Maschenkunst unterwegs (XXIII)

Maschenkunst unterwegsDiesmal war mein Schal aus dem Wollmeise- Sonderposten aus der Maschenkunst an einem Ort den vermutlich kaum einer kennt. Speichersdorf heißt er und liegt an der Porzellanstraße.

Und hat einen Fabrikverkauf, wie man im Hintergrund sieht…

This time my scarf that is still being knitted from the Wollmeise yarn I got at Maschenkunst was at a place probably no one knows. It’s called Speichersdorf and is part of the porcelain road.

And there is a factory outlet as you can guess from the background….

Revue de Presse: Burdastyle Dezember 2011

Titel BurdastyleAuch wenn es viele so machen, es irritiert mich einfach, ein Heft zu bekommen, wenn der Vormonat grade mal mit Hängen und Würgen halb vorbei ist. Aber gut… wenn man fürs Fest noch eines der angekündigten Abendkleider nähen will, dann ist es nicht mehr so früh.

Der Titel mit den goldenen Buchstaben soll uns vermutlich in Weihnachtsstimmung bringen, aber der Blickfang des Titelmantels sieht eindeutig nach „Nähunfall“ aus.

Das Editorial befasst sich zur Abwechlsung mal nicht in erster Linie mit einer Zusammenfassung des Inhaltsverzeichnisses, sondern gibt tatsächlich mal eine Art „Geleitwort“, passend zur Weihnachtszeit ein wenig kitschig-besinnlich. Wie immer Geschmackssache, aber besser als eben nur zu „Bewerben“, was das Heft so bringt. (Weil das sehe ich eh selber…)

Das Inhaltsverzeichnis wird trotzdem überblättert, auf zu den kreativ trends. Der Rock aus den schrägen Stoffbahnen fordert zwar die perfekte Figur („zu dünn“ geht nämlich auch nicht, wie das Inspirationsphoto vom Laufsteg zeigt), aber gefällt mir. Die Perlen auf den Klamotten hingegen… also auf schwarz geht es vielleicht noch, aber sonst sieht es doch eher nach Weihnachtsbaum aus. Und der dritte Trend bringt uns Ketten aus großen Ledergliedern. Äh… hatten war das nicht schon mal? Naja, ich bin wie immer zu faul, alte Hefte durchzusuchen….

„Leichter basteln“ heißt es danach. Ich fürchte allerdings, dieses Schneideratelier im Puppenstubenformat nachzubasteln hat mit „leichter“ rein gar nichts zu tun. Aber schön ist es, statt Puppenstube zu Weihnachten, das wär doch mal was! Und ein „Resteverwerter“ ist es auch, denn da findet auch der kleinste Stoffrest noch Verwendung.

Die ersten Schnitte finden sich dann im Weihnachtsspecial.

Kleid BurdastyleKleid 107 finde ich auch ganz süß. Am besten für die Tochter des Hauses, die jung genug ist, ggf. für die Schönheit ein wenig zu frieren, die die Küche nicht betritt, um den Braten aus dem Ofen zu holen und diezu jung für die Rotweincreme ist. 😉 Aber man kann den Schnitt ja auch für das nächste Sommerfest aufheben.

Auch das Kostüm daneben sieht attraktiv aus, zumindest auf der technischen Zeichnung, denn auf dem Photo verdeckt eine Riesenschluppe alle Details, inklusive der des Rocks…. Niedlich auch wieder Hängerchen 102, wenngleich es ebenfall eher für die nächste Hitzewelle gemacht zu sein scheint. Oder ein attraktives Nachthemd abgäbe.

Mantel BurdastyleAls Mantel 104 erkennt man die Teilnungsnähte dann ein wenig besser. elegante und schlichte Form, mit an sich sportlichen Teilungsnähten (die die Eleganz aber nicht mindern): absolut geglückt. (Allerdings sollte sich bei Burda mal jemand mit dem Thema FBA auseinandersetzen, das Model ist an der Brust nicht mager genug für den Schnitt….)

Der Mantel vom Titel wird auch auf den zweiten Block nicht besser. Wobei die Bouleform vielleicht für mich gar nicht so schlecht wäre… aber ohne den kruscheligen Satineinsatz. Das nächste Bild läßt mich ein wenig verwirrt zurück, denn die Rede ist von einemLammnappaSHIRT, das Bild läßt aber eine Jacke vermuten, denn es ist eindeutig vorne offen. Ein Blick in den Anleitungsteil verrät, daß das Shirt offen ist. HINTEN. Tja… sollte man dem Phototeam vielleicht dazu sagen, wo vorne und wo hinten ist… *g* Die tunikalange Bluse 106A mit langen Ärmeln zum gut wadenlangen Rock sieht arg brav aus. Der Blusenschnitt hat allerdings viel Ähnlichkeit mit Kleid 107, also sollte man da problemlos lange Ärmel hinbasteln können. Vorausgesetzt, die nehmen nicht den Charme. Ich frage mich nämlich gerade, ob es nicht wegen der Ärmel so bieder aussieht? Und LEdershorts aus Lammnappa… nun gut. Muß man nicht haben.

*Yammie* Macarons… ach nein, die sind nicht das Motiv, beim zweieinhalbten Blick wird klar, daß hier Schmuck in szene gesetzt wird. Aber so recht kommt der gegen die dekorativen Leckereien nicht zur Geltung…

Umn so lustloser sind dafür die um diese Jahreszeit unvermeidlichen Parfums in Szene gesetzt. Ach so, das sollen gleiche Verpackungsvorschläge sein? Bis auf das mit dem Buch… auch eher gewollt. Kauft eigenltich jemand Duftwässerchen wirklich nach dem Flakon?

Die „Best Sites“ bieten auch vor allem Möglichkeiten, Weihnachtegeschenke zu kaufen. Oder zu Basteln, dafür gibt es ja Bastelpackungen aller Arten. Nur die Seite von Krebs Glas aus Lauscha bekam meine Aufmerksamkeit etwas länger. Glaskugeln kann ich nicht selber machen. Und auch wenn die meisten der Designs jenseits meiner persönlichen Kitschgrenze waren, habe ich doch ungefähr drei oder vier „Preziosen“ entdeckt, mit denen ich mich sehr anfreunden könnte. Aber unser Kiste für Weihnachtsschmuck ist voll und Kugeln kann man nun mal nicht flach falten.

Weiter zum nächsten Modethema, der Plüsch ist auch wieder da, heißt jetzt nur „Fake Fur“. Daß mir die Stola 117 gefällt ist klar. Bei dem Boule Mantel bin ich mir nicht sicher, ob das Material die Form zur Geltung bringt? Da er auf dem Photo offen ist, kann man das auch nicht erkennen. Kurzjacke, Weste, Mantel,… die Sachen wirken einfach durch das Material. Nur ohne Verschluss finde ich einen Wintermantel immer noch nicht praktisch.

„Ladylike“ sollen die Accessoires zum Fake Fur sein. Das mit der Plüschtasche at was, aber ich habe leider grade keine Zeit, noch eine Tasche zu nähen…

Die „Nähschule für Einstiger“ zeigt diesmal eines der Pelzjäckchen. Das könnte sogar klappen, denn da Plüsch sich nicht verzieht, läst er sich in der Tat halbwegs angenehm nähen.

Danach volle Ladung Abendkleider die „einfach göttlich“ sein sollen. Cape 128 fällt in der Tat so, aber irgendwas sagt mir, daß es mindestens einen Helfer braucht, um es auch nur für die Dauer eines Photos so hinzuzuppeln. Kleid 123 sieht auf alle Fälle gut aus, auch wenn es nicht wirklich was spezielles hat. Nur diese grauenhaften Fältchen an der Naht… das war’s dann, mit der Eleganz. Das sackige Kleid 110 sieht auf dem Bild erstaunlich gut aus, aber auch hier dürfte das in genau einer Pose klappen. Aber ein schickes Nachthemd gäbe es. In Kurzgröße ist der „Göttinenstil“ perfekt umgesetzt, so fleißig wurde da drapiert. Hübsch. Dann in Variante 106B noch mal das Kleid vom Anfang. Lange Ärmel, praktisch im Winter. Aber… in der Tat… Eher truschig als couturig. Und bei dem Kleid in Langgröße hätte ich gerne mal noch Bilder, die es genauer zeigen. Es könnte sehr gut aussehen…  Kleid 126 hingegen… ne, das Pailettenrechteck sieht doof aus.

Abendkleid BurdastyleMein Favorit ist allerdings Modell 130. Mit sternförmigen Falten auf Taille gebracht und dann reflektieren die tiefen Falten am Neckholder dieses Motiv. Nicht für meine Größe, aber wer schmaler ist und einen eleganten Auftritt haben möchte: Das da!

Danach Nagellack und Lippenstift vor antiken Säulen. (Mit Lippenstift habe ich so was im Kunstunterricht mal gezeichnet… lange her. 😀 ) Nun gut…

Sackkleid 110 darf sich dann von Frau Bily stylen lassen. Wobei die meisten Varianten den Vorteil haben, daß sie das Kleid gnädig verdecken. 😛 Als Tunika zur Hose schaut es aber nicht mal so übel aus.

Bei „Special“ geht es, welche Überraschung… um Weihnachtsdeko. Und so. Diesmal in blassen Natur- und Grautönen. Was mir teilweise sogar ganz gut gefällt. Bis auf die Geschichte mit den Hirschen… *börks* Aber jetzt sieht man diese Kitschbilder schon so lange, besteht die Hoffnung, daß der Trend bald durch ist…

Kinderkleidung ist diesmal in Gr. 104 – 128 geboten. Das Motto ist „Die jungen Wilden“. Fast alles aus Sweatshirt Stoff. Kinder können sich sicher toll drin bewegen, aber für’s Auge ist es jetzt nicht so recht. Ein hartes Kontrastprogramm zur Festmoder der Erwachsenen. (Kleid 144 könnte man vielleicht aus entsprechendem Stoff festlich stylen. Aber sonst…)

„News“ befassen sich diesmal mit dem Thema Spitze (was schön ist), die Sparte ist allerdings endgültig in Shoppingvorschläge abgedriftet. Als Feigenblatt unten links noch zwei Ausstellungshinweise, die wiederum haben aber nichts mit Spitzen zu tun. Feigenblatt halt und obendrein ein welkes.

Bei der nächsten Modestrecke hätte ich spontan „British Style“ gesagt, aber Trench und Karo werden jetzt „Tim und Struppi-Style“ genannt. Nein, nicht weil die Modewelt auf einmal alte Comics wiederentdeckt hätte. Es gibt einen Film.  Der schmal geschnittene Mantel im Trench Stil 118 gefällt mir sogar ganz gut.  Oha… Hundemäntelchen aus Glencheck, ein kariertes Hundekissen… (Was sie „Pouf“ nennen, soll wohl irgendwie edler klingen, tut es aber nicht, auch wenn das Wort französisch ist.) Dazu passend Hundehalsbänder. Nuun ja… Top 125 ist von hinten ganz nett, nur nicht der Jahreszeit angepasst, von vorne ist es noch deutlicher Sabberlatz als das Kleid einige Seiten weiter vorne, mit dem es wohl Schnitt und Grundidee teilt. Trägertop 122B hat einen interessante technische Zeichnung und ein Photo, das Wäscheklammern und Sicherheitsnadeln im Rücken nahe legt. Und die Hose scheint in der Hinterhose traurig herunterzuhängen. Sieht zumindest so aus, was beeindruckend ist, weil man kaum etwas von der Hinterhose sieht… Faltenrock mit Blazer gibt Schulmädchenstil und die Handytasche aus Lammfell ist wohl ein typischer Artikel für die Vorweihnachtsausgabe. Die gestrickte Tasche 126 mit Fell hingegen, die würde ich nehmen.  Dann gibt es noch eine Bluse in Langgröße, auch passend zum Weihnachtsfest. Mit dicker Schleife auf dem Bauch. Und ausgestopfte Knochen wollte ich auch schon immer mal haben. Aber Hundebesitzer sehen das vermutlich anders…

Der Download-Schnitt ist eine Jacke von 1950. Schon irgendwie nett, aber auf dem Photo des aktuellen Modells erschließt sich leider gar nicht, was das Modell von jeder beliebigen schwarzen Kurzjacke unterscheidet, so stylingtechnisch. Schade, irgendwie.

Festlich ist auch die Plusmode, scheit aber mehr durch Sparkle Stoffe zu glänzen, als durch ausgefeilte Schnitte. Wobei mir der schlichte Schnitt von Tunika 132 A sogar recht gut gefällt. Alltagstauglich. Als Kleid hingegen wird ein Sack daraus. Da ist das Kleid in Wickeloptik 134 deutlich interessanter. Wobei das Photo mal wieder gewisse Passformfragen aufwirft…

Kleid BurdastyleAch nein, es liegt wohl am Stoff… die lange Version ist Satin und hängt ein wenig traurig, wohingegen die kurze schwarze Version 134A meine Vorurteikle gegen Taft in großen Größen doch ziemlich durcheinander wirbelt. So sitzt das und sieht gut aus.

(Die Erkenntnis, daß ein völlig anderer Stoff auch einen völlig anderen Schnitt braucht ist nicht neu. Aber doch überraschend, daß Burda das noch nicht gemerkt hat. Die sollten doch nicht gerade Nähanfänger sein…)

Da offensichtlich Burda im letzten Monat gerade keinen Preis für irgendwas verliehen habe, gibt es die aussagelosen Minibildchen diesmal von der „Hello Etsy-Konferenz“. Erkenntnisgewinn? Gehen wir mal davon aus, daß der Burda Verlag bei Etsy irgendwie seine Finger drin hat. Denn warum sonst sollten sie es bewerben…

Ah ja, da offensichtlich noch nicht genügend Shoppingvorschläge plaziert werden konnten gibt es noch eine Seite unter dem Stichwort „xmas“. Äh. Ja. (Immer wenn ich denke, noch peinlicher geht es nicht, schaffen sie es, einen neuen Meilenstein einzuschlagen. Schon erstaunlich.) Wobei die Strickliesl als „Fee“ schon ganz niedlich ist. Ich frage mich allerdings, wie sie in der Hand liegt? (Tut mir leid, ich kann den funktionalen Aspekt einfach nicht völlig verdrängen…)

Die Quiltanleitung wird auch von mal zu mal kürzer. Diesmal hätte man den Rest auch sparen könen und gleich nur auf den Link fürs Materialpaket verweisen. Zu dem kommt doch sicher auch eine Anleitung mit, oder?

Als Bastelgechnik gibt es dafür eine Anleitung für Scherenschnitt. Natürlich mit Verweis auf’s Buch…

Der Atelierbesuch war mal wieder redaktionsnah, bei Nymphenburger Porzellan in München. Das ist natürlich schon ganz nett, ich finde aber die Vorstellung etwas weniger bekannter Betriebe interessanter. Die großen kennt man ja eh.

Am Ende noch der Stoff des Monats. Der diesmal auch eine reine Verkaufswerbung ist, denn was die Stoffe gemeinsam haben ist vor allem… den Laden, der sie verkauft. 😮 (Na gut, sie sind auch alle blau und/oder gold.)

Einige schöne Modelle sind ja im Heft, aber die Werbung fängt an nervig zu werden.

Resteverwertung: Kartenmäppchen

Using the Remnants: (Credit)Card Case

KartenmäppchenNachdem ich den Inhalt meines Kalenders auf mein Handy übertragen hatten ergab sich ein neues Problem… der Kalender war gleichzeitig die „Heimat“ all meiner Bezahl-, Kunden-, Ausweis- und sonstiger Karten.

Since I am using my cell phone as agenda now I had a new problem. So far my agenda was also „home“ of all my credit, membership and whatever cards.

Die mußten also umgesiedelt werden und auch dafür habe ich meine grauen Stoffreste weiterverwendet. Geschlossen wird das Etui mit einem Winzrest Webband von Kafka und einem kleinen Druckknopf. Wobei ich den Druckknopf angenäht habe bevor die Karten drin waren, mit Inhalt ist das Mäppchen deutlich dicker und der Verschluss jetzt etwas stramm. Aber es reicht.

So all those needed a new home if I didn’t want to drag my agenda along for that purpose only. So I took some of my gray remnants from the other projects, added a tiny bit of ribbon by Kafka and closed it with a small snap. Since I’ve sewn on the snap before filling the case with the cards so it is a bit tight now. But it works.

KartenetuiIm Inneren ist zunächst ein größeres Fach für Geldscheine, ein bißchen weniger hoch (und auch mit Kafkaborte abgeschlossen) als die Hülle im Ganzen. Für die Karteneinschubplätze habe ich Futterstoff verwendet und darunter ist noch Platz für einen Personalausweis im alten Format.

Inside there is one big compartment over the whole width that can hold some bills. To make the „slots“ for the cards I used thin lining fabric which was folded as needed. Under that is room for bigger cards like the (old) identity card.

Bei der Faltung für die Kartenplätze habe ich mich irgendwie vertan, auf der linken Seite ist das unterste Fach nur gut 1cm hoch, da hält nichts mehr drin. Da bin ich beim Messen und Falten wohl vom Weg abgekommen.

Somehow I made a mistake when I was folding and ironing the compartments for the cards. On the left side the lowest one is only about 1cm deep, that is not enough to hold anything safe. Somehow both sides are not symmetrical…

Verstärkt habe ich nichts, durch die vielen Stoffschichten halten die Karteneinschübe dennoch gut genug.Das ganze war auch fix gemacht, ich glaube mit zuschneiden, bügeln und allem nicht mehr als zwei Stunden. So Miniprojekte haben doch auch ihre Vorzüge…

I didn’t use any interfacing. Since the folding creates a lot of fabric layers it is stiff enough to hold the cards anyhow. It was a fun project and I think it didn’t take me more than two hours, cutting and ironing included. Those wee projects are definitely nice, too…

Die fast smarte Smartphonetasche

The nearly smart cozy for smartphones

Nachdem ich jetzt ein funktionierendes Handy habe, braucht das auch eine Hülle. Ich habe ja keine Lust, mir (schon wieder…) den Bildschirm zu zerkratzen.

I finally gave in and I am owner of a cell phone that actually works. Now I needed a protection for it, I didn’t want to scratch a screen… again.

HandyhülleAlso ein paar Stoffreste von der Tasche geschnappt, viel am Handy rumgemessen und eine Hülle genäht. In bewährter Manier wieder mit Seide gefüttert, denn das reinigt gut und gepolstert mit einer Schicht Volumenvlies.

So I picked some scraps from the bag, took a lot of measurements and made a cozy. Since I am lazy and like self-cleaning options I lined the little thing with silk and added a layer of padding for protection.

HandytascheEine Ladestation muß Frau natürlich auch haben und da fragte ich mich doch, warum das denn zwei Teile sein müssen?

Schließlich reise ich doch öfter und gerade da soll das Gepäck so klein wie möglich sein. Also wurde die Ladestation sozusagen integriert. Funktioniert auch.

Since every crafter in blogland seems to have a „charging unit“ that helps to organize the phone while charging it I wanted that also. But I wondered why the cozy and the charging unit have to be two items?

I do travel quite a lot and I want my luggage to be as small as possible. So I took care while constructing it, that it could be used as a charging unit also. Works fine.

HandytascheDie Rückseite hat noch eine kleine Tasche, in die man entweder die Kopfhörer stecken kann oder das USB Kabel zum Nachladen am Rechner. Wie gesagt… Reisefertig alles mit einem Griff.

The back has a small pocket just big enough for either the head phones or the USB cable for charging on the laptop. As I’ve said… travel ready, everything at hand.

Alles sehr smart gedacht…. wenn nicht…

Very smartly done… if not…

HandytascheWenn ich nicht den zuerst schön langen Verschlussstreifen vor dem Annähen gekürzt hätte, weil ich dachte, der sei viel zu lang.

Damit reichte der Druckknopf nur bis auf die Klappe und die ganze Klappe kann sich öffnen, was nun keinen sicheren Verschluss darstellt.

Damit die Hülle dennoch benutzt werden kann, habe ich einen winzigen Drücker von Hand aufgenäht. Das hält derweil, aber ich denke, da muß ich wohl noch eine zweite Variante nähen….

If I had not cut the originally very long strap. Because while constructing I thought it was way to long.

So the snap can only close on the flap and then flap and strap can unfold together which is not the secure closer I want for my phone.

To make it usable I’ve sewn a tiny snap on the tip of the strap, but that is only a temporary solution. I guess I’ll have to make another one…

Maschenkunst unterwegs (XXII)

Maschenkunst in AachenDer Wollmeise Schal (aus dem Wollmeise Sonderposten in der Maschenkunst ist schon ein ganzes Stück gewachsen. (Die Lace Stola ist inzwischen fertig und wartet auf eine freie Matratze zum Spannen, das wird noch dauern.) Deswegen durfte er mit nach Aachen in den Handarbeitstreff (eine ganz nette private Initiative). Auf dem Tischtuch hat er sich natürlich besonders wohl gefühlt. 😉

The Wollmeise scarf grew quite a bit meanwhile. (The lace shawl is finally finished and is waiting for blocking which requires a free space and will take a while.) So it was allowed to come to Aachen to the Handarbeitstreff („craft meeting point“), a privat initiative of very sweet people. And of course the scarf felt very at home on that dish cloth. 😉

CompAkTa, die neue Tasche fürs Büro

My new bag for the office

Tasche fürs BüroDa sich mein Rücksack verstärkt auflöst, habe ich mich mal wieder an einer Tasche versucht, diesmal fürs Büro.

My bagpack is decomposing more and more, so I wanted a new bag I could use to go to the office.

Ziel war, daß mein Computer reinpasst, die Mappe mit den Akten, Handy, Strickzeug, eine Notration,… sie sollte aber auch nicht viel größer sein als nötig. Und das ist das Ergebnis: Der Außenstoff ist aus den Resten des grauen Rocks gepatched, für das Innenleben habe ich Seide (von Tissus Reine in Paris) gewählt, weil die den Computer gleich schön sauber hält. In der Mitte eine gepolsterte Innentasche mit Reißverschluß für den Computer. Eine nach unten beutelige Außentasche fasst wenig wertvolle Objekte wie Taschentücher oder einen Müslirigel.

The idea was that my laptop and the paperwork fit in, also the cell phone, knitting stuff, emergency rations… but it should not be bigger than necessary. And this is the result: the outer fabric is created from remnants of a skirt project, the lining is silk from Tissus Reine in Paris because silk cleans the computer automatically while it is carried. So the laptop is in a quilted compartment with zip in the middle. The pocket on the outside it flat on top and deeper on the bottom and holds not so valuable stuff like a muesli bar or some kleenex.

InnentaschenInnen gibt es eine große Tasche mit Reißverschluß sowie zwei offenen Taschen für das Handy und flachen Kleinkram.

On the inside there is one big packet with a zip on the one side and two smaller ones to hold the cell phone and flat items.

bezogene DruckknöpfeObwohl die Tasche leider nicht perfekt genäht ist (ich habe die Abläufe teilweise erst beim Nähen entwickelt und nicht alles war optimal), habe ich mir trotzdem den Spaß gemacht, in Details zu investieren. So dient etwa Band von Kafka als Stopper für den Reißverschluss. Und der Druckknopf für die Außentasche wurde bezogen. Das eine Teil grau, das andere, das auf dem schwarzen Futterstoff sitzt, mit schwarz.

I developed the sewing steps partially while constructing the bag and found out that not all of my solution were really good ideas. I managed everything, but the bag is far from being perfect. Still I liked to invest in some details. Like using ribbon from Kafka as zipper stops or covering the snap that closes the pocket on the outside. The part that sits on the gray fabric is covered in gray, the part that sits on black fabric is covered in black.

KnopfUnd weil mir dann immer noch nach verspielt war, habe ich diese Rosenknöpfe noch angebracht. (Das Photo ist leider nicht so gut.) Die sind allerdings nicht nur Deko, sondern stabilisieren die Trägernaht, weil sie durch alle Lagen genäht sind.

In the end I still felt somewhat playful so I added those rose buttons (sorry for the blurred pic). Though they also serve a purpose. They are sewn through all layers so the stabilize the seam that attaches the strap.

Mit dem Endergebnis bin ich aber weitgehend zufrieden, nur ein bißchen größer hätte sie doch sein dürfen. Es passt alles rein, aber knapp. Und nur so lange das Strickzeug nicht zu groß ist. Ich fürchte, so wird sie nicht lange halten. Aber dann nähe ich halt eine andere… 😉

I am mostly happy with the result. Only the size is a bit on the small side. I can fit everything in, but very tight. And only if my knitting isn’t to big. So I’m afraid it will not last to long. But that will be an excuse to sew another one… 😉

burda 6157, Modell A (Unterkleid)

Since this is a very old OOP pattern and I do not even have FO pictures there will be no pattern review in English on PR, just some German words her. (Unless someone has the pattern and really needs advice.)

Unterkleid BurdaMein Abendkleid brauchte noch ein Unterkleid. Ich hatte dünne Pongé Seide, also ein Schnitt für was unelastisches. Zudem sollte der Schnitt wenigstens ein bißchen Form (= Teilungsnähte) haben, weil das Kleid ja körpernah ist.

Einiges Kramen erbrachte diesen Schnitt, den ich vor gefühlten tausenden vor Jahren schon mal aus Seidenjersey genäht hatte, allerdings deutlich kleiner. Freundlicherweise geht er aber bis Gr. 48 und damit kann ich auch heute noch was anfangen.

Also in 48 abgepaust, an der Hüfte auf 50 erweitert. Oberhalb der Taille gekürzt und eine kleine FBA durchgeführt. Nach einer anderen Technik als sonst. Bei Wiener Nähten einfacher, aber für mein Gefühl auch weniger exakt. Für ein Unterkleid aber gut genug.

Auch im Weiteren habe ich die Anleitung ignoriert. Das Rückenteil wurde quer zugeschnitten (paßte so nämlich genau auf  die 90cm breite Seide), die Vorderteile im Schrägschnitt. Allerdings ohne zu messen, geschätztes Auflegen, beim Unterkleid ist das egal, ob das jetzt 40° oder 50° sind.

Die Nähte habe ich als französische Nähte gemacht, weil ich die versäuberten Nahtzugaben auch nicht auf der Haut haben mag. Der Ausschnitt wurde in Abstimmung mit meinem Kleid etwas tiefer geschnitten und vorne versäubert, indem ich einen längs gefalteten Schrägstreifen von rechts angenäht habe (alle Schnittkanten zeigen in die gleiche Richtung) und dann auf die linke Seite gebügelt und festgenäht habe. Die Träger habe ich etwas breiter zugeschnitten als vorgesehen und im Rücken etwas näher zusammen angenäht als vorgesehen. Burda Rücken sind mir ja tendentiell zu breit.

Die seitlichen Vorderteile und das Rückteil habe ich mit Dessousgummi gearbeitet. Dabei an den seitlichen Vorderteilen nur wenig eingehalten, am Rücken mehr (auf meine Rückenbreite). Was gut war, denn sonst hätte das überall gar fürchterlich abgestanden.

Den Saum dann einfach zwei Mal eingeschlagen und drübergesteppt. Etwas kürzer als im Schnitt vorgesehen und ohne Spitze.

Ergebnis erfüllt seinen Zweck und sieht dank des Gummis am oberen Rand auch ordentlich aus.

Foto gibt es diesmal aber keines… 😉 Ist auch nicht besonders aufregend.

Maschenkunst unterwegs (XXI)

Maschenkunst unterwegsNa, erinnert sich noch jemand an den Lace Schal aus „Victorian Lace Today“, den ich seit geraumer Zeit aus dem Silk Mohair von Artyarns aus der Maschenkunst stricke? 😉

Ja, ich bin noch dabei und die Stola war mit in Paris. Hier aber im Thalys (Zug) schon wieder kurz vor der Rückfahrt. Und die Stola ist das helle Zipfelchen ganz vorne im Bild…

Anybody remembers the lace shawl after the pattern from „Victorian Lace Today“ I’ve been knitting for quite a while? You haven’t forgotten the material is Silk Mohair by Artyarns, purchased at Maschenkunst? 😉

Yes, I’m still knitting and it has been to Paris with me. But here we are in the Thalys train again, some time before heading back to Germany. And the shawl is the wee bit of stitches on the bottom of the pic…

Dark Glam

Ich hatte mal wieder fast ein ganzen Knäuel Wolle von Tortora übrig und Lust auf noch eine graue Mütze. Es schwebte mir was leichtes vor, lässig und eher slouchy, mehr für die Übergangszeit als für den Winter. Und nachdem ich das angefangene Knäuel, das natürlich nicht mehr genug für eine Mütze war, einige Wochen auf dem Schreibtisch ständig vor meiner Nase hatte machte es „Pling“.

Again I had a nearly whole skein yarn left over (from Tortora) and I felt like yet another grey hat. I wanted something airy, slouchy, nor really for winter but for cool autumn and spring days. The „I am not enough for another hat“ skein sat on my desk for some weeks and while I was staring at it nearly every day the inspiration hit me.

Slouch/ Mütze Dark GlamIch hatte doch noch einen Rest Lace Garn, auch Alpaka, in der gleichen Farbe! Und damit das grau nicht zu langweilig wird… da war doch noch der M30 Zierfaden von Alterfil in silber… steht nirgendwo, daß man mit Nähgarnen nicht auch stricken darf, oder? 🙂 (Die anderen beiden Garne, „Alpaca Andes“ von katia und „Alpaca 1“ von Isager gibt es bei der Maschenkunst. Daß die Farben so exakt passen ist natürlich Glück.)

Didn’t I have another left over in grey alpaca from a lace project? And since grey alone might be a little dull I dug into my sewing threads and came up with some metallic silver M30 Zierfaden by Alterfil. There is no law against knitting with sewing thread, isn’t it? (The other yarns, „Alpaca Andes“ by katia and „Alpaca 1“ by Isager can be purchased at Maschenkunst. That the colors match perfectly was a nice coincidence.

Slouch/ Mütze Dark GlamDann noch ein paar Abende mit einem Nadelspiel in 5,5 gearbeitet und fertig war die Mütze. Dichte und transparente Streifen wechseln sich ab, genau wie ich es wollte.

(Für Mützen sollte ich mir allerdings endlich mal ein Spiel mit langen Nadeln in der Stärke besorgen. Auf den kurzen war es doch etwas lästig…)

Add some evenings with a set of 5.5mm dpns and the hat was finished. Alternating dense and transparent stripes, exactely how I wanted it.

(Next time I’m knitting a hat with this needle size I should not forget to buy long dpns. Knitting the thick yarn on the short needles was not so nice.)

Und wie oft habe ich auch diesmal die Anleitung aufgeschrieben, es ist wirklich ganz einfach und schnell gemacht: Anleitung für „Dark Glam“.

(Wie immer für den privaten Gebrauch kostenlos, für alles andere vorher fragen. Der Verkauf von nach diesen Anleitung gefertigten Artikeln, der Verkauf der Anleitung selber oder die Verwendung der Anleitung in Kursen sind selbstverständlich kein privater Gebrauch mehr. Außerdem ist es mir lieber, wenn ihr den Link auf die Anleitung hier im Blog weiter gebt, statt einfach Kopien zu machen. Danke!)

And here is the pattern, it’s really easy: Pattern for „Dark Glam“.

(Like always: The pattern is free for private use. Anything else: just ask before. Selling items made after this patter, selling the pattern or using the pattern for classes are not considered private use. If you like the pattern and want to pass it on I prefer if you pass the link to the pattern in the blog, instead of making copies. Thank you!)

Vogue 2494, Vogue Vintage Original 1948 Design (Kleid)

The English review is on Pattern Review as usual.

Diesen Schnitt habe ich mir auch vor etwa zehn Jahren gekauft, da keine deutsche Anleitung dabei ist vermutlich in Paris.

Kleid Vogue 2494Ich denke das war damals schon für einen Anlass gedacht, für den es dann aber wohl doch nicht geeignet war.  Aber zur Hochzeit meines Bruders in diesem Jahr war die Stunde dieses Schnittes endlich gekommen.

Allerdings habe ich seit Kauf des Schnittes gut eine Größe zugelegt und es stellten sich erst mal zwei Fragen: Sieht dieser Schnitt auch bei weniger ätherischen Figuren gut aus? Und bekomme ich den auch angepasst? Denn Falten darf so was nur genau da werfen, wo sie vorgesehen sind.

Also habe ich mir erst mal einen Polyesterstoff gekauft (Am Markt am Maybachufer in Berlin)  und probe genäht. Das war aus verschiedenen Gründen gut. Nicht nur wegen der Paßform und der Stilfrage, sondern auch die Verarbeitung. Die weicht an etlichen Stellen von dem heute gewohnten ab.

Ich habe also erst mal meine Standardänderungen gemacht: Größe 20 am Oberkörper, zur Hüfte dann auf Größe 22 erweitern. Oberhalb der Taille 2cm Länge rausfalten und die Schulter 1cm schmaler. Letzters ging gut, indem ich den Schulterabnäher einfach vertieft habe. Da ich vom reinen Angucken der Schnitteile nicht wirklich verstanden habe, wo am Ende der Ausschnitt sitzt und mein Brustumfang genau zwischen Gr. 20 und 22 liegt habe ich auf eine FBA verzichtet. Die Ärmel sind angeschnitten, die Grundform scheint mir „Kimono“ zu sein und da hat das bei einem Vogue-Schnitt schon mal gut ohne geklappt.

Nicht ganz so einfach war das Kürzen im Oberkörper, denn dabei mußte ich nicht nur die Abnäher am Rücken kreuzen, sondern auch den schrägen Brustabnäher vorne. und zwar so, daß hinterher die Abnäherschenkel wieder beide gleich lang sind. Dabei muß dann auch was schief gegangen sein, denn das Rückenteil ließ sich nicht ohne einhalten an den Seiten an das Vorderteil nähen. Da ich das nicht wollte, habe ich den Stoff „ausgestrichen“, was aber einiges an Weite weg nahm.

Kleid VogueDas Ergebnis hatte ich zwar hier schon mal gezeigt, aber zur Erinnerung noch mal das Bild.

Das war im Großen und Ganzen befriedigend. An der FBA kann ich mich vorbeimogeln, wenn es an der Stelle dann etwas „gefährlicher“ aussieht macht das nichts. An der Taille ist es zu eng, was kein Wunder ist, denn da fehlten etwa 4cm. Es muß noch Länge im Oberkörper raus, und zwar zur Mitte hin mehr als zu den Seiten. An der Hüfte darf ich noch etwas zugeben und am Saum wohl auch besser.

Technisch: Fadenschlingen für die Knöpfe im Rücken sind blöd, ich nehme lieber Stoffschlingen und statt einen Reißverschluss verdeckt einzunähen, kann ich auch direkt einen Nahtreißverschluss nehmen. Und an der Seitennaht muß ich noch was anpassen, damit Rückenteil und Vorderteil aneinanderpassen.

An Länge habe ich am Rückenteil dann im Ganzen 4cm an der hinteren Mitte und 3cm an den Seiten rausgenommen. Am Vorderteil sind es auf die ganze Breite 3cm. Zusätzlich kam am Rückenteil noch mal 1cm knapp unter dem Knick der Wirbelsäule raus, sozusagen über dem Bürzel. *g* Dafür habe ich am Saum noch 4cm zugegeben und auch ab Taille beginnend 1cm an der Seitennaht. (D.h. 4cm mehr Weite an der Hüfte.)

Stoff habe ich bei De Gilles in Paris gefunden, ein dunkelblaues Seiden-Mischgewebe mit einer eingewebten Struktur, so daß es nicht glänzend war, aber dennoch „lebendig“. Außerdem war der Stoff fließend und weich, ohne wie Satin jede Körperbeule mit Lichtreflexen „auszuleuchten“. Dazu dann noch ein paar Meter dünne Pongé Seide in Dunkelblau für das Unterkleid und die Nahtzugaben. Da ich die Nahtzugaben einfassen wollte, war da dann Schrägbandschneiden angesagt. (Über die Nahtzugaben schweigt die Anleitung sich aus.)

Zuschneiden ist übrigens kein Vergnüngen, es sind mit Schulterpolstern und allem duch einige Teile, etliche nicht symmetrisch und so war größtenteils in einfacher Stofflage auflegen und rumprobieren angesagt. Mein Stoff war nur wenige Zentimeter breiter als die Anleitung vorgibt, das reichte aber genau, um noch Teile nebeneinander zu bekommen, die sonst untereinander gemußt hätten. Also ist letztlich noch ein recht großes Stück Stoff übrig geblieben.

Da mein Stoff doch recht weich war habe ich abweichend von der Anleitung Bügeleinlage (Freudenberg G785) verwendet und zwar vor allem für den Beleg des Ausschnittes (denn der scheint mir das Kleid zu „tragen“, so architektonisch gesehen) und auch die zwei Stellen am Vorderteil wo wegen des Einsatzen eingeschnitten werden muß sowie die Belege der Knopfleiste im Rücken. Alles was sonst noch einzuschneiden war bekam Fray Check verpaßt.

SchlingenverschlussAm Halsausschnitt habe ich statt Fadenschlingen zu nähen (die sich dann doch wieder verziehen und so) Schlaufen aus dem Stoff genäht.

Den Reißverschluss in der Seitennaht habe ich gleich als Nahtreißverschluss eingearbeitet. Und zusätzlich bekam das Kleid (falls getanzt wird) einen ca 20 cm hohen Schlitz, der mit feinen Kunststoffdruckknöpfen unsichtbar geschlossen werden kann.

Da das Kleid ungefüttert ist bekamen alle Nahtzugaben eine Hongkong Einfassung aus der Pongé Seide. Sonst habe ich mich an die Anleitung gehalten und auch die Säume brav von Hand gemacht und das Drapé-Teil und den Ausschnitt von Hand rolliert. (Was an der Seide doch deutlich besser funktionierte als an dem aus Polyester.)

Ungeklärt blieb für mich das Rätsel der Seitennaht. Denn trotz aller vermeintlichen Änderungen war auch bei der zweite Variante die Seitennaht am Rückenteil länger als am Vorderteil. Damit es nicht zu eng wurde, habe ich diesmal den Stoff eingehalten. War bei Seide eine leichte Herausvorderung, ist aber offensichtlich niemandem negativ aufgefallen.

Kleid nach VogueMit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.Die gut 44h Stunden reine Arbeitszeit (ich hatte diesmal Buch geführt) waren gut investiert.

Der vordere Einsatz und das Drapé Teil hinten lenken ganz gut ab, ohne zusätzliche, sackartige Weite zu erzeugen.

(Der Einsatz vorne ist übrigens deutlich höher als auf der Zeichnung der Schnittmustertüte…)

Falls ich noch mal die Gelegenheit habe es zu tragen, sollte ich noch einen etwas festeren BH dazu nähen. Sonst trage ich noch ein Unterkleid aus Pongé Seide drunter. Alles zusammen trug sich auch bei mallorquiner Hitze sehr gut, ohne daß ich mich in der Kirche zu „nackt“ fühlte.

Nochmal werde ich das Kleid dennoch eher nicht nähen, denn es ist was besonderes, mit so was geht man nicht in Serie.

(Wer den Herstellungsprozess detailliert sehen will: Es gibt ein WIP im Hobbyschneiderin-Forum. Die Bilder kann man leider nur aks angemeldetes Mitglied sehen.)