Dreher (Anleitung für Herrensocken)

Dreher (pattern for men’s socks)

SockenDiese Socken hatte mein Bruder ja zu Weihnachten bekommen. Da kamen sie gut an und ich bin endlich dazu gekommen, auch die Anleitung dafür zu schreiben.

My brother got those socks for Christmas. He likes them and I like my pattern also, so finally I’ve found the time to sit down and write the pattern.

Die Socken werden von der Spitze nach oben gestrickt und außer linken und rechten Maschen muß man nichts können. Und zählen… Denn Langeweile kommt trotzdem nicht auf, denn es gibt eine rechte und eine linke Socke, die gegengleich gestrickt werden. Ich hoffe, ich habe wirklich alles richtig aufgeschrieben.

The socks are knitted toe up and you only need to know how to knit and how to purl. And how to count… Even though the technique is easy knitting is not boring. You have a left and a right sock and as you can see the pattern is mirrored. And I really, really hope I’ve written down everything correctly.

Dreher SockenDie Anleitung ist für Größe 43, wer es länger oder kürzer braucht, sollte versuchen, das über die Spitze oder die Nadelstärke zu regulieren, denn das Muster zu verändern ist nicht ganz trivial. (Wobei am Anfang Reihen weglassen nicht ganz so problematisch ist.) Von der Weite her ist es weniger schwierig, denn das Muster bietet da viel Elastizität und Spielraum.

The pattern is for German shoe size 43, if you need it smaller or longer better try to make most of the changes in the toe region or by changing needle size. Changing the pattern is less easy. (Though leaving out pattern rows at the beginning or the end is less critical.) Widthwise it shouldn’t be much of a problem, the pattern includes a lot of elasticity.

Anleitung für Herrensocke „Dreher“

Sock pattern „Dreher“ in English

Wie immer liegen die Rechte für die Anleitung bei mir, es ist für den privaten und nicht kommerziellen Gebrauch kostenlos. Verkaufen, kopieren und weitergeben ist nicht erlaubt (Ihr dürft aber gerne den Link auf diesen Blogeintrag weitergeben). Alles andere nur nach Absprache. Danke!

Like always the pattern is mine, it’s free for private and non commercial use. You are not allowed to make copies (but you can pass on the link to this blog entry) or to sell the pattern. For anything else please ask. Thank you!

Cardito, zum dritten

Cardito III

Aller guten Dinge sind drei und somit kann ich nun „Cardito“ präsentieren. Meinen kleinen Kumpel der meine Kredit-, Bank- und vor allem sonstige Kundenkarten für mich herumträgt und in Ordnung hält.

CarditoIn German we have a saying about the third try that works out (not sure if that can be translated in English) and so I present „Cardito“. My little buddy who carries around all my credit and banking and whatever club/ adherence/ membership/… cards and takes care that they have a place where I can find them easily.

Von außen ist der Unterschied zu den ersten beiden Versionen nicht sichtbar. Kein Wunder, denn ich habe Reste von immer noch dem selben Stoff verwendet und war mit dem Design ja auch zufrieden. Allerdings ist mir der etwas steife graue Velours den ich für eine Innenlage verwendet habe ausgegangen, deswegen hat die äußerste Schicht der Hülle jetzt ein wenig leichte Bügeleinlage bekommen.

From the outside there is no big difference to the first two versions. No surprise, because I am still using the remnants of the very same fabrics and the design was okay for me from the beginning. But the slightly stiff gray velour I had used for one of the inner layers isn’t big enough so I had to exchange it for another fabric. To give my purse enough „body“ I fused a very lightweight interfacing to the shell.

Cardito InnenlebenInnen sind die Änderungen nicht dramatisch, aber für mich spürbar. (Wer genau hinsieht erkennt, daß der in der Mitte sichtbare Stoff nicht mehr uni sondern gemustert ist. Das war da, wo der andere aus war.) Dafür bin ich für die Kartenfächer wieder zum Venezia Futtertaft zurückgekehrt.

The changes inside are not dramatic, but they make a difference for me. (If you give it a sharp look you might see that the fabric visible between the card slots has a pattern now, that’s where I run out of the other fabric.) To make the card slots I returned to my first attempt, using Venezia lining fabric.

Es sind jetzt sieben Kartenfächer auf jeder Seite, die unterste Karte geht relativ weit zum unteren Rand runter, so daß das Etui seine Stabilität behält.Die Kartenfächer sind tief genug, um die Karten nicht zu verlieren.

Now I have seven card slots on each side and the lowest slot is close enough to the bottom to help the purse to hold its shape. The slots are now deep enough to hold the cards securely.

Man könnte noch perfektionieren und die Faltung für die Karten unten anfangen zu lassen, wegen der Stabilität und dann die Abstände zwischen den einzelnen Fächern noch etwas vergrößern, damit weniger Stofflagen aufeinander kommen. Aber so wie es ist funktioniert es für mich und erfüllt seinen Zweck. Also bleibt es. Drei Mal reicht. Außerdem ist diese Borte von Kafka jetzt aus… (Und was ich immer noch nicht rausgefunden habe ist, wie man den Futterstoff wirklich sauber bügelt, ohne daß er sich immer wieder verzieht. Ihn sofort nach dem Bügeln zu heften ist nicht eine der dümmsten Ideen, aber hält ihn auch nicht perfekt grade. Und direkt beim Bügeln jede Falte sofort festnähen vergrößerte irgendwie die Abstände zwischen den Fächern…)

It is not perfect yet. One could start the slots on the bottom and space them a little further apart to reduce bulk. But it works for me the way it is, so that’s what I’ll keep. Three times the same thing is enough. (Also I have none of that Kafka braid left… (What I did not find out yet is how to press the folds for the card slots in the thin lining fabric without them coming off more or less. I tried hand basting directly after pressing which did help, but only partially. Then I tried to baste every fold directly after sewing it, which wasn’t bad either but somehow the slots got spaced apart a little more that way…)

Revue de Presse: Burdastyle März 2012

Titel BurdastyleSehr klassisch kommen mir die Farben der Märzausgabe daher. Ich hätte ja mehr verspieltes für den Frühling erwartet, aber ich glaube, so gefällt mir das fast besser.

Im Ediorial ruft uns Frau Bily diesmal den stimmungsaufhellenden Effekt vom selber machen ins Gedächtnis. Da hat sie zum einen Recht, zum anderen kann man das jetzt zur fast noch Wintermitte (da das Heft ja schon im Februar auf meinem Schreibtisch gelandet ist) eh gut brauchen. Und die Erfahrung mit rumnölenden Leuten, die haber nie Zeit haben, mal selber was zu organisieren kommt zumindest mir wirklich wie aus dem Leben gegriffen vor. (Und ich begegene denen auch immer nur auf Parties anderer Leute, auf meiner Einlungsliste landen die irgendwie nie.)

Bevor wir zu den „echten“ Nähanleitungen kommen erst mal die „kreativ-tips“. Die Idee der Minitäschchen gefällt mir super gut. Entweder als zweckfreier Halsschmuck oder vielleicht auch, um den Notgroschen (= Münzen für ein Bahnticket nach Hause) oder einen Schlüssel mitzunehmen. Es wird vermutlich wieder an der Zeit scheitern, aber die Idee behalten ich mal heftig im Hinterkopf! Die stiliseirten Vögel auf den Stretchkleid hingegen… ich glaube, getragen sieht das nicht so gut aus. Die Schößchenmode sehe ich vor allem auf amerikanischen Seiten schon seit einer Weile, die scheint jetzt doch nach Deutschland rüberzuschwappen. Auf meine Hüften müssen die jetzt nicht so, aber wer etwas schlanker ist kann mit diesen Überröcken einen schlichten (alten) Bleistiftrock stylisch aufpeppen oder sogar farblich unterschiedlich variierien.

Beim „Customizing“ ist das geringelte Marineshirt dran. Kann mich jetzt weder mit Spitze noch mit Bubikragen überzeugen.

Danach das erste Modethema „Gardening Girls“. Ein bunter Mischmasch aus Klamotten für Mama und Töchterlein (Gr. 98 -122) sowie einigen mehr oder minder nützlichen Accessoires. Stimmung offensichtlich frühlingshaft in hellen Farben und Blumendrucken, an echte Gartenarbeit hat hat aber offensichtlich keiner gedacht, denn was wie ein übergroßes Jeanshemd aussieht, ist aus Wildseide. Den Look „offenes Hemd über Shirt“ muß ich aber definitiv nicht wieder haben. Ich dachte, der sei endlich endgültig verschwunden (hat sich wohl deswegen so hartnäckig gehalten, weil er aus unerfindlichen Gründen als schlank machen galt), jetzt fängt das von vorne an. Und einen zartrosa Leineinfeinstrick einfach unversäubert hängen lassen und das ganze dann ein Top zu nennen… sieht leider icht wie gewollt, sondern wie „keine Lust mehr“ aus.

Jacke BurdastyleHingegen gefällt mir die Bikerjacke 115 aus Wildseide sehr gut. Solche Kontraste in Material und Stil, dazu die schnörkellose Form der Bikerjacke… leider nicht meine Größe, aber wo ich jetzt 20 Jahre nicht dazu gekommen bin, mir so was zu nähen, kommt es darauf wohl auch nicht mehr an. Auch das Mädchenensemble daneben ist niedlich. Ich frage mich allerdings zu welcher Gelegenheit. Denn Shorts passen doch eher in den Kindergarten, die Wildseide hingegen zum Sonntagsbesuch. Und auch nur für phantasielose Mädels, die brav sitzen bleiben, wenn man ihnen das sagt…

Das trägerlose Top aus Rüschenreihen kann mich hingegen schon vom Aussehen her nicht begeistern, davon, wie praktisch es ist mal ganz zu schweigen. Und sicher nur für Haushalte mit Personal, denn wer mag die Rüschen ständig bügeln?

Kleid und Jacke BurdastyleSehr frühlingshaft und mädchenhaft auch die Kombination aus Kleid 106B und dem Strickmantel 122.  Allerdings darf man die Jacke auf keinen Fall ausziehen, denn das Empirekleid aus Batist ergibt ein zauberhaftes… Nachthemd. (Auch bei der Kombi als Ganzes könnte man an Nachthemd mit Morgenrock denken. Trotzdem gefällt es mir.)

Bei den Mädchensachen gibt es das Top noch mal in lang als Kleid und eine Weste, naja. Bluse 113B hat eine attraktive Taschenlösung. Zumindest auf der technischen Zeichnung. Auf dem Photo springen dann doch eher die ungebügelten, kräuselnden Nähte ins Auge. *aua* und die Kombination aus Jersey-Nachthemd (äh.. Kleid) und der übergroßen Gärtnerweste geht einfach gar nicht. Das sieht wirklich aus wie die Klamotten einer Angestellten in einem Gartencenter. Und die werden dazu gezwungen, Westen zu tragen in denen sie maximal unvorteilhaft aussehen.

Hose BurdastyleHose 126A ist dafür der extrem seltene Fall, wo ich bei einer Hose der technischen Zeichnung meine Aufmerksamkeit widme und feststelle: das mit den Teilungsnähten so ist aber sehr interessant. Würde leider in meiner Größe wohl auch nicht mehr gut aussehen, selbst wenn sie erhältlich wäre… aber sonst… doch, schön.

Dann eine Schürze mit aufgesetzten Taschen, eine große Tasche mit aufgesetzten Taschen.. (Standardmodell, je nach dem für welche Modestrecke man sie braucht taugst sie sicher auch wieder als Strandtasche, Picknicktasche,…) Das Blümchentop mit dem Gummismock sieht auch irgendwie niedlich aus, aber das ganz sicher nicht an mir. Außerdem ist man gerne mit viel hochziehen beschäftigt… Ein Strickpullover ist auch dabei. Der sähe eigentlich nett aus (wenngleich extrem löchrig) aber die durchgezogenen Stoffstreifen … nö, muß nicht sein. Als Kontrast zumetwas „gerupften“ Look der Mutter ist das Kind umso militärisch strenger. Die Seidenshorts bekommt eine Uniformjacke im Husarenstil verpaßt. Als Kombination ergibt das dann wohl einen Zirkusdirektor. Vor allem mit den Gummistiefeln,. Dann noch mal eine Bluse, bei der nicht nur der Stoff, sondern auch einige Nähte gecrashed sind. Soll wohl lässig sein….

Die Kosmetikseite mit den Handcremes ist diesmal eine echte Freunde zum Ansehen! So viel Aufmerksamkeit und das ohne die Produkte selber zu zeigen. Da gucke ich gerne hin. 🙂

In der „Nähschule“ gibt es diesmal die Anleitung für die Seidenshorts und das gesmokte Top. Letzteres ist wirklich einfach und Wildseide ist auch ganz gut zu handeln. Das ist dann mal tatsächlich einsteigertauglich.

Die nächste Modestrecke nennt sich „Garçon-Stil“. Was auch immer das sein mag, ich kenne nur „Garçonne-Stil“, aber gut… Der Mantel vom Titel kann mich nicht begeisern, der Mustermix ist mir zu aprupt und sieht eigentlich weniger beabsichtigt als „das hatte ich noch da und mußte weg“ aus. Netter schon das Kleid mit der Verschlingung im Vorderteil in Langgröße. Was das allerdings mit „Garçon“ zu tun haben mag? Schließlich bedeutet das Wort „Junge“ und Jungs tragen in unseren Breiten dann doch sehr selten Kleider. Außerdem frage ich mich, warum sich das Model in Quasimodo-Pose hinstellen mußte? Bei der gekräuselten Silberbluse kann ich gar nichts sagen, denn die ist so photograpihert, daß nur ein Unterarm mit Manschette scharf ist und der Rest in der Tiefenschärfe gnädig absäuft. Und wieder frage ich mich: ‚Was soll ich denn nicht sehen?‘. Die Kombi aus Hose und weiter Weste hat was von „sah in den 80ern schon doof aus, muß nicht noch mal“. Wobei… für Karneval okay, irgendwo zwischen Chaplin und Papas Kleiderschrank plündern. Wickelshirt 121B ist nicht ganz übel, vorausgesetzt man mag Ausschnitte bis fast zum Bauchnabel und will ohne BH unter die Leute gehen. Und auf dem Bild sitzt das Model still, was passiert, wenn man sich bewegt, will ich dann gar nicht mehr wissen. Die Kombination aus Hose 126B und der Bikerjache 116 (diesmal aus Jaquard) gefällt mir hingegen gut. Und die Hose  ist aus Jersey in Jeansoptik? Ich nehme alles zurück, was ich gegen Jersey gesagt habe. Oder vielleicht ist das auch nur sie Ausnahme von der Regel… jedenfalls kann man aus Jersey auch schöne Hosen machen. In der zweiten Präsentation bekommt das Wickelshirt noch ein Shirt drunter gezogen, macht Sinn. Und der Rock mit Verschlingung vorne.. ja, nett.

Mehr elegant verspricht da doch die nächste Modestrecke „Best Dressed“. Der Hosenanzug ist zumindest in der Gesamtanmutung schön, aber das was ich wirklich gerne sehen würde, nämlich ob der seltsame Schalkragen genäht hop oder top ausssieht… da sind die Händer vor. Dann wohl eher hop…

Jacke BurdastyleNichts zu meckern habe ich hingegen an der Jacke im Chanel Stil. Die Fransenborte darf man, so verspricht der Text, selber machen. Sicher aufwendig, aber das Ergebnis ist es wert. Die paßt auch sicher zu vielem.

Das Hängerchen gibt es diesmal als 106C in Stickerei Batist. Irgendwie… trotz Clutch… es bleibt die Kleinkindhafte anmutung.

Mantel BurdastyleHingegen gefällt mir der Mantel 110 aus nur einem Stoff sehr gut. Schicht und elegant, damit kann man eigentlich nie was falsch machen. (Und es gibt ihn auf Wunsch auch als Maßschnitt.)

Das Kleid in Langgröße gibt es dann auch in der Cocktail Version. Die die Frage offen läßt, ob man die Ausschnittkanten nicht schöner Bügeln kann oder ob nur keiner Lust dazu hatte. Ganz schlicht dafür Spitzenkleid 102B. Paßt sicher gut zum Mantel, hat aber sehr wenig Form. Da müssen Stoff, Figur und Accessoires schon 110 Prozent stimmen, damit es kein Nachthemd wird. Wenn man die Option Maßschnitt nimmt ein sehr teures Nachthemd….

Ein „Schuh-Special“ schlägt diverse Schuhe zu verschiedenen Styles vor. Klar, Schuhe gucken ist immer gut, aber die Offenbarung ist diesmal nicht dabei.

Dann die Klickwerbung „Best Sites“….. ob da diesmal was interessantes dabei…? Stunden später… Ja, die Site von Yvan Rodic ist einen mehr als ausführlichen visuellen Spaziergang wert.

Aber zurück zur Modestrecke im Heft, wie jedes Frühjahr Brautkleider. Diesmal wohl eher von der simplen Art. Natürlich darf ein Kleid mit langer Knopfleiste im Rücken à la Pippa Middleton nicht fehlen. Wobei ihres glaube ich keine Falten unter dem Arm warf und auch die Knöpfe nicht „zogen“. (Und überhaupt… ich erinnere mich dran, daß sie nicht die Braut war…) Nicht überraschenderweise darf in Langgröße wieder das Kleid mit der Verschlingung ran und das Hängerchen aus Taft ist bestimmt prima ür schwangere Bräute. Oder für solche, die Gerüchte streuen wollen.

Kleid BurdastyleUnd natürlich darf mit Modell 101 auch ein Kleid im „Kate-Stil“ nicht fehlen. Definitiv elegant und beinahe alterslos. Nur die Züge im Stoff am Kragen/Ausschnitt sind nicht so schön. Aber die bekommt man mit etwas Anpassung sicher weg.

Auch in Kurzgröße ist mit 105 ein Kleid dabei, klebt jedoch derart am Körper, daß es eher wie ein Hosenanzug wirkt. Wenig überraschend, Futter hat Burda nämlich keines vorgesehen. Also am Brautkleid dürfte es aber vielleicht doch sein, oder bin ich schon wieder zu anspruchsvoll? Jacke 107 mit dem tiefgezogenen Hängeschalkragen. Sieht auf dem Photo nicht schlecht aus, allerdings verdeckt die Pose des Models diesmal andere Teile des Kragens. Mein Mißtrauen ist noch nicht aus der Welt geschafft…

Die Beautyseite zum Thema kann man dann gleich überblättern.

Danach bekommt die Plusmode natürlich meine Aufmerksamkeit. Wobei ich mir gerade nicht sicher bin, ob dieser Boho-Hippie Stil so der meinige ist. Der Ledermantel mit der Fransen schon mal gar nicht. Die gerüschte Bluse irgendwie ja und als ich 16 war sah ich mit so was auch niedlich aus, aber Gürtel auf der Hüfte geht einfach gar nicht. Und Leggings auch nicht. Un der etwas schlichteren Variante 132A schon eher, aber letztlich doch wieder eher ein Nachthemd, oder? (Nun gut… vielleicht noch für den Indienurlaub, da muß es ja luftig sein.) Über den Rock mit Gummizug und Rüsche im Ethnomuster sage ich dann mal gar nichts…. Ah ja, das Hemd als Kleid 132B, ja schickes Sommernachthemd à la 3 Musketiere. Also es hat schon irgendwie was… oder doch  nicht? Ja, als Hauskleid und Nachthemd, da wäre es sehr attraktiv. Das schlichte Sackleid 133 ist an sich ein stimmiger Entwurf, weil das Stoffmuster gut zur Geltung kommt. Aber null geeigent für meine Figur. Die Kombi aus Cordjacke und Hose ist dann wenigstens „angezogen“, aber Hosen mit tief hängendem Schritt… klares „Nein“. Egal wie modisch. Wobei mir sonst die Details eigentlich gefallen. Vielleicht hängt die ja in Wirklichkeit gar nicht so tief? hm…

Dann noch Accessoires, ah ja, zum Gaucho-Look. Öh.. wie meinen? Ich fnad jetz weder die Modestrecke cowboyhaft noch die Accessores allzusehr. Gemischter urban-ethno Stil eher.

Da Ostern Anfang April ist, muß es im März Heft natürlich Deko-Thema sein. Diesmal mit vielen Streifenstoffen, die mir zumindest farblich gut gefallen. Ich frage mich gerade, ob man das Kuschelkaninchen in blau nähen und zum Kikaninchen erklären könnte? Auf letzteres steht mein Neffe nämlich total.

Bei „leichter basteln“ darf ein Türkranz gefertig werden. Nun ja, die Anleitung ist recht banal, da komme ich grade noch selber drauf.  Aber ein echter Fan von Türkränzen bin ich ja eh nicht.

Nicht weniger banal sind übrigens die „oster-news“, sprich redaktionelle Werbung. Eier färben ohne Chemie, ein Eierausbläser, eine Ausstechform als Osterhäschen… Die gleichen saisonalen Knaller wie jedes Jahr….

Die „tolle Tasche“ mit der man seine Nähsachen für unterwegs organisieren kann kommt mir auch bekannt vor. Wobei wenn man den Inhalt anguckt, dann ist die Aufteilung eher was für Handsticker und Handquilter. Was die Häkelnadeln drin zu sichen haben ist dann dennoch die Frage… (Für kleine Handnähprojekte kann so eine „Urlaubstasche“ sicher sinnvoll sein, aber für den „Normalbedarf“ einer Näherin macht das alles keinen Sinn.)

Über den style-guide habe ich dafür mal nicht viel zu motzen. Das Chanelige Jäckchen darf ran und das paßt sich verschiedenen Stilen wirklich gut an.

Noch mehr Kauftips… ah „news“. Mit einem gewissen Schwerpunkt auf Handsticken. Wobei der verfremdete Toile de Jouy (Was wäre da eigentlich der korrekte Plural? Toiles de Jouy? Oder ist das ein Gattungsbegriff ohne Pluralform?), der hat was.

Neu ist eine ganze Büchersparte. Wobei es leider keine echten Besprechungen sind, sondern nur ein Satz pro Buch plus Preisangabe. Das ist schade, denn viel Neugier weckt es bei mir so nicht.

Als Download-Schnitt gibt es diesen Monat eine Vintage Bluse. Allerdings hat die bis auf die Ärmel keinerlei Ähnlichkeit mit dem Ursprungsschnitt, also eine Neuinterpretation. Die… ach, naja… brav? Trotz der Jeans mit „rockigem“ Gürtel.

Die Anleitung mit Tip zum Quiltbuch fehlt auch diesmal nicht. Mit dem Ohio Star widmet sich die Anleitung einem sehr traditionellen Muster und das zugehörige Buch scheint auch in deutscher Sprache vorzuliegen. Kein Nachteil.

Und auch der „Stoff des Monats“ bleibt beim Patchen. Rosen auf Patchworkstoff. Die Firma sagt mir gar nichts, aber ich bin ja kein Patcher…

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen und gehören natürlich dem Burdaverlag mit allen Rechten. Dort auf der Webseite gibt es sie in größer.)

Maschenkunst unterwegs: (Zwischen)Fazit

„Maschenkunst unterwegs“: the result

Inzwischen war ja die Endauslosung der „Maschenkunst unterwegs“ Aktion. Und ich muß sagen, für mich hat sich das gelohnt, denn ich habe zwei der Gutscheine gewonnen, im Ganzen 60 EUR, weil auch in beiden Fällen das Garn aus der Maschenkunst kam. Deswegen zeige ich noch mal die beiden Photos, die mir Glück gebracht haben.

Maschenkunst unterwegsNow the drawing for „Maschenkunst unterwegs“ took place. And I have to admit that it was really worth it. I’ve won two vouchers, 60 EUR in total. So I’ll show again the two pictures that brought me luck.

Und dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, wie viel Spaß ich dabei hatte, als ich sie gemacht habe! Danke, Daniela, für diese tolle Idee!

And that doesn’t take into account all the fun I had while making them! Thank you, Daniela, for that fun idea!

Maschenkunst unterwegs(Das war übrigens nicht alles, im September gab es auch schon mal einen 10 EUR Gutschein, für eines der Mallorca Bilder. Wobei… auf denen war überall Wolle von der Maschenkunst drauf, dann hätten es doch 20 EUR sein müssen? Das muß dann doch eines der anderen Bilder aus Paris gewesen sein. Oder war die Verdoppelung nur für die Endauslosung? Egal…. Ach ja, im Juli war ich die einzige Einsenderin, auch da waren es schon mal 10 EUR. 🙂 Wirklich lohnenswerte Sache, vom Spaßfaktor mal ganz abgesehen!)

(And that wasn’t all… I had already won 10 EUR in September and 10 EUR in July when I was the only one to send in pictures. So that was not bad at all, plus all the fun taking the pictures.)

Das beste ist aber… Die Aktion geht weiter! Deswegen werde ich auch dieses Jahr viel Spaß beim photographieren haben und ihr müßt euch das alles angucken. Und weil jetzt inzischen auch mehr Leute mitmachen, gibt es auf der Maschenkunst Seite auch viel mehr Bilder zu sehen. Und die anzugucken macht fast so viel Spaß, wie selber knipsen. 🙂

And that’s not all… Maschenkunst unterwegs continues! So I’ll have more fun taking pictures this year. And since there are now more people taking part there are more pics to see also. And watching these is nearly as much fun as making my own. 🙂

Fast richtig zum zweiten

Not yet for the second time

So ganz zufrieden war ich mit diesem Kartenmäppchen ja noch nicht.

KartenetuiZunächst hatte ich ja beim Bügeln gemurkst und die Kartenfächer waren arg ungleich groß. Außerdem war es dadurch eines weniger als geplant.

Last year I made this credit card case, but I wasn’t completely happy with it. First thing I had made a mistake in pressing the card holders and they were sized very unevenly. And I had only five on one side, not six as planned.

Dann war der Verschlusstreifen ein wenig knapp, denn den Knopf hatte ich ans leere Mäppchen genäht und dabei vergessen, daß das Ding mit Karten drin natürlich dicker wird. Das hätte man natürlich durch Versetzen des Knopfes noch korrigieren können.

Then the closer strip was a bit tight, because I had sewn on the buttons on the empty purse. Not taking into consideration, that it will be thicker once all the cards are in. Okay, that would have been correctable by changing the placement of the snap.

Aber auch die Kartenfächer selber..   na sie könnten tiefer sein, so konnte ich die Karten zwar leicht rausnehmen, aber mit dem weichen Futterstoff rutschten die Karten auch leicht von selber raus. Reste waren noch jeden Menge da, also hier Version 2.

But.. the compartments for the cards were not very deep either. So it is easy to take the cards out, but with the soft lining fabric the cards tend to slip out by themselves. There was still enough fabric, so here is version number 2.

KartenmäppchenDamit mir nicht wieder so Bügelpannen passieren, habe ich den Futterstoff durch Popeline ersetzt. Ganz dünne wäre gut, aber ich hatte nur mitteldünne und dachte, das ginge auch. Außerdem habe ich die Kartenfächer tiefer gemacht und den Verschlusstreifen im gefüllten Zustand mit Druckknöpfen versehen.

I thought shaping the compartments would be easier if the fabric was a little stiffer. So thin cotton would be perfect. I didn’t have really thin one, so I considered the middle thin one good enough. Also I made the compartments deeper and choose the placment of the snaps for the closure after filling the card holder.

Wie man sieht, war das mal wieder nur halb gedacht: Die Popeline war zu dick, daher wurde das Mäppchen auch recht dick und die Fächer zu eng. Das konnte ich korrigieren, indem ich einige Nähte von Hand anbrachte. Aber dadurch, daß ich die Fächer tiefer gemacht habe und sie enger aufeinander folgen, ist im unteren Bereich „Leerraum“ und das ganze Mäppchen ist nicht so stabil.

Nun ja, jetzt benutze ich diese Version, während ich Nummer drei zuschneide…

As you can see I had not thought things through very well: My poplin was too thick, so the purse is quite thick even without anything in. Also the compartments are a bit tight. First they were to tight, the cards didn’t fit in. I could correct that with some hand hemming. But my change of the depth of the compartments brought them also closer together, so now there is „empty space“ below the lowest card compartment. Since nothing is stabilized this makes the purse a bit „wonky“ there.

Well… I’m going to use this one while cutting version number three…

Mono Grannies

Der eine oder andere mag sich schon gewundert haben, was die ganze Häkelei so soll. Der Grund ist einfach: Ich finde diese Häkeldecken im Patchwork Stil (neudeutsch „Granny Square“ genannt) sehr schön. Kann mir aber so was buntes nicht in meinem Wohnzimmer vorstellen, denn das ist schon chaotisch genug. Aber… wo steht geschrieben, das so ein Ding bunt sein muß? Richtig, nirgendwo!

Some might have been a bit surprised that I was crocheting quite a bit. The reason is simple: I like Granny Square Plaids, but I can’t imagine to put something that colorful in my living room. Which is chaotic enough, even without a big thing with random colors. But… there is no law that they have to be multicolor, right?

Mono GranniesAlso habe ich schon vor geraumer Zeit angefangen, Wolle in creme und beige Tönen zu kaufen. Dazu habe ich gezielt bei Sonderangeboten nach Garnen Ausschau gehalten, die für Nadelstärke 3,5 – 4 ausgelegt waren und bin mit ein wenig Geduld in der Maschenkunst fündig geworden.

I’ve started to by wool on cream and beige quite some time ago. I picked them on sale and choose yarns that were specified for 3.5mm – 4.0mm needles/hooks. A bit of patience and I got them all in very good quality at Maschenkunst.

Die weiße katia „linen“ ganz links hatte ich noch als recht großer Rest (gut 3,5 Knäuel), die war damals von WollArt. Dann habe ich „Morena“ von Schachenmayr nomotta, 20 Knäuel in einem sehr hellen Ton, 6 Knäuel von ggh „Boulino“, 10 Knäuel von einem dunkleren Ton der „Morena“ und 9 Knäuel ggh „Samoa“. Ich habe keine Ahnung, ob das Garn reicht und behalten mir auch vor, noch einen oder zwei Töne dazuzukaufen, aber die Riesentüte Garn geht mir im Schrank allmählich arg im Weg um und außerdem WILL ich endlich anfangen!

On the left is some „linen“ by katia, here I had more than 3 skeins left over from another project (that is the only one that was purchased at WollArt). Next is „Morena“ by Schachenmayr nomotta, I have 20 skeins in a very clear cream shade. Then 6 skeins „Boulino“ by ggh, 10 skeins of a darker and variegated shade „Morena“ and 9 skeins „Samoa“, also by ggh. I have not the slightest idea if that is enough yarn, and if something crosses my way I might buy one or two shades more, but the big bag with that yarn was getting in my way to often and also I finally WANT to start!

Die Motive habe ich mir aus dem Buch „Beyond the Square“ zusammengesucht, die Probeläppchen habt ihr ja schon gesehen. Was mir gleich sehr gut gefiel war Motiv 30, das wollte ich unbedingt. Damit war klar, daß ich als Form keine Quadrate sondern Hexagons nehme und auch, daß das zweite Motiv (ich wollte wenigstens zwei verschiedene Motive) die gleiche Größen haben müßte. Besonders der zweite Punkt war nicht ganz einfach. Letztlich habe ich Motiv 54 genommen, allerdings nur die ersten vier Runden. Danach mit festen Maschen abschließen. Und außerdem arbeite ich Motiv 30 mit einer 4mm Nadel und Motiv 54 mit einer 3,5mm Häkelnadel. Damit klappt es.

I picked the motifs from the book „Beyond the Square“. You did see the testing motifs in the blog already. The one I liked instantly was motif 30, I absolutely wanted to use it. So it was decided it would be hexagons, not squares and also which size the second motif was supposed to have. (I wanted at least tow different pattern.) Especially the thing with the size was not so easy. In the end I choose motif 54, but only round 1-4 of the pattern. The finishing with sc. Also I am working motif 30 with a hook in size G and motif 54 with a smaller one in size E. So I get them both the right size.

Wie viele Patches ich im ganzen brauche vermag ich nicht abzuschätzen. (Oder will es nicht wissen, weil die Anzahl zu frustrierend wäre…) Ich nadel halt jetzt mal los und in einigen Jahren ist dann hoffentlich eine Decke fertig…

I cannot even guess how many hexagons I will need (or maybe I do not want to calculate, the number might be too frustrating..). I am starting now, crocheting on and on and in some years from here I hope to end with a plaid…

Einem geschenkten Spatterdash…

…. sieht man nicht auf die Hände. Oder so.

After my own Spatterdash Wristwarmers wore well and were warm I decided to make a second pair as a gift for a friend. She’s got smaller hands than me, so I could even use the Noro that was left after I had made the Skew socks. (Which I’ve passed on to a child meanwhile because they became smaller and more felted with every wash.)

HandwärmerMeine eignen Spatterdash Handwärmer hatten sich ja bewährt, sahen nicht nur nett aus sondern waren auch warm, also gabs die noch mal als Geschenk. Praktischerweise hat meine Freundin kleinere Hände als ich, da reichte der Noro Rest von meinen Skew socken genau. (Welchselbige übrigens inzwischen an ein Kind weitergereicht wurden. Die wurden nämlich mit jeder Maschinenwäsche kleiner und filziger.)

Man sieht, auch in Größe S sind sie hübsch, die bunten Knöpfe kommen wieder von Plissee Becker. 🙂

You can see that they are pretty in size S also. The buttons come from Plissee Becker as usual. 🙂

Handyhülle zum zweiten…

Smart cozy again

Mein erster Versuch einer Handyhülle war ja nur fast geglückt und das konnte ich dann doch nicht dauerhaft zu lassen.

HandyhülleMy first version of a cozy for my phone was only nearly good. And that I could not keep for ever.

Also habe ich mich hingesetzt, Stoff war ja noch jede Menge da, und habe die Klappe ein wenig verlängert und auch die Verschlusslasche. (Letzteres hätte ich auch bleiben lassen können. Das hätte auch so gereicht.) Außerdem habe ich die Tasche auf der Rückseite noch etwas vergrößert, wo ich schon dabei war.

Und jetzt schließt die Lasche auch direkt so, wie sie das soll. Ohne Notdruckknopf. 🙂

So I did it again, I had enough fabric left. So I’ve lengthened the flap by 1cm and the strap by 0,5cm. (The latter would not have been necessary.) And since I was making a second version anyhow I also made the pocket on the back a little larger.

Now the strap closes as it is supposed to do. No little emergency snap. 🙂

In Paris ist alles Mode

Everything is fashion in Paris

Schaufenster in ParisWas mich immer wieder fasziniert ist, daß in Paris am Ende doch wieder alles auf Mode rausläuft.

Schaufenster in ParisWhat always fascinates me in Paris is, that in the end everything is fashion.

Und wenn es nur darum geht,  Bettzeug oder Geschirrtücher zu verkaufen. Egal, machen wir Mode draus. Zumindest an den Schaufensterpuppen.

We’re selling dishcloth and bedding? No problem, we’ll make it fashion. At least on the mannequins in the shop windows.

Leider ließen sich diese Schaufenster am BHV in Paris im Januar nicht wirklich gut ablichten, aber ich wollte es euch nicht vorenthalten. (Wenn man auf die Bilder klickt, bekommt man eine etwas größere Version. Sie ist nicht wirklich besser, aber größer. 😉 )

Schaufenster in Paris.Vielleicht ist das eine oder andere ja auch eine Idee für Karneval? Zumindest die Variaten aus Kissen und Decken sehen doch kuschlig und warm aus.

I wasn’t able to take better pictures but still I wanted to show you those shop windows at BHV in Paris in January. (If you click on the picture you get a version that is not really better, but at least bigger. 😉 )

Maybe that can inspire you for a carneval costume? At least the ones with the bedding look cosy and warm.

Revue de Presse: Threads March 2012 (159)

Ende Januar ist für die März-Threads ja schon beinahe spät… 😉 Aber der Titel ist vielversprechend: ein „Couture Garment“ nähen, BH anfertigen und ein Blick auf professionelle Nähwerkstätten. Garniert mit einem hübschen roten Kleid auf dem Titelbild. (Jaja, ich weiß, bei rot bin ich immer voreingenommen…)

Die Frage an die Autoren der Ausgabe lautet diesmal, welche „Nähfähigkeit“ (man könnte auch sagen Nähtechnik im weitesten Sinne) sie sich als nächstes aneignen wollen. Bei mir ist die Antwort ja klar: Die nächste, die ich brauche. Es gibt zwar immer mal Techniken, die mich reizen, aber da ich letztlich nach Bedarf nähe, lerne ich immer das, was ich brauche. (Wie ist das bei euch?)

Die Editorin meldet sich aus dem Babyurlaub zurück (3 Monate nach der Geburt ist für amerikanische Verhältnisse wohl schon üppig), letztlich faßt das Editorial aber nur den Inhalt zusammen.

Die Leserbriefe, nicht nur Lob, auch sachliche Nachfrage. Ich bin wieder überrascht, wie viel Platz denen eingeräumt wird und frage mich, ob Amerikaner mehr Leserbriefe schreiben oder ob sie sie sehr gerne lesen (und sie deswegen auch gerne abgedruckt werden). Schon spannend, wo sich Kulturunterschiede so zeigen.

Mehr oder weniger neues Nähzubehör. Statt Papierklammern aus dem Bürobedarf zu verwenden kann man jetzt auch welche speziell für Stoff kaufen. Wirklich süß ist aber das Nähzubehör als Ohrringe aus Silber. 🙂

Bei den Lesertips ist der „Best Tip“ diesmal tatsächlich ein interessanter Hinweis, ein Halsbündchen besser anliegend zu bekommen. Ob immer perfekt bezweifle ich, aber manchmal reicht ja eine kleine Modifikation. Der Rest ist zumindest für mich nicht so spannend.

Kenneth D. King regt zum Stanzen an. Das vorgestellte Bolero finde ich gruselig, aber die Idee, durch ausstanzen aus Stoff Muster zu erzeugen natürlich nicht. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob mir der Look an Stoff, wo es ausfranst, gefallen würde. Aber ich hätte gerne die Stanzen mit den unterschiedlichen Formen…

Die nächsten Anleitung wendet sich dem Vintage Teil auf der Heftrückseite zu und erklärt diesmal auf einer Seite einen Stickstich (französischer Knoten, ob der auf deutsch auch so heißt?) Nun ja… das könnte man auch in jedem Stickbuch nachgucken, denke ich.

Das Interview mit einem Designer widmet sich diesmal einer Babette Pinsky, von der ich auch noch nie was gehört habe. Wobei das gezeigte Kleid mit den Falten interessant aussieht. Ob man eine Plissieranstalt dazu bringen kann, einem so was zu machen? In Köln wäre ja eine…

Die Pattern Reviews befassen sich mit Winter Outfits. Da kann ich das kurzärmelige Kleid von New Look a gar nicht recht einordnen. Aber gut, gibt ja unterschiedliche Klimazonen… der „Cool Cardigan“ von Pamela’s Patterns seith aus wie etwas was gemütlich ist, ohne schlampig auszusehen. Die Schnittfirma kenne ich noch nicht, werde aber gleich mal eine Hompepage suchen gehen. Auch das „Sew Upline Jacket“ kommt von einer Firma, die ich nicht kenne. Als Zeichnung sieht es nur viel weiter und unförmiger aus, als in der genähten Variante. Und nun?

Danach kommt endlich das auf dem Titel angekündigte Thema der Couture Verarbeitung. Da es das Buch vin Susan Khalje leider nicht mehr auf dem Markt gibt (oder nur noch zu Mondpreisen gebraucht) sind Artikel von ihr auch schön. Da ich inzwischen auch ein paar andere Bücher zu dem Thema habe, sind natürlich nicht alles Offenbarungen, aber ein paar neue Details sind doch wieder dabei. Mal sehen, ob ich die irgendwo mal brauchen kann. Dank deutlicher Photos und klarer Erklärungen verstehe ich jedenfalls alles.

Eher werbend dürfte der Artikel über moderne Nähmaschinen und 10 Features, die einen „wow“ sagen lassen sein. Was mir bei der bildlichen Gegenüberstellung als erstes ins Auge sticht ist ja, wie sehr die Baby Lock Ellisimo Gold der Brother Quattro2 gleicht. Bedienelemente alle gleich, Durchlassbreite gleich, Auamaße und Form des Gehäuses… ein Schelm, wer böses dabei denkt… Die Neuerungen hingegen.. wenn die in den USA alle bislang unbekannt sind, dann ist das einstmalige Land des Fortschritts aber gewaltig zurückgefallen. (Aber vermutlich geht es doch darum, all den Besitzer alter Einfachmaschinen den Mund wässrig zu machen. Denn Sensorfüße, Unterfadenwächter, Nähberater, Obertransport oder große Stickrahmen kommen mir zumindest nicht sooo neu vor. Und die „Verbessdrungen“, die sich auf Stickmodule beziehen sind ja eh nicht so interessant für mich.

„Artistry by stripe“ stellt vor, was man mit Spaghettiträgern noch machen kann. Also keine Träger, aber eben gewendete, dünne Stoffschläuche, wie man sie für Spaghettiträger sonst verwendet. Die „wüsteren“ 3-D Designs sprechen mich jetzt nicht so an, aber das farblich sehr dezent variierte Muster aus unterschiedliche schmalen Streifen mit den aufgesetzten „Fransen“ aus eben jenen Stoffschläuchen ist faszinieren. Muß eine elende Arbeit sein… aber reizen würde es mich wahnsinnig… Naja, in den nächsten Jahren brauche ich kein Abendkleid….

Ein wenig enttäuscht bin ich von den „Bra-Making Basics“. Außer daß Photos dabei sind, geht es eigentlich nicht über das hinaus, was zumindest in den besseren Anleitungen auch beschrieben ist. Aber gut, wenn es Mut macht, es überhaupt mal zu versuchen mag es einen Sinn haben.

Architektural wird es mit den Modellen von Charles James. Auch ein amerikanischer Designer, von dem ich noch nie gehört hatte. (Hier mag als Entschuldigung gelten, daß er seit 1978 tot ist und ich mich damals wahrlich nicht für Abendkleider interessiert habe.) Und auch nicht von seinem Kleeblatt-Unterrock. Aber faszinierende Formen, die er entworfen hat. Vor allem „La Sirène“. Dafür liebe ich die Threads dann wieder, erweitert einfach den Horizont.

Sparthemen sind wohl auch bei Threads im Trend, so geht es mit frugalem Nähen weiter. Frei übersetzt: Nähen mit beschränkten Mitteln. Nicht nur an Geld, sondern auch an Ausstattung und Zeit. Man könnte es also auch mit „klug nähen“ bezeichnen. Die Ideen sind demgemäß auch nicht neu, aber passend zusammengestellt.

Richtig schön finde ich den anschließenden Blick in profesionelle Nähateliers. Das ist immer spannend, wie Profis sich organisieren und man darf ja zumindest davon träumen, mal ein Nähzimmer zu haben. (Natürlich kein riesiges Atelier, das muß sich ja auch finanzieren…) Besonders das ehemalige Ferienhaus finde ich ganz süß!

Mit diversen Stäbchen, von Stahl bis Rigilene befaßt sich der anschließende Grundlagenartikel. Daß man gerade Rigilene an allerhand Stellen zur Formgebung verwenden kann war mir auch schon gekommen, aber es für einen Fascinator zu verwenden habe ich noch nicht versucht… süße Idee!

Unter „a stitch in time“ gibt es Vermischtes. Ein Preis fürs Lebenswerk (so was haben wir in Deutschland gar nicht), neue Materialien, Styling Tips, Ausstellungen, Kurse und Workshops,… das meisten leider nicht so relevant, wenn man auf dieser Seite des großen Teiches wohnt. (Und natürlich nicht alles neu, daß man einen Tisch auf Konservendosen stellen kann, um ihn höher zu bekommen ist ein alter Hut. Setzt allerdings voraus, daß man überhaupt so viele gleich große oder wenigstens gleich hohe Konservendosen im Haus hat. Ich fürchte, daran würde es bei mir scheitern…)

Beim Sticken geht es um Reverse Appliqué auf Leder.Mit der Stickmaschine, aber das ist auch mit jeder Nähmaschine umzusetzen. Das saubere Ausschneiden stelle ich mir da am schwierigsten vor.

Die Werke der Leserinnen finde ich diesmal alle durchweg gelungen. Ein Pepita-Karo schwarz auf schwarz, eine auffällige aber dennoch nicht übertriebene Kragenklösung und eine sehr schne Verwendung für einen japanischen Druckstoff. In der passenden Größe würde ich diesmal alle drei tragen. (Und das ist ja selten der Fall.)

Die Fragen an die Experten befassen sich mit den Themen „altes Nähgarn“ (nichts dabei, was im Hobbyschneiderin Forum nicht auch schon erzählt wurde), Sea Island Baumwolle (Kurzfassung: die Pflanzen in den USA sind im frühen 20. Jahrhundert alle eingegangen, der Begriff ist aber nicht geschützt, deswegen wird er gerne verwendet) und wie man Kleber, den man zum Heften verwendet hat wieder rausbekommt.

Die Geschichte zum Ende ist diesmal wieder ein wenig auf der rührseligen Seite, aber vielleicht muß man auch Quilter sein, um sie wirklich nachempfinden zu können. Oder ich bin nicht sentimental genug. Wenn ich was als Geschenk nähe, dann kann ich es auch hergeben.

Auf der Rückseite befindet sich dann das bestickte Kleid von etwa 1910. Detailreich gestaltet, aber nichts, was ich so haben müßte…

Dann heißt es wieder warten auf die nächste Ausgabe. 😮