Paris-Shopping 2026/02 (oder Eskalation mit Adam)

Scheitern mit Ansage, könnte man auch sagen.

Naja, jemanden, der sehr kaufwillig ist, durch die Pariser Stoffgeschäfte zu führen und selber nix kaufen… Das ist nicht ganz überraschend, dass das nicht klappt. Adam war mit seinem Bericht auch mal wieder deutlich schneller als ich und wird das mit dem Vernähen auch sein. Aber es hätte schlimmer kommen können, denke ich.

Oben links ist ein Feinststrickstoff/Jersey aus Baumwolle (mit einem Griff ähnlich wie Leinen) in so einem hellen „Nicht-Farbton“ zwischen off-white, beige, grau, minimalster Rosaunterton… als etwas, was bei mir im Sommer zu viel passt und man mit langen Ärmel und trotzdem leicht nähen kann. (Für die, die Morgens schon ohne Jacke aus dem Haus wollen, aber den Tag über trotzdem überleben.)

Das drunter ist eine Seide, Coupon in der Farbe… Naja, Seide geht immer. Wobei die Kiste dafür allmählich auch voll wird.

Die bunten Overlockgarne (oder Bauschgarne, wenn ich mir das Fadenende anschaue, was aus dem einen lose raushängt?) von Toulemonde gab es in der Grabbelkiste zu einem netten Preis, da ich jetzt eine Overlock habe, könnte die ja auch mal dekorativ zum Einsatz kommen. Hier kann ich zumindest mit gutem Gewissen sagen, dass ich so was noch nicht habe.

Der Stoff rechts oben ist ein Whipcord aus Leinen mit Baumwolle, für die „so einfarbige Stoffe“ Sammlung meiner Nichte. (Zumindest haben wir uns auf Whipcord in Differentialdiagnose zu Gabardine geeinigt. Steilgratköper war klar.) Der ist auch schon wieder weg.

Der Stoff drunter ist ein Weihnachtsstoff und steht seit Jahren auf meiner Liste, nämlich ein Weihnachtsstoff in gelbgrundig. Normalerweise kaufe ich ja immer nur einen Meter pro Farbe, aber wenn die 3m grade im Supersonderangebot sind… Und gelbgrundig war jetzt jahrelang nicht zu bekommen.

Gar nicht auf meiner Liste stand der Musselin mit dem Avocado-Druck. Musselin (bzw. Double-Gauze) habe ich tatsächlich noch keinen in meiner Sammlung.

Das UV-Schutz-Spray stand hingegen auf meiner Liste. Da meine Gartenausstattung so schnell ausgeblichen ist, versuche ich es beim nächsten Mal (nächstes Jahr, schätze ich) mal mit UV-Schutzspray. Dass Baumwolle im Garten nicht für die Ewigkeit hält, ist mir ja klar. Aber länger als zwei bis drei Jahre wäre schon irgendwie gut…

(Mengenmäßig liegt Adam klar vorne. Preislich… nun ja, die Seide hatte einen guten Preis, ist aber halt Seide.)

Und zu den ganzen Stoffen gab es auch noch ein paar Knöpfe.

Eifeltürme gehen immer, auch mal für Deko. (Oder eher für Deko, zum Knöpfen sind Eifeltürme aus Metall nicht ganz so praktisch.)

Die schwarzen Knöpfe mit dem Kettenmotiv sind Kunststoff und haben mich an eine Borte erinnert, die ich vor zwei Jahren gekauft habe. Mal gucken, was es wird, aber das könnte sich mal zusammen finden.

Und 20 hübsche, unregelmäßige, etwas organischer Metallknöpfe für 5€… Die durften auch noch.

Immerhin, es passte noch alles in die Kisten und Schubladen.

Tunika für den Knackpunkt

Meine Strickspenden zeige ich hier ja immer, aber ich bin nicht die einzige, die auf Hobbyschneiderin24 für Obdachlose sammelt.

Die Aktion von Junipau „beliefert“ den Knackpunkt in Düsseldorf, eine Notschlafstelle für Mädchen. Und dort werden alle Kleidungsstücke gesucht. Gerne auch in kleineren Größen, also so 34-40.

Und bei meinen Plus-Size Nähprojekten bleiben häufig relativ breite Streifen neben meiner „Nutzfläche“ auf so einer Stoffbahn übrig. Aber zu schmal für meine Kleidungsstücke. (Zumal ich nur begrenzt auf Patchwork bei Kleidung stehe.) Was hingegen durchaus noch drauf passt, ist Kleidung in Größe 34 oder 36…

Also wurden die Reste meines Nachthemds (Baumwolle) noch eine kurzärmelige Tunika.

Da ich noch einige Hefte „meine Nähmode“ habe, habe ich einen Schnitt in Größe 34/36 gefunden. Hier reichte es nur für kurze Ärmel.

So werde ich einen Stoffrest los, bevor er einer wird, das genähte Teil bleibt nicht in meinem Haushalt und jemand kann es wirklich brauchen. Gleichzeitig kann ich mit der Overlock und Cover „üben“. (Der letzte Umbau klappte schon, ohne noch „zur Sicherheit“ ins Handbuch zu gucken.) Besser geht es nicht.

(Nein, ich habe mich mehr Zeit als bisher, aber ich „übe“ hier auch gleichzeitig möglichst rationelles Nähen, zügig durch, keine Spielereien wie französische Nähte… einfach ordentlich, aber zügig durchgenäht. Und möglicherweise bleibt für Madame Barbie weniger übrig. Aber das ist nicht so schlimm, da gibt es aktuell keinen akuten Bedarf. Außerdem habe ich mich durch das Buch mit den Figuren und Tieren ja „durchgenäht“…)

Ich sammel das jetzt erst mal in einem Kistchen und wenn das voll ist, schicke ich es nach Düsseldorf.