Curved Shawl in Malabrigo

Ich habe es doch mal wieder geschafft, etwas zu spannen…

gespanntes TuchI managed to get something blocked…

Ende März habe ich angefangen dieses Tuch zu stricken. Mal wieder oder immer noch aus Victorian Lace Today von Jane Sowerby, „Curved Shawl with Diamond Edging“ ist das Muster. Ich mag es ja eher rechteckig, aber das Muster hat mir so gut gefallen. Als Garn habe ich mir „Lace“ von Malabrigo in der Maschenkunst in Köln ausgesucht. Superweiches Merinogarn in der temperamentvollen Färbung „intenso 242“. (Dummerweise habe ich derzeit garnichts, was zu diesen rot und pinktönen paßt, da muß ich den Kleiderschrank wohl mal etwas erweitern.. Aber bei der Farbe konnte ich nicht anders.) Nadel 3,25 aus Holz von KnitPro.

Fertig gestrickt hatte ich dann Ende Mai. Das Garn strickt sich recht schön, das Muster hat ein paar Schwierigkeiten. Man beginnt direkt nach dem Anschlag mit so netten Dingen wie 3 Maschen rechts zusammenstricken. Das ist etwas fitzelig und die erste Reihe mußte ich mehr als einmal starten, bis ich das unfallfrei hinbekam. (Und ein bißchen Garn opfern, denn das ist weich und wenig gezwirnt, irgendwann sieht es arg zerzaust aus.) Verstricken ist bei dem Muster generell nicht empfehlenswert, da war auch immer mal knapp zwei Reihen rückstricken angesagt. (Ich merke den Fehler natürlich immer erst am Ende der Reihe, wenn er am Anfang der Reihe davor war…) Glücklicherweise fängt man mit wenigen Maschen an und bis oben konnte ich es dann doch.

TuchSehr gut gefällt mir die unkomplizierte Picotkante am oberen Ende. (Nur die 103 kleinen Eckchen beim Spannen einzeln festzustecken war… lästig.) Die Randbordüre hingegen fällt im unteren Bereich etwas schmal, da kommt das Muster nicht so gut zur Geltung. Da wären weniger Rapporte wohl schöner. Wobei ich ja nie mit dem Verhältnis von Maschen und Reihen hin kommen. Diesmal fand ich Umrechnen aber zu kompliziert und habe die vorgesehenen Maße durch das Spannen erreicht.

I started knitting end of march. Again oder still from Victorian Lace Today von Jane Sowerby, „Curved Shawl with Diamond Edging“ is the pattern Normally I prefere rectangular shewls, but I couldnh’t resist the spider pattern. I choose „Lace“ of Malabrigo as yarn at the Maschenkunst in Cologne. Supersoft merino in hot colour „intenso 242“. (Somehow I don’t have anything that fits tohse red and pinks, so I’ll need an update for my wardrobe. But I had to take that colour. ) Needles were 3,25mm wooden circs from KnitPro.

End of May I finished knitting. The yarn knits nicely, the pattern made me sweat. K3tog direktely from the cast on row is a bit tricky. So I had to start the first row more than once. (Including using fresh yarn, because the Malabrico is so soft, that it does not like to be frogged three times…) Making mistakes is not fun in that pattern and I did a good deal of back knitting. Usually nearly two rows, because I always recognized the mistake at the beginning of a row when I hat nearly finished the following one. Luckily you start with few stitches and when I came to the end I managed to do it correctly.

Spider PatternWhat I like a lot is the eays pcit edge. (Less funny is blocking 103 tiny picots…) The Diamond edge on the contrary does’t have enough space to spread, so you do not see to much of the pattern. especially on the bottom. Less repeats would have been better there. That might be due to my problem to match the ratio of stitches and rows (which is always very different from the book). I was to lazy to recalculate the shawl so I just made it as the pattern instructed me and at least the total dimensions did block out fine.

Ist das „Spider“ Muster nicht schön?

(Noch mehr Photos vom Entstehungsprozess gibt es auf ravelry.)

Isn’t the „spider“ pattern beautiful?

(More pics from the knitting process you can find on ravelry.)

Schlafanzughose selbst konstruiert

Construct your sleep legging

Zum Motivationsmonat im Februar hatte ich mir ja einen Schlafanzug genäht. Über das Oberteil hatte ich ja schon geschrieben. Die Hose ist natürlich weniger interessant. Außer dafür, daß ich den Schnitt selber gemacht habe.

Schlafanzughose In February I had made new sleepwear. I’ve been writing about the top. The leggings are naturally less interesting except for the fact that I constructed the pattern myself.

War nicht schwer. Und falls es jemand auch mal ausprobieren will: Hier ist die Schritt für Schritt Konstruktionsanleitung für Schlafleggings. Es sind die Maße für Gr. 50 (Hüftumfang 122cm) angegeben und eine Anleitung, wie man seinen eigenen Hüftumfang einfließen lassen kann. Damit sollte man ungefähr im Bereich Gr. 46 – 54 einen brauchbaren Schnitt hinbekommen. Das Ergebnis ist als eine etwas erweiterte Legging gedacht, also körpernah, aber nicht „Presswurst“.

Achtung! Es ist eine vereinfachte Konstruktion, die eben nur das Hüftmaß als eigenes nutzt, daher wird beim ersten Mal wahrscheinlich kein perfekter Maßschnitt rauskommen!

Aber zum einen geht es um eine Schlafanzughose, die kann man auch anziehen, wenn sie nicht exakt paßt. Und auch Jersey verzeiht einiges.

Also für den ersten Versuch nicht gleich den Lieblingsjersey nehmen, sondern erst mal testen und dann passend ändern.

Und falls es jemand ausprobiert: Erzählt mir, wie es geworden ist!

I made step by step instructions how to construct the pattern for the sleep legging (in plus size). Body hugging, but not tight. The instructions in the pdf have a lot of pictures, but they are only in German. I can make a translation on demand, but since that takes a lot of time I will only do it if someone really uses it. 🙂

(Fast) Öffentliches Stricken

(Nearly) Knitting in Public

WWKIP Day in der MaschenkunstSo ganz öffentlich war unser Stricktreff in der Maschenkunst zum heutigen WWKIP Tag (Tag des weltweiten Strickens in der Öffentlichkeit) ja nicht. Denn wir saßen drinnen im Wollladen.

Auf die vor der Tür aufgestellte Bank haben wir angesichts der immer wieder heftigen Regenschauer dankend verzichtet, innen war es gemütlicher. (Wie man sieht.)

Und auch wenn wir die Tür offen hatten… so wirklich öffentlich war es nicht.

Our meeting at Maschenkunst for the WWKIP Day was not really public. Because we sat inside the shop.

Due to partially heavy rain no one wanted to sit outside on the bank in front of the store… as you can see on the pic we were more comfy inside. And even though the door was mostly open… inside a shop is not really a public place.

Denn so einfach ist das nicht. Zumindest in Deutschland wollen Behörden in Städten in der Regel Geld für die Genehmigung öffentlich zu Stricken (wenn man es vorher Plakatieren und Ankündigen will, was ja Sinn der Sache ist) und außerdem muß ein kostenloses Klo in der Nähe sein. Und das… mag in den USA gut funktionieren, in den meisten Ländern Europas kann man entweder eine Toilette haben oder es kann kostenlos sein. 😀 (Korrektur: Ich sehe, die Bedingung mit der kostenlosen Toilette ist auf der offiziellen Webseite nicht mehr zu finden. Da hat wohl doch mal jemand den Realitätscheck gemacht…)

Frau Maschenkunst

Because it’s not so easy to organize a really public knitting. Many cities want money if you want to organize a knitting in a public place and then the official rules claim that there has to be a free toilet nearby. That might work in the US, but in most European countries you can either have it for free or you can have a public bathroom. 😀 (Edit: I just checked the offical website for the WWKIP Day, they removed that condition. Someone did a reality check…)

Wobei das der Guten Laune keine Abbruch tat.

Oder schaut Frau Maschenkunst (aka Daniela Johannsenova) nur deswegen so fröhlich, weil sie diese Kiste mit wunderschönem Artyarns für sich selber verarbeiten will? Ne, Daniela, so geht das nicht! Laß mir auch noch was! 😉

But all that did not stop us from having fun!

Or does Frau Maschenkunst (aka Daniela Johannsenova) only look so happy, because she wants do use the whole box of beautifl Artyarns all by herself? O no, Daniela, you wont do that! Leave some for me! 😉

Revue de Presse: Threads July 2010 (149)

Auch im Mai kam die neue Threads. Die Juliausgabe, um genau zu sein. Nicht überraschend verspricht der Titel Sommer. Naja, bis Juli ist ja noch etwas hin.

Einige Autoren der Ausgabe dürfen erzählen, was ihr Lieblingsnähprojekt aller Zeiten ist. Ich glaube, bei mir wäre das immer eines der nächsten. Weil… es kann mir ja immer was noch besseres einfallen. 🙂 Und im Editorial geht es um die Frage „Warum nähst du?“ Und diesmal sind die Leser aufgefordert, ihre Erfahrungen an Threads zu schicken, ihre Erfahrungen mit Threads vor allem, die in zwei Ausgaben den 25. Geburtstag feiern wird. (Im Vergleich zu Burda natürlich ein Jungspund…) Danach kommen die Leserbriefe. Viel Raum wird ihnen gegeben, obwohl sie ja nicht wirklich inhaltlich was beitragen.

Anschließend Eigenwerbung für die Inhalte der Webseite. Wobei die, ich gebe es ja zu, in der Tat einige Blicke wert sind. Vor allem wenn man nicht alle Hefte der letzten 25 Jahre besitzt. Twitter und Facebook werde ich dennoch deswegen auch nicht in Anspruch nehmen…

Neue „notions“. Also das an der Wand hängende Trockengestell ist für kleine Wohnungen sicher eine gute Idee und sieht mehr nach Sprossenwand aus, da aus Holz. Wobei ich mir nicht so sicher bin, ob das für wirklich tropfnasse Wäsche so die beste Alternative ist… Die bunt gemusterten Bänder sehen auch toll aus, davon könnte ich auch in Deutschland was brauchen. (Wobei… ich verwende Bänder ja fast nie, ich habe sie dann nur…) Ein „Fitnessgerät“ für die Hand… nun ja. wahrscheinlich nähe ich nie so viele Stunden am Stück, daß ich Probleme mitden Handmuskeln bekomme. Und ein Pad zum Nadel schärfen… meine Oma nähte früher durch Sandpapier, damit werden Nadeln auch wieder schärfer. Wenn sie vorher stumpf genug waren. Nicht zu vergessen, daß moderne Universalnadeln keine so ausgeprägte Spitze mehr haben wie die früheren Nadeln. Ich glaube, bevor ich mir durch ein Grätlein oder eine jetzt zu spitze Jerseynadel Löcher ins Gewebe reiße, nehme ich lieber eine neue Nadel. Werbung für einen Trip nach Hongkong für Näherinnen… das hätte was. Gäbe aber sicher Probleme beim Zoll bei der Wiedereinreise…

Dann die Lesertips. Der beste Tip ist, faltbare Schneidbretter aus Kunststoff als Ersatz für Schneidmatten zu nehmen. Außerdem praktisch, weil sie im 5er Pack kommen und man so bei jedem Nähprojekt eine lagern kann. Das… erscheint mir nicht praktisch. Wieso sollte ich fünf Schneidbrettchen rumfliegen haben statt einer Schneidmatte? Die äußerdem die Rollschneiderklingen nicht so schnell stumpf macht. Auch der Rest der Tips ist nicht nützlicher für mich.

Um so interessanter ist das nächste Thema, die „embroidery essetials“ befassen sich mit freihand-Techniken. Nicht um einzelne Motive geht es hier, sondern um Stoffdesign im größeren Maßstab. und man könnte auch Organza oder Spitzenreste verwenden… wann habe ich nur die Zeit, das alles auszuprobieren? (Jedenfalls braucht man dafür keine schicke Maschine mit vielen Zierstichen oder gar eine Stickmaschine, es genügt, den Transporteuer versenken under abdecken zu können. Also für jeden durchführbar. 🙂 )

Die Pattern Reviews mit „Summer Styles“, mal sehen, was mir bisher entgangen ist. Vogue 8621 sieht elegant und interessant aus. Vogue-Style halt. Das Kleid mit Wiener Nähten von Simplicity ist auch schön, aber nicht wirklich aufregend. Noch ein klssiger. Die Hose im Sailorstil mit der Klappe vorne… nein. Ist in, mochteich aber noch nie. Und *gähn* Das Hemdblusenkleid. Möge sich dieser Trend bald verkrümeln. Nein, diesmal eine spannende Erkenntnis.

Eine Hose, fünf Looks verspricht der nächste Artikel. Fünf verschieden Designs aus ein und dem selben Hosenschnitt. Gut beschrieben mit vielen Bildern sind sie alle. Die Ergebnisse in der Form allerdings durch die Bank altbacken. Aber das mögen auch mal wieder die Geschmacksunterschiede zwischen Amiland und Old Europe sein. Wer noch keine Erfahrung mit Schnittveränderungen hat kann jedenfalls einiges lernen und man kann die Techniken ja auch anders einsetzen.

Alte Nähfüße sind das nächste Thema. Als eine Nähmaschine tatsächlich noch alles können mußte, gab es auch ein umfangreiches Zubehör. Vieles ist allerdings aus der Mode gekommen, etwa viele Falten nähen, so ist der Faltenmarkierer wohl nicht mehr so nötig. Und ich glaube, so etwas wie den „Edge-Stitcher“ gibt es für meine Bernina auch, wie auch einen Säumerfuß. (Okay, der kann nur eine Saumweite und ich kann damit nicht umgehen…) Also mag es sich für andere auch lohnen, erst mal beim Händler nachzufragen, ob es für die eigene Maschine nicht vielleicht den Fuß auch in neu gibt, bevor man alten Füßen hinterher jagt und mit Adaptern experimentiert. 😉

Die Anleitung für Blüten aus Bändern läßt mich etwas gespalten. Einmal verstehe ich endlich, wozu man die Taftbänder mit Draht im Rand braucht. Und die Blüten sind auch handwerklich eine sehr interessante Arbeit. Aber so ganz… sehe ich die nicht in meinem Leben. Die sind mir doch etwas…. zu viel irgendwie.

„Better Basics“ lese ich immer mit Interesse, denn ich kenne zwar die Nähgrundtechniken, aber gerade in dem Bereich gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, etwas zu machen, daß doch gelegentlich mal eine neue dabei ist. Und manchmal sind es nur Kleinigkeiten im Ablauf, die helfen, daß ein bestimmtes Material sich dann doch willig statt störrisch nähen läßt oder das Ergebnis perfekt statt gut wird. Die Techniken diesmal kenne ich aber alle schon. Aber sie sind gut beschrieben mit detailreichen Bildern. Wer als von Anfänger zum Fortgeschrittenen werden will, der sollte sich das zu Gemüte führen.

Weiter geht es mit der Fitting Serie von Kenneth D. King. Die Methode bleibt die gleiche, aber diesmal geht es um eine Jacke. Da kommen also Revers und so dazu. Ich gebe zu, die Bilder zeigen ein paar Falten, die ich auch schon mal unerwünschterweise hatte. Was wird beim nächsten Mal siegen? Die Faulheit und ich wende meine bekannten Methoden an oder die Neugier, ob es mit dieser Technik auch oder vielleicht sogar besser geht?

„Simple embellishments“ werden danach versprochen. Also schwierig sind sie nicht, aber „simple“ ist hier nicht mit „wenig aufwendig“ gleich zu setzen. Im Gegenteil. Trotzdem reizt mich der Ausschnitt mit den Stoffröllchen… das sieht wirklich sehr gut auf, ohne zu aufdringlich zu sein. Die Träger aus Perlen stelle ich mir hingegen doch etwas unbequem vor. Und Akzente setzten mit Perlen oder mit dickem Handstickgarn… nun gut, das ist nicht neu.

Zuschnit ohne Reste ist das nächste Thema. Junge Designer befassen sich mit der Frage, wie man auch in der Bekleidungsindustrie Umweltfreundlich und möglichst ohne Müll arbeitet. Kleidung zu entwickeln, die beim Zuschnitt keine Reste erzeugt ist ein interessanter Aspekt. Wenngleich die Möglichkeiten bezüglich Paßform doch etwas eingeschränkt sind dadurch. Und ob es einen großen Unterschied macht, ob man ohne Reste zuschneidet (und ggf. mehr Stoff verbraucht) oder ob man normal zuschneidet und die Stoffreste in die Reißmühle gibt, wo neue Textilien draus werden können…?

„Little Black Sewing Bag“, ein Umhängetäschchen für alles, was man beim Nähen so griffbereit braucht. Die Autorin sagt, sie habe das in vielen Pariser Couturehäusern gesehen. Also in der Reportage auf Arte über Chanel war davon nichts zu sehen und es sieht lächerlich aus. Andererseits… meine Stecknadeln habe ich auf einem Klemmkissen and der Schulter. Auf den zweiten Blick ist die Idee vielleicht doch nicht so abwegig. Vielleicht… sollte ich so was doch mal erwägen. Es würde jedenfalls Reste verbrauchen.

Spontan besser gefällt mir die Idee, mit den Origami-Effekten aus Stoff. Vor allem die feine Fältelung an der Bluse… Sehr schön.

Aber noch genialer finde ich die filigrane Ranke aus feinen Stoffröllchen. Das geht nur mit Wolle, aber ich ich glaube, ich brauche dann doch mal eines von den Geräten zum Wenden von feinen Spaghettiträgern… diese Art der Dekoration, die ganz speziell aber nicht aufdringlich ist, ist ganz mein Fall. Die muß ich auf alle Fälle für irgendwas verwenden…

Die Leserfragen befassen sich diesmal auch eher mit feinen Stoffen, Pailletten, Spitze, crinkle-Stoffe zuschneiden,… da ist doch mal was interessantes dabei.

Dekorieren mit Nutzstichen ist das nächste Thema. Auch ein „Essential“, aber vermutlich kennen das viele heute tatsächlich nicht mehr, zu sehr haben wir uns an Stickmaschinen und Zierstiche gewöhnt. (Die gezeigten Ergebnsse finde ich übrigens gruselig, aber man kann die Techniken auch anders einsetzen.)

Noch mehr Kontakt mit den Lesern, in „Readers Closet“ werden wieder einige Stücke von Leserinnen ausführlich vorgestellt. Die Teile selber gefallen mir nicht so wahnsinnig, aber Details wie die Roccailles die einen großen Druckknopf zur Deko machen kann man sich gut merken. Und vielleicht mal verwenden.

Das war es dann auch schon wieder, die Geschichte ist recht amüsant, wo aus „ein paar Stoffen“ die eine wegziehende Freundin loswerden will mehrere wohlgefüllte Müllsäcke werden. (Verschenken ist da wirklich die einzige Lösung. Sollte man öfter machen. Einfach mal wieder die Truhe ausmisten. Vielleicht mache ich das doch mal wieder, wenn ich es im Verlauf des nächstens Jahres nicht schaffe, nenneswerte Mengen „niederzunähen“.) Und noch die Nahaufnahme auf der letzten Seite. Die Blüten an dem 1920er Kleid sind sicher aufwendig, aber so ganz mein Geschmack… nein, diesmal nicht.

(Wenn das wie letztes Jahr ist, dann kommt das Septemberheft eh schon bald…)

Wohin zum Stricktag?

Where to go for WWKIP Day?

Nächstes Wochenende ist ja mal wieder der „weltweite Tag des Strickens in der Öffentlichkeit“ oder kürzer WWKIP (WorldWideKnitInPublic) Day. Stellt sich die Frage, wohin gehen?

Dieses Jahr ist es ja noch komplizierter als sonst, denn es gibt nicht einen Tag, sondern der Termin wurde auf eine Woche vom 12.06 – 20.06. ausgeweitet und jeder kann sich aussuchen, was ihm paßt.

Da ich dieses Jahr in Köln bin ist auch klar, wo ich zu finden sein werde: Ich werde mich irgendwann am Nachmittag im Atelier Maschenkunst in der Christopfstraße einfinden, wo von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr genadelt werden darf.

Wer kommt nocht?

Leider tragen sich viele deutsche Veranstaltungsorte nicht auf dem offiziellen Server ein, aber im Hobbyschneiderin-Forum findet man auch noch ein paar Adressen. (Ich hoffe jedoch, daß das nicht alles ist, was in Deutschland stattfindet.)

Every year the same question: Where to go for WWKIP day? That it’s a whole week this year does not make it easier, I’d say. Neither that most German KIPs are not on the official server. There are some more on the german Hobbyschneiderin website, but I really do hope that is not all that is going on in Germany.

Still for me it’s easy. Since I am in Cologne this year I’ll join the group in my favourite LYS, Atelier Maschenkunst in Christophstraße. Open from 11 a.m. to 5 p.m.

See you there?

Sari wird Sommerkleid

Saree turns summer dress

Von der Indienreise 2007 hatte ich mir ja zwei Ikat-Saris mitgebracht. Und die sollten nicht nur herumliegen, sondern tragbar werden. Für mich. Und in Europa.

Daß gerade Maxi-Kleider im Ethno-Style in Mode sind kommt mir da gerade gelegen. Eigentlich sollte das Kleid zum Urlaub letztes Jahr schon fertig sein, das hat natürlich nicht ganz geklappt, aber dafür ist es dieses Jahr schon vor dem Sommer fertig. 🙂

From my voyage to India I had brought two Ikat sarees. And I wanted to use them, wear them. In Europe.

That fashion says „Maxi dress“ and „ethno style“ is just perfect for that. I had intended to take the dress do holiday last year but I didn’t finish in time, so it went into hibernation. But now I took it out and it is finished before summer is there. 🙂

Ich will das Kleid zwar tragen, aber gleichzeitig wollte ich so wenig Stoff wie mögliche zerschneiden, schließlich hatte sich da jemand beim Weben viel Mühe gegeben. Also war die Idee, den Pallu zu einem knappen Oberteil zu zerschneiden und den Rest des Saris in einem Rock unterzubringen.

Den Schnitt für das Oberteil fand ich in einer Burda-Plus, von einem Anna Scholz Abendkleid habe ich mir sozusagen das Oberteil geklaut und aus meinem bewährten blau gestreiften Probestoff (der somit auch aufgebraucht ist) zugeschnitten. Dann durfte Frau mhs die nötigen Paßformänderungen abstecken und die Position der Träger bestimmen.

I wanted a wearable dress but my intention was also to cut the fabric as few as possible. So the idea was to cut up the pallu in a tight top and use the rest of the saree length for the skirt.

For the upper part I took a Anna Scholz dress from one of my Burda Plus. I cut the pattern about 10 lower than my waist and made a test version from my blue-white striped test fabric. (Which is used up by now.) Then Frau mhs helped me to fit the bustier and to determine the position of the carriers.

Rockansatz bestimmenDa ich den Stoff so wenig wie möglich schneiden wollte habe ich dann mal geguckt, ob ich die Webkanten auch gleich als Saum benutzen könnte.

Und siehe da, wenn man den Rockteil direkt unter der Brust ansetzt, dann geht das auch. (Diese Linie haben wir dann auch gleich auf den Probestoff gemalt.)

Since I wanted to cut as few as possible so I checked whether I could use the selvedge as hem.

And yes, if I started the skirt part directly under the bust this works. (So we painted this line directly on the test fabric also.)

Der Sari ist sehr fein, also nicht geeignet, um ein enges Bustier daraus zu nähen. Also habe ich das Bustier aus einer festen Leinen-Baumwollmischung genäht, von der ich noch einen Rest hatte.

Dann hieß es falten… ungefähr fünf Meter Stoff mußten auf Unterbrustweite gebracht werden. Bei der Faltentiefe habe ich mich am Muster orientiert, das sieht besser aus, als wenn die Falten zwar gleich tief sind, aber dafür das kleine Bordürenmuster an der Webkante nicht sauber aufeinander liegt. Ich mußte auch nur vier mal neu stecken und neu falten, bis es paßte.

Maxikleid aus SariThe fabric of the saree is very thin so you cannot make a fitted top from it. So I made the top from a linen-cotton blend I still had in my stash. (Remenant from an earlier project.)

Then a lot of folding. 5m of fabric had to be brought to my underbust measurement. I decided to match the pattern of the selvedge rather than making the folds exactly the same width and depth. I had only to fold end (re)pin four times until I had it right.

Der Rock wurde dann einfach links auf rechts auf das Leinen-Bustier genäht.

Danach habe ich noch ein Oberteil aus dem Pallu genäht und die beiden Bustiers an der Oberkante verstürzt. (Träger zwischenfassen war etwas fummelig, aber möglich.)

Die untere Kante des Oberteils bleibt dabei frei und verdeckt den Rockansatz. Auch hier habe ich die Webkante des Stoffes als Saum benutzt.

Maxidress aus SariThen I did simply sew the skirt to the linen top, left side of skirt on right side of the linen.

After that I had to cut into the pallu and make it a top. Both tops were sewn and turned on the upper edge. (Sewing in the carriers was a bit tricky, but makeable.)

The lower part of the top remains free and is not sewn to the skirt. I’ve again used the selvedge as hem.

Da ich einige Schritte von Hand machen mußte, war es doch relativ aufwendig, aber das Ergebnis gefällt mir gut. Es ist viel Weite im Rock und es wird an heißen Sommertagen angenehm zu tragen sein.

Die müssen jetzt nur noch kommen, denn als Frau mhs die Photos gemacht hat, hatte es ungefähr 10°C… Das mußte dann schnell gehen. 😉

Since I had to handsew quite a bit making the dress took a bit of time, but I like the result. The skirt is wide and it will be comfortable to wear on hot summer days.

Now I’m just waiting for the heat, because when Frau mhs made the pics it was about 10°C… pics had to be taken quickly. 😉

Aus dem Blogarchiv

Und wieder mal ein Rückblick, was habe ich 2007 getan, um Zeit für all das zu finden?

Looking back… what did I do in 2007 to have time for all that?

Juni 2006:

Juni 2007:

Juni 2008:

Revue de Presse: Burdastyle Juni 2010

Titel BurdaDa mir der neue Erscheinungstag der Burda organisatorisch gut in den Kram passt, habe ich sie mir gleich am Mittwoch geholt. So schaffe ich dann auch die Besprechung mal, bevor der Monat vorbei ist. *g* Modell im Teppich auf dem Titelbild? (Was ich mich ja außerdem immer frage ist, warum sie so gräßliche Farben für die Schriften verwenden…)

Erst mal den Wohlfühl-Look angucken. Nettes Top, doch, ich glaube das war auch schon mal im Heft, Zweitverwertung also. (Immerhin gibt es die Schnitte kostenlos als Download, hat auch was für sich.) Nur über Polyestersatin als Material der Wahl kann man streiten. Er knittert nicht und ist deswegen besonders Koffergeeignet, aber ich finde, es sieht einfach immer etwas ordinär aus… und falls es im Urlaub heiß ist, schwitzt man entsetzlich.

Das Editorial wird schon beinahe episch, eine ganze Seite Text, die das Loblied der Stoffabteilung singt. Wobei, so ganz falsch ist es nicht… man trifft tatsächlich manchmal Bekannte oder Freunde unverhofft im Stoffgeschäft, aber doch sehr selten. Aber die Redaktion ist ja in München und München ist ein Dorf, da läuft man sich wohl leichter zufällig über den Weg. *g*

Der erste Kreativtrend bring Schrift auf Klamotten. Warum man allerdings die Schrift erst auf Transferfolie aufbringt und dann auf den Schuh bügelt, wenn man es eh frei Hand aufträgt… erschließt sich mir jetzt wirklich nicht. (Ja, hatten wir in den 80ern schon mal…) Was mir gefällt ist die Sache mit den Ketten… verhäkeln klingt interessant. Stricken ginge sicher auch, oder? Und Nummer drei… hm… gerissene Stoffstreifen überall aufnähen. Die Vorbilder sehen gut aus, die Burdaumsetzungen sind hier etwas weniger spannend.

„Resteverwertung“ näht einen Gürtel. Mit vielen Knöpfen, die mit den besagten Stoffresten überzogen werden. Verbraucht aber nicht wirklich viel Stoff. Und sieht das wirklich gut aus?

„All inclusive“ überschreibt das erste Modethema. Also wie für den Club auf Dom Rep sehen die Klamotten nicht aus, schon eher für elegantere Umgebung. Kleid 106 hat schon mal den typischen Burda-Ausschnitt, ein schöner BH ist Pflicht. Die traurig hängende Weste kann mich gar nicht begeistern. Blazer zu Shorts.. nicht für mich, aber sieht doch besser aus als T-Shirt und Badelatschen.

Kleid BurdastyleDas Chiffonkleid 101 ist leider in Langgröße, aber ein sommerliches, bequemes und stylishes Urlaubsoutfit. Auch das Titelmodell ist in Langgröße. Auf der Schemazeichnung sieht es etwas weniger nach Teppich aus. Rock 112 ist übrigens auch nett, mit der Tasche. Vielleicht nicht nur im Urlaub. Nur nicht meine Größe und nicht mein Stil. Die Raffung an Shirt 108 gefällt mir sogar sehr gut. Ich bezweifle allerdings stark, daß das mit mehr als AA Cups auch noch paßt- Und schon beim Model wirft der Ausschnitt Falten nach oben. Und am Kleid mit dem gleichen Schnitt geht die Raffung im Muster völlig unter.

Die Accessoires zum Thema (ah, das Thema ist „Jet-Set-Mode“) sollen „Erste Klasse“ sein. Grosse Sonnenbrillen, Korallenkrempel und Metallglanz. Hatten wir das nicht schon letzten Sommer?

Ah, genauso wie die diversen Sonnecremes, die uns die „beauty“ Seite bewirbt. *gähn* Nicht mal mehr schön photographiert.

Die nächste Modestrecke widmet sich dann alten Bettlaken, äh „Ibiza-Hippie“ nennen sie es, weites und rüschiges aus weißer Baumwolle und Spitze. Was ich generell im Hochsommer und im Urlaub schon finde, mir selber jedoch nur sehr eingeschränkt steht. Kleid 117 hat irgendwie ein unproportioniertes Rockteil. Die oberste Stufe ist recht lang und schmal, darunter wird es deutlich weiter. Irgendwie… unproportioniert. Und der Schal – äh „rückenfreie Neckholderweste“ – daneben. Ne. Danke. Muß nicht sein. Rüschenrock, asymmetrische Carmenbluse, langer Rock… nun gut, ich sollte mich wohl damit abfinden, daß einem zu dem Thema nichts mehr einfallen kann, was nicht ausgelatscht ist. Tunika 107 ist nett, aber weiße, dünne Kleider ohne BH muß man mögen. Modell 122 erinnert mich an Strandkleider der 70er. Nur hat man damals zwei Handtücher zusammengenäht und Löcher für Kopf und Arme gelassen.

Tunika BurdastyleGanz allerliebst finde ich aber die Tunika 102 mit den Häkelblümchen. Leider in Kurzgröße. Naja, an mir sähe es wohl auch nicht mehr wirklich gut aus, bei Lichte betrachtet. Die Fältelung vorne zeigt jedenfalls, daß eine Tunika nicht immer weit und hängend sein muß und trotzdem noch luftig bleibt.

Die „kreativ-Accessoires“ sagen mir, daß ich im Sommer meinen Ethno-Türkis-Schmuck aus den 80ern wieder hervorholen könnte. Jeans zu duftigem Spitzenstoff und aufgepeppt mit Türkis(farbenen)steinen gefiel mir damals schon gut und würde ich heute an jungen Mädels immer noch schön finden. Interessanter sind die „Türkisperlen“ aus Fimo. Da ich ja sonst nicht so der Basteltyp bin, sind diese Techniken ja immer neu für mich. Aufwendig ist es ja, aber das Ergebnis sieht wirklich beinahe wie natürlich gewachsen aus. Zumindest wenn man es kann…

Die Nähschule zeigt, wie man Spitzenborte einsetzt. Erst aufnähen, dann umnähen, ist wirklich einfach und ein schöner Effekt.

„Sommercocktail“ zeigt die nächste Poollandschaft. Diesmal leuchtende Abendkleider für den Cocktail im Luxushotel.

Abendkleid BurdaGleich das erste Kleid 111 zieht meine Aufmerksamkeit auf sich. Nicht nur durch die Farbe, mehr noch durch die dramatischen Flatterärmel. Da sieht vermutlich wirklich nur in Langgröße so eindrucksvoll aus. Hm… das sind…? Ach, vermaßte Chiffonteile an einem schlichten Etuikleid? Prima, denn das sollte man an jedes Kleid anarbeiten können. 🙂 Notfalls von Hand, dann kann man es nach dem wasauchimmer Event sogar wieder abtrennen und hat ein Sommerkleid oder Bürokleid für den Alltag.

Das nächste Modell hat ein gerüscht angesetztes Rückenteil, ist aber trotzdem ein Sack, würde ich sagen. Seide hin oder her. (Da die Dame sich an den Badehosenbeau drückt sieht man geschickterweise nicht, wie es fällt. Was ist das eigentlich für eine Veranstaltung? Frauen im eleganten Kleid, Männer nackt?) Die asymmetrische Carmenbluse hatten wir doch vorne auch schon mal.

Cocktailkleid BurdastyleDafür gefällt mir die ebenfalls asymmetrische Schnittführung von Kleid 124 um so besser! Oh, schon wieder Langgröße… wie gemein! (Aber immerhin hat der Mann auch inzwischen was an.)

Das pinke Hotpants zu Jäckchen Outfit hat schon viel von Nummerngirl. Aber die Schnittführung des Raglanärmels ist interessant. Am Kleid 126 ist vor allem der Farbeverlauf im Stoff interessant. wie man ein fertiges Kleid im weichen Farbeverlauf einfärbt war praktischerweise in einer der letzten Threads-Ausgaben… Das lange Kleid bringt die Swarovski-Kristalle gut zur Geltung, weil ansonsten schlicht. Mit der Art von Schulterbetonung könnte dann auch ich leben. Der Rückenvolant von Kleid 125 hingegen… ich weiß nicht. Po sollte man dafür jedenfalls keinen haben. Und mit der Rüsche vorne besser auch keinen Busen. Aber an der „Flachwiebrett“ Fraktion könnte es nett aussehen?

*Gähn* Bild von Make-Up Chaos. Nicht mal ansprechend. „Kreative Welt“ sagen die news. Ein Stylingspiel für die Konsole… muß man das haben? Die Taschen aus dem indischen Straßenkinderprojekt sieht nett aus, aber ich habe schon so viele Leinentaschen, mehr Einkaufstaschen brauche ich nicht. Auch die Blechdosen mit kreativen Basteleien für Kinder sind nett, aber die sind wohl Englisch und das können die meisten jüngeren Kinder dann doch nicht so gut. Also keine so gute Idee für ein Mitbringsel.

*Örks* Was ist das??? Starstyle? Ich hatte schon solche Jeans. Nach dem Wände streichen. Aber diese darf man sich für 170 EUR kaufen und dann noch „trendy“ aufpeppen. Ist das grauenhaft. Immerhin passen die Schuhe von SJP dazu… Uggs. Ich weiß ja, daß die Sex in the City Promotion fordert, daß diesen Monat überall etwas damit gemacht wird, aber der Style ist das Grauen pur. Akzeptabel bestenfalls für rebellische 16jährige. Und denen würde ich Wandfarbe für die weißen Flecken empfehlen. Zimmer tünchen, danach habt ihr auch so eine Hose. Ehrlich. Und viel billiger…

Wesentlich schicker ist die Umstandsmode. Sehr elegant, Kleid, Mantel,… wirklich eine Business Grundgarderobe, die Frau durch den Sommer bringen kann. (Allerdings ist diesmal kein Rock dabei.)

Vorschläge für Geschenke für frischgebackene Eltern gibt es auch. Nicht nur zum Kaufen, auch zum selber machen. Wobei die etwas kitschig süß sind. Aber zumindest die Lätzchen sollten eine gute Resteverwertung ergeben. Werde ich Ende des Jahres hoffentlich brauchen. (Als Geschenk.)

Unter „community“ wird erst mal ein Trend auf der Straße vorgeführt. Diesmal dürfen Frauen aus Kapstadt ihre Blümchenkleider vorführen. Und dann gibt es mal wieder den Verweis auf die Webseite. Falls sie jemand noch nicht kennt. 🙂

„Sonnenschein“ ist das Motto der Kinderkleider. Diesmal für kleine Mädchen (Gr. 104-134) im Retro-style.

Kinderkleid BurdastyleBesonders süß finde ich Kleid 146 mit dem Bubikragen. So richtig altmodisch, als auch Kinder noch ordentlich aussehen mußten. 😉 Ich glaube es gibt da ein Bild von meiner Mutter, wo sie genauso aussieht. Und das Puppenkleid gibt es auch noch dazu.

Um Kinder, genauer gesagt Kinderzimmer, geht es diesmal auch beim „atelierbesuch“. (Den ich nach wie vor für das Ergebnis einer reinen Webrecherche halte…) Das ist nun nicht so mein Thema, aber die großen Schaumstoffbauklötze aus den Niederlanden finde ich eine witzige Idee. Da kann Eindhoven seinem Ruf als Designerschmiede wieder mal gerecht werden.

Eine Runde Selbstbeweihräucherung dann unter „burdastyle“. Bilder von der h&h mit Leute, die man nicht kennt (wenn man nicht innerhalb der Branche arbeitet) und auf denen man auch nichts erkennen kann, weil sie Vorschau-Größe haben. (Nur das man im Web auf ein Vorschaubild draufklicke kann, um es in groß zu bekommen. Das funktioniert bei Zeitschriften noch nicht.) Kann mir endlich mal jemand erklären, ob diese Seiten einen Sinn haben, oder ist das der Füller für nicht verkaufte Werbefläche?

Frida Kahlo und Mexiko sind die Vorbilder für die Plusmode. Tunika und weite Hose sind natürlich nicht aufregend. (Dafür durchaus bequem, gebe ich zu. Und steht mir nicht mal so schlecht.) Toll finde ich Shirt 143 mit den asymmetrischen Ärmeln! (Leider kann ich es nicht zeigen, denn die Plusmode steht nicht im Netz. 🙁 )

Shirt BurdastyleAh, korrigiere mich, auf der französischen Seite ist es, dann haben sie die Plusmode wohl auf der deutschen Seite vergessen… 🙂

Beim Shirt 139 mit den gekräuselten Nähten bin ich mir nicht so sicher, ob mir das so steht. Und die weite Longjacke wirkt in der Pose und an dem letztlich doch eher schlanken Model dramatisch, aber wie das normal getragen aussieht? Ganz sicher „Sackgefahr“. Der Overall hat irgendwie was nostalgisches, aber Overalls sind einfach unpraktisch. Zumindest wenn man gelegentlich mal aufs Klo muß. 😉

Ah, bei den „Best Sites“ sind auch wieder Kinder das Thema, gucken wir mal… ach nein, nur ein Shop hat Kindersachen, König Hasenherz ist auch recht nett, süß ohne allzu kitschig zu sein. Der Rest der Links ist vor allem Werbung für die Münchner Geschäftswelt (und deren Onlineshops) und anderes überflüssiges wie einen weiteren Dawandaklon oder enen „Labelfinder“, der den Weg zu Verkaufsstellen für die Lieblingsmarke weist. Also nichts, was goolge nicht eh liefern würde.

Also weitergeblättert zum Dekoteil. Hier werden diesmal Landkarten verbraten. Kartons damit zu überziehen ist natürlich keine neue Idee und das mit dem Hintergrund für Urlaubscollagen oder Diaporamen haben wir auch schon in den 70ern, 80ern und 90ern gemacht. Die Idee mit der Lampe ist irgendwie interessant. Auch wenn ich nicht recht wüßte. wo ich die hinhängen sollte.

Die Patchwork Ecke zeigt wieder was für echte Resteverwertung… Topflappen. Die verbrauchen sich wenigstens auch im Laufe der Jahre.

Aus eins mach vier präsentiert diesmal den Minirock. Die Büro-Lady Variante ist ganz nett, aber beim Modell Abenteurerin frage ich mich, welchen Urwald sie die Redaktion angesichts der geschätzen 15 cm Absätzhöhe so vorstellt. Das ist ja nicht mal wirklich Asphalt-dschungeltauglich. *g*

Bei der Warenkunde geht es diesmal um Pinsel. (Wie jetzt, wird aus Burdastyle eine Bastelzeitschrift?) Viel Ahnung von Pinseln habe ich nicht, aber hinterher bin ich auch nicht wirklich schlauer. Oder nur teilweise. Wodurch sich in der Anwendung etwa die verschiedenen Schablonierpinsel unterscheiden bleibt im Dunkeln.

Ach wie praktisch, bei „leichter basteln“ (eine neue Sparte?) geht es auch ums Schablonieren. Auf die Wand diesmal. Hm… ne, so nicht für meine Wand.

Und ganz am Ende wieder der Stoff des Monats, diesmal wieder bunt bedruckt. So wie es derzeit viele anbieten. Aber der Vorschlag ist freundlich für den Geldbeutel, den gibt es nämlich bei IKEA. 🙂

Ich bin die langsamste Spannerin der Welt

I’m the slowest blocker of the world

Stola gespanntAngefangen habe ich meine Stola (Miss Lambert’s Shetland Pattern for a Shawl) aus Victorian Lace today ja schon im November 2009 und reine Strickzeit waren so ungefähr zehn Wochen.

Und dann noch mal ungefähr so lange, um sie endlich zu spannen… *hüstel*

November 2009 I’ve started knitting my shawl (Miss Lambert’s Shetland Pattern for a Shawl) from Victorian Lace Today and knitting time was about ten weeks.

Shetland Shawl aus Victorian Lace todayAnd then it took me about the same time to get it blocked…

Aber jetzt ist die Stola fertig und unser Zitronenbaum darf sie als „Model“ präsentieren. 😉

But now the shawl is tinished and our lemon tree helped me to model it.

Der einzige Haken ist, daß das Kleid zu dem sie passen soll noch nicht mal zugeschnitten ist und ich mir gerade nicht mehr sicher bin, ob ich das noch nähen werde…. 😉

Only the dress the shawl is supposed to go with has not even been cut and I am not sure whether I will ever sew it… 😉

Jetzt ist es amtlich: Wir sind dicker

It’s official now: The Germans got thicker

Einige haben es sicher mitbekommen, das Institut Hohenstein hat 2009 die Deutschen in einer großen Aktion neu vermessen. Und allen die das Gefühl hatten, daß die Kleidung in den letzten Jahren immer enger wurde sei gesagt: Wir haben zugelegt.

In meiner Lokalzeitung ist dieses Wochenende ein Artikel darüber. Auch ein paar wenige Zahlen werden genannt.

In 2009 the Germans were measured by Institut Hohenstein. And those who think, that clothes got smaller the last years… we’ve grown… wider. there was an article about that in our local newspaper, including some numbers.

Die deutsche Durchschnittsfrau 2009 ist 165,8 cm groß, hat einen Brustumfang von 98,7 cm, einen Taillenumfang von 84,9 cm und einen Hüftumfang von 102,9 cm. Am meisten zugelegt gegenüber den Werten von 1995 haben wir an der Taillen, nämlich um 4,1 cm. Die Figur wird also immer weniger kurvig.

Wenn man die Werte dann mal mit der Burda-Tabelle vergleicht, dann hat die deutsche Durchschnittsfrau Gr 42/44 bezüglich der Oberweite und der Hüftweite und Gr 44/46 bezüglich des Taillenumfangs. Bei Butterick käme sie auf Gr 16/18 an Oberweite und Hüfte und eine 18/20 bei der Taille.

The average german woman of 2009 is 165,8 cm high, bust is 98,7 cm, waist 84,9 cm and hips are 102,9 cm. In comparison with 1995 highest gain was waist level with a plus of 4,1 cm. Figures got less curvy though.

If you compare that with the charts of Burda, than the average german woman sizes 42/44 on bust and hips and 44/46 on waist. Butterick charts say 16/18 for bust and hips and 18/20 at waist.

Da brechen wohl harte Zeiten für die Mädels mit Gr. 34 und weniger an, die sich jetzt schon beklagen, daß es nicht genug Schnittmuster für sie gibt… die „weichen Größen“ sind einfach mehr. 😉

So bad times for the size 8 and less girls who are already complaning that there are not enough pattern for them… „soft“ sizes are the majority. 😉

(Die Männer übrigens haben noch mehr zugelegt, am Bund 4,4 cm und an der Brust sogar mehr als sieben Zentimeter. Damit läge der deutsche Durchschnittsmann bei Burda zwischen Gr. 52 und 54… )

(Men gained even more… 4,4 cm on the waist and more than 7 cm at the chest. That would make the average german man a size 52/54 at Burda….)