Revue de Presse: Burdastyle Dezember 2017

Titel BurdastyleDiesen Monat scheine ich bei der Online-Lotterie von Burda mal wieder das Gewinnlos gezogen zu haben… ich finde ungefähr, was ich suche. Auch wenn die unmotiviert erscheinenden und aktiv rumzuckenden Banner und Co nach wie vor nervig sind. JavaScript im Browser deaktivieren hilft bis zu einem gewissen Punkt…

Das Titelbild begrüßt uns auf der Dezemberausgabe mit Weihnactlichem Rot und einem zu vermutenden Tannenbaum im Hintergrund und einem Mantel, der eher die Anmutung eines Bademantels hat. Was dann immerhin zu anglo-amerikanischen Weihnachtssitten passt, wo man ja am Morgen des 25. beschert. Und vermutlich oft noch im Schlafanzug. Welches Kind würde sich schon vorher anziehen, bevor es gucken geht?

Das Editorial kündigt dann an, daß dsa Heft quasi die ultimativen Geschenkideen für Weihnachten für jede Gelegenheit hätte. Dabei sind Geschenke doch sehr individuell. Und es dürfte wohl kaum ein Thema geben, bei dem „one fits all“ weniger passt.

Danach widmen sich dann zwei locker bedruckte Seiten dem Thema, was für tolle Sachen man auf der Burdaseite im Netz so findet. Was fehlt ist die Anleitung, wie man die Seite sinnvoll bedient. Aber dazu müßte die Seite vemutlich erst Mal sinnvoll programmiert sein… Angeblich ist die neue Suchfunktion „absolut übersichtlich strukturiert“. Äh ja. Suchfunktionen sind für die Teile da, die man über den strukturierten Seitenaufbau nicht findet. Ach so, richtig… den hatte die Burdaseite ja bislang nie. Vermutlich will ich deswegen nicht recht glauben, daß die Suchfunktion das jetzt ausgerechnet hat. (Einen Mikrotest später: Hat sie auch nicht. Es sei denn, auf der Burdaseite gibt es tatsächlich null Schnitte für Röcke in Plus Größen. Die bekommen offensichtlich immer noch keine Suchfunktion hin, die so was wie eine Volltextsuche über den Inhalt schickt.)

„Die brauche ich“ schmeißt uns dann schon mal die erste Ladung Geschenkideen hin. Da es ich um Handarbeitspackungen oder -zubehör handelt, haben wir zumindest einen losen Bezug zum Thema. Die Mütze mit einstrickbaren Kopfhörern gefällt mir ja. Das hatte Earrebel (die Firma der Kopfhörer) letztes Jahr noch als fertige Mütze auf der h&h präsentiert (so weit ich mich erinnere…?) und ich meinte da schon, daß wäre doch nett, wenn man das selber machen könnte. Wobei ich es natürlich noch besser fände, nur die Kopfhörer zu bekommen und mir das Mützendesign selber aussuchen zu können.

Der erste „trend“ versieht ein Sweatshirt mit üppigen und unpraktisch plazierten Rüschen. Erinnert mich irgendwie an Kleider aus meiner frühen Kinderzeit. Wobei es unrealistisch sein dürfte, zu einem fertigen Sweatshirt einen farblich exakt passenden Jersey zu bekommen. Aber überso Kleinigkeiten sehen wir mal keck hinweg. Noch weniger muß ich allerdings den Gürtel haben, der mit Jerseybändchengarn (auch so ein Produkt, für das man sich offensichtlich recht krampfhaft Verwendungen ausdenken muß…) und Strickgabel hergestellt wird. Überdies ist die Anleitung völlig nutzlos, weil nur die Rede davon ist, den Gürtel „laut Anleitung“ anzufertigen. Und… äh… was soll das im Heft dann sein? Ich interpretiere das jetzt mal so, daß auch die Strickgabel ein Produkt ist, was keiner freiwillig kauft und was daher krampfhaft angepriesen werden muß. Ohne den Leuten aber Details zu verraten. weil sonst wäre ja klar, wie nutzlos das Teil ist… 😛

„Das will ich!“ ist zugegebenermaßen unglaublich süß… ein Indianertipi als Katzenplatz. Nur habe ich keine Katze und zum anderen schon früher gelernt, daß Katzen ungefähr alles als Schlaf- und Ruheplatz aussuchen… aber sicher nicht das, was man ihnen dafür anbietet. Aber wer eine geduldige Katze hat…

Unter „Coming Home for Christmas“ gibt es dann endlich die erste Modestrecke. lässig-elegant und Brit-look sind die Stichwörter, außerdem soll es auch für Männer, Kinder und den Hund Modelle geben. Den Anfang macht noch mal der Mantel vom Titel, der auch in der Einstellung nicht deutich besser aussieht. Auf mich wirkt der Stoff einfach irgendwie billig. Obwohl er das sicher nicht ist. Als Herrenjacke wird der Schnitt einer Jeansjacke recycelt und aus (angeblich) Harris Tweed genäht. Den allerdings im Karomuster. Okay, aber solche Stilmixe mag ich, also warum nicht, wenn der Herr der Schöpfung das tragen mag? Wärmer als eine Jeansjacke ist das sicher. Der Sweater mit Reißverschluss für die Dame ist hingegen nur fad. Und die Kinderjacke aus Wollstoff in Größe 116-140 hält sicher auch warm, aber Kinderjacken, die man nicht waschen kann? Irgenwie ist das wohl für bravere Kinder designt als ich so kenne… Feiner wird es dann mit einem Kleid mit Spitzenärmeln. Der Schnitt hat zwar die eine oder andere Teilungsnaht, das was man auf dem Bild sieht, ängt aber dennoch etwas traurig an der Trägerin herum. Dann der Weihnachtskreativklassiker für die männliche Fraktion… eine Fliege für Vater und Sohn. Kann man doch gleich die Reste der anderen Modelle verwenden. Kinderkleid 104 wäre ja süß… wen es nicht in Damengröße wäre. Hat zu viel von Matrosenkleid. Und eine Jeans in seltsamer Länge mit noch seltsamerem Saumvolant. Werdenktsichsowasnuraus…
Kinderkleid Burdastyle
Dafür finde ich das Spitzenkleid 131B für kleine Mädchen (Gr. 116-140) dann wieder passend und süß. Nur sollte die Wohnung gut beheizt sein, denn kurze Spitzenärmel dürften sonst etwas kühl sein.

Herrenjacke Burdastyle
Wirklich tragbar und sogar elegant wird der Jeansjackenschnitt für Herren dann aus dem dunklen, schlichten Wollstoff. Hier trift die Beschreibung lässig-elegant tatsächlich mal den Kern der Sache.

Karohose mit breitem Bund und tiefen Bundfalten in Kurzgröße… hm, diese Proportion würde ich tatsächlich lieber erst mal an einer echten „Kurzgrößenfrau“ sehen und nicht an einem langbeinigen Model. Sweater 129 ist dann mal wieder ein absolutes Basisteil für Jungs und Mädels. Da hat man das ganze Jahr was davon. Dazu zwei Kinderkleider, aber nur das eine in Kindergröße. Ist das jetzt ein neuer Trend? Wenn ja will ich den nicht. Karierter Trenchcoat für Kinder. Ich weiß nicht recht, ob mir das gefällt, aber es ist sicher eine gute Übung im passend Zuschneiden und Nähen von Karos. Viele kleine Details… Das Hundemäntelchen ist in der Hinsicht einfacher. So man einen Hund hat, der einen Mantel braucht. (Ich verstehe nicht viel von Hunden, aber der auf dem Bild sieht nicht sehr glücklich aus…)

Die nächste Seite mehr oder weniger wahlloser Kaufideen nennt sich dann „Inspiration“. Wobei das rote Negligé ganz nett… nur nicht für Leute, die bei offenem Fenster schlafen. Und wenn man gena hin sieht, sind an der Seite noch ein paar Knöpfe als Lebkuchenmännchen zu finden. Wenigstens etwas Handarbeitsbezug.

Der nächste Beauty-Krempel ist dann mit „Kleine Winter-Freuden“ überschrieben. Hilft aber nichts, wird erkannt und überblättert.

„Zarte Töne“ soll die Business-Mode sein. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber die Hose in der unentschiedenen Länge mit den Volants am Saume ist weit von dem Entfernt, was ich ins Büro anziehen würde. Und noch weiter, wenn ich tatsächlich halbwegs „korrekte“ Kleidung tragen müsste. Bei mir ist das ja eher optional. Jacke 103 sieht mit den sternförmigen Abnähern, die auf den Ausschnitt zulaufen in der Zeichnung eigentlich ganz gut aus. Genäht wirkt es allerdings so, als hätte jemand versucht, eine Chanel Jacke langweilig, bieder und ohne Schick hinzubekommen. Und dabei Erfolg gehabt. BLus 105 ist ein Basisschnitt. Die komische Schleife ist optional. Nur die angekrausten Ärmel muß man mögen. (Wobei die Dehnfalten auf dem Bild dafür sprechen, daß es mit der Bewegungsweite nicht so weit her ist. Mantel 115 nennt sich Master Piece. Die Ansätze mit Trenchcoat-Details und dem gefalteten Doppelkragen gefallen mir auch gut. Ich weiß nur nicht, ob das Bademantelfeeling auf dem Bild vom Styling, dem Stoff oder der Passform kommt. Ins Büro darf die Hose in Kurzgröße dann in glänzendem Satin. Äh… ja. Aber der Pulli (in Normalgröße….) mit seltsamen Volants nicht nur in den Raglannähten (bißchen verspeilt, aber gut…), sondern auch unmotiviert über die Ärmel verlaufend dazu… optisch keine Verbesserung gegenüber Jeans und Schlabber-Sweatshirt, sieht nur anders doof aus. Kleid 107 A kenne wir auch schon, hier verschwinden die Nahtdetails im Stoff, dafür ist es wohl einfach eine Passformgruppe enger, so daß es weniger trautig in der Gegend rum hängt.

Ohne Werbung für Schuhe, Accessoires oder anderen Kram geht es dann nahtlos in die nächste Modestrecke, die jetzt „Manege frei“ mehr Dramatik verspricht. Zum Zirkuslook gehört natürlich die Jacke im Uniformstil, die Dank Ärmelvolants aber engültig Richtung „affig“ abgleitet. Naja, wären wir dann doch noch beim Zirkus. Deutlich schöner das Midikleid in Langgröße. Ich vermute, es schreit nach Seidensamt. Nur die in einen seitlichen Wasserfall übergehenden Falten an der Schulter fallen irgendwie nicht so schmuck, wie es die Zeichnung erhoffen lässt.
Rock Burdastyle
Dramatischer Hingucker und elegant ist aber definitiv der schmale Rock 121 mit den tiefen Falten vorne. Zum Glück kann man so was gut auf jeden Bleistiftrock übertragen und muß nicht bei Größe 42 damit aufhören.

Shirt 121 wirkt wieder so, als hätte bei den Schnittmachern jemand ein Buch aus der Pattern Magic Reihe gefunden. Es sieht ganz sicher interessant aus. Aber man sollte vorher ein Probeteil aus einem Stoff mit ähnlichen Eigenschaften nähen um zu sehen, ob einem dsa wirklich gefällt. Caban als Kurzjacke kann mich weniger überzeugen. Außer daß man auch Stoffe mit größerem Muster ganz gut damit verarbeiten kann, weil man nicht so viele Teilungsnähte hat erkenne ich keinen Vorteil. Wirkt halt immer etwas unproportioniert. Bei Bluse 108 weiß ich nicht recht.. die Zeichnung wirkt langweilig, die Rückenansicht mit der Schleife durchaus… schmuck. Vorausgesetzt man fühlt sich gerne wie ein Päckchen bei der Bescherung. Auf mich zumindest wirkt die Schleife so, als wolle sie aufgezogen werden. 😀 Dann noch mal die sternförmigen Abnäher zum Hals, jetzt nicht als Jacke, sondern als Mantel. Leider erkennt man bei der künstlerischen Pose gar nicht, wie das fällt. Top 117 ist wo ein zwei Nähte Projekt aus Plissee. Wenn Figur und Farbe passen, kann das sogar gut aussehen und erlaubt, auch am 23.12. noch schnell was für die Weihnachtsfeier anzufertigen. Bluse 114 hat wieder diesen Kosaken-style mit der gesmokten Taille.
Abendkleid Burdastyle
Königin für eine Nacht ist dann mit Modell 119 garantiert. Diese Fächerförmig mitgefassten Teil machen es wirklich speziell. Den Schnitt anzupassen, damit er wirklich passt dürfte allerdings eine Herausforderung sein. Und das Kleid einmal zu Unterlegen, damit es nicht diese häßlichen Querzüge beim Bewegen bekommt könnte es dann wirklich in den Haut Couture Bereich katapultieren. (Und wenn man es anpasst, muß man keinen Stretch-Satin nehmen, sondern kann einen dickeren Seidensatin nehmen.)

Und jetzt kommen auch wieder Accessoires… Broschen diesmal. Begeistert mich keine so wirklich, aber ich trage quasi nie welche. Ich bleibe damit bevorzugt hängen und es hinterlässt dann oft doch bleibende Löcher im Gewebe, weil eine Nadel die auch was trägt halt nicht beliebig fein sein kann.

Die „Nähschule“ widmet sich mit der Bilderanleitung dem Shirt 112 mit der interessanten oder seltsamen Falte vorne. Da das Detail ein wenig komplizierter ist, verdient das sicher eine ausführlichere Anleitung. Und man kann daraus auch zumindest teilweise ableiten, wie man einen Schnitt ändern könnte, umd sich das in der passenden Größe anzufertigen. Vor allem, wie der Tipp am Ende vorschlägt, aus einem Wollkrepp. Nciht weil der uni ist, sondern weil der weicher fällt. Da sähe es vielleicht wirklich besser aus. Ich weiß nämlich auch nach der Nähschule nicht, ob ich es interessant oder doof finden soll.

Beauty ist Bunt, das sehe ich noch, bevor ich drüberblättere.

„Spezial“ sind bestickte Filzhausschuhe. Warum das jetzt als „Spezial“…? Naja, irgendein „Tag“ braucht man ja und wie wir von der Burda Webseite wissen sind welche die möglichst wenig aussagen doch die besten. Adh so, das ist mal wieder Werbung für die initiative handarbeit. Da der Schnitt als Schemaschnitt auf den Kopierer gelegt werden will (Und vorher noch eine Menge Rechenarbeit erfordert, denn der Schnitt ist „um 40 Prozent verkleinert“…. um wie viel Prozent muß man ihnen nun vergrößern, um wieder auf die originale Größe zu kommen?), bleibt hier zu hoffen, daß die Anleitung im Internet das schon passend zum Ausdruck vor gibt. Und vielleicht auch die Motive zum Sticken dazu.

Bei der „Pflanzenbeauty“ Seite können sie sich diesmal nicht entscheiden… Kokosnuss, Argan oder Rosmarin?

Der „Legestyle“ widmet sich dem Spitzenkleid 107B. Der Casual-Look mit Gürtel über langer Strickjacke und Schnürstiefeletten erinnert an den Grunge der 90er, die „Business“ Variante trägt es über Hose und mit Blazer, was sehr indisch aussieht. Kleid mit Hose wie Churridar Kameez und der Blazer wie von einer Schulunform. Dafür gibt es noch eine Brille mit Metallgestell dazu. Nur der Abendlook mit der (falschen) Pelzjacke hat Charme.

Die Damen und Mädels in Plus Größe dürfen diesmal „Königin der Nacht“ sein. Overall 126 ist schon mal nicht schlecht, weite Hose, Chiffon Oberteil, betonte Taille. Bluse 123 mit Hängerchencharme und noch Rüsche unten dran muß hingegen nicht sein. Und schon gar nicht, wenn die Trägerin kleiner als 180 cm ist. Doe lange Robe 124 hat in der Zeichnung interessante asymmetrische Falten an verschiedner Stelle, im Foto ist der Stoff schwarz und über den Falten liegen wahlweise Haare oder Arme. (Abgesehen davon, daß Falten in Stretchstoffen wegen des Elasthan-Anteils meist weniger schön fallen. Da wäre ein Stoff ohne Elasthan vermutlich geeigneter.) Interessant dann Bluse 128. Die fällt locker, der Kragen wirkt aber auf den ersten Blick wie ein Jackenrevers. Das gibt gleichen einen angezogenen Look. (Und wenn man den Ausschnitt ein bißchen kleiner macht und das Revers nicht mit Pailletten verziert könnte der Look auch ins Büro gut gehen… angezogen aber trotzdem bequem.) Dann noch  mal das Rüschenhängerchen, diesmal aus Spitze. Dazu eine schmale Hose. (Klassischer Molli-Look… aber für Apfelfiguren mit schlanken Beinen wirklich gut.) Und dannnn noch mal das Kleid mit Faltenwurf in Kurz als Cocktailkleid. Ich würde ja eher sagen, das klassische „Kleine Schwarze“ (oder dunkelblaue?), aber wollen wir es mal nicht so genau nehmen. Sieht jedenfalls gut aus. Wenn ich Zeit hätte, wäre ich glatt versucht, mir das für Weihnachten zu nähen.

„Pflegetipps“ versorgen uns mit Werbung zu den diversehen Produkten, die angeblich oder tatsächlich schwarze Stoffe auffrischen.

„Wie geht eigentlich“ zeigt, wie man einen Schnitt bei ungleich hohen Schultern anpasst.

Der „Futter und Dekoteil“ bietet „mit Liebe“ Geschenkverpackungen aus Packpaier (mit der Stoffapplikation sogar sehr ansprechend) und Schokodatteln oder selber gemachte Mozartkugeln. Die natürlich nicht so heißen dürfen… aber Nugat mit Marzipan und Kuvertüre…

Der „atelierbesuch“ führt dann zu dem Label „Sweet Mess“, das sich vor allem mit Kinderkleidhng und Deko befasst. Süß, Vintage, Shabby… also alles, was gerade im Trend liegt. Nicht so meiner. Und nicht so spannend.

Die „letzte gute Idee“ schlägt das Marmorieren von Weihnachtskugeln vor. Ich fürchte ja, das wirklich schön hin zu bekommen erfordert ein paar Kugeln und Versuche mehr… aber Geschmackssache.

Und hey… ich habe die Besprechung mal pünktlich fertig!

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Revue de Presse: Burdastyle Oktober 2017

Titel Burdastyle Diesmal lacht vom Titel ein Teppich in Form einer Jacke entgegen. (Oder so.) Die gezeigte Jacke soll jedenfalls das „IT-Piece“ sein. Kleidung aus Gobelin und Co gab es in meiner Jugend schon mal. Und da ich Brüche mag, gefällt mir das natürlich.

Beim Editorial bekommen wir ein Bild vom Betriebsausflug. Mehr Leute, als ich so gedacht hätte.

„Trend“ gibt es diesmal nur einen, nämlich einen Loop-Schal. Allerdings ist diesmal eine Stickmaschine unabdingbar, damit es nicht nur ein Loopschal ist, sondern „trend“. Also uninteressant.

Bei „das will ich“ gibt es einen weiteren Klassiker: Knöpfe aus Fimo. Wobei die dank der Nudelmaschine (äh… Fimo Walze) doch dünner sind und professioneller aussehen, als ich das aus meiner Jugend so kenne. Obwohl mir die Ergebnisse gut gefallen, werde ich trotzdem nicht noch mit Basteln anfangen.

„Ladylike“ nennt sich das nächste Thema und verspricht Eleganz und Komfort. Der ärmellose Sack 101 mag bequem sein (wobei ich mir auch da nicht sicher bin, überschnittene Ärmel schränken die Bewegungsfreiheit der Arme auch gerne mal ein), „elegant“ liegt aber am anderen Ende der Skala. Aber gut, das Thema verspricht ja nicht, daß beides in einem Modell vereint wird. Zumindest nicht wörtlich.
Mantel Burdastyle
Was mir dann auf den zweiten Blick sehr gut gefällt ist der Hüllenmantel 102. Wie die Saumrundung auch an den Taschnepatten und den Gürtelenden aufgegriffen wird hat Pfiff. Dumm nur, das Hüllenmäntel so unpraktisch sind, weil sie nie wirklich dicht zu bekommen sind. Zumindest nicht an mir.
Kleid Burdastyle
Ganz auf meiner Linie liegt dann auch das schlichte Kleid 103A, das mit Abnähern noch mal auf Figur gebracht wird. Also würde, wenn das Model nicht zu mager für das Kleid wäre. Hoffe ich zumindest. Sonst sähe es eher gesamtdoof aus. So schlichte Teile müssen einfach wirklich passen.

Die Herbstliche Variante der Safarijacke kommt mit Blumenmuster. An sich keine so schlechte Idee. Die Bluse mit den Ärmelvolants 111A ist in Kurzgröße. Da mag ich ja weder das Losmuster noch die Proportion. An einer echten „petite“ Figur dürften die Volants doch recht dominierend wirken. Kellerfalten an spitzer Passe. Im Grunde ja eine klassische Form. aber hier sitzt/fällt das nicht gut. Ob es am Stoff oder am Model liegt? 112 ist dann „super easy“, nämlich ein Cape aus einem Rechteck. Bei Kleid 105 gefallen mir die vielen schrägen Teilungsnähte an der Zeichnung, an der Frau wirkt es weniger überzeugend. Da zaubert es keine verführerische Figur, sondern wirkt rundum unproportioniert.
Shirt Burdastyle
Besser klappt das bei Shirt 119A. Mit der asymmetrischen Raffung und dem Gürtelchen fällt das wirklich sehr schmeichelnd.

Kleid 104A beeindruckt mit Teilungsnähten, zumindest auf der Zeichnung. Genäht trägt gerade das Gürteteil irgendwie unschön auf. Zumindest aus Velourslederimitat.

Accessoires zum Stil sind dann Henkeltaschen. Die dummerweise unglaublich unpraktisch sind, weil man sie nicht über die Schulter hängen kann. Und was ich so mit mir runmschleppe, wird in der Hand ganz schnell ungemütlich. :-p

„Must Haves“ bietet die nächste Modestrecke. Wobei wir da schon mal lernen, daß bei Größe 44 spätestens Schluss ist, wer mehr braucht „muss“ dann gar nichts mehr haben. Die Titeljacke bleibt aber nach wie vor schön. Auf die Shorts kann ich verzichten. Hingegen bekommt die etwas wild gemusterte Hose 113 einen zweiten Blick von mir. Selten bei Hosen, aber das Falt(?)Detail am Tascheneingriff ist nicht schlecht. Aber nicht an einer Hose, die nach „zu kurz“ aussieht. Beschreibung behauptet ja „knöchellang“… wer das geschrieben hat, sollte noch mal einen Grundkurs in Anatomie machen. Bei Kleid 115 würde ich den bestickten Samt gerne nehmen, aber nicht das Kleid, das wie eine Mischung aus Nachthemd und Babykleid aussieht. Rock 107A scheint ein interessantes Faltendetail vorne zu haben. Da wo im Photo die Hand drüber ist. Wenn ich mich recht erinnere, war in einer der letzten (von mir noch nicht vorgestellten *hüstel*) Threadsausgaben die Anleitung, wie man genau so was konstruiert. Da zwar an einer Jacke… aber egal. Jacke 110B kennen wir vom Schnitt her schon. Und den Faltenrock gibt es noch mal inkurz. Wo er besser ausieht. Vielleicht liegt es aber auch am Stoff. Kleid 103B sitzt hier deutlich besser. Auch wenn man vom Schnitt dank des wilden Stoffes nichts erkennt. Aber warum soll man da Hosen drunter tragen? Wenn das Trend ist, will ich den nicht haben.

Dem Faltenrock widmet sich dann auch die Nähschule. Ich frage mich gerade… wenn der doch so eine schöne geformte Passe hat… warum bekommt der noch einen geraden Bund verpasst? Da ist die halbe Funktionalität der Passe doch schon wieder weg. Schade drum.

Über die Beautyseite kann ich dann wieder hinweggähnen.

„Mix & Match“ geht es weiter. Karo und Punk… wer denkt jetzt nicht an Vivienne? Für Langgrößen gibt es so eine Art „Kilt“ der nicht sehr punkig aussieht, aber mit dem Volant auch nicht lanwelig ist. Jacke 118B ist das Titelmodell in so was bunt tweedigem. Vermutlich nicht schlecht, aber man erkennt vor allem den Stoff. Und ein bißchen was vom Kragen, der da wohl noch eine unerwartete Falte hat. Kleid 104B diesmal nicht aus Kunstleder, sondern aus Karo. Hm, auch hier trägt der „Gürtel“ vorne unschön auf. Shirt 119B ist diesmal so toll abgelichtet, daß man Gürtel und Fältchen gar nicht sieht. Dafür die Spitzenärmel. Unpraktisch, wenn es kalt ist, aber sieht gut aus. Und super, falls man noch einen Rest Spitzenstoff hat. Rock 107B hat wieder das Faltenteil, aber man erkennt es erneut so gut wie nicht.
Rock Burdastyle
Den Minirock 106 würde ich zwar selber nicht anziehen (oder doch?), aber hier kommen die Falten gut zur Geltung und mit der zusätzlichen Rüsche wird es ein echter Hingucker für mutige Trägerinnen.

Bei Bluse 116 wird uns versprochen, daß sie auf den zweiten Blick weniger brav sein soll als auf den ersten. Aber nur wegen dem Druckmuster. Welches ich jetzt aber auch eher doof finde. Und Volantbluse 111B in Kurzgröße bekommt auch mit dem Karomuster keine besseren Proportionen.

„Inspiration“ zeigt dann diverse Accessoires und mehr oder weniger unmotivierte Werbung (Stoffmalfarben sind ja so was von themenspezifisch…), aber wer es noch nicht gemerkt hat, erfährt hier dann, daß Vivienne Westwood den Stil geprägt hat.

Der Designerschnitte kommt vom Label „Mykke Hofmann“, wobei der Schnitt selber viel von Bademantel hat, aber durch das Color Blocking ergibt sich ein interessantes Ergebnis. Und wieder ein Label kennen gelernt, das ich noch nicht kannte.

Beim „Legestyle“ steht dann wieder die Titeljacke im Vordergrund. Die lässt sich zweifelsohne gut kombinieren, die Vorschläge sind aber auch etwas vorhersagbar… Jeans für „casual“ und Lederrock für den Abend. Die knallrote Hose für den Businessstyle ist vielleicht etwas gewagt. „PR-Termin“ dürfte bei den meisten von uns nicht das typische „Geschäft“ sein. Nette Idee, dass immerhin zwei der Kombiteile nach einem Burdaschnitt gearbeitet sind. (Und unten im Eck noch eine kleine Werbung für die Dior Ausstellung in Paris. Da war ich aber schon. 😉 )

Die Plus-Größen dürfen diesmal sportlich aussehen, „Athleisure“ ist das Motto. Nicht so ganz meines. Parka 125 ist so lang, daß man nicht reicht weiß, ob er nicht ein Mantel sein will und mir ganz sicher zu formlos und sackig. Auch „Shirt“ (angesichts der Größe und des Materials würde ich das ja als Pullunder bezeichnen) 127 begeistert mich nicht. Daß die Querteilungsnaht im Vorterteil noch doch direkt über den Busen zu verlaufen scheint macht es nicht besser. Bei Kleid 126 erschließt sich mir nicht, worin die Sportlichkeit besteht, dafür sieht es gut aus. Denke ich, denn der große Schal in ausnehmend häßlicher Farbkombionation (so ein Senf angehaucktes Ocker mit Neongelb) verdeckt die interessanten Teile. „Trackpants“ 121 taugen eher als Vorlage für eine Sporthose. Shirt 123 hat dann interessante Paspeln, die den Raglan Schnitt akzentuieren. Das kann ich mir jetzt doch eher vorstellen. Dann gibt es einen Blazer, der „lässig“ sein soll, aber durch den übertrieben tief gezogenen Kragen und die arg überschnittenen Schultern (in Kombination mit einer reichlich hochen Armkugel) wirkt das Gesamtwerk dann dich eher wie „passt nicht“.
Kleid Burdastyle
Das Shirt gibt es dann mit Modellnummer 124 noch mal als Kleid. So sieht das mit dem Color Blocking auch gut aus und die großen Taschen sind ein weiterer schöner Akzent. Und wenn man nicht (so wie ich) die Burdaschnitte erst sehr mühsam an die eigene Figur anpassen muß, dprfte das trotzdem relaiv schnell genäht sein.

Und wieder Beauty zum Überblättern…

Nach London führt der Atelierbesuch. Sehr bunte Drucke auf Seide. Mir ein bißchen zu Hippie-Bunt und zu figürlich, aber wenn man genau hinsieht sind schon einige originelle Umsetzungen dabei.

„die brauche ich“ sind diesmal Bügeleisen und Dampfstationen. Diesmal mache ich mir nicht die Mühe, das Markentinggelaber zu lesen. (Ich meine… wenn bei einem neuen Produkt „lange Lebensdauer“ versprochen wird… dann wissen wir, daß das eben noch keiner wissen kann. Also sinnfreies Gelaber.)

„Wie süß“ ist (ach wie originell…) die Baby und Kleindkindstrecke betitelt. Gr. 68-92 und ganz klar Mädchenlastig. Denn es gibt Bluse, Trägerrock und Mäntelchen.
Kindermantel Burdastyle
Wobei das Mäntelchen 130 in der etwas altodischen Form ganz allerliebst ist. Zu dem Pelzkragen gibt es hinten noch eine Hellerfalte mit einem Riegel darüber. Nur daß sich die Kragenecken vorne etwas aufzuwölben scheinen… hoffen wir mal, daß das nur daran liegt, daß der Mantel ohne Kind darin gezeigt wird und nicht an einem Konstruktionsfehler. (Oder an schlechtem Bügeln, das kann ja auch jeder selber besser machen.)

Zusätzlich gibt es noch Wickeltasche, Fußsack und eine armlose Puppe. Und mit Bildanleitung einen „Organizer“, der aus meiner Sicht ja nicht viel mehr als eine leicht aufgemotzte Einkaufstasche ist.

Und schon wieder Beauty, diesmla mit „Vetiver“ oder Süßgras. Ich sehe schon, das Thema ist weitgehend durch, es kommen Pflanzen, die ich nicht kenne.

„Sweets“ bringen Äpfel. Man darf damit drucken, aber sie auch essen. Diese Apfelrosen sehen toll aus. Den Teil kann man sicher auch mit ganz normalem Mehl machen (hier wird glutenfreies Mehl verwendet), das will ich mal ausprobieren. Wräre nur toll, wenn sie schreiben würden, wie dick man den Teig ausrollen soll…

„Green Fashion“ bleibt auch diesem Monat bei einer Firma. „Vatter“ stellt GOTS zertifizierte Unterwäsche aus Biobaumwolle, die auch nicht mit schädlichen Chemikalien gefärbt wird (okay, das ist ja generell für Europa verboten…) die außerdem „sexy“ sein soll. Warum sie als Bild mal lieber nur Babybodies zeigen müssen wir uns jetzt selber überleben.

„Wie geht eigentlich?“ zeigt uns verlängern und verkürzen im Verlauf. Was in den Bildern nur angedeutet wird, im Text gar nicht erwähnt ist, daß so bei schrägem Verlauf von Seitennähten die Teile auch weiter oder enger werden. Beim Rocksaum ist das meist nur Geschmackssache (bei größeren Veränderungen kann das aber den Stil deutlich ändern), beim Ärmel kann das aber die Passform ändern. Eventuell kommt man am Handgelenk dann nicht mit der passenden Weite raus. Wäre vielleicht ein Sätzchen wert gewesen. Platz genug hätte die Seite noch.

Die nächste Werbeseite nennt sich „Pflegetips“ und preis allerhand Wasch(zusatz)mittelchen an. Von „Superteuer-superbio“ bis zu Produkten, wo man nicht so genau wissen will, wie sie den versprochenen Effekt herstellen. Für die DIY Fraktion gibt es dann aber ein Rezept zum selber machen. Kernseife, Soda und Natron werden Waschpulver. (Ich schätze, unsere Großmütter und Urgroßmütter, die noch ohne praktisches Waschpulver auskommen mußten, würden den Kopf schütteln…)

Bei der „letzten guten Idee“ basteln wir dann ein Katzenspielzeug am Stab. Äh… das fällt aber in die Kategorie „Katzenvideos gehen immer“, nur daß man auf Papier halt ohne Video auskommen muß.

Und hey… das nächste Heft erscheint erst nächsten Monat! Nicht morgen. Oder gestern.

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen natürlich beim Verlag.)

Revue de Presse: Burdastyle September 2017

Titel BurdastyleGut, das Ding ist immer noch recht beta, aber es scheint wieder möglich zu sein, halbwegs reproduzierbar da zu landen, wo man landen will. Also gibt es wieder einen Besprechung. Der Titel diesmal sehr rosa. Habe ich persönlich ja nichts dagegen, die Farbe steht mir. Außerdem kam mein Exemplar in einer Plastiktüte und hatte ein Modell als Einzelschnitt aufgeklebt. Leider kann der Verlag hier mal wieder seine unterirdische technische Kompetenz beweisen. Wenn das Ding schon vorne auf den Titel geklebt ist, warum dann noch eine zusätzliche Plastiktüte? Bzw. warum kleben, wenn es eh eingetütet ist? Und außerdem ist der Kleber von seltener Qualität…. er lässt sich weder von der Plastikhülle des Schnittes noch vom Papier rückstandsfrei lösen. Irgendwie muß man ihn aber abpiddeln, weil er sonst an allem anderen klebt. Deswegen habe ich jetzt einen häßlich weißen Fleck auf meinem Titelbild, wo der Kleber einen Teil des Papiers mitgenommen hat. Echt jetzt… Aber um nicht nur die negativen Seiten zu erwähnen… der Modellüberblick ist jetzt auf der Heftrückseite. Das ist gut, vor allem für diejenigen, die das Heft nur bei Bedarf kaufen. Man kann die Modelle ganz schnell sehen ohne sich vom Verkaufspersonal anmotzen lassen zu müssen, weil blättern gefälligst erst nach dem Kauf zu erfolgen hätte.

Das Editorial verheißt dann viel Retro, ein neu aufgelegtes Titelmodell aus dem Jahr 1957 (dabei fällt auf, daß sich die Titelgestaltung mit dem weißen Hintergrund dem eigentlich wieder ziemlich angenähert hat) und außerdem Bonbonfarben, von den früheren 1960ern inspiriert.

Bei „trend“ wird diesmal zuerst gestickt, bunte Pailettenmotive auf eine Korbtasche. Das soll dann Ibizalook sein. Der Zusammenhang zu den Inspirationsmodellen ist allerdings schwach. Pailettenmotive auf Kleidund und Paillettenmotive auf einer Korbtasche sind irgendwie nicht der gleiche Look. Auch beim zweiten „trend“ darf genäht werden, aus einem Stück Stoff oder einem bunten Seidetuch wird ein sehr rückenfreies Neckholdertop. Das ist jetzt nicht mehr für die Semester, die lieber mit BH durch die Gegend laufen, aber vielleicht kann man der Enkelin so Omas Seidentuch schmackhaft machen. 😉 (Ja, das war bestimmt mal teuer, aber bevor es weggeworfen wird, weil es nicht mehr gefällt ist es doch besser, wenn es noch mal als Top getragen wird, oder?)

„das will ich“ kommt mit Bildanleitung daher und bringt einen Hai als Stiftetui. Die Idee finde ich nach wie vor lustig, auch wenn mir die Umsetzung vor einigen Jahren bei „Fait main“ besser gefallen hat als die quietschig bunte Burda Version mit Augen aus Pailetten. Andererseits… ich hätte da dieses Jahr einen Schulanfänger im Umfeld. Lästig jedoch, daß man die Schablone für den zuschnitt auf der Burda Seite runterladen muß. Wo die im Moment doch nicht so gut funktioniert. (Und warum hat der blaue Hai unmotivierte Zickzackstiche quer? Sollte da beim Nähen des Modells die Schere ausgerutscht sein? 😛 )

Unter dem Motto „Alles Zucker“ kommen die Bonbonfarben. Diesmal als gemischte Modestrecke für Plusgrößen und die anderen Größen. Guter Ansatz. Jetzt muß es dann eigentlich nur noch die Schnitte in allen Größen geben… 😮 Mantel 127 gefällt mir als Zeichnung gut, das fertige Exemplar sieht so sehr nach Bademantel aus, daß ich mich frage, warum man sich die Mühe mit der Passe machen sollte? Kurzjacke 16 kombiniert ein wenig Biker Feeling mit einem arg hohen Kragen mit runden Ecken und großen Knöpfen. Ergebnis überzeugt mich nicht. Kleid 125 ist wieder so ein „weiß nicht“. Die Passe gefällt mir auf der Zeichnung, das Modell wirkt, als hätte es eine Boule Form, die es laut Zeichung aber nicht hat. dafür wirken die Ärmel etwas zu eng, der Rest zu weit. Die Idee mit Kellerfalte und Passe köntne gut sein, an den Proportionen müßte man aber noch arbeiten- Volant an Bluse 117B hängt wie eine traurige Serviette, muß nicht sein. über die Hose kann man dank Pose mal wieder nichts sagen. Shirt 124 ist dann wieder so ein überdimensionierter Sack. Ich fürchte allmählich, ich habe da mal wieder einen Trend verpasst. Kurzjacke 119B hat sehr viel Retroflair. Zumindest soweit man das sehen kann, Stoff und Roller geben sich ja große Mühe, das zu verstecken. Raglanpulli 102 mit V-Ausschnitt scheint mal ein richtiger Grundschnitt zu sein. Selten bei Burda. Wie immer kann man aber nur raten, das Bild zeigt viel, aber nicht den Pulli. 126 ist dann das Kleid mit Kellerfalte als Tunika. Die über der Brust arg zu eng aussieht.
Kleider Burdastyle
Die beiden Kleider gefallen mir dann aber beide sehr gut. 116B ist der aufgeklebte Extra Schnitt. Zum Glück ein schlichtes Modell, das durch die gekreuzten Bänder vorne lebt. Das kann man wieder gut in jeden Grundschnitt reinbasteln, falls die eigene Größe nicht dabei ist. Und die vielen Teilungsnähte, Abnäher und Falten von Modell 116B bringen Form und Leben in ein schlichtes Uni Modell.

Rock Burdastyle
Verrückterweise gefällt mir auch der Rock 115A mit den verspielten Rüschen gut. Rüschen sind nicht so meine Welt, aber hier ist das so raffiniert eingesetzt, daß es witzig wirkt. Und auch in jeder Größe nachzunähen, weil man es an einen anderen Basisschnitt annähen kann.

Anschließend die Kurzjacke noch mal von hinten, drei unterschiedliche Knöpfe auf den Riegel. Soll wohl kreativ sein. Kleid 120 ist irgendwie nett, aber das war es dann auch schon.

Beauty zum Thema ist „vegan“. Einfach überblättern.

Die „nähschule“ präsentiert dann die Anleitung zum aufgeklebten Einzelschnitt. Das ist dann angemessen, denn wenn der Schnitt schon (hoffentlich) anfängertauglich und ohne viele verwirrende Linien daher kommt, sollte die Anleitung dazu passen.

„Ladylike“ sind dann die „inspirationen“. Also haben wir mal wieder Tweed, brauntöne und Knöpfe aus Leder und Holz. Ein typisches Herbstthema. Glücklicherweise vergesse ich das dann meist genauso schnell wieder, also kann ich nicht sagen, ob sie das letztes Jahr vielleicht sogar mal ausgelassen hatten. Modisch im Grunde praktisch, weil man die teuren Stoffe dann wenigstens lange tragen kann. Warum jetzt unbedingt Prinzessin Di als Aufhänger herhalten muß… Naja, wird derzeit ja generell vielerorts in der Presse gehypet. Hat irgendwer sein Material gut verkauft, was?

Passend dazu dann der „Brit Chic“, also Tweed und Co. (Diese Dauerbrenner der Modethemen haben immerhin den Vorteil, daß man genähte Sachen echt lange tragen kann und wenn es gar nicht mehr geht ggf. den teuren Stoff noch mal umarbeiten…) Diesmal werden auch die Herren bedacht, es gibt eine Weste. Aus Tweed und mit Schalkragen. 114 ein schmaler Rock, daß er eine asymmetrische Falte hat, kann man mal wieder nur dem Text entnehmen. Schade, irgendwie. 115 B ist dann der Rock mit den Rüschenteilen. Aus Tweed wirken die wieder ganz anders, abera uch nicht schlecht. Bei der weiten Kurzjacke 119A vermisse ich es ausnahmsweise mal, weniger von der Jacke und mehr vom Styling zu sehen. Ich habe mit der Schnittform nämlich so  meine Probleme und die relativ kurzen Ärmel machen es nicht besser. Am Ende erinnert mich so was dann immer an ein koreanischens Hanbok. In Langgröße gibt es köeid 110B, mit Schluppe und zwei Reihen Rüschen auf dem Rock. Hier tut es mir gerade ausgesprochen nicht leid, daß das nicht meine Größe ist.
Bluse Burdastyle
Überraschend gut gefällt mir Bluse 104A. Der Schnitt ist eigentich sehr schlicht, der geraffte hohe Kragen eigentlich ein biederes Element, dazu die Schleifenbänder an den Ärmeln… Aber aus dem dezent gestreiften Stoff wirkt das dann neu und frisch. Auch die Farben, die zumindest in der Zeitschrift nach angenehmem Schokoladenbraun mit etwas türkis aussehen. Das macht mir richtig Lust, es nachzunähen. (Bis zu dem Moment, wo ich drüber nachdenke, wie ich da die FBA eingearbeitet bekomme…)

Das Kleid vom Extraschnitt dann noch mal im Hahnentritt… geht so. Und eine kurze Tweenjacke, die in den Details irgendwo zwischen Trenchcoat und Fliegerjacke liegt. Eine sehr interessante Zeichnung und dazu ein Photo von einem Heuballen… (okay, den Stoff erkennt man auch noch.) Volantbluse in großkariert hat was von Kindergartenkittel, die 7/8 Hose, die wie rausgewachsen wirkt mach das nicht besser. Dann doch lieber Blazer 118, der die Schößchen in pfiffige Falten gelegt hat. Oder gilt das dann nicht mehr als Schößchen, wenn es am Saum keine Weite mehr bringt? Egal, das sieht gut aus.

Kosmetik für Herren… kann man auch überblättern.

Die „Legestyles“ widmen sich diesmal auch den Herren, nämlich der Weste. Offensichtlich gibt es noch ein Modell ohne Kragen. Business, Holzfällerstil und Oktoberfest. Oktoberfest ist je nicht so meine Baustelle, die anderen beiden Styles gehen aber in Ordnung. In sich stimmig, keine seltsamen Stilybrüche drin und auch keine zum Event völlig unpassenden Schuhe. Ah, hat auch Herr Voulgaris selber gemacht, nicht die Praktikantin. Meckern ist ja lustiger, aber hier geht das gerade nicht, der Herr versteht, was er tut.

Kleid Burdastyle
Dem Retromodell vom September 1957 kann ich mich auch nicht entziehen. Durch die weich fallenden Schulterfalten und den dicken, sichtbaren Reißverschluss hat man das Modell etwas modernisiert und hier nicht zum schlechteren. Die Eleganz ist noch da (ebenso wie Teilungsnähte UND Abnäher, die eine gute Formung erlauben), aber es wirkt weder wie eine Kostümierung noch wie aus dem Second Hand Store. Schön. (Und jetzt bitte wenigstens bis Größe 46… daß beim 42 Schluss ist wäre hier mein einziger Kritikpunkt.)

Mit Oliven geht es weiter… aber leider nicht die Rezeptseiten, sondern Kosmetik.

„Neue Liebe“ nennt sich die nächste Modestrecke. Soll 90s flair haben, mich erinnert es ja eher an die 70er… aber gut. Flatterromantik, Rüschen und Blümchen. Bluse 104A in großem Orientprint gefällt mir weniger als die andere Variante. Soweit man das aus dem Bild sehen kann. Kleid 110A in Langgröße hat immer noch alles, was mit nicht gefällt. Querrüschen und noch eine Schluppe dazu. Kleid 111 hat dann eine nicht völlig uninteressante Zeichnung, auf dem Bild erkennt man aber von den Teilungsähten am Oberteil gar nichts und vom Rock auch nur wenig. Pullover 101 scheint mal wiedr ein Basischnitt zu sein,. Pulli mit V-Ausschnitt und Raglanärmeln. Nur am Handgelenk scheinen mir die Ärmel ein bisschen arg weit zu sein, aber das sind einfachere Änderungen. Pfiffig ist dann tatsächlich das Pelerinschen mit dem Kuschelkragen. Erinnert mich an das, was ich  mir vor einigen Jahren schon gestrickt habe. :o) In Kurzgröße dann Wickelkleid 113. Ob das deswegen über einer Jeans getragen wird, weil es bis zur Taille aufklafft? Oder soll das so? „Slipdress“ nennt Burda einen extrem unvorteilhaften Hänger aus drei Stufen. *yurks* Shirt 109 mit einer freien Schulter sieht so weit gut aus, auf der Zeichnung. Das Bild zeigt vor allem die Haare des Models. Faltenrock 103 fällt dann auch unter Basisstück, die (Kunst)Lederjacke mit Schulterpasse ist gerade Trend. Auch hier muß man sich leider vor allem mit der Zeichnung zufrieden geben. Ah ja, 108 gibt das halb Schulterfreie Shirt als Kleid. Nicht so schlecht, denke ich. Soweit man das bei dem wilden Druck erkennen kann. Das Detail sollte auch an ein anderes Kleid hinbastelbar sein, falls man nicht in den 34-42 Größenbereich fällt.

Die Schuhe zum Modethema sind dann mehr oder weniger grobe Stifelettentreter. Passt dann immerhin schon mal zum Herbst.

Da Schulbeginn ist, gibt es mal wieder Kleidung für etwas größere Kinder, 140-164, Ein Kleid mit runder Schulterpasse (nicht doch zu sehr Nachthemd?), ein kurzer Rock mit Knopfleiste, ein Mantel und eine Jklassische Jeansjacke (bis auf die Farbe), letztere drte auch für Jungs geeignet sein, wenn man die Knopfleiste anpasst. Und wenn man genau hinschaut, gibt es auch noch eine Jogginghose mit Kniesteppung. Damit werden dann wohl die Jungs abgehandelt.

„Die brauche ich!“ sind diesmal Kindernähmaschinen. Mit den üblichen Verdächtigen… dievon Elna, Janome, Carina und AEG sehen sich schon recht ähnich, siend es auch in der Presiklasse. Von Brother gibt es die „Little Angel“, warum die jetzt als „auch für Erwachsene“ angepriesen wird und die anderen nicht, ist dem Text nicht zu entnehmen. Außerdem noch ein batteriebetriebenes Modell für gut 30 EUR von einer Firma „Speelgoed“. Das dürfte dann doch auch mehr Spielzeug sein.

Essen und Deko laufen unter dem Motto „süß und vegan“. Das mit dem vegan muß ja nicht sein, die Rezepte sind jetzt auch nicht so, daß sie ein dringendes Bedürfnis bei mir wecken, sie nachzumachen. Viel Trockenfrüchte und so… Genäht werden dau dann Geschenksäckchen (Wissenzuwachs besteht dann darin, daß es inzwischen auch Spanschachtelteckel im Bastelbedarf zu kaufen gibt, man muß also nicht die Camembertdosen sammeln. Okay, die sind meist aus Pappe. Und riechen hinterher auch noch nach Käse…) sowie Geschentüten. Nun ja.

„Wie geht eigentlich?“ Zeigt eine Technik, Abnäher zu verlegen. Das ist auf alle Fälle ein lobenswerter Ansatz.

Altelierbesuch kommt dannmal wieder aus München, diesmal wird das Label „Noh Nee“ vorgestellt, das aus afrikanscihen Stoffen Dirndl näht. Puristen werden vermutlich schaudern, aber ich mag so was. So wachsen Kulturen zusammen. (Das die Wax Prints nicht aus Afrika kommen, sondern aus den Niederlanden hätte ich den beiden Damen aber vorher sagen können. *gg*)

Exotisch geht es auch bei „green fashion“ weiter, diesmal um Stoffe, die in Indien auf traditionalle Weise gedruckt werden, bei fairer Behandlung der Handwerker. Solche stoffe mag ich ja, das wird diese Seite doch mal interessant. Zumal man sich auf zwei Seiten einem Thema widmet, statt nur werbung für X Produkte nebeneinander zu pflanzen.

Daß es einen Wettbewrb „Burdastyle Talent“ gibt, hatte ich ja so am Rande mitbekommen. Auch dem widmet man sich mit zwei Bildseiten. Immerhin erkennt man auf den Bildern mal ein bisschen was von Interesse, aber auf dem Aufmacher Bild sind die Kandidatinnen doch weider arg malerisch drapiert. Mehr von den preisgekrönten Outfits wäre doch interessanter gwesen, oder?

Die „letzte gute Idee“ sind diesmal Babymutzen aus Jersey. Brauche ich zwar gerade nicht, aber als Geschenk sicher pratkisch. Und mit den Öhrchen auch ganz süß.

– Juhuu! Ich habe die Besprechung geschafft, bevor das neue Heft raus kommt. Dafür liegen jetzt schon zwei Threads bei mir herum…

Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte dafür liegen beim Verlag.

Lila und Silber…

Purple and silver…

langes Kleid für Barbiepuppe in lila und silber… so diesmal für die Barbie. Die vordere Naht war im Schnitt nicht vorgesehen, aber sonst hätte der Stoffrest nicht gereicht.

… for the Barbie doll this time. The front seam was not in the pattern, but I did not have enough fabric to cut it without.

Der Schnitt ist wieder aus dem alten Burda Sonderheft, allerdings hatte ich für die Ärmel oben keinen Hutgummi mehr und habe einfach einen stabilen Faden (Alterfil S35) eingezogen. Da die Puppe sich ja nicht bewegt, reicht das. Den Ärmel habe ich danach von Hand eingesetzt, denn es gibt keine Seitennaht, man mußte ihn rund einsetzen. Und das war mir mit der Maschine (falls es überhaupt gehen sollte) mit dem Chiffon doch zu frickelig. Statt erst zu heften, habe ich gleich von Hand genäht.

The pattern is again from the old Burda special issue. The top of the sleeves is supposed to be gathered with an elastic thread, but I did not have any left, so I just used strong thread (Alterfil S35) which is fine. A doll does not really move. There is no side seam on the top, so I’ve sewn in the sleeves by hand. I did not even attempt to do it with the machine. Using the chiffon for the sleeves hand basting would have been a must (and not sure if it was possible then), so making a few hand stitches was the better and faster solution. IMHO.

Die erste Ladung wird übrigens diesen Monat ausgeliefert, meine Nichte hat ihre erste Barbie bekommen, zu ihrem Geburtstag wird die dann ordentlich eingekleidet.

The first batch will be delivered this month. My niece got her first Barbie, so she’ll get the first amount of a wardrobe for her birthday.

 

Revue de Presse: Burdastyle August 2017

Entfällt diesen Monat. Sorry. Zum einen hätte sie eh keine Chance rechtzeitig fertig zu werden.  – Das hat allerdings auch was damit zu tun, daß die Septemberausgabe diemal schon am 9.08. erscheint. Ist ja wohl ein Witz, oder? (Generell finde ich diese willkürlichen Verschiebungen des Erscheinungstermins nervig…)

Zum anderen hat es Burda aber geschaft, die Webseite in einer Betaversion völlig unbrauchbar zu machen. Ich klicke auf den August-Titel und je nach dem, wie die Webseite Lust hat, werde ich zum Juni, zum Juli oder zur Aufforderung, das Heft zu abonnieren weitergeleitet.

Das ist keinem zuzumuten. Und da ich weiß, daß ihr euch gerne auch mal die Modelle auf der Webseite anschaut, würde ich euch da in eine böse Falle locken.

Das ist schade, denn es sind einige vielversprechende Schnitte, vor allem bei Kleidern, drin. Aber so… geht’s nicht.

Bei der nächsten Ausgabe gucke ich dann mal. ob Burda inzwischen wieder eine nutzbare Webseite hinbekommen hat. Aber bisher wurde es mit jeder Version ja unfunktionaler. Dafür, daß Burda ein großer Medienkonzern ist, ist es schon faszinierend, welche Kompetenz da nicht vorhanden ist…

 

Revue de Presse: Burdastyle Juli 2017

Titel Burdastyle(Diesen Monat komme ich ganz offensichtlich zu so was von nichts in Bezug auf Handarbeiten… aber da ich mir die August-Ausgabe auch erst in zehn Tagen oder so holen kann, kommt die Juli-Ausgabe jetzt doch noch.)

Die Farbgebung der Juliausgabe ergibt einen Flashback in die 80er oder so… so leuchtendes pink gab es jedenfalls damals auch. Plus etwas 50er Retro mit dem blau…. Mehr als die Farbe erkennt man vom Titelmodell dank Pose jedoch nicht.

Laut Editorial solle das Heft vor allem Sonne in den Kleiderschrank holen (wobei ich die Sonne IM Schrank jetzt nicht so praktisch fände… 😛 ). Das mit der „schnellen“ Nählust lässt für mich allerdings nicht Gutes ahnen. Irgendwie sprechen mich solche Modelle ja selten an – wobei es schon manchmal praktisch wäre, ich gebe es zu.

Der Trend des „zwei Stoffbahnenoberteils“ ist jetzt jedenfalls bei Burda auch angekommen. (Anderswo schon mehr als ausführlich als Kleid oder Overall verwurstet. Zwei Stoffbahen, die man unterschiedliche wickelt und knotet ergeben dann ein Oberteil. Bei Burda nähen wir zwei (rote) Stoffbahnen an ein schwarzes Bikinihöschen. Das ist zum Glück nicht so schwierig, denn bei der Anleitung kommen die kleinen Bilder an ihre Grenzen. Wer tatsächlich keine Ahnung hat, erkennt auch nicht viel. Und wie das fertig aussieht, zeigen sie uns sicherheitshalber auch nur als Zeichnung. Der zweite „trend“ ist dann ein auffällig bunter Träger für die Handtasche. Den Bildern nach wohl bevorzugt ein breiter träger, an einem winzigen Handtäschchen. Okay, nichts für mich, da würde wohl nicht mal mein Portemonnaie rein passen… Ansonsten wäre es eigentlich eine gar nicht so schlechte Idee.

„Surfer Girl“ führt dann als erste Modestrecke direkt an den Strand. Neckholderkleid mit Zipfelsaum vermutlich nett, aber das Model steht mal lieber halb hinter einer Theke. Das Das Modell in Langgröße eine Bomberjacke sein soll kann man vor allem dem Text und der Technischen Zeichnung entnehmen. Denn der in Falten gelegte Halsausschnitt legt das nicht nahe, der Rest verschwindet hinter einem Retro-Surfboard. Minikleid 101 hat angeblich eine „amerikanische Schulter“. Nun ja, ich würde sagen, es ist ein etwas höher gezogener Armausschnitt. Und One-Shoulder Top 112 glänzt mit einem schönen Stoffmuster. Sonst erkennt man ja nicht viel. Vom unbedeckten Arm des Models ist irgendwie mehr zu sehen, als vom Modell. Ein Baumwollrock mit Falten… ebeso innovativ wie die Shorts 103. Ja, vermutlich braucht man das jede Saison wieder für den Urlaub… trotzdem etwas langweilig. Und Häkeltop 132 macht es nicht besser. Auf ravelry schon deutlich schöneres nach diesem Prinzip gesehen. Kurzer Overall mit Rüschen an den Beinen… ne, nicht mal ins Bett. Und für Kurzgröße, wie passend, ein kurzes Top. Wie das sitzt bleibt uns allerdings verborgen, denn das Model hält irgendwas über seinen Kopf, so daß die Arme und Schultern oben sind. Auch der jährliche Kaftan darf nicht fehlen. *Gähn* gehäkelt wird dann ein bunt geringelter Topf, äh Hut. Und natürlich eine Hose mit Tunnelzug, dieses Jahr mit einer Art Saumbündchen. Also wie eine Jogginghose, nur aus Webstoff. Der ausgesprochen geschmacklose Pulli mit den drei Fransenreihen bleibt uns dann zum Glück als Schnitt erspart. Das ist zwar das interessanteste Modell der Strecke, aber auch das häßlichste.

„Detailverliebt“ sind dann noch mal zwei Seiten, die uns auf die modisch relevanten Details der Strecke hinweisen. eigentlich keine so schlechte Idee, aber die Umsetzung ist doch zumindest teilweise belanglos.

Das „accessoire“ der Saison ist der Bikini. Bandeau Bikini, um genau zu sein. Das kann ich in der Tag dann auch lässig überblättern, in meiner Größe muß das echt nicht sein. 😮

Beauty zeigt Sonnenschutz… okay, da wäre ich ja ohne Burda im Leben noch nie drauf gekommen…

Die „Nähschule“ widmet sich dem Overall 102A mit Rüschen am Bein. Vier Seiten und 17 Einzelschritte, damit sollte es auch ein modisch begeisterter Anfänger hinbekommen.

„News“ ist dan die üblich lustlose Präsentation mehr oder weniger neuer Produkte. Stoffe zum Ausmalen sind wohl gerade in, das wurde auf der h&h auch präsentiert. Textilmalstifte dazu sind noch noch halbwegs sinnvoll (obgleich ja wirklich nicht neu), aber was Einfädelhilfen oder Stoffklebeband da zu suchen haben? Also… außer Werbung, die vergeblich versucht, nicht wie eine auszusehen.

„Klare Linie“ die nächste Modestrecke. Schwarz und weiß. Ein Klassiker also. Mal sehen, ob das interessante Schnitte bringt. Modell 114 mit den gekreuzten Neckholderträgern ist schon mal nett. Bluse 199 mit den Volantärmeln ist dann extremim Trend. Wenn gleich der Schnitt nicht spannend ist.
Kleid Burdastyle
Kleid 116A ist dann aber so, wie ich mir das unter dem Titel vorstelle. Klare Linie, schlicht, aber durch den Wickelüberwurf und die zwei Farben interessant und mit Hinguckereffekt.

In Langgröße dann Bomberjacke, die bis auf den Reißverschluss mehr nach Bluse aussieht. Vom Modell sieht man mal wieder nicht viel, aber der Stoff ist schön. Hose 106B sieht hingegen nicht nach „Smokingstreifen“ aus, wie der Text nahelegt, sondern nach Sporthose. nun ja. Bei Bluse 115A frage ich mich, warum die Quernaht. Zumindest wenn das mit breitem Gürtel präsentiert wird, sieht man da eh nichts davon. Aber auch hier ist der teilweise transparente Stoff schön.
Rock Burdastyle
Noch schöner Rock 113. Das Colorblocking, die dezente Öffnung mit dem Wickeleffekt… echt klasse!

In Kurzgröße dann ein Schößchenshirt. Kann man wieder vor allem den Stoff bewundern. Noch Mal BLuse 115, jetzt B. Ganz in wei0 mit der betonten Öffnung sieht es eher nach Folklorebluse aus. Vorallem, da der Stoff wohl etwas mehr Stand hat.

An den „legestyles“ darf sich diesmal die „Modeleitung“ von Burda versuchen und die mag, so steht es da, Mustermix. Habe ich nichts dagegen. Im Fokus die schwarz-weiße Bluse mit den Volantärmeln aus der letzten Modestrecke. Hm, also die erste Variante mit dem Pepitarock sieht aus wie gewollt, nicht wie gekonnt. Das schwarz ist anders und dann passt es eben nicht. Und die Pastelltöne dazu… Retro in den Farben einer 50er Küche für Business? Vielleicht.. oder nicht. Auch das Abendoutfit mit dem breiten Miedergürtel wirkt disproportioniert. Die Idee an sich ist nicht schlecht, aber die Umsetzung… eher nicht. Am besten passt noch das „Casual“ Outfit mit den kurzen Jeans. Da sieht man dann zwar vom vorgestellten Top fast nichts, aber die Zusammenstellung passt. Also bis auf die Schuhe… die gehen gar nicht. Aber in keiner Kombination.

„Los geht’s“ verspricht dann das schnell genähte Highlight für den Koffer. Fängt natürlich mit dem unvermeidlichen Kaftan in großem Druck und vielen Farben an. Hier nur etwas überknielang. Auffällig ja, aber ist so was wirklich ein „Highlight“? Das Kleid mit Wickeleffekt 116B kommt auch mit dem lockeren Blumenmuster gut raus. One-Shoulder-Dress 111 hängt wirklich lustlos herum. Den weichen Jersey kann man vermutlich tatsächlich in zwei Stunden so hinbekommen. Aber genau so sieht es auch aus. T-Shirt Kleid 117 ist etwas besser. Von vorne auch lässig bis unförmig, aber immerhin gibt es den netten Wasserfallausschnitt im Rücken. Modell 118 dürfte das Volantshirt als Kleid sein. Die zwei verschiedenen Pinktöne bringen den Schnitt aber gut zur Geltung. Fiel auf dem Titelbild gar nicht so auf… Dann noch mal das Overallchen mit der Beinrüsche in… apartem Khaki. Das qualifiziert auch als Hingucker? Dann doch besser der bunte Stoff von Rock 108A, auch wenn da der Schnitt ebenfalls nicht so spannend ist. Aber einen weiten Sommerrock kann man im Urlaub doch immer gut brauchen. 😉

Dann wieder Beauty… Pfefferminze lese ich noch im vorbeiblättern.

„Großer Auftritt“ ist das Motto für die großen Größen. Das klingt schon mal gut. Und die Zeichnung zu Kleid 124 A mit Drapierungen und Wickeleffekt (laut Burda ein „Etuikleid“… naja, ist nicht jedes halbwegs grade geschnittene knielange Kleid ein Etuileid?) gefällt mir auch sehr gut. Nur wurde das Model mal wieder so drapiert, daß man vom Kleid nichts sieht. In Variante 124B dann stehend. Könnte tatsächlich gut aussehen, doch nun schluckt der Musterstoff die Schnittdetails. Das lange Kleid 121 hat einen modisch und schmeichelndes Volant am Ausschnitt. Trotzdem ist der Gesamteindruck ein bißchen mehr Nachthemd, als mir das lieb ist. 7/8 Hose mit schulterfreier Bluse. Aus entsprechenden Stoffen sogar alltagstauglich. Volanttunika 123 wäre dann wieder schöner im Stehen abgelichtet, denn im Lümmeln. Ah ja, als Modell 122 als Kleid dann im Stehen. Überschnittene Schultern und sehr weit. Eher was für die Pummelchen mit wenig Oberweite und schlanken Beinen würde ich sagen. Dann noch mal die Bluse mit den freien Schultern, hmtja… sicher nicht schlecht, aber so wirklich jubelt da bei mir nichts. In der Gesamtheit nicht schlecht, zumindest das Kleid mit den Drapierungen wäre wohl einen Nähversuch wert. Wenn ich mal wieder Zeit habe.

Weiter geht es mit „Ahoi“ zur Kinderkleidung. Top, Shorts und Strandkleid in Größe 98-122. Nichts aufregendes, aber schnell genäht für den Urlaub. Süß ist das Fischbeutelchen. Dann kommt noch eine Photoanleitung, die aber für einen Beutel aus einem runden Stoffstück, der gleichzeitig als Strandtuch dienen darf. Über den Umfang schweigt man sich aber lieber aus. Klar, ein rundes Strandtuch, auf dem man komplett liegen kann ist verflixt groß. Und das als Beutel zusammengefasst dürfte eher was ziemlich Unpraktisches ergeben. Aber Gebrauchswert wird ja eh überschätzt.

Und weil das heft nicht schon genug Werbung hat, noch mehr davon. Als „Aufruf“ getarnt, dürfenwir Outfits für Püppchen nähen, die es gratis gibt. So man genug Produkte von Nivea kauft.

Deutlich nützlicher ist da doch die Bildanleitung „wie geht eigentlich?“, die Schnittanpassung bei rundem Rücken zeigt.

Leider direkt gefolgt von der Schnapswerbung. Abgesehen davon, daß das „Rezept“ diesmal derart peinlich einfach ist… Leute, es reicht mal. Schon mal was von Reaktanz gehört? Durch das Bombardement damit ist jedenfalls ein mieses Image der Alkoholmarke bei den Näherinnen gesichert.

Da ist der restliche Rezeptteil doch appetitlicher… und passend zu diversen Heidelbeer-Sweets dürfen wir auch Untersetzter blau färben. Ich mache so was ja nicht, aber ich bewundere gelegentlich die Leute, die Zeit und Nerven haben, zu jeder Jahreszeit neu zu dekorieren.

Appetitlich angerichtet ist dann auch das „das brauche ich“ Näh- und Stickgarn. Der Informationsgehalt zu den einzelnen Garnsorten hält sich in extrem engen Grenzen (immerhin… man erfährt, daß es verschiedene gibt), aber die Aufmachung ist appetitlich.

Auch die diversen Bänder und Knöpfe sind als „Strandgut“ hübsch angerichtet. Welchem Zweck auch immer das jetzt dient.

Der Atelierbesuch führt diesmal zu einem Keramiker nach Australien. Das ist jetzt eher nicht so mein Geschmack, aber trotzdem schaue ich gerne mal über meinen (Geschmacks)Tellerrand.

„Green Fashion“ macht dann Werbung für ein Kölner Modelabel. Ich weiß sogar, wo deren Laden ist… nur meine Größe gibt es da natürlich nicht.

Zum Abschluss dürfen wir dann als „letzte gute Idee“ ein Haarband nähen. Das „Tragebeispiel“ (wenn man es so nennen kann) ist dann aber gut abschreckend.

Tja, das neue Burdaheft ist schon seit gestern auf dem Markt. :o) Ich hoffe, ihr habt trotzdem noch etwas Spaß beim Lesen dieser Besprechung.

 

Revue de Presse: Burdastyle Juni 2017

Titel BurdastyleDiesen Monat starte ich meine Besprechung mal wieder motiviert und zeitig… aber der Verdacht, daß sie doch erst wieder in letzter Sekunde fertig wird, liegt nach einem Blick auf meinen Kalender nahe… Das Titelbild ist diesmal eher monochrom, wobei ich mich da jedes Mal frage, warum die Schrift in so grellen und meist häßlichen Farben strahlt… Jedenfalls ist es Sommer, was man zuverlässig daran erkennt, daß im Hintergrund Strand und Meer zu sehen sind.

Das Editorial verrät uns, daß Blusen gerade ein Megatrend sind und daß sie daher auch in dieser Ausgabe als wichtiges Thema vertreten sein werden. Außerdem wird eine scheidende Praktikantin vorgestellt, die diesmal die Styling Vorschläge liefern durfte. Das finde ich ja immer ganz charmant, wenn man weiß, wer dahinter steht.

Was ich dann fast unter „uninteressante Werbung“ verbucht und überblättert hätte, ist die Vorstellung des neuen Burdastyle-Shops. Okay, ist auch nur Werbung. Da ich den neuen Shop aber schon gesehen habe, kann ich nur sagen, daß Burdastyle ihrem Ruf hier mal wieder gerecht wurde… die Funktionalität ist noch schlechter, als bei der letzten Version. Nicht nur, daß die Ladenzeiten für meinen kurzen Geduldsfaden schon etwas lang sind (und ja, meine Datenleitung gibt durchaus einiges her…), es ist auch noch unübersichtlicher geworden. Aber gut… die Heftschnitte habe ich ja im Heft und was Einzelschnitte betrifft hat Burda es ja schon seit Jahren geschafft, daß ich jede andere Marke abgrase, bevor ich zu Burda komme, wenn ich was suche. Was dann aber nie passiert, weil ich vorher schon woanders was passendes gefunden habe. Aber gut… wenn ihr mein Geld nicht wollt… kein Problem. 😮

Unter „trend“ dürfen wir diesmal sogar nähen… nämlich einen gigantische Tasche. Ich finde diese Riesentaschen ja an sich gut, nur wenn man sie wirklich voll läd (und ich nutze gerne aus, was ich habe), kriegt man sie nicht mehr hochgehoben. Ich bin ja keine 20 mehr. (Erinnere mich aber gut, in den 80ern auch schon mal riesige Beutel gehabt zu haben….) Der andere Trend ist ein Miedergürtel im Lingerie Style. Leider habe ich da nicht die Figur dafür, aber süß sieht er aus, das gebe ich zu.

Noch ein Bastelprojekt… Orringe und Kette aus Giesbeton. Sehen aber eigentlich langweilig aus. (Und wie ich noch aus meiner Jugend weiß… große Ohrringe können auch ungemütlich schwer sein…

„In voller Blüte“ präsentiertdann Mode für Romantikerinnen und Blumenmädchen. Kleine Blumenmädchen, denn hier sind wieder Kindermodelle integriert. Los geht es mit dem Kleid vom Titel, das hier aber irgendwo zwischen Nachthemd und fehlgeleitetem Photographen (Anweisung zum Posen: „Versuch mal, wie eine Achtjährige dazustehen“ – Die Anweisung an die Stylistin muß ähnlich gewesen sein) aussieht. Das trägerlose Kleid 112 sieht in der Zeichnung hingegen besser aus. Mit der Langarmbluse darunter hingegen… Seniorenresidenz lässt grüßen. Das schulterfreie Shirt 116 hängt etwas traurig, aber die Grundidee ist eigentlich auch süß. Kinderkleid (Größe 116-140) und Mamas Bluse mit weiten Ärmeln sind enorm dynamisch photographiert. Sorgt perfekt dafür, daß an außer dem scheinbar identischen Stoff (wobei laut Text das eine Baumwolle, das andere Viscose ist) nicht erkennbar ist. Aber die Wiese war schön grün. Dann noch ein Mädchenkleid von der Sorte „brauche ich dafür noch einen Schnitt“? Grades Oberteil, kleine Ärmel, angekrauster Rock. So haben unsere Omas schon Kinderkleider genäht. Das Kleid in Kurzgröße hat mit dem in falten gelegten Rock ein ähnliches Retrofeeling, Raglanärmel sieht man hingegen an Sommerkleidern nicht so oft. Ein wenig Abwechslung. Minikleid 113 hat in der Zeichnung vielversprechende Ansätze, die der Stoff dann aber gut versteckt. Und was der Faltenrock drunter soll? Echt jetzt…. wenn das angesagtes Styling ist, will ich zu alt für Mode sein. Auch Volantkleid 108B wirkt in der Zeichnung durchaus ansprechend. Im Photo gibt es dann aber so eine Art Kreuzung aus Fledermaus und Schmetterling mit dem klassischen „Guck mal mein BH-Burda-Ausschnitt“. Aha, auf der nächsten Seite gibt es das dann als Modell 109 in Maxi. Mit völlig anders wirkenden Proportionen. Auch, wenn man nur den Oberkörper anschaut. (Der Schnitt stammt laut Text aus einer 1975er Burda Mode). Die Seite danaben präsentiert Schößchenbluse mit Spitzenrock. Zwei mal angekraust übereinander sieht nicht mal bei Modelmaßen ansprechend aus. Für Mädchen gibt es dann noch Rock mit Shirt mit den angesagten Schulterlöchern. eigentich Das beste Modell aus der Strecke.

Anschließend darf die Praktikantin den Spitzenrock im „Legestyle“ für drei Gelegenheiten herrichten. Ehrlich gesagt… alle drei Varianten sind deutlich besser als der originale Vorschlag. Mein persönlicher Favorit ist die Version mit der Metallic-Lederjacke.

Dann kommt „inspiration“, mehr oder weniger wahllose Accessores zu „Pastelltönen und Porzellanweiß“. Mit der Furla Handtasche für schlappe 395 EUR könnte ich mich anfreunden. mit dem Blumenhaarkamm auch, aber realistischerweise bliebe der bei mir eh nicht lange im Haar. Und 100 EUR zum Verlieren muß dann auch nicht sein.

„Blusen für alle“ ist das nächste Motto. 103A und 103B sind klassische Hemdblusen ohne Abnäher. Bis auf den runden Kragen also eigentlich ein zeitloser Grundschnitt. Nur die Schluppe dazu… zum Glück wird die nur lose umgelegt, kann man also weglassen. Dann ein Schößchenoberteil, wieder einmal uni, einmal aus gemustertem Stoff. (Erkenne ich hier ein Muster?) Wobei ich mich an der Stelle wieder frage, ob das jetzt so ohne Verschluss noch eine Bluse ist?  Modell 102 mit superweiten Ärmelsäumen liegt damit extrem im Trend, ich würde es allerdings eher als Tunika bezeichnen? 119 ist wieder der gleiche Grundschnitt mit den vorverlegten Schulternähten, diesmal mit Rüschenkragen. (Schlussfolgerung bis hierher: Die Bluse muß ziemlich weit sein, wenn sie auch ohne Verschluss angezogen werden kann.) In der Version 101 mit Stehkragen sowie Falte im Rücken, sonst aber ohne schischi gefältl es mir eigentlich am Besten. Nur ist zumindest in der uni-Version der Stoff zu dick und steif, mit dem Strick um die Taille sieht das mehr nach einem verzweifelten Versuch aus, ein wenig Form reinzubekommen. Und aus dem dünneren Stoff ist das Modell wieder so photographiert, daß man wenig erkennt.

„Beauty“ zeigt, in welcher Altersgruppe Burda die Leserinnen findet sucht… Anti-Age und Anti-Falten und so.

Die Nähschule widmet sich der ersten Bluse der Blusenstrecke. Einmal bekommt man so natürlich die bebilderte „Bauanleitung“ für einen klassische Bluse. Zum anderen sind der besondere Pfiff aber die Paspeln. Besondere Tips, wie man die Paspel sauber genäht bekommt gibt es allerdings. So was habe ich bislang nur in Threads gefunden.

„Night Time“ bietet Partymode. Das Kleid mit der freien Schulter kommt mir irgendwie sehr bekannt word. Was sien kann, denn die Strecke verspricht auch drei Retromodelle. Allerdings steht hier nicht dabei, daß das auch eines davon sein soll. Smokinghose zur Weste (ohne Bluse) ist dann auch so ein Klassiker. In Langgröße gibt es dann ein Modell aus einer Burda International aus den 1970ern mit Zipfesaum. Nett, irgendwie. Zeitlos. Aber nicht wahnsinnig spannend. Minikleid 108A ist dann auch aus den 1970ern. Und sieht auch so aus, irgendwie. Dann ein Pailettenshirt… nun ja. Kann man immer und so.
Overall Burdastyle
Mit dem Overall 111 kommt endlich ein Modell, das mich begeistert. Schöne Taillenbetonung mit der Passe, die Fältchen darüber… schlicht, aber nicht langweilig und sehr elegant. Obwohl es kein Kleid ist. 😉

Modell 104 ist dann wieder Retro in lang aus den 1970ern. Da fand ich als Kind schon immer, daß das nach Nachtehemd aussieht. Und das tut es bis heute. 103C ist dann die Schluppenbluse aus der Blusenstrecke. Nun ja.

Der passende Schuh zur Parykleidung ist offensichtlich die Pantolette. So ganz überzeugen mich die gezeigten Modelle ja alle nicht. Und tanzen mit Schlappen geht auch nicht so gut.

Der „Look des Monats“ ist dann der Hippie-Stil. Ethnotunika mit Schlappen, Bikini und Cabas passen immerhin gut zur anstehenden Urlaubszeit. Ob wir das abseits von den Stränken der Welt auch sehen wollen… muß ich noch überlegen.

Um „Reiselust“ geht es dann auch bei der Plusstrecke. Das verspricht, so fürchte ich, mal wieder die Abwesenheit von interessanten Schnittdetails. Das Sackartige Kleid 125 hat immerhin einen kleinen Rückenausschnitt. Aber ich mag es trotzdem mit etwas mehr Form. Zumal es bei Jersey ja nur wenig Grund gibt, auch noch Säcke zu nähen. Ähnlich ansprechend Shirt 123B. Aber gut, wenn ich mehr solche Sachen nähen würde, wäre ich schneller fertig. Dazu darf man dann einen Jogginghose und eine „Long-Bomber-Jacke“ tragen. Danke. (Abgesehen davon… „long“ und „Bomber“ passt nicht. Wenn es lang ist, dann ist es eben keine Bomberjacke.) Kleid 122B mit der gefältete Passe ist zumindest als Strandkleid oder auch als Longbluse schon besser. Vermute ich, denn die Stoffwahl verdeckt mal wieder die Schnittdetails. Modell 126 hat dann noch mal den Rückenausschnitt. Als Shirt zu einer engen Jeans könnte ich mich vielleicht sogar damit anfreunden. Dann das Kleid mit der Passe noch mal in Uni, eine viel bessere Wahl, man sieht wenigstens was vom Schnitt.

„Wie geht eigentlich?“ zeigt diesmal, wie man den Schnitt an starke Oberarme anpasst. Nicht neu, aber nützlich. Was mir gefällt ist, daß ausrücklich erwähnt wird, wo der neue Fadenlauf verläuft. Das hat mich in jüngeren (Näh)Jahren immer etwas verwirrt.

Erneut „beauty“, diesmal was mit Geranie. Da mag ich ja schon mal weder das Aussehen noch den Duft im Speziellen… *weiterblätter*

Die monatliche Eierlikörwerbung läßt uns ein Säckchen für die Flasche nähen. Vermutlich, damit es einem beim Picknick nicht so peinlich sein muß, daß man ausgerechnet das dabei hat…

Weiter geht das Küchen-Deko-Thema mit dem Motto „Früchtchen“. Also… Erdbeeren. Als Tischdeckengewichte will ich die jetzt nicht so dringend basteln. Auch nicht als Strohhalmanstecker. Dann doch lieber mal das Erdbeereis mit Jogurt ausprobieren….

Der Atelierbesuch befasst sich mit Papierblumen. An sich ja nichts, as mich begeistert, aber wenn es ein Meister wie Andrea Merendi macht, dann kann ich mich da kaum satt sehen. Wobei mich alleine sein Papierlager mit den vielen Farbtönen schon neidisch macht.

„Die brauche ich!“ ist diesen Monate Vlieseline. Zugegeben, Einlagen sind wichtig. Die vorgestellten Sorten sind wie meist bei Burda etwas aleatorisch, die Texte mehr als knapp und eher als Erinnerung geeignet, denn um wirklich Neues zu lernen. Aber die grafische Aufmachung ist diesmal erste Sahne. Da hat sich jemand wirklich viel Mühe gegeben und wenn man genau hinsieht, ist es trotz der Miniaturisierung aussagekräftig.

„Green Fashion“ stellt ein Münchner Modelabel vor (vermutlich hat die Redaktion da einen Karton mit Bewerbungen lokaler Designer und bei Bedarf wird einfach einer gezogen), das zumindest behauptet, „grüne“ Mode herzustellen. Viel von den Modellen zeigen sie ja nicht, lieber das Label von allen Seiten. Nun ja…

Zum Abschluss dann noch die Anleitung einer kleinen Tasche. „Eine letzte gute Idee“ nennt die Redaktion das. Dummerweise habe ich weder Lederreste noch brauche ich ein weiches Brillenetui. Aber das Design gefällt mir tatsächlich. Etwas verspielt, aber nicht zu sehr.

Und diesmal schaffe ich es, die Besprchung online zu stellen, bevor das nächste Heft raus kommt… Es besteht also noch Hoffnung…

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Revue de Presse: Burdastyle Mai 2017

Titel BurdastyleSpät wie immer… der Titel der Mai-Ausgabe ist wild. Dschungel. Wobei das Kleid zwar bunt ist, aber etwas lustlos hängt.

Das Editorial fasst mal wieder das Inhaltsverzeichnis zusammen. Das überblättere ich ja eh meistens…

Los geht es dann mit der Bastelabteilung, dem „trend“ süße Miezen. Okay, Katzen sind immer gut, aber ich bin mir nicht sicher, ob große Motive auf Pulli und Co dann nicht doch zu viele Erinnerungen an die 1980er wecken. Auch Steghosen gibt es wieder. Hier dürfen wir uns mit Druckknöpfen einen Steg an Jeans ranbasteln. Diesmal wird der Steg dann über den High-Heels getragen. Ob wohl jemand diesen Trend mal ausprobiert hat…? Ein unelastischer Steg an einer unelastischen Hose ist… nicht so arg praktisch. Aber die Jungend soll ruhig ihre eigene Erfahrung machen. 😀

„Buena Vista“ nennt sich dann die erste Modestrecke. Irgendwas mit bunten Stoffen und Sonne. Das Wort Urlaub wird erst mal vermieden. One Shoulder Top, Bandeaukleid… sicher im Trend, kann mich aber gerade nicht vom Hocker reißen. Weite Hose, weiter Maxirock… alles gut für große Drucke, die Schnitte sind aber nicht aufregend. Maxikleid 115A gefällt mir gut, aber das liegt wirklich nur an der Musterverteilung auf dem Stoff. Und Bleistiftrock mit Tütentaschen… wobei die Silhouette doch deutlich schmaler ist, als ich das aus den 1980ern in Erinnerung habe. In Langgröße dann ein kurzer Overall, dessen Schnittdetails Photo und Stoff wieder mal genial verstecken. In Kurzgröße dann Bluse 109A. Dazu ein Sarongrock, der aber Normalgröße hat. Schnittdetails erkennt man bei den Stoffen nicht, leider fehlen hier auch die Schnittzeichnungen dazu, das wäre echt hilfreich. Und noch das Titelkleid. Hm.. nein, sieht aus wie für ein paar Euro aus dem Billigklamottenladen. Form hat es auch nicht wirklich, also dafür muß man sich die Mühe des Nähens doch nicht machen.

Als Accessoire werden Sonnebrillen vorgestellt. Mit Leomuster… ich glaube, da habe ich noch eine aus den 1980ern in der Schublade, die werde ich wohl mal wieder rausholen. *g* Wobei mir das Modell mit den Schnörkelverzierungen von MCM auch gut gefällt. Aber 275 EUR für eine Sonnenbrille? Dazu kann ich mich nicht durchringen.

Dann geht es gleich wieder mit Accessoires weiter, uund zwar schon mal für die nächste Modestrecke. Und „Natur pur“ nennt sich das Motto. Irgendwie nett, aber ausgesprochen wenig spektakulär.

Aha, die Modestrecke nennt sich „Pure Chic“. da habe ich nicht grundsätzlich was dagegen.
Bluse Burdastyle
Und das Top 110B gefällt mir gleich richtig gut. Eine lässige, aber nicht formlose Form, kleine Fältchen sind ein nettes Detail und die Bindebänder dann ein richtiger Hingucker. Trotzdem bleiben die Linien klar.
Rock Burdastyle
Wickelrock 113 hat optisch was von Skort, ist aber offensichtlich ein Rock. Und ein gutes Beispiel dafür, daß auch Röcke ganz sportlich sein können.

Kleid 114 mit dem kessen Guckloch auf der Taille gefällt mir in der Zeichnung gut, genäht wirkt es dann aber überraschend langweilig. Auch mit Raffungen kann man offensichtlich formlose Teile produzieren. Aufmerksamkeit dann für Hoodie 121. Weil es ein Herrenmodell ist. Davon gibt es ja nicht so viel. Top 116A mit den geknoteten Schnüren als Trägern wirkt in der Passform etwas missglückt. Denn wenn ich von den Abnäher ausgehe, sitzt der Bruspunkt irgendwo kurz unter der Halsgrube… oder das Top wäre korrekt angezogen untragbar, weil es alles frei gibt. (Für diese These spricht, daß die Bindebänder arg lang zu sein scheinen…) Dann wieder der Sarongrock mit Bundebändern nur in gestreift. Eine Lehrstunde dafür, welche Schnitte man nicht mit Querstreifen arbeiten sollte… vermutlich wegen der einseitigen Raffung verläuft der Saum nämlich nicht parallel zum Streifenverlauf. In so einem Fall sollte man dann lieber den Fadenlauf ignorieren und den Saum an den Streifen ausrichten. Maxikleid 115B ist ebenso pur wie reizlos. Kein Schnitt und kein Muster auf dem Stoff… Mönchskutte? Dann noch mals das Overallchen in Langgröße. Hier erkennt man zumindest die gelegten Falten besser. Aber so wirklich kann es mich nicht überzeugen. Und Wickelkleid 112B hat eigentlich alle Details, die ich sonst mag, aber hier wirkt das ganze fade und lustlos. Ich frage mich, woran das liegt? Vielleicht an dem etwas tiefer gesetzten Taillenband, das aber nicht tief genug ist, um als gewollt zu wirken, sondern nur aussieht wie „Kleid zu groß“. Zusammen mit den traurig hängenden Schultern des Models… Schade um den hübschen Stoff.  Bandeautop 119 hat eine schöne Farbe, aber auch hier kann mich der Schnitt nicht begeistern. Könnte aber schwangerschaftstauglich sein. Dann noch mal das Top mit den Bindebändern, das scheint mir hier doch etwas tiefer zu sitzen. Zusammen mit der weißen 7/8 Hose gibt das zumindest einen lässigen Urlaubslook, der ein wenig nach Segelboot aussieht. Auch wenn es nur fürs Schlauchboot reicht.

„Pur“ soll wohl auch die Beautyseite sein. Soweit ich das beim Überblättern sehe…

Wie man selber Badekugeln macht, finde ich schon spannender. Okay, man kauft die Zutaten der Fertigpackung. Dafür brauche ich jetzt keine Bildanleitung, ich bin mir sicher, der Hersteller der Fertigpackung liefert das mit.

Die Nähschule widmet sich diesmal dem T-Shirt-Kleid mit dem Taillenloch. Also diesmal eher für den leicht fortgeschrittenen Anfänger oder so.

„Sanfte Töne“ in der nächsten Modestrecke sollen uns ins Büro führen. Ein Sommerklassiker. Und wieder der Sarongrock. Dessen Falten aus einem etwas festeren Stoff ganz gut zur Geltung kommen, auch das Bindeband setzt sich so gut in Szene. Schlichte Hose, dazu ein Blazermantel. Stimmungsvolles Photo, vom Mantel erkennt man allerdings nichts. Dann in Variante 109B die Bluse in Kurzgröße. Hier erkennt man Details, ich bin mir nur nicht sicher, ob mir die gefallen. Dazu wieder der Rock mit Tütentaschen. Definitiv bürotauglich, bei Form und Rocklänge sollte man mit dem Styling aber aufpassen, daß das nicht bieder und truschig rüber kommt. Den Overall in Langgröße gibt es auch mit langen Hosenbeinen. Liegt das daran, daß das Model aufs Sofa drapiert wurde oder doch eher am weichen Seidenjersey, daß das mehr wie Schlafanzug als wie Bürokleidung rüber kommt? Wickelkleid 112A diesmal zu einer Hose. Hier scheint das Kleid jetzt doch eher auf der Taille zu sitzen? Mit der Hose hat es ein wenig indisch-orientalische Anmutung. Dann noch mal Shirt 110A mit den Bindebändern, auch hier ansprechend. Dann noch mal die Bluse in Kurzgröße in einer anderen Farbe. Aha, wenn man die oben schließt werden es Volants. Hat man die denn immer noch? Der Trend könnte sich allmählich verdröseln…
Kleid Burdastyle
Mit Kleid 111 endlich mal wieder ein Highlight! Klare Form, schöne Struktur im Oberteil und mit dem schmalen Rock sehr weiblich. Der überdies eine schmale Taille betonen dürfte.

„Legestyle“ nennen sich die Stylingvorschläge jetzt. Der bis dato auf dem Bild kaum zu erkennende Blazermantel wird drei mal unterschiedlich gestylt. Arbeiten, flanieren, ausgehen. Die Vorschläge gehen alle in Ordnung, bei so einem Mantel kann man auch fast nicht unpassend kombinieren. Nur warum es ausgerechnet nur Arbeit der fragilste Schuh sein muß? Zumal es immer noch Firmen gibt, bei denen nackte Zehen unerwünscht sind. Was mit gefällt ist, daß auch kurz vorgestellt wird, wer die Stylings zusammen gestellt hat. So eine kleine persönliche Note mag ich. (Und mag es mir zumindest einbilden, daß diese Redakteurin das tatsächlich alleine aussuchen durfte. ;.) )

Dann wieder Beauty, irgendwas mit Arnika zum Überblättern.

Es gibt einen „Look des Monats“ den könnte man wohl mit Ibiza-Style überschreiben… weiße Hippie Kleider und gefranste Jeans. Ah ja, der Text nennt es auch Ibiza Stil. Dann ist es nahe genug am Klischee…

„Into the Wild“, also Safaristil gibt es diesen Monat für die Plusgrößen. Warum sich Modell 125 Etuikleid nennt können wir jetzt raten, denn es wird mit Bindebändern kräftig auf die Taille geschnürt. Wogegen nicht direkt was zu sagen ist, nur Etui…? (Über die Position des Brustabnähers lässt sich hingegen viel sagen. Da wo er ist, sieht er echt nicht gut aus. Und das ganze Kleid brüllt „zu eng“. Longshirt 122B ist dann Kontrasprogramm, das läßt das Model völlig flach wirken. Okay, an der Oberweite des Models kann es dann wohl nicht liegen, dass das Kleid nicht passt. Dann ein Overall, eher lässig bequem als schick, aber wir wollen ja auf Safari. Longshirt 122A ist auf den ersten Blick eigentlich langweilig, erst auf den zweiten sieht man das interessante Knopfdetail auf der Schulter. Und nur, wenn man zufällig genau da hin sieht. Maxikleid 124 ist mit der recht lässigen Form vermutlich sehr im Trend, hat mir aber zu wenig Form. Ganz besonders wenn es so viel Stoff ist, weil Plus Größe. Recht gut gefällt mir hingegen Trenchcoat 123, Diesmal werden auch die Näherinnen in großen Größen mit einem „Masterpiece“ bedacht. Details hat der Mantel mit dem stilechten geknöpften Koller auf jeden Fall genug. Nur der praktische Nutzen ist begrenzt, denn es gibt als Verschluss offensichtlich nur den Bindegürtel. Was nur gerade bei Wind sehr unpraktisch ist. Zum Abschluss noch mal ein OVerall, 126B. Diesmal mit Gürtel auf Taille gebracht und dank einer zusätzlichen Vergrößerung wird man auch auf die Reißverschlüsse an den Schultern hingewiesen. In welcher Form die allerdings wie angekündigt die Ausschnittform regulieren erschließt sich mir jetzt spontan nicht ganz?

„Cool Kids“ können sich alle Mütter von Jungs zu Gemüte führen. In Größen 140-164 gibt es mal wieder eine Grundgarderobe: Hemd, Sweater, Hoodiejacke und kurze Hose. Könnte man natürlich auch für Mädchen nähen, nehme ich an. :o) Als modisches Extra dann auch noch ein Rucksack mit Rollrand. Den könnte natürlich auch Mama für sich nähen…

Gebastelt wird dann auch noch. Mit Schablonen und Textilfarbe, sowie einer T-Shirt Folie, die offensichtlich aus beliebigen Motiven auf Papier ein Bügelbild macht. Das klingt jetzt wieder interessant, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob das gezeigte Design real existierende Knaben wirklich begeistert? Aber die Technik kann man sicher auch anderweitig verwenden. Dumm nur, daß ich quasi nie bedruckte T-Shirts trage… 😮

Ein bisschen Schnittanpassung lernen wir danach. anpassung eines Rocks bei ungleicher Hüfte. Hinterher ungleich lange Abnäher zu haben würde mich allerdings nicht glücklich machen, das müßte man doch auch anders lösen können, oder?

„Pflegetips“ bekommen wir dann für schwarze Wäsche. Auch nur Werbung…

„Die brauche ich“ als Überschrift stimmt, es geht nämlich um Nähmaschinennadeln. 14 Sorten werden mit einem mehr oder weniger aussagekräftigen Satz beschrieben, dabei dürfen verschiedene Marken erwähnt werden. (Leider nicht nur Hersteller, wo man weiß, was man bekommt, sondern auch zukaufende Marken, bei denen ich als Konsument nie wissen kann, was ich in drei Monaten in der gleichen Verpackung finden werden. Leider wird die Chance verpasst, wirklich mal systematische Information zum Thema zu liefern. Sehr schade, denn auf den zwei Seiten hätte man eine schöne Tabelle oder so unterbringen können.

Die nächste Kosmetikseite hat mich dann eingefangen… nicht wegen der Kosmetik, wegen der Taschen in Form von Melonen, Orangen oder Zitronenscheiben. Die sind echt süß! Zum Glück habe ich weder in gelb noch orange Stoffreste im Haus, sonst hätte ich gleich losgenäht. Und dann würde diese Heftbesprechung gar nicht erscheinen… Die Anleitung gibt es jedenfalls als Bildanleitung.

Der Eierlikör wird diesen Monat noch pentranter beworben, jetzt gibt es auch noch den Vorschlag, T-Shirts mit den Werbesprüchen zu verzieren. Ne, oder? Jetzt soll man auch noch die Werbung für irgendwelche Firmen selber machen, bevor man damit als Litfaßsäule spazieren geht…? Immerhin bleibt es uns als Zutat für die Rezepte diesen Monat erspart… wobei mich die beiden Rezepte des Monats jetzt nicht gerade besonders anmachen. Dazu dann Tischdeko mit Rosa-touch.

Da gefällt mir der Atelierbesuch wieder duetlich besser. Riesige Stoffdesigns der Australierein Shilo Engelbrecht. Das funktioniert wohl wirklch nur als Dekostoff, aber dosiert kann ich mir das durchaus vorstellen. Ausstrucksstark sind sie.

Zum Abschluss gibt es dann noch einne kleinen Fisch, der Lautsprecher samt Kabel vom Handy bändigt. Da ich angefangen habe, mein Handy tatsächlich auch mal für Musik zu nutzen und ständig nach dem Kabel krame ist mir der Grundgedanken gerade gar nicht so fern. Aber nicht diese Fische, denke ich…

*Uff* wieder gerade so geschafft, bevor das nächste Heft kommt.

Bilder sind als Zitate zu verstehen. Die Rechte liegen natürlich beim Verlag.

Diesmal gibt es aber noch ein Goodie für alle, die bis hier gelesen haben. Ich habe an einer Burda-Befragung teilgenommen und bekam dazu das Mai Heft noch zwei Mal zugeschickt. Einmal in der gewohnten Aufmachung, einmal in einer veränderten. (Bei gleichem Inhalt.) Zusätzlich noch die dänische April-Ausgabe. Da ich die Hefte alle schon habe… verschenke ich diese drei.

Bitte hinterlasst einen Kommentar (und euere Email-Adresse, weil ich euch sonst nicht kontaktieren kann) und sagt, welches Heft ihr wollt: Mai traditionell, Mai neu oder April dänisch. Der jeweils erste „Wünscher“ für jede Ausgabe bekommt das Heft. 🙂

Revue de Presse: Burdastyle April 2017

Titel Burdastyle Rosa ist ja dieses Jahr eine Trendfarbe, und so dominiert sie wohl auch das Titelbild der April Burda. Allerdings als Hintergrund. Wobei die Kombination weißes Hemd und Jeans ja immer überraschend frisch wirkt, auch vor rosa Hintergrund. (Die Besprechung wie immer in letzter Minute. Ob das noch mal besser wird? 😮 )

Das Editorial verspricht Mode mit Fernwehcharakter. Oder so. Ist ja auch nur kurz, der Text. Und deckt sich eh ganz gut mit dem Inhaltsverzeichnis.

Beim „trend“ Gebastel geht es um Schuhe. Wobei jetzt weder die Schleifchen noch der mit Strass beklebte Absatz neu sind. Der Straß auf dem Absatz gefällt mir ja gut. Und gut… die Schlange dazwischen ist tatsächlich eine nicht ganz so gängige Idee. Wenn ich Schuhe mit abgeschubberten Absätzen hätte, würde ich das ja tatsächlich mal versuchen.

Als weiteren Trend gibt es dann noch das derzeit allgegenwärtige Turnbeutelchen, hier mit Leder und Satin in einer Edelversion. (Ich frage mich immer noch, wieso man das haben will. Sieht so doof aus wie ein Turnbeutel, ist unpraktisch, weil man in so formlosen Flutterbeuteln nicht was wiederfindet und seine Wertsachen will man ja ganz sicher nicht auf dem Rücken tragen. Dafür gibt es in dieser Welt einfach zu viele Taschendiebe.

„African Dream“ ist dann die erste Modestrecke. Grafikmuster, Erdtöne und zart-luftige Details. Die beiden ersten Punkte sind ja nicht so überraschend. Los geht es mit einem Maxikleid. Gut für mich, denn dann kann ich meines noch tragen. 🙂 Der Schnitt hier ist nicht so aufregend, bringt aber große Muster gut zur Geltung, viel Platz auf der in Falten gelegten Stoffbahn. 112 ist eine Variante eines Hemdblusenkleides mit einer Schulterpassenvariation. Und hat ein wenig Kimonoärmel. Wenn ich Hemdblusenkleider gut finden würde, wäre das vielleicht sogar eine interessante Variante. 109 Tunika mit V-Einsatz. Gut für Mustermix. Dann noch mal ein Maxikleid. Andere Modellnummer, aber große Ähnlichkeit. Ein Bolerochen. Aha, das hat man wieder oder ist das aus der letzten Hippiestrecke übriggeblieben? Ah ja, Rock 102A nennt sich dann auch Hippierock. Der vorne gerade laufende Streifen ist mal eine Variante zum klassischen Stufenrock. Eventuell auch Figurfreundlich, weil man keine Kräusel vor dem Bauch hat. T-Shirt Kleid 107 A sieht auf der Zeichnung reizvoll aus, fürs Bild hat man das Model aber in den Sand gelegt und man sieht nichts davon. Dann Die Tunikal noch mal in Länger als Tunikakleid. Hm. für ein schnelles Sommerprojekt köntne ich mich damit glatt anfreunden.
Kleid Burdastyle
Sehr schön finde ich den luftigen Ausschnitt von Minikleid 110. Macht zwar etwas Arbeit, aber so ein Hingucker ist das doch wert.

„Inspiration“ nennt sich jetzt die Vorschlagsseite mit Accessoires. Hat den Vorteil, daß man auch ein Kissen mit zeigen kann. Nicht so spannend.

„Shopping“ zeigt Bänder und Knöpfe, die zum Afrikathema passen. Diese Art von Shoppinghinweis ist ja okay.

Der Designerschnitt scheint zu bleiben. Das Label DIMITRI kenne ich zwar bislang nicht, aber der Overall mit asymmetrischem Oberteil gefällt mir gut. Gleichzeitig modisch und elegant. Zwischen aktuell und understatment… wirklich schön.

Das allsommerliche Strandthema (oder eines davon) läuft unter dem Stichwort „Meer bitte“ und hat so einen mehr oder weniger Marine-Stil, wobei Kinderkleidung (Größen 104-128) gleich mitbehandelt wird. So gibt es dann auch gleiche ein Kleid mit Rückenausschnitt im Parnerlook für Mutter und Tochter. Vorausgesetzt, die Mutter braucht Langgröße. Vorne schlicht, das „Loch“ im Rücken ist ein netter Hingucker. Dadurch, daß beim Kinderkleid hinten mit einem Knoten geschlossen wird, behält die Mädchenvariante tatsächlich die Anmutung eines Strandkleids für Kinder. Die große Version ist hingegen schon eher elegant. Raglanbluson mit Querstreifen… passt zum Thema, muß ich aber nicht haben.
Bluse Burdastyle
Sehr gut anfreunden kann ich mich hingegen mit der Bluse 111A mit den tiefen Falten in der Schulterpasse. Eine enge Verwandte des Hemdblusenkleides, als Bluse aber einfach mehr mein Fall.

Dazwischen dann Oberteile für Kinder. Für Mädchen beinahe edel aus besticktem Organze mit Bubikragen, für Jungs in Streifen aus Sweatshirtstoff. Da lassen die Geschlechtsstereotype doch wieder grüßen, warum sollten sich kleine Mädchen auch im Urlaub genauso ungehemmt bewegen können dürfen wie kleine Jungs? Immerhin die Shorts scheinen für beide aus Sweatshritstoff zu sein. Für Damen gibt es dann ein formloses Fledermausshirt. Wobei das Bild schon vermuten lässt, daß das nicht dauerhaft am Körper sitzt. Es ist nämlich schon auf dem Photo so weit nach hinten gezogen, daß es wie Vokuhila aussieht. Was es laut Zeichnung aber nicht ist. Nicht viel zu sagen gibt es zu Tanktop 116B, wobei die weißen Einfasstreifen es doch etwas von billiger Massenware abheben. Dunkelblau mit weiß näht man dann aber wohl besser aus Polyester… Cutout am Rücken dann bei Kleid 107B, zumindest die Rückansicht ist auch attraktiv, wie sich die seitliche Raffung von vorne macht sieht man so natürlich nicht. Dann noch die unvermeidlichen blau-weißen Streifen als Hoodie, sicher ein geeigneter Basisschnitt für so was (wenn man die sehr überschnittenen Schultern mag, für kleine Jungs noch ma die Shorts, diemsmal mit Blouson. Dann erneut das Tanktop, nur aus gemustertem Stoff (wobei mir dabei enldich klar wird, daß das ja mal aus Webstoff ist, nicht aus Jersey). Die „Jogpants“ dazu passen dann immerhin mal so grob zum Ambiente.

Die „Accessoires“ zum Thema fehlen natürlich nicht… der Badeanzug mit Raffungen ist nett, aber den hätte ich lieber als Schnitt. Naja, das Glasperlencollier in Korallenoptik hat auch was. Roccailles hätte ich ja jede Menge. Wenngleich nicht in der Farbe…

„Das will ich!“ präsentiert als Photoanleitung eine Strandtasche. Überraschenderweise sogar mit Futter. Wobei aus Frottee kann so was ganz schön viel Eigengewicht haben.

„Beauty“ legt die Produkte in kleine Liegestühle. Hilft nichts, ich ignoriere es trotzdem…

„Must Haves“ nennt sich die nächste Modestrecke und verspricht 8 „It-Pieces“. Latzrock und Bomberjacke sind dann erst mal nicht so anziehend für mich. Okay, der Latzrock ist eh in Kurzgröße. Dann ein Kleid im Prairie-Stil. Hmtja. So was hatte ich mal – mit ungefähr acht und als Nachthemd. Dann die Bluse vom Titel, die sieht auch in der Variante gut aus. Bisher fällt die aus der Strecke, weil sie nicht irgendwo zwischen häßlich und geschmacklos ist… 😛 Longweste ist eh nicht mein Trend. und das Swatshirtkleid, was ich eher als etwas längeren Hoodie sehen würde. Ich bin zu alt für das, oder? Ach ja, der Maxirock 102B mit dem glatten Mittelteil. Was aber gut hinter der Tasche versteckt ist. Und eine Jogginghose aus glänzender Seide… nenene…

Für die Bomberjacke 114A gibt es dann die „nähschule“. Wobei der Schnitt an sich gar nicht so übel ist, nur die glänzenden Ärmel im Rapper-Style…

Dann die Plus-Größen. „Tropisch schön“ ist das Motto. Das Blusenkleid 124 hat schon mal eine schöne Farbe. Der Schnitt ist eigentlich auch nicht schlecht, nur etwas kurz. Und das dafür, daß es eigentich so eine Art Hemdblusenkleid ist, nur mit verdeckter Knopfleiste ist das schon ziemlich gut. Dann noch mal als Bluse mit unpraktischen Ärmeln. Das Kostum mit den weißen Paspeln sieht auch nicht schlecht aus, schöne Teilungsnähte am Bleistiftrock… zumindest auf der Zeichnung, das Bild verdeckt ja mal wieder alles. Maxileid 122 gefällt mir auch in der Zeichnung besser als auf dem Bild.
Kleid Burdastyle
Nichts auszusetzen habe ich dann aber an dem knackigen Etuikleid 123A. interessante Teilungsnähte, tolle Schulterlösung…

Strickblazer 126B ist irgendwo zwischen lässig und Bettjacke. Kann mich nicht recht entscheiden. Dann das Etuikleid noch mal in gemustert. Ich glaube, der Schnitt kommt uni besser zur Geltung.

Weiter mit Beauty, die überblättert wird.

Schnittanpassung zwischen den Größen wird unter „wie geht eigentlich?“ erklärt. Hier spendiert Burda auch mal wieder eine ausführliche Maßtabelle. Die sollte man sich aufheben.

Das Deko- und Küchenthema ist nicht überraschenderweise Ostern. Die Werbung für Eckes Eierlikör wird ja allmählich aufdringlich. Die Muffins in den Blumentöpfchen sind auf jeden Fall optisch hübsch. Rezept ist dafür natürlich recht egal… halt ein Rührteig. Dafür ist das Stoffhäschen ganz allerliebst.

„News“ wirft dann mehr oder weniger bekannten Kurzwaren durch die Gegend.

Der „Atelierbesuch“ führt diesmal nach New York. Süße, etwas kitschige Tierpüppchen im Vintage Stil. Nett, aber nicht so ganz mein Stil.

Dann gibt es einen Aufruf für das Burda Style-Talent 2017. Wie so Aktionen meistens eher was für Schnellnäher, denn die Votingphase auf der Webseite beginnt schon am 24.04.

„Die brauche ich“ stellt Scheren vor. Interessanter als die Marken (wobei mit z.B. Scheren Paul auch Namen dabei sind, die ganz klar für Qualität stehen) sind eher die unterschiedlichen Typen. Erinnert mich daran, daß ich immer noch keine Applikationsschere habe…

Zum Abschluss noch „eine letzte gute Idee“, Kofferanhänger aus Leder. Nicht gerade neu.. aber gut.

Und Mittwoch kommt schon das neue Heft… 😮

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Revue de Presse: Burdastyle März 2017

Titel BurdastyleAuch im März kommt die Burda recht luftig daher, auf den zweiten Bilck aber vor allem edel, was den Stoff betrifft. (Und süßer Gürtel, oder was auch immer diese Schleife ist.) Ach so, mal wieder eine Hochzeitsausgabe… (Was jetzt der ungarische Mädchenname Piros(ch)ka mit „Gypsy-Glamour-Style“ zu tun hat, können wir uns dann auch selber ausdenken. Ich denke da ja eher an Puszta… :-p )

Ach guck, im Editorial ist dann auch von Puszta-Style die Rede… 😛 Und vom Hochzeitsshooting in Griechenland und der (Requisiten)Hochzeitstorte, die in der ersten Klasse reisen mußte. Man sollte meinen, es wäre einfacher, so was bei einem Bäcker in Griechenland zu bestellen?

Für „trend“ dürfen wir einen Blazer verändern. Er wird hinten aufgeschnitten und dann nur noch durch Stoffstreifen ersetzt. Das sieht in der Tag nicht schlecht aus. Und dass als Basis ein billiges Teil von Bonprix herhalten darf klingt auch sinnvoll. Bei so einem Teil für eine Saison und drei Benutzungen muß man sich die Mühe des selber nähens nicht machen.

Mist, diesmal habe ich die Kosmetikseite nicht schnell überblättert… von der Kosmetik ist nämlich fast nichts zu sehen, um so mehr von der Kosmetiktasche in Form eine Knautschig knuddeligen Elefanten. „Das will ich!“ als Überschrift stimmt dann leider schon mal. Vermutlich nicht extrem praktisch, aber ich fürchte, ich brauche dann doch mal weiches, buntes Leder. Oder geht das auch mit beschichteter Baumwolle? Da hätte ich gerade welche da. Hm, dürfte mit dem Vliesofix aber schwierig werden…

Dann geht es mit der Hochzeitsstrecke los. Ja, ich gestehe, ich kann mir auch fast immer Brautkleider anschauen… und wenn ich mal zufällig Zeit habe, gucke ich auch Zwischen Tüll und Tränen… (Wobei sie wegen mir weniger Tränen und genauere Aufnahmen von den Kleidern zeigen könnten… aber irgendwas ist ja immer.) Also mal sehen, ob ich hier auch eine Runde schmelzen gehen kann…
Kleid Burdastyle
Mit Kleid 105 geht es schon mal vielversprechend los. Bei den Burda Brautkleidschnitten habe ich ja immer mal das Problem, daß sie zwar gut „Multiverwandbar“ sind, aber dafür irgendwie weniger nach Brautkleid aussehen, als gekaufte. Bei dem hier ist die Balance aber aus meiner Sicht perfekt geglückt. Was da steht ist eindeutich eine Braut, ohne die „Schleier“ an den Trägern kann man den Schnitt aber auch für ein großes Abendkleid nehmen und in kurz und aus anderem Stoff gibt das ebenfalls ein Cocktailkleid oder sogar ein elegantes Sommerkleid. Ohne daß es wie „ich habe mein Brautkleid eingefärbt“ aussieht.

Sehr figurnah ist Kleid 110. Ganz sicher sexy, aber da zeichnet dann auch jede Hautfalte drunter ab. Von Kurven ganz zu schweigen. Ich schätze, wir dürfen getrost davon ausgehen, daß die höchstperfekte Modelfigur in diesem Fall auch was mit dem Einsatz von Photoshop in der Nachbearbeitung zu tun hat.. 117B ist dann der Gegenentwurf, ein weites Minikleid aus Jersey. Sicher nett, aber nur so mittelfestlich. Ein Bleistiftrock… nun gut, ein Standardschnitt halt. Maxirock 102A wirkt durch den Wickeleffekt vorne eher wie ein Überrock, dem der Unterrock fehlt. Geziegt wird er mit einem Shirt als Oberteil. Pulli zur Hochzeit soll ja auch so ein neuer Trend sein. Auf der nächsten Seite wird ein „Tunikakleid“ angepriesen, ich sehe aber nur ein Empirekleid. Ich brauch eine Weile um zu realisieren, daß das Hauptmotiv des Bildes nicht das weißen Brautkleid in der Mitte ist, sondern das Modell an der Seite… das außerdem vom Tamburin verdeckt wird.
Kleid Burdastyle
Dafür gefällt mir Kleid 111 in Kurzgröße richtig gut. Schlicht, aber mit einer raffinierten Taillenbetonung. (Je nach Feier kann das sowohl die Braut auf dem Standesamt tragen oder auch ihre Trauzeugin, ohne Angst zu haben, der Braut die Show zu stehlen.)

Sehr traditionell in Form und Stoff dann Modell 108 mit langen Spitzenärmeln. Auch sehr hübsch. Sicher nicht nur mit Turnschuhen dazu… Die weite Hose 115A ist natürlich wieder ein Schnit für alle Gelegenheiten, hier macht es der Stoff. (Und ich frage mich mal wieder, ob die Bezeichnungen „Palazzohose“ und „Marlenehose“ bei Burda jeweils vom Zufallsgenerator ausgeworfen werden.) Auch eher fürs Standesamt dan die kragenlose Kurzjacke. Äh… Blazer 114. Durchaus schmuck mit den großen Taschenklappen. Empirekleid 104 war vorhin ja schon mal zu sehen, aber hier ist es jetzt auch als Hauptmotiv „gemeint“. Das hat dann doch ein wenig Nachthemd-Flair. Ich denke durch die Raffung, die schon im Oberteil beginnt. Aber Burda schlägt es ja auch für den Babybauch vor. Anschließend wieder ein Suchbild, nämlich was das Motiv sein könnte. Aha, diesmal wieder der Bleistiftrock. Das „off Shoulder“ Kleid 119B ohne Taille und mit zusätzlicher Rockrüsche auf Hüfthöhe fällt dann bei mir doch wieder eher unter Strandkleid. Dafür ist das Bustier 106 mit Schößchen zum engen Rock wieder sehr ansprechend. Auch die Tunika 116B mit den freien Schultern wirkt interessant. Dieser Schulterausschnitt mit breiten Blenden… wäre jetzt nur schön, wenn nicht das Model im Brautkleid das eigentliche Motiv halb verdecken würde. Bei Kurzjacke 101B macht es dannwieder der Stoff. Dann noch mal das Titelkleid 107… Bustier 106 mit Rock dran. Doch, sehr süß.

Die „Accessores“ verraten uns dann, welche Kleider die Burdamodelle inspiriert haben. Im Mittelpunkt natürlich Kate Middelton. Was aber schon einige Jahre her ist. Die anderen Damen kennt man dafür gar nicht. Und die Torte bei den Accessoires einzuordnen?.. sach ich mal lieber nichts zu…

Das ganze dann noch mal als Stilberatung, zu den vier Modellen im Einzelnen. Modern, Glamourös, Romantisch und Sexy. Wobei die Unterwäsche mit dem höher geschnittenen Höschen zum superengen Kleid realistisch ist, man sich aber drüber streiten kann, ob sie jetzt spezielle sexy ist. Und der Hut im Herrenhutstil zu Romantisch? Nun ja, ich heirate nicht, da muß ich mir keine Gedanken machen.

„Erste Hilfe“ ist anschließend noch das Motto der Pflegetips. Die natürlich vor allem Produktvorstellungen sind. Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob ich das alles an einem Brautkleid ausprobieren würde, das ich noch behalten wollte…

„Gipsy Glamour“ nennt sich die nächste Modestrecke. Der Einleitungstext ist eine faszinierend sinnfreie Aneinanderreihung von Schlagworten… Piroschka, Puszta, Balkan… das ganze soll dann fantastisch geschnitten sein. Klar, Volkstrachten egal welcher europäischen Provenienz waren schon immer ganz besonders für ihre ausgefeilte Haut-Couture Schnittführung bekannt… 😛 Gut, das Kurzjäckchen 101A ist nett, hat aber ganz sicher mehr von Chanel als von was auch immer da sonst noch sein soll. Kleid 113 ist weitgehend formlos, lässt sich dank Seidensaton aber gut mit einer Schärpe auf Figur bringen. Glamourös wird es dadurch aber immer noch nicht.
Top Burdastyle
Sehr gut gefällt mir das schulterfreie Top 116A. Allerdings enthält es absolut nichts, was ich mit den Schlagworten vom Anfangstext in Übereinstimmungen bringen könnte.

Für Langgrößen dann ein 7/8 Hose, von der man dank sitzender Pose nichts sieht. Aber wohl ein Basisstück. Kleid 119A als weites Hängerchen mit großer Ausschnittrüsche staucht dank tief angesetztem Rock und Stoffmusterwahl selbst Modelmaße auf Proportionen eines Kindergartenkindes. Älter als 16 sollte man nicht sein, wenn man das trägt, denn dann ist das Alter vorbei, in dem Mädchen süß aussehen, egal was sie tragen… Maxirock 102B ist aus Viscose und steht, als wäre mindestens ein Reifrock drunter… (vermutlich eher ein Ventilator…) Jedenfalls ist so garantiert, daß der fertige Rock absolut keine Ähnlichkeit mit dem Bild haben wird. Danach eine bunte weite Hose, da kommt dann wenigstens etwas Hippie-Flair auf. Top 118 wirkt wie die Cousine des Hängerkleidchens, vielleicht etwas weniger grauenhaft, da die Rüsche fehlt. Und munter gerafft wird dann wieder am Trägerkleidchen 103. Früher trug man so was bestenfalls auf dem Weg zum Strand. Oder als Nachthemd. Form bekommt es durch all das Zusammenziehen nämlich am Ende doch nicht. Dann noch ein Minkleid, das immerhin an der Hüfte etwas Form bekommt. Okay… die Modestrecke ist jetzt nicht mein Ding.

Wie man die Blende der Bluse oben mit einfachen Stichen bestickt zeigt dann eine kleine Bildanleitung. Das ist schon mal nicht schlecht. Auch wenn das „Übertragen mit Bleistift“ nicht so funktioniert, wie das Photo zeigt. Da wäre wohl eher Bügelstift angesagt. (Wobei Bleistift auch erstaunlich waschfest sein kann…)

Accessoires dazu sind dann Schule mit vielen Blüten. Da kann ich mich generell damit anfreiden, die vorgestellten Modelle hingegen… der Leder Sneaker ist nett. Und von Konstatin Starke habe ich kürzlich ein verlockendes Modell im Schuhgeschäft gesehen. Nur nicht das hier gezeigte…

Beauty kann ich dann aber wieder fix überblättern.

Die „Nähschule“ ist diesmal eher anfängertauglich, das schulterfreie Top mit Gummiraffung ist das Modell. (Und die Anleitung fängt beim Auflegen auf den Stoff und dem Übertragen der Markierungen an.)

Bei den Kindermodellen stehen diesmal die ganz kleinen im Blickpunkt. Früher nannte man das Spielkleidung, denke ich. In den Größen 68-92.
Babykleid Burdastyle
Ganz besonders süß finde ich das Mädchenkleid mit der Passe.

Für Jungs gibt es ein Shirt und Latzhose und eine lange Hose. Auch die Strickjacke für Mädchen ist sehr süß… Und die Anleitungen beschränken sich nicht auf Kleidung, es gibt auch Bauklötzchen aus Schaumstoff (Weniger gut zum Bauen, aber schonender zum Parkett…) oder ein Kissen.

Kontrastprogramm dann der „Look des Monats“. Irgendwas mit Streifen und Buntstiftfarben. Oder so. Was der Look genau ist, muß man eher raten. (Ich würde sagen, das ist die Sache mit der Sportkleidung, die die Alltagsmode beeinflusst.)

Dann wieder Beauty, irgendwas mit Zitronengras. *blätter*

„Mehr Davon“ ist das Motto der Plus Strecke. Den gemeinsamen Nenner kann man nur raten… alle Mode-Highlights der Saison. Aha. Los geht es mit einem Kleid, das aussieht wie Rock mit Oberteil. Finde ich ja immer unpraktisch, denn der Vorteil von zweiteiligen Ensembles ist, daß man sie unterschiedlich kombinieren kann. Warum dann also als Einteiler?
Hose Burdastyle
Eine Hose mit diesem asymmetrischen Überschlag habe ich ja schon letztes Jahr (oder war es vor zwei Jahren?) mal woanders gesehen und interessant gefunden. Daß Modell 122B jetzt in meiner Größe dabei ist, wäre fast ein Grund sie zu nähen…

Kleid Burdastyle
Auch Wickelkleid 121 gefällt mir. Ob da der Ausschnitt so bleibt oder auch völlig aufklafft? (Und die Säume kann man ja besser machen und ggf. auch mal vorsichtig ausbügeln.)

Blusonjacke ist sicher auch in, aber nichts, was ich dringend haben muß. Nicht für mene Figur. Dann die Hose noch mal in bunt… nein, einfarbig mag ich sie lieber. Noch mal der „Fake-Zweiteiler“, der Look gefällt mir, nur lieber in zwei Teilen. Bluson zum Maxirock ist dann eine Form, mit der ich mich nicht anfreunden kann. Shirt 126A hat eigentlich einen unspannenden Schnitt, aber mit den Streifen in unterschiedlicher Anordnung ist er aber auf einmal spannend. Und zu einer normalen Bluse sieht dann auch der Maxirock ganz nett aus. Wenngleich ich die gezogene Taille nicht so schmeichelnd finde.

Anschließend geht es um Schnittanpassung bei großem Busen. Die Techniken zeigt Burda schon seit Jahrzehnten so, aber sie mal wieder so nett zusammengefasst zu sehen ist nicht schlecht.

Die Werbung für die Eckes-Plörre kommt immer uninspirierter daher. Das Beste diesmal ist, daß die Flaschendeko das Etikett verdeckt. Die Idee mit so einer angehängten Taschen ist aber nicht neu, wer das weniger langeweilig haben will, kann sich Bärbels Blogeintrag von 2012 anschauen. 😉

Den Rezepten gönne ich ja immeer einen Blick, diesmal alles mit „besonders saftigem Grundteig“. Äh ja… ein Rührteig mit viel Fett und Ei und wenig Mehl. Ja, wird saftig. Der Rot-weiße Marmorkuchen ist farblich natürlich originell, allerdings hat er im Gegensatz zum herkömmlichen Marmorkuchen nur eine Geschmacksvariante. Was nun auch wieder einen Teil des Reizes nimmt…

Danach gibt es ein „spezial“, wobei unklar bleibt, was denn hier so Spezial ist. Anleitungen für Mäppchen in dieser Bauform gibt es nun wahrlich schon zu Hauf.

Mehr Spaß macht wieder der Ateleirbesuch, der diesmal zu einem Pariser Couture Zulieferer führt. Legeron macht Seidenblumen die wahrlich eine eigene Kunstform sind und nichts mit den billigen Dekoblüten aus dem Einrichtungshaus zu tun haben.

„Green Fashion“ befasst sich dann mit umwelt- und menschenfreundlich hergestellten Jeans. Keine wirklich neue Info dabei, kann man also eher als Werbung für Hess Naturmode werten. (Andererseits vertreiben die nicht erst seit gestern Naturmode, besteht also eine gewisse Hoffnung, daß sie ihre Lieferkette so halbwegs im Griff haben.)

Als „eine letzte gute Idee“ werden Haargummis aus Stoffresten gebastelt. wobei mir dann gleich noch eine Bezugsquelle für butne Baumwollstoffe mitgeliefert bekommen. Klar, Stoffreste kaufe ich immer…

Und das nächste Heft erscheint dann… *huch* quasi gleich…