Revue de Presse: burda classics, Automne/hiver 2013/2014, Hors Série N° 47H

Titel Burda classics, französische AusgabeDieses Heft scheint Burda erneut vor den deutschen Leserinnen verstecken zu wollen. Wobei ich inzwischen neben der französischen mindestens noch eine spanische, eine englische, eine niederländische und eine polnische Ausgabe entdeckt habe. Nur die Burda-Webseiten schweigen sich entweder darüber aus oder halten das Thema sehr klein. Hat mich natürlich nicht davon abgehalten, mir in Paris eine Ausgabe zu besorgen…

Der Gesamteindruck ist diesmal etwas weniger „Vintage“ als bei der ersten Ausgabe, es bleibt aber bei klassischen Formen für elegante aber auch sportliche Kleidung, die mehr Stil als hippen Trend verkörpert.

Das erste Thema ist „citadine“, also Mode für die Stadt und das Büro.

Kleid BurdaMein persönlicher Favorit ist, wie könnte es anders sein, das leicht ausgestellte Kleid mit Wiener Nähten. (Freundlicherweise sogar bis Größe 50 im Heft.) Diese Schnittform kann an jede Figur angepasst werden und mir ist noch kaum eine Frau begegnet, der sie nicht steht. Denn Details wie Ärmellänge, Rocklänge oder Ausschnittform sind einfach zu verändern. Auch den Rock weiter oder schmaler zu gestalten ist ein anfängertaugliches Projekt. (Und die weißen Aufsetzkrägen sind in Paris gerade in vielen Schaufenstern zu sehen….) Ein weiteres Bild zeigt dann auch gleich, wie eine Steppjacke für einen völlig anderen Look sorgt.

Daneben zeigt Burda Blazer in unterschiedlichen Längen, die mit Hose oder Rock kombiniert werden können, sachlich gestreift oder etwas verspielter mit Pelzkragen. Und der weite Mantel ist gerade sogar wieder ziemlich im Trend.

Einen ausführlichen und bebilderten Artikel gönnt man dann dem französischen Handschuhmacher Georges Morand. Was bei mir sofort das Bedürfnis nach langen Lederhandschuhen weckt. (Okay, das muß nicht wirklich geweckt werden…)

Jacke BurdaWie schon von der letzten Ausgabe gewohnt werden die Schnitte neu kombiniert und präsentiert, im zweiten Thema à la campagne, also auf dem Land. Statt glatter Wolle also Tweed, Cord oder Karos. Und natürlich Steppstiff, wie für den blauen Anorak. Mit dem Hüfgürtel verbietet sich der zwar für mich, gefällt mir aber grundsätzlich gut. Auch in Kombination mit dem Maxirock, Mehrfach gut in Szene gesetzt wird hier dann auch ein Raglanschnitt mit raffiniertem Fältchen an der Ärmelansatznaht. Und nicht nur als Shirt, auch als Jerseykleid, das bequem ist, ohne ein Sack zu sein.

Stärker Vintage angehaucht wirkt für mich die Umsetzung in Pastellfarben. Obwohl der Maxirock erst in den 1970ern kam hat es doch sehr was von den süßen 60ern. Mit rosa Plüschkragen oder der schmalen Pelzborte am Shirt. Aber das Heft zeigt ja genügend andere Umsetzugnsmöglichkeiten der Schnitte…

(Eine Accessoiresseite dazu hat man wohl als Idee aus dem Monatsheft geklaut. Und die Bilder mit den lschimmernden Pudern sogar vollends, oder? (Wo habe ich das Heft denn… mal vergleichen…))

Von Ina Statescu hatte ich bislang nichts gehört, aber ihre poetisch und aufwändig bestickten Kleidungsstücke laden zum Träumen ein. Diese ausführlichen Vorstellungen gefallen mir wirklich gut.

Gehrock BurdaDie letzte Strecke wendet sich der Abendmode zu. Dabei sind dann noch mal zwei Kleiderschnitte, die sonst nicht im Heft auftauchen, lang oder kurz.

Aber an dem Gehrock aus Samt kann man endlich mal ein wenig den raffinierten dreieckigen Einsatz im Schnitt auch im Stoff erkennen. Bis Größe 48… gefällt mir auf alle Fälle so gut, daß es ein heißer Kandidat zum Nähen für mich ist.

Ja, auch diesmal finde ich es bedauerlich, daß man uns in Deutschland dieses nette Heft für 6,50 € (französischer Preis) nicht gönnen mag.

Wer aber einen langlebigen Kleidungsstil mag und in eines der Länder kommt, in dem sie erschienen ist, dem kann ich nur empfehlen, einen Blick reinzuwerfen. Und sie ggf. auch mitzunehmen. 🙂

(Die Bilder sind als Zitat zu verstehen, die Rechte dafür liegen beim Verlag.)

Revue de Presse: fait main N° 382 (Novembre 2013)

Titel Fait Main pas à pasDie Novemberausgabe der französischen Fait Main hat wiederum den Weg in meine Hände gefunden. Der Titel ist sportlich, das Editorial bereitet uns auf das Thema „Herbst“ vor. Was jetzt keine Überraschung ist.

Inzwischen weiß ich schon, erst mal kommen Bücher, Schwerpunkt eher auf dem Dekorativen im Haus, genäht, aber auch mit Kreuzstich verziert. Oder in der französischen Variante des Quiltens: als Boutis.

Auch die muntere Produktschau vom Auto-Kindersitz bis zu Vitaminampullen fesselt mich jetzt nicht wahnsinnig.

Da gefällt mir die erste Modestrecke schon besser „Tradition revisitée“ heißt es. Als irgendwie traditionell/ klassisch, aber auch modern. Jackenschnitt A mixt irgendwie die groben Details der Bikerjacke mit dem Chaneljäckchen. Das ganze aus grobem Wollstoff… gefällt mir. Sogar für mich, wenn die Größe stimmen würde. Dazu eine schmale Hose… Daumen hoch. Wintershorts mit kurzer Weste sind mein Geschmack ausgesprochen nicht. Aber man sieht beides auf den Pariser Straßen. Ebenso wie den schmalen Minirock (der im Moment unvermeidlich scheint). Der gefällt mit (passende Beine vorausgesetzt) schon deutlich besser, auch aus großem Karo. Zum Oberteil kann man eigentlich nichts sagen, was sieht man schon bei schwarz? Dafür ist Bluse D (vom Titel) absolut gelungen. Klassische Form mit interessanten, schrägen Teilungsnähten und einem großen Kragen, der dem Modell einen lässigen Touch verleiht. Die Anleitung für die Ballonmütze ist auch dabei.

Das Thema Schnittänderung bleibt bei Hosen, diesmal für einen runden Bauch oder kräftige Oberschenkelmuskeln. (Warum allerdings in der Zwischenüberschrift von der Anpassung eines Rockes die Rede ist…? *g* )

Das erste Strickmodell ist zwar grob genadelt mit 9er Nadeln, aber der Kurzmantel im Perlmuster sieht kuschelig und gut aus. Nur das zu stricken wäre mir wohl zu langweilig. (Und schöner ausgearbeitet Schultern wären auch kein Fehler…)

Kleid aus Fait Main pas à pasDas ewig Weibliche, l’éternel féminin, feiert die nächste Modestrecke. Daß ich ein sclichtes Kleid E aus rotem Samt toll finde muß ich wohl nicht sagen? Der Schnitt geht nur bis Größe 44, aber da könnte ich meinen Basisschnitt spielend anpassen. Zumal der Witz in den Details liegt: breite Satinbänder an den Ärmeln und am Rücken geben eine beinahe sportliche Linie vor. Der weiße Extrakragen wäre für mich hingegen verzichtbar…

Rock Fait Main pas à pasDafür begeistert mich Rock F um so mehr. an sich ein schlichter, gerader Rock, der aber mit dem (wieder an Bikerjacken erinnernden) schrägen Reißverschluss sowie dem D-Ring Gürtelchen wirkliche Hingucker Details präsentiert. (Für den Pseudo-Gürtel gibt es dann noch eine Photo-Anleitung.)

Die sternförmigen Sofakissen sind ja zumindest mit Blick auf die kommende Weihnachtszeit nett, aber reißen weniger vom Hocker.

Auch der kraus gestrickte Pulli mit Pompoms muß aus meiner Sicht eher nicht sein.

Am Thema „Eule“ kommt man auch hier nicht vorbei. (Kein Wunder, die Pariser Touri-Shops und „sonstige Nutzlosigkeiten“-Läden haben sie auch in allen Varianten.) Hier als Handyladestation mit groben Handstichen genäht und appliziert. (Also… die Eule ist ja süß, aber ich kann es nicht mehr sehen…)

Direkt vom Laufsteg geklaut hat man sich hingegen die Offiziersjacke H mit Epauletten und doppelreihiger Knöpfung. Damit sich Burberry nicht beschwert natürlich aus anderem Stoff. 😉

PonchoErfreut hat mich auch der asymmetrische Poncho. Den hatte ich vor kurzem auf Ravelry schon gesehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn stricken werden, aber die Idee, die sonst nackte Seite mit einem langen „Handschuh“ zu versehen finde ich schon mal gut. Vermutlich immer noch zu kalt, aber definitiv witzig. (Wobei ich den Ärmel nicht zusammennähen, sondern gleich in der Runde stricken würde.)

Neid dann bei dem ausführlichen Veranstaltungshinweis für Lyon: Ein Seidenmarkt, der traditionellen Seidenstadt angemessen. *hinwill*

In Paris und in Bordeaux gibt es im November auch kreative Veranstaltungen. Auch nicht für mich.

Die Leserinnenwerke die gezeigt werden gehen schon ein wenig nach dem Motto „kleine Kinder gehen immer“. Immerhin nähen die Französinnen auch nicht so hektisch, da sind auch Modelle von 2009 dabei und werden des Vorstellens würdig befunden.

Die Plus-Größen bekommen diesen Monat  nur Oberteile. Den Blazer I finde ich nett, der Strickmantel J hat auch Charme, die Tunika hingegen ist etwas fad (gut, da soll der Stoff wirken) und Caban ist nicht meine Lieblingsjackenform. Und die Weste hätte einen tollen Schnitt mir großem Kragen und schrägem Reißverschluß.. wenn sie Ärmel hätte… *g*

Eine weitere Photoanleitung setzt sich mit der Änderung an einer fertigen Hose für einen flachen Po auseinander. Erst zurückschneiden und dann die genähte Änderung anprobieren finde ich ja etwas kühn, aber ich bin da zugegebenermaßen auch sehr ängstlich, was schneiden betrifft.

Gestrickt dann ein schlichter Pulli mit Plüscheffekt aus Wuschelgarn. Irgendwie nett, aber nicht wirklich aufregend.

Was die (Spitzen)Werke aus Silikon von Tzuri Gueta hingegen sind. Während ich überlege, woher mir das bekannt vor kommt lese ich auch schon die Adresse seines Ateliers und Show-Rooms: Ich sags ja, der Viaduc des Arts ist es immer Wert!

Überraschend gibt es dann noch ein Strickwerk für dünne Nadeln, für Babies (3 Monate und 6 Monate) nun definitiv sinnvoler.

Mit dem Kleid und dem Cape für Mädchen von 2-8 kan ich mich nicht so recht anfreunden. Das ist mir zu kittelig und ein Cape, das vorne nur mit Bändchen geknotet wird nicht warm genug.

Asuführlich bebildert ist dann die Anleitung wie man aus einer alten Tür eine kleine Schminkecke baut. Säge und dann viel Kleber. Ich bin ja mehr der Schraubenfreund, aber so bekommt man auf alle Fälle ein Möbel, was eine kleine Ecke sinnvoll nutzen kann.

Danach wieder ein Strickpullunder, Streifen in Grau- und Schwarztönen und alles arg kastig. Nun ja… muß nicht sein.

Auch die Hinweise auf Kaufmode kann ich schnell überblättern…

… und mich dafür dem ausführlichen Bericht über den renovierte Palais Galliera und die gerade stattfindende Azzedine Alaïa Ausstellung widmen. Macht absolut Lust auf einen Besuch…

Und eine weitere Kreativ-Messe in Bordeaux neidisch. Entweder gibt es in Frankreich mehr oder die Information darüber ist besser.

Im Ganzen jedenfalls nette Sachen im Heft… das nächste werde ich wohl leider nicht erwischen. Aber vielleicht das übernächste wieder…

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen natürlich beim Verlag.)

 

 

Aus dem Blogarchiv

Knitting, sewing and fashion-related posts from long ago

November 2005:

November 2006:

November 2007:

November 2008:

November 2009:

November 2010: Verstrickter Monat. (Full of knitting)

November 2011: Fleißiger Monat (Busy Month)

 

Luftige Reste für den Hals

Lacy remnants for the neck

gestrickter HalsschmuckIn meiner Oktoberübersicht habt ihr sie ja schon gesehen, die leichte Halskette. Jetzt ist sie endlich fertig.

In my flash overview from october you’d already seen it, the little necklace. Now I’ve finally finished it.


Die Anleitung ist „Clover Lace Choker“ von Crystal Guistinello, die ich auf ravelry gefunden habe. Da mein Garn („Dream“ von Tahki Yarns) dicker ist und ich keine Maschenprobe gemacht habe ist es bei mir kein Choker sondern eher eine Kette geworden. Die mir aber auch gut gefällt. (Nur dummerweise zu nichts paßt, was ich habe. Also mal sehen, wo die am Ende landet. 😉 )

The pattern is „Clover Lace Choker“ by Crystal Guistinello and I found it on ravelry. Since my yarn („Dream“ by Tahki Yarns) is thicker than what the pattern prescribes and I did not make a gauge swatch I ended up with a necklace instead of a choker. But I like it anyhow. (Stupidly it doesn’t fit any of my clothes… so let’s see where it will end. 😉 )

Bibi Bleubär

Bibi Bleubear

Den kleinen Kerl habt ihr ja in meiner Vorschau schon gesehen, jetzt ist er nicht nur fertig, sondern auch einmal abgelichtet. (Ich hätte doch die andere Kamera nehmen sollen… die kleine war mit der Belichtung mal wieder heftig überfordert.)

This little guy you have already seen in my preview. Now it is not only finished, but also photographed. (I should have taken the other camera, the small one had evidently a hard time to catch the colors…)

Auch Bibi Bleubär ist nach dem Buch von Aranzi Aronzo entstanden und verbraucht ein wenig Reststoff von meinem Schlafanzug. Entgegen der Anleitung habe ich das Gesicht vorher aufgestickt bzw. aufgenäht und dann den Bär zusammengenäht.

For Bibi Bleubear I used again the book by Aranzi Aronzo and it uses a bit of the remnants from my pyjama. Again I ignored the instructions and did embroider/sew the face first and sewed it afterwards.

Jetzt muß ich mir nur noch überlegen, was ich damit mache….

So let’s see what will become of it….

(P.S.: Ich habe gesehen, daß ich ein Stöckchen bekommen habe. Das braucht aber ein wenig Zeit, kommt aber noch. 🙂 )

 

Knipmode 07/2010, Modell 16/Blouse (Tunika)

The English version you’ll find at Pattern review.

TunikaMeine graue Hose soll auch noch das eine oder andere Oberteil bekommen. Und diese Tunika sah sehr süß aus, zumindest auf der technischen Zeichnung. Auf dem Photo erkennt man ja nicht so viel.

Da ich mit Knip aber noch nicht so viel Erfahrung habe (und ein neuer Pyjama fällig war), sollte es erst mal ein Schlafanzugoberteil werden.

Dafür habe ich mir bei Sacrés Coupons in Paris einen (bzw. 2) schöne Hemdencoupons gekauft, eine glatte Baumwollpopeline. Mit leichter Neigung zum Knittern. Aber ist ja für’s Bett.

TunikaDer Schnitt ist im Plus-Größen Spektrum und laut Maßtabelle habe ich in Größe 48 zugeschnitten, zur Hüfte auf 50 erweitert. Dann habe ich oberhalb der Taille um 2cm gekürzt. Eine FBA habe ich nicht gemacht, denn laut Maßtabelle bin ich sogar etwas unter dem angegebenen Brustumfang.

Die Manschetten und die äußere Ausschnittblende sowie die Belegstücke für den Schlitz habe ich im schrägen Fadenlauf zugeschnitten. Ich wollte gleich sehen, wie das aussieht, denn mein „endgültiger“ Stoff hat auch Streifen.

Die Anleitung konnte ich nur weitgehend ignorieren, weil ich nicht wirklich niederländisch verstehe. Vliseline 180 hatteich nicht, daher habe ich teilweise Gewebeeinlage und teilweise G785 genommen, weil die noch da waren. Für den Halsbeleg gibt es einen Bildernähkurs, dem ich dann auch weitgehend gefolgt bin. (Für die Knopfschlaufen habe ich fertige Kordel genommen, statt Bändchen zu nähen.) Intuitiv hätte ich das anders gearbeitet. Und bin mit dem Ergebnis auch nicht wirklich zufrieden. Die linke Seite sieht recht gemurkst aus, da wäre etwas handheften und eine andere Reihenfolge vermutlich schöner gewesen.

Ob man die innere oder äußere Lage des Ausschnittes bzw. der Manschetten verstärken solle konnte ich der Anleitung nicht entnehmen. An einigen Stellen habe ich auch Paßzeichen vermißt. Oder genauere Angaben, auf welcher Breite man nun die Vorderteile genau einhalten soll. (Im Nachhinein hat sich herausgestellt, daß es etwas mehr hätte sein sollen.) Oder wie tief nun der Untertritt der Manschetten geplant war. Die kamen mir ohnehin etwas weit vor. (Gut, vielleicht stand das irgendwo im Text, wo ich es nicht verstanden habe.)

Nicht so toll fand ich weiterhin die Saumverarbeitung: Den stark gerundeten Saum zwei Mal einschlagen…. wird nicht soooo schön.

RundumansichtDas Ergebnis ist… definitiv ein Schlafanzug.

Bei meiner Oberbekleidung mag ich es nämlich nicht so gerne, wenn jeder freie Sicht auf das Unterbrustband meines BHs hat. Und damit meine ich nicht, was man durch den Schlitz sehen kann. Der fängt da nämlich gerade an. (Geschickt versteckt, auf dem Photo im Heft, muß man sagen.)

Und die Paßform sagt, daß Knip und ich nicht füreinander geschaffen sind. Wie schon beim letzten Versuch steht der Ausschnitt häßlich ab (was man auf den Bildern nicht mal so gut sieht). An der Rückseite wäre auch noch so einiges zu ändern… Gibt es eine „Fettarsch-Änderung“? :o) Am meisten überrascht mich, wie eng es um die Brust ist. Angesichts der Tatsache, daß ich noch etwas unter dem Brustumfang der Maßtabelle liege…

SchlitzbelegIn der Konsequenz heißt das, daß ich von Knip erst mal die Finger lasse, bis ich mal viel Zeit habe, das gründlich zu erforschen. Denn es sind oft Schnitte mit schönen Details drin.

KnöpfeMit Details habe ich übrigens nicht gespart. Sowohl der Schlitzbesatz wurde abgesteppt, also auch habe ich dem Oberteil schöne Rosenknöpfchen gegönnt.

Es wird also beim Schlafanzug bleiben, als Oberteil zur Hose suche ich mir einen anderen Schnitt. Hauptgrund dafür ist jedoch nicht die chaotische Paßform… das Oberteil paßt in der Proportion gar nicht gut zur Hose. Das konnte ich damit nämlich auch testen. 🙂

Jetzt schon für Weihnachten stricken…

Start Knitting for Christmas now…

gestrickter BaumDer Sommer ist vorbei, Weihnachten steht quasi vor der Tür…

Summer is over, Christmas is nearly there…

Und ich hatte da noch dunkelgrüne sowie braune Wollreste, Füllwatte sowie allerhand Perlen und Pailletten.

And I had some dark green and brown wool, stuffing, and some beads and sequins.

Gestrickter WeihnachtsbaumEin prima Resteprojekt, man braucht weniger als 20m von der grünen Wolle und zwei Stricknadeln. Die sollten etwas kleiner sein, als man das normalerweise machen würde, dann das Gestrick soll recht dicht sein.

It is nice to use up some remnants, you need less than 20 m of the green wool and two knitting needles. Size a little smaller than what you would normally choose, because you want a dense gauge.

Der Stamm wird dann mit knapp zwei Metern brauner Wolle gehäkelt.

The trunk is crocheted, with less than 2m of brown wool.

StrickbaumPerlen und Pailletten sind aus meinem Chaoshaufen, aufgenäht mit AlterfilS 120, den ich zufällig in genau der passenden Farbe da hatte. 🙂

Beads and sequins were what I was having in my drawer. I used my my trusted AlterfilS 120 for sewing, I had some in exactely the matching color. 🙂

Falls das jemand nachmachen mag, findet er die Anleitung hier.

If you want to try yourself here are the instructions.

Interessante Facebook-Seite? Das geht ja doch…

Interesting Facebook Page? Surprisingly it is possible….

Ich bin ja nicht der Fan von Facebook und bislang war mir nicht klar, wozu man das braucht. Natürlich surfe ich gelegentlich auch Seiten von Firmen an, aber normalerweise findet man da gerade mal Selbstbeweihräucherung oder platte Werbung. Bestenfalls mal Öffnungszeiten (die man aber genauso gut auf einer statischen Webseite darstellen könnte). Und eine Menge Dinge, die ich nie wissen wollte…

I am not a big fan of facebook. Mostly because I never understood what it was good for. Of course I am sometimes surfing facebook pages of companies, but I never found more than boring self-praise, most primitive adds and if I am lucky something like opening hours. (Though nothing a simple static web page couldn’t do as well.) Plus a lot of things I never wanted to know.

Aber es geht auch anders, nämlich bei Alterfil. Die können nicht nur gutes Nähgarn, sondern auch eine abwechslungsreiche Facebook-Seite. Mich persönlich interessieren natürlich die Beiträge zu technischen Textilien und Textilkunst besonders. Ich hoffe, sie behalten die Linie bei, dann gibt es immerhin eine sinnvolle Facebook Seite. 😀

But you can do better, as Alterfil does. They do not only make good sewing thread but also a varied facebook page. My personal favorites are the articles about technical textiles and art with thread. I hope they keep it up like that. Then there will be at least one meaningful face book page. 😀

Meine neue (Näh)Freundin

My new (sewing)friend

Das ist im Grunde auch noch ein Nachtrag zum Ravelry-Treffen… diese wunderbaren Dekobüsten gab es gegen Ende des Treffens nämlich von der Maschenkunst zum Sonderpreis. 🙂

That is also related to the German Ravelers Meeting… those lovely mannequins were for sale at the end of the meeting. Maschenkunst had some to many of them and the price was very convincing. 🙂

Die hat natürlich nicht meine Maße, aber zum Photographieren wird sie es erst mal tun. Und irgendwann gibt es dann das Projekt „aufpolstern“. 🙂

The dummy has not my measurements at all, but to take pictures will do like this. And some day I will see what I can do to „size it up“. 🙂

Revue de Presse: fait main N° 381 (Octobre 2013)

Titel fait mainEin schnelles *grabsch* am Zeitschriftenstand auf dem Weg zum Zug bescherte mir dann auch noch (eine leicht angefledderte) Oktoberausgabe dieses französischen Heftes. Ohne daß GöGa Zeit für die häßliche „Und wo soll die noch hin?“ Frage hatte. *gg* (Nein, bezahlt habe ich natürlich, was denkt ihr!?!)

Der Titel verspricht also vor allem ein Cape, Strickmodelle und süße Kindersachen. Und das Editorial beschwört die Poesie des Herbstes. Und das Cape, das damit einhergeht.

Los geht es dann aber erst mal mit Produktpräsentationen: Bücher (japanische Modelle, Kreuzstich und Schönheit), Küche, Style und Deko sowie Schönheit/Gesundheit. Läßt sich schnell über den Daumen laufen, so daß ich mich dem ersten Modestil zuwenden kann.

Und der gefällt mir gleich sehr gut, nämlich „boyisch“. Also klassisch maskuline Kleidung für Frauen. Ich selber bin, so fürchte ich, aus dem Alter und der Figur raus, an der das gut aussieht, aber gerade an jungen Frauen und Mädchen ist der androgyne Stil sehr attraktiv. Und freundlicherweise sogar etwas, was auch ohne dicke Geldbörse geht, denn schwarze Hose, weiße Bluse und schwarze Schnürschuhe sind Basisstücke, die man lange und immer tragen kann und so braucht man nur die Hosenträger. Hier allerdings kann man alles selber nähen. Außer den Schuhen. Aber inklusive der Hosenträger.

Wer es weniger streng mag, kann auch creme zu grau mit Krawatte nähen oder mit einer oversized Weste den Stil interpretieren.

Danach eine kleine Lektion in Schnittanpassung Hosen, nämlich Anpassung der Schrittlänge, mit zwei Methoden, je nach dem, wo man es braucht. Oder auch beides.

Der Strickpulli ist mir ein wenig zu brav, aber der Rock ist interssant… zu dem gibt es jedoch keine Informationen.

Ein Bericht über die Pariser Hochzeitsmesse muß zwar gelesen werden (ich will ja immer alles wissen…) aber das brauche ich nicht mehr.

Danach geht es mit aktuellen Basisteilen weiter. Die Jacke aus Wolle und Kunsleder gefällt mir durchaus, wenn man das Kunstleder richtig wählt, könnte sie sogar für die Reinigung geeignet sein, aber leider sieht das gewählte Kunstleder arg billig aus. Das müßte man doch auch schöner machen können? Auch witzig (für Frauen mit schmalen Hüften) die Tunika mit „Knick“ in der Hüfte und dadurch asymmetrischem Saum.

Mein Favorit ist hier allerdings der Minrock in drapierter Optik. (Nein, keine Panik, ich laufe nicht so rum…) Der Bilderkurs daneben verrät nämlich, wie einfach er zu nähen ist. Schönes Übungsstück für den ersten Abend mit der Overlock…

Das gestrickte Kindermäntelchen (2 – 10 Jahre) reißt mich weniger vom Hocker.

Um so interessanter der Bericht über die Poliakoff Ausstellung im Musée de l’Art Moderne in Paris. Läuft noch bis Februar, mal sehen, ob ich die unterkriege. (Es sind schon wieder so viele, diese Saision, die ich gerne sehen würde…)

Dann wendet sich eine Bilderanleitung wieder der Hosenänderung zu, diesmal nicht auf dem Papier, sondern an der genähten Hose bzw. dem Probeteil. wie man X-Beine (optisch) korrigiert. Sieht gar nicht so kompliziert aus….

Dann wieder stricken mit dicken Nadeln, so eine Art Tunika-Poncho. Eigentlich ganz nett, wenn man die Farbe wechselt.

Das Cape vom Titel… Netterweise in XS bis „Plus XL“.

Der Mega-Schulterwärmer mit Nadelstärke 25 zu stricken ist wohl nur durch „hat wenige Maschen“ gerechtfertigt. Der sieht nicht mal sonderlich pfiffig aus. Andererseits ist Mega-Grobstrick wohl auch zur Zeit ein Trend…

Verbrauchermessen in Marseille und Paris… typisch Herbst halt.

Danach gibt es diesmal Bilder von Leserwerken. Wer abgedruckt wird, bekommt übrigens das Heft für sechs Monate gratis. Ich erinnere mich, so was war in deutschen Heften früher auch mal Usus, aber in den Zeiten des Internets bekommt man das ja gratis.

Die Halloween-Deko ignoriere ich mal, ich will keine Kürbisse nähen oder Spinnen ausschneiden. Auch die „Kidexpo“ in Paris interessiert mich nur mäßig.

Bei der Strickjacke aus Wuschelgarn weiß ich nicht recht. Das Ergebnis sieht eigentlich ganz nett aus, aber so was zu stricken ist immer so langweilig…

Anschließend die Plus-Mode. (Gleiches Model wie im letzten Heft?) Das Thema Wolle mit Kunstleder wird hier für einen Mantel aufgegriffen, dessen schlichte Form mir durchaus gefällt, aber eben nicht das knittrige „Leder“.

Noch mehr spricht mich allerdings der Schnitt der kurzen Jacke an. Mein geistiges Auge baut den nämlich gleich mit dem gelben Rock aus der September Burda zusammen. Sollte das die Grundlage für mein nächstes Outfit werden? (Allerdings eher nicht aus Steppstoff…) (Zur Reißverschlußtasche gibt es im Übrigen auch einen Bilderkurs.)

Auch die Tunika mit dern Knopfleiste im Rücken sieht eigentlich ganz spannend aus. Nur jetzt nicht zur kurzen Jacke, Lagenlook ist ja nicht so meines…

Ah, so ganz hat die Zeitschrift ihre Tradition als Bastelheft dann doch nicht vergessen… ein dekoratives Bücherregal kann frau bauen. (Also… mehr dekorativ, so richtig voll laden darf man das nicht.)

Oder vielleicht lieber ein Puppentheater und Handpuppen nähen? Auch gut, so vor Weihnachten.

Ganz lieb finde ich auch den „Wickelsack“ mit Kapuze für die Kleinen. Bei Größe 90 könnte sich das Kind vielleicht über die fehlenden Armöffnungen beschwerden, aber für die ganz kleinen sicher prima. Und schnell übergezogen. Für 1-4 Jährige dann das Mäntelchen aus Steppstoff, das man auf der Titelseite sehen kann. Gefüttert mit dem derzeit bei trendbewußten Näherinnen unvermeidlichen Liberty Stoff. 🙂

Home-Dec kommt natürlich auch nicht zu kurz, winterliche Elche in verschiedenen Grautönen (nett, aber ich dekoriere nicht jedes Jahr um) zum selber machen und zwei Seiten Produktvorstellungen zum Kaufen.(Ganz witzig die gepunkteten Fleece Decken.)

Zum Abschluss mehrer Seiten „Sabberware“, nämlich Bilder einer Ausstellung über Textilien im Second Empire. Leider in Compiègne, da komme ich wohl nicht vorbei. Der vierseitige Artikel macht aber zweifelsohne Lust dazu…

Mal sehen, ob ich mir auch das nächste Heft wieder beschaffen kann…

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen natürlich beim Verlag.)

(Und jetzt dauert es einige Tage, bis das nächste Nähheft raus kommt. *Uff*)