Afrika im Bett

Africa in bed

Ich mag ja die afrikanischen Druck und Batikstoffe, nur wohin anziehen?

Also wurde der Stoff von Toto in Paris ein Pyjama. Was auch ganz praktisch ist, denn er kommt in 5 yard Stücken und das reicht gut für einen Pyjama und läßt nicht zu viele Reste.

Pyjama nach PatronesI like african print and batik fabrics, but where do I have the occasion to wear them?

So my fabric from Toto in Paris became a pyjama. Since the fabric comes in pieces of 5 yds each that is just the right amount for a plus sized sleepwear without having to much restovers.

Der Schnitt ist der Patrones-Schnitt den ich hier für den Motivationsmonat schon mal verwendet hatte. Wie damals geplant habe ich das Oberteil oberhalb der Taille etwas gekürzt und den Ärmel erst nach schließen der Seitennähte eingenäht. Das ging wirklich einfacher.

Außerdem habe ich im Rücken eine etwa 3cm tiefe Kellerfalte eingefügt. Am Kragen paßte das Oberteil nämlich sehr gut, nur wenn ich mich im Bett einrolle, brauche ich am Rücken doch etwas mehr Weite.

The pattern used is from Patrones in 2005 and I’ve used it before. Last time I sized up the top one size (from spanish 48 to spanish 50) and added 3cm FBA to the front. To get the bottom big enough I had cut the pattern lengthwise where the side seams would have been if the pattern had side seams and added there half of the difference between the hip measurement of a spanish size 48 and my own hip measurement. This time I also shortened the top a bit above waist and I did first close the side seams and then set in the sleeves. (Lessons learned from the first time.)

Also this time I’ve added a 3cm deep pleat to the center back, because the collar is fine, but when I am curling in in bed I need more room over my shoulderblades.

Sonst ist wieder alles genäht wie beschrieben, also durchweg französische Nähte. An was ich beim nächsten Mal denken sollte ist die Belege für das Vorderteil zu vergrößern. Vor allem wenn man wie ich größere Knöpfe nimmt als vorgesehen reicht das Knopfloch sonst über den Besatz hinaus und ist zur Hälfte unverstärkt. Beim anderen Schlafanzug machte das aber bisher auch keine Probleme und so habe ich hier die Knopflöcher dann auch wieder zusätzlich mit Fraycheck gesichert. (Die im Herbst 2003 gekaufte erste Flasche ist jetzt übrigens leer. Sehr ergiebig das Zeug.)

Und ich hatte einen kurzen Moment darüber nachgedacht, einfach chaotisch zuzuschneiden und nicht auf das Muster zu acheten, aber wie man an der vorderen Mitte sieht habe ich das dann doch nicht übers Herz gebracht. 🙂

Apart from that I constructed like last time, with french seams for all seams. Next time I should remember to make the facings larger. since I tend to use bigger buttons my buttonholes are halfway beyond the facings. But it still lasts on the last pyjamas, so I added some Fray Check to the buttonholes and hope it will do. (Btw. my first bottle of Fray Check I purchased in 2003 is empty now. Did last quite long.)

And yes, for a short moment I did think about not matching the print at all and just cut at random. But I couldn’t as you can see from the front. 🙂

Aus der Küche: Trockenbeize

From the kitchen: Dry marinate

Winterzeit ist auch Wildzeit und da meine Gäste an Sylvester auf meine Beiztechnik sehr erstaunt reagierten (das Ergebnis aber sehr zu schätzen wußten) scheint es nicht allgemein bekannt zu sein. Also diesmal eine kleine Anleitung aus der Küche.

Winter is also the time for eating game dishes. My guests at New years eve were all surprised by my technique of marinating it (but delighted by the result), so it seems not to be generally known (as I had thought). So this time a tiny tutorial from the kitchen.

GewürzeLos geht es mit Gewürzen und einem Mörser. Ich verwende Wacholderbeeren, roten und schwarzen Pfeffer, Piment, Kardamom, Coriander, ein Stück Lorbeerblatt, ein Stück Zimtstange und eine Nelke.

Das alles kommt in den Mörser und wird dort zerkleinert.

I’m starting with spices and a mortar. I’m using juniper berries, red and black pepper, allspice, Cardamom, Coriander, s bit of a bay leaf, cinnamon and a clove.

That’s all getting pulverised in the mortar. (Well, not to fine, just all grains broken.)

Geschirrtuch tränkenDanach gilt es ein Geschirrtuch zu opfern.

Opfern deswegen, weil es mit gutem Rotweinessig befeuchtet wird. Und Rotweinessig wäscht sich ungefähr genauso gut wieder raus wie Rotwein. Also nehmt eines das heiße Wäsche verträgt und nicht euer schönstes.

Das Tuch wird so getränkt, daß es gut durchfeuchtet ist, aber nocht nicht wirklich suppt. Und zwar auf einer Fläche die groß genug ist, euer Fleischstück komplett zu umschließen.

Auf den Essig kommen dann die zerstoßenen Gewürze.

Then you have to sacrifice a tea towel.

Sacrifice because you sparkle it generously with good red wine vinegar and since that is made from red wine it stains like red wine. So take one that can be washed hot and don’t take your best one.

You soak enough of the towel to cover your piece of meat completely. You want it well wet, but not really dripping. And on top you distribute your pound spices.

Fleisch einrollenDann wird das Fleisch in das Tuch eingerollt.

Put your piece of game on top of the spices and roll it into the towel.

Die Methode, Fleisch zum beizen in Essig oder ein Essig-Wein Gemisch einzulegen kennen sicher alle. Die Methode hat allerdings den Nachteil, daß sie das Fleisch auch stark auslaugt. Und bei kleineren Stücken oder auch bei feinen Teilen wie Filets möchte man das manchmal nicht.

Bei der Trockenbeize bekommt das Fleisch etwas weniger von dem säuerlichen Essiggeschmack, dafür ist der Geschmack der Gewürze intensiver. Und wie oben schon angedeutet, besonders geeignet für kleiner Bratenstücke oder auch feine Stücke die man in der Pfanne braten möchte.

Hirsch eingerolltUnd so eingerollt wandert das Fleischstück dann in den Kühlschrank. Mindestens 24 Stunden, drei Tage sind aber besser. Und fünf sind auch möglich.

Danach wird es ausgewickelt, abgewaschen, gut abgetrocknet und nach Wunsch gebraten.

Guten Appetit!

The technique to marinate the game in vinegar, wine or a mixture of both is widely known, I think. Only disadvantage is that especially smaller pieces of meat can become a bit dry or fine pieces as filets or faux filet might loose to much of their taste.

With this technique of „dry marinating“ the sour taste of the vinegar is less dominant and the taste of the spices is stronger. And as already mentionned, it’s suits especially smaller pieces and those (as filets) you want to fry in a pan.

The wrapped meat goes in the fridge, 24 hours is minimum, three days is better and even five are normally not a problem.

Then you unwrap it, wash of the spices, dry with kitchen towels and prepare as you like it.

Enjoy your meal!

Revue de Presse: Burdastyle Februar 2010

Diesmal ein „mariner“ Titel, der von der eigenen Yacht träumen läßt. Das Editorial hingegen rückt 50er und 60er Jahre Mode in der Vordergrund. Na mal sehen, was das für eine Mischung gibt.

Ah, erst mal befasst man sich mit der neuen burdastyle Webseite. Diese wird im Heft erst mal erklärt. Nötig ist es, denn die Funktionalität ist mies und die vorher schon nicht geniale Seite hat an Übersichtlichkeit noch deutlich verloren. (Und das muß man erst mal hinbekommen…) Hoffentlich lesen auch alle Userinnen der Seite vorher die „Gebrauchsanleitung“ im Heft. 😀

Aber dann geht es erst mal ans Basteln, das erste Thema befasst sich mit Mieder und Co. Dazu gibt es erst mal ein Bild von einer Modeschau von dem bekannten Designer „Galultier“. Ich hätte ja gesagt, daß es nach Gaultier aussieht, aber vielleicht gibt es da einen neuen Stern am Designerhimmel. *g* (Wenig ansprechend für das gezeigte Couturemodell ist übrigens auch, daß das Laufstegmodel so wenig Oberweite und Brustumfang hat, daß der BH zusammenfällt und in der Gegend rumschlabbert… Weniger ist nicht immer mehr.) Das aufs T-Shirt aufgenähte Mieder sieht aber ganz witzig aus, erinnert an die junge Madonna.

„Landlust“ ist das andere Bastelthema, hier darf mit Spitze und Häkelblüten verziert werden. Praktischerweise hat Bärbel dieser Tage in ihrem Blog dazu was zusammengetragen. (Aber die liest ja auch jedes Burdaheft, kein Wunder… 😉 ) Und beim dritten Thema geht es um „Modern Art“, also T-Shirt dekorieren. Ob angeklettete Filzsterne auf Dauer gut aussehen und nicht bald an abgeknickten Strahlen leiden?

Auch die „Resteverwertung“ ist eher ein Bastel- als ein Nähtheme. Leider gefallen mir die „Pseudo-Orden“ nicht so wahnsinnig, denn alte Broschen dafür hätte ich sogar. Na mal im Auge behalten, vielleicht finde ich mal was, wo es dazu paßt. Denn an Kleidung mag ich sie nicht stecken, weil sie meist sehr dicke Nadeln haben.

Endlich das erste Modethema. „Vorsaison“ lautet der Titel, inhaltlich scheint mal wieder lässig noble Schiffsatmosphäre dran zu sein. Für Kurzgröße gibt es diesmal ein Chanel Jäckchen und die eine Hose dazu. Ringel Shirt 112A zeigt, daß auch bei Burda jemand exakt nähen kann. die an den Raglannähten sauber versetzten Streifen finde ich ein einfaches und raffiniertes Detail. Bei Rock 104B ist hingegen vor allem das karomuster interessant. Und es gibt (schon?) wieder eine Hemdbluse.

Jacke BurdastyleTotal genial finde ich die Jacke 101, vor allem den Kragen. So einen will ich nämlich an meinem seit zwei Jahren geplanten Wintermantel. Im Prinzip weiß ich zwar, wie man den konstruiert, aber wenn man Maße und Proportionen abschauen kann ist es einfacher.

Auch der Tellerrock mit der Falte sieht raffiniert und gleichzeitig einfach aus. Das sollte auch in etwas größer möglich sein…. Miniröckchen und das Karohemdkleid… nun gut.

Oh, eine Anleitung für Ballerinen. Das gefällt mir auch… aus jedem Stoff die passenden Schläppchen. Ah, allgemein maritime Accessoires sind das Thema, natürlich, was auch sonst.

In Langgröße gibt es auch eine Hose und eine Bluse. Im Thema „Country Star“, deswegen ist es auch ein Jeanshemd mit etwas obskuren Teilungsnähten. Der Rest ist genauso vorhersehbar. Karoblüschen, Lederrock… klassische Jeansjacke (diesmal wieder in Kurzgröße), die Leggins dazu sind cool. (Generell, nicht an meinen Beinen…)

Shirt BurdastyleOh, das geringelte Shirt hingegen finde ich wieder sehr schön. Sieht nicht nach Cowgirl aus, daran mag es liegen. Und der Ausschnitt ist wohl eher nicht bürotauglich. BH-tauglich auch nicht. Hm…

Der Rest des Themas ist mir dann wieder zu „lederig“ und fransig. Auch die Accessoires dazu… eher nicht. (Eine Haarbürste für 150 EUR ist übrigens auch „eher nicht“…)

„Strahlend im Job“ nennt Burda das nächste Thema. Ich frage mich allerdings, was da der Arbeitstitel war, denn süße Kleinkinder sind ja kein typisches Bürozubehör… 😀 Das Farbthema ist jedenfalls eindeutig grau mit gelb. Das sieht auch toll aus, nur für mich wäre das ganz sicher nichts. Die Schnitte hingegen für Hosenanzug und Bluse sind letztlich sehr klassisch. (Und der lose am Model herumschlackernde Kaufrock sieht so definitiv nicht gut aus. Wenn die Klamotten zu groß werden, ist es dringend an der Zeit für ein wenig weniger magere Photomodels.)

Kleid BurdastyleKleid 127 ist dann wieder ein Teil das mir sehr gut gefällt. Ganz meine Linie. (Nein, nähen werde ich es mr nicht, ich fürchte es ist nicht kompatibel mit meiner Figur. Aber gefallen tut es mir gut.)

Viele Basics sind auch dabei, das Shirt mit den Raglan-Ärmeln diesmal in gelb und für Kurzgröße eine Bluse und einen Rock mit simplen aber raffinierten Einsätzen. Die kann man glücklicherweise ganz einfach in jeden graden Rochschnitt reinkonstruieren.

Mantel BurdastyleOh und der einreihige Blazermantel 126… so ein „paßt zu allem“ Teil bräuchte ich mal wieder dringend… Vielleicht sollte ich nicht mehr bloggen und stattdessen mal wieder etwas nähen?

Die Beautyseiten mit den Hautcremes kann ich gleich großräumig überschlagen.

Ah, dann kommt das Retro Thema. Vichy-Jäckchen, Pepita-Hose, bunten Bluse,… shcon irgendwie nett, aber so gar nicht mit mir kompatibel. 125 ist ein schickes Sommerkleid, aber ich frage mich, ob der Stoff mit den riesigen Blüten die optimale Wahl ist. Von hinten eher nicht und von vorne zeigen sie es nicht. Top 122 gibt es auch noch mal, diesmal mit breiten Ringeln und langen ärmeln. Auch nicht schlecht. Und der Rock in Kurzgröße behält auch gemustert seinen Reiz. Und ganz toll der Tellerrock noch mal, allerdings vor allem wegen des Stoffs, ein mit Blumen überdrucktes Vichykaro. Nur den bekommt man natürlich mal wieder nicht. (Auch wenn der Text was anderes behauptet….)

In der „Nähschule“ geht es diesmal um Ärmel einsetzen. Speziell für die als Beispiel gezeugte Karojacke wäre es allerdings angebracht, die Ärmel von rechts einzuheften, wenn man die Karos wirklich präzise anpassen will…

Bei den Accessoires zum Oldie-Thema ist ist übrigens eine tolle geflochtene Tasche dabei… die würde ich nehmen. 🙂 Ist mir 45 EUR sogar nicht mal so teuer. Das Make-Up paßt diesmal auch zum Thema, erstaunlich, was es alles noch gibt. So was wie Haarpomade hatte ich für ausgestorben gehalten.

Kindermantel BurdastyleOh, der geblümte Mädchentrench ist doch einfach unglaublich süß! Es gibt ihn aber auch als Jacke und für Jungs. Und ein paar andere schlichte, aber niedliche Sachen dabei. (Größenspektrum ist 104-128, falls jemand überlegt, das Heft zu kaufen.)

Die Papierbastelei im Dekoteil geht diesmal wirklich völlig an mir vorbei. Danke. Und wenn ich wissen will, was für verschiedene Kleber es gibt gehe ich in den Baumarkt, da stehen mindestens so viele Infos dabei wie in der „Warenkund“.

Der Kurs zum Handsmoken gefällt mir da deutlich besser. (Wobei ich da in meinen alten Nähbüchern eigentlich schon genug Anleitungen hätte… es aber trotzdem noch nie ausprobiert habe. Obwohl man so schöne Effekte damit erzielen kann. Vielleicht bringt eines der nächsten Burdahefte passende Modelle zur Technik.

Kleid BurdastyleIm „Starstyle“ wird diesmal Cloe Sevigny in Szene gesetzt. Daß dünne Beine automatisch nach kurzen Röcken verlangen möchte ich nach einem Blick auf ihre Knie ausdrücklich verneinen, aber das Kleid finde ich obersüß (für die passende Figur…). Und wer auch keine so hübschen Beine oder Knie hat… ich denke man kann es gut länger machen oder einfach eine schmale Hose drunter tragen. (Für den Schnitt muß sich übrigens niemand das Heft kaufen, den gibt es hier als Download.)

„Stil in Sicht“ heißt es diesmal für die Plusgrößen. Auch etwas maritim angehaucht. Der Frottebademantel sieht jedenfalls sehr elegant aus, was so ein paar Teilungsnähte doch ausmachen können. (Wobei ich mich gerade frage, warum das Modell auf dem Photo so aussieht, als hätte es eine Kapuze, die technische Zeichnung aber ganz klar einen Schalkragen zeigt?) Das Hemdblusenkleid… ich glaube sie sind wieder in Mode, aber für mich sieht es letztlich doch immer etwas wie Kittelschürze mit Ärmeln aus. Achguck mal an, der Bademantelschnitt wird zum Doppelreihigen Mantel. Mit Hose und Bluse elegant, aber auch etwas… konservativ.

Kleid BurdastyleDafür ruft Kleid 139 bei mir sofort wieder den „haben will“ Reflex hervor! Etuikleid, Wickeloptik und Chiffon Volants…. mag ich alles. Fehlt nur mal wieder die Gelegenheit…

Auch Chanel-Jäckchen ist diesmal für größere Größen dabei, nett. Das letzte Outfit hingegen ist wieder eher von langweiliger sportiver Eleganz. Nun ja.

Die „news“ diesen Monat… nein, nicht so spannend. Wann es wieder „Rykeil“ bei H&M gibt kann man eh nicht verpassen (das bewerben die selber) und eine Fendi-Tasche für knapp 700 EUR zum selber besticken… nun gut.

Das Kapitel „Modelexikon“ befasst sich mit Miuccia Prada. Warum jetzt ausgerechnet das das Thema ist bleibt unklar (Ein Lexikon ist bekanntermaßen ein Werk, daß sich durch Systematik auszeichnet) und die Information naturgemäßg spärlich. Und beliebig, wenn man mal genauer hinguckt.

Ähnlich geht es mit den „Best Sites“, den Surftips fürs Netz weiter. Der eine Webshop hat zwar schone Produkte, disqualifiziert sich aber durch einen Link aufs Impressum der auf „diese Seite existiert nicht mehr“ verweist, mangelnde Angaben zur Materialzusammensetzung oder gar zur Waschbarkeit und zudem teilweise fehlenden Übersetzungen der Artikel. Die nächste verdeckt ihr eigenens Angebot mit einer drüberklappenden Werbung und der dritte bringt mich durch lästige Musik auf der Startseite erfolgreich zum schnell wegklicken. Und der Rest der Themen ist uninteressant. Ich sollte mir echt abgewöhnen, die Seiten überhaupt anzugucken. Oder vielleicht sollte ich sie unbesehen auf den Filter setzen und blocken…

„Aus 1 mach 4“ befaßt sich mit dem Blazer. Wobei sich Burda eine Definition des Kleidungsstückes lieber spart, denn bei den vier Versionen geht eine als Blazer durch, die anderen sind Wickelbluse, Blouson und Trenchcoat. Kann man natürlich aus dem Jackenschnitt entwickeln, aber Blazer sind es dann eben keine mehr. (In der Schule wäre das „Thema verfehlt“ gewesen. Oder das Thema ist eine anderes, aber dann sollte man vielleicht den Titel anders wählen.)

Lustlos ist im Übrigen auch der „Atelierbesuch“. Da es um Schuhe geht ist meine Aufmerksamkeit natürlich gesichert. Aber der „Atelierbesuch“ dürfte sich auf einen Besuch der jeweiligen Webseite und eine Bitte um Zusendung von Pressematerial beschränkt haben…. Dann doch lieber nur ein Künstler/ Designer und den dafür wirklich vorgestellt. (Und ob die Designerin über den Artikel so glücklich ist, bei der man ausgerechnet Werke aus der Kollektion 2006 für das abgedruckte Photo ausgewählt hat…?)

Patchwork scheint sich als dauerhafte Kategorie in Burda zu etablieren. Als Vorhang ist das ja eher ungewöhnlich, aber auf dem zweiten Blick enwickelt der Entwurf doch einen gewissen Reiz. (Und man muß ja nicht unbedingt Kaffe Fasset Stoffe dafür nehmen.)

Als „Lieblingsstück“ auf der Straßen photographiert hat Burda sich diesmal die Lederjacke ausgesucht. Die ist wohl wieder „in“, aber war sie jemals wirklich „out“? 😉

Ganz am Ende wird wieder ein „Stoff des Monats“ vorgestellt. Der ist ganz niedlich, aber wirklich cool ist die Darstellung als genähte Pflanze…

Als Fazit kann ich diesmal aber sagen, daß mir diesmal wirklich viele Modelle aus dem Heft gefallen. Auch wenn nicht alle für mich. 😉 Aber ein schönes Heft. 🙂

Daisy Frost

Das Wochenende mit Sturmwarnung hat mich motiviert, mir noch sicherheitshalber vorher Wolle für mein nächstesn Projekt zu kaufen. Von Sturmtief „Daisy“ war bei uns nichts zu spüren, aber mein neues Projekt verdankt ihm den Namen: „Daisy Frost“, denn kalt war es und Schnee hatten wir auch.

We had a weekend with a storm warning and that motivated me to get yarn for my next knitting project before. Well, storm „Daisy“ never really arrived her,but I’ll call my new project „Daisy Frost“, because it was cold and we had snow.

MaterialDa es Anfang dieses Jahres wirklich kalt wurde bin ich gerade zu einem Winterpulli motiviert. In meinem Vorrat sind einige Einzelknäuel „Zoom“ von Lang, die ich gekauft habe, weil die Farben alle zusammenpassen und wirklich sehr billig waren.

At the beginning of this year it became really cold so I was inspired to knit a warm sweater. I had some balls of „Zoom“ from Lang in my stash, different colors each, but fitting together well. That was why I had bought them. And because they were on „ultrasale“.

Eigentlich wollte ich ja irgendwas kleines draus stricken, aber jetzt habe ich Lust zu einem warmen Pulli, deswegen brauchte ich Ergänzung.

In passender Stärke und Farbe und maschinenwaschbar hatte aber nicht mal Maschenkunst was passendes, also habe ich „Linie160 Season“ von ONline dazu gekauft. Ähnliche Materialmischung, maschinenwaschbar und doppelt genommen sollte es die gleiche Stärke haben.

Originally I had intended to make something small from the yarn, but now I feel like making a sweater so I had to find a yarn to combine with them. Which was more difficult than expected, even at Maschenkunst they didn’t have something with the right size, color material and able to be machinwashed. So I ended up buying „Linie160 Season“ from ONline, about the same material and machinewashable and if I take to strands together it should fit the other yarn.

Nadeln in 5,5 liegen auch bereit, dann muß ich nur mal die Zeit haben, Maschenproben zu machen und zu gucken, ob die Garne wirklich zusammenpassen.

Needles in 5.5 mm (US#9) are ready, I just need the time to start swatching and to find out whther the two yarns will fit together as expected.

Die Spitze bekommt Spitzen

Pointy Lace

Spitze an LacestolaNachdem der Pulli endlich fertig war, konnte ich mich wieder meiner grauen Stola widmen.

Und bin somit auch beim Rand angekommen, der ja direkt angestrickt wird. Im Moment sieht er noch recht krumpelig aus, aber das wird sich beim Spannen geben. (Hoffe ich zumindest, mit reinem Alpakagarn habe ich noch nie Lace gestrickt…)

Since the sweater for my friend was finally finished I had more time for my shawl.

And so I’ve finished the shawl itself and started the knit on border. The triangles still look not very pointy yet but that will block out. (At least I hope so, I’ve never done lace in alpaca yarn.)

Aber das bedeutet noch etwas anderes… ich darf mein neues Projekt planen, Wolle dafür kaufen (Ich werde etwas von meinem Vorrat verwenden, da das aber nur für einen halben Pulli reichen wird, muß ich noch zukaufen.) und schon mal Maschenproben stricken. Denn der Pulli wird ein eigener Entwurf, als Basis will ich einen Shirtschnitt benutzen, der zumindest aus Jersey gut paßt. Und das muß ich dann nach der Maschenprobe komplett umrechnen.

So komplett habe ich das glaube ich noch nie gemacht… es wird also auch technisch ein spannedes Project für mich. (Oder vor allem technisch, das Muster wird eher schlicht.)

But this also means something else… I am „permitted“ to plan the next project and to buy wool for it. I’ll be using some from my stash but they alone won’t be enough so I’ll have to buy some more. And then I’ll have to start swatching because the sweater will be made after a tnt pattern for knitted shirts and I’ll have to calculate everything after the swatches.

I think I never did that for a whole sweater, so this will at least be a technical challenge for me. (The design on the other side will be quite simple.)

1-2-3-5 Mütze

Nach dem fertigen Pullover hatte ich noch so einiges an Wolle übrig und ich wußte auch, daß eine wärmende Kopfbedeckung ebenfalls gewünscht war.

After having finished the sweater there was wool left and I knew that some headwarming would be welcomed, too. So I went back to the needles.

MützeAlso warf ich mich noch mal an die Nadeln.

Viel Zeit hatte ich nicht, außerdem war klar, daß auch hier „Mann“ wohl eher nicht auf irgendwelche komplizierten und auffälligen Strickkunststücke stand. Ein Kompromiss aus „ich langeweile mich beim Rippenmuster zu Tode“ und „eine schlichte Mütze bitte“ war gefragt.

Herausgekommen ist die 1-2-3-5 Mütze. (Für Geeks: Ja da ist ein bißchen Fibonacci dabei.) Die 123 fertig ist und auch für Anfänger geeignet.

Und hier ist die Anleitung als pdf-file (neudeutsch „Ebook“) die ihr euch runterladen könnt:1-2-3-5 Muetze

(Und weil man es ja immer dazu sagen muß: Meine Anleitung, meine Rechte, ich freue mich, wenn ihr zum privaten Gebrauch eine Mütze danach strickt. Gewerbliche oder anderweitige nicht private Nutzung der Anleitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Danke.)

I didn’t have much time for the knitting and it also was clear that something plain would be preferred and more worn than some fancy complicated knitting. So I needed a compromise between „I’m dying of boredom while doing a 2-2 ribbing“ and „something plain, please“.

This resulted in the 1-2-3-5 Beanie. (For geeks: yes, there is a bit of Fibonacci in it) It’s finished in no time and also suitable for beginners.

Here’s the pattern as pdf to download: 1-2-3-5 beanie.

(Maybe it’s not necessary but just to be clear: my pattern, my copyright, I’m happy about every beanie you knit for private use. No commercial or other non private use of the pattern or parts of it without written consent of the author. Thanks.)

Wer auf Ravelry ist findet die Anleitung auch dort.

If you are on Ravelry you’ll find the pattern there, too.

Recycling oder Sakrileg?

Recycling or sacrilege?

Nähmaschine als Stichsäge von InstructablesUnglaublich… wer macht denn aus einer Nähmaschine eine Säge???

Auf Makezine findet man so was.

Und wer tatsächlich eine Nähmaschine umbauen will, auf Instructables ist die Anleitung. 😉 (Da kommt auch das Photo her.)

Unbelievable, who would make a saw from a sewing machine?

Makezine of course.

In case you want to do that to a sewing machine, on Instructables they explain how. 😉 (That’s also where the pic comes from.)

Traumkleid

Dress of my dreams

KleidEs kommt ja wirklich selten vor, aber hier hat mich mal wieder ein absolutes „will ich haben“ Kleid angesprungen.

In der Knip vom Dezember 2009 ist es drin.

Der Stoff vielleicht nicht so… aber die Schnittezeichnung (ein Klick aufs Bild zeigt die größere Version): Die Kombination mit den transparenten Ärmeln, der raffinierte Rücken, nicht langweilig hochgeschlossen, aber trotzdem nicht nackt… ich brauche dringend eine Gelegenheit!

(Oder besser nicht… wann sollte ich es denn nähen?)

For me this happens rarely but this dress from the december 2009 issue of Knip is just perfect!

Okay, maybe not so much the fabric, but the pattern. (Click on the pic to get the bigger version that shows the technical drawing better.) I just do love this combination with the transparent sleeves, with a back that is not boringly covering but not completely exposed either… I urgently need a possibility to wear that dress!

(Or better not… I don’t see when I would have the time to sew the dress…?)

Selbst der längste Pulli….

Even the longest sweater is finished one day.

… ist irgendwann mal fertig.

Pullover aus \(Ich bitte die schlechte Bildqualität zu entschuldigen, aber die Geduld des Pulloverempfängers mit Photos war ungefähr so groß wie der Ladezustand der Kamerabatterien… 😀 )

(Please excuse the quality of the pics, the batteries of my cam were low as was the patience of the model… 😀 )

Luckily his patience with my knitting is way higher because I’ve started the sweater April 2009 and it was delivered two days before new years eve. And he’s happy with the sweater.

Mit dem Pulli hingegen ist er glücklich und war auch geduldig, denn angefangen hatte ich letztes Jahr im April, übergeben wurde er kurz vor Sylvester.

Ich hatte ja schon einges geschrieben, hier noch mal die Zusammenfassung: Das Modell ist der „Zopfrautenpullover für jeden Tag“, ein Modell von Michael Weinreich aus „Männermaschen„. Das Garn ist „Merino extra“ von Schachenmayr nomotta. Verbraucht habe ich etwa 815 g, die Anleitung geht von 750 g für die Größe aus, ich habe den Pulli aber verlängert.

Mit der Anleitung kam ich im großen und ganzen gut klar, auch wenn ich statt des ausgeschriebenen Musters lieber ein Diagramm gehabt hätte. Da passieren dann auch nicht so leicht Fehler… (worin der Fehler in der Beschreibung besteht habe ich hier schon beschrieben).

I’ve already been writing about this sweater, so here I’ll try a resumee: The pattern is „Zopfrautenpulliver für jeden Tag“ from Michael Weinreich from his book „Männermaschen„. The yarn is „Merino extra“ from Schachenmayr nomotta. It took me about 815 g, according to theinstructions it’s 750g for that size, but my version was a good deal longer.

The instructions in general were fine even though I’d prefer a chart over written instructions for the pattern. This also helps to avoid mistakes in my opinion… (what I think is wrong and what I therefore changed I’ve already described here).

Was ich vermisste war eine Maßtabelle für die Größen. Der Pulloverbesitzer ist lang und dünn, so daß klar war, daß ich den Schnitt würde anpassen müssen. Vermessen der Person und eines am wenigsten schlecht passenden Strickpullovers (Menschen mit nicht-Standardgrößen haben in der Regel ja auch keine passende Kleidung) erbrachte Gr 46/48 in der Weite und eine Verlängerung des Pullovers um 6 cm sowie der Ärmel um 7,5 cm – 10 cm. (Je nach dem womit man verglichen hat.)

What I really missed were measurement tables to determine the right size. The owner of the sweater is long and thin so it was clear from the beginning that I would have to make alterations. So measured him and the least badly fitting sweater of his (non-standard sized people normally don’t have fitting clothes you could refer to) and determined that the sweater would need 6cm more lenght and the sleeves 7.5 cm – 10 cm. (Depending on what I used for the comparison.)

Das Problem ist hier, daß sich jede Wolle etwas anders dehnt und der Vergleichspullover natürlich eine andere Wollmischung hatte und maschinengestrickt war. Merino verhält sich anders, handgestrickt sowieso…

Pullover aus MännermaschenIm Resultat ist (obwohl nach gewaschener Maschenprobe berechnet) die Pulloverlänge gut, die Ärmel könnten 5cm kürzer sein, wobei es dem Träger glücklicherweise nichts ausmacht, die Bündchen einmal aufzuschlagen.

Der Kragen paßt hingegen offen und geschlossen gut. 🙂

The problem is that every yarn behaves differently and the existing sweater also was machine knitting. Merino wool is quite different and hand knitting also.

So the sleeves could have been 5 cm shorter, even though I had calculated with a washed and blocked swatch. Luckily the owner of the sweater doesn’t mind to turn up the cuffs.

The collar on the other side fits well, with the zip open or closed. 🙂

Was ich gegenüber der Originalanleitung verändert habe war, daß ich am Kragen die jeweils ersten und letzten vier Maschen stillgelegt habe und dann von dort aus den Beleg direkt angestrickt habe, statt ihn anzunähen.

What I changed compared to the instructions was that I did not knit the facing for the zip as an extra piece but I attached it directly to the collar. What I would change if I’d do the sweater again: I’d use a firm ribbon instead of the knitted facing to stabilise the zip and make it easier to use it.

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Statt gestrickter Belege Köperband von innen annähen, weil das den Ausschnitt stabilisiert und der Reißverschluss so leichter zu bedienen wäre. Denke ich zumindest.

Wer noch mehr Detailphotos sehen will: Auf Ravelry ist der Verlauf dokumentiert.

Das Fazit ist trotz der kleineren Kritikpunkte positiv: Antoine liebt seinen weichen, warmen und maschinenwaschbaren Pullover und er paßt außerdem besser als alle gekauften, die er sonst hat. 🙂

If you want to see more detailed pics the making of was documented on ravelry.

And besides some minor critique the conclusion is a very positive one: Antoine loves his soft, warm and machine washable sweater which fits better than anything else he has. 🙂

Revue de Presse: Knipmode januari 2010

Titel KnipDie Knip für den Januar landete auch bei mir. Der Titel wirkt etwas unstrukturiert und begeistert mich nicht.

Los geht es dann mit Strickmode. Und zwar sowohl zum Stricken, als auch zum Nähen aus Strickstoffen. Also sozusagen für jeden Geschmack. Dummerweise etwas ungünstig für mich, denn mit einem Schnittmuster komme ich klar, bei Strickanleitungen sollte man die Sprache verstehen. Wobei die meisten Modelle nett sind, aber auch nicht überragend. Aber tragbar und modisch. Der Strickmantel mit dem Zopfmuster vom Titelblatt ist schön, aber in XXL wird es wohl arg nach Bademantel aussehen.

Strickjacke aus KnipJedenfalls ist dieses Heft eine Fundgrube für Strickjacken Fans.

Und diese ganz dicke Jacke (Nadel neun, wenn ich das richtig entziffere) sollte sogar für diesen Winter noch fertig werden. 😉

Da das Heft schon Mitte Dezember erschienen war zeigt die nächste Modestrecke Kleider für die Sylvesterparty. Die sind sicher schnell zu nähen… aber aus meiner Sicht nicht wirklich interessant.

Da ist der „eingefaltete Wickelrock“ aus der „ohne Schnittmuster“ Abteilung beinahe interessanter. Wie gut der dann ohne Bund am Körper hält… ich glaube eher was für ruhige Naturen, die sich nicht hektisch bewegen. *g*

(Mangels Sprachkenntnisse kann ich diverse allgemeine und Stylingstips nicht lesen. Vermutlich ist das zumindest manchmal auch ein Glück….)

Gut sieht dsa „Top Stuk“ aus, wobei mir immer nicht ganz klar, was ein solches auszeichnet. Jedenfalls ist es ziemlich couturig mit einer raffinierten Wickelbluse. (Wobei ich vergleichbare Details an einem Shirt Schnitt von Vogue habe, sogar schon genäht.) Karottenhosen und noch dazu in Hochwasserlänge gefallen mir hingegen auch bei Knip nicht. Ein ganz schlichter Mantel hat noch was, aber für mich wäre die Form wohl nichts, ich brauche eher was mit Abnähern.

Was jetzt kommt scheint auch Büromode zu sein, muß also ein typischen Januarthema sein, Burda hatte das ja auch. Bei Knip ist das Thema etwas lässiger, mit einem eher schlichten Kleid und mit Strickjacke. Wobei es einen Hosenanzug auch gibt.

Blazer KnipEine Mutter – Tochter Sparte gibt es ja sonst auch, aber diesmal ist das Thema Vater und Sohn. Hemd, Hose, Blazer… eigentlich klassische Basisschnitte. Aber den Blazer gibt es noch mal mit Pfiff. Das ist keine Kaputzenjacker unter dem Jacket, nein, die Kapuze ist gleich dran. Gefällt mir gut. (Auch wenn ich niemanden kenne, der es tragen würde. Mein Mann trägt solche Jacken nur zur Arbeit und da wäre die Kapuze schon wieder zu „casual“ und bei menem Bruder wäre das Jacket zu formell. Aber ich habe ja eh keine Zeit…)

Ah ja, in der „Schnell anders“ Abteilung wird mit Spitze aufgepeppt. Sieht sogar ganz nett aus.

Hm, was ist das nächst Thema? Ah ja, Verwandlung. Drei Damen haben abgenommen und bekommen einen neuen Look. (Wobei die Ergebnisgrößen zwischen 38 und 46 liegen, jede nach ihren eigenen Wünschen.) Sehen auch alle gut aus, die drei Damen. Nur bei der in Größe 46… entweder ist das eine sehr große 46 oder die Kleidung ist nicht so sehr schmeichelhaft… Und an der Dame mit 40/42 sitzt der Blazer doch sehr spack…

Die Variationen eines Teiles heißen bei Knip „4 in 1“. Einen Blazerschnitt unterschiedlich zu stylen ist sehr tragbar. Aber nicht sonderlich innovativ.

Das war’s dann schon wieder, nachdem ich sowohl das November als auch das Dezemberheft toll fand und über dieses Jahr mit Kleiderschnitten verwöhnt wurde ist es nicht so verwenderlich, daß jetzt auch mal andere Geschmäcker bedient werden. 😉