenken… fange ich einfach jetzt gleich an. Und bis die Kleine im Barbiealter ist, kann ich dann vielleicht eine kleine Garderobe verschenken. (Da ich selber aber keine Puppe mehr habe, kann ich die Sachen im Moment nur liegend präsentieren.)

Sewingwise I am working on an evening dress. Though at a very different scale… 😉 I have a brand new niece now and I am owning a mag with Barbie sewing patterns for more than 20 years. And so far I managed to sew exactly one outfit before the girl it was supposed to be for outgrew the Barbie time I’ll start now right away. If I am doing one now and then I hope to have a few ready to give once she’s grown into Barbie-age. (I don’t have a doll myself any longer, so I can show it only laying on a piece of paper.)

Lace SchalVor meinem Urlaub hatte ich dann noch eine Lace Stola angefangen. Das Garn ist das handgesponnene von Angelika, die Anleitung ist „Stola Madli“von Nancy Bush, die ich aus der einzigen (deutschen) Ausgabe von „The Knitter“ die ich besitze habe. (Wenn ich noch Platz hätte, würde ich das wahrscheinlich öfter kaufen.) Hier habe ich inzwischen beide Spitzenenden und etwas mehr als fünf Rapporte des Mittelteils. Das Muster ist von estnischer Spitze inspiriert und ganz anders als die Muster aus Victorian Lace Today, die ich in letzter Zeit viel gestrickt habe.

Right before going on vaccation I had started a new lace shawl. The yarn is this hand spun by  Angelika, the pattern is „Madli“ by Nancy Bush. Which I have in the only (German) issue of „The Knitter“ I own. (If I had any room left I’d buy that more often.) I’ve done both endings and a bit more than 5 repeats of the main body. The pattern is Estonian Lace and quite different from the New Victorian Lace pattern I’ve been knitting a lot over the recent years.

HäkelhexagonsOffiziell beendet habe ich meine Häkel-Hexagons. Das sind jetzt 428, das wird reichen. Ich habe sie auch schon mal grob in hell, dunkel und mittel aufgeteilt. Jetzt muß ich mir dann mal ernsthaft Gedanken machen, wie ich sie zusammensetzen werde… Völlig zufällig oder doch mit System?

Officially finished are my crochted Granny hexagons. I have 428 now and that will be enough. I’ve already separted them in „light“, „dark“ and „middle“. Now I have to take a decision how I will assemble them… Randomly or with a kind of a pattern?

 

Aus dem Blogarchiv

From the archives:

Oktober 2006: immer noch die Bluse (October 2006, still fiddling around with the blouse)

Oktober 2007: Challengenachbereitung und Parisshopping (October 2007: Doing the aftermath of the Challenge and shopping in Paris)

Oktober 2008: Hobbyschneiderin Treffen, Socken aus Resten und Jersey nähen ohne Overlock

Oktober 2009: Hobbyschneiderin-Treffen, eine Challenge und ein bißchen Stricken.

Oktober 2010: wieder viel gestrickt.

Oktober 2011: Dies und das, aber nichts Bedeutendes.

Oktober 2012: Ein großes und viele kleine Projekte.

Revue de Presse: Burdastyle Oktober 2014

Titel BurdastyleManchmal habe ich ja das Gefühl, die vielen Zeitschriften fressen auch eine Menge meiner Zeit. Vielleicht sollte ich doch mal etwas reduzieren…. aber nicht die Burda, denn bei aller meiner Meckerei ist sie doch mein „Standard“ für modische und trendige Inspirationen. Der Titel verspricht „Coole Romantik“, soll vermutlich heißen, so ganz ein Herbstheft wollte man noch nicht machen, also muß was anderes her halten. (Und der Vergleich zwischen Titelbild auf der Webseite und Titel auf Papier zeigt, daß sich auch an den diversen anderen Themen noch das eine oder andere geändert hat…

Das Editorial stimmt uns jedenfalls erst mal auf Lust am Meer und Ringelshirts ein. (Nicht nur in der Bretagne ein französischer „Sommerstandard“ ohne den im Urlaub nichts geht.)

Dann kommen erst mal die gebastelten „kreativ-trends“. Ledereinsätze gefallen mir durchaus, aber ob sich das wirklich so einfach waschen lässt, wie Burda verspricht? Dann wohl doch lieber Kunstleder… was jedoch nicht so edel aussieht. Weiter geht es mit dicken Klunker-Ohringen. Die sieht auch die einschlägige französische Frauenpresse ganz vorne, aber auf alle Fälle nur einen! (An der Mietwagenstation und im Zug gab es Lektüre gratis, so kam ich in den Genuß von Cosmopolitan und Elle. 😀 ) Die riesigen Blüten gefallen mir noch am Ehesten an einer Clutch, an den Stiefeln wären sie mir zu unpraktisch. Aber ich glaube, das ist generell nicht mein Stil.

„Aus alt mach neu“ bastelt Ringelshirts um. Andererseits steht ein Ringelshirt doch prima für sich selbst und kommt nie aus der Mode. Warum sollte man da was dran „aufpeppen“ wollen?

Unter „Lust auf Meer“ gibt es erst mal eine kleine Überraschung: Ein Herrenparka mit Kapuze. Größe 48-56. Wer das braucht, sollte sich das Heft also holen. Für Damen gibt es ein eleganteres Modell, eine Cabajacke. Erinnert etwas an einen Korvettenkapitän aus der guten alten Zeit. Eigentlich nicht schlecht, der Look…
Shirt Burdastyle Sehr gut gefällt mir Shirt 104. Das lebt natürlich vom Stoff, den man in genau passenden Farben und Ringeln bekommen muß. (Die Hochwasserhose dazu ist dann wieder so eine Silhouette, die ich nicht haben muß. Im Zusammenhang mit einem Strandspaziergang macht sie allerdings Sinn…)
Das Seidenkleid daneben kann man auf dem Photo nur wenig erkennen. Auch süß der Kurzblazer 120, lebt aber wieder vom Stoff. An Kleid 114B können mich die Ringel dann wieder weniger begeistern. Zu viel Nachthemd. Auch Kleid 128A ist für mich nicht so stimmig. Vom Lederrock sieht man wieder nicht recht, ob diese Schnittform mit Falten auch in Leder gut aussieht? In Langgröße dann eine detailreiche Bluse. Das ist gut umgesetzt, denn da ist mehr Platz für Details und Querteilungen. Schlicht dann Shirtkleid 130, lebt wieder vom Stoff, also den Ringeln.

Die Accessoires dazu sind wenig überraschend in Gold und dunkelblau. Und weil man irgendwie noch Text braucht, sinniert die Redaktion noch einige weitgehend sinnfreie Zeilen über Streifenmuster zusammen.

„Weltgewand“ ist dann das Motto für Ethnostyles und Muster. Einen Pullover würde ich dann aber definitiv lieber stricken.
Kleid Burdastyle Sehr überrascht bin ich von Kleid 128B, denn es gefällt mir sehr gut. Es scheint völlig anders zu sitzen, als die Version A in der vorherigen Modestrecke.
Der quergestreifte Mantel 126 hat wirklich viel 70th look. Erinnert irgendwie an das Musical Hair. Groß sollte man für den Look sein und am besten nicht schlank, sondern mager… 😛
Jacke Burdastyle Um so besser die Biker Jacke in Kurzgröße. Ein echter Hingucker, auffälliger Musterstoff mit nicht weniger auffälligen Lederflicken. Ein bißchen „Jenseits der Donnerkuppel“ in der Edelversion.
In Normalgröße gibt es dann eine Kurzjacke mit Volants. Das dürfte der gleiche Schnitt wie auf dem Titel sein. Wobei ich mich mit den ausfransenden Kanten einfach nur wenig anfreunden kann…
Kleid Burdastyle „Tageskleid“ nennt sich Modell 101A. Ich fürchte ja, so was trägt heute keiner mehr (und schon gar nicht in Deutschland), aber Schnitt und Stoffkombination gefallen mir sehr gut.
Modell 112 ist eine Weste, hier eine große und lange. Also nicht nach meinem Geschmack. Kleid 127B nennt sich „eggshape“. Halt ein großes, buntes Shirt oder so… Wasserfallkleid 11 hat eine schöne Zeichnung, auf dem Photo kommt es für mich aber nicht so gut rüber.

Auch den Beautykram kann ich entspannt überblättern…

Dafür einen Blick auf die „must haves“ vom Laufsteg werfen. Ob man die dann wirklich haben muß, kann man ja glücklicherweise selber entscheiden… Bei den Maximänteln gefällt mir nur der von Burda nicht. Die Goldröcke hingegen… ich glaube nicht. Kleider mit Kontrasten sind erwartungsgemäß vom Stoff abhängig. Beim Streifenmix gefällt mir die Burdavariante am besten. Bei den Blusenkleidern hingegen nur das Model von Joseph Altuzarra (das am wenigsten nach Blusenkleid aussieht…). Und die „organic print shirts“… haben alles was von Shopping-Sender. Das ist wohl generell nicht so meins.

Ein Designerschnitt kommt von „Ports“. Nie von der Firma gehört. Das Kleid ist durchaus nicht uninteressant.

Eine „Zeitreise“ verspricht die nächste Modestrecke. Das muß wohl die coole Romantik sein, die auf dem Titel angekündigt wurde.
Rock Burdastyle Drama hat jedenfalls Rock 123 mit dem Wickelteil. (Und es dürfte auch schön warm sein, falls mal wieder jemand nach wintertauglichen Röcken fragt…)
Beim Kleid 124 gefällt mir zwar die Spitze sehr gut, aber der Baby-Doll Schnitt nicht so recht. Auch wirken die schwarze Passe und die schwarzen Ärmel eigentlich zu schwer für die transparente Spitze. Unversäuberte Kanten scheinen unvermeidlich, bei Jacke 121 sind es Organzarüschen. Einerseits sind besonders die Rüschen auf den Ärmeln ganz interessant, andererseits doch auch etwas… weiß nicht… shabby? Trägerkleid 118 ist auch nicht für meine Figur, zeigt aber, daß Materialmix auch sehr edel sein kann. Schluppenkleid 116 in Langgröße hängt mir zu unmotiviert herum. Und die Volantjacke vom Titel würde mir glaube ich gefallen, wenn die Stoffkanten nicht so unausgesprochen unattraktiv fransen würden. (Es gibt ja beschnittene Kante, wo der Effekt dann irgendwie doch halbwegs nett ist. Der Stoff gehört sicher nicht dazu. Die Top und Wickelhosen Kombination hingegen ist vermutlich extrem stylisch, erinnert mich aber letztlich doch vor allem an Nachtkleidung…

Anschließend noch mal Beauty, diesmal zum Thema „Pfirsich“.

Aus den „Schuhtests“ wurden offensichtlich wieder „normale“ Accessoires Seiten. Diesmal zum Thema „Stiefeletten mit Stiletto-Absatz“. (Wobei ich einen guten Teil davon als „ankle-boots“ einordnen würde… Ein Schuhform die gar nicht zu meinen Beinen paßt, vor allem nicht zum Rock. Ansonsten wäre Modell 12 von Kallisté nett. Bis auf den Preis.

„Naturfreunde“ präsentiert Modelle mit irgendwie aus der Natur inspirierten Stoffen. Kleid 101B gefällt mir in der Stoffkombination nicht so gut. Jacke 102 aus Strickstoff scheint mir von Modellen inspiriert zu sein, wie sie seit einigen Jahren durch die Strickszene wabern. Würde ich doch eher stricken als nähen.
Kleid Burdastyle Sehr gut gefällt mir hingegen das schlichte Kleid 105. Die Kombination aus Wasserfall und vorgezogenen Schulternähten ist dezent, hebt es aber von einfach zusammengeschusterter Billigware ab. Manchmal lohnt es sich doch auch, einfache Teile zu nähen.
Der Wasserfall-Ausschnitt an Shirt 110 ist auch schön, aber das nette seitliche Detail geht im Stoffmuster unter. Die Wickeltunika hingegen… nunjagähn.
Jacke Burdastyle Bikerjacke 107 in Kurzgröße weckt dann bei mir sofort den Wunsch, einige Zentimeter zu schrumpfen. Stoffe und Schnitt kommen gut zur Geltung.
Dann noch mal so eine Decke mit Ärmeln, die als „Hüllenmantel“ verkauft wird. Und die Kombination aus Shirt 103 und Rock 106A wirkt extrem ungraziös… Weder Stoffe noch Schnittformen mag ich so zusammen.

Danach wieder „beauty“ zum Überblättern…

Bei „best of Styling“ nimmt sich Frau Bily den Rock mit Drama vor. Wenn ich  mir das so ansehe, kommt er mit schlichtem Zubehör am Besten zur Geltung, aber da der Rock ja viel Power hat, kann man ihn wirklich fast nicht kaputt stylen. Er verträgt auch einiges an Kontrapunkt. (Nur Hautcreme trage ich jetzt nicht als Stylingaccessoire mit mir herum….)

Die diversenb Einkaufsvorschläge für Etsy und Dawanda heißen jetzt „crafting community“. Zugegeben, die Armreife sind durchaus schmuck. Anderes weniger.

Mit „Kennerblick“ soll man die Plus Linie betrachten.
Kleid Burdastyle Für den Herbst ist das Kleid 140 vielleicht nicht optimal, aber das Kleid bringt sowohl die Frau als auch den Seidenkrepp gut zur Geltung.
Der Bluson kann mich hingegen weniger begeistern, aber das überrascht vermutlich keinen hier. Das Doppeltopp 141 ist nett, halt ein Basistop. Zumindest wenn man die Rüsche weg läßt.
Kleid Burdastyle Dafür macht Kleid 139 mit dem ausgestellten Rock Lust zum Nähnähen.
Jacke 134 ist auch nicht schlecht, zu schmalen Röcken. Bei der Plisseetunika 137 weiß ich nicht so recht… die grundsätzliche Form gefällt mir gut, beim Plisseestreifen weiß ich nicht so recht. Carmenbluse mit Volant-Rock ist nett, obgleich nicht aufregend. Und das auf der Hüfte geschoppte Shirt mit Schluppe ist dann wieder das völlige NoGo für mich.

„event“ nennt sich dann die Werbung für den jährlichen Schuhwettbewerb. Statt der vielen Minibilder wäre doch ein großes mit dem Siegerschuh (und nicht nur der Zeichnung) schöner.

Wohingegen der Hinweis auf „Die lange Nacht des Selbermachens“, bei der Burda auch mit zu den Veranstaltern zählt (oder zumindest zu denen, die dazu aufrufen) als „Anzeige“ gekennzeichnet ist. Das verstehe mal einer…

Die „Nähschule“ befasst sich mit Kleid 101A und das recht ausführlich. Keine so schlechte Idee, denn rechteckige Einsatznähte sind für Bekleidungsnäher ja eher ungewohnt.

Die Kindermode hat einen recht erwachsenen Look und geht von Größe 140-164. Im Grunde genommen gibt es ein Unisex Raglanshirt, das einmal als Shirt für Jungs und zwei Mal als Kleid für Mädchen. Wobei ich das eine etwas kurz finde, das graue recht witzig.
Mantel Burdastyle Für Jungs git es dann noch einen Kurztrench, der mir ja gut gefällt. Den aber vermutlich kaum ein deutscher Junge tragen wird.
Für Mädchen gibt es als Gegenstück ein ebenso schickes Cape in Trench Stil.

Die Deko-Abteilung befasst sich mit Erntedank, also viel orange und Kürbis. Nichts, was mir abgeht.

Die „Warenkunde“ befasst sich mit dem Thema Staubsauger. Ein Schelm, wer daran denkt, daß ab nächstem Jahr EU weit eine Begrenzung für die Wattzahl in Kraft tritt und daher die Firmen natürlich viel Interessa daran haben, ihre Boliden noch im Weihnachtsgeschenk los zu werden. 😛 (Und auf das, was uns Näherinnen besonders interessiert, nämlich wie gut ein Staubsauger Fadenreste vom Parkett und vor allem aus Teppich entfernt, darauf geht die Vorstellung ja leider nicht ein.)

Der Atelierbesuch ist diesmal wieder faszinierend. Stoffcollagen und Stickereien, auch aus Plastiktüten. Das Ergebnis einfach wunderbar.

Am Ende gibt es noch einen Stoff des Monats. Retromuster von Westfalenstoffe. Ungewohnte Muster für diesen Hersteller. Was es doch nicht alles gibt…

Fazit: Ein Heft mit tollen Sachen! Auch wenn sie nicht für mich sind.

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim Verlag.)

Dafür hat man Freunde!

That’s what friends are for!

ZeitschriftenFreunde sind Leute, die bei einem USA Besuch klaglos zwei Kilo Zeitschriften zum Stricken, Häkeln und Nähen bei Barnes & Noble einsammeln, den irritierten Blicken des Kassieres (wegen des „falschen“ Geschlechts für das Thema) stand halten und das ganze dann auch noch in ihrem Fluggepäck nach Europa schleppen. DANKE!

Friends are people who will, when visiting the US, fetch around 2kg of mags around knitting, crocheting and sewing at Barnes & Noble, will live with the odd looks (for having the „wrong“ gender for that topic) of the guy behind the cash desk and will drag it all to Europe with the rest of their luggage. THANK YOU!

(Eine besonders erfreuliche Überraschung war eine britische Zeitschrift zum Thema sticken, von der ich nicht mal wußte, daß es sie gibt, die aber mit der interweave „Stitch“ namensgleich ist und daher mit im Einkaufskorb landete. Ich sticke nicht, aber jenseits des eigenen Tellerrands gibt es immer Techniken, die man selber vielleicht auch mal brauchen kann…)

(A very pleasant surprise was a british mag about embroidery which has the same name as interweave „stitch“ and therefore landed in the shopping basket. I don’t do embroidery as such, but looking in unknown fields is always very inspiering, because there are techniques unknown to me which might be useful one day…)

(Und natürlich bezahle ich meinen Freunden die Zeitschriften. Nur daß da keiner auf dumme Gedanken kommt. 😉 )

(And of course I do pay the mags… Not to leave a wrong impression… 😉 )

Vogue V8846, Modell A (Kleid)

(You’ll find the english version on Pattern Review.)

Schnitt Vogue V8846Als dieser Schnitt, ich denke 2012, bei Vogue erschien war für mich sofort klar, daß ich den haben muß. Vor allem die Version A hatte es mir angetan, speziell, aber nicht völlig abgedreht.

Letztes Jahr lief mir dann in Paris ein auffällig bedruckter Seidensatin über den Weg, bei dem für mich sofort klar war, daß der zu dem Schnitt perfekt passt. Version A, mit einem glatten Rücken. Die Varianten mit den Falten finde ich auch nicht so schön.

Und dieses Jahr gab es eine Feier, für die das Kleid perfekt war, also nach nur zwei Jahren ist der Schnitt genäht. Was für mich ja ziemlich schnell ist. Allerdings nicht schnell genug, Vogue hat den Schnitt schon wieder aus dem Angebot genommen. 🙁 Offensichtlich wird meine Liebe zu dem Schnitt nicht geteilt, ich habe auch sonst im Netz keine Besprechung gefunden (auch nicht auf Pattern Review). Nur einen Blogbeitrag, der sich „Review“ nennt, aber letztlich nicht über „guckt mal, was für ein hübsches Kleid ich mir genäht habe“ hinausgeht. (Was für einen Blogbeitrag völlig okay ist, nur halt keine Review…)

Kleid VogueDer Schnitt enthält schon unterschiedliche Vorderteile für die Körbchengrößen A, B, C, und D. (Wobei A und B das gleiche Schnittteil sind, wer also hofft, damit eine Verkleinerung im Schnitt zu umgehen, dem wird das nicht recht weiterhelfen.) Ich habe als Basis Größe 20 genommen mit dem C Körbchen und dann zur Hüfte auf Größe 22 erweitert. Im Oberkörper habe ich 1,5 cm rundum gekürzt. Außerdem das Rückenteile um weitere 1,5cm in der hinteren Mitte, zu den Seiten auslaufend. Den Überwurf nicht, denn schräg kürzen paßt nicht zu den angeschnittenen Belegen. Und der Überwurf ist, (wenn ich den Schnitt richtig interpretiert habe…) ohnehin etwas länger als der Kleidrücken. Das Rockteil habe ich dafür um 5cm verlängert, das Kleid ist ohnehin recht kurz für meine Verhältnisse und das hätte ich lieber etwas länger als kürzer. (Was es ja durch die Kürzung im Oberkörper wird.) Wobei zu lang auch nicht geht, denn das Kleid hat keinen Schlitz und je kürzer, desto mehr Beinweite.

Kleid Vouge von vorneDanach habe ich den Schnitt erst mal aus Baumwolle genäht. Das war dann etwas eng an Taille und Hüfte, was ich über die Nahtzugabe noch ausreichend ausgleichen konnte. Danach habe ich den Schnitt aber im Vorderteil zur Hüfte hin zu jeder Seite um 2cm erweitert. (Das schien mir hier passender, so wie die Seitennaht aussah.) An der Brust ist okay, aber schon sehr körpernah. Daher frage ich mich, ob ich beim nächsten Mal tatsächlich das D-Körbchen versuchen sollte? Naja, nicht bei dem.

Mein Stoff war zwar nicht fludderig, aber doch eher fein, daher habe ich Vorderteil und Rückenteil dann mit einem Seidencrêpe unterlegt. (Den Überwurf nicht.) Dafür lasse ich das Futter weg und trage ein separates Unterkleid. Die Armbelege des Überwurfes habe ich mit G785 verstärkt, den Stehkragen mit zwei Lagen Seidenorganza. Damit es fest wird, aber trotzdem schön in Form liegt habe ich den Organza einmal im Fadenlauf und einmal im Schrägfadenlauf zugeschnitten.

Kleid Vogue(Über die Verarbeitung wird es bei Gelegenheit noch einen eigenen Artikel auf Hobbyschneiderin24 geben, daher fasse ich mich hier etwas kürzer.)

Da ich nicht gefüttert habe, mußte ich die Verarbeitung etwas verändern. Außerdem habe ich den Reißverschluss bis in den Kragen hochgezogen, statt ihn mit Haken zu schließen.

Kleid VogueDadurch mußte ich die Konstruktion deutlich verändern: Erst die Schulternähte schließen, dann den Kragen aufnähen, dann den Naht-Reißverschluss (endlos, sehr praktisch, denn wenn man bis in den Kragen hoch geht sind die normalen 70cm überraschend kurz) einähen und zwar ohne den Überwurf festzunähen. Für die Armausschnitte habe ich aus dem Oberstoff ca 3cm breite Belege genäht. Danach dann die rückwärtige Mittelnaht, getrennt für Überwurf und Rückenteil. Und am Ende die Seitennähte.

Für ein sauberes Innenleben habe ich teilweise Kappnähte gemacht, entweder mit der Maschine festgesteppt, wo ohnehin der Überwurf drüber war oder von Hand am Unterlegstoff festgenäht. Die anderen Nahtzugaben habe ich mit Schrägband aus Seidenpongé eingefasst. (Der Unterlegstoff war mir schon zu dick dafür.)

Kleid Vogue InnenlebenEtwas unsicher war ich mir dann am Überwurf. Sollte der wirklich länger sein, als das Rückenteil? Ich habe dann einfach mal beides gesteckt und beschlossen, daß mir so ein weich fallender Saum doch gut gefällt. Und ich denke, die Überweite ist wahrscheinlich auch nütlich, wenn es um die Bewegungsmöglichkeiten geht?

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Das Kleid gefällt mir und trägt sich toll. Ich mag es ja durchaus außergewöhnlich… Und obwohl es etwas kürzer ist, als ich meine Kleider sonst so trage fühle ich mich wohl darin.

Die Anleitung wäre in Ordnung gewesen, auch wenn ich sie nicht weitgehend ignoriert hätte. :o)

Allerdings ist das Schnittmuster als „easy“ gekennzeichnet. Was im Prinzip auch hin kommt. Nur… wenn man, wie empfohlen, Seide verwendet, dann ist es nicht ganz so einfach. Die Belege von Hand unsichtbar von Links anzunähen (am Überwurf, wo keine Unterlage ist) fand ich mehr als herausfordernd. Da war das 150er AlterfilS extrem nützlich (feiner hätte auch nicht geschadet) und meine extra feinen John James Nadeln ebenfalls.

Noch mal werde ich das Kleid nicht nähen, das ist definitiv was für ein Einzelstück. Den Schnitt ohne den Überwurf hingegen… der kann gerne noch mal das eine oder andere Sommerkleid werden…