Revue de Presse: Burda Modemagazin 5/2009

So, inwzischen bin ich dann auch auf eine Burda gestoßen… allerdings lag sie nicht bei den anderen Handarbeitszeitschriften, nicht so gute Taktik, wenn die Leserinnen das Heft auch finden sollen…

Short summary in English: I have very mixed feelings about that issue. There are some dresses an one jacket I really like, even though none of them is my size, but the rest is between boring and awful. I somehow suspect that has something to do with fashion, I don’t like shirtdresses and I don’t like those straight rectangular shapes. And I don’t care for fashion as far as that is concerned…

Der Titel ist vorhersehbar sommerlich, ich glaube, der Mai hat immer gerne Blümchenkleider. Oder wenigstens Kleider. Oder so. (Ich bin ja immer zu faul, nachzugucken. Oder war das letztes Jahr im Juni?) Jedenfalls singt auch die Chefredakteurin das Loblied des Kleides. Das ich im Übrigen vollständig unterstützen kann, ein Kleidungsstück und man ist fertig. Nachdem man es geschafft hat, die Strumpfhose anzuziehen, die sich natürlich immer dann verdreht, wenn man es gerade mal eilig hat…

Bevor es an Schnitte geht, kommen aber erst mal wieder die Basteltips. Rüschen. Nun Ja, also das Modell von Cacharel sieht doch mehr nach Nachthemd aus. Und einen Schuh mit Rüsche verzieren… na ob das Annähen von Hand auf einem Schuh „einfach“ geht? Ja nach Material des Schuhs stelle ich mir das recht mühsam vor….

Der Tüllrock ist wenigstens ein Anfängerprojekt, die typographischen Motive regen mich schon eher an. Das ganze dann noch als Druck mit Nitroverdünnung, haben wir das nicht alle schon mal gemacht? (So wir alt genug sind, um die 80er bewußt erlebt zu haben… *g*)

„Leichter Nähen“ schlägt vor, seine Nähsachen in einem Werkzeugkasten aufzubewahren. Abgesehen davon, daß ich immer eine größere Menge Seidenstickgarn aufbewahre… die Idee ist gut, aber aus persönlicher Erfahrung empfehle ich statt eines klassischen Metallkastens einen aus Kunststoff. Die Dinger aus Metall sind nämlich schon ungefüllt sperrig und schwer. Und die aus Kunststoff gibt es in mehr verschiedenen Größen. (Ich habe zwei…)

Oh Fadenkunde, das ist eine gute Idee… die komplett vergeigt wurde. Statt sich systematisch mit verschiedenen Materialien und Stärken, und den Unterschieden zwischen den Fäden zu befassen, bleibt es bei nichtssagenden Angaben, wie man sie sozusagen von der Verpackung ablesen kann. Wahnsinnserkenntnis, daß Quiltingfaden fürs Quilten gedacht ist. Dafür wird weder auf Baumwollnähgarne eingegangen, noch auf die Unterschiede zwischen Stickgarnen aus Rayon, Polyester und Baumwolle. Und was bitte soll „Overlockgarn“ sein? Man kann sehr viele Fäden auf der Overlock verwenden. Bauschgarn taucht dafür gar nicht auf. Einmal Nachsitzen für die Redaktion, bitte.

Das 80er Gefühl verstärkt sich bei „leichter nähen“, Top oder Täschchen aus Nickitüchern, schnell und nett, wenngleich nicht sehr spannend.

„Netz-Trümpfe“ sollen die Linktips sein. Real bewegen sie sich zwischen „groovy“ (www.okversand.com) und „Ich hoffe, sie sind wenigstens gut dafür bezahlt worden, diese Peinlichkeit zu empfehlen.“ Tendenz zu letzterem.

Aber jetzt kommen dann endlich mal Schnitte. Eine Sommeergarderobe in weiß und sand aus maskulinen Schnitten wird angekündigt. Shirt 103A mit dem tiefen Wickelausschnitt ist besonders maskulin, ebenso der Rockschnitt. Ja, gut der hat „sportliche“ Jeansdetails wie den Reißverschlussschlitz vorne und die Taschen. Wahnsinnig innovativ auch, einen Jeansschnitt in Satin umzusetzen. Aber na gut, es soll eine Urlaubsgarderobe sein, da dürfen die Schnitte auch einfach sein. Na gut, so einfach wie die geraden Bauteile für Hemd 106A müßte es dann doch nicht sein. Früher hatten Kinder so Kittelchen, damit sie nicht ihre Klamotten bekleckern… und da war’s schon häßlich… *örgs*

Burda BlusonAch, na bitte, geht doch. Der Schnitt von Bluson 107A gefällt mir gut. Sieht man zwar nur auf der Schnittzeichnung, aber die ist ja dabei.

Und obwohl ich die meisten Schnitte dieser Modestrecke irgendwo zwischen langweilig und grauenhaft finde… das Look and Feel mit den Farben und dem Meer im Hintergrund hat was von Urlaubsstimmung. Nur ob ich mir dafür eine Schnittmusterzeitung kaufen muß ist natürlich die Frage…

In passend hellen Farben kommen dann auch Accessoires daher. Sinnfrei verfaßte Texte kommen gratis dazu. Von einer Sandale mit megabreiter Fesselspange zu behaupten, sie mache schlanke Beine ist eher blanker Hohn. Solche breiten Riemen an der Fessel betonen nämlich dicke Knöchel und Waden.

„Beauty“ gibt es auch wieder. Zum Glück nur als Bildseite. Pflegeprodukte nach der Farbe der Verpackung auszusuchen ist jedenfalls mal originell. (Gilt da das Motto „Ich bekomme zwar Pickel von der Creme, aber die Dose paßt so gut zum Design meines Badezimmers“… ? *gg*)

Kreative Kleinigkeiten unter „news“. Der Fernseher ist witzig, auch wenn er nur zur Hälfte gestrickt ist. Wer genau hinsieht, erkennt auch gehäkelte Anteile. Die Tasche von Martin Reinwarth bringt mich auf so einige Ideen… und das Regalschaf ist zwar unpraktisch und sperrig aber doch süß. Bettwäsche zu Kleidung recyceln ist hingegen ein alter Hut.

Dann geht es mit Karos weiter. (Definitiv ein Trend diesen Sommer, die Schaufenster der Klamottengroßhändler in Paris hingen letzte Woche voll damit!) Bluson 107 kommt auch in der karierten Version B gut rüber. Irgendwo zwischen Jacke und Bluse. (Wobei… ich glaube, ich nehme dann doch lieber das Auto… das hat auch meine Größe…) Tulpenrock in kariert….. sieht sogar weniger schlimm aus, als ich mir das vorgestellt hätte. Der Kittel 106B wird hingegen auch als Kleid deklariert nicht schöner. Tunika 115 A… hm… irgendwie niedlich, aber auch bei Körbchengrößen jenseits von AA? Kleid 114 ist zwar gar nicht meine Größe, aber zeigt mit dem schräg geschnittenen Rockteil doch schön, wie man einen ganz schlichten Schnitt mit einfachen Mitteln interessanter gestalten kann.

Und im Karo-Trend dürfen wir dann auch kreative Accessoires gestalten. Einen Hut etwa. Wobei… man sollte nicht gerade die unsauber und schlampig genähte Stelle in Großaufnahme zeigen… Die karierten Stoffstreifen ausgefranst auf einen Espandrillo geklebt finde ich übrignes ganz lustig. Die karierte Schleife hingegen… (Und warum eigentlich „Friedensschleife“?) Ah, weil mal wieder ein verzweifelter Bezug zur Hippie-Zeit gesucht wird. Deswegen sind stoffumwickelte Plastikarmreife dann auch „Woodstock-Armreife“. Wenn wir keinen Bezug finden, dann stellen wir halt einen her. Irgendwie…

Als Konrast scheint die nächste Modestrecke dann elegant zu sein, in grün. Nicht so sehr meine Farbe, nicht weil sie mir nicht gefällt, sondern weil sie mir meist nicht so recht steht.

Burda JackeDabei gefällt mir Jacke 119 in A-Linie richtig gut. Die wäre sogar bis Größe 46 drin…. und man könnte sie sicher auch in rot oder blau nähen…

Burda KleidOder Kleid 117 mit der raffinierten Wickelung am Oberteil? Warum denn wieder nur bis Gr. 44? (Na gut, Satinglänzend sollte es nicht größer als 34 sein… aber aus mattem Wollgeorgette oder Seidencrepe sollte das doch auch gut aussehen…) Vielleicht sollte ich doch regelmäßig Cocktailbars aufsuchen, dann hätte ich auch Gelegenheit, so was zu tragen…. 😉

Der Tulpenrock mit Schleife vorne drauf… na ich weiß nicht, nicht wenn man älter als drei ist. Oder vielleicht noch mit 16. Aber da will man ja meistens cool aussehen, nicht süß. *g*

Burda KleidRaffiniert ebenso der Faltenwurf an dem sonst schlichten Kleid 118 in Kurzgröße. Um das zu sehen muß man allerdings mal wieder die Skizze bemühen, denn die Abnäher am Ausschnitt sind geschickt unter den Haaren verborgen. (Und ein näherer Blick zeigt, das mit dem Ausbügeln von Säumen, ohne Durchdrücken der Nahtzugaben sollte Burda noch mal üben… *g*)

Die Accessoires dazu sind dann nicht nur in grün, sondern auch in türkis, das ist ja schon eher was für mich. Farblich frische und ansprechende Kombination, aber nichts für mich dabei.

Die Nähschule zeigt diesmal Pattentaschen. Zwar ist der Blazer an dessen Beispiel die Verarbeitung gezeigt wird dunkelgrün, aber die Zeichnungen werden nicht besser sichtbar wenn man sie auch in dunklen Farben gestaltet. Außerdem sind sie recht klein, ob das so hilfreich ist, wenn man so eine Tasche noch nie genäht hat?

Dann wieder Werbung in eigener Sache für Burdafashion.com. Das Photo des Monats ist ja in der Tat recht süß.

Jetzt kommen noch mal Sommerkleider, das Titelmodell schaut man besser auf dem Titel an, denn das Bild im Heft zeigt mehr ein Cafe-Interieur, als das Kleid. Was Modell 123 zum „It-Girl“ qualifiziert wird nicht verraten. Nett ist es, gut. Aber sonst?

Burda KleidDa gefällt mir Modell 121 „Diva“ gleich viel besser. Ich fürchte, auf Raffungen stehe ich einfach. Und sogar bis Größe 46… Verlockend…

Bei Kleid 122 bin ich mir hingegen nicht sicher. Die Abnäher von der Schulter sind raffiniert, aber die Puffärmel dazu? Ich weiß einfach nicht… Modell 117 B ist schon bekannt, diesmal in gemustert. Der Schnitt kommt aber uni besser rüber.

Und das Maßkleid erinnert mich an eines, das ich mir schon vor Jahren nach einem Burdaschnitt genäht habe. Damals allerdings aus Jersey. Aber gut daß ich damals einen langlebigen Stoff genommen habe, der Schnitt ist offensichtlich noch aktuell. *g*

Weiter geht es mit dem passenden „Darunter“ für die Sommerkleider. Nichts, was man nicht schon gesehen hätte. (Inklusive der als „nutzlos“ aussortierten Sachen wie einem figurformendem Unterkleid. Wenn es so eng ist, daß es auch formt, dann schoppt es sich beim Laufen in windeseile hoch, bis man das ganze Kleid als uncharmante Wurst um den Bauch liegen hat. Zumindest bei mir. Gibt es jemanden, der so was schon erfolgreich eingesetzt hat?) Nur die Idee mit dem leichten Batistkleid unter Flatterkleidern… die hat eigentlich was. Das könnte ich mal ausprobieren.

Plusmode hat auch kleider. Hm, eher aus der „Stoffvierecke zusammennäh Fraktion“. Kleid 132 ginge als Nachthemd gut durch, 130 sieht aus wie die kleidsamen Kittel, die die Damen an der Fleischtheke tragen. gut, in dem Fall nicht in Pink… aber der Schnitt bleibt schmeichelhaft… *hüstel*. Kleid 134 ist ja noch ganz ganz nett, und bei 131 verdeckt das Model die vermutlich stark auftragende Raffung unter der Brust geschickt. 133 wäre vielleicht attraktiv, wenn ich Hemdblusenkleider mögen würde… Obwohl ich Kleider mag, diese begeistern mich nicht. 🙁

Burda AbendkleidDafür gefällt mir der Downloadschnitt 142 um so besser. Allerdings gehe ich selten auf Oscar-Verleihungen, von daher ist es auch nicht so schlimm, daß die Größe nicht paßt. 😉

Warum das Hemdblusenkleid unter „leichter nähen“ fällt erschließt sich mir jedoch nicht. Und egal welche Epoche, die Dinger sehen aus wie Kittelschürzen. (Was laut Text auch die Inspiration dafür ist…)

Burda KleidWobei, also diese Variante aus Leder (Kleid 128) und mit Reißverschluss…. nicht für meine Figur, aber das sieht generell heiß aus. Von der Hemdbluse ist da allerdings auch nichts mehr übrig. Außer vielleicht dem Vorderverschluß. Als vager Anklang.

Aber die geblümte Variante 125.. oh nö… truschig. echte Verschwendung eines Liberty-Stoffes….

Kurze Werbung für Lippenstifte… offensichtlich sind gerade alle Rottöne modern.

Beim Quiltkurs geht es in dieser Folge ans Quilten und ans Binding. Eine Handreichung ist das sicher, aber mehr auch nicht. ich weiß inzwischen, daß es alleine über das Anzeichnen des Quiltmusters ganze Bücher gibt…

Interessant der Blick auf Burdastyle. Da gucke ich ja nicht mehr so oft, seit das Einloggen nicht mehr geht. Und da es eine neue Software und überhaupt eine neue Site geben soll, bin ich nicht mehr motiviert, mich mit der alten auseinanderzusetzen. Aber alleine die Tunika Kyla mit dem Faltenwurf macht wieder Lust auf einen Blick…

Im Heft geht es dafür mit den Kindermodellen weiter. „Frische Brise“ besteht darin, daß eher konservative weiße Blusen und Hemden mit bunten Pünktchen und Streifenstoffen versehen werden. Schon niedlich, aber welche Kinder in dem alter (Größe 104-128) sind nicht niedlich? Immerhin, ein Hemd, Ein Blazer und eine Hose für Jungs sind mal wieder dabei. Kein großes Kunststück, dann Schnitte in dem Alter sind ja eh noch unisex.

Weiter geht es mit dem Bastelteil, die alte Découpage-Technik ist mal wieder dran. Die Asiatischen Plastikteller aus dem Chinaimbiß direkt auf den Tisch tapeziert hat was.

Aus den „kreativen Köpfen“ ist der „Atelierbesuch“ geworden. Vier Designer werden vorgestellt. Die Laser-Cut Platten aus Gold von Sabine Zechner gefallen mir mit den klaren Linien gut. Auch Channeljäckchen im Miniaturformat zum Anstecken von Anne-Marie Herkes haben was. Die anderen beiden sind mir dfinitiv zu verspielt. Wenngleich beides voll im Trend liegt. (So sagen meine Pariser Schaufensterbummel.)

Shoppingtips gibt es diesmal für London. Ob die jedoch irgendwie „geheim“ sind bezweifle ich dann doch. Von Liberty oder V V Roleaux habe auch ich schon gehört und ich kenne London nun gar nicht.

Tja, das war’s dann schon. Als Fazit: Einiges schön, aber anderes dafür um so gruseliger…

Rücken: fertig

Back: done

Pullover RückenteilIrgendwie geht das sogar schneller als erwartet, das Rückenteil ist schon fertig. (Schon seit einiger Zeit, wie gesagt, im Moment stricke ich wohl schneller als ich blogge…)

Für lange und dünne Männer strickt es sich offensichtlich auch recht zügig.

Progress is quicker than expected, the back is already done. (For a while, actually. Seems I’m knitting quicker than blogging at the moment….)

Knitting for long but thin men seems to be a rather quick thing.

Und falls ihr euch wundert, warum es so häufig Bilder vom Fortschritt gibt: Der künftige Eigentümer des Pullis liest mit. Immerhin hat er die Wolle auch schon bezahlt. 😉

In case you wonder why I’m blogging the progress rather often: The future owner of the sweater is reading here. And he already payed for the yarn… 😉

Ich glaub, jetzt hat sie’s! (Schnittanpassung mit System, Teil 8)

I think she’s got it! (Pants fitting shell, part 8)

Hose angepasstNachdem wir noch kräftig mit der Form der Schrittnaht gespielt haben war es so weit, die Hose kann in Position gebracht werden, so daß die Hüftlinie auch über der Hüfte verläuft. Und schon sind die Falten hinten weg.

Da die Hose am Oberschenkel vorne noch etwas eng war (zumindest beim Bewegen) haben wir an der inneren Schrittnaht noch einiges zugegeben, mehr an der Vorderhose als an der Hinterhose. (Denn diese Änderung war dann schön in „Pants for any body“ beschrieben.“

After we altered the shape of the back crotch line several times it is done: The pants can be pulled up into a position where the hipline matches the hip all around and voilà, the wrinkles are gone!

The pants then were still a bit tight on the front thighs so we added width on the inner leg seam, more on the front. (This alteration is described in „Pants for any body“)

Bleiben dann nur noch kleinere (?) Probleme: die endgültige Bundlinie bestimmen und eine Möglichkeit zu finden, den Bund so zu arbeiten, daß die Hose auch an dieser Stelle bleibt. (Falls es außer dem Gebrauch von Hosenträgern eine solche gibt…)

Frau mhs hat wohl recht, der entscheidende Punkt für diese Anpassung waren vermutlich nicht die aufwendigen Schritte aus der Vogue Fitting Shell (oder nicht nur), sondern daß die Probehose eine Markierung für die Hüftlinie hatte. So konnten wir immer überprüfen, wo die Hose hin muß. Und die letzten Schritte dann mit der „Pants for any body“ Methode durchführen. Die wir früher schon erfolglos angewandt hatten, aber vermutlich einfach nicht an der richtigen Stelle.

So there remain minor (?) problems: finding the desired position for the waistband and finding a technique to make that waistband in a way that it keeps the pants actually there. (If that technique exists other than using suspenders…)

I think Frau mhs is right when she states that the crucial point was not (or not only) all the way through the vogue fitting shell, but to have the hip line marked on the musslin. So we always could see where the pants were supposed to sit on the body. And then the steps from „Pants for any body“, that we had tried on other patterns before and which had not worked then, could make the pattern work. Probably because we used those alterations then on the right spot this time.

Revue de Presse: Knipmode mei 2009

Da sich die Burda diesen Monat als schwer zu finden erweist (mein Supermarkt hatte sie nicht), bin ich um so dankbarer, daß mein Bruder mal wieder mit einer Knip unter dem Arm vorbei geguckt hat. Also wieder eine Bilderschau…

Knipmode Mai 2005

Das erste Thema sind wohl Blumenmuster in groß und klein. Vorgeführt werden diese wohl von ganz normalen Frauen, mit ganz normalen Figuren. Von groß und sehr schlank bis rundlich. Und ich mag sie alle. (Weniger gerne mag ich, daß die Schemazeichnungen zu den Modellen mal daneben abgebildet sind, mal eine oder mehrere Seiten weiter. Gerade bei Mustern erkennt man den Schnitt ja oft schlecht.) Und obwohl mich vor allem Kleider mit Blumenmustern ja immer unwiderstehlich anziehen, gefällt mir diesmal die Jacke 6 mit der Raffung vorne besonders gut.

Knipmode KleidschnittWeiter geht es mit Freizeitmode. Wobei die Größenangaben hier verwirrend sind. Vorne im Heft ist 34-46 angegeben, im Anleitungsteil 44-56. (Zahlen lesen geht auch ohne Niederländischkenntnisse.)

Und erst der Anleitungsteil zeigt wie interessant Kleid 13 ist. Auf dem Photo sitzt das Model in guter Burda-Manier. Dabei wüßte ich doch wirklich gerne, wie das im Stehen fällt. Die Tunikaschnitte sind hingegen eher „Moppelstandard“. Und warum man für eine eigentlich recht gerade Leinenhose (so sieht das Material zumindest aus) unbedingt einen dehnbaren Stoff verwenden soll erschließt sich mir auch nicht. Leinen mit Elasthan gibt es zwar, es erschwert aber die Stoffsuche.

Die „one size fits all“ Sarouel-Hose mag zwar hochmodisch sein, häßich ist sie trotzdem 🙂 Gleiches gilt für den überriesigen Parka in knallgelb. Wobei die Farbe nicht der Knackpunkt ist. Und ein Hemdblusenkleid ist auch langweilig, egal wie bunt es ist.

Einen „Schnelltip“ gibt es auch, eine Jeans mit Nieten und Borte aufmotzen. Nun gut.

Dann gibt es einen Artikel über.. Stoffe, denke ich. Also weiter mit den Bildern.

Anschließend gibt es einige der Schnitte noch mal in lila, also gut, wirklich eine unvermeidliche Farbe dieses Jahr. Und Jacke 6 kommt einfarbig beinahe besser zur Geltung. Wohingegen der Riesenparka in lilakariert… nicht schöner wird.

Der nächste Teil scheint um Blusen und Oberteile zu gehen. Abwechslungsreich und tragbar.

Spannender ist der „Origami“ Teil. Interessante Faltungen. Kleid 16 gab es schon mal geblümt, aber jedesmal muß das Model die Brustpartie verdecken.. die ist das interessante Detail und man fragt sich schon, ob das nur Ungeschick ist oder ob das nicht sitzt? Aber auch die anderen Details mit Faltungen und Smok gefallen mir größtenteils sehr gut. Smarte Details für den eineinhalbten Blick.

Doch diesmal ist das nicht alles, es gibt noch ein Sonderheft mit Rockschnitten. In allen Längen und Formen.

Rock aus Knipmode mai 2009Besonders angetan hat es mir dieser Doppelrock, der von Prada inspiriert ist. (Die meisten Röcke in diesem Sonderheft sind vom Catwalk inspiriert.)

Auch Rock 108 (ebenfalls Prada-inspiriert) könnte ich mir vorstellen, obwohl er wohl meiner Figur nicht so zuträglich wäre.

Ich sollte wohl wirklich endlich mal was nähen, aus der Knip….

Summary in English: I don’t speak dutch, but the pics of Knipmode can talk for themselves. Again I like several styles, especially the dress 13 that is probably large sized and the Prada-inspired skirt. But also the graphic style of the „Origami“ inspired pieces. It’s a pity, they don’t show more on there webside…

I should start sewing something from knipmode, as I always like some of the styles…

Jäckchen für einen kleinen Knaben

Jacket for a baby boy

BabyjäckchenUnd jetzt gibt es natürlich auch noch ein Bild von der fertigen Jacke.

Der Schnitt müßte aus einem Burda-Babyheft gewesen sein, allerdings ist davon nicht viel übrig.

Für kleine Jungs ist es ja immer etwas schwieriger als für Mädchen, aber die „fruchtigen“ Knöpfe und das eher sportliche Design gefallen mir dafür gut.

Und der Mami des Kleinen gefällt es auch. 😉

After you’ve followed my alterings of pattern and design here’s a pic of the finished jacket.

I think the pattern was from burda, from the old times when they had special issues with baby clothes. But there isn’t much left from the original pattern…

Designing for little boys is always a bit of a challenge, because design options are not so obvious as for girls. But I like the „fruity“ buttons and the very casual style.

And little boy’s mummy likes it, too. 😉

Aus dem Archiv

From the archives

Mai 2006:

Mai 2007:

Wir verlassen den Pfad der Tugend (Schnittanpassung mit System, Teil 7)

We are leaving the path of virtue (Pants fitting shell, part 7)

Hose hintenBevor wir uns wieder an die Hose machten, habe ich noch mal den Punkt kontrolliert, den ich beim letzten Mal etwas aus den Augen verloren hatte. Nämlich wo die Hüfte sitzt. Und da war das Ergebnis recht eindeutig, die Hose muß hinten tatsächlich noch weiter hoch, damit die Hüftlinie der Hose auch auf der Hüfte von Frau mhs sitzt.

Also haben wir die recht einmütigen Kommentare (vielen Dank noch einmal!) beherzigt und an der inneren Beinnaht oben noch einmal 2 cm zugegeben.

Wie das Bild zeigt, reicht das aber immer noch nicht.

Before we decided how to continue with the pant I checked something I had nearly lost out of sight the last time: the hip level. The result was quite clear, to get the pants on hip level we had to raise it even more in the back middle, to match the hipline of the pants with the hipline of Frau mhs.

The hints in the comment section (Thanks a lot!) were clear, so we did what was recommended, adding another 2cm to the back pants on crotch level.

This is still not enough, as the pic shows.

Doch jetzt habe die Falten eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Abbildung aus Pants for any body. Da uns die Vogue Anleitung ja inzwischen völlig im Stich gelassen hat, habe ich Frau mhs überredet, doch in diese Richtung weiter zu machen. (Zugegebenermaßen einfach aus meiner Sicht, ich habe die Arbeit damit ja nicht.) Das bedeutet, die Schrittkurve am Hintern muß noch tiefer ausgeschnitten werden. Und eine etwas andere Form bekommen soll.

Jetzt kann ich auch nur die Daumen drücken, daß das funktioniert.

But now the wrinkles resemble those on one of the illustrations of Pants for any body. As the Vogue instructions are of no help any longer I convinced Frau mhs to go on with that. (I have to admit that it’s easy for me, because she will have to do the work.) This means the crotch curve has to be cut deeper again. And the shape should change also.

I really do hope, that this brings the desired result!

Jetzt geht’s schneller

Now I’ll speed up

ArmausschnittIch habe ja versprochen, daß ich versuche, meine Strickfortschritte endlich zeitnah zu posten, deswegen gibt es jetzt schon wieder eine neues Bild.

Ab hier geht es nämlich schneller weiter: Ich habe die Abnahme für den Armausschnitt beendet, das sind schon 32 Maschen weniger, das merkt man in jeder Reihe.

Am Muster habe ich eine kleine Änderung vorgenommen: Ich lasse eine Rippe rechter Maschen am Armausschnitt entlang hochlaufen. Das gefällt mir besser. Keine große Sache, aber offensichtlich kann ich einfach keine Anleitung benutzen, ohne wenigstens ein bißchen was zu ändern. *g*

As I’ve promised to post my knitting progress more up to date, here is more knitting news.

From here my knitting will speed up, because I did the decreases for the armhole, that makes 32 stitches less, that is enough to feel the difference in every row.

Here I made a small alteration of the pattern: I decided to have a rib of two stitches going up next to the armholeshaping. Not a big deal, but evidently I can do no pattern without changing something… *g*

Abstepptrick für Ärmel und Hosenbeine

Topstitching sleeves and pants

Der „nach innen drehen“ Trick ist nicht für für enge Öffnungen praktisch, sondern auch wenn man Ärmelnähte oder die Hosenbeinnähte absteppen will. Vor allem wenn es beide Hosennähte sein sollen, wenn also das Hosenbein nicht mehr flach gelegt werden kann.

Turning to the inside is not only useful for hemming small openings, but also when you want to topstitch sleeveseams or the seams on pant legs. Especially when you want both seams topstitched.

ÄrmelAuch hier darf wieder der Ärmel meiner Babyjacke als Beispiel her halten.

Die Ärmelnaht ist geschlossen, die Nahtzugaben liegen auf der rechten Stoffseite (weil sie ja sichtbar sein sollen) und sind mit einer scharfen Schere auf einen Zentimeter zurückgeschnitten. In Saumbreite sind sie stärker zurückgeschnitten, denn da werden sie nicht sichtbar sein und sollen nicht mehr auftragen als nötig.

Again the sleeve of the baby jacket.

The sleeveseam is closed, the seam allowances are on the right side of the sleeve (I want it visible, you remember). I had cut them back to 1cm with sharp scissors after closing the seam. On that part that is going to be the sleeve hem I trimmed them as much as possible to avoid bulk.

ÄrmelJetzt kommt wieder der bekannte Schritt, der Ärmel wird auf links gedreht.

Nix geheimnisvolles… 😉

Now the well known step: turning the sleeve. Left side is out now, right side is in.

No hidden secret…. 😉

Ärmelnaht absteppenUnd schon kommt der Ärmel wieder unter die Nähmaschine.

Wir fangen oben an und nähen uns quasi in den Ärmel hinein.

Wichtig ist nur, an der größeren Öffnung anzufangen, beim Ärmel also oben und nicht am Saum.

Then we can start sewing.

We start at the top of the sleeve and sew our way down to the bottom.

Just start at the side with the wider opening. Which is the top of the sleeve and not the hem.

Ärmelnaht absteppen

Und dann einfach unbeirrt weiter nähen.

Dabei muß man den Stoff immer ein kleinen Abschnitten grade unter den Nähfuß legen, aber man kommt eigentlich in jede Öffnung, in die der Nähfuß hinein paßt.

Then just sew. Don’t be irritated by nothing.

You’ll have to (re)adjust the fabric in front of the pressure foot several times. But don’t worry, you can topstitch anything, as long as the opening is large enough to let the presser foot pass.

Ärmelnaht fertigUnd so sieht das Ganze aus, wenn man am Ende der Naht angekommen ist.

Der Ärnel steht quasi um den Nähfuß herum in der Nähmaschine.

(Wenn man es mit einem langen Hosenbein zu tun hat, dann ist das natürlich viel Stoff und kann futzelig werden, aber es geht.)

That’s how it looks, when you reach the end of the seam.

The presser foot is more or less inside a standing sleeve.

(If you have a long leg of a trouser there will be quite a lot of fabric and sometimes handling all that fabric is a bit complicated. But it is possible.)

Ärmel fertig abgesteppt.Danach wird die gleiche Prozedur für die andere Nahtzugabe wiederholt und anschließend kann der Ärmel wieder auf rechts gedreht werden.

Und voilà, die Ärmelnähte sind abgesteppt. Ohne Seitwärtstransport oder andere teuere Nähmaschinenfeatures.

Repeat the procedure for the second seam allowance and then turn the sleeve back, right side is on the outside again.

And voilá, topstitched sleeve seams, without side transport or other fancy and expensive sewing machine features.

Noch ein Knäuel weiter

Another ball of wool

Rückenteil, Anfang Knäuel dreiDa ich ja schon seit vor Ostern an dem Pulli stricke bin ich inzwischen natürlich ein Stück weiter. (Mit dem Posten von dem Pulli bin ich definitiv hinten dran, aber ich gebe mir Mühe, aufzuholen und künftig aktueller zu berichten.)

Das erste Knäuel gab ja nicht mehr so viel her. Nach den ganzen Maschenproben reichte es kaum über das Bündchen hinaus.

Mit dem zweiten kam ich dann doch schon weiter, wie man sieht. Nicht so gut gefiel mir allerdings der Knoten im zweiten Knäuel. Das ist jetzt nicht so ganz die Qualität, die ich schätze. Mal sehen, wie das weitergeht…

As I started this sweater before Easter there is of course some progress since then. (I’m a bit behind with my postings of my knitting, but I’m trying to catch up and being more up to date in the future.)

What was leftover from my first ball after the swatching didn’t bring me far, just the cuff and two more rows. That was it then.

The second ball did bring me much further, as the picture shows. What I was less happy with is the fact, that the yarn was broken and the ends knotted together towards the end of the ball. That is actually not the quality of yarn I prefer. So I hope this will not happen on every second ball…

Garn neu anknüpfenAußerdem habe ich mal eine neue Technik ausprobiert, das Garn des neuen Knäuels anzuknüpfen.

Bisher habe ich immer einfach aufgehört, ein neues Knäuel angefangen und dann eben die Enden vernäht. Bei Socken habe ich auch schon mal einfach Ende vom einen und Anfang vom nächsten Knäuel miteinder verdrillt und dann über einige Maschen beide Fäden zusammengestrickt. Für einen Pulli will mir das jedoch nicht gefallen, ein bißchen sieht man es doch.

Ich habe aber auch Anleitungen gesehen (ich kann mir dummerweise nie merken, wo ich was gefunden habe, deswegen kann ich auch nie nachgucken, wie es genau ging), bei denen der Faden geteilt wird, dann die Hälfte vom alten mit der Hälfte vom neuen Garn zusammengedreht wird und dann einige Maschen mit diesem „halb-halb“ Garn gestrickt werden, bevor man ganz auf das neue Knäuel wechselt.

Gut, das funktioniert… aber wo der Vorteil ist, erschließt sich mir nicht ganz. Jetzt habe ich auf der Rückseite halt zwei Mal zwei halbe Faden, statt zwei Mal einen ganzen Faden zum Vernähen. Da fehlt mir wohl noch der entscheidende Punkt?

Also I decided to try a new technique for joining the new ball.

So far I had just stopped at the end of one ball when the yarn got to short and knitted the next stitch with the new ball. And at the end I had to weave in the ends, of course. On socks often I just twisted both ends over some centimeters and knit some stitches with that „double yarn“. For socks okay, but not for a sweater, because it remains a bit visible.

Sometime ago I’ve seen somewhere (I never remember where I’ve found something, I just remember the facts, so I can not look again, what it was exactely) another techniques: You untwist the end of both balls and separate them into two strands each. the you twist together one half of the old ball and the other half of the new ball and knit some stitches with that newly twisted yarn before you go on with the new ball alltogether. Well, that works nicely, but I must have missed the point somewhere. Instead of two dangling strands of yarn I have four half strands of yarn dangling. (And to weave in at the end.) So, what’s the point?