Rudi, der räudige Rammler

Rudi, the mangy buck

Rudi der RammlerIn Paris lief mir kürzlich das Buch „Doudous tout fous“ von der japanischen Designerin Aranzi Aronzo für einen extrem geringen Preis über den Weg (amazon hat eine englische Ausgabe) und da mußte ich mich mal dem sinnlosen Nähen ergeben.

Some time ago in Paris I’ve found the book „Doudous tout fous“ from the Japanese designer Aranzi Aronzo  (there exists an english edition also) for such a low price that I had to buy it. And had to do some completely non useful sewing.

Rausgekommen ist bei meiner Resteverwertung Rudi. Räudig deswegen, weil die Nahtzugabe für meinen Stoff doch zu schmal war und ich dann noch vor dem Füllen erst mal einige Stellen von Hand zunähen mußte. Das Gesicht habe ich mit verschiedenen Knöpfen und Perlgarn gestaltet, anders als in der Anleitung vorgesehen.

Rudi, der räudige RammlerResulting of my sewing is Rudi. He’s called „mangy“ because the seam allowance was to small for my fabric, so I had to close some holes with hand stitches from the right side before I could even stuff him. The face I created with cotton perle thread and buttons, that’s different from the pattern.

Die meisten Zeit hat es gedauert, die passende Knöpfe zu suchen und das Gesicht zu gestalten. Aber es hat Spaß gemacht. Ich habe nur keine Ahnung, was ich mit Rudi machen soll. Denn weil der Stoff so leicht ausfranst kann ich ihn auch nicht an ein Kind verschenken. Und ich bin ja so gar nicht der Typ, für Deko. Und habe schon genug Stofftiere….

I think what  took most time was creating the face and choosing material and buttons. But it was real fun making Rudi. the only problem is, that I have no idea what to do with him now. With the fraying fabric it is to fragile to give it to a child. And I am so much not the type for decorative stuff. Plus I already have more plushies than I need…

 

 

Ein Wochenende bei Muttern….

A weekend with mom…

BrombeermarmeladeNein, ich habe nicht Kiloweise von meiner Mutter Marmelade abgeschleppt (ich war mit der Bahn unterwegs). Aber mein heldenhafter Ehemann hat sich ins Brombeergestrüpp gestürzt und hat geflückt. Im Gegensatz zum letzten Jahr sind diese nämlich sehr gut geraten und da er einen größeren Eimer dabei hatte als in den Vorjahren kam er mit 4kg Brombeeren wieder. 🙂 Die mich dann in Form von Marmeladengläsern erwartungsvoll anguckten, als ich wieder nach Hause kam.

No I did not drag home kilograms of jam from my mother (I’d been there by train), but since I was not home my hero DH jumped into the blackberry bushes. Unlike last year they had grown well and since he had taken a bigger bucket than the other years he came home with 4kg of blackberries. Which he had already transformed into jam when I came home.

Also blieb mir nur noch, die Hütchen zu sticken, was gar nicht so einfach war. Ich habe ja in den letzten Jahren keine größeren Nähprojekte mit dünnem Stoff gemacht und außerdem brauchen 17 Gläser auch eine Menge Stoff. So mußte mein Trenchcoat Stoff herhalten. Wie immer bestickt in Freihand-Technik, diesmal mit einer 90er Maschinensticknadel von Schmetz und Mettler Baumwoll Stickgarn sowie Mettler Poly Sheen in zwei verschiedenen Farbtönen, die gemeinsam als Oberfaden verarbeitet wurden. Unterfaden: AlterfilS120. Ab in den Vorratskeller damit…

So everytheng left to do was embroidering the covers which was not so easy. 17 jars need a lot of fabric (if you are only using remnants) and I hadn’t done many bigger projects over the last year. So the fabric of my trenchcoat had to do. Like always: free-motion embroidery technique, needle was a size 90 embroidery needle from Schmetz, threaded with one string of Mettler cotton embroidery thread and one string Mettler Poly sheen. Bobbin thread was AlterfilS 120. Now down to the storage cellar…

Ich habe bestimmt nicht gezogen…

Of course I did not pull the fabric

Den meisten von uns sind bei Jersey ja schon mal verdehnte Nähte begegnet. Bei uns selber und natürlich bei anderen, die wissen wollen, was sie den falsch gemacht haben.

Most of us have seen puckering seams in knits. Either on our own stuff, but then also with otheres who want to know what they did wrong.

Stoff vor der NähmaschineDann werden diverse Fehlerquellen (z.B. falscher Nähfußdruck) ausgeschlossen und am Ende kommt dann natürlich die Frage, ob vielleicht beim Nähen am Stoff gezogen wurde. Worauf man die obige empörte Antwort bekommt… da zieht doch nichts am Stoff!

Then you exclude step by step the different problems (e.g. wrong foot pressure) and at the very end you ask if the sewer might have pulled on the fabric… which will give you the answer from above. See, the fabric is relaxed, nothing pulls it.

SchwerkraftDoch dann treten wir mal einen Schritt zurück und sehen uns den ganzen Nähplatz an…. Meist steht unsere Maschine auf einem Tisch. Und das Kleidungsstück an dem wir nähen…. hängt dann teilweise vor der Maschine herunter Damit es gerade in die Maschine hineinlaufen kann. Und dann zieht eben doch jemand am Stoff. Beziehungsweise etwas… die Schwerkraft!

Then we stap back and take a look at the whole sewing place… Most of us have to put our sewing machine on a table. And the garment we are sewing is hanging down in front of the machine, because we want the fabric to run straight into the machine. But that means there is something pulling the fabric… it’s gravity!

Generell kann man sagen, je mehr Gewicht dran hängt und je weicher der Stoff ist, desto stärker der Effekt. Bei einem festen Baumwolljersey für ein Babyshirt wird er weniger spürbar sein, bei einer Damentunika aus weichem Viscosejersey hingegen stärker. Denn zum einen ist Viscosejersey ohnehin schwerer als Baumwolle, zum anderen aber ist auch das Stoffstück größer.

General rule is: The more weight the fabric has, the stronger gravity pulls. A firm cotton knit for a baby shirt will produce less of a problem than a long woman’s tunic or dress of soft rayon knit. Rayon is heavier than cotton anyhow and then the pieces of fabric are also larger and therefor weight more.

Stoff vor dem NähfußWenn man es mit sehr weichen Stoffen zu tun hat, dann kann man den Stoff so führen, daß er vor dem Nähfuß in leichten Wellen liegt.

Especially if you have very soft fabric you can guide it in a way, that there are slight waves in front of the foot.

So ist sicher gestellt, daß an der Stelle, wo der Transport zugreift, tatsächlich kein Eigengewicht des Stoffes dran zieht.

So you can be sure that the moment when the feed dogs grab the fabric, the weight of the fabric does nott pull it down.

der Transport arbeitet korrektHier habe ich einige Stiche weiter genäht und man erkennt, daß der Stofftransport seine Arbeit verrichtet hat und den Stoff glatt gezogen. (Weil ich keinen „nachgefüttert habe.) Aber nur genau glatt, der Saum (hier war es ein Saum, keine Naht) ist hinterher glatt.

Here the same situation some stitches later. The feed dogs did their job and pulled both layers of fabric under the needle. So both layers of the hem (in the pic it was a hem, not a seam, but seams are even easier than hems) remain smooth and flat. The machine could do its job and pull exactely so much fabric as needed for a flat and nun puckering hem. Or seam.

Man kann diese Wellen vor der Nadel übrigens auch benutzen, um zu testen, ob Nähfußdruck und Fadenspannung richtig eingestellt sind. Wenn die Maschine in dieser Konstellation beide Stofflagen gleichmäßig einzieht, dann paßt es. 🙂

Those waves in front of the needle you can also use to test the set up of your machine (foot pressure and thread tension). If the machine feeds two layers of fabric smooth into the needle without making them shift against each other the set up is right. 🙂

Revue de Presse: Threads September 2012 (162)

Wie gut, daß es eine Numerierung gibt, denn auf die Juni/ Juli Ausgabe folgt der September. Aber die Nummern verraten, daß nichts fehlt. Der Titel verspricht diesmal mehr technische Themen.

Die Frage an die die Autoren geht diesmal danach, welche Einflüsse sie zu ihrer aktuellen Karriere geführt haben. Da wird es auch in den wenigen Worten sympatisch persönlich.

Wie schon der Titel stimmt auch das Editorial auf Bekleidungsnähen ein. Alle Aspekte, um am Ende ein Kleidugnsstück zu haben, das sowohl gut paßt als auch sauber genäht ist. Definitiv mein Thema in dem Heft. Und spannend, ob neue Aspekte dabei sind…

Aber zuerst mal geht es durch die Leserbriefe, die wie üblich vor allem unterhaltsam sind.

Bei der Vorstellung neuen Nähzubehörs ist diesmal tatsächlich was dabei, was meine Meinung völlig ändert… ich stehe ja nicht auf sichtbar aufgenähte Reißverschlüsse, aber bei den gemusterten Reißveschlussbändern von i-kandi könnte ich sofort den „Bestellknopf“ für alle drücken. 🙂

Danach die Nähtips der Leserinnen. Der „best-tip“ spart tatsächlich Zeit… wenn man ein Schnittmuster öfter kopieren will und wenn es nicht so ganz auf Genauigkeit ankommt, denn die Linien werden so schon arg dick. Die meisten anderen Tips sind entweder nicht neu oder lösen keine Probleme, die ich habe, aber sie sind abwechslungsreich. Und Stoff vom Bezug von Schulterpolstern zu klauen, um einen Zwickel zu bekommen hat meine Oma schon gemacht, aber vermutlich ist das etwas, worauf heute nicht mehr so schnell einer von selber kommt. Wir sind es ja nicht mehr gewöhnt, das alles aufs Letzte gespart werden muß.

Mit „künstlerischen Einfassungen“ befaßt sich der erste richtige Artikel. Da ich ja generell nicht so dringend eingefasste Kanten haben muß, sondern lieber mit Belegen und Besätzen arbeiten zieht mich das nicht so an. Aber es stimmt, ein Einfasstreifen ist oft weicher und man nat natürlich bei kontrastierender Gestaltung nicht an der Kante den nicht immer schönen Übergang vom einen Material auf das andere. Vielleicht sollte ich mir die Technik doch merken… falls ich sie mal brauche.

Anlaß hätte ich auch gerne, die Vintage-Technik auszuprobieren. Ein schmales Etuikleid mit einer dramatischen Watteaufalte im Rücken, die unten in eine Art Ballonrock ausläuft… Hinsetzen kann man sich damit vermutlich besser nicht, aber sonst sieht es sensationell aus.

Das „Designer Spotlight“ wirft diesmal Licht auf Susan Khalje. Wobei ich sie jetzt nur als Autorin von Nähbpchern kenne, nicht als Designerin. (Aber der Begriff wird wohl im Englischen auch anders verwendet.) Wirklich viel Neues kann man von so einem Mini-Interview allerdings nicht erwarten.

Dann mal sehen, ob die Pattern Reviews was Neues zeigen… schnell zu nähen ist ja nicht so mein Motto. Aber das Simplicity Shirt ist nett, aber Wickeltops sind das ja immer. 🙂

Nachdem mich die Reißverschlüsse mit den schön gemusterten Bändern schon in ihrem Bann gezogen haben wird das einarbeiten eines sichtbaren Reißverschluss auch interessanter. Und zwar nicht in der „einfach mal drauf geklatscht“ Variante, sondern tatsächlich elegant mit Futter und allem Zip und Zap. Ich fürchte… ich muß da doch mal über  eine Bestellung dieser Reißverschlüsse nachdenken…

Mit der passenden Kleidung zur Figur befasst sich der nächste reichlich bebilderte Artikel. Da ist jetzt nichts Neues drin und es gibt auch einige Sachen, die ich lieber anders mache… aber wer sich in dem Bereich unsicher ist, der findet viele Anregungen.

Mit Hosen befaßt sich der nächste Beitrag. Es geht um die schöne, schneidermäßige Ausarbeitung, die Techniken aus der Herrenbekleidung verwendet. Eine Pattentasche einzuarbeiten gefällt mir schon mal, das sieht nicht nur elegant aus, sondern hilft auch, falls man die Hose mal etwas enger oder weiter machen will, weil der Tascheneingriff so nicht direkt an der Seitennaht sitzt. Wie man den Bund arbeitet, damit man die Hose leichter ändern kann (wie Herrenhosen) wußte ich schon. Sachen leichter anpassbar zu machen finde ich auf alle Fälle eine gute Idee und es sieht in diesem Fall auch sehr gut aus.

Spannend wird es immer, wenn die Redaktion einige Autoren zu einer Challenge aufruft und sie mit einem Stoff versorgt, den sie verarbeiten müssen. Diesmal war es ein sehr buntes, feines Netzgewebe. Mein persönlicher Knaller ist definitiv die Herren Jeans daraus von Kenneth D. King. Danach kommt das Kostüm, das den Stoff durch Quilten jackentauglich macht. Die anderen beiden Modelle sind auch schon, aber bewegen sich doch im Rahmen dessen, was man aus so einem Stoff halt so macht.

Den nächsten Artikel hätte ich gerne zu Anfang meiner Nähkarriere gehabt… der schreibt nämlich mal ordentlich zusammen, in welcher Reihenfolge in der Industrie Kleidungsstücke zusammengenäht werden. Ich bin ja nicht überall ein Fan industrieller Verarbeitung, aber das entspricht weitgehend dem, was ich mir inzwischen selber zusammengefummelt habe. So als sinnvolle Reihenfolge. Ein ganz toller und hilfreicher Artikel für alle, die noch nicht so weit sind.

Mit Alexander McQueen befaßt sich ein Artikel von Claire Shaeffer. Der ist nicht nur interessant, sondern bring auch viele spannende Bilder mit.

Bei den „Fundamentals“ geht es diesmal ums sichtbare Absteppen mit Nutz- oder Zierstichen. Nicht neu für mich, aber umfassend beschrieben und gut erklärt. Wer diese Serie sammelt bekommt im Laufe der Zeit sein eigenes Nähbuch.

Das Stickthema ist diesmal ziemlich stickmaschinenspezifisch. Nämlich wie man einen „Couching“ Effekt bekommt, ohne einen Faden mitlaufen zu lassen. Bei dem Motiv frage ich mich allerdings, ob es nicht schneller geht, die Tasche mit der Nähmaschine und „echtem“ Couching zu verzieren, statt erst mühsam was zu digitalisieren. Aber wenn man in Serie gehen will, ist es so natürlich praktischer. Und falls man mal keinen geeigneten Unterlegfaden bei der Hand hat, könnte man so was ähnliches auch mit der Nähmaschine simulieren. Dann allerdings aufwendiger.

„Happenings in the sewing community“ heißt der nächste Bereich, was wie immer eine Umschreibung für „Vermischtes“ ist. Ausstellungen und Veranstaltungen in den USA sind von hier aus betrachtet weniger interessant, auch der „national sewing month“ betrifft uns nicht. Aber der Nähtip gefällt mir… ein Post-It Block als Führung zum Absteppen.

Die von den Lesern eingeschickten Werke sind auch wieder schön, das Vintage Modell finde ich etwas langweilig, aber die anderen beiden sind eine Freude anzusehen. Besonders das Cocktail Kleid nach dem Burda-Schnitt.

Die Fragen an die Experten sind zwar auch nicht neu, aber die Frage warum Stoffe pillen interessiert auf alle Fälle viele, oder?

Danach kommt dann nur noch das nachdenkliche Geschichtchen und die Nahaufnahme des Vintage Kleidungsstückes. An letzterem kann ich mich diesmal ja kaum satt sehen….

Granny Update

65 HäkelhexagonsAuch von meinen Häkelgrannies gibt es mal wieder ein Update.

Time for an Update from my granny hexagons.

Ich habe ja ständig an anderen Sachen gearbeitet und die Häkelei beiseite gelegt, aber inzwischen habe ich 65 Hexagons. Wenn ich in dem Tempo weiter arbeite, habe ich im Februar 2015 genug Hexagons, um die Decke daraus zu machen.

Since I was either travelling or had other, more urgent projects there was not much time left for this crochet project. But I managed to get 65 hexagons done. If I go on at that speed it will be February 2015 until I’ll have enough to make the plaid.

Eingesetzer Ärmel in Kimonoärmel (Teil 3)

Transformation of a set-in sleeve into a kimono sleeve, part 3

Da fehlt doch noch was… nämlich das Vorderteil. Das ist aber nicht so schwierig, denn es geht fast genauso:

There is something missing… the pattern for the front. But that’s no problem, because you do nearly the same:

Querlinien auf Höhe der Taille und dem Beginn des Armausschnittes markieren, den Hilfspunkt auf der oberen Hilfslinie setzen, Hilfspunkte auf der Seitennaht setzen. Und jetzt kommt der eine, kleine Unterschied.

Mark the horizontal lines on waist level and at the beginning of the armscythe, mark the dot outward on the upper horizontal line, mark your dots on the side seam. And not there is the small difference.

Hilfspunkt für ÄrmelBeim Rückenteil haben wir zuerst den Ärmel angelegt und dadurch einen Punkt unterhalb unseres Hilfspunktes bestimmt. Für das Vorderteil messen wir, wie weit der Punkt am Rückenteil drunter lag und messen das dann aus.

For the back we used the sleeve pattern to determine a mark below our mark on the top horizontal line. For the front we measure how much we did go down in the back and determine the dot by measuring.

Danach geht es dann wieder weiter wie bekannt: Den Ärmel auflegen, so daß er mit der Ärmelmitte auf dem Schulterpunkt liegt und mit dem unteren Übergang von der Seitennaht in die Armkugel auf unserem gemessenen Punkt. Dann wieder den Ärmelsaum und die Schulterlinie bestimmen, die Seitennaht ausrunden und die Schulternaht ausrunden. Fertig!

The rest is as before: Match the sleeve pattern so that the top middle of the sleeve touches the shoulder point and the beginning of the sleeve seam touches the measured dot. Fix the position of the sleeve hem and the new shoulder line, connect your dots to get a rounded side seam and raise the shoulder line to a slightly rounded one. Done!

Dem Nähen vieler schneller Shirts steht nun nichts mehr im Weg. 😉

Now you can sew a lot of quick shirts. 😉

Ein Gratisshirt

Shirt for free

Vor einiger Zeit tauchte im Markt der Hobbyschneiderin eine Annonce auf, die meine Neugier natürlich weckte: 1m Stoff kostenlos, einzige Bedingung war: Etwas daraus zu nähen und darüber zu bloggen. Neugier ist mein Name, also habe ich mich „beworben“ und bekam die Antwort, ich könnte mir bei Stoffkontor einen aussuchen.

Some time ago I’ve found and offer at the hobbyschneiderin market which raised my curiosity: 1m of fabric for free, only condition: sewing something of it and showing it on the blog. Curiousity kills the cat So I „applied“ and was asked to choose a fabric at Stoffkontor.

Daß ich mir den Stoff selber aussuchen durfte hat mich erst mal überrascht und ich tauchte in den Webshop ein. Der ist vor allem nach Stoffarten sortiert, was mir hier nun entgegen kam. Denn bei meiner Kleidergröße ist ein Meter nicht viel und nach einem kurzen Gedanken, etwas für meinen Neffen zu nähen entschied ich mich für die selbstsüchtige Variante. 🙂 Bei der Menge (und mit Blick auf den Kleiderschrank) am ehesten ein Shirt, also ab zu den Jerseys. Letztlich wurde es Viskose Stretch Jersey „Jazz 2“ Schwarz-Weiss. (Es gibt auch eine Sparten, die nicht Stoffarten sondern eher „Themen“ wie „Kinderstoffe“ angeben. Die Stoffe die dort vorkommen, sind aber auch unter ihrer jeweiligen Stoffsorte angeführt. Was ich gut finde, denn so weiß man, daß man alle Jerseys gesehen hat, wenn man unter den Jerseys sucht und muß nicht auch noch mal die „Themen“ durchgehen. Sehr praktisch.)

So I went checking out their webshop. I considered a short moment to sew something for my nephew but decided then for the selfish way and went checking out knit farbics. One meter of fabric limits quite a lot what you can sew in my size and my wardrobe said „shirt“. The web shop is sorted after the different kind of fabrics, so that was  easy. (They equally offer some „themes“ like „fabrics for kids“ but the fabrics there will also be find in their „normal“ category, so you can just check all knit fabrics witout the fear to miss a fancy print in the kids section.) I finally decided for Viskose Stretch Jersey „Jazz 2“ Schwarz-Weiss.

Sonntag gab ich meine Adresse durch, die Bestellung wurde Montag aufgenommen und Dienstag abgeschickt. Wann er geliefert wurde kann ich nicht sagen, denn wir waren über ein langes Wochenende weg und danach hatte DHL das Päckchen einfach vor die Haustür gestellt. Das war dann wohl eher Glück, daß das noch da war. (Wobei mich das als Kunde nicht stören muß, denn die Haftung liegt beim Versender.)

I gave order and adress on Sunday, the order was received in Monday and shipped on Tuesday. When it arrived I can’t say. We were away for a long weekend and when we came back tha parcel awaited me just outside my front door. Lucky it was still there. (No, there is no porch or something to protect our door.) But as a customer I don’t have to care for that detail because it it gets lost the shop owner has to send a replacement.

Das Auspacken hielt dann erst mal eine Überraschung bereit: Der Stoff war als schwarz-weiß beschrieben, aber das weiß war alles andere als weiß. Eher helles beige oder bestenfalls dunkles crème, aber definitiv zu dunkel für jegliches „weiß“. In meinem Fall eine positive Überraschung, denn so steht mir der Stoff viel besser. 🙂 Auf dem Photo sieht er übrigens auch so aus, aber Bilder im Web können ja leicht täuschen. Und falls es mal was bestimmtes sein soll: Man kann sich Stoffmuster zusenden lassen….  Die Stoffbreite war eher 155 als 150 cm und die Länge bei 130cm. Daraufhin mußte ich dann meine Schnittmuster durchgehen und die Schnittwahl revidieren. Wäre ja Schade gewesen, Stoff übrig zu lassen.

Unpacking the fabric was the first surprise, in my case a pleasant one: the color had been descibed as black and white, but the white was not white (not even off white) but more a clear beige or maybe a very dark creme. The pic in the webshop shows about the same inpression, but pictures on the web are often nor reliable. Good for me, because it suits me much better. An in case one wants a specific color: they offer to send samples… Then the fabric was 155cm, wide and 130cm long. Since that was more fabric than expected I had to dive into my stash and choose a new pattern. It would have been to bad not to use it all.

Von der Qualität her war es ein weicher eher fließender Viscosejersey, wie ich ihn auch nach der Beschreibung und für den Preis erwartet hätte. Preis liegt bei 5,90 EUR, liegt damit eher im unteren Bereich dessen, was ich für vergleichbare Stoffe im Handel bislang gezahlt habe. Wie zu erwarten ist der Stoff rund gestrickt und längs aufgeschnitten und die Längskanten mit Kleber gesichtert. Abgeschnitten war er übrigens sehr sauber und gerade. Wäsche bei 40°C mit Feinwaschmittel ergab ein 127 cm langes und 150cm breites Stoffstück, das natürlich deutlich schräg lag. Was aber an der Machart liegt und normal für solche Stoffe ist. (Muß man beim Zuschnitt berücksichtigen, man bekommt dann aber auch Teile, die sich beim Waschen nicht mehr verziehen werden.)

The fabric is soft and fluid, as I would have expected it after the description and for that price point. The normal price would be €5.90/meter so at the lower end of what I would normally pay for a quality like that in local shops. As expected the fabric had been knit in the round, then cut open lenghtwise and the sides had been secured with spots of glue. Cutting was done very straight, not wonky or such. After washing it at 40°C it was still soft, no pilling and was 127cm long and 150cm large. And not straight anymore, which again is normal for that kind of knit fabrics. (I take care of that when cutting, that is a little more work, but after that the garment will never have running seams.) 

Dann ging es ans Nähen. Mit Organ Superstretch in 75 uns AlterfilS120 bzw. Alterfil Elastic hatte meine Maschine keine Probleme. Nachdem der Stoff ja mehr war, als erwartet, habe ich mir das Vogue Shirt V8558 noch mal vorgenommen. Diesmal mit der FBA.

Then of course I had to sew the shirt. I used ORGAN Superstretch needles size 75 and AlterfilS 120 and Alterfil elastic thread and my sewing machine had no trouble with the fabric. Since the fabric was more than expected I made Vogue Shirt V8558 again, this time with a proper FBA included.

Was soll ich sagen? An der FBA wird man noch etwas feilen müssen, aber das Shirt ist gut tragbar. Besonders genial finde ich das Muster. Es ist ungleichmäßig, so daß man beim Zuschnitt nicht auf den Musterverlauf achten muß, gleichzeitig finde ich den unregelmäßigen Musterverlauf mit den kleinen Vierecken extrem figurgünstig. Und der Stoff trägt sich sehr angenehm, ganz weich, aber ohne, daß das Shirt seine Form verliert. Ich bin fast versucht, mir noch mal 2m zu bestellen, um mir noch eine langärmelige Version zu nähen… (wenn ich nicht schon so viel Stoff im Schrank hätte…)

What shall I say? The FBA needs some more tweaking, but I have a more than wearable shirt. And the pattern is really great. Since it is irregular you don’t have to check anything to match seams and the same time it is so great on my „plus size figure“. The small rectangles are just the right size and the pattern distracts the view. I am really tempted ot order another 2m to make a long sleeve version… (If my stash wasn’t that big already.)

Jedenfalls kann ich nur „Dankeschön“ an das Unternehmen Stoffkontor sagen, denn ich habe jetzt ein weiteres sehr schönes Sommershirt! 🙂

Big thank you from my side to the company Stoffkontor, because I now have another nice summer shirt! 🙂

Und natürlich war ich nicht die Einzige, die mitgemacht hat, hier könnt ihre sehen, was andere aus ihrem Meter Stoff gemacht haben:

Of course there were other participants, too. Here you can see what thay made with their meter of fabric:

Joju

Ninifee

Leni

 

Revue de Presse: Burdastyle August 2012

Titel Burdastyle In zarten Grün heißt Burda den Herbst willkommen. Nun ja, wäre schon schön, wenn wir erstmal Sommer hätten. Aber das ist nun nicht zu ändern. Der Titel verspricht ansonsten in meiner Größenkategorie Mantelkleid und die Farben Karamell und Nachtblau, was schon mal vielversprechend ist. Die Grundgarderobe für den Schulanfang ist zumindest für Bayern und Baden- Württemberg gut, denn da habe die Ferien noch nicht mal angefangen und die Mütter haben Zeit zum Nähen. Und unter „Streetstyle“ dürfen angeblich Leserinnen die Kollektion zeigen. Das Brigitte Modell mit den „normalen“ Menschen macht Schule?

Das auffälligste im Editorial ist erst mal das neue „App-Design“. Man fühlt sich fast wie auf einem Windows Handy.  Im Text wird vor allem dafür geworben, sich und seine Werke in allerlei Onlineplattformen hochzuladen. Klar, wenn die eigene Webseite so unübersichtlich ist, daß sie keiner nutzen mag, dann muß man auf andere Webcommunities verweisen. Außerdem ist es natürlich billiger, wenn man keine eigene Plattform unterhalten muß, sondern die Kunden anderswo werben läßt. (Tja… da sich mir bisher weder der Sinn von Facebook noch von Pinterest für mich erschlossen hat, zeige ich sie nach wie vor im Blog. Auch wenn mal ein Schnitt von Burda kommt. :o) ) (Okay, das war ein bißchen gemein. man darf ihnen die Bilder nämlich auch mailen.)

Dann wenden wir uns erst mal den kreativ-trends zu. Der erste wäre Accessoires aus dicken Seilen. Das hat teilweise sogar einen gewissen Reiz, aber vom Gefühl her würde ich das doch eher in den Sommer verorten und nicht in den Herbst, der uns mit dem Heft ja erwarten soll. Gut gefallen mir die breiten Taillengürtel. Leider nicht für mich, aber generell gerne. Und „neon“ kreischt als Trend auch grade durch Paris. Wobei ich ihn dann am liebsten am Schuh hätte, da habe ich einige sehr schöne Expemplare gesehen…

Die nächsten beiden Seiten werden dann tatsächlich mit Leserinnenbildern gefüllt. Und es wird noch mal auf die Email-Adresse verwiesen, an die man seine Bilder schicken kann. es geht also doch auch ohne seltsame Netzwerke. Jedenfalls nett zu sehen, wie das eine oder andere Teil an einem „echten“ Menschen aussieht.

Nun aber endlich zum ersten Modethema, „Fernweh“ heißt es und verheißt einen Mix aus Galmour und Ethno. Und bisschen Hippie, wenn ihr mich fragt.

Kleid Burdastyle Das Kleid 120 in Langgröße begeistert mich dann aber sofort. Der Schnitt ist einerseits schlicht, andererseits aber in einer ansprechenden Schnittführung. Und wirkt trotz der vielen Teilungsnähte auch in dem Muster. In Uni wäre er bestimmt auch schön. Nur warum man im Herbst immer noch Ärmelos rumlaufen sollte, das erschließt sich mir nicht.

Gilt übrigens auch für die nächste Seite… alles ohne Ärmel. Das Kleid das durch den Stoffmix wie ein Zweiteiler wirkt ist nett, auch das schlichte Seidenshirt mit der.. tja.. nennt man das am Rücken dann auch Schluppe? Ach nein, so rum ist es ein Schalkragen… hm… doch, besser hinten als vorne. Auffällig ist dann wieder die Kombination aus gemusterter Pyjamahose (124A) und weiter Jacke (104). Als Kombi eher unförmig, aber die Jacke mit den Nietenbändern am Ärmel hat was. Gerade im Kontrast zu dem orientalischen Stoff der Hose. Nur an der Proportion könnte man noch was tun. Und noch mal eine Pyjamahose… hm… zur Arbeit gehen, ohne sich vorher anziehen zu müssen? Spart zeit am Morgen…

Ein passendes Häkelaccessoire gibt es dann auch. So eine Art Sabberlatz mit Perlen und Riesenpailletten. Ich… weiß nicht. Eher nicht.

Passend dann auch die Accessoires, opulent und orientalisch. Und größtenteils deutlich weniger reizvoll, als echte Handarbeit.

Sehr schön arrangiert aber diesmal der Lidschatten. Sehr schön „angerichtet“, da gucke ich tatsächlich gerne. Ein eindeutiges „Daumen hoch“ für die Photographen!

Die ausführliche Bildanleitung in der „Nächschule für Einsteiger“ zeigt das „reverse Schluppentop“ aus Crêpe de Chine. Nähtechnisch sicher keine Herausforderung, aber wenn es sich an Anfänger wenden soll, ist Seide sicher nicht optimal. (Wobei… Crêpe de Chine ist immerhin einfacher als Satin….) Oder es sollten wenigstens ein paar Hilfen für die Verarbeitung solcher Stoffe dabei sein.

Knallige Farben mit nude Tönen sind das nächste Thema. Pure Schnitte sind angesagt, gut Chancen, daß ich mich mit anfreunden kann. Rock 135 gefällt mir schon mal gut, allerdings mit den großen Taschen auf der Hüfte nur für schmalhüftige. Bei Modell 101B scheint Burda selber nicht recht zu wissen, was es sein soll. Steht zwar „Gehrock“ drüber, im Text aber Mantel. Was es aus meiner Sicht auch besser trifft. Ein Gehrock sollte doch etwas schmaler und figurnäher geschnitten sein, oder?
Blazer BurdastyleGanz wunderbare Schnittführung der Blazer 137. Ganz schlicht, aber spannende Teilungsnähte. und aus meiner Sicht auch eine klasse Farbe. (Die Hose mit den kleinen Schlitzen sieht auch toll dazu aus.)

Auch das Titelkleid ist eigentlich recht nett, aber im Vergleich zum Blazer fällt es nun mal ab. Danach ein Bürotaglicher Mini… je nach Büro und Beinen kann der sogar gehen.

Shirt Burdastyle Sehr spannend finde ich auch das Jerseyoberteil 130. Man sieht, daß ein Shirt nicht schlicht und einfach sein muß. Bequem und schick, ja sogar elegant geht also doch. 🙂

Hart am Trend-Wind ist auch die Kombination aush Schößchen Top und Rock und daß Capes offensichtlich im Trend bleiben gefällt mir. Und dann noch mal das Kleid in Langgröße. In der Tat einfarbig sieht es keinen Deut schlechter aus und es geht auch mit Ärmeln. Viel praktischer im Winter. 😮

Die Accessoires kommen im „App-Design“ daher und es gibt Handtaschen in nude Tönen. Ich kaufe ja selten Taschen, aber gucken tu ich gerne… die von Coccinelle wäre mein Favorit.

Die nächste Modestrecke ist als Kontrast dann eher schwarz, aber 40er Jahre Retro ist ja wieder so ein Thema, für das ich sehr anfällig bin…

Kleid Burdastyle Und es geht auch schon gut los mit diesem ganz entzückenden Kleid. Das finde ich, geht doch auch in mehr als Größe 42…

Schößchenoberteil und Rock wirken in anderen Farben ganz anders. Der Rüschenkragen ist aber vielleicht etwas too much… Und über die Riesensamtschleife an Rock 111A will ich lieber gar nichts sagen… bin ich ein Bonbon? Den Gehrock-Mantel noch mal aus buntem Pseudopython… eher psychedelisch als 40er…

Rock Burdastyle Ach ne… auch den Rock finde ich zum „sofort nachnähen“. Schlicht, aber mit dem Godet doch wieder ein pfiffiges Detail. (Und kann man auch gut in jeden anderen Rock einbauen. Falls die Größe nicht paßt.)

Auch die kurze Jacke 119 dazu… nur die ist in Kurzjacke… Paßt dann nicht zusammen. Und der Tip, den Rock am Saum auf Kurzgröße zu kürzen ist ja wohl daneben. Denn dadurch ändert sich die Weite des Godets deutlich und der Eindruck wird ein ganz andere. Bei Kleid 107 weiß ich jetzt nicht… Das kann doch auch altbacken und arg „brav“ wirken. Also der Stoff… eher nicht…

Der Favorit von Frau Bily ist diesen Monat der geblümte Bleistiftrock. Das rockige Styling für den Stadtspaziergang mit Lederjacke und (flachen!) Boots sieht gut aus, auch die Kombi mit Pulli zum Essen ist schick. Aber mit dem doppelreihinge Blazer und den hellen Pumps… uha, das will ich mir gar nicht zusammen vorstellen. Das sieht aus wie „Jungfer vom Lande hat wichtigen Termin in der Stadt und hat sich dafür bei Oma und Tante Klamotten geborgt“ aus.

Die nächste Modestrecke behauptet zumindest, daß die gezeigten Damen die Teile hätten selber zusammenstellen dürfen. Die Felljacke zum Maxirock ist zumindest eigen. (So was hatte man zu meiner Jugend doch auch schon mal…) Der Lammnappa Blouson 118 hat wieder eine schicke Schnittführung und ist angeblich Kurzgröße, weswegen ihn die 19jährige Sarah auch zur Hose in Normalgröße kombinieren kann. Und es sind nicht mal die Ärmel zu kurz… Schnittechnisch ist ja weiter hinten im Heft nicht mehr so viel Neus zu erwarten… Kleid 115 gefällt mir als Alltagskleid ganz gut, dürfte der Schnitt vom Titelkleid sein, mit Ärmeln und aus einem weicheren Stoff. Der Strickmantel dazu sieht auch schick und bequem gleichzeitig aus. Gut, der Rest ist auch nett.

Zum Überblättern die nächste Kosmetik Werbung. Langweilig….

„Must-haves“ sind Bilder von Laufstegen betitelt. Natürlich immer mit einem Burda Modell und den „Beweisbildern“, daß eben jenes Trend ist. Bei den Elementen „Schößchen“ und dem Kleidungsstück „Cape“ ist es klar, bei „Kleid“ kann man eher raten, was das Burda Modell mit den Laufstegmodellen verbindet, bei der Bluse scheit es weiß und durchsichtig oder Spitze zu sein und beim „Gehrock“ muß es die Farbe rot sein. Alles abgebildete sind nämlich ganz klar Mäntel. Okay, das Burdateil auch… und bei „Hose“… scheint der gemeinsame Nenner genau dieses zu sein, es ist eine Hose. Okay, eine gemusterte. Aber das ist doch Art allgemein. Generell finde ich die Idee aber gut. Ich laufe nicht jedem Trend hinterher, aber ich kenne sie trotzdem gerne. 🙂

Dann aber endlich die Plus Modelle… die erste Bluse ist schon mal mit Schluppe… ne, oder? Das Mantelkleid ist arg Mantel und nur wenig Kleid. Auch der Hosenanzug scheint wenig Form zu haben, dafür sieht die „raushängende“ Blende eher wie vergessen denn wie gewollt aus. Da stimmt das Styling nicht.

Kleid Burdastyle Das Etuikleid 144 kann ich mir hingegen sehr gut an mir vorstellen. Vielleicht mit schwarzen Ripsbändern auf dunkelblau. Ich finde, daß wirkt auch immer wie „habe keine passende Farbe bekommen“.

Auch als Variante 143 mit Falteneinsatz sieht es an sich nicht schlecht aus. Allerdings sollten die Falten nicht so geknittert sein. Da hätte man besser in die Plissieranstalt investiert. Und die Lognjacke zur Hose schreit leider „schwanger“. Wer denkt sich solche Proportionen aus? Als Mantel 142B zum Kleid hingegen kommt der Schnitt viel eleganter rüber.

Der „Resteverwerter“ befaßt sich mit Leder. Was ja so die typischen Reste sind, die man beim Nähen so hat… aber die Anleitung gibt es eh nur im Netz.

Als Vintage Modell gibt es diesmal einen Bikini mit Baby Doll. Mit gerüschter Spitze vorne auf dem Höschen. Also ganz ehrlich… es gibt Dinge, da sollte man froh sein, daß sie im Orkus der (Mode)Geschichte verschwunden sind und sie nicht wieder ausgraben. Auffallen, wie versprochen, wird man damit sicher. Aber es gibt vielleicht doch angenehmere Arten, sich längerlich zu machen….

Bei den „Best Sites“ Surftips bekomme ich gerade ein intensive Deja vu. Drei davon muß ich erst ganz vor kurzem woanders vergestellt gesehen habe. Ich kann mich nur nicht erinnern wo… nun ja….

„Leichter basteln“ als Utensilo aus alten Kartons und Plastikflaschen geht nicht wirklich als Anleitung durch. Ein Bild und einige Worte Text, der nicht viel mehr verraten, als man sich aus dem Bild schon selber zusammenreimen kann. Seitenverschwendung.

In etlichen Bundesländern stellte man sich beim Erscheinen des Heftes zwar erst so langsam auf Sommerferien ein, aber Burda freut sich schon wieder auf den Schulanfang. Das ist ein bißchen „same procedure as every year“ in den Größen 116 – 140: Der Stil erinnert eher an Schuluniformen, wahlweise Retro.  Beides sehe ich auf deutschen Straßen nicht und wenn ich mir im Hobbyschneiderin Forum angucke, was als Kleidung für den Einschulungstag genähtwird, dann scheinen mir dafür eher pinke Rüschen, Applikationen und Stickerein aller Art angesagt zu sein. Ich gestehe, daß mir da der sachliche Stil aus der Burda deutlich besser gefällt (Schließlich ist die Schule ein Schritt ins „Große“ Leben und es geht eben „zur Arbeit“, nicht zum Kindergartenfest und noch weniger auf einen Ball.), aber in Deutschland trägt das eher keiner (Leider.) Kleid155 finde ich besonders nett.

Statt Patchen und Quilten scheint Basteln der neue Aufhänger für die Buchvorstellungen zu sein. Diesmal basteln mit Kindern. Einen Papp-Kuckucksuhr. Zwar ohne Kuckuck, aber immerhin mit echtem Uhrwerk. Nun ja…

Die Dekovorschläge widmen sich dem Thema „Out of Africa“. Irgendwie ist das auch nichts, was ich bei mir so haben wollte. Über Kissen 173 können wir reden, aber neu ist die Technik natürlich auch nicht. Na gut, der Teppich im Felldesign ist auch noch lustig. Aber im Ganzen… ach nein, nicht in meiner Wohnung. (Und warum einige der für’s Nacharbeiten nötigen Zutaten noch mal auf einer Bildseite gezeigt werden…. keine Ahnung. Nicht genug Werbung in diesem Monat bekommen?)

Dann dürfen wir einen Lampenschirm mit vielen kleinen Papierfächern bekleben. Nein… Danke. Bestimmt prima, um eine Horde Kindergartenkinder bei schlechtem Wetter zu beschäftigen, aber das Ergebnis bitte nicht in meiner Wohnung.

Das Thema der „news“ ist Porzellan und auch hier wieder mehr Verkaufsförderung als Neuigkeit. Aber das Kleid aus Porzellanscherben, das hat was.

Der Atelierbesuch hingegen hätte gerne noch mehr Bilder haben können. Die aufwendigen Abendkleider von Natascha Muellerschoen hätte ich auch auf noch mehr Seiten angucken mögen.

Interessant ist diesmal auch der Stoff des Monats, der mich vom Stil her gleich an afrikanische Motivdrucke erinnert. Nur anders. Ach guck, die Designerin kommt aus Afrika… kannte ich noch nicht, den Namen werde ich mir aber merken.

Mal wieder ein Fazit: Diesmal sind wirklich sehr viele schöne Teile drin, auch etliche, die ich gerne für mich hätte. Wenn ich Zeit zum Nähen hätte.

(Die Bilder sind wie immer als Zitate zu verstehen, sind von Burda und natürlich liegen die Rechte dafür auch bei Burda.)

 

 

Aus dem Blogarchiv

From the archives

August 2006, viel Gardinen (August 2006, lots of window treatment)

August 2007, die Challenge nahte: (August 2007, Working on the Challenge)

August 2008, viel gestrickt.

August 2009: wohl ein ruhiger Monat

August 2010, mehrere Anleitungen

Eingesetzer Ärmel in Kimonoärmel (Teil 2)

Transformation of a set-in sleeve into a kimono sleeve, part 2

ÄrmellinieSo, heute geht es weiter.

Endlich kommen die ganzen Hilfspunkte zum Einsatz und der untere Teil des Ärmels wird gezeichnet.

So.. next…

All those crosses we made before are used now to draw the line for the sleeve.

Von der unteren Markierung auf der Seitennaht in einer leichten Rundung über die Markierung auf der schrägen Linie bis zum Ärmelsaum. Man kann das mit einem entsprechenden Lineal machen, wenn man nicht zu doof dazu ist wie ich. Oder man strichelt es von Hand und verläßt sich drauf, daß die Schere das schon ausrundet.

Now you connect the marks from the lower mark on the side seam to the sleeve hem, making it slightly round. There are curves you can use to make a nice line. If you are to stupid for that (like me) than you draw free hand and hope for the scissors to give a nice shape later when cutting the pattern.

SchulternahtAls nächstes brauchen wir die Schulternaht. Dazu verlängern wir die Schulterlinie einfach bis zum Ärmelsaum. (Im Bild rot).

Now we need the shoulder seam. So you simply lengthen the shoulder seam of your block until it reaches the sleeve hem. (Ret line in the picture.)

Im Prinzip könnte man es dabei auch belassen, aber die Schulter fällt in der Regel schöner und trägt sich angenehmer, wenn man diese Linie etwas runder gestaltet.

Schulter ausrundenYou can leave it like that but usually it looks nicer and feels also mor comfortable while wearing if your round that seam, too.

Auch das nicht so schwierig, wir brauchen nur einen Hilfspunkt oberhalb der ursprünglichen Ärmelansatznaht. Dort ein Geodreieck im 90° Winkel anlegen und einen Punkt 1,5 cm drüber markieren.

Schulter ausrundenWe again need to mark a point. 1.5 cm above the point where the original shoulder seem stopped and the sleeve started.

Und dann in einer leicht gerundeten Linie vom Halsausschnitt über den Hilfspunkt zum Ärmelsaum.

And then draw a rounded line from neck over our provisory mark to the sleeve hem.

BeschriftungUnd dann kommt ein Schritt, der gerne ausgelassen wird, der aber sehr wichtig ist: Beschriftet euer Schnitteil! Ich schreibe drauf, was für eine Art Schnitt es ist (Kimono kurzärmelig), welcher Schnitt oder welcher Block meine Grundlage war und in welcher Größe und natürlich welches Schnitteil (Rückenteil). In diesem Stadium kostet einen das nur einen Moment, kann einem später aber stunden des Suchens, Ratens und Ausprobierens sparen.

And last but not least a very importent step many people tend to leave out: Write on your pattern what it is! I write what kind of pattern it is (here kimono, short sleeve), what pattern or block was the basis of the transformation and in which size and of course what pattern piece I have (here back). That costs you only moments now, but will save you hours of retreiving the information, guesswork or testing the pattern again later.