Großes Testen

Swatching big

ProbeläppchenNachdem ich jetzt brav alle Projekte beendet habe, ist es an der Zeit, meine nächste Lace-Stola vorzubereiten.

I was a very nice girl and finished all my knitting projects, so it’s about time to prepare the next lace shawl.

Ich hatte eine bestimmte Idee im Kopf, aber obwohl ich mehrere hundert Muster bei Ravelry durchgesehen habe, gab es nichts, was meiner Idee entsprach.

Also war mal wieder großes Testen angesagt…. Mal sehen, welche der angestrickten Muster ich für das Projekt verwenden werde…

I had a certain idea in my head ans started searching ravelry. But some hundreds of patterns later I wasn’t wiser. Nothing did match my idea.

So swatching time again…. Let’s see which of the pattern will make it into my shawl…

Skew in Regia

SockenNachdem die erste Version aus Noro Kureyon die Waschmaschine und den Tragetest so weit überstanden hat, habe ich das Muster dann auch mit meiner bewährten Regia Sockenwolle ausprobiert.

My first Skew from Noro Kureyon survived wearing and the washing machine, so I tried the pattern on my trusted Regia sockyarn.

Der sehr kurze Farbverlauf der „4fädig Color“ (ich glaube, die gibt es so nicht mehr) kommt für meinen Geschmack sehr gut zur Geltung. Und um „Gleichheit“ der Socken muß man sich auch keine Gedanken machen.

The very short color repeat from „4ply Color“ (discontinued I think) works very well with the pattern. And you do not even have to think about wanting identical socks.

Diesmal habe ich die Socken etwas länger gestrickt, trotzdem sitzt die rechte Socke noch arg eng über der Ferse. Die dekorativen Zunahmen schränken die Dehnbarkeit leider noch weiter ein, als es bei der schrägen Strickart ohnehin der Fall ist. (Und mein rechter Fuß ist länger…)

Socke SkewThis time I’ve knitted the socks a tad longer but still the right sock is very tight over the heel. The decorative increases and decreases prevent the sock from stretching even more. (Knitting „oblique“ already restricts stretchieness quite a lot. And my right foot is the longer one….)

Also muß ich bei der nächsten Version noch etwas zugeben und einen Kompromiss finden, der beiden Füßen gerecht wird.

So more length for the next version and a good compromise that will fit both feet.

Ich habe nämlich auch noch eine selbstmusternde (Regia Tibet Color) Wolle, die richtige Ringel gibt, da könnte ich doch mal wieder versuchen, zwei gleiche Socken zu produzieren. Dazu müssen dann aber beiden Socken die gleiche Reihenzahl habe. Probetragen muß allerdings warten, wegen mir gerne auch einige Monaten…

I still have some selfstriping yarns (Regia Tibet Color) andso I could try to make twins instead of some distant cousins. But then I need the same rowcount for both socks… First time wear will have to wait. As far as I am concerned I can wait some more months…

(Den Verlaufsbericht gibt es wie immer auf Ravelry.)

Daisy Frost

Vor langer Zeit in diesem Winter wurde eine Schlechtwetterfront namens Daisy angekündigt. Ich versorgte mich mit genug Material um das Wochenende, an dem niemand das Haus verlassen sollte gut zu überstehen. Nun ja, der Sturm fiel im Rheinland weitgehend aus, aber mein Projekt bekam den Namen „Daisy Frost“ und ist, pünktlich zum Sommer, auch endlich fertig.

Long ago this winter a storm called „Daisy“ was announced. So I made sure to have enough material for the weekend since we were advised not to leave the hose. Well, the storm didn’t really happen here, but my project got the name „Daisy Frost“ and is finally finished, right in time for summer.

PulloverÜber meine Garntests hatte ich ja hier schon geschrieben. Entschieden habe ich mich dann in der Tat das ONline Garn zusammen mit dem Wetterhoff „Silvia“ zu verstricken und damit „Zoom“ von Lang zu ergänzen.

Ich wollte einen zwar dicken, aber dennoch schmalen Pulli, damit ich auch noch eine Jacke drüberziehen kann. Dicke weite Pullis habe ich noch reichlich, ich trage sie nur nie… Also habe ich einen bereits angepassten Shirtschnitt (also mit FBA) genommen und nach dem die Strickteile ausgerechnet.

About my swatching and the yarns I had already been posting here. My choice in the end was that the ONline yarn in combination with Wetterhoff „Silvia“ would work best for my project.

I wanted a warm and thick sweater, but quite body hugging and not bulky. I have a good collection of bulky sweaters I never wear because they dont’t fit under a vest… So I took a pattern for a top I had already tested and adapted (including FBA) and made it into a knitting pattern.

Weil mir die Farben in der Kombination so gut gefielen habe ich mich für ein feines Ringelmuster (eine Reihe pro Farbe mit offenen Reihen) entschieden. Kombiniert mit asymmetrischen Längsrippen im rechts-links Muster.

I liked the combination of the colors so I made fine stripes (one row each) and combined them with a asymmetric very wide ribbing.

Obwohl ich das Shirt schon aus sehr weichem und dehnbaren Viscosejersey genäht hatte wurden Schulternähte und Kragen bei dem Strickpullo doch arg lang. Also habe ich mit einem festen Band eingehalten. (Von Hand aufgenäht.) Dadurch mußte ich den Kragen dann zwar noch mal auftrennen, aber das Ergebnis gefällt mir so gut. Daß der Kragen hinten etwas absteht ist beabsichtigt. Damit sich der Saum nicht rollt habe ich elastisches Chiffonband von Mokuba in Paris von Hand innen gegengenäht. Das war so ungefähr das teuerste an dem Pulli, glaube ich.

Pulli von hintenThe top I had already sewn from very soft rayon knit, but still the knit was softer and neckline and shoulder seams did stretch a lot. I stabilised them with a ribbon I’ve handsewn to the seams and neckline. After that I had to frog the collar and redo it with fewer stitches. Now it still stands on the back but that’s intended, I like the effect. To prevent the hemline from curling I’ve sewn an elastic chiffon ribbon from Mokuba in Paris to it. That was probably the most expensive part of the sweater.

Jetzt muß ich nur noch einen Rock dazu nähen, denn zur Hose sieht es ganz bescheiden aus. (Was aber nicht überraschend ist, denn der Pulli war von vorneherein zum Rock geplant.) Die Idee habe ich schon, aber es sind ja noch drei Nähprojekte offen und außerdem brauche ich das vor dem Herbst ja eh nicht. Hoffe ich wenigstens….

(Noch ein paar Details gibt es übrigens auf Ravelry.)

Now I have to sew a skirt to go with the sweater because it looks quite … bad with pants. (No surprise, it had always been planned as a sweater to go with a skirt.) I already do have an idea what to make, but there are still three other sewing projects I’ve already started and want to finish before starting the next one. This will be for autumn anyhow. At least I hope that the summer will no longer create a need for thick sweaters…

(If you want more details about the process check out Ravelry.)

Noch ein Projektfortschrittsverhinderer

Another obstacle to the progress of my own projects

BabystramplerWarum meine eigenen Projekte nicht vorwärts gehen ist gar nicht so schwer zu beantworten, da kommen immer wieder Geschenke dazwischen…

Auch wenn diese klein und süß sind, brauchen sie doch eine Menge Zeit: den Schnitt konstruieren und zeichnen, nähen, feststellen daß ich eine bunte Sammlung verschiedener Druckknöpfe habe, die zwar fast gleich aussehen, aber leider doch nicht zusammenpassen, improvisieren,…

Aber pünktlich zum Sommerbeginn wurde der Babystrampler fertig und wurde auf die Reise geschickt. (Wo er nach der Ankunft sofort in den Koffer gepackt wurde und jetzt mit Baby im Urlaub ist.)

Babystrampler von hintenThe question why there is no progress in my own projects is not hard to answer: There are always gifts to make.

And even though those are tiny and cute they take time to make: Thinking about a design, constructing the basic pattern, drawing the pattern as used in the end, finding out, that I have a zillion of snaps that look nearly alike but come from different companies and do therefore NOT match, improvise something else…

But the summer romper was finished for the first hot days and is on it’s way to a new baby. (Where it was recieved with joy and went directly in the luggage to go to holiday with baby.)

Wenn jemand auch so einen Anzug nähen möchte, dann laßt mir doch bitte euere Email-Adresse im Kommentar. Ich habe den Schnitt mit einer Kurzanleitung in ein pdf gepackt. Ich hätte aber gerne Feedback, ob der überhaupt paßt, bevor ich ihn hochlade. Ich nähe ja immer nur als Geschenk und sehe daher das Ergebnis nicht unbedingt am Kind…. (Und bevor ich nach der gleichen Schnittbasis noch mehr Mist produziere… ) Die Größe ist für Kinder mit 3 Monaten oder 64cm

If you want to make that romper please leave your email in the comment. I scanned the pattern and made it in a pdf. (But only short sewing instructions in German, so you should know how to sew a romper.) Since I am sewing babyclothes only as gifts I hardly ever see the result on the baby. So I’d like to know if it works, before I go on using my own block and basic pattern any further…. (I do not want to produce useless things….) The size is for Babies aged 3 month or 64cm height.

Edit: Hier gibt es schon eine andere fertige Variante zu sehen.

Aus dem Blogarchiv

Juli 2006

Juli 2007

Schon wieder ein so überraschend produktiver Monat…

Juli 2008

Nähcafé in Paris: Sweatshop

Sewing Café in Paris: Sweatshop

„Wie ist das Nähcafé in Paris?“ frage mich jemand. Nähcafé? In Paris? Kann ja wohl nicht sein, daß ich das nicht kenne… Also lies ich mir noch ein paar Hinweise geben, fand die Adresse…. hm, die Straße kenne ich, da ist eines meiner Lieblingslokale um die Ecke. Da war aber doch nie…?

„How is the Sewing Café in Paris?“ someone asked. Sewing Café? In Paris? Without me knowing about it? No… So I asked some more details, found the address… well, I know the street, one of my favorite restaurants is not far. But there never was…?

Sweatshop in ParisAlso bin ich losgezogen und siehe da, es gibt den Laden. Eher schlicht, aber gleichzeitig anziehend. Viel Vintage-Flair und ein Pulli mit interessantem Design im Fenster.

Und nichts verdeckt den Blick auf das kreative Chaos im Inneren. (Naja, weniger Chaos, mehr gestopfte Kreativität.)

So I went, searched and found the shop. Simple design from the outside, but attracting the same time. A lot of vintage style and a knit sweater with artful design in the window.

And nothing hides the creative chaos inside. (Well, not so much chaos, more stuffed with creativity.)

ZuschneidetischIm Zentrum des Raumes steht ein großer und hoher Zuschneidetisch. Mein Traum…

Hier am Tisch sitzt übrigens auch Martena Duss, eine der Gründerinnen. Wir haben uns dann schnell auf Deutsch unterhalten, denn Martena kommt aus der Schweiz. (Ihre Partnerin aus Österreich, aber die war an dem Tag nicht da.)

In the center of the room a big cutting table, my dream…

At the table seated was Martena Duss, one of the shop owners. We quickly switched our conversation to German, because she comes from Switzerland (but speaks also English well). And the second owner comes from Austria.

MaschinenparkIns gemütliche Vintage Ambiente passen auch die Singermaschinen im selbern Stil. Aber sie sind brandneu. 🙂

Auch eine Overlock steht zur Verfügung, zwei Maschinen mit vielen Zierstiche und natürlich eine Bügelanlage. (Wirklich wichtig zum Nähen!) Es gibt nämlich noch einen zweiten Raum im Hintergrund, wenn man an der Kaffeemaschine vorbei geht. Schließlich muß auch noch für die gemütlichen Sofas und Sessel Platz sein. Und die vielen Materialien, die sich überall befinden. Scheren, Nähgarn, Maßbänder, Schneiderwinkel,… was man so braucht ist vorhanden und kann benutzt werden. Und wer so gar nichts dabei hat kann auch Materialsets mit Anleitung für kleine ganz entzückende Projekte kaufen.

The Singer sewing machines fit well into the vintage atmosphere. But they are brand new. 🙂

But there is also a serger, machines with a lot of decorative stitches and of course a good pressing equipment. (So important for great sewing results!) Because there is a second room behind the coffee machine. The comfy sofas and seats need room also as does all the sewing stuff like scissors, curves, tape measures, sewing thread,… what you need is there and you can use it. And if you come completely unprepared because you just felt an immediate urge to sew something you can buy extremely cute kits that include material and instructions.

WolleAber man kann nicht nur einfach kommen und für 6 EUR die Stunde die Maschinen benutzen, es gibt auch Kurse. Nähkurse, Workshops (im Juli mit einer Stilistin aus den Ateliers von Sonia Rykiel), Kurse für Kinder und Strickkurse. Im Sommer sogar Kombinationen aus Sprachkurs und Strick- bzw. Nähkurs.

You can just come in and use the machines for 6 EUR/h, but there are also classes you can take. Sewing classes, workshops (in July there is one with a stylist from the ateliers of Sonia Rykiel), classes for kids and knitting classes. Over the summer you can even have combinations of language class and creative workshops.

SchokoladeFür Stärkung ist auch gesorgt. Neben der Kaffeemaschine gibt es Bionade und jede Menge lecker Süßes.

And it’s not only a sweatshop, it’s also a sweetshop. 😉 So you can have coffee, but also other tasty stuff for your sweet tooth.

KuchenthekeSelbstgemacht ist auch der Kuchen, den man kaufen kann. Den habe ich getestet und er war extrem lecker…

Homemade is also the cake. Very tasty, I did test it…

Dank Sofa, Kaffee und Kuchen konnte ich auch mein Herzblatt lange genug ruhig halten, um mich in Ruhe umzusehen und Bilder zu machen. Sehr praktisch. *g* Und 5 EUR für Kuchen und einen Espresso sind in Paris ein guter Preis. Wer also nur in kreativer Umgebung seinen Kaffe trinken (und vielleicht die Stricknadeln auspacken) will ist hier auch an einem guten Ort.

Thanks to sofa, coffee and cake DH was happy long enough to give me the time to study everything and take the pics. Very good. 🙂 And 5 EUR for cake and espresso are a very fair price for Paris, so if you want nothing more than to sit down in creative surroundings (and maybe get out your knitting) then that’s the place to go.

Wir hatten übrigens einen ruhigen Tag erwischt, sagte Martena und besonders am Wochenende ist viel los. (Und trotzdem waren wir nicht die einzigen im Laden als wir kamen und als wir gingen kamen schon die nächsten.) Was mich auch nicht wundert, denn wer in Paris hat schon Platz für eine Nähmaschine und noch weniger eine großen Zuschneidetisch aufzustellen? Und statt sich alleine mit einer lumpigen Maschine abzuquälen kann man in der Gemeinschaft und ggf. mit Hilfestellung viel mehr Spaß haben. 🙂

We came at a quiet day said Martena and especially at the weekends a lot of sewers are gathering there. (And even on that quiet day there were people in when we came and others arrived before we left.) I am not really surprised, because Paris appartments are usually tiny and there is no room to store sewing machines or all the stuff that comes with it. Not to took about a big cutting table. And instead of suffering in front of a lousy and cheap machine alone at home you use decent material and have fun with others. And get even some help.

Adresse: Sweatshop, 13, rue Lucien Sampaix, 75010 Paris.

Öffnungszeiten und das Kursprogramm findet man immer aktuell auf der Webseite:

Opening hours and workshop calendar are an the website:

www.sweatshopparis.com

Revue de Presse: Burdastyle Juli 2010

Titel BurdaFrisch und weiß kommt die Juliburda daher. Leider paßt das eher herbstliche Wetter zum Erscheinungszeitpunkt nicht zur Stimmung. Aber das war bei Produktion des Heftes ja wahrlich nicht abzusehen. Und auch das Titelkleid fällt mir gleich auf, leider fehlt mir die Figur dazu, denn die sollte ziemlich makellos sein, aber das Kleid ist erste Sahne!

Der „Wohlfühllook“ mit dem alten Heftschnitt ist dafür um so langweiliger. Aber vermutlich bequem. Wobei man daran auch wieder Zweifel anmelden kann, wenn man die Tunika aus dem vorgeschlagenen Polyesterstoff macht. Werden die eigentlich von der chemischen Industrie bezahlt? Das war doch mal ein Wollwaschmittel. Für Polyester brauch ich das nicht.

Nicht überraschend jedenfalls, daß auch das Editorial sich mit dem Thema „Urlaub“ befasst. Eine Garderobe, die in einen kleinen Koffer paßt wird versprochen. Da bin ich ja mal gespannt… in den gezeigten alten Koffer passen jedenfalls kaum die Schuhe… 😉

Die Kreativtrends bringen erst mal Batik aus der Sprühflasche. Der interessante Teil sind weniger die Taschen (Leinentaschen habe ich so viele, daß ich gar keinen Platz mehr für selber gestaltete hätte), aber die Information, das es die Stoffarbe jetzt fertig in der Sprühflasche gibt. Das eröffnet Möglichkeiten… Basteln mit Kieselsteinen ist auch dekorativ, aber die Dinger sind schwer, von daher nur mäßig praktisch. Und damit das auf einem Strohhut hält, ohne daß der unter dem Gewicht der Steine zusammenbricht… wer das Bild genau anguckt entdeckt, daß der Hut von innen gestützt werden mußte. Und ob ein Kilo Steine auf dem Hut den Tragekomfort bei Sonne verbessert…? Der dritte Trend spielt mit Lackstoff. Auch das nur eingeschränkt hitzetauglich. Andererseits… Regen perlt gut ab. :/

Bei der Resteverwertung geht es gleich einer ganzen Hose an den Kragen. Eine Cargohose dient als Vorlage. Die war in der letzten Saison noch „Must Have“?? Ich dachte die wäre schon lange entsorgt… Wobei sie als Knickerbocker den Stil nicht sehr verändert und die Sache mit Rock aus Hose ist inzwischen auch abgelutscht. Ebenso wie Tasche aus Hose. (Zumal diese mit ihren dünnen Tragschnürchen sehr unbequem sein dürfte.) Bleibt die Variante Hotpants. Nun ja…

Kleid BurdastyleUm so aufregender geht die Modestrecke „Wüstenträume“ in Sandfarben los. Kleid 120 für die Wüstenfee mit zartem Chiffon. (Und Leinenjersey, rares Gut.)

Die Sarouel Hose aus Leinenjersey ist echte Materialverschwendung. Schade um den Stoff. Und die Weste dazu… ne, langweilig. Die Röhrenjeans kann man natürlich aus jedem Material nähen, aber das Titelkleid darf noch mal ran. Leider, leider nicht in meiner Größe. *seufz* Aber aus gutem Grund, das sähe nicht aus. Außerdem ohne BH und Unterbau… geht gar nicht. Bei Kleid 111 in Kurzgröße bin ich mir nicht so ganz sicher. Als technische Zeichnung sieht das gut aus, aber an realen Frauen mit Figur? Auch die Lederjacke 118 darf nur mit der Zeichnung Aufmerksamkeit erregen, das Photo verrät nicht im geringsten, wie das wirkt.

Kleid BurdastyleÄhnliches gilt für Kleid 113. Auf dem Heftphoto sieht es bescheuert aus (und die in der Hand getragenen Stiefeletten im weichen Sand machen das nicht besser), die technische Zeichnung hingegen ist interessant. Da hilft dann nur ein Blick auf die Webseite (oder das Anleitungsheft), mit dem freigestellten Kleid auf dem Ständer. Ohne Wind und wenn man sich nicht zu heftig bewegt ist das ein echtes „Must have“ für ausreichend schlanke Frauen!

Die Accessoires in Beigetönen sind hingegen zum Gähnen. Gladiatorsandelen sind zwar absolut hip diesen Sommer, aber da sie einem schon seit mehr als einem Jahr überall um die Ohren gehauen werden, sind sie schon wieder langweilig.

Ah, jetzt kommt die verprochene Urlaubsgarderobe für den kleinen Koffer. Das Konzept ist schon spannend. Beginnen wir damit, daß einer der Schnitt für Langgröße ist und zwei (also ein Top, aber in zwei Farbe genäht) in Kurzgröße. Das kann man zwar alles in einen Koffer stecken, aber ob es der gleichen Frau passen wird? Der gleichen Frau, der dann auch die restlichen Sachen in den „normalen“ Größen passen… Dann plant die burdagarderobe immerhin drei Oberteile (plus eine Weste) zu vier Unterteilen (Hosen und Röcken) ein. Auch das megapraktisch, weil wir alle wissen, das Röcke viel schneller durchgeschwitzt sind als Shirts und wir deswegen ein Shirt gerne mal viele Tage in der Hitze tragen wollen. (Gut, wir können noch mit einem Kaftan und zwei Kleider abwechseln. Das dürfte bei einem nicht allzu langen Urlaub den „Stink“ im Zaum halten. Fragt sich dann allerdings, warum wir so viele Röcke und Hosen dabei haben…) Und die Waschmaschine mitzunehmen würde einen sehr großen Koffer erfordern. Aber wir hatten ein knackiges Thema, ob es Sinn macht oder nicht…

Die Stoffreste darf man dann immerhin zu Accessoires verarbeiten. Strandtasche, okay. Ein Bikini aus normalem Jersey ist hingegen ganz sicher nich dafür gedacht, nass zu werden. Es sei denn, man möchte, daß die anderen am Strand Spaß haben. 😀 die Paßhüllen sind vom Design her durchaus nett. Die Fußkette hingegen sehr… selbstgebastelt in der Anmutung.

Der Beauty-Seite kann ich mich nicht ganz entziehen, denn ich mag Kosmetika mit Zitrone… Also nicht ganz überraschend, daß ich eines der Produkte gerade im Bad stehen habe und auch ein anderes schon kenne.

In der Nähschule geht es diesmal um ein in der Tat nicht alltägliches Detail, nämlich ein Mittelteil mit angesetzter Raffung und unterlegtem Loch. Für erfahrene Näher ist natürlich klar, wie das geht, aber das ist wirklich ein Detail jenseits der üblichen Techniken.

Über die „Fee in uns“ hat sich Bärbel (ja, sie hat schon wieder ein neues Blog, ich haber vergessen mitzuzählen, das wievielte das jetzt ist) ja schon begeistert ausgelassen. Ich finde das erste Kleid ja eher 20er mäßig und letztlich recht formlos.

Bluse BurdastyleBesser gefällt mir da schon die Bluse 121 mit der Rüschenbetonung am Ärmel. Es fehlt nur der Artikel im Heft, wie man das bügelt, denn das Teil ist (angemessenerweise) aus Seide, nicht aus Polyester.

Top 114 zeigt das gleiche Drapeedetail wie das Kleid aus der Wüstenserie, wobei die Schals auf dem Photo wieder mal deutlich kürzer wirken, als in der Zeichnung. Und bei Kleid 124 weiß ich nicht recht… irgendwie nett, aber auch viel Lingerie-Stil. Rock 116B hingegen zeigt Drapierungen, wie ich sie schon an Gardinen grauenhaft finde, das wird als Rock nicht besser. Und die Tunika hat wieder mehr Nachthemd-Qualitäten.

Passend dazu sind dann wohl rosa Parfums mit undefinierbar blumigen Düften. (Das was die chemische Industrie besonders billig zu liefern vermag?)

Was man sich wohl unter einem „erwachsenen Campusstil“ vorzustellen hat? Hm. Eine bunte Sammlung aus eher business angehauchten Teilen und casual Klamotten. Durchweg tragbar aber wenig aufregend. Jacke 119 ist wieder nur offen zu sehen und da nur hinter der Handtasche. Ich fürchte aber daß dieser Doppelreiher mit dem tiefen Ausschnitt nur geschlossen gut aussieht.

Und die Accessoires… der Füller gefällt mir. 🙂

Dann kommt die Eigenwerbung. wir tragen den Namen Burda in alle Welt, in dem wir unsere Nähkränzchen in „Burda Style Sewing Club“ umbenennen und haben damit immerhin die Chance eine Nähmaschine für knapp 600 EUR zu gewinnen. So billig gibt es Werbung sonst nicht. Dafür rührt eine anständige Werbeagentur den Bleistift nicht an….

Kindermode ist diesmal in Gr. 104 – 128 und ist extrem anfängerfreundlich. Sprich einfach zu nähen. Strandmode für Jungs und Mädchen, meist nur wenige Nähte. Sieht allerdings auch nicht interessanter aus als das, was es billig zu kaufen gibt. Also vor allem als Resteverwertung interessant, schätze ich. (Und Bandeau-Bikini an Vorschulkindern sieht doch eher… also lächerlich ist jetzt eines der freundlicheren Worte, die mir dafür einfallen.)

Genauso lieblos ist die Beauty-Seite für die Kinder. Nein, kein Nagellack für Babies, es geht nur um Sonnenmilch für Kinder. Die hätten wir im Drogeriemarkt sicher nicht alleine gefunden…

Ah, endlich meine Größe. „Ganz entspannt“ ist das Motto der Modestrecke. Bluse 133 sieht auf der technischen Zeichnung ganz gut aus, am Photomodell auch. Aber wie das wohl an Frauen in echter Plus-Größe wirkt? Po und Hüften dürfen sie nicht haben, Busen wohl auch eher nicht. Rock in Ballon-Optik.. Kaftan mit Hose kann ja nett aussehen. Aber die Proportionen von der eher weiteren Hose und dem sehr langen Kleid begeistern mich nicht so. Shirt 137 mit Wickeloptik ist auf den ersten Blick sehr nett (und der Ausschnitt geht mal nicht bis zum Nabel sondern ist BH-tauglich), aber ich frage mich gerade, wie diese eher hohe Form ohne Abnäher bei etwas größerer Oberweite aussieht? Für Kleid 132 (wie das erste Shirt) sollte man zusätzlich sehr schlanke Beine haben. Denn der Saum ist Minikurz. Ne, also diesmal… eher gar nicht.

Die „News“ im Juli… eher olle Kamallen. Das Revival der Graziella Stoffe ist nicht mehr neu, Designer T-Shirts bei Tchibo, na gut… Witzig (und nutzlos) die Strickanleitungen von capstatt.de, aber gesehen habe ich die auch schon.

„Aus 1 mach 4“ rückt diesmal das Hemd in den Mittelpunkt. Variante 129 mit den Fältchen unter dem Busen sieht sogar ganz nett aus.

Auch gequiltet wird wieder, diesmal um einen Schmuckschatulle aus einer alten Schachtel zu machen. Das heißt, genauer gesagt wird gequiltet, nicht gepatched. Das Muster bringt der Stoff mit und das Quilten macht es nur ausdrucksvoller. Das sieht wirklich nett aus. Nur ob es für die Schmuckaufbewahrung praktisch ist, ist die andere Frage, so ganz ohne Inneneinteilung oder Befestigung.

Exotisch wird es dann bei der Home-Deko. „Arabische Königignnen“ und „marokkanische Paläste“ werden versprochen. Also wohl bunt und verspielt. Und wie zu erwarten teilweise nett, aber so gar nicht mein Stil. Die Vögel als Hitzschutz für die Henkel der Teekannen höchstens, die fallen in den Bereich „so bescheuert, daß es schon fast wieder gut ist“. Aber wohl doch mehr „fast“ als „gut“. (Abgesehen davon, daß man in diesem Stil so vieles echt aus Marokko günstig kaufen kann, da weiß ich dann wirklich nicht, warum ich das selber imitieren soll.)

Der Download-Schnitt im „starstyle“ ist diesmal von Gwyneth Paltrow inspiriert. Ein schlichtes aber gleichzeitig raffiniertes Kleid. Zumindest auf der Modezeichnung, die ja erst mal gar nicht verrät, wie das real umgesetzt aussieht. Denn nicht alles was man Zeichnen kann, kann man hinterher auch so nähen…. (Wobei es Burda einem auch nicht leicht macht, den Schnitt auf der Webseite überhaupt zu finden. Wenn man nämlich das Heftarchiv auf der Seite anguckt, ist dieser Schnitt dort nicht verlinkt…. Was auch besser sein mag, denn wenn man die technische Zeichnung auf der Anleitung anguckt, dann sieht das alles gleich viel weniger aufregend aus.)

Da Patchwork gerade ein unausweichlicher Trend zu sein scheint wird auch eine vereinfachte Mola-Technik angeboten. So einfach wie hier gezeigt ist das auch ein prima Anfängerprojekt mit Kindern, wenn man passende Stoffe und Motive wählt. Kein vergleich mit der traditionellen Technik, aber eine nette und moderne Kurzeinführung für Ungeduldige.

„Niedliches im Netz“ ist das Motto der Surftips. Das kommt auch größtenteils hin (abgesehen von ein paar weiteren sinnlosen Webcommunities), davon findet aber nichts den Weg in meine Bookmarks.

Bei der „Warenkunde“ geht es diesmal um Overlock-Maschinen. Der Burda Trend Inhalt durch Werbung zu ersetzen setzt sich fort. Ich bin ja nicht die Spezialistin für Overlocks, aber viele Features die an den vier vorgestellten Maschinen jeweils als besondere Merkmale hervorgehoben werden haben die anderen vorgestellten Modelle auch. (Um nicht zu sagen beinahe alle.) Die Auswahl und die Vorstellung wirken beliebig und der einzige Hersteller, dessen Modelle sich technisch tatsächlich unterscheiden (nämlich Babylock) kommt nicht vor. Und die Einstufung der einzigen Coverlock als „für Profis“ ist nachgerade Schrott, denn zum einen sind es alles Haushaltsmaschinen und zum anderen werden gerade die User, die viel mit der Cover und der Ovi arbeiten eher zwei Maschinen hinstellen, da eine Umbaumaschine letztlich immer einen Kompromiss darstellt. (Und ggf. sogar teurer ist als zwei getrennte Maschinen.)

Der „Atelierbesuch“ ist diesmal maritim und soll „Lust auf Meer“ machen. Wobei mir diesmal die meisten Sachen sogar gefallen. Das Porzellan von Barbara Hast hat etwas poetisches, die Idee als alten Segeln Taschen zu nähen ist nicht neu, aber die Werke von Anne Couderc sind wenigstens praktisch und die bunten Stoffdrucke von HildaHilda gefallen mir auch. (Bei mir würde allerdings nichts davon Einzug halten, Stehrümchen sind nicht meine Welt und Maritimes auch noch. Und simple Taschen nähe ich selber.)

Zum Abschluss dann noch der Stoff des Monats, diesmal bunt bedruckt von Anna Maria Horner. Für Kinder mag das noch niedlich sein, aber Erwachsene sehe ich dann doch nicht so dringend in Patchworkstoffen (die auch so aussehen). Aber Geschmackssache. Wäre natürlich spannend, wenn Burda in der Rubrik auch mal was zeigen würde, was nicht schon seit Jahren auf allen einschlägigen Websites hochgejubelt und durch die Blogs genudelt wird. Mehr Trend setzen als hinterherhecheln…

Sandalensocke

Linen Sandal Liners

Ich habe ein paar Sandalen, die zur Steigerung der Bequemlichkeit auch am Zehenriemen einen Klettverschluß haben. Leider wird dadurch die Kante sehr hart und reibt mir die Zehen blutig. Nicht praktisch.

Die die Sandalen aber ansonsten recht bequem sind, mußte da Abhilfe her. Die käuflichen Füßline aus Perlon schützen zwar die Zehen, sind aber bei Hitze auch nicht wirklich toll. Also habe ich mal mit einem Rest „Linen“ von katia Wolle rumexperimentiert und mir neckische Zehenschoner gestrickt.

I have a pair of sandals where the designer thought, that some velcro on the toe strap would make them easily adjustable and therefor more comfortable. Only this produces a hard edge that scrubs my toes until they bleed. Not so good.

Sandalensocke

But otherwise they are quite comfy so I like to wear them. I tried nylon sandal liners which are relatively invisible and protect the toes well, only nylons when it’s hot are not the nicest thing to wear. So I grabbed some remenants of a cotton-linen yarn from „katia“ and knitted some myself.

Ging einfach, schnell und verbrauchte nicht viel Garn.

Und heute hatten sie ihren ersten Praxistest: Das funktioniert so weit gut, ich habe aber auch gleich noch ein paar Ideen für Verbesserungen beim nächsten Paar.

Wer selber testen will, hier ist die Anleitung: Strickanleitung für Sandalensocke.

Erzählt mir, ob es funktioniert! 😉

They were made quickly and didn’t use a lot of yarn. And today I could wear them. Indeed, it works fine. But I have some ideas what to change for the next pair…

If you want to test them yourself here are the instructions: Instructions for linen sandal liners

Tell me, if it works! 😉

Die Anleitung ist auch über ravelry zu finden/ You can find the instructions on ravelry: http://www.ravelry.com/patterns/library/linen-sandal-liners

Und hier ist der Link zum Projekt/ And here’s the project link:
http://www.ravelry.com/projects/nowak/linen-sandal-liners

Warum nur…

Why, oh why…

Öcher Wollweiber… nennen sie sich „Öcher Wollweiber“?

Gut, das Treffen war in Aachen, aber gestrickt haben nur die Gäste, Benedicta und ich.

Na gut, Zauberpuffel hat die Spindel tanzen lassen und damit lacefeines Garn gesponnen. Ich bin jedesmal wieder beeindruckt, was sie so alles kann.

… do they call themselves „Öcher WoolWoman“ (or Wool Shrews? German allows both connotations….)

Okay, the do meet in Aachen, but there were only two guests knitting, Benedicta and me. All right, Zauberpuffel showed how to spin laceweight yarn with a simple drop spindle. It’s always amazing what she does!

Natürlich habe ich mich dennoch gut unterhalten. 🙂 Danke an die Wollweiber, fürs dabei sein dürfen.

But of course I’ve spent some pleasant hours, so thanks to Wollweiber to allow joining them. 🙂

Zuwachs…

Growth…

Buch..diesmal für mein Bücherregal (das nicht weniger überquillt wie meine Stoffkisten).

Mein Bruder hat mir dieses interessante Buch geschenkt. Nachdem ich ja schon Bücher über die englische Perspektive auf die Maßschneiderei für Herren habe, befaßt sich das hier (soweit ich es bisher angelesen habe) mit der Herrenschneiderei auf Wiener Art.

Und auch wenn der Titel anderes andeutet, Bilder sind eher rar, der Text ist bislang voll mit Information und wenig Unterhaltung.

Gefällt mir. 🙂

… this time for my bookshelf which is as bursting as my fabric storage.

I got a present from my brother, this very interesting book. I already do have books about the british (and american) view on bespoken suits so this book about suitmaking from a Viennese point of view is a very good complement. (As far as I can say this after having read parts of the first chapter.)

The cover shows a lot of pics, but inside it’s mostly text, high density of information, few entertainment.

I like it. 🙂