Revue de Presse: Threads September 2017 (192)

Titel Threads Magazine 192Eine Burdabesprechung annähernd pünktlich… da ist klar, das etwas anderes hinten runter gefallen ist. Das war natürlich die Threads. Weil… für die hat man ja zwei Monate Zeit und außerdem kommt die immer so früh, daß man ja selbst wenn die nächste erschienen ist noch innerhalb des „richtigen“ Monats ist. Ja… gute Idee, diesmal hat es nicht funktioniert. Da man die Hefte aber gut nachbestellen kann bzw. etliche Artikel auch für Threads Insider auf der Webseite (gegen Bezahlung, aber ohne daß Versandkosten anfallen) zur Verfügung stehen kommt die Besprechung jedoch doch noch…

Der Titel ist schlicht wie immer, verspricht mit der Anpassung von Ärmeln schon mal ein interessantes Thema. Da mogle ich mich im allgemeinen erfolgreich vorbei und wenn ich es mache, ist das immer sehr unsystematisch. Da kann ich noch viel lernen.

Die Autoren der Ausgabe sollen diesmal dazu Stellung nehmen, was ihr Traumkleidungsstück ist und zu welchem Anlass sie es tragen wollten. Ich glaube, so was habe ich nicht. Also nicht was, was sich nicht immer wieder ändert. Was Kleidung betrifft bin ich ja ein Fan von „Machen, statt träumen“.

Im Editorial gibt es vor allem das ausgeschriebene Inhaltsverzeichnis.

Die Leserbriefe verraten, daß noch mehr Leuten aufgefallen ist, daß der „pefekt“ eingenähte Reißverschluss in der letzten Ausgabe einen Versatz in der Quernaht hat. Die Antwort, es gäbe halt nicht immer die Möglichkeit, mehrere Samples zu nähen ist ja ein bißchen… lau.

Der Lesertip des Monats ist es, sichtbare Rißverschlusszipper (äh, wie nennt man den Griff des Schiebers noch mal?) mit Nagellack jeweils passend einzufärben. Mal abgesehen davon, daß ein Fläschchen Nagellack (vor allem, wenn man eine ganz bestimmte Farbe will) auch nicht ganz gratis ist… bei mir hält der nicht mal langfristig auf den Fingernägeln. Über etwas, was ich regelmäßig anfasse und was auch in die Waschmaschine soll will ich da gar nicht nachdenken.

Auch vom vorgestellten Zubehör brauche ich gerade nichts. Das Buch über mittelalterliche Stickere dürfte noch das interessanteste sein. Wobei ich das auch nicht brauche.

Der Artikel danach wendet sich dem Titelbild zu: gerüschte Seitenteile. Wie man das macht ist an sich nicht so kompliziert, was mir aber gefällt ist, daß hier die Seitennaht glatt bleibt und wirklich nur die Ansatznaht gerafft wird. Dadurch trägt es nicht so auf und wird auch für Frauen mit einer normalen Figur gut tragbar.

Das „Fabric Lab“ stellt Seersucker als Stoffart vor. für mich nicht neu, aber schön informativ. Wenn man sein Heft zerschneiden wollte, würde es sich wirklich lohnen, diese Serie als Lexikon zusammen zu kleben.

„How did they sew that“ werde ich vermutlich so nie brauchen, aber es klärt eine Frage, die ich tatsächlich schon hatte… nämlich wie das bei mit (schweren) Glasperlen bestickten Kleider und Spathettiträgern funktioniert, daß das nicht reißt, überall schwer nach unten gezogen wird… Der Trick liegt darin, wo und wie man „Tragefäden“ einzieht… eigentlich logisch, aber doch raffiniert. Und vielleicht brauche ich es doch mal, ein Kleid im Stil der 20er ist sicher nichts für mich, aber ein Chiffon Top mit Perlen… könnte man drüber reden.

Mit Perlen und zusätzlich geflochtenen Borten geht es bei den „Embellishments“ weiter. Technisch auch interessant, aber vom Design her ist mir das „too much“. Okay, vielleicht Ton in Ton auf einem Abendkleid oder Brautkleid? Die Freude an wildwütiger Dekoration der Amerikaner teile ich jedenfalls nicht.

Bei den Pattern Reviews geht es mit einem eleganten und sexy Oberteil von Marfy los. Wobei ich da die asymmetrische Variante ja noch besser finde. Ansonsten gibt es die bekannten Herstelelr, daß Kleid von Vogue gefällt mir, aber bei der Position des Knotentels würde ich das gerne mal am Körper sehen… Mir unbekannt sind „Named Clothing“ und „Waffle Patterns“. Die Modelle sind aber nicht so aufregend, daß ich dafür anfangen würde, die Marken zu suchen.

Sehr spannend der Artikel von Sarah Veblen zum passenden eingesetzten Ärmel. Schön ist erklärt, welches Maß am Ärmel wo am Körper zu finden ist und der „Fingertrick“ mit dem man die höchste mögliche Stelle für ein kleines Armloch findet ist so einfach wie genial. Das muß ich auf alle Fälle mal ausprobieren, wenn die Notwendigkeit beim nächsten Mal gegeben ist. Die Veränderungsoptionen am Ärmel gehen allerdings letztlich mit Designänderungen (= Nähten) einher. Das kann eine gute Lösung sein, aber man will es vielleicht nicht immer. Anderseits muß man eventuell akzeptieren, daß eben nicht alles ohne sichtbare Nähte geht. Zumindest wenn man nicht mit Wolle näht, die man ggf. mit Dampf formt.

Der ausführlich Blick in das Innere einer gut konstruierten Jacke hat ebenfalls meine volle Aufmerksamkeit. Der Artikel ist eher Überblick als ausführliche Detailanleitung, aber zu jedem Unterthema wird auf frühere Threadsartikel verwiesen. Und zwar zurück bis 1987. Perfekt für Langzeitabonnenten und diejenigen, die sich mal die Archiv DVD gegönnt haben, Eine gute Gelegenheit für einen ausfürlichen Rückblick.

„Western inspirierte“ Applikationen sind dann was, was ich ganz sicher nicht brauche. Lederapplikationen mit Nieten und anderem Sparkle. Das geht hierzulande echt nur als Kostüm durch.

Modethema dann, wie man einer Jeans die passenden Abrasionen selber verpasst. Vorgehen und wie man die passenden Stellen dafür findet. Auf alle Fälle besser, als irgendwelche armen Asiaten am Sandtrahlgebläse Schaden nehmen zu lassen. – Ich komme trotzdem weiterhin ohne aus.

Eine kleine Offenbarung der Artikel von Paddye Mann. Unsichtbare Reißverschlüsse in der Seitennaht von schmalen, eleganten Jackets. Hinsetzen ohne häßliche Falten zu erzeugen. Wie genial ist das denn?

In „Profiles in Sewing“ wird Bonnie Simmons vorgestellt. Niemand, dessen Namen man kennt, der aber viel Einfluss hat. Und für das Design vieler Simplicity Schnitte verantwortlich ist. Das dürfte eine deutlich realistischere Berufsdarstellung in der Branche sein, als irgendwelche Blogger und so.

Eine „essential tequnique“ wird von Kenneth D. King vorgestellt: die perfekte Nahtkreuzung, Wird echt schön, ich bin nur meist zu faul, nur bis genau zum Punkt zu nähen…

Bei „Sewing Saves“ geht es um eine Änderung, nämlich eine Hose kürzer machen. Das ist kein Problem? Doch, wenn es eine ist, die zum Saum hin enger wird. Dann fehlt einem beim Kürzen nämlich die Weite in der „neuen“ Nahtzugabe…. Omas Tricks waren der „falsche“ Saum und ein dezentes Öffnen der inneren Beinnaht. Und genau das stellt Threads auch vor. (Völlig einfach und logisch, wenn man es mal weiß, aber nicht jeder hatte eine Oma, die so was wußte.)

Wie man Fadenenden in Handgesticktem sichert ist nicht so mein Thema, aber Threads ist breit aufgestellt, also völlig okay. Und den Prozess des Handwebens mal ausführlich erklärt macht klar, warum solche Stoffe ihren Preis auch wert sind.

Am Ende gibt es das Geschichtchen, diesmal vom Hund, der das Kleid ankauten. Ich fürchte, das ist wirklich nur was für Hundeliebhaber. Und hinten noch ein besticktes Kleid aus den 1940er im Stil der 1920er. Zu viel Hüftbetonung für mich, aber hier darf dann Deko grundsätzlich mal sein.

Wie fast immer ein Heft, daß mich mit etlichen Artikeln glücklich macht. Und das nächste liegt auch schon hier…

Revue de Presse: Threads July 2017 (191)

Titel Threads MagazineAuch die Juli Ausgabe der Threads liegt natürlich schon ewig hier… Ist auch schon lange gelesen… Gleich das Titelkleid mit dem proportional sich veränderndem Muster gefällt mir gut. Das Verprechen, daß es mal wieder preisgekrönte Kleidung aus einem Wettberb gibt noch mehr. Auch wenn da nicht immer alles tragbar ist, ich finde meist sehr viel inspirierendes. Und das Niveau ist in der Regel hoch, der Wettbewerb kein Feigenblatt, mit dem nur versucht wird, irgend ein Produkt zu pushen.

Die Autoren der Ausgabe dürfen sich diesmal der Frage stellen, welche Erfahrung ihren persönlichen Stil beeinflusst hat. Gute Frage… für mich war das nach einigen Jahren mit ziemlich reduziertem Kleiderschrank die Erkenntnis, daß ich das zwar kann… aber eigentlich nicht will. Ich mag die Veränderung. Nicht von einem Jahr auf das nächste, aber über die Jahre gibt es bei mir immer Verschiebungen in Bezug auf Farben, auf Stile… Das ist letztlich, womit ich mich wohl fühle. (Außerdem hilft mir diese Erkenntnis, mich auch mal von Sachen zu trennen, die ich lang nicht mehr an hatte. :o) Nur wenn alt geht, kann neu kommen.)

Überraschend interessant diesmal das Editorial. In der Redaktion hängen offensichtliche viele „Inspiratonswände“ mit allem möglichen voll. Auch mit Heftartikeln und Bildern, die dann von den Kollegen offen begutachtet und kritisiert werden. Ich kann mir das in Deutschland für viele Arbeitsbereiche nur schwer vorstellen, daß eine ganze Gruppe mit Kritik so gut klar kommt. Auch wenn das sicher zu guten Ergebnissen führen kann. (Was man am Threads Heft ja auch sieht…)

Dafür bieten die Leserbriefe jetzt weniger Spannung, aber das müssen sie ja auch nicht…

Auch die Lesertips lösen mal wieder keine Problem, die ich habe. Die Idee, Bänder mit dem Haarglätter zu Bügeln gefällt mir aber tatsächlich. Abgesehen davon, daß ich kein Glätteisen besitze, Aber wenn, geht das vermutlich tatsächlich schneller, als erst den Bügeltisch aufbauen.

Unter „notions“ werden dann wieder die unglaublichen Neuerfindungen vorgestellt. Etwa ein Faden von Coats zum Annähen von Knöpfen, der bei Hitze mit einander verklebt. Äh ja… hat Alterfil jetzt aber schon seit Jahrzehnten… Und Schmetz hat verchromte Nadeln, die als „professional“ verkauft werden.

„How did they do that“ zeigt eine elegant geschwungene Linie für einen Armabschluss. Ich glaube, nach mehrfachem Lesen habe ich es auch verstanden… ich bin jedenfalls versucht, das mal auszuprobieren, nur um zu sehen, ob ich hinbekomme. Mir fällt nur gerade keine sinnvolle Anwendung dafür ein. Es fällt schmeichelnd über die Hand, nur die Alltagstauglichkeit leidet da doch etwas drunter…

Wenig nach meinem persönlichen Geschmack sind die „embellishments“, statt mühsam Paspeln einzuarbeiten, wird einfach Band entlang der Kontur aufgenäht. Das geht definitiv schneller, aber der eigentliche Reiz der Paspel (wenn man schon eine macht…), nämlich die subtile Dreidimensionalität, der geht verloren. Auf mich wirken die Designs schon sehr wie Bühnenkostüme. Aber Geschmackssache. Wie man es angeht ist jedenfalls wieder gut erklärt.

„Fabric Lab“ erklärt die Laminierten Baumwollstoffe die derzeit viel angeboten werden. (Mit dem Charme, daß die Designauswahl deutlich größer ist als beim herkömmlichen Wachstuch.) Schön erklärt, was den Stoff ausmacht, was man beim Zuschnitt beachten soll, beim Nähen und beim Bügeln. Für erfahrene Näherinnen ist vieles davon sicher nicht überraschend, aber damit vermeiden auch Anfänger etliche mögliche Stolperfallen.

Bei den „pattern reviews“ fällt mir vor allem ein Rock von „Skinny Bitch Curvy Chick“ ins Auge. Allerdings bin ich dann doch kein Fan von Sachen, bei denen man den Saum unversäubert lassen muß. Auch ein Burda Schnitt mit interessanten Design-Nahtlinien ist dabei, der wird jedoch nicht genäht gezeigt. Auch bei dem Simplicitiy Kleid hätte mich die genähte Variante interessiert.

Mit der Frage, wie man aus Strickstoff einen elegante Jacke schneidert bzw. einen eleganten Cardigan bekommt befasst sich der umfangreiche Artikel von Pamela Leggett. Die Ähnlichkeit einiger Modelle mit der klassischen Chanel Jacke fällt natürlich ins Auge. Allerdings nur von außen, von Innen wird anders und deutlich weniger aufwendig gearbeitet. Wobei Teilfutter und verstärkte Kanten tatsächlich für einen guten Sitz sorgen dürften, ohne daß die Bequemlichkeit eines Strickstoffes (oder Sweats) völlig verloren geht. Ideal also für alle, die „korrekte“ Kleidung fürs Büro brauchen, auf Bequemlichkeit jedoch nicht verzichten wollen.

Reiches Augenfutter anschließen bei den Aufnahmen zu „The Quilted Garment Challenge“. Dank Gesamtaufnahmen und Bildern von den Details kann man ganz unterschiedliche Ansätze und Herangehensweisen bewundern. Ein Thema, das auch schon ewig auf meiner private Liste steht.

Mit dem Thema Bleistiftrock setzt sich die Bloggerin Erica Bunker ausführlich auseinander. (Ich habe ihren Blog früher mal gelesen, aber irgendwann wurde das eine „ohne Veränderungen genäht, alles toll“ Parade und damit dann langweilig.) Auch hier ist manches, gerade zur Wahl der Form und der Schnittanpassung banal, aber das Bleistiftröcke nicht nur vielseitig tragbar sind (udn noch dazu gerade modisch), sondern auch einfach zu nähen, somit gute Projekte für nicht so erfahrene Näherinnen, darf man dem Thema gerade mal entsprechend Raum geben. Nur daß ausschließlich Stoffe mit Stretch empfohlen werden… nun ja. Geht auch ohne, wenn er passt. 😮

Maschinenstickerei auf Jerseys ist mangels Stickmaschine ja nicht mein Thema, aber im Forum kommen dazu nicht so selten Fragen, daher sicher sinnvoll. Einlagen, Stichdichte anpassen… gute Themen.

„Get Graphic with Bias Tape“. Okay, das ist wohl wieder eher der amerikanische Geschmack, überall noch Deko ran zu machen. Mein Bedürfnis, jeden Naht, jede Kante oder was auch immer noch explizit abzusetzen hält sich ja in Grenzen. Aber wer das mag…

Besser gefällt mir, aus einer (oder mehreren) Jeans hosen eine Jacke zu machen. Nicht nur wie man technisch vor geht, wird erklärt, sondern auch, wie man sich nach dem Trennen der Nähte die Bleichungen effektvoll zu Nutze machen kann. Ob ich doch mal Jeans aufheben sollte? (Besser nicht… ich habe neulich mal meine Sammlung „Hemden für Patchwork“ umgeschichtet… Ich fürchte, da könnte ich inzwischen mehr als eine Decke draus nähen.)

Einen Rockreißverschluss bis zum Ende des Bunds hochzuziehen ist jetzt auch keine neue Technik, das wußte meine Oma schon, aber in Anleitungen wird das wohl immer noch gerne anders vorgeschlagen. (Tröstlich finde ich ja, daß der Übergang Rock und Bund in der Nahaufnahme nicht ganz passt. Fällt beim Tragen ganz sicher niemandem auf. Aber in der Großaufnahme dann halt schon. *gg*)

Mit der Verarbeitung von Kunstleder geht es weiter. Wobei viele der Tips im Prinzip auch für Leder anwendbar sind. (Und es auf der anderen Seite Kunstleder gibt, die man unsichtbar wieder trennen kann.)

Ausführlich im Interview vorgestellt wird anschließend Jenny Rushmore vom Cashmerette Patterns. Ich bekomme diese Online-Hypes ja meist nur am Rande mit, aber Schnitte, die auf nicht schlanke Frauen (bei einem Größenspektrum von 12 – 28 ist das auch noch nicht so richtig „plus“) und Oberweiten bis Cup H spezialisiert sind könnte da aber mal jemand wirklich eine Marktlücke aufgetan haben. Ob man jetzt eine weitere Online-Community nur für „kurvige“ Frauen braucht weiß ich hingegen nicht. Die Nähprobleme sind ja meist nicht so von der Größe abhängig.

Frage an die Experten ist diesmal, wie ein Obertransportfuß funktioniert.

Danach haben wir noch die wieder amüsante Nähgeschichte und hinten ein Kleid aus den 1940er Jahren, das mich diesmal nicht so beeindrucken kann. Als Nachthemd vielleicht hübsch…

(Ich verspreche übrigens nicht, das nächste Heft, das natürlich auch schon hier liegt, pünktlicher zu besprechen. Ich bin ja Realistin… meistens.)

Revue de Presse: Threads July 2016 (185)

Titel Threads Magazine
Wie immer hechelt meine Besprechung der Threads dem Erscheinungstermin des Heftes hinterher. (Und diesmal auch dem inzwischen eingetroffenen nächsten Heft.) Was speziell in diesem Fall besonders schade ist, denn das Titelbild spricht mich sowohl von den Themen her an, also auch mit dem abgebildeten Kleid. Ich bin mehr als gespannt.

Die Frage an die Autoren der Ausgabe geht diesmal darum, welches kreative Talent sie gerne noch entwickeln würden. Ich würde ja gerne lernen zu singen. Andererseits… dafür habe ich gar kein Talent, das gilt dann wahrscheinlich nicht?

Das Editorial stimmt ein und auch darauf, daß wieder die Ergebnisse des jährlichen ASDP Mitgliederwettbewerb vorgestellt werden. Darum beneide ich die Chefredakteurin ja, die darf die Stücke in echt in Augenschein nehmen.

Dann die Leserbriefe… die sind, seit ich die Threads kenne, ja interessanter geworden. nicht mehr so viel pures Lob für die Redaktion, sondern Ergänzungen zu den früheren Artikeln. Ich wünsche der Redaktion natürlich viele lobende Post, aber zum Lesen ist das andere einfach interessanter.

Der „best tip“ bei den Lesertips bringt mich breit zum Grinsen… um Strecken zu teilen die Metrische Skala des Maßbandes verwenden, weil das einfacher ist als mit Achteln und Sechzehnteln rumzumachen. Äh… ja…

Bei den „notions“ reißt mich diesmal nichts vom Hocker und die Espandrilles Sohlen von Prym sind ja ein alter Hut.

„Embellishments“ zeigt diesmal, wie man einen beliebigen Ärmelschnitt mit Cut Outs versehen kann. Solche Artikel mag ich, denn damit kann man jeden Schnitt bearbeiten und ist nicht drauf angewiesen, die Details an einem Schnitt in passender Größe zu finden.

Das DIY Projekt ist ein gezogener Rock aus einem Rechteck. Statt Gummizug wie ich das so kenne mit Zugbändern. Das kann eine nette Variante sein.

„How did they do that“ zeigt geraffte Stoffbahnen mit Samtband verbunden. Gut, das war jetzt nicht ganz so schwierig, wäre man vielleicht auch selber drauf gekommen. Vermutlich gibt es einfach nicht so viele wirklich spannende Vintage Techniken.

Dann die Pattern Reviews. Wie meist ein paar Firmen dabei, die ich noch nicht kenne, aber kein Schnitt, den ich haben muß. Die Jacke 7254 von McCalls fällt mir ins Auge, die hatte ich hier ja auch im Bild gezeigt.

Der Artikel danach befasst sich sehr ausführlich mit verschiedenen Techniken und Materialien, um Stoffe zu markieren. Das ist nicht nur toll für Anfänger, weil ebenfalls erklärt wird, was für welche Stoffe am besten geeigent ist, sondern sogar ich habe noch was Neues gefunden. Mit Klebepunkten habe ich es noch nicht versucht.

Wie man zu jedem beliebigen Schnitt passende Belege zeichnet kommt danach. Nach der Anleitung kann das jeder.

Mehr interessieren mich die Techniken, wie man den Oberarm an Schnitten erweitert. Da sind Techniken dabei, die ich noch nicht kenne. Und es nimmt mir etwas die Angst, vielleicht doch auch mal am Armausschnitt was zu verändern. Davor bin ich bislang zurückgeschreckt.

Ein buntes Potpurri an Techniken für bessere Nähergebnisse stellt Kenneth D. King in Wort und Bild vor. Zwar nicht so sortiert, wie in einem Nählexikon, aber wert, gelesen und verwendet zu werden.

Dann endlich die schon auf dem Titel versprochenen Wettbewerbsergebnisse. Das Thema war ein Etuklied, das von Kunst inspiriert ist. Augenfutter pur, so unterschiedliche Techniken, so unterschiedlich umgesetzt… aber alles mehr als anregend.

Danach widmet sich ein Artikel einem Scandienst, der maßgenaue Schneiderpuppen herstellt. Die perfekte Lösung? Nein auch nicht, wie jede Technik hat auch diese Schwächen. (Maßgefertigte Schneiderbüsten an sich sind ja keine neue Erfindung.) Aber wenn man darum weiß, dann kann man besser entscheiden, ob das für einen selber in Frage kommt. (Wobei es im Moment noch nciht so viele Orte gibt, an denen man die Scans durchführen lassen kann.)

Dann eine ausführliche Technikanleitung von Susan Khalje, der einseitig verdeckte und von Hand eingenähte Reißverschluss. Eine sehr saubere Lösung, die mit jedem Reißverschluss funktioniert und sogar den kleinen „Zieher“ unsichtbar verschwinden läßt.

Und um beim Thema zu bleiben stellt Kenneth D. King bei „Sewing Saves“ Techniken vor, wie man das eine oder andere Reißverschlussmissgeschick verbessern kann, ohne alles wieder trennen zu müssen.

„Profiles in Sewing“ stellt uns Katherine Tilton vor. Die Schnitte kennt man ja schon udn bei einer ihrer Touren durch Paris wäre ich auch gerne dabei. Die kennt noch Orte, die ich auch nicht kenne. Oder wo ich nicht rein käme.

Die Frage an die Experten möchte wissen, was für ein Stoff „Cady“ ist. Wenn ich das mal zusammenfasse, scheint das im Moment keiner so ganz sicher zu wissen. Neuer schöner Name… Was beim Merzerisieren passiert ist hingegen klarer, aber dafür nicht neu.

Dann gibt es noch die unterhaltsame Nähgeschichte und das Vintage Kleidungsstück. Interessant, aber so dringend will ich nicht nach Sofa aussehen. Das ist jetzt nicht mein Fall.