Revue de Presse: Burdastyle Februar 2018

Titel BurdastyleDiesen Monat mal wieder Glück im Burda-Lotto… Draußen Kalt, aber die Fabruar-Ausgabe stimmt mit ihren Farben schon mal dezent auf Frühling ein. Wobei… diese gedämpfte Farbigkeit passt eigentlich auch gut in den Winter.

Das Editorial gibt diesmal quasi schon eine Jahresvorschau, verschiedene aktuelle Trends sollen auf die nächsten Monate verteilt werden.

Unter „inspiration“ werden die dann auch recht ausführlich und vor allem mit Bildern vorgestellt. Inklusive der Info, in welchem Monat uns das Burdaheft damit beglücken wird. (Trendschauen sind für mich ja vor allem eine Gelegenheit, den Bestand im Kleiderschrank auf Modetauglichkeit zu überprüfen…) „Asia“ macht in der aktuellen Ausgabe den Anfang. Wobei es wohl eher das bunte und gemusterte Asien werden wird, nicht so der schlichte japanische Stil. Im März gibt es grafische Blumenmuster, gerne groß. Das erinnert mich an die Panels, die ich letzten Sommer gekauft habe. Wäre ein wirklich gutes Jahr, diese zu vernähen. Der April wird der „Neo-Romantik“ gewidmet sein. Wie ich die Bilder auf einen nenner Brigen soll weiß ich nicht so ganz, Rüschen… viel davon. „Preppy Sport“ ist ebenfalls im April zu erwarten. „Retro-Athleisure“ nennt Burda das auch. Also mehr oder weniger Straßentaugliche Mode mit Anklängen an die 50er und 60er. Oder so. Zugegeben sind die Designbeispiele schicker als eine Jogginghose. Das jährliche Afrika/Safari angehauchte Thema erwartet uns diesml im Juni und fällt unter „Nomaden“. Netze und Federn sind dieses Jahr als Neuheit dabei. Um im Juli wird es blau, also perfekt für mich… „Aqua“ nennt Burda diesen Trend. Wobei… man kann ja alles aus blauem Stoff nennen, das ist doch eher einfach umzusetzen.

„Trend“ zum selber machen gibt es ann als Clutch aus pinkfarbenem Plüsch. Wobei auf der Designseite die Tasche pink ist, in der Anleitung eher aus einem hellen, aschigen Altrosa… Die Tasche knallt aber wirklich, hätte ich noch einen Plüschrest, könnte mich das in der Tat in Versuchung führen. 🙂 Der nächste Trend sind dann Ringe, die Sweatshirtärmel halten dürfen. Die Designidee gefällt mir sogar, praktisch weniger, da zieht es rein und vor allem haben die gezeigten Ringe einen relativ großen Durchmesser. Das könnte unbequem werden.

„Das will ich!“ … diesmal sicher nicht. Zwar hat der plüschige Regenbogen, der als Nackenkissen dient, einen hohen Niedlichkeitsfaktor, aber… zu niedlich. Außerdem finde ich Nackenkissen auf Reisen ohnehin unpraktisch. Ein sperriges Teil, das man dann auch die ganze Zeit mich sich rumschleppen muß. Mal ausrechnen, wie viele Wollknäule oder Stoffstücke man als Souvenir mitbringen kann, wenn man so ein Teil nicht mitnimmt. 😀

ASIA Style ist dann die erste angekündigkte Modestrecke. Tunikakleid 109 wirkt
in der Schnittzeichnung völlig reizlos, genäht hingegen sehr schick. Ein gutes
Beispiel dafür, was der Stoff ausmacht. (Warum die Burda Seite ausgerechnet davon kein Bild zeigt, wissen vermutlich nur die IT-Götter des Verlages…) Bluse 108A mit Kinoärmeln fällt eigentlich in „fader Schnitt“, aber die Raffungen vor allem am Ausschnitt geben dann doch einen besonderen Look. (Mag ich insbesondere mit kleinen grafischen Mustern, weil die sich meist durch Raffungen oder Falten noch mal interessant verändern..) Wickelkleid 103 gefällt mir in der Zeichnung, die fertige Version ist hingegen das Grauen pur. Ich fürchte allerdings, das liegt am Styling. Zu den 50er Jahre Puff-Puschen an den Füßen sieht es wie ein verunglückter Morgenmantel aus.
Bluse Burdastyle
Neidvoll blicke ich hingegen auf Bluse 111 in Kurzgröße. Mit der Rückanpartie muß man zwar diszipliniert sitzen und darf sich nie anlehnen (oder einen Rucksack tragen), aber diese luftig-weiche Faltenpartie ist ein extrem attraktives Designelement. Dafür wäre ich dann schon fast gerne ein paar Zentimeter kleiner. 😉

Das „schiefe Shirt“ 107A ist hingegen eher ein alter Hut. Zumindest wenn man die Pattern Magic Bücher hat. Jacke 106 scheint eine Version einer Bomberjacke zu sein. Das erkennt man aber im Grunde nur in der Schnittzeichnung. Das Ergebnis ist elegant und mindestens Bürotaglich. Oder doch gleich zur Abendveranstaltung? Kleid 101 ist dann eher 40er Retro, auch wenn das Muster Asiaid ist. 104 soll eine Wickelbluse sei, wäre vielleicht sogar attraktiv, aber über eine andere Bluse gezogen erinnert es mich an eine Weste. Und damit… habe ich es nicht so. (Wahlweise an eine Art Kittelschürze… Der Stylist dieser Strecke muß eine Wette verloren haben oder so.) Die bei dem Thema unvermeidliche Kimonojacke nennt sich dann Blusenjacke, also wohl dünnerer Stoff.
Steppjacke Burdastyle
Extrem dezent kommt der Asia Stil bei der Steppjacke 112A daher, hier sind es nur die Muster an den Aufschlänge und den Paspeln. Eigentlich generell eine gute Idee für kleinere Stoffreste mit schönes Muster.

Zum Abschluss gibt es noch eine Seite, die einige Der Modelldetails in Großaufnahme zeigt. Macht Burda ja seit einiger Zeit gelegentlich und ich mag das.

Die Beautyseite hingegen ist schnell überblättert.

Weiter geht es mit der Mutter und Kind Modestrecke, diesmal „Wild Life“. Das muß die Leute sein, die im SUV durch die Stadt brausen. um am Samstag dann im Stadtwald mal mit Gummistiefeln durch eine Pfütze zu laufen. Anders ist der Rock mit Blasebalgtaschen auf Oberschenkelhöhe (macht bei einem Rock einfach gar keinen Sinn) in einem Floralen Muster in Tarnfarben jedenfalls nicht zu erklären. Der Kinderparka 134B dürfte hingegen tauglicher sein. So man passenden Stoff nimmt. (Kindermodelle in den Größen 104-128, falls das eine Rolle spielt.) Der Sweat-Hoodie 131 ist dann ein schöner Basisschnitt für beide Geschlechter und mit dem kleinen Dreieck vorne hat er auch noch ein dezentes Detail. (Das Bügelbild hingegen kann man ja machen oder weglassen.) Dann noch eine Jeans mit Cargotaschen, ebenfalls für Kinder. Mama bekommt dagegen eine mehr oder weiger sportliche Bluse mit diesen großen Klappentaschen über der Brust, wo ich mich schon als Teenager irgendwann fragte, welche Frau das tragen kann. Und da hatte ich da nich gar nicht so viel. Die Neonfarbenen Paspelstreifen auf dem Ärmel sind hingegen ein interessantes Detail. Für Leute, die nur ein bisschen Farbe wollen. Mädchen werden dann mit enem Latzkleid aus Cord beglückt. Oder so… hat was von Sack mit Trägern, hingegen bekommt Mama auch eine Cargohose. Die man, wenn man einen sexy Look haben will, aus Seidensatin genäht werden soll. Okay, das Ding ist ziemlich eng an den Oberschenkeln. Das und Seidensatin könnte eine extrem kurze Freund werden. Wobei das Original aus Crepe de Cine genäht wird. Ja, damit wollte ich schon immer in Felsen herumklettern. „Master Piece“ nennt sich dann der krumpelige, ungefütterter Parka 122, der aussieht, wie direkt aus dem Kleidersack. Den Schnitt des „Asia“ Tunikakleides gibt es dann noch mal als Bluse 110. Die tatsächlich so langweilig aussieht wie der Schnitt verspricht. Dann noch mal das schlräge Shirt und die Steppjacke als 112B. Anderer Stoff und schon erinnert sie mehr an die langweilige Form eines Trachtenjankers. Dann noch mal den Kinderparka aus anderem Stoff und mit 114B ein Heldblusekleid, die Stoff gewordene Langeweile, die speziell hier alles vereint, was ich dran nicht mag.

Der „legestyle“ nimmt sich dann ausgerechnet des Krumpelparkas an. Am stimmigsten ist noch die Kombi „Business“, weil der Rock dazu genauso nach Kleidersack aussieht. Zu welchem Geschäftstermin man das auch immer anziehen soll. „Casual“ zur Sporthose sieht rundum bescheuert aus und eine Abendveranstaltung, zu der ich das tragen würde, will mir auch gerade nicht einfallen. Wobei… ist ja Karneval, vielleicht ist das das übergreifende Motto.

Bei der Beautyseite lese ich gerade noch das Wort „Glamping“, bevor ich weiterblättere. Ach ja, das ist das, wo man sein Zelt auf einem Parkplatz aufschlägt, weil man sich mit den dafür benötigten Campinguntensilien eh nicht weiter als fünf Meter vom Auto entfernen kann. Weil… weiter kann man den ganzen Kram dann nicht schleppen. 😛

Volle Punktzahl dann für den Designerschnitt von Andrew Gn, Sexy Schnitt und interessante Stoffkombination. Durch die eingeschränkte Farbigkeit (schwarz und weiß) bleibt es aber trotzdem elegant. Aber wie sonst, wenn jemand im Marais in Paris residiert? 😉

Kostüm Burdastyle
„Best Dressed“ verspricht dann auch die nächste Modestrecke . Gleichzeitig Retro und Modern soll es sein. Die Kostümjacke 118 löst das auch ein, weicher, runder Kragen (Schalkragen behauptet der Text, auf der Schnittzeichnung sieht es ja nicht so aus…), Taillenbetonung und eine interessante Falte vorne (die sicher auch ein Bäuchlein schmeichelnd verdeckt)… wegen mir dürfte der Schnitt auch noch bis Größe 46 gehen… Der schmale Bleistiftrock dazu hat auch ein paar hübsche Details, die sieht man aber unter der Jacke nicht.

Die Hemdbluse mit den großen Brusttaschen bekommt eine Schluppe verpasst… macht sie in meinem Augen ja nicht besser. Hose 117 mit der Falte in der Saumblende…. weiß ich nicht so recht. Aber die Schuhe dazu sind schön. Hemdblusekleid 114A hinggen kann in der Version bei mir beinahe punkten… so kommt so ein doofer Schnitt also rüber, wenn man einen auffälligen Stoff hat. Das sollte ich mal im Hinterkopf behalten. Wenn ich auf den nächsten auffälligen Stoff „reinfalle“. Bluse 102 ist das Retrokleid aus der Asienstrecke in kurz, durchaus ein nettes Kombteil.
Kleid Burdastyle
Ganz hingerissen bin ich dann vom „Masterpiece“ 113, ein Kleid, fast in der Optik eines Zweiteilers. Auch hier wieder aufwendige, aber dezente Details: eine schräge Knopfleiste, die tiefen Falten im Rock, der Gürtel mit stoffbezogner Schnalle… genial.

Und Bluse 120 söhnt mich fast mit dem Schluppenthema aus. Vorne bis auf ein paar diskrete Fältchen schlicht, die Bändchen sind hinten, an einem relativ tiefen Rückenausschnitt. So könnte man vielleicht drüber reden…

Bei den Accesoires gibt es jede Menge Schluppen, die aber „schmale Seidentücher“ heißen. Läßt mich ja fast so kalt wie die Kosmetikseite…

Die „nähschule“ widmet sich dem Kleid 113. Das ist es auch wert. Wobei ich die ausführliche Bildanleitung auch gerade dann von Vorteil finde, wenn man z.B. ein Modell hat, das nicht in der eigenen Größe im Heft ist. Die Konstruktionsschritte zeigen oft noch Details, die einem helfen können, wenn man den Schnitt in der eigenen Größe Nachbasteln will.

Die Plus-Strecke nenntsich „modern Business“ und soll wohl eher in Richtung bequem gehen. (Klar, Frauen mit mehr Pfunden wollen es ja bekanntermaßen immer bequem. Vorurteile? Aber woher denn….) Viel blau als Farbe gefällt mir ja schon mal, aber das ist natürlich individuell. Die Wickeljacke 126 mit den Steppungen ist durchaus hübsch, aber trotz Veloursleder für meine Geschmack ein wenig zu… naja, Morgenmantel. Bluse 128 hat eine interessante Kragenlösung. Und große Brusttaschen… yeah. Hemdblusenkleid 127 hat den Nachteil eben ein Hemdblusenkleid zu sei. Mit außerdem grauenhafter Passform im Brust- und Armbereich. Der kragenlose Trenchcoat 125 ist ganz süß. Trotz Koller und Schulterklappen sehr feminin. Da passt das rosa auch gut. Auch das Knotendetail am Saum von Shirt 129 ist durchaus ansprechend. Beim Kleid 130 weiß ich wieder nicht so recht… Das ist schon wieder ziemlich „bequem“ und nicht unbedingt ein Figurschmeichler.
Hose Burdastyle
Richtig gut gefällt mir dann überraschenderweise die Hose 124. Die gesteppten nach vorne verlegten Seitennähte, der Schlitz im Hosenbein und die Länge sieht tatsächlich zu flachen Schuhen und Pumps gut aus. Kommt bei Hosen ja selten vor, aber die macht mir Lust zum Nachnähen.

Dann wieder Kosmetik zum Überlblättern… hat was mit grünem Tee zu tun.

Die Food und Dekostrecke widmet sich nicht überraschend dem Thema Valentinstag. Die Kekse mit Zuckerperlen sehen nicht mal sonderlich appetitlich aus, Die Papierherzen… na gut, geht schnell, schätze ich. Schokoerdbeeren im Februar… Nur die Handgestickte Karte mit dem Herz ist eine hübsche Idee.

„Die brauche ich“ verrät und diesmal einiges über Schulterpolster. Überraschenderweise enthält die Doppelseite sogar Information, das hätte ich an der Stelle nicht erwartet. Für wen diese Thematik noch völliges Neuland ist, der bekommt hier einen hübschen Überblick über die unterschiedlichen Typen und Anwendungsgebiete.

Für noch mehr Überraschung bei mir sorgt, daß unter „wie geht eigentlich?“ passend dazu das Einnähen gezeigt wird. Da hat doch glatt mal jemand nachgedacht und es ist was sinnvolles dabei rausgekommen.

Der Atelierbesuch führt diesmal nach London, zu einer franzöischen Stoffdesignerin. Auch wenn die teilweise handgemalten Stoffe nicht für Kleidung taugen… das darf gerne ausführlicher sein.

Die „letzte gute idee“ hinkt diesmal dem Zeitgeist aber hinterher. Becherhalter aus Filz, damit man sic am Kaffeebecher nicht die Finger verbrennt. (Im Winter auch nützlich, damit der Kaffee nicht so schnell kalt wird.) Dabei sind doch Einwegbecher out, oder? Der Mehrwegbecher To Go ist der Trend. (Oder so…)

Schönes Heft diesmal, wenn ich Zeit hätte, würde ich mir mindestens zwei Modelle draus nähen… aber wie üblich bleibt es beim Träumen. Mal sehen, wie die Webseite funktioniert, wenn ich das nächste Heft in die Finger bekomme… 😛

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Revue de Presse: Burdastyle Januar 2018…

… entfällt mal wieder.

Wegen Webseite geht nicht (zu dem Zeitpunkt, als ich Zeit hatte).

Burda hat offensichtlich so eine Art blinkende Webseite… Zugriff geht, geht nicht, geht, geht nicht… oder ist da ein Zufallsgenerator im Spiel?

Tja, schade eigentlich, denn es sind einige sehenswerte Modelle im Heft….

Revue de Presse: Threads January 2018 (194)

Titel Threads 194Natürlich kam die Januar-Ausgabe der Threads schon weit vor Januar… Der Titel in edel-festlichen Farben legt aber nahe, daß es durchaus gewollt ist, daß die Leserinnen sich noch deutlich vor den Festtagen mit dem Heft befassen.

Die Autorinnen der Ausgabe werden diesmal dazu befragt, was ihr „Lieblingsnähtip“ ist, den sie gerne weitergeben wollen. Das finde ich als Frage schon sehr schwierig, denn was für mich nützlich ist hängt ja sehr davon ab, was ich so nähe. Und was ich schon weiß… die Tips, die sie geben sind aber alle sinnvoll.

Das Editorial sinniert ein bißchen über die Frage, wie das so ist, mit der Zeit zum Nähen. Und dass wir Näher(innen) doch immer Zeit finden für die Projekte, die uns wichtig sind. Was soll ich sagen… auch Sachen die mir wichtig sind, werden nicht immer dann fertig, wenn ich das gerne hätte. Zumal ich außer Nähen auch noch andere wichtige Dinge im Leben kenne.

Die Leserbriefe… Lob, ein bißchen Kritik und das eine oder andere Thema, das weitergeführt wird. (Und eine Kategorie, die in deutschen Nähzeitschriften nicht existiert. Ich weiß nicht, ob ich das gut oder schlecht finde.)

Bei den Lesertips gefällt mir der „Best Tip“ tatsächlich diesmal gut. Wie man sich einen „Ersatzarm“ für die Schneiderpuppe verschaffen kann, wenn man den nicht so oft braucht, daß es sich rentieren würde, eine Puppe mit Arm zu kaufen. Der Tip das Fadenende bei Handnähte zwischen die Stoffschichten zu ziehen und nicht frei hängen zu lassen fällt für mich hingegen unter „Grundlagen, die man kennen sollte, bevor man die Nadel in die Hand nimmt.“ Aber gut… auch in den USA ist wohl der Handarbeitsunterricht weitgehend ausgestorben.

Das Thema des „fabric labs“ ist diesmal weniger präzise, als bisher gewohnt. Alle Arten von Stoffen mit irgendwas metallic drin ist natürlich ein extrem weites Feld. Die Näh- und Pflegetips können so natürlich auch nur eine grobe Richtung vorgeben. Andererseits sind das eh Stoffe für etwas experimentierfreudigere Naturen.

„How did they do that“ zeigt diesmal, wie man einen Ärmel in einen „Blütenblattärmel“ (keine Ahnung, was die deutsche Übersetzung für „petal sleeve“ ist) umwandelt. Das habe ich schon in verschiedenen Büchern gesehen, finde die Idee auch jedesmal charmant, aber bislang ist mir noch kein Projekt untergekommen, wo ich das hätte verwenden können.

„Embellishments“ ist für mich wieder ein sehr amerikanisches Thema. Wie man sich einzigartige Bänder flechten kann. Was sich dahinter verbirgt ist schlichtweg eine Anleitung, ein kumihimo Band zu flechten. Das war in Deutschland vor einigen Jahren ja auch so ein kleiner Hype und das „wie“ wurde mehr oder weniger als Geheimwissenschaft behandelt, für das man sich gefälligst Bücher kaufen sollte. Daß das letztlich ein altes japanisches Handwerk ist, auf dessen Basistechnik sicher keiner mehr einen urheberrechtlichen Anspruch mehr hat… stört zum Glück Threads nicht. Überall Borten und Bänder anzunähen ist ja nicht so mein Stil, aber die Ausführung der Technik finde ich jetzt ganz interessant.

Bei den „pattern reviews“ ist diesmal nichts dabei, was mich so wirklich vom Hocker reißt. Es kommen eine Menge Firmen vor, von denen ich noch nichts gehört habe, aber die vorgestellten Modelle sind alle nicht so, daß ich sie dringend haben wollte. Und in der Vorweihnachtszeit habe ich auch nicht so die Muße, mal „einfach so“ zu stöbern und zu gucken.

Präzise Ecken an Kragen und Aufschlägen verspricht der Artikel von Pamela Leggett. Und natürlich auch schneller als üblich oder so. Wobei der Artikel löblicherweise nicht am Bügeln spart. Nur die vielen mit der Maschine angenähten Nahzugaben gefallen mir nicht so gut. Wolle kann man ja auch gut bügeln, die braucht das m.E. nicht. – Sollte ich aber mal ein klassisches Revers aus einem nicht so klassichen (und nicht so gut bügelbaren) Stoff nähen, würde ich die Techniken gerne mal ausprobieren.

Als Kontrast geht es anschließend um das Thema Passform. Hier durch die Verwendung eines „slopers“ also eines Grundschnittes nach dem Körper mehr oder weniger ohne Bewegnungzugabe. Wozu und wie man den verwendet kam über die Jahre ja schon immer mal zur Sprache, diesmal geht es darum, wie man eigentich an so was kommt. (Ich bin ein wenig überrascht, daß Vogue das tatsächlich noch im Programm hat, die gibt es wirklich schon ewig.) Ich denke mir ja immer, ich sollte mal… aber bislang komme ich mit meiner „Schnitt nach bewährter Formel ändern“ Technik auch ganz gut klar und dann siegt die Faulheit.

Eher für leicht fortgeschrittene Anfäger dürfte der Artikel danach sein. Wie man sich einen „Windstopper“ unter einen Reißverschluss bastelt, wenn der Schnitt das nicht vorsieht. Da das ein rechteckiges Teil ist, war ich bislang nicht auf den Gedanken gekommen, man könnte da eine Anleitung brauchen, aber das gilt offensichtlich nicht für alle. Auf vier Seiten und mit reichlich Photos wird das so abgehandelt, daß auch ein Anfänger keine Angst davor zu haben braucht. 🙂

Bildreich auch der Bericht zu einer Ausstellung im Museum der Stadt New York. Es geht um die Periode von 1960-1973 und die Ausstellung will einen Zusammenhang mit den politischen Strömungen der Zeit herstellen. So erklärt sich dann auch die Unterteilung des ohnehin schon kurzen Zeitraumes in vier Epochen. Der Unterschied zwischen 1960 und 1973 ist in der Tat deutlich. Die Auswahl der gezeigten Modelle und Bilder hat wie bei Ausstellungen immer natürlich etwas Willkürliches, aber die Modelle sind in der Tat gut gewählt, so daß man Unterschiede erkennen kann. Große Bilder sind hier natürlich auch erfreulich.

Weniger spannend für mich der Artikel über die speziellen Füßchen der Overlock. Da ich keine Overlock habe, aber auch nicht ständig Spitzenbänder aufnähen oder Rüschen annähe ist das einfach gar nicht mein Thema. Und das ist nur Teil eins… Aber falls ich es mal brauchen sollte… weiß ich, wo ich nachgucken kann.

Da Weihnachten vor der Tür steht, dürfen die Mitarbeiter von Threads wieder ihre persönliche Wunschliste erstellen. In wie weit das tatsächlich persönliuche Wünsche sind kann man nicht überprüfen, aber sie unfassen auf alle Fälle sehr unterschiedliche Bereiche und auch Preisklassen. (Und einen guten Bürostuhl an die Nähmaschine zu stellen kann ich nur empfehlen. Den man sich wegen mir auch schenken lassen kann.)

Unter „essential techniques“ geht es diesmal darum, was man so beachten muss, wenn man mit Nähen sein Geld verdienen will. Okay, das finde ich jetzt weder eine essentielle Technik noch den natürlichen Weg, der aus dem Nähhobby weiter führt, aber dass es für viele ein Thema ist, das sieht man auch im Forum immer wieder. Bei dem unfangreichen Thema wird das allerdings nicht umfassend abgehandelt, es ist eher eine oberflächliche Checkliste der wichtigsten Oberpunkte. Was aber auch schon mal nützlich ist. Und sei es nur, damit man sich da mal Gedanken drüber macht.

„Pattern Hack“ verrät, wie man mit vorplissiertem Stoff in jeden beliebigen Schnitt einen dramatisch weiten Ärmel einbauen kann. Die Idee, den Stoff erst mal auf Freezer Papier zu bügeln und dann zu heften ist nicht schlecht. Abgesehen davon, daß zumindest feiner Chiffon beim Maschinennähten durch Papier durch Schaden nehmen könnte. – Was mir fehlt ist der Hinweis, daß man die Ärmel nicht zu lang machen sollte. Hochschieben kann man die nämlich nicht und man glaubt gar nicht, wie sehr so was im Weg sein kann, wenn es nicht kurz genug ist…

„Profiles in Sewing“ stellt uns die Gründerin von „Sew Green“ vor. Eine Organisation, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, ein nachhaltigeres Leben zu ermöglichen, indem sie Menschen allen Alters das Nähen beibringt. Mit einem Fokus auf upcycling und so natürlich.

„Sewing Saves“ hat diesmal Vorschläge, wie man den klaffenden Ausschnitt eines Wickelkleides passend bekommt. Die Vorschläge sind aber wirklich mehr „fixes“ als Lösungen. An der Haut festkleben, zum Beispiel.

Auch die Fragen an die Experten haben diesen Monat keine Relevanz für mich. Wo man in den USA teilbare Nahtreißverschlüsse kaufen kann oder ob es Organisiationen gibt, die Nachwuchsdesigner unterstützen. (Hier wird natürlich empfohlen, dem entsprechenden Verband in den USA beizutreten. Da wäre sicher nie jemand von selber drauf gekommen.)

Das Nähgeschichtchen ist diesen Monat wieder mehr von der anrührenden Sorte.

Und die Nahaufnahme auf der Rückseite zeigt ein Kleid aus den 1930ern, das mich jetzt stilistisch nicht so überzeugt. Was ich an den Nahaufnahmen aber mag ist, daß man oft sieht, daß Details wie hier die Schlingen am Ärmelsaum nicht auf den Millimeter gleich lang sein müssen, um im Kontext des Gesamtkleides passend auszusehen. Ist halt Stoff, nicht nur ein Strich aus dem Zeichenstift auf Papier. 😉

Mal sehen, wann das nächste Heft kommt… Diesmal bin ich ja relativ zeitig dran. 🙂

Revue de Presse: Meine Nähmode 5/2017

Titel Meine NähmodeDa das Winterheft ja dem Herbstheft quasi hinterhergeworfen wird, ist natürlich auch die Winterausgabe der „Meine Nähmode“ seit einigen Wochen am Start. Der Titel in Tristbraun passt zwar zum Wetter und der Jahreszeit, spricht mich aber nicht so wahnsinnig an.

Wie immer werden die Größen 34 bis 54 versprochen. Der Check im Anleitungsheft ergibt acht Modelle in Größe 34 (immer brav jeden Variation extra gezählt), davon vier sogar ab Größe 32. In Größe 54 sind zwei Modelle am Start (also eines mit der Abwandlung…) Ganz vorne liegen die „Mystery-Größen“, nämlich 14 unbrauchbare Modelle, die irgendwo zwischen S und XXL liegen. Wozu es dann keine Maßtabelle gibt. Aber genug gemotzt. Zumindest genug über dieses Thema.

Editorial hat das Heft keines, dafür so eine Art „Styleseite“ auf der einige Heftmodelle mehr oder weniger unmotiviert zusammengeklebt sind und das Mott nennt sich „Curry und Erdtöne“, die man uns als Trendfarben anbietet. (Da in den Pariser Kaufhäusern das Curry und andere ähnliche Gelbtöne Anfang des Winters vollständig auf den Schlußverkaufständern gelandet sind will mir eher scheinen, daß der Trend durch ist. Zum Glück muß man sich beim Nähen nicht dran halten.)

Erster Schnitt ist dann der verschlusslose und ungefütterte Hüllenmantel vom Titel. So wirklich kalt darf der Winter dafür aber nicht werden Auch die Capevarianten können mich nicht so begeistern. Ja, das ist „EASY“ in der Herstellung, sieht aber auch genau so aus.

Blusen mit Passe und im unteren Bereich weiten, dann aber wieder eingehaltenen Ärmeln sind nicht so mein Fall. Aber es sind auffällige Teile mit modischen Details wie dem Bubikragen.

Das schlichte Strickkleid mit V-Ausschnitt und Raglanärmeln gefällt mir schon besser. Auch „easy“, aber schlicht und je nach Stoff und Styling eigentlich zu fast allem kombinierbar.

Den „romantischen“ Ärmeln entkommt man scheinbar in der Ausgabe nicht. Das gnaze noch mal an einer Art Bluse. So in Richtung Kosakenkittel. Was daran „Landhauslook“ ist erschließt sich mir nicht so ganz. Oder doch, vielleicht ist eine Datscha auch nur ein Landhaus.

Die knielange Weste (hieß so was nicht mal Chasuble?) sieht gestylt dann gar nicht so doof aus. Und das von mir, die ich ja Westen nicht so sonderlich mag.

Mantel Meine NähmodeAusgesprochen geglückt finde ich den Mantel. Gleichzeitig mädchenhaft durch den ausgestellten Saum, elegant mit dem doppelten Kragen und etwas rockig durch den Zipfelsaum. Nur der Stoff ist etwas langweilig. Das kann man noch besser machen.

Wieder „easy“ sind Schnitte für Jacken oder Westen, die aus Fellimitat oder Teddyplüsch genäht werden können. Durch die Kimonoärmel hat man nicht mal eine Ansatznaht. Allerdings sollte der Plüsch dann auch nicht zu steif sein, sonst wird das unbequem.

„Tartan total chic“ stellt eine Art (unfunktionales) Cape im Schottenkaro in den Fokus. Hier muß ich leider sagen, daß der Stoff das einzig interessante ist und die Kombiteile dazu (schlappsiges Shirt und langeweilige Hose im Oma-Schnitt) auch dadurch nicht besser werden.

Die obligate Makerist Werbung will uns mehr oder weniger interessante Mantelschnitte präsentieren. Ob das jetzt nur von der Webseite kopiert wurde oder ob etwas eigene Recherche und Bewertung darin steckt… ?

Kleid Meine NähmodeIn Plus-Größe bis 54 gibt es einen echten Basisschnitt. Ein Etuikleid mit Wiener Nähten und einer Teilungsnaht in der vorderen Mitte. Mit Ärmeln oder ärmellos kommt man damit durch alle Jahreszeigen. Egal ob Alltag im Büro oder festlich. Und die Teilungsnaht erhöht nicht nur die Optionen der Schnittanpassung, sondern verringert auch den Stoffverbrauch. (Bei großen Größen.)

„Party-Rock“ nennt sich dann die simple A-Linie. Partytauglich sicher nur durch passenden Stoff. neben den vielen schlichten Varianten gibt es aber auch eine mit Saumvolant.

Top Meine NähmodeNatürlich muß es dann auch das „Party Top“ dazu geben. da es eher weit ist, würde ich das ganz sicher nicht zu den Röcken der Seite vorher nähen, aber ansonsten finde ich es genial! Ein Wickeleffekt im Rücken läßt durchaus etwas Haut blitzen, bleibt aber dezent und man muß keine BH-Probleme fürchten! Dummerweise wieder in „Mystery-Größe“ S-L, aber das Detail sollte man ohne große Probleme an einen passenden Schnitt anbauen können.

Zum Abschluss gibt es npch eine leichte Kimonojacke aus Seiden und Co, die eher schon nach dem Frühling schreit. Daß der Schnitt „Easy“ ist lässt sich vermuten, die „Plus Size“ kann man aber wirklich nur dem Text entnehmen, denn gezeigt wird sie an einem schlanken Model.

Fazit: Das Heft geht schon sehr in Richtung langweilig. Andererseits entschädigt das Top mit dem Wickelrücken für vieles. Und der Mantel täte es auch, wenn er nicht für mich das falsche Größenspektrum hätte…

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Revue de Presse: Burdastyle Dezember 2017

Titel BurdastyleDiesen Monat scheine ich bei der Online-Lotterie von Burda mal wieder das Gewinnlos gezogen zu haben… ich finde ungefähr, was ich suche. Auch wenn die unmotiviert erscheinenden und aktiv rumzuckenden Banner und Co nach wie vor nervig sind. JavaScript im Browser deaktivieren hilft bis zu einem gewissen Punkt…

Das Titelbild begrüßt uns auf der Dezemberausgabe mit Weihnactlichem Rot und einem zu vermutenden Tannenbaum im Hintergrund und einem Mantel, der eher die Anmutung eines Bademantels hat. Was dann immerhin zu anglo-amerikanischen Weihnachtssitten passt, wo man ja am Morgen des 25. beschert. Und vermutlich oft noch im Schlafanzug. Welches Kind würde sich schon vorher anziehen, bevor es gucken geht?

Das Editorial kündigt dann an, daß dsa Heft quasi die ultimativen Geschenkideen für Weihnachten für jede Gelegenheit hätte. Dabei sind Geschenke doch sehr individuell. Und es dürfte wohl kaum ein Thema geben, bei dem „one fits all“ weniger passt.

Danach widmen sich dann zwei locker bedruckte Seiten dem Thema, was für tolle Sachen man auf der Burdaseite im Netz so findet. Was fehlt ist die Anleitung, wie man die Seite sinnvoll bedient. Aber dazu müßte die Seite vemutlich erst Mal sinnvoll programmiert sein… Angeblich ist die neue Suchfunktion „absolut übersichtlich strukturiert“. Äh ja. Suchfunktionen sind für die Teile da, die man über den strukturierten Seitenaufbau nicht findet. Ach so, richtig… den hatte die Burdaseite ja bislang nie. Vermutlich will ich deswegen nicht recht glauben, daß die Suchfunktion das jetzt ausgerechnet hat. (Einen Mikrotest später: Hat sie auch nicht. Es sei denn, auf der Burdaseite gibt es tatsächlich null Schnitte für Röcke in Plus Größen. Die bekommen offensichtlich immer noch keine Suchfunktion hin, die so was wie eine Volltextsuche über den Inhalt schickt.)

„Die brauche ich“ schmeißt uns dann schon mal die erste Ladung Geschenkideen hin. Da es ich um Handarbeitspackungen oder -zubehör handelt, haben wir zumindest einen losen Bezug zum Thema. Die Mütze mit einstrickbaren Kopfhörern gefällt mir ja. Das hatte Earrebel (die Firma der Kopfhörer) letztes Jahr noch als fertige Mütze auf der h&h präsentiert (so weit ich mich erinnere…?) und ich meinte da schon, daß wäre doch nett, wenn man das selber machen könnte. Wobei ich es natürlich noch besser fände, nur die Kopfhörer zu bekommen und mir das Mützendesign selber aussuchen zu können.

Der erste „trend“ versieht ein Sweatshirt mit üppigen und unpraktisch plazierten Rüschen. Erinnert mich irgendwie an Kleider aus meiner frühen Kinderzeit. Wobei es unrealistisch sein dürfte, zu einem fertigen Sweatshirt einen farblich exakt passenden Jersey zu bekommen. Aber überso Kleinigkeiten sehen wir mal keck hinweg. Noch weniger muß ich allerdings den Gürtel haben, der mit Jerseybändchengarn (auch so ein Produkt, für das man sich offensichtlich recht krampfhaft Verwendungen ausdenken muß…) und Strickgabel hergestellt wird. Überdies ist die Anleitung völlig nutzlos, weil nur die Rede davon ist, den Gürtel „laut Anleitung“ anzufertigen. Und… äh… was soll das im Heft dann sein? Ich interpretiere das jetzt mal so, daß auch die Strickgabel ein Produkt ist, was keiner freiwillig kauft und was daher krampfhaft angepriesen werden muß. Ohne den Leuten aber Details zu verraten. weil sonst wäre ja klar, wie nutzlos das Teil ist… 😛

„Das will ich!“ ist zugegebenermaßen unglaublich süß… ein Indianertipi als Katzenplatz. Nur habe ich keine Katze und zum anderen schon früher gelernt, daß Katzen ungefähr alles als Schlaf- und Ruheplatz aussuchen… aber sicher nicht das, was man ihnen dafür anbietet. Aber wer eine geduldige Katze hat…

Unter „Coming Home for Christmas“ gibt es dann endlich die erste Modestrecke. lässig-elegant und Brit-look sind die Stichwörter, außerdem soll es auch für Männer, Kinder und den Hund Modelle geben. Den Anfang macht noch mal der Mantel vom Titel, der auch in der Einstellung nicht deutich besser aussieht. Auf mich wirkt der Stoff einfach irgendwie billig. Obwohl er das sicher nicht ist. Als Herrenjacke wird der Schnitt einer Jeansjacke recycelt und aus (angeblich) Harris Tweed genäht. Den allerdings im Karomuster. Okay, aber solche Stilmixe mag ich, also warum nicht, wenn der Herr der Schöpfung das tragen mag? Wärmer als eine Jeansjacke ist das sicher. Der Sweater mit Reißverschluss für die Dame ist hingegen nur fad. Und die Kinderjacke aus Wollstoff in Größe 116-140 hält sicher auch warm, aber Kinderjacken, die man nicht waschen kann? Irgenwie ist das wohl für bravere Kinder designt als ich so kenne… Feiner wird es dann mit einem Kleid mit Spitzenärmeln. Der Schnitt hat zwar die eine oder andere Teilungsnaht, das was man auf dem Bild sieht, ängt aber dennoch etwas traurig an der Trägerin herum. Dann der Weihnachtskreativklassiker für die männliche Fraktion… eine Fliege für Vater und Sohn. Kann man doch gleich die Reste der anderen Modelle verwenden. Kinderkleid 104 wäre ja süß… wen es nicht in Damengröße wäre. Hat zu viel von Matrosenkleid. Und eine Jeans in seltsamer Länge mit noch seltsamerem Saumvolant. Werdenktsichsowasnuraus…
Kinderkleid Burdastyle
Dafür finde ich das Spitzenkleid 131B für kleine Mädchen (Gr. 116-140) dann wieder passend und süß. Nur sollte die Wohnung gut beheizt sein, denn kurze Spitzenärmel dürften sonst etwas kühl sein.

Herrenjacke Burdastyle
Wirklich tragbar und sogar elegant wird der Jeansjackenschnitt für Herren dann aus dem dunklen, schlichten Wollstoff. Hier trift die Beschreibung lässig-elegant tatsächlich mal den Kern der Sache.

Karohose mit breitem Bund und tiefen Bundfalten in Kurzgröße… hm, diese Proportion würde ich tatsächlich lieber erst mal an einer echten „Kurzgrößenfrau“ sehen und nicht an einem langbeinigen Model. Sweater 129 ist dann mal wieder ein absolutes Basisteil für Jungs und Mädels. Da hat man das ganze Jahr was davon. Dazu zwei Kinderkleider, aber nur das eine in Kindergröße. Ist das jetzt ein neuer Trend? Wenn ja will ich den nicht. Karierter Trenchcoat für Kinder. Ich weiß nicht recht, ob mir das gefällt, aber es ist sicher eine gute Übung im passend Zuschneiden und Nähen von Karos. Viele kleine Details… Das Hundemäntelchen ist in der Hinsicht einfacher. So man einen Hund hat, der einen Mantel braucht. (Ich verstehe nicht viel von Hunden, aber der auf dem Bild sieht nicht sehr glücklich aus…)

Die nächste Seite mehr oder weniger wahlloser Kaufideen nennt sich dann „Inspiration“. Wobei das rote Negligé ganz nett… nur nicht für Leute, die bei offenem Fenster schlafen. Und wenn man gena hin sieht, sind an der Seite noch ein paar Knöpfe als Lebkuchenmännchen zu finden. Wenigstens etwas Handarbeitsbezug.

Der nächste Beauty-Krempel ist dann mit „Kleine Winter-Freuden“ überschrieben. Hilft aber nichts, wird erkannt und überblättert.

„Zarte Töne“ soll die Business-Mode sein. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber die Hose in der unentschiedenen Länge mit den Volants am Saume ist weit von dem Entfernt, was ich ins Büro anziehen würde. Und noch weiter, wenn ich tatsächlich halbwegs „korrekte“ Kleidung tragen müsste. Bei mir ist das ja eher optional. Jacke 103 sieht mit den sternförmigen Abnähern, die auf den Ausschnitt zulaufen in der Zeichnung eigentlich ganz gut aus. Genäht wirkt es allerdings so, als hätte jemand versucht, eine Chanel Jacke langweilig, bieder und ohne Schick hinzubekommen. Und dabei Erfolg gehabt. BLus 105 ist ein Basisschnitt. Die komische Schleife ist optional. Nur die angekrausten Ärmel muß man mögen. (Wobei die Dehnfalten auf dem Bild dafür sprechen, daß es mit der Bewegungsweite nicht so weit her ist. Mantel 115 nennt sich Master Piece. Die Ansätze mit Trenchcoat-Details und dem gefalteten Doppelkragen gefallen mir auch gut. Ich weiß nur nicht, ob das Bademantelfeeling auf dem Bild vom Styling, dem Stoff oder der Passform kommt. Ins Büro darf die Hose in Kurzgröße dann in glänzendem Satin. Äh… ja. Aber der Pulli (in Normalgröße….) mit seltsamen Volants nicht nur in den Raglannähten (bißchen verspeilt, aber gut…), sondern auch unmotiviert über die Ärmel verlaufend dazu… optisch keine Verbesserung gegenüber Jeans und Schlabber-Sweatshirt, sieht nur anders doof aus. Kleid 107 A kenne wir auch schon, hier verschwinden die Nahtdetails im Stoff, dafür ist es wohl einfach eine Passformgruppe enger, so daß es weniger trautig in der Gegend rum hängt.

Ohne Werbung für Schuhe, Accessoires oder anderen Kram geht es dann nahtlos in die nächste Modestrecke, die jetzt „Manege frei“ mehr Dramatik verspricht. Zum Zirkuslook gehört natürlich die Jacke im Uniformstil, die Dank Ärmelvolants aber engültig Richtung „affig“ abgleitet. Naja, wären wir dann doch noch beim Zirkus. Deutlich schöner das Midikleid in Langgröße. Ich vermute, es schreit nach Seidensamt. Nur die in einen seitlichen Wasserfall übergehenden Falten an der Schulter fallen irgendwie nicht so schmuck, wie es die Zeichnung erhoffen lässt.
Rock Burdastyle
Dramatischer Hingucker und elegant ist aber definitiv der schmale Rock 121 mit den tiefen Falten vorne. Zum Glück kann man so was gut auf jeden Bleistiftrock übertragen und muß nicht bei Größe 42 damit aufhören.

Shirt 121 wirkt wieder so, als hätte bei den Schnittmachern jemand ein Buch aus der Pattern Magic Reihe gefunden. Es sieht ganz sicher interessant aus. Aber man sollte vorher ein Probeteil aus einem Stoff mit ähnlichen Eigenschaften nähen um zu sehen, ob einem dsa wirklich gefällt. Caban als Kurzjacke kann mich weniger überzeugen. Außer daß man auch Stoffe mit größerem Muster ganz gut damit verarbeiten kann, weil man nicht so viele Teilungsnähte hat erkenne ich keinen Vorteil. Wirkt halt immer etwas unproportioniert. Bei Bluse 108 weiß ich nicht recht.. die Zeichnung wirkt langweilig, die Rückenansicht mit der Schleife durchaus… schmuck. Vorausgesetzt man fühlt sich gerne wie ein Päckchen bei der Bescherung. Auf mich zumindest wirkt die Schleife so, als wolle sie aufgezogen werden. 😀 Dann noch mal die sternförmigen Abnäher zum Hals, jetzt nicht als Jacke, sondern als Mantel. Leider erkennt man bei der künstlerischen Pose gar nicht, wie das fällt. Top 117 ist wo ein zwei Nähte Projekt aus Plissee. Wenn Figur und Farbe passen, kann das sogar gut aussehen und erlaubt, auch am 23.12. noch schnell was für die Weihnachtsfeier anzufertigen. Bluse 114 hat wieder diesen Kosaken-style mit der gesmokten Taille.
Abendkleid Burdastyle
Königin für eine Nacht ist dann mit Modell 119 garantiert. Diese Fächerförmig mitgefassten Teil machen es wirklich speziell. Den Schnitt anzupassen, damit er wirklich passt dürfte allerdings eine Herausforderung sein. Und das Kleid einmal zu Unterlegen, damit es nicht diese häßlichen Querzüge beim Bewegen bekommt könnte es dann wirklich in den Haut Couture Bereich katapultieren. (Und wenn man es anpasst, muß man keinen Stretch-Satin nehmen, sondern kann einen dickeren Seidensatin nehmen.)

Und jetzt kommen auch wieder Accessoires… Broschen diesmal. Begeistert mich keine so wirklich, aber ich trage quasi nie welche. Ich bleibe damit bevorzugt hängen und es hinterlässt dann oft doch bleibende Löcher im Gewebe, weil eine Nadel die auch was trägt halt nicht beliebig fein sein kann.

Die „Nähschule“ widmet sich mit der Bilderanleitung dem Shirt 112 mit der interessanten oder seltsamen Falte vorne. Da das Detail ein wenig komplizierter ist, verdient das sicher eine ausführlichere Anleitung. Und man kann daraus auch zumindest teilweise ableiten, wie man einen Schnitt ändern könnte, umd sich das in der passenden Größe anzufertigen. Vor allem, wie der Tipp am Ende vorschlägt, aus einem Wollkrepp. Nciht weil der uni ist, sondern weil der weicher fällt. Da sähe es vielleicht wirklich besser aus. Ich weiß nämlich auch nach der Nähschule nicht, ob ich es interessant oder doof finden soll.

Beauty ist Bunt, das sehe ich noch, bevor ich drüberblättere.

„Spezial“ sind bestickte Filzhausschuhe. Warum das jetzt als „Spezial“…? Naja, irgendein „Tag“ braucht man ja und wie wir von der Burda Webseite wissen sind welche die möglichst wenig aussagen doch die besten. Adh so, das ist mal wieder Werbung für die initiative handarbeit. Da der Schnitt als Schemaschnitt auf den Kopierer gelegt werden will (Und vorher noch eine Menge Rechenarbeit erfordert, denn der Schnitt ist „um 40 Prozent verkleinert“…. um wie viel Prozent muß man ihnen nun vergrößern, um wieder auf die originale Größe zu kommen?), bleibt hier zu hoffen, daß die Anleitung im Internet das schon passend zum Ausdruck vor gibt. Und vielleicht auch die Motive zum Sticken dazu.

Bei der „Pflanzenbeauty“ Seite können sie sich diesmal nicht entscheiden… Kokosnuss, Argan oder Rosmarin?

Der „Legestyle“ widmet sich dem Spitzenkleid 107B. Der Casual-Look mit Gürtel über langer Strickjacke und Schnürstiefeletten erinnert an den Grunge der 90er, die „Business“ Variante trägt es über Hose und mit Blazer, was sehr indisch aussieht. Kleid mit Hose wie Churridar Kameez und der Blazer wie von einer Schulunform. Dafür gibt es noch eine Brille mit Metallgestell dazu. Nur der Abendlook mit der (falschen) Pelzjacke hat Charme.

Die Damen und Mädels in Plus Größe dürfen diesmal „Königin der Nacht“ sein. Overall 126 ist schon mal nicht schlecht, weite Hose, Chiffon Oberteil, betonte Taille. Bluse 123 mit Hängerchencharme und noch Rüsche unten dran muß hingegen nicht sein. Und schon gar nicht, wenn die Trägerin kleiner als 180 cm ist. Doe lange Robe 124 hat in der Zeichnung interessante asymmetrische Falten an verschiedner Stelle, im Foto ist der Stoff schwarz und über den Falten liegen wahlweise Haare oder Arme. (Abgesehen davon, daß Falten in Stretchstoffen wegen des Elasthan-Anteils meist weniger schön fallen. Da wäre ein Stoff ohne Elasthan vermutlich geeigneter.) Interessant dann Bluse 128. Die fällt locker, der Kragen wirkt aber auf den ersten Blick wie ein Jackenrevers. Das gibt gleichen einen angezogenen Look. (Und wenn man den Ausschnitt ein bißchen kleiner macht und das Revers nicht mit Pailletten verziert könnte der Look auch ins Büro gut gehen… angezogen aber trotzdem bequem.) Dann noch  mal das Rüschenhängerchen, diesmal aus Spitze. Dazu eine schmale Hose. (Klassischer Molli-Look… aber für Apfelfiguren mit schlanken Beinen wirklich gut.) Und dannnn noch mal das Kleid mit Faltenwurf in Kurz als Cocktailkleid. Ich würde ja eher sagen, das klassische „Kleine Schwarze“ (oder dunkelblaue?), aber wollen wir es mal nicht so genau nehmen. Sieht jedenfalls gut aus. Wenn ich Zeit hätte, wäre ich glatt versucht, mir das für Weihnachten zu nähen.

„Pflegetipps“ versorgen uns mit Werbung zu den diversehen Produkten, die angeblich oder tatsächlich schwarze Stoffe auffrischen.

„Wie geht eigentlich“ zeigt, wie man einen Schnitt bei ungleich hohen Schultern anpasst.

Der „Futter und Dekoteil“ bietet „mit Liebe“ Geschenkverpackungen aus Packpaier (mit der Stoffapplikation sogar sehr ansprechend) und Schokodatteln oder selber gemachte Mozartkugeln. Die natürlich nicht so heißen dürfen… aber Nugat mit Marzipan und Kuvertüre…

Der „atelierbesuch“ führt dann zu dem Label „Sweet Mess“, das sich vor allem mit Kinderkleidhng und Deko befasst. Süß, Vintage, Shabby… also alles, was gerade im Trend liegt. Nicht so meiner. Und nicht so spannend.

Die „letzte gute Idee“ schlägt das Marmorieren von Weihnachtskugeln vor. Ich fürchte ja, das wirklich schön hin zu bekommen erfordert ein paar Kugeln und Versuche mehr… aber Geschmackssache.

Und hey… ich habe die Besprechung mal pünktlich fertig!

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Revue de Presse: Threads October/November 2017 (193)

Titel Threads 193Nachdem die Januarthreads auch in meinem Briefkasten gelandet ist, ist es wohl an der Zeit, das Oktober/November Heft mal vorzustellen… Da Gelb bei Kleidung nicht meine Farbe ist und dieses seltsame leicht senfige Gelb schon gar nicht, spricht mich der Titel nicht so sehr an. Aber ich habe das Heft im Abo, daher kommt es auf die inneren Werte an. (Ich sehe es jetzt aber verstärkt wieder bei den internationalen Heften an den Bahnhofszeitschriftenständen in den größeren Städten. Man bekommt es also auch ohne Abo.)

Die Autoren der Ausgabe dürfen sich diesmal zur Frage äußern, welchen Designer sie besonders bewundern und warum. Könnte ich für mich nicht sagen. Es gibt viele, die viele schöne Sachen gemacht haben und niemand, der nicht den einen oder anderen Irrweg dabei hatte.

Das Editorial erzählt diesmal vom jährlichen Betriebsausflug der Redaktion. Was zwar nicht relevant ist, aber netter als nur eine Zusammenfassung des Inhaltsverzeichnisses.

Nett trifft auch die Leserbriefseite, aber mehr erwartet man davon ja nicht.

Auch die Lesertips sind nicht weltbewegung. Die Idee, bei Handstickarbeiten zwei dünne Magnete am Stoff festzuklemmen und dort bereits eingefädelte, aber gerade nicht benutzte Nadeln zu „parken“ gefällt mir aber. Ist nur kein Problem, das ich habe, weil ich eher nicht von Hand sticke.

… Und wie passend daß bei den „Notions“ dann gleich so ein Nadelhalter mit netten Motiven von etsy vorgestellt wird. 😛

Das „fabric lab“ befasst sich diesmal mit Hanf. Im übrigen auch ein sehr umweltfreundlicher Stoff, weil die Pflanze nicht sehr anspruchsvoll ist. nur nicht so leicht zu bekommen. Auch, weil der Anbau z.B. in Deutschland schwierig ist, von wegen, es könnte ja jemand anderen Hanf drunter mischen oder so.

„How did they do that“ befasst sich mit der Technik, Spitze mit hautfarbenem Stoff zu unterlegen. Damit es zwar nackt aussieht, aber nicht ist. Das ist jetzt nicht neu, aber für Abendkleidung eine praktische Technik. Und auch dann, wenn die Mode Spitze in die Tageskleidng bringt.

„Embellishment“ ist diesmal ausgesprochen nicht mein Thema. Eigene „Ausmalmotive“ auf Stoff bringen und zu Kleidung vernähten. ich muß gestehen… nicht mal wenn ich Motive gestalten könnte, würde ich das anziehen wollen.

Dafür fällt mir bei den „Patter Reviews“ gleich als erstes eine Bluse mit interessantem Berschluss ins Auge. „Decades of Style“ ist die Firma und es ist offensichtlich ein Modell aus den 1950ern. Das Bellevielle Sasson Kleid von Vogue hätte ich gerne genäht gesehen. Gezeigt werden ansonsten aber eher Basisteile. Okay, von den Schnitten hat man mehr, weil man sie öfter als einmal nähen kann.

Interesse weckt auch der Artikel, wie man feine Stoffe so zusammenfügt, daß sie interessante Kleidung ergeben. Patchworkkleidung finde ich für mich ja auch immer schwierig, aber das Problem, den einen oder anderen „speziellen“ Stoff, auch von einer Reise, in der Kiste zu haben kenne ich auch. Die Designs sind schon amerkanisch gewagt und auffällig, Sehen aber überraschend wenig nach „ich habe mal verbraucht, was da war“ aus. Geht also doch.

Nichts Neues für mich bringt der Artikel über allerlei Meßwerkzeuge. Aber es ist ein toller und ausführlicher Grundlagenartikel für die, die sich schon immer gefragt haben, warum das Werbegeschenksmaßband als einziges Werkzeuge nicht allen anderen auch ausreicht. 🙂 Ein wenig schmunzeln mußte ich beim „Hurth-Ruler“, denn der kommt aus Deutschland und ich kenne den schon seit etwa zehn Jahren. (Ich habe ihn nicht, aber ich glaube, der Meßwinkel ist ziemlich praktisch.) Und wer sich fragt, wer denn Herr oder Frau Hurth sein könnte… das ist die Dame, die den Garment Designer auf den deutschen Markt gebracht hat.

Gut gefällt mir der nächste Artikel, der ausführlich erklärt, wie man sich ein rundes Schulterpolster selber macht. Und zwar „auf Maß“ zu Körper und Kleidungsstück. Das ist jetzt Wissen, daß ich gerne speichere.

Um Kleidungsstücke zu kopieren bin ich ja zu faul (bisher klappte es immer, sie zu analysieren und die Details aus einem schon passenden Schnitt rauszuentwickeln; und Kleidungsstücke, die mir so gut passen, daß ich den Schnitt kopieren möchte, die gibt es eh nur, wenn ich sie selber nähe – dann habe ich aber den Schnitt), aber ich weiß, daß das durchaus für Viele ein Thema ist. Die hier ausführlich vorgestellte Methode gefällt mir gut, zumal sie auf typische Fallstricke (nämlich vorher schon Fadenlauf markieren und Passzeichen über zwei aneinanderstoßende Teile zeichnen) hinweist. Nachteil ist allerdings, daß man das Kleidungsstück zerlegen muß und es hinterher auch nicht mehr zu gebrauchen ist.

Wie man einen Abnäher in einen „French Dart“, also einen Abnäher nach unten in die Seitennaht, verlegt zeigt Louise Cutting. Abnäherverlegung ist ja generell einfach, man darf sich da also gerne mal dran trauen. (Und es ist eine gute Position, um bei auffällig gemusterten Stoffen das Muster nicht so auffällig zu unterbrechen. Überdies passt je nach Figur einfach die eine Abnäherform besser und die andere schlechter. Wer bislang unzufrieden ist, sollte einfach mal was anders ausprobieren.)

„Sew Autumn“ befasst sich dann mit den Farb-, Material- und Modetrends für den Herbst. Das gucke ich mir immer eher aus Neugier an, denn gerade bei den Farben weicht die europäische Mode schon oft eklatant von der kompletten Pantone Palette ab. (In Paris z.B. wurden bei meinem letzten Besuch gerade die Herbskollektionen eingeräumt… schwarz und grau wie jeden Herbst und Winter. Noch garniert mit dunkelblau, etwas abgetöntem weiß und rot. Das senfige Gelb ist defintiv auf die Sonderangebotsständer gerutscht. Bei den Formen ist der Unterschied dann nicht so groß. schmale Jacke zur weiten Hose oder umgekehrt, Hemdblusenkleider und Röckein Midi-Länge passen auch nach Europa. Abendmode sehe und kaufe ich nicht so oft, wie das gerade in Deutschland oder Frankreich mit dem „Vintage“ Einfluss aussieht? Keine Ahnung. Und eher auffällige Prints scheinen mir in den USA auch mehr oder weniger immer Saison zu haben.

Gut gefällt mir dann der „Pattern Hack“, der einen interessanten Jackenverschluss mit drapierten Falten zeigt. Aus meiner sicht recht klar, wie man das macht. Aber die Hinweise, um welchen Betrag man den Stoff jeweils aufspreizen soll sparen einem dann im Zweiflesfall doch einiges Ausprobieren.

Das man mit „Horsehair Braid“ einiges machen kann habe ich auf amerikanischen Seite schon öfter gelesen. Leider ist das Material bei uns relativ schwierig zu bekommen. Vor allem im Versand und ich vergesse jedes Mal wieder, was der deutsche Suchbegriff ist…

„Sewing Saves“ sehe ich immer halb mit Interesse, halb mit Misstrauen. Denn oft sieht es eben genauso geflickt aus, wie es ist. Hier ist im Beispiel das Design aber gelungen. Futter hilft. Stoff zu sparen. So genügt es, wenn die Stoffteile auf Stoß passen. Eigentlich recht raffiniert.

Die Frage an die Experten möchte wissen, wie man gelbe Flecken aus altem Leinen rausbekommt. Weil doch Chlorbleiche Leinen schaden würde. (Tut es?) Eskommen die übliche Bleichtips, inklusive Javelwasser, was ja auch nur Chlor ist. Nur der Vorschlag, es mal auszukochen fehl. Leinen kann das ja meistens ab.

Dann kommt noch die unterhaltsame Geschichte (baut ja manchmal auf, vom großen Scheitern anderer zu lesen…) und das „Up Close“ Modell auf der Rückseite. Ein echt aufregendes Kleid, leider mal wieder völlig ohne Datierung. Das finde ich immer extrem schade.

Und dann werde ich mir mal die Dezemberausgabe vornehmen… 😉

Revue de Presse: Meine Nähmode 4/2017

Titel Meine NähmodeIch habe es noch nicht aufgegeben und arbeite mich durch meinen Zeitschriftenstapel durch. So auch durch die Herbstausgabe der „Meine Nähmode“. Im Moment weiß ich nicht mehr genau, warum ich die immer kaufe, weil die Modelle sich allmählich ähneln. Andererseits sind viele unaufgeregte Modelle drin, was auch wieder ein Vorteil ist. Ich tendiere ja eher zu komplizierten Sachen und wenn ich dann mal schnell was schlichtes brauche, bin ich schon das eine oder andere Mal genau bei dem Heft gelandet.

Versprochen werden wieder Größen von 34 bis 54, wobei wir 10 Modelle (die Variationen mitgerechnet, ebenso die Doppelgrößen 32/34 sowie 34/36) in Größe 34 finden und fünf Modelle in 54. So also Info für die Leute mit den „Randgrößen“.

Der Titel zeigt wieder viel Kleid.

Wickelkleid Meine NähmodeDa meine innere Diane von Furstenberg ihr passendes Wickelkleid noch nicht gefunden hat, gucke ich natürlich mit viel Interesse auf die ersten Modelle. Allerdings Größe 46… mit sehr viel FBA und dehnbarem Stoff oben vielleicht noch machbar. Aber Taille und Hüften sind dann doch sehr weit außerhalb der Maßtabelle. Aber träumen darf man ja…

Bis Größe 46/48 geht dann der „lässige Jersey-Look“. Eine weite Zipfeltunika ist zumindest bequem und um die Brust herum scheint sie sgoar halbwegs schmal zu fallen. Die Jerseyhose würde ich allerdings dringend weglassen. Die sieht so aus wie das Zeug, was die Generation meiner Oma dann im Alter getragen hat, wenn es im Winter sehr kalt wurde….

Die Röcke auf der nächsten Seite snd dann wieder klassische Variationen. Wobei der mit Bindeband in rot erstaunlich schick aussieht,..

Mit den eher unsäglichen Jerseyhosen geht es auch bei „natural Beauty“ weiter. Wobei aber das Jerseykleid mit der schrägen Naht einen zweiten Blick verdient hat. Das mit dem Strickmantel ist einfach und bequem, aber wenn man ein wenig Styling dazu gibt gleichzeitig elegant. Bis Größe 46/48… wäre noch ein schnelles Projekt für Weihnachten?

Hingegen weiß ich bei den Pseudeowickelteilen (mit Gummi in der Taille) nicht recht, was ich davon halten soll. Mit dem Vokuhila Effekt ist es irgendwie hinten für ein Top zu lang und vorne für ein Kleid zu kurz. (Nichts gegen Mini, aber zumindest die Unterhose sollte schon bedeckt sein. Wenigstens im Stehen.

Die „Easy“ Fledermausshirts sind schnell zu nähen. (Außer wenn man einen Streifenstoff nimmt und passgenau nähen will.) Wohl immer noch im Trend, aber nicht unbedingt meines. Denke ich. Oder sollte ich das für einen Schlafanzug ausprobieren? 😉

Bei den vorgestellten Büchern sind diesmal nur zwei aus dem Christophorus Verlag. Einmal Gräfe und Unzer (war das nicht mal die Kochbuch-Referenz?) und einmal Nauman & Göbel, was mir nicht so viel sagt. Versucht man sich in unabhängigkeit oder gehören die auch zum OZ-Verlag?

Jenseits des Anleitungsteils geht es dann mit so einer Art verschlusslosem Hippiemantel weiter. Nicht mein Stil, glaube ich (außer als Morgenmantel, wenn ich so drüber nachdenke…), wäre aber toll, um große Muster zur Geltung zu bringen.

Leichtes Retrofeeling beim taillierten Kleid mit Passe und weitem Rock. Einmal wegen der Modelinie, dann aber weil es eindeutig Sommerkleider sind. Jahreszeitenretro, sozusagen. Mit kurzem Jäckchen, um herbsttauglich zu werden. Vielleicht nur das Jäckchen nähen, um die Sommerkleider weitertragen zu können? 😉

Hose Meine NähmodeAuch wenn es nur eingeschränkt mein Geschmack ist. (Oder nur eingeschränkt, wenn ich es an meinem Körper sehe…) Modisch sind die Hosen mit dem extraweiten Bein wohl immer noch weit vorne. Und wenn ich das richtig interpretiere (ich habe die Ausläufer der letzten Modewoche in Paris mitbekommen, da läuft dann auch allerhand kreatives Volk durchs Marais) dann vor allem aus weichem Seidensamt.

Retrokleid Meine NähmodeWas ich mir hingegen durchaus auch an meinem Moppelkörper vorstellen könnte wäre das Retrokleid im Stil der 40er. (Die Variante ohne die Schluppe, ist klar, oder?) Da ist es jetzt wieder extrem schade, daß beim Größe 44 Schluß ist.

So richtig langweilig ist dann im Vergleich die superlange Bluse. Einfach grade runter… noch langweiliger, als ein Hemdblusenkleid. Oder finde ich es nur so fad, weil ich das noch aus den 1980ern kenne?

„Verliebt in Details“ heißt es dan bei drei Oberteilen mit überschnittenen Schultern und zwei Röcken dazu. Wobei man nicht recht weiß, was diese „Details“ sein sollen. Ein Schlitz im Rock und ein sichtbar aufgenähter Reißverschluss auf dem Top gehören doch eher nicht mehr dazu, oder?

Dann Bluse mit Raglanärmeln und weiten, vorne eingehaltenen Ärmeln. In der eher Tunika-artigen Version ohne Schluppe vielleicht nicht so schlecht. Aber nur wenn der Stoff stimmt, sonst Schlafanzug.

Das Titelkleid, ebenfalls mit Raglanärmeln, gibt es zum Abschluss. Das fällt ebenfalls unter „easy“, ich finde es aber reizvoll. Die Ärmel aus Spitzenstoff, schon hat man ein schnelles und elegantes Kleid für die Festtage. Bequem aus Jersey und mit genug Platz, für Karpfen, Gänsebraten und Plätzchen. Hm… brauche ich doch noch ein Weihnachtskleid?

Tja, eigentlich schlicht… aber dann doch wieder in einige Teile verliebt, für die ich nie die Zeit haben werde, sie zu nähen…

Und die Kaufentscheidung für das nächsten Heft hat mein Herz auch schon getroffen.

Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.

Revue de Presse: Threads September 2017 (192)

Titel Threads Magazine 192Eine Burdabesprechung annähernd pünktlich… da ist klar, das etwas anderes hinten runter gefallen ist. Das war natürlich die Threads. Weil… für die hat man ja zwei Monate Zeit und außerdem kommt die immer so früh, daß man ja selbst wenn die nächste erschienen ist noch innerhalb des „richtigen“ Monats ist. Ja… gute Idee, diesmal hat es nicht funktioniert. Da man die Hefte aber gut nachbestellen kann bzw. etliche Artikel auch für Threads Insider auf der Webseite (gegen Bezahlung, aber ohne daß Versandkosten anfallen) zur Verfügung stehen kommt die Besprechung jedoch doch noch…

Der Titel ist schlicht wie immer, verspricht mit der Anpassung von Ärmeln schon mal ein interessantes Thema. Da mogle ich mich im allgemeinen erfolgreich vorbei und wenn ich es mache, ist das immer sehr unsystematisch. Da kann ich noch viel lernen.

Die Autoren der Ausgabe sollen diesmal dazu Stellung nehmen, was ihr Traumkleidungsstück ist und zu welchem Anlass sie es tragen wollten. Ich glaube, so was habe ich nicht. Also nicht was, was sich nicht immer wieder ändert. Was Kleidung betrifft bin ich ja ein Fan von „Machen, statt träumen“.

Im Editorial gibt es vor allem das ausgeschriebene Inhaltsverzeichnis.

Die Leserbriefe verraten, daß noch mehr Leuten aufgefallen ist, daß der „pefekt“ eingenähte Reißverschluss in der letzten Ausgabe einen Versatz in der Quernaht hat. Die Antwort, es gäbe halt nicht immer die Möglichkeit, mehrere Samples zu nähen ist ja ein bißchen… lau.

Der Lesertip des Monats ist es, sichtbare Rißverschlusszipper (äh, wie nennt man den Griff des Schiebers noch mal?) mit Nagellack jeweils passend einzufärben. Mal abgesehen davon, daß ein Fläschchen Nagellack (vor allem, wenn man eine ganz bestimmte Farbe will) auch nicht ganz gratis ist… bei mir hält der nicht mal langfristig auf den Fingernägeln. Über etwas, was ich regelmäßig anfasse und was auch in die Waschmaschine soll will ich da gar nicht nachdenken.

Auch vom vorgestellten Zubehör brauche ich gerade nichts. Das Buch über mittelalterliche Stickere dürfte noch das interessanteste sein. Wobei ich das auch nicht brauche.

Der Artikel danach wendet sich dem Titelbild zu: gerüschte Seitenteile. Wie man das macht ist an sich nicht so kompliziert, was mir aber gefällt ist, daß hier die Seitennaht glatt bleibt und wirklich nur die Ansatznaht gerafft wird. Dadurch trägt es nicht so auf und wird auch für Frauen mit einer normalen Figur gut tragbar.

Das „Fabric Lab“ stellt Seersucker als Stoffart vor. für mich nicht neu, aber schön informativ. Wenn man sein Heft zerschneiden wollte, würde es sich wirklich lohnen, diese Serie als Lexikon zusammen zu kleben.

„How did they sew that“ werde ich vermutlich so nie brauchen, aber es klärt eine Frage, die ich tatsächlich schon hatte… nämlich wie das bei mit (schweren) Glasperlen bestickten Kleider und Spathettiträgern funktioniert, daß das nicht reißt, überall schwer nach unten gezogen wird… Der Trick liegt darin, wo und wie man „Tragefäden“ einzieht… eigentlich logisch, aber doch raffiniert. Und vielleicht brauche ich es doch mal, ein Kleid im Stil der 20er ist sicher nichts für mich, aber ein Chiffon Top mit Perlen… könnte man drüber reden.

Mit Perlen und zusätzlich geflochtenen Borten geht es bei den „Embellishments“ weiter. Technisch auch interessant, aber vom Design her ist mir das „too much“. Okay, vielleicht Ton in Ton auf einem Abendkleid oder Brautkleid? Die Freude an wildwütiger Dekoration der Amerikaner teile ich jedenfalls nicht.

Bei den Pattern Reviews geht es mit einem eleganten und sexy Oberteil von Marfy los. Wobei ich da die asymmetrische Variante ja noch besser finde. Ansonsten gibt es die bekannten Herstelelr, daß Kleid von Vogue gefällt mir, aber bei der Position des Knotentels würde ich das gerne mal am Körper sehen… Mir unbekannt sind „Named Clothing“ und „Waffle Patterns“. Die Modelle sind aber nicht so aufregend, daß ich dafür anfangen würde, die Marken zu suchen.

Sehr spannend der Artikel von Sarah Veblen zum passenden eingesetzten Ärmel. Schön ist erklärt, welches Maß am Ärmel wo am Körper zu finden ist und der „Fingertrick“ mit dem man die höchste mögliche Stelle für ein kleines Armloch findet ist so einfach wie genial. Das muß ich auf alle Fälle mal ausprobieren, wenn die Notwendigkeit beim nächsten Mal gegeben ist. Die Veränderungsoptionen am Ärmel gehen allerdings letztlich mit Designänderungen (= Nähten) einher. Das kann eine gute Lösung sein, aber man will es vielleicht nicht immer. Anderseits muß man eventuell akzeptieren, daß eben nicht alles ohne sichtbare Nähte geht. Zumindest wenn man nicht mit Wolle näht, die man ggf. mit Dampf formt.

Der ausführlich Blick in das Innere einer gut konstruierten Jacke hat ebenfalls meine volle Aufmerksamkeit. Der Artikel ist eher Überblick als ausführliche Detailanleitung, aber zu jedem Unterthema wird auf frühere Threadsartikel verwiesen. Und zwar zurück bis 1987. Perfekt für Langzeitabonnenten und diejenigen, die sich mal die Archiv DVD gegönnt haben, Eine gute Gelegenheit für einen ausfürlichen Rückblick.

„Western inspirierte“ Applikationen sind dann was, was ich ganz sicher nicht brauche. Lederapplikationen mit Nieten und anderem Sparkle. Das geht hierzulande echt nur als Kostüm durch.

Modethema dann, wie man einer Jeans die passenden Abrasionen selber verpasst. Vorgehen und wie man die passenden Stellen dafür findet. Auf alle Fälle besser, als irgendwelche armen Asiaten am Sandtrahlgebläse Schaden nehmen zu lassen. – Ich komme trotzdem weiterhin ohne aus.

Eine kleine Offenbarung der Artikel von Paddye Mann. Unsichtbare Reißverschlüsse in der Seitennaht von schmalen, eleganten Jackets. Hinsetzen ohne häßliche Falten zu erzeugen. Wie genial ist das denn?

In „Profiles in Sewing“ wird Bonnie Simmons vorgestellt. Niemand, dessen Namen man kennt, der aber viel Einfluss hat. Und für das Design vieler Simplicity Schnitte verantwortlich ist. Das dürfte eine deutlich realistischere Berufsdarstellung in der Branche sein, als irgendwelche Blogger und so.

Eine „essential tequnique“ wird von Kenneth D. King vorgestellt: die perfekte Nahtkreuzung, Wird echt schön, ich bin nur meist zu faul, nur bis genau zum Punkt zu nähen…

Bei „Sewing Saves“ geht es um eine Änderung, nämlich eine Hose kürzer machen. Das ist kein Problem? Doch, wenn es eine ist, die zum Saum hin enger wird. Dann fehlt einem beim Kürzen nämlich die Weite in der „neuen“ Nahtzugabe…. Omas Tricks waren der „falsche“ Saum und ein dezentes Öffnen der inneren Beinnaht. Und genau das stellt Threads auch vor. (Völlig einfach und logisch, wenn man es mal weiß, aber nicht jeder hatte eine Oma, die so was wußte.)

Wie man Fadenenden in Handgesticktem sichert ist nicht so mein Thema, aber Threads ist breit aufgestellt, also völlig okay. Und den Prozess des Handwebens mal ausführlich erklärt macht klar, warum solche Stoffe ihren Preis auch wert sind.

Am Ende gibt es das Geschichtchen, diesmal vom Hund, der das Kleid ankauten. Ich fürchte, das ist wirklich nur was für Hundeliebhaber. Und hinten noch ein besticktes Kleid aus den 1940er im Stil der 1920er. Zu viel Hüftbetonung für mich, aber hier darf dann Deko grundsätzlich mal sein.

Wie fast immer ein Heft, daß mich mit etlichen Artikeln glücklich macht. Und das nächste liegt auch schon hier…

Revue de Presse: Burdastyle Oktober 2017

Titel Burdastyle Diesmal lacht vom Titel ein Teppich in Form einer Jacke entgegen. (Oder so.) Die gezeigte Jacke soll jedenfalls das „IT-Piece“ sein. Kleidung aus Gobelin und Co gab es in meiner Jugend schon mal. Und da ich Brüche mag, gefällt mir das natürlich.

Beim Editorial bekommen wir ein Bild vom Betriebsausflug. Mehr Leute, als ich so gedacht hätte.

„Trend“ gibt es diesmal nur einen, nämlich einen Loop-Schal. Allerdings ist diesmal eine Stickmaschine unabdingbar, damit es nicht nur ein Loopschal ist, sondern „trend“. Also uninteressant.

Bei „das will ich“ gibt es einen weiteren Klassiker: Knöpfe aus Fimo. Wobei die dank der Nudelmaschine (äh… Fimo Walze) doch dünner sind und professioneller aussehen, als ich das aus meiner Jugend so kenne. Obwohl mir die Ergebnisse gut gefallen, werde ich trotzdem nicht noch mit Basteln anfangen.

„Ladylike“ nennt sich das nächste Thema und verspricht Eleganz und Komfort. Der ärmellose Sack 101 mag bequem sein (wobei ich mir auch da nicht sicher bin, überschnittene Ärmel schränken die Bewegungsfreiheit der Arme auch gerne mal ein), „elegant“ liegt aber am anderen Ende der Skala. Aber gut, das Thema verspricht ja nicht, daß beides in einem Modell vereint wird. Zumindest nicht wörtlich.
Mantel Burdastyle
Was mir dann auf den zweiten Blick sehr gut gefällt ist der Hüllenmantel 102. Wie die Saumrundung auch an den Taschnepatten und den Gürtelenden aufgegriffen wird hat Pfiff. Dumm nur, das Hüllenmäntel so unpraktisch sind, weil sie nie wirklich dicht zu bekommen sind. Zumindest nicht an mir.
Kleid Burdastyle
Ganz auf meiner Linie liegt dann auch das schlichte Kleid 103A, das mit Abnähern noch mal auf Figur gebracht wird. Also würde, wenn das Model nicht zu mager für das Kleid wäre. Hoffe ich zumindest. Sonst sähe es eher gesamtdoof aus. So schlichte Teile müssen einfach wirklich passen.

Die Herbstliche Variante der Safarijacke kommt mit Blumenmuster. An sich keine so schlechte Idee. Die Bluse mit den Ärmelvolants 111A ist in Kurzgröße. Da mag ich ja weder das Losmuster noch die Proportion. An einer echten „petite“ Figur dürften die Volants doch recht dominierend wirken. Kellerfalten an spitzer Passe. Im Grunde ja eine klassische Form. aber hier sitzt/fällt das nicht gut. Ob es am Stoff oder am Model liegt? 112 ist dann „super easy“, nämlich ein Cape aus einem Rechteck. Bei Kleid 105 gefallen mir die vielen schrägen Teilungsnähte an der Zeichnung, an der Frau wirkt es weniger überzeugend. Da zaubert es keine verführerische Figur, sondern wirkt rundum unproportioniert.
Shirt Burdastyle
Besser klappt das bei Shirt 119A. Mit der asymmetrischen Raffung und dem Gürtelchen fällt das wirklich sehr schmeichelnd.

Kleid 104A beeindruckt mit Teilungsnähten, zumindest auf der Zeichnung. Genäht trägt gerade das Gürteteil irgendwie unschön auf. Zumindest aus Velourslederimitat.

Accessoires zum Stil sind dann Henkeltaschen. Die dummerweise unglaublich unpraktisch sind, weil man sie nicht über die Schulter hängen kann. Und was ich so mit mir runmschleppe, wird in der Hand ganz schnell ungemütlich. :-p

„Must Haves“ bietet die nächste Modestrecke. Wobei wir da schon mal lernen, daß bei Größe 44 spätestens Schluss ist, wer mehr braucht „muss“ dann gar nichts mehr haben. Die Titeljacke bleibt aber nach wie vor schön. Auf die Shorts kann ich verzichten. Hingegen bekommt die etwas wild gemusterte Hose 113 einen zweiten Blick von mir. Selten bei Hosen, aber das Falt(?)Detail am Tascheneingriff ist nicht schlecht. Aber nicht an einer Hose, die nach „zu kurz“ aussieht. Beschreibung behauptet ja „knöchellang“… wer das geschrieben hat, sollte noch mal einen Grundkurs in Anatomie machen. Bei Kleid 115 würde ich den bestickten Samt gerne nehmen, aber nicht das Kleid, das wie eine Mischung aus Nachthemd und Babykleid aussieht. Rock 107A scheint ein interessantes Faltendetail vorne zu haben. Da wo im Photo die Hand drüber ist. Wenn ich mich recht erinnere, war in einer der letzten (von mir noch nicht vorgestellten *hüstel*) Threadsausgaben die Anleitung, wie man genau so was konstruiert. Da zwar an einer Jacke… aber egal. Jacke 110B kennen wir vom Schnitt her schon. Und den Faltenrock gibt es noch mal inkurz. Wo er besser ausieht. Vielleicht liegt es aber auch am Stoff. Kleid 103B sitzt hier deutlich besser. Auch wenn man vom Schnitt dank des wilden Stoffes nichts erkennt. Aber warum soll man da Hosen drunter tragen? Wenn das Trend ist, will ich den nicht haben.

Dem Faltenrock widmet sich dann auch die Nähschule. Ich frage mich gerade… wenn der doch so eine schöne geformte Passe hat… warum bekommt der noch einen geraden Bund verpasst? Da ist die halbe Funktionalität der Passe doch schon wieder weg. Schade drum.

Über die Beautyseite kann ich dann wieder hinweggähnen.

„Mix & Match“ geht es weiter. Karo und Punk… wer denkt jetzt nicht an Vivienne? Für Langgrößen gibt es so eine Art „Kilt“ der nicht sehr punkig aussieht, aber mit dem Volant auch nicht lanwelig ist. Jacke 118B ist das Titelmodell in so was bunt tweedigem. Vermutlich nicht schlecht, aber man erkennt vor allem den Stoff. Und ein bißchen was vom Kragen, der da wohl noch eine unerwartete Falte hat. Kleid 104B diesmal nicht aus Kunstleder, sondern aus Karo. Hm, auch hier trägt der „Gürtel“ vorne unschön auf. Shirt 119B ist diesmal so toll abgelichtet, daß man Gürtel und Fältchen gar nicht sieht. Dafür die Spitzenärmel. Unpraktisch, wenn es kalt ist, aber sieht gut aus. Und super, falls man noch einen Rest Spitzenstoff hat. Rock 107B hat wieder das Faltenteil, aber man erkennt es erneut so gut wie nicht.
Rock Burdastyle
Den Minirock 106 würde ich zwar selber nicht anziehen (oder doch?), aber hier kommen die Falten gut zur Geltung und mit der zusätzlichen Rüsche wird es ein echter Hingucker für mutige Trägerinnen.

Bei Bluse 116 wird uns versprochen, daß sie auf den zweiten Blick weniger brav sein soll als auf den ersten. Aber nur wegen dem Druckmuster. Welches ich jetzt aber auch eher doof finde. Und Volantbluse 111B in Kurzgröße bekommt auch mit dem Karomuster keine besseren Proportionen.

„Inspiration“ zeigt dann diverse Accessoires und mehr oder weniger unmotivierte Werbung (Stoffmalfarben sind ja so was von themenspezifisch…), aber wer es noch nicht gemerkt hat, erfährt hier dann, daß Vivienne Westwood den Stil geprägt hat.

Der Designerschnitte kommt vom Label „Mykke Hofmann“, wobei der Schnitt selber viel von Bademantel hat, aber durch das Color Blocking ergibt sich ein interessantes Ergebnis. Und wieder ein Label kennen gelernt, das ich noch nicht kannte.

Beim „Legestyle“ steht dann wieder die Titeljacke im Vordergrund. Die lässt sich zweifelsohne gut kombinieren, die Vorschläge sind aber auch etwas vorhersagbar… Jeans für „casual“ und Lederrock für den Abend. Die knallrote Hose für den Businessstyle ist vielleicht etwas gewagt. „PR-Termin“ dürfte bei den meisten von uns nicht das typische „Geschäft“ sein. Nette Idee, dass immerhin zwei der Kombiteile nach einem Burdaschnitt gearbeitet sind. (Und unten im Eck noch eine kleine Werbung für die Dior Ausstellung in Paris. Da war ich aber schon. 😉 )

Die Plus-Größen dürfen diesmal sportlich aussehen, „Athleisure“ ist das Motto. Nicht so ganz meines. Parka 125 ist so lang, daß man nicht reicht weiß, ob er nicht ein Mantel sein will und mir ganz sicher zu formlos und sackig. Auch „Shirt“ (angesichts der Größe und des Materials würde ich das ja als Pullunder bezeichnen) 127 begeistert mich nicht. Daß die Querteilungsnaht im Vorterteil noch doch direkt über den Busen zu verlaufen scheint macht es nicht besser. Bei Kleid 126 erschließt sich mir nicht, worin die Sportlichkeit besteht, dafür sieht es gut aus. Denke ich, denn der große Schal in ausnehmend häßlicher Farbkombionation (so ein Senf angehaucktes Ocker mit Neongelb) verdeckt die interessanten Teile. „Trackpants“ 121 taugen eher als Vorlage für eine Sporthose. Shirt 123 hat dann interessante Paspeln, die den Raglan Schnitt akzentuieren. Das kann ich mir jetzt doch eher vorstellen. Dann gibt es einen Blazer, der „lässig“ sein soll, aber durch den übertrieben tief gezogenen Kragen und die arg überschnittenen Schultern (in Kombination mit einer reichlich hochen Armkugel) wirkt das Gesamtwerk dann dich eher wie „passt nicht“.
Kleid Burdastyle
Das Shirt gibt es dann mit Modellnummer 124 noch mal als Kleid. So sieht das mit dem Color Blocking auch gut aus und die großen Taschen sind ein weiterer schöner Akzent. Und wenn man nicht (so wie ich) die Burdaschnitte erst sehr mühsam an die eigene Figur anpassen muß, dprfte das trotzdem relaiv schnell genäht sein.

Und wieder Beauty zum Überblättern…

Nach London führt der Atelierbesuch. Sehr bunte Drucke auf Seide. Mir ein bißchen zu Hippie-Bunt und zu figürlich, aber wenn man genau hinsieht sind schon einige originelle Umsetzungen dabei.

„die brauche ich“ sind diesmal Bügeleisen und Dampfstationen. Diesmal mache ich mir nicht die Mühe, das Markentinggelaber zu lesen. (Ich meine… wenn bei einem neuen Produkt „lange Lebensdauer“ versprochen wird… dann wissen wir, daß das eben noch keiner wissen kann. Also sinnfreies Gelaber.)

„Wie süß“ ist (ach wie originell…) die Baby und Kleindkindstrecke betitelt. Gr. 68-92 und ganz klar Mädchenlastig. Denn es gibt Bluse, Trägerrock und Mäntelchen.
Kindermantel Burdastyle
Wobei das Mäntelchen 130 in der etwas altodischen Form ganz allerliebst ist. Zu dem Pelzkragen gibt es hinten noch eine Hellerfalte mit einem Riegel darüber. Nur daß sich die Kragenecken vorne etwas aufzuwölben scheinen… hoffen wir mal, daß das nur daran liegt, daß der Mantel ohne Kind darin gezeigt wird und nicht an einem Konstruktionsfehler. (Oder an schlechtem Bügeln, das kann ja auch jeder selber besser machen.)

Zusätzlich gibt es noch Wickeltasche, Fußsack und eine armlose Puppe. Und mit Bildanleitung einen „Organizer“, der aus meiner Sicht ja nicht viel mehr als eine leicht aufgemotzte Einkaufstasche ist.

Und schon wieder Beauty, diesmla mit „Vetiver“ oder Süßgras. Ich sehe schon, das Thema ist weitgehend durch, es kommen Pflanzen, die ich nicht kenne.

„Sweets“ bringen Äpfel. Man darf damit drucken, aber sie auch essen. Diese Apfelrosen sehen toll aus. Den Teil kann man sicher auch mit ganz normalem Mehl machen (hier wird glutenfreies Mehl verwendet), das will ich mal ausprobieren. Wräre nur toll, wenn sie schreiben würden, wie dick man den Teig ausrollen soll…

„Green Fashion“ bleibt auch diesem Monat bei einer Firma. „Vatter“ stellt GOTS zertifizierte Unterwäsche aus Biobaumwolle, die auch nicht mit schädlichen Chemikalien gefärbt wird (okay, das ist ja generell für Europa verboten…) die außerdem „sexy“ sein soll. Warum sie als Bild mal lieber nur Babybodies zeigen müssen wir uns jetzt selber überleben.

„Wie geht eigentlich?“ zeigt uns verlängern und verkürzen im Verlauf. Was in den Bildern nur angedeutet wird, im Text gar nicht erwähnt ist, daß so bei schrägem Verlauf von Seitennähten die Teile auch weiter oder enger werden. Beim Rocksaum ist das meist nur Geschmackssache (bei größeren Veränderungen kann das aber den Stil deutlich ändern), beim Ärmel kann das aber die Passform ändern. Eventuell kommt man am Handgelenk dann nicht mit der passenden Weite raus. Wäre vielleicht ein Sätzchen wert gewesen. Platz genug hätte die Seite noch.

Die nächste Werbeseite nennt sich „Pflegetips“ und preis allerhand Wasch(zusatz)mittelchen an. Von „Superteuer-superbio“ bis zu Produkten, wo man nicht so genau wissen will, wie sie den versprochenen Effekt herstellen. Für die DIY Fraktion gibt es dann aber ein Rezept zum selber machen. Kernseife, Soda und Natron werden Waschpulver. (Ich schätze, unsere Großmütter und Urgroßmütter, die noch ohne praktisches Waschpulver auskommen mußten, würden den Kopf schütteln…)

Bei der „letzten guten Idee“ basteln wir dann ein Katzenspielzeug am Stab. Äh… das fällt aber in die Kategorie „Katzenvideos gehen immer“, nur daß man auf Papier halt ohne Video auskommen muß.

Und hey… das nächste Heft erscheint erst nächsten Monat! Nicht morgen. Oder gestern.

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen natürlich beim Verlag.)

Revue de Presse: Burdastyle September 2017

Titel BurdastyleGut, das Ding ist immer noch recht beta, aber es scheint wieder möglich zu sein, halbwegs reproduzierbar da zu landen, wo man landen will. Also gibt es wieder einen Besprechung. Der Titel diesmal sehr rosa. Habe ich persönlich ja nichts dagegen, die Farbe steht mir. Außerdem kam mein Exemplar in einer Plastiktüte und hatte ein Modell als Einzelschnitt aufgeklebt. Leider kann der Verlag hier mal wieder seine unterirdische technische Kompetenz beweisen. Wenn das Ding schon vorne auf den Titel geklebt ist, warum dann noch eine zusätzliche Plastiktüte? Bzw. warum kleben, wenn es eh eingetütet ist? Und außerdem ist der Kleber von seltener Qualität…. er lässt sich weder von der Plastikhülle des Schnittes noch vom Papier rückstandsfrei lösen. Irgendwie muß man ihn aber abpiddeln, weil er sonst an allem anderen klebt. Deswegen habe ich jetzt einen häßlich weißen Fleck auf meinem Titelbild, wo der Kleber einen Teil des Papiers mitgenommen hat. Echt jetzt… Aber um nicht nur die negativen Seiten zu erwähnen… der Modellüberblick ist jetzt auf der Heftrückseite. Das ist gut, vor allem für diejenigen, die das Heft nur bei Bedarf kaufen. Man kann die Modelle ganz schnell sehen ohne sich vom Verkaufspersonal anmotzen lassen zu müssen, weil blättern gefälligst erst nach dem Kauf zu erfolgen hätte.

Das Editorial verheißt dann viel Retro, ein neu aufgelegtes Titelmodell aus dem Jahr 1957 (dabei fällt auf, daß sich die Titelgestaltung mit dem weißen Hintergrund dem eigentlich wieder ziemlich angenähert hat) und außerdem Bonbonfarben, von den früheren 1960ern inspiriert.

Bei „trend“ wird diesmal zuerst gestickt, bunte Pailettenmotive auf eine Korbtasche. Das soll dann Ibizalook sein. Der Zusammenhang zu den Inspirationsmodellen ist allerdings schwach. Pailettenmotive auf Kleidund und Paillettenmotive auf einer Korbtasche sind irgendwie nicht der gleiche Look. Auch beim zweiten „trend“ darf genäht werden, aus einem Stück Stoff oder einem bunten Seidetuch wird ein sehr rückenfreies Neckholdertop. Das ist jetzt nicht mehr für die Semester, die lieber mit BH durch die Gegend laufen, aber vielleicht kann man der Enkelin so Omas Seidentuch schmackhaft machen. 😉 (Ja, das war bestimmt mal teuer, aber bevor es weggeworfen wird, weil es nicht mehr gefällt ist es doch besser, wenn es noch mal als Top getragen wird, oder?)

„das will ich“ kommt mit Bildanleitung daher und bringt einen Hai als Stiftetui. Die Idee finde ich nach wie vor lustig, auch wenn mir die Umsetzung vor einigen Jahren bei „Fait main“ besser gefallen hat als die quietschig bunte Burda Version mit Augen aus Pailetten. Andererseits… ich hätte da dieses Jahr einen Schulanfänger im Umfeld. Lästig jedoch, daß man die Schablone für den zuschnitt auf der Burda Seite runterladen muß. Wo die im Moment doch nicht so gut funktioniert. (Und warum hat der blaue Hai unmotivierte Zickzackstiche quer? Sollte da beim Nähen des Modells die Schere ausgerutscht sein? 😛 )

Unter dem Motto „Alles Zucker“ kommen die Bonbonfarben. Diesmal als gemischte Modestrecke für Plusgrößen und die anderen Größen. Guter Ansatz. Jetzt muß es dann eigentlich nur noch die Schnitte in allen Größen geben… 😮 Mantel 127 gefällt mir als Zeichnung gut, das fertige Exemplar sieht so sehr nach Bademantel aus, daß ich mich frage, warum man sich die Mühe mit der Passe machen sollte? Kurzjacke 16 kombiniert ein wenig Biker Feeling mit einem arg hohen Kragen mit runden Ecken und großen Knöpfen. Ergebnis überzeugt mich nicht. Kleid 125 ist wieder so ein „weiß nicht“. Die Passe gefällt mir auf der Zeichnung, das Modell wirkt, als hätte es eine Boule Form, die es laut Zeichung aber nicht hat. dafür wirken die Ärmel etwas zu eng, der Rest zu weit. Die Idee mit Kellerfalte und Passe köntne gut sein, an den Proportionen müßte man aber noch arbeiten- Volant an Bluse 117B hängt wie eine traurige Serviette, muß nicht sein. über die Hose kann man dank Pose mal wieder nichts sagen. Shirt 124 ist dann wieder so ein überdimensionierter Sack. Ich fürchte allmählich, ich habe da mal wieder einen Trend verpasst. Kurzjacke 119B hat sehr viel Retroflair. Zumindest soweit man das sehen kann, Stoff und Roller geben sich ja große Mühe, das zu verstecken. Raglanpulli 102 mit V-Ausschnitt scheint mal ein richtiger Grundschnitt zu sein. Selten bei Burda. Wie immer kann man aber nur raten, das Bild zeigt viel, aber nicht den Pulli. 126 ist dann das Kleid mit Kellerfalte als Tunika. Die über der Brust arg zu eng aussieht.
Kleider Burdastyle
Die beiden Kleider gefallen mir dann aber beide sehr gut. 116B ist der aufgeklebte Extra Schnitt. Zum Glück ein schlichtes Modell, das durch die gekreuzten Bänder vorne lebt. Das kann man wieder gut in jeden Grundschnitt reinbasteln, falls die eigene Größe nicht dabei ist. Und die vielen Teilungsnähte, Abnäher und Falten von Modell 116B bringen Form und Leben in ein schlichtes Uni Modell.

Rock Burdastyle
Verrückterweise gefällt mir auch der Rock 115A mit den verspielten Rüschen gut. Rüschen sind nicht so meine Welt, aber hier ist das so raffiniert eingesetzt, daß es witzig wirkt. Und auch in jeder Größe nachzunähen, weil man es an einen anderen Basisschnitt annähen kann.

Anschließend die Kurzjacke noch mal von hinten, drei unterschiedliche Knöpfe auf den Riegel. Soll wohl kreativ sein. Kleid 120 ist irgendwie nett, aber das war es dann auch schon.

Beauty zum Thema ist „vegan“. Einfach überblättern.

Die „nähschule“ präsentiert dann die Anleitung zum aufgeklebten Einzelschnitt. Das ist dann angemessen, denn wenn der Schnitt schon (hoffentlich) anfängertauglich und ohne viele verwirrende Linien daher kommt, sollte die Anleitung dazu passen.

„Ladylike“ sind dann die „inspirationen“. Also haben wir mal wieder Tweed, brauntöne und Knöpfe aus Leder und Holz. Ein typisches Herbstthema. Glücklicherweise vergesse ich das dann meist genauso schnell wieder, also kann ich nicht sagen, ob sie das letztes Jahr vielleicht sogar mal ausgelassen hatten. Modisch im Grunde praktisch, weil man die teuren Stoffe dann wenigstens lange tragen kann. Warum jetzt unbedingt Prinzessin Di als Aufhänger herhalten muß… Naja, wird derzeit ja generell vielerorts in der Presse gehypet. Hat irgendwer sein Material gut verkauft, was?

Passend dazu dann der „Brit Chic“, also Tweed und Co. (Diese Dauerbrenner der Modethemen haben immerhin den Vorteil, daß man genähte Sachen echt lange tragen kann und wenn es gar nicht mehr geht ggf. den teuren Stoff noch mal umarbeiten…) Diesmal werden auch die Herren bedacht, es gibt eine Weste. Aus Tweed und mit Schalkragen. 114 ein schmaler Rock, daß er eine asymmetrische Falte hat, kann man mal wieder nur dem Text entnehmen. Schade, irgendwie. 115 B ist dann der Rock mit den Rüschenteilen. Aus Tweed wirken die wieder ganz anders, abera uch nicht schlecht. Bei der weiten Kurzjacke 119A vermisse ich es ausnahmsweise mal, weniger von der Jacke und mehr vom Styling zu sehen. Ich habe mit der Schnittform nämlich so  meine Probleme und die relativ kurzen Ärmel machen es nicht besser. Am Ende erinnert mich so was dann immer an ein koreanischens Hanbok. In Langgröße gibt es köeid 110B, mit Schluppe und zwei Reihen Rüschen auf dem Rock. Hier tut es mir gerade ausgesprochen nicht leid, daß das nicht meine Größe ist.
Bluse Burdastyle
Überraschend gut gefällt mir Bluse 104A. Der Schnitt ist eigentich sehr schlicht, der geraffte hohe Kragen eigentlich ein biederes Element, dazu die Schleifenbänder an den Ärmeln… Aber aus dem dezent gestreiften Stoff wirkt das dann neu und frisch. Auch die Farben, die zumindest in der Zeitschrift nach angenehmem Schokoladenbraun mit etwas türkis aussehen. Das macht mir richtig Lust, es nachzunähen. (Bis zu dem Moment, wo ich drüber nachdenke, wie ich da die FBA eingearbeitet bekomme…)

Das Kleid vom Extraschnitt dann noch mal im Hahnentritt… geht so. Und eine kurze Tweenjacke, die in den Details irgendwo zwischen Trenchcoat und Fliegerjacke liegt. Eine sehr interessante Zeichnung und dazu ein Photo von einem Heuballen… (okay, den Stoff erkennt man auch noch.) Volantbluse in großkariert hat was von Kindergartenkittel, die 7/8 Hose, die wie rausgewachsen wirkt mach das nicht besser. Dann doch lieber Blazer 118, der die Schößchen in pfiffige Falten gelegt hat. Oder gilt das dann nicht mehr als Schößchen, wenn es am Saum keine Weite mehr bringt? Egal, das sieht gut aus.

Kosmetik für Herren… kann man auch überblättern.

Die „Legestyles“ widmen sich diesmal auch den Herren, nämlich der Weste. Offensichtlich gibt es noch ein Modell ohne Kragen. Business, Holzfällerstil und Oktoberfest. Oktoberfest ist je nicht so meine Baustelle, die anderen beiden Styles gehen aber in Ordnung. In sich stimmig, keine seltsamen Stilybrüche drin und auch keine zum Event völlig unpassenden Schuhe. Ah, hat auch Herr Voulgaris selber gemacht, nicht die Praktikantin. Meckern ist ja lustiger, aber hier geht das gerade nicht, der Herr versteht, was er tut.

Kleid Burdastyle
Dem Retromodell vom September 1957 kann ich mich auch nicht entziehen. Durch die weich fallenden Schulterfalten und den dicken, sichtbaren Reißverschluss hat man das Modell etwas modernisiert und hier nicht zum schlechteren. Die Eleganz ist noch da (ebenso wie Teilungsnähte UND Abnäher, die eine gute Formung erlauben), aber es wirkt weder wie eine Kostümierung noch wie aus dem Second Hand Store. Schön. (Und jetzt bitte wenigstens bis Größe 46… daß beim 42 Schluss ist wäre hier mein einziger Kritikpunkt.)

Mit Oliven geht es weiter… aber leider nicht die Rezeptseiten, sondern Kosmetik.

„Neue Liebe“ nennt sich die nächste Modestrecke. Soll 90s flair haben, mich erinnert es ja eher an die 70er… aber gut. Flatterromantik, Rüschen und Blümchen. Bluse 104A in großem Orientprint gefällt mir weniger als die andere Variante. Soweit man das aus dem Bild sehen kann. Kleid 110A in Langgröße hat immer noch alles, was mit nicht gefällt. Querrüschen und noch eine Schluppe dazu. Kleid 111 hat dann eine nicht völlig uninteressante Zeichnung, auf dem Bild erkennt man aber von den Teilungsähten am Oberteil gar nichts und vom Rock auch nur wenig. Pullover 101 scheint mal wiedr ein Basischnitt zu sein,. Pulli mit V-Ausschnitt und Raglanärmeln. Nur am Handgelenk scheinen mir die Ärmel ein bisschen arg weit zu sein, aber das sind einfachere Änderungen. Pfiffig ist dann tatsächlich das Pelerinschen mit dem Kuschelkragen. Erinnert mich an das, was ich  mir vor einigen Jahren schon gestrickt habe. :o) In Kurzgröße dann Wickelkleid 113. Ob das deswegen über einer Jeans getragen wird, weil es bis zur Taille aufklafft? Oder soll das so? „Slipdress“ nennt Burda einen extrem unvorteilhaften Hänger aus drei Stufen. *yurks* Shirt 109 mit einer freien Schulter sieht so weit gut aus, auf der Zeichnung. Das Bild zeigt vor allem die Haare des Models. Faltenrock 103 fällt dann auch unter Basisstück, die (Kunst)Lederjacke mit Schulterpasse ist gerade Trend. Auch hier muß man sich leider vor allem mit der Zeichnung zufrieden geben. Ah ja, 108 gibt das halb Schulterfreie Shirt als Kleid. Nicht so schlecht, denke ich. Soweit man das bei dem wilden Druck erkennen kann. Das Detail sollte auch an ein anderes Kleid hinbastelbar sein, falls man nicht in den 34-42 Größenbereich fällt.

Die Schuhe zum Modethema sind dann mehr oder weniger grobe Stifelettentreter. Passt dann immerhin schon mal zum Herbst.

Da Schulbeginn ist, gibt es mal wieder Kleidung für etwas größere Kinder, 140-164, Ein Kleid mit runder Schulterpasse (nicht doch zu sehr Nachthemd?), ein kurzer Rock mit Knopfleiste, ein Mantel und eine Jklassische Jeansjacke (bis auf die Farbe), letztere drte auch für Jungs geeignet sein, wenn man die Knopfleiste anpasst. Und wenn man genau hinschaut, gibt es auch noch eine Jogginghose mit Kniesteppung. Damit werden dann wohl die Jungs abgehandelt.

„Die brauche ich!“ sind diesmal Kindernähmaschinen. Mit den üblichen Verdächtigen… dievon Elna, Janome, Carina und AEG sehen sich schon recht ähnich, siend es auch in der Presiklasse. Von Brother gibt es die „Little Angel“, warum die jetzt als „auch für Erwachsene“ angepriesen wird und die anderen nicht, ist dem Text nicht zu entnehmen. Außerdem noch ein batteriebetriebenes Modell für gut 30 EUR von einer Firma „Speelgoed“. Das dürfte dann doch auch mehr Spielzeug sein.

Essen und Deko laufen unter dem Motto „süß und vegan“. Das mit dem vegan muß ja nicht sein, die Rezepte sind jetzt auch nicht so, daß sie ein dringendes Bedürfnis bei mir wecken, sie nachzumachen. Viel Trockenfrüchte und so… Genäht werden dau dann Geschenksäckchen (Wissenzuwachs besteht dann darin, daß es inzwischen auch Spanschachtelteckel im Bastelbedarf zu kaufen gibt, man muß also nicht die Camembertdosen sammeln. Okay, die sind meist aus Pappe. Und riechen hinterher auch noch nach Käse…) sowie Geschentüten. Nun ja.

„Wie geht eigentlich?“ Zeigt eine Technik, Abnäher zu verlegen. Das ist auf alle Fälle ein lobenswerter Ansatz.

Altelierbesuch kommt dannmal wieder aus München, diesmal wird das Label „Noh Nee“ vorgestellt, das aus afrikanscihen Stoffen Dirndl näht. Puristen werden vermutlich schaudern, aber ich mag so was. So wachsen Kulturen zusammen. (Das die Wax Prints nicht aus Afrika kommen, sondern aus den Niederlanden hätte ich den beiden Damen aber vorher sagen können. *gg*)

Exotisch geht es auch bei „green fashion“ weiter, diesmal um Stoffe, die in Indien auf traditionalle Weise gedruckt werden, bei fairer Behandlung der Handwerker. Solche stoffe mag ich ja, das wird diese Seite doch mal interessant. Zumal man sich auf zwei Seiten einem Thema widmet, statt nur werbung für X Produkte nebeneinander zu pflanzen.

Daß es einen Wettbewrb „Burdastyle Talent“ gibt, hatte ich ja so am Rande mitbekommen. Auch dem widmet man sich mit zwei Bildseiten. Immerhin erkennt man auf den Bildern mal ein bisschen was von Interesse, aber auf dem Aufmacher Bild sind die Kandidatinnen doch weider arg malerisch drapiert. Mehr von den preisgekrönten Outfits wäre doch interessanter gwesen, oder?

Die „letzte gute Idee“ sind diesmal Babymutzen aus Jersey. Brauche ich zwar gerade nicht, aber als Geschenk sicher pratkisch. Und mit den Öhrchen auch ganz süß.

– Juhuu! Ich habe die Besprechung geschafft, bevor das neue Heft raus kommt. Dafür liegen jetzt schon zwei Threads bei mir herum…

Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte dafür liegen beim Verlag.