ottobre design woman, 5/2009, Modell 1/Bloom Print Camisole (Unterhemd)

The English version is on Pattern Review.

Camisole aus ottobre„Das sieht nett aus“ dachte ich mir beim Erscheinen des Heftes und jetzt hatte ich endlich Zeit, den Schnitt aus auszuprobieren. Und ein Schnitt für ein etwas „geformteres“ Unterhemd fehlt mir noch.

Material ist orangefarbener Dessoustoff von Ela, unschwer zu erraten aus der gleichen Lieferung wie der orangene Haufen. Genäht auch wieder mit Alterfil S.

Schnittgröße habe ich brav nach der Tabelle gewählt, nämlich 48 an der Brust und dann zur Hüfte auf 50 ausgestellt. Oberhalb der Taille habe ich 1,5cm gekürzt.

Beim Nähen habe ich mich im Großen und Ganzen an die Anleitung gehalten. Die Längsnähte wollte ich flach und habe daher mit der Nähmaschine eine Flatlocknaht gearbeitet. Dabei habe ich die „auffälligere“ Seite nach außen genommen, so daß man das etwas hellere Garn gut sieht.

Das Oberteil habe ich statt mit Framilon mit einem aufgefalteten farblich passenden Falzgummi gerafft. Dem Bild nach scheint meine Variante etwas weniger stark gerafft zu sein, ob das am Gummi oder am Stoff liegt ist nicht festzustellen. Denn im Original wird Modal verwendet der in der Regel sehr weich ist. Mein Stoff hingegen ist etwas fester, weil eigentlich für BHs gedacht. Hätte man beim Aufnähen wohl stärker dehnen können. Falzgummi habe ich auch als Abschluss für den Ausschnitt bzw. die Träger genommen und habe das auch etwas stärker gedehnt aufgenäht.

Statt der Zwillingsnadel habe ich für die Träger/Ausschnitt einen normalen Zickzackstich genommen, für den Saum den Wabenstich. Ich finde beides elastischer als die Zwillingsnaht und an einem Unterhemd kann ich damit auch gut leben.

Was mich an der Anleitung wie schon bei anderen ottobre Anleitungen irritiert ist die gestrichelte Linie auf den Schnitteilen am Saum. Laut Anleitung soll man ja 1 cm Naht- bzw. Saumzugabe zugeben. (Am Saum habe ich 1,5cm gewählt.) Wenn diese Linie eine Nahtlinie wäre, dann würde sie ins Leere laufen, denn man hätte 1 cm Saum und eine Naht, die 1,5cm von der Kante entfernt wäre. Sprich sinnlos. Und falls das schon die Saumzugabe wäre, dann stünde es falsch in der Anleitung, daß man selbige noch zugeben soll. Nachdem die Zeitschrift doch inzwischen einige Jahre am Markt ist, hätte man das ja mal ausmerzen können…

Camisole nach ottobreDas Ergebnis ist… sagen wir tragbar und ausbaufähig.

An der Brust sitzt es stramm, was aber bei einem Unterhemd gut ist, der Ausschnitt hingegen ist vorne einfach ein bißchen zu weit. Obwohl ich ihn schon mit dem Falzgummi eingehalten habe. Da muß ich beim nächsten Versuch einfach vorher am Schnitt schon was rausnehmen. (Ottobre hat bei mir offensichtlich die Tendenz, an der Brust sehr wenige Mehrweite zuzugeben.)

Wirklich unschön finde ich, daß das Hemd auch unter der Brust sehr weit ist. Wenn man das Photo im Heft betrachtet liegt es da nicht an (ist ja auch kein BH Hemd, muß also nicht), aber bei mir beult es da beinahe. Steht quasi ab. Als Unterhemd ist das trotzdem tragbar, aber bei der nächsten Version werde ich da auch was rausnehmen.

Denn eine nächste Version wird es geben, den Schnitt bekomme ich noch dahin, wo ich ihn haben will…

Flatlocknaht für „Arme“

Low tech flatlock seam

Überraschung! Es gibt noch Nähtätigkeit! 😉

Eine Flatlocknaht ist eine Naht, die besonders flach ist, weil weniger Stoffschichten aufeinander liegen. Bei sehr dicken Materialien (wie Neopren) stoßen die Schnittkanten direkt aneinander, bei dünneren Materialien wie Wäschestoffen liegen die Stofflagen aufeinander wie bei einer offenkantigen Verarbeitung. Nur überdeckt ein Nähfaden die Schnittkanten.

Surprise, there is still sewing going on! 😉

A flatlock seam is a seam that is flat, because there are fewer fabric layers. For very thick material (like neopren) the cut edge will touch and not overlap, for thinner material like lingerie fabric you have the overlap like when sewing with open edges. Only in a flatlock seam the sewing thread will overcast the fabric edges.

Nun habe ich gelernt, daß nur eine echte Flatlockmaschine solche Nähte machen könnte. Allerdings konnte mir die Fachfrau zwar demonstrieren, wie anders eine Flatlockmaschine näht, sie konnte mir nur nicht erklären, wodurch sich die fertige Naht dann von einer anderweitig auf Stoß oder eben einfach überlappenden Naht unterscheidet. Also scheint es im Ergebnis doch nicht so anders zu sein, als die „hausgemachte“ Variante, die viele Overlockmaschinen beherrschen.

Nun habe ich keine Overlock, aber ich dachte, so was ähnliches müßte mit der normalen Nähmaschine auch hinzubekommen sein. Und habe mit ein paar Dessoustoffen Testläufe gestartet.

Now a specialist explained to me, that a „true“ flatlock seam can only be made with a „real“ flatlock machine. She could show me how a differently a flatlock machine works, but she couldn’t explain me the difference to the good old overlapping seam. So my guess is that the result isn’t that different from the „homemade“ version how many sergers can do.

Now not everyone has a serger, like me for example. And I wondered, it a similar effect might be possible with the normal sewing machine. I picked some lingerie fabrics and started testing.

Zickzack an der KanteWichtig ist es zunächst, daß man die Stoffkanten wirklich gerade und sauber schneidet und auch die Nahtzugabe anpasst. Ich verwende einen sehr breiten Zickzackstich meiner Maschine und so breit muß die Nahtzugabe auch werden.

The first thing that is important is that the fabric edges are cut with precision and are not wobbly. You have to adapt your seam allowance. I have been using a very wide zigzag stitch and the seam allowance has to be the width of the stitch.

Dann wird die Oberfadenspannung gelockert. Die Stichlänge ist Geschmackssache, einfach mal testen. An meiner Bernina virtuosa 160 haben sich folgende Einstellungen bewährt: Zickzackstich mit Stichbreite 5 und Stichlänge 2, die Oberfadenspannung wird auf 2 reduziert. Allerdings verhält sich jeder Stoff anders, also erst mal testen.

My settings of the machine (virtuosa 160 from Bernina) is a zigzag stitch with length 2 and width 5, the thread tension of the spool thread reduced to 2. But test, it’s a matter of taste and also varies from fabric to fabric.

Als Garn habe ich AlterfilS 150 genommen. Wichtig ist, daß das Garn eine gewisse Elastizität hat. AlterfilS erfüllt diese Anforderung sehr gut. Es sollte auf auf alle Fälle ein gutes Polyesterumspinngarn sein.

Die Stofflagen werden normal aufeinandergelegt und dann wird exakt an der Kante entlang genäht, so daß der rechte Stich neben dem Stoff einsticht.

Nahtzugabe runterhaltenAs thread I choose the very fine AlterfilS 150. It is important that the thread has a certain elasticity. Not one you can feel with your hands, but it has to be there. AlterfilS is perfect for that. But whatever you take, choose a high quality polyester corespun thread.

Then you lay your fabric as normal and zigzag along the edge. The needle swings over the fabric and does sew next to the edge when it swings to the right. It does not sew into the fabric then.

Je nach Stoff und Nähfuß kann es sein, daß diese schmale Nahtzugabe sich beim Nähen etwas hochwölbt. Man kann sie dann einfach mit einem Gegenstand wie einer Stickschere vor der Nadel wieder nach unten leiten. Nicht aufdrücken, der Stoff muß ja noch transportiert werden können, nur unten halten.

(Den Standardnähfuß zu nehmen, der vorne geschlossen ist hätte es auch getan…)

Depending on the fabric and the pressure foot you use it can happen that the tiny seam allowance wants to stand up. That is not a problem, you can hold a small item (I used my embroidery scissors) in front of the needle to hold the fabric down. Don’t press, just hold it down. If you give to much pressure the fabric would stretch while sewing.

Naht von oben(Taking the standard pressure foot would have been also an improvement in that case…)

Von der oben betrachtet sieht das jetzt wie eine ganz normale Zickzack Naht aus.

Form the top it looks just like any ordinary zigzag seam.

Naht UnterseiteVon Unten hingegen sieht es anders aus.

Denn dadurch daß die Oberfadespannung herabgesetzt wird, wird der Oberfaden natürlich auf die Rückseite gezogen.

If you turn it around it looks differently.

Since the upper thread tension was loosened the upper thread wraps around the edge and is visible on the other side.

Flatlock auseinandergezogenDiese lockere Fadenspannung ist für den nächsten Schritt nötig: Die beiden Stoffteile werden kräftig auseinandergezogen. (Deswegen ist es auch wichtig, daß der Faden selber eine gewisse Elastizität hat. Fehlt die, dann reißt der Faden.)

Dadurch klappen sich die Nahtzugaben um und liegen übereinander.

Auf der ehemaligen Unterseite (also die Seite, die beim Nähen unten war) sieht das auch schon sehr gut aus.

The loose thread tension is necessary for the next step: you pull on the fabric as if you wanted to pull the seam apart. (This is also why you need a certain elasticity in the thread. If it’s to rigid it will break.)

Now the seam allowances will turn and lay flat on each other.

Flatlock obenOn the side of the bobbin thread it looks already fine.

Die andere Seite noch nicht ganz. Hier ist der Stoff noch ein wenig eingerollt. (Wem das so gefällt und flach genug ist, der kann das im Prinzip auch so lassen. Aber ich wollte es flacher.)

Ob das passiert hängt vom Stoff ab und wohl auch davon, ob die Schnittkante in Maschenrichtung oder quer dazu verläuft. Bei manchen Stoffen genügt es, die Naht abwechselnd längs und quer zu dehnen und die Kante rollt sich noch raus.

The other side is not as perfect. You see that the edge is still a bit rolled to the inside. (If you like it like that and think it is flat enough for your purpose you can leave it like that. But I wanted really flat.)

Nahtzugabe rausschiebenIf that happens or not depends on the fabric and also if you cut with the grain or crossgrain. Sometimes it’s enough to stretch the seam alternatively lenghtwise and crosswise to make the edge come out.

Bei dem Stoff aber nicht. Also hieß es nachhelfen.

Das ist mühsam, man kann entweder mit einem nicht zu spitzen Gegenstand die Stoffkante rausschieben oder sie von der anderen Seite mit einer ganz feinen Häkelnadel rausziehen.

Aber gut… dafür braucht man keine neue Maschine dafür.

On this fabric this was not enough, so I had to push/pull the edge out.

That takes some work, you can either push it out with a not to sharp tool or you can pull the edge out from the other side with a very fine crochet hook. Not really fun.

But you don’t have to buy another machine…

Flatlock fertig linksUnd die Mühe wird belohnt, der Stoff liegt flach. (Das Bild war vor dem Büglen.)

And you are rewarded in the end, the fabric lays flat. (The pic was taken before the final press.)

Flatlock obenUnd so sieht es von der anderen Seite aus.

And that is what it looks from the other side.

Ich habe mich entschieden, die auf dem linken Bild sichtbare Seite nach außen zu nehmen, denn zum einen wollte ich den Faden als Verzierung, zum anderen ist die andere Seite flacher und weicher auf der Haut.

Das kann man aber machen wie man will.

I took the side you see on the left pic as „right“ side because I liked the decorative effect. The other reason is that the other side is flatter and softer on the skin.

But it’s up to you to choose.

Die Bilder zeigen auch die Grenzen der Technik: Die Stoffkanten sind nicht wirklich dicht eingeschlossen, es ist also nur für Stoffe geeignet, die nicht ausfransen.

Und durch die längeren Stiche gegenüber einer Overlock ist es vermutlich auch nicht ganz so elastisch. Ich habe es für ein Hemdchen und ein Panty verwendet, das funktioniert prima. Ob es für Sportkleidung auch geht müßte man erst mal testen.

Aber… die Technik erfordert keine teure neue Maschine und geht mit fast jeder simplen Maschine die Zickzack kann und die Fadenspannung verstellen läßt. 🙂

The pics also show the limits of that technique. The edges are not as well enclosed as with a serger so you can only use it for fabrics that do not ravel to much.

And since the stitches are longer as on a serger the resulting seam will not be as stretchy. I used it for a cami and for some undies and it does fine there. If you want to make sports gear you should test first if it can hold.

But it’s a simple technique you can make on nearly any machine that is able to sew zigzag and allows you to change the thread tension. No need to buy an expensive and new machine. 🙂

Motiv 2

Motif 2

Nach den gestrickten Sternen war immer noch Garn übrig.

After knitting the stars there was still yarn left.

HäkelmotivDa fiel mir ein, daß ich irgendwann mal eine Decke häkeln will. Nur nicht bunt, sondern in verschiedenen weiß, beige und cremetönen. (Die ersten drei Garne dafür habe ich schon, es fehlen aber noch wenigstens zwei dunklere. Aber da es nicht eilt, gucke ich noch ein wenig nach Sonderangeboten.)

That was the moment when I remembered that I am planning for quite some time to make a granny blanket. Not in bright colors, but only in white/creme/beige hues. (I already have three yarns for the project but I will need at least two darker shades. Since I am not in a hurry I am still looking out for sale offers.)

Und ich habe dafür schon vor sehr langer Zeit Beyond the Square von Edie Eckman gekauft (oder mir schenken lassen? weiß ich schon nicht mehr, so lange ist es her). Das Buch hat ganz viele tolle Formen, aber ich hatte bislang nicht getestet, ob ich mit der Anleitung zurecht komme (die Häkelköniging bin ich ja wahrlich nicht) und zudem enthält das Buch keine Informationen über die Größe der fertigen Motive. Was ja nicht unwichtig ist, wenn man verschiedene kombinieren will.

I even have the book Beyond the Square from Edie Eckman for quite some time (so much time that I cannot remember if I bought it myself or if it was a gift?) and it contains a lot of nice shapes. But so far I had never tested if I got along with the instructions (I am surely not the queen of crochet) and the book has no information about the size of the finished motifs. Which is an interesting information if one wants to combine different motifs.

Also habe ich die Gelegenheit genutzt und Motiv 2 getestet. (Motiv 1 hatte ich angefangen, aber dafür hat das Garn schon nicht mehr gereicht.)

Dann waren immer noch zwei kurze Reste übrig…

So I took the yarn and made motif 2. (I had started with motif 1, but the yarn wasn’t enough for that.)

After that project there was still a bit of yarn in two colors left….

Weiche blaue Sterne

Soft Blue Stars

gestrickter SternDiesmal war mir ernst mit der Restverwertung… nach Mütze und Schal war immer noch Garn übrig (zumindest in drei von den ursprünglichen vier Farben), also habe ich mich auf Ravelry umgesehen und bin auf diese weichen, gefüllten Sterne gestoßen.

Yes, this time it’s serious with „no remnants“… so after scarf and hat I checked Ravelry and found those soft, padded stars.

Das Muster ist Stjärna von Karolina Eckerdal.

gestrickter Stern

Der rechte Stern hat eine dunkle und eine helle Seite, der linke Stern ist dreifarbig.

The pattern is Stjärna from Karolina Eckerdal.

The star on the right picture has a dark and a „clear“ side, the left one uses all three colors that were left after the beanie.

Die Dinger sind komplett nutzlos, aber ein netter Zwischendrinstrick, der auch meine Füllwattevorräte etwas verringert. (Okay, sie haben ganz gute Flugeigenschaften und richten keinen Schaden an… *g*)

The thingies are completely useless, but they are fun and quick to knit and used also a bit from my batting stash. (Well, maybe not completely useless… they fly well and they don’t do any harm if they hit… *g*)

Gestreifte Restemütze

Striped Beanie

Ich weiß, daß im Moment gar nicht die Jahreszeit dafür ist, aber ich bin gerade in grimmiger „Reste gar nicht erst entstehen lassen“ Stimmung. Und zumindest bei Wolle könnte es ja klappen. Da ist auch mein Lager nicht so groß…

1-2-3-5 BeanieI know it is absolutely the wrong time for knitting warm hats, but I feel so much like „not producing more stash“ that I am trying to finish all rest yarn after finishing a project.

Die Reste sind „Zara“ von Filatura di Crosa und „Merino Extra“ von Schachenmayr. Als Anleitung habe ich meine eigene 1-2-3-5 Mütze verwendet. Ich muß das Rad ja nicht immer neu erfinden.

Die fertige Mütze wirdmit dem Schal (von dem es die Reste sind) auf die Reise gehen.

The yarn remnants were „Zara“ of Filatura di Crosa and „Merino Extra“ from Schachenmayr. I used my own 1-2-3-5 Beanie pattern.

The yarn was left from knitting the scarf for a friend and the hat will just be delivered with the scarf.

Eulersche Streifen

Euler’s stripes

Schal Eulersche StreifenIch weiß, das ist komplett die falsche Jahreszeit, aber der Schal ist nun mal jetzt fertig und der nächste Winter kommt bestimmt.

I know it is completely the wrong season, but the scarf was finished now and there will be another winter.

Ein Freund, der sich immer mal meinen Computer kümmert, hat sich einen „Schal, den man zwei Mal um den Hals wickeln kann“ gewünscht. Ich würde sagen… Wunsch erfüllt.

A friend who is sometimes taking care of my Computer wanted a „scarf I can wrap around my neck twice“. Mission accomplished….

Schal \Da ich unregelmäßige Streifen mag, mir aber keine Streifenfolge ausdenken will, habe ich mir eine der vielen netten Zahlen mit unendlich vielen Stellen hinter dem Komma geschnappt und das in Streifen umgesetzt. Wie der Name des Schals nahe legt, es war die Eulersche Zahl die herhalten mußte.

I like irregular stripes but didn’t want to bother with thinking about a rhythm for the stripes myself I took one of those numbers with an indefinite number of digits and turned them into stripes. As the name of the pattern suggests it was Euler’s number I choose.

Der Schal hat abgeschrägte Enden und ist im Perlmuster gestrickt. Also nicht sehr schwierig. Nur 2,30m lang.

Material war Merino Wolle aus der Maschenkunst, „Zara Solid“ und „Zara Chiné“ von Filatura di Crosa sowie „Merino extra“ von Schachenmayr von dem ich noch knapp 3 Knäuel hatte. (Und auch prompt noch eines nachkaufen mußte, was dann nicht so ganz einfach war.)

Falls jemand einen „geekigen“ Schal für den Mathematiker oder Physiker seines Lebens braucht oder selber auf derartig entstandene Muster steht:

Hier ist die Anleitung: Schal Eulersche Streifen.

Wie immer zum persönlichen Gebrauch frei. Alles andere bitte nach Anfrage und statt die Anleitung zu kopieren wäre es netter, wenn ihr einfach den Link hierher weiter gebt. Danke schön.

The scarf has slanted ends and is knitted in seed stitch. (Moss stitch for the British, I think) So it is not difficult. Only 2.30m (2.50yds) long.

Material was merino from Maschenkunst, „Zara Solid“ and „Zara Chiné“ from Filatura di Crosa and „Merino extra“ from Schachenmayr where I had a little less than three skeins (and of course I had to buy one more which was not at all easy).

So if you want to make a scarf for the geek in your life or like that yourself, here is the pattern:

Euler’s stripes.

As always the pattern is free for personal an non commercial use. If you want to pass it on please don’t copy it but pass on the link to this blog. Thank you!

Revue de Presse: Knipmode juni 2011

Titel KnipAuch das Juniheft der Knip erreichte mich im Austauschweg direkt aus den Niederlanden. Und zudem taufrisch. Der Monat scheint dem Kleid gewidmet zu sein. Aus meiner Sicht ein schönes Thema. 🙂

Und mit einer beinahe genialen Idee geht es auch los.

Kleider nach dem Baukastenprinzip… (Das ganze hat mich so neugierig gemacht, daß ich tatsächlich nachgeschlagen habe, was „keuze“ heißt. „Auswahl bedeutet es. Also sozusagen ein Wahlmenü.)

Kleiderbaukasten Knipmode

Das Rezept?

Vier Oberteile, sechs Röcke, drei Ärmel (plus die ärmellose Variante) und das ganze verbunden mit fünf Taillenbändern.

Ganz klar ist da das eigene Vorstellungsvermögen gefragt. Auf den nächsten Seiten werden zwar einige Varianten gezeigt, uni und gemustert, gleicher Stoff und unterschiedliche Stoffe,… aber die Varianten sind wirklich beinahe endlos. Mehr als 100 hat die Redaktion ausgerechnet (glaube ich jetzt mal) und fünf davon werden genäht gezeigt. Und noch etliche als technische Zeichnung. So viel kann man sich für einen Sommer gar nicht nähen….

Dann gibt es eine Anleitung, wie man einen Halsbesatz annäht. Hm.. Oder vielleicht eher mit Futter verstürzt? Eher Futter… wenn ich die Pfeile als Wenderichtung interpretiere. Spricht für die Bilder, wenn ich sie ohne Text verstehe. 🙂

Dann kommt „weiß“ als Modethema. Der Sommerdauerbrenner. Ein Schnitt aus dem „Kleidmenü“ und noch diverses andere dazu. Jäckchen 17 ist auch nett…

Kleid KnipmodeMit Kleidern geht es weiter. Diesmal wieder von Leserinnen getragen. Und ein bißchen Crossmarketing für die Knippie ist auch dabei, denn hier sind die Kleider im Mutter – Tochter Partnerlook.

Besonders gut gefällt mir hier das Modell 9 mit dem Schultereinsatz der wie ein Shrug aussieht und Nummer 7 mit den betonten Teilungsnähten. Wobei der Verlauf der Teilungslinien auf dem Photo deutlich anders aussieht als auf der technischen Zeichnung….

Weiter geht es  dann mit Jerseykleidern (oder Tuniken, je nach Ansicht), die für mich was japanisches haben. Falten, Drapierungen… irgendwie muß ich an Origami denken, obwohl die Drapierungen eher weich fallen und gar nicht fest gefaltet sind. Hm… Gehirn macht seltsame Sachen…

Tunika KnipmodeDa ist mein Favorit auf alle Fälle Modell 3. Das könnte ich mir auch für mich vorstellen. Wobei auch da auffällt, daß der Eindruck der technischen Zeichnung ein ganz anderer ist, als der des Photos. Das könnte wieder so ein Modell sein, wo der Stoff über das Ergebnis entscheidet. Würde mich sehr reizen, das mal aus verschiedenen Stoffen zu nähen. (Wir wissen alle, daß das aus Zeitgründen nicht stattfinden wird. Aber interessant wäre es schon.)

Danach wird offensichtlich wieder ein Nähzimmer vorgestellt. Zu viel Text für mich…

Auch danach geht es mit Kleidern weiter. Thema? Hm… ah, für verschieden Figurtypen. Da sind dann auch ein Plus Modell dabei, für die Sanduhrfigur. Die Modellwahl ist nicht überraschen, das gleiche wie in deutschen oder amerikanischen Ratgebern auch.

Die perfekte und dünne Figur braucht man dann wieder für das schnittlose Modell. Das man, wenn ich das richtig verstehe, aber nie genäht sieht, sondern das einem Modell von Diane von Fürstenberg nachempfunden ist. (Von dem man auch das Photo aus einer Laufstegshow sieht…)

Die Plus-Modelle sind alle aus Jersey und mit viel Drapierungen. Und an einem echten „plus“ Model. Die meisten Sachen sind allerdings nicht so für die breiten Hüften, nur das Kleid 19 mit dem Oberteil in Wickeloptik könnte ich mir vorstellen.

Dann gibt es noch „4-in-1“, ein Kleidschnitt, vier Stile. Nett, aber nichts überraschendes dabei. Aber der Schnitt sieht einfach aus und es ist eine „ausgehfeine“ Variante dabei. Anfänger sollten sich also nicht von einfachen Schnitten abschrecken lassen, der Stoff macht viel aus. 😉

Das war’s dann schon wieder. Viele schöne Kleider, vielleicht schaffe ich es mal, eines umzusetzen…

Tuchfabrik Müller

Fabric factory Müller

Textilfabrik MüllerWie schon geschrieben, die Geburtstagsparty ging am Sonntag weiter, nach Euskirchen, um genau zu sein.

Dort befindet sich ein Schauplatz des LVR-Industriemuseum. Und auf dem Gelände gibt es ein ganz besonderes Industriedenkmal, die Tuchfabrik Müller. (Die Region war ja lange Zeit durch die Textilindustrie geprägt, da sind glücklicherweise einige Sachen übrig geblieben…)

As I had already written, the birthday party went on on Sunday. We went to Euskirchen.

The region was a hot spot in textile production and a few of the old sites were preserved. One of those is the „Tuchfabrik Müller“ which is part of the LVR-Industriemuseum.

Tuchfabrik MüllerAm Sonntag war dort außerdem der berühmete Wollmarkt (der jedoch wegen der Unwetterwarnung wohl etwas kleiner ausfiel als sonst) mit Vorführungen in Schafschur, Schafe hüten mit Border Collies, Spinnen,.. und was weiß ich noch alles.

(Aber das nur nebenbei, Bilder gibt es hier von der Tuchfabrik Müller.)

Tuchfabrik MüllerThis Sunday there was also the famous wool market (which was much smaller than normally because of the bad weather warning) where one could not only buy wool but also watch sheep shearing, spinning, sheep herding with border collies,… and a lot of other stuff.

(But I will only show pics of the Tuchfabrik Müller.)

Die Tuchfabrik war im 19. Jahrhundert gegründet worden, damals mit den modernsten Maschinen. Nach dem 2. Weltkrieg lief das Geschäft nie wieder gut, so daß der Besitzer 1961 letztlich alle Angestellte nach Hause schickte und in den nächsten Jahrzehnten seine Maschinen gelegentlich ölte.

Tuchfabrik MüllerThe fabric was founded in the 19th century and used the most up to date machines then. But after WWII the business never was good again so finally the owner sent all his workers home in 1961 and spent the next decades lubricating his machinery from time to time.

Die Fabrik machte wirklich alles selber, vom Wollvlies das gewaschen wurde über färben, spinnen, weben und appretieren am Ende. Wahlweise konnte auch die Wolle gefärbt werden oder das fertige Tuch.

Tuchfabrik MüllerThis factory made everything on this site, from washing the fleece from the sheep over preparing the wool, dyeing (either the wool or the woven fabric), spinning the thread, weaving the fabric and finishing it.

Die Führung ist wirklich sehr spannend, denn ein Teil der Maschinen wurde wieder zum Laufen gebracht und so kann man auch sehen, wie sie funktionieren.  Und wer hätte gedacht, daß die Stoffe mit echten Disteln behandelt wurden? (Siehe zweites Bild.)

Tuchfabrik MüllerThe guided tour is really interesting, because a part of the old machines are still (or again) running, so you can really see how they work. Had you know that fabric had been treated with thistles? (See the second pic.)

Zu besonderen Anlässen wird auch die alte Dampfmaschine noch mal angeworfen, aber zum Betrieb der Geräte stehen heute Elektromotoren bereit.

Ich denke, ich muß  da noch mal hin. Und dann nehme ich vielleicht auch was von dem wunderbaren Wolltuch mit, das dort nicht nur produziert sondern auch verkauft wird. 30 EUR/m sind für die Qualität auch wirklich nicht zu viel.

Since this was a special occasion they let also the old steam engine run. But not for the machinery, for that they have electric engines hidden.

I think I’ll have to come back there. And then maybe I’ll also buy some of the wonderful woolen fabric they do produce and sell there. 30 EUR/m isn’t to much for that quality.

Geburtstagsparty!

Birthday party!

Aachentreffen 2011Am Wochenende war ich auf einer Geburtstagsparty.

Einer besonderen Geburtstagsparty.

Last weekend I’ve been to a birthday party.

A very special birthday party.

Das Hobbyschneiderin Forum wird nämlich dieses Jahr zehn Jahre alt und so haben wir Mitglieder uns selber gefeiert.

Aachen Treffen 2011Nicht alle 80000 versteht sich, aber einige die Lust hatten, nach Aachen zu kommen.

The Hobbyschneiderin Forum is turning ten this years and so we threw a party for ourselves.

Not all 80.000 of course, but those who wanted to come to Aachen for the party.

Und wem das noch nicht Anlass genug war: Anne, die Forengründerin hatte auch einen runden Geburtstag, weswegen sie sozusagen ihre biologische Familie und ihre „Forenfamilie“ für die große Party vereint hatte.

Aachen Treffen 2011(Womit auch klar ist, wer sich die Mühe gemacht hat, das tolle Event zu organisieren. 😉 Danke, liebe Anne!)

And if that was not reason enough to join the party: Anne, the founder of the forum had an anniversary, too, so she had her biological family and her „web family“ together for one party.

Aachen Treffen 2011(So it’s clear who did the work for the party. 😉 Thank you for that also, dear Anne!)

Und weil es eine so spezielle Party war, haben wir es nicht nur bei Kaffee und Kuchen bewenden lassen, sondern auch fleißig gewerkelt.

(Also manche von uns….)

Aachen Treffen 2011And because it was such a special party we did not only drink coffee and eat cake, we also worked.

(At least some of us…)

Es wurde nicht nur gemessen, gezeichnet, gesteckt, geschnitten und genäht, auch die Stricknadeln klapperten eifrig. (Gerade wenn man mit der Bahn anreist, ist das einfach praktischer, als eine Nähmaschine anzuschleppen.)

Ich habe nur bei weitem nicht von jedem und von allem ein Bild!

Aachen Treffen 2011We did not only measure, draw patterns, pin, cut and sew, there was also a lot of knitting going on. (Especially for those who came by train this is more convenient to take than a sewing machine.)

But I did not take a picture of everything and not of everyone!

Aachen Treffen 2011Aber eines ist klar: Wir hatten alle ganz viel Spaß und mußten nach Mitternacht rausgeworfen werden, sonst hätten wir vergessen zu gehen. (Bis auf diejenigen, die in der Jugenherberge übernachtet haben, die rannten kurz nach Mitternacht freiwillig, denn dort ist Sperrstunden. *g*.)

Aber schließlich ging das Programm am Sonntag Morgen (!) mit einem Ausflug ins Museum weiter. Ich geh mal noch ein paar Bilder davon sortieren…

And we had so much fun! So we had to be thrown out after midnight, because we forgot to leave. (Except for those who had chosen to sleep in the youth hostel. They left shortly after midnight, and in a hurry, because they wanted to be at the hostel before the doors would be closed for the night. *g*)

And the party wasn’t over, we continued Sunday morning (!) with a trip to a museum. I’ll be off to prepare some pics from there also…

Ein Haufen in Orange

A heap of orange

Manchmal kann ich dann auch langweilige Massenware…. aber in der Unterwäscheschublade sieht es immer noch ganz traurig aus.

Orange

Sometimes I have to do boring mass production. But my underwear drawer is still in a sad state.

Für die Statistik: Ein „Bum and Leg Former“nach dem Schnitt von Marinique Langere, den BH nach dem Schnitt Sophie von Ela und die Panties nach einem Schnitt, den eine Freundin mal von einem passenden Exemplar abgenommen hat und den ich mir dann angepasst habe. Stoff, Spitze und Gummis alle von meiner bewährten Lieferantin Ela. Der orange Faden ist ein ganz feiner AlterfilS 150, in dunkelrot hatte ich noch Reste von Gütermann, die ich verwursten konnte.

For the statistics: A „Bum and Leg Firmer“ von Marinique Langere, the bra is the Pattern Sophie from Ela and the pattern for the panties a friend of mine made out of a well fitting undie and I adapted it to me. Fabric, Lace, elastic… are all from my reliable source Ela. The orange sewing thread is the fine AlterfilS 150 and in burgundy I had some Gütermann thread left.

Alles bewährte Schnitte (was man auch daran erkennt, daß keiner der Schnitte noch auf dem Markt ist), keine Änderungen. Also fast keine. An dem BH Schnitt habe ich noch mal am Unterkörbhen gebastelt und jetzt passen die Bügel ohne Kürzen rein. Das ist prima, denn das Kürzen ist zum einen aufwendig, zum anderen stoßen die egal wie versiegelten Metallenden dann doch gerne wieder durch. Aber das ist Vergangenheit. 🙂

Und damit es nicht ganz so langweilig wird, habe ich die Slips alle etwas unterschiedlich gearbeitet. Aber da muß man schon genau hingucken.

TNT pattern (so they are all OOP now…), no alterations. Or nearly no alterations. I made some minor changes to the lower cup of the bra and now the wires fit without shortening them. Which is great, because cutting the underwire is no real fun and no matter how I try to seal the ends, sooner or later they will come through. But that is past now. 🙂

Since I did not want to die of boredom I worked all panties a bit different. But to see that you have to take a close look.