Aktueller Nadelblick: Juni 2026

Auf gewisser Weise bin ich noch im „Verwertungsmodus“, aber die Reste werden größer.

Der „Rest“ ist diesmal ein Jersey-Bettlaken aus der Ferienwohnung. War nicht so viel genutzt, hatte dann aber Flecken, die nicht mehr rausgingen. Weil mir das Grün gefällt (weniger blaustichig, als auf dem Bild) darf es als Nachthemd weiterleben. Die Micropillings stören mich nicht und Bettwäschen lebt im Regelfall lang. (Und ja, irgendwie bleibt Nachtwäsche ein Thema, immer wenn ich denke, jetzt müsste doch mal genug… landet wieder was auf meinem Stopfwäscheberg und wird da dann wieder jahrelang ignoriert. Und was neues genäht.)

Der Schnitt ist relativ bewährt, nämlich hier und hier als Nachthemd und hier als Unterkleid aus einer Knipmode von 2010. Aber für Nachthemd offensichtlich schon lange nicht mehr benutzt. (Das erste nach dem Schnitt genähte Nachthemd ist jetzt gerade in der Reparaturkiste, weil der Einfassstreifen durch ist. Ist allerdings auch an anderen Stellen etwas dünn, so dass ich noch drüber nachdenke, wie viel Zeit ich da investiere.

Diesmal wird mit Overlock und Cover genäht und die Blenden habe ich weg gelassen. Also die Schnellversion. Da ich um die Flecken auf dem Bettlaken herumgeschnitten habe, habe ich das Kleid ein ganzes Stück kürzer gemacht, dafür passten die Ärmel dann noch drauf. Vielleicht gibt es mal Ziernähte mit der Cover, ich habe da ja dieses Multicolor-Garn vom letzten Paristrip

Auch bei meinem grauen Lace-Schal hat sich was getan. Der wurde abgekettet, das Garn ging genau auf.

Jetzt muß noch vernäht und gespannt werden.

Was mich dran erinnert, dass es noch einen anderen (größeren) Lace-Schal gibt, der seit 2019 aufs Spannen wartet. Da ich aber eh ein neues Bett und eine neue Matratze brauche (und die alten dann noch eine Weile ungebraucht rumliegen wird) sehe ich die Chancen ganz gut, dass das noch dieses Jahr passiert. (Vielleicht sogar beide…) Zumal so ein leichter, neutralgrauer Schal auch im Sommer nützlich wäre.

Wo sich doch viel getan hat (und was den eher langsamen Fortschritt beim Stricken durchaus mit erklärt) ist das Hexispiel (2).

Der „Block“ ist am „Schnittpunkt“ (man sieht es beim Falten immer ganz gut) schon fast in der Mitte angekommen. In der Breite ohnehin deutlich breiter, aber auch in der Länge schon fast da. Sprich… da ist mehr als ein Viertel fertig. Und ich habe erst im September letzten Jahres (oder so) angefangen.

Eindeutiges Suchtverhalten, kann man nicht beschönigen.

Und auf meinem „Schneiden und Falten“ liegen auch noch so viele Stoffe bzw. sie werden schneller mehr, als ich sie weggenäht bekomme. Und ich will doch wissen, wie der Quilt am Ende aussehen wird…

Projekt Lesen haben die letzten Wochen vor allem für Klarheit über das Chaos gesorgt.

Ich bin sozusagen offiziell bei Buch 4, das aber in a, b und c. Wenn man den Überblick verliert, und das nächste anfängt, bevor man fertig ist…

Bevor ich das aber wieder richtig genießen kann, ist das häßliche gelbe Teil dran. Das ist dringend. (Sagen wir… ich werde zumindest mit einem der anderen Bücher auch weiter machen, aber von den Beurteilungskriterien muss jeden Tag was gelesen und „verdaut“ werden. Deswegen allerdings lieber langsamer lesen, um keine relevanten Änderungen zu übersehen.

Der Juni ist mal wieder mit sonstigen Terminen ziemlich voll, daher ist es nicht gesagt, ob das „Schnellnachthemd“ fertig wird. Eher nicht. Aber es stehen Handstulpen für die diesjährige Obdachlosenaktion in den Startlöchern. Und es gibt noch einige fertige Teile, die ich noch nicht gezeigt habe, dieser Monat wird also hoffentlich nicht ganz ohne Beiträge im Blog verlaufen. Mal gucken, wie sich das alles weiter entwickelt. Eigentlich wollte ich dieses Jahr auch wieder einen Pullover anschlagen.

Tunika für den Knackpunkt

Meine Strickspenden zeige ich hier ja immer, aber ich bin nicht die einzige, die auf Hobbyschneiderin24 für Obdachlose sammelt.

Die Aktion von Junipau „beliefert“ den Knackpunkt in Düsseldorf, eine Notschlafstelle für Mädchen. Und dort werden alle Kleidungsstücke gesucht. Gerne auch in kleineren Größen, also so 34-40.

Und bei meinen Plus-Size Nähprojekten bleiben häufig relativ breite Streifen neben meiner „Nutzfläche“ auf so einer Stoffbahn übrig. Aber zu schmal für meine Kleidungsstücke. (Zumal ich nur begrenzt auf Patchwork bei Kleidung stehe.) Was hingegen durchaus noch drauf passt, ist Kleidung in Größe 34 oder 36…

Also wurden die Reste meines Nachthemds (Baumwolle) noch eine kurzärmelige Tunika.

Da ich noch einige Hefte „meine Nähmode“ habe, habe ich einen Schnitt in Größe 34/36 gefunden. Hier reichte es nur für kurze Ärmel.

So werde ich einen Stoffrest los, bevor er einer wird, das genähte Teil bleibt nicht in meinem Haushalt und jemand kann es wirklich brauchen. Gleichzeitig kann ich mit der Overlock und Cover „üben“. (Der letzte Umbau klappte schon, ohne noch „zur Sicherheit“ ins Handbuch zu gucken.) Besser geht es nicht.

(Nein, ich habe mich mehr Zeit als bisher, aber ich „übe“ hier auch gleichzeitig möglichst rationelles Nähen, zügig durch, keine Spielereien wie französische Nähte… einfach ordentlich, aber zügig durchgenäht. Und möglicherweise bleibt für Madame Barbie weniger übrig. Aber das ist nicht so schlimm, da gibt es aktuell keinen akuten Bedarf. Außerdem habe ich mich durch das Buch mit den Figuren und Tieren ja „durchgenäht“…)

Ich sammel das jetzt erst mal in einem Kistchen und wenn das voll ist, schicke ich es nach Düsseldorf.

Barbie-Prinzessin im natürlichen Look

Die Reste meines Nachthemds durften jetzt auch Barbie bekleiden. Fertig ist es auch schon länger, wie man meinem aktuellen Monatsüberblick entnehmen kann. Da ich Stoff und Schnitte ja nach dem Zufallsprinzip matche, haben wir jetzt eine Rokoko-Prinzessin in einem natürlichen Look.

Die Spitze hatte ich vor mehr als zehn Jahren mal gekauft, um eine Hose zu reparieren, hier fand ich sie passender als eine Rüsche aus dem Stoff. (Auch wenn sie sich nicht so gut rüschen lässt.

Was mir diesmal beim Nähen aufgefallen ist: es ist irgendwie unklar, wie herum man diese Poschen annähen soll. Sie sind nicht symmetrisch, aber auch auf dem Schnittmusterbogen habe ich keine Beschriftung gefunden, wo vorne ist und wo hinten? Ich habe es mehrfach umgesteckt… also keine Ahnung.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich bei der letzten Version auch so gerätselt hätte… und wenn ich das Bild angucke, bin ich mir auch da nicht mehr sicher, ob es so gedacht war oder anders… Jedenfalls spannend, wie unterschiedlich der gleiche Schnitt aus den unterschiedlichen Stoffen aussieht. (Die Schnürung vorne habe ich diesmal weg gelassen, das wäre hier zu viel gewesen. Eine Borte entlang der Teilungsnähte gibt es auch nicht.)

Barbie ist fertig für die Landpartie..

Aktueller Nadelblick: April 2026

Bevor mir das über die Osterfeiertage vollends unter die Räder gerät, kommt heute der aktuellen Nadelblick

Los geht es diesmal mir einer effizienteren Resteverwertung. Im Forum läuft gerade eine Spendenaktion für eine Notschlafstelle für obdachlose Mädchen in Düsseldorf, Knackpunkt. Auch hier wird Spendenkleidung gebraucht, aber nicht so in meiner Größe. Gesucht werden auch BH.

Da in dem Alter der dortigen „Kundinnen“ vermutlich eher Bedeckung als Halt gefragt ist, habe ich meinen BW-Elasthan-Jersey vom Schlafanzug genommen, in meinen alten „Meine Nähmode“ einen Simplicity-Schnitt für ein Bustier in Größe 36 gefunden und einfach mal geschaut, wie weit die Reste reichen. Zum Einfassen musste ich teilweise auf Falzgummi zurückgreifen, da hat der hellblaue Trigemajersey nicht mehr gereicht.

Cover und Overlock sind hier gut im Einsatz, es muss noch ein Armausschnitt gecovert werden, dann die Bündchen angenäht und da Gummi eingezogen. Und falls sich das vor Ort als brauchbar herausstellt, werden da künftige passende Reste auch hingehen.

Nicht überragenden aber stetigen Zuwachs beim Lace-Schal.

13 Rapporte, etwas weniger als die Hälfte des Garns ist aufgebraucht, er wird also auf alle Fälle lang genug für einen Schal.

Und wie oft bei Lace erst richtig schön, wenn er mal gespannt ist.

Kleinteilig ist auch der Fortschritt am Hexispiel (2).

Aber es geht voran und ich freue mich dran.

Auf dem Bild sieht man auch besser, wie viel noch fehlt… wobei ich unten in der Breite schon die Mitte erreicht habe.

Neue Lektüre gibt es gerade nicht.

Das Buch vom Februar ist fertig, wurde auch schon weitergegeben an einen anderen Leser, dann gab es danach noch Buch vier, was eher ein „Lesesnack“ war (also schnell fertig) und dann kam wieder viel Leben dazwischen und ich komme nicht mal mit den Zeitschriftenstapeln hinterher…

Im März war ich ja relativ viel Zuhause, im April wieder weitgehend nicht. Tut hoffentlich wenigstens dem Strickfortschritt gut…

Aranzi Aronzo zum letzten

Durch das Buch mit den Figuren von Aranzi Aronzo habe ich mich jetzt einmal durchgenäht…

So gibt es hier aus der gestreiften Hemdenpopeline noch mal eine Tasse.

Den Teller habe ich gleich mit zwei Lagen Volumenvlies verstürzt, statt zu stopfen und die Augen und den Mund habe ich mit der Maschine auf den Stoff genäht und gestickt bevor ich die Tasse zusammen genäht habe.

Nachdem der Stoff sowohl das Dirndlmieder gefüttert hat als auch eine Tunika für den Pyjama ergeben hat, ist er damit wirklich ziemlich weg. Hier reichen die Reststücke nicht mal mehr für ein Barbieteil…

Damit ist auch Schluss mit dieser Art der Restverwertung, ein paar von den fertigen Sachen habe ich verschenkt, aber es sind auch noch genug da. Jetzt muss ich mir mal überlegen, was ich damit mache…

Silvester-Outfit 2025

Weil vor Weihnachten bekanntermaßen im Leben nichts zu tun ist, hatte ich dann Mitte Dezember die spontane Idee, ein Silvester-Outfit zu nähen.

Zum einen, weil sich da abzeichnete, dass der Feierort ein eher schlecht heizbares Wohnzimmer sein würde, zum anderen, weil mich zwei Stoffe aus meiner Trigema-Kiste (die ist transparent) schon länger angrinsten, ich immer was draus machen wollte… und das war eigentlich die Gelegenheit. Und die ganze Veranstaltung würde auch sehr leger sein, kein Grund, sich schick zu machen. Bequem passte besser.

Und… es wurde fertig! (Das Band in die Kapuze habe ich allerdings am 30.12. erst gekauft und am 31.12. eingezogen. Ich hatte eines, das gegangen wäre, wollte aber gucken, ob ich in Paris nicht noch eine bessere Option finde, was der Fall war. Und die „Stopper“ auf die Kordel habe ich tatsächlich erst einige Tage später gekauft und aufgefädelt. (Metallperlen von Tulipe in Paris.)

Was hier sehr geholfen hat war, dass ich Schnitte genommen habe, die ich schon mal genäht hatte. Und was auch noch geholfen hat war, dass ich das alles fast komplett mit Overlock und Cover genäht habe. Ich bleibe bei: nicht schöner, aber schneller. Und ein passendes Unterkleid aus Venezia Futterstoff hatte ich schon.

Die Stoffe sind beide aus einem Trigema-„Putzlappen“ Paket. Zwei völlig unterschiedliche Qualitäten, aber gleiche Farbe und gleiches Muster, nur in unterschiedlicher Mustergröße. Da war mir von vorneherein klar, dass das irgendein Outift werden muss, das zusammepasst.

Allerdings ist der kleingemusterte Stoff ein wenig dehnbarer, nicht sehr dicker Jersey, der mit dem großen Muster ein wirklich dicker Sweatshirt-Stoff mit extrem fluffiger aufgerauhter Rückseite. Ich glaube, so was hatte ich seit den 1980ern nicht mehr gesehen. Also nicht ideal, beides in ein Outfit zu verarbeiten. Aber für die Gelegenheit und als Zweiteiler… perfekt!

Für den Kleidschnitt habe ich tief gegraben.

Ich habe mir mal vor Jahrzehnten einen Vogue Schnitte (V7896) für ein Etuikleid gekauft. Ich kann nicht mehr sagen wann. Mein Blog findet eine braune Version von 2009, eine blaue Version von 2010 und eine weiße von 2013.

Lustigerweise hatte ich das Kleid aber nie so genäht, wie in der Anleitung gedacht, sondern hatte gleich bei der ersten Version Teilungsnähte draus gemacht. (Was mir aber erst beim Suchen nach den Bildern jetzt auffällt…)

Zum Glück hatte ich die Basis-Schnittanpassungen aber am ursprünglichen Kleid gemacht und der Rücken war auch schon mal so verwendet worden.

Und zumindest das weiße Kleid trage ich auch noch, auch wenn es im letzten Sommer schon grenzwertig spack saß. (Aber der Stoff ist stabil und französische Nähte sind es auch…)

Allerdings ergab ein Anhalten des Schnittvorderteils an meinen Körper, dass der Brutspunkt bei aller Liebe einfach viel zu hoch sitzt für meinen aktuellen Körper. (Und vermutlich auch für den vor zehn Jahren, aber da hatte das Kleid an der Stelle Teilungsnähte, das ist da etwas gnädiger.) Und ein bisschen mehr Weite darf es realisitischerweise auch haben.

Den Brustpunkt habe ich auf die brutale Weise tiefergelegt, Vorderteilschnitt oberhalb des Brustabnähers quer durchgeschnitten und 2cm eingefügt, den gleichen Betrag unterhalb wieder rausgefaltet. Da mich beim Anhalten gewisse Zweifel beschlichen, ob das reicht, habe ich den Brustabnäher einfach 2 cm kürzer genäht und auch den Längsabnäher deutlich weiter unten enden lassen. Eher so 5 cm. Da mein Stoff als Strickstoff da auch ohne große Dehnung gnädiger ist als Webstoff, reichte das. (Trotzdem… bei nächster Verwendung noch mal 2cm runter.)

Für mehr Weite ebenfalls quick and dirty: Die vordere Mitte wurde mit einem Zentimeter Abstand zum Stoffbruch angelegt (+ 2 cm). In der hinteren Mitte ist eigentlich eine gebogene Naht, die habe ich ebenfalls im Stoffbruch angelegt und 1cm Abstand an der engsten Stelle gelassen. Ich hatte zwei Stücke von dem Stoff, aber beide nicht gerade üppig. (Putzlappen halt…) Daher musste ich den Stoff zum einen quer verarbeiten, zum anderen beim Anlegen des Rückenteils (mit der eigentlich sehr gekurvten Mittelnaht) den Maschenlauf etwas ignorieren. Das war ein Spiel mit Stoffmenge und dem Musterverlauf am Saum.

Für die Ärmel war auch etwas wenig Stoff da, da habe ich einfach vorne noch mal je einen 2cm breiten Streifen (den dann IM Maschenlauf, nicht quer wie den Rest) angesetzt. Fällt bei dem Muster tatsächlich nicht auf. Obwohl ich es mit der Overlock angenäht und noch mal drübergecovert habe.

Beim Ausschnitt wollte ich einen V-Ausschnitt, den habe ich frei Schnauze geschnitten. (Die Ausschnitttiefe habe ich von der hellblauen Version übernommen. Dokumentation ist alles, dann weiß man auch nach über zehn Jahren noch, was man braucht.) Versäubert wurden der Ausschnitt mit einem Streifen aus dem gleichen Stoff. Nach innen gebügelt und festgesteppt. (Nein, ich wollte fertig werden und nicht erst lernen, wie man einen V-Ausschitt covert.)

Mit der Nähmaschine genäht habe ich die Abnäher und die Schulternaht (da bleibe ich dabei, ich mag die lieber flachgebügelt) sowie den Ausschnittbeleg. Die Ärmel habe ich mit der Nähmaschine vorgenäht, denn da es sich um einen Schnitt für Webstoff handelt, ist der Armausschnitt klein und die Armkugel hoch. Einhalten mit der Overlock wollte ich nicht probieren. Also erst mit der Nähmaschine genäht und dann mit der Overlock genau an der Naht entlang.

Der Rest wurde mit der Overlock genäht und der Saum (5cm) sowie die Ärmelsäume (1,5cm) gecovert.

Da ich ja einiges an Weite zugegeben habe, brauche ich (wie geplant) auch den vorgesehenen Reißverschluss nicht.

Mit dem Kleid alleine bin ich schon mal zufrieden. Zum einen, weil es ein bequemes Jerseykleid ist, das aber (weil ich den Schnitt für Webstoffe verwendet habe) nicht irgendwie nach Sofa lümmeln aussieht, sondern sehr elegant fällt. Definitiv eine Variante zum Behalten.

Zum anderen weil der Stoff genial ist. Ich vermute eine Modal-Mischung oder eine gute Sport-Faser oder so was, denn der Stoff knittert genau null. Nicht beim Waschen, nicht beim Tragen, nicht im Koffer… das Kleid müfft aber auch nicht, wenn man es mehrere Tage trägt. Auch das auf Reisen genial. (Ja, hätte ich gerne mehr davon, aber so ist das bei diesen Stoffen, die kann man nicht nachkaufen.

Den Schnitt vom Oberteil kennt ihr schon. Das ist, ja, Simplicity S9384, der kurz vorher bei meinem Schlafanzug zum Einsatz kam. (Ich glaube, dieser cropped Hoodie war der Auslöser für das Outfit, der passte einfach perfekt zu dem großen Hahnentritt von dem dicken Sweat.)

Hier musste ich nur noch das Schnittteil für die Kapuze kopieren, der Rest war schon da, nur sowohl der Ärmel als auch das Teil selber kürzer als beim Schlafanzug.

Da ich die Falte vorne nicht hatte, gab es keinen Grund, das mittlere Vorderteil und das mittlere Rückenteil nicht im Stoffbruch zuzuschneiden. Sparte nicht nur zwei kurze Nähte, vor allem waren es zwei Teile weniger, die hinterher im Musterlauf passen mussten. Den bei dem großen Muster wäre es aufgefallen, wenn es an der Saumlinie nicht passt. Zum Glück war die Zuschneidearbeit im Ganzen überschaubar.

Hier kam die Nähmaschine nur für die Knopflöcher zum Einsatz. Die dazu dienen, das Zugband in die Kapuze einzuziehen. Den Rest durften, wie beim Schlafanzug die Overlock und die Cover (Saum und Kapuzensaum) erledigen.

Die Cover kam dann noch mal… kreativ zum Einsatz.

Als Ärmelbündchen hatte ich dieses silberne Glitzergummi bei Selfmade in Köln gefunden, genau die passenden Breite.

Allerdings wenn man das normal zusammen näht, hat man eine recht dicke Naht, die sich auch nicht gut auseinanderbügeln oder zur Seite bügeln lässt. Denn die Mischung aus Gummi und Lurexkram ist vergleichsweise steif.

Nicht schön, nicht bequem.

Also habe ich die Ärmelbündchen mit 1 cm Überlapp zugeschnitten, habe dann die später oben liegende Seite mit einer Kerze „versäubert“ (quasi den Kunststoff „verschweißt“), die Bandenden offenkantig aufeinandergelegt und einmal der Länge nach drübergecovert.

Die Fadenenden kann man dann schon auf der Rückseite in die Naht ziehen und hat eine saubere und flache Lösung.

Beim Annähen des Büdchens hatte ich allerdings das gleiche Problem.

Das Bündchen musste flach liegen, sinnvoll umknicken kann man das nicht.

Mit der Nähmaschine hätte ich das Bündchen jetzt gedehnt aufgenätht und damit den Ärmel eingehalten. Mit der Cover? Ich glaube nicht, dass das so einfach geht, weil beim gedehnt annähen zieht man ja unweigerlich irgendwie am Stoff und lässt die Maschine nicht mehr alleine transportieren.

Ich hatte aber intensiv das Gefühl, dass die Cover das nicht so mögen würde…

Also habe ich das Ärmelbündchen konventionell mit Faden gerafft, habe es dann von Hand geheftet (ja…) und konnte anschließend entspannt am Rand des Bündchens entlang covern.

Dafür das ich mit Overlock und Cover noch nicht so viel Erfahrung habe, ist das doch recht schön und sauber geworden.

Und es war pünktlich fertig, ich hatte es Silvester an und es war so schön warm wie gewünscht. (Mit der Wollstrumpfhose…) 🙂

(Und seither noch mehrfach… der Stoff des Kleides ist genial, er knittert null, nicht beim Rumlümmeln, nicht im Koffer, nicht nach dem Waschen, er müffelt aber auch nicht nach dem Tragen. Da es offiziell „Putzlappen“ waren, gab es natürlich keine Materialinformation. Ich tippe auf so was wie Baumwolle und Modal oder so. Das Kleid wird reichlich getragen werden, tippe ich mal…)

Simplicity S9384 (Oberteil)

Das erste Ergebnis habe ich beim Schlafanzug ja schon gezeigt. Da ich den Schnitt das erste Mal verwendet habe, auch ein paar Worte dazu.

Gekauft habe ich mir den Schnitt, um mal etwas schönere Oberteile für den Sport zu bekommen. Die gekauften sind nutzbar, aber halt weder auf große Oberweite ausgelegt, noch auf breite Hüften. Oder Säcke. (Und wenn dein Sport „Tanzen“ ist, siehst du dich auch ständig im Spiegel…) Dieser Schnitt hat vorne Wiener Nähte (und hinten entsprechend geformte Teilungsnähte) die dann in bequeme Raglanärmel hinein laufen. Und damit es unten am Saum nicht so langweilig wird, sind noch Falten in die Teilungsnähte gearbeitet sowie eine Falte in der vorderen Mitte.

Was ich an den amerikanischen Schnitten generell gerne mag ist, dass man oft einen Baukasten bekommt. Das Shirt gibt es in drei Lägen, in zwei Ärmelvarianten und wahlweise mit Kapuze oder mit Abschlussbündchen. Und alles beliebig kombinierbar. Da ich eh einen Schlafanzug brauchte, war das ideal, um den Schnitt zu testen.

Ich habe mich für die mittlere Länge, den längeren und weiteren Ärmel sowie die Variante ohne Kapuze entschieden. Im Bett weder nötig noch praktisch.

Ich habe mich für Größe 20 entschieden und weil die Fertigmaße an der Hüfte ausreichend waren, habe ich da auch nicht wie meistens erweitert. Was mir an der Maßtabelle positiv auffällit ist, dass auch angegeben wird, dass die Hüfte 23 cm unterhalb der Taille gemessen wird. Da kann man auch besser sehen, ob man eventuelle Mehrweite tatsächlich an der Hüftlinie des Kleidungsstückes braucht, oder ob die eigene Anatomie den maximalen Umfang woanders hinsetzt.

Dazu brauchte ich natürlich eine FBA, wie immer ausgerechnet nach der Maßtabelle. Meine Oberweite liegt 5cm über dem Tabellenwert für Größe 20, also kommen an jeder Seite 2,5cm Mehrweite dazu. (Und am mittleren Vorderteil auch die entsprechende Mehrlänge, die sich draus ergibt.) Nicht ganz so optimal ist, dass kein Brustpunkt angegeben ist (andererseits läge der genau auf der Naht), aber die Höhe der Brustlinie hilft ausreichend weiter. Und nein, ich orientiere mich nicht an den Fertigmaßen und „passt schon rein“, sondern mache auch bei elastischen Stoffen eine FBA, weil der Stoff einfach besser fällt. (Bei sehr weiten Shirts, also wenn ich 20 cm Designzugabe auf der Brustlinie habe mache ich die FBA eventuell etwas kleiner. Weil man bei solchen Schnitten meistens keine so stark gebotenen Nähte haben will.)

Die andere „übliche“ Änderung war, dass 3cm Länge oberhalb der Taille rausgenommen habe. Die zusätzliche Kürzung in der hinteren Mitte habe ich diesmal weggelassen, der Schnitt ist nicht so eng und auch nicht so lang, dass das nötig wäre.

Die Raglanärmel haben keine Abnäher auf der Schulter, daher habe ich auf meine übliche leichte Kürzung der Schulternaht verzichtet.

Als Stoff hatte ich einen gemusterten Baumwolljersey mit Elasthan (ein Maß für die nötige Dehnbarkeit des Stoffes ist auch auf der Schnittmustertüte), der nach der Bestellung doch etwas weniger ansprechend war als auf der Webseite. Die Bündchen habe ich aus einem etwas gerippten Jersey aus meiner Trigema-Kiste gemacht. (Aus dem ich auch die Schlafanzughose genäht habe.

Bei der Anleitung habe ich mich weitgehend dran gehalten, außer dass ich alles mit der Overlock genäht habe. Ich habe schon rausgefunden, dass Overlocknähte sich von selber bevorzugt in eine Richtung legen und habe das bei der Nahtrichtung so gemacht, dass sich die Falten dann freiwillig in die richtige Richtung legen. (Die Originalanleitung sieht vor, dass man die Nahtzugaben der Teilungsnähte auseinanderbügelt. Den Punkt, wo die angeschnittenen Faltenzugaben sich treffen zu treffen war mit der Overlock auch nicht so einfach, aber da die Falten zur Seite gelegt werden, war das egal.

Die Falten werden von rechts festgesteppt, das habe ich mit der Nähmaschine gemacht, auch die Bündchen zum Ring schließen war ein Job für die Nähmaschine, denn die Nähte brauchen keine Dehnbarkeit, sollen aber flach liegen.

Den Saum habe ich brutal gecovert. Das funktionierte gut, allerdings muss man die Faltenbrüche dann etwa kräftiger flach bügeln. Für ein Shirt für „schön“ könnte man sich da noch was hübscheres überlege .

Sonst funktionierte an der Anleitung aber alles. Abgesehen davon, dass ich am Ärmel vorne und hinten eine Passmarke hatte, am Oberteil aber nur an einer Stelle. Ich habe nicht überprüft, ob ich das beim Kopieren übersehen habe, aber genau das gleiche Problem hatte ich schon bei einem anderen Schnitt mit Raglan von Simplicity…

Mit dem Ergebnis bin ich so zufrieden, dass es schon eine weitere Version in „cropped“ und mit Kapuze gibt. (Bilder kommen noch.) Aus flauschigem Sweat-Stoff, der weniger elastisch ist, als die Anleitung angibt. Passt aber trotzdem.

Den Saum finde ich ein wenig zu kurz zu Leggings, da werde ich bei der nächsten Version (dann hoffentlich für den Sport) am Saum die 3cm zugeben, die ich oben rausgenommen habe.Vielleicht auch fünf oder sieben…

Die Ärmelbündchen könnten aus einem etwas festeren Stoff sein, aber für den Schlafanzug ist es okay.

Mit der Falte in der vorderen Mitte bin ich mir noch nicht ganz sicher. Die Falten werden jeweils zu den Seiten gelegt, aber an der vorderen Mitte wird es dadurch unsymmetrisch. Ich bin noch am Überlegen, ob ich die Falte weglasse oder einen zusätzlichen Faltenboden für eine Kellerfalte zufüge, damit es symmetrisch ist. Und dann vielleicht hinten auch noch eine Kellerfalte und… noch ein bisschen länger?

Mal sehen…

Keks-Verpackung 2025

Natürlich gab es letztes Jahr auch wieder Täschchen für die Keks- und so Geschenklis. Allmählich wird es aber herausfordernd, noch Vorlagen zu finden, die irgendwie ein originelles Konstruktionsprinzip haben.

Aber ich wurde noch mal fündig. Eigentlich handelt es sich hier um die Kosmetiktasche Delis von Sew Simple.

Da ich ja noch einiges aus dem gemischten Reißverschlusskonvolut habe, das ich vor einigen Jahren von einer Freundin bekam, konnte ich diese hübschen Täschchen nähen.

Der Schnitt ist ein kostenloser Downloadschnitt und es gibt eine sehr ausführliche Bildanleitung. Da ich ohnehin ein anderes Format brauchte (und der Download ein bisschen arg viele Registrierungsschritte benötigt) und die Bildanleitung sehr gut erkennbar ist, habe ich mir den Schnitt selber erstellt.

Futter gibt es im Gegensatz zum Original nicht und ich habe immer zwei Taschenteile aus zusammenpassenden Stoffen zugeschnitten, die Schräge durch beide Lagen im „Freischnauze“ Winkel zugeschnitten und dann immer zwei gegengleiche Taschen genäht. So konnte ich wieder gut Reststoffe aufbrauchen und mit Weihnachtsstoffen kombinieren. Der schräge Reißverschluss ist nicht nur optisch ein interessantes Detail, sondern ermöglicht eine sehr große Öffnung. Das ist bei einer Kosmetiktasche/Kulturbeutel (die Anleitung umfasst unterschiedliche Größen) praktisch, aber natürlich auch im Kekse ein Weihnachtssüßigkeiten einzufüllen.

Und die Beschenkten waren auch wieder alle begeistert.

Mal gucke, was ich nächstes Jahr finde…

Baby-Christmas

Da ich vor Weihnachten so am Sticken und dann auch am Rumstöbern in den Stick-Shops war, fiel ich quasi über dieses ITH Motiv bei Embroidery Library.

Mit meinem Patensohn hatte ich eigentlich besprochen, dass sein Sohn noch kein Geschenk bekommt, weil der eh genug hat und das mit sechs Monaten noch nicht zu schätzen weiß, aber so ein kleines Teilchen für die Eltern, durfte dann doch mit rein.

Die Stickmaschine war noch aufgebaut, den Cord hatte ich in meinen Resten (und nur noch kleine Stücke davon) und das Garn ist von Alterfil, wo ich vor zwei Jahren oder so mal je ein Miniking Stickgarn in „Weihnachtsrot“ und „Weihnachtsgrün“ (meine Definition) bestellt hatte. In der Vermutung, dass ich diese Farben über die Jahre öfter brauchen werde.

Bei dem Stick habe ich dann wenigstens verstanden, warum man eine Schneidevorlage für oben und eine für unten hat, das muß ja spiegelverkehrt sein. (Ja, man könnte es auch einfach drehen… aber gut.) Da meine „Lebkuchensterne“ ja symmetrisch waren, war mir das da nicht so klar gewesen.

Stickvlies hatte ich mein aktuelles Reißvlies verwendet, das etwas papierartig und aus Baumwolle ist. Das kam bei der Stichdichte am Rand tatsächlich an seine Grenzen… aber die Stickerei fiel gerade so nicht raus. Obenauf hatte ich hier eine Lage wasserlösliches Vlies gelegt und ich würde sagen, es war eine gute Idee, denn die Buchstaben kommen auf dem eher flauschigen Cord gut raus.

Das Aufhängband hatte ich noch, könnte mal von Butlers gewesen sein. War jedenfalls ein Rest, der noch genau reichte.

Das kleine Geschenk kam jedenfalls gut an und ich bekam „Beweisphotos“, dass es am Christbaum hing. (Jetzt muß ich es mir nur merken, falls es mal ein Geschwisterchen gibt, muß ich andere Farben nehmen, schätze ich…)

Aktueller Nadelblick Februar 2026

Viel noch nicht gebloggtes, daher wenigstens was für den Überblick.

Wie man unschwer erkennt, bin ich wieder beim Restevernähen. Prinzessin Barbie ist wieder dran, diesmal allerdings in einem rustikal ländlichen Stil. Farblich natürlich ungewöhnlich, aber thematisch nicht so unpassend, denn im Barock und noch mehr Rokoko liebte es der Adel, Schäferidyll bei Picknicks im Park nachzuspielen. Wenn sie das heute noch machen würden, hätte sich Barbie sicher natürliche Farben ausgesucht. 😉

Auch bei meinem Seafoam Lace Schal ging es ein Stück weiter.

Etwas mehr als 5 Rapporte habe ich geschafft und nachdem ich am Anfang mehrfach zurückstricken musste, ist jetzt alles so weit, dass ich die „Schlüsselstellen“ im Muster sehe und gleich merke, falls ich einen Fehler mache.

So richtig wird man das Muster erst nach dem Spannen sehen, wie das bei sehr feinem Garn und Lace halt so ist.

Wenn ich mein Garn richtig gewogen habe, sind schon etwa 20 Prozent aufgebraucht.

Das Spannen wird also auch nötig sein, um den Schal auf eine sinnvolle Länge zu bekommen. Aber er ist kraus rechts gestrickt, das ist in der Länge dann auch ziemlich elastisch. Hoffe ich.

Allerdings hat der Schal erst mal Pause, weil ich versuche, meinem Bruder zum Geburtstag Socken fertig zu stricken.

Da es Sommersocken sind, werden das Sneakersocken. Auf ein Muster habe ich auch verzichtet, das erhöht die Chance, dass sie fertig werden. (Ich habe seinen Geburtstag plus ein paar Tage…)

An sich strickt es sich ja relativ zügig, wenn man dran strickt.

Garn ist Regia Cotton in Andorra Color.

Die Baumwöll-Sockengarne gehen mir tatsächlich allmählich aus. Was ich noch habe ist Rosa und das sind nur noch zwei oder drei.

Da muss ich also mal wieder auf die Pirsch gehen. Wobei ich sie ja lieber Uni oder Farbeverlauf habe, damit man auch Muster stricken kann. Ich glaube, die wirklich selbstmusternden in Baumwolle bin ich los. Die sind einfach nicht für mich.

Ja und wenn wir bei Zeit sind… zumindest wenn ich bei mir Zuhause bin, ist die Verlockung einfach extrem groß, an meinem zweiten Hexispiel weiter zu arbeiten.

Man darf sich von der Perspektive nicht täuschen lassen, das fertige Stück ist noch nicht so groß.

Aber falls ich in dem Tempo weiter mache, brauche ich keine vier Jahre. Okay, ich habe das Falten der Hexagons nicht bei null angefangen, sondern musste nur den vorhandenen Vorrat ergänzen und konnte wieder loslegen.

Stoffe sind jedenfalls noch einige da, aktuell kaufe ich also auch keine „Reisestoffe“ dazu.

Und man glaubt es kaum, ich bin schon bei Buch drei für dieses Jahr.

Über Silvester und Anfang Januar habe ich mich im Pariser Appartment eingeschlossen (weitgehend) und viel gelesen.

Dann habe ich nicht nur meinen Zeitschriftenstapel abgearbeitet (der teilweise bis Mitte November zurück ging), sondern auch das Buch vom letzten Jahr beendet.

Was damit offiziell „Buch 1“ für dieses Jahr war. (Überraschenderweise konnte ich mich trotz der langen Pause noch an den Inhalt erinnern…)

Dann hatte ich noch eines dabei, was ich gleich mit „erledigt“ habe.

Und dann mit dem offiziellen Buch 3 für dieses Jahr begonnen.

Wenn ich mir die Zeit zum Lesen nehme, könnte es in absehbarer Zeit fertig werden.

So lange ich meinem Hexispiel nicht zu nahe bin… Das ist eine echte Konkurrenz.

So, das ist der aktuelle Stand. Es kommen aber noch einige Beiträge von Sachen, die letztes Jahr (und dieses Jahr) noch fertig wurden.