Revue de Presse: Threads February/March 2017 (189)

Titel ThreadsDie nächste Ausgabe der threads folgt natürlich fast auf dem Fuße, nachdem die letzte so lange bei mir rum lag. Diesmal als „Doppelmonat“ auch auf dem Titel. Da irritiert es dann doch etwas weniger, wenn die Ausgabe im Januar schon kommt. Was nicht heißt, daß ich sie da auch gleich bearbeitet hätte… Aber es ist noch März. Einige der angekündigten Themen klingen auch wieder mehr „technisch“, was ja meinen Neigungen entspricht.

Zuerst aber die Frage an die Autoren, was der beste Karriereratschlag gewesen sei, den sie bekommen hätten. Damit kann ich mich jetzt weniger identifizieren, denn bei mir ist das Hobby, als Karriere sehe ich das nicht und Geld verdiene ich auch mit anderen Sachen.

Das Editorial verliert diesmal ein paar Gedanken dazu, wie uns unsere Kleidung auch psychologische beeinflusst. Was sicher nicht ganz falsch ist, denn passende und stimmige Kleidung kann dazu beitragen, daß wir uns attraktiver fühlen und das strahlen wir dann auch aus. Was nun nicht schadet im Leben.

Dann die Leserbriefe, da ist jetzt nichts völlig aufregendes dabei…

Danach die Lesertips… überraschend sinnvoll, aber nichts, was ich dringend bräuchte.

Bei den vorgestellten Kurzwaren ist die auffaltbare Bügeleinlage, die gleichzeitig als Tasche das Bügeleisen transportiert, ja irgendwie eine witzige Idee. Aber wohl eine typische Idee für Patchworker, denn für Kleidung ist die Fläche wieder etwas klein.

Die neue Serie „Fabric Lab“ gefällt mir. Diesmal gehtes um „Corduroy“, also Cord. Ob die Herkunft des Namens stimmt, darüber kann man sicher streiten, aber sonst, zwei Seiten für Herstellungsverfahren, unterschiedliche Typen… Ich hoffe, diese Serie wird noch lange fortgeführt.

„Embellishments“ befasst sich sehr ausführlich mit Couching. Deko ist ja nicht so meines, aber wenn man doch mal was braucht und keine passende Borte zur Hand hat, ist so was hilfreich. Und als Umrandng einer Applikation… ein sehr sauberes Ergebnis.

„How did they do that“ befasst sich mit Stickerei auf Tüllgrund. (Gibt es für „Crewelwork“ eigentlich eine deutsche Übersetzung?) Die Technik mit dem Stramin zum Rauziehen ist mir aber nicht neu.

Bei den „Pattern Reviews“ sind diesmal ziemlich Basic-Stücke, also nicht so spannend für mich.

Interessanter der Artikel über die verlorene Kunst des Anstückelns. Das habe ich ja schon von meiner Oma gelernt, aber wenn ich im Forum und so lese, dann scheint das wirklich nicht mehr Allgemeinwissen zu sein. Und diese Techniken helfen nicht nur Stoff zu sparen, damit es billiger wird, sondern auch, mit vorhandenem Stoff auszukommen. Und wer hätte das Problem noch nie gehabt, vor allem, wenn man mal auf Vorrat kauft…

Auch die Anleitung, wie man einen Ärmel nach Körpermaßen konstruiert gefällt mir. Hier für Jersey. Etwas misstrauisch bezüglich der Passform macht mich allerdings, daß die Krümmung der Armkugel vorne und hinten identisch ist…

Beim nächsten Artikel geht es dann wieder mehr um den Designaspekt von Schnitten… hier wie man aus einem schlichten geraden Rock einen ausgestellten macht. In unterschiedlich starker Ausprägung. Das ist einfach und wird schön erklärt.

Danach kommen einige Seiten Augenfutter pur… Viele Bilder aus dem Fundus historischer Kleidung der Syracuse University. So was mag ich ja immer.

Anschließend widmet man sich dem BSR Fuß von Bernina. Falls jemand nicht selber drauf kommt…

Dann zwei Varianten für Blusenknopflöcher. Einmal in der Ansatznaht eines angenohten Belegs, einmal ähnlich einem Poloverschluss mit Untertritt.

Unter „Essential Techniques“ die bahnbrechende Erkenntnis, daß man Nahtzugaben nicht einschneiden muß, wenn man sie schmal genug zurückschneidet. Muß man halt im Einzelfall abschätzen, was man haben will.

„Sewing Saves“ schlägt vor, Ärmel im unteren Teil abzuschneiden und zu tauschen, wenn man Ärmelschlitz und Manschetten versehentlich verkehrt herum angenäht hat. Nein, das hat mir doch etwas zu viel von Notlösung.

Das vorgestellte Leserinnenmodell ist jetzt nichts, was ich tragen würde, aber die 3D Applikationen und die Stickerei sind schon echte Hingucker und schön gemacht.

Antworten der Experten… Adressen, wo man in den USA Zackenscheren schleifen lassen kann sind jetzt nicht so interessant. Und mal wieder eine Erklärung zu unterschiedlichen Seidenarten.

Zum Abschluss noch das Nähgeschichtchen und ein Kleid aus den 1940er Jahren mit farbenprächtiger Stickerei auf feinem Tüllgrund. Mit der Technik könnte ich mir in der Tat das eine oder andere vorstellen…

Ach ja, das nächste Heft liegt auch schon bei mir… 😮

Revue de Presse: Burdastyle März 2017

Titel BurdastyleAuch im März kommt die Burda recht luftig daher, auf den zweiten Bilck aber vor allem edel, was den Stoff betrifft. (Und süßer Gürtel, oder was auch immer diese Schleife ist.) Ach so, mal wieder eine Hochzeitsausgabe… (Was jetzt der ungarische Mädchenname Piros(ch)ka mit „Gypsy-Glamour-Style“ zu tun hat, können wir uns dann auch selber ausdenken. Ich denke da ja eher an Puszta… :-p )

Ach guck, im Editorial ist dann auch von Puszta-Style die Rede… 😛 Und vom Hochzeitsshooting in Griechenland und der (Requisiten)Hochzeitstorte, die in der ersten Klasse reisen mußte. Man sollte meinen, es wäre einfacher, so was bei einem Bäcker in Griechenland zu bestellen?

Für „trend“ dürfen wir einen Blazer verändern. Er wird hinten aufgeschnitten und dann nur noch durch Stoffstreifen ersetzt. Das sieht in der Tag nicht schlecht aus. Und dass als Basis ein billiges Teil von Bonprix herhalten darf klingt auch sinnvoll. Bei so einem Teil für eine Saison und drei Benutzungen muß man sich die Mühe des selber nähens nicht machen.

Mist, diesmal habe ich die Kosmetikseite nicht schnell überblättert… von der Kosmetik ist nämlich fast nichts zu sehen, um so mehr von der Kosmetiktasche in Form eine Knautschig knuddeligen Elefanten. „Das will ich!“ als Überschrift stimmt dann leider schon mal. Vermutlich nicht extrem praktisch, aber ich fürchte, ich brauche dann doch mal weiches, buntes Leder. Oder geht das auch mit beschichteter Baumwolle? Da hätte ich gerade welche da. Hm, dürfte mit dem Vliesofix aber schwierig werden…

Dann geht es mit der Hochzeitsstrecke los. Ja, ich gestehe, ich kann mir auch fast immer Brautkleider anschauen… und wenn ich mal zufällig Zeit habe, gucke ich auch Zwischen Tüll und Tränen… (Wobei sie wegen mir weniger Tränen und genauere Aufnahmen von den Kleidern zeigen könnten… aber irgendwas ist ja immer.) Also mal sehen, ob ich hier auch eine Runde schmelzen gehen kann…
Kleid Burdastyle
Mit Kleid 105 geht es schon mal vielversprechend los. Bei den Burda Brautkleidschnitten habe ich ja immer mal das Problem, daß sie zwar gut „Multiverwandbar“ sind, aber dafür irgendwie weniger nach Brautkleid aussehen, als gekaufte. Bei dem hier ist die Balance aber aus meiner Sicht perfekt geglückt. Was da steht ist eindeutich eine Braut, ohne die „Schleier“ an den Trägern kann man den Schnitt aber auch für ein großes Abendkleid nehmen und in kurz und aus anderem Stoff gibt das ebenfalls ein Cocktailkleid oder sogar ein elegantes Sommerkleid. Ohne daß es wie „ich habe mein Brautkleid eingefärbt“ aussieht.

Sehr figurnah ist Kleid 110. Ganz sicher sexy, aber da zeichnet dann auch jede Hautfalte drunter ab. Von Kurven ganz zu schweigen. Ich schätze, wir dürfen getrost davon ausgehen, daß die höchstperfekte Modelfigur in diesem Fall auch was mit dem Einsatz von Photoshop in der Nachbearbeitung zu tun hat.. 117B ist dann der Gegenentwurf, ein weites Minikleid aus Jersey. Sicher nett, aber nur so mittelfestlich. Ein Bleistiftrock… nun gut, ein Standardschnitt halt. Maxirock 102A wirkt durch den Wickeleffekt vorne eher wie ein Überrock, dem der Unterrock fehlt. Geziegt wird er mit einem Shirt als Oberteil. Pulli zur Hochzeit soll ja auch so ein neuer Trend sein. Auf der nächsten Seite wird ein „Tunikakleid“ angepriesen, ich sehe aber nur ein Empirekleid. Ich brauch eine Weile um zu realisieren, daß das Hauptmotiv des Bildes nicht das weißen Brautkleid in der Mitte ist, sondern das Modell an der Seite… das außerdem vom Tamburin verdeckt wird.
Kleid Burdastyle
Dafür gefällt mir Kleid 111 in Kurzgröße richtig gut. Schlicht, aber mit einer raffinierten Taillenbetonung. (Je nach Feier kann das sowohl die Braut auf dem Standesamt tragen oder auch ihre Trauzeugin, ohne Angst zu haben, der Braut die Show zu stehlen.)

Sehr traditionell in Form und Stoff dann Modell 108 mit langen Spitzenärmeln. Auch sehr hübsch. Sicher nicht nur mit Turnschuhen dazu… Die weite Hose 115A ist natürlich wieder ein Schnit für alle Gelegenheiten, hier macht es der Stoff. (Und ich frage mich mal wieder, ob die Bezeichnungen „Palazzohose“ und „Marlenehose“ bei Burda jeweils vom Zufallsgenerator ausgeworfen werden.) Auch eher fürs Standesamt dan die kragenlose Kurzjacke. Äh… Blazer 114. Durchaus schmuck mit den großen Taschenklappen. Empirekleid 104 war vorhin ja schon mal zu sehen, aber hier ist es jetzt auch als Hauptmotiv „gemeint“. Das hat dann doch ein wenig Nachthemd-Flair. Ich denke durch die Raffung, die schon im Oberteil beginnt. Aber Burda schlägt es ja auch für den Babybauch vor. Anschließend wieder ein Suchbild, nämlich was das Motiv sein könnte. Aha, diesmal wieder der Bleistiftrock. Das „off Shoulder“ Kleid 119B ohne Taille und mit zusätzlicher Rockrüsche auf Hüfthöhe fällt dann bei mir doch wieder eher unter Strandkleid. Dafür ist das Bustier 106 mit Schößchen zum engen Rock wieder sehr ansprechend. Auch die Tunika 116B mit den freien Schultern wirkt interessant. Dieser Schulterausschnitt mit breiten Blenden… wäre jetzt nur schön, wenn nicht das Model im Brautkleid das eigentliche Motiv halb verdecken würde. Bei Kurzjacke 101B macht es dannwieder der Stoff. Dann noch mal das Titelkleid 107… Bustier 106 mit Rock dran. Doch, sehr süß.

Die „Accessores“ verraten uns dann, welche Kleider die Burdamodelle inspiriert haben. Im Mittelpunkt natürlich Kate Middelton. Was aber schon einige Jahre her ist. Die anderen Damen kennt man dafür gar nicht. Und die Torte bei den Accessoires einzuordnen?.. sach ich mal lieber nichts zu…

Das ganze dann noch mal als Stilberatung, zu den vier Modellen im Einzelnen. Modern, Glamourös, Romantisch und Sexy. Wobei die Unterwäsche mit dem höher geschnittenen Höschen zum superengen Kleid realistisch ist, man sich aber drüber streiten kann, ob sie jetzt spezielle sexy ist. Und der Hut im Herrenhutstil zu Romantisch? Nun ja, ich heirate nicht, da muß ich mir keine Gedanken machen.

„Erste Hilfe“ ist anschließend noch das Motto der Pflegetips. Die natürlich vor allem Produktvorstellungen sind. Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob ich das alles an einem Brautkleid ausprobieren würde, das ich noch behalten wollte…

„Gipsy Glamour“ nennt sich die nächste Modestrecke. Der Einleitungstext ist eine faszinierend sinnfreie Aneinanderreihung von Schlagworten… Piroschka, Puszta, Balkan… das ganze soll dann fantastisch geschnitten sein. Klar, Volkstrachten egal welcher europäischen Provenienz waren schon immer ganz besonders für ihre ausgefeilte Haut-Couture Schnittführung bekannt… 😛 Gut, das Kurzjäckchen 101A ist nett, hat aber ganz sicher mehr von Chanel als von was auch immer da sonst noch sein soll. Kleid 113 ist weitgehend formlos, lässt sich dank Seidensaton aber gut mit einer Schärpe auf Figur bringen. Glamourös wird es dadurch aber immer noch nicht.
Top Burdastyle
Sehr gut gefällt mir das schulterfreie Top 116A. Allerdings enthält es absolut nichts, was ich mit den Schlagworten vom Anfangstext in Übereinstimmungen bringen könnte.

Für Langgrößen dann ein 7/8 Hose, von der man dank sitzender Pose nichts sieht. Aber wohl ein Basisstück. Kleid 119A als weites Hängerchen mit großer Ausschnittrüsche staucht dank tief angesetztem Rock und Stoffmusterwahl selbst Modelmaße auf Proportionen eines Kindergartenkindes. Älter als 16 sollte man nicht sein, wenn man das trägt, denn dann ist das Alter vorbei, in dem Mädchen süß aussehen, egal was sie tragen… Maxirock 102B ist aus Viscose und steht, als wäre mindestens ein Reifrock drunter… (vermutlich eher ein Ventilator…) Jedenfalls ist so garantiert, daß der fertige Rock absolut keine Ähnlichkeit mit dem Bild haben wird. Danach eine bunte weite Hose, da kommt dann wenigstens etwas Hippie-Flair auf. Top 118 wirkt wie die Cousine des Hängerkleidchens, vielleicht etwas weniger grauenhaft, da die Rüsche fehlt. Und munter gerafft wird dann wieder am Trägerkleidchen 103. Früher trug man so was bestenfalls auf dem Weg zum Strand. Oder als Nachthemd. Form bekommt es durch all das Zusammenziehen nämlich am Ende doch nicht. Dann noch ein Minkleid, das immerhin an der Hüfte etwas Form bekommt. Okay… die Modestrecke ist jetzt nicht mein Ding.

Wie man die Blende der Bluse oben mit einfachen Stichen bestickt zeigt dann eine kleine Bildanleitung. Das ist schon mal nicht schlecht. Auch wenn das „Übertragen mit Bleistift“ nicht so funktioniert, wie das Photo zeigt. Da wäre wohl eher Bügelstift angesagt. (Wobei Bleistift auch erstaunlich waschfest sein kann…)

Accessoires dazu sind dann Schule mit vielen Blüten. Da kann ich mich generell damit anfreiden, die vorgestellten Modelle hingegen… der Leder Sneaker ist nett. Und von Konstatin Starke habe ich kürzlich ein verlockendes Modell im Schuhgeschäft gesehen. Nur nicht das hier gezeigte…

Beauty kann ich dann aber wieder fix überblättern.

Die „Nähschule“ ist diesmal eher anfängertauglich, das schulterfreie Top mit Gummiraffung ist das Modell. (Und die Anleitung fängt beim Auflegen auf den Stoff und dem Übertragen der Markierungen an.)

Bei den Kindermodellen stehen diesmal die ganz kleinen im Blickpunkt. Früher nannte man das Spielkleidung, denke ich. In den Größen 68-92.
Babykleid Burdastyle
Ganz besonders süß finde ich das Mädchenkleid mit der Passe.

Für Jungs gibt es ein Shirt und Latzhose und eine lange Hose. Auch die Strickjacke für Mädchen ist sehr süß… Und die Anleitungen beschränken sich nicht auf Kleidung, es gibt auch Bauklötzchen aus Schaumstoff (Weniger gut zum Bauen, aber schonender zum Parkett…) oder ein Kissen.

Kontrastprogramm dann der „Look des Monats“. Irgendwas mit Streifen und Buntstiftfarben. Oder so. Was der Look genau ist, muß man eher raten. (Ich würde sagen, das ist die Sache mit der Sportkleidung, die die Alltagsmode beeinflusst.)

Dann wieder Beauty, irgendwas mit Zitronengras. *blätter*

„Mehr Davon“ ist das Motto der Plus Strecke. Den gemeinsamen Nenner kann man nur raten… alle Mode-Highlights der Saison. Aha. Los geht es mit einem Kleid, das aussieht wie Rock mit Oberteil. Finde ich ja immer unpraktisch, denn der Vorteil von zweiteiligen Ensembles ist, daß man sie unterschiedlich kombinieren kann. Warum dann also als Einteiler?
Hose Burdastyle
Eine Hose mit diesem asymmetrischen Überschlag habe ich ja schon letztes Jahr (oder war es vor zwei Jahren?) mal woanders gesehen und interessant gefunden. Daß Modell 122B jetzt in meiner Größe dabei ist, wäre fast ein Grund sie zu nähen…

Kleid Burdastyle
Auch Wickelkleid 121 gefällt mir. Ob da der Ausschnitt so bleibt oder auch völlig aufklafft? (Und die Säume kann man ja besser machen und ggf. auch mal vorsichtig ausbügeln.)

Blusonjacke ist sicher auch in, aber nichts, was ich dringend haben muß. Nicht für mene Figur. Dann die Hose noch mal in bunt… nein, einfarbig mag ich sie lieber. Noch mal der „Fake-Zweiteiler“, der Look gefällt mir, nur lieber in zwei Teilen. Bluson zum Maxirock ist dann eine Form, mit der ich mich nicht anfreunden kann. Shirt 126A hat eigentlich einen unspannenden Schnitt, aber mit den Streifen in unterschiedlicher Anordnung ist er aber auf einmal spannend. Und zu einer normalen Bluse sieht dann auch der Maxirock ganz nett aus. Wenngleich ich die gezogene Taille nicht so schmeichelnd finde.

Anschließend geht es um Schnittanpassung bei großem Busen. Die Techniken zeigt Burda schon seit Jahrzehnten so, aber sie mal wieder so nett zusammengefasst zu sehen ist nicht schlecht.

Die Werbung für die Eckes-Plörre kommt immer uninspirierter daher. Das Beste diesmal ist, daß die Flaschendeko das Etikett verdeckt. Die Idee mit so einer angehängten Taschen ist aber nicht neu, wer das weniger langeweilig haben will, kann sich Bärbels Blogeintrag von 2012 anschauen. 😉

Den Rezepten gönne ich ja immeer einen Blick, diesmal alles mit „besonders saftigem Grundteig“. Äh ja… ein Rührteig mit viel Fett und Ei und wenig Mehl. Ja, wird saftig. Der Rot-weiße Marmorkuchen ist farblich natürlich originell, allerdings hat er im Gegensatz zum herkömmlichen Marmorkuchen nur eine Geschmacksvariante. Was nun auch wieder einen Teil des Reizes nimmt…

Danach gibt es ein „spezial“, wobei unklar bleibt, was denn hier so Spezial ist. Anleitungen für Mäppchen in dieser Bauform gibt es nun wahrlich schon zu Hauf.

Mehr Spaß macht wieder der Ateleirbesuch, der diesmal zu einem Pariser Couture Zulieferer führt. Legeron macht Seidenblumen die wahrlich eine eigene Kunstform sind und nichts mit den billigen Dekoblüten aus dem Einrichtungshaus zu tun haben.

„Green Fashion“ befasst sich dann mit umwelt- und menschenfreundlich hergestellten Jeans. Keine wirklich neue Info dabei, kann man also eher als Werbung für Hess Naturmode werten. (Andererseits vertreiben die nicht erst seit gestern Naturmode, besteht also eine gewisse Hoffnung, daß sie ihre Lieferkette so halbwegs im Griff haben.)

Als „eine letzte gute Idee“ werden Haargummis aus Stoffresten gebastelt. wobei mir dann gleich noch eine Bezugsquelle für butne Baumwollstoffe mitgeliefert bekommen. Klar, Stoffreste kaufe ich immer…

Und das nächste Heft erscheint dann… *huch* quasi gleich…

Revue de Presse: Burdastyle Februar 2017

Titel Burdastyle Bei Burda ist im Februar der Winter offensichtlich vorbei, zumindest der Titel kommt frisch und sommerlich daher. Wobei man bei der Farbgebung auch an den Schnee denken könnte, der so um den Verkaufszeitpunkt in weiten Teilen Deutschlands fiel…

Das Editorial stimmt uns in diesem Monat auf Bouclé ein. Okay, der Stoff geht ja immer. Da stimme ich zu. Ganz nett finde ich die Idee, auf burdastyle.de zu zeigen, wie die Requisiten für den Beautykram gebastelt werden. Wenn ich nicht schon gelernt hätte, daß man auf der Seite nie was findet, wenn man es sucht, wäre ich glatt versucht, mal nachzuschauen…

Dann werden aber erst mal „trends“ gebastelt. Mit aufgebügelten Lederstreifen geht es los. Hier reißen mich die Burda-Designs gerade nicht vom Hocker. Auch ein Cape im Wolldeckenstil darf mal wieder gebastelt werden. Diesmal mit einem echten Ledergürtel, dessen Herstellung ebenfalls gezeigt wird. Am einprägsamsten der Vorschläge ist allerdings, daß Prym offensichtlich das Design seines Handmaßes überarbeitet hat. Mit Herzchen. (Okay, und einer klaren Querteilung mit 1cm Abständen, die ist vielleicht bar nicht so dumm.)

Dann aber endlich zur genähten Mode. „La Vie en Rose“ bringt zarte Rosa und Hellblauöne und 50er Jahre Schnitte. Das wird aber auch schnell arg retro und kitschig. Kleid 114B hat auch viel von braver Hausfrau. Ob einem Organza als Rockfutter unter einer trotz Stickerei noch teilweise transparenten Tüllspitze reicht muß jeder selber entscheiden. Daß der Gürtel aber offensichtlich bei Bewegung nicht da bleibt, wo er bleiben soll… das ist unschön. So ganz ohne Befestigung und Gürtelschlaufen wird das halt nichts. Minirock 117 mit den schrägen Teilungsnähten ist einerseits nett, aber in dem Styling irgendwie trotzdem bieder. Was man bei einem Minirock ja erst mal hinbekommen muß. Das weite Top 116, das leicht von der Schulter rutscht ist vom Schnitt her nicht sehr anspruchsvoll, kann aber gerade an zarten Frauen durchaus nett aussehen. Das Titelkleid ist ein Neckholder und in Kurzgröße. Auch nett… aber nicht mehr. Dann gibt es Kleid 114 noch mal aus anderem Stoff, eine Shorts mit weitem Sweatshirt, die Bluse mit Carmenrüsche und als bauchfreies Bustier (Muß man das…? Nein. Auf den dritten Blick immer noch nein.) und Tellerrock zu hüftlanger Weste. In der Kombination ist das langweilig, altbacken und macht keine wünschenswerte Silhouette. Gut, daß diese Modestrecke dann auch vorbei ist.

Die Accessoires dazu sind nett, aber obwohl ich Perlen mag, begeistert mich das meiste nicht. Okay, die Süßwasserperlen mit Edelstahl… aber dafür 390 EUR?

Beauty wird dann überblättert.

Eine Handtaschenanleitung bekommt meine Aufmerksamkeit schon eher. Drei einzelne Taschen zusammenzuklipsen, um in der Größe flexible zu sein hat einen gewissen Charme. Ich habe allerdings den leisen Verdacht, daß das alles ein bißchen instabil ist, wenn man wirklich was reinlegt?

Mode in Reinkultur ist dasnn der „Look des Monats“. Der Overall. Den ich ja grundsätzlich cool fnde, aber in der Workervariante weiß ich nicht recht? Oder ist das mit den Stilettos dazu einfach zu 1980er? Kommt ja doch alles wieder…

Die nächste Modestrecke nennt sich „Ethno de Luxe“ und die ersten beiden Bilder sehen ein wenig nach „Safari meets Hippie“ aus. Also die Sachen, die wir in den letzten Jahren auch so hatten. Wobei… auch wenn der Text von Indien und Afrika spricht (und „Colonial Style“… es leben die Buzzwords) sehen die Buddhas im Bildhintergrund dann eher nach Asien aus. Modisch haben wir eine Bermudashorts (echt überraschend bei dem Thema) une ein weites Kleid mit Paisley Muster, das von ein bisschen Raffung (vermutlich Gummi?) auf Figur gebracht wird. Warum das Ding jetzt „Tunika-Kleid“ heißt ist vermutlich nur durch eine Anweisung, möglichst viele „IN“-Wörter im Text unterzubringen zu erklären. Das Prädikat „super easy“ und schnell zu nähen dürfte es aber erfüllen. Die in diesem Modezusammenhang unvermeidliche Safarijacke kommt diesmal in leuchtendem Pink daher und nennt sich „Blazer“. Okay… das mit der Farbe hat was. Wie die „Culotte“ (in dem Fall eine weite 7/8 Hose) in das Thema passt müssen wir dann wieder selber raten. Vermutlich, siehe oben, alles reinmatschen, was gerade irgendwie Trend ist. (Daß die Einzelteile alle mit Kaufklamotten kombiniert werden kann man wohl ebenfalls als Zeichen nehmen, daß es mit dem Zusammenhang etwas hapert.) Mantel 103 ist ein glorreiches Beispiel dafür, wie man per Photo alles interessante nicht zeigen kann. Das Bild zeigt mehr oder weniger einen „naja, Mantel halt“. Die Zeichnung lenkt hingegen den Blick auf den Taillenriegel, der das ganze apart auf Figur bring. Das ist mal ein schönes Detail.
Top
Sehr interessant finde Ich aber TOP 106A. Die Volants, die sich aus kleinen Ärmelchen entwicklen und in der Seitennaht verlaufen sind einen zweigen Blick wert.

Model 106B zeigt das als Kleid, also die Zeichnung, das Photo gibt sich eher redliche Mühe, alles zu verdecken. Den Schnitt, den Stoff, die Details. Miniklied 110A zeigt hingegen alles, wird aber dadurch nicht interessanter. Rock 105. Hm. Die aufgesetzten Taschen sind ja nicht schlecht, aber mit dem angekrausten Stoff darüber erinnert es mich dann doch wieder sehr an eine Halbschürze. Modell 107 A ist das Kleid von vorhin nur als Top. Warum sie das Ding Tunika nennen bleibt nach wie vor nicht so ganz klar.

Danach kommt eine Seite mit Accessores, die sich diesmal aber „inspiration“ nennt und mit „Bella India“ überschrieben ist. Neben einigen Accessoires im Ethnostyle gibt es noch geografisch wahnsinnig passend ein Bild aus dem Film „Mogambo“. Yeah.

Dann wieder „Beauty“ zum überblättern. Auch die Papierblümchen faszinieren nicht genug, um anzuhalten.

„Gut siehst du aus“ ist dann das Motto für Bouclé. Wobei unter dem Stichwort ja gerne alles gezeigt wird, was aus unterschiedlichen oder Effektfäden gewebt wurde. Nicht nur Bouclé… Die Kombination aus kurzem Rock und Kastenjacke ist jedenfalls gleichzeitig heiß und „korrekt“. Wobei sich die Jacke mit den chaneligen Anklängen zu Jeans wirklich auch gut macht. Stilbrüche mag ich ja…  Kleid 110B zeigt bei jeder Querteilungsnaht Fransen. Hängt ansonsten lustlos in der Gegend rum. Mit den Turnschuhen gestylt hat es was von einem verunfallten Tenniskleid. Schade, denn die Idee ist vielleicht gar nicht so schlecht. Der Stoff von Tellerrock 112A hat definitv nicht das kleinste Löckchen (=Boucle). Aber für die Stoffe, die ich bei Malhia Kent manchmal sehe wäre so eine Verarbeitung vielleicht nicht so schlecht. Andererseits sind die Reststücke dort in der Regel nicht ausreichend für einen Tellerrock… Das weite Sweatshirt 111A ist dann gestrickter Bouclé. Immerhin. Eigentich nett, wenn man kastige Sweatshirts mag.
Kleid Burdastyle
Gut zur Geltung kommen Figur, Stoff und die Fransen bei Kleid 109 in Langgröße. Sehr schöne Schnittführung.

114A ist dann eher für schnelles Vernähen von Fantasiewebmustern. Wirkt aber alles sehr lsutlos. Wohingegen Minirock 117C auch zur Lederjacke gut zur Geltung kommt. (Dass die Modelle diesmal teilweise von einem jungen und einem… sagen wir dem typischen Modelalter entwachsenen… Model vorgestellt werden gefällt mir übrigens auch gut. Immer nur Kindergesichter ist ja auf Dauer auch langweilig.)

Die Nähschule widmet sich der Kurzjacke im Jackie O. Style. (Da kam doch auch grade wieder ein Film raus, oder? Ob das den Trend befördert?)

Dann wieder Beauty… beim weiterblättern sehe ich gerade noch, daß es was mit Vanille zu tun hat. Gehört in die Küche… (Abgesehen davon, daß in Kosmetika normalerweise eben genau keine Vanille drin ist, sondern künstliches Vanillearoma. Ein kleiner, aber subtiler Unterschied.)

Die Plus Größen bieten so was wie Strandmode… blau (das ist schon mal gut) und flatterig. Eher einfache Schnitte, so wie ich das sehe. Zumindest wenn man schnelle Ergebnisse haben will, die viel Stoff verbraten. Los geht es mit einem Maxidress (war ja schon immer praktisch für den Strand…), bei dem der Carmenkragen nur über eine Schulter gezogen wird. Und schon haben wir den modischen Trend „One Shoulder Dress“. Auch Maxi ist Kleid 121B aus Jersey. Einziges Detail am formlosen Sack ist ein kleiner Knoten vorne. Der ist nicht schlecht, aber etwas wenig. Dann das Carmenkleid als Carmenbluse.  Ah, Kleid 118A mit den Raffungen zur Taille sieht schon besser aus. Form im Schnitt mag ich gleich lieber. Nur sieht man auf dem Photo wieder nicht so gut, wie es fällt. Das Knotendetail gibt es dann auch noch an einem Shirt. Da sieht es schon mal proportionierter aus als am Kleid. Dann noch mal die Carmenbluse… die ist nicht schlecht, nur langweilig zu nähen, schätze ich. Eine weite Hose…. hm… zumindest im Urlaub könnte das gut aussehen.
Kleid Burdastyle
Dann noch mal Kleid 118B mit der Drapierng. Ja, das macht Lust, es zu nähen. Und der Wickeleffekt sieht so aus, als würde er sogar halbwegs am Platz bleiben. Mal sehen, ob ich mal Zeit für ein Sommerkleid habe.

Gemacht wurden die Photos offensichtlich auf Sylt. Das ist zwar letztlich auch eine Form von Werbung, aber dass die Location vorgestellt wird finde ich dann doch nett. Befriedigt meine Neugier… 🙂

Etwas unvermittelt trifft einen dann unter „die brauche ich!“ eine Vorstellung von Strick- und Häkelnadeln. Die üblichen Verdächtigen… und am Ende kauft man meist doch die, die der Laden auch da hat.

Bei der Kindermode geht es um das Thema Kommunion. Ein Anzug für Jungs und mehrere Kleider für Mädchen in Größe 128-152. Die Mode der „Minibrautkleider“ scheint vorbei zu sein, die drei Modelle sind alle mädchenhaft zart und zumindest die beiden kurzen Modelle in anderen Farben auch für andere Feste geeignet. Die zusätzliche Rüsche über dem Ärmel an Kleid 125 gefällt mir ja nicht recht, aber die kann man sicher auch einfach weglassen. Das Kleid mit dem in tiefe Falten gelegten Rock und dem Bubikragen wäre als Schnitt mein Favorit, dafür sind die Spitzenärmel am langen Modell 124 auch sehr schön. Wenn man das kürzer näht, passt es auch für aneder Gelegenheiten…

„Wie geht eigentlich…?“ erklärt und die Hohlkreuzanpassung an Rock und Kleid. Bei Hose muß man selber klar kommen….   (Dafür scheint uns jetzt der „Modedoktor“ erspart zu bleiben…)

Die Rezepte sorgen diesmal dafür, daß wir nicht vergessen, daß sich die Firma Eckes außer dem relativ ungenießbaren Kirschlikör auch noch an anderen Spirituosen vergeht… Die anderen Rezepte sind diesmal ebenso langweilig. Viel Zuckerstreusel und auch wenn verzweifelt versucht wird ein Zusammenhang zum Valentinstag herzustellen, war wohl doch eher Kindergeburtstag gemeint. Das würde auch die Zahl „4“ auf dem Kochen erklären…

Zum Ausgleich gibt es beim Atelierbesuch wieder viele auch teilweise detaillierte Bilder von der Stickkünstlerin Tessa Perlow. Irgendwo zwischen naiver Malerei und Expresionismus, aber mit Nadel und Faden. Jedenfalls interessant anzusehen.

„Termine“ präsentiert Ausstellungsvorschläge aus Europa… die „neuen Stoffe“ im Textimuseum St. Gallen würden mich auch interessieren.

Und dann sind wir auch schon bei „einer letzten guten Idee“, bei der wir einen Einhornanhänger aus Metallic-Leder basteln dürfen. Na gut, gelegentlich ist ein bißchen Kitsch vielleicht erlaubt.

Fazit diesmal: Viel Mittelmaß und extrem wenige Highlights. Aber ich komme ja eh nicht zum Nähen…

Revue de Presse: fait main N° 421 (Février 2017)

Titel Fait MainDiesmal war ich quasi pünktlich zum Erstverkaufstag in Paris und somit habe ich mir nicht nur das Heft geschnappt, sondern es gibt auch eine halbwegs zeitnahe Besprechung. (Zum Nähen komme ich ja immer noch nicht…) Das Titelmodell ist zwar als Gesamterscheinung nett, aber nicht sonderlich spannend. (Und die Farben sind mehr grün, das mag meine Kamera offensichtlich auch nicht wirklich wiedergeben…)

Das Edotorial erzählt uns ein wenig was vom Valentinstag, den Zusammenhang zum Inhalt muß man sich wohl selber herstellen. Naja, ich lese ja das Heft, da kann ich mir das Vorwort eigentlich sparen, das ist nur ein ausformuliertes Inhaltsverzeichnis.

Bei den Buchvorschlägen zieht mich dann wie immer das mit dem wenigsten Nutzwert an… „L’Art Textile“ von Catherine Tourel. Auf jeden Fall immer spannend. Und ein Buch über weben, auch hier wohl eher dekorativ und ohne große Ausrüstung durchzuziehen.

„Wir lieben“ ist die Überschrift der Produktvorstellungen, die dann viel mit Herzchen und rot sind, Valentinstag halt… Wobei, Kaffeetassen, die man mit Kreide beschreiben kann könnten auch nützlich sein. Keine Verwechslungen mehr und nie mehr versehentlich am Kaffee mit Zucker genippt…

Der Beautyteil interessiert mich dann genauso wenig wie bei Burda,

Doch dann kommen endlich die Schnitte. Eine hochgeschlossene Bluse (Stehkragenrüsche) mit Rock im leichten Ethnodesign soll die Weiblichkeit in den Vordergrund stellen. Der Rock ist nett, aber die Bluse ist mir dann doch zu truschig, rüschig.

Kombi aus Fait MainDafür gefällt mir der lange Cardigan (ich würde das ja schon eher Mantel nennen…) über Rock und Oberteil vom Titel gut. Die Schnittteile sind zwar alle schlicht bis langweilig, aber in der Kombination und mit den Stoffen kommt dabei was alltagstaugliches raus, was dann doch besser aussieht, als die ewige Jeans.

Die Strickjacke danach ist irgendwo zwischen ausgbrochenem Musterbuch und Hippie, aber auf den zweiten Blick muß ich zugeben, daß die Jacke mit den Schlaufen-Fransen zwischendrin und am Rand doch ein verflixt trendiges Teil ist.

„News“ nennen sich dann die nächsten Produktvorstellungen. Schimmelentferner, Neoprenkleber bis buntes Klebeband… die Zusammenstellung bleibt faszinierend.

Vintage ist auch in disem Heft angekommen, ein Kleid mit geknöpftem Oberteil und leicht schwingendem Rock sowie eine Kombination aus Rock und im Ausschnitt gerafften Streifentop. Letztere Kombination wird wohl vor allem durch das Haarband „Vintage“. Das Top würde mir gefallen, wenn es nicht im Ausschnittbereich so schlecht sitzen würde. Und zwar auf allen Photos…

Mit schönem Vorlauf für die zeitliche Planung widmet sich der nächste Artikel Camille Claudel bzw. dem ihr gewidmenten Museum, dass in Nogent-sur-Seine Ende März eröffnet wird. Das wäre auch mal einen Besuch wert.

Die vom Sport inspirierte Mode zeigt ein Sweatshirt-Kleid und einen Sportanzug. Insbesondere beim letzterem sehe ich keinen Grund, so was außerhalb sportlicher Aktivität zu tragen, nach Mode sieht daran gar nichts aus. Aber er geht bis Größe XXL und da wird Sportkleidung zum Kaufen dann eh Mangelware. Also nicht schön, aber nützlich.

Pulli Fait MainDann zeigt sich mal wieder, daß das Heft für mich im Moment eher ein Strickheft ist. Denn wo mir die genähten Modelle bislang noch mäßige Begeisterung entlockten, mag ich den Pulli im All-Over Lochmuster sehr gerne. Das wäre dann vielleicht doch mal eine Abwechslung von den ganzen Lace-Tüchern… mit Nadel 3,5mm auch nicht zu grob. Nur Strickgarn aus 100 Prozent Acryl geht gar nicht. Aber das kann man ändern. (Und die Schnittzeichung dazu zeigt, daß es eine Taille und eine Armkugel gibt! Na bitte, geht doch…)

Wie der Titel schon ankündigt gibt es dann auch ein paar Karnevalsmodelle für Kinder, Prinzessin, Ritter und ein Pferd zum Reinsteigen. Wobei mir am besten gefällt, daß der Ritter hier ganz eindeutig ein Mädchen ist und sein darf.

Dann wieder der Hinweis auf eine Ausstellung, im Allier. Da werden diverse Bühnenkostüme von Popstars ausgestellt. Das kann sicher auch interessant sein. Besonders die Kostüme von Jean-Paul Gaultier für Madonne…

Die nächste Strickanleitung ist dann für Leute, die noch diesen Winter fertig werden wollen… grade Teile, kurzer Pulli und mit Nadelstärke 12 und 15… Diese groben Looks sehen auf Bildern ja oft sogar nett aus, wenn sie richtig gestylt sind. Im Leben aber unpraktisch, weil zu warm für geheizte Räume und zu luftdurchlässig um draußen damit umherzulaufen.

Rollkragenpulli mit Trägerrock… äh… nein, besonders der Trägerrock sieht aus wie Schuluniform für Grundschüler. Mag Trend sein, aber der geht an mir unbeachtet vorbei.

Dafür kann ich mich im Artikel über Dufy (bzw. eine Ausstellung über ihn) versenken. Daß er auch Textildesign machte ist mir ja nicht neu. Aber Évian ist dann doch ein wenig weit vom Schuß…

Die Blusmode ist dann wieder sehr Basic… Hose mit elastischem Bund, irgendso ein Teil, das nicht weiß, ob es Jacke oder Hemd sein will und eine Tunikabluse. Na gut, die ist ganz nett. mit einer Knopfleiste im oberen bereich, die auch Anlass für einen kleinen Bilderworkshop zum Thema ist. (Und dem kleingemusterten Stoff geht sie hingegen am fertigen Teil eh völlig unter. Und da die Tunika ohnehin einen tiefen V-Ausschnitt hat, bin ich mir relativ sicher, daß die Knopfleiste auch keinerlei Funktion hat.) Und dann noch eine weitere langweilige gerade geschnittene Jacke. Wobei ich vermutlich meine Stoffe effizienter aufbrauchen würde, wenn ich mehr solche Sachen nähen würde.

Um Skandale, die die Mode machte, geht es in einer Ausstellung im Musée desArts Décoratifs in Paris. Der dritte Teil der Ausstellung klingt ja doch ein wenig interessant… mal überlegen, ob mir das Eintrittsgeld und Warteschlange wert ist. Die Ausstellung läuft ja noch bis April.

Strickjacke aus Fait MainDann noch mal klares „Daumen hoch“ für die Strickjacke. Das Rippenmuster betont die gerade Form, der Schalkragen (mit gestricktem Beleg!) und die Armkugeln zeigen aber deutlich, daß das absicht nicht. und nicht nur, weil jemand keine Kurven konstruieren könnte. 😉 Leider Größe S…. das mag ich echt nicht umrechnen.

Danach kommen dann die Accessoire Näherinnen auf ihre Kosten. Ein großer Shopper und eine kleine Reißverschlusstasche. Auch wieder eher schnelle Projekte.

An einem Kinderjäckchen wird erkennbar, dass Effektgarne doch noch nicht ganz out sind. Hier gibt das Flammé-Garn ja sogar einen reizenden Wölkchen Effekt, der zu einem kleinen Mädchen passt. Aber ob das in den anderen Größen auch so gut aufgeht?

Dann eine Runde „Shopping Mode“. Produktplazierungen hat.

Und noch mal ein Pulli aus großen Nadeln und Farbverlaufsgarn. Wobei das hier durch die Fallmaschen noch mal einen eigenen Effekt bekommt. Trotzdem nicht so das, was ich dringend haben wollte.

Zum Abschluss widment sich ein relativ ausführlicher Artikel Skandinavischen Textiltraditionen bzw ihrem Erscheinen auf Aiguille en Fête. (Und nicht unbedingt so sehr traditionellen Traditionen.) Skandinavien ist nämlich Thema bei Aiguille en Fête dieses Jahr. Die schaffe ich aber nicht auch noch. Ich hoffe, dafür wieder die Creativa… So zur Abwechslung. Den Artikel sollte ich besser nicht lesen, sonst ärgere ich mich nur. 😮 Naja, man kann nicht immer überall sein…

Revue de Presse: Burdastyle Januar 2017

Titel BurdastyleNachdem die letzten Monate ja angesichts der anstehenden Festtage etwas farbiger und glänzend sein durften, bietet der Januar das Kontrastprogramm: Farblich zurückhaltend, bis auf die zarten rosafarbenen Akzente beinahe monochrom. (Nur an den Überschriften haben sie für die Printausgabe offensichtlich noch was geändert… denn da steht nicht, wie auf dem Bild der Webseite „Job-Wunder“ sondern „Job-Mode“. 🙂

Wie andernorts zu lesen kommt man ja jetzt ohne Chefredakteurin aus. So richtig wird das nicht verkündet, aber diesmal wird das editorial nicht nur vom „burda-style Team“ unterschrieben, sondern es gibt auch ein paar Photos. Das finde ich jetzt durchaus sympathisch, zu sehen, wer die Arbeit wirklich macht.

Los geht es dann mit einem „trend“, nämlich bunte Halstücher im Leo Muster. Okay, ich dachte, die wären schon wieder durch… Jedenfalls darf man das aus einem Stück Viscose und mit Textilfarben sowie Seidenmalfarben selber malen. Zumindest praktisch für diejnigen unter uns, die eh noch ihren Seidenmalkram aus den 1990ern im Keller haben. (Ach ja, Bleistiftvorzeichnung und dann mit Konturmittel nachfahren kann ich nicht empfehlen. Bei mir ging das zumindest auf Seide nicht mehr raus. Lektion gelernt.)

„Das will ich!“ ist eine verkleidete Werbung für Korkstoff von Rayher, wobei ich das starke Gefühl habe, die Anleitung für das zu nähende Smartphone Case schon wo anders gesehen habe. Vermutlich im Netz…?

Dann endlich die erste Modestrecke, „Business Class“.
Kostüm Burdastyle
Und gleich das erste Kostüm aus taillierter Jacke 117 und Bleistiftrock 115A löst das Motto bereits perfekt ein. Business ganz klar, aber auch mit Klasse. Beide Teile gehen mit verschiedenen formenden und akzentuierenden Teilungsnähten nicht sparsam um und trotz der an sich „strengen“ Grundform wird es durch Bindgeürtel und weiche Ärmelform an der Jacke bzw. einem Godet statt Gehschlitz am Rock weiblich. Der aus meiner Sicht einzige Schönheitsfehler ist die Größe… das hätte jetzt nicht bei 44 aufhören müssen…

Bei Shirt 119B ist der tiefe Wasserfallausschnitt zwar an sich nicht Bürotauglich, aber diesmal sieht das Design gleich das passende Bustier aus gleichem Stoff vor. Sollte bei Burda doch mal jemand zugehört haben?
Kleid
Kleid 116 mit dem angedeuteten Kelchkragen ist eng mit dem Bleistiftrock verwandt, die Details wie die kleinen Raffungen am Hüftpassenteil kommen hier aber sogar noch besser zur Geltung.

Die kurze Bikerjacke 113B ist ja auch nicht schlecht, fällt bei der Konkurrenz dann aber etwas ab. Aber nur im direkten Vergleich.
Oberteil Burdastyle
Dafür schreit dsa OBerteil 118 mit dem Wickeleffekt gerade zu danach, auch zum Afterwork ausgeführt zu werden. Die scheinbaren Bindebänder finden in der Seitennaht Halt. Allerdings wird hier nicht mit Jersey gearbeitet, ich bin mir also nicht sicher, ob das nicht eher was für die Damen mit weniger Körbchengröße ist…

Dann gibt es den Bleistiftrock noch mal 115B in einer anderen Fare. Und das Volantkleid in Langgröße hat hier viel von einem Nachthemd oder so.

Lustlos auch die Accessoires dazu… irgendwas, was man in grau, silber und braun so gefunden hat. Der gemeinsame durchgehende Faden fehlt.

Die Nähschule wagt sich dann and die Bikerjacke, also das volle Programm Leder nähen.

Sportlich die anschließende Modestrecke „Cool Running“. DassHoodie 103 so viele Teilungsnähte hat, kommt in dem Stoff allerdings nicht wirklich raus. Das könnte man vielleicht schöner betonen? Bustier 104 hat eine interessante Nahtführung, oben Halbrund, unten dann in Teilungsnähten weiter. Nur wirft es am Körper der Trägerin überall Falten. Für ein Teil aus Badenanzugstoff dich eher nicht so passend, oder? Auch Bustier 107B sitzt überall eher locker… am Ausschnitt, über der Brust, unter der Brust… Und die Shorts scheinen an der Taille auch abzustehen. Tja, ein Model kann auch zu dünn für die Modelle sein. Schlupfbluson 101 gibt es in zwei Längen: über den Po und knapp unter der Brust. Wozu man allerdings einen so kurzen Regenschutz brauchen könnte, kann ich mir jetzt wirklich nicht erschließen. Egal welche Sportart… wenn alles außer den Schultern nass wird, kommt es auf die doch auch nicht mehr an, oder? Mit Modell 106B gibt es dann eine Laufhose, auch bei der preist der Text die Teilungsnähte an, auf dem Bild kann man durch die Pose und überhaupt das wenige, was man von der Hose sieht, nicht wirkich erahnen, wie die sitzt. Schwarz in schwarz auf der Seite daneben macht es nicht spürbar besser. Dafür scheint Shirt 105 deutlich besser zu sitzen als die Büstiervarianten. (Ein Bustier zu konstruieren, indem man einfach abschneidet hat Grenzen.) Dazu dürfen wir dann noch ein Turnbeutelchen.. äh Matchsack nähen. Nochmal Bustier und Laufhose, hier scheint das Bustier besser zu sitzen, aber die Hände des Models sind wieder davor.

Der Beautykram ist wie immer zum Überblättern…

„Most Wanted“ nennt sich die nächste Modestrecke. Irgendwas mit „Queen of Cool“ und bequem. Hm… Jogginghosen mit Pailletten oder wie verstehen wir das? 102 ist dann auch ein Raglanshirt mit Pailleten. Wobei die seitlichen Einsätze im Schnitt gar nicht so schlecht sind. 112B ist ein Volantkleid in Langgröße. Was aus genau diesem Photowinkel tatsächlich nicht mal so schlecht ausssieht, aber schon arg kurz. Dann mit 119A wieder der Wasserfallausschnitt mit dem Unterteil. Hingegen das mit dem „Ausgehpyjama“… nein, der sieht doch zu sehr nach Pyjama aus und gar nicht nach Ausgehen. Die Bikerjacke gibt es dann auch aus Metallicleder. Der Minirock 114 ist eine Variante von 115B… nur kürzer und mit einem Einsatz vorne. Scheint diesmal sauber genäht zu sein, denn in dem Stoff sieht man den gar nicht. 108 nennt sich „Slipdress“. Da muß ich sagen, daß ich Unterröcke habe, die besser sitzen. Und Nachthemden. Und dann noch mal die Pyjamahose… mit schwarzem Oberteil etwas besser als in der Anzugvariante, aber so wirklich der Hit ist das auch nicht.

Und wieder „Beauty“ zum Überblättern…

Bei den „Accessoires“ muß man dann genau hinsehen, damit man sie zwischen der Deko erkennt. Nein, es geht nicht um schwarze Champagnergläser, es geht um den sparsam darin drapierten Schmuck… Nun ja… selbst die Lindorkugeln sind besser zu erkennen. (Was nichts hilft, denn die mag ich nicht.)

Anschließend eine Häkelanleitung für eine einfache Umschlagtasche, sehr trendy, nehem ich an, mti den langen Fransen. (Nein, die Tasche ist nicht meins, abgesehen davon, daß für meine Taschengewohnheiten ungefütterte Taschen eh völlig unbrauchbar sind. Und wenn ich so was wollte.. bekäme ich das wohl auch ohne Anleitung hin.)

„Pretty Woman“ ist diesmal das Motto für die Plus Größen. Eher für darunter und ins Bett. Das Wickel-Oberteile mit Empirelinie 121A sieht auch sehr süß aus, nur sitzt es an der Brust einfach gar nicht. Nur grauenhaft. French Knickers sind dann nicht so meines, weil sie an mir nicht so toll aussehen. Der klassische Pyjama aus Jacke 122 und Hose 124A leigt dann schon wieder auf meienr Linie. Das ist jetzt nichts spezielles, aber ein Schnitt, der sogar Verwendung finden könnte. Der von mir bislang benutzte wurde zwar mehr oder weniger krude auf meine aktuelle Größe angepasst, aber mal so ein Oberteil mit kleinen Abnähern könnte auch den Komfort steigern. Auch Negligé 125B würde mir gut gefallen (eher als Unterkleid), wenn es nicht schon dem Model offensichtlich über der Brust zu eng wäre. Dann gehen wir mal davon aus, daß es mir auch nicht passt. Die Empirelinie im lang und stehend photographiert ist etwas besser als die kurze Variante, aber die Zugfalten vorne können mich trotzdem nicht begeistern. (Und würde ich wirklich Stretch-Seidensatin für ein Nachthemd kaufen?) Dann gibt es die Pyjamapants noch mal quasi als Tageshose. So in der Bewegung sehen die aber wieder so aus, als wäre vorne im Schritt etwas wenige Platz. Was nicht so toll ist, wenn man sich damit auch bewegen will. Morgenmantel 126 hat wohl eine Kimonogrundform, aber mit ein paar Raffungen. In denen könnte man eventuell eine FBA unterbringen? Den Schnitt mal merken… Und dann noch mal das Negligé als 125A in blau. (Und mit mäßiger Naht. sowie gruseliger Saumverarbeitung.) Auch hier die zweifelhafte Passform. Fazit: viele Schnitte aus der Strecke könnte ich mir für mich vorstellen, aber sie passend zu bekommen sieht nach viel Arbeit aus.

Die „accessoires“ dazu sind dann BHs und Höschen. Da könnte mir das eine oder andere gefallen, nur habe ich oft genug schmerzhaft gelernt, daß von der Stange einfach nicht passt.

Und wieder Beauty zum Überblättern… aus dem Augenwinkel nehme ich noch wahr, daß es um Avocado geht. Die habe ich dann doch lieber auf demTeller, ganz klar.

Fasching oder Karneval ist das Thema der Kinder. Vertreten sind die Größen 110 – 146. Rotkäpchen und der Fuchs, ein „Zauberlehrling“ der natürlich gar nicht nach Harry Potter aussieht, Dino, ein Klassiker seit den 1980ern und ein Blümchen. Dazu die Schlümpfe, die auch so heißen dürfen. Vermtulich, weil im Gegenzug ein Magazin beworben wird. Warum Schlumpfine als eigener Schnitt gilt erschließt sich mir hingegen nicht recht, denn das, was den deutlichen Unterschied ausmacht, nämlich das Kleid, das gibt es nicht als Schnitt, dazu soll man ein weißes Erwachsenenkleid zerschneiden. Perfekt, denn jetzt im Winter gibt es so viele weiße T-Shirt Sommerkleider. 😛

„Green Fashion“ hat diesmal weder mit Mode noch mit „green“ zu tun, sondern stellt eine Stiftung vor, die in Malawi offensichtlich ein Hilfsprojekt unterhält. Oder so.

Die Rezepte werden jetzt auch schon zur Werbung genutzt, so dar ein „Eckes“Eggnogg für einen Eierlikör aus dem gleichen Hause werben. Immerhin muß kein Kirschlikör rein… Die Süßigkeiten sind dann doch ansprechendern, auch wenn ich so kurz nach Weihnachten ja keinen so großen Bedarf mehr habe. Aber Schokoladenfudge kan man sich mal aufheben. Und Torrone will ich auch schon ewig mal selber machen.

Für Überraschung sorgt der Atelierbesuch. Zwar ist mir klar, daß zumindest geologisch Finnland zum größten Teil nicht zu Skandinavien zählt, aber daß ein Finnischer Designer so farbenprächtig  und mit Details arbeitet ist dann auf den ersten Blick etwas überraschend. (Auf den zweiten weniger, wenn man an finnische Trachten und die Nähe zu Rußland oder auch die baltischen Staaten denkt.)

Die nächste Werbung versucht es nicht mehr als „Warenkunde“ getarnt, sondern die Waschmaschinen werden als „die brauche ich!“ angepriesen. Spart mir das Lesen, meine Waschmaschine ist noch relativ neu und die nächste brauche ich, wenn die kaputt ist. Wer weiß, was der Markt dann so her gibt.

Überrascht bin ich vom „Nachbericht“. Im November waren ja Färbesets verlost worden, hier werden tatsächlich auch die Modelle der drei Gewinner gezeigt. Das ist doch mal ganz nett.

Zum Abschluss gibt es dann noch die Idee, ein Joghurtglas in ein kleines Nähnecessaire mit Nadelkissen auf dem Deckel zu verwandeln. Charmant anzusehen, Praktisch vermutlich etwas weniger. Aber gut.

(Und wieder eine Besprechung geschafft, bevor die nächste Ausgabe in die Läden kommt. 😮 )

 

Revue de Presse: Meine Nähmode 6/2016

Titel Meine NähmodeSeit sehr langer Zeit ist tatsächlich auch mal wieder eine „Meine Nähmode Große Größen“ in meinem Einkaufskorb gelandet. Die enthält nämlich diesmal auch Simplicity Schnitte…

Der Titel ist erst mal wenig spannend, denn solche Walla-Walla Modelle gibt es ja an jeder Ecke. Immerhin haben sie die modischen Cut Outs an der Schulter. Und der nächste Sommer kommt bestimmt auch mal wieder.

Inhaltsverzeichnis und Vorwort sind wie immer überblätternswert…
Blazer Meine Nähmode

Dafür geht es dann aber gleich sehr vielversprechend los. Mit zwei auf Taille gearbeiteten Blazern bis Größe 48. Besonders die Variante mit dem Gürtel gefällt mir wirklich gut.

Die voluminösen Blusen in zwei längen (lang udn sehr lang) kommen mir hingegen etwas bekannt vor… waren die schon mal in einer der anderen Ausgaben? Dafür bis Größe 50.

Culottes sind ja nicht so mein Thema, aber in der Version mit Kurzblazer und Wickelshirt sieht es tatsächlich mal tragbar aus. Sieht allerdings alles sehr nach Sommer aus…

Dann wieder weite Jacke und weite Bluse, die dürfen dafür bis Größe 50/52, Und zumindest die Bluse als luftiges Sommerteil…

Wie auch die nächsten beiden Kleider, ich sag mal Hemdblusenkleid in lässiger Weite, einma Kniekurz, einmal als Maxidress in bodenlang. (Und das an einem Model, das noch dazu gewaltige Absätze trägt,,, normale Menschen dürften das wohl kurzen müssen?) Hier geht das Größenspektrum dann bis 52/54. Mit Taillengürtel, also nicht nur ein Sack. Erfreulich.

Die kragenlose Jacke mit der gesondert gefertigten Pelerine ist auch nicht schlecht. Zumal man damit wirklich zwei recht unterschiedliche Looks bekommt. (Und sich dem Wetter auch besser anpassen kann, eine Schicht mehr oder weniger…)

Bis Größe 54/65 gibt es dann einen Strickponcho. Tatsächlich nicht nur ein Schal mit Loch, sondern man hat sich die Mühe gemacht, eine Schulterschrägung einzubauen. Trotzdem nicht so mein Favorit.

Anschließend gibt es auf einer Seite den Versuch eines redaktionellen Teils… Einige Modelabels für große Größen werden vorgestellt und ein paar (wenig inspirierende) Laufstegphotos teilen sich die Seite.
Kleid Meine Nähmode

Exaktes Arbeiten dürfte bei dem gepaspelten Sommerkleid angesagt sein. Aber sind die Teilungsnähte nicht toll? Nur hätte ich dann gerne noch ein Bild der Rückenansicht. Die sollte dann ja nicht ganz langweilig sein. (Das Kleid gibt es in den Größen 46-50 und wahlweise auch mit kurzen Ärmeln.)

Eine klassische Hose gibt es ebenfalls in den Größen 46-50, ein schöner Grundschnitt fürs Büro und andere „seriöse“ Gelegenheiten. Dazu dann der Verweis auf einen Makerist Kurs zur Vergrößerung von Schnitten. Und zur einfachen Konstruktion von Hosenschnitten. (Da werde ich zugegebenermaßen etwas misstrauisch… Hosenschnitte deren Konstruktion einfach ist… passen die?)

Kontrastprogramm dann die wieder die weiten Tunikaschnitten. Die Kimonojacken werden hingegen wieder mit Gürteln auf Figur gebracht. Beide Schnitte sind jedenfalls ideal für groß gemusterte Stoffe, weil man nur wenige Nähte hat.

Oberteil 24 und Hose 25 kommen mir jetzt wieder bekannt vor… die hatten wir doch schon mal? Aber vielleicht nicht in den Größen 48-52?

Buchtips… Nicht alle Bücher taufrisch, aber Bücher mit Basisschnitten in großen Größen gibt es ja nicht so viele.

Recht süß gemusterte Kleider im Stil der 50er mit engem Oberteil und weitem Rock. Wobei gerade das wadenlange Modell in der Stoff- und Schnittkombination etwas arg Retro(Kostüm daher kommt. Die Maxiversion wirkt dann doch moderner.

Eine Seite widmet sich dann einem „Figurenratgeber“: A, H, V und X stehen zur Wahl. Mit den üblichen Tips, was der jeweilgen Figur steht. Gibt es wirklich jemanden, der das nicht schon 20 Mal gelesen hat? (Bis zum 25. Lebensjahr…)
Kleid Meine Nähmode

Boh, oder lieber das Color Blocking Kleid? Größe 46 – 50 passt jedenfalls. (Dank der Teilungnähte längs und der Querteilungsnaht in der Taille sollte sich das auch prima an die Figur anpassen lassen.)

Zum Abschluss darf dann das Titelmodell ran. Zu einem äh.. weichen Sack, der … was genau darstellen soll? Aber gut…muß ja nicht alles für mich sein.

Das Fazit ist defintiv positiv, ich habe schon Lust, Sommerkleidung zu nähen. Wie war das gleich mit der zur Verfügung stehenden Zeit? 😉

Revue de Presse: Burdastyle Dezember 2016

Titel Burdastyle Die Dezemberausgabe kommt mit eher warmen, weihnachtlich assoziierten Farben daher. Dunkles rot und ein warmer, fast ins Goldene gehende Naturton. Daß das Titelmodell aus Spitze ist, überrascht dann auch nicht. (Spitze mit sportlichem Reißverschluss… guter Ansatz, aus meiner Sicht. „Hey Schöne“ ist dann wohl auch irgendwie das Motto der Ausgabe.

Im Vorwort bekommt wieder das „burda style-Team“ das Wort, das um viele Klicks bittet. Also nein… natürlich liegt es in unserem eigenen Interesse als Leser, möglichst oft in den Adventskalender reinzuklicken und irgendwelche Lifestyle und Kosmetikprodukte zu gewinnen. (Das war zumindest drin, als ich das letzte Mal reingeguckt hatte…)

Die Bastelabteilung zum Einstieg befasst sich jahreszeittypisch dann auch mit kleinen schnellen Geschenken. Eine zusammengenietete Schmuckablage, ein Beautymäppchen, Schlüsselanhänger und ein Lesezeichen, das vermutlich schön Knicke in die Seiten macht. Was man in allen Fällen braucht ist Leder. Mich reißt das jetzt alles nicht so vom Hocker. Das „Etui“ für die Handykopfhörer auch nicht. Da braucht man kein Leder, sondern Korkstoff.

Freundlicherweise kommt dann auch schon die Mode, allerdings nicht festlich, sondern warm und wetterfest, unter dem Motto „Cool Britannia“. Das kurze Cape 103 ist nett, aber auch recht kurz. Und an den Ärmeln dürfte es reinpfeifen wie Hechtsuppe… Kleid 112 sieht in der Zeichnung gar nicht so schlecht aus, die genähte Variante aus so was tweedigem zu Gummistifeeln hingegen… nicht so ansprechend. 120 ist im Grunde auch so eine Art Cape, nur mit Bund unten, dann darf es sich Oversized Pulli nennen. Die Farbe ist definitiv up to date, der Gelbton hängt auch schon seit September in angesagten Pariser Boutiquen. Die Form muß man halt mögen. Super Easy“ zu nähen dürfte es aber sein.
Kleid Burdastyle
Nicht nur in der Farbe, sondern auch in den Details ausgefallen ist Kleid 107. Bei den kurzen Ärmeln muß man zwar überlegen, wie die in den Winter passen, aber die Biesen und Volants vorne mit dem tief angesetzten Rock ergeben ein durchaus eigenwilliges Bild, ohne übertrieben zu sein.

Cape 104 aus dickem Karo lebt dann von Stoff. Bei Kleid 118A müßte man vom Kleid was sehen, um zu entscheiden, ob das jetzt Kleid oder doch eher Nachthemd. Bei der Schnittform weiß man ja nie. Sieht man Dank Pose des Models im Sitzen aber nicht…
Rock Burdastyle
Modell 105 ist im Grunde auch ganz simpel, bekommt durch das Volant vorne aber wieder ein verspieltes Detail

Dann nopch mal Karo im Mantel mit Querteilungsnaht. Ich muß sagen, das mit dem Musterverlauf hat Burda überraschend gut hinbekommen.

Die vorgestellten „accessoires“ zum Thema stehen dann unter dem Motto „Very Scottish“. Was im Grunde vor allem bedeutet, daß man noch Bilder von Schafen dazu zeigt…. 😛

Beauty bekommt die übliche Beachtung… keine.

Da es sich um das Dezemberheft handelt, werden die Shoppingvorschläge unter „geschenke“ geführt. Interessant zu sehen, daß man für Papierperlen heutzutage eine „Maschine“ braucht. Zu meiner Zeit in der Jungschar haben wir das mit einer Strumpfnadel und von Hand gemacht. 😮 Aus alten Illustrierten. Kostete natürlich auch keine 13 EUR. Nett finde ich das Set aus Sockenwolle und Stricknadeln im „to go“ Plastikbecher verpackt. Aber das kann man auch selber so packen und verschenken…

„Festlich“ wird es dann endlich in der nächsten Modestrecke. Kleid 119 ist ein wich fallender Sack, der aber mit Bindegürtel auf die Figur gebracht wird. Das sieht bei schlanken Frauen durchaus gut aus, die wirkliche Sensation ist aber der Stoff. Paillettentüll mit Seidensatin. Auch der Stoff von Tunika 111 ist einen zweiten Blick wert. So man es schafft, die Augen vom völlig verkorkst sitzenden Brustpunkt und den grauenhaften Falten darunter abzulenken… Kleid 118B wirkt ebenfalls vor allem durch den Stoff, zumal dieser den Schnitt völlig untergehen lässt. Durchaus gelungen das Titelmodell, auch auf den zweiten Blick. Der grobe Reißverschluss vorne in Rock und Jacke gibt der traditionellen Guipurespitze einen modernen Look. Maxikleid 113 scheint mit Tunika 111 verwandt zu sein, der Brustpunkt sitzt nämlich auch hier irgendwie auf der Oberbrust. Der doppelreihige Brokatblazer 101 trägt sogar beim Model auf… wie der wohl in einer „normalen“ Größe wirkt? Was Hüllenmantel 115 mit „festlich“ zu tun hat…? Erinnert mich doch eher an einen Bademantel. Wobei er mit den übertrieben großen Taschen durchaus was modisches hat, aber eben nicht unbedingt festlich wirkt. Hängerchen 123 und die kurze Variante als Top wirken wie Sack mit sackartiger Rüsche… trägt so was jemand wirklich freiwillig??? Und zum Abschluss noch ein paar kuschelige Pullis, aber auch die sind eher gemütlich als irgendwie festlich. Hm.

Das „accessoire“ zum Thema sind dann Schürstiefeletten mit gemusterten Strumfphosen. Die Stiefel reißen mich jetzt alle nicht so vim Hocker, bei den Strumpfhosen brauche ich gar nicht gucken, gemusterte Strumpfhosen in meiner Größe (und Passform) gibt es ohnehin nicht.

In der Nähschule gibt es diesmal ein Projekt für Anfänger, der „super easy“ Oversize Pulli wird gezeigt. Was mit dem angeschnittenen Kragen nicht mal völlig banal ist.

„Jeans“ sind das nächste Thema, allerdings etwas ungewohnt, denn diese Modestrecke ist den Stricknadeln gewidmet.
Strickhoodie Burdastyle
Gut gefällt mir der Hoodie für Herren. Das Zopfmuster macht das Stricken interessant, trotzdem bleibt der Hoodie cool und männlich.

Der Damenpulli hat zumindest nette Zöpfe auf den Ärmeln, aber mehr erkennt man nicht. eine Anleitung für Dreieckstücher braucht man sicher, hat man ja noch nie gesehen… und die Oversizeweste, die unkoordiniert zusammengebunden wird kann mich jetzt auch nicht begeistern. Ist aber vermutlich anfängerfreundlich, weil nicht „passformsensibel“. Modell 141 mit dem großen Kragen… hm, nicht schlecht. Der bestickte Ethno-Pulli hingegen…. der verströmt doch arg den Charme der Bastelstunde.

Die Kinderschnitte der Ausgabe finden wir in der Modestrecke „Night Life“, gemischt mit vielen Damenschnitten und einem Bademantel für Herren. Okay, der Fokus liegt bei den Damen. Ein luftiges Nachthemdchen passt gut in den Winter… Der „Onesie“ (lange Unterwäsche am Stück…) passt schon besser, aber will frau wirklich so aussehen? Ein Herrenbademantel (muß ja vor Weihnachten auch rein, eine Standardgeschenkidee, nicht wahr?), en luftiger Einteiler für Damen… das muß mich jetzt nicht vom Hocker reißen, nehme ich an? Wärmflaschenbezug,… ein Kuschlewal… Shorts und Top.. der gestreifte Morgenmantel 114 ist noch ganz nett. Dann noch ein gestreifter Babystrampler und noch mal ein luftiges Nachthemd. Modell 108, auch ganz nett. Aber im Dezember? Wenn man gerade Schnitte für Nachtbekleidung braucht, vermutlich sinnvoll, aber spannend ist anders.

„Beauty“ reimt sich mal wieder mit überBlättern…

Simplicol möchte auch ins Gespräch gebracht werden, daher gibt es „pimp“ Ideen mit Farbe. Die ausgesprochen *gähn* sind. Nur die Wollknäuelfärbung… ob das ein sinnvolles Ergebnis bringt? Aber über die Farbechtheit bei Simplicol auf Wolle lässt man sich eh lieber nicht aus.

„Instant Glamour“ ist das Motto der Plusstrecke. Das ist doch ein guter Ansatz. Blazer 125 sieht in der Zeichnung vielversprechend aus, das Bild hingegen versteckt mal wieder alles. Beim Maxikleid 128B widersprechen sich die beiden Informationen… das Photo zeigt ein gut auf Figur gearbeitetes Kleid, die Zeichnung hingegen lässt auf nicht viel Taille hoffen? Die Kombination aus Tunika und Hose sieht bequem aus, aber Glamour? Ähnlich geht es mir mit Tunikavariante 129A. Da sticht immerhin die Farbe hervor und der Ausschnitt lässt dann doch etwas tiefer blicken, als man das so im durchschnittlichen Büroalltag haben will. Das Maxikleid gibt es dann noch mal als Minikleid und Etuikleid 127 hat wieder eine Zeichnung, die Interesse weckt und ein Photo mit einer Passform aus der Konfektion… Das war jetzt ein bisschen enttäuschend, muß ich sagen.

Dann wieder Beauty, irgendwas mit Zimt…

Die Rezeptsparte hat dann wieder mein Interesse… Das sieht alles lecker aus, allerdings habe ich schon ein Rezept für Eierlikörkuchen und für Butterplätzchen… Aussehen tut es aber ohne Zweifel lecker.

Bunte Schau aussageloser Bilder widmet sich der „Langen Nacht des Selbermachens“, war die Veranstaltung wirklich so langweilig, daß man sie hier verbraten muß.

Ganz süß finde ich die Dekoidee am Ende diesmal… Kleine Miniaturen in Walnusschalen… Das muß kein Reh sein, aber die Idee gefällt mir wirklich. Ein paar Zutaten habe ich schon gekauft… 😛

Das neue Heft kommt schon am Mittwoch… Ach ja, eine Beilage liefert noch ein paar Burda-Schnitte zur Fernsehshow „Geschickt eingefädelt“. Nicht neu die Schnitte, würde ich sagen.

Revue de Presse: fait main N° 419 (Décembre 2016)

Titel Fait Main Wenn schon das Nähen im Moment komplett den Weihnachtsvorbereitungen zum Opfer fällt und es auch sonst mit der Kreativzeit hapert kann ich stattdessen wenigstens Zeitschriften vorstellen. Die Dezemberausgabe der Fait Main habe ich mir noch im November, sozusagen am Tag der Ankunft, an einem Kiosk in Paris abgegriffen. Der Titel ist in der Farbgebung aber auch in dem Damenmodell durchaus festlich.

Das Editorial widmet doch tatsächlich etwa ein Viertel seines Textes den vielen aktuell unerfreulichen Ereignissen der Welt und der heimatlichen Politik (so was kommt in deutschen Magazinen dieses Genres ja gar nicht vor), um uns dann auf die Festmode aber auch auf viele Ausstellungen einzustimmen.

Die Buchvorstellungen enthalten wenig überraschend einen Kreativkalender. Dann gibt es ein Nähbuch für die „runde Frau“. Mit Schnitten, Tips zur Schnittanpassung und anderern Tips. (Ob es spezielle Nähtips für Plus Frauen gibt ist der Angabe jetzt nicht zu entnehmen.) Das könnte ja mal einen Blick wert sein. Und natürlich wird auch ein Buch über Wein vorgeschlagen. Wir sind ja in Frankreich. 😉

Die Seite Produktvorstellungen lässt mich ob der zusammenstellung mal wieder grinsen… das meiste hat ja mit Weihnachten zu tun, aber ein Woll- und Feinwaschmittel hat es auch auf die Seite geschafft. *gg*

Für kleine Jungs gibt es dann eine Kombination aus Weste und Hose (wobei so eine klassische Weste in Kindergröße prima ist, wenn man sich an das Thema „Reversverarbeitung“ mal ganz vorsichtig rantasten will…), für Mädchen ein ärmellose Hängerkleidchen mit hohem Kragen. Beides süß und in Größe 80-104.

Weihnachten ist ja auch die Zeit des Jahres, wo der Dekoteil mal meine Aufmerksamkeit bekommt. Gehäkelte Sterne und Engelsflügel bleiben aber verzichtbar. Die Kreuzstichdecke im skandinavischen Stil ist nett, aber brauche ich gerade nicht (außerdem werde ich sicher nicht auch noch mit Kreuzstich im großen Stil anfangen), Adventskalender auch nett, aber nicht sensationell…. So richtig gut gefallen mir eigentlich nur die aus dickem Filz ausgeschnittenen Ornamente und Motive, die Weihnachtsanhänger ergeben. Das gäbe sicher auch tolle Karten, ich habe nur keine Filzreste…

Ein Pulli aus Merinowolle… nettes, nicht zu großes Muster, dürfte sowohl ausreichend interessant zu stricken sein als auch tragbar.

Die festliche Kleidung wird dann vom Titelkleid eingeläuftet. Das allerdings auf den zweiten und dritten Bild schon weniger attraktiv wirkt. Vielleicht sollte man da statt eines BW-Viscosejerseys etwas nehmen, was edler fällt? Also Wolle, Angora, Kaschmir….? In der gleichen Farbe darf dann ebenfalls ein Hosenanzug ran. Der sieht auf der Zeichnung wenig ansprechend aus, gewinnt aber getragen deutlich.

Glamouröser sind dann die Modelle aus Spitzenstoff, aber demgemäß auch nicht interessant im Schnitt. Und das eine Kleid sieht echt nur aus wie ein Sack aus Gardine.
Rock und Oberteil Fait Main
Da finde ich, trotz meiner grundsätzlichen Liebe zu festlicher Kleidung, das Alltagsmodell aus Rock und Oberteil wesentlich ansprechender. Beim Oberteil wirkt zwar vor allem der Stoff, der ist aber gut zu dem extrem schlichten Stoff gewählt und der Rock hat auf den zweiten Blick dann mit der breiten Saumblende dann doch noch ein nettes Detail.

Die gerade Longjacke daneben ist dann… sicher passend dazu aber wieder wenig aufregend.

Dafür wird die Geduld mit einem Artikel über eine Schneiderin in Limoges belohnt, die Korsetts und einzigartige Brautkleider macht. Da hätte es ja gerne mehr als das eine Bild sein dürfen…

Okay, die seite mit der Werbung für Champagner und seine Verwandten hätte man jetzt weglassen können…

Dafür gibt es anschließend zumindest Bilder von großen Roben vergangener Tage, anlässlich einer Ausstellung in Compiègne.

Die „news“ mischen dann wieder munter Produktpräsentationen… am Interessantesten finde ich, daß offensichtlich Lil Weasel (ein Pariser Wollgeschäft, das ich gelegentlich von außen ansabbere und sogar ab und an mal betrete) eine eigene Wollkollektion hat. Muß ich wohl doch mal wieder hin…

Danach einen Poncho/Oversized Sweat aus Strickstoff, an dem ich gerade nichts zu Meckern finde. Der gewählte Stoff hat genug Struktur, um nicht langweilig zu sein und fällt offensichtich so weich, daß er trotz der Weite den Körper gefällig umschmeichelt.

Für die schnellen Erfolge dann wohl die genähten Plüschstiefel (ja, auch für Erwachsene) und so ein Mützen-Schal-Dingens. Naja, kann man überblättern.

Um mich dann im nächsten Artikel festzulesen, der sich dem jungen Stickkünstler Lorenzo Nanni widmet. Da wird Sticken dann wirklich zur Kunst, die weit über das hinausgeht, was man aus Fertigpackungen erschaffen kann.
Babypulli Fait Main
Ganz viele Herzchen gibt es von mir für diesen absolut entzückenden Mäusepulli. Ja, ist Kitsch, aber in Babygröße ist das erlaubt, Jawoll! (Okay, die Anleitung geht von Größe 62 bis 116, da kann man dann schon wieder diskutieren, ob das sein muss…)

Dann wieder „Geschenkideen“, vor allem Spielzeug…

Und Basteln. Ein Guirlande wird mit So einer Art Blüten aus Seidenpapier verziert. Nun ja.

Nun Ja auch für den nächsten Pulli, langweiliges Lochmuster auf Ausschnitthöhe wird durch uninspiriert aufgepappte Strasssteine dann auch nicht besser.
faitmain41904
Eleganz in gedeckten Farben (also vor allem schwarz) ist dann für die Plusgrößen vorgesehen. Das verdeckt dann auch völlig die durchaus vorhanden Details. Mein Favorit ist ja das Kleid mit dem schwingenden asymmetrisch angesetzten Saum. Aber der Pulli zur Hose offenbart in der Zeichnung eine dreieckige Passe. Nur bei der sackartigen Bluse weiß ich nicht so recht… Aber mit sinnvolleren Farben und anders kombiniert kann vermutlich die ebenfalls gut zur Geltung kommen.

Mit der Beauty-Werbung mache ich das Gleiche wie bei Burda… 😛

Dann gibt es noch einen Pulli, der schmeichelnd über die Schultern fällt. Abgesehen davon, daß das immer unpraktisch ist wird die schlichte Eleganz der Form durch den Einsatz von Farbeverlaufsgarn leider platt gemacht. Aber das kann man beim Nachstricken ja ändern. 🙂

Ausführlich und reich bebildert der Bericht über eine Ausstellung die sich mit dem Einfluss von Militärkleidung auf Mode befasst. Das sieht sehr interessant aus, leider in Aubagne/Marseille.

Schnitttechnisch war diese Ausgabe jetzt nicht so spannend, aber ich fürchte, der nächsten derer ich habhaft werde kann ich dann doch nicht widerstehen. :o)

 

Revue de Presse: Threads November 2016 (187)

Titelbild Threads
Die spannende Frage ist wie jedes Mal, ob ich es schaffen werde, die Besprechung fertig zu bekommen, bevor das nächste Heft bei mir eintrifft. (Wobei, die für mich noch spannendere Frage ist die, ob die Verlängerung meines Abos geklappt hat. Das mit der automatischen Verlängerung klappt bei 3 Jahres Abos nicht so gut, weil da dann die Kreditkarte inzwischen mal erneuert wurde… 😮 )

Farblich spricht mich das Titelbild mit viel rot und etwas blau ja schon mal an. Die Inhaltsankündigung liest sich auch gut, bessere Jackenverarbeitung, Draping für einen besseren Sitz…

Die Autoren der Ausgabe dürfen sich darüber auslassen, ob sie auf Reisen mal einen besonders tollen Stoff oder besonders tolles Band gefunden haben. Da könnte ich mich dann nur schwer festlegen, welcher Stofffund mein tollster war.

Im Editorial geht es diesmal (nachdem vor einigen Ausgaben das Ausmisten Thema gewesen war) um die Dinge im Nähzimmer, auf die man auf keinen Fall verzichten will. Nun ja, ein gewisses Gleichgewicht schaffen ist ja auch sonst im Leben nicht schlecht.

Bei den Lesertips geht es mal wieder vor allem um Probleme, die ich nicht habe. Auch schön. Und der „Best Tip“ widmet sich einem Langzeitklassiker der Nähtips, nämlich wie man verstürzte Ecken schon eckig bekommt. Funktioniert vermutlich auch. Wie die meisten anderen Tips zu dem Thema.

Volle Aufmerksamkeit hat dann „Embellishments“, denn diesmal ist es hier nicht rein dekorativ, sondern auch funktional. Es geht nämlich um gestaltete Knoflöcher. Von Hand, nicht mit der Stickmaschine. Nicht alles davon muß ich haben, aber einige Techniken gefallen mir gut.

Die „Pattern Reviews“ zeigen diesmal vor allem Teile der großen Schnittfirmen, da ist dann auch keine große Überraschung dabei. Und der Rock von Style Arc ist nicht schlecht, aber auch nicht wahnsinnig spannend.

Bei den „notions“ ist das Buch über Fascinators das einzige, was ein gewisses Interesse bei mir weckt. Handcreme kann ich auch ohne Threads kaufen und wozu man Sticker braucht, um den Spalt zwischen Nähmaschine und Anschiebetisch zu überbrücken? Bei mir ist der jetzt nicht so riesig und auch so glatt, daß sich da noch nie was drin verfangen hat.

„How did they do that“ widment sich einer generell nicht unbekannten Technik, nämlich dem Trapunto. Dass man das auch bei Kleidung einsetzen kann ist auch nicht so überraschend. Als Abkürzung gleich passend zurechtgeschnittenes Volumenvlies einzunähen hat natürlich was.

Da Saisonwechsel ansteht, gibt es auch einen Überblick über die (amerikanischen) Herbsttrends. Samt (im Prinzip gerne), Rüschen und Volants en masse (nicht so, glaube ich), Layering im Stil der 90er (äh… nö), Elemente aus der klassischen Herrenbekleidung oder aus dem Bereich der Sport- und Trainingskleidung. (Wobei ich nicht glaube, dass das bedeutet, daß man jetzt wirklich mit der Adilette zur Arbeit kommen darf. So man kein Bademeister ist.) Bei der „Überbekleidung“ sind die Trends Wolle mit Uniformdetails, Capes und der Coccon Coat. Bei den Stoffen haben wir dekorierte Stoffe (Spitze, Perlen, Stickerei…), Animal Prints (nicht neu, oder?), die Blumen für den Winter sind großformatige dunkle Drucke und was bislang „ethno“ hieß, nennt sich in der aktuellen Abwandlung „World Designs“. Spitze geht bei mir ja immer, mit großen Blumendrucken kann ich mich vielleicht auch anfreunden. Andererseits… warum dunkel, ist doch eh schon Winter? 😉

Offensichtlich auch Trend ist Scuba, denn wie man den näht (und was der Unterschied zu Neopren ist) wird auf sechs Seiten wirklich ausführlich behandelt. Sollte ich also mal 30 kg abnehmen und dann so was nähen wollen, bin ich gerüstet.

Der nächste Artikel hätte dann für meinen Geschmack noch ausführlicher sein können (obwohl auch der nicht kurz ist und mit vielen Bilder aufwarten kann): Der Vergleich zwischen einem Haut Couture Chanel Jäckchen und einem von der RTW Marke Chanel. Beide sind natürlich gut gearbeitet, aber man erkennt doch deutlich, daß Haut Couture noch mal eine andere Liga ist.

Sarah Velben zeigt anschließend ausführlich, wie man einen Brustabnäher in einen Schnitt hineindrapiert. Eine hilfreiche Technik und im Gegensatz zur FBA auf Papier kann man sicher sein, daß der Abnäher an der richtigen Stelle sitzt. Allerdings braucht man einen Helfer, alleine geht das nicht wirklich.

Bobbinwork Embroidery (dickeren Faden auf der Unterfadenspule) würde ich schon lange gerne mal ausprobieren… wenn ich nicht zu faul wäre, an der Spannung der Unterfadenspule rumzuschrauben. (Und die zusätzliche Spulenkapsel, die ich schon zwei Mal gekauft habe, damit ich eine zum rumschrauben habe… die habe ich dann immer verlegt, wenn ich endlich mal Zeit hätte, das auszuprobieren. 😛 ) Der Artikel motiviert mich schon fast, noch eine dritte zusätzliche Spulenkapsel…

Was ein „Detroit Cuff“ ist, wußte ich bislang nicht, in Deutschland hat der auch keine Tradition. Aber ihn für eine schickere Jacke zu verwenden… warum nicht? Zumal das mit dem Hochklappen auch ganz praktisch ist.

„Essential Technique“ zeigt diesmal, wie man ein Futter von Hand einnäht. Weil es dann glatter und besser liegt. Ist jetzt nicht neu für mich, aber vielleicht überzeugt es den einen oder anderen, das auch mal zu versuchen?

Reparieren ist nicht meine Domäne, und den Taillenbund einer Jeans weiter zu machen, indem man den Bund der Hose drunter dehnt… das ergibt aber nicht so viel Spielraum, oder? Außer bei Stretchjeans. Aber irgendwer wird das sicher auch brauchen können…

Die Modelle der Leserinnen sind diesmal interessant, aber nicht atemberaubend. Und daß man auch Stricksachen mit einstaffierten Bändern stabilisieren kann ist ja für mich nicht so neu.

Andrea Schewe ist ein mir unbekannter Name, aber sie hat offensichtlich reichlich Kostümschnitte designt. Besonders für Simplicity. Das heißt… die Schnitte kenne ich offensichtlich.

Die Fragen an die Experten… wann man Nähte nicht ausbügelt (war mir auch schon aufgefallen, das ist tatsächlich interessant) und wie man eine Pattentasche über einen Abnäher näht (schon gemacht, Burda hat das immer gut beschrieben).

Zum Abschluss gibt es noch die nette Geschichte und die Nahaufnahme auf das Vintage Teil. Ja, diese Trapuntotechnik macht sich auch auf Kleidung gut…

Wie immer, schönes Heft und ich bedauere es nicht, mein Abo verlängert zu haben. 🙂

(Noch habe ich das nächste Heft nicht… ich hoffe, das liegt nicht an einer gescheiterten Bezahlung…)

Revue de Presse: Burdastyle November 2016

Titel BurdastyleFarblich zurückhaltend kommt das Titelmodell im November daher. Die Schrift hingegen knallt um so mehr. Und verspricht uns, gegen den Winter-Blues zu helfen. Dabei ist Winterbeginn doch erst im Dezember. (Da dürfte dann das Januarheft schon erschienen sein…)

Das Editorial spart sich die Chefredakteurin diesmal, stattdessen Platz für einen Leserbrief, der Anlass zur Eigenwerbung gibt. (Warum lese ich diese Seite eigentlich überhaupt noch…)

Bei den Bastelvorschlägen, äh „kreativ-trends“ geht es mit hübschen Kropfbändern los. Wäre ja mal eine gute Möglichkeit, so einiges an Bändern und Perlen zu verbasteln… Dann wird ein Sweatshirt zu einer Bomberjacke umgewandelt. Das ist ja wahnsinnig spannend…

Der Adventskalender läuft dann unter „leichter nähen“, obwohl das Nähen wohl der kleinste Teil ist. So ist mir das ein wenig zu pink und puschelig, aber in anderen Farben… Ist die Idee ausbaufähig.

Mit puristisch „coolen“ Outfits geht dann endlich die erste Modestrecke los. Hüllenmantel 124 dürfte keine große Herausforderung sein. Es sei denn, man hat Angst vor Handstichen, denn die Kante bekommt eine Dekoration aus großen Stichen von Hand. Die Longweste 114 ist zwar kein Upcycling, sieht aber so aus… Bluse 109 hat ein hübsche Schulterpasse, leider ist auf dem Photo ein Riesenschal drüber gewickelt. Miniröcke scheinen auch wieder da zu sein. Aus Leder und gewickelt… Pomanschette für viel Beinfreiheit.
Jacke Burdastyle
Überraschend gut gefällt mir die Schößchenjacke 125B. Obwohl das Schößchen relativ hoch angesetzt ist, wirken die Proportionen zumindest auf dem Photo nicht lächerlich oder kindlich.
Kleid Burdastyle
Auch Kleid 110 gefällt mir. ein bißchen romantisch, schmeichelt der Figur aber nicht süßlich oder kitschig.
Tunika Burdastyle
Sehr ansprechend ist ebenfalls die Tunika 122A, die Fältchen am Ausschnitt und unterhalb der Taille… ein bißchen wie ein Russenkittel, aber viel eleganter. Vor allem aus dem weichen Stoff. Leider nur in Langgröße. 😮

Die Culotte aus Lammnappa mag ein „Mater Piece“ sein, aber mir würde für das Material ja deutlich netteres einfallen. Und der Kaputzenkittel dazu… Ah, das Titelmodell. Hmtja, einfach zu nähen dürfte es sein. Auch Longshirt 108 B kann mich nicht begeistern. Ich habe nicht grundsätlich was gegen diesen freien Schultern, aber das ganze wirkt einfach nur wie ein Sack. Und daß man noch einen Rolli für drunter braucht, macht es nicht besser. Shirt 105 ist das deutlich besser. Auch eher schlicht, aber die kleinen Fältchen am Kragen und die „Hüftschluppe“ machen es doch wieder interessant.  Zum Abschluss gibt es noch ein paar Detailaufnahmen einiger Modelle. Das ist ja mal eine gute Idee, denn das war nicht alles zu sehen. (Meine Meinung zur Schößchenjacke ändert sich allerdings etwas… das mit den Fransen in der Passe hinten muß nicht sein. Kann man aber weglassen.)

Beauty zum Überblättern…

Und als Kontrastprogramm die gleichen Schnitt noch mal in bunt. In sehr bunt, Primärfarben. (Okay, die Farben die ich in den Schaufenstern in Paris gesehen habe waren jetzt andere Nuancen… aber gut.) Die Tunika in Langgröße sieht auch als Kleid sehr gut aus. Den Hüllenmantel gibt es… ach nein, der scheint eine Boulform zu haben und ist kürzer. Eine superweite Marlenehose. Stylisch ja, ob ich es mag, weiß ich nicht. Dann gibt es den Hoodie als 126 B in Schwarz. Okay, zu der schmalen Hose wirkt er irgendwie besser… Die weite Kurzjacke 120… vielleicht doch etwas sehr Clown?
Kleid Burdastyle
Oh, auch das Kleid in Kurzgröße 117 ist interessant. Ein Volant, der eine Art Überwurf ergibt.

Der schulterfreie Sack sieht auch in gelb nicht besser aus. Dafür ist Volantrock 102 ganz süß. Aber die Katzenhandtasche ist ist noch schöner. 🙂 Karl Lagerfeld, danke, da bin ich zu geizig für. Dann noch mal die Longweste, nur in Casuble-Länge. Dazu eine Jogginghose, mit ganz interessanter Bundlösung. Nur wird die von der Weste verdeckt. Andererseits… das Gesamtoutfit sieht tatsächlich nicht so schlecht aus. So für den samstäglichen Einkauf in den Supermarkt oder so.

Die Nähschule widmet sich diesmal wieder einem eher anfängertauglichen Projekt, dem Volantrock. Aus Wolle näht sich der sicher gut.

Mit „Accessoires“ geht es danach weiter, die sind dann in knalligen Buntstiftfarben. So wirklich spannend sind die für sich genommen alle nicht. Vielleicht das i-phone Case, das aussieht wie ein Fläschchen Nagellack. Aber ich habe kein i-phone. Und 50 EUR für eine Telefonhülle… vielleicht eher nicht.

Kleid Lena Hoschek für Burdastyle
Über die Designerschnitte freue ich mich ja grundsätzlich und das Dirndl-Inspirierte Kleid von Lena Hoscheck gefällt mir sehr gut. Miederteil und Herzausschnitt sehen ja an fast jeder Frau gut aus und aus diesem Stoff sieht es dann auch nicht mehr wirklich trachtig aus, so daß man es auch deutlich nördlich der Isar tragen kann. Allerdings sollte man dann auf Vintage stehen, denn davon hat es mit diesem Stoff doch sehr viel. (Wie wirkt so was eigentlich aus Nadelstreifen?) Dass man einem kleinen Interview mit der Designerin auch noch zwei Seiten widmet trifft dann auch meinen Geschmack.

Und noch mal Beauty.. *gähn*.

Mit Partymode unter dem Motto „Night Fever“ geht es weiter. Heißt wohl vor allem Glitzerkram oder so. Schößchenjacke 125A wirkt zumindest in der Beleuchtung wie ein schlappig gewordener Bundeswehrparka mit Farbunfall. Falls die Grundfarbe schwarz sein sollte, hätte man weniger am Farbmanagement rumspielen sollen. Und der Stoff bekommt es hin, gleichzeitig traurig rumzuhängen und an der Kräuselung häßlich aufzutragen.
Overall Burdastyle
Sehr viel besser gefällt mir Overall 107. Der hat einerseits eine sehr lässige Form, macht aber durch Details wie die Tütentaschen und die schränge Hosenfront sowie die offenen Raglannähte deutlich, daß er für Größeres geschaffen ist, als auf dem Sofa rumzuhängen.

Slipdress 113 möchte ich hingegen bestenfalls als Nachthemd sehen. Zigarettenhose 127 und Knotentop 104 sind nicht sonderlich spannend, aber fallen auch nicht negativ auf. Der Look erinnert ein bißchen an Schlagerstars der 1980er oder so. Volantkleid 103 hat eine nicht so unnette Zeichnung, aber in dem Stoff erkennt man den Volant kaum und das was man sieht, will man nicht wirklich sehen, weil es traurig rumhängt. Kleid 114 ist dann eine Variante von Modell 110… jedoch bin ich verwirrt, weil es auf dem Foto wein ein Wickeleffekt im Oberteil aussieht, von dem auf der Zeichnung aber gar nicht zu erkennen ist. Was man mit kreativem Einsatz von Sicherheitsnadeln und Wäscheklammern bei einem Photoshoot doch so alles erreichen kann… Auch der Hüllenmantel darf noch mal ran. Für Sylvester sicher angenehmer als ohne Jacke und das Modell wirkt dann durch den Stoff. Und das Modell mit den großen Schulterlöchern bleibt auch als Kleid vor allem ein Sack.

Die „Accessoires“ dazu sind witzige Taschen. Die gefallen mr tatsächlich mal alle… nur sind Abendtäschchen vom Format her immer so unpraktisch.

Die nächste Beauty-Seite dann nicht so schnell überblättern. Da gibt es nämlich eine Bildanleitung für einen kleine Clutch oder Kosmetiktasche dazu.

Die Plus-Mode hat das Motto „La Dolce Vita“ und soll Kurven zur Geltung bringen. Das ist schon mal gut. Die in der Taille geraffte Jacke 129 erfüllt das auch. Beim Hüllenmantel 128A bekommt man das allerdings nur, wenn man den Bindegürtel verwendet. Aber man hat viel Platz für Stoffmuster… Okay, in der Version 129B hat der Mantel dann nichts von sichtbaren Kurven. Volanttop 133 begeistert mich auch nicht so recht, Satin zu verarbeiten ohne Nachthemdcharakter zu bekommen ist nicht so einfach. Auch die Schluppenbluse 131B muß ich nicht saben. Kurven zeigt sie auch nicht gerade viel. Das kleine Schwarze 134 ist ein schöner Basisschnitt. Dank schwarzem Stoff sieht man natürlich nicht so recht, wie das Ergebnis aussieht. Das Outfit aus Schluppenbluse und Marlenehose ist nicht schlecht. Die luftige Bluse ist vielleicht etwas weniger für die Jahreszeit geeignet, stellt aber einen schönen Kontrast zur Hose dar. (So kombiniert ist sogar die Schluppe halbweges akzeptabel.) Das Kleid gibt es dann noch mal mit langen Ärmeln. Hm… irgendiwie macht ärmellos doch schlanker. Einen ganz tollen Ausschnitt hat Kleid 132. Nur die Stoffkombination bringt weder den Schnitt noch das Material gut zur Geltung. Schade, irgendwie.

„Fein gemacht“ ist dann das Moto der Kindermode. Größe 98 – 122 und für Mädchen. Niedliche Kleidchen, ein Mantel… nett, aber nicht sonderlich aufregend.

Der „aufruf“ daneben ist dann irgendwas zwischen Werbung und… Werbung? (Und ich bin mir sicher, daß es so angelegt und formuliert ist, daß es nicht als solche gekennzeichnet sein muß….)

Der „food“ Teil widmet sich diesmal Halloween und ist weder mit den Rezepten noch mit der Deko nach meinem Geschmack. (Ich habe allerdings eine der Torten aus der letzten Ausgabe nachgebacken… die war echt lecker und das Rezept kommt in meine Sammlung! Nur habe ich den Lemon Curd auch selber gemacht und statt Kekse zu zerkrümeln einen Mürbteigboden gebacken.)

Dafür lasse ich mich wieder gerne vom „atelierbesuch“ verzaubern. Diesmal geht es nach Australien und was eigentlich nach Stickerei aussieht, ist Papier. WOW! Das kann man mit Papierstreifen machen? (Neiiin… ich will nicht noch eine Technik ausprobieren…. obwohl man damit bestimmt auch schöne Weihnachtskarten machen könnte…)

„Warenkunde“ beglückt und diesmal mit einem bunten Mix an mehr oder weniger sinnigen Haushaltesgeräten, die das Nähzimmer sauber halten sollen. Wobei ich mich frage, ob der Vorwerk Staubsauger auch Nadeln verträgt? Da ich kürzlich die Anleitung eines neu gekauften Staubsaugers las und feststellte, daß da ausdrücklich darauf hingewiesen wird, daß das Einsaufen von Nadeln und kleinen harten Gegenständen dem Sauger den Garaus machen könnte… Natürlich saugt man keine Nadeln mit Absicht ein, aber wem von uns das noch nie passiert ist, der werfe das erste Nadelkissen…

Der „Mode-Doktor“ verrät das Geheimnis, wie man Mehrgrößenschnitte noch etwas hochgradieren kann. Nicht neu, aber das man auf alle Fälle ein Nesselmodell nähen sollte und die Methode ihre Grenzen hat (nämlich bei 2-3 Kleidergrößen) sollte man auch beherzigen. Dazu gibt es dann noch die Bewährten Methoden zum Verlängern und Verkürzen.

„Termine“ präsentiert tatsächlich vor allem Ausstellungen und nur wenige Messen.

Und die letzte Seite heißt jetzt „Happy End“ und wir dürfen eine SChlafmaske mit Katzenohren nähen. Nun ja… ist das denn bequem?

Am 09.11. erscheint dann übrigens schon wieder das Dezemberheft… :o)

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)