Ein Knäuel weniger

One ball of yarn less

Zum Nähen bin ich noch nicht fit genug, aber ich kann wieder was zeigen, was schon länger fertig ist: Irgendwann ließ ich mich von einem Supersonderangebot verleiten, ein Restknäuel „Mega Stoppino“ von Lana Grossa zu kaufen. Ich mochte die Farben und dachte, das könnte eine nette Mütze geben.

I am not fit enough to sew, but I can show you something I’ve made some time ago: Some day there was a super sale and I purchased one skein of „Mega Stoppino“ by Lana Grossa. I liked the colors and thought one ball should make a hat.

Nur als ich auf die Suche nach Anleitungen ging fand ich nur welche, die wenigstens 95m oder besser 100m Garn verlangten. Mein Knäuel hatte aber nur gut 88m. 🙁

Searchin for a pattern I discovered only hats that needed at lesat 95m of yarn, better 100m. My ball had only 88m. 🙁

MützeBis ich bei Ravelry dann endlich auf den „Slip on Down Hat“ von Anne Campbell stieß. Der hat ein geniales und materialsparendes Muster und kommt so mit 70m oder weniger aus. (Hier kann man die Anleitung herunterladen.)

Until I finally found the „Slip on Down Hat“ by Anne Campbell via ravelry. The pattern is genius and a real material saver so you can do it with 70m oder less. (You can downlaod her pattern here.)

Jetzt habe ich eine schöne warme Mütze. Nur habe ich in den letzten Jahren ein paar andere Mützen gestrickt und eigentlich… brauche ich nicht noch eine. Meinem Mann würde sie zwar auch passen (Das Muster ist noch dazu wundervoll elastisch!) aber seltsamerweise will er sie nicht. Unerklärlich, oder? 😉

Now I have a nice and warm hat. Only I’ve made some other hats over the last years and finally… I don’t need another one. It would fit DH (the pattern is also so stretchy that it really fits any size!) but for some strange reason he doesn’t want it. Unbelievable, isn’t it? 😉

Außer Betrieb!

Out of Order!

Nein, nicht der Blog, aber ich. Offensichtlich habe ich eine Erkältung nicht gut auskuriert und jetzt liege ich so richtig flach. Halb wegen der Erreger, halb wegen der Nebenwirkungen der Medikamenten. 🙁 Also nichts mit stricken, nähen oder sonstigen spannenden Sachen.

No, not the blog, but me. Evidently my last seasonal cold was not really over yet and now I am really sick. Halfway for the nice microbes, halfway for the side effects of the medicament. 🙁 So no sewing, knitting or other interesting stuff.

Nicht unbedingt noch mehr rosa…

It needn’t be more pink…

… sagte der Vater auf die Frage, welche Farbe denn Babygeschenke haben sollten.

said the father when he was asked which colors were okay for baby gifts.

BabykleidUnd ich würde sagen, das gilt, oder? Es ist kein rosa. Bestenfalls….. hellkoralle oder so. :o)

I’d say that fits the bill. It’s not pink. Maybe… light coral or something like that. :o)

Der Schnitt ist das bewährte Babykleid von Burda, das ich schon seit 2007 für diesen Zweck verwende. Wie gut, daß Babykleidung nicht so stark der Mode unterworfen ist.

The pattern is my TNT pattern from Burda mag which I am using since 2007. Luckily fashion doesn’t change that much for babies.

Als Stoff habe ich einen bedruckten und auf alt getrimmten Jeansstoff von BBG, auch die Popeline für die Belege und die Paspeln stammt daher. Alles gut abgelagert, weder den Hersteller noch den Laden,aus dem ich es hatte gibt es noch.

Fabric is a printed shabby style denim from BBG, also the coton poplin I’ve used for the facings and the piping. Old stash finings, neither the company not the shop I got it from do exist any longer.

StickdetailUm das Rockteil noch ein wenig aufzupeppen habe ich es mit Valdani Farbverlaufsgarn (Farbe Raspberry Fizz) bestickt. Vor dem zuschnitt eingespannt und dann nach Lust und Laune Linien nachgefahren. Das Unregelmäßige paßt ja gut zum Stoff.

To create a little more interest on the skirt part I embroidered some of the printed lines with Valdani variegated thread (color „Raspberry Fizz“). I hooped the fabric before cutting and moved and did some freemotion embroidery. The irregularities fit the fabric well IMHO.

Schwierig waren dann eigentlich nur die Knöpfe in dem gleichen Rot wie die Paspeln… aber bei Plissee Becker fand sich dann doch was. Naja, wo sonst?

Finding buttons in the color of the piping was not easy, but Plissee Becker had some. Well.. who else?

Burdastyle 3/2011, Modell 140 (Hose)

The English review is on Pattern Review.

Nur zwei Jahre nach Planung und Stoffkauf ist die Hose fertig. Ich wollte eine Alltagshose, die aber etwas peppiger sein sollte, als Jeans oder was ich schnell bei C&A kaufe, das erfüllt das Modell. Ich mag keine Pumphosen, aber diese leichte Kräuselung am Saum gefällt mir, ebenso die Tasche auf dem Oberschenkel.

Hose Burdastyle, Bildrechte beim BurdaverlagNachdem ich für mich schon seit Ewigkeiten keine Hose nach einem Burdaschnitt mehr genäht habe (da ich über keine gebloggt habe, muß das vor November 2005 gewesen sein), habe ich mich stur an der Maßtabelle orientiert und keine Änderungen vorgenommen. Da die Hose an Hüfte und Oberschenkel eher weit scheint, habe ich mich für Größe 50 entschieden. (Ich liege zwischen 50 und 52.) Da die Taille hinten eine Gummizug hat, war klar, daß ich da ausgleichen kann.

Im Ergebnis ist sie etwas spack an den Oberschenkeln (Obwohl ich die innere Beinnaht noch etwas rausgelassen habe.), allerdings war das bei der letzten Anprobe vor Weihnachten noch deutlich besser. Hinten könnte sie etwas höher sein (was ja meine Standardänderung bei vielen Firmen ist ist), vorne paßt die Höhe erstaunlicherweise. Die Schrittkurve neigt burdatypisch zum Katzenbart, was ich jetzt nicht ganz so katastrophal finde. Paßform ist also okay, dafür daß ich nichts geändert habe.

Was ich hingegen geändert habe ist das Hüftpassenteil, da habe ich den Abnäher entfernt, ich sah keinen Grund, mehrere Schichten Abnäher aufeinander zu stapeln. Zumal ich meine Hose noch um ein Teilfutter bis zum Knie ergänzt habe. Den Taschenbeutel habe ich dann neu gezeichnet, nach dem abnäherlosen Passenteil. Und das Passenteil habe ich so verlängert, daß es bis unter den Schlitzbesatz reicht.

Als Stoffe habe ich einen Woll-Mischgewebe Crêpe, den ich 2011 bei Hüco Stoffe in Berlin gekauft hatte. Eigentlich wollte ich ja einen leicht waschbaren Baumwollstoff, aber durch den Poly-Anteil ist mein Crêpe auch maschinenwaschbar und knittert nicht. Die Taschenbeutel sind aus einem speziellen, fest gewebten Baumwollstoff, den ich in Paris mal für genau diesen Zweck gekauft hatte. (Kommt eher so aus der Herrenschneiderei.) Futter ist Venezia, vermutlich von Stoff Müller in Köln. Knöpfe kommen auch aus Köln, Plisee Becker ist da mein bewährtes Paradies.

HoseBei der Verarbeitung habe ich mich weitgehend an die Anleitung gehalten. (Wer es ganz detailliert und mit ewa 150 Photos sehen will, kann dieses WIP im Forum studieren.) Irritiert war ich etwas über die Wahl von G785 als Einlage, die mir doch für meinen und auch den vorgeschlagenen Stoff etwas leicht vor kam. Wie der Bund das auf Dauer aushält wird sich zeigen. Abweichend von Burda habe ich den Taschenkanten eine winzige Paspel verpaßt, habe auf den oberen Teil der inneren Beinnähte auch G785 als „Scheuersicherung“ aufgebügelt und habe den Gummi zuerst auf den Innenbund genäht und danach den Bund angenäht. Die Bundverarbeitung weicht auch etwas ab, bei mir kommen Handstiche vor. 😉 Die Futterverarbeitung ist natürlich auch nach eigenem Gusto, die kommt im Schnitt ja nicht vor.

Im Ergebnis ist die Paßform nicht perfekt, aber tragbar. (Gekaufte Hosen sitzen schlechter und das ist in dem Fall der Maßstab.) Besonders an den Oberschenkeln ist sie recht eng, am Po hätte es mehr Höhe sein dürfen. Lektion daraus: Bei Burda Hosenschnitten besser Größe 52 nehmen. Von McCall’s und Co. bin ich da mehr Weite gewohnt. Lektion 2: Bild genau angucken. So weit ist die Hose am Oberschenkel nämlich gar nicht. Sonst bin ich mit dem Stil der Hose zufrieden, die Tasche macht tatsächlich einen etwas schlankeren Oberschenkel. Fehlt noch eine Jacke und zwei Oberteile….

 

Ein Wingspan Regenbogen

Rainbow Wingspan

Dieses Tuch ist schon seit November (2012) fertig, aber zeigen kann ich es erst jetzt, denn es ist ein Geschenk und das wollte ich nicht vorher zeigen. Zumal die Beschenkte gelegentlich hier mit liest.

I’ve finished this scarf in november (2012) already but I had to wait until know to show it. It’s a gift and the receiver sometimes does read this blog.

Wingspan TuchDas Muster ist Wingspan von Tri’Coterie bei ravelry. Dort schon in über 6000 Projekten zu sehen verstehe ich genau warum. Eines jener Muster, die mit verkürzten Reihen spielen, ganz einfach zu stricken sind, aber einen verblüffenden Effekt erzielen.

The pattern is Wingspan by Tri’Coterie via ravelry. There are more than 6000 projects and I understand perfectly why: It is one of those smart short row patterns that are easy to knit, but create a stunning effect.

Das Garn ist Regia Bamboo Sockenwolle, wunderbar weich und in allen Regenbogenfarben leuchtend. (Ich habe viel rumprobiert, aber so richtig lassen sich die Farben nicht einfangen. Sie sehen immer blasser aus, auf den Bildern.)

The yarn is Regia Bamboo sock wool, very soft and shining in all colors of the rainbow. (I’ve tried a lot to capture the colors, but didn’t manage to. They always look paler on the picture than irl.)

Wingspan SchalDas Garn habe ich ursprünglich mal von der jetzt Beschenkten bekommen. Dann fand ich es aber zu weich, um Socken draus zu stricken und mußte mich damit abfinden, daß mir diese Farben so gar nicht stehen… Also zurück an Absender, aber als Tuch. 😉

I got the yarn years ago from the receiver of the gift. But then I never could decide to make socks, because it is so soft. And I had to accept that those colors will never look good next to my face. So… return to sender, but with a transformation. 😉

Da das Garn die Struktur zum Verschwinden brachte, habe ich in die kraus rechts Rippen jede zehnte Reihe links getrickt und dadurch eine glatt rechts Rippe geschaffen, die das Muster gut zeigt.

The yarn did completely „eat“ the structur of the pattern, so I changed every tenth row to a purl row, creating stockinette stripes in the garter stitch which show the pattern well now.

Jetzt muß ich mir nur überlegen, aus welchem Garn ich einen für mich stricke….

Now I have to decide which yarn to choose for my own wingspan…

 

Revue de Presse: Meine Nähmode 1/2013

Titel "Meine Nähmode"Wie jedes Quartal wird das Heft am Kiosk im Vorbeigehen eingesteckt. Wobei sich diesmal an der Kasse schon der erste „Aha“-Effekt einstellt, es kostet nämlich 5,50 €. Das fällt mir sogar vor dem Kaffee auf…

Das Titelbild kann mich zunächst nicht begeistern, erstaunlich, daß man mit so viel gelb was so fades hinbekommen kann. Aber gut, für modische Innovation und besonders aufregende Bilder kaufen wir das Heft ja eh nicht.

Das Editorial verspricht „spannende Farbkombinationen“, aber das erste und zweite Durchblättern erzeugen eher den Eindruck von Biederkeit und Langeweile. Alles nicht schlecht, aber man fragt sich schon, ob man den fünften Standard-Tunikaschnitt braucht und so.

Bluse "Meine Nähmode"Aber beim genaueren hinsehen finden sich doch noch einige interessante Details. So gleich im ersten Thema „lass Blumen sprechen“. Das Blumenmuster ist mäßig, das Photo dazu wirkt extrem altbacken und vorgestrig. Doch wenn man sich den Ausschnitt für die Bluse (und das Kleid) genau anguckt findet man doch ein ansprechendes Detail. Und den Stoff… kann man ja ändern.

Wenn man alle Variationen mitrechnet bekommt man in diesem Heft: 10 Kleider, 21 Oberteile, 6 Hosen, 8 Röcke und 9 Jacken.

Jacke "Meine Nähmode"Und gerade bei den Jacken findet sich ein weiterer Schnitt, der den zweiten Blick lohnt. (Diesmal bei den großen Größen, der Khaliah Ali Kollektion.) Durch die Unterteilung kann man den Schnitt durchaus an jede Oberweite anpassen und die Flächen laden dazu ein, mit Stoffen zu spielen. Es muß ja kein Color-Blocking sein, sondern man kann durchaus ähnliche Farbtöne mit sanften Übergängen verwenden oder auch die gleiche Farbe, aber unterschiedliche Textur. Allerdings macht sie eher breite Schultern, je nach eigener Proportion sollte man das berücksichtigen. Und wer sie nicht in lang mag… es gibt eine kurze Variante auch noch.

Die Größen sind übrigens auch ein buntes und unsortiertes Potpourri, wie das ganze Heft. Der Fokus liegt klar auf den mittleren Standardgrößen. Wir haben (wieder alle Varianten einzeln gezählt) 4  Modelle in Gr. 36, 14 in Gr, 38, 19 in Gr. 40, 18 in Gr. 42 und 8 in Gr. 44. Die kleineren und größeren Modelle werden nur in Doppelgrößen angeboten: eines in 32/34, 6 in 34/36, 11 in 36/38, 6 in 38/40, 14 in 40/42, 6 in 42/44, 15 in 44/46. Ab da hören dann wenigstens die Überschneidungen auf und es gibt noch 10 Schnitte in 48/50 sowie sechs Modelle in 52/54. Wer immer noch nicht ausreichend unterschiedliche Größen findet:  sechs Modelle (also ein Modell in sechs Varianten) gibt es in S, M und L.

Die Größentabelle umfaßt natürlich nur die „ganzen Größen“ von 36 bis 54. Für den Rest dürfen wir raten. 😮

Somit hat das Heft zwar viele „Easy“ Schnitte, nachdem ich aber mal nach einem genäht habe kann ich es Anfängern nicht mehr wirklich empfehlen. Eher für die schnelle Nähaktion.

Kleid "Meine Nähmode"Wobei auch dabei attraktive Sachen rauskommen können, wenn man den Stoff richtig wählt. Etwa dieses Abendkleid. (Von dem es auch noch tagestaugliche Varianten gibt.)

Ach ja, die „Fragen Sie die „Hobbyschneiderin!““ Kolumne gibt es immer noch. Weiterhin mit dem leicht peinlichen Foto, auf dem sich Anne als „Prymelinmännchen“ (oder -weibchen) präsentiert, aber daß das geändert wird ist wohl nicht zu ändern. Diesmal geht es tatsächlich um grundlegende Fragen statt um Eigenbuchwerbung des Verlages. Einmal nach dem Fadenlauf und dann nach der rechten Stoffseite. Im letzten Punkt ist die Antwort jedoch AFAIK falsch. Zumindest habe ich es beim Stoffhändler mal so gelernt, daß die tastbare Seite der kleinen Löcher, die viele Stoffbahnen auf der Nahtzugabe haben die rechte ist. Und zwar weil die Stoffe zur Sichtkontrolle oder auch für irgendwelche Nachbehandlungen über große Walzen mit kleinen Dornen laufen und dabei ist logischerweise die rechte Stoffseite oben, denn die will man ja in erster Linie angucken oder kontrollieren. Und wenn die Dornen von unten einstechen… hat man die Hübbelchen oben. Klingt für mich jedenfalls sinnvoll, denn warum sollte man von der rechten Stoffseite mit Nadeln auf die linke durchstechen wollen? Aber guckt einfach mal Stoffe an, wo man am Druck die rechte Seite unterscheiden kann und schaut, wo die Hübbelchen sind. Bei mir waren sie bislang immer auf der linken Stoffseite….

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim OZ-Verlag.)

Ein Jahr Grannies

A year of Grannies

135 GranniesDa fällt mir doch auf… meine Häkeldecke ist jetzt ein Jahr alt.:-)

I just recognized… my crochet plaid turned one. 🙂

Wir haben 135 Hexagons, eine aufgebrauchte Farbe und ich habe noch mal Garn zugekauft, in der Maschenkunst lief mir ein passendes Sonderangebot von ggh „Mystik“ über den Weg. (Nein, die könnt ihr nicht mehr kaufen, ich habe alle zehn Knäuel mitgenommen.)

Now we have 135 hexagons, one yarn used up and I’ve purchased another yarn. At Maschenkunst they had a nice sale on ggh „Mystik“. (I took all ten skeins that were left of that color.)

In dem Tempo dauert es auch nur bis Februar 2015 bis ich alle Teile gehäkelt haben…

At the current rate ist will only take until February 2015 until all pieces will be crocheted…

Aus dem Blogarchiv

Februar 2006

Februar 2007:

Februar 2008:

Februar 2009:

Februar 2010:

Februar 2011

Bernstein in blau

Amber in Blue

Es liegen ja noch ein paar nicht photographierte bzw. fast fertige Strickwerke hier herum, aber dieses „mußte“ zügig abgelichtet werden, weil ich das Bild für meine Buchrezension brauche…

There are some mor finished or nearly finished knits around here but this one needed to be photographed soon, because I also need the pic for the book review.

Nachdem inzwischen die ganze Welt einen gestrickt hat, habe nun auch ich meinen Möbius. Das Ergebnis liebe ich, denn er wärmt mich genau da, wo ich es im Winter gerne mag (ohne einen warmen Pulli anziehen zu müssen) und er hält besser seine Position, als ein Tuch. (Ja… Bad Hair Day… sorry…)

I am sure everybody has knit a Moebius so far and finally I did also. I absolutely love the result. It keeps me warm where I like it in winter (without having to wear a warm sweater) and it keeps better in place than a shawl. (Yes, I know, it was Bad Hair Day…)

Die Anleitung ist aus dem Buch Farbenspiel mit verkürzten Reihen von Ruth Kindla, das ich vom BuchVerlag für die Frau aus Leipzig bekommen habe.

The pattern is from a German book, Farbenspiel mit verkürzten Reihen by Ruth Kindla which I got from Buchverlag für die Frau in Leipzig to review it.

Den Anschlag fand ich ein wenig verwirrend erklärt, zumal mir (und google) unbekannte Begriffe vor kamen, ich konnte das aber mit einer Mail und einem Telefonat mit der Buchautorin sehr schnell klären. (Und wenn ich es einfach gemacht hätte, wie in jeder beliebigen Möbius Anleitung im Netz erklärt, wäre es auch kein Problem gewesen, denn es wird nichts Spezielles verlangt.) Das Muster erforderte dann viel Zählen und ständiges hin und her springen zwischen Buch und Strickschrift auf dem Extrabogen, hat aber sehr viel Spaß gemacht. Und das Muster ist wirklich handwerklich extrem gut gemacht, da gibt es weder Schwachstellen (durch ungeschickt gelegte Wendestellen) noch unschöne Knubbel. Trotz der Zählerei also ein Strickvergnügen fürs Sofa. (Nicht so für die Bahn.)

The instructions how to cast on were a bit confusing for me, they also used a term I was not familiar with (nor was google), but the author answered my mail quickly and one phone call later I could start. (And if you just use any Moebius cast on as can be found on the web everything is fine, there is nothing special to do.) After that a lot of counting is required and also consantly jumping between the written part of the instructions in the book and the chart on one of the big extra sheets, but it was still fun. And the pattern shows real craftmanship: All those turns are distributed in a way that they neither create knotty parts or weak parts in the knitting. So knitting is real fun, more on the sofa and not so much in trains.

Möbius von hintenAls Garn habe ich das Originalgarn „Reggae ombre“ von Schoppel Wolle gewählt, nur in der Farbe bin ich mit „Holly Blue“ abgewichen. (Gefunden habe ich es wie so oft in der Maschenkunst.)

For the yarn I used the same as the pattern suggests: Reggae ombre by Schoppel Wolle. Only I choose the color „Holly Blue“. (Purchased at Maschenkunst, no surprise.)

Mit der Maschenprobe habe ich gemogelt, die habe ich weggelassen und einfach etwas kleinere Nadeln, nämlich 4,5mm, genommen, als die Anleitung vorgibt. Mein Bernstein ist jetzt ein wenig kleiner, aber mit der nächsten Nadelgröße wäre er viel zu groß. Und das Rippenmuster dehnt sich eh in alle Richtungen.

I skipped the gauge and used 4.5mm needles, a little smaller than the pattern says. So my „Bernstein“ (= amber) is minimally smaller, but with the next bigger needles it would have been to big. And the garter ridges will stretch in any direction.

Bernstein, verschiedene AnsichtenDas Farbverlaufsgarn trägt natürlich zum Strickspaß bei. Durch den langen Verlauf ist die Verteilung über die Knäuele extrem unterschiedliche. Manche haben zwei grüne Bereiche, andere nur einen. Lustigerweise ist die Farbverteilung bei mir relativ symmetrisch rausgekommen.

The yarn is part of the knitting fun, of course. The color runs are very long, so the distribution over the skeins is very irregular. Some have one green part, others two. Strangely the colors distribute quite symmetrically.

Noch mehr Infos wie immer bei Ravelry.

As usual more detailed information on Ravelry.

Revue de Presse: Burdastyle Februar 2013

Titel Burdastyle Kaum wird es, Mitte Januar, hier auch mal so was ähnliches wie kalt, begrüßt mich die Februar Ausgabe der Burda mit frischen Sommerszene am Meer. (Oder zumindest mit einem blauen Hintergrund.) Und ja, die Aufschrift feiert den Mode Sommer. Nun ja, so „schnell“ wie ich nähe ist es im Grunde genommen höchste Zeit für Sommerschnitte…

Daß mir Frau Bily im Editorial einreden will, sie könne den Frühling schon riechen geht nun doch zu weit. Ich erinnere, Winterbeginn war vor nicht mal einem Monat, das muß wohl eine olfaktorische Halluzination gewesen sein…

Die kreativ-trends kommen dann allerdings auch nicht wirklich Sommerlich daher. Traditionelles Schottenkaro in rot und schwarz (wobei mir die Sache mit der Kette aus laminiertem Papier ja sogar ganz gut gefällt und nenonfarbige Einsätze in auch eher dunkler Kleidung… netter Farbtupfer für die dunkle Jahreszeit. Die Asia Prints schauen da schon eher Richtung Frühling und in der Version könnte man fast über eine Baseball Kappe reden. Das „Bolero“ ist sogar sehr schön. Nur kein Bolero, weil es keine Armlöcher hat. Eher ein übergroßer Kragen oder ein Schulterschal…

„Fantasiereise“ nennt sich die erste Modestrecke und schwafelt von „moderner Bohemè“ (keine Ahnung, wie man das ausspricht, wenn man den Akzent so setzt…) und irgenwas von Couture und Folkloristisch. Äh… klingt unausgegoren und die erste Kombination aus Seidenhose und Brokatmantel sieht auch genau so aus. Beide Teile für sich wären gar nicht verkehrt (kann man die Nähte in Brokat nicht besser ausbügeln?), aber die Kombi… die tun sich nichts Gutes.

Burdastyle Kleid Dafür gefällt mir Kleid 118 gut, die Kombination eines sportlichen Kleidschnittes, der an ein Polokleid erinnert mit dem edlen Stoff ist ein Stilbruch ganz nach meinem Geschmack. Nur irritiert mich der Text mal wieder, denn der Stoff wird als „Bouclé“ bezeichnet. Hä? Das kommt vom franzöischen Wort „boucle“, was „Locke“ bedeutet. Ich sehe auf diesem Stoff keine Locken oder Schlingen…

Overall 124 in Langgröße ist vor allem ein gutes Beispiel dafür, daß man sich bei groß gemusterten Stoffen den Rapport immer sehr genau ansehen und sich auch gut überlegen sollte, wie das auf dem Körper wirkt. Es sei denn, die „slipförmige“ Musterung in Schritthöhe ist als Reminiszenz an die Freizügigkeit der Hippie-Ära zu verstehen… Nett durchaus die schlichte Tunika, wenn das jetzt Mode ist… um so besser, ich bin aus Indien ja noch gut versorgt. Dann haben wir noch ein geblümtes „Citykleid“ 121, das genauso truschig wirkt, wie vergleichbare Kleider aus den 70ern Jahren im Auge des heutigen Betrachters. Und natürlich darf der „Kaftan“ nicht fehlen, dem viel zu viel Seide geopfert wird. Mit der man vermutlich was Schöneres machen könnte. Jacquardhose 119 mit hohem Bund zeigt, daß man sich in ihr besser nicht bewegt, denn dann klappt nicht nur der Bund runter, sondern die Taschen klappen auch sehr häßlich auf. Ach so, der Bund ist klappbar… okay, aber halb oben halb unten ist es ja auch nicht. Eher brav kommt dann Das Kostüm im Chanel-Tweed daher. Da muß der fokloristische Einschlag wohl darin bestehen, daß der Rock auf Gummizug gearbeitet wird. Schade um den Stoff…

Die Parfum-Seite wird überblättert…

Die Accessoires sind natürlich auch orientalisch. Da muß ich wohl mal in meiner Souvenirkiste wühlen, falls ich diesen Trend mitmachen will… Die Armspange gefällt mir. Dabei ist die von C&A und billig. Also perfekt für Modeschmuck. 😉

Für das „best of styling“ hat sich Frau Bily diesmal das gemusterte Kleid 122 vorgenommen. Welches sie so toll findet, daß sie es in allen Farben und Muster nähen kann. Weswegen es in drei unterschiedlichen Rottönen mit jeweils unterschiedlicher Akzentfarbe gestylt wird. Was fehlt ist jedoch die Erklärung, wie Burda es geschafft hat, bei dem kleinen Muster drei Mal exakt den gleichen Rapport zu treffen… (vorausgesetzt, daß der Stoffhersteller den Stoff tasächlich in drei sehr ähnlichen Rottönen anbietet…) Wenn man den Musterverlauf z.B. an der Blende vergleicht kann man das gut sehen. Und so fragen wir uns: Wurde der Satz in den Text eingefügt, nachdem der Praktikant mit dem Farbmanagement rumgespielt und es vergeigt hatte? Oder will man die Leser absichtlich für dumm verkaufen? Es wären jedenfalls eine Einsendung an Photoshop Disasters wert.

Die nächste Modestrecke ist dann dem „Jazz Age-Style“ gewidment und meint damit Anklänge an die 1920er Jahre. In einer sehr eleganten Variante in schwarz weiß. Vermutlich weil die Welt damals bekannlich noch schwarz-weiß war, wie alte Filme ja beweisen?
Burdastyle Shirt Das Shirt 127 mit den gerafften Raglannähten gefällt mir in der Tat gut. Ich hätte noch türkis-blauen Seidenjersey… sollte sich doch auch an einen größeren Schnitt gut hinbasteln lassen..

Faltenrock und Schluppenbluse, Verzeihung, Shirt mit Schleife, hätten wir ja in meiner Jugend tot nicht angezogen. Jetzt offensichtlich wieder hip. Das Kleid 136 finde ich auch eine schöne Kombination aus bequem und elegant. Ob es allerdings möglich ist, einen Georgette mit Fältchen im Handel zu bekommen? Naja, gibt ja Plissieranstalten… Marlenehose und kurzes Jäckchen, auch hübsch. Aber nicht aufregend.

Burdastyle Bluse Um so mehr Chiffonbluse 132. Nein, nicht wegen der schwarz abgsetzten Nähte und Kanten. Wegen der kleinen Flatterärmelchen, die über dem normalen Ärmel liegen. Ein sehr subtiles Detail.

Im Gegensatz zum Top 134. Da kommt der Effekt nur aus dem Stoff und ist sehr offensichtlich.

Neu ist das „Modelexikon“, das in dieser Ausgabe mit dem Buchstaben „A“ beginnt. Natürlich hat es mit einem Lexikon so gar nichts zu tun. Ein buntes Potpurri unterschiedlich relevanter Begriffe. Sortierung der Personen natürlich nach Vornamen („Alexander McQueen). Das merken wir uns mal. bei Coco Chanel dürfte es ja keine Probleme geben, aber Lagerfeld erwarte ich dann unter K, Gaultier unter J und St. Laurent unter Y. Aber mal sehen, wie viele Buchstaben das überhaupt läuft. Bei einem Buchstaben pro Monat wären das über zwei Jahre. Eine lange Zeit, da kann das Konzept der Zeitschrift noch drei Mal wechseln… 😀

Eine Runde Street Style… das Shirt mit dem gerafften Raglan sieht sicher auch mit kurzen Ärmeln gut aus, aber da hängt der Stylist eine Jacke drüber, auf daß man die Details nicht sähe. Weites Jeanshemd zu quietschiger Batikhose erinnert an meine Jugend, durch die Louis -Vuitton Tasche wird es nicht besser… Kleid 128 mit dem Volant gefällt mir glaube ich auch, aber so ganz sicher bin ich mir nicht. Könnte am schmutzig grauen Stoff liegen? Den Seidenbluson darf ich meinen Mann nicht sehen lassen. Ich glaube nämlich, er hat noch so was aus den 1980ern im Schrank, was ich ihm seit Jahrzehnten verbiete anzuziehen… Ansonsten finde ich knallrot ja aus Prinzip gut… Drapeeshirt 113 ist ein raffiniertes Detail, aber hier finde ich das Drapeeteil zu breit. (Vor einigen Jahren war schon mal so was ähnliches im Heft, da sah das besser aus.) Man weiß nicht so recht, ob es den Busen betonen oder verdecken will und es hängt etwas unmotiviert in der Gegend rum. Jerseykleid 110 könnte ganz nett sein, der technischen Zeichnung nach. Aber aus dem Stoff überzeugt es mich dann wieder weniger.

Ein Taschenguide… mal sehen.. Taschen mit Ketten sind unpraktisch, weil einschneiden. Trapezform ist okay, aber Shopper wieder unpraktisch, weil die Henkel zu kurz sind, um sie wirklich bequem über der Schulter zu tragen. So eine Art Box-Clutch habe ich… (sind auch fürchterlich unpraktisch, weil mehr als eine Kreditkarte und ein Taschentuch paßt nicht rein. Lippenstift wird schon schwierig und Puder kann man vergessen. Vom Strickzeug oder Lektüre ganz zu schweigen…) Und die Collegetaschen mit dem Schulterriemen sind meine Lieblingsform, nur… so wie abgebildet zu klein. Aber immerhin… das wäre dann schon mal ein Trend für mich.

In der Nähschue für Einsteiger gibt es Kleid 110. Das ist durchaus nicht allzu kompliziert, so Schere und Maschine mit dem Elastikjersey Klar kommen. Und man den Ausschnitt beim Aufbügeln des Formbandes nicht verdehnt…

Die auch schon beinahe traditionelle Modestrecke mit Ethno-Druck-Mustern in mehr oder weniger afrikanischer Anmutung läuft diesmal als „Urban Safari“. Die Kombination aus Kurzjacke und (gemäßigter) Pluderhose würde ich zwar nicht anziehen, aber auf den zweiten Blick ist sie recht reizvoll, weil das Jäckchen aus einem „chanelig“ gewebten Tweed ist und dazu die Hose mit dem folkloristischen Muster. Beim Titelkleid 114 wirkt die Raffung nicht ganz so breit wie am Shirt. Kann natürlich auch optisch durch das Muster hervorgerufen werden. Safarijacke darf nicht fehlen, darunter ein Strandkleid. Also früher war so was mal Strandkleid… Sack mit Halsriemen als Neckholder. Aber sicher ein nettes Anfängerprojekt.
Burdastyle Kleid

Das Maxikleid 115 mit den raffinierten Bindebändern gefällt mir dann wieder sehr gut. Sexy und lässig. Nennt sich auch „Masterpiece“, also vermutlich trotz Jersey nicht so sehr für ungeduldige Naturen.
Burdastyle Kleid

Auch Kleid 112 mit Raffungen und Wickeloptik in Kurzgröße kann ich mich nicht entziehen. Denn auch wenn es im Heft sicher an einem langbeinigen, großen Model gezeigt wird scheinen mir die Proportionen des Kleides sehr gut für zierliche Frauen zu passen.

Angesichts des wieder eingesetzt habenden Frostwetters allerdings auch nur für Frauen mit dem Mut zum Frieren. Aber das gilt für die ganze Modestrecke… Ah ja, das Rockteil darf dann auch noch mal als Rock in Kurzgröße ran, wer allerdings glaubt, das Oberteil würde dann dazu passen, der wird enttäuscht sein… das ist für „normal“lange Frauen. Und dann gibt es noch mal ein Maxikleid, diesmal mit Neckholder (wobei es für mich ja eher wie amerikanischer Ausschnitt aussieht… da ist doch noch Stoff am Rücken, oder? Das hat jedenfalls gerade durch die gesmokte Hüftpartie viel Strandfeeling.

Meine Blick eingefangen hat dann die Nagellackshow im Rorschach-Stil… Auch wenn ich keinen Nagellack benutze ist das interessant anzusehen. (Da wurde aber auch mit Photoshop nachgeholfen, richtig?

Dann die „Catwalk-News“ für den Frühling. Natürlich alles trends, die in der Burda auch drin sind. Also auf die gemusterten Overalls kann ich verzichten… transparente Chiffonbluse nicht so für mich, aber die sehe ich gerne im Straßenbild. Pastellfarbige Kostüme auch, aber die wird man nicht sehen. Kragenlose Mäntel… im Prinzip nicht schlecht, aber von den gezeigten Modellen ist ja keines so der Bringer. Und Exotikprints und Safarijacken sind wohl eher Dauerbrenner als Trend, oder?

Burdastyle Kleid Daß ich das Designer Kleid von Paule Ka mag muß ich vermutlich nicht sagen…? Elegant ohne langweilig zu sein. Perfekt. Prädikat „Meisterstück“ ist hier verdient. Und das Interview mit dem Designer habe ich ebenfalls gerne gelesen, ich habe tatsächlich ein wenig über Serge Cajfinger und seine Art, Mode zu sehen und zu machen erfahren.  Immerhin waren es diesmal beinahe zwei Seiten Text, das darf gerne so bleiben. Oder sogar mehr werden.

Die „Best Sites“ werden diesmal ehricherweise mit „Potpurri“ betitelt. Denn das sind sie ja immer. Den Shop für Edelsteine und Schmuckherstellung lege ich tatsächlich mal bei meinen Bookmarks ab…. keine konkreten Pläne, aber Dinge, die ich schon immer mal und so..

Burdastyle Mantel Das Thema für die Plus Größen ist diesmal Hochzeit. Wobei man die Schnitte natürlich auch anders einsetzen kann. Mantel 138 gefällt mir schon mal, zumal ich für Stehkragen ja bekanntermaßen eine Schwäche habe.

Burdastyle Kleid Auch das Kleid 139 gefällt mir gut. Wenn man statt Satin was anderes (auch stretchiges) nimmt, bekommt man ein schönes Sommerkleid. Die Steppung der Büste gefällt mir besonders, weil sie ein eher sportliches Detail an ein feines Kleid setzt. Nur was den Sitz betrifft muß man da sicher genau arbeiten. Gerade im Büstenteil. Und Natzugaben, die sich nicht durchdrücken sind definitv schöner. Vielleicht wäre auch ein Unterkleid hilfreich…

Das  lange Kleid 142 könnte hingegen an einer echten „großen Größe“ doch arg nach Bonbon aussehen… bei dem Pinken weiß man es nicht so genau, weil sich das Model hinter der „Braut“ versteckt. Auch beim Etuikleid 144 versteckt das Photo fleißig, was die technische Zeichnung als interessantes Detail verspricht. 🙁 Weniger begesitert mich die Tunika-Hosen Kombination. Die wirkt mehr wie „wir müssen den Kleidschnitt für ein Oberteil verwenden und brauchen außerdem eine Kombination mit Hose – machen wir das einfach zusammen“. Die Kombi tut sich gegenseitig nicht gut. Und am Hosenanzug zieht vor allem der aufklaffende Reißverschlussschlitz die Blicke auf sich. Möchte ich an meinem Hochzeitstag eher nicht haben.

„Warenkunde“ präsentiert ein Potpurri verschiedener Nähfüßchen. Die Aussagekraft geht nicht viel über „teasern“ hinaus, aber wer noch nicht so viele hat (wie ich), der wird sicher angeregt, sich für die eigene Maschine mal zu erkundigen.

Die „community“ benannte Lesergalerie hat diesmal ein Oberthema, nämlich Jacken und Mäntel. Nett zum Gucken, wie immer. (Bei einem Mantel stimmt aber der auf dem Photo so nicht mit der Schemazeichnung überein…)

Kinderkleidung widmet sich dem alljährlichen Thema Kommunion, es wird also festlich für Mädchen und Jungs, die Größen decken 128-152 ab. Die Modelle gehen alle so in einen niedlichen Vintage Style, ich würde aber keinen Jungen mit hängenden Hosenträgern zur Kommunion schicken wollen. Auch das Minikleid 152 mit Plisseerock sehe ich zu dem Anlass nicht so recht. Dafür sieht es als Ensemble mit der langen Jacke 151 sehr stimmig aus. Was man von der Kombination Kleid 147 mit Jacke 150 nicht behaupte kann. Und obwohl ich Spitze gerne mag finde ich sie auf Kleid 147 recht wahllos verteilt. Immerhin gibt es mal wieder Modell „Minibrautkleid“… Irgendwie…. sind nette, festliche Modelle dabei, aber nicht wirklich für den Anlaß.

„Basteln mit Kids“ präsentiert Fingerpuppen aus dem Daumen eines Fäustlings. Das ist durchaus nett und Kinder verlieren bekanntermaßen auch gerne Handschuhe, so daß sich ein einzelner vermutlich leicht findet… aber bis man ein ganzes Theater zusammen hat, braucht man doch einige. Und ob das die Kinder nicht eher motiviert, noch mehr Fäustlinge zu verlieren? 😉 Fingerhandschuhe wären wohl praktischer… und überhaupt, wo bleibt der Vorschlag für den großen Rest des Fäustlings?

Die Deko möchte diesmal die „Wand zum Kunstwerk“ machen. Photos dicht an dicht geklebt ist ja nicht neu. ob ich Stuckrosetten aus Plastik an der Wand haben will? Ein Motto (aus Polsternägeln)… ich fürchte, die 1980er haben uns auch im Wohndesign wieder. Aber diesmal bin ich kein Teenager mehr. Ne, das muß ich alles eher nicht haben.

Die „news“ zeigen wieder vor allem Shoppingmöglichkeiten. Danke, finde ich selber. Aber eine Schuhausstellung in Bonn, das wäre ja beinahe machbar. Mal gucken.. (Naja, lieber nicht in den Kalender…)

Beim Atelierbesuch geht es diesmal um eine Quillingkünstlerin. Nicht daß ich mich mit der Technik bislang intensiv befasst hätte, aber es sieht schon beeindruckend aus. Und zeitaufwändig. Und ein bißchen wie die einfachere Schwester von Sternen aus Holzspänen, wie ich sie für den Weihnachtsbaum so gerne mag. (Und wie sie hier leider mittlerweile schwer zu bekommen sind, vor allem ohne Gold oder Glitter…)

Netterweise kommt danach auch noch die Anleitung, wie man so was selber macht. Schon irgendwie spannend, nur habe ich keine Ahnung, was ich damit machen sollte…

„Leichter Nähen“ präsentiert dann eine Schmuckrolle aus Filz. Außer Ohrringen scheint allerdings nichts hinein zu passen und so große Teile, wie das Bild suggeriert würden wohl beim zusammenrollen der engen Rolle beschädigt oder die Rolle ließe sich nicht mehr so recht rollen… Einfach zu nähen ja, aber das Konzept überzeugt mich nicht.

Aus alten bestickten Tischtüchern patched burda eine Schürze. (Natürlich auch wieder eine verkleidete Buchvorstellung.) Das muß dieser shabby-retro-Stil sein, der mich ja meist nicht so überzeugt… ist gestückelt und schaut auch so aus.

Edel ist dan am Ende noch der Stoff des Monats. Crewel Stickerei aus Kaschmir. Die Technik kenne ich aus Indien, aber gibt es da eigentlich keinen deutschen Namen dafür? Ah, Liane nennt es Nadelmalerei. Das habe ich wenigstens schon mal gehört. Jedenfalls kann ich nicht verleugnen, daß mir der Stoff gut gefällt… Mal ein schöner Abschluß. 🙂

(Bilder sind von Burda und wie immer als Zitat zu verstehen. Rechte liegen selbstverständlich dort.)