Vogeljagd

rumpel schepper machte es heute morgen.

Die Geräusche sind vertraut, denn wir haben große Glasfronten und ab und an meint ein Vögelchen, da hindurchfliegen zu müssen. Danach sitzt es dann etwas bedeppert auf dem Balkon bevor es sich aufrafft und davonfliegt.

Doch diesmal klang es irgendwie anders.

Lauter.

Und irgendwie… von der falschen Seite der Scheibe.

Und das energische Tschiep kam eindeutig aus meinem Schlafzimmer.

In der Tat, da saß eine Meise mit offenem Schnabel und tat erst mal so, als sei sie nicht da. Neben der offenen Balkontür.

Nur… wie bekomme ich das Tierchen wieder hinaus, wo es hingehört? Schließlich sind die Glasfronten ja überall und natürlich versucht der Vogel es an allen stellen, außer da, wo die Tür ist.

Mit einem stabilen Ldergürtel schiebe ich ihn bis vor die Balkontür.

Flatterflatter natürlich will er nicht da hinaus, sondern daneben. Und sitzt wieder auf dem Boden vor der Tür.

Also die Jalousien mal zu zwei Dritteln runtergelassen, damit es weniger nach „Durchflugmöglichkeit“ aussieht.

Erneutes vorsichtiges Anstupsen, erschreckter Rundflug im Zimmer, der Versuch, durch die Jalousien nach draußen zu gelangen. (Blöder Vogel… das muß er doch wohl sehen, daß es da nicht durchgeht.)

Oh, jetzt klammert er sich immerhin an der Jalousie vor der offenen Tür fest. Ich beginne die Balkotür zu schließen…. flatterflatterplatsch Wieder sitzt er vor der offenen Tür, nur ist der Öffnungswinkel der Tür schon deutlich kleiner.

Aber um unter ihr durchzukriechen… wäre noch Platz. Ich lehne eine liegende Leiter vor diesen Spalt, um eine weitere „Fluchtmöglichkeit Richtung Zimmer schon optisch auszuschließen.

Gaanz vorsichtig mit einer Plastiktüte von seitlich oben… flatterflatter Uff, diesmal war es das richtige „Loch“. Vöglchen fliegt munter davon.

Und ich hole den Staubsauger, erstaunlich wie viel Federn ein so kleiner Vogel unter Streß verlieren kann. 😉

Revue de Presse: Burda Modemagazin August 2006

Das Thermometer auf der Terrasse zeigt auch im Schatten knapp 40°C und ich sitze zerfließend in einem Zugabteil und erblicke wollig warmes Karo in gedeckten Herbsttönen. Woraufhin meine Schweißdrüsen ihren Ausstoß spontan verdoppeln. Augen mit großen Handtuch wieder freiwisch

Klar, vernünftig wäre es, zumal bei meinem Nähtempo, jetzt in die Herbstproduktion einzusteigen. (Zumal ich mit meiner „Frühjahrskollektion“ noch nicht fertig bin…. hüstel) Aber bei den tropischen Temperaturen bin ich gerade gar nicht in Stimmung dafür… Aber jetzt habe ich das Heft, also tapfer weitergeblättert… das Editorial verspricht diesmal Outfits für „jede Figur und jeden Typ“. Das wäre mal eine revolutionäre Neuerung… aber vermutlich bedeutet es wie immer „für jede Figur, so lange sie weder Busen, noch Hüften oder Oberschenkel hat“… :o)

„Aktuell“ ist jedenfalls wieder „british und ladylike“, wie eigentlich jeden Herbst. Diese Dauerbrenner haben natürlich auch Vorteile, den Hosenanzug aus Cashmere-Tweed den ich mir so circa 1999 oder 2000 nach einem Burda-Schnitt genäht habe und der mir leider nach einem Winter zu klein war, den trägt meine Mutter seit zwei Jahren mit Freude. So hat sich die Stoffinvestition damals dann doch rentiert… Gut, aber was gibt es aktuell neues? Klassische Muster in Wolle, Cord (so weit so gut, das mag ich), extraenge Hosen und lange Schaftstiefel dazu. Gut für die hüftlose Burdafigur, weniger schmeichelnd für den Rest der Welt. Die Fischgrat-Jacke 108 hat jedenfalls eine sehr schöne Nahtführung. leider nur bis Größe 42. Andererseits… ja, bis auf den Kragen entspricht das meinem Vogue-Jackenschnitt den ich vor zwei Jahren in den USA gekauft habe… den könnte ich also gut abwandeln. Der war nämlich in PLUS-Größe. An den Blusen, die ihm unterschiedlichen Streifenverlauf zusammengesetzt werden habe ich mich allerdings allmählich satt gesehen… Das Titelmodell ist auch gleichzeitig „Lieblingsmodell A“… bis auf die Karos und die grüne Farbe könnte ich mich damit gut anfreunden. Shirt 113 sieht in der technischen Zeichnung mit den Drapierungen interessant aus, aber am fertigen Pulli eher nur unordentlich. Und vermutlich nicht alltagstauglich, denn Wickelpullis erfordern ja immer schöne BHs und so viele Arbeitsplätze, wo frau üblicherweise ihren BH vorzeigt gibt es ja nicht… 😛

bäh Was ist das denn? Och nö, eine Trenchjacke die aussieht wie aus dem Altkleidercontainer gezogen? Ne, ne, mag ja „modisch“ sein, aber Grundge ist doch vorbei…? Hoffe ich…. Und das Shirt 104 sieht als technische Zeichnung wieder sehr gut aus, aber ob das angezogen dann wirklich paßt…? Also das Bild… lässt anderes vermuten… Ja, das Bild auf der Detailseite macht es in der Tat nicht besser. Nicht für das Shirt und noch weniger für den Trench. Aber die niedlichen Godets des Bleistiftrockes hätte ich beinahe übersehen. in Anleitungsteil blätter Angeschnitten, nicht eingesetzt. Sehr niedlich, doch, gefällt mir…

Die „Best Basics“ präsentieren das gleiche nochmal in anderen Farben? Ja… Das Wickelkleid (auch Wrap-Dress genannt… klingt irgendwie nach Essen… Wraps sind ja was Feines) ist also obligatorisch. Der Stoff hoffentlich nicht… die Farben hätte vielleicht meine Oma getragen…. Aber es ist Lieblingsmodell B… letzlich würde es aber doch wieder im Schrank bei den anderen Wickelkleidern liegen… es sei denn, ich würde in eine „Unterwäsche-vorzeige Branche“ wechseln…. gg Die Jacke bleibt auch in Boucle mein Favorit. Schade, daß sie kein „Lieblignsmodell“ sein darf. 🙁

In die „City“ darf ich in Gold und Beige, das ist edel. Das Gold-Lurex-Shirt sieht allerdings eher nach „Hasch mich, ich bin der Frühling“ Samstag Abend auf der Amüsiermeile aus. Kommt der aufdringliche Gold-Look tatsächlich wieder??? entsetzt guck Aber das Shirt… sitzt auch aus Lurex an den Schultern nicht gut. Wußte ich“s doch… Die Jacke noch mal in Beige… nö, wie langweilig… und eine Bluse mit drei Krägen… hm… das ist… abgefahren…? Chic…? Doof…?

Ich glaube doof.

Häkeltasche… Ich fürchte, ich muß mich doch mal wieder mit meiner Wollrestekiste auseinandersetzen, die bei meiner Mutter lagert…. Jedenfalls ist sie halbwegs groß. Nur so wie meine Taschen immer belade, sollte ich sie wohl eher aus… Stahlseil häkeln. g

Ach ja, die langweiligste Blazervariante darf zum Styling… und schon wirken alle Varianten fad. Wobei ich zugeben muß, daß sich gerade wirklich edles Design mit Understatement schlecht photographiert, weil es doch sehr von Farbnuancen und Stoffstrukturen lebt. Also vielleicht.. sieht es „in echt“ besser aus.

Farblich liegt der „Freizeitstil“ in blau ganz auf meiner Linie… Die bekannten Schnitte also noch mal in Jeans und Cord. Eh nicht meine Größe… kursorisch drüberblätter Offenkantige Verarbeitung bei Jeans liegt mir allerdings immer noch nicht. Zumal bei aufwendigen Schnitten…

Kurzgröße auch klassisch… angeblich in angemessenen Proportionen, was am sitzenden Modell aber schlecht zu sehen ist. Der Ledersessel in der Kulisse ist jedenfalls zu wuchtig für ein zierliches Modell… 😛

Top-Label… gähn, langweilig. Ah, Bogner. Nun gut, Weder Skipiste noch Münchner „Schickeria“ (Wer erinnert sich eigentlich noch an das Lied von der Spider Murphy Gang? Ich glaube, ich muß gleich mal in meinen Platten wühlen gehen.) sind mein Stil… weiterblätter

Schnittzeichnungen im Anleitungsheft überflieg Keine Überraschungen…. nettes Oberteil… hey, sogar in meiner Größe! Doch eine Überraschung!

Workshop Jeansstoff… Bügeln mit 2 Punkt bei reiner Baumwolle??? Na macht aber man „nen Punkt… vor dem zuschneiden unbedingt waschen, ja, das kann man wohl nicht oft genug sagen… Leserforum überflieg Süßes Babybild… iieh… kurze Hosen im Winter kommen wieder… nun ja…

Die bunten Cosmetikseiten… (kauft jemand Parfum wirklich nach Farben sortiert??) Medizin… Rosen… Tschibo… Hoppla, das muß die Anzeigenseite sein.. Ach… bei Burda kann man eine Tschibonähmaschine gewinnen…??? Wer macht dann eigentlich den Support, wenn die armen Gewinnerinnen damit versuchen zu nähen… 😛

Das Leserinnen entwerfen Modell hat zwar die falsche Farbefür mich, praktisch ist es auch nicht… aber sehr schön. Wobei die Bilder offen lassen, ob Burda den raffinierten Rock tatsächlich so umgesetzt hat, oder ob der (wie die Hälfte aller wirklich schönen Details an den Lerinnenmodellen im Durschschnitt) auf „Burda-Normal“ gestutzt wurden…

Schwangerschaftsmode brauche ich nicht… drüberblätter … die Sonderhefte früher hatten doch auch was…

SCHOCK

Was ist denn das Grauenhaftes? Bunte Kartoffelsäcke??? Wie? Kinderkleider? Die armen Pänz! So was hätte ich ja mit vier Jahren schon verweigert. in Schnittübersicht zurückblätter Oh. Das habe ich vorhin wirklich übersehen. Müssen Kostüme für The Wizard of Oz sein… Strohkopf drauf und die Vogelscheuche ist fertig. Immerhin, auch beliebiges Übergewicht dürfte hier kein Problem sein. (Die Burda-Umsetzungen für Mode für alles was mehr als magersüchtig ist ist ja immer sehr… phantasievoll… 😛 ) Darf man das noch ungeformte Stilempfinden von Kindern in jungen Jahren so vergewaltigen? Und die schönen Stoff… das ist Stoffvergewaltigung, jawohl!

Schnell weiterblätter und zur PLUS-Mode rett So, jetzt kommen wir in den Bereich, aus dem ich auch mal die Chance habe, was zu nähen… Kostüme und Hosenanzüge sind schon mal gut. Eher konservativ, aber nett. In bewährter „Burdaproportion“… bitte kein Körbchen jenseits von B und auf keinen Fall Hüften.. aber auch hier angeschnittene Godets… Und es steht nichts von Stretch-Stoff! Wunderbar! Das Oberteil 130 sieht auch in Stoff gut aus… hoffentlich finde ich die Zeit dafür…

Die „Lieblingsmodell-Nachlese“ für Mai… ja, das Kostüm hätte ich mir auch ausgesucht.

Der Kreativteil ist diesmal orientalisch-prächtig und pink. Nett anzusehen, aber nichts was ich Zuhause verwenden würde. Trotzdem gucke ich immer gerne mal rein, oft finde ich auch Anregungen für kleine Geschenke… die Handytaschen zum Beispiel… oder die Pantöffelchen.

Hoppla schon durch… und der September verspricht Dirndl… ach ja, ist ja Oktoberfest. Das beginnt ja bekanntermaßen im September… Mal sehen, ob es dann immer noch so heiß ist… 😉

Verstrickt & Zugenäht – Die Frage der Woche 30/2006

Nähfreundin will wissen:

Daß die meisten Malerfolie aus dem Baumarkt zum Schnitte kopieren benutzen, das ist ja allseits bekannt.

Aber hast Du schon mal ein Material oder einen Gegenstand zweckentfremdet „vernäht“?

Nun, ich benutze alles, was mir in die Finger kommt. Steine von normannischen Stränden zum Beschweren statt Gewichte, Papierclips statt Stecknadeln, die Malerfolie für Schnitte… aber wenn ich jetzt ein konkretes Beispiel sagen soll… dann fällt mir nicht viel ein.

Daß ich gerade wieder etwas „ungewöhnliches“ mache fällt mir nämlich immer erst auf, wenn mich wieder jemand entgeistert anguckt und sagt „Was machst du denn da!?!“ :o)

Soluvlies ist (fast) wasserlöslich….

Germanien im Jahre 2006 nach Christus. Alles Stickvlies ist im Wasser gelöst. Alles Stickvlies?

Nein, ein kleiner, hartnäckiger Rest an den innersten Ecken leistet Wasser, Waschmaschine und Waschpulver hartnäckig Widerstand.

Aber vielleicht sollte ich von vorne beginnen…

Im Mai dieses Jahres startete ich einen Aufruf im Hobbyschneiderin-Forum, der sowohl von lieben Forenmitgliedern als auch von einer genauso netten auf Gardinen spezialisierten Änderungsschneiderei beantwortet wurde und ich erhielt packenweise leichte Gardinenstoffe, Schleiertüll und was man an transparenten Stoffen sonst noch so finden kann.

Ich wollte einmal ausprobieren, ob man nicht auch ohne Stickmaschine aus einfachem Tüll oder Chiffon Spitze sticken und/ oder applizieren kann.

BordüreNach einigen Experimenten glückte das auch.

Zumindest im Großen und Ganzen, etwa das im Hobbyschneiderinforum von Anne schon vorgestellte Fischsäckchen oder diese applizierte Bordüre.

Beim ersten „richtigen“ Versuch, dem Fischsäckchen, habe ich das Motiv mit weichem Bleistift auf Soluvlies gezeichnet, wie ich das sonst für Stickerei auch mache, habe das Vlies dann mit Prym Sprühfixierer unter den transparenten Stoff geklebt, in den Stickrahmen eingespannt und losgelegt.

Die böse Überraschung kam beim Auswaschen: Durch den Sprühfixierer wurden offensichtlich Bleistiftspuren auf den Stoff übertragen. Und Bleistift… wäscht sich nicht wieder aus. (Diese böse Erfahrung hatte ich beim Seidenmalen vor Jahren schon mal gemacht.)

Hobbyschneiderin Anne hatte dann die Idee, das Muster einfach auf die linke Seite des Vlieses zu zeichnen. Also nächster Versuch.

Leider sieht man die Vorzeichnung dann aber nicht mehr durch Vlies und Stoff hindurch. Irgendwann werden auch transparente Stoffschichten undurchsichtig. Also habe ich schwarzen Kuli genommen, den sieht man gerade so durch.

Zumindest bis mit der Applikation die dritte Stoffschicht kommt… also zuerst die Kulilinie mit Sublimatstift von Prym auf den Trägerstoff, dann den Applikationsstoff draufgeklebt (wieder mit besagtem Sprühfixierer) und schnell aufgenäht, bevor der Sublimatstift verblasst. (Was auch bei lila schneller geht, als auf der Anleitung steht.)

Vorzeichnung bleibt sichtbarUmständlich, aber es funktioniert.

Hoffnungsfroh warf ich die lange Bordüre ins Waschbecken… das Soluvlies löste sich… scheinbar.

Nur die schwarzen Linien der Vorzeichnung waren immer noch zu sehen. 🙁 Und da der Stoff transparent ist, nicht nur von der Rückseite, sondern auch von vorne.

Jetzt will ich es wissen und werfe das Teil bei 30°C in die Waschmaschine. Wenn die das nicht hinbekommt…

Tja… das meiste ist raus, aber da wo mehrere Lagen aufeinander liegen und die Stiche auch dicht in zwei Schichten verlaufen… da bleiben dunkelgraue bis schwarze Ränder. (Auf dem Photo erkennt man es nur schwach, der Effekt ist in Wirklichkeit leider stärker.) So ganz…. löst sich das lösliche Vlies ganz offensichtlich nicht. grrr Und da die Stoffe transparent sind… genau, sieht man das auch durch.

Schnirfz Da heißt es wohl weiter testen…

Ultra Solvy wäre ja auch eine Alternative. Aber da weiß ich gar nicht, womit dauerhaft und gleichzeitig löslich Vorzeichnen. Sublimatstift ist bereits nach 30 Minuten zu schwach, um ihn noch durchsehen zu können…

(Falls jemand Ideen hat, wie man das Soluvlies noch rausgewaschen bekommt… immer her damit… )

Verstrickt & Zugenäht – Die Frage der Woche 29/2006

Nähfreundin will wissen:

Diesmal eine Frage an die „Vielnäher“.

Trägst Du alles,was Du selbst genäht hast, oder hängt das eine oder andere Teil ungetragen im Schrank?

Hm, bin ich ein „Vielnäher“? Gute Frage… liebe Nähfreundin, ab wann ist man den ein „Vielnäher“??

Nun gut, ich beantworte die Frage trotzdem mal… :o)

Ungetragen im Schrank, ja das kommt vor. Allerdings nicht, weil es mir nicht passt, sondern weil ich ja so langsam nähe und da kann das Sommerkleid dann auch pünktlich zu Weihnachten fertig sein. Und dann hängst das erst mal bis zum nächsten Sommer im Schrank.

Ich habe da auch einen weißen Rock mit Oberteil nach einem Patrones-Schnitt. Das habe ich seit drei Jahren und vielleicht sechs, wenn es hoch kommt zehn mal angehabt.

Warum? Es ist nur für sehr heißes Wetter, es ist nicht geeignet, es zur Arbeit zu tragen und ich muß gerade weiße Unterwäsche gewaschen und parat haben. 😉 Das alles Zusammen… kommt halt selten vor. Und für den Urlaub ist es auch nicht geeignet, weil aus Leinen mit Baumwolle, das knittert zu sehr.

Aber generell… was im Schrank landet, wird auch getragen. Nur unterschiedlich oft.

Gartennähen 2006 – Ich habe fertig!

Polster für den GartenKaum zu glauben, aber meine Neverending Story hat ein Happy End!

Dank einer antreibender Fußtritte von ma-san und dem kleinen Scherzkeks sowie das damit verbundene Leihen der jeweiligen Overlock sind die Polster für die Gartenstühle und Deckchairs alle fertig und machen sich gut auf unserer Terrasse. 🙂

Jetzt brauche ich nur noch eine passende Tischdecke… den gleichen Stoff wollte ich nicht, aber uni im passenden Gelb…

Zeit für eine neue Stoffsuche sowie ein neues Langzeitprojekt… :o)

Projektüberflutung

Jahrelang war ich diszipliniert. Habe ein Projekt fertig genäht, bevor ich das nächste angefangen hatte. Nur ein parallel laufendes „Langzweitprojekt“ habe ich mir gegönnt und später noch Dessous, weil die ja meist eh an einem Tag locker fertig werden.

Weil ich es hasse, im Chaos von fünf verschiedenen Projekten zu sitzen, kein passendes Teil mehr zu finden und vor allem weil ich dann immer da sitze und nichts tue, weil ich mich nicht entscheiden kann, womit ich anfangen soll.

Jahrelang ging es gut.

Und jetzt?

Eigentlich ist mein aktuelles Projekt ja eine Batistbluse, an der ich mit der Schwertnadel ein bißchen rumspiele.

Und mein Langzeitprojekt ist ein Shirt für meinen Mann.

Und die Dessousstoffe wachsen auch nicht über ihren Karton hinaus.

Aber dann kamen Anne und Tinalein und wollten die Rückmeldung der Kursleiter bis zum 10. Juli und ich mußte die schon lange geplanten Techniken ganz schnell mal ausprobieren. Und wo ich so schön dabei bin, habe ich mir noch mehr Tüll, Chiffon und Organza gekauft, um weiterzuprobieren.

Und dann kamen die Vorhänge, die ich für unsere Pariser Wohnung nähen sollte, wollte und müßte. Die habe ich auch angefangen. Viel Stoff, lange Bahnen… blockieren das Wonzimmer.

Dann ist mir von einem ausgeflippten T-Shirt-Stoff was übrig geblieben, was ein Baby-Ensemble werden soll (meine Freundin bekommt im November ein Mädchen!). Da fehlt mir aber noch rosa „Basis-Stoff“ dazu.

Und jetzt kamen auch noch, etwas verspätet, meine Geburtstagsgeschenke: Säumerfuß und Lochstickeinrichtung die ich auch am liebsten sofort ausprobieren würde!

Und jetzt sitze ich da und mach gar nichts, weil ich mich nicht entscheiden kann, womit ich anfangen will! schluchzheul

Kirchenfußball

Publich Viewing bei WM 2006Jetzt hat es mich gestern auch erwischt. Auch ich werde zum deutschen Volkssport der letzten Wochen geschleppt: Public Viewing.

Fußball natürlich. Ich meine, was sonst sollten die Menschen gemeinsam und in der Öffentlichkeit angucken? (Wobei.. kostenlose bundesweite übertragungen von Konzerten, Tanztheater oder Opern hätte doch auch mal was… oder gleich kostenlose Open-Air Veranstaltungen mit Picknick? 😉 )

Immerhin, der Ort hatte Charme. „Biergarten in der Mauriziuskirche“ hieße es. Wie? Biergarten? In einer Kirche??? Wie soll das denn gehen?

Aber es ging, auf der einen Seite der Kirchturm, auf der anderen Seite Kirchenschiff (nehme ich an) und dazwischen… ein Platz. (Keine Ahnung, warum der da ist. Ob da mal ein Kreuzgang war?) Voll mit Stühlen, einigen Tischen, in der Ecke ein Grill und ein Köbes, der nicht ganz erfolgreich versuchte, alle Durstigen mit Getränken zu versorgen. Wäre also auch ohne Fußball gemütlich. Und ließ sich mit ertragen. 😉

Fußball WM 2006Und danach ging die Party auf den Ringen weiter. Bunt, fröhlich, gut gelaunt. (Nur die beiden Portugiesen in der Straßenbahn guckten etwas bedröppelt…. )

Und fast genauso schwarz-rot-gold wie in Frankreich blau-weiß-rot. Da muß ich mich noch dran gewöhnen.

Ich frage mich, ob, nachdem ja jetzt beinahe jeder Haushalt mit Flaggenamterial ausgerüstet ist, dieses (wie in Frankreich) auch zum Nationalfeiertag zur flächendeckenden Beflaggung eingesetzt werden wird? Und auch wir den 3. Oktober mit Feuerwerk, bunter Parade und Party begehen, statt mit ernsten Reden…

Revue de Presse: Burda Modemagazin Juli 2006

Diesmal eher spät, aber immer noch, bevor das nächste Heft rauskommt… gg

Passend zu den heißen Temperaturen der letzten Tage strahlt mich der Titel unterkühlt an: vom Weiß des Titelmodells über die blauen Augen des Modells bis zum pastelllila Hintergrund. „Weiß groß in Mode“ ist jetzt als Sommerthema nicht so wirklich neu, aber natürlich immer passend. Wie jeden Sommer. Ein Dauertrend sozusagen.

Im Editorial wird wieder eine Gewinnerin des „Lieblingsmodell- Wettbewerbs“ vorgestellt. Nur schade, daß man nicht auch mal die Gewinnerin in ihrem Lieblingsmodell zu sehen bekommt. An diese seltsame serifenlose Schrift muß ich mich hingegen noch gewöhnen… Wirklich angenehm auf Papier zu lesen ist das nicht… ich bleibe doch weiterhin dabei: serifenlos auf dem Bildschirm, auf Papier Schrift mit Serifen.

Die Überblicksseite ist auf den ersten Blick dann doch nicht nur weiß. Was ganz gut ist, denn strahlendes Weiß ist zwar eine wunderbare Sommerfarbe, aber so ganz optimal steht sie mir nicht…

Der erste Rock ist gleich glamourös in Szene gesetzt. Was für ein toller, interessanter Stoff! Und eine „eckige“ Rüsche ohne Rüsche… gefällt mir gut. Zwar nicht meine Größe und meine Farbe, aber als Idee…. kann ich das vielleicht irgendwann mal verwenden. Für die „Blusonbluse“ kann mich hingegen nach wie vor keiner begeistern. Ich dachte, die kämen so ganz allmählich bei der „Oma-Mode“ auch etwas aus dem Trend? Und an die Puffärmel des Landhausstiles an der Jacke will ich mich glaube ich, auch nicht wirklich gewöhnen. Makramee- Gürtel haben hingegen den Vorteil, daß man sie prima selber machen kann. (Und Schuhe… trägt man die jetzt mit zwei Größen Überlänge an der Ferse? :o) Aber wir wissen ja, ungeschickte Schuhwahl bekommt das schickste Outfit klein. Na gut, bei dem ist nicht so viel verloren…)

Weiter geht es mit dem Lochmuster- wir- verwerten- unserer- Oma- ihr alt- Leinen- ländliche- Romantik- Stil: Ein Blüschen, ein Kleid… nette Schnittführung bei letzterem im oberen Bereich und natürlich mit genau auf der Hüfte angekraustem Rock. Ach ja richtig, Burda, Schnitte für Frauen ohne Hüfte… Ah ja, eine „Lieblingsmodell“ ist es auch. Die Hose mit den Schürzenteilen hingegen… das sollte auch in Größen jenseits der 44 umzusetzen sein.

Dann die Titelbluse noch mal „in Groß“ schöner Kragen und interessante Lösung bei der Kantenverarbeitung. Die kann man bestimmt auch für andere Sachen einsetzen… gleich mal wieder ein Bookmark im Hirn setzen. Der truschige Hosenanzug mit Bermudas hingegen… weiterblättern, nicht hinsehen…. allmählich wird das weiß langweilig, die Augen müde davon Noch ein Rock, nettes Godet, definitiv auch Plus- geeignet, und Seersucker muß man ja nicht nehmen… ein weiteres Kleid.. oh, diesmal ist die Kräuselung an der Hüfte sogar besonders „schmeichelnd“ mit Köpfchen aufgesetzt… und wieder die Schuhe… Keilabsätze sehen ja ohnehin schon dämlich aus, aber wenn sie dann noch deutlich zu groß für die darinsteckenden Füße der Trägerin sind… pföh)

Beim Styling steht der weiße Rock vom Anfang im Mittelpunkt. Gut, der hat diese Aufmerksamkeit auch defintiv verdient! und bringt offensichtlich auch Farben schön zum Strahlen, mit denen er kombiniert wird. „Szene-Italiener“ darf ich allerdings nie besuchen, denn diese grauenhaften Schuhe… ah ja, Vuiton… gut, ausgesprochen nicht mein Stil. Überhaupt ist grün- rosa keine Farbkombi die ich irgendwo sehen möchte… Aber der Rock.. also der Rock ist einfach schön.

Die Best Basics haben leider Farben, die meinen Augen weh tun. Entenkackedurchfallgrün und noch mit großen Karos… das Kleid wird mein Lieblingsmodell nicht. (Außerdem ist der Rock wieder auf Hüfthöhe angesetzt.. obwohl die Kellerfalten eher figurgünstig sein könnten.) Die Schnitte der vorherigen Seiten, nur in diesen Gruselfarben… schnell weiterblätter Das weiße Romantikkleid mutiert hier zur Bluse… doch, nette Schnittführung, aber dürfte bei mir nicht zum Passen zu bekommen sein. Schon gar nicht in Größe 44…

Ein kurzer Blick nur auf das Modell in Kurzgröße… schöne Proportionen, sehr schöner Rockstoff und… die Bluse… also wenn ich genau hinsehe… die Bluse sitzt nicht wirklich. Am oberen Knopf ist viel Zug und dafür gibt es je nach Körperhaltung am Armloch üble Falten oder Einblicke. Andererseits sind Carmenblusen ohne Ärmel dran diesbezüglich eh ziemlich hoffnungslos…

Hoppla, so bunt geht es weiter? Die Tunika erinnert mich sehr an den Ostblick- Folklorestil den wir in den 80ern mal hatten… Schade, daß meine gestickte Bluse aus Ungarn Kindergröße hat und nicht mehr passt.. ah, diesmal steht aber Mexiko Pate. (Schöne rote Tasche bei den Kaufsachen… Ipa-Nima, nie von der Firma gehört… den Preis will ich vermutlich gar nicht wissen… :o) ) Ein butes Ringelshirt mit unschön hängendem Ausschnitt und der Bermudaanzug, der leider auch in schwarz mit Bunt nicht besser aussieht. Nur anders gruselig. (Wobei die Stickerei und die Schnifführung der Jacke durchaus verwendbar sind…) Der rote Hosenanzug zieht meine Blicke natürlich hoffnungslos auf sich…. Kanten mit marmoriertem Handstickgarn veredelt… auch eine Idee… (Aber die geknöpfte Jackenkante klappt oben um. Unschön, unschön,… und staucht der breite Jackenkragen nicht im Nacken…? ) Die bunten Knöpfe auf dem Rock sehen lustig auf, aber ich frage mich doch, ab man da nicht etwas unbequem drauf sitzt… etwa im Flieger oder im Auto auf dem Weg in den Urlaub…

Ah, noch mal ein Kleid als Lieblingsmodell.. was ist jetzt gleich der Unterschied zu dem karierten? Außer dem Stoff? in den Anleitungsteil blätter Ah ja, der Rock ist einmal in Falten gelegt, einmal angekraust. Die anderen Teile sind die gleichen. Auch auf dem Schnittbogen… Das Top daneben sitzt schon auf dem Bild schlecht. Ob das an der Holzperleborte liegt? Oder einfach am Schnitt? Nun gut, da es nur bis Größe 42 drin ist muß ich mir hier gar keinen Kopf machen…

Für Freizeit sieht Burda diesmal Jersey in augenschmerzenden Farbkombinationen vor. Die Holzperlen an dem Streifetop sehen ein wenig sehr gewollt aus. „Hey, das Thema Holzperlen muß noch ins Heft.“ „Oh M…, habe ich verg… äh, Moment, äh,… habe ich bis heute Nachmittag gemacht…“

Reportage über eine Hutmacherin! Wie wunderbar! Fiona Bennett habe ich doch auch bei „chic“ schon gesehen! (Wie, ihr guckt kein Arte? Solltet ihr aber… 😉 ) Ich liebe Hüte! Mehr davon! Und größere Bilder!!

Workshopthema ist diesmal Baumwolle… nun ja, das ist wohl doch etwas zu umfangreich, um es auf einer halben Seite (wenn man die rein dekorativen Bilder abzieht) halbwegs sinnvoll behandeln zu können. (In der Strickzeitung „nicole“ gab es anno dunnemals mal eine schöne Serie über die verschiedenen Fasern, aber jeweils mehrere Seiten.) Kein Wunder jedenfalls, daß die Tips sehr pauschal sind: feine Stoffe brauchen eine dünne Nadel (ach was….?), Kochwäsche kann bis 95°C gewaschen werden (warum heißt die wohl „Kochwäsche“…?),… und Baumwolle bei Bügeleiseneinstellung „Wolle“ mit Dampf bügeln… was ist das denn für ein Schwach… ?? Abgesehen davon, daß viele Haushaltsbügeleisen erst bei der Einsetllung „Baumwolle“ anfangen zu Dampfen, weil das Eisen ja heiß genug sein muß, damit Dampf entsteht, warum heißt die Einstellung am Bügeleisen wohl „Baumwolle“? Auf Wolle bügel ich mir ja einen Wolf… und glatt ist es hinterher immer noch nicht.

Wenig neues im Leserforum… eine Sonnenbrille mit „Gebändel“ vom Bügel. Das könnte bei richtiger Frisur nett aussehen. Sollte sich aber mit einem Dremel auch selber machen lassen… Sonnenbrillenbügel anbohren und alte, lange Ohrhänger aus den 80ern rein. gg

Und welches Thema mag die Kosmetikseite vorhalten? Genau, Sonnenschutzmittel, Selbstbräuner und Gymnastik und Cremes gegen Cellulite. (Helfen zwar alle nicht gegen die zugrundeliegende Bindegewebsschwäche, aber eine gewisse optische Verbesserung ist sicher drin. Ob einem das 45 EUR für ein Tiegelchen Creme wert ist muß mal wieder jede selber entscheiden… Medizin und Wellnessteil über den Daumen laufen lass Nichts neues…. same procedure as every year…

Stop, das Top-Label. (Äh… war der Kosmetikteil nicht mal weiter hinten? Oder verwirrt nur die Hitze mein Hirn?) Hm. Weiß. Unproportioniert irgendwie und der Baumwollcrash sieht nur ungebügelt aus. Harvan scheint jetzt nicht so mein Stil zu sein…

Die Kindermode steht, wenig überraschend, auch im Zeichen des Strandurlaubs. Schöne gestreifte Popeline an dem Hemd… Das Leserinnen Entwerfen Modell ist wieder wunderschön. Sexy, verführerisch, nichts für den Alltag… quand meme! Wobei mir die Originalzeichnung mal wieder um einiges besser gefällt, als die Burda-Umsetzung…

Ah, endlich der Plusteil… Hellblau mit Schleifchen auf der Tasche. Öh… also.. ne, oder? Das ist jetzt nicht euer ernst??!? schnell weiterblätter Oh, was für ein schönes Twinset! Ah ja, klar, gekauft…. wogibt es denn Lecomte? Aber vermutlich auch nicht mit Hüften die zwei Nummern größer sind als die Schultern… 🙁 Doch, der Rock ist auch nett, doch, doch. Aber ich glaube nicht meine Farben… Gehrock, genau, wenn Frauen dicker werden, zieht ihnen einen Gehrock an. Wird das nicht mal langweilig?

Mein Farbempfinden muß ich wohl mal justieren… der Dekoteil feiert die Südsee und tut das mit ätschigen Farbkombinationen. Naja, vielleicht justiere ich auch lieber das Heft. Dekoteil schnell und unteschieden überblätter

Und schon bin ich bei der Vorschau… Herbstmode. Am 21.07. Ich glaube… dafür bin ich gerade gar nicht in Stimmung….

Wie nähe ich einen Herrenslip? – Teil 3

Gummi zum Ring schließenJetzt fehlt eigentlich nur noch ein Gummi am Bund, damit die Hose auch nicht runterrutscht.

Man kann hierzu einen etwas breiteren (ca 1,5cm – 2cm) Haushaltsgummi oder Badegummi analog zu den Beinabschlüssen annähen. Lieber nehme ich aber Bundgummi, wenn ich farblich passenden habe. Da diese relativ schwer zu bekommen sind, kaufe ich da auch einfach mal auf gut Glück und auf Vorrat. (Dieser hier ist auch wieder von ELingeriA) Es gibt sie mit aufgerauhter Rückseite und glatt.

Die Länge des Gummibandes gibt auch hier der Schnitt vor. Je nach Festigkeit des Gummis und Geschmack des Trägers kann man hier aber ebenfalls variieren. Den Gummi 15% bis 20 % kürzer zuschneiden als die Länge der Bundkante ist ein gutes Maß.

Gummi zum Ring geschlossenDen Gummi schließe ich als erstes zum Ring. Dazu lege ich die beiden Enden einfach einen Zentimeter breit übereinander, dann liegt zwar eine Schnittkante außen, der Gummi liegt aber flach und wird so bequemer.

Hier kommt wieder der gute alte Zickzackstich zum Einsatz, Stichbreite wieder 3 (kann auch etwas kürzer sein, etwa 2,5), Stichlänge 2 (nicht kürzer als 1,5). Damit die Naht hält fange ich ein Stück auf dem Gummi an und nähe zuerst bis zum Rand rückwärts….

… und dann wieder vorwärts bis zur anderen Kante und von der aus wieder einige Stiche rückwärts. Wer eine Vernähautomatik hat kann die auch zusätzlich zum Abschluss benutzen, so diese auf dem Gummi keine Probleme macht.

Das gleiche Spiele mache ich dann noch versetzt, so daß auch die zweite Schnittkante des Gummis von Zickzackstich eingeschlossen ist.

(Nachteil gemusterter Bundgummis ist, daß die Stiche recht gut sichtbar bleiben, weil man sich für eine Garnfarbe entscheiden muß…)

Gummi angestecktWie bei den Beingummis werden auch am Bundgummi die Viertel der Gesamtstrecke markiert, ebenso am Bund des Slips.

Anschießend wird der Gummi auf die rechte Seite des Slips gesteckt, dabei den Gummi dehnen, aber nicht den Stoff und mit ausreichend Stecknadeln fixieren.

Beim Anblick des Bildes stellt sich natürlich die Frage: Warum steht der Slip oben über? Muß das so sein?

Nein, nicht unbedingt.

Aber: Der Schnitt, den ich verwende, sieht vor, daß ein Gummiband eingeschlagen angenäht wird. Also ist oben dafür eine Zugabe vorgesehen, nämlich in Höhe der Gummibandbreite. Mein Bundgummi wird aber nur angenäht, würde ich ihn jetzt oben an den Sliprand ansetzen, würde der Slip viel zu hoch.

Ich könnte natürlich auch den Slipschnitt entsprechend kürzen, aber da ich ihn mal so und mal anders nähe, bin ich zu faul, verschiedene Varianten zu machen und muß dann halt bei Nähen an der Stelle aufpassen.

Gummi angenähtDer Gummi muß jedenfalls so aufgesteckt werden, daß seine obere Kante da endet, wo sonst auch die Slipkante wäre. Benutze ich einen Schnitt, der für aufgesetzten Bundgummi gemacht ist, muß ich darauf achten, ob mein Bundgummi die gleiche Breite hat wie der im Schnitt vorgesehene und je nach dem am Stoff Höhe zugeben oder wegnehmen.

Anschließend wird der Gummi einfach von rechts mit einem Zickzackstich aufgenäht, dabei wird der Stoff gedehnt, nicht aber der Gummi. Wie bei den Beinausschnitten schon. Auch hier wieder Stichbreite 3, Stichlänge 3. Wobei man die Stichbreite bei einem gemusterten Gummi ggf. auch ein Stück dem Muster anpassen kann.

Zuerst nähe ich die untere Kante des Gummis auf (hier habe ich farblich passendes graues Nähgarn von Gütermann gefunden) und dann etwa nähfußbreit von der Gummikante weg eine zweite Reihe Zickzackstich. Hier konnte wegen des Musters keine „passende“ Farbe verwendet werden.

Herrenslip fertigZuletzt wird noch der überstehende Stoff innen knapp an der äußeren Zickzackreihe abgeschnitten…. (Dehnt man den Gummi dabei, dann kann man besonders knapp abschneiden, weil der Stoff, wenn die Spannung nachlässt, dann ganz unter die Stiche rutscht.)

… und fertig ist die maßgeschneiderte Unterbux. Für wenig Geld mit wenig Zeit und immer aus dem Lieblingsstoff herzustellen. 🙂