Revue de Presse: Burdastyle Oktober 2013

Titel Burdastyle Auch die aktuelle Burda darf im herbstlichen Zeitschriftenreigen nicht fehlen. Der Titel kommt ganz sanft daher und das Titelkleid gefällt mir schon mal.

Auch das Editorial befasst sich mit der Farbe „nude“. Und der Möglichkeit, sie mit kräftigen Farben zu kombinieren. Auch mal eine Idee. Vielleicht brauche ich doch mal nude?

Danach wird aber erst mal gebastelt in den „kreativ-trends“. Nieten (nun ja), große Schriften (von Hand aufgemalt… ich habe schon wieder den Retro-Flash… aber ich könnte mal die entsprechenden Strickmuster aus der nicole verwenden… 😉 ) und große Rüschen Schleifen und Jabots am Hals. Och nö, das muß nicht sein.

Besser gefällt mir „Aus alt mach neu“ wo Chucks verwandelt werden. Also nicht daß man da alte Chucks nehmen würde, die sind auch alle neu. Aber einige der Vorschläge sind doch witzig.

Mit dem Titelthema der sanften Töne geht dann die Mode los. Kleid 119 in Langgröße ist für mich wieder ein exzellentes Beispiel, wie man das mit den 3/4 Ärmeln nicht machen sollte…. das sieht bei langen, dünnen Personen einfach aus wie rausgewachsen. Der formlose Schnitt (im Sommer gut als Strandkaftan zu verwenden) macht es nicht besser. Außerdem hängt der Saum hinten länger runter als vorne… Die Rock-Blusen Kombination daneben ist da schon besser, aber gerade bei angerüschten Armkugeln sollte der Ärmel einfach genau auf der Schulter sitzen und nicht überschnitten sein. Und Keulenärmel mit einer eher „lässigen“ Weite am Ärmelsaum sind auch nicht der Hit. Nette Grundidee, wenn man es mag, aber für die Ausführung würde ich keinen schönen Seidenduchesse verschwenden. Bei der Jerseytunika 124 mit Schößen stellt sich mal wieder die Frage, wie das aussieht, wenn man nicht lümmelt. Am Ausschnitt wird man was machen müssen, der liegt ja schon auf dem Bild nicht an. Bei Rock 121 frage ich mich, was der Seitenzipfel soll, dafür wirkt die Jacke 106 irgendwie eine Nummer zu groß. Jerseykleid 112 von Titel überzeugt mich hingegen auch auf den zweiten Blick.
Mantel Burdastyle Überraschend gut gefällt mir hingegen Mantel 102. Leichte Boule-Form und die Pelzblende unten… den könnte ich mir auch auf meine Größe „aufgeblasen“ vorstellen.

Die verschlusslose Bluse 117 für Langgrößen fällt hingegen wieder völlig durch. Die Ärmel sehen einfach aus wie rausgewachsen, die Proportionen sind grauenhaft.

Als nächstes gibt es einen „Taschen-Guide“, was auch immer das sein soll. Ist jedenfalls neu als Rubrik. Offensichtlich werden vier mehr oder weniger prominente Frauen als Aufhänger genommen, Beispiele für vier unterschiedliche Taschenformen vorzustellen. Die kleinen Ethno-Täschchen finde ich sogar witzig, aber ich bin ja der Typ für mehr Stauraum. (Das ist es auch, was mich regelmäßig von Clutches abhält…)

Das „Modelexikon“ ist inzwischen beim „H“ angekommen. Interessant, welche Modeschöpfer von denen ich noch nie gehört habe, Burda immer ausgräbt. Andererseits sind Modeschöpfer nicht mein Hauptinteresse und ich lerne ja gerne dazu. Leicht bis mittelpeinlich in dem Zusammenhang die Eigenwerbung für ein neues Blog mit der Subtilität eines Vorschlaghammers…

„Little Princess“ ist das Motto der nächsten Modestrecke. Warum das erste Kleid „Trompe L’Oeil“ sein soll? Rüscht halt so rum, aber was daran das Auge betrügt? So wiedas Model im Stuhl lümmelt kann man allerdings eh nichts erkennen. Den Mantel 125 finde ich hingegen recht gelungen. Lässig in Schnitt und Material, aber mit der Persianerblende als gewissem Extra. Die Farben gefallen mir nicht recht, aber die Grundidee ist gut. Bluse 114 hat erstaunliche Qualitäten als Basisbluse. Bin ich von Burda nicht gewohnt, Jerseykleid 124B ist auch recht nett. Denke ich, es gibt zwar vier Bildpositionen, aber wirklich erkennen kann man es auf keiner. Der Boule-Mantel 103 mit den angeschnittenen Ärmeln wirkt eher zu groß, als lässig. Wobei auch der Schnitt als solcher ausbaufähig sein dürfte. Der Cheerleaderrock aus Pailletten hingegen geht eher nicht. Der wirkt… billig. Dann doc lieber Corsage 109 zur Hose. Nur vielleicht ein wenig… unpassend für das Herbstwetter?

Kosmetik… man wieder zum Überblättern…

Die „Nähschule“ ist jetzt weder für Anfänger noch für Fortgeschrittene, sondern einfach nur eine Nähschule. Auch recht. Und man widmet sich der Corsage. Die Nähschritte werden klar gezeigt, aber G785 als Einlage für eine Corsage ist eine…. lustige Idee. Die Miederstäbchen auf die Nahtzugabe nähen ist nicht die schönste Methode. Und sie aufznähen, ohne die Enden vorher irgendwie zu versiegeln kann sehr unbequem werden, wenn es sich durchs Futter pieckt. (Und ratet, woher ich das weiß… 😀 )

Anschließend die Laufstegtrends… Tarnmuster muß ich nicht haben, mit „Statementpiece“ ist in diesem Fall wohl ein Hosenanzug mit großem Muster gemeint. Metallicoptik… nicht schlecht. Für mich aber sicher nur in kleinen Dosen. Die Rosékleider vom Laufsteg sind nicht schlecht. Das Burdamodell hingegen… Mit den Pelzdetails kann ich mich ebenfalls anfreunden, sowohl als Minicape als auch an Mänteln. Brauche ich schon wieder einen Wintermantel? *hüstel*

Aha, das Minicape kommt dann schon in der nächsten Modestrecke… New Military. (Bin ich ja immer gespalten, Die Strenge mancher Teile als Look gefällt mir durchaus. Militär hingegen ist nichts, was mich beglückt. Eher eine… Notwendigkeit. Vermute ich.) Das große Cape 104 hat einen hohen Kragen, einen richtigen Reißverschluss… das Ding ist ja mal… nützlich! Das Flecktarn-Fledermauskleid… geht gar nicht. Die Metallicbluse sagt entweder, daß die 80er mit den zu weiten Schultern wieder da sind (Ich fürchte ja inzwischen, die dicken Schulterpolster holen uns doch noch irgendwann ein… :-/ ) und daß die Bluse zu groß ist? Die Corsage hat in der Variante so einen Look von… Domina? Dann das Titlekleid noch mal. Gefällt mir auch hier, aber nicht so gut wie die Variante vom Titel. Dann einen Parka in Oliv (ach ja…) und eine weitere Jacke 105, deren Schnittform mir gut gefällt. So ähnlich wie der Parka, den ich aus der Burda von 2011 genäht habe (und immer noch nicht photographiert…) Aber ohne Flecktarn… wäre es schöner. IMHO.

Die nächste Beauty-Seite habe ich nicht schnell genug überblättert. Nagellack gibt es jetzt auch ohne Formaldehyd? Schadstofffrei? Wirklich ganz ohne, oder nur so wenig, daß es nicht deklariert werden muß? Ich mag ja Nagellack meistens nicht, deswegen ist es mir kein schlimmer verlust, ihn nicht zu vertragen. Aber gelegentlich zu einzelnen Anlässen oder bestimmten Outfits könnte das ja doch mal eine nette Abwechslung sein…?

Bunt ist dann auch die nächste Modestrecke, Hippy-Style. Das Shirt in Langgröße hat wieder kurze Ärmel, im Gesamtoutfit zur Hose wirkt es hier jetzt aber lässig und nicht zu klein. Am Maximantel in Kurzgröße gefällt mir die Schnittzeichnung gut. Der Mantel vielleicht etwas weniger. (Und natürlich fragen wir uns, wie Burda es schafft, daß das Shirt in Langgröße der gleichen Person passt, wie der Mantel in Kurzgröße… 😮 ) Schlaghose mit buntem Bolero… das sieht derart 70er aus, daß man sich fragt, warum man es nicht gleich im Second Hand Shop holt, sonder es mühsam näht? Aber warum nicht… Besser Hair als Dallas. 😀  Shirt 107A ist auf jedenf Fall ein schöner Ansatz mit deer Mischung aus Muster und Uni am lässigen Fledermausshirt. Nur mit genau den Stoffen gefällt es mir nicht.

Jacke BurdastyleGut gefällt mir dann die Jacke 129 in Kurzgröße. Die Mischung aus chanelligem Tweed mit ein bißchen Goldlitze zum militärisch strengem Schnitt… das ist wieder ganz nach meinem Geschmack. (Und wie gut, daß ich für diesen Artikel so lange brauche… inzwischen hat es Burda nämlich geschafft, auch ein Photo davon auf ihre Seite zu stellen…. das war da letzte Woche noch nicht….)

Daß weder Poncho noch Bananenrock bei dem Thema fehlen dürfen ist klar. In beiden Fällen sind die Farbkombinationen nicht so mein Fall. Und Blumenblüschen mit Bolero… ach ja….. das ist alles schon wieder so original, daß es nicht wirklich spannend ist.

Den Bananenrock 133 nimmt sich Frau Bily dann auch zum Styling vor. Aber ganz ehrlich… ein so auffälliger Maxirock dominiert einfach jedes Outfit, so wirklich unterschiedlich wirken die Outfits eigentlich nicht.

Auch die Accessoires lassen den Hippie-Look der 70er aufleben. Was allerdings die Haarspülung damit zu tun hat muß ich nicht verstehen, oder?

Feminin ist das Motto für die Plus Schnitte. damit kann ich ja grundsätzlich was anfangen. Shirt 130 hat einen interessanten Ausschnitt, aber mit der Silber und Leggings Optik kann ich mich einfach nur beschränkt anfreunden. Das ist einfach so sehr Peggy Bundy…

Dann doch lieber die Schößchenbluse 134. Bluse? Ich hätte es ja eher für eine Jacke gehalten. Aber gut… und den Brustansatz bedecken die Haare des Models, sonst nichts. Für’s Büro vielleicht nicht so geeignet. Trotzdem… gefällt mir gut.

Kleid 136 ist dann ein „weiß nicht“. Auf dem Photo sieht es ganz attraktiv aus, die Zeichnung läßt eher ein Zelt vermuten? Da hilft Crêpe de Chine auch nicht weiter. Die Bluse mit der Wickeloptik diesmal ohne die Revers. Ausschnitt höher gezogen, aber das glänzende Material hat schon wieder viel von edler Nachtwäsche. Auch als Jacke 137 sind die Schößchen attraktiv. Nicht so rüschig, wie bei vielen Modellen, sondern etwas dezenter.

Völlige Platzverschwendung die Minibildchen zum New Faces Award… wie immer, Bilder zu klein, um was zu erkennen und zu 95 Prozent Leute, die nicht mal prominent genug sind, um ins Dschungel-Camp eingeladen zu werden…

Die „news“ muß man auf der gleichnamigen Seite erst mal suchen. Drei Ausstellungen. Eine davon in Paris und bis März…. Könnte klappen. Der Rest ist die übliche Werbung. Immerhin gibt es ein ein Oberthema: Knöpfe. Daß es auf knitty.com Anleitungen für Dorset Buttons gibt bezweifle ich aber…

Die Kindermode (Gr. 110-134) ist auch ganz heftig 1980er. Grafisch, Sewatshirt, seltsame Schultern. Für Kinder aber witzig. Was der Blazersschnitt dabei zu suchen hat, erschließt sich mir aber nicht wirklich.

Beim „Basteln mit Kids“ gibt es eine doch relaiv anspruchsvolle Dino-Laterne. Wer die basteln kann, ist vermutlich aus dem typischen Dino-Alter schon ein wenig raus. (Und die Ideen von Kindern sind ihnen wohl ausgegangen…)

Die Bilder der Leserinnen stehen diesmal unter dem Motto „Punkte“. Schade, daß sie nicht zu jedem Modell die technische Zeichnung des Originals abbilden, das ist oft ein interessanter Vergleich.

„Leichter nähen“ erklärt und diesmal, wie man einen Reißverschluss einnäht. Einmal einen Nahtreißverschluss und einmal einen sichtbar eingesetzten. Bewährte Erklärungen aus den Nähbüchern des eigenen Hauses, nehme ich an. (Normale Reißverschlüsse verdeckt einsetzen kommt offensichtlich nicht mehr vor…)

Danach gibt es wieder einen Quilt, Wie meist eher von der schnellen Sorte (große Teile) und mit ungefährer Anleitung. (Quilten sie nach Lust und Laune Motive….) Dem Design mit den Vintage Stoffen kann ich auch nicht viel abgewinnen. Daher vermisse ich die Angabe, aus welchem Buch das stammt auch nicht.

„Green Fashion“ ist eine weitere bunt zusammengewürfelte Seite, wichtig der Hintergrund im Bambusdesign. Ansonsten herrscht Beliebigkeit, zwischen Werbung für irgendwie „grüne“ Mode, Mini-Infos zum GOTS Label und Präsentation einer Sonnencreme, die irgendwie Gutes tut.

Weiterblättern zur Deko… gedeckter Tisch ist ja durchaus ein ansprechendes Thema. Die Namensschilder aus dünnem Blech sind zumindest ein ausbaufähiger Vorschlag. Genähte Kürbisse sind hingegen nicht mein Fall…

„Warenkunde“ befasst sich diesmal mit Fleckentfernung. Überraschenderweise vor allem mit Mitteln, die man im Haushalt eh mehr oder weniger hat. Ob Zitrone bei Rotwein wirklich besser hilft weiß ich nicht, wäre aber einen Versuch wert…

Der nächste Versuch, uns schnöde Shopping-Links unterzujubeln ist mit „unsere Crafting Community“ überschrieben. Letztlich landet man aber auf etsy und dawanda… Gemeinsames Thema ist übrigens „Leder“, weswegen dann noch völlig unmotiviert zwei Schnitte für Leder aus früheren Burdaheften danaben abgebildet sind. *OhMannistdaspeinlich*

Die „Best Sites“ sind wohl ebenfalls den Tierhäuten gewidmet, aber die habe ich schon gelernt, zu ignorieren..

„Leichter finden“ ist dernächste Basteltip überschrieben. Obstkisten bunt anmalen und an die Wand hängen. Na so wirklich gut findet man da drin sicher nichts….

Zum Abschluss gibt es noch einen Stoff des Monats, diesmal mit netten Motiven im Stil der afrikanischen Stoffe. Nur aus London zu einem Vielfachen des Preises der Originale… na dann gehe ich doch weiterhin lieber zu Toto…

Bilder sind von Burda, sind wie immer als Zitate zu verstehen und die Bildrechte liegen selbstverständlich beim Burda Verlag.

 

 

 

Burdastyle, 3/2011, Modell 144 (Jacke)

English Version is on Pattern Review.

Jacke BurdastyleEndlich fertig und ich komme dazu, auch darüber zu schreiben. Bzw. abschließend zu schreiben, rumgeärgert habe ich mich mit der Jacke ja genug.

Ich habe den Schnitt in Größe 48 verwendet, wobei ich zur Hüfte dann auf 50 erweitert habe.

Meine üblichen Änderungen kamen zum Einsatz: oberhalb der Taille 1,5cm kürzen und im Vorderteil eine FBA einfügen. Dann die Schultern um 1cm verschmälern. (Was durch die Schulternpassenteile gut ging.)

Als Material habe ich einen elastischen Wollstoff verwendet, den ich von Hüco Stoffe in Berlin mitgebracht hatte. Der war nicht in jeder Hinsicht optimal, weil sich Wolle mit Elasthan nicht so gut bügeln läßt. Das Futter kommt aus gleicher Quelle, weil ich es unbedingt gestreift haben wollte, habe ich mich mit einem Polyesterfutter begnügt.  Ursprünglich wollte ich ja eher ein waschbares Material, habe dann aber nichts nach meinen Farb- und sonstigen Wünschen gefunden und so wurde es Wolle. Den Kontrast zu dem sportlichen Schnitt finde ich ja gut.

Weniger vergnüglich war es, die Schnitteile herauszukopieren, weil es einfach sehr viele waren.

Die von Burda vorgeschlagenen Einlagen sind m.E. einfach lächerlich (G785 haftet zwar gut auf allem, aber das heißt nicht, daß es für alles die beste Variante ist), dazu kommt, daß man der mikroskopisch kleinen Schemazeichnung tatsächlich nicht entnehmen kann, wie breit die Einlage auf den Vorderteilen nun genau sein soll. Ich habe noch versucht, das im Burdaforum zu klären, aber da gab es als Antwort nur das Zitat der Anleitung (die ich ja gelesen hatte) und das Angebot, doch anzurufen. Also habe ich die Einlagen nach eigenem Gutdünken gemacht. Wie genau habe ich hier ja schon ausführlich beschrieben. Im Ergebnis würde ich sagen, das war auch gut so.

Auch sonst war ich diesmal mit der Anleitung weniger zufrieden, als sonst. (Bislang fand ich Burda zwar eigen, aber korrekt.) Einmal viel Gehoppele, Reißverschluss wie hier, Futter wie da,… und dann auch einige Stellen in den Details, wo ich entweder gerne genauer gewußt hätte, in welcher Reihenfolge ich das jetzt genau machen soll, weil es einen Unterschied macht (Blasebalgtaschen) oder wo ich bei späteren Arbeitschritten merkte, daß ich das besser noch nicht gemacht hätte, daß ich mit der Nahtzugabe noch was anderes hätte machen sollen… Der Reißverschluss ließ mir die Möglichkeit, ihn entweder so einzunähen, wie in der Anleitung angegeben oder so, daß die vorderen Mitten wirklich übereinander waren. Da ich die Vorderteile brav  mit Faden und Durchschlagen markiert hatte, weiß ich diesmal nicht, wo der Fehler lag. Vielleicht hatte ich einen Reißverschluss von der falschen Firma?

Für das Futter habe ich dann auch neue Schnitteile gebastelt, die die Schulterpassen gleich dran haben. Da von letzteren eh nicht viel übrig ist, wenn man die Besätze weg rechnet, schien mir das doch sinnvoller.

Auch habe ich das Futter nur entlang der Besätze mit der Maschine eingenäht, Säume und Schlitze dann von Hand. (Ob die Anleitung wirklich funktioniert oder ob da vorherige Absteppungen im Weg sind kann ich also nicht sagen.)

TaschenbefestigungWas ich leider erst gesehen habe, als ich mit den Taschen schon fertig war: Die Anleitung läßt einen alle vier mühsam genähten Blasbalgtaschen mitsamt den Klappen zunähen! Bei den Brusttaschen geht das okay, an der Stelle will ich ohnehin nicht noch was rein tun, aber bei den großen Taschen ist das m.E. völliger Mist.

Das habe ich auch nicht gemacht, hatte damit aber das Problem, daß die Taschenkanten nicht abgesteppt sind und daher natürlich nicht sehr stabil sind. Ich hatte mich schon gewundert, warum die nicht abgesteppt werden, aber da ich sehr selten Blasebalgtaschen nähe, dachte ich, Burda wüßte das besser als ich… Naja, nicht wirklich. Ich habe die Falte jetzt mit kleinen transparenten Druckknöpfen variabel befestigt und die Taschenklappen (die auch nicht abgesteppt sind) mit ein paar unsichtbaren Handstichen befestigt.

InnentascheZusätzlich eingearbeitet habe ich eine Innentasche, die ich diesmal mit reichlich Webband stabilisiert habe. (Der Futterstoff ist nicht sehr stabil.)

Außerdem habe ich festgestellt, daß sich das Webband auch hervorragend eignet, um das kleine Stück Vorderteilbesatz zu verstecken, das sonst immer unter dem Futter hervorlugt.

Bei der letzten Anprobe zeigte sich dann noch, daß sie unteren Ecken der oberen Taschen lustig nach vorne standen. Das könnte mit der FBA unter der Tasche zu tun haben. Oder auch nicht. Das war jedenfalls mit wenigen Handstichen zu lösen.

Und auch wenn ich mit dem Herstellungsprozess nicht ganz glücklich bin, das Ergebnis gefällt mir gut. An der Brust ist die Jacke allerdings enger, als ich erwartet hätte…. Trotz FBA.

Aber es geht zu, gefällt mir und dürfte auch schön kuschlig sein, wenn es wieder kühler wird. 🙂

Wählen gehen, marsch, marsch!

(That’s for Germany only. Tomorrow we have elections for our Bundestag and surveys say, that many plan not to go. Which is never a good idea, because if you don’t vote you have surely lost.)

Okay Leute, mein Blog beschränkt sich ja weitgehend auf kreative Themen. Aber… morgen ist Bundestagswahl. In ein paar Stunden öffnen die Wahllokale.

Also: geht hin und macht euer Kreuz!

Dauert nicht lange, ist nicht schwierig und tut nicht weh.

Und es ist wichtig.

Ich will und werde euch nicht empfehlen bei wem (das weiß ich gerade selber nicht so genau… will ich noch mal vier Jahre heimelige Stagnation? oder lieber aufgeregte Publikumsbeschimpfung? Oder was ganz anderes? Vielleicht doch noch mal den Wahl-O-Mat konsultieren?), aber… hebt den Hintern aus dem Sessel oder vom Nähmaschinenstuhl und geht hin!

Mag sein, daß deine gewählte Partei oder dein gewählter Kandidat hinterher nicht in den Bundestag einzieht, mag sein, daß die Politiker hinterher doch wieder was anderes machen, als vorher versprochen… aber wenn du wählst, hast du immerhin dein Bestes gegeben.

Wenn du nicht wählst… dann hast schon in voraus verloren und außerdem trägst du die Verantwortung, für alles, was in den nächsten  vier Jahren schief geht. Denn Nichtwählen bedeutet keineswegs, daß man mit dem Kram nichts zu tun hätten. Oh nein, Nichtwählen heißt, dem Ergebnis (der anderen) zustimmen!

Also… mach deine Kreuze!

Revue de Presse: OTTOBRE design woman Herbst/Winter 5/2013

Titel ottobreUnd wieder stapeln sich die Heften zum Saisonwechsel… die ottobre kommt beinahe ungewöhnt elegant daher. Hinten gibt es dafür einen Parka. Das nicht seltene Kontrastprogramm.

Das Editorial erzählt uns einmal was über verschiedene Körperformen und über Persönlichkeit und Stil und irgendwas von Arbeitskleidung. Oder so.

Diesmal gibt es nur zwei themen, einmal „Autumn Weather Forecast“ und einmal „So Simple, Elegant And Lovely At The Same Time“. Wobei der erste Teil deutlich kleiner ist.

Los geht es dabei mit dem Parka Fall Favorite und dem simplen Shirt Autumn Mood. Die kleine Tasche auf der Brust mag als nettes Detail durchgehen, die Falten unter dem Arm hingegen sprechen nicht für eine gute Paßform. Die gleichen gibt es dann am Raglanshirt Monday Basic… naja, ich sage ja immer, daß ottobre über der Brust etwas knapp ist. Wie die Hose Outdoor Activity sitzt kann man den Bildern nach schwer entscheiden. Der Po wirkt relativ eng, vorne dafür… weiter oder einfach nur seltsam? Leo Bohemian könnte süß sein. Oder truschig. Autumn Mood gibt es noch mal als Kleid. die gleichen Falten um die Brust und… echte Kittelqualitäten. Grauenhaft. Mantel Vibrant Saffron ist hingegen immerhin ganz nett. Typisch ottobre, also nicht aufregend, aber alltagstauglich.

Rock und Shirt ottobreSehr gut gefällt mir dieser Style. Shirt Pine Green hat zwar die gleichen grauenhaften Brustfalten, aber mir gefällt, die Kombination mal an einer fülligen Frau zu sehen. Das Shirt sieht auf der Zeichnung zwar etwas schwanger aus, an der Frau aber nicht. Wenn man die Brust anpaßt…. könnte man aus dem Schnitt doch was machen. 🙂

Wickelkleid ottobreGleiches gilt für das Wickelkleid Transition. Der Stoff ist ein wenig zu lappig, für den Winter sowieso. Und man sollte wohl besser ein Unterkleid darunter tragen. Aber… man könnte was draus machen. Schöner Strickstoff und ein Unterkleid… Voilà.

Jerseykleid Caya kann mich dann weniger begeistern. Der Patchworkstil aus verschiedenen gemusterten Stoffen ist allmählich ein wenig fad. (Zuverlässig zeigen sich übrigens erneut die Falten über der Brust…) Und aus dem dünnen Jersey hat es überdies rechte Nachthemdqualitäten.

Jacke ottobreÜberraschend gut gefällt mir dann wieder dieses Outfit im Business Stil. Das bin ich von ottobre ja gar nicht gewohnt. Sowohl der Roch On-Trend mit der Blende (gute Idee, um Reste von Anzug- und Wollstoffen zu verwerten) als auch die Jacke Wardrobe Basic. Die ist gleichzeitig lässig und korrekt. Wirklich gute Kombination.

Die nächste Kombination S/HE STYLE vereint alles, was ich an Burda schon nicht ausstehen kann: Die Hose, die wie rausgewachsen aussieht. Eine Jacke die langweilig ist, dafür häßliche Querfalten an den Ärmeln hat und eine Bluse die jeden Rekord für Querfalten über der Brust bricht. Und im Ganzen sieht das Outfit dann aus, wie „Ich muß einen Anzug anziehen, und habe mal irgendwas genommen, was ich im Kleiderschrank meiner Schwester gefunden habe“. Die schicke Abendkleidung ist ann doch besser. Das Shirt vom Titel ist zwar eher schlicht, aber das Spitzenkleid hat schöne Proportionen. Auch mit dem Raglan Ärmel. Ach, das ist gar keine Spitze, sondern ein Strickstoff. Der ist aber interessant… ob es den auch in anderen Farben gibt? Der Rock Made it Easy hat ein raffiniertes Konstruktionsprinzip. Die Bluse dazu erkennt man auf dem Bild nicht so recht… keine Ahnung, ob man die haben muß.

Wie meistens… ein paar ausbaufähige Modelle sind dabei. Aber man muß noch ein wenig dran arbeiten…

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim Verlag.)

Buntes aus dem Baskenland

Colorful souvenirs from the pays basque

Die neu gefundene Zeitschrift hat ja schon verraten, daß ich im Urlaub war. Diesmal in den französischen Pyrenäen. Und natürlich habe ich auch ein wenig nach anderen textilen Souvenirs Ausschau gehalten.

I’ve been on holidays and this time the French Pyrenees were the place. Of course I also checked for textile souvenirs.

SchafNun gibt es in den Pyrenäen jede Menge Wolle, die ist aber in der Regel noch am Schaf dran.

Now in the Pyrenees they have a lot of wool, but normally the wool is on the sheep.

Und die Schafe dürfen vor allem Milch für die leckeren Käse liefern… allzu viel Wolle habe ich also nicht gefunden. Ein Fabrikverkauf lag am Wegesrand, die verkauften aber nur fertig genähtes aus (sehr, sehr warmer) Wolle.Als Meterware hätte mich das doch mehr verlockt.

And the sheep are mostly there to deliver milk to make extremely tasty cheese… so I did not find much wool. We drove by one company who were selling directly from the production site, but they only had sewn or knitted clothes. The fabric by the meter would have been interesting though…

Aber so ganz ohne Material habe ich die Gegend dann doch nicht verlassen….

But I did not have to leave the region empty handed…

Streifenstoffe von LartigueEs gibt nämlich eine Firma, die Stoffe in baskischen Streifen webt: Lartigue 1910. Nun haben wir das Baskenland nur gestreift, aber auch in Oloron Ste-Marie gibt es einen Werksverkauf.

There is a company the weaves the traditional basque stripe patterns: Lartigue 1910. We were not really into the basque country, but there is a factory outlet in Oloron Ste-Marie.

Für die Betriebsführung, die man dort machen kann, war ich leider zu spät. Aber den Laden habe ich in all seiner Farbenpracht genossen. In erster Linie bekommt man dort Haushaltstextilien, vom Tischtuch über Kissen, Vorhänge, Handtücher, Tischsets,… Und alles was man aus den stabilen Stoffen sonst so nähen kann, etwa Strandtaschen, Waschbeutel oder Schlüsselmäppchen.

I was a little late for the guided tour, but I did savor the the shop in all its colors. the fabrix are homedec fabrics, so you get anything from cusions, tablecloths, windowtreatment, towels… and anything else that can be made of those stabile fabrics like big bags, small purses, little baggies for keys,…

Und dazu bekommt man den Stoff auch als Meterware. In den eher traditionellen Farbstellungen oder modern. In beschichtet (wachstuchartig), in breit, schmal,… oder in ganz schmal, der spezielle Stoff für Espandrilles. (Das sind die beiden Stücke rechts im Bild.) Die Stoffe sind nicht superbillig (sondern ihren Preis wert) und da ich gerade kein spezielles Projekt im Kopf hatte, habe ich ein wenig in der Restekiste gewühlt. Das Ergebnis sieht man oben im Bild. Mal sehen, was draus wird…

And they are also selling the fabry by the meter. You can have more traditional colors or bright, modern combinations. You can have it larger or small… or very small, that would be the fabric for espandrilles (the two pieces on the right in the picture). The fabrics are not super chep (but worth their price) and since I did not have a special project in midn I picked some pieces from the remnants bin. The result you can see in the picture. Let’s see, what will become of them…

 

Revue de Presse: fait main N° 380 (Septembre 2013)

TitelblattDie „fait main pas à pas“ ist in gewisser Weise eine Wiederentdeckung für mich. Ich hatte sie mir vor mehr als zehn Jahren in Paris mal gekauft, fand sie damals aber zu „bastelig“. Allerlei Anleitungen für alles mögliche, Schnitte (und noch dazu für Kleidung) aber nur vereinzelt, diese sehr einfach, langweilig und nur in kleinen Größen.

Jetzt las ich aber bei La Bobine immer wieder etwas über Schnitte aus der fait main und so habe ich im Urlaub in den Pyrenäen dann mal zugegriffen.

Und bin angenehm überrascht. Der Fokus liegt inzwischen klar auf Kleidung, die Größen gehen bis in den Plus-Bereich (und nicht nur nach französischen Nummern, sondern auch nach deutschen Größen) und es sind etliche Schnitte und ein Schnittbogen dabei. So was führt bei mir ja zu intensivem Studium des Impressums… und der Feststellung, daß die Zeitschrift inzwischen zum Burda-Konzern gehört. 🙂 Was dann so einiges erklärt.

Da in Frankreich im September ja mit dem „Rentrée“ nicht nur der Schuljahresbeginn gemeint ist, sondern generell der Ernst des Lebens nach den Ferien wieder beginnt, schreibt sich das Heft dieses auch als Thema auf die Fahnen. Äh… den Titel.

Los geht es allerdings mit einigen Buchvorstelllungen zu verschiedenen… na nennen wir es „Frauenthemen“. Die meisten haben mit Handarbeit zu tun, eines mit Frisuren und eines mit Schwangerschaft.

Anschließend eine bunten Seite Produktvorstellungen, von Wein über Mayonaise, eine Handtasche, Becher, Waschmittel für Babykleidung. Putzig, irgendwie. Danach das Gleiche für Beauty-Produkte. Durchaus mit alltagstauglichen Preisen und nicht sonderlich elegant präsentiert.

Kleid faitmainDafür finde ich gleich in den ersten Modevorschlägen, die sich natürlichen Farben und Materialien (Leinen, Baumwolle) widmet ein Lieblingsstück, Kleid „A“. (Ja Buchstaben, keine Nummern.) Vielleicht nicht für meinen Po gemacht und zumindest den Pariser September habe ich dabei auch nicht so ganz im Blick, aber Frankreich ist ja ein Land des Südens, da wird es schon in weiten Landesteilen auch im Spätsommer noch warm genug dafür sein. Der Rest von uns, kann ja auf den nächsten Sommer warten. 🙂

Ganz anderes im Anschluss, hier wird dann gestrickt, ein Mädchenkleid mit einem“Saumabschluss“ aus einer Art „Schlaufenpelz“. Größen von 2 – 10 Jahren.

Dem Namen „pas à pas“, also Schritt für Schritt bleibt man mit dem nächsten Modell treu. Eine Schlupfjacke mit großer Känguruh Tasche auf dem Bauch. Zur Tasche gibt es dann einen Photoanleitung.

Der Army Stil wird sehr feminin umgesetzt. Mit einem schwingenden Lederrock, einer Crincle Bluse, Sarouel-Hose aus Jersey… und einer Blusenweste die noch am ehesten militärisch aussieht. Trotzdem enthalten die einzelnen Teile sehr wohl Details, wie wir sie von Uniformen kennen. Faszinierend.

Ein ausführlicher Artikel von einer Seite (Text, nur ein kleines Bild) widmet sich einer Veranstaltung namens „Creativa“ die im September in Rouen stattfinden wird. Solche Artikel würde ich mir in der deutschen Burda übrigens auch öfter wünschen….

Da es die Ausgabe zum „Rentrée“ ist, darf natürlich auch eine Seite Product Placement, äh Produktvorstellungen zum Thema Schule nicht fehlen. Vom Schreibtisch über die Schultasche bis zum Kleber ein bunter Strauß an Sachen, die Kinderherzen mehr oder weniger höher schlagen lassen.

Kleid faitmainBevor es einen aber zu sehr langweilen kann, gibt es wieder Klamotten. Das Kleid vom Titel wirkt im Heft deutlich interessanter. Zwar ist der Schnitt einfach, aber die Photos aus unterschiedlichen Perspektiven lassen ahnen, daß es getragen mehr Facetten zeigen kann. Außerdem geht der Schnitt von XS bis Plus XL, was in dem Fall Größe 54/56 entspricht.

Und weil wir gerade dabei sind, geht es mit den Blusschnitten weiter, Größe 46 – 56 sind im Angebot, ein Rock aus Lederimitat, ein Shirt mit Schößchen (zweifelsohne aktueller Modetrend) und eine ärmellose Bluse mit seitlichen Zipfeln. Sowie ein Model, daß ganz sicher mehr als Größe 38 hat.

Gestrickt darf danach auch bis Größe 50/52 werden, allerdings ist Nadelstärke 8 für mich dann doch nicht das, was ich für einen Pulli bevorzuge.

Dezent bunt, sprich Druckstoffe in nicht schreiender Farbe, dafür munter gemixt kleiden Mädchen zwischen einem und vier Jahren. Süß, die Modelle. Aber bei so kleinen Mädchen braucht es dazu ja nicht viel. 😉

Auch der Schnittanpassung widmet man eine Seite, wie man eine Hose länger und weiter macht. Keine Offenbarung für mich, aber schön gezeigt, wie eine Hose eben auch im Schritt länger wird und man die Verlängerung besser auf die Proportionen abstimmen kann, als nur einfach den Saum zu verlängern.

Überraschend gut gefällt mir dann auch das Häkeltop im 20er Jahre Stil. Von Größe 34/36 bis 50/52, ich fürchte allerdings, die gerade Form steht mir nicht so.

Dann wieder Werbung, äh Veranstaltungshinweise. Hochzeitsmesse in Paris und die bekannte Patchworkveranstaltung in Ste-Marie-aux-Mines. Beides übrigens auch wieder mit viel klein gedrucktem Text… da ist dann doch Info drin, nicht nur Werbung.

Die Anleitungen und der Schnittmusterbogen befinden sich dann in gewohnter Weise in der Mitte.

In Toulouse wird dann noch eine Veranstaltung vorgestellt, „Tendances Créatives“. Auch hier wieder eine Seite Text, die einem eine gute Vorstellung verschafft, ob einen das interessiert oder nicht. Auch wenn ich im Oktober nicht in Toulouse sein werde (was grundsätzlich schade ist, weil es eine sehr schöne Stadt ist), solche Infos hätte ich auch für Deutschland gerne mehr.

Weiter geht es dann mit eher dekorativem Nähen. Ganz süß das bunte Hundekissen mit den Taschen für die „Welpen“! Die allgegenwärtigen Eulen sind in Frankreich ebenfalls angekommen, als Shopper Tasche oder als Handyhülle. Als große Tasche hat es fast was, auch wenn das Sujet inzwischen doch etwas ausgetreten ist.

Unter dem Stichwort Mode werden dann einige Kaufsachen vorgestellt, vor allem Jacken. Keine Laufstegmodelle, sonder eben relativ „normale“ Kaufmode. Da könnte ich jetzt ohne, aber gut. Ist halt doch auch eine Frauenzeitschrift.

Auch das lockere Kleid mit Vokuhila Saum gefällt mir. Sehr relaxed. Obgleich ich das wieder eher den heißen Tagen als dem Herbst zuordnen würde. Gleich danach ein Modell in Plus Größe und ein ponchoartig geschnittenes Shirt, das ebenfalls bis Größe Plus XL zu nähen ist. Daß die Plus-Größe eher thematisch mit eingemischt ist gefällt mir auch gut. Mode ist schließlich Mode, oder?

Für 6-12 jährige gibt es dann einen Blouson in College Stil, wo die Bündchenlösung noch mal als Bildernähkurs gezeigt wird. Für Mädels gibt es das Modell dann mit Sternchen, ergänzt durch einen Rock und ein Jerseykleid.

Mäppchen FaitmainEin witziger Einfall ist für mich dieses Schlampermäppchen in Hai-form. 😀 Nicht extrem platzsparend im Ranzen, aber ein Hingucker. (Und wer es sanfter mag… es gibt auch eine Katze.)

Anschließend wieder gestrickt, ein Mädchenkleid mit Pailetten für 4 – 10 jährige. Da weiß ich nicht so recht….

Zum Abschluss wird sehr ausführlich eine portugiesische Porzellanfirma vorgestellt. Text, Bilder, Information,… Auch wenn Porzellan nicht mein Hauptinteresse ist…. doch, gerne gelesen und geguckt. Was es in Europa doch sonst noch alles gibt.

Die „Fait Main“ ist eine nette Mischung aus Nähen und Stricken, die Schnitte sind nicht extrem kompliziert oder ausgefeilt, aber alltagstauglich und mit dem einen oder anderen netten Detail. Nach dem Heft werde ich künftig öfter Ausschau halten…

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim Verlag.)

Revue de Presse: Knipmode 09 september 2013

Dank meiner lieben Leserin Ruta habe ich auch die Septemberausgabe der Knipmode bekommen und das sogar ganz frisch, direkt nach dem Erscheinen. Allerdings war ich dann erst mal im Urlaub und habe es nicht geschafft, vorher noch darüber zu schreiben. Aber das hole ich jetzt nach…

Ich kann wie üblich nicht viel entziffern, aber daß das Heft diesmal besonders viele XL Modelle enthält verstehe ich. Das gefällt mir schon mal.

In der ersten Modestrecke geht es wohl um Farbe. Das gefällt mir schon mal gut, auch die Modelle sind schöne Kombiteile, die in den unterschiedlichen Rot- bzw. Blautönen attraktiv rüberkommen. Und nicht so viel Geschnörkel, da wirkt die Farbe auch richtig gut.

Die nächsten Seiten zeigen, wie unterschiedlich der gleiche SChnitt wirkt, wenn man ihn entweder aus uni oder aus gemustertem Stoff näht. Kleid 20 wäre vermutlich nicht so für meine Figur, gefällt mir aber, auch die Jacke 19 ist schön. Besonders die Kombination aus einem Revers mit einem eher stehenden Kragen.

Weiter geht es mit wilden und großen Mustern. Das ist zwar nur eingeschränkt mein Ding, aber ich finde gleich zwei Lieblingsschnitte. Einmal das Wickelkleid 16, dessen Kräuselungen an der Schulterpasse unter der Frisur des Models verschwinden. (Ist aber auch prima, um eine FBA unterzubringen….)

Nicht weniger gut gefällt mir aber auch die Jacke 13. Einerseits Teilungsnähte, die eine gute Form ermöglichen, andererseits aber wieder schlicht und klar. Als Extra-Plus der Kragen… Da „verzeihe“ ich dann sogar den wilden Stoff. Na gut… sind ja Rosen, da werde ich ohnehin leicht schwach. 😉

Das Kleid gibt es dann übrigens noch mal, nur bleibt der Wickelteil auf das Oberteil beschränkt. Könnte man so auch gut als Top anwandeln. Die leicht Sarouel angehauchte Hose hingegen sicht dann letztlich doch nach Schlafanzug aus. Mit dem Pyjamadesign im Stoff noch mehr.

Anschließend werden fünf beliebte Modelle aus früheren Ausgaben präsentiert, die jetzt in den Plus Größen angeboten werden. Soweit ich den Text verstehe… Das finde ich auf alle Fälle eine gute Idee!

Etwas mehr bastelig wird es beim Nähen und Anfertigen von Beintulpen aus Stoff (bzw. auch Leder und Gummi). Das mag Trend sein, aber den lasse ich vorüberziehen. Steht mir absolut nicht und gefällt mir glücklicherweise auch nicht. Einfache Entscheidung.

Die Schritt für Schritt Anleitung für einen Mantelkragen hilft mir diesmal nicht weiter. Die Bilder sind hier ohne sinnvolle Sprachkenntnisse doch etwas wenig. Aber den Mantel will ich ja auch nicht nähen.

Beispiele aus Jeansstoff. Richtig elegante sogar (meine Lieblingsjacke ist dabei) und mir gefällt, daß es an einem erkennbar nicht mehr jungen Model präsentiert wird. Das macht das Heft einfach optisch interessanter.

An Leder traue ich mich ja nach wie vor nicht recht heran, weil man nicht mehr ändern kann, aber das Kleid 10 wäre ein heißer Kandidat. Bißchen länger für mich, aber sonst… Oder aus Stoff nähen… in der Jeans-Strecke war der Schnitt ja auch schon dabei.

Stoff-Leder Kombinationen scheint es im Übrigen auch bei Knip zu geben. An einem Shirt aber wirklich unpraktisch, von wegen Waschbarkeit. Oder man nimmt Kunstleder? Ah ja… Knip nimmt wohl Kunstleder. So weit ich das verstehe. Nicht ganz so schön, aber viel praktischer. (Spannend auch bei dieser Modestrecke wieder, wie ein Thema sowohl mit eleganten als auch mit sehr casual Modellen umgesetzt wird.)

Strickmuster sind auch wieder dabei. Die grob gestrickte Jacke finde ich recht attraktiv, einen Pulli mit einem Saum der hinten länger ist allerdings etwas weniger.

„Schnittlos“ gibt es eine Art „Ponchokleid“ mit Laufsteginspiration. An der Dame vom Laufsteg sieht es nicht mal schlecht aus, aber da müssen wohl sowohl Stoff als auch Figur der Trägerin stimmen.

Die Plus-Mode ist wieder eher bunt. An den Models sieht das sogar recht attraktiv aus, aber die meisten Schnitte sind mir dann zu formlos. Nur die militärisch angehauchte Jacke geht so in meine Richtung. Wieder Strick mit Lederimitat.

Als Abschluss gibt es dann noch mal „Ein Schnitt, fünf Stile“ mit einem Mantel und einer Hose. Die Mäntel sind alle bunt und weit. Also so richtig unterschiedliche finde ich die Stile jetzt nicht…

Aber trotzdem wieder ein nettes Heft, über das ich mich sehr gefreut haben. 🙂

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim Verlag der Zeitschrift.)

 

Meine ersten Kam Snaps, ein Erlebnisbericht

My first Kam Snaps

Seit geraumer Zeit sind ja Kam Snaps aus Plastik in aller Munde bzw an allen Klamotten zu finden und rufen durchweg Begeisterungsstürme hervor.

For quite a while now plastic Kam Snaps are what everybody seems to use and those plastic snaps get praise everywhere.

Ich habe nur halb verstanden warum, aber als ich Zange und Snaps irgendwann Anfang diesen Jahres mal bei Alfatex gesehen habe, konnte ich nicht widerstehen und habe mir eine Zange und einige Knöpfe mitgenommen. Unter anderem in grau, weil ich schon an die Jacke dachte, die ich jetzt in Arbeit hatte. (Den Klammerentferner braucht man, weil die Packungen an jeweils zwei Stellen brutal zusammengeklammert sind. Die mit den Snaps ist zusätzlich noch mit Klebstreifen verschlossen, hier war jemand gründlich…)

I did not fully understand why everybody was so crazy about it, but when someday early this year I saw pliers and snaps at Alfatex I decided to grab a plier and some snaps. Some of them in gray, because I already had the jacket in mind I’ve been working on the last months. (The staple remover is a necessary tool because the packages are closed with two stabile staples each. The one with the snaps had been secured with additional tape also. Somebody wanted to make very sure…)


Nach dem Auspacken stelle ich erst mal fest, was es nicht gibt: Eine Anleitung.

After opening the packages the first thing I am finding is what I am not finding: instructions.

Gut, auf der Packung meiner Snaps steht drauf, daß sie Größe „T5“ sind. Und auf einem der schwarzen Teller steht ebenfalls „T5“. Aber wie bekomme ich den jetzt an die Zange?

Okay, the package of my snaps tells me they are size „T5“. And one of those black thingies has also „T5“ written on it. But how do I attach it?

Also erst mal google angeworfen und siehe da, bei einem englischsprachigen Kam Snap Händler gibt es eine Anleitung.

So I switched on my computer and google found me a Kam Snap Dealer in the US who offers a tutorial.

Ah ja, einfach umdrehen, auf der anderen Seite gibt es eine Schraube. Die löst man, nimmt den Teller raus und dann kann man den anderen Teller reinlegen und wieder zuziehen. Die Anweisung, dies vorsichtig und mit Gefühl zu tun, sollte man wohl besser berücksichtigen. Die Schraube sieht nämlich schon neu etwas „zerfranst“ und malträtiert aus…

Ah… turn the pliers and you see the screw. Open it, take out the black thingy, but in the other one and turn the srew closed. It is evident that you should do that carefully (as the instructions on the website state) because the screw looks already a bit „wonky“ and as if it had been badly treated, even when new out of the box…

BolzenAuch bei den Bolzen von oben gibt es zwei Größen. Zum Glück muß man die nicht erst entfernen, um zu sehen welchen man hat. Und glücklicherweise ist auch schon der richtige vormontiert. Den auszutauschen sieht nämlich deutlich komplizierter aus…

The bolt comes also in two sizes. Luckily I can compater these without removing the one already installed and luckily it is alreday the right size. Because changing that looks a good deal more complicated…

Also dann auf zu den Snaps… es gibt drei unterschiedliche Teile, also vermute ich mal, daß ich sie so brauche.

Now checking the snaps… there are three differently shaped pieces, so I guess that is how I am going to need them.

Na gut, fast… so sind sie richtig gedreht.

Okay, nearly correct… I have to turn them like this.

Ja, so passen sie aufeinander.

Yes, stacking like this.

Bevor ich an die Jacke gehe, probiere ich das aber erst mal auf einem Stoffrest aus. Reindrücken lassen sie sich ja ganz gut, aber so richtig schließen tut das nicht. Und der „Gnöbbel“ meines Oberteils sieht nicht so ganz aus, wie auf dem Beispielbild der Webseite.

Before I am using it on my jacket I do a test one some fabric remnant. Pressing the snaps doesn’t feen difficult, they seem to be well installed, but somehow they do not really close. And my socket looks a bit different from  the pics of the tutorial.

Also zwicke ich ein zweites Oberteil hinein und drücke weniger fest zu. Das funktioniert gar nicht. Also noch mal fest zugedrückt… nein. Vielleicht mal das Unterteil nachdrücken? Ja, jetzt scheint es zu halten.

So I’m trying a second socket and press less firmely. No, doesn’t work. Again firmer… no… Repressing the stud. Yes, now it seems to close.

Jetzt wird es aber ernst und ich nehme mir die Manschetten meiner Jacke vor.

Now it’s time to be serious and I am switiching to the cuffs of the jacket.

Am Probeteil habe ich schon gemerkt, daß die Dornen auch ohne Ahle durch den Stoff gehen. Und ich kann den Dorn sogar durch beide Teile der Manschette stecken.

I had already seen on my test scrap that I can push the cap through the fabric without using an awl. And I can even poke it through all layers of my cuff.

Durch das so entstandene Loch stecke ich dann schnell den Dorn vom anderen Unterteil.

I do remove the cap from the lower layer of the cuff and poke the other cap through it before the hole closes.

Auf diese Weise kann ich schon mal sicher sein, daß der Knopf hinterher genau passen schließt. Das ist auf alle Fälle praktisch!

So I can be sure, that the position of the two parts of the snap will be correct. That’s for sure a useful feature!

Und zwei beherzte Zangedrücker später is der erste Knopf schon erfolgreich installiert. (Im Ganzen sind es nur zwei, auf jeder Manschette einer.)

Using the pliers twice the first button is successfully installed. (It’s only two snaps, one for each cuff.)

Und hier schließen sich auch besser, als auf meinem Probestück. Ich denke, das liegt daran, daß mit der Einlage und den diversen Nähten der Stoff hier dicker liegt. Falls ich mal noch andere Snaps kaufe, sollten das dann eher welche mit dem kürzeren Dorn sein, nicht die mit dem längeren.

And here it also closes better than on my testing scrap. I think, the prongs were a bit too long for my sample. The cuff has some interfacing and there is also a seam under the snap that makes the material thicker, so that is probably why it works better. If I should buy snaps with anotherprong size I should take shorter ones, not longer one.

Im Ganzen bin ich jedenfalls zufrieden und werde mir im Laufe der Zeit noch ein paar andere Farben anschaffen. Genauer als bei der Prym Variozange fühlt sich die Passung der Teile für mich jedoch nicht an und generell macht die Zange einen etwas lumpigen Eindruck. Mal sehen, wie lange sie hält. Für Metall-Drücker werde ich wohl eher bei Prym bleiben.

All in all I am happy with the system and will buy more snaps in other colors over the time. I had read at some places in the internet that the pliers were more precises than the Prym Vario Pliers. Well… to me it doesn’t feel like that, on the contrary the pliers feel less stabile. Let’s see how long it lasts. For metal snaps I will probably remain with the Prym system.

 

 

Aus dem Blogarchiv

From the archives

September 2006, Schwertnadel und feiner Stoff

September 2007: mehr Paris, weniger Nähen

September 2008:

September 2009:

September 2010: Stricken, Nähen, Shoppen, ein buntes Potpourri

September 2011: Wenig produktiver Monat