Experimental-BH

Experimental Bra

BH

Nachdem ich mich sessoustechnisch wieder „warmgenäht“ hatte, war mal wieder der Zeitpunkt gekommen, was neues auzuprobieren. Von dem sehr weichen Jersey des Unterhemds war noch Stoff übrig, der natürlich genau nicht mehr für noch ein Hemdchen reichte.

Schnitt ist mein bereits bewährter „Marie“ auch von „Kreative Dessous“ (heute Elingeria) und auch nicht mehr im Angebot.

As I had some fabric from my camisole left but not enough for another camisole or tank, I decided to use it for a more experimental version of a bra. (Meaning an experiment with a high risk of going wrong.) The pattern is „Marie“, discontinued at Elingeria. This is one of my tested and adapted pattern.

Zweierlei wollte ich probieren: Einmal ob es genügt, einen weichen Stoff mit sich selber zu doppeln, um ihn BH-tauglich zu machen (bisher kam in solchen Fällen immer eine Lage Powernet zum Einsatz) und wie das ganze aussieht, wenn ich das Unterkörbchen mit einer etwas brachialen Methode vergrößere.

There were two things I wanted to try: How would it be to increase the height of the lower cup? (And can that be done with a quite „brute force“ method?) Is it true, that you can use a soft fabric for a bra, if you just use two layers of it? (I’ve used soft fabrics several times, but always with powernet as a second layer.)

Resultat: Das Unterkörbchen vergrößern ist ein guter Ansatz, allerdings war meine Methode etwas zu brachial, das sollte ich wohl doch etwas „kunstgerechter“ machen.

Resultat zwei: Einen weichen Stoff mit sich selber doppeln mag bei Körbchengröße A oder kleiner noch gehen, bei einem wenn auch nur knappen C Cup hält das nicht mehr viel. Zum Rumlümmeln auf dem heimischen Sofa trägt sich der BH bequem, aber viel halten tut er nichts. Künftig also wieder Powernet.

The answers: Altering the lower cups isn’t a bad idea, doing that „brute force“ brings not the best results. And using two soft layers might work if your cups are A or smaller, not on a B/C cup. Next time will be powernet again. The bra wears very comfortable for a sunday afternoon on the couch, but nothing else.

Kwik Sew’s Beautiful Lingerie Camisole (Unterhemd)

The pattern review in English is on Pattern Review as always.

Unterwäsche im Winter, da muß natürlich auch ein Unterhemd dabei sein. Auch hier wieder eher praktisch und langweilig. Bisher habe ich immer einen Schnitt von Jalie verwendet, der nur einen Nachteil hat: Der Ausschnitt ist recht hoch. So lange ich im Winter quasi nur Rollkragenpullis hatte, war das egal.

Aber im Zeitalter der Wickelshirts wäre manchmal ein etwas ausgeschnitteneres Unterhemd ganz praktisch. Und da ich das Kwik Sew Buch „Beautiful Lingerie“ ohnehin im Regal habe, dachte ich, ich könnte auch mal einen Schnitt daraus verwenden. Und zwar den für die „Camisole“.

Camisole

Der Schnitt ist in den Größen XS bis XL vorhanden und ich habe nach Maßtabelle XL gewählt. Der Schnitt ist laut Anleitung für Webstoffe geeignet (die man dann im schrägen Fadenlauf zuschneiden soll) sowie für Jerseys.

Ich hatte noch einen sehr weichen (vermutlich Viscose)Jersey aus meinem Comazo Paket und der sollte es werden.

Eine Anleitung im üblichen Sinn gibt es in diesem Buch nicht, denn es werden für jeden Schnitt ganz verschiedene Verarbeitungstechniken beschrieben, die man verwenden kann. Was mich nicht davon abhielt, sogar davon abzuweichen. *g*

Da ich Camisoles immer etwas kurz finde, habe ich die Teile um 10cm verlängert.

Die zugeschnittenen Teile kamen mir dann doch gar weit vor, daher habe ich die Oberkante des Rückens mit leicht gedehntem Falzgummi eingefasst. Danach wurde die obere Kante des Vorderteils mit Gradstich umgenäht, für die Säume habe ich einen leichten Zickzackstick gewählt. Anschließend werden die Seitennähte genäht, in meinem Fall mit dem Overlockstich der Nähmaschine.

Als Träger habe ich einfach den Falzgummi einfach gelassen und vorne und hinten angenäht.

Mit dem Ergebnis bin ich nicht ganz zufrieden. Einmal ist das Hemdchen ein wenig zu lang (aber das ist meine Schuld, 5cm hätten gereicht). Was mehr stört ist die Weite. Obwohl der Rücken schon eingehalten ist, hängt das Hemdchen eigentlich mehr so um den Körper herum. So weit sieht es auf den Bildern im Buch nicht aus. Dafür habe ich Zweifel, ob es aus Webstoff um die Brust nicht ein wenig eng wäre…?

Fazit: Sollte ich den Schnitt noch mal nähen, werden ich an die Oberkante auch über das halbe Vorderteil, also bis zu den Spitzen, einhalten. Außerdem natürlich wieder um 5cm kürzen. Dann könnte es gehen.

Wenn man das Buch ohnehin hat, kann man den Schnitt auch gut benutzen, beim zweiten Versuch sollte dann auch die Anpassung geklappt haben. Aber nur wegen dem Schnitt das Buch zu kaufen würde sich nicht lohnen. (Das Buch lohnt sich auch ohne den Schnitt!)

Sehenswerte Krinolinen

Den letzten Parisbesuch habe ich natürlich auch für kulturelles Programm genutzt und war im Museum. (Zumal es dort wärmer war als im Freien.) Ins Musée Galliera wollte ich schon länger mal, da es aber nur für temporäre Ausstellungen geöffnet ist, hatte das noch nicht geklappt. Aber die Ausstellung Sous l’Empire des crinolines zog mich diesmal hinein.

Last time I was in Paris I did not only shopping, I also went to see some exhibitions. (Also inside is warmer than outside in winter…). I had always wanted to go to Musée Galliera but somehow never made it. But this time the exhibition Sous l’Empire des crinolines helped me finding a way in this time.

Natürlich beginnt die Ausstellung mit opulenten Ballroben und zugehörigen Accessoires wie Fächern und Schmuck. Was mir bei aller Bewunderung auffiel war, daß man damals auf den Musterverlauf offensichtlich herzlich wenig Wert gelegt hat. Auch schienen mir viele Abnäher an den Corsagen eher gefaltet, als genäht zu sein. Wenig verwunderlich, denn Stoff war teuer und ich nehme an, man konnte Dinge leichter umarbeiten.

Seide

Viele Details waren natürlich mehr als einen Blick wert. Was mich aber absolut fasziniert hat, ist dieser Saum. Es ist Seide und die Blätter sowie Rosen sind offensichtlich geprägt. Und dann? Einfach ausgeschnitten? Da ist nichts umgenäht, nichts rolliert, kein Saum, sondern eine Schnittlinie, die den Blättern exakt folgt und es franst nichts aus! Hat jemand irgendeine Ahnung, wie das gemacht wurde? Das Kleid stammt immerhin aus der zweiten Hälte des 19 Jahrhunderts, da war noch nichts mit Lasercut.

(Die Farbe war übrigens ein freundliches, klares rosa. Aber ohne Blitz kann das meine Kamera nicht besser.)

Of course the exihbition starts with sumptous ball gowns. Even though many of them were breath taking with those fabrics, lace, detailed embroidery,… I recognized that matching the fabric design, even stripes, was not the main concern of the 19th century seamstress. If she cared at all. Also some „darts“ that shaped the tops seemed more merely folded and nut cut out. As fabric was expensive and it was, as far as I know, common practice to alter or redesign gowns they probably tried not to damage the fabric more than necessary.

Many overwhelming details to look at. But what stunned me most, I think, was this hem. It’s silk, embossed with roses and leafs. And then? The cut follows precisely the leafs, there is no hem, nothing sewn, still it does not ravel. Has anyone any idea what tools they might have used to achieve that? Lasercut wasn’t an option then. (The colour of the pic is not true, it was a friendly clear pink, but without flash in dim lights my camera couldn’t do better.)

Neben den Ballkleidern gibt es aber auch Tageskleider, Reisekleidung, Sommerkleidung,… zu sehen. Dazu Schuhe, Sonnenschirme, Täschchen, Spitze,… selbst einige Crinolinen sind nackt zu sehen und ein Oberteil war mit der linken Seite nach außen gelegt, um die Verarbeitung zu erkunden.

Zusätzlich gab es noch einiges an Informationen, etwa wie die aufkommende Industrialisierung die Kleidung beeinflusste (z.B. indem Stoffmotive so gedruckt werden konnten, daß sie parallel zum gerundeten Rocksaum verliefen) oder wie sich das Ideal der weiblichen Figur gegenüber heute verändert hat. Das beschränkt sich nämlich nicht auf die damals geschnürte Taille.

Also they show a variety of day dresses, for summer, for travelling,… along with shoes, umbrellas, lace… even some „naked“ crinolines to study the metallic structure and one top is shown inside out to see a bit of the way it was sewn.

And of course a lot more information like how the beginning industrialisation influenced fashion (e.g. it became possible to print fabric designs in a way they would be parallel to the rounded hemlines) or how the ideal female shape changed from then to today. (There are far more differences than waist stay or not.)

Die Ausstellung läuft noch bis 26.04.2009 im Musée Galliera, 10, avenue Pierre-1er-du-Serbie, 75016 Paris. Montag geschlossen.

The exhibition will be on until 26.04.2009 in the Musée Galliera, 10, avenue Pierre-1er-du-Serbie, 75016 Paris. Closed on Mondays.

Siegerpose…

The pose of a winner…

Kopieren auf Stoff

Ja, so sieht das aus, wenn man einen Tag mit mir im Adventskalender der Hobbyschneiderin gewinnt. Ab auf die Knie…

Well that’s what you look, if you win a day with me in the adventcalender of the Hobbyschneiderin. Down on your knees…

Aber natürlich gab es einen guten Grund dafür. Petra hatte einen Tag mit meinen „helfenden Händen“ gewonnen und sie hätte gerne einen passenden Hosenschnitt. Also sind wir systematisch vorgegangen, haben einen klassischen Standardschnitt von McCall’s kopiert, in der Länge angepasst und hier wird er gerade sorgfältig mit allen Hilfslinien und Markierungen auf Nessel übertragen. Denn da Petra schon einige Versuche mit nicht passenden Schnitten hinter sich hat, war klar, daß es eher große Änderungen sein werden und da kommt man mit einem Nesselmodell trotz aller Mühe die es macht letztlich am schnellsten ans Ziel.

But of course there was a good reason for it. Petra had wanted to win a day with my „helping hands“ and was drawn the winner. We decided that a pattern for fitting trousers were what she needed most. As she already has some experience with not fitting patterns (and is petite) it was clear that the pattern (from McCall’s) would need major alterations and we decided to work systematically. So making a muslin and therefor transfering all seamlines, notches, grainlines,… to the fabric was imperativ.

Tisch im Chaos

Normalerweise macht man so was ja lieber auf einem Tisch, aber zum einen ist mein Eßtisch zu klein, zum anderen war er schon voll mit all den anderen Dingen, die wir so brauchten.

Normally you would prefer doing that on a table, but our dining table is to small. Also it was already cluttered with all the things we needed that day.

Petra ist übrigens eine talentierte Filzerin und hat mir eine coole Filzseife (ich wußte gar nicht, daß es so etwas gibt) und eine wunderschöne, grüne Filzschale mitgebracht. Da sie ein Photo in ihrem Blog hat, muß ich die Schale nicht noch mal photographieren. Sie gefällt mir wirklich gut, ich glaube, sie wird perfekt in das Pariser Appartment passen, wo ja noch ein wenig Deko fehlt. (Selbst mein Mann gab bei dem Anblick übrigens spontan Gefallen ausdrückende Laute von sich, das ist eher selten!)

Petra is a gifted felter and she had cool gifts for me, like a felt soap (I did not even know that exists!) and a beautiful green bowl. She put a pic on her blog so I don’t have to photograph it. I really like it a lot and I think it will fit perfectly in our Paris appartment that still lacks a bit of decoration. (Even my husband made spontaneously affirmative sounds when he saw it. And that is a rare thing!)

Schnitt kopieren

Und wie man hier sieht, so ganz unglücklich sieht Petra auch nicht aus. Sie überlegt sogar, öfter zu unserem kleinen Donnerstagsnähkränzchen zu kommen…

(Zu meiner Ehrenrettung sei gesagt: Den Schnitt habe ich kopiert, ebenso auf Knien rutschend. *aua*)

And as you can see, she does not look completely unhappy. She even considers to become a regular on our little Thursday-Sewing-Meeting….

(For my rehabilitation I may add, that it had been me who had traced tha pattern on the plastic sheet. In the same „on my knees“ posture. *ouch* )

Was auf die Reise ging

What started travelling

Ich weiß, daß einige Leute neugierig sind, was für Sachen ich für die Challenge auf Reise geschickt habe. Andere wollen es lieber nicht vorher wissen. Deswegen stelle ich die Bilder der Sachen hier ins Blog, dann muß es keiner sehen.

Some people are curious what I sent out for the Recycling-Challenge. Others don’t want to see before. So I“m putting the pic not in the forum, but here in the blog, so everybody has the choice to look or not.

Weißer Rüschenrock aus Spitze, trotz extrem dehnbaren Bundes inzwischen zu klein.

Herrentrench, beige, wurde vor zehn Jahren gereinigt in den Schrank gehängt, bis die zerbrochene Gürtelschnalle repariert wäre. Inzwischen fehlt der ganze Gürtel.

Damenhose im Cargostil, hellbeige, letzten Herbst gekauft, getragen, gewaschen, noch mal getragen, gemerkt daß die Schrittnaht eingegangen war und die Hose nicht mehr paßt.

A white lace skirt that doesn’t fit any longer.

Mens Trenchcoat in beige, was put in the closet while the belt with the broken buckle was supposed to get repaired. Not the belt is missing.

Pants in cargo-stye, I bought them last fall, wore them, washed them, wore them, found out the crotch seam has shrunk while washing, end of story.

Kleidung

Handstrickpullover aus weißer Baumwolle. Paßt lange schon nicht mehr, aber das Lochmuster gefiel mir immer noch gut.

Himbeerrote Seidenbluse.

Antike Herrensocken, rot, 100% Polytierchen. Ungetragen und mit Banderole. Vermutlich vor über 25 Jahren von meiner Schwiegermutter für ihren Sohn gekauft.

Handknitted sweater from white cotton. Couldn’t separate because I still liked the pattern.

Silk blouse in raspberry red.

„Antique“ mens socks in red, new, about 25 years old (or more) original design from the 80th in 100% polyamid.

Kleidung

Gefütterte Cordweste in beige, passte mal zu einem Pulli, verbrachte aber die letzten zehn Jahre im Schrank.

Süßer Erdbeerbody aus meiner Vergangenheit.

Ärmelloses Baumwoll-Leinen Top in weiß, mein erster Versuch mit Patrones Tallas Grandes, der mir die Erkenntnis brachte, daß die Proportionen gar nicht zu meinen passen und ein Top, das ich zwei oder drei Mal getragen habe. (Da heute bereits das erste Mal getauscht wurde, ist das auch schon weg.)

Lined corduroy vest in beige. I used to wear it with one sweater but it spent the last about 10 years in my closet.

Cute strawberry leotard from a long ago and cute past.

White top from a cotton linen blend, my first encounter with a „Patrones Tallas Grandes“ pattern which led to the knowledge, that teir proportions do not fit at all on my body and to a top I wore like two or three times. (That has already been picked today.)

Kleidung

Asymmetrischer weißer Rock aus Baumwoll-Leinen mit Baumwollspitze. Gehörte zum Top im Bild oben und ist ebenfalls bei Hasilein07 gelandet.

Dunkelblaues Jersesykleid aus einem Seide mit irgendwas Gemisch.

Miederkleid, gekauft als die ganz neu auf den Markt haben aber gemerkt, daß es bei mir immer fürchterlich hochrutscht und sich als dicker Bollen genau an der Taille anlagert. Danach über zehn Jahre in die Schublade geknüllt geschlafen.

Asymmetrical white skirt of linen-cotton blend with cotton lace, belonged to the top above and has also already gone to Hasilein07.

Knit dress from a silk-melange jersey in blue.

Figure-forming dress, purchased when it was quite new in Germany. Found out quickly that I end up with the whole dress „draped“ around my waist while walking so it got crumpled in a drawer for more than ten years.

Kleidung

Kurzärmelige Jacke und passender Rock in grauer Seide. Stammt noch aus meiner Pariser Zeit und müßte ein Butterick-Schnitt gewesen sein.

Bikini und Badeanzug in „lächerlich klein“, wie bei mir meist irgendwann mal einen Urlaub lang getragen.

Jacket with short sleeves and skirt in grey silk. From my time in Paris and probabely sewn after a Butterick pattern.

Black and white swimsuits (one piece and tow piece) in size „ridiculously small“, worn for one holiday, as usual for my swimsuits.

Kleidung

Rotes Wickelkleid aus einem kuscheligen Strickstoff mit Angora. Schnitt noch aus Carina, also wirklich uralt.

Cognac-brauner Rock aus stretchigem Lederimitat.

Handstrickpullover aus türkiser Baumwolle.

(Bis ich die Sachen aussortiert und alle so nebeneinander liegen hatte war mir nicht klar, wie stabil ich in meinen Farbpräferenzen in den letzten Jahrzehnten war…)

Red Wrap-dress in a cozy knit in an angora-wool-blend. From my times when I still was a student at the university. Really loooong ago.

Cognac coloured „supposed to look like suede“ skirt.

Turquois sweater, handknitted from a cotton yarn.

(Until I had all those garments laying together I had not really realized, how much my prefered colours have remained the same over the last 20 years…)

Kleidung

Rote Samtweste im klassischen Stil.

Zweilagiges Sommerkleid aus Seide, eine Lage handbemalt.

Rotes T-Shirt von Tchibo, letztes Jahr gekauft in der irrigen Ansicht, wenn Gr. 46/48 ganz gut passt und nur an der Hüfte etwas knapp ist, könnte Gr 48/50 genau richtig passen. (Die größere Größe ist an der Hüfte enger, dafür sind die Schultern ungefähr 5cm breiter…)

Red velvet vest.

Two layered silk dress, upper layer hand painted.

Red T-Shirt, purchased last year from Tchibo. The fact that their size 46/48 tops fit my quite okay, only are a bit tight at the hips gave me the idea, the new plus-line in 48/50 might just fit that tad better. The idea proved wrong, the hips are to tight but in recompensations the shoulders are about 5cm to large (each).

Das war also in dem Päckchen. Ich bin gespannt, was im Oktober in Aachen daraus geworden sein wird!

That’s the content the Recycling-Challenge started with. I looking forward to see what all this will become until october!

Stoff (und Kurzwaren)-Shopping in Paris: Toto

„Billich will ich“ ist nicht nur das Motto dieses Ladens, sondern auch etlicher anderer in der Straße. Aber die verkaufen keine Stoffe.

Toto Paris

Die Front des Geschäftes sieht ebenfalls so aus: schwarz auf schreiendem gelb, klare Ansage, kein chichi.

„I want cheap“ would be a good slogan, not only for this shop, but also for others in that surrounding. But the other ones don’t carry fabrics.

The shopfront matches the style: black on screaming yellow, no frills.

Im Erdgeschoß gibt es Handtücher, Bettwäsche, auch mal ein paar billige Klamotten und alles, was der Einkäufer sonst so gefunden hat. Im Keller findet man vor allem Wachstuch für Tischdecken, aber auch mal Stoff für Duschvorhänge, dazu Schaumstoff und anderes Polstermaterial.

Wer durch das ebenfalls mit Stoffen vollgestopfte Treppenhaus nach oben stapft, findet im ersten Stock Bekleidungsstoffe. Bedruckte Baumwolle ab 2 EUR/m, Mantelflausch aus Kunstfaser für 7 EUR/m oder einen Stoff für Anzug oder Kostüm für 5 EUR/m? Die günstigen Stoffe sind nicht von der hochwertigsten Qualität, aber oft in modischen Farben oder Mustern und somit ideal für ein Teil für einen Saison oder ein schnell wachsendes Kind. (Oder auch zwei, denn auch wenn Kunstfaser und Mischgewebe dominieren, haltbar sind die Stoffe oft doch.) Und wenn man ein bißchen genauer hinsieht, findet man durchaus auch schöne Sachen, wie uni-Leinen für 7 EUR/m, schöner Wollboucle für 12 EUR/m oder bezahlbares Vichy-Karo aus Baumwolle in verschiedenen Farben und Karogrößen. (Nur die Dupionseide ist meist teurer als in der Deballage du Marché Saint Pierre, da sollte man zweimal hinsehen.)

Generell zweimal hinsehen sollte man auch, was das Personal tut, denn die einzelnen Angestellten sind unterschiedlich motiviert und abgeschnitten wird eher knapp. Bei elastischen Stoffen auch gerne mal gedehnt. Man nimmt also lieber etwas mehr…

Außerdem gibt es in dieser Etage dann auch noch Nähgarn, Knöpfe, Bänder und Borten und sogar Handstickgarn, Perlen und manchmal Wolle und Stricknadeln. Was halt gerade so da ist.

When you enter you’ll find on the ground floor towels, bedsheets and maybe even some cheap clothes and anything else the buying agent did find for few money. In the basement you’ll find oilcloth in different prints, sometimes also fabric for shower curtains ans foam and material for stuffing.

If you move up through a staircase with fabric leaning to the wall to the first floor you’ll enter the department of fabric for garments. Cotton prints from 2 EUR/m, coat fabric for 7 EUR/m or a fabric for a suit für 5 EUR/m? That is possible. The cheap fabrics are of course not the best quality often in fashionable colours or designs, so perfect for a one-season-garment. (Or even two or three, because even though the materials are mostly polyester or poly-blends, they are surprisingly lasting.) And if look closer you can also find nice linens for 7 EUR/m, boiled wool for 12 EUR/m or affordable Vichy-checks from 100 % cotton. (Only plain silk is usually cheaper at Deballage du Marché Saint Pierre, so choose well, if you want to buy that.

And also better look out what the staff does. They are not all equally motivated and when they cut the fabric it may be a bit scant. Knit fabric may even be stretched. So better buy some more… (Not so difficult at those prices.)

Also they have a small choice of thread (sometimes also serger thread), buttons, ribbons and trims and even beads, wool or hand embroidery thread.

Im zweiten Stock liegt der Stoff dann in Kartons und wird nach Gewicht verkauft. Interessanter ist hier allerdings was sich hinter den raumhoch verglasten Theken abspielt: Hier gibt es eine große Auswahl afrikanischer „WAX“-Stoffe, bunte Drucke, Batiks, aber auch Damast. Diese muß man sich vom Personal zeigen lassen und sie werden in 5 yard Coupons verkauft.

In the second floor the fabrics are in boxes, pieces, some bigger, other smaller and are sold by weight. But what is more interesting is what lays behind the glass counters: A big choice of african „WAX“-fabric, colourful prints, batiks but also damask. Those fabrics you can not fumble yourself, they are displayed on the wall and the staff has to show you your chioce through the glass. They come precut to 5 yard coupons.

Noch ein Stock höher geht es zu Vorhang und Möbelstoffen. Auch hier sieht man den billigen Stoffen meist deutlich an, daß etwa der Druck weniger detailliert und sorgfältig ausgeführt ist als bei den teureren Varianten beim Raumausstatter oder der Stoff dünner. Doch auch hier finden sich echte Schnäppchen. Und manchmal ist die einfache und billige Variante besser als nichts. Und da es meist etliche der typischen französischen etwa barocken Muster gibt, ist das auch eine gute Quelle für historische Kostüme.

Next floor is home decor, fabric for upholstery and curtains. Again the cheap fabrics look different from their more expensive „look alikes“ in the fancy and more expensive specialized shops. The fabric may be thinner and more flimsy, the print visibly simplified or not so accurate. But also here you can spy real bargains. And sometimes the simple version for 1/3 of the price may have its attractivity. Often you’ll find her the typical french „baroquesque“ designs like fleur de lys and of course toile de Jouy which makes it a good source for historical costumes.

Ich mag diesen Laden für seinen Wundertüteneffekt, weil man nie weiß, was man gerade findet und die echten Schnäppchen, die sich immer wieder auftun lassen.

I like this shop for the surprise (you never know, what they will offer this week) and for the real bargains you can find. (But of course not always will, but without that hunting would be boring… 😉 )

Adresse: 49, boulevard Barbès, 75018 Paris (Métro Marcadet-Poissonièrs)

(Es gibt sehr viele Filialen in Paris und in ganz Frankreich, aber die meisten sind kleiner und nicht alle haben auch Stoffe.)

(The company has a lot of shops all over Paris and the rest of France, but most of them are smaller and not all of the carry fabrics.)

Und natürlich gibt es eine Webseite: And of course there is a website: www.toto.fr

Kein PiF, aber ein Paket

No PiF, but a parcel

Paket

Heute war ich immerhin mal bei Hermes und habe ein dringendes Paket auf die Reise geschickt. Denn es hat einen weiten Weg vor sich.

Beim diesjährigen Hobbyschneiderintreffen im Oktober in Stolberg gibt es natürlich wieder eine Challenge. Diesmal lautet das Stichwort „Recycling“.

Und so ging heute gestern ein Paket mit Kleidung auf die Reise in die Oberpfalz (wenn mich meine schwachen Geographiekenntnisse nicht täuschen), von dort nach Hessen und von da wieder zurück in die Oberpfalz (?). Danach darf es nach Baden-Würtemberg, nach Westfahlen und wieder nach Baden-Würtemberg von wo aus es über die Pfalz nach Berlin reist. Von dort geht es zurück ins Rheinland wo es unter anderem bei mir Station machen wird (ich will ja auch mitmachen). Die nächsten Adressen scheint Google zufolge in Niedersachsen zu liegen, bevor es wieder in den Süden geht, nach Franken. Von dort dann über Hessen und Berlin nach Aachen, wo es gleich von vielen Händen befingert wird, bevor es über die Grenze nach Dänemark reist. Und danach wieder zurück nach Deutschland.

Warum tut es das? Nun, jeder fischt sich gebrauchte Kleidung heraus, steckt neue rein und arbeitet das um, was er rausgeholt hat. Erlaubt ist alles. Jede Technik, jedes Ergebnis, vom Eierwärmer bis zum Abendkleid.

Ich bin gespannt, was dabei rauskommt!

Today Yesterday an important parcel started its journey. At our next „Hobbyschneiderin-Treffen“ in Stolberg which will be in October, we will, of course, have a Challenge.

This time we will reuse and recycle. So a parcel with used clothes of mine startet its journey, will jump all over Germany, then to Danmark and back to Germany. Each participant picks something from the content and refills it wiht nor longer used clothes of her (or his). And then we’ll transform what we picked. We can sew, knit, glue,… we can make garments, bags,… everything is allowed!

And I am so curious to see the results!

Oh, es ist ein… PiF!

It’s a… PiF!

Pay it Forward

Es ist ja schon eine geraume Zeit her, daß ich mich bei Aud im Blog für ihr Pay it Forward gemeldet habe.

Und jetzt kam Post. Schon die Verpackung war schön.

Und die Topflappen erst! Vor allem glaube ich, daß sie sehr gut in die Pariser Küche passen werden. Da wollte ich nämlich die ganze Zeit schon welche nähen und bin nicht dazugekommen.

Perfekt! (Trotz des farblich leicht abweichenden Unterfadens auf den letzten Metern… 🙂 ) Danke, liebe Aud!

It’s quite some time ago that I took Auds offer for a Pay it Forward gift in her Blog.

And now the postman left something very nice. Already the outside was nice.

And even more the inside! I like those potholders. I think they will fit very well into our Paris kitchen. Where I wanted to make some for two years but never found the time.

Perfect! (Even though the bobbin thread run out on the last centimeters and had to be replaced by a similar colour. 😉 ) Thank you, dear Aud!

Allerdings erinnert mich das ganz übel daran, daß meine PiF-Geschenke auch mehr als überfällig sind. Eigentlich sind sie fertig, ich muß nur noch Umschläge finden… Aber das erste habe ich heute schon endlich verpackt.

But this reminds me that I have something to give also that is overdue. They are finished, I just have to find envelopes… But I did already finally pack the first one today.

Paris glagla

Sylvester habe ich ja in Paris verbracht und es war…. kalt. Aktivitäten in geschlossenen Räumen waren somit von großen Interessen (eine neue Stoffgeschäftbeschreibung und ein Ausstellungesbericht folgen).

Fontaine Stravinski

(„Glagla“ ist das was Franzosen machen, wenn ihnen kalt ist.)

Schnee blieb uns weitgehend erspart (ab der dritten Flocke bricht in Paris dann eh das Chaos aus), aber es reichte, um Brunnen schneller zufrieren zu lassen, als man ihnen das Wasser abgedreht hat.

The turn of the year I spent in Paris. And it was… freezing cold. (Inside activities became more interesting, so I plan to write a review of an exhibition and another shop review.)

(„Glagla“ by the way is the sound of a French that feels cold.)

We didn’t see much snow (which is good because it takes like three snowflakes to create complete chaos in Paris) but it was cold enough to have fountains frozen before someone could stop the water and drain it.

Revue de Presse: Threads January 2009 (Number 140)

Diesmal kam sie wieder pünktlich, die Januar Threads. Im November. Ja, jetzt ist Januar, vermutlich kommt bald das nächste Heft, also höchste Zeit für meinen Senf zum Heft.

Die Autoren die vorgestellt werden sagen mir diesmal alle nichts, aber vielleicht bleibt der eine oder andere Name haften. Und da es offensichtlich noch keine neue Chefredakteurin gibt, haben sich drei Redaktionsmitglieder zusammen getan. Wofür auch immer, denn der Text fast ohnehin nur das Inhaltsverzeichnis zusammen. 😮 Ähnlich wenig überraschend die Leserbriefe.

Die „pattern review“ stellt diesmal eine schöne Jacke von „Safe-T-Pockets“ vor, die mir gefällt. Schon wieder eine Firma, die ich nicht kenne. Dabei bin ich doch verstärkt schnittsüchtig. 😮 Der „künstlerische“ Rock von Vogue hingegen… nein, muß nicht sein.

Paspelknopflöcher, jetzt wird es interessant… leider geht die Autorin über den wirklich interessanten Punkt hinweg, nämlich woran man denn ein „richtiges“ Knopfloch erkennt. (Nachdem sie in ihrer Einleitung schon ausführlich drauf herumreitet…..) So bleibt nur „garantiert perfektes Paspelknopfloch zum 367.“ Eine Anleitung… die zumindest bei meinem Popelinemantel auch nicht funktioniert hat. (Und auf Wolle funktioniert meine bisherige Anleitung auch gut.) Wodurch sich ihre Anleitung von den vielen anderen unterscheidet ist mir auch nicht klar… ich zumindest kannte vergleichbare Techniken schon lange. (Und erinnere mich jetzt… das war eine von den Techniken, die für mich so gar nicht funktioniert haben.)

Wie man eingebaute Motive der Stickmaschine benutzt, um ein schlichtes T-Shirt aufzumotzen ist jetzt auch nicht so mein Thema. Nicht nur weil ich keine Stickmaschine habe… sondern wenn ich mir ein schlichtes Shirt nähe, dann deswegen, weil ich genau ein schlichtes Shirt brauche. Sonst würde ich ja gleich was Interessanteres nähen. *g*

Bei den Lesertips ist diesmal ebenfalls nichts dabei, was ich schon immer wissen wollte.

Die „notions“ stellen eine ganz tolle neue Erfindung vor: Eine Einkaufstasche aus wasserfestem Polyester, die dünn und leicht ist, so daß man sie klein zusammenrollen kann. Toll und umweltfreundlich. Hm. Meine Oma hatte so was schon. Gut, war aus Nylon und statt zusammenrollen hatten sie eine eingebaute kleine Tasche, in die man den Beutel hineinfalten konnte. *gg* Onion-Schnitte sind in Europa auch nicht neu.

„Designer Challenge“ ist immer prima und inspirierend. Schlichte weiße Hemden sind diesmal das Thema. Am besten gefällt mir definitiv die Variante von Kenneth D. King, komplett aus Köperband zusammengenäht. Dazu die vielen Druckknöpfe… schlicht aber mit dem gewissen etwas. Wobei die Variante von Fred Bloebaum, die mit Biesen Textur kreiert, auch nicht schlecht ist.

Passend zur Festsaison gibt es dann ausführliche Tips zum Nähen von Samt. Viele gute Verarbeitungstips (wobei ich Samt eigentlich nie so schwierig zu verarbeiten fand) aber statt zu heften Sprühfixierer zu benutzen sollte man sich gut überlegen. Wer will schon immer drei Tage warten, bis er die Nahtzugaben wieder auseinander bekommt um sie zu bügeln? (Wie ich das wohl rausgefunden habe…. ?) Und mal wieder der Verweis, daß Couturekleider oft gar nicht versäubert sind (oder nur mit der Zackenschere) weil das am wenigsten aufträgt. Das ist so einfach wie wahr. (So viel zum Thema „ohne Overlock kann man nicht professionell nähen… ) Die Sache mit dem Stoffstreifen im saum gefällt mir, das kannte ich noch nicht. Wenn ich mich das nächste mal wenn ich Samt nähe noch dran erinnern kann, dann werde ich das auf alle Fälle ausprobieren.

Der aus Stoffstreifen gewobene Mantel weckt bei mir wieder ein ganz dringendes Bedürfnis nach einer Schneiderpuppe. Denn das kann man nur Drapieren. Die Anleitung mit Photos ist ausführlich und weckt ganz viel Lust zum Nachmachen. Allerdings habe ich den Verdacht, es zeigt dennoch nur ansatzweise, wie viel Arbeit hinter so etwas steckt. Aber das macht einem dann auch nicht so schnell jemand nach!

Mal sehen ob bei den Werkzeugen für Engstellen auch wieder „Wunschwecker“ dabei sind… oh ja, ein Kantholz (wie auch immer das dann korrekt heißt) um Ecken sauber auszubügeln würde ich nicht vom Bügeltisch schubsen. Irgendwann, wenn ich mal Platz habe…

Sandra Betzina verrät, wie man nur die Ärmel füttern kann und dies mit der Nähmaschine. Da ich eigentlich immer wenigstens ein Halbfutter rein mache, weil sich das besser trägt, interessiert mich das jetzt weniger.

Ah ja, diverse Nähfüße mit Rille in der Sohle. Ich stelle fest, es gibt noch ein paar, die ich nicht habe. Aber gar nicht mehr so viele…

Näh Haikus… nun ja… muß jetzt nicht sein, oder?

Ah ja, der Recycling Gedanke greift weiter um sich. alte Kleidung künstlerisch neu verpatched. Naja, die gezeigten Beispiele empfinde ich als mäßig inspirierend. Sehen mir zu „absichtsvoll“ (im Sinne von „ich wollte recyceln“) aus. Und die Techniken mit Falten und und Crushes sind nicht wirklich neu. Das letzte Beispiel mit den „Fensternchen“ gefällt mir dann doch deutlich besser.

Fürs Shopping wird diesmal Portland als Stoff Mekka beschrieben. Wobei die Tatsache, daß IKEA als wichtige Quelle genannt wird leichte Zweifel bei mir weckt. Naja, Portland ist ohnehin ein wenig weit von hier.

Leser fragen, Experten antworten hat diesmal keine Offenbarung für mich.

Ach, das war’s schon? Noch das nachdenkliche Geschichtchen und die Nahaufnahme eines Kleidungsstücks zum Abschluß. Nett. Oder so.

Diesmal war nicht so viel Inspiration für mich dabei, aber das, was mich vom Hocker gerissen hat, hat es dafür gründlich getan. 😮 Also bedauere ich mein Abo nicht.