Nähmaschinenhändler in Indien

Sewing machine dealers in India

NähmaschinenWeiter geht es mit den Berichten aus Indien: In Jaipur liefen wir durch ein Viertel, in dem ein Händler für Nähmaschinen neben dem anderen stand. Also nutzte ich die Gelegenheit für ein wenig Markforschung.

Some more news from India: In Jaipur we walked through a quarter with many sewing machine dealers. So I did a bit of market research.

Zunächst mal stehen die Regale mit vielen Maschinen voll. Jeder renomierte Maschinenhändler ist vertreten: Bajaj, Dharti, Geminy, Godrej, Krishna, Kumar, Kusum, Poonam, Samrat, Singer, Tarang, Usha, Videocon,…  – Wie, nie gehört?

Gut, den Namen „Bajaj“ lernt man in Indien schnell, denn so heißt auch ein sehr verbreiteter Hersteller der dreirädrigen Autorikschas. Usha stellt Ventilatoren her, daher sieht man den Namen auch noch öfter und von Singer haben wird dann doch alle schon mal was gehört. Aber wie man sieht… es gibt noch viel mehr. 🙂

Nähmaschinen First of all they have racks full of sewing machines. All renowned brands can be found: Bajaj, Dharti, Geminy, Godrej, Krishna, Kumar, Kusum, Poonam, Samrat, Singer, Tarang, Usha, Videocon,…  you name it, they have it. – What? never heard of?

Well, „Bajaj“ becomes familiar quickly because under this name also the three-wheeler autos are produced, Usha makes fans, so that you see fairly often also and Singer we know… but there is more on the market.

Das geschulte Auge erkennt natürlich die technischen Unterschiede der verschiedenen Modelle: Sie können alle geradeaus nähen, sie haben eine Handkurbel und… äh… es gibt sie in verschiedenen Farben. Sehr wichtig. (Es gibt tatsächliche „Schnellnäher“, die haben eine andere Übersetzung an der Kurbel.)

NähmaschinenThe trained eye easily spots the technical differences: They all do straight stitch and have an hand crank and… you can have different colors. Important feature. (There are indeed „fast sewing“ machines with a different gear ratio on the hand crank.)

Ich habe dann auch mal gefragt, was so eine Maschine kostet: Je nach Ausstattung 1500 – 2500 indische Rupien. Zum Vergleich: der Mindestlohn liegt bei 100 Rupien pro Tag, wobei es natürlich jede Menge Leute, die schlechter bezahlt werden. In Rajasthan liegt der Mindestlohn für unqualifizierte Tätigkeiten bei 3500 Rupien im Monat, was zum Beispiel auch einer unserer Fahrer dort bekommt. Da das schon nicht die unqualifizierteste aller Arbeiten ist, kann man sich dann so leicht denken, was andere verdienen….

My curiosity had me ask, what those machines do cost: between 1500 and 2500 rupies. The minimum wage in India is 100 rupies/day and of course there are plenty of people who earn less. In Rajasthan the minimum wage is 3500 rupies/month for nonqualified workers. Reallity is that this is what one of our drivers earned and driving a car is not the most unqualified job possible. So you can guess, what others earn…

Vorteil der einfachen Bauweise ist natürlich die Flexibilität. Je nach Kundenwunsch kann die gleiche Maschine in einen Holzkasten als transportable Maschine gesetzt werden oder fest in einen Tisch eingebaut. Auf Fußantrieb umrüsten geht ebenfalls und wir konnten an einer Stelle beobachten, wie ein Industriemotor angebaut wurde.

NähmaschinenAdvantage of the simple technique of those machines is the flexibility. The dealer can create nearly everything the customer wants: set into a wooden box to make a transportable machine, fixed in a table, changing it to a treadle machine and at one place we could even see how they attached an industrial style motor.

Tja… und dann habe ich doch noch was gefunden, was unserem Bild einer Nähmaschine ähnlicher sieht. Eingewickelt in Plastikfolie und zusätzlich unter einer Kuststoffhaube: Eine elektrische Nähmaschine. Usha by… Janome. 🙂 Die kann dann auch Zickzack. (Wer sich mal einen Überblick verschaffen will, was für Typen in Indien so erhältlich sind, Usha hat eine Webseite.)

And then finally… I’ve found something that looks like what we are used from a sewing machine. Wrapped in plastic under a plastic display cover: an electrical sewing machine. From Usha by… Janome. 🙂 This one can do zigzag stitch also. (If you want to check what kind of sewing machines the Indian market offers: Usha has a website.)

Maschenkunst unterwegs 2XII

Maschenkunst unterwegsUnd hier war die Maschenkunst ungefähr über dem schwarzen Meer. Genauer kann ich es nicht sagen, denn zum einen hatte ich leider einen Mittelplatz im Flugzeug, zum anderen war es eh bewölkt.

Here Maschenkunst traveled somewhere over the Black Sea. Can’t tell more precisely because I did have a seat in the middle of the plane. Also it was cloudy anyhow.

Ich kann euch aber versprechen, daß ihr das Artyarns Silk Mohair und den Maltese Shawl jetzt länger nicht mehr sehen werdet. Ich hatte es für die Reise angefangen, weil Lace wenig Platz und Gewicht im Gepäck einnimmt, aber es ist kein eiliges Projekt. Da kommen jetzt erst mal ein paar andere Sachen, die ich vorher brauche bzw. stricken möchte. Deswegen macht dieses Projekt jetzt erst mal eine Pause. (Und auch sonst wird es kein „Maschenkunst unterwegs“ mehr geben. Da Daniela offensichtlich doch keine Lust mehr hat, ihr Trömmelchen zu rühren, werde ich mich da nicht aufdrängen.)

What I can promise you is, that you will not see anything of Artyarns Silk Mohair and the Maltese Shawl for a long time. I only started the project because I wanted something small and lightweight for my luggage, but now there are a lot of other projects I need or want to knit first. So this projects goes into hibernation mode now. (And since Daniela seems not to carry on with her „Maschenkunst unterwegs“ I wont post anything about it either. I assume it’s over, despite what she said.)

Hoppe, hoppe Stola

StolaKann sich noch jemand an meine letzte blaue Stola erinnern? Ja, auch die ist aus Silk Mohair von Artyarns und das Garn ist aus der Maschenkunst, aber es ist ein anderes hellblau… 😀

Does anyone remember this blue shawl? Yes, this is also Silk Mohair from Artyarns and was puchased at the Maschenkunst. But it is a different shade of light blue… 😀

Angefangen habe ich damit Juni 2011. Also vor fast einem Jahr. Gestrickt habe ich dann bis November, aber erst im April wurde es gespannt. Was ziemlich schwierig war, denn das Teil ist länger als 2m. Damit länger als mein Bett. Und sogar länger als das Bettlaken, das ich als Unterlage zum Spannen verwende. Ich konnte also die Ecken nicht so stark ausspannen, wie es schön gewesen wäre. (Wie spannt ihr eigentlich Tücher, die länger als 2,20m sind?)

I’d started knitting June 2011, so nearly one year ago. It took my until November to finish knitting but then I had to wait until April to block it. Which was not easy, because it is longer than 2m and so longer than my bed where I normally block on. It is even longer then the bed sheet I normally put under the blocking item. So I could not block the edges as strong as I’d liked to do. (How do you block shawls that are longer than 2.20m?)

Lace DetailDanach war dann das Wetter naß und doof, so daß ich kein Photo machen konnte. Doch als ich kürzlich in Aachen beim Werksverkauf von Lindt war, fiel mein Blick auf dieses goldene Pferd, dem die Stola doch auch prima steht. Und ich durfte in der Ecke auch photographieren. 🙂

After that the weather was wet and stupid, so I could not take a pic. But when I recently was at the Lindt Outlet in Aachen I saw this golden horse which fits the shawl fell. And I got the permission to take a picture at that corner. 🙂

Das Muster ist jedenfalls „Stripes and Torchon Lace“ aus Victorian Lace today und gefällt mir als fertige Stola gut.

The pattern was „Stripes and Torchon Lace“ from Victorian Lace Today and I like the finished shawl.

Maschenkunst unterwegs 2XI

Maschenkunst unterwegsDamit ihr noch mal was aus Indien zu sehen bekommt: Raubtierzähne sind auch geeignet, um endlich mal ein bißchen vom Muster des Maltese Shawls erkennen zu lassen. Vor allem, wenn sie aus Metall sind.

To show you a bit more of India: Big cats teeth are good to show a bit of the pattern of the Maltese Shawl. Especially if they are made of metal.

Hier war das schöne Artyarns Silk Mohair aus der Maschenkunst in Mysore. Und paßt farblich prima zu Himmel, oder?

Here the lovely Silk Mohair from Artyarns from Maschenkunst was in Mysore. Doesn’t the color fit the sky so well?

Revue de Presse: Burdastyle Juni 2012

Titel BurdastyleAlso diesmal hat sie mich wieder überrant, gerade Anfang Mai und schon das Juni Heft! Daß Hefte ein paar Tage vorher kommen ist ja okay, aber für mein Gefühl sollte der Monat doch wenigstens mehr als halb rum sein, bevor man zum nächsten kommt. Aber gut… Geschmackssache. Jedenfalls stimmt der Titel auf pink ein.

Das Editorial schließt sich mehr oder weniger an, denn auch hier wird rosa versprochen. Nun ja, Farben kann man ja ändern. (Wobei ich nicht grundsätzlich was gegen rosa habe, aber bitte in Maßen.)

Aber erst mal zum „kreativ-trend“ Der fängt zumindest nicht rosa an. Zunächst irgendwas zwischen Mini-Cape und Carmenrüsche. Dann Applkationen aus Moosgummi. Wo ich ja schon mal nciht so viel Lust hätte, den mit Handstichen festzunähen. Und wenn der nicht auf den letzten Millimeter bis zur Kante klebt sieht es doch schlampig aus. Wenn man sich im Kleidungsstück bewegt vermutlich auch. Also ich glaube den Trend laß ich im Kindergarten. Und dann noch etwas Batik. Nun gut, das Thema ist aber langsam etwas ausgelutscht. Die Jersey-Applikationen alleine reißen es auch nur bedingt raus.

Auch der „aus alt mach neu“ ist ein uralter Hut. Ein Shirt abschneiden und an einen Rock ohne Bund nähen gibt ein Kleid. Nun ja… So hat Oma schon 19dunnemals Kinderkleider verlängert und neu gestaltet. Aber gut.

„Sonnige Urlaubstage“ in Rosa für Mutter und Tochter präsentiert die erste Modestrecke. Sprich es gibtKinderschnitte für kleine Mädchen in Gr. 98 – 128. Spannende Schnitte erwarte ich nicht. Zugegeben, das Hängerchen 146 für Mädchen sieht netter aus als ein übergeworfenes T-Shirt, gleiches gilt für das lockere Hamdblusenkleid. Allerdings sieht es nur nett aus, so lange der Batist gebügelt ist und wer will das im Urlaub denn jeden Tag machen? Aber wie gesagt, nett aussehen tut es. Dann haben wir mal wieder den Kinderbikini aus Batist und das Schlauchkleid mit Neckholder aus gleichem Stoff, das Kinderkleid noch mal als Tunika, den Frottee-Poncho, die Bali-Hose,… also die üblichen Verdächtigen. Da es die Stoffe diesmal zu kaufen gibt, ist das wohl eher eine Werbeveranstaltung für die Stoffe. (Die immerhin Biobaumwolle sind, was ja wieder schön ist.) Ach ja, bei Kleid 126 ist zu überlegen, ob ein altes T-Shirt nicht besser wäre, denn da sieht sogar das schlanke Model aus wie schwanger…

Die Beautyseite mit den Sonnecremes kann man diesmal wieder überblättern. (Äh… wechselt da mitten im Heft die Papierqualität? Faßt sich anders an als sonst, irgendwie… gröber, billiger?)

Zarter rosa geht es unter „Der geheime Garten“ weiter. Elfenleicht soll es sein. Langer Rock zum langen Blazer sieht aber bestenfalls bei sehr großen Leuten gut aus. Ach so, ist ja die Langgröße. Na gut. Ansonsten sieht das Styling als zartrose Hippie ein wenig seltsam aus. Dann haben wir das Neckholdertop diesmal aus Chiffon. Rock und Kleid in sackig… ach ja, *seufz* Wobei Kleid 116A so einen 1920er Touch hat, wer also auf Retro und Flapper steht, der könnte das als Grundlage nehmen. Longblazer mit Bermuda in zartrosa… Also mit der Modestrecke werde ich nicht warm. Lächerlich machen kann man sich doch einfacher auch? Das Hemdblusenkleid geht und das gerade Hängerkleid 119 sieht zumindest in der Seitenansicht recht reizvoll aus. Ein Lurex Blouson, ein Faltenrock…  klares „Nein“ von mir zu dieser Modelinien.

Dann eine Parfumseite zum überblättern und der Schmuck in silber mit etwas rosa ist auch so präsentiert, daß ich gar keine Lust habe, hinzugucken…

Nachdem Frau Bily ja schon im Editorial ihre Begeisterung für rosa zum Ausdruck brachte ist es nicht überraschend, daß sie sich den rosa Maxirock für den style-guide ausgesucht hat. Das erste Styling ist nicht schlecht, aber beim Rockkonzert wäre es doch etwas… deplaziert. (Ich versuche es mir gerade vorzustellen… ich komme wieder, wenn ich mit Lachen fertig bin…) Oder in München sind Rockkonzerte etwas… softer. Oder so. Mit Apfelgrün ist definitiv im Trend, aber mögen muß ich es nicht. und mit Grau zur Gartenparty… etwas truschig. Einen langen rosa Rock wirklich aufregend zu stylen ist halt nicht so einfach…

„In the wild“ soll Wild West Feeling aufkommen lassen. Also wird das Spitzenkleid mit Cowboystiefeln gestyled. Ja, in den 80ern fand ich diese Kombi auch noch toll. Ich sehe, ich werde alt. Auch Tunika 125… nett, aber mehr nicht. Die seltsame formlose Wederweste mit der weiten Hose, da fehlen wirklich nur noch die Gummistiefel und es geht ab in den Stall.

Jacke BurdastyleMit Blazer 121 endlich ein Lichtblick. Das Styling kann man diskutieren (oder besser nicht), aber der Schnitt ist toll. Mit dem Asymmetrischen Verschluß kommt das selbst im korrektesten Bürostoff nicht langweilig rüber.

Die Basteleien hingegen… ein Utensilo aus Jeansstoff ist ja nicht so inovativ. Die Blumenübertöpfe aus alten Jeans hingegen haben was. Zumindest für einen Sommer auf dem Balkon. Die Fransenweste hingegen ist mir einfach zu viel Cowboy und Indianer. Und über die Spitzenlegging 124 äußere ich mich einfach nicht. Mit 4 ist es niedlich, mit 16 noch keck und süß… aber danach entweder billig, beruflich oder dringend.  Es bleibt, die Sommerhefte sind eine Ansammlung der Langeweilie. Nun ja, Kleid 122 aus weißer Spitze ist… doch, wenn es zum Typ und zur Figur paßt… so ganz kann ich dem doch nicht widerstehen. Das Neckholder in Langgrößse hingegen zeigt auf dem Photo vor allem, wie schlecht der Ausschnitt sitzt…

Habe ich Lust, die Surftips anzufahren? *guck* *les* Nö.

„City Lights“ liefert Kleider, die vom Büro über das Meeting bis zum Drink am Abend alles mitmachen. Kleider sind schon mal gut. Modell 114B ginge allerdings eher als eleganteres Strandkleid bei mir durch. Und 134 hat auch ein bißchen zu viel Lässigkeit, für ein Meeting, oder? Auf Mini gekürzt macht es ja nicht unbedingt besser. Dicker Gummkizugbund geht einfach gar nicht. Das kleine schwarze Trägerkleid aus Stretchsatin macht vielleicht nicht wirklich was falsch, an die Eleganz von Audrey Hepburn kommt es aber lange nicht nicht. Kurzgrößenkleid 130 ist zumindest ein Hingucker mit der plissierten Saumblende. Mit den breiten Taillenriegeln und den großen Knöpfen bin ich mir aber nicht sicher, ob es an kleinen und zierlichen Frauen wirklich gut aussieht, oder ob das noch mehr verkürzt? Und 112 in Langgröße kann man studieren, wie ein tiefer Ausschnitt nicht sein sollte… Wenn man genau hinsieht erkennt man nämlich sogar aus der Seitenansicht, daß er eine häßliche Welle wirft. (Abgesehen davon daß man diese Modelle nur mit Silikonbusen tragen kann, weil sie keinen Platz für einen BH haben. Zumindest wenn man älter als 23 ist und mehr als Körbchen A/B hat…)

Accessoires dazu gibt es auch in knalligen Buntstiftfarben. Nett, aber reißt nicht.

Kleid 134 gibt es dann in der Nähschule. Das wiederum ist eine angemessene Wahl, weil sowohl stoff als auch Schnitt keine großen „Gemeinheiten“ vorsehen.

Im „atelierbesuch“ wird eine französische Papierkünstlerin vorgestellt. Paßt zwar definitiv nicht zu meinem Stil, aber einige ihrer zarten Teile haben schon was.

Kleid BurdastyleDer Designer-Schnitt von Luisa Beccaria zeigt übrigens sehr schön, daß man so ein tiefes Neckholder Oberteil auch machen kann, ohne daß es Querwellen am Ausschnitt gibt. Kleidern gehe ich ja immer in die Falle und das hier macht keine Ausnahme. Ein inzwischen als klassisch zu betrachtender Schnitt, aber mit einem kleinen Extra in Form der Rüsche am Saum. Für einen kleinen Sommernachtstraum?

Die „news“ bieten die Üblichen Einkaufsvorschläge…

Bei den Plus Größen gibt es auch einen Klassiker, „Out of Africa“ heißt das seit Jahren immer wiederkehrende Sommerthema. Diesmal scheint es in Richtung Safari zu gehen, zumindest deutet die khaki- oder sandfarbene Weste darauf hin. Auch für die Seidenhose mit dem Jerseybund kann ich mich nicht wirklich begeistern. Rock mit Schlangeprint ist zumindest vom Schnitt her okay, spannend aber nicht. Rock mit Cargo-Taschen… ich hatte gehofft, diese Geschmacksverirrung hätten wir hinter uns (zumal an einem langen Rock). Wickelbluse 141A sieht auf der technischen Zeichnung noch ganz nett aus, auf dem Photo weiß man dann nicht… dunkles unruhiges Muster und weicher Chiffon… man sieht, daß man nichts sieht. Als Kleid 141B schon besser (zumal es mal ein Schnitt für unelastischen Stoff ist!) aber dafür sollte man besser einen Stoff mit Webmuster nehmen, nicht mit einem Druck, der die Rückseite weiß läßt. Oder ein Photo wählen, bei dem der Stoff nicht hochgeweht wird… Ne, sorry, aber da ist diesmal so was von nichts für mich dabei…

Ein kleiner deformierter Kuschelbär stellt das Buch „Zakka Style“ vor. Der süß-Effekt stellt sich hier sicher durch die unbeholfene Form des Tierchens ein. Dabei zeigt der Kissenbezug mit exaktem Patchwork, daß es auch anders geht. Ah! Jetzt verstehe ich… der Bär paßt in eine Tasche am Kissenbezug! Das ist doch mal wirklich praktisch, dann könnte man so eine Tasche ja auch für ein schon existierendes Schmusetier nähen (so es klein genug ist), dann geht es hoffentlich nachts oder auch mal auf Reisen nicht so leicht verloren.

Basteln mit Beton ist mal was Neues. (Zumindest für Burda.) Das wäre dann schon eher für mich, nur nicht mit Blümchenmuster…

„Leichter Basteln“ beglückt uns mit relativ nutzlosen Aufbewahrungsbehältern (weil der Behälter sperriger ist als der Inhalt), aber wer von seinen Kids noch Schleich-Tiere übrig hat, kann die da vielleicht einsetzen…

Und zum Abschluss gibt es bunt bedruckten Stoff. Aha, das ist also das Label „Hamburger Liebe“. Nun ja, halt so bunter Müsterchen, wie sie im Moment alle machen… also schon nett, aber ich fürchte, das ist wieder so ein Hype, den ich nicht verstehe…

(Die Bilder sind alle von der Burda Seite und sind als Zitat zu verstehen. Die Rechte an den Bildern gehören selbstverständlich Burda.)

Cardito, die Anleitung

How to make Cardito

Mein Kartenmäppchen Cardito habe ich ja schon im Februar gezeigt, aber jetzt ist endlich die Anleitung fertig. (Nicht daß euch der ganzen Indienkrempel zu sehr langweilt…)

Wer also auch ein Zuhause für 14 Karten und einige Geldscheine brauchen kann und noch einige Stoff- und Bandreste übrig hat, der findet hier die ausführliche und bebilderte Anleitung. (Oder das Freebook, wie man auf neudeutsch sagt. Es ist aber nur ein normales pdf. :o) )

This time the instructions how to sew „Cardito“ are only in German, but they have a lot of pictures. If anyone seriously wants to sew it let me now, then I can translate the sewing pattern. And if you don’t remember how it looked like: It’s shown in this entry in February.

Maschenkunst unterwegs 2X

Maschenkunst unterwegsWas ich gelernt habe: Es ist keine gute Idee, in einem schlecht beleuchteten indischen Nachtzug Lace zu stricken…Zumindest kein halbwegs kompliziertes Muster wie den Maltese Shawl aus VLT.

What I learned on this journey: It is not the best idea ever to knit lace on an ill lit Indian night train… At least not rather complicated patterns like the Maltese Shawl from VLT.

Aber bis auf einen Fehler konnte ich alle wieder ausbessern. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut das Artyarns Silk Mohair das Trennen aushält. Auch dafür ein Dank an die Maschenkunst, die dieses Garn auf den deutschen Markt gebracht hat. 😉

But I could correct all mistakes except one. I am always surprise how well the fine Artyarns Silk Mohair survives a bit of frogging. So again Thank you to Maschenkunst for bringing this yarn to Germany. 😉

(Wo das Bild entstand? Öh… irgendwo zwischen Jaipur und Varanasi…)

(Where the picture was taken?… Well… somewhere between Jaipur and Varanasi…)

Textile Mitbringsel aus Indien, Teil 3

Textile Stuff from India, part 3

Khadi StoffHm, also beim Einkaufen kam mir das viel weniger vor, als jetzt wo ich es poste…. *hüstel*

Somehow it did not look that much, when I was shopping for it. But now I’m posting about it… must have multiplied somehow..

Zwei weitere schöne Khadi Stoffe sind in meinem Koffer gelandet. (Die Kahdi Bewegung entstand als Protest gegen die Kolonialmächte und propagierte, man solle nur indische Produkte verwenden, die jeder Haushalt selber herstellen konnte. Ganz so entschieden wird es nicht praktiziert, aber es handelt sich um handgesponnene und hangewobene Materialien, die so der Dorfbevölkerung eines zusätzliche Einnahmequelle verschaffen. Meist sind es Baumwollgewebe, die auch etwas gröber und rauher sind, als maschinell gewebte.) Mir gefällt speziell diese etwas „griffigere“ Struktur zusammen mit dem Webmuster.

Next are two Khadi fabrics. (Khadi Movement started as a protest against the colonial forces. The idea was using only India made material and produce everything in India, so every household could make it’s own clothes and didn’t have to buy imported goods. It isn’t done so strictly, but it is hand spun and hand woven material and provides some additional income for farmers. Material is often cotton and the fabric is coarser than machine woven one.) And this coarser structure is exactly what I like about it, together with the woven pattern.

Und weil ich ja weiß, wie ich mit Nähen hinterher komme, habe ich einen davon bei meiner Freundin in die Waschmaschine geworfen und gleich zu einer Kurta verarbeiten lassen. 🙂 Was mich weniger als 2 EUR kostete. (Und das war schon bei einer gutsituierten Designerin in Bangalore, nicht der Dorfschneider.) Faszinierend finde ich auch die Tüte, in der ich meine Tunika bekam: Aus einer alten Zeitung sorgsam gefaltet und geklammert. So einfach kann Recycling sein.

And since I know how not fast I am sewing I threw one of the fabrics in my friends washing machine and had her tailor making me a kurta. 🙂 Which did cost me less than 2 EUR. (And that was already a well to do designer in Bangalore, not a tailor at some remote village.) And I was fascinated by the bag I got my tunic in. Folded and stapled from an old newspaper. Recycling can be so easy.

Baranasi SilkUnd jetzt kommt die echte Handwerkskunst… Banarasi Silk. Seide aus Varanasi. An Jacquard Webstühlen von Hand gewoben in ganz feinen Mustern. Die Vergrößerung rechts im Bild versucht es einzufangen, aber die Kamera hatte Probleme, das scharf zu stellen.

And now for the real artful craft… Banarasi Silk. Silk from Varanasi. Hand Woven on Jacquard looms with the finest pattern. I tried to catch it in the zoomed part on the right, but my camera had problems to focus on it.

Typischerweise werden Metallicfäden mit der Seide kombiniert, aber es gibt sie auch Ton in Ton changierend, wie diese beiden Schals. (Wobei einer davon ein Geschenk wird… so gierig bin ich dann auch nicht.

Typically metallic thread is combined with silk to make the pattern, but they also make the weaves in hues that make the shawl look as if it could change color. (One of those is not for me but a gift, I am not that greedy…)

Banarasi SariNatürlich mußte auch einer der Saris mit. (Diesmal zeigt die Vergrößerung auch mehr von der feinen Arbeit.) Prächtig dekoriert ist nur der Pallu, der Rest ist dezenter. Was man auf dem Bild auch nicht sieht, ist die changierende Grundfarbe. Kette und Schuß sind in verschiedenen Farben und je nach Blickrichtung ist der Sari eher rot oder eindeutig lila.

Of course I could not leave without one of the sarees. (Here the zoom show more of the detailed pattern.) Heavily decorated is only the pallu, the rest is only slightly patterned. What the picture can not show is the ability to change to color of the basic fabric. Warp and weft have different colors and depending on how you look on it it is quite red or more purple.

Je stärker gemustert ein Teil ist, desto teurer wird es, denn es steckt mehr Arbeit drin. Wir haben auch große Tagesdecken gesehen, die durchgehend so dicht gemustert sind und in vielen Farben, daran arbeiten dann vier Männer über drei Monate. Da ich die Fabrik besichtigen konnte habe ich auch gesehen, daß immer wenigstens zwei Männer an einem Webstuhl arbeiten, um diese Muster zu gestalten.

Banarasi sareeHere the rule is the more heavily patterned the more expensive it gets because there is really a lot of work put into it. We were also shown a huge bedspread which had a dense all over pattern in many colors. That means for men are working on it for three month. We were allowed to visit the production site also, so I could see that there are at least two men working on one loom to create those pattern.

Und zum Abschluß noch ein untypisches Muster. Hier ist das Material etwas fester und steifer (ebenfalls untypisch für Banarasi Silk) und ich konnte mir spontan ein Kostüm oder ein Etuikleid daraus vorstellen, das mit den unterschiedlichen Mustern spielt. Ganz oben erkennt man auch einen einfarbigen Teil, das ist das „blouse piece“, aus dem man das Oberteil zum Sari nähen würde.  Mal sehen, ob und wann ich dazu komme, das zu verarbeiten. 🙂

To finish an atypical saree pattern. Here also the structure a less soft and a bit stiffer (also atypical for Banarasi silk) and I could imagine spontaneously a skirt-jacket combination or a simple sheath dress from it, playing with the different pattern. On top you can see a bit of a plain weave in red, that is the „blouse piece“ where you would have your tailor to make the top from. Well, let’s when I will find the time to make something of it. 🙂

Maschenkunst unterwegs 2IX

Maschenkunst unterwegsDer Erbauer von Nahargarh Fort hatte offensichtlich ein Herz für Strickerinnen. Denn es gibt einbebaute Fächer in der Wand, in denen man sein Strickzeug griffbereit ablegen könnte.

The builder of Nahargarh Fort evidently had a heart for knitters. Those built in shelves are perfect to store knitting projects.

(Dummerweise ist es dort zu heiß für Strickwaren, sogar für einen leichten „Maltese Shawl“ aus Artyarns Silk Mohair aus der Maschenkunst. Zum Stricken hingegen fasst sich das Garn auch bei heißem Wetter gut an, eine gute Entscheidung, das Garn kurz vor dem Urlaub zu kaufen. 🙂 Und die Farbe paßt auch perfekt, oder?)

(The only thing is that it’s to hot there to wear knitwear, even to hot for a „Maltese Shawl“ in lightweight Artyarns Silk Mohair. Luckily knitting it is nice, even in hot weather. So it was a good decision to buy the yarn right before my holiday at Maschenkunst. And the color fits perfectly, doesn’t it?)

Textile Mitbringsel aus Indien, Teil 2

Textile Stuff from India, part 2

Block Print aus IndienNatürlich gibt es die handgedruckten Stoffe nicht nur als Bettdecke, sondern auch als Meterware. Rosen auf einem feinen Baumwollstoff, da konnte ich nicht wiederstehen.

You can not only get block print on a bead spread, they have it also on cloth by the yard. How could I resist roses on a fine cotton fabric?

Auch hier gilt, draufklicken gibt ein größeres Bild. Die Konturen der Motive, also hier der Rosen, werden übrigens in der Regel nicht nachträglich aufgedruckt, sondern vorher im Motiv ausgespart. Deswegen müssen die Holzmodeln auch sehr exakt gesetzt werden.

And still the same: Klick on the pic for a bigger view. The black contours are often not just printed on top of the colors, but each color requires another block and the contours then are left white on the other colors. So it requires a great precision of work.

Sari in Block printAn diesem Seidensari hat mich das ebenfalls handgedruckte all over Muster angezogen. Den prächtigen Pallu habe ich erst nach dem Kauf wahrgenommen… Deswegen habe ich das Blütenmuster auch noch mal in einer Vergrößerung links auf das Bild „geklebt“.

What attracted my eye to this silk saree was the all over printed patter. How equally wonderful the pallu is I only realised after purchasing it. So on the left in the pic you get a zoom on the pattern.

Für beide Stoff kann ich mir eine Tunika für mich vorstellen, quer verarbeitet, damit die Randbordüre auch zur Geltung kommt.

I think both of the fabrics will make a nice tunic for me, using the fabric on cross grain to make use of the borders.

HolzmodelnDer Stoff und der Sari stammen übrigens beide aus einem Khadi-Laden.

Both, the fabric and the saree come from a Khadi-Shop.

Und dann sind mir auch noch diese netten Holzmodeln in die Hände gefallen. Ich habe keine Ahnung, ob ich irgendwann mal Zeit habe, sie zu verwenden, aber manche Sachen muß man kaufen, wenn man sie sieht, weil man sie nun mal nicht an jeder Ecke bekommt.

And then I stumbled over these cute wooden printing blocks. I have no idea if I ever find the time to try this out, but some things you have to buy when you see them, because they are not available everywhere at any time.

GlasperlenUnd so ähnlich gilt das auch für diese Glasperlen.

Waren gerade da… und nehmen ja kaum Platz im Gepäck weg. 🙂

The motto for the beads is similar.

They were there, they were cute and they don’t take up a lot of space in the luggage. 🙂

So weit für heute… ich geh dann mal die Bilder vom Rest bearbeiten.

So far for today… I’ll have to check the pics of the rest.