Vintage-Weihnachts-Stricken

Vintage-Christmas-Knitting

Relativ kurz vor Weihnachten flatterte ein Rezensionsexemplar von Musterstrickerei für Kinder in meinen Briefkasten. Und obwohl es auf den ersten Blick altmodisch und bestenfalls für Vintagefans geeignet wirkt griff ich sofort zu den Nadeln…

Not very long before Christmas I got the book Musterstrickerei für Kinder to write a review about.An though the first impression would have rated it as old fashion and for retro or vintage fans only I grabbed my knitting needles quickly….

Tschtsch-PullunderUnd mein Neffe bekam einen Eisenbahnpullunder zu Weihnachten. (Ich habe ihn nach Weihnachten noch mal angestrickt, da er in der Weite reichlich, in der Länge hingegen genau passend war, aber der Kleine hat ihn schon gesehen und natürlich war die „tschtsch“ das perfekte Motiv. Wissen wir ja schon…)

So my nephew got a train vest for Christmas. (I lengthened it after Christmas, because the width was still roomy, while the legth was an exact fit already, but the little one already wore and like his „choochoo“. Well, we know already he likes trains…)

Wolle in modernen Farben („Merino 100% von katia aus der Maschenkunst) und schon hat man einen aktuellen Pullunder mit einem klassischen Motiv.:-)

Yarn in modern colors (It’s „Merino 100%“ by katia purchased at Maschenkunst) and we have an up to date clothing with a classic motive. 🙂

Die ausführliche Geschichte mit der bebilderten Anleitung, wie man mit so alten Anleitungen umgeht steht diesmal im hobbyschneiderin24.net Forum, der Ablaufbericht auf Englisch bei Ravelry und die Buchrezension habe ich natürlich auch geschrieben.

The whole story, including instructions how to work with such old instructions is this time in the  hobbyschneiderin24.net forum (and in German only), there are some notes in English on Ravelry and of course I did write the book review (again German only).

Drunter: schwarz

Below: Black

Unterkleid nach BurdaMein schwarzes Wollkleid sollte noch ein Unterkleid bekommen und das ist jetzt auch fertig.

My black woolen dress needed a slip which I’ve meanwhile finished.

Als Schnitt habe ich wieder den bewährten alten Burdaschnitt genommen, nur diesmal aus Venezia statt aus Seide. Außerdem habe ich alle Teile im „normalen“ Fadenlauf zugeschnitten. Ich bin mir nicht sicher, ob es daran liegt oder am Stoff, aber es ist deutlich enger, als das andere. Oder ich war bei den französischen Nähten etwas schlampig…

The pattern is again this OOP Burda patter only this time I took Venezia lining fabric instead of silk and all pieces were cut on grain. I don’t know if this is the reason or because the lining fabric is firmer than the silk but the dress is quite tight. Or maybe I was a bit sloppy when doing the french seams…

Spitzendetail am AusschnittDen Ausschnitt habe ich diesmal nach außen mit etwas Klöppelspitze verstürzt. (Ich glaube, ich weiß auch noch, von welchem Projekt die übrig ist… dürfte so in den 1990ern gewesen sein.) Der Rest ist wieder mit Dessousgummi eingehalten, allerdings sehr stark, denn länger war der Gummirest nicht.

For the front I used some lace remnant. (I think I still know for what project the lace had been purchased… must have been in the 1990s…) The rest is worked with dessous-elastic. Only this time I’ve stretched the elastic more, because that was really the last piece of it.

Falls ich dann endlich mal dazu kommen, mir ein Kleid zu stricken, ist das Unterkleid jedenfalls schon da. 🙂

If I ever make it to knitting a dress the slip is already there. 🙂

Meine Nähmode, 3/2012, Modell 3 (Kleid) (= Simplicity 2054)

The English version of this pattern review is on pattern review.

Nachdem ich alle Ausgaben von „Meine Nähmode“ gekauft habe, kam ich jetzt endlich mal dazu, auch eine zu verwenden.

Kleid Meine NähmodeAls die Herbstausgabe rauskam, war ich ja schon vom „Statement Dress“ begeistert und zwar besonders wegen des Kragens. Und da ich vor Weihnachten noch einige Tage Zeit hatte und einen wunderschönen schwarzen Wollinterlock im Schrank (von einem Laden, den es leider nicht mehr gibt *schnirfz*) War das doch die Gelegenheit, ein wenig Vorratsabbau zu betreiben. Und gleichzeitig für die weihnachtlichen und sonstigen Festtage ein bequemes Kleid zu bekommen.

Der Blick auf das Modell versprach ein einfaches und schnelles Werk, die praktische Erfahrung mit der Anleitung war hingegen durchwachsen.

So heißt es in den „Allgemeinen Anweisungen“: „Beachten sie die Tabelle MEHRGRÖSSENSCHNITTE.“ Nur wo mag die sein? Ich habe keine gefunden. Das von mir gewählte Kleid kommt nämlich in Doppelgrößen. Ob das mit „Mehrgrößenschnitten“ gemeint ist? Ich meine… alle Schnitte sind in mehreren Größen, das würde ja dann für alle gelten und da würde es keinen Sinn machen, das extra zu erwähnen. Jedenfalls habe ich mich nach einem Blick auf die Maßtabelle für Gr. 46/48 entschieden.

Schnittbogen "Meine Nähmode"Das Auskopieren des Schnittes war keine Freude. Ich habe schon viel gesehen, aber dieser Schnittmusterbogen ist wirklich einer der schlechtesten. Teilweise laufen die Linien so aufeinander zu, daß sie sich gegenseitig überdecken. Und die oft sind die unterschiedlichen Linien ohnehin schlecht zu unterscheiden. Paßzeichen zu finden ist auch für das geübte Auge ein Glücksspiel mit ungewissem Ausgang. Die technischen Zeichnungen der Schnitteile zeigen keine an, so daß man auch nicht weiß, wonach man suchen muß, Manche davon kann man dann in der Anleitung erahnen, aber dann ist es zu spät. Ich habe definitiv nicht alle gefunden. Dafür sind andere sinnlos. Etwa hinten am Ausschnitt, neben der Mitte. Denn der Ausschnittstreifen ist ein vermaßtes Teil, das hat gar keine Paßzeichen. In der Anleitung sind aber welche abgebildet. Beim Originalschnitt von Simplicity war das vermutlich auch ein Schnitteil und Paßzeichen kann man bei Ausschneide-Schnitten auch kaum übersehen. Die „Übersetzung“ der Anleitungen ins Heft wurde wirklich eher schlampig und lustlos gemacht. Wie auch die Anordnung der Schnitteile auf den Schnittbogen. Da gab es ganz offensichtlich keine Qualitätskontrolle. Zum Glück ist der Schnitt einfach, so daß man auch ohne Paßzeichen und mit Raten weitgehend ans Ziel kommt. Der günstige Preis des Heftes ist wirklich die einzige Entschuldigung dafür. 🙁

Änderungen habe ich am Schnitt folgende gemacht: Im Vorderteil habe ich eine kleine FBA eingefügt und mich für Abnäher entschieden. Allerdings kurze Abnäher, die weit vor der Bruststpitze enden. Das war mein Kompromiss aus gewünschter Mehrweite, ohne den Look des Kleides zu stören. Sprich die Paßform an der Brust wird nicht so perfekt, wie mit einem längeren Abnäher. Dafür ist der Abnäher von vorne nicht zu sehen. Ab der Hüfte nach unten habe ich an jeder der vier Kanten 2cm zugegeben, um die Differenz zwischen meiner Hüftweite und der der Tabelle auszugleichen. Außerdem habe ich Vorder- und Rückenteil um 4cm verlängert (kniefrei wollte ich nun nicht) und oberhalb der vermuteten Taille (Taillenlinie war nicht eingezeichnet) 1,5cm gekürzt. (Eine Standardänderung bei mir.)

Beim Nähen habe ich mich im Großen und Ganzen an die Anleitung gehalten, Schwierigkeiten bot der Schnitt da auch keine. Die Schultern habe ich auf einer Seite vor dem nähen auf einen Streifen Futterstoff geheftet und sie dabei noch um 1cm eingehalten. Ich hatte vergessen, das aus dem Schnitt rauszufalten. Ich habe alle Nähte mit Gradstich genäht, habe aber die Längsnähte der Ärmel und die Seitennähte des Kleides mit Alterfil Elastic genäht. Die Säume (Kleid und Ärmel) habe ich von Hand angehext. Dehnt am besten und ist unsichtbar.

Was nicht funktioniert hat wie in der Anleitung war der Halsausschnitt. Den Besatzstreifen habe ich 59cm lang zugeschnitten, allerdings mußte ich ihn beim Annähen an das Kleid nicht dehnen. Da war nichts zum Dehnen. Demensprechend stand er auch ab. Daraufhin habe ich ihn um 6cm gekürzt und außerdem auf die später innen liegende Seite kurz vor dem Umbruch ein dünnes und weiches Gummiband aufgenäht. Jetzt legt er sich gut. Beim Kragen kann man m.E. entweder die Falten so einlegen, wie es auf dem Schnitt aufgezeichnet ist oder so bügeln, wie es in der Anleitung steht…Die Ärmel waren um sieben Zentimeter zu lang, das war mir nun auch noch nie passiert. Aber Abschneiden geht ja immer. Der Rest der Anleitung war dann okay. Abgesehen davon, daß man sie eh nicht wirklich braucht.

Kleid nach Meine NähmodeMit dem Ergebnis bin ich aber trotzdem zufrieden. Das Kleid fällt lässig und figurumspielend, hat durch den Wasserfallkragen aber einen Hingucker. Der Festtagsbraten paßt auch rein. 😉

Der Kragen scheint mir an mir deutlich länger zu sein, als auf dem Bild. Mein Stoff ist vergleichsweise schwer, allerdings auch nicht irgendwie lappig, sondern eher fest. Und der Schnitt ist für Jersey gedacht. Aber gut, daß kann man nie sicher vorhersagen.

Besonders gut gefällt mir, daß der Kragen abnehmbar ist. So hänge ich ihn außen an die Küchentür, binde innen die Schürze um und wenn ich rausgehe kommt die Schürze wieder an den Haken und der Kragen um den Hals… das perfekte Kleid für Gastgeberinnen.

Falls ich den Schnitt noch mal verwenden sollte, würde ich die Schulter noch etwas stärker einkürzen. Die hängt noch ein wenig. Aber sonst ein passendes Kleid für viele Gelegenheiten, das auch gut in den Koffer paßt. (Bei mir ja immer ein Kriterium.) Weihnachten hatte ich es ohne Unterkleid an, es ist auch nicht hochgewandert, aber ein Unterkleid aus Futterstoff kommt trotzdem noch dazu. Wollte ich eh schon lange mal machen… (Und Sylvester war es dann auch fertig und ich konnte das Kleid mit Unterkleid tragen.)

 

 

Revue de Presse: Threads March 2013 (165)

Titel Threads 165Da das Heft in den ersten Januartagen in meinem Briefkasten landete mußte ich mir erst mal überlegen, ob ich mit dem hellen Titelbild eher Frühjahr oder „Eiskönigin“ assoziiere. *g* Die Farbkombination gefällt mir aber auf alle Fälle. Auch wenn es darauf nicht an kommt.

Die Autoren der Ausgabe dürfen sich diesmal der Frage stellen, welches handgenähte Detail sie am meisten mögen. (Bei vielen Näherinnen in Deutschland ja beinahe eine ketzerische Frage, wenn man sich so durch Foren und Blogs liest. Außer im Bereich Patchwork und Quilten bekomme ich manchmal den Eindruck, sogar eine Overlock ist wichtiger als eine Handnähnadel… 😉 ) Ich denke, was ich gerne mag ist das handstaffierte Futter. (Außer mir hier noch jemand, der keine Angst vor Handstichen hat oder sie sogar gelegentlich mag? Und sei es nur, für ihr Ergebnis?)

Das Editorial ruft dazu auf, mal was Neues zu probieren. Das ist ja nie schlecht. Und die kleinen „Quick to Make“ Projekte sind wieder da. Künftig wieder in jeder Ausgabe. Die mochte ich in der Tat auch immer gerne, weil sie meist mit wenig Aufwand viel Effekt lieferten. Und gelegentlich… kann auch ich so was brauchen…

Die Leserbriefe bekommen eine Seite eingeräumt (was m.E. absolut ausreicht) und ergehen sich diesmal nicht nur in Lob, sondern tragen auch noch eigene Informationen oder Tips zu Themen des letzten Heftes bei. Das gefällt mir so natürlich besser.

Bei den „notions“ kann ich mich der kleinen rosa Stickmaschine von Brother nicht ganz entziehen. Nicht daß ich eine bräuchte und wenn wäre 10cm Stickfeld auch zu klein, aber sie hat einen hohen „süß“-Faktor. :o) Gut verkaufen werden sich sicher auch die Schablonen die einem helfen, Hüllen für diverse Tablets, E-reader, Smartphones,… herzustellen. Für alle, denen selber messen zu anstrengend ist. (Na gut, auch für die, die für andere Leute nähen und daher das jeweilige Gadget nicht selber haben.)

Bei den Lesertips gefällt mir diesmal der „best tip“ gut: Fäden, Bänder, Knöpfe, Reißverschlüsse,… gemeinsam nach Farben sortiert aufbewahren. Das würde bei mir wohl nicht mehr so gut funktionieren, aber wer nicht so viele Vorräte hat und auch nicht farblich so querbeet näht, der könnte das auch mal ausprobieren. Und die Kanten eines Schnittmusterns mit Tesa auf den Stoff zu kleben könnte bei sehr rutschigen Stoffen tatsächlich die Rettung sein. (Fragt sich nur mit welcher Schere man das dann schneidet… der Stoffschere tut Tesa ja nun nicht gut. Oder?)

Doch dann geht es schon mit den Anleitungen los… „Embellishment“ hat diesmal meine volle Aufmerksamkeit. So eine Art Lochstickerei mit einem dekorativen Objekt (Perle, Knopf,..) der darin „schwebt“. Die verwendeten Techniken sind alle nicht neu, aber die Idee gefällt mir sehr gut. Allerdings müssen die Objekte eher leicht sein, sonst hängt alles herunter, also nichts für große Glasperlen und Co. Aber sonst… mir kommen sofort Ideen im Dutzend!

Sehr reizvoll, wie schon früher meist, das „Quick To Make“ mit einem Chiffon Schal mit Volants. Nur bin ich mir nicht ganz sicher, wie schnell das Projekt wirklich ist. Es liest sich doch recht aufwendig, für einen Schal…?

Daß der Effekt des Vintage-Teils auf der Rückseite was mit Material und Fadenlauf zu tun hat ist ziemlich offensichtlich. (Zumindest für jeden, der schon mal mit Crêpesatin gearbeitet hat.) Beinahe interessanter ist also der Trick, mit dem ein Wasserfallkragen aus so einem weichen und flutschigen Stoff „in Form“ bleibt. 🙂

Die Pattern Reviews stehen diesmal im Zeichen einer erfolgreichen Fernsehserie die ich, wie üblich, nicht kenne. Aber Mode im Stil der späten 1950er und 1960er mag ich generell. Diesmal sticht aber kein Modell für mich heraus. (Das Titelbild gehört auch zu den getesteten Schnitten.)

Der Artikel danach befaßt sich mit einem spannenden Thema, nämlich Bügeleinlagen, hat aber eingeschränkten Nutzwert. Letztlich stellt die Autorin die Einlagen ihrer eigenen Firma vor, die natürlich in Deutschland nicht erhältlich sein dürften. (Oder nicht mit vertretbarem Aufwand, angesichts der Vielfalt der hier erhältlichen Einlagen.) Dabei wird dann aber feigenblattmäßig so getan, als ob mehr oder weniger alle Firmen sich an die angebotene Kategorisierung halten würden. Was mir dann auch noch (fachliche) Bauchschmerzen bereitet ist, daß der Artikel behauptet, Einlagen vorzustellen, auf die die Profis zurückgreifen, gleichzeitig aber vorschlägt, Einlagen erst mal in heißem Wasser zu bearbeiten, damit sie ggf. vor der Verarbeitung eingehen. Irgendwie kann ich mir gar nicht vorstellen, daß in einer Bekleidugnsnäherei erst mal Einlagen vorgeschrumpft werden, wo doch eh alles auf Kostenoptimierung ausgerichtet ist. Und auch im Maßatelier dürften eher Einlagen verwendet werden, die man nicht mehr schrumpfen muß. Die haben doch auch was anderes mit ihrer Zeit zu tun, oder?

Extrem spannend finde ich auch das Thema digitaler Stoffdruck. Doch auch hier bin ich diesmal mit dem Artikel weniger glücklich. Der größte Teil der Information sind Allgemeinplätze, viel Neues hat es mir nicht gebracht. Und es bleibt ein wenig der Eindruck, die Autorin würden über etwas schreiben, was sie selber nicht ganz verstanden hat. Oder zu gut verstanden hat, so daß es ihr schwer fällt, die relevanten Details rauszuziehen?

Mit dem Bund von Röcken befaßt sich Susan Khalje diesmal. Da das mit dem Newsletter schon größtenteils online kam, ist der Reiz natürlich ein wenig weg. Das ist auch einer der Fälle, wo mich der Gebrauch des Wortes „Couture“ amüsiert. Die Techniken sind grosso modo das, was meine Oma auch schon kannte und ganz banal als Teenager in der „Nähschule“ gelernt hatte. Das macht die Techniken nicht schlechter, im Gegenteil, aber so was exklusives sind sie dann auch nicht.

Shopping- und Inspirationadressen aus Los Angeles kann ich leider nur lesen, nicht besuchen. Nun gut… ganz schlecht bin ich ja auch nicht ausgestattet. 😮 *NeidimZaumhalt*

Ganz nach meinem Geschmack hingegen die Anleitung, wie man Jackenvorderteile mit Roßhaarleinen (oder wie sich so was heute nennt, wo sicher kein Roßhaar mehr drin ist) arbeitet. Zum einen wird hier mal anhand einer Damenjacke gearbeitet (Bisher habe ich nur Anleitungen für Herrenjackets, zum anderen wird wirklich genau erklärt, wie man was wo arbeitet, sogar etliche Anleitungen zum Bügeln bekommt man. Der Artikel hilft sicher jedem, der das mal versuchen will, aber niemanden in der Nähe hat, von dem er es abschauen könnte.

Im nächsten Artikel wird gefeiert, wie einfach es ist, ein Schnittmuster selber zu machen, nach den eigenen Maßen. Die Anleitung dazu ist auf alle Fälle klar und man kann ihr sicher folgen. Und vom Prinzip her hat die Autorin auch recht… man folgt einem Rezept. Allerdings kann ich nicht darüber hinweg sehen, daß man sich um die typischen Schwierigkeiten herummogelt. So ist die Basis zum messen ein passendes ärmelloses Kleidungsstück, von dem man die Form der Armausschnitte übernimmt. Leute mit ernsthaften Paßformproblemen werden daran schon scheitern. Dann beschränkt sich die Anleitung auch auf einen Oberteilblock ohne Ärmel. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß der Teil einfach ist. Passende Ärmel hingegen die eine oder andere Potenz schwieriger. Und bei großer Oberweite ist auch hier eine FBA hinterher und von Hand fällig. Bzw. ein verkleinern des Armausschnittes. Die Zeichnungen wie man mißt zeigen auch sicherheitshalber einen Körper ohne Brust. Wie die Meßlinien über die „Rehzwillinge“ verlaufen muß man sich dann wohl selber ausdenken.

„Teach Yourself to Sew“ ist das nächste Motto und wird mit klaren Bildern und Anleitungen dem Anspruch gerecht. Einfach Techniken, eine Nahtzugabe ordentlich zu versäubern (ohne extra eine Overlock zu kaufen) sind Thema. Finde ich schon deswegen angemessen, weil gerade ein Nähanfänger in der Regel nicht so viel Geld für eine weitere Maschine ausgeben will, wenn er noch nicht weiß, wie intensiv er ins Nähen einsteigt. Und auch jedem anderen würde ich bei knapper Kasse ja immer raten, erst mal in eine ordentliche Maschine zu investieren, statt zwanghaft zwei zu kaufen. Ach ja, wann welche Versäuberung sinnvoll ist wird auch erklärt.

Das „Nähzimmer“ das diesmal vorgestellt wird ist das von Connie Crawford. Also professioneller Arbeitsplatz. Das Design finde ich persönlich zum Schreien, aber der Aufbau und die Umbaumöglichkeiten vereint mit viel Stauraum sind ein paar Blicke wert. Da kann man sich auch für die Nähecke im Wohnzimmer was abgucken.

Warum sie die Sparte, ich ich immer als „Vermischtes“ bezeichnen würde „A stitch in time“ nennen verstehe ich immer noch nicht. Werbung für neue Stoffe eines In-Designers reißt mich wie üblich nicht vom Hocker, Nähkurse in den USA sind auch unpraktisch… und die Nähtips für Brokat kenne ich schon.

Dafür sind die vorgestellten Lesermodelle mal wieder Augezucker. Ob ich’s anziehen würde, weiß ich nicht, aber ich schaue es gerne an. (Obwohl… den einen Schnitt habe ich auch hier liegen, wenn ich mich recht entsinne… :o) )

Die Leserfragen an die Experten gefassen sich diesmal mit Näh- und Stickgarn. Wobei die Begriffserklärungen nur dann nützlich sind, wenn man in den USA einkauft, denn die Begriffe sind teilweise unterschiedlich bzw. manche Einteilungen bei uns gar nicht gebräuchlich. Aber neues Wissen schadet zumindest nicht.

Die Geschichte zum Abschluß ist diesmal mehr von der „besinnlichen“ Sorte. Dafür ist das Abendkleid von 1930 auf der Rückseite von überraschender Modernität. Das könnte man heute wirklich genau so anziehen…

 

Organisation ist alles…

Organization is the key…

Zettelwirtschaft in der KücheUnd deswegen sah es vor der Sylvesterfeier an meinem Küchenschrank auch so aus: Für jeden Gang der Speisefolge ein Zettel, inklusive noch nötiger Garzeiten und Anrichteweisen. Deutlich praktischer, als fünf aufgeschlagene Kochbücher und zuverlässiger als mein Gedächtnis. 🙂

And so that’s what my kitchen cabinet looked like before the guests came for the New Years Eve celebration. One post-it for each dish, including information about cooking times and temperatures and how it is supposed to be served. Much more convenient than having to handle five opened cookbooks and more reliable than my memory alone. 🙂

Winterblüten

Winter Blossoms

Häkelblüte im SchneeVermutlich kommen euch die Blümchen nach der Anleitung Scrap Flower Daisy von ravelry allmählich zu den Ohren raus, aber sie sind einfach so enorm praktisch, um Reste zu vernichten.

Probably you are very fed of all my Scrap Flower Daisies, but they are so versatile to finish up the last scraps of yarn.

Diesmal waren es die letzten Meter von der „Drachenwolle“ aus dem Wunderknäuel. Mit einer 3er Häkelnadel gearbeitet. Garn erfolgreich aufgebraucht… (Und als wir im Dezember mal den einen Tag Schnee hatten schnell geknipst.)

This time it were the last meters of „Drachenwolle“ from the „Wunderknäuel“ Swap. Worked with a 3mm hook. Yarn used up… (To take the picture I’ve profited from that one day with snow in December.)

Statistik 2012 zum letzten…

Last statistic bits for 2012

Noch eine Frage habe ich mir gestellt, nämlich was die letzten fertigen Werke des Jahres waren.

One more question appeared to me: which were the last FOs of the year.

Beim Stricken ist es einfach, das waren diese Kinderhandschuhe. Die waren am 04.12.2012 fertig geworden. Das letzte Nähwerk ist noch nicht gebloggt, das ist ein Unterkleid, das am 29.12.2012 fertig wurde. (Quasi in letzter Minute, bevor die Nähecke zum Gästezimmer umgebaut wurde.)

Knittingwise it’s easy, it were those toddlers mitts which I had finished 12/04/12. The last finished sewing item I haven’t blogged yet, it was a slip I finished 12/29/12. (Nearly minutes before my sewing corner became guest room.)

Und die ersten Projekte in diesem Jahr? Ein Pullunder für meinen Neffen (gezeigt im Forum und auf Ravelry, noch nicht im Blog), den ich nach der Anprobe an Weihnachten noch mal angestrickt habe. Der dann am 03.Januar 2013 endgültig fertig wurde. An der Nähmaschine geht es jetzt endlich mit der grauen Hose weiter, die ich hier im Forum WIPe.

And the first projects of the year? Again knitting is easy, I started with a vest for my nephew. After trying it on on Christmas I decided that I had to lengthen it. It was finally done on 01/03/13. On the sewin machine I’ve picked up the trousers I am showing in the forum here.

Mal sehen, was das Jahr noch so bringt und was dieses Jahr so alles fertig wird. 🙂

So let’s see what the year will bring and what will get finished. 🙂

Grannie-Update 2012

121 HexagonsIch bin offensichtlich immer noch in „Statistik-Rückschau-Laune“.

Looks I’m still in the mood for statistics and looking back.

Meine Grannies sind inzwischen auf 121 angewachsen und das weiße „Linen“ Garn von katia ist aufgebraucht.

I have 121 Grannie hexagons ant the white „Linen“ yarn from katia is used up.

Nadelstatistik 2012

Needlestatistics 2012

Auch für 2012 gibt es meine bewährte eigene Statistik. Wie immer interessiert mich besonders, wo die Anleitungen hergekommen sind und ich „werte“ nur die Dinge, die ich 2012 auch im Blog gezeigt habe. Die dadurch entstehende „Unschärfe“ sollte sich über die Jahre ausgleichen.

Again my private statistics for 2012. Like usual I am mainly interested in the question where my pattern came from and only things I’ve blogged about in 2012 will be counted. That is not completely correct, but since the „rules“ are the same in all years in should even out over the years.

Auch dieses Jahr habe ich mehr genäht als gestrickt und gehäkelt, aber nur sehr knapp und daß auch nur wegen der 20 kleinen Kekstäschchen. Andererseits sind bei den gestrickten Sachen auch viel Winzkram dabei, wie Blümchen und Seesterne.

Again this year there were a tad more sewn than kitted/crocheted items. But that is only because I made those 20 little treat bags before Christmas. On the other hand the knitted and crocheted items had a lot of small stuff, too. Like the Scrap Flower Daisy and the Sea Stars.

Genähtes/ Sewn Items:

Eigener Schnitt/ Own Pattern: 26

Bücher/ Books: 4

Selbstersteller Schnitt einer Freundin, an mich angepasst/ Self made Pattern from a friend, adapted for myself: 3

Hobbyschneiderin Forum/ Hobbyschneiderin Web Site: 20

Vogue: 5

Selbstersteller Schnitt einer Freundin, an mich angepasst/ Self made Pattern from a friend, adapted for myself: 3

Burda: 2

Marinique Langere: 1

Ottobre: 1

Sewy: 1

Vogue: 1

Gestricktes und Gehäkeltes/ Knitted and Crocheted Items:

Eigener Entwurf/ Own Pattern: 4

Ravelry: 16

Knitty: 8

Bücher/ books: 5

Fazit: Daß ich nicht wirklich viel genäht habe und da vor allem Kleinkram war mir klar. Daß es so viele Strick- und Häkelwerke sind hat mich hingegen doch überrascht.

To sum it up: I knew I hadn’t sewn a lot and what I did were mostly small stuff. But I am a bit surprised about the knitted and crocheted items, that was more than I had expected.

Bei der „Beliebtheit“ meiner eigenen Anleitungen kann ich mich dieses Jahr nur auf Ravelry beziehen, weil der Download-Bereich auf der hobbyschneiderin24 Seite ja noch immer außer Betrieb ist. Strickanleitungen hatte ich nur zwei, davon ist Dreher mit 109 Herzchen der klare Favorit. Und liegt auch mit sechs Projekten bei den Nacharbeitungen vorne.

If I check how much others like my pattern I can only check Ravelry this year because the Download Section of hobbyschneiderin24 is still down. There were only two knitting patterns I’ve published and Dreher is the preferred one, 109 times favorited and has six projects.

Das dauerhaft beliebteste Projekt bleibt die Hackensocke mit inzwischen 807 Herzchen und 25 Projekten.

The all time favorite remains Heels for Flats, favorited 807 times and 25 projects.

Ich würde nächstes Jahr gerne wieder mehr nähen, insbesondere auch Kleidung, aber so wie sich das bisher ankündigt, sieht es eher nicht danach aus…

I’d like to sew more next year, especially more clothing. But regarding from what is already on the schedule for next year it’s not likely to happen…

Aus dem Blogarchiv

Alle gut rübergerutscht, hoffe ich? Heute ist Entspannung angesagt, daher ein paar Blicke in die letzten Jahre.

I hope everybody arrived well in this new year? Relaxation is the word here, so some lazy looks back in time.

Januar 2006:

Januar 2007:

Januar 2008:

Januar 2009:

Januar 2010 (ein verstrickter Monat):

Januar 2011