Wir verlassen den Pfad der Tugend (Schnittanpassung mit System, Teil 7)

We are leaving the path of virtue (Pants fitting shell, part 7)

Hose hintenBevor wir uns wieder an die Hose machten, habe ich noch mal den Punkt kontrolliert, den ich beim letzten Mal etwas aus den Augen verloren hatte. Nämlich wo die Hüfte sitzt. Und da war das Ergebnis recht eindeutig, die Hose muß hinten tatsächlich noch weiter hoch, damit die Hüftlinie der Hose auch auf der Hüfte von Frau mhs sitzt.

Also haben wir die recht einmütigen Kommentare (vielen Dank noch einmal!) beherzigt und an der inneren Beinnaht oben noch einmal 2 cm zugegeben.

Wie das Bild zeigt, reicht das aber immer noch nicht.

Before we decided how to continue with the pant I checked something I had nearly lost out of sight the last time: the hip level. The result was quite clear, to get the pants on hip level we had to raise it even more in the back middle, to match the hipline of the pants with the hipline of Frau mhs.

The hints in the comment section (Thanks a lot!) were clear, so we did what was recommended, adding another 2cm to the back pants on crotch level.

This is still not enough, as the pic shows.

Doch jetzt habe die Falten eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Abbildung aus Pants for any body. Da uns die Vogue Anleitung ja inzwischen völlig im Stich gelassen hat, habe ich Frau mhs überredet, doch in diese Richtung weiter zu machen. (Zugegebenermaßen einfach aus meiner Sicht, ich habe die Arbeit damit ja nicht.) Das bedeutet, die Schrittkurve am Hintern muß noch tiefer ausgeschnitten werden. Und eine etwas andere Form bekommen soll.

Jetzt kann ich auch nur die Daumen drücken, daß das funktioniert.

But now the wrinkles resemble those on one of the illustrations of Pants for any body. As the Vogue instructions are of no help any longer I convinced Frau mhs to go on with that. (I have to admit that it’s easy for me, because she will have to do the work.) This means the crotch curve has to be cut deeper again. And the shape should change also.

I really do hope, that this brings the desired result!

Jetzt geht’s schneller

Now I’ll speed up

ArmausschnittIch habe ja versprochen, daß ich versuche, meine Strickfortschritte endlich zeitnah zu posten, deswegen gibt es jetzt schon wieder eine neues Bild.

Ab hier geht es nämlich schneller weiter: Ich habe die Abnahme für den Armausschnitt beendet, das sind schon 32 Maschen weniger, das merkt man in jeder Reihe.

Am Muster habe ich eine kleine Änderung vorgenommen: Ich lasse eine Rippe rechter Maschen am Armausschnitt entlang hochlaufen. Das gefällt mir besser. Keine große Sache, aber offensichtlich kann ich einfach keine Anleitung benutzen, ohne wenigstens ein bißchen was zu ändern. *g*

As I’ve promised to post my knitting progress more up to date, here is more knitting news.

From here my knitting will speed up, because I did the decreases for the armhole, that makes 32 stitches less, that is enough to feel the difference in every row.

Here I made a small alteration of the pattern: I decided to have a rib of two stitches going up next to the armholeshaping. Not a big deal, but evidently I can do no pattern without changing something… *g*

Abstepptrick für Ärmel und Hosenbeine

Topstitching sleeves and pants

Der “nach innen drehen” Trick ist nicht für für enge Öffnungen praktisch, sondern auch wenn man Ärmelnähte oder die Hosenbeinnähte absteppen will. Vor allem wenn es beide Hosennähte sein sollen, wenn also das Hosenbein nicht mehr flach gelegt werden kann.

Turning to the inside is not only useful for hemming small openings, but also when you want to topstitch sleeveseams or the seams on pant legs. Especially when you want both seams topstitched.

ÄrmelAuch hier darf wieder der Ärmel meiner Babyjacke als Beispiel her halten.

Die Ärmelnaht ist geschlossen, die Nahtzugaben liegen auf der rechten Stoffseite (weil sie ja sichtbar sein sollen) und sind mit einer scharfen Schere auf einen Zentimeter zurückgeschnitten. In Saumbreite sind sie stärker zurückgeschnitten, denn da werden sie nicht sichtbar sein und sollen nicht mehr auftragen als nötig.

Again the sleeve of the baby jacket.

The sleeveseam is closed, the seam allowances are on the right side of the sleeve (I want it visible, you remember). I had cut them back to 1cm with sharp scissors after closing the seam. On that part that is going to be the sleeve hem I trimmed them as much as possible to avoid bulk.

ÄrmelJetzt kommt wieder der bekannte Schritt, der Ärmel wird auf links gedreht.

Nix geheimnisvolles… ;)

Now the well known step: turning the sleeve. Left side is out now, right side is in.

No hidden secret…. ;)

Ärmelnaht absteppenUnd schon kommt der Ärmel wieder unter die Nähmaschine.

Wir fangen oben an und nähen uns quasi in den Ärmel hinein.

Wichtig ist nur, an der größeren Öffnung anzufangen, beim Ärmel also oben und nicht am Saum.

Then we can start sewing.

We start at the top of the sleeve and sew our way down to the bottom.

Just start at the side with the wider opening. Which is the top of the sleeve and not the hem.

Ärmelnaht absteppen

Und dann einfach unbeirrt weiter nähen.

Dabei muß man den Stoff immer ein kleinen Abschnitten grade unter den Nähfuß legen, aber man kommt eigentlich in jede Öffnung, in die der Nähfuß hinein paßt.

Then just sew. Don’t be irritated by nothing.

You’ll have to (re)adjust the fabric in front of the pressure foot several times. But don’t worry, you can topstitch anything, as long as the opening is large enough to let the presser foot pass.

Ärmelnaht fertigUnd so sieht das Ganze aus, wenn man am Ende der Naht angekommen ist.

Der Ärnel steht quasi um den Nähfuß herum in der Nähmaschine.

(Wenn man es mit einem langen Hosenbein zu tun hat, dann ist das natürlich viel Stoff und kann futzelig werden, aber es geht.)

That’s how it looks, when you reach the end of the seam.

The presser foot is more or less inside a standing sleeve.

(If you have a long leg of a trouser there will be quite a lot of fabric and sometimes handling all that fabric is a bit complicated. But it is possible.)

Ärmel fertig abgesteppt.Danach wird die gleiche Prozedur für die andere Nahtzugabe wiederholt und anschließend kann der Ärmel wieder auf rechts gedreht werden.

Und voilà, die Ärmelnähte sind abgesteppt. Ohne Seitwärtstransport oder andere teuere Nähmaschinenfeatures.

Repeat the procedure for the second seam allowance and then turn the sleeve back, right side is on the outside again.

And voilá, topstitched sleeve seams, without side transport or other fancy and expensive sewing machine features.

Noch ein Knäuel weiter

Another ball of wool

Rückenteil, Anfang Knäuel dreiDa ich ja schon seit vor Ostern an dem Pulli stricke bin ich inzwischen natürlich ein Stück weiter. (Mit dem Posten von dem Pulli bin ich definitiv hinten dran, aber ich gebe mir Mühe, aufzuholen und künftig aktueller zu berichten.)

Das erste Knäuel gab ja nicht mehr so viel her. Nach den ganzen Maschenproben reichte es kaum über das Bündchen hinaus.

Mit dem zweiten kam ich dann doch schon weiter, wie man sieht. Nicht so gut gefiel mir allerdings der Knoten im zweiten Knäuel. Das ist jetzt nicht so ganz die Qualität, die ich schätze. Mal sehen, wie das weitergeht…

As I started this sweater before Easter there is of course some progress since then. (I’m a bit behind with my postings of my knitting, but I’m trying to catch up and being more up to date in the future.)

What was leftover from my first ball after the swatching didn’t bring me far, just the cuff and two more rows. That was it then.

The second ball did bring me much further, as the picture shows. What I was less happy with is the fact, that the yarn was broken and the ends knotted together towards the end of the ball. That is actually not the quality of yarn I prefer. So I hope this will not happen on every second ball…

Garn neu anknüpfenAußerdem habe ich mal eine neue Technik ausprobiert, das Garn des neuen Knäuels anzuknüpfen.

Bisher habe ich immer einfach aufgehört, ein neues Knäuel angefangen und dann eben die Enden vernäht. Bei Socken habe ich auch schon mal einfach Ende vom einen und Anfang vom nächsten Knäuel miteinder verdrillt und dann über einige Maschen beide Fäden zusammengestrickt. Für einen Pulli will mir das jedoch nicht gefallen, ein bißchen sieht man es doch.

Ich habe aber auch Anleitungen gesehen (ich kann mir dummerweise nie merken, wo ich was gefunden habe, deswegen kann ich auch nie nachgucken, wie es genau ging), bei denen der Faden geteilt wird, dann die Hälfte vom alten mit der Hälfte vom neuen Garn zusammengedreht wird und dann einige Maschen mit diesem “halb-halb” Garn gestrickt werden, bevor man ganz auf das neue Knäuel wechselt.

Gut, das funktioniert… aber wo der Vorteil ist, erschließt sich mir nicht ganz. Jetzt habe ich auf der Rückseite halt zwei Mal zwei halbe Faden, statt zwei Mal einen ganzen Faden zum Vernähen. Da fehlt mir wohl noch der entscheidende Punkt?

Also I decided to try a new technique for joining the new ball.

So far I had just stopped at the end of one ball when the yarn got to short and knitted the next stitch with the new ball. And at the end I had to weave in the ends, of course. On socks often I just twisted both ends over some centimeters and knit some stitches with that “double yarn”. For socks okay, but not for a sweater, because it remains a bit visible.

Sometime ago I’ve seen somewhere (I never remember where I’ve found something, I just remember the facts, so I can not look again, what it was exactely) another techniques: You untwist the end of both balls and separate them into two strands each. the you twist together one half of the old ball and the other half of the new ball and knit some stitches with that newly twisted yarn before you go on with the new ball alltogether. Well, that works nicely, but I must have missed the point somewhere. Instead of two dangling strands of yarn I have four half strands of yarn dangling. (And to weave in at the end.) So, what’s the point?

Jede Nähmaschine hat einen Freiarm!

Each sewing machine has a free-arm!

Wenn es um die Wahl einer Nähmaschine geht, stellt sich für viele die Frage: Freiarm oder Flachbett? Warum eigentlich… jede Maschine hat einen Freiarm. Und noch dazu einen unschlagbar kleinen, der sogar Babyärmelchen mühelos säumt. Da ich gerade eine Babyjacke genäht habe und Bilder gemacht habe, kann ich diese “geheimnisvolle” Technik hier zeigen.

When choosing a sewing machine one of the important questions is “free-arm” or flatbed? A useless question because evry machine has a free-arm. And a very small one, too, that helps you to hem even narrow babysleeves easily. I just finished a jacket for a baby and I remembered to take pics. So I can show you this “secret” technique.

Saum gestecktZuerst bügle ich meinen Saum ganz normal.

In meinem Fall bügle ich den Saum auf die rechte Seite, weil ich ja beide Stoffsteiten sichtbar haben möchte. Auch die anderen Nahtzugaben sind nach außen gekehrt.

Also auch wenn es wie die linke Seite aussieht, der Ärmel ist normal auf rechts gedreht.

First I’m ironing the hem normally.

You might think you see the left side of my sleeve, but it is not. I wanted to show both sides of this fabric, so I made visible seam allowances on the right side ans also turned the hem to the outside, to the right side of the fabric.

Ärmel gedrehtJa und jetzt kommt schon der eigentliche Trick:

Der Ärmel wird auf die linke Seite gedreht, damit die Saumzugabe im Ärmel liegt. (Bei einem normal verarbeiteten Ärmel würde man den Ärmel mit der rechten Seite nach innen drehen, damit man immer auf der rechten Seite absteppt..)

And now you turn.

The sleeve is turned outside in. The hem allowance is on the inside now. (On a normal sleeve you would turn the hem allowance to the outside and sew on the right side of the fabric.)

innen nähenUnd dann kommt das ganze auch schon unter den Nähfuß.

Wir nähen innen, so wird der Nähfuß sozusagen zum Freiarm und ich kann eigentlich alles Nähen ,wo ich den Nähfuß reinstecken kann. ;)

Das ist schon alles.

And then it’s time to sew.

We’re sewing on the inside, the presser foot plays the role of the free arm. And I can sew anything, that is large enough to let the presser foot in. ;)

That’s all.

Eine Bahnfahrt…

A train journey…

.. bringt das Stricken voran.

Pullover angestricktAls ich vor Ostern (oh, so lange ist das schon wieder her?) meine Mutter besucht habe, hatte ich Dank zweier Bahnfahrten quer durch Deutschland viel Zeit zum Stricken.

So wurde nicht nur meine Stola fertig, sondern ich habe auf der Rückfahrt den Pulli aus Männermaschen angefangen. Angeschlagen habe ich die Maschen noch vor dem Start und auch zwei Reihen Bündchen gestrickt, aber der Rest war dann wirklich nur eine Bahnfahrt. (Bis Frankfurt, ab da gab es keine Sitzplätze und im Stehen strickt es sich dann doch nicht so gut.)

… makes knitting grow.

When I visited my mother before Easter (oops, that long ago?) I had to travel across Germany and as I was going by train I had a lot of time to knit.

So I did not only finish my stole, I also started the men’s sweater from “Männermaschen”. What you see on the pic is one train journey (until Franfurt, then I had to change the train and all seats were already taken. And knitting standing in an overfull train is not so much fun.) minus casting on and knitting the first two rows of the cuffs. That I had already started before leaving my mother.

Und jetzt? (Hosenanpassung mit System, Teil 6)

What next? (Pants fitting shell, part 6)

Hose hintenNach einer längeren Pause habe wir uns diese Woche wieder ma-sans Hose zugewandt.

Beim letzten Mal hatten wir ja eine neue Nahtlinie für die Schrittnaht bestimmt und sie hatte die Hose inzwischen so wieder zusammengenäht.

Nun, irgendwie sind die Falten zwar weniger geworden, aber die Hüftlinie verläuft immer noch etwas schräg.

This week we finally went on with ma-san’s pants.

Last time we had tried to find a new seamline for the crotch seam and she meanwhile assembled the pants with the new crotchline.

Well… there are probably less wrinkles, but the hipline of the pants isn’t straight yet. (You can see that the checks are not straight.)

Hose hintenAber wenn man die Hose hinten hochzieht, so daß die Hüftlinie wieder gerade ist, dann verschwinden die Falten.

Dummerweise schneidet die Schrittnaht dann wieder ein, also muß sie wohl noch tiefer ausgeschnitten werden.

But if you pull the pants up in the middle back, the hipline is straight again and the wrinkles are gone, too.

But this makes the crotchseam to tight again. So we should sew even deeper…

Die Schrittnaht noch tiefer zu nähen macht es noch etwas besser, aber es bleiben Falten. Außerdem fängt die Hose an, vorne auch etwas seltsam auszusehen, weil die Schrittnaht auch vorne ein Stück an den neuen Verlauf angeglichen werden muß.

Zudem wird die Hose über dem Po etwas eng, denn es verschwindet ja eine Menge Stoff in der Schrittnaht.

Also geben wir an der Seitennaht der Hinterhose 2cm zu.

So we’ve sewn the crotch seam even deeper. This improves the situation, but wrinkles remain. Also the front of the pants start to look a bit strange, because we also had to change the front crotch seam a bit, to fit the changes on the back part.

Also the pants become a bit tight over the back, because sewing the crotch seam deeper and deeper takes away width.

Therefore we are adding 2cm to the side seams but only on the back of the trousers.

Hose hintenUnd wieder bleiben Falten in der Hinterhose…

Wieder könnte man die Hose hinten so hoch ziehen, daß die Falten verschwinden, aber allmählich rutscht die Schrittlinie auf die Hüfte hoch… der Oberschenkel der Vorderhose wird immer enger. (Vor allem beim Bewegen.) Und die Schrittnaht hinten noch weiter ausschneiden?

Das Bild zeigt eine andere Variante: Die Hose runter ziehen. Auch das verbessert die Falten. Und der Oberschenkel paßt auch weitgehend wieder. Aber… es bleiben Falten.

Und nun? Irgendjemand eine Idee, was wir noch tun können? (Klicken auf das Bild macht es größer. Ich entschuldige mich für die schlechte Qualität, aber ich mußte ohne Blitz photographieren, denn mit Blitz waren die Falten nicht mehr sichtbar. Und es war schon dunkel…)

HILFE!

After those alterations there were still wrinkles…

We tried to pull up the pants even more, that made the fabric straight, but the crotchline was moving up, nearly on hip level. Also the front part of the pants got to tight on the thighs (only when moving). And should we really cut out the crotch line deeper again?

The pic shows what we tried then: pulling the pants down, not up. The wrinkles got better, also the thighs do fit again. But still… wrinkles on the back.

I am runnig out of ideas. What can we do? Any ideas anybody? (Clicking on the pic shows a larger version. I apologize for the pic, but I had to take it without the flash, because the flashlight shows different wrinkels and it was already getting dark when we finished…)

HELP!

Seitennaht raus, Kapuze weg

Getting rid of side seams and hood

BabyanzugMit dieser Kombi habe ich vor etwa einem Jahr schon ein Baby (oder dessen Mutter) beglückt. Und da mal wieder ein neuer Erdenbüger zu begrüßen war, habe ich mir die Jackenschnitt noch mal vorgenommen. Allerdings mit einigen Änderungen.

Von diesem Shirt hatte ich noch genug Stoff übrig und da dieser Sweatshirtstoff auf beiden Seiten interessant aussieht, will ich die Jacke diesmal nicht füttern, sondern über eine Blende beide Stoffseiten zur Geltung bringen. Außerdem soll die Kapuze weg, so viel Stoff ist es nämlich nicht mehr.

Und weil ich nicht füttern will, soll auch die Seitennaht weg, dann muß ich mir nämlich auch keine Gedanken machen, wie ich die versäubere.

Auch wenn man großflächige Stickereien oder Applikationen umterbringen will oder ein Stoffmuster nicht unterbrechen will ist diese Änderung praktisch. Sie ist einfach, ich zeige, wie das geht. Und wie man selber einen Besatz zeichnet.

The jacket and pants on the pic above I did about one year ago for a baby. As another new baby arrived for another friend I decided to use the pattern of the jacket again. But with modifications.

I want to use the restover from this shirt, a sweatshirt knit which has two interesting sides and I want to show both of them. So I decided to make no lining, but use facings on the outside to emphasize both sides of the fabric. Also I don’t want the hood, as there isn’t enough fabric to make one.

No lining means all seams are visible. Eliminating the side seams of the jacket means one problem less. It is not a difficult operation I’ll show you how to do this. And how to draw facings, another usefull an easy alteration. (Eliminating side seams can also be interesting, if you want to create a all over design, a large applique, an all over embroidery or if you do not want to disturb the print or pattern of your fabric.)

Schnittteile aneinanderlegenDer erste Schritt besteht darin, das Vorderteil und das Rückenteil nebeneinander zu legen.

Zu beachten sind nur zwei Dinge: der Fadenlauf von Vorderteil und Rückenteil müssen parallel sein (bei mir helfen die Linien im Laminat) und die Teile müssen unter dem Arm genau aneinanderliegen.

Jetzt muß man noch einen Blick auf die ursprüngliche Seitennaht werfen. Hier werden die beiden Teile oft nicht genau aufeinanderliegen. Ist ein Abstand dazwischen, wird die Jacke etwas weiter. (Will man das nicht, müßte man mit Abnähern gegenarbeiten, aber wenn man ein körpernahes, stark geformtes Kleidungsstück haben will, dann läßt man die Seitennähte besser gleich drin.) Überlappen sich die ursprünglichen Seitennähte wird die Jacke enger, dann muß man noch mal nachmessen, ob die Weite am Ende reicht.

In meinem Fall liegen die alten Seitennähte etwas auseinander, das paßt also. Eine Babyjacke hat ohnehin keinen so ausgefeilten Schnitt.

Die Schnitteile werden dann mit Tesafilm in dieser Position auf dem Boden fixiert.

First step is to position the patterns for front and back of the jacket next to each other. There are only two things you have to observe: the straight grain of both pattern pieces has to be parallel. And they have to touch exactly in the armpit.

Then check the original side seams. If there is a gap between them the jacket will be a bit larger. (If you don’t want this you’ll have to add shape with darts, but if you want a close fitting, very shaped garment then better keep the side seams.) If they overlap then measure, if the jacket is still wide enough.

In my case there is a gap, no problem. A baby jacket is not a very structured garment.

Then I use adhesive tape to attach the pattern pieces on the floor.

neues SchnitteilDann kommt eine weitere Schicht Folie darüber, wird mit Klebeband festgeklebt und ich zeiche mein neues Schnitteil nach. Dabei habe ich hier auch gleich noch die vorderen Kanten neu geformt, einen runden Saum statt der relativ geraden Kante der ursprünglichen Jacke.

Wichtig ist hier, alle Paßzeichen zu übertragen und unter dem Arm ein neues Paßzeichen hinzuzufügen: Da wo die Schnitteile zusammengelegt wurden brauche ich jetzt ein Paßzeichen für die Ärmelnaht.

Then I’m adding a new layer of plastic sheet over the original pattern and attach it with some more adhesive tape to the floor. Now I can easily trace my new pattern, without side seams. And I reshaped the front opening, a bit more rounded than the original.

It is important to trace all marks and the grain. And to create a new mark in the armscye: The position where the original patterns did touch. Because that will have to match with the sleeve seam.

BlendeFehlt nur noch die Blende, das geht auch ganz einfach. Erst mal kommt eine dritte Schicht Folie drüber.

Dann überlege ich mir, wie breit die Blende werden soll. In meinem Fall 4cm. Und ob sie eine weitere Nahtzugabe braucht oder offenkantig aufgenäht wird. (Bei mir ist letzteres der Fall.)

Danach zeichne ich von Halsauschnitt, die Vorderkante entlang, den Saum entlang bis zur hinteren Mitte eine Linie parallel zur Kante meines Schnitteils in 4cm Abstand. Und das gleiche passiert am Halsloch hinten. (Grüne Bereiche.) Beschriften nicht vergessen (Stoffbruch, Fadenlauf,…), schon fertig.

Last step are new facings. So I add a third layer of plastic. Then I decide how wide I want my facings to be (4cm) and if I want a seam allowance or not. (In my case not.)

Then I’m drawing a line parallel to front opening and hem, 4 cm distance to the seam line and the same for the back neckline. (Green areas in the pic.) Don’t forget to note and mark everything important (what to cut on fold, grainline,…) and that’s it.

Schöne Ostern gehabt?

You’ve had happy easter?

GoldhasenherdeHier ist ja heute noch Feiertag, deswegen zählen meine verspäteten Osterwünsche sicher auch noch. ;)

In Germany today is still a Easter holidy, so I think my wishings are “valid”. ;)

Und in den letzten Tagen war so viel wichtigeres zu tun: Die Wohnung sauber machen, bevor der Besuch kommt, Osterbrot backen, um sechs Uhr morgens in die Osternacht gehen (*gähn*), Osterhase spielen und danach den Kindern beim Suchen zugucken, in den Zoo gehen (fester Programmpunkt bei uns), ein Stündchen Schlaf nachholen, das Osterlamm in den Ofen schieben…

There were so many more important things to do like cleaning up our place before the guests arrived, baking easter bread, going to church at 6 a.m. (*yawn*), hiding easter eggs and watching the kids while they are searching them, going to the zoo (kids love doing always the same things for holidays), catching up at least one hour of sleep, roasting the lamb,…

Mit anderen Worten: Wir hatten ein wunderbares Osterfest und ich wünsche euch, daß eueres ebenso schön war!

“Handarbeiten” gab es in den letzten Tagen nur in der Küche (das Baby-Alpaca im Zoo zählt nicht), aber morgen geht es hoffentlich wieder weiter.

In other words: We had a wonderfull Easter and I wish you the same!

“Crafty” stuff was restricted to the kitchen the last days (the tiny baby alpaca we saw in the zoo doesn’t count) but I hope to come back to sewing tomorrow.

Stoff-Shopping in Paris: Tissus Reine

Fabric Shopping in Paris: Tissus Reine

Tissus Reine Paris“Reine de Tissus”, die Königin der Stoffe nennt sich dieser große Stoffladen auch gerne. Und so ganz falsch liegt man da nicht.

Zwar gibt es eine Sonderangebotsarea auf einigen Tischen vor der Tür, aber innen findet sich eher die mittlere bis gehobene Preisklasse. Von Baumwolle über Jeans bis Seide findet sich im Erdgeschoß alles für Modeträume. Natürlich auch ein Regal Patchworkstoffe und die angesagten Libertys dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen. Und edle Stoffe für Brautkleider in jedem erdenklichen Weißton liegen hinter langen Tresen, nicht zum Anfassen, die legen die Verkäuferinnen vor.

Sometimes this big store calls itself also “Reine de Tissus”, Queen of fabrics, and that name ist not completely wrong.

Of course there are some bargains on the tables in front of the doors, but inside most fabrics are middle to higher class and priced. Cotton, jeans or silk, whatever your fashion fancy calls for, the basement shows it. A choice of patchwork fabric and the highly trendy Liberty fabrics are also available. Not to fumble for yourself are the bride fabrics in all shades of white, well stored behind a counter. (But salespeople are there to help you.)

If you cannot imagine how a fabric will look as a dress the about half scale dress forms help you to visualize.

Und wer sich nicht recht vorstellen kann, wie ein Stoff als Kleidungsstück wirkt… die Puppen auf den Tischen mit ihren Kleidern im kleineren Format helfen weiter.

Auch im ersten Stock finden sich vor allem Bekleidungsstoffe, allerdings eher Wolle für Jacken und Anzüge, dazu natürlich Futterstoff (Bemberg) und Einlagen.

Kurzwaren die man sonst noch brauchen kann, von Bändern und Borten bis Nähgarn und Knöpfen finden sich selbstverständlich auch. Und anderes kreativmaterial, von Kurvenlinielen bis Stickgarn. Sogar ein paar Knäuel Wolle und Stricknadeln finden sich.

Interessant ist die große Schnittabteilung. Burda, Vogue, Butterick, McCall und Simplicity sind alle auf Lager. In der Regel auch in allen Größen. Doch auch weniger weltweit vertretene Firmen wie die Kinderschnitte von “L’Enfant Roi” und die Kinder-, Damen- und Umstandsschnitte von “Frégoli”, beide im Stil irgendwo zwischen “brav-bieder” und “reizend-vintage”, bekommt man hier.

Wem das auch nicht reicht…. es kommen noch zwei Stockwerke, mit Möbelstoffen und mit Vorhängen.

Woolen fabrics for coats or costumes are on the first floor, of course you get lining (from Bemberg) and interfacing, too.

Together with all other notions, ribbons, braids, buttons, sewing thread… but also embroidery floss or even some skeins of wool. (And knitting needles.)

Very interesting is the pattern department, you find Burda and the Big Four (usually all patterns and all sizes in stock, unusual for Europe) but also the french companies “L’Enfant Roi” and “Frégoli”, both feature mostly baby and kids patterns in a style somewhere between boring old fashioned and charmingly vintage.

And if that’s not enough… two more floors carry everything for home dec and window treatment.

Adresse: 3-5, place St Pierre, 75018 Paris (Métro Anvers oder Abbesses)

Auch hier gibt es natürlich eine Webseite.

If you don’t come to Paris, you can check out their webside.