For Ric: What became of my knitting

About two weeks ago at Metropoleparis-Club I was knitting. As I had been doing several times before.

But this time Ric asked me: What became of your knitting of the last time?

Great… after some months… how could I remember what I had been knitting at one special day?

But, dear Ric, I think I figured it out:

WuschelkissenWhat about a fluffy cozy cushion?

It might have been another color, because I knitted three of them. Only this one is finished, because I need fabric for the back and finding the right fabric in the right color can take some time. (Like years or so..)

(For all crafters: The backing fabric is a corduroy from Scherzkeks-Stoffe. To make it washable the stuffing is in a separate inner cushion and can be removed by opening a zipper. The yarn is Brazilia)

Kuschelkissen Rückseite

(Als ich das letzte Mal beim Metropoleparis-Club war und wie schon oft strickte, fragte micht Ric, was aus meiner Strickerei vom letzten Mal geworden sei. Prima, nach einigen Monaten kann ich mich da auch spontan dran erinnern… :o)

Aber ich glaube, ich bin draufgekommen. Es waren vermutlich die Reste meiner Puschelwolle, die zu Wuschelkissen verarbeitet wurden. Da das Garn (Brazilia) jeweils nur noch Kissenplatten gab, aber kein ganzes Kissen mehr, habe ich die Rückseite aus lila Cord gemacht. Gefüllt sind die Kissen mit Polyesterfüllwatte in einem separaten Inlet. Und damit dieses leichter entfert werden kann, habe ich mir sogar die Mühe gemacht, einen Reißverschluß einzuarbeiten.

Fehlt jetzt nur noch der passende Stoff für die anderen beiden Kissenplatten, die hier vor sich hin wuscheln. :o)

Nähbuch-Shopping in Paris: Brentano’s

Englische Buchhandlung in Paris… nun gut, da gibt es mehrere.

Aber diese hier hat was Besonderes… im Erdgeschoß bis ganz hinten durch, noch eine Tür weiter… und frau (mann gegebenenfalls auch) befindet sich im Paradies: Bücher über Handarbeiten in einer unglaublichen Auswahl. Vom Patchen und Quilten übers Sticken bis zum Stricken und Häkeln. Und noch ein paar andere Basteltechniken. Auch eine große Auswahl an Patchworkzeitschriften gibt es.

Leider nicht auf deutsch, aber englische und auch französische Bücher gibt es in reichlicher Auswahl. (Und noch das eine oder andere Exemplar in ein paar anderen Sprachen.) Ebenso japanische. Gut, hier können vermutlich die meisten von uns (wie ich auch) mit dem Text nichts anfangen, aber die Schnitte und Anleitungen liegen meist als Bilder vor und sind bemaßt. Wenn man so ein Buch nicht einfach als Anregungsquelle der schönen Bilder wegen nutzen mag.

Kann man sich dann beim Stöbern nicht schnell entscheiden, kein Problem, es sind Hocker da, auf denen man sich zum Blättern niederlassen kann oder auch Tische, auf denen man mehrere Bücher zum Vergleich nebeneinander auslegen kann. Und sich in Ruhe entscheiden.

Das Engagement für Handarbeiten dieses Buchgeschäftes merkt man auch daran, daß Samstag im Laden entweder ein Strickcafe oder (einmal im Monat) ein Stickcafe zum fleißigen gemeinsamen Nadel schwingen „tagt“.

Adresse: 37, Avenue de l’Opéra 75002 Paris (Metro Pyramides)

(Wer nicht in Paris ist, kann die Webseite besuchen. Dabei gibt es sogar eine eigene Site für die Hobbyabteilung.)

Craft-Book Shopping in Paris: Brentano’s

Writing about an English bookshop is maybe a good starting-point for an english post in this blog…. :o)

Paris has several english bookshops, but this one is crafters heaven. You cross the shop until you think it’s the end of it, then one or two steps more… and you’re in an amazing crafts department. A whole room, shelves exclusively reserved for books about knitting, crocheting, quilting, embrodery,… and some other crafts. Most of them are in English, but of course also in French and even japanese! (They have very instructive pictures, so I think one can well use them without the ability of reading japanese.)

Odds are definitely against getting out there without having found something one absolutely needs. :o)

address: 37, Avenue de l’Opéra 75002 Paris (Metro Pyramides)

(Is you’re not in Paris: The have a website and the crafts-department has a site of it’s own

Seltsame Schleifen…

… kann man im Internet drehen, auf dem Weg zur perfekten Anleitung.

In dem Fall die Anleitung für das perfekte Geschenk. Ich habe mal wieder gestrickt, aber natürlich „geheim“, sonst wäre das Geschenk ja vielleicht keine Überraschung mehr…

Binärschal Und wo findet man die Anleitung zu so einem Schal, perfektes Geschenk für einen Computerfreak? Na klar, im Internet. In einem Blog.

In einem Strickblog?

Nein, ganz unverhofft an dieser Stelle.

Und da war der Link zu Knitty.

Und so kam ich dazu, im Frühjahr dicke Wolle zu suchen und einen Schal zu stricken. Mit einer kleinen Farbänderung.

Der Geburtstag war übrigens Anfang Mai… :o)

Aber jetzt ist er fertig der Schal und ist inzwischen beim Empfänger angekommen.

Der rätselt, ob sich hinter den Ziffern ein Muster oder eine Botschaft verbirgt.

Tja.. bis zum nächsten Winter dauert es ja noch ein wenig… *gg*

Stahl aus Puschelwolle

Doch, doch, das geht.

Nein, ich bin nicht unter die Alchemisten gegangen.

Wie dann?

Nun… es war einmal, vor langer Zeit (also so Anfang des Jahres…), da hat Anne auf der Hobbyschneiderin-Seite einen Wettbewerb ausgerufen. Loomblüten und was man damit so machen kann.

Ich hatte jetzt so gar keine Ahnung, was Loomblüten sind, also meldete ich mich an und gewann sogar ein Loomgerät der Firma Prym. (Die hatten nämlich zehn Geräte gestiftet, die verlost wurden.) Glücklicherweise lag auch eine Anleitung bei…. 😮

Schal mit Loom-Blüten Ich habe also zuerst mit diversen Wollresten gespielt, dann das eine ausprobiert, später das andere… eine tolle Idee gehabt, nach einiger Zeit gemerkt, daß die bis zum Abgabetermin nie fertig werden wird (liegt immer noch halbfertig hier), in der Materialkiste gekramt, noch mehr Ideen gehabt,… weiter gegraben… und mich letztlich von den beiden gelben Stickgarnen inspirieren lassen.

Gelb steht mir absolut nicht, ich liebe es aber trotzdem. Deshalb hatte ich wohl gelbes Garn. *g*

Aus dem bekannten Brazilia sowie einem Baumwollgarn, das ich doppelt genommen habe, damit es sich in der Stärke anpasst, entstand dieser Schal. Da mir ein Blick auf die Garnmenge verriet, daß es kein sehr „Garnfressendes“ Muster sein dürfte, entschied ich mich für glatt rechts mit einer gelegentlichen linksreihe, damit der Schal sich nicht einrollt. (Um genau zu sein: 1. Reihe rechts, 2. Reihe links, 3. Reihe rechts, 4. Reihe rechts. Und das dann wiederholen, bis das Garn aufgebraucht ist.)

Oder bis es fast aufgebraucht ist, denn der Schal braucht ja noch Loomblüten.

Tja, eigentlich sollten auf die hellen Felder Blüten aus der Puschelwolle. In der größten Größe. Leider hatte ich mich beim Stricken *hüstel* etwas verkalkuliert, so daß am Ende nicht mehr genug Puschelwolle übrig war. Und ich wollte wegen fünf oder sechs Metern kein neues Knäuel kaufen. (Außerdem war dann schon Ende März und die Winterwolle in den Regalen wurde immer spärlicher. 🙁

Dafür hatte ich noch goldene Roccailles. Also habe ich wie eine blöde zwei Wochen lang jeden Abend gefädelt, bis ich ungefäht eine komplette Dose Gütermann Roccailles auf Nylonschnur gefädelt hatte. Dann habe ich mir noch die Finger verknotet, um die Nylonschnur auch zu vernähen… (eine Häkelnadel hilft enorm, wenn man durch die Perlchen durchfädeln muß…) den Wollblüten noch je ein Paillettchen in gold verpaßt… und das Bild zu Anne auf die Reise geschickt.

Olfa Chenillecutter Heute morgen macht es „Pfluff“ im Briefkasten und mit einem Begleitschreiben, das meinen Fleiß beim Perlenfädeln lobt (das sollten meine früheren Lehrer mal lesen! Ich und fleißig… *g*) finde ich diesen etwas seltsam aussehenden Verwandten des Rollschneiders. (Okay, Anne hatte mir im Chat schon verraten, daß ich ihn bekommen würde…)

Nähere Inspektion erbrachte allerdings, daß das Ding zwar eine runde Klinge hat, diese aber nicht rollt.

Patchworker haben ihn sicher schon erkannt: Es ist ein Chenilleschneider! Um das Ding schleiche ich auch schon seit zwei Jahren herum und fand noch keine Ausrede, ihn mir zu kaufen.

Aber jetzt habe ich ihn und freue mich riesig!

Da fallen mir gleich ein paar Sachen dazu ein… (Mal sehen, wann ich Zeit habe, die umzusetzen…)

Chenilleschneider in Hülle Er scheint mir jedenfalls sehr durchdacht konstruiert zu sein. (Ich habe schon mal so was in der Art aus Fleece gemacht und kann daher sagen, daß es mit der Schere echt nicht viel Spaß macht…)

Man kann den Klingenschutz so drehen, daß man nur an einer Stelle schneiden kann. Dabei stellt man ein, wie breit oder schmal die Stofftunnels sind, die man aufzuschneiden plant. von sechs Milimetern bis 12 Milimetern. (Letzteres dürfte dann auch wieder für Fleece ausreichen…) Und damit man recht lange was von der runden Klinge hat, kann man auch sie drehen, so daß man immer wieder ein frisches Stück schneidklinge benutzt. Wenn man dabei diszipliniert vorgeht (*öhöm*). dürfte eine Klinge auch sehr lange reichen.

Hülle mit Fach für Anleitung Ja und dann hat bei der Hülle bei Prym (oder Olfa) mal jemand wirklich mitgedacht.

Die Hülle ist genau so groß, daß der Schneider bequem hineinpasst, aber sie hat nirgendwo überflüssig „Luft“.

Und hinten ist ein Täschchen für die Anleitung! Da ist bei anderen Geräten immer damit kämpfe, sie nicht gut und platzsparend aufbewahren zu können, weil ich letztlich wegen der Anleitung immer den Pappdeckel von der Blisterverpackung aufheben muß ist das für mich eine Riesenverbesserung! So hätte ich gerne alle meine Nähgeräte: Handlich eingepackt und alles was wichtig ist gleich dabei.

Ich sage nur: Danke Anne! Danke Prym!

(Und: Happy Birthday to me, einen besseren Tag hätte sich das Päckchen nicht aussuchen können, um bei mir anzukommen. *g*)

P.S.: Donnerstag ist prima, Frau mhs! Das Buch auch!

Tag des Strickens in Paris

Über die Hobbyschneiderinseite hatte ich ja erfahren, daß am 9. Juni der „World Wide Knit in Public“-Day ist. Also der Weltweite in der Öffentlichkeit Stricktag. Da ich an dem Tag in Paris war, hatte ich mich über die Internetseiten zur Seite des „Journée mondiale du tricot“ durchgeklickt (das mit dem „in Public“ hat die Francophonie einfach mal unterschlagen…) und siehe da, in Paris waren auch zwei Treffpunkte ausgeschrieben. (Ich habe später mitbekommen daß es wohl noch mehr gab, nur eben nicht auf der Webseite.)

Opéra Paris Da eines davon sogar (zumindest bei schönem Wetter) im Freien stattfinden sollte machte ich mich auf den Weg zur Avenue de l’Opéra.

Irgendwie war da die Rede gewesen von einem Strickcafe (und das sollte mir bislang entgangen sein?) oder gar einer Buchhandlung mit vielen Handarbeitsbüchern (noch unglaublicher, daß die mir noch nie aufgefallen wäre!)

An Pyramides aus der Metro gestiegen, auf die Oper zugegangen…. und… doch… da stehen Hocker auf der Straße.

WWKIP Day in Paris 2007 Ich nähere mich… siehe da, da sitzen zwei Damen und stricken.

(Es war früher Nachmittag… so gegen Ende der französischen Mittagspause, eine typisch ruhige Zeit für Unternehmungen aller Art.)

Und die Markise (wie auch das Schaufenster) verraten… in der Tat, ein Buchgeschäft! (Über die Kreativabteilung erzähle ich bei Gelegenheit was… die ist einen eigenen Eintrag wert!)

Ohne große Umstände werde ich willkommen geheißen, bekomme einen „Kit“ angeboten. Man hatte sich nämlich die Mühe gemacht, kleine Sets aus Garn (schönes Garn!), Nadeln und einer Anleitung zusammenzustellen.

Sehr verlockend… aber da ich selber was dabei hatte, habe ich abgelehnt, denn es sollte ja für spontane Stricker sein. Und wenn ich eines nehme, dann wäre eines weniger da.

Auf einem Tisch stand außerdem heißes Wasser für Tee oder Kaffee und Schokolade gab es auch.

Wer veranstaltet so was?

Tja… die Buchhandlung. Die auch das Strickcafe Brentano’s (immer Samstags, außer wenn das Stickcafe stattfindet) ins Leben gerufen hat. Auf der Webseite des Strickcafes gibt es übrigens noch mehr Bilder vom Tag.

Das sollte einem in Deutschland mal passieren, daß eine Buchhandlung eine beeindruckende Abteilung an Kreativbüchern (inklusive Nähen, Stricken und Sticken) in verschiedenen Sprachen vorzuweisen hat und dann auch noch Leute reinläßt, die Kuchen mitbringen und die Kaffee und Tee bekommen. Könnten doch Flecken an die Bücher kommen, oder?

Geschenk zum WWKIP Day 2007 (Ich habe ein bißchen mit der Angestellten der Buchhandlung gesprochen, die Bücher verkaufen sich sehr gut, erzählte sie…)

Aber zurück zum Stricktag.

Es trudelten dann doch etliche Strickerinnen ein. Einige gehören wohl zum erfahrenen „Inventar“ des Strickcafes, aber ich war nicht die einzige, die nur für diesen Tag gekommen war. (Französische Strickerinnen haben übrigens keine Angst für dünnen Nadeln…)

Und natürlich gab es spontane und begeisterte Abnehmerinnen für die Stricksets, die vergrabene Strickkenntnisse wieder zum Vorschein bringen lassen.

Beeindruckt hat mich wirklich die Hilfsbereitschaft der Strickerinnen. Ohne sich zu kennen wurde der Nachbarin geholfen und gezeigt.

Anfänger beim Stricken Und so manch eine ließ sich ganz neu in die Kunst des Strickens einführen.

(Lektion 1: Maschen anschlagen.

Lektion 2: Maschen stricken.

Lektion 3: Maschen auftrennen, weil eine Masche des Anschlags verloren gegangen ist.)

Soll noch mal einer sagen, die Jugend hätte keine Geduld und Ausdauer. 😉

öffentliches Stricken in Paris Ich habe natürlich bei weitem nicht alle geknipst, schließlich war ich die meiste Zeit selber mit Stricken beschäftigt. *g*

Aufmerksamkeit war uns jedenfalls garantiert.

Allerdings nicht so viel wie der Radfahrerdemo auf der Avenue de l’Opéra. (Französische Wochenendfolklore, Demonstrieren gehen. Wofür oder wo gegen war wie üblich nicht ganz klar, ist aber auch nicht wichtig… *g*) Die Fernsehkameras drehten sich leider nicht zu uns um.

Als ich ging waren immer noch viele Sitze belegt. Und eine Frau bat um eine Einweisung ins Stricken, während sie zu ihrem Mann rief „Nur zwei Minuten“.

Ich habe mal nicht abgewartet, wie lange er herumstehen mußte… 😉

Urlaubsmitbringsel

Einige wissen es ja schon, ich war mal wieder in Frankreich. (Ich weiß, gemein, nicht vorher Bescheid zu geben. Aber ich finde es nicht so geschickt, im Internet öffentlich mitzuteilen, daß gerade wo eine Wohnung leer steht und nur darauf wartet, ausgeräumt zu werden… )

Diesmal im Süden, zuerst an der Cote d’Azur (einer der wenigen Gegenden Frankreichs, wo ich noch nie vorher war), danach in der Provence und am Ende noch ein paar Tage in Paris.

Urlaubseinkäufe Und was bringt Frau aus der Provence mit? (Also außer diversem Eßbaren…) Stoffe natürlich.

Bezüglich der provencalischen Stoffe habe ich mich allerdings zurück gehalten. Auf den Märkten gab es zwar schöne Drucke, oft auch günstig, aber die Qualität fand ich letztlich nicht so berauschend. Was billig war, fühlte sich auch so an. Und die Stoffe, die mir gefallen haben, waren alles Möbelstoffe da wollte ich dann doch nicht mal eben ein paar Meter von mitnehmen.

Natürlich war ich in Tarascon bei http://www.souleiado.com/ Die Stoffe sind wunderschön und aufwendig bedruckt, ihren Preis also wert. Aber von den Motiven die sie gerade als Meterware vorrätig hatten sprach mich glücklicherweise keines an. Denn die Preise sind… nun gut, Preise halt. Allerdings habe ich mir den Eintrittspreis für das angeschlossene Museum gegönnt, wo man viele Stoffe und auch fertige Kleidung und Boutis aus nächster Nähe betrachten kann. Ebenso alte Druckstöcke, Musterbücher und andere Einrichungen. (Bis 1977 wurde in Tarascon noch von Hand Stoff gedruckt.) Ein Videofilm hilft der Vorstellung weiter auf die Sprünge. dafür habe ich mir dann auch ein paar Ansichtskarten mit Mustern und Nahaufnahmen von Boutis gegönnt… 😮 (Während mein Herzblatt etwa eineinviertel Stunden vor der Tür unter einem Busch saß und wartete. Er hatte sich einen Krimi mitgenommen…..)

Über die afrikanischen Stoffe stolperte ich dann auf einem Wochenmarkt in L’Isle sur la Sorgue. Unser Wohnzimmersofa braucht ohnehin mal einen neue Decke (da der Bezug kaputt ist und wir uns noch nicht einigen können, wie ein eventuelles neues Sofa aussehen könnte) und der andere…. mal sehen. Könnte man einen whole-cloth-Quilt draus machen?

Wenige Tage später fuhren wir auf einer Landstraße an einem harmlosen Schild „laine chevres angora“ vorbei… irgendwie gelang es mir, den Fahrer zum Abbiegen zu bewegen und etwa fünf Kilometer weiter (die letzten davon auf eher feldwegähnlichem Gelände) standen wir im Ziegenstall. Wußtet ihr, wie süß drei Tage alte Angora-Ziegen sind? *g*

Und einen kleinen Laden hatten sie auch… die schmuseweichen Knäuel aus 25 Prozent Seide und 75 Prozent Mohair mußten mit. (Hätte ich doch mehr nehmen sollen? Wahrscheinlich. Aber wir hatten nicht mehr Bargeld dabei…) So weiches Mohairgarn hatte ich noch nie! Glücklicherweise haben sie keinen Webshop…. *g*

Ja und in Paris wanderte vor der Rückfahrt noch eine Ausgabe „C Deco“ in die Tasche. Muß ja was zu lesen haben, im Zug…

Als Ausbeute von gut zwei Wochen… war ich doch ziemlich brav und enthaltsam, oder? 😉

Woll-Shopping in Paris: La Droguerie

Eigentlich liegt der Laden im ehemaligen Hallenviertel durchaus zentral… dennoch habe ich es nach einer kurzen Stippvisite vor vielen Jahren nie mehr zu den Öffnungszeiten da hinein geschafft.

This shop in the former market quarter is quite central, still I only made a very short visit years ago, but since then never made while the opening hours. Which might have to do with self-protection. What they offer is more than appetizing

La Droguerie

Das mag allerdings auch Selbstschutz gewesen sein, denn das Angebot ist mehr als appetitlich….

Wenn man genau hinsieht… der Laden mag einmal eine Fleischerei gewesen sein. Doch heute verdecken bunte Wollstränge in verschiedenen Qualitäten und allen Farbabstufungen die weiß gekachelten Wände und von den Fleischhaken hängen Pullover, Jacken und Wollstränge herab. Natürlich gibt es zur Wolle auch alles Strickzubehör bis hin zu eigenen Anleitungen. (Die exklusiv zusammen mit der Wolle verkauft werden. Angesichts der Farbauswahl kann allerdings niemand sagen, er hätte nichts gefunden… 😉 )

If you give it a closer look you’ll recognize the signs of a former butcher: But today the white tiled walls are hidden behind wool strands in different materials and colours. Or finished sweaters and cardicans for kids and adults. Of course you also get knitting needles and patterns (that are sold exclusively with the wool; but the choice of colours they have is large enough to have something for every taste….)

Vorsichtiges Streicheln ist erlaubt, doch nichts mit Selbstbedienung! Man stellt sich an und wartet bis man an der Reihe ist. Dann wird die Wolle gewogen und man kann zur Kasse.

Genauso appetitlich wie die Wollstränge sind allerdings auch andere Sachen angerichtet: Eine Wand mit Bändern und Borten, ein riesiges Regal mit Perlen in Gläsern, die Knöpfe,…

Verführung pur…

You are allowed to touch the soft strands, but no self service. First queue (which can take quite a while, it there is only one person in front of you it’ll take 20 minutes anyhow because she’ll want to buy a non findable pattern and then take another ten or fifteen minutes to decide about the colour) and when it’s your turn your wool gets weight and you can take your place in the queue at the cash desk…

If you don’t knit….. beads, roccailles, buttons, braids and ribbons are not less appetizing… seduction…

Die Webseite www.ladroguerie.com zeigt leider nur einige Bücher, aber vielleicht liegt eine der restlichen Filialen beim nächsten Frankreich-Urlaub in Reichweite….?

The webside www.ladroguerie.com shows only some books, but maybe one of the other shops in France are close to your next holiday place…?

Adresse: 9 et 11, rue du Jour, 75001 Paris (Metro Les Halles)

Längs gedreht und quer geringelt (noch ein Spiralschal)

Da es leider noch soo viele schöne Garnfarben gibt, ist meine Spiralschalstricksucht leider immer noch nicht vorbei. Aber ein -Fehler- Versehen brachte mich auf eine andere Idee: Warum müssen die Farben eigentlich immer längs verlaufen? Und wie sähe es wohl aus, wenn ich sie quer….?

SpiralschalAlso einfach mal ausprobiert…

Der Anschlag funktioniert wie immer. (Zur Erinnerung: in dem Beitrag steht die Anleitung für den Spiralschal 12M Farbe eins, 12M Farbe zwei anschlagen, die 12M in Farbe zwei rechts abstricken, die 12M in Farbe eins links. Dann den ersten Rapport in Farbe 1, Fäden verkreuzen und einen Rapport in Farbe 2.

Und jetzt nicht wieder auf Farbe 1 wechseln, sondern mit Farbe 2 weiterstricken und auf der anderen Seite auch einen Rapport stricken. Wenn man dann wieder in der Mitte ist, dann auf Farbe 1 wechseln und mit der auch zwei Rapporte stricken.

Detailaufnahme SpiralschalDas Resultat: quasi Ringel im Schal. Die aber auch nicht ganz nach Ringeln aussehen, weil sich ja alles dreht und rüscht.

Mir gefällt diese Variante jedenfalls auch gut, besonders für Farbe die eher etwas ähnlich sind, bei richtig kontrastierenden Farben fändeich es vielleicht doch etwas krass. Obwohl… sollte man auch mal probieren.

(Vielleicht auch geeignet für Fanschals, die etwas „eleganter“ und weiblicher sein sollen? 😉 )

Was man hier übrigens auch ein bißchen erkennen kann ist, daß die „Streifen“ eigentlich Dreiecke bzw. Tortenstücke sind.

Ein orangenes „Tortenstück“ zwischen zwei roten.

Norwegermütze stricken…

… oder „Ja was suchen sie denn…???“

Ich kann mir ja anzeigen lassen, von welcher Seite her kommend mein Blog gesucht, gefunden, verlinkt wird. Und etliche Besucher kommen auch von google. Aber was suchen sie auf meiner Seite?

Nun….. „Norwegermütze stricken“ ist da offensichtlich ein beliebtes Suchwort. Huch, habe ich einen Trend verpasst? Norwegermütze… was war das doch gleich?

Richtig, Mützen beliebiger Form, gestrickt mit zwei oder mehrfarbigen Einstrickmustern, meist bunt und folkloristisch und Spannfäden auf der Rückseite. Mollig warm, mußte man sagen. Und das trägt man (frau, kind,…) wieder?

Also mal abgetaucht in die Tiefen des Cyberspace… oha, Norwegermützen können heute auch anders aussehen…. Mit Klappen über den Ohren, aus Effektgarnen oder sogar ganz ohne Einstrickmuster. Interessant. Und ich kannte die nur als „Ohrklappenmützen“. Scheint aber das gleiche zu sein?

Und auf den einschlägigen Handarbeitsseiten, von Link zu Link hüpfend, fördert die Suche einiges zu Tage. (Wobei bei mir der sehr starke Eindruck entsteht, daß Menschen die gut handarbeiten können leider in der Regel weder im Stande sind, gute Webseiten zu bauen, noch sinnvolle Strukturen zu haben noch aussagekräftige Überschriften zu verwenden. Schade eigentlich, denn viele Seiten sind wahre Gold- und Diamantminen, nur wird viel sicher nie gefunden. 🙁 Und kleine Rechtschreibfehler zeugen zudem zwar von Phantasie, nur Suchmaschinen haben letzteres nicht… und finden auch nix.)

Initiative Handarbeit, Stulpen und Mütze

Initiative Handarbeit, Stirnband mit Zöpfen

Initiative Handarbeiten: Bunte Norwegermütze mit Quaste

Kaufanleitung Junghanswolle, Zopfmustermütze mit Fäustlingen

Kaufanleitung Junghanswolle: Kinderpulli mit Schal und Mütze aus Multicolorgarn

Ingehaack: Basisanleitung für Ohrklappenmütze als pdf

Coats: Ohrklappen mit Intarsienmuster und bunten Zöpfen als pdf

Das wären also schon mal einige… auf Englisch gibt es dann noch ein paar mehr. Neben den vielen privaten Webseiten und Blogs sind übrigens auch die Webseiten von Garnherstellern eine gute Quelle für Strick- und Häkelmuster…

Lionbrand: Poncho und Mütze mit Einstrickmuster für Männer

Lionbrand: Poncho und Mütze mit Einstrickmuster für Frauen

Lionbrand: Einfarbige Mütze mit Ohrklappen

Lionbrand: Nicht wirklich Norweger, aber die herzförmigen Ohrklappen sind irgendwie süß… 😉

Knitlist: vier verschiedene Varianten mit Ohrklappen

Hello Yarn: Keine Ohrklappen, aber Totenköpfe als Intarsienmuster… 😉

Knitty: schön grafisches Muster

Knitty: peruanisch angehaucht, Einstrickmuster mit Skiläufern

(Weiterer positiver Nebeneffekt der Suche: Ich glaube… ich verlaufe mich auf www.knitty.com jetzt nicht mehr….)