Rührei auf Toast, eine Häkelanleitung

HäkeltopflappenDen Topflappen hattee ich ja Ende Mail 2016 schon gezeigt, aber jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen, die Anleitung dafür aufzuschreiben.

Und hier ist die Anleitung zum Download: Rührei auf Toast.

Kann man natürlich auch in anderen Farben häkeln. Der Topflappen selber bewährt sich immer noch in meiner Küche.

(This time sorry for my non German speaking readers. It’s a pattern for a crocheted pot holder which will not be available in English. I am too confused with BE and AE crochet terms to write a patten in a consistent terminology.)

 

Durchreibschutz an Hosen ohne Bügeleinlage

Protecting pants against wear without using interfacing

Ich habe bei Hosen ja immer ein Problem: Zwischen den Beinen scheuern sie sich bei mir schnell durch. Zu einem Zeitpunkt, wo der Rest der Hose noch top aussieht. Deswegen habe ich auch mehr Erfahrung mit Stopfen und Flicken von diesem Bereich, als mir lieb ist… und ich versuche, diesen Moment etwas herauszuzögern. Meine bewährte Technik besteht darin, auf den Zwickelbereich der Hinterhose G785 aufzubügeln. Das ist weich genug, um für keine seltsam steifen Stellen zu sorgen und hält die Fasern doch eine Weile zusammen. Die Technik hat allerdings auch Nachteile: Scheuerfest ist G785 nicht, besonders in ungefütterten Hosen hält das nicht lange und fühlt sich auch nicht so toll
auf der Haut an. Aber gut… man kann nicht alles haben.

There is one problem I am having with all kind of pants, slacks, trousers: Between the legs the fabric wears through in no time. At a moment when the rest of the garment still looks great. So I have more experience with repairing and darning that part of pants than I’d like to have… and I try to make this moment come as late as possible. My standard technique is ironing a piece of G785 on the back pants at the most endangered position. It’s soft enough not to create strange stiff shapes yet keeps the fibers together for a while. though there are disadvantages: G785 is not very resistant against rubbing so especially in unlined pants it does not last long. And doesn’t feel to great on the skin. But… well… to live means to make compromises.

Ein weiterer Nachteil kam aber kürzlich zum Tragen: Zum Aufbügeln braucht man Dampf. Meine Bügelstation heizt zwar noch, sowohl Eisen als auch Brett, nur der Kessel hat es hinter sich. Da dampft nichts mehr. Und mein Stoff ist ein Viscose-Polyestergemisch mit Elasthan, das hält erfahrungsgemäß besonders kurz.

Yet another disadvantage appeared recently: You need a steam iron to apply it. My ironing station does still heat nicely the iron, but no longer the steam unit. Steam over. And my fabric is a viscose-poly-elasthane blend, a combination that normally lasts only for a very short time.

Deswegen mußte ich mir was anderes einfallen lassen und das zeige ich heute.

Though I had to come up with something else, what I will show you today.

Futterstoff auf HosenzwickelZunächst habe ich aus einem Rest Futterstoff (Venezia) einen breiten Streifen im Schrägfadenlauf zugeschnitten. Ich brauchte wenigstens 25cm länge, als Breite habe ich einfach 15cm genommen. So breit ist mein Patchworklineal.  Der Streifen wird auf die linke Seite der Hinterhose genäht, Ungefähr da, wo ich sonst bei Reparaturen den neuen Stoff ansetze.

First I’ve picket some remnants of lining fabric (Venezia) and cut a wide stripe on the true bias. I needed it at least 25cm long and cut it 15 cm wide. That’s the width of my omnigrid ruler. The piece of fabric is sewn to the left side of the back pants. Guessing the line where I usually have to cut the fabric for repairing the pants.

Futterstreifen über Hosenzwickel geklapptDann wird die Naht flachgebügelt und der Futterstreifen über den Zwickelteil der Hose geklappt. Links im Bild die linke Stoffseite, rechts die rechte Stoffseite. (Bild anklicken bringt eine größere Version…)

Now pressing the seam flat and then fold the lining fabric over to the gusset part of the pants. Left picture is the left side of fabric, right picture the right side. (Click on the pic to get the bigger version…)

Futterstoff unsichtbar angenähtDamit sich die Stofflagen nicht so sehr gegeneinander verschieben (was die Reibung nur vergrößert) habe ich in 5cm Abstand zur Naht den Futterstoff noch mal unsichtbar aufstaffiert. Das ist etwas mühsam, weil man bei jedem Stich gucken muß, ob die Nadel wirklich nicht zu sehen ist, aber es sind nur wenige Stiche, also zu verkraften.

To prevent the two layers of fabric from shifting (which is just another form of rubbing) I’ve sewn a line of handstitches, invisible from the right side. That’s a bit tedious because I had to check for each stitch that the needle did not show on the right side before pulling the needle through. But it were only a few stitches, so it was doable.

An der Spitze habe ich den Futterstoff dann einfach mit einigen Stichen auf der Nathzugabe festgeheftet (Die bleiben dann auch drin.) und danach den überschüssigen Futterstoff abgeschnitten. Auf der rechten Seite sieht man nur die Steppnaht, die bei der getragenen Hose aber zwischen den Beinen verschwindet.

I also basted the corner of the gusset part to the lining fabric. On the seam allowance, so I won’t have to take out the stitches later. And the I cut of the rest of the lining fabric. On the right side only one line of stitching is visible, but not when worn, because that part is between the legs.

Die Hose wird dann ganz normal fertig genäht. Wie gut es hält werden die nächsten Monate zeigen.

Then the pants get sewn normally. If the technique  is a success I’ll know in a few months.

Fast and Fabulous Purse II

Clutch in rot
Diese Clutch wollte ich ja mit einer anderen Einlage noch mal nähen und der Stoffrest vom Sofa ist auch dazu nicht schlecht. Nur für das seitliche Faltenteil ist er etwas störrisch, aber es stört nicht wirklich.  Als Futter habe ich diesmal einen Rest Venezia genommen. Der Knopf ist nur aufgesetzt und dient der Dekoration. Könnte von Jim Knopf sein. Ich war selber überrascht, daß der so gut passt, obwohl er eine andere Farbe hat. Wenn man genau hinschaut sieht man dann aber, daß er im Hintergrund feine Linien in genau dem passenden Rotton hat.

I had wanted to sew this clutch with a different interfacing. And a remnant from my new sofa cover wasn’t bad for that. Just a bit stiff for the folds in the side part. But it holds well enough. As lining I picked this time a Venezia remnant. The big button (by Jim Knopf, I think) has no function. I was a bit surprised that it looked so nice even thought the color was completely different. But when I was looking closely I detected that there are fine lines in the background of the main motives that have exactley they same red as the fabric.

transparenter DruckknopfAls Verschluss dient dieser stabile transparente Druckknopf, den ich bei Plissee Becker gefunden habe.

Closure is this stabile transparent plastic snap that I found at Plissee Becker.

Der Hauptunterschied ist aber, daß ich inzwischen die Einlage bekommen habe, die die Anleitung im Original verwendet, In-R-Form von dem amerikanschen Hersteller Bosal. In der beidseitig klebenden Version. Ich hatte etwas Probleme, es auf der Außenseite und auf der Futterseite schön aufzubügeln, Mit Dampf und Druck ist weniger optimal. Ich habe inzwischen rausgefunden, daß es anders besser gegangen wäre. Aber das war der erste Versuch…

The main difference is that I got meanwhile the interfacing that was described in the instructions. It’s Bosal In-R-Form in the version that can be ironed on both sides. I had some problems to have it looking nice on the outside and on the inside. Steam and pressure is not the good thing to do. Meanwhile I’ve found out how to do it better… but that was the first trial.

Mit der Bosal Einlage wird die Tasche etwas weniger fest als mit dem Decovil. Aber auch stabil genug, um die üblichen Kleinigkeiten aufzunehmen. Ich würde sagen, als eigenständige Clutch ist das Decovil besser geeignet, wenn man sie eher als kleinere Tasche in einer großen haben will, dann ist das leichtere und etwas weichere In-R-Form besser.

Using the Bosal interfacing the purse is a little less strong then with Decovil. But stil stabile enough to keep all the little things one carries in a small purse. I would say if you want a stand alone clutch Decovil is the better choice. If you want it as a purse or to separate your important belongings in a big tote then the In-R-Form is the better choice, since it makes the purse more flexible and weights less.

Threads Number 178, Fast & Fabulous Purse

(The English review is on Pattern Review)

Clutches sind ja wegen des fehlenden Schulterriemens etwas unpraktisch, aber sie sehen so elegant aus. Und als dieses Modell letztes Jahr in der Mai-Ausgabe der Threads war, war klar, daß ich die bei den nächsten Stoffresten ausprobieren würde.

pinke ClutchEmpfohlen wird das Modell ja an sich für dünne Stoffe, aber von meiner Jacke war das grob gewebte Leinen der Belege übrig und für die Innenseite habe ich die dünne, feste Baumwolle genommen, mit der ich die Jacke unterlegt hatte. Und das Ergebnis gefällt mir schon mal gut.

Zunächst hatte ich allerdings ein Problem, die empfohlene Einlage „In-R-Form“ von Bosal gibt es in Deutschland noch nicht. Oder nicht, als ich die Tasche vor einigen Wochen genäht habe. Inzwischen habe ich da was zum Testen hier. Also klar, daß die nächste Tasche mit der empfohlenen Einlage genäht wird. Für diese Tasche habe ich Decovil von Freudenberg genommen. Wie man sieht, funktioniert sie auch.

Für die Anleitung gibt es einen Schemaschnitt, der ließ sich diesmal einfach zeichnen. Ich habe gleich ein Maßband mit Zollskala genommen und mir daher das Umrechnen erspart.

Die Anleitung geht Schritt für Schritt vor, auf den zweiten Blick jedoch funktioniert das nicht ganz so gut, wie es scheint. So wird erst erklärt, wie man die Einlage einbringt und festbügelt und der nächste Schritt erklärt dann, daß man aber bitte vorher die Falten des Zwickels hätte feststeppen sollen. Im Übrigen konnte ich auch die Falten nicht so einbügeln, wie auf dem Photo, sondern genau anders herum, sonst hätten sich die Falten nicht nach Innen, sondern nach Außen gelegt. Was blöd aussähe. Und ich natürlich erst merkte, nachdem ich sie schon abgesteppt hatte.

enpu1603Etwas obskur finde ich auch die Idee, einfach Löcher in den seitlichen Ausfaltteil zu machen, die gar nicht versäubert werden. Hier sollen kleine Verlängerer für Schmuck durchgezogen werden, um die Tasche zwar öffnen zu können, sie aber nicht völlig auseinanderfallen zu lassen. Es war ein Wochenendprojekt, solche Verlängerer hatte ich nicht da. Außerdem fand ich bei meinem stark ausfransenden Stoff die Idee unversäuberter Löcher extrem schlecht. Ich habe einfach einen doppelten Faden Alterfil durchgezogen und zwischen jeder Falte drei Roccailles aufgefädelt. Da mir nicht klar war, ob man das am Ende aufmachen können muß, habe ich das Ende mit einem normalen Verschlusshaken für Ketten (so was hatte ich da) versehen und auf der anderen Seite eine Garnöse genäht. Damit man es aushaken und die Tasche weiter öffnen kann. Das mit das Aushaken wäre aber nicht nötig gewesen. Man will so eine Clutch ja nicht megavollpacken.

enpu1602Als Verschluss habe ich einfach am Ende einen großen Druckknopf aufgenäht, den ich vorher mit Futterstoff in pink überzogen hatte. Magnetverschlüsse hatte ich nicht da.

Die Tasche ist toll und hat auch (mit 11“ Länge) ein gutes Format. Es passen Handy, Geldbeutel, Taschentuch und andere wirklich nötige Teile rein. Danach kann man sie dann entweder so mit ins Theater oder ins Restaurant nehmen oder man legt sie in eine Riesenhandtasche und findet so die wichtigen Kleinteile auf einen Griff wieder.

Die Anleitung ist leider nicht so ganz fehlerlos, aber mit etwas gesundem Nähverstand kann man die Probleme lösen. Dann geht sie auch fix zu nähen und man kann etwas größere Stoffreste gut in Szene setzen. Die nächste ist schon geplant, dann mit der „Originaleinlage“. 🙂

Herz und Sohle Socken, die Anleitung

Heart and Sole Socks, the pattern

Socke Die Anleitung für diese Socken zu schreiben dauerte wohl annähernd so lange, wie sie zu stricken…

To write the pattern for these socks took nearly as long as knitting them…

Aber jetzt ist es so weit: Anleitung für die Herz und Sohle-Socken. Wie immer gratis zu privatem und nicht komerziellem Gebrauch. Wenn ihr die Anleitung weitergeben wollt, dann bitte als Link auf diesen Blog. Danke schön.

But now I’ve done ist: Pattern for Heart and Sole Socks in English. Like always free for private and non commercial use. If you want to pass on the pattern, please do so as a link on this blog. Thank you.

(Und falls jemand das Muster ausprobiert freue ich mich natürlich auch über Rückmeldungen.)

(And if somebody knits the pattern I am always happy to hear about it.)

Clog-Socke, die Anleitung

Clog Socke Die Füßlinge für Clogs habe ich ja schon hier gezeigt.

Und jetzt ist auch die Anleitung dazu fertig, ganz einfach, für einen Rest Lace Garn. Etwa 5g/50m habe ich gebraucht.

Hier die Anleitung zum Download: Clog-socke.

I’ve already shown the clog socks here.

Now the pattern is done, very easy, takes only a remnant of lace yarn. It took me about 5g/50m.

Here is the pattern in English for download: clogsock.

Wie immer ist die Anleitung gratis und zum persönlichen, nicht kommerziellen Gebrauch. Alles andere nur nach vorheriger Genehmigung. Copyright natürlich auch bei mir.

As always the patter is free for personal, non commercial use. Anything else requires my permission beforehand. Copyright is mine, of course.

Ergänzung Januar 2017: Ich wurde auf einen Fehler in der Anleitung hingewiesen und habe sie korrigiert.

January 2017: A knitter on ravelry found some mistakes, I’ve uploaded a corrected version of the pattern.

Kamel durchs Nadelöhr oder die Kordel durch die Glasperle

Camel through the eye of a needle or stringing a glass bead on a soft cord

Also ich die Sashiko Pinselrollen genäht habe, hatte ich mir als Verschluss ja Kordel mit Glasperlen gedacht. Ich hatte schöne, große rote Glasperlen und eine schwarze Kordel. Und der Durchmesser der Kordel paßte an sich auch zum Loch in der Perle. Aber mehr auch nicht. Sprich sie mit einer Nadel durchziehen funktionierte nicht. Auch mit einer Fadenschlinge ging nichts. Die Kordel paßt einfach genau durchs Loch, doppelt gelegt… keine Chance. Einfach durchfädeln ging auch nicht, denn dazu war sie zu weich und zerfaserte. Mit Tesa verstärkt war es schon wieder zu dick….

When I made the sashiko brush case I wanted cord an big glass beads for a closure. I had beautiful red glass beads and blackcord, exactely the size of the how in the bead. But not any larger. So I could not use a needle to pull the cord through. Neither using the trick to make asling from fine thread and use that to pull the cord through. Also the cord was to soft and to fraying to push it. Stiffening with some tape made it to thick again…

Loch vergrößernAber ich bin ja mindestens so stur wie eine Glasperle hart…

But I am as stubborn as a glass bead is hard…

Zunächst einmal habe ich mich dran gemacht, das Loch zu vergrößern. Nein, nicht mit dem Bohrer. (Ich hatte keinen passenden, sonst wäre das auch eine Option gewesen…) Ich habe erst mal das Bohrloch gründlich sabuer gemacht. Mit dickem Faden und dann mit der Interdentalbürste und Wasser. Das war schon mal ziemlich effizient.

First I made the hole in the bead larger. No, not by drilling. (I didn’t have a fitting drill, elseway that would have been an option, too…) But I cleaned the hole, it was still filed with „glass dust“ from the original drilling. First I pulled a thicker knitting yarn through it several times and then I used an interdental brush and water. That was very efficient.

Jetzt mußte mein Kordelende einerseits fest zusammengehalten werden und gleichzeitig brauchte ich „Griffe“ um es durch zu ziehen.

Now I had to keep the end of my cord firmly togehter and I needed a kind of a „handle“ to pull it through.

Und das einzige das dazu nötig war, war stabiles Nähgarn, in meinem Fall AlterfilS. Ich habe eine Fadenschlinge durch das Ende genäht, dann das Kordelende ganz fest mit Schlingstich umnäht und dann noch eine zweite Fadenschlinge durchgenäht, damit ich die Kordel gerade durchziehen kann und sie sich nicht schräg stellt und verkantet.

All I finally needed was a good polyester sewing thread. (AlterfilS in my case.) I sewed a thread loop to the end of my cord. Then I stitched the end tight and fray free with dense feston or buttonhole stitches. Then I added a second loop, so the cord would glide really stright through the bead and will not tilt or twist inside.

Das war ein wenig Aufwand… aber ich habe gewonnen und die Perle kam auf die Kordel. Und das ist es doch, was zählt, oder?

Okay, that was a bit of work… but I won and the bead was strung on the cord finally. And that’s what counts, isn’t it?

Spitze, aber Zackzack!

Lace, and make it quick!

Wir wissen alle, daß schnelles Nähen nicht meine Spezialität ist, aber manchmal geht es doch. Wenn es muß.

We all know that fast sewing is not what I am an expert in, but sometimes I can. If I have to.

SpitzenrockSpitze ist ja dieses Jahr wieder ein heißes Modethema und da ich vor einiger Zeit auf eine Vernissage eingeladen war, hatte ich Lust, mir dafür einen Spitzenrock zu nähen. Ich habe nämlich seit 2008 einen großen Rest dunkelblauer Spitze liegen, von der ich damals ein wenig für die Baumarktchallenge gebraucht hatte.

Lace is a hot fashion topic this year and one I like. When I was invited to a vernissage some time ago I thought this would be a great occasion to sew a lace skirt. Because there also was a piece of navy lace in my stash that I had bought for a Challenge in 2008. I had used a tiny bit and didn’t know what to do with the rest at that time.

Jetzt war aber die Zeit knapp, daher kam die übliche Verarbeitung von Spitze mit Zwischenfutter und Futter nicht in Frage. Also habe ich eine „Abkürzung“ genommen, die aber dennoch ein sauberes Resultat hervorbringt. Das Prinzip besteht darin, daß man das Zwischenfutter weg läßt und die Nahtzugaben mit dem Futter sauber einfasst. Wer das nicht kennt, kann die ausführliche Anleitung mit vielen Bildern im Hobbyschneiderin24 Forum anschauen.

Now time was a bit tight and working lace requires a interlining and a lining, which takes time. Time I didn’t have. So I took a kind of „shortcut“ which still creates a clean result. Basically you leave out the interlining and use your lining to bind the seam allowances in one step. If you don’t know this technique you can  check my tutorial on Hobbyschneiderin24. Which is, I am sorry, in German only. But if there is really a request to have it in English I can do it here.

Als Schnitt habe ich meinen selbsterstellten Rockschnitt nach dieser Anleitung verwendet, ein passender Schnitt beschleuningt den Nähprozess natürlich auch ungemein.

As pattern I’ve used my self drafted skirt pattern after these instructions. Having a TNT pattern helps to speed up the process also.

Und weil der Rock so fix fertig war, hatte ich noch die Zeit für einen besonderen Akzent von Hand: Auf der h+h 2013 hatte ich von der italienischen Firma Roncari Piero ein paar Produktproben bekommen. Bisher verkauft das in Italien produzierende Unternehmen nur an Designer und Hersteller, aber sie wollen jetzt auch Kurzwarenhersteller ansprechen. Ich hoffe nur, daß es gelungen ist, denn ich hatte noch selten Soutache, die sich so wunderbar in Form legen lies.

Since sewing went fast I had some time left for a bit of handmade embellishment. On the h+h 2013 the company Roncari Piero had distributed some samples. And what shall I say… this is really professional material. You can see how well I could shape it in all angles. The company produces in Italy and so far they have only sold to designers and fashion lables. But now they are offering there wonderful soutache also to „normal“ dealers. I hope many ordered there, because I want to be able to buy that lovely stuff from my local dealer.

Textile Schnellkarten

Quick Textile Christmas Cards

WeihnachtskartenDieses Jahr habe ich es endlich mal geschafft, Weihnachtskarten zu machen, die schnell gehen und gleichzeitig Stoff aufbrauchen. Und so geht es…

This year I finally reached my goal to make christmas cards that do not take ages to make and use up some of my fabric. And that’s how it goes…

Zuerst läd man mal Bärbel ein. Bärbel ist nämlich die ungekrönte Königin des Stempelns und kann einem alles verraten, was man darüber wissen will und noch ein wenig mehr. Daß sie außerdem Stempel und Stoffmalfarbe mitbringt ist ein praktischer Nebeneffekt. (Also Bärbel ist bei mir auch ohne Stempel willkommen, aber wenn sie Stempel mitbringen darf vergisst sie den Termin nicht so leicht. 😉 )

First you invite Bärbel. Bärbel is the queen of stamping and she can tell you anything about that subject you want to know and some more. That she brings the material is a nice add on. (Bärbel in generally very welcome, but she is also a very busy lady and if you promise her that stamping will on the schedule it is more likely that she will not forget the day or the time. 😉 )

Gestempelt habe ich dann auf einen schlichten Baumwoll-Canvas mit schwarzer Stoffarbe. Danach habe ich fertige Karten genommen, habe da doppelseitige Klebefolie aufgebracht und einen Basisstoff aufgeklebt. Die beiden Karten unten sind mit einem festeren Deco-Stoff „grundiert“, das dunkelrote ist ein ungefaltetes gekauftes Schrägband, das ich mal geerbt habe und das Stoß an Stoß geklebt wurde. In der Mitte eine poppigere Variante mit afrikanischem Batik Stoff. Danach wird mein gut getrockneter bestempelter Stoff ebenfalls mit der Folie beklebt, dann mit der Zackenschere ausgeschnitten und nach Lust und Laune aufgeklebt. Alles gut angedrückt hält das einfach bombig und man holt sich keine klebrigen Finger.

As base fabric for stamping I used some beige cotton canvas fabric. Stamped with colors for fabric, of course. Next step is using plastic sheet that is adhesive from both sides to bring one layer of fabric to the cards. For the two cards on the bottom I used a heavy decorators fabric, the red one on the right is cotton bias tape I’d inherited from somebodys grandmother and never used. I just stuck it edge to edge. And in the middle a more „jazzy“ version with African batic fabric. After that I applied the same double sided plastic foil to my stamped fabric, cut it with pinking shears and fixed it on top. Pressing well with fingers and it will last forever. (Okay, some years… but enough for Christmas cards. And unlike glue it doesn’t give you sticky fingers.

Die beiden Karten links sind ein bißchen anders gemacht. Bei der unteren habe ich einfach nur den bedruckten Stoff aufgeklebt und dafür noch ein bißchen Bänder von Kafka dazu geklebt, bei dem oberen habe ich den bedruckten Stoff auf den Basisstoff gelegt und beides gemeinsam geschnitten, so daß der bedruckte Stoff als „Intarsie“ eingefügt wird. Und auch da noch etwas Kafka-Band dazu. Geht ja immer.

The cards on the left were made a little differently. The one on the bottom has only the stamped fabric glued to the card and then got some more decoration with ribbons by Kafka. And for the top one I layered base fabrick and stamped fabric before cutting. So the printed fabric is not on top, but fits precicely in the cut out of the base fabric. Again some Kafka ribbon added. You never can go wrong with that.

Und jetzt habe ich Zeit, mir für meine restlichen Karten wieder was umständliches auszudenken… 😮

And now I have the time to figure out something complicated for the rest of my cards… 😮

 

Kuli – eine Taschenanleitung

(Update September 2012: Die Anleitung enthielt einen Fehler, dieser ist jetzt korrigiert, wer sie vor September 2012 runtergeladen hat, bitte die korrigierte Version runterladen.)

Gezeigt habe ich euch meine vielseitige Urlaubstasche ja schon hier.

I’ve already shown the bag I made for my holidays here.

Die Anleitung hat den Namen „Kuli“ bekommen, weil sie auch große Lasten faßt. (Tragen muß man sie dann leider selber….) Angeblich kommt das Wort sogar aus dem Urdu, einer der vielen Sprachen, die in Indien gesprochen werden. Paßt ja. 🙂

The pattern got the name „Kuli“ because it can take heavy weight. (But you’ll have to carry it yourself…) It is said that the word is Urdu, one of the languages spoken in India. 🙂 Sorry to say the pattern is in German only, but there are some pictures. If you want to give it a try anyhow: follow the link below. The pattern is free for private and non commercial use.

Wer sie auch nachnähen will, kann die Anleitung hier herunterladen. Wie immer kostenlos zum privaten und nicht kommerziellen Gebrauch. 🙂