Keks-Verpackung 2025

Natürlich gab es letztes Jahr auch wieder Täschchen für die Keks- und so Geschenklis. Allmählich wird es aber herausfordernd, noch Vorlagen zu finden, die irgendwie ein originelles Konstruktionsprinzip haben.

Aber ich wurde noch mal fündig. Eigentlich handelt es sich hier um die Kosmetiktasche Delis von Sew Simple.

Da ich ja noch einiges aus dem gemischten Reißverschlusskonvolut habe, das ich vor einigen Jahren von einer Freundin bekam, konnte ich diese hübschen Täschchen nähen.

Der Schnitt ist ein kostenloser Downloadschnitt und es gibt eine sehr ausführliche Bildanleitung. Da ich ohnehin ein anderes Format brauchte (und der Download ein bisschen arg viele Registrierungsschritte benötigt) und die Bildanleitung sehr gut erkennbar ist, habe ich mir den Schnitt selber erstellt.

Futter gibt es im Gegensatz zum Original nicht und ich habe immer zwei Taschenteile aus zusammenpassenden Stoffen zugeschnitten, die Schräge durch beide Lagen im „Freischnauze“ Winkel zugeschnitten und dann immer zwei gegengleiche Taschen genäht. So konnte ich wieder gut Reststoffe aufbrauchen und mit Weihnachtsstoffen kombinieren. Der schräge Reißverschluss ist nicht nur optisch ein interessantes Detail, sondern ermöglicht eine sehr große Öffnung. Das ist bei einer Kosmetiktasche/Kulturbeutel (die Anleitung umfasst unterschiedliche Größen) praktisch, aber natürlich auch im Kekse ein Weihnachtssüßigkeiten einzufüllen.

Und die Beschenkten waren auch wieder alle begeistert.

Mal gucke, was ich nächstes Jahr finde…

Baby-Christmas

Da ich vor Weihnachten so am Sticken und dann auch am Rumstöbern in den Stick-Shops war, fiel ich quasi über dieses ITH Motiv bei Embroidery Library.

Mit meinem Patensohn hatte ich eigentlich besprochen, dass sein Sohn noch kein Geschenk bekommt, weil der eh genug hat und das mit sechs Monaten noch nicht zu schätzen weiß, aber so ein kleines Teilchen für die Eltern, durfte dann doch mit rein.

Die Stickmaschine war noch aufgebaut, den Cord hatte ich in meinen Resten (und nur noch kleine Stücke davon) und das Garn ist von Alterfil, wo ich vor zwei Jahren oder so mal je ein Miniking Stickgarn in „Weihnachtsrot“ und „Weihnachtsgrün“ (meine Definition) bestellt hatte. In der Vermutung, dass ich diese Farben über die Jahre öfter brauchen werde.

Bei dem Stick habe ich dann wenigstens verstanden, warum man eine Schneidevorlage für oben und eine für unten hat, das muß ja spiegelverkehrt sein. (Ja, man könnte es auch einfach drehen… aber gut.) Da meine „Lebkuchensterne“ ja symmetrisch waren, war mir das da nicht so klar gewesen.

Stickvlies hatte ich mein aktuelles Reißvlies verwendet, das etwas papierartig und aus Baumwolle ist. Das kam bei der Stichdichte am Rand tatsächlich an seine Grenzen… aber die Stickerei fiel gerade so nicht raus. Obenauf hatte ich hier eine Lage wasserlösliches Vlies gelegt und ich würde sagen, es war eine gute Idee, denn die Buchstaben kommen auf dem eher flauschigen Cord gut raus.

Das Aufhängband hatte ich noch, könnte mal von Butlers gewesen sein. War jedenfalls ein Rest, der noch genau reichte.

Das kleine Geschenk kam jedenfalls gut an und ich bekam „Beweisphotos“, dass es am Christbaum hing. (Jetzt muß ich es mir nur merken, falls es mal ein Geschwisterchen gibt, muß ich andere Farben nehmen, schätze ich…)

Aktueller Nadelblick Februar 2026

Viel noch nicht gebloggtes, daher wenigstens was für den Überblick.

Wie man unschwer erkennt, bin ich wieder beim Restevernähen. Prinzessin Barbie ist wieder dran, diesmal allerdings in einem rustikal ländlichen Stil. Farblich natürlich ungewöhnlich, aber thematisch nicht so unpassend, denn im Barock und noch mehr Rokoko liebte es der Adel, Schäferidyll bei Picknicks im Park nachzuspielen. Wenn sie das heute noch machen würden, hätte sich Barbie sicher natürliche Farben ausgesucht. 😉

Auch bei meinem Seafoam Lace Schal ging es ein Stück weiter.

Etwas mehr als 5 Rapporte habe ich geschafft und nachdem ich am Anfang mehrfach zurückstricken musste, ist jetzt alles so weit, dass ich die „Schlüsselstellen“ im Muster sehe und gleich merke, falls ich einen Fehler mache.

So richtig wird man das Muster erst nach dem Spannen sehen, wie das bei sehr feinem Garn und Lace halt so ist.

Wenn ich mein Garn richtig gewogen habe, sind schon etwa 20 Prozent aufgebraucht.

Das Spannen wird also auch nötig sein, um den Schal auf eine sinnvolle Länge zu bekommen. Aber er ist kraus rechts gestrickt, das ist in der Länge dann auch ziemlich elastisch. Hoffe ich.

Allerdings hat der Schal erst mal Pause, weil ich versuche, meinem Bruder zum Geburtstag Socken fertig zu stricken.

Da es Sommersocken sind, werden das Sneakersocken. Auf ein Muster habe ich auch verzichtet, das erhöht die Chance, dass sie fertig werden. (Ich habe seinen Geburtstag plus ein paar Tage…)

An sich strickt es sich ja relativ zügig, wenn man dran strickt.

Garn ist Regia Cotton in Andorra Color.

Die Baumwöll-Sockengarne gehen mir tatsächlich allmählich aus. Was ich noch habe ist Rosa und das sind nur noch zwei oder drei.

Da muss ich also mal wieder auf die Pirsch gehen. Wobei ich sie ja lieber Uni oder Farbeverlauf habe, damit man auch Muster stricken kann. Ich glaube, die wirklich selbstmusternden in Baumwolle bin ich los. Die sind einfach nicht für mich.

Ja und wenn wir bei Zeit sind… zumindest wenn ich bei mir Zuhause bin, ist die Verlockung einfach extrem groß, an meinem zweiten Hexispiel weiter zu arbeiten.

Man darf sich von der Perspektive nicht täuschen lassen, das fertige Stück ist noch nicht so groß.

Aber falls ich in dem Tempo weiter mache, brauche ich keine vier Jahre. Okay, ich habe das Falten der Hexagons nicht bei null angefangen, sondern musste nur den vorhandenen Vorrat ergänzen und konnte wieder loslegen.

Stoffe sind jedenfalls noch einige da, aktuell kaufe ich also auch keine „Reisestoffe“ dazu.

Und man glaubt es kaum, ich bin schon bei Buch drei für dieses Jahr.

Über Silvester und Anfang Januar habe ich mich im Pariser Appartment eingeschlossen (weitgehend) und viel gelesen.

Dann habe ich nicht nur meinen Zeitschriftenstapel abgearbeitet (der teilweise bis Mitte November zurück ging), sondern auch das Buch vom letzten Jahr beendet.

Was damit offiziell „Buch 1“ für dieses Jahr war. (Überraschenderweise konnte ich mich trotz der langen Pause noch an den Inhalt erinnern…)

Dann hatte ich noch eines dabei, was ich gleich mit „erledigt“ habe.

Und dann mit dem offiziellen Buch 3 für dieses Jahr begonnen.

Wenn ich mir die Zeit zum Lesen nehme, könnte es in absehbarer Zeit fertig werden.

So lange ich meinem Hexispiel nicht zu nahe bin… Das ist eine echte Konkurrenz.

So, das ist der aktuelle Stand. Es kommen aber noch einige Beiträge von Sachen, die letztes Jahr (und dieses Jahr) noch fertig wurden.

Weihnachtskarten aus dem Rahmen

Also eigentlich „im Rahmen“, denn das war meine erste in the hoop (ITH) Datei.

Bei Emblibrary fand ich verzierte „Lebkuchen“ auf Filz gestickt. Da mir mehrere Motive gefallen haben, habe ich gleich den ganzen Designpack gekauft. Und mir den Stern in der kleineren Größe ausgesucht, damit ich ihn auf Kartenrohlinge kleben kann (und alles trotzdem noch in einen Standardumschlag passt).

Deswegen war ich in Paris auch Filz suchen… eigentlich wollte ich dickeren, weil ich dachte, damit das am Baum auch gut hängt… zum Glück gab es keinen dickeren in passender Farbe, denn erst als ich damit anfing, sah ich, dass der gedoppelt wird, die Rückseite also nur die Umrandung als „Verzierung“ hat. Was zugegebenermaßen „logischer“ ist, Lebkuchenherzen und Co werden ja auch nur vorne verziert.

Stickgarn hatte ich mit Gütermann Sulky angefangen und als das aus war mit Ackermann weiter gemacht. Gestickt wurde alles problemlos und seit ich die gelbe Unterfadenkapsel zum Sticken habe, muss ich auch am Oberfaden nichts mehr korrigieren.

Was ich dann lernte war, dass so ein ITH ganz schön aufwendig ist.

Zuerst braucht man nämlich ein Stickprogramm, denn zum Zuschnitt benötigt man eine Papierschablone, die in die Stickdatei integriert ist. Ich habe inkstitch genommen, das funktionierte an sich gut, nur kann ich mit dem Stickprogramm die Position im Druck nicht anpassen. Da mein Drucker nicht ganz randlos druckt, sind nicht alle Linien vorhanden. Außerdem verbraucht es jede Menge Papier, weil man das Motiv auch nur einmal pro Seite drucken kann. Und dann hat man zwei Druckdateien, eine für oben, eine für unten. Die in diesem Fall aber identisch sind. Und eigentlich soll man für jeden Stern eine neue Datei drucken, die dann auf Filz kleben und Papier mit Filz ausschneiden.

Fand ich jetzt doch eine ziemliche Ressourcenschlacht und ein pdf für den Papierausdruck wäre einfacher. Nicht jeder will erst mal mit einem Stickprogramm rumspielen.

Gearbeitet wird mit wasserlöslichem Sprühkleber, das habe ich gemacht, um das Papier auf den Filz zu kleben. Und den Filzstern auf die Umrisse auf dem Stickvlies zu kleben, habe ich dann einfach Prittstift genommen. Geht auch und saut weniger rum.

Wenn man dann den Stern ausgeschnitten hat, muß man erst mal Umrisse auf das Stickvlies sticken, dann den Rahmen raus, den Filzstern so genau wie möglich auf die Umrisse legen (zumindest etwas kleben hilft, bei den ersten Versuchen hatte ich es nur gelegt, ohne zu befestigen, da verrutschen die Spitzen doch teilweise) und alles wieder in die Stickmaschine. (Laut Anleitung sollte man den Umriss mit einer dickeren Nadel sticken und dann auch die Nadel wechseln, das habe ich nach dem dritten Stern gelassen.) Dann wird der Umriss zur Befestigung genäht, dann startet man den Stickvorgang für das Motiv, wenn der durch ist, holt man den Rahmen raus, klebt den Aufhänger und den Stern für die Unterseite unten auf das Stickvlies, wechselt den Unterfaden von Stickunterfaden zu Stickfaden (bleibt ja sichtbar), stickt den Umriss durch alle Lagen und dann muss man nur noch das Stickvlies ausreißen (das geht dann ohne größere Probleme) und ist „schon“ fertig.

Durch die viele Schritte, wo man aktiv was tun muss, kann man auch nicht wirklich gut weg und was anderes machen…

Aber ich habe elf Sterne, den ersten habe ich als Christbaumanhänger für mich behalten, die anderen sind mit Tesa (am Aufhänger) auf Doppelkarten geklebt und werden als Weihnachtskarten verschickt.

Da mir die Motive gut gefallen, werden in den nächsten Jahren sicher noch welche kommen. Filz habe ich auch noch üppig. Aber so ganz unaufwendig ist das nicht, mit dem ITH. Gerade bei den Umrissen fragt man sich schon, ob man das nicht mit der Nähmaschine genauso schnell gemacht hätte…

Das Jahr der Nachtwäsche…

… oder noch ein Schlafanzug.

Der Winterschlafanzug war jetzt deutlich weniger dringend als die anderen, aber ich hatte da den Simplicity Schnitt S9384, den ich testen wollte. (Und yeah! genäht bevor er out of print ging…) Den habe ich eigentlich gekauft, um mal ein oder zwei etwas schmeichelndere Tops für den Sport zu nähen.

Und noch ein Winterschlafanzug ist jetzt nicht ganz verkehrt. Zumal der Stoff noch da war, das Oberteil ist ein Single Jersey aus Baumwolle mit Elasthan. Habe ich mal wo mitbestellt, war nicht teuer, das Muster aber dann doch etwas weniger ansprechend, als auf dem Bild. Der hellblaue Stoff für die Hose war aus meiner Trigema-Kiste. Passte farblich perfekt, die Menge reichte und da er relativ elastisch ist, habe ich ihn auch für Hals- und Ärmelbündchen des Shirts genommen. (Lerneffekt: an den Ärmeln sollte man richtige Bündchenwaren nehmen oder einen Gummi einziehen. Aber für einen Schlafanzug passt es.)

Die Hose ist mein eigener Leggings-Block, aber etwas erweitert. Nicht sonderlich charmant, für einen Schlafanzughose aber tauglich.

Und.. genäht habe ich alles mit der Coverlock… es geht schon schneller…

Das war dann aber der letzte Schlafanzug für 2025. 2026 wird es aber zeitnah mit einem Nachthemd weiter gehen. Dafür muss ich jedenfalls schon mal keinen Stoff kaufen.

Schnittmuster goes IKEA

Neulich beim Aufräumen vor dem Stapel der unbenutzten Schnittmuster (bei mir vor allem McCalls und Co) …

… stellte ich zufällig fest, daß diese perfekt in diese Uppdatera Boxen von IKEA passen!

Die (alten) Vogue-Designerschnitte hochkannt, die anderen von McCalls, Butterick oder Simplicity quer. Perfekt, als seien sie dafür gemacht.

Und ja, die von Burda passen auch rein, die sind kleiner.

(Wie man das zufällig feststellt? Ich nutze diese Boxen seit einigen Jahren für alles Mögliche. Angefangen um im Schrank die schwarzen, anthrazitfarbenen und dunkelblauen Socken auseinanderzusortieren. Weil man sie durch die Griffe aber auch gut rumtragen kann, habe ich immer einen kleinen Stapel frei flottierender für wo am nötigsten. Da kann auch mal Kleinkram oder ein zerlegtes Elektrogerät unfallfrei weggelegt werden, vorsortiertes Zubehör für ein Näh- oder Handarbeitsprojekt,… Sachen, die nicht dauerhaft aufbewahrt werden müssen, aber auch nicht einfach lose rumfliegen sollen. Und als ich die Schnittmuster wegräumen wollte, fiel mein Blick auf die Boxen… und es passte!)

Für benutzte Schnitte allerdings kein Plan, denn die bekommt man nie wieder sauber in den Originalumschlag. Dafür habe ich dann Prospekthüllen zusammen mit der angepassten Schnittkopie und Anmerkungen zur Anleitung.

Aber der Vorrat ist so gut aufgehoben und gerät auch nicht so leicht in Vergessenheit. Nein, ich habe noch keinen Schnitt zweimal gekauft, aber Formen die ich grundsätzlich mag kaufe ich dann schon mal öfter in sehr, sehr ähnlicher Form… was aber nicht nötig ist.

Butterick B5997 (Tunika)

Wie üblich ist der Schnitt gut abgelagert, bis ich ihn verwende… Das gilt auch für den Schnitt Butterick B5997. Da er mit dem Sticker für das 150jährige Jubiläum von Butterick versehen ist, ist er wohl aus dem Jahr 2013. Das ist eine Weile her, aber es ist ein Tunika-Schnitt (hat man immer noch) mit unterschiedlichen Varianten und so viel hat sich modisch da nicht getan. Denke nur ich? Nicht ganz… der Schnitt wurde offensichtlich unter der Nummer B6801 noch mal aufgelegt und ist zumindest in Deutschland noch in den Größen 18W – 24W (bzw. 46-52) erhältlich.

Getragen habe ich die Tunika ja schon als Oberteil des Pyjamas gezeigt.

Gekauft habe ich mir den Schnitt, weil ich eigentlich gerne Tuniken trage, aber nie welche nähe. Weil ich keinen Standardschnitt dafür hatte. Oder eigentlich gar keinen Schnitt. (Ich habe eine dunkle Erinnerung, dass ich da mal einen Versuch mit einem Knip-Schnitt gemacht hatte, der völlig in die Hose ging. Vermutlich habe ich mir den hier danach gekauft….) Also habe ich mir einen gekauft. Da allerdings Tuniken meist etwas weiter an der Hüfte sind, gehören sie zu den Kleidungsstücken, die ich meist noch noch relativ okay kaufen kann, so dass das Nähen davon nicht dringend wurde.

Aber da mal wieder ein Schlafanzug anstand, ich außerdem mal meine Stoffe sortiert hatte, was mir vor Augen führte, dass ich so einige habe, die durchaus für eine Tunika passen wären, kam der hier endlich mal dran.

Ich habe mich für das Modell D (Biesen und Stehkragen) entschieden, allerdings kombiniert mit den Ärmeln von Modell A (dreiviertellang und mit Aufschlag)

Das ist auch so ein Schnitt, der wieder sehr deutlich macht, warum ich diese Schnitte liebe, ich kann alle Varianten untereinander kombinieren und wenn der Körper passt, kann ich den auch mal mit einem anderen Ärmel nähen. Noch den Stoff variiert und ein Schnitt bringt einen durch die verschiedensten Anlässe und Jahreszeiten und die meisten Menschen werden nicht mal merken, dass es immer der gleiche Schnitt ist. (Und mal ehrlich, macht Konfektion genauso…)

Der Schnitt kommt aus dem Plus Size Spektrum, Größen 18W bis 24W. Eigentlich mag ich die normalen Größen lieber, weil die für meine Proportionen besser passen, aber man nimmt, was man bekommt. Und so schlimm ist es auch nicht.

Der Größentabelle nach brächte ich Größe 22W mit Erweiterung zur Hüfte auf 24W. Da ich aber weiß, dass ich eine FBA brauche, habe ich Größe 20W genommen und zur Hüfte auf 22W erweitert. (Die FBA gibt Weite, die ich unterhalb der Taille auch nicht wieder rausnehme.)

Ich habe dann rundum oberhalb der Taille Länge rausgenommen, warum diesmal nur 2cm und nicht 3cm weiß ich nicht recht… da der Schnitt locker fällt, habe ich mir die weitere Rückenkürzung gespart.

Aufgrund der ohnehin relativ üppigen Weite im Oberteil habe ich mit der FBA etwas gemogelt und nur 4 cm eingefügt (eigentlich wären es 5 cm) Das macht den Abnäher etwas weniger monströs. (Mache ich bei weiteren Kleidungsstücken öfter so.)

Das war dann allerdings schon das erste Problem. Der Schnitt hat einen Brustpunkt eingezeichnet, der ist aber weit davon entfernt, wo der Abnäher endet und auch nicht im Geringsten eine Verlängerung durch die Abnäherspitze. Offensichtlich eine Designentscheidung, denn da verlaufen ja die Biesen genau über die Brust. Ich habe dann mal einen Brustpunkt in Abnäherverlängerung geschätzt und die FBA auf diesen fiktiven Brustpunkt gemacht. Das… passt nicht wirklich. Ist als Schlafanzug so tragbar, aber bevor ich den Schnitt noch mal verwende, muss ich da noch mal ran.

Die Mehrweite ist da, aber beult etwas an Stellen wo sie offensichtlich nicht gebraucht wird… Und dieser Hemdenstoff ist sehr stabil, der verzeiht da nichts. Als Ideal für einen Test…

Im Rücken habe ich für die Version „Schlafanzug“ eine Kellerfalte eingebaut. Das macht das Oberteil so tragbar. Ich habe die Falte aber zuerst mal mit der Maschine zugeheftet und habe für meine Passformanprobe die Falte noch zugeheftet gelassen. Da werden die Defizite deutlicher.

(Da gibt es kein Bild, aber ich habe es gesehen.)

Ich hatte den Schnitt mit englischer und französischer Anleitung (möglicherweise habe ich ihn mir in Paris gekauft) und habe mich bis auf die Kellerfalte auch an die Anleitung gehalten.

Und zur Versäuberung habe ich rundum mit französischen Nähten gearbeitet, auch am Ärmel. Das hat ein paar Falten beim Ärmel einsetzen verursacht, ist mir für die größere Dauerstabilität aber lieber.

Ein Problem hatte ich nur und vor allem mit den Biesen. Die Biesen erklären zunächst mal, warum der Abnäher nicht auf den Brustpunkt zeigt. Denn die müssen ja weggefaltet bw weggenäht werden.

Nur… wie viel? Die Anleitung sagt, man soll den Stoff entlang der Linien falten und dann „close to creased edge“ nähen. Also nahe bei der gefalteten Kante. Nur.. 1mm nahe an der Kante? (Bei acht Biesen 1,6cm Weite weniger) 3mm nahe an der Kante? (4,8cm Weite weniger) Wäre 5mm auch noch nahe an der Kante? Hier wäre eine genauere Angabe echt hilfreich.

Ich habe mich für 3mm entschieden, einmal dem Bild nach, zum anderen weil ich meinen Patchworkfuß als Gradstichfuß benutze und der hat da eine Markierung.

Da das über der Brust aber nur solala funktioniert hat, muss ich beim nächsten Mal noch mal ran. Was konkret heißt: Das Vorderteil auf Papier kopieren, statt auf Folie, die Biesen auf dem Papier so lange rumfalten, bis der Abnäher auf den Brustpunkt passt und danach die FBA mache und auch die Tunika nähen. (Kann allerdings sein, dass die direkt über die Brust laufenden Biesen beim FBA auch eine Designänderung nötig machen…)

Wo ich noch mal von der Anleitung abgewichen bin ist, dass ich Kragen, Kanten, Manschetten… ziemlich durchweg abgesteppt habe. Weniger elegant, aber für einen Schlafanzug einfach praktischer.

Fazit: Der Schnitt hat genug Potential, um einen zweiten Versuch zu bekommen. Zumindest wenn ich dazu komme, bevor ich die Lust an Tuniken verloren habe…

Aktueller Nadelblick Dezember 2025

Diesen Monat sogar halbwegs pünktlich und mit lauter neuen Sachen…

Da Dezember ist, bin ich erwartbar mit Weihnachtsnähen beschäftigt. Originelle Schnitte für Reste zu finden für meine Kekstäschchen wird wirklich immer schwieriger. Zum Glück habe ich noch einiges vom geschenkten Konvoĺut Reißverschlüsse, das erweitert das Spektrum. Inspiration war diesmal Delis von Sew Simple. Die Anleitung zeigt das Schema des Schnittes sehr schön und da ich ohnehin ganz andere Maße brauchte, habe ich mir die (kostenlose) Anleitung nicht runtergeladen, sondern mit Papier ein bisschen probiert, damit die Maße passen und dann genäht. (Ohne Futter…)

Vier fertig, fehlen also nur noch 16…

Auch beim Stricken bin ich weiter.

Mein Ravelry Stash umfasst inzwischen 150 Einträge, eigentlich wollte ich nie mehr als 100 Garne haben.

Deswegen nehme ich mir von Zeit zu Zeit das älteste (bzw. in dem Fall den ältesten Rest) und versuche ein Projekt zu finden, mit dem ich den Rest komplett aufbrauchen kann. (Oder soweit, dass man am Ende noch ein Barbieteil oder andere Minideko draus machen kann.)

Das Garn ist Silvia von Wetterhoff, hatte ich mal als Beilaufgarn in einem Pulli (als ich vergessen hatte, dass Schonwäsche für genau dieses Garn schon zu viel ist, war das das Ende des Pullis…). Der Rest ist noch recht groß, daher habe ich mir auf Ravelry den Schal Seafoam von Ruth Greenwald gesucht. Der wird jetzt gestrickt, bis das Garn aus ist. Der Rapport ist nicht sehr lang und der Schal nicht sehr breit, eine gute Kombination für „weg mit dem Garn“.

Ordentlich Fortschritt gab es auch bei meinem neuen Hexigame.

(Ja, das futtert viel Zeit, auch welche, in der ich sonst vielleicht lesen würde… aber es entspannt auch herrlich.)

Die „Arme“ zeigen schon die komplette Länge und Breite. Ich habe nur aktuell wegen des Umbaus in meiner eigenen Wohnung (und Möbeln, die an Orten stehen, wo sie sonst nicht standen) keinen Ort, wo ich das Topp komplett ausbreiten könnte. Das Quer-Ärmchen rollt sich ein wenig ein.

Lesen, wie gesagt… Anfang November hatte ich tatsächlich meinen Zeitschriftenstapel „runtergelesen“. Aber ist schon wieder nachgewachsen… und jetzt kommen auch bei den Abos noch die „vor Weihnachten hat doch jeder Zeit Sonderhefte“… (die dummerweise interessant sind, gibt ja einen Grund, warum ich die Zeitschriften abonniert habe…)

Aber das Buch liegt noch da.

Und die Nähprojekte die mit Weihnachten zu tun haben, liegen ganz gut in der Zeit… Gebacken sind auch die ersten Plätzchen schon. Geht halt nicht alles.

Sommernachthemd im Herbst

Wo ich also mal dabei war, Nachtkleidung zu nähen (und weil ich bis nächsten Sommer garantiert wieder vergessen habe, dass ich mindestens ein Nachthemd mehr brauche und wenn ich es merke, ist es wieder zu spät, noch rechtzeitig eines zu nähen, bevor es wieder kühler wird), machte ich dann gleich mit einem Sommernachthemd weiter.

Und da ich die Coverlock ja nun mal haben und der Schnitt sich auch gut dafür eignet, weil er Raglanärmel hat (was leichter mit der Overlock einzusetzen ist, als eine runde Armkugel), habe ich auch die Maschine ausgepackt mit dem Plan, das Nachthemd weitgehend damit zu nähen.

Den Schnitt hatte ich 2014 schon mal als Nachthemd genäht. Ich hatte ihn aus „Meine Nähmode“, eigentlich ist es aber Simplicity 2372. Also gewesen. In diesem Fall doch nachvollziehbar, dass es den Schnitt nicht mehr gibt.

Abgesehen davon, dass er zu lang war, hatte er gepasst (und das Nachthemd passt immer noch), also habe ich den Schnitt um 10cm gekürzt und sonst so genäht, wie er war. (Was den Prozess natürlich schon mal deutlich beschleunigt.)

Naja, immer noch… lang. Beim nächsten Mal noch mal 10 cm weg. Mal gucken, ob das wieder elf Jahre dauert…

Beim Stoff war klar, es muss diesmal was helles sein. Ich wasche hell und dunkel (sowie rot und blau) getrennt und da aktuell alle meine Sommernachthemden in die „dunkel“ oder in die „blau“ Kategorie fallen (und es bei mir schon auch mal länger dauert, bis eine Kategorie wieder „voll“ und waschreif ist) war klar, ich brauche was in eine anderen Waschkategorie fällt, das füllt das Schrankfach schneller.

Auch dieser Stoff ist aus dem Konvolut Hemdenstoffe, das ich vor einiger Zeit mal übers Forum gekauft habe. (Denke ich zumindest.) Die Auswahl war einfach, zum einen braucht der Schnitt relativ viel Material, ich wollte „hell“ und ich wollte nicht bügeln. Und das ist ein leichter Seersucker. Also perfekt.

Nachdem mein erster Versuch mit Overlock und Cover nur so halb erfolgreich gewesen war, war ich gespannt, wie sich die Maschine auf Webstoff schlägt. Und mit dem inzwischen gekauften Coverfuß.

Da ich die neue Maschine bewusst ausprobieren wollte, habe ich auch fast alles damit genäht.

Nur die Abnäher auf den Schultern und die Nähte im Ausschnittbeleg (sowie den Ausschnittbeleg selber) habe ich mit der Nähmaschine genäht. Und schön ausgebügelt.

Danach war ich erst mal länger mit der Anleitung beschäftigt, um die Maschine vom covern wieder aufs overlocken umzubauen. Der Umbau an sich geht schnell, aber alle relevanten Seiten im Manual zu finden (und dann noch mal zu checken, ob man wirklich nichts vergessen hat), das dauert.

Aber man sieht, die vierfädige Overlocknaht wurde auf dem Webstoff problemlos genäht.

Beim Covern wurde ich dann sehr mutig.

Oder verrückt.

Obwohl das beim letzten Mal fast gar nicht funktioniert hat, habe ich zum Coverfuß gleich noch das auch bei Flach gekauften Teil montiert. Das soll einen 1,5cm breiten Saum umlegen.

Ohne bügeln, ohne heften, einfach nur reinlaufen lassen. Saum wird nach unten wegeklappt und man covert von rechts einfach drüber.

Was soll ich sagen… es hat funktioniert! Die Covernaht überdeckt auf der Unterseite auch genau die Stoffkante, kein Nachschneiden oder irgendwas. Selbst über die Nähte wurde (im Webstoff) problemlos drübergefaltet und gecovert. Auch an den Ärmelsäumen.

Da ich alle Seitennähte schon geschlossen habe, habe ich nur gelernt, dass man den Stoff rechtzeitig aus der Führung rausnehmen muss. Der schon festgenähte Stoff kann natürlich nicht mehr durchlaufen. Logisch, irgendwie.

Ist es so schöner als bisher? Nein, französische Nähte sind einfach deutlich attraktiver.

Ging es schneller? Die Nähzeit ja, deutlich. Mit dem Studium der Anleitung zum Umbau schon etwas weniger. Andererseits geht das schneller, wenn ich es öfter mache.

Und für die nächsten Sommernächte bin ich wieder gerüstet.

Pyjama aus Bestand

Nachdem in den letzten Jahren doch auch immer mal Nachtwäsche den Geist aufgegeben hat (besonders die, die nicht „warm für Winter“ und „kühl für Sommer“ ist, weil die halt naturgemäß den größten Teil des Jahres im Einsatz ist) war mal wieder ein Pyjama fällig.

Diesmal tatsächlich komplett aus dem Bestand. Also etwas Abbau in der Stoffkiste!

Der Stoff für das Oberteil ist ein Hemdenstoff, den ich mal übers Forum in einem Konvolut gekauft hatte. Ich vermute Baumwolle mit Polyester. Der Stoff ist nicht rosa sondern es sind sehr feine weiße und kräftig rote Streifen, die sich abwechseln. Aber da ist die Digitalkamera dann eindeutig mit überfordert.

Da der Stoff fest und nicht dehnbar ist, kam er auch beim Dirndl als Futter des Oberteils zum Einsatz. Es war aber ursprünglich ein sehr großer Coupon, so dass es auch noch mal für eine Tunika reichte.

Auch den Schnitt für die Tunika hatte ich schon ewig, das ist Butterick B5997. In der großen Größe (meiner ist aus dem …W-Größenspektrum) ist er schon lange vergriffen, aber in den Größten 8.16 gibt es ihn als B6801 aktuell noch.

Der Pyjama ist also gleichzeitig ein Schnittest. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich eigentlich recht häufig Tuniken trage, die aber alle gekauft sind, weil ich da keinen Schnitt zu haben. Oder offensichtlich mal einen gekauft hatte, aber nie getestet.

(Zu dem Schnitt gibt es noch ein paar Worte zu sagen, aber die Schnittbesprechung kommt noch.)

Damit die Tunika „bettbequem“ wird, habe ich hinten eine tiefe Kellerfalte eingearbeitet. (Den Trick nehme ich häufig in solchen Fällen. Die Falte wird erst mal mit langen Maschinenstichen zugenäht, bevor ich den Saum nähe, probiere ich das Teil an, um die Passform für die spätere Verwendung (ohne Falte) zu evaluieren und wo ich ggf. noch was ändern muss und dann wird die Falte aufgemacht und der Saum genäht.)

Die Hose ist mein bewährter Pyjamahosenschnitt, ich glaube ursprünglich mal aus einer Patrones. (Dummerweise hatte ich den damals auf eine dünnere Folie kopiert, die ich von einem Laden zum Testen bekommen hatte und die zeigt sich als nicht so stabil. Da werde ich mal eine andere brauchen. Wobei das zerfledderte Ding auch nicht mehr so gut zu kopieren ist.)

Der Stoff für die Hose ist ein Bettbezug. Letzten Winter habe ich mit meiner Mutter mal angefangen, ihren Schrank auszuräumen und die Sachen Portionsweise zum Sozialkaufhaus zu bringen. Der Bettbezug war vermutlich noch aus der Zeit, als man ein „Zierbett“ über dem Bett hatte. (Meine Eltern hatten in den 1960ern geheiratet.) Die Vorderseite Lochstickerei, die Rückseite glatt. Als ich die Sachen in die Tüte fürs Sozialkaufhaus gepackt habe, dachte ich irgendwie… ach ne… das behalte ich. Dass ich noch mal einen Pyjama brauche zeichnete sich da auch schon ab.

Da meine Mutter die weiße Bettwäsche in den Schrank geräumt hatte, sobald in den 1970ern bunte Bettwäsche auf den Markt kam, ist der Stoff noch bestens erhalten.

Ich mußte den Stoff quer nehmen, damit die Hosenbeine drauf gehen (grade so, mit kleinen Abstrichen an der Nahtzugabe) und da der Stoff sehr dicht gewebt ist (ja, Bettwäsche war mal so, damit sie länger hält…), ist die Hose recht steif. Was mich aber nicht stört und vermutlich wird sie über die Jahre auch weicher. Bislang wurde der Stoff ja nicht genutzt.

Genäht habe ich alles mit französischen Nähten, an der Tunika habe ich noch einiges abgesteppt, was der Schnitt so nicht vorsieht, das ist für ein Schlafteil praktischer.

Und weil ich dann mal im Fluß war (bzw. sich auch im Sommer- und im Winterstapel Lücken ergeben hatten) kamen dann noch ein Nachthemd und ein Schlafanzug. Dazu aber später. Und vermutlich wird das Thema Nachthemd nächstes Jahr noch mal hochkommen, denn ich sehe da eines in der Rotation, das vermutlich auch demnächst auseinanderfällt. Aber nicht mehr dieses Jahr, denn jetzt sind erst mal die Dinge im Zusammenhang mit Weihnachten dran…