Was macht Karl Lagerfeld….

What does Karl Lagerfeld do…

… am Samstag Nachmittag?

… on a Saturday Afternoon?

Er geht zu Colette in Paris und kauft sich eine Armbanduhr.

He goes to Colette in Paris and buys himself a wrist watch.

(Okay, ob er damit zur Kasse ist habe ich nicht gesehen, aber er hat sich eine aus der Vitrine zeigen lassen.)

(All right, I did not wait to see if he finally went to the cash desk with it. But he had one taken out of the vitrine to be shown to him.)

(Und nein, obwohl ich meine Kamera dabei hatte, habe ich kein Photo gemacht. Denn auch wenn es möglicherweise eine sorgfältig geplante Inszentierung war, halte ich nichts davon, Leuten ungefragt eine Kameralinse unter die Nase zu halten. Und der wirklich lustige Teil war eigentlich die Schar von Leuten, die ihm hinterherzogen um zu gucken, ob es wirklich Karl der Große ist…. 😛 )

(And no, even though I had my camera with me I did not take a picture. It might well have been a planned show, but it is not my style to shove people my camera lenses into their faces. And the really funny part was the train of people that came after him to see if it was really him… 😛 )

Millimeterarbeit

Precision Job

Exakter ZuschnittManchmal ist exaktes Arbeiten auch bei „niederen“ Werken wie einem Nachthemd gefragt.

Sometimes precicion jobs are needed even for pathetic garments like sleep wear.

Wenn man nämlich einen Stoff verweden will, der eigentlich zu wenig ist….

Because if you absolutely want to use a fabric that is not enough. Basically…

Original und Fälschung

Original and Fake

Alte Nähmaschinen zum Rumstehen und Einstauben sind ja nicht so mein Fall, „Klassiker“ die noch laufen hingegen schon. Und so angelte ich mir vor etlichen Jahren eine Elna 1 in einem nicht sehr guten Zustand und ohne Kabel auf einem Pariser Flohmarkt. Dafür für wenig Geld.

Antique sewing machines standing around as decoration and to collect dust are not what I like. „Classique“ models that still work much more. So several years ago I’ve found an Elna 1 in a not very good state and without cable on a Paris flea market. Very cheap.

Und tatsächlich bekam sie mein Stamm-Mechanikus mit etwas Experimentierfreude wieder zum Laufen. Schöner wird sie davon nicht, aber sie funktioniert. Nur der Garnrollenhalter war gebrochen.

And indeed, my trusted mechanikus tried some things and made it working again. She will never be a beauty, but she’s working. Only the thread spool holder was broken.

Garnrollenhalter ElnaHier jemanden zu finden, der einen neuen gießen kann war relativ einfach. Da kenne ich nämlich jemanden… hat zwar nach wie vor keine Webseite, aber falls jemand auch dieses Teil braucht, gebe ich die Kontaktdaten gerne weiter.

Finding somebody who could make a new one was not the hardest part. I know somebody who can…. he does not have a website, but if someone needs that part also I can pass on the contact data.

Nein, der wirklich schwierige Teil war, jemanden zu finden, der eine alte Elna 1 hat, an der genau dieses Teil noch intakt ist. Und der willens ist, das mal auszuleihen. Das hat einige Jahre gedauert.

Garnrollenhalter Elna 1No, the really difficult part was, to find somebody who owns and old Elna 1 where this part is not broken yet. And who is willing to part with this piece for some days. That took several years.

Aber jetzt habe ich mein Ersatzteil und das grüne Original kann zurück. Und für alle, die das Ersatzteil auch brauchen… es gibt jetzt eine Form dafür. 🙂

But know I have my shiny „fake“ part and the green original can go back. And for others who might need that spare part also… there exists a mould now for more. 🙂

Amphorensocke

Amphora Sock

SockeHier habe ich noch mal mit dem Stitch Surfer Prinzip gespielt. Die Idee war die Form einer alten Amphore, die sich bauchig nach außen wölbt und wieder tailliert. Natürlich nach einem Zufallsprinzip.

I’ve played again with the stitch surfer principle. The idea was an antique amphora that curves out and in. For me at random, of course.

Also habe ich nach dem Anschlag angefangen nach außen zu gehen für zwei Farbrapporte lang und dann wieder nach innen, auch für zwei Farbrapporte. Und so weiter. (Garn war wieder das Sockengarn „Anika“ von Crelando/ Lidl).

So I started with curving out for two color repeats on the yarn, then going in, again for two color repeats. (Yarn was again the sock yarn „Anika“ by Crelando/ Lidl).

SockenFaszinierenderweise hat sich das auf den beiden Socken völlig unterschiedlich entwickelt… Bei der einen Socke spielen sich die Kurven am Rand und fast auf der Sohle ab, bei der anderen verengt es sich mehrfach auf einen schmalen Steg. Die ersten beiden Farbrapporte scheinen die Richtung dauerhaft vorzugeben. (Was nicht ganz überraschend ist, aber das es so extrem sein würde, darauf war ich nicht ganz gefasst. Aber ich mag es ja asymmetrisch.)

It is fascinating that the waving develops so differently on the two socks… One sock has the curves mostly on the sides of the foot or even on the back, the other one converges to the minimum twice. So the first two color repeats seem to be important for the development of the rest of the sock. (That is not completly surprising, but I had not thought it would be that extreme. But I like it asymetrical.)

Jetzt sind noch gut 50g von dem gestreiften und ca 20g von dem rosa Garn übrig. Das sollte noch ein drittes paar Socken geben…

Now remain a bit more than 50g of the stripeing yarn and about 20g of the pink. That should make a third pair of socks…

Kaffeetüte…

Coffee Bag

KaffeesackNoch so ein schnelles, kleines Projekt…

Another of those quick and small projects…

Mit dem „Direkt-Freunde-Express“ bekam ich mal wieder sehr leckere Kaffee Bohnen aus Indien. Sorte „Mysore Nuggets“. Einen Teil davon habe ich weiterverschenkt und dazu gab es ein schmuckes Säckchen aus Stoffresten. (Schrift frei gestickt mit Valdani Verlaufsgarn.)

Our „comes-by-friends-express“ delivered some very tasty coffee beans from India. Typ „Mysore Nuggets“. A part of them was turned into a gift and I could use up some remnants by making this little coffee (gift) bag. (The writing was done with free machine embroidery and I used variegated thread from Valdani.)

Threads Number 169, High-Octane Clutch (Handtasche)

(The English review is on Patternreview.)

ClutchIn der November 2013 Ausgabe der Threads war als „quick to make“ Projekt diese Clutch drin und die gefiel mir so gut, daß ich sie nacharbeiten wollte. Da ich mal wieder Reste verbraten haben und mich auch nicht so recht für eine Stoffcombination entscheiden konnte, wurden es am Ende vier.

Den Schnitt muß man sich nach einer Schemazeichnung zunächst selber erstellen. Es gibt getrennte Zeichnungen für Futter, für Außenmaterial und den „Fachtrenner“. Die Schemata sind klein und in Inch, was die Sache aber wirklich unnötig schwieriger macht ist, daß maximal drei Maße angegeben sind: Die Höhe, die Breite der Grundlinie, mit der man anfängt zu zeichnen und die Breite der breitesten Stelle. Das klingt zunächst ausreichend, aber die Form kurvt nach innen und man kann der Zeichnung entnehmen, daß sie schmaler wird, als das schmalste angegebene Maß, aber wie schmal genau kann man bei dem kleinen Maßstab eigentlich nur raten.

ClutchDamit meine Schnitteile halbwegs symmetrisch werden, habe ich dann das Papier erst mal so gefaltet wie die Tasche später auch und habe mir den Schnitt so zurechtgeschnitten. Den Fachtrenner habe ich dann gleich vom Futterschnitt rausgepaust. Im Nachhinein wäre es einfacher gewesen, den Schnitt für die Außentasche zu zeichnen und von dort ausgehend ein Teil mit den nötigen NZG für das Futter und davon wiederum ausgehend den Fachtrenner zu basteln.

Das hätte auch einen kleinen Fehler vermieden: Das Futter ist 1 1/4 inches länger als der Außenstoff. Dafür verwendet man als Einschlag für die Nahtzugabe 1/4 inch und soll dann den Außenstoff an die Kanten der eingschlagenen Nahtzugabe anlegen. Nur wird das Futter dadurch nur 1 inch „kürzer“ und es bleibt 1/4 inch übrig. Da diese Stelle später außen an der Tasche liegt und nur durch den aufgenähten Reißverschluss abgedeckt wird, muß man da ein wenig fummeln. Bzw. nachdem ich es merkte, habe ich die Nahtzugaben etwas weiter eingeklappt.

clutchDie Photoanleitung funktioniert so weit ganz gut. Nur die wirklich kniffelige Stelle, nämlich das Annähen des zweiten Reißverschlussbandes wird nicht gezeigt. Selbst aus Stoff ist die Tasche da schon recht steif und da sie nicht sehr groß ist, kann man auch nicht gut wenden und drin nähen. Da ist meine klare Empfehlung einen längeren Reißverschluss zu verwenden und hinterher abzuschneiden. (Was ich bei den meisten Taschen auch gemacht habe, schon weil ich keine in passender Länge hatte.)

ClutchAnsonsten ist die größte Schwierigkeit eigentlich, Reißverschlüsse in passenden Farben zu finden. Da der Reißverschluß als dekoratives Element aufgesetzt wird, geht die „wir nehmen irgendeine Farbe“ Taktik nicht und nahtverdeckte Reißverschlüsse (die mein Dealer in großer Farbauswahl führt) sind auch nicht das Mittel der Wahl…

Bei dem Handgelenksriemen habe ich mich in der Breite nach meinen D-Ringen bzw. Karabinerhaken orientiert und habe die Stoffe auch nicht verstärkt (kein Haushaltsband zur Hand…) sondern die meisten davon mit Webband oder Satinband außen sichtbar verstärkt. Teilweise habe ich auch die Reißverschlussenden mit kleinen Stücken Webband „versteckt“. Da ich die selber gekürzt hatte, sahen die am „Stopp“ natürlich nicht alle so schön aus.

Clutch in schwarz„Quick Project“ trifft so weit zu, zumindest wenn man den Schnitt mal gezeichnet hat. Allerdings vor allem deswegen, weil es halt ein Projekt mit wenig Feinheiten ist. Man könnte vermutlich das eine oder andere noch schneller machen, etwa die Nahtugabe am Futter nicht von Hand nähen, sondern mit einer Maschinenaht.

Das Nähen hat jedenfalls Spaß gemacht und man kann sehr gut mit unterschiedlichen Stoffen und Bändern spielen. Auch könnte man natürlich den Stoff noch anders gestalten, besticken, mit Webbändern betüddeln,…

Kann gut sein, daß ich den Schnitt noch mal mache. Von der Größe her paßt so was wie Handy, Geldbörse und Taschentücher gut rein. Oder ein Knäuel Sockenwolle samt Nadeln und Anleitung…

Stitch Surfer III

SockenVon dem Stitch Surfer kann ich ja die Nadeln immer noch nicht lassen.

I can’t let my needles off the Stitch Surfer pattern.

Diesmal habe ich noch unregelmäßigere Socken produziert.

This time my socks were even more irregular.

Ich habe hier die „Surfrichtung“ nicht parallel gewechselt, sondern versetzt. Sozusagen jeden Tag eine Richtung gewechselt. Dadurch ist auch die Verteilung von rosa und geringelt nicht gleichmäßig.

SockenThis time I changed the direction of „surfing“ not parallel, but one side at a time. Basically I changed direction for one of the „sides“ on one day and for the other side on the other day. So even the distribution of pink and self-stripeing is not regular.

Warum ich rosa genommen habe kann ich nicht sagen. Aber das Garn war da und mir war gerade ausgeprägt nach babyrosa. Ist das der Frühling?

I can’t say why I choose this color. Except it was there and I did feel like this. Is that because it was spring?

Socken Das Garn ist ein ganz billiges von Lidl, Ravelry kennt es als „Crelando Anika“. Normale Sockenqualität, fühlt sich aber schon beim Anfassen etwas rauh an (Socken und Handschuhe okay, Tuch oder Schal würde ich  nicht haben wollen) und nach dem ersten Tragen in Schuhen sind die Socken auch schon erkennbar „gestresst“. Also nicht gefilzt oder pillig, aber die Oberfläche erkennbar rauher als bei vielen teureren Garnen. Aber bei den Preis ist das nicht völlig überraschend und warm sind sie.

The yarn is a very cheap one from the Discounter Lidl. Ravelry lists it as „Crelando Anika“. It is the normal sock wool blend, but felt a bit rough from the beginning. (IMHO fine for socks or also mitts, but I would not like to have a scarf or shawl from it.) Also after having worn the socks within shoes for some hours I have to state, that the surface looks „stressed“. Not really felted or pilling, but you can see there are more stray fibers than I know that from more expensive brands. But for that price that does not come as a real surprise and the socks are warm.

 

Revue de Presse: Meine Nähmode 3/2014

Titel "Meine Nähmode"Diesmal lachte mich der Titel der Sommerausgabe von „Meine Nähmode“ ja ganz ausgesprochen an. Wirklich ein schönes Kleid, schöner Stoff, wäre auch in meinem Farbspektrum. (Größe vermutlich nicht…)

Editorial und Inhaltsverzeichnis halten sich kurz, luftige Sommermode, was sonst?

Kleid "Meine Nähmode"Ein Versprechen, daß auch die ersten Kleider gleich einlösen. Mir gefällt besonders der geschlitze Überrock, sommerlich frisch, aber gleichzeitig irgendwie elegant und angezogen. Ach so, das ist eine Kellerfalte… raffinierter Effekt mit den Paspeln, dann ist es auch nicht so warm wie zwei Röcke…

Die Hosen und Röcke danach sind Hüftbetont und somit eh nichts für mich, aber wem das steht… auch das sieht lässig aus, ohne schlampig zu wirken.

Oberteil 13 hat einen interessante Rückenausschnitt, allerdings entweder schlecht sitzende oder beim Nähen verdehnte Ausschnitte… Schade.

Nochmal diverse Röcke, Einfachbauweise (an eine Hüftpasse genäht), aber in durchaus unterschiedlich aussehenden Varianten.

Die nächsten Oberteile sind mir dann etwas zu… wie soll ich sagen, zipfelig fließend und wallend, daran habe ich mich einfach sattgesehen.

Die „Hobbyschneiderin“ erklärt was „verriegeln“ bedeutet, wobei man sich da wieder streiten kann, ob „verriegeln“ und „vernähen“ wirklich Synonyme sind… (Aber das geht bei Nähbegriffen ja meistens so.) Warum „Hobbyschneiderin“ in der Überschrift in Anführungszeichen gesetzt wird, weiß ich allerdings nicht. Ein Eigenname ist es nicht und sonst bedeutet so was ja eigentlich, daß jemand genau das nicht ist, was in den Anführungszeichen steht…? Rätselhaft….

Ein Augenschmaus dann noch mal das Titelkleid, Zusätzlich in einer langen Variante mit Neckholder und ein one-shoulder Abendkleid ist auch noch dabei. (Eine der wenigen Situationen, wo das wirklich gut aussieht.)

Nähanleitungen für Stirnbänder sind jetzt nicht so das, was ich brauche., Aber irgendwie muß man die Seiten voll bekommen und vermutlich kann man damit gut Jerseyreste aufbrauchen.

Bei den Kleidern „Moderner Ethno-Stil“ bin ich mir nicht ganz sicher. Der Rückenausschnitt von Modell 34 ist interessant, aber in der Gesamtheit steht oder fällt der Look wohl mit dem Styling.

Dann noch mal einfache Röcke mit Gummizug… (bis Größe 46/48, Anfänger dürfen also auch ein bißchen fülliger sein. 😮 )

Kleid "Meine Nähmode"Die kurze Version des „Große Größen“ Kleides wirkt etwas bieter, aber ich glaube, das liegt eher am Stoff. Der Schnitt hat Potential. Der Ausschnitt hat eine schöne Form und durch die Falten kann man da gut mit Stoffen spielen oder auch das Kleid anpassen. Und in lang seith es sowieso gut aus. Das zeigt ja der Titel schon.

Die „Ab in den Urlaub“ Shirts sind zwar einfach (und auch als „easy“ gekennzeichnet, aber mit netten Details, daß sie tatsächlich Lust machen, sie zu nähen. Größe käme ja hin, nur an der Zeit wird es scheitern, vor dem Urlaub ist noch einiges dringenderes zu nähen.

Dann noch mal Rücke, A Linie, diesmal ohne Gummizug und gut für größflächige Muster geeignet.

Die Tops mit dem Schößchen hingegen empfinde ich dann doch eher als altbacken. Ich weiß, daß Schößchen in sind, aber zumindest in der Kombination kommt der Look bei mir nicht an.

Top "Meine Nähmode"Zum Abschluss noch mal Tops. Der verschlungene Ausschnitt ist natürlich ein echter Hingucker…. das würde ich mir auch gerne nähen. Gut, daß ich dafür wohl erst Stoff kaufen müßte, das senkt die Verlockung doch etwas…

Fazit: Viele einfache Schnitte und ein paar Hingucker, damit kann man nähtechnisch leicht über den Sommer kommen.

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Ewiger Schnee…

Eternal Snow…

Mütze… ist auch in braun hübsch. (Das ist eines meiner kleinen Projekte, die in den letzten Wochen fertig wurden, die ich aber noch nicht genzeigt habe…)

… can be pretty in brown also. (One of my small projects I had finished over the last weeks but not managed to show…)

Neige Eternelle hat Laurene Bassart diese Mütze getauft. Und ich fand die Anleitung perfekt, um den großen Rest der „Garzato Fleece“ von Lana Grossa abzuarbeiten.

Laurene Bassart called this pattern Neige Eternelle. And I thought it was perfect to use up the quite large „remnant“ of my „Garzato Fleece“ by Lana Grossa.

Die Mütze wird mit verkürzten Reihen quer gestrickt und mit einer Naht geschlossen. Ein etwas ungewöhnliches Konzept, man bekommt so aber sehr einfach eine effektvolle Kopfbedeckung und der Zopf einmal rund um den Kopf gefällt mir wirklich gut.

The hat is knit with short rows and then closed with a seam. A bit unusual, but a very easy way for a very cute hat. And I like the braid running around the hat.

Da die Mütze verschenkt wird (der nächste Winter kommt bestimmt…) habe ich sie größer gestrickt als vorgesehen, sie ist aber elastische genug, um auch mir nicht über die Augen zu rutschen. Ich glaube… ich sollte mir selber auch eine stricken.

This hat will be a gift (there will be a next winter, I am pretty sure…) so I made it larger than the instructions said. But it has enough elasticity to keep on myl (smaller) head also. I think… I should one make for myself also…

 

Revue de Presse: fait main N° 388 (Mai 2014)

ZeitschriftentitelBei letzten Parisbesuch ist es mir auch gelungen, mal wieder eine „Fait Main“ zu erobern. (Was gar nicht so einfach ist, weil es zwar sehr viele Zeitschriftenkioske gibt, Nähzeitschriften aber bei den meisten nicht zum Standardrepertoire gehören.)

Da das Heft offensichtlich vor Ostern raus kam ist auch einiges an Osterthemen drin, die inzwischen ja nicht mehr so interessant sind. Das Editorial schlägt jedenfalls vor, im Mai zu machen „was man will“. Oder auf was man Lust hat. Oder wie auch immer man das übersetzen will. Thema ist jedenfalls sommerlich und dazu paßt diesen Frühjahr das Wetter ja im Großen und Ganzen.

Die Bücherschau verlockt mich nicht allzusehr. Zeigt aber gewisse auch in Deutschland im Trend liegende Themen, etwa wie man seine selbstgeschaffenen Werke gut verkaufen kann. Geschrieben immerhin mal nicht von irgendeiner Bloggerin, sondern von einer Absolventin einer renommierten Wirtschafts-Uni und einer Journalistin. Grundsätzlich nicht uninteressant auch das Prinzip „ein Schnitt – mehrere Variationen“ das in Form kleiner Bücher verkauft wird.

Dann wie Werbung… äh Produktvorstellung. Auch hier nicht interessant…

Kleid "fait main"Besser gefällt mir die erste Modestrecke, die mit mit Aqua-Tönen den Sommer begrüßt. Das Kleid ist zwar nichts für mich, weil es dafür zu wenige Abnäher hat, aber ein sommerliches und einfach zunähendes Kleid, was den Stoff auch gut zur Geltung bringt.

Aus dem gleichen Stoff gibt es dann einen sportlichen Rock mit großen Taschen und strukturierender Paspelierung und auch ein Oberteil mit asymmetrischen Falten am Ausschnitt. Für letzter gibt es dann freundlicherweise auch einen Bildernähkurs, so daß man sich das ggf auch an jedes passende Shirt „hinbauen“ kann. Die Tunika die bis Größe „Plus XL“ drin ist ist mir hingegen ein wenig zu brav.

Wer nicht selber nähen will, findet dann zwei Seiten Kaufmode in ähnlichen Farbtönen Auch wenn ich nicht auf Werbung stehe… da sind glautt auch zwei, drei Teile mit interessanten Schnittdetails bzw. Stoffen dabei….

Auch eine kurzärmelige Strickjacke mit vermutlich großen Fallmaschen? gibt es.

Süß der Strickpulli in natur mit Streifen in verschiedenen Blautönen. Eine Variation eines französischen Sommerklassikers, Mädchentauglich mit Pailletten. (Für 4-8 Jahre.)

Ein ausführlicher Ausstellungsbericht gibt einen Einblick, wasman aus Muscheln so alles machen kann. Wer hätte gedacht, daß es ein Musum für Perlmutt und Einlegearbeiten gibt?

Modisch geht es dann zart und pastellig weiter. Short und Blazer in pastellig-verwaschenem Blumenmuster, dazu eine zarte, weiße Bluse. Wäre jetzt nicht für mich, gefällt mir aber als Sommertrend für Mädels mit schlanken Beinen.

Dann wieder diverse Produktvorstellungen, immerhin rund ums Kreative.

Top und Hose "Fait Main"Anschließend preist man die Bequemlichkeit des Jerseys. gut, daß Jersey bequem ist wissen wir, aber hier sieht er auch noch ausgesprochen gut aus. Das erste Mal, daß ich eine Jerseyhose sehe, mit der ich auch auf die Straße gehen würde. Und… was das beste ist, ich könnte auch! Die Schnitte gibt es nämlich bis „Plus XL“ was laut Tabelle Größe 54/56 entspricht. 🙂

Doch auch die weiteren Plus-Modelle sind interessant, hier gibt es nämlich eine Umsetzung des derzeit beliebten Typs „Knotenshirt“. Perfekt wäre es, wenn man auf den Photos was davon erkennen könnte. Schwarz auf schwarz ist da nicht so hilfreich. Zum Ausgleich gibt es dann aber einen Bilderkurs für das Detail und da ist der Stoff weiß.

Mit einfachen Stücken geht es weiter, eine Variante des beliebten Ärmelschals sowie ein Jerseykleid mit Ponchoartigem Oberteil. Auch hier wieder bis „Plus XL“.

Danach ein Veranstaltungshinweis für ein Kreativevent, ebenfalls ausführlich genug um Lust zu machen.

Weniger begeistert mich die Strickjacke in Rosa-tönen. Zwar ist der Farbverlauf schön, aber im Ganzen wirkt das einfach zu bieder.

Die Umsetzung von Laufstegmodellen darf inzwischen wohl nirgendwo mehr fehlen. Auf den ersten Blick fand ich das Jerseykleid mit Kapuze grauenhaft, aber je länger ich es vor Augen habe, desto witziger finde ich den Stil, der den Trainingsanzug weiblich umsetzt. Hm.. auch das bis Plus XL… Vielleicht mal testweise als Nachthemd? Mit Kapuze aber wohl doch eher unbequem. Mal drüber nachdenken. Als ärmelloses Shirt jedenfalls definitiv schön. Und hier aus Popeline, also auch aus nicht dehnbarem Stoff. Allerdings nicht mehr in meiner Größe…

Und wieder ein Veranstaltungshinweis. Gibt es in Frankreich so viel mehr oder wird einfach besser darüber berichtet?

Pulli "Fait Main"Dann findet mein Strickerinnen-Auge mal wieder was interessantes. Ein Haufen Löcher mit ein bißchen stabilem Zopf drin. gefällt mir gut als Sommerpullover. Am Schnitt müßte man was machen, besonders an den Ärmeln und das Garn ist etwas arg dick… aber der Gedanken ist ausbaubar.

Recht süß auch die Tragetasche fürs Lieblingsstofftier. Die kommt nämlich als Haus daher. Bestimmt auch toll für Kinder, die viel reisen, weil der kleine Liebling immer gut aufgehoben ist.

Dann gibt es noch Rock und Oberteil für 2-8 jährige. Ähnliche Schnitte habe ich glaube ich in ottobre schon gesehen, allerdings für Damen. An Kindern sind die Proportionen doch besser aufgehoben.

Weniger begeistern kann mich das Häkelkleid für 6-24 Monate. Irgendwie empfinde ich die Form als nicht passen für ein so kleines Kind. Betontes Büstenteil… irgendwie „falsch“.

Die Osterdeko lockt mich natürlich auch nicht, ich hatte das Heft ja erst nach dem Fest. Andererseits… Eier mit alten Zeitungspapier bekleben und dann noch Borte und edlen Knopf drauf… voll im „shabby“ trend und toll, um einzelne Knöpfe und letzte Stücke Borte aufzubrauchen. Und diese Häschen aus Sackleinen… doch ganz reizend. Vielleicht erinnere ich mich nächstes Jahr dann rechtzeitig dran, daß ich dieses Heft habe. :o)

Eine Ausstellung über chinesische Kunst, wohl nicht nur aber auch Textilien. In Paris. Mal sehen, wie bei meinem nächsten Besuch das Wetter ist…

Ausführlich wird dann der französische Nadelhersteller „Bohin“ vorgestellt. Noch eine Firma, die es schafft, in Frankreich zu produzieren. Und ihre Fabrik offensichtlich teilweise zum lebenden Museum umgebaut hat. Wäre spannend, aber ich fürchte, wenn ich meinen Mann das als Urlaubsregion vorschlage, riecht er den Braten… da tröstet die ausführliche Reportage mit den vielen Photos wenigstens etwas.

Fazit: Diesmal gefällt mir das Heft wieder richtig gut und etliche Sachen in meiner Größe würde ich sogar gerne umsetzen, wenn ich die Zeit dafür hätte. Mal sehen, ob ich die nächste Ausgabe auch wieder erwische.

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte dafür liegen selbstverständlich beim Verlag.)