Weihnachtskarten aus dem Rahmen

Also eigentlich „im Rahmen“, denn das war meine erste in the hoop (ITH) Datei.

Bei Emblibrary fand ich verzierte „Lebkuchen“ auf Filz gestickt. Da mir mehrere Motive gefallen haben, habe ich gleich den ganzen Designpack gekauft. Und mir den Stern in der kleineren Größe ausgesucht, damit ich ihn auf Kartenrohlinge kleben kann (und alles trotzdem noch in einen Standardumschlag passt).

Deswegen war ich in Paris auch Filz suchen… eigentlich wollte ich dickeren, weil ich dachte, damit das am Baum auch gut hängt… zum Glück gab es keinen dickeren in passender Farbe, denn erst als ich damit anfing, sah ich, dass der gedoppelt wird, die Rückseite also nur die Umrandung als „Verzierung“ hat. Was zugegebenermaßen „logischer“ ist, Lebkuchenherzen und Co werden ja auch nur vorne verziert.

Stickgarn hatte ich mit Gütermann Sulky angefangen und als das aus war mit Ackermann weiter gemacht. Gestickt wurde alles problemlos und seit ich die gelbe Unterfadenkapsel zum Sticken habe, muss ich auch am Oberfaden nichts mehr korrigieren.

Was ich dann lernte war, dass so ein ITH ganz schön aufwendig ist.

Zuerst braucht man nämlich ein Stickprogramm, denn zum Zuschnitt benötigt man eine Papierschablone, die in die Stickdatei integriert ist. Ich habe inkstitch genommen, das funktionierte an sich gut, nur kann ich mit dem Stickprogramm die Position im Druck nicht anpassen. Da mein Drucker nicht ganz randlos druckt, sind nicht alle Linien vorhanden. Außerdem verbraucht es jede Menge Papier, weil man das Motiv auch nur einmal pro Seite drucken kann. Und dann hat man zwei Druckdateien, eine für oben, eine für unten. Die in diesem Fall aber identisch sind. Und eigentlich soll man für jeden Stern eine neue Datei drucken, die dann auf Filz kleben und Papier mit Filz ausschneiden.

Fand ich jetzt doch eine ziemliche Ressourcenschlacht und ein pdf für den Papierausdruck wäre einfacher. Nicht jeder will erst mal mit einem Stickprogramm rumspielen.

Gearbeitet wird mit wasserlöslichem Sprühkleber, das habe ich gemacht, um das Papier auf den Filz zu kleben. Und den Filzstern auf die Umrisse auf dem Stickvlies zu kleben, habe ich dann einfach Prittstift genommen. Geht auch und saut weniger rum.

Wenn man dann den Stern ausgeschnitten hat, muß man erst mal Umrisse auf das Stickvlies sticken, dann den Rahmen raus, den Filzstern so genau wie möglich auf die Umrisse legen (zumindest etwas kleben hilft, bei den ersten Versuchen hatte ich es nur gelegt, ohne zu befestigen, da verrutschen die Spitzen doch teilweise) und alles wieder in die Stickmaschine. (Laut Anleitung sollte man den Umriss mit einer dickeren Nadel sticken und dann auch die Nadel wechseln, das habe ich nach dem dritten Stern gelassen.) Dann wird der Umriss zur Befestigung genäht, dann startet man den Stickvorgang für das Motiv, wenn der durch ist, holt man den Rahmen raus, klebt den Aufhänger und den Stern für die Unterseite unten auf das Stickvlies, wechselt den Unterfaden von Stickunterfaden zu Stickfaden (bleibt ja sichtbar), stickt den Umriss durch alle Lagen und dann muss man nur noch das Stickvlies ausreißen (das geht dann ohne größere Probleme) und ist „schon“ fertig.

Durch die viele Schritte, wo man aktiv was tun muss, kann man auch nicht wirklich gut weg und was anderes machen…

Aber ich habe elf Sterne, den ersten habe ich als Christbaumanhänger für mich behalten, die anderen sind mit Tesa (am Aufhänger) auf Doppelkarten geklebt und werden als Weihnachtskarten verschickt.

Da mir die Motive gut gefallen, werden in den nächsten Jahren sicher noch welche kommen. Filz habe ich auch noch üppig. Aber so ganz unaufwendig ist das nicht, mit dem ITH. Gerade bei den Umrissen fragt man sich schon, ob man das nicht mit der Nähmaschine genauso schnell gemacht hätte…

Schnittmuster goes IKEA

Neulich beim Aufräumen vor dem Stapel der unbenutzten Schnittmuster (bei mir vor allem McCalls und Co) …

… stellte ich zufällig fest, daß diese perfekt in diese Uppdatera Boxen von IKEA passen!

Die (alten) Vogue-Designerschnitte hochkannt, die anderen von McCalls, Butterick oder Simplicity quer. Perfekt, als seien sie dafür gemacht.

Und ja, die von Burda passen auch rein, die sind kleiner.

(Wie man das zufällig feststellt? Ich nutze diese Boxen seit einigen Jahren für alles Mögliche. Angefangen um im Schrank die schwarzen, anthrazitfarbenen und dunkelblauen Socken auseinanderzusortieren. Weil man sie durch die Griffe aber auch gut rumtragen kann, habe ich immer einen kleinen Stapel frei flottierender für wo am nötigsten. Da kann auch mal Kleinkram oder ein zerlegtes Elektrogerät unfallfrei weggelegt werden, vorsortiertes Zubehör für ein Näh- oder Handarbeitsprojekt,… Sachen, die nicht dauerhaft aufbewahrt werden müssen, aber auch nicht einfach lose rumfliegen sollen. Und als ich die Schnittmuster wegräumen wollte, fiel mein Blick auf die Boxen… und es passte!)

Für benutzte Schnitte allerdings kein Plan, denn die bekommt man nie wieder sauber in den Originalumschlag. Dafür habe ich dann Prospekthüllen zusammen mit der angepassten Schnittkopie und Anmerkungen zur Anleitung.

Aber der Vorrat ist so gut aufgehoben und gerät auch nicht so leicht in Vergessenheit. Nein, ich habe noch keinen Schnitt zweimal gekauft, aber Formen die ich grundsätzlich mag kaufe ich dann schon mal öfter in sehr, sehr ähnlicher Form… was aber nicht nötig ist.

Paris-Shopping 25/03

Der letzte Besuch hat den Koffer ganz gut gefüllt, nicht zuletzt mit Gewicht…

Auf dem Suchschema stand (immer noch) ein Filz in Lebkuchenbraun (dringend) und Möbelbezugstoff, denn ich habe hier zwei hübsche Midcentury Modern Sesselchen geschenkt bekommen, die einen neuen Bezug brauchen. Aber noch nicht dringend.

Beim Filz bekam ich letztlich einen, der deutlich dünner war, als gesucht. Was aber gut war, weil ich natürlich die Anleitung zu den ausgeguckten Stickmustern erst hinterher angeschaut habe und dann festgestellt habe, dass die Anhänger ITH gearbeitet sind und gedoppelt werden. Bisschen weniger schön, weil die Rückseite dadurch nicht bestickt ist, aber passt zum Stoff. Den Filz habe ich in der Déballage St Pierre gefunden. Ist halt groß…

Der grüngrundige Stoff ist ein sehr kurzfloriger, weicher Velours und sogar speziell für Möbel gedacht. (Weswegen er auch ganz schön dicht und schwer ist.) Das Motiv gibt es in verschiedenen Farben und auch in verschiedenen Läden, ich fand es in einem in der Rue d’Orsel, der sich prosaisch Paris Ameublement nennt. In der Straße sind mehrere Läden mit Möbelbezugsstoff nebeneinander. Was den Ausschlag für den Kauf in genau dem Laden gab war, dass ich zum einen da nun mal drin war, zum anderen aber auch, dass mir der Händler spontan 10€ Rabatt pro Meter angeboten hat. (Und ja, damit auch um 10€ unter dem Preis der anderen lag.)

Bis hierhin… geplant.

Die Wax-Prints… nun ja, zum einen lagen sie im Sonderangebotbereich der Déballage St Pierre, zum andere waren es aber Farbtöne, die zu heller Haut und hellen Haaren passen. Was aus nachvollziehbaren Gründen nicht so häufig der Fall ist. Oft sind die Stoffe ja mit viel Gelb, Orange, Grün… und gehen dann bei mir nur weit weg vom Kopf.

Also letztlich… durften die auch noch mit. Und ich kaufe mir noch eine weitere Stoffkiste, Wax-Stoffe bekommen eine eigene Kiste, sie sind einfach zu schön und vielseitig einsetzbar.

Was vom Gewicht her allerdings auch noch deutlich einen Unterschied im Koffer machte, war dieses Sortiment…

Bei diesem Imker auf dem Marché Corvisart (wo auch mein Stammkäsehändler ist) hatte ich schon mal gekauft und fand die Qualität sehr gut.

Die Sorgen schmecken tatsächlich unterschiedlich, alle sehr charakteristisch.

Und er hat interessante Sorten. Karotte und Koriander hatte ich letztes Jahr unter anderem schon, dieses ja gibt es Zwiebel, der tatsächlich einen leichten Zwiebelgeschmack hat. Sehr interessante Kombination.

Da der Imker immer nur wenige Wochen im Jahr auf dem Markt ist, war ich recht froh, dass ich ihn auch dieses Jahr wieder „erwischt“ habe. Jetzt bin ich da schon mal gut bevorratet. Da ich vom letzten Jahr noch was habe, könnte es sogar reichen, falls es nächstes Jahr nicht klappt.

Die nächste Anschaffung ist dann eine weitere Kiste für die Wax-Prints… :o)

Marmeladenstick oder inkstitch angestupst…

Mein jährlicher Marmeladenstick (der diesmal auch wieder dieses Jahr noch im Blog landet, nicht erst nächstes) ist ja nichts Neues, aber diesmal habe ich die Gelegenheit genutzt mal gaaanz vorsichtig Inkstitch zu benutzen. Die kostenlose Erweiterung zu inkscape.

Nein, ich habe nicht gleich eine Datei erstellt. Die Datei kommt von Emblibrary. Aber ich will ja immer das Jahr mit auf dem Deckel. (Und es ist nicht schlimm, dass die Deckel danach weggeworfen werden, ich nutze immer Reste und von denen habe ich eh genug.)

Eigentlich kann meine Nähmaschine auch Buchstaben und Zahlen hinzufügen. Aber Inkstitch kann das auch und so habe ich dann einfach mal eine Jahreszahl hinzugefügt. (Könnte weniger dicht sein, aber es sollte ja auch fertig werden. Erster Versuch und so…)

Dann gibt es neben der normalen Variante auch ein paar Gläschen mit Alkohol.

Und da wurde ich schon mutiger.

Ich habe die Schrift der Originaldatei entfernt und durch eine neue ersetzt.

Eigentlich hätte es rund werden sollen, aber das Ausrichten am Pfad hat nicht funktioniert. (Was mich dran erinnert hat, dass ich das Problem mit Ikscape auch schon immer hatte… es gibt ein Handbuch da steht eine Anleitung drin, aber das Programm tut es einfach nicht… das wird noch etwas mehr Energie brauchen. Aber mittelfristig ist die Idee ausbaubar. 🙂 )

Diesmal war es mit den vielen Farben schon aufwendig genug. Aber sieht wirklich hübsch aus. (Ja, ein paar verschenke ich auch, aber ich mag das auch für mich.)

Aktueller Nadelblick Oktober 2025

In den letzten Wochen hat sich echt mal wieder was getan. Es wurde sogar was fertig, ist nur noch nicht gebloggt.

Sommerkleid im Herbst? Nur fast. Ein Nachthemd für den nächsten Sommer. Denn sonst habe ich bis dahin vergessen, dass da ein „Loch“ im Vorrat ist. Stoff ist ein Baumwoll-Seersucker aus dem Bestand. (Ich glaube, mal irgendwo in einem Konvolut gekauft.) Das Muster ist eigentlich quer, aber ich habe längst zugeschnitten.

Der Schnitt ist aus „Meine Nähmode“ (also Simplicity), habe ich als Nachthemd vor einigen Jahren schon mal genäht. Da ich es zu lang fand, habe ich jetzt den Schnitt um 10 cm gekürzt. Und dann quer zugeschnitten, dann laufen die Streifen längs. Gematched habe ich da nichts. Es ist ein Nachthemd.

Die Falten sind geheftet, die Abnäher auf den Raglanärmeln genäht und der Ausschnittbeleg auch.

Wenn alle so läuft, wie geplant, läuft das in den nächsten zwei Tagen durch Overlock und Cover ist ist vielleicht wirklich mal schneller fertig als französische Nähte. (Mal gucken, ob ich psychisch damit klar komme. Ist halt nicht so schön…)

Auch gestrickt habe ich.

Nochmal Socken für die Obdachlosen-Aktion. Da ich so viele Rosa-Reste hatte, diesmal eindeutig in Damengröße.

Allerdings habe ich diesmal meine Knäuel beim Teilen nicht gut gewogen. Bisher bekam die erste Socke von allen Farben deutlich mehr ab.

Zum Glück hatte ich noch ein anderes graues Garn, das ich in der Mitte zum Ausgleich benutzt habe. Und da dann wieder großzügig mehr Streifen gestrickt habe, als an der ersten Socke, denn vermutlich wird auch vom hellrosa Garn weniger da sein als bei der ersten Socke.

Spannend dann allerdings auch die Frage, ob meine Basisfarbe reicht… Sonst muss das grau da einfach noch mal ran.

Macht dann diesmal wenigstens zwei Paar Socken. Nicht berauschend, aber besser als vor zwei Jahren.

Tja… und wie ich schon andeutete, nach dem Hexispiel ist vor dem Hexispiel.

Diesmal musste ich natürlich nicht erst mal viele Hexis falten, denn es waren ja schon welche da. Sondern nur wieder ergänzen.

Aber es hat schon was suchtartiges. Der „Arm“ zeigt auch schon die Endbreite.

Zum Lesen kam ich natürlich nicht… Nähen und Lesen geht nicht. (Ich war allerdings die letzten zwei Monate auch wieder mehr mit dem Auto unterwegs, als mir lieb war. Da kann man weder lesen noch stricken.) Ich schiebe also wieder einen sehr hohen Zeitschriftenstapel vor mir her, vom Buch lesen mal ganz zu schweigen. Ich hoffe, wenn ich weiterlese, erinnere ich mich noch.

Dafür geht die Kiste „Baumwollstoffe Webware“ wieder zu, ohne auszubeulen. 😉

Grinsetasse grau

Ja, das Modell hatten wir schon mal.

Also fast.

Die Tasse habe ich letztes Jahr schon mal in Rot genäht. Allerdings nicht in der vom Buch vorgegebenen Vergrößerung der Schnittteile, sondern so klein, wie sie im Buch abgedruckt sind.

Jetzt in Grau und so groß, wie vorgesehen. Der Stoff ist der Rest vom Rand- und Rückseitenstoff des Quilts, Mund und Augen wurden aus Bastelfilz zugeschnitten und vor dem Nähen appliziert. In der Anleitung soll man ja alles hinterher von Hand aufnähen. Und den „Teller“ habe ich nicht mit Bastelwatte gefüllt, sondern gleich mit drei Lagen Volumenvlies verstürzt. Man muss sich das Leben ja nicht unnötig schwer machen.

Nur am händischen annähen des Henkels führt kein Weg vorbei, dementsprechend schief ist der auch. Aber im Zweifelsfall gehört das eben so…

Vom Hexispiel zum Hexiquilt

Ja, hat ein paar Jahre gedauert, aber aus den vielen handgefalteteten Hexagons wurde ein Quilt.

Optimalerweise hätte ich an einem Tag Zeit zum Photographieren gehabt, an dem nur indirektes Licht im Garten scheint, aber nachdem die Decke doch mehrere Wochen fertig, aber unphotographiert rumlag, habe ich zumindest gewartet, bis die Sonne größtenteils hinter den Büschen war. (In strömendem Regen wollte ich auch nicht photographieren, der Quilt hängt draußen vom Balkongeländer.

Beim Quilting sieht man, wie viel ich noch zu lernen habe.

Der Unterstoff hat sich kräftig verschoben. Allerdings habe ich brav mit jeder Reihe die Richtung geändert, so dass der Quilt am Ende gerade ist. Und darauf kommt es an.

Als Vlies hatte ich „Poly-Down von Hobbs in Queen Size, bei amazon bestellt.

Hauptgrund für die Wahl war, dass mein ungequiltetes Top breiter als 150 cm war und da wird es mit den deutschen Vliesen dann dünn. das Vlies stückeln, wollte ich auch nicht dringend, also ging ich nach amerikanische Vliesen auf die Suche.

Die andere Vorgabe war Polyester. Der Qult soll als Gästedecke dienen und daher gut waschbar sein und gut auf der Wäscheleine trocknen. Auch im Winter. Nach meinen sonstigen Erfahrungen mit Stoffen ist da Baumwolle nicht die erste Wahl, Soja dürfte im Viscoseverfahren erzeugt sein, was auch nicht gerade zügig trocknet und Wollvlies mal eben in die Waschmaschine… nicht so ohne Weiteres.

Mit den Vorgaben wurde es dann schon etwas schwieriger und die Suche in deutschen Quiltshops erbrachte, dass man hier ausschließlich mit Paypal zahlen kann /(also direkt oder die Kreditkarte wird letztlich auch über Paypal abgewickelt), was nun mal nicht meine bevorzugte Zahlungsart ist. Also hat amazon gewonnen.

Das Vlies kostete nur 25€, mehr ist es aber auch nicht wert. Zum einen ist es sichtbar unterschiedlich dick (fällt in der fertigen Decke nicht mehr auf), zum anderen kommt es fest in eine Tüte gepresst und ich musste es erst mal dämpfen, um es überhaupt flach hinlegen zu können, so fest waren die Brüche drin.

Sprich: das nicht wieder. (Aber jetzt habe ich einen Gästequilt, der halbwegs zügig trocknet, dann darf der nächste ein anderes Vlies bekommen.)

An den Verschiebungen dürfte aber in erster Linie schuld sein, dass ich versucht habe, das Sandwich alleine zu machen. Was einfach nicht gut funktioniert, wenn man auf dem Quilt rumlaufen oder knien muss, um nie nächste Lage aufzurollen. (Quilt breiter als zweimal meine Armspannweite.)

Lektion für den nächsten Quilt: Für das Sandwich Hilfe holen und mehr Odif 505 Sprühkleber für die ersten beiden Lagen. Die obere Lage blieb ja brav wo sie war.(Ich hatte noch ein paar strategische Sicherheitsnadeln im Quilt, aber nicht so viele.)

Gequiltet habe ich mit der Maschine, mit Obertransport und etwa 3,5 mm Stichlänge. Als Garn AlterfilS120, das ich auch zum Zusammennähen benutzt habe

Und nein, ich habe keine Sekunde darüber nachgedacht, das Quilten noch mal anders zu machen, Es ist ein Gebrauchsquilt, kein Ausstellungsstück, da stört das nicht. (Und eigentlich… sieht es sogar interessant aus.)

Und ich habe ihn selber auch schon „probegeschlafen“, er erfüllt seinen Zweck. 🙂

Und da ich den Stift wieder gefunden habe, konnte ich auch das Label beschriften.

(Das auf dem Bild von der Rückseite klein unten links zu erkennen ist.)

Leider war die Tinte im Roller nicht mehr so ganz eifrig (benutzt noch kaum, aber gekauft halt schon länger), so dass ich den Schrift zweimal mit etwas Druck nachfahren musste, was es auf Stoff nicht unbedingt besser macht.

Und meine Schrift eh nicht so wahnsinnig schön ist.

(Das Label-Hexagon habe ich natürlich von Hand aufgenäht.)

Angeblich ist die Schrift, wenn mal getrocknet, auch waschfest. Das habe ich noch nicht getestet.

Völlig unerwartet, aber auch sehr charmant ist der Quilt von hinten im Gegenlicht.

Der graue Rückseitenstoff wirkte dicht gewebt (und nähte sich auch so), ist aber offensichtlich so dünn, dass das Licht durchscheinen kann.

Das wirkt beinahe wie ein altes Kirchenfenster. Etwas gedämpft, vermutlich durch das Vlies auch noch in den Konturen Weichgezeichnet, aber farbig.

(Und ich überlege schon, ob ich den Effekt vielleicht bewusst für einen Vorhang verwenden kann….)

Aktueller Nadelblick Juni 2025

Ja, meine Nähpläne wurden schon wieder durchgemischt, weil eine „Terminsache“ vorgezogen werden musste.

Eigentlich wollte ich heute auch schon fast fertig sein, aber ich habe meine neue Coverlock eingeweiht (bei drei Teilen hintereinander weg klang das nach einem guten Plan).

Das mit dem Overlocken ging leidlich gut, das mit dem Covern… auf dem Interlock noch halbwegs okay.

Jacke und Strampler sind aber auch extraweichem Baumwoll Single-Jersey mit Elasthan. Und da weigert sich die Cover, ohne Fehlstiche über die Nähte drüber zu Covern. Also die Beinabschlüsse des Stramplers hat sie grad noch geschafft, wenn auch nicht extrem gleichmäßig (ja, Hebammen habe ich verwendet), bei allen anderen Abschlüssen gab es Fehlstiche ohne Ende.

Nachdem der Stoff der Jacke jetzt die ersten Löcher hat, werde ich mit der Nähmaschine fertig nähen. Und mir für die Maschine vermutlich den speziellen Cover-Fuß noch kaufen. Der ist nicht dabei.

Termin ist zwar erst Ende des Monats, aber das blaue Teil ist Größe „Newborn“ und ich bin auch diesem Monat viele Tage nicht in der Nähe meiner Nähmaschine.

Auch beim Stricken gibt es Fortschritte.

Die ersten Obdachlosensocken für dieses Jahr.

Die werden jetzt deutlich bunter, als geplant. Denn ich hatte zwar alle Knäuel gewogen, um sie in zwei Hälften zu teilen.

Aber irgendwie nie die Gesamtmenge aufaddiert…

Jetzt stricke ich im Wechsel, mal die eine, wenn ich da mit allen Farben durch bin die andere.

Immerhin wird es sehr viele verschiedene Reste verbrauchen.

Fertig gequiltet ist das Hexispiel.

Deswegen diesmal ein Blich auf die Rückseite. Zugeschnitten ist es auch schon, fehlt nur noch das Binding.

Ausfalten kann ich den Quilt im Moment nicht, das neue Sofa ist schon geliefert, das Alte vom Interessenten noch nicht abgeholt, es fehlt gerade die Bodenfläche.

Und… Buch sechs für dieses Jahr.

Lesen geht ja auch unterwegs. (Socken auch.)

Das letzte Buch war schon dünn, dieses auch.

Aber kann trotzdem noch dauern, ich muss ja Babysachen fertig nähen. Noch vor Ende des Monats.

Auf dem Nähplan steht ja immer noch ein Pyjama für mich (Stoff schon da) und dann endlich an der grauen Jacke weiter machen.

Mal gucken ob es in zwei Monaten von dem Pyjama was zu sehen gibt.

Festlegen will ich mich da nicht…

Farbwahl mal anders

In den nächsten Jahren wird mich ein ganz anderes kreatives Thema beschäftigen: Meine Wohnung braucht eine Totalrenovierung. Wir sind vor deutlich über 20 Jahren da mal zu zweit eingezogen und als das Thema „Renovierung“ dran gewesen wäre, waren wir auf der Suche nach einer anderen Wohnung.

Und jetzt bin ich seit geraumer Zeit alleine Herrin des Geschehens. Und es muss etwas passieren. Wände streichen alleine wird nicht reichen, denn in 20 Jahren geht das eine oder andere kaputt, an etlichen Stellen ist jetzt sichtbar, wo der Bauträger geschludert hat und dann gab es Stellen, die von Anfang an sichtbar schlampig gemacht waren, die man aber nicht mehr reklamiert, wenn der Möbelwagen schon vor der Tür steht.

Abgesehen davon, dass die Wohnung so wie sie ist an einigen Stellen nicht mehr funktional ist. (Und an anderen Stellen nie war, aber nach dem Wohnungskauf kein Geld mehr da war, es zu ändern.)

Budget gibt es natürlich wie immer keines… also kein großes, Innenarchitekt ist nicht drin, komplettes DIY wird es aber auch nicht vollständig, sonst ist das in zehn Jahren nicht fertig. Auch so wird es noch ein Mehrjahresprojekt.

Im Januar hatte ich mal Zeit für die Restpostenhalle des Parkettgeschäfts und wurde dort auch fündig. Ich hatte mir das ja so gedacht, dass man erst mal den Boden legt, und dann gucke ich, was dazu passt. Den Zahn hat mir mein Handwerker schon gezogen. Erst Wände, dann Boden. Also muss ich mich jetzt zuerst auf eine Wandfarbe festlegen.

Also bin ich mit einem Brett des neuen Parketts in den Baumarkt und habe ungefähr alle Farbfächer und -karten mitgenommen, die auch nur Ansatzweise passen könnten. Die blauen Farbkarten sind zum Testen, denn ich habe im Dezember schon eine dunkelblaue Couch bestellt (Die Schlafcouch hat schon zwei andere Wohnungen hinter sich…) und dunkelblau wird die Akzentfarbe, die ich in allen Räumen verwenden will. Da ich Türen in der Regel offen habe, sollen die Räume irgendwie miteinander harmonieren. (So die Idee. Falls es irgendwann mal aufgeräumt genug ist um mit irgendwas zu harmonieren.)

Die Fülle der Möglichkeiten war dann Zuhause relativ schnell reduziert, nachdem ich das alles in den Lichtbedingungen vor Ort gesehen habe.

Das Finetuning war schwieriger. Eine Farbe hätte mir sehr gut gefallen, war aber deutlich du dunkel für alle Wände. Eine, die in der Helligkeit gepasst hätte, schien nahe genug dran, bis ich mein Parkettbrett mit den Farben in ein anderes Zimmer getragen habe und die Sonne raus kam.

Der andere passende Ton (nein, die Farbwiedergabe auf dem Monitor ist nicht ganz korrekt) ist vermutlich auch noch etwas zu dunkel. (Die Farbprobe in Dunkelblau liegt dabei, und zu überprüfen, ob das auch dazu passt.) Da ich auch metallene Elemente aus meiner bisherigen Einrichtung behalten werden, habe ich mal noch die Sicherheitsnadel drauf gelegt, weil ich zuerst Zweifel hatte, ob sich die eher warmen Töne mit silbernem Metall vertragen, aber das funktioniert.

Inzwischen habe ich auch einen Eimer der angemischten Farbe geholt, werde die mal in den verschiedenen Zimmern (unterschiedliche Lichtsituation) mal grob auf den Wänden testen. Wenn es mir zu dunkel ist, muss ich mir mit zusätzlicher weißer Wandfarbe meinen Wunschton anmischen. Den können die im Baumarkt dann scannen und in größerer Menge herstellen.

Ich meine… sie haben ja echt viele Farben im Angebot… aber eben nur fasst passend. Nicht ganz.

(Falls noch jemand Fragen hat, warum ich mit mehreren Jahren für die Renovierung kalkuliere…)

Noch eine Tasse…

… aus Resten. (Die erste hatte ich hier gebloggt.)

Die Reste vom Probekleid im letzten Sommer wurde noch mal eine Tasse aus dem Aranzi Aronzo Buch. Diesmal mit einem anderen Gesichtsausdruck. Und aus wesentlich wilderem Stoff.

Der starke Kontrast bei Kunstlicht brachte dann die Handy-Kamera an ihre Grenzen. Mit etwas Nachbearbeitung geht es aber.

Und wie immer weiß ich nicht, wozu es gut ist, nur die Herstellung macht Spaß. 🙂