Mühe geben alleine….

SchildMan sagt den Franzosen ja oft nach, sie würden sich keine Mühe geben mit den Besuchern und Touristen. Insbesondere würden sie sich keine Mühe geben, andere Sprachen außer Französische zu benutzen.

Nun, dieses schaufenstergroße Plakat am Pariser Etam-Kaufhaus an der Rue de Rivoli beweist, daß sie sich durchaus Mühe geben.

Große Mühe sogar, wenn man es in Quadratmetern misst. :o)

Nur wie sagte meine Oma schon: Mühe geben allein reicht nicht unbedingt. 😉

Biesenfuß

Irgendwie hat sich auf geheimnisvolle Weise so einiges an Nähfüßen bei mir angesammelt, Zeit dafür, das eine oder andere mal vorzustellen. Wie das Füßchen aussieht und warum es meiner Ansicht nach so aussieht sowie welchen Zweck es erfüllt.

Wer dann in der eigenen Schublade mal wieder ein unidentifizierbares Nähmaschinenanhängsel findet, erkennt vielleicht die Ähnlichkeit. 😉

Biesenfuß Bernina virtuosaLos geht es mit dem Biesenfuß. Das gezeigte Modell gehört zu einer Bernina virtuosa 160.

Der Biesenfuß macht, ganz logisch, Biesen. Schmale Biesen, um genau zu sein. Und Biesen sind genähte Falten.

Zu meiner Maschine gibt es verschiedene Biesenfüße, das ist der 5-Rillen Biesenfuß. Es gibt auch noch 3, 7 und 9-Rillenfüße.

Verwendet wird er, indem man mit einer Zwillingsnadel näht, eventuell noch die Fadenspannung etwas verändert und dann den sonst beim Säumen nicht erwünschten Effekt erwartet: Der Stoff zieht sich zusammen und bildet eine schmale Wulst.

Sohle BiesenfußDas geht natürlich erst einmal mit jedem Nähfuß.

Von unten erkennt man dann aber den Unterschied: Durch die Rillen wird die Biese beim Weiternähen nicht flachgedrückt, sondern gleitet gut weiter.

Außerdem näht man schmale Biesen meist in parallelen Reihen, was durch die Rillen ebenfalls gut geht, die schon genähte(n) Biese(n) gleitet/(n) in der/(n) Rille(n), die folgenden Reihen sind automatisch parallel dazu.

Dieser 5-Rillen Biesenfuß ist für eine 3mm breite Zwillingsnadel gedacht und mittelschwere Stoffe. Wobei man aber auch leichtere Stoffe und eine etwas schmalere Zwillingsnadel nehmen kann. Je mehr Rillen der Fuß hat, desto schmaler muß die Nadel sein, desto dünner der Stoff und desto enger beieinander kann man die Biesen plazieren.

Damit eine Biese schön „wulstig“ bleibt und sich nicht plattdrückt kann man zusätzlich einen Gimpefaden unter dem Stoff mitlaufen lassen. Auch das wird durch die Form des Fußes unterstützt.

Verstrickt & Zugenäht – Die Frage der Woche 22/06

Der einzige Weg eine Versuchung loszuwerden besteht darin, ihr nachzugeben. (Oscar Wilde)

Wie ist das bei Dir, wenn Du an einem Stoffgeschäft vorbeikommt? Zieht es Dich an wie ein Magnet oder kannst Du auch mal widerstehen? Ehrlich!

Also reingehen… oh ja, wenn die Zeit es irgendwie erlaubt. Gucken, Stoffe streicheln, Neuheiten oder noch nicht entdecktes beäugen… Oh ja, ganz klar, dem kann ich nicht widerstehen.

Kaufen… nein, kaufen muß ich nicht immer. Ich habe eine volle Stofftruhe, von der ich gerne mal was abarbeiten würde UND (noch wichtiger) ich bin in den letzten Jahren anspruchsvoller geworden. Bevor ich einen Stoff kaufe, müssen Farbe und Muster genau zu mir passen, das Material muß gewisse Qualitätsstandards erfüllen… und das führt in der Regel dazu, daß mein „Kaufkandidaten“ teuer sind. Und davon kann ich es mir nicht leisten, mal eben drei oder fünf Meter „einfach so“ zu kaufen.

Dann denke ich wieder an die Stöffchen, die ich mir früher gekauft habe, all die tollen Schnäppchen, die ich aber nie vernäht habe. Weil sie eben doch nicht perfekt für mich waren. Und dann kann ich dem Kauf gut widerstehen. Es sei denn, ich brauche was spezielles für ein ganz spezielles Projekt. Da kann ich mir dann dafür den „perfekten“ Stoff leisten. 😀

Kurzwaren-Shopping im Netz: Rieckmann Kurzwaren

Da ich bei Kurzwaren (na gut, nicht nur da…) etwas wählerisch bin, bin ich zwangsweise auch recht findig, wenn es um das Auftun interessanter Quellen geht. Einzig ein Problem blieb mir über die Jahre: Venezia-Futter.

Zwar bekomme ich das inzwischen in fast allen Fachgeschäften, einzig die Farbauswahl ist mehr als beschränkt. So sieben bis zehn Farben tummeln sich da gewöhnlich. Und natürlich in allen Läden die gleichen. (Sprechen die sich ab??) Oft war ja was passendes dabei, oder wenigstens eine harmonische Kontrastfarbe oder zumindest etwas, was zähneknirschend als akzeptabel durchging. Doch bei meinem letzten Hosenanzugprojekt hatte ich nur die Wahl zwischen „unpassend“ und „beißt sich“.

Also dehnte ich meine Suche aufs Internet aus. Am Bildschirm sieht man ja die Farben auch nicht exakt, aber schlimmer als das Angebot des örtlichen Einzelhandels konnte es nicht sein.

Und so stieß ich auf Rieckmann Kurzwaren, einem Groß- und Einzelhändler mit Sitz in Hamburg und einem Versand. Und der kompletten Farbpalette an Veneziafutter!

Nachdem ich mich von meinem Entzücken erholt hatte peilte ich aus der Farbkarte auf dem Bildschirm drei Farbnummern an und schickte eine Email, in der ich die gesuchte Farbe beschrieb und auch die aus meiner (Bildschirm)Sicht in Frage kommenden Farbnummern.

Schon am nächsten Werktag lag eine Email von Herrn Gross in meiner Mailbox, an welche Adresse er die Farbkarte schicken sollte. Meine Antwort ging nachts nach der Arbeit raus und zwei weitere Werktage später hielt ich eine komplette Farbkarte mit echten Stoffabschnitten in meinen Händen. (Und einem Preisangebot, ab zehn Metern der gleichen Farbe wäre es günstiger gewesen, aber so viel brauchte ich dann doch nicht. 😀 )

Ich brauchte dann etwas, um diese Fülle zu verdauen und meine Wahl zwischen mindestens drei sehr gut passenden Tönen zu treffen. Am 26.02. (das war Sonntag vor Karneval) ging meine Bestellung raus, drei Meter für den Hosenanzug, ein Meter für die Hose, die sich inzwischen in meinem Nähplan auf Priorität eins geschoben hatte und, weil ich schon dabei war, ein nahtverdeckter Reißverschluss. Die gibt es nämlich ebenfalls in vielen Farben und ganz verschiedenen Längen. Und kosten weniger als die Hälfte des Preises der Kurzwarenabteilung des Kaufhauses.

Am 07.03. kam das Päckchen dann an. Oder wäre es, wenn ich Zuhause gewesen wäre. Aber der Zustelldienst kündigte seine Wiederkehr für den nächsten Tag an und das sogar mit Uhrzeit. Ein wirklich professioneller Service, denn den ganzen Tag bin ich selten Zuhause, in diesem Fall konnte ich es aber gut einrichten und mußte die Servicenummer des Zustellers nicht in Anspruch nehmen. Und er kam am nächsten Tag tatsächlich pünktlich (also sieben Minuten vor dem angekündigten Zeitraum, aber das ist akzeptabel, finde ich).

Preislich lag der Meter Futterstoff etwas unter den neun Euro, die Venezia hier im Geschäft kostet, durch die Versandkosten (nach Gewicht) war die Ersparnis natürlich wieder „aufgefressen“. Aber darum geht es mir ja nicht, ich bin glücklich, eine Quelle für Venezia-Futter gefunden zu haben, der ich treu bleiben kann. Die Farbkarte habe ich ja jetzt und nie wieder Rennerei!

(Mit der Abbuchung zur Bezahlung gab es ein kleines Problem, weil diese nicht erfolgte, ich stattdessen nach einem Monat eine Zahlungserinnerung bekam. Aber durch Überweisung meinerseits war das rasch zu klären.)

Wer auch mal vorbeigucken will:

Rieckmann Kurzwaren

Über den Blogrand: Nähbuchbesprecherinnen

im (beinahe) Ruhezustand sind „Helfeelfe“ Kerstin und „Kampfzwerg“ Charlotte.

Trotzdem sind die Bücher, die sie in ihrem „Bücherregalblog“ bereits vorgestellt haben interessant und wecken neue Wünsche.

Und vielleicht bekommen die beiden ja einen Motivationsschub, wenn die Leserzahlen steigen? 😉

Das Buchregal von Elfe und Kampfzwerg

(Wobei die beiden sonst keineswegs untätig sind, sondern sich im Elfen und Kampfzwerge Blog durchaus regelmäßig zu Wort melden. 😉

Revue de Presse: Burda Modemagazin Juni 2006

Auch für Nicht-Abo-Inhaber gibt es eine Möglichkeit, sich die Burda vor Freitag zu beschaffen: Am Donnerstag lange genug arbeiten und nach 20 Uhr am Bahnhofskiosk vorbeigucken. Bingo! Da ist sie und die Lektüre für die Straßenbahn gesichert.

Hoppla, ein Glück, daß ich den Titel vor dem Kauf nicht wirklich angeguckt habe… die Farbkombination ist… gewöhnungsbedürftig. Um es mal freundlich auszudrücken. Blassgelb mit einem leicht ins Petrol gehenden grün-blauen Hintergrund…… selbst das braungebrannte Photomodell sieht da blaß aus. Experimente mit Farbfiltern sind ja lustig, aber man muß das Ergebnis nicht unbedingt veröffentlichen. :o) Vermutlich soll es so was wie „Frische“ oder „Kühle“ ausdrücken? Oder es leidet einfach jemand an einer Gelb-Blau-Sehschwäche. 😀 Naja, dafür kann man die weiße, dünne Schrift auf dem zartgelben Hintergrund auch nicht gut lesen. Doch als Lesestoff kaufe ich die Burda ja eh nicht.

Das Editorial möchte mich von der Farbe Gelb überzeugen. Nun ja… also ich mag Gelb, lange Jahre als Kind war das meine Lieblingsfarbe und ich mag bis heute gelbe Gummibärchen am liebsten… aber in Form von Kleidung an mir.. fand ich es bislang nicht überzeugend. Gar nicht überzeugend. Aber angeblich kann jede Frau diese Modefarbe tragen. Das wäre.. schon interessant mal zu sehen. (

Leider bleibt das Heft den Beweis schuldig, alle gelben Kleidungsstücke werden von einem braungebrannten und schwarzhaarigen Modell vorgeführt…. Hemdblusenkleid, Blazer…. hm, die Materialkombi ist schön, glatt mit boucle… muß ja nicht ausgerechnet in gelb sein. Tatsächlich sehen diese eher „korrekten“ Stöffchen in der Kombination sportlich aus. Ein gerüscht wippendes „Kinderröckchen“ in Erwachsenengröße… Ne, nicht die Farbe, nicht das Muster, nicht der Schnitt. Kleid 116B… wozu um alles in der Welt soll man das tragen? Durchscheinender Batist mit zartem Lochmuster und weil es noch nicht transparent genug ist, unterhalb des ohnehin schon tiefen Ausschnittes (der bis zum Brustansatz gehen würde, wenn das Photomodell eine solche hätte) noch eine breite Queröffnung. Also… doch.. interessant… fürs Casting für eine Nebenrolle in einem Softporno… doch, da wäre es sicher geeignet.

Was haben wir noch? Rock, Wickelbluse, die unvermeidliche Caprihose,.. schon wieder so ein gesmoktes Puffärmelblüschen (Naja, mir muß ja nicht alles gefallen), ein Maisgelbes Top, diesmal gestrickt. Und dann noch mal die Details in der Nahaufnahme… hm, diese Klappen an der Karobluse waren mir gar nicht aufgefallen… vielleicht nicht so schlecht… mal speichern, die Idee. Warum man allerdings den Hosenhintern von kleinen Mädchen (der abgebildete Po kann niemandem gehören, der die Pubertät schon hinter sich hat, so klein ist der) durch Riegel und Metallringe sexy betonen soll erschließt sich mir jetzt nicht ganz. :-/ Würde mich mal interessieren, wovon der Entwerfer oder die Entwerferin dieser Kollektion nachts so träumen… :o) bäh Diese Latschen, die aussehen, als hätte jemand ein Stück Koffergurt um einen Streifen Plastig geklebt hätte ich jetzt so detailliert gar nicht sehen wollen… schnell weiterblätter

Gut, blau-weiß sagt mir dann schon eher zu. Hat immer so was von Marine und See… ein ewiges Sommerthema. (Bei der Kürze unserer Sommer hat es allerdings den Vorteil, daß man die entsprechenden Klamotten über Jahre hinweg tragen kann, dann werden sie wenigstens ein bißchen benutzt. Man sollte nur jedes Jahr den Urlaubsort wechseln… gg ) Aus Streifenstoff sieht das „Guckloch“-Kleid etwas dezenter aus… trotzdem sehr nach „Seemansbraut“. Oder wie heißen die Damen, die in St. Pauli auf Seeleute an Land warten…? Die gestreifte Jacke kann man leider nicht erkennen, so wie das Model da steht. Aber die weiße Hose lenkt den Blick perfekt auf die Schuhe… weiße Klötze… bäh Gibt es wirklich soo viele häßliche Schuhe auf dieser Welt oder sucht die jemand geziehlt zusammen??? Ach so, Aigner. Manche Sachen müssen wohl geschmacklos sein, damit sie sich verkaufen….

Der Seemannbrautstil zieht sich weiter durch… mit den Rüschen an Rock und Kleid dann allerdings doch eher in Richtung „sweet sixteen“ oder so. Und den Streifenstoff dann noch mal als Hosenanzug. Das wäre auch gleich das „Lieblingsmodell A“. Mal sehen, was da noch kommt. Sicherheitshalber trägt die Dame die Jacke nur über der Schulter… Hose und Jacke… könnte etwas zu gestreift aussehen…

Dafür wird die Jacke dann noch mal in verschiedenen Stylings gezeigt. Äh… Leute, die Personen mit den Superminis und den 10cm hohen Keilabsätzen nennt man nicht „Leichtmatrose“… da gibt es ein anderes Wort dafür… fällt mir nur gerade nicht ein… Aber mit 16 hätte ich das Outfit toll gefunden. Und wenn ich eine 16jährige Tochter hätte, würde ich sie so nie auf die Straße lassen. 😀

Dann doch eher in der Retro-Romantik mit dem Rock im Porzellanmuster. Wobei das Outfit durch das Weglassen der Jacke wohl eher gewinnen würde… für die Szenegängerin darf Dior ein paar Accessoires in orange beisteuern. Unter anderem Schuhe… Diesen Sommer leide ich echt… gibt es denn keine Geschmackspolizei, die solche Ausrutscher verbietet?!? Dior macht doch auch so schöne Sachen… Und wirklich in das Outfit integrieren… tut sich die Jacke auch nicht. Dann doch eher beim Klassik-Fan. Wobei man so viel Rosa dazu dann auch mögen muß…

Für die Freizeit wartet der Tropic-Look auf uns. Wie viele verschiedene Wörter man wohl für „Ethno-Look“ finden kann? 😛 Aber ich mag die bunten Stoffe ja. Und das Thema lebt durch die Stoffe, die Schnitte sind Nebensache. Andererseits gut für alle, die jenseits Gr. 44 leben (Mehr „erlaubt“ Burda im Sommer offensichtlich nicht.) Und da ist auch wieder das Kleid… diesmal zusätzlich mit einer großen Cut-Out Stickerei über die vordere Rockpartie. Eine sehr schöne Stickerei. Nur eben mit großen Löchern. (Nur daß wir uns nicht mißverstehen… der Schnitt des Kleides gefällt mir ausgesprochen gut mit dem schmalen Oberteil und den tiefen Kellerfalten im Rock. Nur mir fallen spontan nicht so viele Gelegenheiten ein, bei denen ich BH und Unterhose in der Öffentlichkeit zeigen möchte.:o)) Womit haben die eigentlich die Stickerei gemacht? in Anleitungsteil blätter Fixier Stickvlies… hm, kenne ich nicht. Aber die Worte „Seidenpapier vorsichtig abreißen“ gefallen mir nicht so. Da bleibt doch immer was drunter? Ich glaube, ich bleibe bei Soluvlies und Sprühkleber. Nach dem Waschen hat sich das alleine erledigt.

Top 124 hat eine schnuckelige Rückenlösung. Bestimmt auch auf ein Shirt im meiner Größe übertragbar… allerdings gar nicht BH-tauglich.

Die „Best Basics“ sind in Grün mit Gelb. Nicht wirklich überzeugend an einem blonden und blassen Modell. (Im Vergleich zu mir ist sie sogar braun…) Bestätigt also nur meine Theorie, wonach es eben doch nicht jeder Frau steht… Und dieses Wipperöckchen mit der Puffärmellbluse in wildem Muster… Nein, mein „Lieblingsmodell C“ wird das nicht. Etuikleid in türkis ist nicht innovativ, aber immer schön. Die Bluse hingegen.. die aufgesteppten Streifen in weiß sind ein viel zu harter Kontrast. Und daß die Gesichtshautfarbe der Dame um ungefähr drei Stufen dunkler auf „Sonnenbrandtieforange“ verwandelt wurde macht es nicht wirklich besser. Dem eleganten Hosenanzug kann ich hingegen nur schwer widerstehen. Nicht neu oder innovativ, aber auch Bewährtes kann seinen Reiz haben.

Im Workshop diesmal Seersucker. Den habe ich ja noch nie verarbeitet, kenne ich nur von Bettwäsche. Ach, es gibt auch „unechten“? Ich dachte, das wäre immer eine Sache der Webung. Nicht Bügeln beim Nähen… murmel Da steht doch tatsächlich das eine oder andere drin, was ich noch nicht wußte.

Ach ja, so eine Woche Nähen im Urlaub hätte was.. aber Fleesensee und Ampflwang sind beide bißchen weit weg für eine Woche… Oh, was für nette Obst-Bilder… Mist jetzt lese ich doch glatt die Kosmetikseite. 😉 Aber mit leckerem Obst kann man mich halt immer locken… Ein Zitronenshowergel könnte mich glatt reizen… die Marke habeich allerdins noch nie gesehen…. Länder jung bleiben mit Pflegetips für die Frau verschiedenen Alters…. das beste Mittel gegen Hautalterung wird allerdings mal wieder verschwiegen: Keine Sonne. :o) Und im Sommer auch schwer durchzuführen. Und würde auch der -Werb- äh dem obligaten Artikel über Sonnenschutz zuwiderlaufen. (Gibt es eigentlich noch jemanden in Deutschland, der einen Fernseher hat oder des Lesens kundig ist und der NICHT weiß, daß man Sonnenschutz benutzen soll und wie und warum….? )

Die Spannung steigt… was wird die nächste Seite bringen..? Enthaarung oder Fußpflege… blätter

And the Winner is: Fußpflege. Peelen, cremen, Fußbäder blablabla… (Wo ist eigentlich mein Bimsstein…?)

Maßschnitt… großen Taschen auf der Hüfte bei Jacke und Hose… abhak Und noch mal gelb. Sehr gelb. Mit diesen häßlichen Klumenschuhen in gelb… Top-Label. Äh.. nein. Also ja, es ist ein Label. Das schon. Mit einem „Miderteil“ das halb auf der Brust sitzt. Das mag ein Witz sein, aber kein „couturiger“. Mal wieder ein Beleg für die Hypothese, daß sich häßliches am besten teuer verkauft.

Das Kurzgrößenensemble.. Caprihose und Kurzblazer.. netter Ausschnitt… nett und sommerlich. (Steht nicht sonst in den Stilratgebern immer, daß kleine, zierliche Leute keine Wedges tragen sollten, weil es zu klobig und wuchtig wirkt…?)

Und dann kommt auch endlich der Teil, den Burda „meinesgleichen“ zugedacht hat. Die Plusmodelle… schöne Farben… und Kleidern kann ich ja eh ganz schlecht widerstehen… (Und.. hey… sollte das Modell so was wie…. Hüften haben? Ein Bäuchlein? Oberschenkel gar…? Revolution in der Burdamoderedaktion oder optische Täuschung?) Offene Kante am Jackenkragen… wie ist das denn… in Anleitungsteil zurückblätter ah ja… gar nicht so übel, die Idee. Gibt auch einem korrekten Teil einen lässigeren Look. Oh, rasante Kurven bei Rock 134… okay, quergestreift muß der Stoff dann vielleicht nicht sein… glänzt auch etwas… billig…? Wenn das Blasenkrepp ist, wird der nicht mein Lieblingsstoff.. der Chiffon hingegen… da verraten sie leider nicht, wo der herkommt…

Für kleine Mädchen gibt es dann noch rosa Kleidchen für Geburtstagsprinzessinen. Niedlich sind die Mädels in dem Alter ja ohnehin noch von selber. 😉 Wobei ich nah wie vor keine Notwendigkeit sehe, Vorschulkinder bauchfrei durch die Gegend zu schicken. Oh, Jacke 135 und Rock 136 sollte sogar das Label „Omafein“ bekommen können. Sieht auch suß aus und die Knopflöcher sind pfiffig.

Ui, spannend, es gibt eine Rückmeldung über das „Lieblingsstück“ vom März… der schwarze Hosenanzug und seine künftige Besitzerin. Und schön, auch mal Menschen mit „Normalmaßen“ in burda zu sehen. (Dafür diesmal keine Leserbriefe und schnirfz kein „Leserinnen entwerfen“. 🙁

Oh, ist schon wieder Weihnachten? Elchgeweihe?? Ach nö, das sind Korallenmotive, die der Kreativteil vorschlägt. Koralle hatten wir doch dieses Jahr schon mal, oder? Sind nicht schöner geworden, die Vorschläge… 😛

Und wann kommt das nächste Heft? 23. Juni sagt die Vorschau…

Vorsommerboten

Wann beginnt für euch der Sommer?

JunikäferKlar, im Kalender steht ein Tag… aber wann beginnt er im Herzen? Was sind euere persönlichen Sommerboten?

Bei mir ist das ganz klar das kleine rote Krabbeltier mit den schwarzen Punkten. „Junikäfer“ nennt man sie bei uns Zuhause auch, die Marienkäfer. Und so einer hat sich auf meinen Finger verirrt. (Nicht so einfach zu photographieren…)

Der Sommer kommt!

(Und wenn jetzt noch die Erdbeeren rot und reif sind, dann ist er da, mein Sommer.

Verstrickt und Zugenäht – Frage der Woche 20/2006

So, welches Thema hat naehfreundin denn diese Woche ausgesucht?

Wie der Mensch das Pfuschen so liebt.

(Johann Wolfgang von Goethe , Epigrammatisch)

Hand aufs Herz: Wäre es manchmal besser, etwas mehr Zeit und Liebe fürs Detail aufzuwenden? Willst Du vielleicht manchmal zu schnell ein Ergebnis sehen und bis dann doch nicht so zufrieden? Oder bis Du ein Perfektionist?

Tja… ich nehme es mir immer wieder vor… denke, ach was, laß es, geht doch auch so… Aber… ich kann nicht. Ich kann es einfach nicht!

Wenn ich einen Fehler entdecke, dann muß ich auch was dagegen tun. Und jedesmal wenn ich einen ignoriere und weiternähe, dann wird das auftrennen nur um so aufwendiger. Weil am Ende… mache ich“s dann doch.

Ich denke mir dann immer: Wenn ich mir schon so viel Mühe mache, dann kommt es darauf auch nicht mehr an.

Nur ob ich deswegen Perfektionistin bin?

Sagen wir… im Geiste. Meine Hände sind dann weniger geschickt. Letztlich bleibt also trotzdem genug Pfuscherei übrig.

Aber ich nehme mir für jedes Teil aufs Neue vor, perfekt zu arbeiten.

Und kann mit dem Ergebnis zufrieden sein, wenn ich mein Bestes gegeben habe.

Mit den übrigen Fehlern kann ich dann versöhnt leben. :o)

Info-Odyssee im Datenverkehr

Nähen zu zweit macht ja oft mehr Spaß als alleine und außerdem ist der Austausch für beide „gewinnbringend“. (Du lässt mich deine Ovi benutzen und ich erkläre dir, wie du das Futter am besten zuschneidest.)

Bevor das Vergnügen losgehen kann, muß man allerdings erst mal hinkommen. Auto ist Samstags auch nicht immer praktisch und außerdem teuer und mit dem Zug sollte es gut gehen. Sind ja nur um die 40 Kilometer nach Beuel. (So geschätzt. Mein Atlas hat genau da die Bindung, so daß sich die Kilometer nicht wirklich zuverlässig ablesen lassen.)

Der Bahnserver ist also das Mittel der Wahl, um herauszufinden, wie ich wann dorthin gelange und was es kostet. Also flugs Abfahrts- und Zielort eingegeben sowie Tag und Uhrzeit.

Erste Überraschung „Ihre Angabe das Zielortes Bonn-Beuel ist nicht eindeutig, wählen Sie bitte aus der Liste.“ Nun gut, dann wähle ich halt auf der Liste noch mal genau das, was ich vorher auch schon geschrieben hatte. Warum ich dann erst mal alle Angaben über Bahncard, Anzahl der Reisenden und gewünschter Klasse machen muß, um überhaupt die möglichen Verbindungen angezeigt zu bekommen ist mir zwar ein Rätsel…. aber gut. Vielleicht gibt es ja Züge, die nur fahren, wenn man eine Bahncard in passender Rabattstufe hat. Ich meine, ist ja alle möglich, weiß man ja nie…

Das ganze dann auch nur drei Mal durchgespielt und es kristallisiert sich heraus, welche Abfahrtsbahnhöfe geeignet sind. (Da habe ich mehrere an meiner Straßenbahnlinie liegen.) Noch einige Mausklicks später sind ein paar geeignete Verbindungen ausgewählt und ich lasse mir die Detailansicht geben.

Oha, Beachten sie Fahrplanänderungen wegen Bauarbeiten heißt es. Betrifft das meinen Streckenteil überhaupt? Von der Gesamtstrecke Mönchengladbach – Koblenz fahre ich ja nur einen sehr kleinen Teil. Immerhin steht eine URL dabei, unter der ich die Informationen abrufen kann. Diese gleich als klickbaren Link zu gestalten überforderte die Bahn-Programmierer offensichtlich, soweit ist der Service-Gedanke offensichtlich noch nicht. Also neues Browserfenster, neues Glück.

Prima, eine Startseite zu allen Fahrplanänderungen und dann ein schönes, großes Bild (Sagte ich schon? Ich habe kein DSL, soll es ja auch noch geben…), auf dem ich bitte auf den gewünschten Streckenabschnitt klicken soll. Bei einer kleinen Teilstrecke auf einer Deutschlandkarte nicht ganz so einfach. Und wäre auch egal gewesen, denn so schnell gibt die Bahn keine Auskünfte. Jetzt kommt nämlich erst mal noch die Vergrößerung der Region. (auf Abschluss des Downloads war) wo ich mir dann endlich „meine“ Strecke anklicken kann. Nur welche das wohl sein mag? Die Nummern sind nämlich nicht mit der Zugnummer auf der Bahnseite identisch. Also kann ich nur hoffen, daß meine Geographiekenntnisse ausreichen und rate eine der bunten Linien.

Bingo, der komplette Streckenplan mit allen Haltestellen deckt sich mit den Stationen, die ich zu benutzen wünsche. Muß also die richtige sein.

Und wo sind jetzt die Bauarbeiten? such Ah ja, vor Koblenz. Betrifft mich nicht. Hat auch nur eine halbe Stunde gedauert, das rauszufinden.

Liebe Bahn, wenn ich als Kunde schon detailliert alle nicht notwendigen Daten eingeben muß, um eine Fahrplanauskunft zu bekommen, dann könntet ihr mich im Gegenzug eigentlich mit irrelevanter Information verschonen. Ich wollte explizit nur Ehrenfeld bis Beuel, was gehen mich also Baustellen bei Koblenz an, hä?

Wann ich fahren kann wäre also glücklich geklärt. Was es kostet hingegen nicht. Denn auf der Strecke gilt Verbundtarif (das hatte ich mir vorher schon gedacht) und für den ist die Bahn nicht zuständig. Warum ich jetzt detailliert alle Angaben zu meiner Bahncard machen mußte, um das herauszufinden? Tja… Bahn fahren ist zeitaufwendig. Irgendwie.

Verbundtarif, das weiß ich, wäre Preisstufe 2b. Allerdings besitze ich ein Monatsabo, das nun meine Stadt komplett abdeckt. Muß ich trotzdem doppelt bezahlen? Und… wo liegen eigentlich die Tarifgrenzen. Also mal die Seite der KVB abgesurft. Die ist inzwischen immerhin so, daß man im Großen und Ganzen die vorhandenen Informationen auch findet. Doch bis zu welchen Haltestellen jetzt der 1b-Tarif genau gilt… das verrät sie mir nicht.

Und ob es einen Übergangstarif gibt… das auch nicht. Verbundtarif bedeutet offensichtlich, daß sich alle darin verbunden haben, nicht zuständig zu sein.

Nun gut, nur eineinhalb Stunden gebraucht, um mich über eine Fahrtstrecke von etwa einer halben Stunde zu informieren…

Da die Frage nach dem Tarif immer noch nicht geklärt ist, starte ich eine Straßenbahn früher, um diese am KVB-Schalter am Hauptbahnhof zu klären. Der wegen Renovierung aber leider gerade für zwei Wochen geschlossen ist.

Also vertraue ich mich dem Ticketautomaten an. Der behauptet, alle Tickets für den Fern. und Nahverkehr zu haben. Mit heftigem Hämmern auf dem Touchscreen gebe ich also zuerst noch einmal alle meine Daten ein, um die Verbindung zu bekommen. Da ich mir ziemlich sicher bin, daß mein Ticket bis Köln-Porz gilt, versuche ich erst einmal, eine Fahrkarte für die Strecke Köln-Porz nach Bonn-Beuel zu bekommen. Den Bahnhof Köln-Porz kennt der Automat nicht. (Viel später, im Zug auf der Rückfahrt, erfahre ich dann, daß Porz zwar seit etwa 30 Jahren ein Stadtteil von Köln ist, dies aber bei der Bahn noch nicht angekommen ist. Hier muß man nach Porz (Rhein) suchen. Warum man bei korrekter Haltestelleneingabe dann immer die Meldung bekommt, die Haltestelle sei uneindeutig und sie noch mal auswählen muß, diese Hilfe aber nicht bekommt, wenn man wirklich mal einen Fehler macht…? Soll noch mal einer sagen, Computer hätten was mit Logik zu tun…)

Also wähle ich zähneknirschend die Gesamtstrecke… und bekomme die Meldung „bitte Abbruch und dann Nahverkehr“. Ja, nicht so überraschend, ich will ja im Prinzip kein „normales“ Bahnticket.

Also Abbruch.. nur gibt es selbstverständlich kein Feld auf dem Touchscreen, das mit dem Wort „Nahverkehr“ beschriftet wäre….

Glücklicherweise bin ich ortskundig und bahnerfahren genug, um einfach mal auf gut Glück „Verbundverkehr“ zu versuchen. (Wobei es jede Menge Auswahlfelder für diverse regionale Angebote gibt… Ortsfremde dürften verloren sein.) Und, voila, nach nur guten zehn Minuten habe ich mein Ticket in Preisstufe 2b.

Auf der Rückfahrt im Zug treffe ich dann übrigens einen kundigen Zugbegleiter, der mir verrät, daß Teilstrecken nach wie vor möglich sind, aber nur an den Verbundautomaten. Das hilft mir zwar für die Hinfahrt nichts, denn die kann man nur vor Ort lösen und das hieße aussteigen und eine Stunde auf den nächsten Zug warten, aber für künftige Rückfahrten.

Ich werde wohl noch öfter hinfahren müssen, alleine damit sich die mühsam gesammelten Informationen amortisieren. Vor dem nächsten Fahrplanwechsel…

Verstrickt und Zugenäht – Frage der Woche 19/2006

Weil ich ja sonst nichts zu tun habe und mir nichts zu schreiben einfällt :o) kann ich so einer Anregung natürlich nicht widerstehen.

Bei Fremden sind alte, bei Kleidern neue die Besten.

(Chinesisches Sprichwort)

Welches Kleidungsstück hängt am längsten in deinem Schrank und warum trennst du dich nicht davon? Hast du vor, es irgendwann umzuarbeiten?

Zuerst habe ich natürlich überlegt und hatte auch eine Idee, was das sein könnte. (Ein Stretchsamtkleid mitsamt Jäckchen aus Chanel-Boucle, das ist mir so um die Zeit meiner Dipomarbeit genäht hatte.)

Und lag komplett falsch. Die archäologischen Grabungen im Kleiderschrank förderten noch mehrere deutlich ältere Stück zu Tage. Und dabei hängen ein paar Babykleider, mein Konfirmationskleid sowie zwei Seidenblusen die so in den 40er oder 50er Jahren als Souvenir auch China mitgebracht wurden in einem Schrank in einem Zimmer bei meiner Mutter… 😛

ungarisches BoleroUnd… Überraschung! Das ist es.

Dieses handbestickte Bolero habe ich aus dem Ungarnurlaub mitgebracht. (Die Bluse dazu gibt es auch noch.) Da war ich so… 13. Das ist… mehr als 20 Jahre her.

Getragen habe ich es immer wieder über die Jahre. Eigentlich ist es Größe 164, aber Boleros macht man ja nicht zu. Und als es gar nicht mehr ging, hat meine Oma die Nähte aufgetrennt und an den Seitennähten und der Schulternaht ca. 5cm breite Streifen aus einem anderen schwarzen Wollstoff eingesetzt hat. Inklusive Futterstreifen, die anstaffiert wurden.

Getragen habe ich es aber bestimmt schon seit… hm… ich denke mal zehn Jahren oder so nicht mehr. Seither passt es nämlich absolut nicht mehr.

Aber zum Wegwerfen ist es mir mit der aufwendigen Stickerei zu schade. (Und in der Kleidersammlung geht das auch nur in den Reißwolf.) Ich kann mir vorstellen, es mal zu verschenken, ich kann mir auch vorstellen, die Stickerei mal irgendwo einzuarbeiten. Ich weiß es nicht. Mal sehen.

(Es ist klein und nimmt nicht viel Platz weg. :-D)

Wobei… wenn ich genau nachdenke… da ist noch eine graue Häkelstola von meiner Oma gehäkelt. Oder von Tante Käthe aus Einbeck… die könnte noch aus dem Jahr vorher sein. Ich glaube, die hatte meine Mutter im Jahr vorher bei einer Hochzeit um. Andererseits ist die noch nicht so lange in meinem Kleiderschrank.

Das Bolero hingegen hat schon u.a. Konstanz, Cham und Paris gesehen, bevor es hier landete. Und ziemlich viele verschiedene Schränke… 😉 Den Schrank… habe ich nämlich noch nicht so lange.