Weihnachtskarten aus dem Rahmen

Also eigentlich „im Rahmen“, denn das war meine erste in the hoop (ITH) Datei.

Bei Emblibrary fand ich verzierte „Lebkuchen“ auf Filz gestickt. Da mir mehrere Motive gefallen haben, habe ich gleich den ganzen Designpack gekauft. Und mir den Stern in der kleineren Größe ausgesucht, damit ich ihn auf Kartenrohlinge kleben kann (und alles trotzdem noch in einen Standardumschlag passt).

Deswegen war ich in Paris auch Filz suchen… eigentlich wollte ich dickeren, weil ich dachte, damit das am Baum auch gut hängt… zum Glück gab es keinen dickeren in passender Farbe, denn erst als ich damit anfing, sah ich, dass der gedoppelt wird, die Rückseite also nur die Umrandung als „Verzierung“ hat. Was zugegebenermaßen „logischer“ ist, Lebkuchenherzen und Co werden ja auch nur vorne verziert.

Stickgarn hatte ich mit Gütermann Sulky angefangen und als das aus war mit Ackermann weiter gemacht. Gestickt wurde alles problemlos und seit ich die gelbe Unterfadenkapsel zum Sticken habe, muss ich auch am Oberfaden nichts mehr korrigieren.

Was ich dann lernte war, dass so ein ITH ganz schön aufwendig ist.

Zuerst braucht man nämlich ein Stickprogramm, denn zum Zuschnitt benötigt man eine Papierschablone, die in die Stickdatei integriert ist. Ich habe inkstitch genommen, das funktionierte an sich gut, nur kann ich mit dem Stickprogramm die Position im Druck nicht anpassen. Da mein Drucker nicht ganz randlos druckt, sind nicht alle Linien vorhanden. Außerdem verbraucht es jede Menge Papier, weil man das Motiv auch nur einmal pro Seite drucken kann. Und dann hat man zwei Druckdateien, eine für oben, eine für unten. Die in diesem Fall aber identisch sind. Und eigentlich soll man für jeden Stern eine neue Datei drucken, die dann auf Filz kleben und Papier mit Filz ausschneiden.

Fand ich jetzt doch eine ziemliche Ressourcenschlacht und ein pdf für den Papierausdruck wäre einfacher. Nicht jeder will erst mal mit einem Stickprogramm rumspielen.

Gearbeitet wird mit wasserlöslichem Sprühkleber, das habe ich gemacht, um das Papier auf den Filz zu kleben. Und den Filzstern auf die Umrisse auf dem Stickvlies zu kleben, habe ich dann einfach Prittstift genommen. Geht auch und saut weniger rum.

Wenn man dann den Stern ausgeschnitten hat, muß man erst mal Umrisse auf das Stickvlies sticken, dann den Rahmen raus, den Filzstern so genau wie möglich auf die Umrisse legen (zumindest etwas kleben hilft, bei den ersten Versuchen hatte ich es nur gelegt, ohne zu befestigen, da verrutschen die Spitzen doch teilweise) und alles wieder in die Stickmaschine. (Laut Anleitung sollte man den Umriss mit einer dickeren Nadel sticken und dann auch die Nadel wechseln, das habe ich nach dem dritten Stern gelassen.) Dann wird der Umriss zur Befestigung genäht, dann startet man den Stickvorgang für das Motiv, wenn der durch ist, holt man den Rahmen raus, klebt den Aufhänger und den Stern für die Unterseite unten auf das Stickvlies, wechselt den Unterfaden von Stickunterfaden zu Stickfaden (bleibt ja sichtbar), stickt den Umriss durch alle Lagen und dann muss man nur noch das Stickvlies ausreißen (das geht dann ohne größere Probleme) und ist „schon“ fertig.

Durch die viele Schritte, wo man aktiv was tun muss, kann man auch nicht wirklich gut weg und was anderes machen…

Aber ich habe elf Sterne, den ersten habe ich als Christbaumanhänger für mich behalten, die anderen sind mit Tesa (am Aufhänger) auf Doppelkarten geklebt und werden als Weihnachtskarten verschickt.

Da mir die Motive gut gefallen, werden in den nächsten Jahren sicher noch welche kommen. Filz habe ich auch noch üppig. Aber so ganz unaufwendig ist das nicht, mit dem ITH. Gerade bei den Umrissen fragt man sich schon, ob man das nicht mit der Nähmaschine genauso schnell gemacht hätte…

Das Jahr der Nachtwäsche…

… oder noch ein Schlafanzug.

Der Winterschlafanzug war jetzt deutlich weniger dringend als die anderen, aber ich hatte da den Simplicity Schnitt S9384, den ich testen wollte. (Und yeah! genäht bevor er out of print ging…) Den habe ich eigentlich gekauft, um mal ein oder zwei etwas schmeichelndere Tops für den Sport zu nähen.

Und noch ein Winterschlafanzug ist jetzt nicht ganz verkehrt. Zumal der Stoff noch da war, das Oberteil ist ein Single Jersey aus Baumwolle mit Elasthan. Habe ich mal wo mitbestellt, war nicht teuer, das Muster aber dann doch etwas weniger ansprechend, als auf dem Bild. Der hellblaue Stoff für die Hose war aus meiner Trigema-Kiste. Passte farblich perfekt, die Menge reichte und da er relativ elastisch ist, habe ich ihn auch für Hals- und Ärmelbündchen des Shirts genommen. (Lerneffekt: an den Ärmeln sollte man richtige Bündchenwaren nehmen oder einen Gummi einziehen. Aber für einen Schlafanzug passt es.)

Die Hose ist mein eigener Leggings-Block, aber etwas erweitert. Nicht sonderlich charmant, für einen Schlafanzughose aber tauglich.

Und.. genäht habe ich alles mit der Coverlock… es geht schon schneller…

Das war dann aber der letzte Schlafanzug für 2025. 2026 wird es aber zeitnah mit einem Nachthemd weiter gehen. Dafür muss ich jedenfalls schon mal keinen Stoff kaufen.

Schnittmuster goes IKEA

Neulich beim Aufräumen vor dem Stapel der unbenutzten Schnittmuster (bei mir vor allem McCalls und Co) …

… stellte ich zufällig fest, daß diese perfekt in diese Uppdatera Boxen von IKEA passen!

Die (alten) Vogue-Designerschnitte hochkannt, die anderen von McCalls, Butterick oder Simplicity quer. Perfekt, als seien sie dafür gemacht.

Und ja, die von Burda passen auch rein, die sind kleiner.

(Wie man das zufällig feststellt? Ich nutze diese Boxen seit einigen Jahren für alles Mögliche. Angefangen um im Schrank die schwarzen, anthrazitfarbenen und dunkelblauen Socken auseinanderzusortieren. Weil man sie durch die Griffe aber auch gut rumtragen kann, habe ich immer einen kleinen Stapel frei flottierender für wo am nötigsten. Da kann auch mal Kleinkram oder ein zerlegtes Elektrogerät unfallfrei weggelegt werden, vorsortiertes Zubehör für ein Näh- oder Handarbeitsprojekt,… Sachen, die nicht dauerhaft aufbewahrt werden müssen, aber auch nicht einfach lose rumfliegen sollen. Und als ich die Schnittmuster wegräumen wollte, fiel mein Blick auf die Boxen… und es passte!)

Für benutzte Schnitte allerdings kein Plan, denn die bekommt man nie wieder sauber in den Originalumschlag. Dafür habe ich dann Prospekthüllen zusammen mit der angepassten Schnittkopie und Anmerkungen zur Anleitung.

Aber der Vorrat ist so gut aufgehoben und gerät auch nicht so leicht in Vergessenheit. Nein, ich habe noch keinen Schnitt zweimal gekauft, aber Formen die ich grundsätzlich mag kaufe ich dann schon mal öfter in sehr, sehr ähnlicher Form… was aber nicht nötig ist.

Nadelstatistik 2025

Auch dieses Jahr mein persönlicher Zähler zurück, mit Blick auf die verwendeten Anleitungen. Und genauso verfälscht, wie im letzten Jahr, weil ich schon froh bin, wenn ich alle Bilder noch finde, um die Projekte zu zeigen… Denn gezählt wird das, was 2025 auch im Blog gezeigt wurde.

Genäht komme ich auf 17 Teile. Allerdings mehr für Barbie, als für mich. Daher waren es auch sieben Burda-Anleitungen, die verwendet wurden, drei von McCalls, zwei von Aranzi Aronzo und je eine von Butterick, Simplicity (via „Meine Nähmode), Patrones und selber erstellt.

Das letzte Projekt, das 2025 fertig wurde, war ein Outfit für Silvester, bei dem ich am 31.12.2025 noch die Kordel in die Kapuze gezogen habe. (Wobei die „Versäuberung“ der Kordel noch fehlt, die habe ich heute erst gekauft… aber ich hatte es schon an, also zählt es im Grunde als fertig.)

Beim Sticken komme ich auf 54 Items. (Kunststück, da waren die Weihnachtskarten vom letzten Jahr dabei und sowohl die Marmeladenausbeute von 2024 als auch die von 2025). 25 Stickmuster kamen von Emblibrary, 14 mal kamen Motive (in dem Fall Schriften) aus der Maschine zum Einsatz, 14 mal Muster, die ein Freund für mich erstellt hatte und ein Motiv kam von Urban Threads.

Die letzte Stickerei des Jahres dürfte ein Weihnachtsanhänger zum „neuen Baby“ gewesen sein. Auch noch nicht gebloggt.

Gehäkelt habe ich zwei Blümchen, nach einer Anleitung von Ravelry.

Gestrickt komme ich auf neun Teile (wobei da auch wieder die Mützen der letztjährigen Obdachlosenaktion dabei waren). Da ist die Herkunft der Anleitungen etwas schwieriger, Ravelry ist mehrfach dabei, aber viele Teile waren Mischungen aus Barbara G. Walkers Knitting from the Top mit Mustern aus dem Vogue Stitchionary und der neuen Strickmusterbibel sowie Eigenentwurf.

Hier sind Sneaker Socken das letzte Werk, das im November fertig wurde. (Nein, auch noch nicht gebloggt. Bin mir aber sicher, dass ich Bilder gemacht habe…)

Und mein Hexiquilt wurde 2025 fertiggestellt, gequiltet und auch schon ein paar Mal benutzt.

Aktuell habe ich einen relativ einfachen Lace-Schal auf der Nadel, der einen inzwischen Jahrzehnte alten (aber noch ziemlich umfangreichen) Rest Lace-Garn aufbrauchen soll. Geplant ist weiterhin, wieder einen Pulli anzufangen (ich habe ja noch einiges aus dem Merino-Konvolut) und hoffentlich auch Handschuhe für die 2026er Obdachlosenaktion zu stricken.

Meinen Hosenanzug habe ich nicht vergessen, aber vorher kommt noch etwas Kleinzeug dran und ich brauche noch mal ein Nachthemd. Aber ich hoffe zumindest, die Jacke 2026 fertig zu bekommen. Aber mal gucken, was das Jahr so bringt.

Und das nächste Hexi-Spiel habe ich auch schon angefangen.

Beim Lesen bin ich bis ins sechste Buch gekommen. Bis zum Sommer. Und da bin ich auch noch. Das könnte besser werden… Aber der Stapel ist aktuell etwas kleiner geworden.

Aus dem Archiv

Nähvorsätze für 2026?

Ach nö, wird eh wieder alles anders… (Auch wenn allmählich mal alle verheiratet sein sollten UND ich jetzt echt genug Festkleider habe. Bis auf das, was die Motten geholt haben.)

Januar 2006:

Januar 2007:

Januar 2008:

Januar 2009:

Januar 2010 (ein verstrickter Monat):

Januar 2011:

Januar 2012:

Januar 2013:

Januar 2014

Januar 2015

Januar 2016: Weihnachtsnachlese…

Januar 2017: Von Weihnachten zur Karnevalssaison

Januar 2018: Nur Strick…

Januar 2019: äh… ja… nix, offensichtlich. Wo ich da wohl war?

Januar 2020: Eher Nachlese aus dem Vorjahr.

Januar 2021: Ein gewisser Trend, im Januar endlich mal die Werke aus den Vormonaten zu zeigen bleibt…

Januar 2022:

Januar 2023

Januar 2024