Revue de Presse: Meine Nähmode 2/2011

Meine NähmodeNach dem Motto „so billig bekomme ich sonst keine Simplicity-Sammlung“ mußte ich natürlich auch bei der frisch erschienenen Sommerausgabe von „Meine Nähmode“ zuschlagen. Das Heft wird jetzt wohl vom oz-Verlag herausgegeben und soll künftig 4 Mal im Jahr erscheinen. Klingt vielversprechend.

Sommerhefte haben ja häufig eher einfache Sachen, was mir dann oft zu langweilig ist. zum Glück geht aber dieses Heft elegant los.

Kleid Meine NähmodeEinem Kleid mit Mantel kann ich einfach schlecht widerstehen. In meinen Augen gibt es kaum etwas, was die Idee von schlichter Eleganz besser verkörpert. Gut an jede Figur anzupassen und je nach Farbe und Material an Modeströmungen und Jahreszeiten anzugleichen. Der Wehmutstropfen ist, das der Schnitt bei Gr. 44 aufhört. Da reicht auch eine FBA nicht mehr…

Die Jacken und Shirtvariante zur Hose (die vermutlich mal einen „Wardrobe“ Schnitt bildeten“ finde ich hingegen weniger spannend. und das Shirt irgendwie… unproportioniert. Zur kurz oder zu lang. (Das geht mir bei amerikanischen Schnitten aber öfter so, der Geschmack scheint etwas anders zu sein.)

Ein schwingendes Kleid in verschiedenen Längen… auch nett, aber viel zu klein. Das Top vom Titel kommt auch in einer langärmeligen Variante (für Sonnenbrandfänger wie mich auch im Sommer besser geeignet), fragt sich nur, ob Gr. 44/46 eher eine 44 oder eine 46 ist?

Tuniken für große Größen…. bis Gr. 52/54, aber vom Schnitt nicht aufregend und eine Horde genähter Jojos auf der Brust… muß nicht sein. (Ohne die Deko dürfte der Schnitt aber anfängertauglich sein.)

Kleid Meine NähmodeAusgesprochen gut gefällt mir dann wieder der „Easy“ Schnitt. Den kann ich mir gut für einen Teenager vorstellen, der gerade mit Nähen anfängt. Nur ist Gr. 38-42 dann vielleicht nicht ganz die ideale Größengruppe. Schade, irgendwie.

Die nächste Bluse hat die Abnäher als Falten in die Schulternaht gelegt. Dasb fällt in die Abteilung: einfache Abwandlung eines Grundschnitts. Anfängertauglich. (is Gr. 44/46). Oder nähen ohne Hirnbenutzung. Sommmerheft halt. *seufz*

Dann gibt es noch mal so eine Kombi aus kurzer Hose, Kleid, Tunika und Jäckchen. Als Kleid nett, in der Kombination mit der Hose eher was von Strand- oder Schlafanzug. Ich glaube, es sind wirklich die Proportionen, die mich diesmal stören.

Bis Gr. 52/54 ein Rock, Khalia Ali Schnitt, weit und schwingend. Die Varianten fallen allerdings eher in den Bereich von „Schnitt kann man selber machen“. Na gut, bis auf die Variante mit den schräg laufenden Teilen (nannte man das mal Bananenrock?). Das KANN man auch selber machen…. aber es ist mühsam.

Hoppla, der nächste Kaftan… äh Kleid geht aber nur als Nachthemd, oder? Oder meinen sie das mit „Abendrobe“?

Kleid Meine NähmodeÜberraschend gut gefällt mir das Hemdblusenkleid. Und das, obwohl ich keine Hemdblusenkleider mag. Aber sowohl die Ausschnittlösung (das Kleid ist nicht durchgeknöpft) als auch die Verlegung der Mehrweite für die Brust in die Fältchen haben es mir angetan. Dummerweise ist auch hier bei Gr. 44 Schluß. Das ist echt bedauerlich.

Der nette, aber nicht wirklich aufregende Rock darf dafür bis Gr. 46. Nun ja…

Dann noch mal ein ganzes Ensemble Khalia Ali, Wohlfühlmode betitelt. Trifft es auch ganz gut, Der Schnitt für Kleid und Top sind wohl gar nicht so schlecht, aber die Gesamtkombi kommt doch eher truschig rüber. (Dafür wieder bis Gr. 52/54.)

Zum Abschluss noch mal eine Garderobe in der „easy“ Variante. Für einen „easy“ Schnitt hat es immerhin ein paar nette Details, aber gerde den Puffärmeln sieht man dann doch an, daß die Schnitte nicht taufrisch sind. Aber wem ein eher lieblicher Stil steht… warum nicht.

Fazit? Für mich ist diesmal wohl nichts dabei. Was mir gefällt ist zu klein. Generell bedient das Heft vor allem die Größen 38-44, wer zierlich ist läßt es lieber im Laden. Und dann gibt es ein paar Schnitte bis Größe 52/54, die reichen auf alle Fälle für eine Sommergarderobe. Vorausgesetzt, man ist mit den Doppelgrößen zufrieden. Aber auch da lohnt ein Blick ins Heft, ob es gefällt. Da bei anderen Heften bei Gr. 52 Schluß ist, ist die Meine Nähmode auf alle Fälle auch für diejenigen interessant, wo es bei den anderen Verlagen schon knapp wird.  Und für Anfänger ist das Heft auch prima, weil viele einfache Schnitte drin sind.

Und ich warte gespannt auf die nächste Ausgabe. 😉

Knipmode 11/2010, Modell 1a/Jurk (Kleid)

My first Knip. the English version of the review is on Pattern Review.

Kleid KnipmodeNachdem ich ja jetzt geraume Zeit mit Knipheften beliefert werde, war es endlich mal an der Zeit, auch einen Schnitt auszuprobieren.

Nun weiß man bei gänzlich unbekannten Schnittherstellern ja immer gar nicht, was einen erwartet, also ist ein Probemodell Pflicht. Dafür hatte ich jedoch keine Zeit, aber ich brauchte ohnehin wieder ein Nachthemd… Da wenn der Sitz in die Hose geht ist es nicht so schlimm.

Auch einen passenden Stoff hatte ich. Irgendwann mal auf der Hobbyschneiderin eingetauscht. Auf dem Photo im Web sah er dunkelrot mit viel grau und etwas beige aus. Was ankam war leider orange mit viel beige und etwas grau. Dummerweise gefiel mir das Retrodesign trotzdem, nur tragen war bei den Farben nicht drin, orange ist ungefähr das Gegenteil von „tragbar“ bei mir. Es ist ein weicher Jersey mit wenig oder ohne Elasthan, laut Auskunft damals Viscose. Fühlt sich auf der Haut angenehm an. Dazu habe ich noch einen Rest sehr dünnen und ebenfalls weichen schwarzen Viscosejerseys verwendet um die Ärmel abzusetzen und den Ausschnitt einzufassen. (Reste von diesem Shirt.)

Da ich kein niederländisch kann, habe ich die Anleitung großzügig ignoriert und nur so viel versucht zu verstehen, wie ich meinte unbedingt zu brauchen.

Zunächst der Kontakt mit dem ungewohnten Schnittbogen. Dieser ist bei Knip auf einem festeren und glänzenden Papier und auch kleiner als von Burda gewohnt. Das resultiert darin, daß man nicht nur Vorder- und Rückenteil erst mal zusammenstückeln muß, sondern auch den Ärmel. Keine besonders erfreuliche Erfahrung. Das Kleid hat abgesetzte Blenden am Ärmel und am Saum, die man aber auch wieder getrennt zeichnen muß. Also quasi zuerst das ganze Teil abpausen und davon wieder die Blende extra abkopieren. Beim Kleid kam mir das zu paß, weil ich ja ohnehin die Blende weglassen wollte (aber dennoch die Länge, zum Glück reichte der Stoff), beim Ärmel hingegen fand ich es sehr unpraktisch gelöst, denn die Linie zum Anstückeln sitzt knapp oberhalb der Blende. Daß die Linien auf dem Bogen dick sind macht das Kopieren natürlich einfacher, aber daß sie teilweise so übereinander gedruckt sind, daß man den Verlauf nicht mehr erkennen kann, das ist weniger schön.

Jurk KnipmodeDa ich keine Informationen darüber hatte, welche Größe sinnvoll wäre habe ich mich stur an der Schnittmustertabelle orientiert und nach Oberweite Gr. 48 kopiert. Die ist hier sogar mit 113 cm reichlich. Da meine eigene Hüftweite nur 2cm über der für Größe 48 liegt und ich mir dachte, bei Jersey ist es eh egal habe ich da nicht zur nächsten Größe zugegeben, wie ich das sonst mache.

Meine anderen Änderungen habe ich wie üblich gemacht, 1cm an der Schulter raus und oberhalb der Taille um 2cm gekürzt.

Über die Nähanleitung kann ich hier nichts sagen, denn die habe ich ignoriert. Ich habe die Schulterabnäher des Raglanärmels als offene Nähte genäht, dann die Seitennähte des Kleides sowie die Ärmelnaht. Die Blenden an dem Ärmel angesetzt und dann die Raglannähte gemacht.  Die Raglannähte habe ich auch auf den oberen 5cm mit offenen Nahtzugaben gemacht damit ich sie da auseinanderbügeln konnte, der Rest rundum dann mit der Overlocknaht der Nähmaschine und die Nahtzugabe schmal zurückgeschnitten.

Da meine beiden Stoffe extrem weich sind habe ich den Ausschnitt mit Formband bebügelt, bevor ich ihn mit dem schwarzen Jersey eingefasst habe. Den habe ich auch etwas gedehnt, aber da er auch kein Elasthan enthält machte das letztlich keinen Unterschied.

Kleid Knip RückenansichtHier habe ich auch erst hinterher gesehen, daß gar keine Nahtzugabe hingehört hätte. Naja, jetzt ist ein Zentimeter dran.

Den Saum habe ich mit dem Wabenstich der Nähmaschine genäht, weil ich den besonders elastisch und daher für Nachthemden angenehm finde.

Das Ergebnis? An der Brust paßt es gut, auch die Schultern sind so weit okay. Was mich überrascht hat war, wie eng es an der Hüfte sitzt. So anliegend sah es auf dem Bild im Heft nicht aus. Also doch besser auf die nächste Größe gehen.Wobei das natürlich auch vom sehr weichen Stoff kommen kann. (Als Kleid müßte da auch noch heftig formende Unterwäsche drunter… so weicher Stoff und ohne Futter… nicht gut.)

Hinten im Rücken sieht man auch, daß ich zumindest da den Oberkörper noch etwas hätte kürzen können. Sicher spielt der weiche Stoff auch eine Rolle, aber Knip konstriert ja für etwas längere Frauen als Burda und auch als ich bin.

Was hingegen gar nicht geht (im Bild sieht man das nicht so gut) ist der Ausschnitt. Der klappt nach Außen, was gräßlich aussieht. Als Kleid wäre das ein TeilfürTonne. In’s Bett macht es hingegen nichts. Ich kann nicht sicher sagen, ob es nicht an dem weichen Stoff liegt, aber da ich oberhalb der Brust recht schmal bin, sollte ich einen Schnitt an der Stelle auch kürzen. Wenn ich mal einen „richtigen“ mache.

Als Fazit kann ich sagen, daß ich ein dringend benötigtes Nachthemd bekommen habe, das als solches auch tragbar ist. Und daß ich eine ungefähre Vorstellung habe, was ich an Knipschnitten ändern muß, wenn ich was „straßentaugliches“ nähen will. Zumindest am Oberkörper könnte das klappen. Hosen sind ja ein anderes Thema, das muß man dann neu testen.

Was mich wenig begeistert ist der Schnittbogen, der erscheint mir weniger durchdacht, als ich das so gewöhnt bin. Aber wenn ein Schnitt schön ist, dann kann man ein wenig Mühe doch auf sich nehmen.

Revue de Presse: Burdastyle Juni 2011

Titel BurdastyleUnd natürlich gibt es auch eine neue Burda im Juni. Oder für den Juni, denn Erscheinungstermin war schon Mai. Irgendwie kann ich mich nicht recht festlegen, ob mir der Titel gefällt. Sommerlich ist es auf jeden Fall. Und Einsteiger Modelle werden versprochen. Das scheint der Trend des Monats zu sein… unter leichter Sommermode verstehen die Schnitthersteller leicht zu nähen. 😉

Das Editorial malt uns einen Tag am Meer aus. Als Tagesausflug. Hm. Die Redaktion von Burda sitzt in München. Gehen wir mal davon aus, daß die Chefredakteurin dann auch da in der Gegend wohnt. Das nächste Meer von München aus dürfte die Adria sein. Mit dem Auto ohne Stau und unter Einhaltung der meisten Verkehrsregeln… sagen wir fünf Stunden. Mindestens. Und das soll ein entspannender Tagesausflug sein???

Ich bin mir der Tatsache bewußt, daß der „persönliche Touch“ in einem journalistischen Text durchaus gewissen künstlerischen Freiheiten unterliegt und dennoch authentisch sein kann. (Aenne Burda hat diesen Spagat auch immer gekonnt geschafft.) Aber irgendwo ist die Grenze zur Verarschung dann mal erreicht und überschritten. Mit Verlaub. (Abgesehen davon, daß es nicht erlaubt ist, Ehemänner und Kinder im Kofferraum zu transportieren.)

Aber bevor ich mich weiter ärgere, gucke ich mir die kreativ-trends an. Einen Bubikragen zum Umbinden muß ich nicht haben und PVC Folie auf Kleidung auch eher nicht. Die schön bedruckten Stoffe im Japan Stil schon eher. Und die Origamiblüten sollte ich mir vielleicht merken, das sieht aus wie ein guter Resteverwerter. 🙂

Der nächste Resteverwerter kommt nach dem Umblättern. Stoffein Streifen reißen und eine Tasche draus stricken. Geht ohne Zweifel schnell, hat aber auch schon einiges an Eigengewicht. Vielleicht doch besser einen Teppich stricken…

Dann endlich die erste Modestrecke, inspiriert von Brigitte Bardot. Der Bikini aus Batist ist schon irgendwie niedlich, aber wirklich nur zum Sonnen.

Kleid BurdastyleWirklich gut gefällt mir Kleid 116. Vielleicht nicht mehr so ganz für meine Altersgruppe (über „niedlich“ bin ich nun mal hinaus) und den schönen Ausschnitt sollte man auch wirklich gut anpassen, aber ansonsten ist das Kleid perfekt. Auch bei Hitzegraden kann man gut aussehen und muß sich keine Schlabbershirts überwerfen.

Ob hingegen ein Kimono aus Nickistoff nicht etwas zu warm am südfranzösischen Strand ist…? So was sehe ich irgendwie nur in Heften, im wirklichen Leben nie. Okay… so oft wie ich am Strand bin könnte es auch daran liegen… Tasche und Drahtfahrrad sind hingegen ein wenig künstlich süß… Dann das Ballonkleid vom Titel. Das Modell ist als leicht zu nähen markiert und wenn der Gürtel gut sitzt, dann rutscht es vielleicht wirklich nicht. Lustig die Anleitung für die Sonnenbrille: Bügel mit Stoffbeziehen und dann das gleiche Muster mit Acrylfarbe auf den restlichen Rahmen malen. Klar, Stoffmuster male ich mal eben so frei Hand und perfekt nach…  Kontrastprogramm dann auf der nächsten Seite, statt Blümchenromantik schwarz. Schmale Hose und Shirt. Basisschnitte, aber die Kurzgrößen brauchen das vielleicht auch mal. Da ist das Angebot ja nicht so groß. Und mir fällt gerade auf, das die Bastelanleitungen hier in die Modestrecke eingebunden sind… Armband aus Stoffrest, Herzchen auf Schuhe aufkleben… Und dann noch mal eine „leichte“ Bluse aus Vichykaro. (Allmählich bekomme ich einen Verdacht, was wohl die Modelle der nächsten Burda easy sein könnten… was hier drin ist reicht wohl fast für ein Heft.

Ah ja, es gibt auch noch ein paar Sätze und Bilder vom Original. Nicht daß was drin stünde, was man noch nicht weiß, aber Brigitte Bardot kann man mit gutem Gewissen als Stil-Ikone bezeichnen. Eine echte, keine selbsternannte.

Die Kosmetikseite kann ich wieder fix überblättern (bevor ich anfange, über die Anti-Age Zahnpaste naczzudenken) und die Linksammlung auch. Die war bisher auch uninteressant.

Designerkleid BurdastyleDas Designermodell von Blumarine ist hingegen deutlich besser. Die Stoffwahl wäre so gar nichts für mich, aber der Schnitt… eine Vereinigung des Hemdblusenkleides mit einem Wickelkleid, das ganze aus Jersey. Die strenge Linie des Hemdblusenkleides etwas gemildert und gleichzeitig weiblicher und lässiger gestaltet. Perfekt.

Und über das Label Bluemarine weiß ich bislang so wenig, daß sogar der kurze Text dazu für mich Neues enthält.

Den Knallfarben widmet sich die nächste Modestrecke.

Kleid BurdastyleWobei mein Blick natürlich zuerst auf das bodenlange Kleid 118 fällt. Bodenlang bleibt ist gut, denn mein Maxidress wurde ja mangels passendem Wetter letzten Sommer nicht wirklich getragen. Und ich liebe diesen Prinzessinnenlook. Wobei ich nicht so genau wissen möchte, was eine passende Menge Seidenjersey dafür kostet…

Die anderen beiden Modelle fallen unter „Sacktunika“, sind dafür als „leicht gekennzeichnet. Was den Schnitt betrifft stimmt das auch, aber Seidenkrepp für Anfänger ist aus meiner Sicht eher ambitioniert. ja, in dem Stil geht es weiter, formlose Teile aus edler Seide, als „einfach gekennzeichnet.

Kleid BurdastyleAber mit Kleid 102B ist doch noch ein Lichtblick dabei. Auch wenn es schlicht ist gefällt es mir richtig gut. Nur zwei Größen zu klein… Aber wenn ich Zeit hätte, das wäre ein Sommerkleid für mich. (Nicht unbedingt in pink…)

Kleid 112A in Langgröße sieht als Schnittmusterzeichnung noch halbwegs okay aus (für schmalhüftige), aber auf dem Photo staut sich der „Überhang“ an Stoff doch sehr unschön. Und das schon aus der BB Strecke bekannte Ballonkleid sieht hier aus, als sei es schon auf dem Weg nach unten. Kleider ohne Träger und ohne festen Unterbau sind einfach eine zweifelhafte Konstruktion.

Knallige Accessoires und Kosmetik… die Clutch mit dem Verschluss der an eine chinesische Truhe erinnert ist interessant, aber sonst.. *blätter*

Ah ja, eines der Teile aus der „Sackkollektion“, ein Neckholder Top, gibt es in der „Nähschule für Einsteiger“. Im Prinzip eine gute Idee, nur Seidenjersy für ein Erstlingswerk… da ist die Chance, daß es in Frust endet doch recht groß. Aus meiner Sicht zumindest.

Weiter geht es mit Purismus in Weiß. Als Thema gefällt mir das wieder gut. Und ich hätte gerne die Kette, die unter Blazer 115B vorschaut. Der Hosenanzug an sich überzeugt mich weniger, der ist zwar lässig weit, aber auf eine Art und Weise, daß er einfach zu groß ausschaut. Über die Schnitte braucht man sonst nicht mehr viel sagen… im zwiten Teil des Heftes ändert sich gewöhnlich nur noch das Material. Wobei mir der Kurzkimono als Bluse 121 besser gefällt. Kleid 112 in Langgröße hingegen bleibt auch in weiß zweifelhaft.

Kleid BurdastyleKleid 105B hingegen… ich scheine gerade eine Liebe zu Hemdblusenkleidern zu entwickeln. Obwohl ich die ja sonst nicht so mag. Aber in dieser Variante… gut, nicht mit Satin am Saum und wenn Satin, dann ohne sichtbare Stiche am selbigen… aber der Schnitt als solcher… Schlicht, aber nicht langweilig, das nette Knopfdetail… Bis Gr. 46 käme mir auch entgegen.

Auch Kleid 107B mit Mantel 115C… ich mag einfach diese Kombination aus Kleid und Mantel.

Die Accessoires zum Thema hingegen… Armband und Kette ja. Aber braucht man Abschminktücher im silber glitzernden Päckchen?

„Happy Family“ ist dann wohl das Strandthema. Neben den bekannten Damenschnitten aus anderen Stoffen ist auch für Kinder was dabei. Gr. 104-128, für Jungs und Mädchen. Und ein in der Tat schönes, lässiges Leinenhemd für Männer. Wenn ich Zeit hätte, könnte ich mir das für den Meinigen auch vorstellen.

Kleid BurdastyleUnd das schlichte Leinenkleid 109. Irgendwo zwischen Hemdblusenkleid und Kurta. Für mich wohl eher mit eiener Hose drunter, aber das kann ich mir für mich gut vorstellen. Und auch bis Größe 46… technisch machbar, fehlt nur die Zeit. 😮

Der genähte Sommerhut ist mir etwas zu bunt… sonst könnte man damit sicher auch ganz prima Reste verwerten. Eine ganze Menge, würde ich mal schätzen.

Sonnenschutzmittel im Beautyteil… *gähn*

Ah, dann die Plus Größen. Alles aus Jersey? Hm… für Beruf und Freizeit? Also leggings mit Maxishirt finde ich für den Beruf einfach nicht so passend. Es sei denn, man arbeitet als Fitnesstrainer. Aber mal von vorne… Longjacke 126 sieht auf der Schemazeichnung durchaus nett aus, aber auf dem Photo könnte es eine um die Schultern geknuddelte Decke genauso sein. Dafür braucht es die Arbeit nicht. Maxishirt 127 ist nicht spannend, aber als „leicht“ markiert und als Basis-Shirt mit Raglanärmeln vielleicht einen Versuch wert. Ach nein, das ist ja raffinierter… das scheinbar darunter getragene Tank Top gehört dazu. nicht mein Geschmack, aber interessant gemacht. Noch ein Shirt… Kleid 131 mit dem Spiel aus Matt und Glanz könnte gut aussehen, wenn man die passende Proportion dafür hat. Andererseits frage ich mich, warum die Pose des Models wieder so ist, dass man genau das nicht erkennt. Eine Hose mit Wickeloptik war ja schon mal drin… finde ich immer noch einen Versuch wert, falls ich mal Zeit habe.

Kleid BurdastyleKleid 129 könnte ich nie tragen, aber der Anblick ist wirklich ein echter „Stopper“. Man guckt und ist hingerissen vom Effekt. Lebt von der perfekten Abstimmung von Schnitt und Stoff. Und bitte nur bei (in der Proportion) schmalen Hüften!

Bei der „kreativen Welt“ geht es zu großen Teilen um „obstige“ Inspirationen und Materialien. Leider immermehr Shopping Vorschläge. Mehr Ausstellungstermine und Co. gefielen mir ja besser….

Dann Hussen aus alten Hemden. Wohl auch aus einem Buch übernommen, das gezeigt wird. Ich fürchte, das ist nichts, was ich brauche.

„Best of Styling“ widmet sich dem maritimen Thema. Ah ja, im Wandel der Zeiten, von den 30ern bis zu den 70ern. Wobei mir das lässige Outfit das für die 30er steht im Urlaub tatsächlich gefallen würde. Bequem, aber ohne schlampig auszusehen. Wäre an vielen Strandpromenaden eine echte Verbesserung. Glaube ich. 🙂

Mit Strand geht es bei der deko weiter. Vom Hocker bis zum Paravent, viel khaki mit pinken Sternen. Das ist jetzt durchweg nicht meines, weder von der Funktion noch vom Look her. Ich bin selten am Strand, aber in der Regel konnte man da nicht mit dem Auto direkt vor fahren. Und wenn ich mir dann vorstelle, daß ich noch Hockerchen, Paravents und nett aussehende, aber unangnehm zu tragende Farbdosen mit Obst drin rumschleppe…. ne, muß nicht sein. Vielleicht noch das Kissen mit der aufgesetzten Tasche… aber nachdem das im Sand lag, will man in die Taschen auch nichts mehr reinstecken. Ne, bin ich einfach zu praktisch veranlagt.

Der Streetstyle widmet sich dem blau-weißen Ringelshirt. So was habe ich auch noch, aber eher im Winter, weil es aus recht dickem Jersey ist.

Als Quiltmodell gibt es diesmal Werbung für die Stoffe von Coats… äh, eine Decke, meine ich. Ich habe allerdings den Eindruck, da ist doch recht viel Anleitung auf kleinen Raum zusammengefasst worden, klingt nicht wirklich nach einer Anfänger-Anleitung….

Bei der Warenkunde befasst sich Burda diesmal mit einer Nähmaschine, die ambition 1.5 von Pfaff steht auf dem Prüfstand. Hingucker ist der Touchscreen, so innovativ. Äh… ja… da sind sie aber nicht die ersten… vielleicht die ersten, bei denen man das Display mit einem Stift bedient. Wie lange man wohl so ein zierliches Stiftchen auf einem durchschnittlichen Nähtisch wieder findet? Zählt man den Zeitraum in Tagen oder besser in Stunden? Naja, wie von Burda gewohnt ist es eher eine Werbeveranstaltung als ein Test, den Schwächen hat das Gerät keine und es ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen perfekt. Womit der „Test“ bei der Auswahl nicht wirklich weiter hilft, denn dazu müßte ich hinterher wissen, was die eine besser und die andere nicht so gut kann. Aber gut, Burda macht in Unterhaltung, nicht in Information. Weiterhin ist dem Bericht zu entnehmen, daß Pfaff immer noch keinen vernünftigen Transporteur bauen kann. Oder wie ist der Satz zu verstehen, daß für Samt und Seide der zuschaltbare Obertransporteur unverzichtbar sei? ;p Schön ist hingegen, daß in der Redaktion wohl mal jemand das Forum gelesen hat, denn es wird geraten, eine Maschine vor dem Kauf Probe zu nähen. Was ja unsere alte Forenleier ist.

Statt Künstler werden beim „atelierbesuch“ diesmal kreative Orte für jedermann vorgestellt. Nähcafés nämlich. Den Pariser „Sweat Shop“ habe ich ja schon mal besucht, aber das Leipziger Nähcafé liest sich auch gemütlich. Und in London gibt es offensichtlich auch so einen Ort. Wird Nähen jetzt doch noch gesellig?

Am Ende noch der Stoff des Monats. Seidenchiffon von Anita Pavani. Wobei das Bild diesmal nicht wirklich viel über den Stoff verrät… wenn ich den Shop nicht schon kennen würde, würde mich diese Vorstellung auch nicht hinziehen.

Nun ja… bis zum Juli-Heft ist wieder etwas mehr Zeit, das kommt dann erst im dritten Monatsdrittel, nicht schon zur Monatsmitte wie die letzten Hefte. (Irgendwann verliere ich noch den Überblick, bei dem ständigen Terminwechsel…)

Gretel (Füßlinge)

Gretel (Slippersocks)

Füßling mit ZopfDa sich meine Füßlinge vom letzten Jahr beim Tragen durchaus bewährt haben, ein Paar für einen ganzen Sommer aber doch etwas wenig ist, habe ich mir ein zweites Paar gestrickt.

Since my „heels for flats“ last year have proven to wear well and be useful I needed a second pair. One for a whole summer is not really enough…

Da zwei Mal genau das gleiche aber auch langweilig ist, habe ich ein wenig variiert: Die Zunahme ist etwas anders und ein kleiner Zopf läuft über die Spitze und am Rand entlang. (Daher dann auch der Name… zu Gretel gehören Zöpfe.)

Der Entwurf für die Socken lag übrigens auch schon seit letztem Sommer bei mir herum, aber da ja Winter war, war es nicht so eilig….

Sohle von GretelAußerdem hat die Sohle diesmal auch ein wenig Muster bekommen.

Since it is to boring to knit exactely the same twice I varied it a bit. The increases are worked a bit differently and there is a cable that starts on the toe and frames the foot. (That is also what gave the socks their name. The German word for „cable“ in knitting is „Zopf“ and „Zopf“ also is the name for braided hair. Braids then are something that goes with the name Gretel.)

The design for those socks has been around since last summer, but I didn’t have the time to make it then, in winter other things were more important to knit and so it took until now to actually knit them.

The sole also got a bit of a pattern.

Gretel FüßlingeUnd wie üblich behalte ich meine „Weisheit“ nicht für mich, sondern habe die Anleitung aufgeschrieben:

Anleitung für Füßlinge „Gretel“, ca Gr. 38-40

(Und wie immer ist die Anleitung für den privaten Gebrauch gedacht und dafür kostenlos. Nicht gedacht ist sie, kopiert zu werden. Bitte gebt ggf. einfach den Link zu diesem Blogeintrag weiter. Danke!)

And as usual I did write down the pattern:

Pattern for socks „Gretel“

(The pattern is free for private and non commercial use. Please don’t copy it, but pass on the link to this blog post. Thank you!)

Revue de Presse: Threads June/July 2011 (155)

Mir war doch so… und in der Tat gibt es auch eine neue Threads. Die Farb- und Musterkombination auf der Titelseite empfinde ich allerdings als jenseites der Geschmacksgrenze. Wenn das die „Mix & Match Summer Wardrobe“ ist, dann kann ich den Teil mit dem „match“ ja nicht so nachvollziehen. Aber gut…

Die Frage an die Autoren der Ausgabe ist diesmal, für welchen Stoff sie sich entscheiden würden, wenn sie nur noch einen nähen dürften. Gute Frage, finde ich. Wenn es ums Nähen geht würde ich definitiv Wolle nehmen. Die verarbeitet sich einfach am schönsten. Wenn es ums Tragen geht… gute Frage… Seide? Baumwolle? Schwierig… vielleicht doch auch Wolle?

Das Editorial befasst sich mit der Frage, ob wir Näherinnen unseren Urlaub am Hobby ausrichten. Nicht immer kompatibel mit Ehemännern… oder bin ich da die Einzige? 😉

Die Leserbriefe dienen eher der Unterhaltung… wobei mir auffällt, daß entweder die Amerikaner längere Leserbriefe schreiben oder amerikanische Zeitschriften drucken Leserbriefe eher ungekürzt ab als deutsche.

Dann gibt es wieder ein „Designer Spotlight“. Allerdings ist das wieder etwas weniger interessant, wenn man den Designer nicht kennt. Der Ruhm von Nicolas Caito ist wohl noch nicht bis Europa gedrungen.

Das Nähzubehör… ein verstellbarer Abstandshalter für den Rollschneider klingt nicht schlecht. Ein Rundholz fürs Bügeln hingegen ist nicht neu.

Bei den Lesertips sind mal wieder ein paar Sachen dabei, die zwar nicht weltbewegend aber doch brauchbar sind. Etwa Ikea Küchenmöbel fürs Nähzimmer zu verwenden. (Muß mir jetzt keiner sagen, aber als wir das erste Mal Faktum großflächig „missbraucht“ haben, weil es die Schränke in so vielen unterschiedlichen Formaten gibt, daß man fast für jede Ecke was passendes findet kam es uns auch wie eine Offenbarung vor. Und wir fragten uns, warum wir da nicht schon früher drauf gekommen waren…). Der „best tip“ hingegen, auswaschbare Wachstifte für Kinder zum Markieren von Stoffen zu verwenden ist ja nun nicht neu. Wobei ich ja zu viele dauerhaft verschmutze Kinderkleidung gesehen habe, um auf das „auswaschbar“ zu vertrauen. Aber vielleicht sind die Stifte oder das Waschpulver in den letzten Jahrzehnten auch besser geworden.

Röcke verlängern, indem man in die Mitte was einsetzt ist ein alter Hut… das hat meine Oma schon gemacht. Aber es ist auch bei Kindern phantasievoller, als einfach nur unten ansetzen.

Beim „how did they do that“ wird diesmal ein Drapé Teil vom Vintage Kleid auf der Rückseite gezeigt. Also diesmal muß ich zugeben, daß ich die Anleitung nicht so ganz verstanden habe. Das müßte ich wohl erst mal machen, um es zu verstehen. Hoffentlich. Aber bevor ich so was für mich machen könte, müßte ich wohl erst mal meinen Hüftumfang halbieren… *gg*

Die Pattern Reviews stehen in dieser Ausgabe unter dem Motto „Chic Designs“. Das trifft es auch ganz gut, denn auch wenn mir nicht alle gefallen, schick sind sie. Angefangen bei Vogue 8576, irgendwann muß ich mal was aus dieser „Divine Details“ Kollektion nähen. Aber auch einige Varianten des New Look 6000 Kleides würde ich in meinen Schrank hängen. Und das Photo zeigt die Eleganz in dem eigentlich recht schlicht aussehenden Simplicity 2345.

Weiter zum Titelthema. Eine „sorgenfreie Sommergarderobe“ weil alles mit allem kombinierbar ist. Die Idee, eine Garderobe nach einem Konzept zu erstellen und auch die Überlegungen, welche Punkte man dabei beachten sollte ist ja gut. Aber die Farb- und Stoffwahl der vorgestellten Kombination gibt entweder einen sehr amerikanischen oder den sehr individuellen Geschmack der Autorin wieder. Für mich mixt sich da nichts, sondern es sieht ausgesprochen zusammengewürfelt aus. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. (Und wieso man zu drei Leggings und einem Rock gerade mal drei Oberteile braucht erschließt sich mir auch nicht… Ich wasche auch Sommerröcke normalerweise nicht nach jedem Tragen.)

Besser gefallen mir da schon die „Vintage Details“, deren Verarbeitung Susan Khalje erklärt. Waist Stay, die von Hand übernähte Schnittkante als unauffälligste Versäuberung und natürlich das Einarbeitn von Godets. Wobei der Stoff auf den Photos eher locker gewebt wirkt, da würde ich dann doch ein wenig Vlieseline mit verarbeiten und mich nicht alleine auf die Stütznähte verlassen wollen.

Kenneth D. King befasst sich mal wieder mit einem jener kleinen Details, die aber oft den Unterschied zwischen „nett“ und „professionell“ machen. Diesmal der Umgang mit einer gekurvten, breiten Nahtzugabe. Eindämpfen ist bei Wollstoffen einfach ein vielseitiges Mittel…

Technisch geht es weiter, mit Ärmelerweiterung am Bizeps. Verschiedene Techniken für verschiedene Ärmelformen. Mit und ohne Erweiterung der Armkugel. Nicht neu für mich persönlich, aber sehr schön und anschaulich erklärt.

Der Einsatz von Flatlocknähten als dekoratives Element ist jetzt auch nicht neu, aber eh nicht so ganz mein Geschmack.

Richtig gut gefällt mir dann der „Reiseführer“. Vancouver ausführlich mit Adressen für Shopping, Essen und Sight-Seeing. Erweckt das Bedürfnis, sofort einen Flug nach Kanada zu buchen. (Und viel ausführlicher und Informativer, als das was Burda mal so als „Reiseseite“ brachten.) Ich hätte das dann gerne auch für europäische Städte.  🙂

„Zero Waste“ ist ein neuer Ansatz für den Zuschnitt. Also so zuschneiden, daß aus einem Stoffstück kein oder fast kein Rest braucht. Wobei ich das letztlich doch etwas „pseudo-öko“ finde, denn der Stoff ist hergestellt, von daher hat er die Ressourcen schon verbraucht. Und weniger verbraucht man mit der Technik auch nicht. Also eher ein interessantes Gedankenspiel. Oder eben die Sau, die gerade mal durchs Dorf getrieben wird. (Wobei… in der industriellen Produktion mag es tatsächlich Geld sparen, weil Müll Entsorgung auch kostet.) Und das Konzept des „Bog coat“ könnte ich mal ausprobieren, ich brauche im Winter wieder einen Morgenmantel… Klingt nach wenig Aufwand.

„Embellishments“ mit Nieten. Nun gut, auch nicht neu, das schlug Burda schon vor geraumer Zeit vor.

Der nostalgische Rückblick auf die alten Threadshefte erreicht jetzt auch aktuelle Sphären. 114 war mein erstes Heft, in den USA gekauft.

Die „Embroidery Essentials“ sind diesmal wieder nicht auf Stickmaschinen begrenzt. Denn Motive mit Perlen zu unterstreichen und auszuarbeiten geht mit jeder Stickerei. Oder Applikation. Oder was auch immer.

Die Lesergalerie ist diesmal… sagen wir technisch anspruchsvoll, aber nicht wirklich mein Geschmack.

Allmählich neigt sich das Heft… Leser fragen, Experten Antworten. Das Thema „vanity sizing“ scheint derzeit aktuell zu sein, denn auch Threads bemüht sich, das Geheimnis zu lüften. (Wobei Kathleen Fasanella ja den Standpunkt vertritt, daß es kein vanity sizing gibt.) Die Erklärung liest sich nett, aber so ganz schlüssig finde ich sie ehrlich gesagt nicht.

Dann noch die Geschichte und der Blick auf das historische Gewand. Leider wieder mal ohne nähere Angaben zur zeitlichen Einordnung. Hier hat Threads aber Besserung versprochen, künftig will man darauf achten, auch die Informationen dazu zu erheben, nicht nur die Kleidungsstücke abzulichten. Darauf kann ich mich dann schon mal freuen. 🙂

Kleiner Helfer, Teil 2

Little Helper, part 2

FadenzählerDa ist mir doch gerade noch ein kleiner Helfer durch die Finger gegangen…

I’ve just used another one of my little helpers.

Mein Fadenzähler sprang mich in Delhi bei einem Optiker für nicht allzuviele Rupien an. Es ist eine einfache Konstruktion, eine starke Lupe und ein „Zählrahmen“ mit Millimeter und Inch-Skala, der gleichzeitig als Standfuß dient. Das ganze kann man flach zusammenfalten und die Linse liegt dann geschützt innen.

I’ve bought this linen tester for not to much rupies at an optician in Delhi. It’s a simple construction, a strong magnifying glass on top and a frame with millimeter and inch scale that serves also as stand. You can fold it flat and the lense will be between the other layers and be well protected.

Ursprünglich dazu gedacht, die Dichte von Geweben (oder Teppichen) zu beurteilen, also wie viele Kett- und Schußfäden pro Einheit, leistet mir diese Lupe auch anderweitig gute Dienste.

Hier etwa um festzustellen, welche der beiden so gut wie identisch aussehenden Seiten des Dessoustoffes wohl die rechte sein könnte…

Invented it was to test the density of woven fabrics, but it is useful for other things also. Like examining both nearly identical looking sides of this lingery fabric to find out which is the right side…

Habt ihr eigentlich auch so kleine und nicht teurer Helferlein in eurem Nähkästchen? Dann würde ich gerne davon hören!

Do you also have such small and inexpensive helpers in your sewing case? I’d like to learn to know them!

Woll-Shopping in Bayreuth: Strickart & Cafe

(In den Tagen ohne Internet hatte ich endlich mal Zeit, ein bißchen was aufzuarbeiten…. und diese Adresse wartet auch schon seit März darauf, vorgestellt zu werden.)

(In those days without internet I’ve had the time to work through my „what I’ve always wanted to tell you“ pile. This wonderful yarn store I’ve already found in march…)

Wie nicht selten ist auch dieser Ort ein Zufallsfund. Ich war auf der Suche nach einem bestimmten Garn, Wolle Rödel hatte es nicht, aber die nette Inhaberin sagte, es gäbe da noch ein Wollgeschäft an der Stadtkirche… nun bin ich ja lange schon aus der Gegend weggezogen und damals gab es dort auch noch kein Wollgeschäft, aber die Kirche habe ich mühelos wiedergefunden.

Strickart Cafe in BayreuthLike often also this place was a lucking finding. I was searching for one ball of a specific yarn, so when I was visiting my mother I was checking out the yarn stores there. I went into Wolle Rödel because they had a cotton sock wool in neutral shades (like I am searching for years), asked for my other yarn which they did not have but the friendly owner told me next to the church was another yarn shop. It’s long ago that I’ve move away from that region, but the church was easy to find so I went there.

And found a really lovely place, Strickart Cafe.

Und wurde mit einem ganz reizenden Ort belohnt, Strickart Cafe.

Strickart Cafe in BayreuthDer im Übrigen nicht nur von außen vielversprechend aussah, sondern das ganze innen auch halten konnte.

Neben Regalen und Schränken voller Strickgarn in allerlei Farben und Sorten dominiert ein gemütlicher, großer Holztisch den vorderen Raum. An dem auch jemand saß und strickte. Dahinter eine vielversprechende Kaffeemaschine. (Da ich gerade vom Essen kam und für den Abend eine weitere Einladung zu einem solchen hatte habe ich nicht nach einem Getränk gefragt. Von daher kann ich weder zu Preis noch zu Qualität was sagen. Aber es roch gut. 🙂 )

And it did not only look promising from the outside, but kept the promise once I was in.

There were not only shelves full with all kind of yarns in different colors, the first room is dominated by a big, dark wooden table and there was a coffee machine behind that also looked very promising. (Since I just came from a very late lunch and was short before an invitation for dinner I didn’t ask for coffee, so I can’t say anything about its quality or the price. But the smell was good. 🙂 )

Wolle gab es viel von Lang, Noro habe ich gesehen und einige andere Marken, auch gerade solche, die nicht jeder Wolladen hat. (Und auf der Webseite habe ich nach der h&h gesehen, daß wohl auch Artyarns ins Angebot einziehen soll.)

Nun bin ich mit Wolle ja gut versorgt und habe insbesondere einen gut sortierten Laden vor Ort, aber Strickart ist einer von den Läden, wo ich sofort Lust hatte, etwas zu kaufen. Natürlich etwas, was ich in Köln nicht bekomme. Am liebsten Lace, denn das nimmt nicht so viel Platz ein. Und tatsächlich… sie hatte noch was, was ich nicht kenne… daß ich mir nicht nur das teuerste Knäuel des Ladens sondern auch den teuersten Strang meines Lebens rausgepickt habe… na war klar. Aber die Farbe… und Cashmere mit Seide… ich war schon draußen und weg, aber kurz vor Ladenschluß bin ich dann doch noch mal zurück. Ich konnte nicht anders…

dibadu WolleThe shop carries wool from different brands, also those who are not so standard in Germany. I remember a lot of Lang yarns, Noro… and many others. (And I checked the website after th h&h trade fair and it said they would get Artyarns also.)

Now I do have quite some stash and also I have very good LYS, but Strickart is one of those shops that gives you the feeling that you want to buy something. (Which does bot easily happen to me.) Of course something I could not get in Cologne. Lace would be nice, because it does not take up to much room. And yes, she had something I didn’t know….. of couse I had to pick the most expensive yarn of the shop… and definitely the most expensive skein of my whole life. But the color was so perfect for me, cashmere and silk felt so smooth… first I left the shop without, but short before closing time I went back… it had to be mine.

Adresse: Kirchplatz 7, 95444 Bayreuth

Öfnungszeiten: Montag – Freitag 12.00 -18-00 Uhr, Samstag 10.30 Uhr – 14.30 Uhr

Opening hours: Monday – friday 12.00 – 18.00, saturday 10.30 – 14.30.

Knockout by Netcologne

Eine Nachricht an alle, die sich wundern, weil es keine Antworten von mir gibt: Ich sollte Montag ein schnelleres und billigeres Internet bekommen (nachdem Netcologne uns mitgeteilt hat, daß wir unseren bisherigen Vertrag kündigen müssen, weil es den nicht mehr gibt). Resultat ist ein Totalausfall der Kommunikation, weder Telefon noch Internet funktionieren.

To all who might wonder why I don’t answer anything: We were supposed to get a faster DSL line on monday (Netcologne, our provider forced us to change, because they cancelled our old connection. For a cheaper and faster one which is theoretically fine.) Result: No phone, no internet.

Donnerstag soll ein Techniker kommen, dann sehen wir weiter… Bis dahin kann man mir Briefe schreiben, so auf Papier. :o)

Und ich komme mal zum Nähen und Stricken. *g*

(Zur Ehrenrettung von Netcologne sei gesagt, daß sie finanziell relativ großzügige Entschädigungen anbieten, auch wenn das nicht ganz auffängt, was ich jetzt leider im Café Franck an leckeren Milchcafés und Kuchen verspachteln muß. 😀 )

Visit of a techician is scheduled for Thursday, than we’ll see… until then you can write me letters, the old fashionned ones on paper, you know….

But I already got some sewing and knitting done. *g*

(To do Netcologne some justice: they give us some money back, even though that will probably not pay completely what I am no obliged to drink in Caffe Latte and eat in tasty cakes at Café Franck.

Skate’n’Strick

Skate’n’Knit

Skatebourd mit PacmanUnd immer wenn ich denke, daß ich alles gesehen habe, was man bestricken kann, dann stolpere ich doch wieder über was Neues…

Anytime I think I have seen all you can knit for I’ll be stumbling over something new.

Ja, das ist ein Skateboard.

Ja, Pacman und Konsorten sind gestrickt.

Nein, das habe ich nicht bei Ravelry gefunden, sondern in Paris. im 25°Est (Bassin de la Villette/ Stalingrad)

Mit offenen Augen durch die Welt gehen zahlt sich aus. 🙂

Yes, this is a skate board.

Yes, pacman and ghosts are knitted.

No, I did not see it on Ravelry, but in Paris, in 25°Est (Bassin de la Villette/Stalingrad)

Keeping eyes open is always good. 🙂