Ostervorbereitungen

Easter Preparation

OsterpapiereAuch Ostern kommt ja immer so plötzlich, also habe ich mich mal an einige Vorbereitungen gemacht.

Also Easter always comes so unexpectedly, so it was more than time for some preparations.

Die „Kinder“, denen wir die Eier verstecken sind ja inzwischen schon recht groß, daher wird der Versteckort außerhalb unserer Wohnung liegen und wir müssen die Sachen auch schon am Freitag dort hin bringen. Dann kaufe ich dazu ja immer die unverpackte Beutelware im Fabrikverkauf von Lindt, was bedeutet…. das Zeug muß noch irgendwie verpackt werden.

Now the „kids“ are not so small any longer, so our appartment isn’t large enough for a challenging egg hunt. We have the possibility to use another, far bigger location but we will have to bring the sutf there already on Friday. The other thing is that I am usually buying mostly unwrapped chocolates from Lindt in big bags for that, so I need some packaging.

Stempel und StempelkissenDie Creativa habe ich genutzt, um am Stand der Stempelschmiede das süße Blumenhäschen, einen Stempel mit vier Eimotiven sowie ein Stempelkissen zu kaufe. (Gut beraten von Bärbel.)

On the Creativa I’ve bought some cute stamps from Stempelschmiede and an ink pad also. (Well advised by Bärbel.)

Nun, Bärbel wird das zwar entsetzlich finden und mit ihrer Stempelkunst hat das auch so gar nichts zu tun, aber auf diese Weise bekomme ich mit vertretbarem Finanz- und Zeitaufwand aus billiger Blumenseide von VBS und bunten Papieren eine österliche Grundlage, um Tüten und Behälter zu basteln.

Well, Bärbel will probably find it horrible, because it is quite boring and has nothing to do with the art of stamping she is doing, but that way I am getting „easterly“ material from cheap wrapping tissue and colored paper to fold it into bags and boxes.

Ich habe immerhin gelernt, daß es schwierig ist, auf Seidenpapier zu stempeln, zum einen weil die Stempelfarbe gerne etwas verläuft, zum anderen, weil das Seidenpapier natürlich beim Wegnehmen des Stempels ein bißchen mit hoch kommt. Macht aber nichts, für meinen Zweck taugt’s. Ansonsten war das Stempelkissen aber eine gute Investition, denn die Farbe geht nur mit Wasser ganz leicht wieder von den Stempeln runter.

Finger mit StempelfarbeVon den Fingern leider nicht so leicht. Das ist schon der Zustand einige Stunden und etwa acht mal Händewaschen mit Seife später…

I consider it well invested money, also for the ink pad. The ink washes away from the rubber very easily without soap or anything. (Before I had been using an office ink pad where cleaning took more time.)

As far as my fingers are concerned it does not wash away that easily. What you see on the picture is already hours later and after about eight time hand washing. (With soap, of course!)

Kwik Sew 2856 (Oberteil/Shirt)

My review in English is on Pattern Review.

Schnitttüte Kwik SewDiesen Schnitt für ein Raglan Shirt von Kwik Sew hatte ich irgendwann mal in einem Tauschpaket gefunden und weil er sowohl einfach zu nähen aussah als auch mit dem Kragen recht attraktiv, hatte ich ihn damals rausgenommen. Das ist etliche Jahre her und seither lag er bei mir.

Da nun aber noch mal ein Schlafanzug fällig war, nahm ich dies als Gelegenheit, den Schnitt zu testen.

Genäht habeich eine Variante mit den langen Ärmeln von Version A und dem Kragen von Version C.

Mein Stoff war aus einem „Sparpaket Jersey Stoffe“ (denen kann ich eigentlich nie widerstehen, wenn ich Dessoustoffe bestelle) von Elingeria, Material kann ich nicht sagen, aber fühlt sich weich an, dabei nicht schlabberig sondern wohl als Interlock gearbeitet und mit einem aufgedruckten Pünktchen-Design auf der rechten Stoffseite. Den Kragen habe ich aus einem Viscose-Jersey von Alfatex in Köln genäht. Diesen weich fließenden Stoff hatte ich für die Hose gekauft. Beide Stoffe haben die nötige Dehnbarkeit, was man ja anhand der „Dehnschablone“ auf der Rückseite der Schnitttüte leicht überprüfen kann.

Den Schnitt habe ich nach der Brustweite in Größe XL abkopiert und habe an den Hüften auf XXL erweitert. (Laut Anleitung ist Größe XL für einen Brustumfang von 110 – 114 cm, ich habe 112, klarer Fall also.) Dann habe ich die Schulterbreite am Raglanärmel um 1cm gekürzt und außerdem oberhalb der Taille 1cm Länge rausgenommen. Sprich meine üblichen Änderungen. Für die Längenkürzung im Oberteil konnte ich die im Schnitt vorgesehene Linie nicht verwenden, denn die verläuft über dem unteren Teil der Brust und an der Stelle wollte ich wahrlich nicht weniger Stoff haben.

Zu nähen war es in der Tat schnell und nicht schwierig. Auch wenn die englische Anleitung etwas irriterend ist. Zunächst wird nämlich beschrieben, wie man die Stoffe mit elastischen Stichen näht, dabei heißt es dann aber „außer wenn die Illustration der Anleitung einen Gradstich zeigt“. Nun, die Zeichnungen zeigen für alle Nähte einen Steppstich… Das habe ich dann ignoriert und habe den offenen Overlockstich meiner Nähmaschine genommen. Weggelassen habe ich den Gummi, der innen auf den Halsausschnitt aufgesteppt werden soll. Der bliebe nämlich hinterher auf der nackten Haut (außer bei Kragen B, wo er außen aufgesteppt wird und dann hoffentlich unter dem Kragen verschwindet) und das finde ich nicht angenehm. Weder bei einem Schlafanzug noch bei einem Shirt. Sonst bin ich der Anleitung gefollgt. Ich muß aber zugeben, daß ich die 6mm Nahtzugabe im Schnitt nicht sonderlich mag. Es ist mühsamer, den Stoff in den Transporteur einzufüttern als bei einer breiteren Zugabe, es gibt keine Stelle auf der Stichplatte, an der ich mich orientieren könnte und alle Overlocks auf denen ich bisher genäht habe mochten es auch lieber, wenn sie Stoff hatten, den sie abschneiden konnten.

Raglan Top Kwik SewDie Säume habe ich mit dem Wabenstich der Nähmaschine abgesteppt, der ist elastischer als jede Zwillingsnadel und hat sich gut bewährt.

(Faden Alterfil S 120, Nadel Superstretch in Stärke 75 von Organ.)

Was das Ergebnis betrifft muß ich leider sagen: Gut, daß es nur ein Schlafanzug ist.

Daß der Kragen sehr schlabberig fällt ist sicher dem extrem weichen Stoff geschuldet und vermutlich auch der Tatsache, daß ich den Gummi am Ausschnitt weggelassen habe. Wobei ich letzteres leider als Zeichen einer lustlosen Konstruktion empfinde. Der Stoff ist nicht extrem schwer und der Schnitt ist für elastische Stoffe gemacht, es besteht aus meiner Sicht also erst mal kein Grund, da mit einem Gummi zu „mogeln“ statt den Ausschnitt gleich vernünftig zu konstruieren.

Die Ärmel sind einfach zu lang. Da eine Armlänge in der Maßtabelle nicht vorkommt, kann man das also vorher auch nicht sehen. Und ausmessen ist bei Raglan auch schwierig, da es keine Information gibt, wo der Halsausschnitt hinterher verlaufen wird.

Der restliche Sitz…. ist mies. Der Schnitt zeigt ein Shirt, das den Körper schmal umspielt („fitting“ sagt die Beschreibung), in der Praxis kommt bei mir etwas raus, was jedem Pin-Up Girl zur Ehre gereichen würde. Von den vielen Zugfalten allerorten will ich nicht reden. Die werden etwas besser, wenn man das Shirt ein wenig hoch zieht (als wenn ein Gummi drin wäre), aber die meisten bleiben. (Ich hätte vorher die Bilder auf Pattern Review genau ansehen sollen. Da wo das Shirt an einer Person gezeigt wird und diese die Arme locker herunter hängen läßt sind auch Falten unter dem Arm. nicht überall so ausgeprägt, aber sie sind vorhanden. Das könnte ein Hinweis darauf sein, daß die Raglannaht einfach zu gerade ist.)

Kwik Sew RückenansichtVon hinten sieht das Ganze nicht besser aus. An der Hüfte hätte ich besser ein wenig mehr zugegeben (da kann Kwik Sew nichts dafür) und die Länge wohl auch etwas mehr kürzen können, aber die diversen Falten unter der Achsel sind hier auch vorhanden.

Fazit: mit einer FBA wäre der Schnitt vielleicht zu verbessern. Dann müßte ich aber immer noch mit Gummi auf dem Ausschnitt leben oder den ebenfalls neu konstruieren.

Nachdem ich jedoch aus einem Buch ebenfalls schon mal einen Kwik Sew Schnitt genäht habe und der auch eine fürchteriche Paßform bei mir hatte, werde ich mich von dem Schnitt einfach wieder trennen. Er ist einfach zu nähen, aber auf Kosten der Paßform und paßt entweder einfach für Körper mit mehr Kurven nicht oder entspricht nicht meinen Ansprüchen an einen guten Sitz.

Und von Kwik Sew lasse ich künftig einfach die Finger. (In der Hoffnung, daß ich das nicht wieder vergesse… :o) )

 

 

Revue de Presse: OTTOBRE design woman Frühjahr/Sommer 2/2013

Wie immer im Frühjahr (und Herbst) ist der „Einschlag“ an Zeitschriften besonders hoch, weil auch die ottobre dazu kommt. Und da ich zwar ein bißchen genäht habe, die Faktoren „ich“, „Photograph“ und „Tageslicht“ im Moment selten gleichzeitig auftreten, gibt es schon wieder eine Zeitschriftenschau.

Titel ottobre designDer Titel versucht jedenfalls mal wieder, allen Geschmäckern gerecht zu werden. vorne hell und poppig bunt, hinten dunkle Haare und grafisch. (Was diese zwei Titelblätter sollen habe ich bis heute nicht verstanden, denn am Zeitschriftenstand kann letztlich nur eines oben liegen und es wird sicher keiner zwei Plätze im Regal für eine Zeitschrift frei räumen, nur um beide Seiten zeigen zu können.)

Das Editorial stellt eine neue Mitarbeiterin vor und betont drei Modetrends: Die 60er, „inspirierende Kombinationen“ (was auch immer das sein soll) und „lässige Sachen“. Auch hier… kann man wohl alles drunter subsumieren. Was man nach wie vor nicht kann ist korrektes Übersetzen. Es heißt Aschenputtel. Nicht Aschenbuttel. Über die Pluralform kann man streiten, schon darüber, ob es überhaupt eine gibt…. Ansonsten möchte sich das Heft in zwei Teile geteilt verstanden, die erste Hälfte steht unter dem Motto „Bold Patterns and Minimalism“, die zweite nennt sich „Laid-Back Summer Pieces“. Wenn sie so weiter machen, scoren sie im Bullshit-Generator bald so hoch wie Burda…

Los geht es dann mit Kleidern. Die trägerlose Variante aus dem bunten Druck sieht ganz net aus (wobei bei diesem Stoff wohl ein Seitenreißverschluss und ggf. dezente Abnäher im Rücken besser gewesen wären als die Teilungsnaht), die langärmelige Leinenvariante wirkt hingegen ein wenig unglücklich am Model. Fast schon wie „ich bin schwanger, aber ich zeige es erst nach der Trauung“ oder so.

Auch eine Bikerartige Jacke darf nicht fehlen, hier aus Leinen. Normalerweise gefallen mir die ja immer gut, aber hier… irgendwas paßt nicht. Ich glaube, sie ist einfach zu lang für den Stil. Dann sieht es eher aus wie der sozialistische Einheitsbluson im Politbüro. Durchaus ansprechend die Bluse Triangle mit Color Blocking. Die Paßform der Ärmel bleibt allerdings soweit man das sehen kann zweifelhaft. Und die Übersetzung schreit wieder nach einem Fachübersetzer. Das ist einfach ein überschnittener Ärmel, bzw. eine überschnittene Schulter. Einen „Kap Ärmel“ gibt es nicht. (Außer bei anderen schlecht übersetzten Shop Texten.) Das Heft kostet knapp 9 EUR für wenige Schnitte (in Österreich sogar über zehn), da sollte eine korrekte Übersetzung drin sein.

Kleid ottobreNachdem inzwischen jeder ein Knotenshirt oder -Kleid hatte, hat ottobre jetzt auch eines. (Bzw beides.) Modell „Twist Top“. Trotzdem gefällt mir dieses gut. Daß es bis Größe 52 drin ist gefällt mir sogar besser. Und den Stoff kann man ja anders nehmen….

Jacke ottobre DesignGut gefällt mir auch die Jacke „Dark Chocolate“. Nicht so sehr die namensgebende Farbe, aber Schnitt und Material. Der Schößchentrend ist dezent umgesetzt und mit diesem Schnitt wird bequemer Jersey bürotauglich. (Nach einer FBA, die die Brustfalten beseitigt. Und man braucht natürlich einen nicht zu fludderigen Jersey mit etwas Substanz.)

ottobre ManteAuch der Kurzmantel „Groovy Ramie“ gefällt mir, hier stimmt sogar die Farbe. 😉 Mir gefällt dabei sowohl der Ausschnitt als auch die schräge Teilungsnaht im Vorderteil. Könnte auch aus meinem Stoff von Mahlia Kent gut aussehen… wenn der denn lang genug wäre.

Dann über den Anleitungsteil drüber blättern und zu den „Laid Back Summer Pieces“. Kleid Beckie sagt mir, daß damit wohl so eine Art Strand oder Urlaubsmode gemeint sein muß. So sieht es für mich jedenfalls aus: wie die Billigklamotten, die man überteuert in den Läden am Strand kauft.

Das Shirt „Lemon Juice“ wäre zwar wegen der Hüftbetonung absolut nichts für mich, aber man scheint jetzt auch Pattern Magic zu kennen und das sorgt ja immer für interessante Effekte.

Blumenhosen mögen zwar ein Trend sein, aber für mich wirkt die Hose mit der grünen Bluse doch ein wenig… langweilig. Oder truschig. Aber gut. (Hosen, im Übrigen, sind zwei Modelle im Heft, eine schmale, eine mit Bundfalten. Die schmale auch als Shorts. Basisteile, nicht mehr und nicht weniger.)

Dann das Titelkleid und noch ein anderes, was eher gelangweilt herumhängt. Ach stop! Fancy Flowers sieht im Rücken besser aus, nämlich wie ein Kleid. Von vorne hingegen wie ein formloses Shirt, was man sich af dem Weg zur Strandbar übergeworfen hat. Das ist jedenfalls mal eine interessante Variante, hinten schöner als vorne. Vielleicht vorne ein wenig länger und es wird brauchbar?

Seidenkleid Modern Couture ist leider eher ein Studie darüber, wie sich Schnitt und Stoff gegenseitig in die Quere kommen. Und Dupionseide einkräuseln sollte man sich auch überlegen. Gerade die Nahaufnahme der Schulter zeig, wie wenig elegant das fällt. Falten legen wäre da deutlich klüger gewesen.

Und dann das Knotenshirt noch mal, nur diesmal als Tunika. Auch nett, auch wenn der Stoff das Muster weitgehend verschluckt.

Diesmal sind immerhin wieder ein paar Teile drin, die ich für mich nähen würde, wenn ich die Zeit hätte. Aber das mit der Seide sollten sie noch mal üben…

(Die Bilder sind wie immer als Zitate zu verstehen und die Rechte dafür sind und bleiben natürlich beim Verlag.)

 

 

Revue de Presse: Threads May 2013 (166)

Immer noch Minusgrade und die Maiausgabe liegt im Briefkasten… mit wirklich wunderbaren Spitzenkleidern auf demTitel…

Die Editoren stellen sich diesmal der Frage, wie der Stoff ihre Entwürfe beeinflusst. Die Antworten sind nicht wenig überraschend. 😮

Und auch das Editorial weist auf Stoffe, aber noch mehr auf Spitze hin. Das verspricht eine spannende Ausgabe, zumindest für mich.

Leserbriefe… nicht weiter bemerkenswert.

Dann die Vorstellung mehr oder weniger neuer Materialien. Einen Ring zur Aufbewahrung von Unterfadenspulen gibt es hier aber schon lange, nur von Prym und in Blau und nicht von Dritz und in Rot… Das Buch über Vintage Lingerie kann mich hingegen schon reizen…

Dann die Lesertips. Der Best Tip könnte von mir ein… unterschiedliche Iterationen einer Änderung mit verschiedenen Farben zu kennzeichnen mache ich schon lange. Den Tip um Baumwollstoffe gerade zu recken könnte ich mal ausprobieren, wenn ich das mal wieder brauche. Auch die Idee, Ärmel einzunähen ohne über die querenden Nahtzugaben drüber zu nähen könnte ich mal ausprobieren. Zumindest bei dicken Stoffen.

Kenneth D. King zeigt uns diesmal, was man mit Meterweise (Seiden)Schrägband machen kann. Nämlich Designs die scheinbar kompliziert gefaltet sind. Nachdem ich kürzlich in Paris wieder eine Haut Couture-Ausstellung besuchen konnte kann ich nicht ganz darüber hinwegsehen, daß kunstvolle „echte“ Stoffaltungen noch etwas anders aussehen. Aber der Effekt dieser Technik ist dennoch beeindruckend. (Handstiche sollte man jedoch nicht scheuen.)

Danach wird erklärt, wie das Designdetail vom Rückentitel zustande kommt und wie man es näht. Nun ja, wie man das mit den Volants macht ist mir selber klar, das ist nicht neu. (Und für völlige Anfänger dann vielleicht auch ein wenig kurz erklärt.)

Das „quick to make“ Projekt hingegen ist ausführlich erklärt und in gewissem Umfang sogar geeigent, größere Stoffreste zu verwenden. Ich weiß nur noch nicht so sicher, ob mir das nun gefällt oder nicht….

Dann die Pattern Reviews. Vogue1324 war mir auf der Webseite vom Photo her gar nicht besonders aufgefallen, die technische Zeichnung offenbart aber den modischen Pep. (Okay, mir würde die Form nicht stehen, vielleicht habe ich ihm deswegen keinen zweiten Blick gegönnt.) Das Marfy-Kleid ist wie immer sehr elegant, wobei mir am genähten Modell auffällt, daß die Falten aus der technischen Zeichnung eher als unsauber genäht denn als bewußtes Detail wirken. Sogar das Burda Modell gefällt mir… schade, daß deren Webseite so unübersichtlich ist, daß ich da nie reingucke…

Der modische Überblick interessiert mich eher weniger. Einige der Trends erkenne ich wieder, andere scheinen in den USA stärker vertreten zu sein. Viel mehr als durch Burda lesen vermittelt mir das dann auch nicht.

Anschließend wird eine „besserer Kragen“ versprochen. Hier muß ich gestehen, daß mich das Konzept nicht überzeugt. Zwar hat man weniger Nähte, aber in der Form der Kragenecken ist man so sehr eingeschränkt und sie gefällt mir schon bei den liegend gezeigten Blusen nicht sonderlich. Es könnte beim Nähen schneller gehen, aber sonst… nicht für mich.

Ausführlich widet sich danach ein Artikel den Titlekleider und ihrer Designerin Mimi Prober. Das Interview mit ihr läßt ihren Designprozess durchause nachvollziehbar werden und die vielen Detailphotos von den Kleidern sind extrem inspirierend.

Weniger überzeugt mich die „Bias Pants“. Außer daß man damit angelbich wenig Verschnitt erzeugt weiß ich nicht recht… in dem bunten Stoff gehen die Teilungsnähte völlig unter und man hat zwar Hosen im Schrägschnitt, aber auch Teilungsnähte, die den Stofffluß wieder unterbrechen. Oder ich probiere das bei der nächsten Schlafanzughose mal aus… 😀

Anschließend befasst man sich mit „Vintage“ Nähfüßchen. Nicht daß es Ruffler, Kräuselfuß und einen Schrägbandannäher nicht auch für moderne Maschinen geben würde… Die Füße werden aber in ihrer Funktion und auch in der Anwendung gut erklärt, wer also noch nicht so genau weiß, ob er sie braucht oder auch schon hat und nicht weiß wie anwenden… nützlicher Artikel.

Gut gefallen mir dann auch die nicht wirklich gepolsterten Nähte, „padded seams“. Damit sich bei Wolle die Nahtzugabe beim Bügeln nicht durchdrückt einfach Seidenorganzastreifen unterlegen. Eigentlich praktischer als Vliseline aufbügeln.

Wunderbares Augenfutter ist auch die Threads Challenge (für Profis), die diesmal Spitze als Thema hatte.Wer hätte gedacht, daß man sogar einen „felligen“ Eindruck erzeugen kann? Oder ein Kleid praktisch nur aus Streifen zusammengesetzt… wirklich sehenswert!

„Teach Yourself To Sew“ befaßt sich noch mal mit der Nahtzugabe und zeigt weitere Methoden, damit umzugehen. Alles sehr deutlich in Wort und Bild erklärt. Wenn man sich diese Serie speichert, dann bekommt man vermutlich am Ende ein extrem ausführliches Nähbuch.

Der Blick in das „Nähzimmer“ von Linda Kubik dürfte jedem das Wasser im Munde zusammen laufen lassen. Den letzlich hat sie einen eigenen Bau mit gut 100 m² (wenn ich das richtig umgerechnet habe) und Platz für Webstühle, zum Färben,… und natürlich auch zum Nähen. Na gut, auch sie verdient ihr Geld damit, das ist dann halt manchmal der Unterschied zwischen Hobby und Beruf. Aber trotzdem… so hätte ich das auch gerne. (Nicht daß ich die Zeit hätte, einen solchen Raum adäquat zu nutzen…)

Die „happenings in the Sewing community“ sind wieder weniger interessant, weil halt auf die USA bezogen. Den Pantone Farbreport fürs Frühjahr kann ich auf deren Webseite selber angucken und die paar eingestreuten Nähtips reißen es dann auch nicht raus. Aber letztlich macht es natürlich Sinn, wenn eine amerikanische Zeitschrift auch einen „Lokalteil“ hat. 😉

Anspuchsvoll sind diesmal auch wieder die Werke aus den Schränken der Leser(innen). Dieses Mal alles mit viel Liebe zum Detail geschaffen.

Die Fragen an die Experten drehen sich diesmal um die Auswahl einer Nähmaschine (Ratschlag: Zum Händler gehen und probenähen… in diesem Punkt können die Amis das Rad eben auch nicht neu erfinden) und Schnittänderung für runde Schultern (sehr schön gezeigt, zwei Optionen, je nach dem auf welcher Höhe die Rundung sitzt).

Zum Abschluss dann noch die Unterhaltung: Die Nähgeschichte und der Blick aufs historische Kleid von 1940 mit schmeichelnden Volants. (Der weniger beeindruckend ist, wenn man gerade einige Tage vorher eine Haut Couture Ausstellung in Paris besucht und Vionnets Schrägschnitt gesehen hat…)

Trozdem wieder ein nettes Heft und ich freue mich schon jetzt auf die nächste Ausgabe.

(Das Bild ist als Zitat zu verstehen, Rechte liegen bei Threads/ Tauton Verlag.)

 

Unwilliges Fußmodel…

Unwilling Footmodel…

… resultiert darin, daß Socken zwar seit dem 13. Dezember fertig sind, aber erst in letzter Minute photographiert werden konnten. Bevor sie als Geschenk auf die Reise gehen sollten.

… result in effects like I’ve finished a pair of socks on 12/13/2012 but could only take a last minute picture now. Like in just before they go to the post office to became a birthday gift.

Socken "Falscher Zopf"Dabei hätten diese Socken ein besseres Bild verdient. Das Muster heißt „Falscher Zopf“ und ist bei Pims Nadelturm erhältlich.

Honestly, those nice socks should have a better picture. The pattern is called „Falscher Zopf“ and available either via ravelry or at Pims Nadelturm directly.

Die vermeintlichen Zöpfe kreuzen immer nur zwei Maschen und laufen auf der einen Seite bis zur Ferse, auf der anderen bis zur Spitze. Es war ein wenig ungewohnt für mich, mal wieder von oben zu Stricken, aber da es ein „Teststrick“ war habe ich mich an die Anleitung gehalten. Nur etwas mehr Maschen genommen, damit sie passen.

What looks like cables is created by crossing never more than two stitches, so you do not even need a cable needle. What was unusual for me was that I had to knit top down, but it was a test knit, so I followed the instructions. I only cast on some stitches more, according to the measurements of the receiver.

Mir hat das Stricken sehr viel Spaß gemacht, nicht zu anstrengend, aber auch nicht langweilig. Ich war auch in Rekordzeit (für meine Verhältnisse) fertig, nicht mal vier Wochen. Normalerweise brauchen Socken doch eher sechs. Und das Muster ist so ausgeprägt, daß es sogar bei dem selbstmusternden Garn sichtbar bleibt!

I really loved knitting those socks. They were not difficult but not boring either. So it took less than four weeks to knit them which is very shortish for me. Normally it takes at least six weeks, especially for men’s socks. And the pattern is prominent enough to remain visible even on the selfstriping yarn.

Das Garn ist wieder von Bärengarne und heißt „Strumpfgarn TOM Cotton“, ein sehr weiches Sockengarn mit Baumwolle.

Yarn is again „Strumpfgarn TOM Cotton“ by Bärengarne, a very soft sockyarn with cotton.

Jetzt muß ich nur überlegen, ob ich für mich auch noch ein paar stricke, das Muster ist ja ganz klar unisex.

Now I just have to decide if I want a pair for myself also. The pattern is clearly unisex.

Modemonster….

Fashionmonster…

… habe ich in Paris gesehen. Leider habe ich keine Zeit, extra einen Blogbeitrag zu schreiben, aber hier auf der hobbyschneiderin24.net Seite habe ich meine Eindrück aufgeschrieben. Und es gibt reichlich Bilder dazu.

… I did see in Paris. I am short of time, so I can’t write a blog post about it, but here on the hobbyschneiderin24.net site you can see some pictures. (Text is all in German, I am sorry.)

Die Ausstellung heißt „ARRGH! – Monstres de Mode“ und läuft noch bis zum 7. April 2013 in der Gaîté Lyrique in Paris.

The exposition is called „ARRGH! – Monstres de Mode“ and can be visited until April 7th 2013 at Gaîté Lyrique in Paris.

 

Revue de Presse: Burdastyle März 2013

Titel Burdastyle Diesmal ist der Titel gnadenlos und zuckersüß pink. Womit das Thema des Heftes auch klar wäre, nämlich Hochzeit, Braut. (Warum die Braut in weiß die Frau in pink küßt ist nicht ganz klar. Oder vielleicht auch ein gesellschaftspolitisches Statement des Verlages… wer weiß… 😀 ) Der Stoff von dem pinken Kleid ist im Übrigen toll!

Für den der es nach dem Titel noch nicht gemerkt hat wiederholt das Editorial das Thema noch mal. Außerdem wird uns erklärt, daß für solche Festtage Details wie kleine Geschenke und süße Verpackungen das sind, auf was es ankommt. Okay… nicht ganz mein Stil, die „Show“ in der Vordergrund zu stellen, aber gut. Jedem das Seine.

Weiter zu den kreativtrends, die diesmal sogar was mit Stoff zu tun haben. Die extra tiefen V-Ausschnitte sehen ja nicht schlecht aus. Auch geeignet, wenn man einen Fleck auf der Mitte eines Shirts plaziert hat. *gg* Animal Prints werden gemalt. Und lustig finde ich ja schon die bunten Ketten aus dem Baumarkt. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Sprühfarben da dauerhaft haften… Kunststoff ist da ein wenig… eigen, was das betrifft. Vielleicht doch besser erst einen Primer drauf?

Die „Shirt to shop“ Idee sieht zwar witzig aus, aber außer einer Großpackung Cornflakes kann man vermutlich nichts transportieren. Zwei Orangen und das Ding schleift am Boden… (Bis die Orangen durch die sich dann vergrößert habenden Löcher rausgefallen sind.)

Das erste Modethema ist Italien und bringt Kleider. Dafür bin ich ja immer zu haben. 111 in Kurzgröße, nett und erinnert etwas an Filme aus den 1950ern.
Titel Burdastyle Nun sind die Variationsmöglichkeiten bei Kleidern nicht unendlich, vor allem wenn man, wie bei Burda, meist letztlich einfache Schnitte zu grunde legt. Beim Modell 110 ist es sowohl der Stoff, als auch die Idee mit den Ripsbändern. Die kann man dann freundlicherweise auch mit jedem eigenen Schnitt mit passenden Abnähern umsetzen.

Blumig und etwas süßlich geht es weiter… rosa Jäckchen, Große Blumen auf Batist mit Raffung… Blumen auf Midirock… alles nett, aber auch schon tausendmal gesehen.
Rock Burdastyle Ja, das gilt für den Spitzenrock auch… aber ich mag Spitze einfach und dieser Kombination aus frischem Türkis und Cremeweiß kann ich einfach gerade gar nicht widerstehen…

Noch mal Anklänge an die 50er mit Neckholder und gerafftem Oberteil. Schade, daß man das bei dem Blumenmuster gar nicht erkennt. Sehr jugendlich finde ich die Kombination aus geblümter schmaler Hose und dem damenhaften Bouclé Blazer. So könnte ein Teeny Mamas gute Jacke tauglich machen. Tragen werden es dann aber in der Praxis wohl eher die Mamas, wo die geblümte Hose dann schnell lächerlich aussehen kann….

Makeup wird auf Amaretti und Farfalle angerichtet. Welchen Sinn auch immer das haben soll. Aber die Reliefprägung im Chanel-Puder sieht edel aus. Wenn man so viel Geld hat…

Die Nähschule für Einsteiger zeigt diesen Monat ein Spitzenshirt. Der Schnitt ist wirklich einfach. Die Abläufe sind auch korrekt beschrieben, aber was völlig verschenkt wird ist die Chance, auf die Besonderheiten einzugehen, die einen bei der Verarbeitung so eines groben Spitzenstoffes erwarten. Schon das Markieren von Nahtlinien kann da eine Herausvorderung sein.

Die nächste Modestrecke nennt sich „Soloalbum“ und soll etwas verkörpern, was Burda „Festival-Style“ nennt. So schlammgetränkt sehen die Modelle ja auf den ersten Blick nicht aus… Blümchenkleid 131 ist ein netter, braver Schnitt. Wie es fällt sieht man bei der Lümmelhaltung auf dem Bild natürlich nicht. Aber Rollkragenpulli unter das Sommerkleid scheint wieder in zu sein, wer also dringend den Wunsch nach seinen Sommerkleidern verspürt, der kann das umsetzen. Als „Masterpiece“ gibt es dann eine Bikerhose aus Nappaleder. Das Chasublé heißt jetzt Longweste und ich mag es immer noch nicht. Ein Batikshirt,.. Alles  schon gehabt. Eine Bikerjacke aus Stoff statt aus Leder auch, aber dem Look kann ich immer ganz schlecht widerstehen. Daß man von Modell 135 auf dem Bild kaum was erkennt macht es leichter. Und ein Stufen-Minirock mit halstuchgroßem Pullünderchen… Ich weiß jetzt wieder, warum man das einen Look für die Jugend nennt… weil bei meiner Altersgruppe fällt das unter Déjà Vue… Die Abbildungen hätten zu meiner Jugend fast genauso in den einschlägigen Magazinen sein können. Oder waren sie wohl auch… Ach ja…

„Getestet“ werden diesmal Stiefeletten bzw. neudeutsch „Boots“. Abgesehen davon, daß ich nach wie vor der Meinung bin, daß man über Paßform und Bequemlichkeit nun wirklich nur am eigenen Fuß entscheiden kann, lassen die mich sonst kalt. An meinen Beinen geht diese Schuhform einfach nicht, nicht, nicht,…

Jetzt erst mal das Hochzeitsthema. Kleid 130 sieht in der technischen Zeichnung aus wie ein Nachthemd und auf dem Photo wie eine rosa Gardine… Die Kombination aus Spitzenrock und Shirt ist durchaus nett, aber mehr auch nicht. Beim Titelmodell bleibt der sensationelle Stoff, der Schnitt ist ein Sack und diese seltsame „Raffbanderole“ über der Brust macht es nicht besser. 132… bislang das netteste, aber ein aufregendes Brautkleid sieht anders aus. Mit dem fluffigen Korsagenkleid 115 kommt dann endlich mal der klassische Prinzessinnentraum. Mit einer nach unten rutschenden Corsage, wenn man genau hinsieht… Wenn man also möchte, daß die Oberkante des eigenen Brautkleides gerade so über die Brustwarzen geht, aber keinen Milimeter weiter… dann dieses. (Oder einen besseren Unterbau konstruieren…) Mit Etuikleid 118 macht man schon mal nichts falsch. Zwar nicht aufregend, aber wenistens elegant. In Kurzgröße gibt es Stufenkleid 112. Das ist von vorne noch halbwegs niedlich, von hinten leider lächerlich. Der tiefe Ausschnitt paßt nicht zur romantischen Vorderseite, sondern sieht nur aus, als habe der Designer die Lust verloren. Das Kleid in Langgröße ist besser, sehr schlicht. Dafür steht die Dame im Boulemantel herum wie bestellt und nicht abgeholt. Der Mantel wirkt formlos, zu groß und die Ärmel zu kurz. Eleganz eines Handwerkerkittels. Ich gluabe eine derart uninspirierte Hochzeitsstrecke habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Die Webseitenwerbung „best sites“ ist diesmal in einer großen Kosmetikwerbung beinahe versteckt. Naja… überblättern wir beides.

Aus dem „Pioniergeist“ muß man erst mal die Burda Eigenwerbung rausfitzeln. Leider klebte die so drin, daß das nicht beschädigungsfrei ging. Blazer 103 gefällt mir vom Schnitt her sehr gut, die Verarbeitung ist aber unterirdisch. Und dabei meine ich nicht de fransigen Kanten (die sind Geschmackssache), sondern die einbrechende Schulterpartie. Bißchen Verstärkung hätte da Not getan. Bei der Hose 127 schlucken die Querfalten (oder sind es Knitterfalten) leider alle Details. Langer Jeansrock mit Kapuzencape… geht gar nicht. Es gibt da religiöse Gruppierungen, die ihre Frauen so rumlaufen lassen. Dann doch eher die Kombination aus Hose und wadenlangem Hemd (oder nennen wir es Kleid?). Das ist nicht aufregend, aber elegant und tatsächlich als Reisekleidung geeignet.
Jacke Burdastyle Nicht für mich, aber ganz süß finde ich tatsächlich diese Kombination aus leicht rüschigem Rock und geraffter Jacke. Meistens ergibt das irgendwie blöde Proportionen, aber hier sieht es niedlich aus.

Auf der nächsten Seite fallen vor allem die Sandalen auf… die offensichtlich nicht mal einen Photoshot überlebt haben. Die Marken wohl besser nicht kaufen. 😉

Die Accessoires sind recht schmetterlingsreich. Einiges ist niedlich, aber ich glaube, aus dem Alter bin ich dann doch raus.

Und die Kosmetikseite kann gelangweilt überblättert werden…

Wohingegen das „Best of Styling“ mir diesmal die schauder über den Rücken treibt. Denn hier hat Frau Bily sich das Cape ausgesucht. Wir erinnern uns… ein Cape ist unförmig, durch die schlichte Form kann es aber Eleganz vermitteln. Garniere ich ein Cape aber (wie Burda) mit Details die man sonst vom Bundeswehrparka kennt… ist die Eleganz flöten, dafür wird die Unförmigkeit noch betont. Die drei Bilder überzeugen mich davon, daß es für dieses Cape nur einen angemessenen Kombinationspartner gibt: Die Mülltonne.

Dann doch lieber „sieben Tage Nähen“ mit Burda, auch wenn das eine Anzeige ist. Leider hat das gerade weder zeitlich noch finanziell hin, aber falls jemand hin fährt: Nehmt euch zwei Tage mehr Zeit und genießt Toulouse! Abgesehen vom Ambiente im Ganzen sollte man sich einen Blick auf die Stoffe im Docks des Tissus gönnen und ein fürchterlich teueres, aber extrem schmackhaftes Eis bei Octave… (Ausflüge nach Moissac und Labastide St Pierre wären auch schön… Ach, hängt eine Woche dran!)

Das Vintage Modell ist diesmal eine Spitzenbluse. Die… schon nett ist, aber irgendwie mit der Originalspitze nicht mithalten kann. Aber das ist wieder Geschmackssache.

Die Plusmode will sich diesmal in der Kunst des guten Stils üben und preist daher Details der Herrenmode der 1920er und 1930er Jahre an. Sagen sie. Der doppelreihige Blazer 139 wird als „Mater Piece“ angekündigt. Die technische Zeichung zeigt keine Besonderheit gegenüber jedem anderen Doppelreiher und das Photo läßt eher eine eigenwillige Knöpfvariante vermuten, als Besonderheit am Teil. Soweit man was erkennen kann. Chiffonbluse 142 hat alle Elemente, mein persönlicher „Liebling“ zu werden… Die Schulternähte hängen auf dem halben Oberarm, die Ärmel wirken dadurch einfach zu lang (im Sinne von „paßt nicht“) und die kleinen Taschen genau über den Brustwarzen sind sowohl von der Größe als auch von der Plazierung her unproportioniert. Spenzer mit Smokinghose ist ein Stil, der mir noch an niemanden gefallen hat, egal welchen Geschlechts und welcher Figur. Den Hotelpagenlook überlassen wir doch besser Spirou. Und eine formlose Sacktunika die dafür auf der Hüfte unschöne Querfalten wirft muß ich auch nicht haben. Bluse 141 ist zumindest grafisch interessant, aber da würde ich doch gerne auch mal eine Frontalansicht sehen, um zu entscheiden, wie das am Model aussieht. Und bei dem MAxikleid 144 frage ich mich, warum das Model es an einer Seite so krampfhaft zwischen zwei Fingern festklammert…? Was will diese Geste wohl verstecken? Immerhin der Bleistiftrock mit Wickeloptik 145 geht als ganz nett durch. Von welchem Teil der Herrenmode der wohl inspiriert ist…?

Bei den Kindern hießt es diesmal „ready to Rock“ Gr. 134 – 159 spricht diesmal ja wieder etwas ältere Kinder an, aber die Aufmachung von Minikleid 153 finde ich definitiv zu sexy für ein Kind. Gleiches gilt für die großzügig rückenfreie Knotung von Shirt 150. Gefällt mir an sich gut, aber ein Teeny sollte die Trägerin dann doch sein. Besser kommen die Jungs weg, denn mit Jeans, Jeanshemd und Raglan Shirt hat man ordentliche Basisteile. (Und die „I am not cute“ Aufschrift kann man ja weglassen. Falls der geplante Träger sie nicht witzig findet. Was ich beinahe erwarten würde.)

Unter „Frisch vom Laufsteg“ stellt Burda seine eigenen Modelle den Laufstegtrends gegenüber. Bikeracke ist kein neuer Trend mehr, Spitze eigentlich auch nicht. Und beim Spitzenkleid fällt das Burdamodell einfach gegenpber den anderen gezeigten Modellen deutlich ab. Andere Liga.

Absolut atemberaubend ist hingegen die Siegerrobe des Wettbewerbs (Thema „Oscar-Robe“). Allerdings ist sie nur als Zeichnung verfügbar und Papier und Stift vermögen Illusionen zu schaffen, die in Stoff nicht möglich sind. Müßte man also erst mal genäht sehen…

Das Deko-Thema ist, wie überraschend, Ostern. Ostergrüße aus Buchstabennudeln auf Eier kleben ist ja ganz lustig. Der gehäkelte Hase hingegen kann mich nicht wirklich begeistern. Sieht einfach zu schäbig aus. Ein Nähset in Eierform ist ein typischer Fall für ein niedliches Geschenk. Nur hat man es dann das ganze Jahr rumliegen. Denn wer braucht ein Nähset nur für die Ostertage? Der Osterhasenbeutel erinnert mich ein wenig zu sehr an die Sammeltüten von Halloween. Das paßt nicht zu Ostern, Hasenohren hin oder her.   Und dann noch genähte Riesenkarotten… nun gut.

Die „news“ liefern wie immer Shoppingtips, aber diesmal sind ein paar Reizvolle sachen dabei, das Oberthem ist Recycling. Knöpfe aus zusammgeschmolzenen PET Flaschen sollte man aber selber machen können…

Die Modelle der Leserinnen sind diesmal alle blau… wie nicht selten gefällt mir so manches Modell besser, als in der Originalversion, zum Beispiel das Kleid von Ulia Stativa. Und auch daß immerhin einzelne Leserinnen nicht Model-Maße haben. 🙂

Kunterbunt wird es beim Patchwork-Thema. Die Sache mit den Hexagons erscheint mir auch für einen echte Restequilt geeignet. (Ich kann mich ja nach wie vor nur schwer mit dem Gedanken anfreunden, extra Stoffe für etwas zu kaufen, das eigentlich als Resteverwertung erfunden wurde…) Ob man nach dem bißchen Anleitung jedoch die Nähte sauber und flach hinbekommt? Bin ja keine Spezialistin für Patchwork…

Bei der „Warenkunde“ werden Bügeleisen und Bügelstationen gezeigt und immerhin jedem fünf oder sechs Zeilen gewidmet. Da sind mir doch unsere ausführlichen Tests auf der hobbyschneiderin24.net lieber. 🙂

Der Atelierbesuch führt diesmal nach Mulhouse, wo der Motivdruck eine lange Tradition hat. Die Tapeten von Zuber passen nicht zu meinem Einsrichtungsstil, aber beeindruckend sind sie trotzdem Die grafischen Muster von Alexander Poulaillon finde ich dann doch „nutzbarer“. (Ich wette trotzdem, daß niemand von der Redaktion im Elsaß war, sondern daß die Artikel aus Pressematerial zusammengestückelt wurden. Es sei denn, der eine oder Angestellte hätte beim Burdabesuch die gleichen Klamotten getragen wie an dem Tag, an dem die Bilder für die eigene Webseite aufgenommen wurden…)

Tja… und dann sind wir schon durch. Interessant angerichtet wurde noch der „Stoff des Monats“. Wenn schon der Stoff nicht aufregend ist, ist wenigstens das Bild gut.

Aber halt… da war doch was… gab es nicht im letzten Monat ganz neu das Modelexikon mit dem Buchstaben A? Tja… Burda schafft es doch immer wieder, meine Erwartungen zu unterbieten. Offensichtlich ist dieses „Lexikon“ schon nach dem ersten Buchstaben zu Ende. Das dürfte ein Rekord sein…

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen und die Rechte dafür liegen natürlich beim Burda Verlag.)

3/8 Grannies

3/8 of Grannies

Und schon wieder gibt es Neuigkeiten von meinem Häkelwerk. Ich habe nämlich mehr als 3/8 der Hexagons gehäkelt, also 158 Stück um genau zu sein.

Again news from my granny hexagons. I’ve more than 3/8 of the total number, 158 to be precise.

In dem Tempo wäre ich glatt im Oktober 2014 mit Häkeln fertig. Mal sehen, ob ich diese Rate beibehalten kann…

If I could go on at that speed crocheting would be done october 2014. Let’s see…

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