Hefeteig, Teil 2

Yeast Dough, part 2

gegangener VorteigNach einer gewissen Wartezeit wendet man sich dem Teig wieder zu und zieht das Tuch wieder weg.

After a certain waiting time you remove the towel.

Der Vorteig ist größer geworden und man erkennt viele Gärbläschen. (Mein Vorteig ist ziemlich flüssig, also sieht man mehr Bläschen. Wenn man mehr Mehl hinein mischt, sieht man weniger Blasen, dafür geht er stärker auf.) Bei mir hat er diesmal etwa eine Stunde in der recht kühlen Küche gegangen, weil ich derweil weiter mein Futter in den Mantel eingenäht habe….

The pre-dough has risen and you see bubbles from the fermentation. (My pre-dough is rather liquid, so you see a lot of bubbles. If the pre-dough contains more flour, it will show less bubbles but will rise more.) This dough I had left for about one hour in the rather cool kitchen, because I was handsewing some of my lining into the coat.

  Teig ZutatenDann kommen die restlichen Zutaten in den Teig. Zucker, Ei und Milch. Zucker rechnet man 50g – 100g auf 500g Mehl. Wenn man einen sehr süßen Belag hat, dann eher weniger Zucker, hat man eher säuerliche Früchte oder möchte den Kuchen ohne weiteren Belag essen, dann eher mehr Zucker. Letztlich aber ganz nach Geschmack. Eier rechnet man 1 – 2 auf 500g Mehr, je nach Geschmack. (Wer kein Ei mag oder veträgt nimmt etwas mehr Milch und Fett und läßt das Ei weg.) Und bei der Milch kann man 1/8 – 1/4l auf 500g Mehl rechnen. Das hängt einmal davon ab, wie viel Fett und Ei man drin hat und auch ob der Teil lieber etwas weicher oder etwas fester werden soll. Die Milch darf auch gerne wieder etwas angewärmt sein. Und keine Angst, wenn man hinterher den Teig zu weich findet… einfach noch etwas Mehl einkneten. Hefeteig nimmt das nicht übel.

Then you add the rest of the ingredients: Sugar, Egg and Milk. Sugar you take 50g – 100g für 500g flour. If the topping is very sweet take rather less sugar, if there is no topping or you use sour fruits you’d like more sugar. According to your taste. Eggs you can take one or two on 500g flour. (And if you don’t like or can’t have eggs you take more milk and butter and no eggs.) For milk the formula is 1/8l – 1/4l for 500g of flour. Depending in how soft or firm you like your dough. And how much butter and egg you have added. If it is too soft in the end… no worry, just add more flour later, no problem.

Teig rührenJetzt wird gerührt. Ich habe die Knethaken vom Rührgerät genommen, ein Kochlöffel tut es aber auch. Oder man nimmt gleich die Hände.

Now mixing. I used the hand mixer, but you can use a wooden spon also. Or directly your hands.

Schon nach relativ kurzer Zeit sieht man, daß der Teig sich von der Schüssel löst.

Relatively quickly you will see that the dough lifts itself from the bowl.

Teig geknetetDann wird aber noch weiter geknetet. Entweder mit dem Rührgerät oder mit den Händen. Am Ende nehme ich immer die Hände. Dabei spüre ich auch, ob der Teig nicht zu sehr klebt. Ich tauche meine Hände in Mehl, knete eine Zeit, wenn der Teig noch klebt, dann nehme ich wieder etwas Mehl, knete das ein,.. so lange bis ich eine nette Kugel habe, die auch nicht mehr arg an den Fingern klebt.

Then you continue kneading. Either with the hand mixer or with your hands. I always use my hands in the end, because so I can feel if the consistency is right and not to sticky. I put a bit of flour to my finger, knead the dough, if it is still to sticky I add a little more flour and so on… until it is a nice ball which is not too sticky.

Hefeteig aufgegangenDann kommt wieder das Tuch drüber und man wartet. Etwa eine Stunde. In der Zeit darf man die Schüssel gerne in einen warmen Raum stellen. Wenn es warm ist geht der Teig schneller, wenn es kühl ist dauert es ein wenig länger. Und wenn man keine Zeit hat, gleich weiter zu machen, dann kann man den Teig auch etwas länger stehen lassen.

Danach ist die Teigkugel jedenfalls größer geworden.

Now cover the bowl again with the tea towel, place it at a warm place, if available. Leave it alone for about one hour. It the room temperature is higher it will take shorter, if the temperature is lower it takes longer. And if you do not have time to finish your cake after one hour you can leave it alone for longer.

After that time you should have a bigger ball of dough.

Teig in der FormUnd den kann man weiter verarbeiten. Ausrollen, formen,…. wie man mag.

And then the dough is ready to become cake. you can roll it out, make buns,… whatever shape you like.

Ich habe den Teig ausgerollt und in eine Springform gedrückt. Darauf kamen dann die Zwetschgen

In my case I rolled it out and put it in the pan. Then plums were added.

ZwetschenkuchenEtwa 40 Minuten bei 180°C später sieht das dann so aus:

About 40 Minutes at 180°C in the middle of the oven ist looks like this:

(Okay, wir haben ihn etwas abkühlen lassen… aber noch warm schmeckt er am Besten. Guten Appetit!)

(Okay we let it cool down a bit… but it is best still warm. Enjoy!)

Der geheimnisvolle Hefeteig…

The mysterious yeast dough…

Da es im Moment gerade nichts sehenswertes aus der Strick- oder Nähkiste gibt, mir aber erst in der letzten Woche wieder zwei gestandene und erfahrene Hausfrauen über den Weg gelaufen sind, die noch nie Hefeteig gemacht hatte, weil sie ihn so schwierig fanden werde ich mich diesmal einem Küchenthema widmen. Zumal ja gerade Zwetschgenkuchenzeit ist und dieser ja wohl bitte nur mit Hefeteig den richtigen Zwetschgendatschi gib. 😉

I have nothing to show sewingwise or knittingwise at the moment. But here it is high season for „Zwetschengendatschi“ (which is a cake with a special kind of plums) which normally is made on the base of a yeast dough. And only this week I talked to two experiencend wifes and mothers who told me they never made it because they considered it so compicated and difficult. So for today I’ll talk kitchen.

Wie ich das meistens mache, werde ich nicht nur zeigen, was ich tue, sonern erst mal versuchen zu erklären, warum das so ist und wie Hefeteig grundsätzlich funktioniert: Die einfachste Basis eines Hefeteigs ist Mehl, Hefe, Wasser und etwas Zucker. Locker wird der Hefeteig durch die Hefe. Hefe sind Plize, die mit etwas Zucker und Wasser bei Wärme anfangen zu gären. Durch die Gärung entstehen Gase, diese wiederum sind dann als Bläschen im Teig eingeschlossen. Beim Backen wird die Luft in diesen kleinen Luftbläschen dann warm, dehnt sich aus und es bleiben dann größere Lufträume als Poren im fertigen Gebäck. Dadurch geht das Gebäck beim Backen auf (wird größer) und ist hinterher locker und gut zu essen, nicht steinhart.

I’ll try to explain first how yeast dogh works in general: The basic ingredients are flour, yeast, water and a bit of sugar. Yeast is a living organism and if you „feed“ it with sugar and add warmth and water it will start to ferment. Fermentation produces gas which is enclosed as tiny bubbles in the dought. While baking the air in the bubbles will extend because of the heat, the dough will rise. And after baking you have pores that make your cake (or bread) taste fresh and light. 

Die Grundzutaten, also Mehl, Hefe, Wasser und etwas Zucker kennen wir als Pizzateig oder von Fladenbroten. Zusätzlich kann man auch noch Fett und Ei zugeben. Durch Fett wird der Teig saftiger und weniger trocken, auch Eier machen den Teig saftiger, gehaltvoller und tragen zum Geschmack bei. Gleichzeitig wird der Teig aber „schwerer“, je mehr Eier und Fett im Teig sind, desto weniger geht er auf. Wasser hingegen benötigt man zwar, um das Mehl zu einem Teig zu verbinden, aber es macht am Ende das Backwerk trocken. Denn das Wasser verdunstet beim Backen wieder. Verwendet man Fett und Eier, um den Teig zu binden, benötigt man entsprechend weniger Wasser und der Teig wird nicht so schnell zu trocken und schmeckt auch nicht so schnell altbacken. Bei süßem Gebäck ersetzt man Wasser gerne durch Milch.

The basic ingredients, flour, yeast, water and a bit of sugar we know from pizza dough or some flat breads. Fat and eggs are often added. Fat makes your baked good less dry, also eggs add moisture. And taste. On the other hand the dough gets heavier the more fat and eggs you add. so it’ll rise less. Water on the other hand is necessary to make the flour into a dough. But it will evaporate in the baking process so the more water you add to the dought the drier the result will be after baking. This is why you use fat and eggs to make the flour into a dough. The more fat and eggs you use, the less water you need and the less dry your cake will be and also it will not taste stealth as quickly as if you only use water. For cakes and other sweet bakery water is often replaced by milk.

Hefeteig zu machen ist keine Zauberei, es gibt auch viele Wege, die zum Ziel führen. Ich habe auch etliches ausprobiert, bin aber zu der Technik zurückgehrt, mit der schon meine Oma Hefeteig gemacht hat. Ich mag das Ergebnis so am liebsten und es funktioniert am zuverlässigsten. Es klingt vielleicht manchmal kompliziert, ist es aber nicht. Und auch wenn die Gesamtzeit der Zubereitung ein wenig länger ist besteht sie doch hauptsächlich im Warten. Und da kann man was anders machen. Nähen zum Beispiel. 😉

To make yeast dough you don’t have to be a genius and there are different ways to do it. I’ve tried several ones, but in the end I returned to how my grandmother made it. I prefer the result that way and for me it works reliably that way. It may seem complicated but it really isn’t. And even though the prepration time is a little longer it does not mean you have to work all the time. Most of it is waiting for the fermentation to take place. While you are doing other stuff, like sewing. 😉

Am besten fängt man damit an, daß man Eier, Butter und Hefe schon eine Weile vor dem Backen aus dem Kühlschrank holt, damit sie Zimmertemperatur bekommen. Wenn man das vergißt ist es aber auch keine Katastrophe der Teig braucht nur länger, bis er aufgeht.

You start with getting your ingredients like eggs, butter and fresh yeast out of the fridge some time before you start. It works best at room temperature. But if you forget to do so it’s no problem either. Fermentation will just take longer.

Mehl

Das Mehl wird in eine Schüssel gesiebt. Man kann das Sieben auch weglassen, etwas lockerer wird der Teig aber, wenn man das Mehlsieb benutzt. (Oder ein Gemüsesieb und einen Löffel zum durchtreiben, falls man kein Mehlsieb hat.) In die Mitte meines Mehles forme ich mit einem Löffel eine Kuhle.

You take your flour and sieve it into a bowl. If you don’t have a flour sieve you can either take any other mesh that is fine enough to work and a spoon to „rub“ the flour through or you use the flour without sieving. Your cake will be a little less airy, but it will work, too. Then you take a spoon and make a hollow in the middle of your flour.

Ich benutze normales Weizenmehl, Dinkelmehl funktioniert ziemlich genauso, wenn man Vollkornmehl benutzt, dann sollte man mehr Flüssigkeit zufügen. Für einen Blechkuchen benötigt man etwa 500g Mehl, ich habe hier nur 300g genommen, das gibt eine recht dicke Teigschicht für eine Springform.

I am using standard wheat flour (no self raising, please), spelt works the same. If you take wholemeal you’ll need more liquid later. For a baking tray of cake I’ll need 500g of flour, for a springform pan 250g – 300g are enough. I used 300g here, that makes a thick layer of dough.

Hefe einbröselnAls nächstes kommt die Hefe. Ich benutze die handelsüblichen 42g Hefeblöckchen aus dem Kühlregal. (Die billigen funktionieren übrigens keinen Deut schlechter als Dr. Oetker…) Ein Hefewürfel reicht für 500g-1000g Mehl. Als Faustregel kann man sagen, je mehr Fett und Eier man im Teig hat, desto mehr Hefe. Für einen Kuchenteig rechnet man also 500g Mehl auf einen Würfel Hefe, wenn man Hefebrot backen möchte, kann es auch mehr Mehl sein, wenn man dann weniger Fett und Eier nimmt. (Man muß aber nicht mehr mehr nehmen…) Ich habe hier etwa einen halben Würfel genommen und diesen in die Kuhle hineingebröselt.

Next step is the yeast. I am taking fresh yeast which here comes in small packages of 42g and can be found with the refrigerated goods. One package is supposed to raise 500g – 1000g of flour. So if you have other package sizes available or ask for how much flour they are supposed to last. If you have more fat and eggs, the yeast will raise less flour. So here I have a cake that will get more fat and eggs, so I will count one package for 500g. If you make bread which uses less fat and eggs you can use more flour. (But you don’t have to…) Here I’ve used about half a package of yeast and crumbled it into the hollow.

Milch zugefügtZur Hefe kommt ein halber Teelöffel Zucker (um die Gärung zu starten) sowie warme Flüssigkeit. In diesem Fall Milch. Je wärmer die Milch, desto schneller die Gärung. Allerdings ist Hefe ein lebender Organismus, wenn die Flüssigkeit zu warm ist, dann stirbt die Hefe und es gibt keine Gärung. Ich mache die Milch gerne etwa handwarm, eine Microwelle ist hier hilfreich. Alles zwischen 30°C und 38°C funktioniert nach meiner Erfahrung gut. Ist die Milch kälter kann man lange auf die Gärung warten, ist sie deutlich wärmer kann es sein, daß sie stirbt und dann gärt da nichts mehr. Die Menge ist an dieser Stelle nicht so kritisch, einfach ein wenig hineingießen, wenn es nicht reicht, kann man jederzeit nach schütten.

Now I am adding half a teaspoon of sugar (to start fermentation) and some warm liquid, here it is milk. Warm milk assures a quick and good fermentation, but yeast is a living organism, if the temperature is too high it will die. If the milk feels hand warm it is usually okay. (Microwave comes handy to warm the milk a bit.) Between 30°C and 38°C works normally fine, if the temperature is lower you’ll have to wait long for the fermentation, if it is much higher your yeast can die and there will be no fermentation. How much liquid you add doesn’t matter that much. Just pour a bit and if you find out it isn’t enough to dissolve the yeast add more in the process.

VorteigNun nimmt man einen Löffel und mischt vorsichtig, bis sich Hefe und Zucker gelöst haben. Dabei mischt man schon ein bißchen Mehl mit hinein. Das Ergebnis ist ein noch recht flüssiger Brei. Die Temperatur meiner Milch war offensichtlich gut, denn man sieht im Bild schon die ersten Gärbläschen.

Now you take a spoon and start mixing milk and yeast until sugar and yeast are completely dissolved. Doing this in the hollow of your flower assures that you are already mixing in a bit of flour also, which is good. The reasult is quite slurry. No liquid, but nor a firm dough either. The temperature of my milk was evidently good, because the bubbles show that fermentation started instantly.

Das Ergebnis nennt man „Teiglein“ oder „Vorteig“. Er dient zum einen dazu, zu sehen, ob die Hefe in Ordnung ist und der Gärprozess zustanden kommt. Zum anderen ist meine Erfahrung, daß der Teig später im ganzen gleichmäßiger aufgeht, wenn man die Hefe erst mal im Kleinen „arbeiten“ läßt.

What you have here is often called „Teiglein“ in German, It is a kind of a „pre-dough“. There are two reasons to make it: For once you can check if the yeast is okay and if the fermentation works properly before you add all other ingredients. Secondly my experience tells me that the fermentation in the end is more regular over the whole dough if you give the yeast time to develop before you add all the other ingredients.

Butter zufügenJetzt schnippt man mit dem Rührlöffel ein wenig über den Mehlrand, so daß etwas Mehl über den Vorteig stäubt. Auf dem Mehlrand kommt eine Prise Salz und die Butter wird vorsichtig darauf abgelegt. Beides darf nicht mit dem Vorteig in Berührung kommen! Die Butter bekommt so die passenden Temperatur.

Now you „snip“ with your spoon over the rim of the flour border so some flour will cover the pre-dogh. Then add a pinch of salt on the flour border and pieces of butter. Both should not touch the pre dough! This makes sure the butter will have the right temperature later.

Was die Buttermenge betrifft arbeite ich mit 50g – 100g Butter auf 500g Mehl. Je nach dem, wie schwer er werden soll. diesmal habe ich auf meine 300g Mehr etwa 40g Butter genommen, also ziemlich viel. Da wir nur zu zweit sind, essen wir keinen ganzen Kuchen an einem Tag und mit mehr Butter schmeckt er länger gut. Außerdem kommen Zwetschgen drauf, die selber ja kein Fett enthalten. Wenn ich eine Mandel-Butter Belag machen würde oder wenn ich süße Brötchen haben will, die hinterher noch mit Butter bestrichen werden würde ich eher weniger Butter nehmen. (Und man darf sich gerne ins Gedächtnis rufen, daß die Buttermengen im Vergleich zu den meisten anderen Kuchenteigen immer noch sehr gering ist.)

For butter you count 50g – 100g with 500g flour. Here I took 40g of butter with my 300g flour, so quite a lot. One reason is that we are only two and won’t eat a cake in one day, more butter makes it last longer without going stealth. Also I will put fruit in top which contain no fat at all. If I made a topping of almonds and butter I’d use less butter in the dough. Or if I’m making sweet buns which will have spread butter on them I’d also use less fat. (And whatever: compared with most other doughs for cakes, cookies or muffins yest dough contains few fat.)

Gehen lassenAnschließen bedecke ich die Schüssel mit einem Küchentuch, damit der Vorteig in Ruhe gehen lassen kann. Unter dem Tuch ist er vor Zugluft geschützt und die durch Gärung entstehende Wärme wird besser gehalten.

Now I take a tea towel and cover my bowl. The pre dough is protected from draft and since fermentation produces heat also this will be kept well.

Die Zeit fürs Gehen lassen des Vorteigs hängt von der Umgebungstemperatur ab, grob gesagt zwischen 10 und 20 Minuten, je nach dem, ob ich 25°C oder 38°C im Zimmer habe. Wenn die Küche kühl ist, kann man ihn auch gerne in ein wärmeres Zimmer stellen. Das gehen lassen im Ofen zu beschleunigen ist riskant, denn da ist die Hefe schnell tot. Und wenn man nicht nach genau 20 Minuten Zeit hat, sich den Teig wieder zu widmen? Nicht schlimm…. gärt er halt weiter…

Now you can take a break and do something else for about 10 – 20 minutes. Depending on the temperature of the environment. Anything between 25°C and 38°C works. If you think about putting the bowl in the oven to speed fermentation: better not, the risk is very high that the yeast will be killed and fermentation will stop. But you can move the bowl carefully to a warmer room in your house, if the kitchen is cool. And if you do not have the time to return after exactly 20 minutes? Doesn’t matter… fermentation will go on. Nothing to worry about.

Wie man sieht habe ich mir auch schon Ei, Milch und Zucker bereitgestellt. Denn Milch und Ei sollten ja auch nicht zu kalt sein. (Schon wieder ein ziemlich langer Artikel. Ihr müßt vom Lesen müde sein. Zumindest bin ich es vom Schreiben… deswegen beim nächsten Mal mehr.)

And as you can see I’ve also already prepared milk, egg and sugar. Because milk and sugar should have room temperature before I go on. (Long article already… you must be exhausted from reading. At least I am from writing… so next time more.)

 

Revue de Presse: Burdastyle Oktober 2012

Titel Burdastyle Der September hat gefühlt gerade angefangen, schon ist das Oktoberheft am Kiosk, zart in Rosa.

Das Editorial verspricht uns asiatische Inspiration mit klaren Formen und Schnitten. Das klingt ja schon mal gut. Und ein Bastelvorschlag von Kindern für Kinder. Vorschläge dürfen an Burda eingeschickt werden. (Spart eigene Ideen oder eine Fachredakteurin?)

Bei den kreativ-trends dürfen wir erst mal Strickpullover zerschneiden und neu zusammensetzen. Das… begeistert mich zwar nur mäßig, ich kann mir aber vorstellen, daß man da auch echte Erbstücke aus dem Kleidersack verwerten kann. Muster aus Goldknöpfen zu nähen ist dann mal eine Variante der Nieten-Applikationen. Auf dem Pulli sollte man allerdings aufpassen, Metallknöpfe können zu schwer für Strick sein. Aber als Pseudo-Galon an der Hose… das hat doch was. Und die Blätterdeko aus Kunst-Efeuranken… ach ne, das sieht doch aus wie eine Inszenierung vom Sommernachtstraum der Schultheatergruppe…

„Aus alt mach neu“ verziert einen Parka. Allerdings nicht wie zu meiner Jugendzeit mit dem Edding, sondern mit Glitzer. Außerdem sind m.W. echte Bundeswehr Parkas heute doch in Tarn, oder? Also alles nur Pseudo…

Elfenhaft unter dem Motto „Zartgefühl“ die erste Modestrecke. Das Kleid 127 wirkt ein wenig arg kindlich. Shirt 114A mit der gerafften Mittelnaht gefällt mir, wie sich die Deko auf dem Rock 126A macht würde man ja gerne sehen, aber das Bild zeigt nur den unvorteilhaft gerafften Bund. Erst Falten legen, dann noch kräuseln? Nicht unbedingt… Lust auf Leder macht die technische Zeichnung, der nächsten Jacke. Das Photo hingegen versteckt einfach alles. 🙁

Kleid Burdastyle Gut gefällt mir das schlichte Kleid 108B. Kellerfalten, oben zugesteppt, nach unten offen. (Davon, daß es dem Model offensichtich am Busen zu eng ist wollen wir mal schweigen.)

Mantel Burdastyle Flauschjacke 102 ist zwar süß, aber mehr begeistert mich der Mantel 125. Wobei ich ihn ja lieber über ein kürzeres Kleid tragen würde…

Kleid 12 hingegen sieht (zumindest aus dem Stoff) doch etwas arg nach Gardinenrecycling aus. Dann gibt es den Flatterrock mal ganz zu sehen, aber leider ohne die Deko, bon daher hilft einem das da nicht weiter. Und die Bouclé-Jacke dazu…. Ja. Nett.

Ach, bei Frau Bilys „Best of Styling“ bekomme ich dann endlich mal die Lederjacke zu sehen. „Schnell mal in die City“ mit der Jogginghose finde ich ja nach wie vor… geht gar nicht. Außerdem rosa zu leuchtendem gelb? Ach ne, so 1980er muß ich nicht wieder haben… Zur Jeans hingegen sieht die Jacke gut aus und auch über das Theateroutfit mit dem grauen Minikleid kann man reden.

Die Beautyseite ist zum Überblättern…

Die Nähschule für Einsteiger widment sich diesmal dem Shirt mit den Raffungen. Finde ich eigentlich ein angemessenes Projekt für „fortgeschrittene Anfänger“, weil es viel her macht und nicht wahnsinnig kompliziert zu nähen ist. Vorausgesetzt, die Nähmaschine packt den Strickstoff. Außerdem gibt es den QR Code für ein Video, das einen der Schritte zeigen soll. Da muß ich mir vielleicht doch mal eine App besorgen, die so was kann…

„Direkt vom Laufsteg“ werden dann Trends für den Winter präsentiert. Die Lammfell Pilotenjacke ist wieder da. Wenn sie mir noch passen würde, hätte ich noch eine im Keller. Aus dem letzten Jahrtausend. 😀 Military-Style sehen wir jetzt schon seit einigen Jahren. Wasserfallkragen geht auch klar. Folkloremuster und Flatterröcke für den Winter sind dann für mich wieder seeehr retro… Und Longwesten mag ich so und so nicht, daß sie asymmetrisch sind ändert daran nichts.

Die Präsentation von Modellen an Leserinnen scheint weiter zu gehen, Fake Fur ist das Thema für den „Street Style“. Die Longjacke 130 in Langgröße mit dem „Fellfeld“ finde ich recht originell, zumal das rechteckige und geometrische Fell mit der lässigen Schnittform interessant kontrastiert. Allerdings sollte an da wohl wirklich eine sehr schlanke Figur dafür haben. Shrug 133 hingegen ist ein tolles Projekt für alle, die den Felltrend mal eben auf die Schnelle mitmachen wollen. Der Mantel in Kurzgröße sieht einfach nur wie Omas Pelzmantel aus, nur eben in „falsch“ statt echt. Der Lederkasak in Langgröße… ne, sieht aus wie Putzkittel mit Fellbesatz… Ebensowenig kleidsam die Longweste zum Folklorekleid. Und das graue Sweatfutter sieht nur aus, wie irgendwas billiges. Die Weste gewinnt dadurch gänzlich nichts.

Jacke Burdastyle Extrem niedlich finde ich hingegen Blouson 129 in Kurzgröße. Das hat gleichzeitig was lässig sportliches und was elegantes. Und setzt den gleichen Trend wie die Longjacke in Langgröße für Kurzgröße um. Gut gemacht!

Tasche Burdastyle Zum Verlieben finde ich auch die Pelztasche. So eine Idee geht mir schon seit letztem Winter im Kopf um, aber ich habe die passenden Schuhe zum geplanten Outfit nicht gefunden, so blieb es erst recht bei der Idee. (Vom Zeitmangel mal gar nicht zu reden…)

Pilotenjacke als Stil mag ich ja eigentlich, aber das Modell 101 hat doch mehr von einer Jacke irgendwo vom Hippie-Trail.

Unter „community“ gibt es jede Menge Bilder von Leserinnen. Schon nett, aber den „Wow“ Effekt den ich in der Threads oft habe, den erzeugen sie nicht.

„Neue Raffinesse“ mit ungewöhnlichen Schnittdetails verspricht die nächste Modestrecke. Gewohnt minimalistisch sind die Photos, die shcon mal von den raffinierten Details eher nichts wiedergeben. Bluse 122 wirkt in der technischen Zeichnung durchaus interessant, im Photo leider so, als hätte ein Kind Mamas Bluse angezoge. Der Ausschnitt ist so tief, daß die Proportionen nicht mehr  harmonisch sind. Und daß der Rock eine interessante Taschenlösung hat, versteckt der schwarze Stoff erfolgreich. Dafür war bei der Beschreibung von Weste 110 ein Komiker am Werk. Denn das erste, was ins Auge fällt sind die Stiche vom Annähen des Druckknopfes, die auffällig auf der Brust prangen. Und dann erzählt der Text etwas von „verdeckt angenähten Drucknöpfen“… Jersey Wickelshirt 119 sieht in der Zeichnung ansrprechend aus, das Photo verrät schon mal, daß der Ausschnitt abstehen wird. Der wirft nämlich selbst bei der verdrehten Modelpose Wellen. Dafür kommen die Taschen des Rocks diesmal besser zur geltung. Der „Überrock“ sieht leidlich nett aus, aber wirklich nur, wenn man keine Hüften hat. Auch bei Shritbluse 117 ist die technische Zeichnung interessant, das Bildhingegen gibt sich Mühe alles zu verdecken und wir fragen uns warum. Ähnlich geht es mit bei dem Kleid 118A mit Wasserfall-Ausschnitt und Taillendrapierung. Könnte schön sein. Oder nicht. Shirt 118B zeigt mehr… zumindest aus Gabardine mt Metall fällt der Ausschnitt eher „avantgarde“ als ansprechend. Longjacke 113 dürfte eine gute Vorlage sein, wenn man Kostüme für die nächste Sci-Fi-Con näht… Geht also im Alltag als Avantgarde durch.

Beautyseite in Schwarz-weiß… *blätter*

Die jährliche Winterfolklore Strecke nennt sich diesmal „Gaucho Style“ Und fängt mit Drapérock und Militaryjacke an… (Wobei das Drapé ja nett ist, nur wo habe ich das gleich erst gesehen?) Dann der unvermeidliche Wolldeckenmantel. Die asymmetrischeLongsweste gefällt mir so auch nicht besser, Kleid 108A hingegen ist auch aus dem gemusterten Stoff reizvoll. Ich füchte allerdings, da muß der Musterrapport zu den Falten passen, sonst geht das fürchterlich daneben.  Der Pulli mit der Raffung in der vorderen Mittelnaht ist auch ein alter Bekannter, ich bin mur nur nicht ganz sicher, ob der quergemusterte Stoff das Optimum ist. Ah ja, eine Art Westernhemd mit Schulterpasse und ein Cordrock. Das wären jetzt die erste Modelle, die mich zumindest ein wenig an das propagierte Thema erinnern. Und den Rock nach mal gemustert. Nun ja.

Die Accessoresseite zum Thema ist wie zu erwarten. Wenig spannend. Abgesehen davon habe ich letzten Monat je gelernt, daß die abgebildeten Teile die sind, die es dann nicht mehr gibt, sondern die Ketten sind schon einige Kollektionen weiter. Dann kann ich mir künftig genaue Blicke sparen. Ungefähr finde ich selber.

„Durch die Wildnis“ ist das Motto der Kinderkeidung in Größe 104-128. Bedacht werden Jungen und Mädchen und wenn mich jemand fragt, würde ich es als „Karpaten-Stil“ bezeichnen. Viel Lammfell und so.

Kinderkleid Burdastyle Mein Favorit ist wenig überraschend das Hängerchen. Wobei ich mich allerdings frage, wie viel man falsch machen muß, damit das so nach hinten rutscht?

Den höchsten „Gebrauchsfaktor“ dürfte der Parkaschnitt haben. Geht für beide Geschlechter und wird als Winterjacke eigentlich nie wirklich altmodisch. Was er mit Folklore zu tun hat bleibt allerdings offen?

Das vintage Modell ist diesmal eine sehrweiter Kurzmantel. Wobei ich mich leider auf den gar nicht konzentrieren kann, weil ich die Schuhe des Models so abgrundtief häßlich finde… *börks*

Schön definitiv der schnörkellose Kurzmantel von Strenesse. Und Gabriele Strehle bekommt viel Raum, um ihre Ideen und Grundlagen in einem Interview darzulegen. (Ja, ich habe es auch gelesen. 😮 )

Weniger spannend ist der Bericht vom „Red Carpet“ Event rund um den Schuh Design Wettbewerb eines Billigschuhanbieters. (Der Gewinnerschuhe ist auffällig, ich weiß nur immer noch nicht, ob er der Bringer ist oder eher Billig aussieht.

Die „Best Sites“ im Internet sind auch diesmal wieder reine Verkaufsseiten. Was anderes findet die Redaktion offensichtlich nicht.

„Portrait einer Lady“ verspricht die Plus-Mode. Das klingt schon mal gut. Ich bin zwar von einer Lady so weit entfernt, wie es nur geht, aber als Bekleidungsstil gerade für die kühlere Jahreszeit ist es dennoch sehr schön. Cape 140 löst das Versprechen auch ein, aber ob die Marlenehose mit arg weiten Beinen die schönsten Proportionen dazu macht…? Schlicht geht es auf der Picknickdecke weiter. Eher bequem, als ladylike. Aber was dann man schon erkennen, wenn das Model malerisch im Sitzen drapiert wurde? Tunika 138A ist nett, aber mehr auch nicht. Der Hüllenmantel 136 sieht mehr wie Decke als Notlösung denn wie ein Mantel aus.  Und die langen, weiten Pullis sind wirklich eher Sofa-Look. Der lange Rock mit Leder  unten macht die Proportion nicht besser… ich bin eine Tonne, yeah!

Kleid Burdastyle Schön ist Kleid 137. Glaube ich zumindest. Wie abgebildet wirkt es eher wie ein wandelndes Paßformproblem, aber das sollte sich doch in den Griff bekommen lassen.

Tunika 138B aus Spitze wirkd schon schöner, aber die Kombination aus weiter Hose 139A und ebensolchem langen Hemd 142 sieht leider nur wie Pyjama aus. Die Schnitte an sich wären aber mal wieder recht schöne Basisschnitte.

Oh, was hat Burda sich denn da wieder ausgedacht? „Leichter spielen“. Ja, das ist echt eine Marktlücke. Unzählige Generationen von Kindern hatten schon immer das Problem, daß sie es so verflixt schwierig fanden, zu spielen. Sich vor schier unlösbare Probleme dadurch gestellt sahen. Regelmäßig beim Versuch schon aufgaben und sich vor lauter Frustration schnell anderen Tätigkeiten zuwanden. Ich verstehe ja, daß man seine Heftkategorien konsistent benamen will, aber manchmal sind die Ergebnisse dann absurd. Oder einfach nur doof. Es heißt „form follows function“ nicht „form replaces function“. Gilt auch im Umgang mit Sprache. (Die Bastelanleitung von der 7jährigen Bonnie ist die altbekannte Taschentuchmarionette. Nur diesmal Mit Chiffonstücken. Kann man mit Kindern natürlich toll basteln.)

Recht verspielt auch der Deko-Teil, der alle möglichen Tiere des Waldes bunt gestaltet. Vor allem natürlich Eulen.

Dann kommt das „Sozialmarketing“, das Möglichkeiten zeigt, für die (Burda) „Tribute to Bambi“ Aktion zu spenden. Immerhin werden auch einige Spendenempfänger vorgestellt,ausführlicher aber die Artikel, die beim Shoppen helfen sollen. Andersherum fände ich das ja interessanter.

Auch viel ausführlicher hätte der Bericht über die Zulieferer des Hauses Chanel ausfallen dürfen. Lesage für die Stickerei (die haben übrigens eine Schule, die Kurse anbietet, eine Freundin von mir hat schon mehrere gemacht, ich bin immer ganz neidisch, wenn ich das sehe), Goossens für den Schmuck und Massaro für die Schuhe. Wie gesagt…. hätte viel ausführlicher sein dürfen.

Am Ende gbt es dann noch den „Stoff des Monats“ diesmal bunt bedruckt auf Batist. Halt so patchworkoides Muster. Nett, aber nicht extrem spannend. Gibt es ja viel davon.

(Die Bilder sind von Burda und wie immer als Zitate zu verstehen. Die Bildrechte liegen selbstverständlich beim Burda Verlag.)

 

Goldige Resteblümchen

Golden Scrap Flowers

Auch von meinem Citron Tuch waren ja neun Meter Garn übrig geblieben. Ich wollte ja mal was anderes draus machen, aber die Anzahl der Anleitungen, die mit so wenig Garn auskommen halten sich wirklich schwer in Grenzen.

There were 9m yarn left from my Citron shawl. I was searching ravelry like crazy, but the number of patterns you can do with that bit of yarn is really few.

HäkelblütenAlso bin ich wieder bei der bewährten Scrap Flower Daisy von Kristin Mullen gelandet.

So I ended up again with Scrap Flower Daisy by Kristin Mullen.

Da mein Garn (Lana Grossa Babykid) ja keine fröhliche Blütenfarbe hat, habe ich ein wenig Gold mitlaufen lassen. Bei den zwei oberen Blüten war es M30 von Alterfil, bei der unteren der feine Stickfaden, auch von Alterfil. Weil das Ergebnis dann immer noch nicht sehr nach Blümchen aussah, habe ich noch mit verschiedenen Perlen gearbeitet. Jetzt geht’s, für eine Resteverwertung.

My yarn (Lana Grossa „Babykid“) did not have a typical color for flowers, so I decided to add some gold. The two upper bloom have added M30 by Alterfil, the lower one a fine embroidery thread also by Alterfil. Since I still was not happy with the result I added some beads. Now it’s okay, considering that it was made to use up my scraps.

 

Revue de Presse: Threads November 2012 (163)

Auch diesen Monat bin ich vom Erscheinungstermin fasziniert… Anfang September sagt der Kalender und die November-Ausgabe liegt im Briefkasten. Der Titel kündigt auch den Herbst an, wobei die Farben mit türkis und lila zwar weitgehend gedeckt sind, aber nicht der europäischen Erwartung entsprechen. Na mal sehen, was das Heft bringt…

Die Frage an die Autoren lautet diesmal, was der interessanteste Ort ist, an den sie für ihre Arbeit gereist sind. Und da darf diesmal auch ein Photograph zu Wort kommen, der die schönen Bilder für das Heft macht. Außerdem finde ich es amüsant, daß die Autorin, die das langweiligste Portraitphoto hat auch diejenige ist, die ihre Inspiration im heimischen Studio findet. Gibt es da doch Entsprechungen? Ich selber könnte mich aber auch nicht entscheiden, was mich am meisten inspiriert, ich nehme aber definitiv von allen meinen Reisen Eindrücke und ggf. auch Material mit.

Das Editorial ist mal wieder die Zusammenfassung des Inhaltsverzeichnisses… nun gut. Geht um Herbst und ist alles ganz toll.

Die Leserbriefe bekommen mal nur eine Seite. (Und obwohl sie ja in der Regel keine großen Neuigkeiten verkünden, lese ich sie ja doch immer ganz gerne. Reine Neugier… ich weiß ja gerne, was andere denken. 😉 )

Die Lesertips sind auch eher für die Neugier. Allerdings… selber gemachte Stoffhandtaschen mit Scotchgard einzusprühen hat was… Meine sind zwar in der Regel waschbar, aber so dringend muß ich das dann auch nicht tun, wenn ich es vermeiden kann.

Auch bei der Vorstellung neuer Materialien und Maschinen zieht ein Spray meine Aufmerksamkeit auf sich. Ein dauerhafter Sprühkleber für Stoff, der auch die Wäsche und die Reinigung überlebt. Mal sehen, ob ich „SpraynBond Fusible Adhesive“ irgendwo finde…

Der Artikel über Devoré bringt nun nichts Neues. Außer dem erneuten Wunsch, mir endlich mal Fiber Etch zu besorgen und es auch zu machen…

Bei den Pattern Reviews fällt mir der Rock von Vogue 1292 ins Auge und auch die New Look 6099 Jacke gefällt mir. Kann mir das jemand nähen? 😉 Wo ich doch keine Zeit habe.

Sehr schön auch der Artikel, der die „gezähnten“ Falten vom Vintage Modell auf der Rückseite zeigt. Gut, wer „Manipulating Fabric“ hat kennt das schon, aber hier erzeugt das noch mal einen eigenen und sehr spannenden Effekt. Den man auf jedes Kleidungsstück anwenden kann.

Kenneth King widmet sich dem Thema Schößchen. In den Bildern wird nicht in erster Linie gezeigt, wie man dieses Detail näht, sondern wie man aus einem vorhandenen Jackenschnitt einen mit Schößchen macht. Und das sogar in verschiedenen Varianten. (Ich habe ja den Eindruck, das im Moment die Schößchen ihren modischen Weg nach Europa oder zumindest Deutschland nicht oder noch nicht gemacht haben, aber mal sehen, wann der Trend auch hier wieder einschlägt.)

Eher grundlegend ist dann der Artikel über die Nähmaschinenwartung. Gut gefallen sogar mir die vielen Photos, die wirklich genau zeigen, was man wo und wie putzen oder auch ölen soll. Und wer gerne Nähmaschinen wieder herrichtet: Die Spannung der Unterfadenspule stellt man mit einem Gewicht ein. Hey, guter Tip für jemanden wie mich, der Dinge gerne systematisch angeht. 🙂

Nähen mit handgewobenen Stoffen ist auch ein Thema für mich. Manches gilt auch für andere locker gewobene Stoffe. Nicht alles neu, natürlich, aber doch noch einige Dinge, die ich bislang nicht kannte.

Durchaus auch faszinierend sind breite Falten, die das Muster eines Stoffes nicht unterbrechen. Ich habe das ja bisher so gemacht, daß ich dann tatsächlich bis zum nächsten Rapport gefaltet habe, aber das geht auch anders, indem man die Nähte geschickt legt und richtig faltet. Also noch ein für mich spannender Artikel.

Mit Paßform befaßt sich „Scale it down“ sehr ausführlich. Wie man aus einer normalen Größe eine Kurzgröße macht bzw. einen Schnitt auch entsprechend schmaler macht. Das ist zwar nicht mein Thema und die Grundprinzipien kannte ich auch schon, aber ein paar Kniffe in der konkreten Umsetzung sind dabei, die ich mal ausprobieren werde. Denn die Techniken funktionieren natürlich auch, wenn man den Schnitt länger oder (in meinem Fall) weiter haben will. 🙂

Die Modevorschau auf den Herbst schaue ich mir zwar an, aber was Farben und Formen betrifft, lasse ich mich dann doch lieber wieder in Paris inspirieren. Die amerikanischen Trends sind einfach nicht immer die gleichen.

Ausführlich geht es dann um die Erfahrungen von kleinen Schnittdesignern, die im Eigenverlag ihre Schnitte veröffentlichen. Möglichkeiten, dies zu tun, wie man seine Nische finden kann und um was man sich so alles kümmern muß, wenn man ein kleines Unternehmen hat. Sicher eine gute Lektüre für jeden, der mit dem Gedanken spielt, selber Schnitte zu vertreiben. Allerdings ist es schade, daß etliche der vorgestellten Beispiele erst in diesem Jahr angefangen haben. Da ist natürlich gar keine Aussage darüber zu treffen, ob die in zwei Jahren erfolgreich oder Pleite sind. Gut, diese haben schon mal einen Punkt beachtet, der nicht in der Liste der Dinge steht, die man tun soll: Dafür sorgen, daß der Firmenname in einer großen Nähzeitschrift vorgestellt wird. 😉 (Und ich habe auch was gelernt, nämlich daß es eine Firma gibt, die laut Artikel für „Birnenfiguren“ entwirft. Leider nur bis Größe 16…)

Beim Interview mit einem Designer wird diesmal Cynthia Rowley vorgestellt. Wie üblich, was man auf einer Seite halt so sagen und schreiben kann.

Begeistert verschlungen habe ich dann den Artikel von Claire Sheaffer über den Rückstich. Ja, Handstiche als besonders stabile Stiche für Kleidung. Die Photos sind wirklich sehr groß und deutlich und von der Wahl der richtigen Nadel an über Anwendungsgebiete bis zur Sicherung des ersten und des letzten Stiches wird alles ausführlich erklärt und sollte auch genügen, um die Angst vor Handstichen zu nehmen. 🙂 (Die habe ich ja eh nicht.)

Auch anregend finde ich die Vorstellung eines Nähstudios, vier Seiten mit vielen Bildern… auch wenn ich nicht beruflich Handarbeite und sicher nie ein so großes Nähzimmer haben werde, ich gucke mir immer sehr geren an, wie andere sich organisieren. Denn manches kann man sich dann doch abgucken.

Die „happenings in der sewing community“ sind mal wieder nicht so interessant, wenn man nicht in den USA wohnt.

Beim Blick in den Kleiderschrank der Leserinnen gefällt mir diesmal nur das kleine Schwarze der Designstudentin gut. Die anderen beiden enthalten viel Arbeit und Mühe, sind aber nicht so ganz mein Geschmack.

Die Expertenantworten befassen sich mit stabileren Taschen (nichts neues) und drei verschiedene Techniken, wie man eine Jeans kürzt und dabei den Saum behält. Nicht mein Thema, aber wer weiß, wozu es mal gut ist…

Tja und dann sind wir schon bei der diesmal etwas lustigen Geschichte und natürlich dem Photo des Vintagekleides von 1940 auf der Rückseite. Das Kleid ist für mich zum Verlieben, ein paar Änderungen im Detail, aber die grundsätzliche Designidee würde ich auch heute noch tragen.

 

 

Le Lot (Anleitung für Sommersocken)

Le Lot (Pattern for summer socks)

Das Aufschreiben der Anleitung hat ein wenig gedauert und ich hoffe, es sind nicht zu viele Fehler drin…

Writing down the pattern took some time and I hope there are not too many mistakes…

Die Strickanleitung ist wegen des luftigen Lochmusters gut für 4fädige Sockenwolle mit Baumwoll-Anteil geeignet, ergeben Socken in ca Damengröße 39 und ich kann versprechen, daß es beim Stricken mal wieder nicht langweilig wird.

The pattern will work best in 4ply cotton blend sock wool (due to the lacy part), the result will be socks in German size 39 and I don’t think you will be bored while knitting.

Lochmuster, Perlmuster und glatt rechts laufen in Zickzackstreifen über die Socke, ziehen sich im Fußbereich ein wenig in die Sohle hinein und außerdem wird das Muster für die linke und rechte Socke gespiegelt.

Wer das wagen will kann die Anleitung hier herunterladen.

Lace, seed stitch and stockinette are zigzagging up (or down) the sock and the pattern of the back of the foot crosses a bit into the sole. All that mirrored for left and right sock.

So if you have the courag to try, you can download the pattern here.

Wie immer ist die Anleitung für den privaten Gebrauch kostenlos. Wenn ihr sie weiter geben wollt, dann bitte als Link auf mein Blog und nicht als Kopie. Danke schön!

Like usual my pattern is free for private use. If you want to pass it on the please do so as a link to here and not as a copy. Thank you!

Revue de Presse: Meine Nähmode 3/2012

Titel Meine NähmodeDiesmal wanderte das Heft in meine Tasche, bevor ich einen ICE bestieg. Also viel Zeit, für eine ausführliche Begutachtung.

Der Titel spricht mich optisch diesmal wenig an, die Modelle wirken nicht harmonisch zusammen passend, sondern zufällig zusammen gestellt. Was es vermutlich auch ist, denn das Heft ist ja eine Zusammenstellung „alter“ Simplicity Schnitte und hat daher natürlich auch keinen durchdesigneten Titel.

Innen gibt es die gewohnte Qualität, etliche Esay Modelle und ein Größenspektrum von 36 bis 54. (Nicht alle Schnitte in allen Größen.) Da Herbst ist, finden sich etliche Jacken, aber wie immer kann man seine komplette Garderobe aus einem Heft zaubern.

„Zeit für Gemütlichkeit“ bringt Fleece Jakchen. Eher bequem, als elegant.

Kleid Meine NähmodeAbsolut genial finde ich hingegen das „Statement Kleid“. Sehr puristisch, als Easy Schnitt einfach zu nähen und in verschiedenen Varianten. Der große Wasserfallausschnitt an Model 3 ist mein persönlicher Favorit (ob ich es schaffe, mir das für Weihnachten zu nähen?), die Ärmel von Modell 5 sind aber auch nicht ohne. Und alles ein guter Beleg dafür, das Kleider bequem (Jersey) und bürotauglich sein können. (Da ich im zug viel Zeit hatte, ging mein Blick in den Anleitungsteil… das ist kein Wasserfall, das ist ein Kragen. Trotzdem schön.)

Bei den Jacken fällt die Spannung etwas ab. Viel Bouclé und Tweediges, dann zum ich weiß nicht wie vielten Mal in den letzten Jahren eine Jacke im Chanel Stil…. nett, ja. Aber nicht aufregend. Ähnlich geht es mir mit dem Shirt im Kimonostil. Aber die Läden sind nach wie vor voll davon. In Paris im Übrigen auch aus Seidentüchern. Wer also modisch auf der Höhe sein will, besorgt sich zwei große Seidentücher (oder Polyester, falls der Geldbeutel kleiner ist) mit traditionellem Muster und näht sein Designerstück selber.

Jacke Meine NähmodeDie Modelle für Große Größen mit langem Rock und langer Jacke sind auch arg bieder geraten. Bis auf die Samtjacke Nummer 20… An der Proportion der Ärmel sollte man vielleicht noch etwas arbeiten und eventuell wäre ein Stoff mit etwas mehr „Substanz“ noch schöner, aber der Verschluß und die beuteligen Taschen gefallen mir gut. Oder in lang, als neuem Wintermorgenmantel?

Auch die Kasakartigen Shirts mit Raffung oder Querfalten entsprechen dem, was die Modeläden so bieten. Der Stoff auf dem Photo ist eher bieder und mir sagt die Form nicht so zu, aber aktuell ist sie. Und als „easy“ gekennzeichnet und bis Gr. 46/48 zu haben. (Wo die trendy Klamottenläden gerne bei 42 schon Schluß machen.) Auch eher Standard die „Indian Summer“ Modelle. Rock, Shirt, Kleid… alles Jersey und könnte aus dem Teleshop stammen.

Kleid Meine NähmodeDa gefällt mir Modell 30 aus der „Laufsteg-Liebe“ doch deutlich besser. (Der Aufmachung nach müßte das aus der „Project Runway“ Serie sein.) Allerdings erst für den nächsten Sommer, so ohne Ärmel. Es gibt auch langärmelige Varianten, aber irgendwie gefallen mir die weniger gut, das paßt von den Proportionen her nicht ganz so gut.

Wieder eher bieder und langweilig die Khaliah Ali Modelle. Aber dafür hat man damit einen Satz Basics bis Größe 54 und alleine das ist den Heftpreis schon fast wert. Und wenn man passende Stoffe nimmt, kann man aus den Schnitten noch so allerhand machen.

Ganz anders dann die Retro-Modelle. Ein ganzes Set im Stil der 1950er, Jäckchen, Bluse und Rock machen die Lady perfekt. Guter Einstieg für Vintage Fans, oder?

Womit ich dann nichts anfangen kann sind die gerüschten, formlosen Top Varianten. Aber das ist Geschmackssache.

Auch diesmal bereue ich die 5 EUR nicht. Und überlege, ein Abo abzuschließen. Das bietet die Postkarte im Heft nämlich für 15 EUR im ersten Jahr an, statt 20 EUR für die vier Ausgaben. Und ich kaufe sie mir ja doch eh… Und irgendwann nähe ich auch mal draus. 🙂

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim OZ-Verlag.)

Fremdgehen wird bestraft

Punishment for a side affair

Normalerweise bin ich ja eine treue Benutzerin von Venezia Futter. Leider gibt es das ja nicht mit Muster. Doch bei meinem Trenchcoat wollte ich mal was anderes und habe stattdessen einen festen, gestreiften Futtertaft gekauft. (Außerdem war ich mir nicht sicher, ob das feine Venezia für einen Mantel so optimal ist.)

Normally I am a very loyal user of Venezia lining fabric. Only problem is that you get no patterned fabric. So for my trenchcoat I liked to have something else and bought some firm striped lining fabric. (Also I was not sure if Venezia was not to lightweight for the coat.)

Futter kaputtAlles  war gut, bis zur zweiten Wäsche….

Everything was fine until I had to wash the coat for the second time…

Danach sah dann die Schulternaht so aus und einige andere Nähte waren nicht besser. Der Stoff war einfach ausgefranst, das war mir so mit Venezia noch nie passiert. Ich habe dann zuerst überlegt, über die ausgefransten Säume von Hand Satinband drüber zu nähen, denn Futter raustrennen und neu reinnähen ist wirklich nichts, auf das ich so richtig Lust habe.

The picture above shows what the shoulder seam looked like. And some other seams didn’t look much better. The fabric came off. That had never happened to me with Venezia lining. First I’d thought to sew ribbons by hand over the dammaged seams. Because taking out the lining and sewing in a new one is not one of my favorite things to do.

Futer im RückenteilAber dann sah ich das Rückenteile… der Futterstoff ist vom Schlitz an, wo er eingeschnitten war, fast bis zur Schulter hoch eingerissen. (Der Einschnitt war natürlich gesichert gewesen, aber vermutlich haben sich meine Handstiche am Schlitzbesatz gelöst und die Waschmaschine hat den Rest erledigt.)

But then I saw that the back lining is ripped from the vent nearly up to the height of the shoulder blade. (Of course I had secured that cut and the snips into the seam allowance. But I looks as if the hand stitches on top of the vent had come loose and the movements of the washing machine did the rest.)

Also habe ich reumütig ein paar Meter Venezia gekauft und werde in den saueren Apfel beißen und ein neues Futter nähen. Die Nähte werde ich mal lieber noch zusäztlich absteppen…

So ruefully I went, bought some meters of Venezia lining and I will make a new lining. And just in case all seams will be top stitched…

Revue de Presse: OTTOBRE design woman Herbst/Winter 05/2012

Titel ottobrePassend zur Saison gibt es natürlich auch mal wieder eine neue ottobre und wie immer mußte ich die kaufen. Wobei mir der Titel farblich schon mal gut gefällt, diese Beerentöne mag ich. Als Modell gefällt mir die Rückseite allerdings fast besser.

Das Editorial feiert mal wieder die Paßform, ein Anspruch den aus meiner Sicht die Heftbilder zumindest bislang nicht unbedingt gut umgesetzt haben. Außerdem gibt es diesmal ein „Promimodell“, zumindest wenn man mit finnischen Kammermusikerinnen vertraut ist. Aber warum nicht… die meisten Leute die Burda abbildet kenne ich ja auch nicht.

Das erste Thema nennt sich „Autumn Story“ und stellt einen Herbstspaziergang dar. Also wohl eher warme Oberbekleidung.

Wickeljacke ottobreBesonders gut aus dieser Modestrecke gefällt mir dieses Wickelbolero. Es sieht bequem aus, lässig, aber gleichzeitig chic. Nicht unbedingt für meine Figur, aber die Größtentabelle gäbe es her. Die anderen Modelle erwecken eher geteilte Gefühle. Die Kleider halt bewährt balloning bis sackig, die Proportionen wenig schmeichelhaft bis „geht gar nicht“ Gerade die Kombination aus Bluse 14 mit Rock 12, der noch quer gemustert und das ganze an einer fröhlichen, Stämmigen. Man muß sich natürlich keinem Modediktat unterwerfen, aber muß man denn unbedingt das anziehen, was besonders unvorteilhaft aussieht? Auch daß die Teile teilweise arg zerknittert an den Damen sitzen… muß man Authetizität so weit treiben? Jacke 19 ist durchaus noch witzig, aber vor allem der Stoff.

„Country Girl at Heart“ nennt der nächste Bereich sich. Für das Wochenende in der Natur. Also das, was anderswo als „Englisher Landhausstil“ vermarktet wird. Der Cordblazer vom Titel, ein Karohemd.. und etwas Patchwork. So kommt die Inspiration des Patchwork Tops ausschließlich davon, daß man sich nicht zwischen verschiedenen Druckstoffen entscheiden wollte. Damit, daß Desigual diesen Stil extrem poularitiert hat, hat das natürlich gaaar nichts zu tun, nein, nein… *g* Die Modelle sind durchaus nett, der Blazer sgar recht schmuck und die Knöpfe davon kenne ich… ich habe meine nur inzwischen (weitgehend) aufgebraucht…

Kleid ottobreZum Abschluss gibt es dann noch zwei Modelle, die der Musik gewidmet sind. Zum Besuch eines Konzertabends, oder eben für die Pianistin selber. Bei meinem Faible für nette Kleider ist es nicht ganz überraschend, daß ich das Favoriten finde. Das Etuikleid aus einem Baumwoll Jacquard bezieht leider einen großen Teil seines Reize aus dem Stoff (der vermutlich mal wieder nicht mehr zu bekommen ist) und wenn ich mir den abnäher- und teilungsnahtlosen Schnitt betrachte auch eher für die Frau mit nicht so viel Kurven gedacht. Ach nein… wenn man die technische Zeichnung im Anleitungsteil betrachtet, gibt es wohl doch Abnäher. Mit Verlaub… welchen Sinn haben denn die kleinen Zeichnungen, wenn sie wichtige Details unterschlagen?

Abendkleid ottobrePositiv überrascht war ich hingegen vom „Promimodell“ für die Pianistin. Als ich das beim Durchblättern als Technische Zeichnung in der Übersicht sah, dachte ich erst „au weia, wieder so was formloses mit Bobbel“. Aber das ist doch ausgesprochen geglückt, paßt gut zur Trägerin und sieht auch im Sitzen (was bei einer Pianistin ja die übliche „Stellung“ ist) gut aus. An der Stelle dürfte die Stoffwahl ganz entscheidend sein, denn der Stoff muß genug Stand haben, aber trotzdem weich fallen. (Ob man die Forum auch als Inspiration für Rollstuhfahrerinnen nehmen könnte?) Einzig störend finde ich die beiden Knöpfe auf dem Rücken, die wirken etwas derb und sportlich zu dem feinen Kleid. Das hätte man doch sicher besser lösen können, oder?

Im Ganzen ist das wieder ein hübsches Heft. Ich bin mir nicht sicher, ob ich für mich was draus nähen will (dazu kommen tu ich ja eh nie), aber es sind wieder recht einfache und tragbare Schnitte und die meisten davon sind auch für Menschen geeignet, die nicht so gerne auffallen wollen. In vielen Fällen macht der Stoff den Effekt.

(Die Bilder sind wie immer als Zitate zu verstehen und die Rechte dafür sind und bleiben natürlich beim Verlag.)

Bennie Brokatbär

Bennie Brocade Bear

Bennie BrokatbärIch fürchte, mit hat es gepackt. Rudi hat einen Cousin bekommen, Bennie, den Bären. Die Vorderseite ist ein brokatartiger Dekostoff, der ihm ein eher edles Aussehen gibt.

I think a bug hit me… here’s Rudis posh cousin, Bennie the Bear. His front is made from a brocade like homedec fabric, which gives him a more posh impression.

Die Anleitung ist wieder aus dem Buch von Aranzi Aronzo. Das Gesicht habe ich diesmal vor dem Nähen der Teile schon gemacht, dadurch konnte ich größtenteils die Nähmaschine verwenden und die Knöpfe waren auch einfacher festzunähen. Die Nahtzugabe habe ich etwa einen Milimeter breiter gemacht und an allen Einschnitten gleich mit Fray Check gearbeitet. Das hat schon besser funktioniert. Nur die Wendeöffnung sollte ich bei dem Stoff besser versäubern, da ist einfach zu viel Belastung drauf, spätestens beim Stopfen franst sie doch arg aus. Ist er halt auf der einen Seite etwas schlanker…

Again I’ve used a pattern from the Aranzi Aronzo. I’ve made the face first, so I could use my sewing machine for most parts of it and sewing on the buttons for noose and eyes was easier. I’ve used about 1mm more seam allowance and it seems this was enough. (Plus a bit of Fray Check on the spots where the seam allowance gets clipped.) Only the opening for turning and stuffing would have needed some zigzag stitches before. After stuffing most of the seam allowance was lost there, Fray Check alone was not enough. So one leg is a bit slimmer than the other…