Blümelein am Wegesrand…

Plucking random flowers….

Wir kennen das ja alle. (Denke ich…?) Manchmal rennt man und rennt man und findet nichts. Und ein anderes Mal läuft man gedankenlos durch die Gegend und stolpert quasi drüber.

We all know ist. (I guess…?) Sometimes we are running around like crazy and find nothing. And another time we walk aimlessly and there it is.

BücherUnd so ging es mir diesmal in Paris. Unser Lieblingsmetzger hatte noch zu (wir vergessen doch jedesmal, daß er eine recht lange Mittagspause hat) und so spazierten wir die Straße langsam entlang, wo der Buchhändler allmählich dabei war, seinen Stand vor dem Laden wieder zu bestücken. So lagen da die Handarbeitsbücher mal oben drauf und sowohl die Stickvorlagen aus Indien (die Vorlagen in dem Buch haben mit der Abbildung auf dem Buchdeckel wenig gemein) als auch das Buch über Handschuhe (nach einer Preisverhandlung) in meiner Tasche.

And that is what happend to me in Paris this time. One day we attempted to go to our favorite butcher whose shop was still closed. (We always forget how long his lunch time break is.) So we strolled down the street where the shop for antique books was just about to open the the owner started to arrange the books on the stands outside his door. So the books about craft and costumes were not covered by other topics yet and I found a book with embroidery patterns from India (the patterns inside are quite different from the photos on the cover) and a book about the history and use of gloves. (After some negociation about the price.)

StoffUnd da schätze ich mich schon glücklich.

Lucky me, I thought.

Doch zwei Tage später kam ich an einem Laden mit ungewöhnlichen und ungewöhnlich schönen Stoffen vorbei… nein, die sehen nicht nur so aus wie Stoffe von Chanel und anderen teuren und sehr teuren Designern und Marken. Diese Firma stellt die Stoffe her. Und verkauft manche davon auch in einem Laden.

But two days later we passed a shop with unusual and unusually beautiful fabrics… not they do not only look as if they were made for Chanel and other famous designers and high class prête-à-porter brands. This company actually makes the fabric for those designers and brands and some of them are available at their Paris shop also.

StoffUnd… sie hatten gerade Ballen- und Produktionsreste zum Sonderpreis. 🙂

And they had coupons and remnants from garment production on sale. 🙂

Die Reste haben nicht immer einen graden Anschnitt, aber es waren einige große dabei. Und zwei davon mußten mit. Ich mußte den Stoff direkt aus dem Koffer knipsen, deswegen hat er so viele Knitter… die haben sich aber schon größtenteils wieder ausgehangen.

Those coupons usually have only one straight end, the other one has bigger or smaller parts missing. but a lot of them were still rather large. And two of those had to accompagny me home. I had to take pics directly after getting them out of the luggage, this is why they have so many wrinkles, but most of them are gone by now.

Sind sie nicht einfach…. schön?

Ain’t they just… beauties?

Ich WIPe mal wieder…

My WIP is over there…

Ich nähe mal wieder ein Kleidungsstück (das ich eigentlich schon im Frühjahr 2011 nähen wollte…). Da sich das sicher wieder ewig hin zieht, habe ich ein WIP auf www.hobbyschneiderin24.net angelegt. Viel Spaß dort!

I am sewing a garment again (which was intended to be finished before summer 2011….) Since that will take a long while I decided not to blog about it, but to write a WIP on www.hobbyschneiderin24.net about it. It’ll be in German only, sorry for that. But there will be pictures. 🙂

Revue de Presse: burda classics, Automne/hiver 2012/2013, Hors Série N° 41H

Titel Burda SonderheftEine Burda-Ausgabe die in Deutschland nicht erscheint darf es ja eigentlich nicht geben. Tut es aber dennoch, diese Sonderheft erscheint in Frankreich und offensichtlich gibt es auch eine englische/amerikanische Ausgabe, in den Niederlanden ist sie gesichtet worden und sogar in Spanien.Nur in Deutschland kommt sie zumindest im Moment nicht auf den Markt. Da ich am Erscheinungstag aber zufällig in Paris war, habe ich mich gleich auf den nächsten Zeitschriftenstand gestürzt.

Versprochen werden Klassiker, Schnitte und Formen die teilweise von der aktuellen Retro-Welle wieder hochgespült wurden, aber eigentlich nie aus der Mode sind. Als eher ein Stil, als ein kurzlebiger Modetrend. Die Schnitte sollen das Größenspektrum 32 – 50 erfassen. Dabei ist nicht jedes Modell in allen Größen angeboten (das erwarten wir ja nicht anders…) aber es werden tatsächlich alle Größen abgedeckt. Die Größen pro Schnitt sind etwas anders als wier sie aus den Monatsheften kennen, wer Größe 36-44 trägt findet tatsächlich alle Modelle in seiner Größe, darüber und darunter wird die Auswahl etwas kleiner. Die Maßtabelle enthält lustigerweise die Maße für die Größen 40 – 56, da es die gleiche Tabelle wie im Monatsheft ist kann man sich aber daran orientieren.

30 Schnitte kann man in der Übersicht zählen, wenn man mal die Varianten wegläßt findet man drei Unterschiedliche Jackenformen, einen Mantel, eine Weste, eine Bluse, drei Röcke, zwei Hosen und zwei Kleider. Das mag auf den ersten Blick wenig wirken, aber die Abwechslung kommt einmal aus dem Stoff, zum anderen aus der Kombinierbarkeit der Teile.

Jacke Burda ClassicsNicht überraschend ist das erste von vier Themen dann auch der „chic à la Parisienne“, der klassische Look der Städterin, die man tatsächlich bis heute so in Paris sehen kann.

Eine der überraschendsten Verwandlung ist hier der Paletot Mantel für mich. Einmal hoch elegant…

Mantel Burda Classics… und dann mit der Lässigkeit einer Strickjacke. Denn eine weiteres Thema ist der lässige Freizeitlook für einen Herbstspaziergang auf dem Lande. Dabei mag zugegebenerweise niemand an schlecht erzogene Hunde gedacht haben, die einen ständig mit schmutzigen Pfoten anspringen und auch nicht an kleine Kinder, die getröstet werden wollen, nachdem sie in eine Pfütze gefallen sind. – Aber schöner als Parka und Leggings sieht es doch aus.

Und der Schnitt für den Mantel… ist der gleiche.

Jacke Burda classicsSehr gut gefällt mir auch der Schnitt für dieses extrem klassische Kostüm. (Das durch die Farbe aber einen Ausweis als aktuelles Modell bekommt.)

Jacke Burda classicsNicht ganz so frappierend ist die Verwandlung des Jackenschnittes zum Freizeitlook hier, aber der Look ist ein deutlich anderer. Auch die Kombination mit einer anderen Rockform zeigt, wie wenige Teile man eigentlich in einer Garderobe braucht.

Neben den beiden gezeigten Themen gibt es dann noch „Frau bei der Arbeit“, das die Möglichkeiten eines androgynen Hosenanzugs von eher lässig für den Büroalltag bis zu elegant gestylet für die Feier des gelungenen Projektes durchexerziert.

Etwas weniger Abwechslungsreich vielleicht die Wandlungen von Garderoben für den abendlichen Opernbesuch, aber auch hier ist vom kleinen Schwarzen bis zu diversen Rock oder Hose und Bluse-Kombinationen alles dabei.

Als kleines Schmankerl gibt es noch einen fünfseitige Bericht über die Modeschöpferin Cléone. Text und viele Bilder… einfach schön und inspirierend.

Fazit: Das Heft enthält keine innovativ neuen Schnitte. Das war bei dem Titel allerdings auch nicht zu erwarten. Aber für alle Anhängerinnen eines klassischeren Stils gibt es für 6,50 EUR eine Sammlung von Schnitten, die weitgehend durch die nächsten 10 oder fünfzehn Jahre tragen dürfte. Immer elegant und nie altmodisch. 🙂

(Die Bilder sind als Zitat zu verstehen, die Rechte dafür liegen bei Burda.)

 

Zehn Jahre mindestens….

Ten years at least…

… hat dieser verflixte Mantel jetzt zu halten. (Na gut, sagen wir fünf bis sieben.) Sonst schmeiße ich ihn weg und kaufe mir einen. Jawohl!

… I don’t want to do any repairwork on this coat. (Okay, let’s say at least five to seven years.) Elseway I’ll throw it away and go and buy one. Indeed!

Von außen sieht der Mantel immer noch aus wie hier, die Veränderungen sind alle innen.

InnenlebenInnen hingegen ist das Futter jetzt braun. Und von Venezia. Und ich habe es am Saum auch festgenäht, statt es frei hängen zu lassen.

From the outside the coat still looks like here. Inside the lining is brown now and it’s the trusted Venezia brand. This time I’ve sewn the lining to the hem all way round, instead of letting it hang free.

Der mühsam eingefaßte Saum ist dadurch natürlich hinfällig, spitzt am Schlitz auch an ein paar Stellen raus. Nicht schön, aber ist jetzt so. Fällt vermutlich eh keinem auf. Und nachdem die herbstliche Kühle eingetroffen ist, ist „nicht frieren“ einfach wichtiger.

The binding I did on the hem allowance has lost its purpose now, but it is still visilbe at some spots at the vent. Well, not nice, but that’s how it is now. Probably hardly anyone will evern notice. And since the weather says „autumn“ now the priority is „not feeling cold.“

SchlitzsicherungNetter sieht meine Sicherung für den Rückenschlitz aus…

Nice looks how I secured the back vent from the inside…

Beim Arbeiten merkte ich nämlich, daß der Rückenschlitz auch recht lädiert war. Die Steppnaht von außen hatte sich fast völlig gelöst, allerdings auf der Seite, auf der eigentlich keine Belastung ist. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob nicht die relativ schwere Klimamembran ein Teil des Problems ist. Jedenfalls habe ich die Schlitzbesätze von innen von Hand aufeinander genäht, die Steppnaht von außen erneuert, diesmal doppelt gesteppt, und dann zusätzlich noch ein Stück Kafka-Band innen aufgenäht. Zumindest an der Stelle sollte sich nichts mehr bewegen. Hoffe ich. 😮

While working on the coat it became more and more clear, that the back vent was heavily damaged. The topstitching that secured the facings and the two sides of the vent had been gone also. Strangely at that side where there normally should not be much strain. I am not sure if the membrane interlacing was not part of the problem since it is much heavier than the fabric. Whatever the reason might have been, this part of the coat got extra-security: first I did handstitch the left and right facing together from the left side. Then I renewed the topstitiching, this time stitching double. And I handsewed a bit of Kafka Ribbon as a tab over the beginning of the vent from the inside. Now at leat there nothing should get loose. It least I hope so :o)

(Den ersten Tragetest nach der Reparatur hat er übrigens erfolgreich überstanden: Der Herr vom Nebentisch im Restaurant wollte ihn seiner Begleitung anziehen… Die hat allerdings erkannt, daß es nicht ihrer war. 😮 )

(The first wearing test after the redo was sucessful. We were at a restaurant and the men from the next table brought my coat to his partner. Who of course recognized it wasn’t hers. :o)

Aus dem Blogarchiv

From the archives:

Oktober 2006, immer noch die Bluse (October 2006, still fiddling around with the blouse)

Oktober 2007: Challengenachbereitung und Parisshopping (October 2007: Doing the aftermath of the Challenge and shopping in Paris)

Oktober 2008: Hobbyschneiderin Treffen, Socken aus Resten und Jersey nähen ohne Overlock

Oktober 2009: Hobbyschneiderin-Treffen, eine Challenge und ein bißchen Stricken.

Oktober 2010: wieder viel gestrickt.

Hefeteig, Teil 2

Yeast Dough, part 2

gegangener VorteigNach einer gewissen Wartezeit wendet man sich dem Teig wieder zu und zieht das Tuch wieder weg.

After a certain waiting time you remove the towel.

Der Vorteig ist größer geworden und man erkennt viele Gärbläschen. (Mein Vorteig ist ziemlich flüssig, also sieht man mehr Bläschen. Wenn man mehr Mehl hinein mischt, sieht man weniger Blasen, dafür geht er stärker auf.) Bei mir hat er diesmal etwa eine Stunde in der recht kühlen Küche gegangen, weil ich derweil weiter mein Futter in den Mantel eingenäht habe….

The pre-dough has risen and you see bubbles from the fermentation. (My pre-dough is rather liquid, so you see a lot of bubbles. If the pre-dough contains more flour, it will show less bubbles but will rise more.) This dough I had left for about one hour in the rather cool kitchen, because I was handsewing some of my lining into the coat.

  Teig ZutatenDann kommen die restlichen Zutaten in den Teig. Zucker, Ei und Milch. Zucker rechnet man 50g – 100g auf 500g Mehl. Wenn man einen sehr süßen Belag hat, dann eher weniger Zucker, hat man eher säuerliche Früchte oder möchte den Kuchen ohne weiteren Belag essen, dann eher mehr Zucker. Letztlich aber ganz nach Geschmack. Eier rechnet man 1 – 2 auf 500g Mehr, je nach Geschmack. (Wer kein Ei mag oder veträgt nimmt etwas mehr Milch und Fett und läßt das Ei weg.) Und bei der Milch kann man 1/8 – 1/4l auf 500g Mehl rechnen. Das hängt einmal davon ab, wie viel Fett und Ei man drin hat und auch ob der Teil lieber etwas weicher oder etwas fester werden soll. Die Milch darf auch gerne wieder etwas angewärmt sein. Und keine Angst, wenn man hinterher den Teig zu weich findet… einfach noch etwas Mehl einkneten. Hefeteig nimmt das nicht übel.

Then you add the rest of the ingredients: Sugar, Egg and Milk. Sugar you take 50g – 100g für 500g flour. If the topping is very sweet take rather less sugar, if there is no topping or you use sour fruits you’d like more sugar. According to your taste. Eggs you can take one or two on 500g flour. (And if you don’t like or can’t have eggs you take more milk and butter and no eggs.) For milk the formula is 1/8l – 1/4l for 500g of flour. Depending in how soft or firm you like your dough. And how much butter and egg you have added. If it is too soft in the end… no worry, just add more flour later, no problem.

Teig rührenJetzt wird gerührt. Ich habe die Knethaken vom Rührgerät genommen, ein Kochlöffel tut es aber auch. Oder man nimmt gleich die Hände.

Now mixing. I used the hand mixer, but you can use a wooden spon also. Or directly your hands.

Schon nach relativ kurzer Zeit sieht man, daß der Teig sich von der Schüssel löst.

Relatively quickly you will see that the dough lifts itself from the bowl.

Teig geknetetDann wird aber noch weiter geknetet. Entweder mit dem Rührgerät oder mit den Händen. Am Ende nehme ich immer die Hände. Dabei spüre ich auch, ob der Teig nicht zu sehr klebt. Ich tauche meine Hände in Mehl, knete eine Zeit, wenn der Teig noch klebt, dann nehme ich wieder etwas Mehl, knete das ein,.. so lange bis ich eine nette Kugel habe, die auch nicht mehr arg an den Fingern klebt.

Then you continue kneading. Either with the hand mixer or with your hands. I always use my hands in the end, because so I can feel if the consistency is right and not to sticky. I put a bit of flour to my finger, knead the dough, if it is still to sticky I add a little more flour and so on… until it is a nice ball which is not too sticky.

Hefeteig aufgegangenDann kommt wieder das Tuch drüber und man wartet. Etwa eine Stunde. In der Zeit darf man die Schüssel gerne in einen warmen Raum stellen. Wenn es warm ist geht der Teig schneller, wenn es kühl ist dauert es ein wenig länger. Und wenn man keine Zeit hat, gleich weiter zu machen, dann kann man den Teig auch etwas länger stehen lassen.

Danach ist die Teigkugel jedenfalls größer geworden.

Now cover the bowl again with the tea towel, place it at a warm place, if available. Leave it alone for about one hour. It the room temperature is higher it will take shorter, if the temperature is lower it takes longer. And if you do not have time to finish your cake after one hour you can leave it alone for longer.

After that time you should have a bigger ball of dough.

Teig in der FormUnd den kann man weiter verarbeiten. Ausrollen, formen,…. wie man mag.

And then the dough is ready to become cake. you can roll it out, make buns,… whatever shape you like.

Ich habe den Teig ausgerollt und in eine Springform gedrückt. Darauf kamen dann die Zwetschgen

In my case I rolled it out and put it in the pan. Then plums were added.

ZwetschenkuchenEtwa 40 Minuten bei 180°C später sieht das dann so aus:

About 40 Minutes at 180°C in the middle of the oven ist looks like this:

(Okay, wir haben ihn etwas abkühlen lassen… aber noch warm schmeckt er am Besten. Guten Appetit!)

(Okay we let it cool down a bit… but it is best still warm. Enjoy!)

Der geheimnisvolle Hefeteig…

The mysterious yeast dough…

Da es im Moment gerade nichts sehenswertes aus der Strick- oder Nähkiste gibt, mir aber erst in der letzten Woche wieder zwei gestandene und erfahrene Hausfrauen über den Weg gelaufen sind, die noch nie Hefeteig gemacht hatte, weil sie ihn so schwierig fanden werde ich mich diesmal einem Küchenthema widmen. Zumal ja gerade Zwetschgenkuchenzeit ist und dieser ja wohl bitte nur mit Hefeteig den richtigen Zwetschgendatschi gib. 😉

I have nothing to show sewingwise or knittingwise at the moment. But here it is high season for „Zwetschengendatschi“ (which is a cake with a special kind of plums) which normally is made on the base of a yeast dough. And only this week I talked to two experiencend wifes and mothers who told me they never made it because they considered it so compicated and difficult. So for today I’ll talk kitchen.

Wie ich das meistens mache, werde ich nicht nur zeigen, was ich tue, sonern erst mal versuchen zu erklären, warum das so ist und wie Hefeteig grundsätzlich funktioniert: Die einfachste Basis eines Hefeteigs ist Mehl, Hefe, Wasser und etwas Zucker. Locker wird der Hefeteig durch die Hefe. Hefe sind Plize, die mit etwas Zucker und Wasser bei Wärme anfangen zu gären. Durch die Gärung entstehen Gase, diese wiederum sind dann als Bläschen im Teig eingeschlossen. Beim Backen wird die Luft in diesen kleinen Luftbläschen dann warm, dehnt sich aus und es bleiben dann größere Lufträume als Poren im fertigen Gebäck. Dadurch geht das Gebäck beim Backen auf (wird größer) und ist hinterher locker und gut zu essen, nicht steinhart.

I’ll try to explain first how yeast dogh works in general: The basic ingredients are flour, yeast, water and a bit of sugar. Yeast is a living organism and if you „feed“ it with sugar and add warmth and water it will start to ferment. Fermentation produces gas which is enclosed as tiny bubbles in the dought. While baking the air in the bubbles will extend because of the heat, the dough will rise. And after baking you have pores that make your cake (or bread) taste fresh and light. 

Die Grundzutaten, also Mehl, Hefe, Wasser und etwas Zucker kennen wir als Pizzateig oder von Fladenbroten. Zusätzlich kann man auch noch Fett und Ei zugeben. Durch Fett wird der Teig saftiger und weniger trocken, auch Eier machen den Teig saftiger, gehaltvoller und tragen zum Geschmack bei. Gleichzeitig wird der Teig aber „schwerer“, je mehr Eier und Fett im Teig sind, desto weniger geht er auf. Wasser hingegen benötigt man zwar, um das Mehl zu einem Teig zu verbinden, aber es macht am Ende das Backwerk trocken. Denn das Wasser verdunstet beim Backen wieder. Verwendet man Fett und Eier, um den Teig zu binden, benötigt man entsprechend weniger Wasser und der Teig wird nicht so schnell zu trocken und schmeckt auch nicht so schnell altbacken. Bei süßem Gebäck ersetzt man Wasser gerne durch Milch.

The basic ingredients, flour, yeast, water and a bit of sugar we know from pizza dough or some flat breads. Fat and eggs are often added. Fat makes your baked good less dry, also eggs add moisture. And taste. On the other hand the dough gets heavier the more fat and eggs you add. so it’ll rise less. Water on the other hand is necessary to make the flour into a dough. But it will evaporate in the baking process so the more water you add to the dought the drier the result will be after baking. This is why you use fat and eggs to make the flour into a dough. The more fat and eggs you use, the less water you need and the less dry your cake will be and also it will not taste stealth as quickly as if you only use water. For cakes and other sweet bakery water is often replaced by milk.

Hefeteig zu machen ist keine Zauberei, es gibt auch viele Wege, die zum Ziel führen. Ich habe auch etliches ausprobiert, bin aber zu der Technik zurückgehrt, mit der schon meine Oma Hefeteig gemacht hat. Ich mag das Ergebnis so am liebsten und es funktioniert am zuverlässigsten. Es klingt vielleicht manchmal kompliziert, ist es aber nicht. Und auch wenn die Gesamtzeit der Zubereitung ein wenig länger ist besteht sie doch hauptsächlich im Warten. Und da kann man was anders machen. Nähen zum Beispiel. 😉

To make yeast dough you don’t have to be a genius and there are different ways to do it. I’ve tried several ones, but in the end I returned to how my grandmother made it. I prefer the result that way and for me it works reliably that way. It may seem complicated but it really isn’t. And even though the prepration time is a little longer it does not mean you have to work all the time. Most of it is waiting for the fermentation to take place. While you are doing other stuff, like sewing. 😉

Am besten fängt man damit an, daß man Eier, Butter und Hefe schon eine Weile vor dem Backen aus dem Kühlschrank holt, damit sie Zimmertemperatur bekommen. Wenn man das vergißt ist es aber auch keine Katastrophe der Teig braucht nur länger, bis er aufgeht.

You start with getting your ingredients like eggs, butter and fresh yeast out of the fridge some time before you start. It works best at room temperature. But if you forget to do so it’s no problem either. Fermentation will just take longer.

Mehl

Das Mehl wird in eine Schüssel gesiebt. Man kann das Sieben auch weglassen, etwas lockerer wird der Teig aber, wenn man das Mehlsieb benutzt. (Oder ein Gemüsesieb und einen Löffel zum durchtreiben, falls man kein Mehlsieb hat.) In die Mitte meines Mehles forme ich mit einem Löffel eine Kuhle.

You take your flour and sieve it into a bowl. If you don’t have a flour sieve you can either take any other mesh that is fine enough to work and a spoon to „rub“ the flour through or you use the flour without sieving. Your cake will be a little less airy, but it will work, too. Then you take a spoon and make a hollow in the middle of your flour.

Ich benutze normales Weizenmehl, Dinkelmehl funktioniert ziemlich genauso, wenn man Vollkornmehl benutzt, dann sollte man mehr Flüssigkeit zufügen. Für einen Blechkuchen benötigt man etwa 500g Mehl, ich habe hier nur 300g genommen, das gibt eine recht dicke Teigschicht für eine Springform.

I am using standard wheat flour (no self raising, please), spelt works the same. If you take wholemeal you’ll need more liquid later. For a baking tray of cake I’ll need 500g of flour, for a springform pan 250g – 300g are enough. I used 300g here, that makes a thick layer of dough.

Hefe einbröselnAls nächstes kommt die Hefe. Ich benutze die handelsüblichen 42g Hefeblöckchen aus dem Kühlregal. (Die billigen funktionieren übrigens keinen Deut schlechter als Dr. Oetker…) Ein Hefewürfel reicht für 500g-1000g Mehl. Als Faustregel kann man sagen, je mehr Fett und Eier man im Teig hat, desto mehr Hefe. Für einen Kuchenteig rechnet man also 500g Mehl auf einen Würfel Hefe, wenn man Hefebrot backen möchte, kann es auch mehr Mehl sein, wenn man dann weniger Fett und Eier nimmt. (Man muß aber nicht mehr mehr nehmen…) Ich habe hier etwa einen halben Würfel genommen und diesen in die Kuhle hineingebröselt.

Next step is the yeast. I am taking fresh yeast which here comes in small packages of 42g and can be found with the refrigerated goods. One package is supposed to raise 500g – 1000g of flour. So if you have other package sizes available or ask for how much flour they are supposed to last. If you have more fat and eggs, the yeast will raise less flour. So here I have a cake that will get more fat and eggs, so I will count one package for 500g. If you make bread which uses less fat and eggs you can use more flour. (But you don’t have to…) Here I’ve used about half a package of yeast and crumbled it into the hollow.

Milch zugefügtZur Hefe kommt ein halber Teelöffel Zucker (um die Gärung zu starten) sowie warme Flüssigkeit. In diesem Fall Milch. Je wärmer die Milch, desto schneller die Gärung. Allerdings ist Hefe ein lebender Organismus, wenn die Flüssigkeit zu warm ist, dann stirbt die Hefe und es gibt keine Gärung. Ich mache die Milch gerne etwa handwarm, eine Microwelle ist hier hilfreich. Alles zwischen 30°C und 38°C funktioniert nach meiner Erfahrung gut. Ist die Milch kälter kann man lange auf die Gärung warten, ist sie deutlich wärmer kann es sein, daß sie stirbt und dann gärt da nichts mehr. Die Menge ist an dieser Stelle nicht so kritisch, einfach ein wenig hineingießen, wenn es nicht reicht, kann man jederzeit nach schütten.

Now I am adding half a teaspoon of sugar (to start fermentation) and some warm liquid, here it is milk. Warm milk assures a quick and good fermentation, but yeast is a living organism, if the temperature is too high it will die. If the milk feels hand warm it is usually okay. (Microwave comes handy to warm the milk a bit.) Between 30°C and 38°C works normally fine, if the temperature is lower you’ll have to wait long for the fermentation, if it is much higher your yeast can die and there will be no fermentation. How much liquid you add doesn’t matter that much. Just pour a bit and if you find out it isn’t enough to dissolve the yeast add more in the process.

VorteigNun nimmt man einen Löffel und mischt vorsichtig, bis sich Hefe und Zucker gelöst haben. Dabei mischt man schon ein bißchen Mehl mit hinein. Das Ergebnis ist ein noch recht flüssiger Brei. Die Temperatur meiner Milch war offensichtlich gut, denn man sieht im Bild schon die ersten Gärbläschen.

Now you take a spoon and start mixing milk and yeast until sugar and yeast are completely dissolved. Doing this in the hollow of your flower assures that you are already mixing in a bit of flour also, which is good. The reasult is quite slurry. No liquid, but nor a firm dough either. The temperature of my milk was evidently good, because the bubbles show that fermentation started instantly.

Das Ergebnis nennt man „Teiglein“ oder „Vorteig“. Er dient zum einen dazu, zu sehen, ob die Hefe in Ordnung ist und der Gärprozess zustanden kommt. Zum anderen ist meine Erfahrung, daß der Teig später im ganzen gleichmäßiger aufgeht, wenn man die Hefe erst mal im Kleinen „arbeiten“ läßt.

What you have here is often called „Teiglein“ in German, It is a kind of a „pre-dough“. There are two reasons to make it: For once you can check if the yeast is okay and if the fermentation works properly before you add all other ingredients. Secondly my experience tells me that the fermentation in the end is more regular over the whole dough if you give the yeast time to develop before you add all the other ingredients.

Butter zufügenJetzt schnippt man mit dem Rührlöffel ein wenig über den Mehlrand, so daß etwas Mehl über den Vorteig stäubt. Auf dem Mehlrand kommt eine Prise Salz und die Butter wird vorsichtig darauf abgelegt. Beides darf nicht mit dem Vorteig in Berührung kommen! Die Butter bekommt so die passenden Temperatur.

Now you „snip“ with your spoon over the rim of the flour border so some flour will cover the pre-dogh. Then add a pinch of salt on the flour border and pieces of butter. Both should not touch the pre dough! This makes sure the butter will have the right temperature later.

Was die Buttermenge betrifft arbeite ich mit 50g – 100g Butter auf 500g Mehl. Je nach dem, wie schwer er werden soll. diesmal habe ich auf meine 300g Mehr etwa 40g Butter genommen, also ziemlich viel. Da wir nur zu zweit sind, essen wir keinen ganzen Kuchen an einem Tag und mit mehr Butter schmeckt er länger gut. Außerdem kommen Zwetschgen drauf, die selber ja kein Fett enthalten. Wenn ich eine Mandel-Butter Belag machen würde oder wenn ich süße Brötchen haben will, die hinterher noch mit Butter bestrichen werden würde ich eher weniger Butter nehmen. (Und man darf sich gerne ins Gedächtnis rufen, daß die Buttermengen im Vergleich zu den meisten anderen Kuchenteigen immer noch sehr gering ist.)

For butter you count 50g – 100g with 500g flour. Here I took 40g of butter with my 300g flour, so quite a lot. One reason is that we are only two and won’t eat a cake in one day, more butter makes it last longer without going stealth. Also I will put fruit in top which contain no fat at all. If I made a topping of almonds and butter I’d use less butter in the dough. Or if I’m making sweet buns which will have spread butter on them I’d also use less fat. (And whatever: compared with most other doughs for cakes, cookies or muffins yest dough contains few fat.)

Gehen lassenAnschließen bedecke ich die Schüssel mit einem Küchentuch, damit der Vorteig in Ruhe gehen lassen kann. Unter dem Tuch ist er vor Zugluft geschützt und die durch Gärung entstehende Wärme wird besser gehalten.

Now I take a tea towel and cover my bowl. The pre dough is protected from draft and since fermentation produces heat also this will be kept well.

Die Zeit fürs Gehen lassen des Vorteigs hängt von der Umgebungstemperatur ab, grob gesagt zwischen 10 und 20 Minuten, je nach dem, ob ich 25°C oder 38°C im Zimmer habe. Wenn die Küche kühl ist, kann man ihn auch gerne in ein wärmeres Zimmer stellen. Das gehen lassen im Ofen zu beschleunigen ist riskant, denn da ist die Hefe schnell tot. Und wenn man nicht nach genau 20 Minuten Zeit hat, sich den Teig wieder zu widmen? Nicht schlimm…. gärt er halt weiter…

Now you can take a break and do something else for about 10 – 20 minutes. Depending on the temperature of the environment. Anything between 25°C and 38°C works. If you think about putting the bowl in the oven to speed fermentation: better not, the risk is very high that the yeast will be killed and fermentation will stop. But you can move the bowl carefully to a warmer room in your house, if the kitchen is cool. And if you do not have the time to return after exactly 20 minutes? Doesn’t matter… fermentation will go on. Nothing to worry about.

Wie man sieht habe ich mir auch schon Ei, Milch und Zucker bereitgestellt. Denn Milch und Ei sollten ja auch nicht zu kalt sein. (Schon wieder ein ziemlich langer Artikel. Ihr müßt vom Lesen müde sein. Zumindest bin ich es vom Schreiben… deswegen beim nächsten Mal mehr.)

And as you can see I’ve also already prepared milk, egg and sugar. Because milk and sugar should have room temperature before I go on. (Long article already… you must be exhausted from reading. At least I am from writing… so next time more.)

 

Revue de Presse: Burdastyle Oktober 2012

Titel Burdastyle Der September hat gefühlt gerade angefangen, schon ist das Oktoberheft am Kiosk, zart in Rosa.

Das Editorial verspricht uns asiatische Inspiration mit klaren Formen und Schnitten. Das klingt ja schon mal gut. Und ein Bastelvorschlag von Kindern für Kinder. Vorschläge dürfen an Burda eingeschickt werden. (Spart eigene Ideen oder eine Fachredakteurin?)

Bei den kreativ-trends dürfen wir erst mal Strickpullover zerschneiden und neu zusammensetzen. Das… begeistert mich zwar nur mäßig, ich kann mir aber vorstellen, daß man da auch echte Erbstücke aus dem Kleidersack verwerten kann. Muster aus Goldknöpfen zu nähen ist dann mal eine Variante der Nieten-Applikationen. Auf dem Pulli sollte man allerdings aufpassen, Metallknöpfe können zu schwer für Strick sein. Aber als Pseudo-Galon an der Hose… das hat doch was. Und die Blätterdeko aus Kunst-Efeuranken… ach ne, das sieht doch aus wie eine Inszenierung vom Sommernachtstraum der Schultheatergruppe…

„Aus alt mach neu“ verziert einen Parka. Allerdings nicht wie zu meiner Jugendzeit mit dem Edding, sondern mit Glitzer. Außerdem sind m.W. echte Bundeswehr Parkas heute doch in Tarn, oder? Also alles nur Pseudo…

Elfenhaft unter dem Motto „Zartgefühl“ die erste Modestrecke. Das Kleid 127 wirkt ein wenig arg kindlich. Shirt 114A mit der gerafften Mittelnaht gefällt mir, wie sich die Deko auf dem Rock 126A macht würde man ja gerne sehen, aber das Bild zeigt nur den unvorteilhaft gerafften Bund. Erst Falten legen, dann noch kräuseln? Nicht unbedingt… Lust auf Leder macht die technische Zeichnung, der nächsten Jacke. Das Photo hingegen versteckt einfach alles. 🙁

Kleid Burdastyle Gut gefällt mir das schlichte Kleid 108B. Kellerfalten, oben zugesteppt, nach unten offen. (Davon, daß es dem Model offensichtich am Busen zu eng ist wollen wir mal schweigen.)

Mantel Burdastyle Flauschjacke 102 ist zwar süß, aber mehr begeistert mich der Mantel 125. Wobei ich ihn ja lieber über ein kürzeres Kleid tragen würde…

Kleid 12 hingegen sieht (zumindest aus dem Stoff) doch etwas arg nach Gardinenrecycling aus. Dann gibt es den Flatterrock mal ganz zu sehen, aber leider ohne die Deko, bon daher hilft einem das da nicht weiter. Und die Bouclé-Jacke dazu…. Ja. Nett.

Ach, bei Frau Bilys „Best of Styling“ bekomme ich dann endlich mal die Lederjacke zu sehen. „Schnell mal in die City“ mit der Jogginghose finde ich ja nach wie vor… geht gar nicht. Außerdem rosa zu leuchtendem gelb? Ach ne, so 1980er muß ich nicht wieder haben… Zur Jeans hingegen sieht die Jacke gut aus und auch über das Theateroutfit mit dem grauen Minikleid kann man reden.

Die Beautyseite ist zum Überblättern…

Die Nähschule für Einsteiger widment sich diesmal dem Shirt mit den Raffungen. Finde ich eigentlich ein angemessenes Projekt für „fortgeschrittene Anfänger“, weil es viel her macht und nicht wahnsinnig kompliziert zu nähen ist. Vorausgesetzt, die Nähmaschine packt den Strickstoff. Außerdem gibt es den QR Code für ein Video, das einen der Schritte zeigen soll. Da muß ich mir vielleicht doch mal eine App besorgen, die so was kann…

„Direkt vom Laufsteg“ werden dann Trends für den Winter präsentiert. Die Lammfell Pilotenjacke ist wieder da. Wenn sie mir noch passen würde, hätte ich noch eine im Keller. Aus dem letzten Jahrtausend. 😀 Military-Style sehen wir jetzt schon seit einigen Jahren. Wasserfallkragen geht auch klar. Folkloremuster und Flatterröcke für den Winter sind dann für mich wieder seeehr retro… Und Longwesten mag ich so und so nicht, daß sie asymmetrisch sind ändert daran nichts.

Die Präsentation von Modellen an Leserinnen scheint weiter zu gehen, Fake Fur ist das Thema für den „Street Style“. Die Longjacke 130 in Langgröße mit dem „Fellfeld“ finde ich recht originell, zumal das rechteckige und geometrische Fell mit der lässigen Schnittform interessant kontrastiert. Allerdings sollte an da wohl wirklich eine sehr schlanke Figur dafür haben. Shrug 133 hingegen ist ein tolles Projekt für alle, die den Felltrend mal eben auf die Schnelle mitmachen wollen. Der Mantel in Kurzgröße sieht einfach nur wie Omas Pelzmantel aus, nur eben in „falsch“ statt echt. Der Lederkasak in Langgröße… ne, sieht aus wie Putzkittel mit Fellbesatz… Ebensowenig kleidsam die Longweste zum Folklorekleid. Und das graue Sweatfutter sieht nur aus, wie irgendwas billiges. Die Weste gewinnt dadurch gänzlich nichts.

Jacke Burdastyle Extrem niedlich finde ich hingegen Blouson 129 in Kurzgröße. Das hat gleichzeitig was lässig sportliches und was elegantes. Und setzt den gleichen Trend wie die Longjacke in Langgröße für Kurzgröße um. Gut gemacht!

Tasche Burdastyle Zum Verlieben finde ich auch die Pelztasche. So eine Idee geht mir schon seit letztem Winter im Kopf um, aber ich habe die passenden Schuhe zum geplanten Outfit nicht gefunden, so blieb es erst recht bei der Idee. (Vom Zeitmangel mal gar nicht zu reden…)

Pilotenjacke als Stil mag ich ja eigentlich, aber das Modell 101 hat doch mehr von einer Jacke irgendwo vom Hippie-Trail.

Unter „community“ gibt es jede Menge Bilder von Leserinnen. Schon nett, aber den „Wow“ Effekt den ich in der Threads oft habe, den erzeugen sie nicht.

„Neue Raffinesse“ mit ungewöhnlichen Schnittdetails verspricht die nächste Modestrecke. Gewohnt minimalistisch sind die Photos, die shcon mal von den raffinierten Details eher nichts wiedergeben. Bluse 122 wirkt in der technischen Zeichnung durchaus interessant, im Photo leider so, als hätte ein Kind Mamas Bluse angezoge. Der Ausschnitt ist so tief, daß die Proportionen nicht mehr  harmonisch sind. Und daß der Rock eine interessante Taschenlösung hat, versteckt der schwarze Stoff erfolgreich. Dafür war bei der Beschreibung von Weste 110 ein Komiker am Werk. Denn das erste, was ins Auge fällt sind die Stiche vom Annähen des Druckknopfes, die auffällig auf der Brust prangen. Und dann erzählt der Text etwas von „verdeckt angenähten Drucknöpfen“… Jersey Wickelshirt 119 sieht in der Zeichnung ansrprechend aus, das Photo verrät schon mal, daß der Ausschnitt abstehen wird. Der wirft nämlich selbst bei der verdrehten Modelpose Wellen. Dafür kommen die Taschen des Rocks diesmal besser zur geltung. Der „Überrock“ sieht leidlich nett aus, aber wirklich nur, wenn man keine Hüften hat. Auch bei Shritbluse 117 ist die technische Zeichnung interessant, das Bildhingegen gibt sich Mühe alles zu verdecken und wir fragen uns warum. Ähnlich geht es mit bei dem Kleid 118A mit Wasserfall-Ausschnitt und Taillendrapierung. Könnte schön sein. Oder nicht. Shirt 118B zeigt mehr… zumindest aus Gabardine mt Metall fällt der Ausschnitt eher „avantgarde“ als ansprechend. Longjacke 113 dürfte eine gute Vorlage sein, wenn man Kostüme für die nächste Sci-Fi-Con näht… Geht also im Alltag als Avantgarde durch.

Beautyseite in Schwarz-weiß… *blätter*

Die jährliche Winterfolklore Strecke nennt sich diesmal „Gaucho Style“ Und fängt mit Drapérock und Militaryjacke an… (Wobei das Drapé ja nett ist, nur wo habe ich das gleich erst gesehen?) Dann der unvermeidliche Wolldeckenmantel. Die asymmetrischeLongsweste gefällt mir so auch nicht besser, Kleid 108A hingegen ist auch aus dem gemusterten Stoff reizvoll. Ich füchte allerdings, da muß der Musterrapport zu den Falten passen, sonst geht das fürchterlich daneben.  Der Pulli mit der Raffung in der vorderen Mittelnaht ist auch ein alter Bekannter, ich bin mur nur nicht ganz sicher, ob der quergemusterte Stoff das Optimum ist. Ah ja, eine Art Westernhemd mit Schulterpasse und ein Cordrock. Das wären jetzt die erste Modelle, die mich zumindest ein wenig an das propagierte Thema erinnern. Und den Rock nach mal gemustert. Nun ja.

Die Accessoresseite zum Thema ist wie zu erwarten. Wenig spannend. Abgesehen davon habe ich letzten Monat je gelernt, daß die abgebildeten Teile die sind, die es dann nicht mehr gibt, sondern die Ketten sind schon einige Kollektionen weiter. Dann kann ich mir künftig genaue Blicke sparen. Ungefähr finde ich selber.

„Durch die Wildnis“ ist das Motto der Kinderkeidung in Größe 104-128. Bedacht werden Jungen und Mädchen und wenn mich jemand fragt, würde ich es als „Karpaten-Stil“ bezeichnen. Viel Lammfell und so.

Kinderkleid Burdastyle Mein Favorit ist wenig überraschend das Hängerchen. Wobei ich mich allerdings frage, wie viel man falsch machen muß, damit das so nach hinten rutscht?

Den höchsten „Gebrauchsfaktor“ dürfte der Parkaschnitt haben. Geht für beide Geschlechter und wird als Winterjacke eigentlich nie wirklich altmodisch. Was er mit Folklore zu tun hat bleibt allerdings offen?

Das vintage Modell ist diesmal eine sehrweiter Kurzmantel. Wobei ich mich leider auf den gar nicht konzentrieren kann, weil ich die Schuhe des Models so abgrundtief häßlich finde… *börks*

Schön definitiv der schnörkellose Kurzmantel von Strenesse. Und Gabriele Strehle bekommt viel Raum, um ihre Ideen und Grundlagen in einem Interview darzulegen. (Ja, ich habe es auch gelesen. 😮 )

Weniger spannend ist der Bericht vom „Red Carpet“ Event rund um den Schuh Design Wettbewerb eines Billigschuhanbieters. (Der Gewinnerschuhe ist auffällig, ich weiß nur immer noch nicht, ob er der Bringer ist oder eher Billig aussieht.

Die „Best Sites“ im Internet sind auch diesmal wieder reine Verkaufsseiten. Was anderes findet die Redaktion offensichtlich nicht.

„Portrait einer Lady“ verspricht die Plus-Mode. Das klingt schon mal gut. Ich bin zwar von einer Lady so weit entfernt, wie es nur geht, aber als Bekleidungsstil gerade für die kühlere Jahreszeit ist es dennoch sehr schön. Cape 140 löst das Versprechen auch ein, aber ob die Marlenehose mit arg weiten Beinen die schönsten Proportionen dazu macht…? Schlicht geht es auf der Picknickdecke weiter. Eher bequem, als ladylike. Aber was dann man schon erkennen, wenn das Model malerisch im Sitzen drapiert wurde? Tunika 138A ist nett, aber mehr auch nicht. Der Hüllenmantel 136 sieht mehr wie Decke als Notlösung denn wie ein Mantel aus.  Und die langen, weiten Pullis sind wirklich eher Sofa-Look. Der lange Rock mit Leder  unten macht die Proportion nicht besser… ich bin eine Tonne, yeah!

Kleid Burdastyle Schön ist Kleid 137. Glaube ich zumindest. Wie abgebildet wirkt es eher wie ein wandelndes Paßformproblem, aber das sollte sich doch in den Griff bekommen lassen.

Tunika 138B aus Spitze wirkd schon schöner, aber die Kombination aus weiter Hose 139A und ebensolchem langen Hemd 142 sieht leider nur wie Pyjama aus. Die Schnitte an sich wären aber mal wieder recht schöne Basisschnitte.

Oh, was hat Burda sich denn da wieder ausgedacht? „Leichter spielen“. Ja, das ist echt eine Marktlücke. Unzählige Generationen von Kindern hatten schon immer das Problem, daß sie es so verflixt schwierig fanden, zu spielen. Sich vor schier unlösbare Probleme dadurch gestellt sahen. Regelmäßig beim Versuch schon aufgaben und sich vor lauter Frustration schnell anderen Tätigkeiten zuwanden. Ich verstehe ja, daß man seine Heftkategorien konsistent benamen will, aber manchmal sind die Ergebnisse dann absurd. Oder einfach nur doof. Es heißt „form follows function“ nicht „form replaces function“. Gilt auch im Umgang mit Sprache. (Die Bastelanleitung von der 7jährigen Bonnie ist die altbekannte Taschentuchmarionette. Nur diesmal Mit Chiffonstücken. Kann man mit Kindern natürlich toll basteln.)

Recht verspielt auch der Deko-Teil, der alle möglichen Tiere des Waldes bunt gestaltet. Vor allem natürlich Eulen.

Dann kommt das „Sozialmarketing“, das Möglichkeiten zeigt, für die (Burda) „Tribute to Bambi“ Aktion zu spenden. Immerhin werden auch einige Spendenempfänger vorgestellt,ausführlicher aber die Artikel, die beim Shoppen helfen sollen. Andersherum fände ich das ja interessanter.

Auch viel ausführlicher hätte der Bericht über die Zulieferer des Hauses Chanel ausfallen dürfen. Lesage für die Stickerei (die haben übrigens eine Schule, die Kurse anbietet, eine Freundin von mir hat schon mehrere gemacht, ich bin immer ganz neidisch, wenn ich das sehe), Goossens für den Schmuck und Massaro für die Schuhe. Wie gesagt…. hätte viel ausführlicher sein dürfen.

Am Ende gbt es dann noch den „Stoff des Monats“ diesmal bunt bedruckt auf Batist. Halt so patchworkoides Muster. Nett, aber nicht extrem spannend. Gibt es ja viel davon.

(Die Bilder sind von Burda und wie immer als Zitate zu verstehen. Die Bildrechte liegen selbstverständlich beim Burda Verlag.)

 

Goldige Resteblümchen

Golden Scrap Flowers

Auch von meinem Citron Tuch waren ja neun Meter Garn übrig geblieben. Ich wollte ja mal was anderes draus machen, aber die Anzahl der Anleitungen, die mit so wenig Garn auskommen halten sich wirklich schwer in Grenzen.

There were 9m yarn left from my Citron shawl. I was searching ravelry like crazy, but the number of patterns you can do with that bit of yarn is really few.

HäkelblütenAlso bin ich wieder bei der bewährten Scrap Flower Daisy von Kristin Mullen gelandet.

So I ended up again with Scrap Flower Daisy by Kristin Mullen.

Da mein Garn (Lana Grossa Babykid) ja keine fröhliche Blütenfarbe hat, habe ich ein wenig Gold mitlaufen lassen. Bei den zwei oberen Blüten war es M30 von Alterfil, bei der unteren der feine Stickfaden, auch von Alterfil. Weil das Ergebnis dann immer noch nicht sehr nach Blümchen aussah, habe ich noch mit verschiedenen Perlen gearbeitet. Jetzt geht’s, für eine Resteverwertung.

My yarn (Lana Grossa „Babykid“) did not have a typical color for flowers, so I decided to add some gold. The two upper bloom have added M30 by Alterfil, the lower one a fine embroidery thread also by Alterfil. Since I still was not happy with the result I added some beads. Now it’s okay, considering that it was made to use up my scraps.

 

Revue de Presse: Threads November 2012 (163)

Auch diesen Monat bin ich vom Erscheinungstermin fasziniert… Anfang September sagt der Kalender und die November-Ausgabe liegt im Briefkasten. Der Titel kündigt auch den Herbst an, wobei die Farben mit türkis und lila zwar weitgehend gedeckt sind, aber nicht der europäischen Erwartung entsprechen. Na mal sehen, was das Heft bringt…

Die Frage an die Autoren lautet diesmal, was der interessanteste Ort ist, an den sie für ihre Arbeit gereist sind. Und da darf diesmal auch ein Photograph zu Wort kommen, der die schönen Bilder für das Heft macht. Außerdem finde ich es amüsant, daß die Autorin, die das langweiligste Portraitphoto hat auch diejenige ist, die ihre Inspiration im heimischen Studio findet. Gibt es da doch Entsprechungen? Ich selber könnte mich aber auch nicht entscheiden, was mich am meisten inspiriert, ich nehme aber definitiv von allen meinen Reisen Eindrücke und ggf. auch Material mit.

Das Editorial ist mal wieder die Zusammenfassung des Inhaltsverzeichnisses… nun gut. Geht um Herbst und ist alles ganz toll.

Die Leserbriefe bekommen mal nur eine Seite. (Und obwohl sie ja in der Regel keine großen Neuigkeiten verkünden, lese ich sie ja doch immer ganz gerne. Reine Neugier… ich weiß ja gerne, was andere denken. 😉 )

Die Lesertips sind auch eher für die Neugier. Allerdings… selber gemachte Stoffhandtaschen mit Scotchgard einzusprühen hat was… Meine sind zwar in der Regel waschbar, aber so dringend muß ich das dann auch nicht tun, wenn ich es vermeiden kann.

Auch bei der Vorstellung neuer Materialien und Maschinen zieht ein Spray meine Aufmerksamkeit auf sich. Ein dauerhafter Sprühkleber für Stoff, der auch die Wäsche und die Reinigung überlebt. Mal sehen, ob ich „SpraynBond Fusible Adhesive“ irgendwo finde…

Der Artikel über Devoré bringt nun nichts Neues. Außer dem erneuten Wunsch, mir endlich mal Fiber Etch zu besorgen und es auch zu machen…

Bei den Pattern Reviews fällt mir der Rock von Vogue 1292 ins Auge und auch die New Look 6099 Jacke gefällt mir. Kann mir das jemand nähen? 😉 Wo ich doch keine Zeit habe.

Sehr schön auch der Artikel, der die „gezähnten“ Falten vom Vintage Modell auf der Rückseite zeigt. Gut, wer „Manipulating Fabric“ hat kennt das schon, aber hier erzeugt das noch mal einen eigenen und sehr spannenden Effekt. Den man auf jedes Kleidungsstück anwenden kann.

Kenneth King widmet sich dem Thema Schößchen. In den Bildern wird nicht in erster Linie gezeigt, wie man dieses Detail näht, sondern wie man aus einem vorhandenen Jackenschnitt einen mit Schößchen macht. Und das sogar in verschiedenen Varianten. (Ich habe ja den Eindruck, das im Moment die Schößchen ihren modischen Weg nach Europa oder zumindest Deutschland nicht oder noch nicht gemacht haben, aber mal sehen, wann der Trend auch hier wieder einschlägt.)

Eher grundlegend ist dann der Artikel über die Nähmaschinenwartung. Gut gefallen sogar mir die vielen Photos, die wirklich genau zeigen, was man wo und wie putzen oder auch ölen soll. Und wer gerne Nähmaschinen wieder herrichtet: Die Spannung der Unterfadenspule stellt man mit einem Gewicht ein. Hey, guter Tip für jemanden wie mich, der Dinge gerne systematisch angeht. 🙂

Nähen mit handgewobenen Stoffen ist auch ein Thema für mich. Manches gilt auch für andere locker gewobene Stoffe. Nicht alles neu, natürlich, aber doch noch einige Dinge, die ich bislang nicht kannte.

Durchaus auch faszinierend sind breite Falten, die das Muster eines Stoffes nicht unterbrechen. Ich habe das ja bisher so gemacht, daß ich dann tatsächlich bis zum nächsten Rapport gefaltet habe, aber das geht auch anders, indem man die Nähte geschickt legt und richtig faltet. Also noch ein für mich spannender Artikel.

Mit Paßform befaßt sich „Scale it down“ sehr ausführlich. Wie man aus einer normalen Größe eine Kurzgröße macht bzw. einen Schnitt auch entsprechend schmaler macht. Das ist zwar nicht mein Thema und die Grundprinzipien kannte ich auch schon, aber ein paar Kniffe in der konkreten Umsetzung sind dabei, die ich mal ausprobieren werde. Denn die Techniken funktionieren natürlich auch, wenn man den Schnitt länger oder (in meinem Fall) weiter haben will. 🙂

Die Modevorschau auf den Herbst schaue ich mir zwar an, aber was Farben und Formen betrifft, lasse ich mich dann doch lieber wieder in Paris inspirieren. Die amerikanischen Trends sind einfach nicht immer die gleichen.

Ausführlich geht es dann um die Erfahrungen von kleinen Schnittdesignern, die im Eigenverlag ihre Schnitte veröffentlichen. Möglichkeiten, dies zu tun, wie man seine Nische finden kann und um was man sich so alles kümmern muß, wenn man ein kleines Unternehmen hat. Sicher eine gute Lektüre für jeden, der mit dem Gedanken spielt, selber Schnitte zu vertreiben. Allerdings ist es schade, daß etliche der vorgestellten Beispiele erst in diesem Jahr angefangen haben. Da ist natürlich gar keine Aussage darüber zu treffen, ob die in zwei Jahren erfolgreich oder Pleite sind. Gut, diese haben schon mal einen Punkt beachtet, der nicht in der Liste der Dinge steht, die man tun soll: Dafür sorgen, daß der Firmenname in einer großen Nähzeitschrift vorgestellt wird. 😉 (Und ich habe auch was gelernt, nämlich daß es eine Firma gibt, die laut Artikel für „Birnenfiguren“ entwirft. Leider nur bis Größe 16…)

Beim Interview mit einem Designer wird diesmal Cynthia Rowley vorgestellt. Wie üblich, was man auf einer Seite halt so sagen und schreiben kann.

Begeistert verschlungen habe ich dann den Artikel von Claire Sheaffer über den Rückstich. Ja, Handstiche als besonders stabile Stiche für Kleidung. Die Photos sind wirklich sehr groß und deutlich und von der Wahl der richtigen Nadel an über Anwendungsgebiete bis zur Sicherung des ersten und des letzten Stiches wird alles ausführlich erklärt und sollte auch genügen, um die Angst vor Handstichen zu nehmen. 🙂 (Die habe ich ja eh nicht.)

Auch anregend finde ich die Vorstellung eines Nähstudios, vier Seiten mit vielen Bildern… auch wenn ich nicht beruflich Handarbeite und sicher nie ein so großes Nähzimmer haben werde, ich gucke mir immer sehr geren an, wie andere sich organisieren. Denn manches kann man sich dann doch abgucken.

Die „happenings in der sewing community“ sind mal wieder nicht so interessant, wenn man nicht in den USA wohnt.

Beim Blick in den Kleiderschrank der Leserinnen gefällt mir diesmal nur das kleine Schwarze der Designstudentin gut. Die anderen beiden enthalten viel Arbeit und Mühe, sind aber nicht so ganz mein Geschmack.

Die Expertenantworten befassen sich mit stabileren Taschen (nichts neues) und drei verschiedene Techniken, wie man eine Jeans kürzt und dabei den Saum behält. Nicht mein Thema, aber wer weiß, wozu es mal gut ist…

Tja und dann sind wir schon bei der diesmal etwas lustigen Geschichte und natürlich dem Photo des Vintagekleides von 1940 auf der Rückseite. Das Kleid ist für mich zum Verlieben, ein paar Änderungen im Detail, aber die grundsätzliche Designidee würde ich auch heute noch tragen.