Revue de Presse: Threads May 2013 (166)

Immer noch Minusgrade und die Maiausgabe liegt im Briefkasten… mit wirklich wunderbaren Spitzenkleidern auf demTitel…

Die Editoren stellen sich diesmal der Frage, wie der Stoff ihre Entwürfe beeinflusst. Die Antworten sind nicht wenig überraschend. 😮

Und auch das Editorial weist auf Stoffe, aber noch mehr auf Spitze hin. Das verspricht eine spannende Ausgabe, zumindest für mich.

Leserbriefe… nicht weiter bemerkenswert.

Dann die Vorstellung mehr oder weniger neuer Materialien. Einen Ring zur Aufbewahrung von Unterfadenspulen gibt es hier aber schon lange, nur von Prym und in Blau und nicht von Dritz und in Rot… Das Buch über Vintage Lingerie kann mich hingegen schon reizen…

Dann die Lesertips. Der Best Tip könnte von mir ein… unterschiedliche Iterationen einer Änderung mit verschiedenen Farben zu kennzeichnen mache ich schon lange. Den Tip um Baumwollstoffe gerade zu recken könnte ich mal ausprobieren, wenn ich das mal wieder brauche. Auch die Idee, Ärmel einzunähen ohne über die querenden Nahtzugaben drüber zu nähen könnte ich mal ausprobieren. Zumindest bei dicken Stoffen.

Kenneth D. King zeigt uns diesmal, was man mit Meterweise (Seiden)Schrägband machen kann. Nämlich Designs die scheinbar kompliziert gefaltet sind. Nachdem ich kürzlich in Paris wieder eine Haut Couture-Ausstellung besuchen konnte kann ich nicht ganz darüber hinwegsehen, daß kunstvolle „echte“ Stoffaltungen noch etwas anders aussehen. Aber der Effekt dieser Technik ist dennoch beeindruckend. (Handstiche sollte man jedoch nicht scheuen.)

Danach wird erklärt, wie das Designdetail vom Rückentitel zustande kommt und wie man es näht. Nun ja, wie man das mit den Volants macht ist mir selber klar, das ist nicht neu. (Und für völlige Anfänger dann vielleicht auch ein wenig kurz erklärt.)

Das „quick to make“ Projekt hingegen ist ausführlich erklärt und in gewissem Umfang sogar geeigent, größere Stoffreste zu verwenden. Ich weiß nur noch nicht so sicher, ob mir das nun gefällt oder nicht….

Dann die Pattern Reviews. Vogue1324 war mir auf der Webseite vom Photo her gar nicht besonders aufgefallen, die technische Zeichnung offenbart aber den modischen Pep. (Okay, mir würde die Form nicht stehen, vielleicht habe ich ihm deswegen keinen zweiten Blick gegönnt.) Das Marfy-Kleid ist wie immer sehr elegant, wobei mir am genähten Modell auffällt, daß die Falten aus der technischen Zeichnung eher als unsauber genäht denn als bewußtes Detail wirken. Sogar das Burda Modell gefällt mir… schade, daß deren Webseite so unübersichtlich ist, daß ich da nie reingucke…

Der modische Überblick interessiert mich eher weniger. Einige der Trends erkenne ich wieder, andere scheinen in den USA stärker vertreten zu sein. Viel mehr als durch Burda lesen vermittelt mir das dann auch nicht.

Anschließend wird eine „besserer Kragen“ versprochen. Hier muß ich gestehen, daß mich das Konzept nicht überzeugt. Zwar hat man weniger Nähte, aber in der Form der Kragenecken ist man so sehr eingeschränkt und sie gefällt mir schon bei den liegend gezeigten Blusen nicht sonderlich. Es könnte beim Nähen schneller gehen, aber sonst… nicht für mich.

Ausführlich widet sich danach ein Artikel den Titlekleider und ihrer Designerin Mimi Prober. Das Interview mit ihr läßt ihren Designprozess durchause nachvollziehbar werden und die vielen Detailphotos von den Kleidern sind extrem inspirierend.

Weniger überzeugt mich die „Bias Pants“. Außer daß man damit angelbich wenig Verschnitt erzeugt weiß ich nicht recht… in dem bunten Stoff gehen die Teilungsnähte völlig unter und man hat zwar Hosen im Schrägschnitt, aber auch Teilungsnähte, die den Stofffluß wieder unterbrechen. Oder ich probiere das bei der nächsten Schlafanzughose mal aus… 😀

Anschließend befasst man sich mit „Vintage“ Nähfüßchen. Nicht daß es Ruffler, Kräuselfuß und einen Schrägbandannäher nicht auch für moderne Maschinen geben würde… Die Füße werden aber in ihrer Funktion und auch in der Anwendung gut erklärt, wer also noch nicht so genau weiß, ob er sie braucht oder auch schon hat und nicht weiß wie anwenden… nützlicher Artikel.

Gut gefallen mir dann auch die nicht wirklich gepolsterten Nähte, „padded seams“. Damit sich bei Wolle die Nahtzugabe beim Bügeln nicht durchdrückt einfach Seidenorganzastreifen unterlegen. Eigentlich praktischer als Vliseline aufbügeln.

Wunderbares Augenfutter ist auch die Threads Challenge (für Profis), die diesmal Spitze als Thema hatte.Wer hätte gedacht, daß man sogar einen „felligen“ Eindruck erzeugen kann? Oder ein Kleid praktisch nur aus Streifen zusammengesetzt… wirklich sehenswert!

„Teach Yourself To Sew“ befaßt sich noch mal mit der Nahtzugabe und zeigt weitere Methoden, damit umzugehen. Alles sehr deutlich in Wort und Bild erklärt. Wenn man sich diese Serie speichert, dann bekommt man vermutlich am Ende ein extrem ausführliches Nähbuch.

Der Blick in das „Nähzimmer“ von Linda Kubik dürfte jedem das Wasser im Munde zusammen laufen lassen. Den letzlich hat sie einen eigenen Bau mit gut 100 m² (wenn ich das richtig umgerechnet habe) und Platz für Webstühle, zum Färben,… und natürlich auch zum Nähen. Na gut, auch sie verdient ihr Geld damit, das ist dann halt manchmal der Unterschied zwischen Hobby und Beruf. Aber trotzdem… so hätte ich das auch gerne. (Nicht daß ich die Zeit hätte, einen solchen Raum adäquat zu nutzen…)

Die „happenings in the Sewing community“ sind wieder weniger interessant, weil halt auf die USA bezogen. Den Pantone Farbreport fürs Frühjahr kann ich auf deren Webseite selber angucken und die paar eingestreuten Nähtips reißen es dann auch nicht raus. Aber letztlich macht es natürlich Sinn, wenn eine amerikanische Zeitschrift auch einen „Lokalteil“ hat. 😉

Anspuchsvoll sind diesmal auch wieder die Werke aus den Schränken der Leser(innen). Dieses Mal alles mit viel Liebe zum Detail geschaffen.

Die Fragen an die Experten drehen sich diesmal um die Auswahl einer Nähmaschine (Ratschlag: Zum Händler gehen und probenähen… in diesem Punkt können die Amis das Rad eben auch nicht neu erfinden) und Schnittänderung für runde Schultern (sehr schön gezeigt, zwei Optionen, je nach dem auf welcher Höhe die Rundung sitzt).

Zum Abschluss dann noch die Unterhaltung: Die Nähgeschichte und der Blick aufs historische Kleid von 1940 mit schmeichelnden Volants. (Der weniger beeindruckend ist, wenn man gerade einige Tage vorher eine Haut Couture Ausstellung in Paris besucht und Vionnets Schrägschnitt gesehen hat…)

Trozdem wieder ein nettes Heft und ich freue mich schon jetzt auf die nächste Ausgabe.

(Das Bild ist als Zitat zu verstehen, Rechte liegen bei Threads/ Tauton Verlag.)

 

Unwilliges Fußmodel…

Unwilling Footmodel…

… resultiert darin, daß Socken zwar seit dem 13. Dezember fertig sind, aber erst in letzter Minute photographiert werden konnten. Bevor sie als Geschenk auf die Reise gehen sollten.

… result in effects like I’ve finished a pair of socks on 12/13/2012 but could only take a last minute picture now. Like in just before they go to the post office to became a birthday gift.

Socken "Falscher Zopf"Dabei hätten diese Socken ein besseres Bild verdient. Das Muster heißt „Falscher Zopf“ und ist bei Pims Nadelturm erhältlich.

Honestly, those nice socks should have a better picture. The pattern is called „Falscher Zopf“ and available either via ravelry or at Pims Nadelturm directly.

Die vermeintlichen Zöpfe kreuzen immer nur zwei Maschen und laufen auf der einen Seite bis zur Ferse, auf der anderen bis zur Spitze. Es war ein wenig ungewohnt für mich, mal wieder von oben zu Stricken, aber da es ein „Teststrick“ war habe ich mich an die Anleitung gehalten. Nur etwas mehr Maschen genommen, damit sie passen.

What looks like cables is created by crossing never more than two stitches, so you do not even need a cable needle. What was unusual for me was that I had to knit top down, but it was a test knit, so I followed the instructions. I only cast on some stitches more, according to the measurements of the receiver.

Mir hat das Stricken sehr viel Spaß gemacht, nicht zu anstrengend, aber auch nicht langweilig. Ich war auch in Rekordzeit (für meine Verhältnisse) fertig, nicht mal vier Wochen. Normalerweise brauchen Socken doch eher sechs. Und das Muster ist so ausgeprägt, daß es sogar bei dem selbstmusternden Garn sichtbar bleibt!

I really loved knitting those socks. They were not difficult but not boring either. So it took less than four weeks to knit them which is very shortish for me. Normally it takes at least six weeks, especially for men’s socks. And the pattern is prominent enough to remain visible even on the selfstriping yarn.

Das Garn ist wieder von Bärengarne und heißt „Strumpfgarn TOM Cotton“, ein sehr weiches Sockengarn mit Baumwolle.

Yarn is again „Strumpfgarn TOM Cotton“ by Bärengarne, a very soft sockyarn with cotton.

Jetzt muß ich nur überlegen, ob ich für mich auch noch ein paar stricke, das Muster ist ja ganz klar unisex.

Now I just have to decide if I want a pair for myself also. The pattern is clearly unisex.

Modemonster….

Fashionmonster…

… habe ich in Paris gesehen. Leider habe ich keine Zeit, extra einen Blogbeitrag zu schreiben, aber hier auf der hobbyschneiderin24.net Seite habe ich meine Eindrück aufgeschrieben. Und es gibt reichlich Bilder dazu.

… I did see in Paris. I am short of time, so I can’t write a blog post about it, but here on the hobbyschneiderin24.net site you can see some pictures. (Text is all in German, I am sorry.)

Die Ausstellung heißt „ARRGH! – Monstres de Mode“ und läuft noch bis zum 7. April 2013 in der Gaîté Lyrique in Paris.

The exposition is called „ARRGH! – Monstres de Mode“ and can be visited until April 7th 2013 at Gaîté Lyrique in Paris.

 

Revue de Presse: Burdastyle März 2013

Titel Burdastyle Diesmal ist der Titel gnadenlos und zuckersüß pink. Womit das Thema des Heftes auch klar wäre, nämlich Hochzeit, Braut. (Warum die Braut in weiß die Frau in pink küßt ist nicht ganz klar. Oder vielleicht auch ein gesellschaftspolitisches Statement des Verlages… wer weiß… 😀 ) Der Stoff von dem pinken Kleid ist im Übrigen toll!

Für den der es nach dem Titel noch nicht gemerkt hat wiederholt das Editorial das Thema noch mal. Außerdem wird uns erklärt, daß für solche Festtage Details wie kleine Geschenke und süße Verpackungen das sind, auf was es ankommt. Okay… nicht ganz mein Stil, die „Show“ in der Vordergrund zu stellen, aber gut. Jedem das Seine.

Weiter zu den kreativtrends, die diesmal sogar was mit Stoff zu tun haben. Die extra tiefen V-Ausschnitte sehen ja nicht schlecht aus. Auch geeignet, wenn man einen Fleck auf der Mitte eines Shirts plaziert hat. *gg* Animal Prints werden gemalt. Und lustig finde ich ja schon die bunten Ketten aus dem Baumarkt. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Sprühfarben da dauerhaft haften… Kunststoff ist da ein wenig… eigen, was das betrifft. Vielleicht doch besser erst einen Primer drauf?

Die „Shirt to shop“ Idee sieht zwar witzig aus, aber außer einer Großpackung Cornflakes kann man vermutlich nichts transportieren. Zwei Orangen und das Ding schleift am Boden… (Bis die Orangen durch die sich dann vergrößert habenden Löcher rausgefallen sind.)

Das erste Modethema ist Italien und bringt Kleider. Dafür bin ich ja immer zu haben. 111 in Kurzgröße, nett und erinnert etwas an Filme aus den 1950ern.
Titel Burdastyle Nun sind die Variationsmöglichkeiten bei Kleidern nicht unendlich, vor allem wenn man, wie bei Burda, meist letztlich einfache Schnitte zu grunde legt. Beim Modell 110 ist es sowohl der Stoff, als auch die Idee mit den Ripsbändern. Die kann man dann freundlicherweise auch mit jedem eigenen Schnitt mit passenden Abnähern umsetzen.

Blumig und etwas süßlich geht es weiter… rosa Jäckchen, Große Blumen auf Batist mit Raffung… Blumen auf Midirock… alles nett, aber auch schon tausendmal gesehen.
Rock Burdastyle Ja, das gilt für den Spitzenrock auch… aber ich mag Spitze einfach und dieser Kombination aus frischem Türkis und Cremeweiß kann ich einfach gerade gar nicht widerstehen…

Noch mal Anklänge an die 50er mit Neckholder und gerafftem Oberteil. Schade, daß man das bei dem Blumenmuster gar nicht erkennt. Sehr jugendlich finde ich die Kombination aus geblümter schmaler Hose und dem damenhaften Bouclé Blazer. So könnte ein Teeny Mamas gute Jacke tauglich machen. Tragen werden es dann aber in der Praxis wohl eher die Mamas, wo die geblümte Hose dann schnell lächerlich aussehen kann….

Makeup wird auf Amaretti und Farfalle angerichtet. Welchen Sinn auch immer das haben soll. Aber die Reliefprägung im Chanel-Puder sieht edel aus. Wenn man so viel Geld hat…

Die Nähschule für Einsteiger zeigt diesen Monat ein Spitzenshirt. Der Schnitt ist wirklich einfach. Die Abläufe sind auch korrekt beschrieben, aber was völlig verschenkt wird ist die Chance, auf die Besonderheiten einzugehen, die einen bei der Verarbeitung so eines groben Spitzenstoffes erwarten. Schon das Markieren von Nahtlinien kann da eine Herausvorderung sein.

Die nächste Modestrecke nennt sich „Soloalbum“ und soll etwas verkörpern, was Burda „Festival-Style“ nennt. So schlammgetränkt sehen die Modelle ja auf den ersten Blick nicht aus… Blümchenkleid 131 ist ein netter, braver Schnitt. Wie es fällt sieht man bei der Lümmelhaltung auf dem Bild natürlich nicht. Aber Rollkragenpulli unter das Sommerkleid scheint wieder in zu sein, wer also dringend den Wunsch nach seinen Sommerkleidern verspürt, der kann das umsetzen. Als „Masterpiece“ gibt es dann eine Bikerhose aus Nappaleder. Das Chasublé heißt jetzt Longweste und ich mag es immer noch nicht. Ein Batikshirt,.. Alles  schon gehabt. Eine Bikerjacke aus Stoff statt aus Leder auch, aber dem Look kann ich immer ganz schlecht widerstehen. Daß man von Modell 135 auf dem Bild kaum was erkennt macht es leichter. Und ein Stufen-Minirock mit halstuchgroßem Pullünderchen… Ich weiß jetzt wieder, warum man das einen Look für die Jugend nennt… weil bei meiner Altersgruppe fällt das unter Déjà Vue… Die Abbildungen hätten zu meiner Jugend fast genauso in den einschlägigen Magazinen sein können. Oder waren sie wohl auch… Ach ja…

„Getestet“ werden diesmal Stiefeletten bzw. neudeutsch „Boots“. Abgesehen davon, daß ich nach wie vor der Meinung bin, daß man über Paßform und Bequemlichkeit nun wirklich nur am eigenen Fuß entscheiden kann, lassen die mich sonst kalt. An meinen Beinen geht diese Schuhform einfach nicht, nicht, nicht,…

Jetzt erst mal das Hochzeitsthema. Kleid 130 sieht in der technischen Zeichnung aus wie ein Nachthemd und auf dem Photo wie eine rosa Gardine… Die Kombination aus Spitzenrock und Shirt ist durchaus nett, aber mehr auch nicht. Beim Titelmodell bleibt der sensationelle Stoff, der Schnitt ist ein Sack und diese seltsame „Raffbanderole“ über der Brust macht es nicht besser. 132… bislang das netteste, aber ein aufregendes Brautkleid sieht anders aus. Mit dem fluffigen Korsagenkleid 115 kommt dann endlich mal der klassische Prinzessinnentraum. Mit einer nach unten rutschenden Corsage, wenn man genau hinsieht… Wenn man also möchte, daß die Oberkante des eigenen Brautkleides gerade so über die Brustwarzen geht, aber keinen Milimeter weiter… dann dieses. (Oder einen besseren Unterbau konstruieren…) Mit Etuikleid 118 macht man schon mal nichts falsch. Zwar nicht aufregend, aber wenistens elegant. In Kurzgröße gibt es Stufenkleid 112. Das ist von vorne noch halbwegs niedlich, von hinten leider lächerlich. Der tiefe Ausschnitt paßt nicht zur romantischen Vorderseite, sondern sieht nur aus, als habe der Designer die Lust verloren. Das Kleid in Langgröße ist besser, sehr schlicht. Dafür steht die Dame im Boulemantel herum wie bestellt und nicht abgeholt. Der Mantel wirkt formlos, zu groß und die Ärmel zu kurz. Eleganz eines Handwerkerkittels. Ich gluabe eine derart uninspirierte Hochzeitsstrecke habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Die Webseitenwerbung „best sites“ ist diesmal in einer großen Kosmetikwerbung beinahe versteckt. Naja… überblättern wir beides.

Aus dem „Pioniergeist“ muß man erst mal die Burda Eigenwerbung rausfitzeln. Leider klebte die so drin, daß das nicht beschädigungsfrei ging. Blazer 103 gefällt mir vom Schnitt her sehr gut, die Verarbeitung ist aber unterirdisch. Und dabei meine ich nicht de fransigen Kanten (die sind Geschmackssache), sondern die einbrechende Schulterpartie. Bißchen Verstärkung hätte da Not getan. Bei der Hose 127 schlucken die Querfalten (oder sind es Knitterfalten) leider alle Details. Langer Jeansrock mit Kapuzencape… geht gar nicht. Es gibt da religiöse Gruppierungen, die ihre Frauen so rumlaufen lassen. Dann doch eher die Kombination aus Hose und wadenlangem Hemd (oder nennen wir es Kleid?). Das ist nicht aufregend, aber elegant und tatsächlich als Reisekleidung geeignet.
Jacke Burdastyle Nicht für mich, aber ganz süß finde ich tatsächlich diese Kombination aus leicht rüschigem Rock und geraffter Jacke. Meistens ergibt das irgendwie blöde Proportionen, aber hier sieht es niedlich aus.

Auf der nächsten Seite fallen vor allem die Sandalen auf… die offensichtlich nicht mal einen Photoshot überlebt haben. Die Marken wohl besser nicht kaufen. 😉

Die Accessoires sind recht schmetterlingsreich. Einiges ist niedlich, aber ich glaube, aus dem Alter bin ich dann doch raus.

Und die Kosmetikseite kann gelangweilt überblättert werden…

Wohingegen das „Best of Styling“ mir diesmal die schauder über den Rücken treibt. Denn hier hat Frau Bily sich das Cape ausgesucht. Wir erinnern uns… ein Cape ist unförmig, durch die schlichte Form kann es aber Eleganz vermitteln. Garniere ich ein Cape aber (wie Burda) mit Details die man sonst vom Bundeswehrparka kennt… ist die Eleganz flöten, dafür wird die Unförmigkeit noch betont. Die drei Bilder überzeugen mich davon, daß es für dieses Cape nur einen angemessenen Kombinationspartner gibt: Die Mülltonne.

Dann doch lieber „sieben Tage Nähen“ mit Burda, auch wenn das eine Anzeige ist. Leider hat das gerade weder zeitlich noch finanziell hin, aber falls jemand hin fährt: Nehmt euch zwei Tage mehr Zeit und genießt Toulouse! Abgesehen vom Ambiente im Ganzen sollte man sich einen Blick auf die Stoffe im Docks des Tissus gönnen und ein fürchterlich teueres, aber extrem schmackhaftes Eis bei Octave… (Ausflüge nach Moissac und Labastide St Pierre wären auch schön… Ach, hängt eine Woche dran!)

Das Vintage Modell ist diesmal eine Spitzenbluse. Die… schon nett ist, aber irgendwie mit der Originalspitze nicht mithalten kann. Aber das ist wieder Geschmackssache.

Die Plusmode will sich diesmal in der Kunst des guten Stils üben und preist daher Details der Herrenmode der 1920er und 1930er Jahre an. Sagen sie. Der doppelreihige Blazer 139 wird als „Mater Piece“ angekündigt. Die technische Zeichung zeigt keine Besonderheit gegenüber jedem anderen Doppelreiher und das Photo läßt eher eine eigenwillige Knöpfvariante vermuten, als Besonderheit am Teil. Soweit man was erkennen kann. Chiffonbluse 142 hat alle Elemente, mein persönlicher „Liebling“ zu werden… Die Schulternähte hängen auf dem halben Oberarm, die Ärmel wirken dadurch einfach zu lang (im Sinne von „paßt nicht“) und die kleinen Taschen genau über den Brustwarzen sind sowohl von der Größe als auch von der Plazierung her unproportioniert. Spenzer mit Smokinghose ist ein Stil, der mir noch an niemanden gefallen hat, egal welchen Geschlechts und welcher Figur. Den Hotelpagenlook überlassen wir doch besser Spirou. Und eine formlose Sacktunika die dafür auf der Hüfte unschöne Querfalten wirft muß ich auch nicht haben. Bluse 141 ist zumindest grafisch interessant, aber da würde ich doch gerne auch mal eine Frontalansicht sehen, um zu entscheiden, wie das am Model aussieht. Und bei dem MAxikleid 144 frage ich mich, warum das Model es an einer Seite so krampfhaft zwischen zwei Fingern festklammert…? Was will diese Geste wohl verstecken? Immerhin der Bleistiftrock mit Wickeloptik 145 geht als ganz nett durch. Von welchem Teil der Herrenmode der wohl inspiriert ist…?

Bei den Kindern hießt es diesmal „ready to Rock“ Gr. 134 – 159 spricht diesmal ja wieder etwas ältere Kinder an, aber die Aufmachung von Minikleid 153 finde ich definitiv zu sexy für ein Kind. Gleiches gilt für die großzügig rückenfreie Knotung von Shirt 150. Gefällt mir an sich gut, aber ein Teeny sollte die Trägerin dann doch sein. Besser kommen die Jungs weg, denn mit Jeans, Jeanshemd und Raglan Shirt hat man ordentliche Basisteile. (Und die „I am not cute“ Aufschrift kann man ja weglassen. Falls der geplante Träger sie nicht witzig findet. Was ich beinahe erwarten würde.)

Unter „Frisch vom Laufsteg“ stellt Burda seine eigenen Modelle den Laufstegtrends gegenüber. Bikeracke ist kein neuer Trend mehr, Spitze eigentlich auch nicht. Und beim Spitzenkleid fällt das Burdamodell einfach gegenpber den anderen gezeigten Modellen deutlich ab. Andere Liga.

Absolut atemberaubend ist hingegen die Siegerrobe des Wettbewerbs (Thema „Oscar-Robe“). Allerdings ist sie nur als Zeichnung verfügbar und Papier und Stift vermögen Illusionen zu schaffen, die in Stoff nicht möglich sind. Müßte man also erst mal genäht sehen…

Das Deko-Thema ist, wie überraschend, Ostern. Ostergrüße aus Buchstabennudeln auf Eier kleben ist ja ganz lustig. Der gehäkelte Hase hingegen kann mich nicht wirklich begeistern. Sieht einfach zu schäbig aus. Ein Nähset in Eierform ist ein typischer Fall für ein niedliches Geschenk. Nur hat man es dann das ganze Jahr rumliegen. Denn wer braucht ein Nähset nur für die Ostertage? Der Osterhasenbeutel erinnert mich ein wenig zu sehr an die Sammeltüten von Halloween. Das paßt nicht zu Ostern, Hasenohren hin oder her.   Und dann noch genähte Riesenkarotten… nun gut.

Die „news“ liefern wie immer Shoppingtips, aber diesmal sind ein paar Reizvolle sachen dabei, das Oberthem ist Recycling. Knöpfe aus zusammgeschmolzenen PET Flaschen sollte man aber selber machen können…

Die Modelle der Leserinnen sind diesmal alle blau… wie nicht selten gefällt mir so manches Modell besser, als in der Originalversion, zum Beispiel das Kleid von Ulia Stativa. Und auch daß immerhin einzelne Leserinnen nicht Model-Maße haben. 🙂

Kunterbunt wird es beim Patchwork-Thema. Die Sache mit den Hexagons erscheint mir auch für einen echte Restequilt geeignet. (Ich kann mich ja nach wie vor nur schwer mit dem Gedanken anfreunden, extra Stoffe für etwas zu kaufen, das eigentlich als Resteverwertung erfunden wurde…) Ob man nach dem bißchen Anleitung jedoch die Nähte sauber und flach hinbekommt? Bin ja keine Spezialistin für Patchwork…

Bei der „Warenkunde“ werden Bügeleisen und Bügelstationen gezeigt und immerhin jedem fünf oder sechs Zeilen gewidmet. Da sind mir doch unsere ausführlichen Tests auf der hobbyschneiderin24.net lieber. 🙂

Der Atelierbesuch führt diesmal nach Mulhouse, wo der Motivdruck eine lange Tradition hat. Die Tapeten von Zuber passen nicht zu meinem Einsrichtungsstil, aber beeindruckend sind sie trotzdem Die grafischen Muster von Alexander Poulaillon finde ich dann doch „nutzbarer“. (Ich wette trotzdem, daß niemand von der Redaktion im Elsaß war, sondern daß die Artikel aus Pressematerial zusammengestückelt wurden. Es sei denn, der eine oder Angestellte hätte beim Burdabesuch die gleichen Klamotten getragen wie an dem Tag, an dem die Bilder für die eigene Webseite aufgenommen wurden…)

Tja… und dann sind wir schon durch. Interessant angerichtet wurde noch der „Stoff des Monats“. Wenn schon der Stoff nicht aufregend ist, ist wenigstens das Bild gut.

Aber halt… da war doch was… gab es nicht im letzten Monat ganz neu das Modelexikon mit dem Buchstaben A? Tja… Burda schafft es doch immer wieder, meine Erwartungen zu unterbieten. Offensichtlich ist dieses „Lexikon“ schon nach dem ersten Buchstaben zu Ende. Das dürfte ein Rekord sein…

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen und die Rechte dafür liegen natürlich beim Burda Verlag.)

3/8 Grannies

3/8 of Grannies

Und schon wieder gibt es Neuigkeiten von meinem Häkelwerk. Ich habe nämlich mehr als 3/8 der Hexagons gehäkelt, also 158 Stück um genau zu sein.

Again news from my granny hexagons. I’ve more than 3/8 of the total number, 158 to be precise.

In dem Tempo wäre ich glatt im Oktober 2014 mit Häkeln fertig. Mal sehen, ob ich diese Rate beibehalten kann…

If I could go on at that speed crocheting would be done october 2014. Let’s see…

Aus dem Blogarchiv

h&h und was im März sonst so passiert…

März 2006:

März 2007:

März 2008:

März 2009:

März 2010

März 2011:

 

Infiziert

Infected

Nein, ich liege nicht schon wieder flach. Aber ich war bevor ich krank wurde bei Alfatex in Kalk gewesen, weil ich Jersey für eine Schlafanzughose brauchte. Und da sah ich es…

No, I am not sick again. But before I fell ill I’ve been at Alfatex in Kalk because I needed a knit fabric for a new pyjama. And there I saw it…

Kam Snaps Zangen gibt es jetzt auch im Laden, nicht nur zur Bestellung im Internet. Damit war dann mein Widerstand gebrochen und ich mußte mir gleich eine kaufen. Und einige Snaps dazu, wobei die Farbauswahl da ja nicht so prickelnd ist. Aber erst mal testen…

Kam Snap montage kits are available in shops also, not only through more or less obscure internet shops. (If you don’t know kam snaps: They became incredibly popular here some time ago.) So now I had to buy one also and some of the snaps. Though the choice of colors is not really tremendous. But good enough to test for myself…

Ein Knäuel weniger

One ball of yarn less

Zum Nähen bin ich noch nicht fit genug, aber ich kann wieder was zeigen, was schon länger fertig ist: Irgendwann ließ ich mich von einem Supersonderangebot verleiten, ein Restknäuel „Mega Stoppino“ von Lana Grossa zu kaufen. Ich mochte die Farben und dachte, das könnte eine nette Mütze geben.

I am not fit enough to sew, but I can show you something I’ve made some time ago: Some day there was a super sale and I purchased one skein of „Mega Stoppino“ by Lana Grossa. I liked the colors and thought one ball should make a hat.

Nur als ich auf die Suche nach Anleitungen ging fand ich nur welche, die wenigstens 95m oder besser 100m Garn verlangten. Mein Knäuel hatte aber nur gut 88m. 🙁

Searchin for a pattern I discovered only hats that needed at lesat 95m of yarn, better 100m. My ball had only 88m. 🙁

MützeBis ich bei Ravelry dann endlich auf den „Slip on Down Hat“ von Anne Campbell stieß. Der hat ein geniales und materialsparendes Muster und kommt so mit 70m oder weniger aus. (Hier kann man die Anleitung herunterladen.)

Until I finally found the „Slip on Down Hat“ by Anne Campbell via ravelry. The pattern is genius and a real material saver so you can do it with 70m oder less. (You can downlaod her pattern here.)

Jetzt habe ich eine schöne warme Mütze. Nur habe ich in den letzten Jahren ein paar andere Mützen gestrickt und eigentlich… brauche ich nicht noch eine. Meinem Mann würde sie zwar auch passen (Das Muster ist noch dazu wundervoll elastisch!) aber seltsamerweise will er sie nicht. Unerklärlich, oder? 😉

Now I have a nice and warm hat. Only I’ve made some other hats over the last years and finally… I don’t need another one. It would fit DH (the pattern is also so stretchy that it really fits any size!) but for some strange reason he doesn’t want it. Unbelievable, isn’t it? 😉

Außer Betrieb!

Out of Order!

Nein, nicht der Blog, aber ich. Offensichtlich habe ich eine Erkältung nicht gut auskuriert und jetzt liege ich so richtig flach. Halb wegen der Erreger, halb wegen der Nebenwirkungen der Medikamenten. 🙁 Also nichts mit stricken, nähen oder sonstigen spannenden Sachen.

No, not the blog, but me. Evidently my last seasonal cold was not really over yet and now I am really sick. Halfway for the nice microbes, halfway for the side effects of the medicament. 🙁 So no sewing, knitting or other interesting stuff.

Nicht unbedingt noch mehr rosa…

It needn’t be more pink…

… sagte der Vater auf die Frage, welche Farbe denn Babygeschenke haben sollten.

said the father when he was asked which colors were okay for baby gifts.

BabykleidUnd ich würde sagen, das gilt, oder? Es ist kein rosa. Bestenfalls….. hellkoralle oder so. :o)

I’d say that fits the bill. It’s not pink. Maybe… light coral or something like that. :o)

Der Schnitt ist das bewährte Babykleid von Burda, das ich schon seit 2007 für diesen Zweck verwende. Wie gut, daß Babykleidung nicht so stark der Mode unterworfen ist.

The pattern is my TNT pattern from Burda mag which I am using since 2007. Luckily fashion doesn’t change that much for babies.

Als Stoff habe ich einen bedruckten und auf alt getrimmten Jeansstoff von BBG, auch die Popeline für die Belege und die Paspeln stammt daher. Alles gut abgelagert, weder den Hersteller noch den Laden,aus dem ich es hatte gibt es noch.

Fabric is a printed shabby style denim from BBG, also the coton poplin I’ve used for the facings and the piping. Old stash finings, neither the company not the shop I got it from do exist any longer.

StickdetailUm das Rockteil noch ein wenig aufzupeppen habe ich es mit Valdani Farbverlaufsgarn (Farbe Raspberry Fizz) bestickt. Vor dem zuschnitt eingespannt und dann nach Lust und Laune Linien nachgefahren. Das Unregelmäßige paßt ja gut zum Stoff.

To create a little more interest on the skirt part I embroidered some of the printed lines with Valdani variegated thread (color „Raspberry Fizz“). I hooped the fabric before cutting and moved and did some freemotion embroidery. The irregularities fit the fabric well IMHO.

Schwierig waren dann eigentlich nur die Knöpfe in dem gleichen Rot wie die Paspeln… aber bei Plissee Becker fand sich dann doch was. Naja, wo sonst?

Finding buttons in the color of the piping was not easy, but Plissee Becker had some. Well.. who else?