Eingesetzer Ärmel in Kimonoärmel (Teil 2)

Transformation of a set-in sleeve into a kimono sleeve, part 2

ÄrmellinieSo, heute geht es weiter.

Endlich kommen die ganzen Hilfspunkte zum Einsatz und der untere Teil des Ärmels wird gezeichnet.

So.. next…

All those crosses we made before are used now to draw the line for the sleeve.

Von der unteren Markierung auf der Seitennaht in einer leichten Rundung über die Markierung auf der schrägen Linie bis zum Ärmelsaum. Man kann das mit einem entsprechenden Lineal machen, wenn man nicht zu doof dazu ist wie ich. Oder man strichelt es von Hand und verläßt sich drauf, daß die Schere das schon ausrundet.

Now you connect the marks from the lower mark on the side seam to the sleeve hem, making it slightly round. There are curves you can use to make a nice line. If you are to stupid for that (like me) than you draw free hand and hope for the scissors to give a nice shape later when cutting the pattern.

SchulternahtAls nächstes brauchen wir die Schulternaht. Dazu verlängern wir die Schulterlinie einfach bis zum Ärmelsaum. (Im Bild rot).

Now we need the shoulder seam. So you simply lengthen the shoulder seam of your block until it reaches the sleeve hem. (Ret line in the picture.)

Im Prinzip könnte man es dabei auch belassen, aber die Schulter fällt in der Regel schöner und trägt sich angenehmer, wenn man diese Linie etwas runder gestaltet.

Schulter ausrundenYou can leave it like that but usually it looks nicer and feels also mor comfortable while wearing if your round that seam, too.

Auch das nicht so schwierig, wir brauchen nur einen Hilfspunkt oberhalb der ursprünglichen Ärmelansatznaht. Dort ein Geodreieck im 90° Winkel anlegen und einen Punkt 1,5 cm drüber markieren.

Schulter ausrundenWe again need to mark a point. 1.5 cm above the point where the original shoulder seem stopped and the sleeve started.

Und dann in einer leicht gerundeten Linie vom Halsausschnitt über den Hilfspunkt zum Ärmelsaum.

And then draw a rounded line from neck over our provisory mark to the sleeve hem.

BeschriftungUnd dann kommt ein Schritt, der gerne ausgelassen wird, der aber sehr wichtig ist: Beschriftet euer Schnitteil! Ich schreibe drauf, was für eine Art Schnitt es ist (Kimono kurzärmelig), welcher Schnitt oder welcher Block meine Grundlage war und in welcher Größe und natürlich welches Schnitteil (Rückenteil). In diesem Stadium kostet einen das nur einen Moment, kann einem später aber stunden des Suchens, Ratens und Ausprobierens sparen.

And last but not least a very importent step many people tend to leave out: Write on your pattern what it is! I write what kind of pattern it is (here kimono, short sleeve), what pattern or block was the basis of the transformation and in which size and of course what pattern piece I have (here back). That costs you only moments now, but will save you hours of retreiving the information, guesswork or testing the pattern again later.

 

Wie bekomme ich einen Kimonoärmel? (Teil 1)

How to get a Kimono Sleeve? (Part 1)

Ich habe ja den Schnitt aus Pattern Magic 3 ausprobiert, doch der basiert auf einem T-Shirt Block mit Kimonoärmel. (Generell praktisch zu nähen, wenn es schnell gehen soll oder man einen gemusterten Stoff nicht durch Nähte stören will.) Und so einen hatte ich nicht.

I’d tried Pattern Magic 3 but that required a block for knit fabric with kimono sleeves. (A versatile pattern shape if you want a quick project and also if you have a pattern on your fabric you do not want to disturb by to many seams.) But I didn’t have any.

Aber ich habe einen schmalen normalen T-Shirt Schnitt der einem Block nahe genug kommt, daß man ihn umbasteln kann. Hier zeige ich wie.

But I have an ordinary pattern for a T-Shirt which is close enough to a block to use it as a base for transformation Now I’ll show you how.

RückenteilZuerst übertrage ich mein Rückenteil auf Packpapier. Dazu habe ich das Schnitteil auf den Bogen Packpapier gelegt und mit dem Kopierrädchen (das mit den spitzen Metallzähnen, keines mit weichem Plastik) durchgerädelt. Ganz wichtig: Ohne Nahtzugaben! Die Linien habe ich mit Bleistift nachgezeichnet. (Die schwarze Umrisslinie auf dem Bild hier ist mit dem Computer nachbearbeitet.)

First I made a copy of my back pattern on a sheet of craft paper. I just placed the pattern on the craft paper and used a copy wheel to trace it. (You need a wheel with metallic spikes, not one of those soft plastic ones.) Very important:Use your patten without seam allowances! Then I used a pencil to follow the spiked lines, (The black lines on the pic here were added with the help of gimp, they were not on the paper.)

Dann braucht man zwei Hilfslinien im 90° Winkel zur hinteren Mitte bzw. zum Fadenlauf. Eine auf Taillenhöhe, also da, wo der Schnitt am Schmalsten ist und eine zweite, die genau durch den Beginn des Armausschnittes verläuft. Diese habe ich auf dem Bild rot markiert.

Then you need two lines which run horizontally to the grainline (usually the center back). One runs through the waist, so where your pattern is most narrow, the other one runs through the beginning of the sleeve opening.

HilfspunkteDann werden Punkte markiert. Der erste auf der oberen Hilfslinie, 3,5cm nach außen. Von da aus eine senkrechte Hilfslinie runter zur Taille. Für den zweiten mißt man den Abstand zwischen den Hilfslinien und markiert dann etwas weniger als 1/3 davon von oben nach unten. (Bei mir 5 cm.) Hier war ich mir nicht sicher, ob man das auf der geschwungenen Linie tun sollte oder etwas daneben, weil die Anleitung an der Stelle eine gerade Linie vorsieht, keine gekurvte. Deswegen habe ich den Punkt etwas neben die Nahtlinie gezeichnet. Auf der Nahtlinie wäre aber auch okay gewesen, so im Nachhinein. Von dem Punkt aus dann weitere 6cm nach unten gehen und den dritten Punkt auf der Seitennaht markieren.

Now we need construction points. For the first one you take the upper horizontal line and mark a point 3.5cm outside the pattern. Then mark a line from there downward to waist level. The line runs parallel to the grain line. The next point is down the side seam, a little less than 1/3 of the distance between both horizontal lines. And from that point you go another 6 cm down the side seam and mark a third point.

ÄrmelAls nächstes braucht man den halben Hinterärmel ohne Nahtzugaben. Also das, was den roten Linien entspricht. Ich habe etwas gemogel… Die obere Kante des halben Ärmels wird genau an das Ende der Schulternaht gelegt. Ich habe es da mit einer Nadel fixiert. Dann wird der Ärmel so gedreht, daß das untere Ende der Ärmelansatznaht genau auf die senkrechte Hilfslinie vom 3,5 cm Punkt aus trifft. Die Mittelline des Ärmels und die Saumlinie werden auch wieder mit dem Rädchen durchgerädelt.

Now you need half a sleeve, be sure to take the back sleeve. (I did cheat and used my complete sleeve pattern, it was small enough not to mess everything up. But what you really need is the shape of the red line.) You pin the top of the sleeve exactly to the end of the shoulder seam. While the bottom point of the sleeve cap has to meet the line that goes down from the 3.5 cm point. I traced the later sleeve seam and the hemline again with my tracing wheel.

ÄrmelpunktHier noch mal in der Großaufnahme der Punkt, an dem der Ärmel und die Hilfslinie sich treffen. (Wie immer kann man die Bilder übrigens in einer größeren Version sehen, wenn man drauf klickt.)

Here a close up of the spot where the sleeve and the vertical line we drew before meet.

An der Stelle eine Nadel senkrecht durch das Papier stecken….

Pin a needle through exactely that spot…Ärmelpunkt

…denn dadurch sieht man den Punkt immer noch, wenn man den Ärmelschnitt weggenommen hat und kann ihn gut mit einem Stift markieren.

… so you can still see the spot after removing the sleeve pattern and you can make a nice and clear cross with a pen. (And as always: if you want so see a bigger picture, just click on it and you get the bigger version.)

ÄrmelhilfslinieJetzt markieren wir noch die Stelle mit einem Kreuz, wo der Ärmelsaum auf die obere Hilfslinie trifft.

Now we mark with a cross where the sleeve hem crosses the upper horizontal line.

Dann verbinden wir unseren mittleren Hilfspunkt auf der Seitennaht mit einer geraden Linie mit dem Saumpunkt.Auf dieser Linie markieren wir noch einen Punkt, 6 cm vom Hilfspunkt auf der Seitennaht entfernt.

Then we connect the middle cross on the side seam with the sleeve hem point with a straight line. On this line we mark another point, 6 cm away from the side seam.

(Und demnächst geht es weiter…)

(To be continued…)

 

Pattern Magic 3 „Zwei gleicher Art A“

The English version of this pattern review can be found on pattern review.

Nach dem neuen Pattern Magic Buch habe ich ja schon die ganze Zeit gegiert, aber diesmal habe ich es tatsächlich geschafft, auch was daraus umzusetzen. Und zwar noch im Jahr des Erscheinens des Buches. Beträchtlich für mich, oder? (Die Buchvorstellung von mir findet ihr auf der hobbyschneiderin.)

Pattern MagicNatürlich sind nicht alle der Sachen für meine Figur umsetzbar, aber einige Anregungen habe ich gefunden. Und ich habe mir das Modell „Zwei gleicher Art A“ vorgenommen.

Da die mitgelieferten Blöcke nicht für meine größe taugen habe ich mir einen schmalen T-Shirt Schnitt ohne Abnäher vorgenommen (war mal aus einer All Woman), den ich schon lange für mich angepaßt hatte.

Daraus mußte ich dann erst mal einen Grundschnitt mit Kimonoärmeln (also mit angeschnittenen Ärmeln) basteln. Dazu habe ich die Anleitung von Aldrich genommen, habe dann aber die dort vorgesehene Schulterrundung wieder rausgenommen, weil die in der Pattern Magic Anleitung nicht vorgesehen ist. Mit diesem Block habe ich mir dann die Anleitung aus dem Buch vorgenommen und die Schnittteile entsprechend von Hand (und mit Lineal und Bleistift) verändert.

SeitenansichtDas funktionierte gut, die Anleitung war klar. Nur wie man unterhalb der Hüfte vorgehen muß war nicht explizit beschrieben. War aber leicht abzuleiten.

Was eine gute Idee gewesen wäre: Die Markierungen, die man für die Schnittveränderung braucht auch gleich für den endgültigen Schnitt zu übernehmen, das macht einem das Zusammennähen nämlich einfacher.

Denn eine Nähanleitung gibt es nicht, auch Paßmarken muß man sich selber einzeichnen. So man vorher dran denkt…

Mein Stoff ist ein Baumwoll Interlock, der fester ist, als die im Buch empfohlenen Stoffe. Hier werden mehr Stretch und auch eher weichere Stoffe empfohlen. Was nicht heißt, daß es nicht geht, aber es wird halt anders. (Wobei mich das Modell aus einem Wolljersey auch mal reizen würde, schon um zu sehen, wie es da fällt…)

RückenansichtDie Falten habe ich nicht mit einem Faden gezogen sondern die Mehrweite gleichmäßig verteilt und mehr oder weniger von Hand gelegt und mit vielen Stecknadeln gesteckt. Nähen dann einfach mit Steppstich, Saum und Ärmelsaum ebenso, hier aber mit dem Alterfil Elastic 120. Und trotz des Falten einlegens war es fix genäht.

Von vorne gefällt mir der Look auch sehr gut. Eben sehr ungewöhnlich, aber mir gefällt es. Die vorverlegte Schulternaht sperrt ein wenig, nicht so, daß man sich nicht bewegen könnte, aber es ist da nicht optimal bequem. Falls ich den Schnitt noch mal ausprobiere werde ich entweder da auch den elastischen Faden nehmen oder die Schulterrundung wieder einarbeiten, die mein Schnitt ursprünglich mal hatte.

Auch von der Seite gefällt es mir ganz gut. (Ein schlankes Elfchen bin ich nun mal nicht, Aber kein Grund, immer langweilig durch die Gegend zu laufen.) Allerdings sollte ich nicht eine Hose dazu tragen, die maximal aufträgt. :o)

Von hinten hingegen sind die Falten genau über dem Po natürlich suboptimal. Wobei das sicher teilweise dem Schnitt geschuldet ist und teilweise dem Stoff. Ich denke, aus einem weichen Viscosejersey würden sie anders fallen. Und mit ein wenig zurechtzupfen sehen sie vielleicht auch anders aus.

Letztlich wußte ich ja… die Schnitte aus dem Buch sind auffallend und nicht unbedingt der Körperform folgend. Mal sehen, ob ich es irgendwann aus einem anderen Stoff noch mal ausprobiere. Reizen würde es mich schon. Wie auch einige andere Modelle und Ideen aus dem Buch….

Twinkle, Twinkle Little Star…

… und das kann auch ein Seestern sein. 🙂

gekäkelter Seestern mit Perlen… and it can be a sea star also. 🙂

Ich kämpfe ja mit meinen Wollresten und wenn dann mal nur noch drei Meter da sind, wird es schon schwierig.

I am fighting my yarn scraps and rest overs and if a scrap is only 3 meters it is getting difficult.

Aber für diesen Minirest von „Scotch Tweed“ von katia kam die Anleitung Crochet Sea Star von Leah Coccari-Swift auf ravelry gerade recht. Und als er fertig gehäkelt war fand ich, er wollte noch ein paar etwas größere rosa Roccailles. Süß, oder? (Ne, keine Ahnung, was ich damit mache…)

But for this scrap of katia „Scotch Tweed“ the pattern Crochet Sea Star by Leah Coccari-Swift on ravelry was just perfect. And after weaving in the threads I decided that it wanted to be beaded with some small cute pink beads. Isn’t it cute?`(No, I have no idea what I am going to do with it…)

Kuli – eine Taschenanleitung

(Update September 2012: Die Anleitung enthielt einen Fehler, dieser ist jetzt korrigiert, wer sie vor September 2012 runtergeladen hat, bitte die korrigierte Version runterladen.)

Gezeigt habe ich euch meine vielseitige Urlaubstasche ja schon hier.

I’ve already shown the bag I made for my holidays here.

Die Anleitung hat den Namen „Kuli“ bekommen, weil sie auch große Lasten faßt. (Tragen muß man sie dann leider selber….) Angeblich kommt das Wort sogar aus dem Urdu, einer der vielen Sprachen, die in Indien gesprochen werden. Paßt ja. 🙂

The pattern got the name „Kuli“ because it can take heavy weight. (But you’ll have to carry it yourself…) It is said that the word is Urdu, one of the languages spoken in India. 🙂 Sorry to say the pattern is in German only, but there are some pictures. If you want to give it a try anyhow: follow the link below. The pattern is free for private and non commercial use.

Wer sie auch nachnähen will, kann die Anleitung hier herunterladen. Wie immer kostenlos zum privaten und nicht kommerziellen Gebrauch. 🙂

 

 

Musterwolle bezwungen!

Winning over self stripeing yarn!

SockenGut, wenn man sehr viel Muster macht, dann sieht man es auch auf selbstmusterndem Garn. Gewonnen!

Okay, If you go really heavy on pattern then it remains visible even on self striping yarn. I’ve won!

Das Garn ist diesmal Sockengarn mit Baumwolle von Bärengarne und heißt „TOM Cotton“. Deswegen habe ich mich für ein luftiges Muster mit Lochmusterstreifen entschieden. Für unseren kühlen Sommer gerade richtig.

The yarn is a sock yarn with cotton from Bärengaren, called „TOM Cotton“. So I decided for a more airy pattern with a bit of lace. Just right for this year’s summer.

Gemini, der Pulli mit den zwei Gesichtern

Gemini, the two faced top

Stricktop GeminiIn der Knitty Frühjahr Sommer 2012 lachte mich dieses gestrickte Top an.

From the spring summer 2012 knitty I liked this knitted T-Shirt right away.

Garn ist „Linen“ von katia, das ich in der Maschenkunst bekam. Mit 3,5er Nadeln bekam ich die Maschenprobe immerhin bezüglich der Maschenzahl passend, die Reihen stimmten mal wieder nicht. Da ich aber einen kurzen Oberkörper habe, ist das sogar eher praktisch.

The yarn is „Linen“ from katia which Maschenkunst carries. I used 3.5mm needles so I could at least match the stitches of the gauge. The rows don’t fit at all as it is often the case with me. But since I am rather short between bust and waist that is even an advantage.

Sommerpulli GeminiIch habe nach den Anweisungen Größe 1XL gestrickt und dann zur Hüfte noch ein paar mehr Zugabereihen gearbeitet. Und bin mit der Paßform zufrieden.

I decided to knit size 1XL and added some extra stitches for the hips. I like the fit as it turned out.

Der Clou des Pullis: Man kann je nach Lust und Laune die geschlossene Seite oder die mit dem luftien Lochmuster nach vorne tragen. Ich glaube, mir gefällt es mit dem Lochmuster besser. Wie seht ihr das?

The special twist of the sweater? You can either wear the plain side to the front or go for the lacy one. I think I prefer lacy, what do you think?

Weitere Details vom Stricken gibt es wie immer auf ravelry.

More details from the knitting process are on ravelry as always.

 

Shopping in Indien (Teil 3)

Shopping in India (Part 3)

Chilihändler JaipurWas tun jetzt aber diejenigen, die sagen „Handeln kann ich nicht, will ich nicht, trau ich mich nicht.“?

Nein, auch die müssen nicht ohne Souvenirs nach Hause fahren, es gibt auch Läden mit festgesetzten Preisen. Nur eben weniger.

So what about those who say „I can’t/ won’t/ don’t dare to bargain!“?

No, they do not have to go home without any souvenirs, there are shops that offer fixed prices, only the choice is smaller.

City Market BangaloreZunächst mal sind die Händler in Indien auch nicht doof, sondern stellen sich auf die Touristen ein. An Orten mit vielen Touristen gibt es also durchaus Läden, die mit „fixed price“ oder“fixed rate“ auf Schildern ankündigen, daß es bei ihnen feste Preise gibt. Manchmal sogar mit Preisschild.Gerade die üblichen Souvernirs und ortstypisches Kunsthandwerk findet man so durchaus.

First of all: shop owners in India aren’t stupid at all. They adapt. So at places with many tourists there are often shops that have signs „fixed price“ or „fixed rate“ and that offer shopping without bargaining. Sometimes they even have price tags… So the supply with typical souvenirs and local craft is often available without the hassle of bargaining.

Schuhgeschäft BangaloreDann gibt es in manchen modernen Städten auch richtige Shopping Malls und Supermärkte, wie wir sie auch kennen. (Bangalore gilt als besonders gute Einkaufsstadt.) Dort finden sich zum einen etliche internationale Marken, aber auch indische Designer Marken. Dabei ähnelt vieles dann auch den bei uns angebotenen Produkten, aber es gibt auch modernes Design mit traditionellen Techniken hergestellt.Fabindia ist ein Beispiel dafür.

Then there are cities where you find supermarkets and shopping malls, similar to what we are used to. (Bangalore is known to be a good shopping place.) You find there international brands, but also Indian design and brands. And some offer an updated design with traditional crafts. Fabindia is an example for that.

Mysore MarketEine andere fast immer gute und zuverlässige Adresse sind die staatlichen Souvernishops. Je nach Bundesstaat heißen sie unterschiedlich, sie sind aber im Reiseführer in der Regel verzeichnet. Dort kann man sich auch relativ sicher sein, daß man korrekte Angaben über die Produkte bekommt. Die Preise sind oft etwas über dem, was man auf dem freien Markt aushandeln kann, mir ist aber auch aufgefallen, daß zumindest bei den Textilien die Qualität oft erkennbar besser war. Zudem bekommen auch die Handwerker mehr von dem Geld. Das sind also Adressen, die ich immer gerne besuche.

Usually reliable are the state souvenir shops. Names differ from state to state, but all guide books will refer to them. Also you can be relatively sure, that the information you get about the products are (mostly) correct. Price is usually a little more than what you pay (after bargaining) at normal shops for similar products. But at least for textiles my observation is, that the quality of the craft and the artistic level is higher also. Plus more of the money arrives at the crafters. So those are adresses I usually like to go.

Coconut Water at Chamundi Hill Eine weitere Organisation die ich allen Stoff-Fans ans Herz legen möchte sind die Khadi-Läden. „Khadi“ bedeutet eigentlich „Baumwolle“, wobei es sich aber um handgesponnene und handgewobene Textilen handelt, die auch aus Seide oder Wolle sein können. Je nach dem, in welcher Gegend man ist haben die Läden unterschiedliche Produkte und auch unterschiedliche Techniken sind repräsentiert. Und es gibt nicht nur Saris, sondern auch viel Meterware… 🙂 Und auch hier sind die Preise fest, man muß und kann nicht handeln.

Another organisation I’d like to recommend are the Khadi-Stores. „Khadi“ means „cotton“ but what they carry is home made and can be also silk or wool. Usually you find regional products, so depending on where you are the cloth and the techniqes used to produce it will vary. And they have a lot of fabric by the yard… 🙂 Again here price are fixed you haven’t to bargain and you can’t.

 

 

Shopping in Indien (Teil 2)

Shopping in India (Part 2)

(Ja, da war doch noch was… ich habe es nicht vergessen…..) Stellt sich also die Frage, wie das so abläuft, wenn die Ware nicht frei zugänglich in Regalen liegt. (Meine Erfahrung bezieht sich hauptsächlich auf Textiles, ich denke aber, bei anderen Artikeln ist es letztlich ähnlich.)

Bazar in Indien(No, I didn’t forget… just took some more time…) So, you have no shelves where you can pick things yourself, you have not price tag… how to proceed? (My experience is mostly based on textile items, but I think it will be similar with other things.)

Zunächst braucht man eine ungefähre Vorstellung, was man überhaupt will. Sari, Schal, Kurta,… man kann auf Bazaren und in den Ladenstraßen natürlich an den Läden vorbei schlendern und schon mal so ungefähr gucken, was es so gibt und wo es einem vielleicht gefallen könnte. Allerdings muß man meist sehr schnell gucken, denn sobald man stehen bleibt wird man auch rasch angesprochen, besonderns an Orten mit vielen Touristen. Wenn man tatsächlich was kaufen will, ist das natürlich gut. Andernfalls eher lästig, aber man kann jederzeit weiter gehen.

First thing is that you need to know what you want. Saree, shawl, kurta,..? If you stroll through bazaar streets you can check what the shops have hanging outside and what might be to your liking. Usually you have to look fast, because as soon as you stop the shop owner might talk to you. That the more often the more tourists a place holds. If you xonsider to buy at that shop that is fine, if not… well you can always walk on. No obligation!

Bazar JaipurBevor man einen Laden betritt empfiehlt sich ein Blick auf den Boden. Oft ist das eine mit hellem oder weißen Stoff bedeckte Fläche oder Plattform auf der Leute herumsitzen oder -stehen. Diese Leute sind dann meist barfuß. In diesem Fall zieht man dann seine eigenen Schuhe auch aus. (Was man in Indien ohnehin im Haus generell macht.) Da findet sich auch fast immer irgendwo eine Matte, wo man sie hinstellen kann.

Before you enter a shop better have a look on the floor. If it is covered with white fabric or similar and people are sitting and standing on it then have a look at the feet of those people. If they are barefoot then take off your shoes or sandals before you enter (that is hardly ever wrong if you enter a house or a flat in India). Often there is a mat or something close to the entrance to leave your shoes on it.

Bazar JaipurWenn man ungefähr sagen kann, welche Farben oder Muster man sucht ist das gut, wenn nicht ist es aber nicht schlimm. Der Händler wird die Saris, Stolen, Stoffe,… vor einem ausbreiten in schneller Folge. Wenn man etwas genauer angucken will, dann muß man sich entsprechend bemerkbar machen. Was gar nicht in Frage kommt, das lehnt man gleich ab. So werden die Vorschläge auch passender. Wenn einem was besonders gut gefällt, dann kann man das auch gleich sagen. Wenn man genug gesehen hat, dann sagt man das auch. Meist liegt dann ein großer Haufen vor einem. In dem Fall nimmt der Verkäufer dann einen nach dem anderen wieder weg und man meldet sich, welche man eventuell behalten will. So wird Stück für Stück die Auswahl kleiner bis man am Ende bei dem oder den Stücken angekommen ist, die man gerne kaufen würde.

If you can tell what patterns or colors you are looking for that is great, if not, the vendor will choose what he thinks you might like. Often he will unfold one saree, shawl,… after the other, often quite quickly. If you want to check something longer you just tell him. If you know for sure you do not like something tell right away, that will help the vendor to make you more fitting offers. If you like something quite a lot tell him also. Usually you end up with a big heap of stuff in front of you. No problem, the second round will be taking away one after the other until you have finished your selection and know which piece or pieces you’d like to buy.

Dann kommt natürlich die Preisfrage. Was die Sachen für indische Verhältnisse „wert“ sind ist immer schwer zu sagen. Zumal das auch von Gegend zu Gegend abweicht. Letztendlich kann man sich nur auf das eigene Gespür verlassen. Ich überlege einfach pragmatisch, was es mir persönlich wert ist. Natürlich ist in Indien vieles billiger als bei uns, Andererseits gilt auch hier: wenn ein Preis zu gut ist, um wahr zu sein, dann ist er nicht wahr. Ein „Pashmina“ für 100 Rupien hat auch in Indien Kaschmir nicht mal aus der Ferne gesehen sondern ist aus Viscose oder Kunstfaser. Und für 600 – 1000 Rupien kann man eine schöne bestickte Wollstola bekommen, aber kein Kaschmir. Natürlich wissen die Händler, welche Begriffe „ziehen“, ob die Seide tatsächlich Seide ist… da muß ich mich auf meine eigenen Augen und Finger verlassen. Egal was der Händler mir versichert, ich bilde mir selber ein Urteil und überlege mir dann, was die Sachen mir wert sind. Das ist mein Preislimit. Da wir als Europäer deutlich reicher sind als der durchschnittliche Inder kann ich damit leben, oft mehr zu zahlen. Auf der anderen Seite sind Luxusgüter wie aufwendig gewebte Saris oder Goldstickerei in Indien nur einer sehr begüterten Minderheit vorbehalten und die ist oft wirklich reich. Auch für europäische Verhältnisse.

Next question is the price. What the „value“ under Indian conditions is ist often hard to tell. It also differs from region to region. At the end you can only relay on yourself. If a price is to good to be true then usually it isn’t true. A „pashmina shawl“ for 10 rupies hasn’t seen a cashmere goat from far and will be made of viscose or poly fiber. for 600 – 1000 rupies you can have a beautifully embroidered shawl of soft wool or a woll and silk blend, but not cashmere. The shop owners of course know, what tourists (and Indians) want to hear, so they will offer it as such. So no matter what the vendor tells me, my hands any my eyes will be my main reference. And then I make up my mind what it is worth for me. That will be my price limit. I can live with the fact that tourists often pay more than Indians, I have far more money than the average Indian. On the other side tourists often buy luxury goods like complicated silk weaves or gold embroidery that only very rich Indians can afford and those will have far more money than most of the tourists. 

Fischhändler JaipurJa und der Rest ist eigentlich ganz einfach…

Man fragt nach dem Preis. Wenn man mehrere Dinge hat, dann nicht pro Stück, sondern für das ganze „Paket“. Danach erst mal nix sagen, warten und freundlich lächeln bringt meist schon die ersten 7% – 10% Reduktion. Dann macht man ein freundliches Gegenangebot. Mutige Naturen bieten die Hälfte oder weniger, 30 Prozent unter dem Angebot kann man auf alle Fälle einsteigen. (Kommt auch drauf an, wo das Angebot des Verkäufers liegt.) Mehr muß nicht sein. Dabei geschieht alles in einer freundlichen Atmosphäre. Es ist klar, ich will es kaufen, er will es verkaufen, wir reden nur noch über den Preis. Keine Drohung „ich kaufe nicht wenn nicht…“, sondern im Grunde sind wir uns einig. Und so geht das dann ein paar Mal hin und her, bis man sich auf einen Preis geeinigt hat. Finde ich den Preis unangemessen hoch zeige ich das dadurch, das mein erstes Gegenangebot bei 10 Prozent von der geforderten Summe liegt. Entweder das Gespräch ist dann beendet, dann kommen wir eben nicht zusammen oder der Händler geht gewaltig runter. Wichtig ist, daß das erste eigene Angebot deutlich unter dem liegt, was man zu zahlen bereit ist. Denn treffen wird man sich irgendwo dazwischen. (20% – 25% unter dem ersten Händlerangebot sind eigentlich immer drin. Zumindest bei mir. Meine indische Freundin zahlt oft höhere Preise als ich, weil sie nicht gerne handelt. :o) )

The rest is easy…

You ask for the price. If you have several items you’ll ask the price for the whole „package“, not the single items. After the first offer you say nothing, just look friendly and expectantly. That often brings the first 7%-10% reduction. Then you make your couneroffer. It the first offer ist not completely unrealistic and far from your own limit you might offer 30 % less. If you are more courageous you offer 50%. All that happens in a friendly atmosphere. You are basically willing to buy the articles, you are just talking about the conditions. So it will go back and forth several times until the price is set. If I think the price is way to hight I will show it by only offering 10 % of the sum the vendors sets in his first attempt. Either we are finished there quickly, so we both did not loose time or the next offer will be better. Important thing is to offer less than what you are willing to pay, you need room to bargain. (I usually get at least 20% – 30% off the first offer. Often I pay less than my Indian friend, because she does not like bargaining. :o) )

 

Pinguine auf der Wiese….

…oder alle meine Babygeschenke sind grün.;)

Penguins on the prairie or all my babygifts are green. 😉

BabylatzhoseAuch diese Latzhose habe ich 2007 schon mal genäht. Und auch damals schon aus dem gleichen Stoff. Wobei der Stoff jetzt nicht ein Rest von damals ist, sondern ein später dazu gekommenes Stück. Der  Schnitt ist aber wieder Nummer 140 aus der Burda 10/2005.

Also for those overalls I had already made them in the past. And even in 2007 I had used the same fabric. But this piece was not a remnant of the first project but another piece that came later in my stash. The pattern is again 140 from Burda 10/2005.

PinguhinknöpfeEin paar Änderungen gibt es aber: Ich habe die Belege aus einem Rest braunen Canvas gemacht, die Taschen habe ich weggelassen und die seitlichen Öffnungen werden mit Druckknöpfen geschlossen. Dafür gibt es an den Trägern diese entzückenden Punguinknöpfe, die von Jim Knopf sein müßten.

I made some changes: The facings I made in a brown canvas fabric and I did not make the pockets. The side openings are closed by snaps and the straps are held by those cute penguin buttons which come from Jim Knopf, if I remember correctly.

Dann ab zur Post, denn das Kind ist schon ein paar Monate auf der Welt und die Hose verläßt Deutschland.

Now mailing it soon. The child was already born last year and the overalls will leave Germany.