Dafür hat man Freunde!

That’s what friends are for!

ZeitschriftenFreunde sind Leute, die bei einem USA Besuch klaglos zwei Kilo Zeitschriften zum Stricken, Häkeln und Nähen bei Barnes & Noble einsammeln, den irritierten Blicken des Kassieres (wegen des „falschen“ Geschlechts für das Thema) stand halten und das ganze dann auch noch in ihrem Fluggepäck nach Europa schleppen. DANKE!

Friends are people who will, when visiting the US, fetch around 2kg of mags around knitting, crocheting and sewing at Barnes & Noble, will live with the odd looks (for having the „wrong“ gender for that topic) of the guy behind the cash desk and will drag it all to Europe with the rest of their luggage. THANK YOU!

(Eine besonders erfreuliche Überraschung war eine britische Zeitschrift zum Thema sticken, von der ich nicht mal wußte, daß es sie gibt, die aber mit der interweave „Stitch“ namensgleich ist und daher mit im Einkaufskorb landete. Ich sticke nicht, aber jenseits des eigenen Tellerrands gibt es immer Techniken, die man selber vielleicht auch mal brauchen kann…)

(A very pleasant surprise was a british mag about embroidery which has the same name as interweave „stitch“ and therefore landed in the shopping basket. I don’t do embroidery as such, but looking in unknown fields is always very inspiering, because there are techniques unknown to me which might be useful one day…)

(Und natürlich bezahle ich meinen Freunden die Zeitschriften. Nur daß da keiner auf dumme Gedanken kommt. 😉 )

(And of course I do pay the mags… Not to leave a wrong impression… 😉 )

Vogue V8846, Modell A (Kleid)

(You’ll find the english version on Pattern Review.)

Schnitt Vogue V8846Als dieser Schnitt, ich denke 2012, bei Vogue erschien war für mich sofort klar, daß ich den haben muß. Vor allem die Version A hatte es mir angetan, speziell, aber nicht völlig abgedreht.

Letztes Jahr lief mir dann in Paris ein auffällig bedruckter Seidensatin über den Weg, bei dem für mich sofort klar war, daß der zu dem Schnitt perfekt passt. Version A, mit einem glatten Rücken. Die Varianten mit den Falten finde ich auch nicht so schön.

Und dieses Jahr gab es eine Feier, für die das Kleid perfekt war, also nach nur zwei Jahren ist der Schnitt genäht. Was für mich ja ziemlich schnell ist. Allerdings nicht schnell genug, Vogue hat den Schnitt schon wieder aus dem Angebot genommen. 🙁 Offensichtlich wird meine Liebe zu dem Schnitt nicht geteilt, ich habe auch sonst im Netz keine Besprechung gefunden (auch nicht auf Pattern Review). Nur einen Blogbeitrag, der sich „Review“ nennt, aber letztlich nicht über „guckt mal, was für ein hübsches Kleid ich mir genäht habe“ hinausgeht. (Was für einen Blogbeitrag völlig okay ist, nur halt keine Review…)

Kleid VogueDer Schnitt enthält schon unterschiedliche Vorderteile für die Körbchengrößen A, B, C, und D. (Wobei A und B das gleiche Schnittteil sind, wer also hofft, damit eine Verkleinerung im Schnitt zu umgehen, dem wird das nicht recht weiterhelfen.) Ich habe als Basis Größe 20 genommen mit dem C Körbchen und dann zur Hüfte auf Größe 22 erweitert. Im Oberkörper habe ich 1,5 cm rundum gekürzt. Außerdem das Rückenteile um weitere 1,5cm in der hinteren Mitte, zu den Seiten auslaufend. Den Überwurf nicht, denn schräg kürzen paßt nicht zu den angeschnittenen Belegen. Und der Überwurf ist, (wenn ich den Schnitt richtig interpretiert habe…) ohnehin etwas länger als der Kleidrücken. Das Rockteil habe ich dafür um 5cm verlängert, das Kleid ist ohnehin recht kurz für meine Verhältnisse und das hätte ich lieber etwas länger als kürzer. (Was es ja durch die Kürzung im Oberkörper wird.) Wobei zu lang auch nicht geht, denn das Kleid hat keinen Schlitz und je kürzer, desto mehr Beinweite.

Kleid Vouge von vorneDanach habe ich den Schnitt erst mal aus Baumwolle genäht. Das war dann etwas eng an Taille und Hüfte, was ich über die Nahtzugabe noch ausreichend ausgleichen konnte. Danach habe ich den Schnitt aber im Vorderteil zur Hüfte hin zu jeder Seite um 2cm erweitert. (Das schien mir hier passender, so wie die Seitennaht aussah.) An der Brust ist okay, aber schon sehr körpernah. Daher frage ich mich, ob ich beim nächsten Mal tatsächlich das D-Körbchen versuchen sollte? Naja, nicht bei dem.

Mein Stoff war zwar nicht fludderig, aber doch eher fein, daher habe ich Vorderteil und Rückenteil dann mit einem Seidencrêpe unterlegt. (Den Überwurf nicht.) Dafür lasse ich das Futter weg und trage ein separates Unterkleid. Die Armbelege des Überwurfes habe ich mit G785 verstärkt, den Stehkragen mit zwei Lagen Seidenorganza. Damit es fest wird, aber trotzdem schön in Form liegt habe ich den Organza einmal im Fadenlauf und einmal im Schrägfadenlauf zugeschnitten.

Kleid Vogue(Über die Verarbeitung wird es bei Gelegenheit noch einen eigenen Artikel auf Hobbyschneiderin24 geben, daher fasse ich mich hier etwas kürzer.)

Da ich nicht gefüttert habe, mußte ich die Verarbeitung etwas verändern. Außerdem habe ich den Reißverschluss bis in den Kragen hochgezogen, statt ihn mit Haken zu schließen.

Kleid VogueDadurch mußte ich die Konstruktion deutlich verändern: Erst die Schulternähte schließen, dann den Kragen aufnähen, dann den Naht-Reißverschluss (endlos, sehr praktisch, denn wenn man bis in den Kragen hoch geht sind die normalen 70cm überraschend kurz) einähen und zwar ohne den Überwurf festzunähen. Für die Armausschnitte habe ich aus dem Oberstoff ca 3cm breite Belege genäht. Danach dann die rückwärtige Mittelnaht, getrennt für Überwurf und Rückenteil. Und am Ende die Seitennähte.

Für ein sauberes Innenleben habe ich teilweise Kappnähte gemacht, entweder mit der Maschine festgesteppt, wo ohnehin der Überwurf drüber war oder von Hand am Unterlegstoff festgenäht. Die anderen Nahtzugaben habe ich mit Schrägband aus Seidenpongé eingefasst. (Der Unterlegstoff war mir schon zu dick dafür.)

Kleid Vogue InnenlebenEtwas unsicher war ich mir dann am Überwurf. Sollte der wirklich länger sein, als das Rückenteil? Ich habe dann einfach mal beides gesteckt und beschlossen, daß mir so ein weich fallender Saum doch gut gefällt. Und ich denke, die Überweite ist wahrscheinlich auch nütlich, wenn es um die Bewegungsmöglichkeiten geht?

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Das Kleid gefällt mir und trägt sich toll. Ich mag es ja durchaus außergewöhnlich… Und obwohl es etwas kürzer ist, als ich meine Kleider sonst so trage fühle ich mich wohl darin.

Die Anleitung wäre in Ordnung gewesen, auch wenn ich sie nicht weitgehend ignoriert hätte. :o)

Allerdings ist das Schnittmuster als „easy“ gekennzeichnet. Was im Prinzip auch hin kommt. Nur… wenn man, wie empfohlen, Seide verwendet, dann ist es nicht ganz so einfach. Die Belege von Hand unsichtbar von Links anzunähen (am Überwurf, wo keine Unterlage ist) fand ich mehr als herausfordernd. Da war das 150er AlterfilS extrem nützlich (feiner hätte auch nicht geschadet) und meine extra feinen John James Nadeln ebenfalls.

Noch mal werde ich das Kleid nicht nähen, das ist definitiv was für ein Einzelstück. Den Schnitt ohne den Überwurf hingegen… der kann gerne noch mal das eine oder andere Sommerkleid werden…

Revue de Presse: fait main N° 392 (Septembre 2014)

TitelMeine Frankreichbesuche sind ja nicht ganz so gut mit dem Erscheinen der Zeitschrift koordiniert, wie ich das gerne hätte. Aber die Septemberausgabe habe ich im Urlaub gefunden. (Künftig wird die Beschaffung leider deutlich schwieriger werden. Der Laden in Paris, wo ich sie normalerweise kaufe, macht zu. 🙁 )

Thema der September-Ausgabe ist natürlich „La Rentrée“. Sprich der Beginn des schulischen, sozialen und sonstigen Jahres. Somit gibt es wieder Übergangskleidung zum Umgewöhnen von den Ferien auf das Arbeitsjahr. Eher lässig, ist anzunehmen. Das Titelmodell fällt sicher in diesen Bereich und gefällt mir gut. Vielleicht nicht praktisch, aber sehr stylisch und bequem sieht es auch aus.

Kleid "fait main"Generell kann ich mich mit vielen Modellen gut anfreuden. Das schlichte Kleid in Plusgröße, das groß gemusterte Stoffe gut zur Geltung bringt (und mit einer Falte in der Mitte doch ein wenig Rafinesse einbringt) und das durch die Kurzjacke Herbsttauglich wird. Die Schulkleidung für die Kinder… Hose und Ringelshirt für Jungs sowie das Jeanskleid für Mädchen, das eine schöne Mischung zwischen kindlich lässig und niedlich klassisch (zumal mit der chanelligen Reißverschlussjacke) darstellt. Noch einige Basisteile (Hose, Bluse…)

Nur die Kleider aus schlappsigem Jersey gefallen mir nicht. Säcke, die mit Gürteln und was weiß ich auf Modelkörper drapiert vielleicht noch okay sind… aber letztlich selbst da eher an Nachthemden erinnern.

Shirt "Fait main"Dafür gefällt mir die kleine Umstandsgarderobe wieder gut. Tunika und Kleid sind mit Raffungen gearbeitet, so daß die werdende Mama nicht mit einem Zelt durch die Gegend laufen muß, wenn sie das nicht will. Ein Hemd mit weitem Saum für Webstoffe gibt es aber auch noch.

Die Ausstellungen sind ebenfalls wieder nach meinem Geschmack. Die zum Thema Holzformung in den Arts Decoratifs ist leider schon vorbei und ob ich die 50er Jahre Ausstellung im Palais Galliera noch erwische? Es ist ja immer so viel los…

Die Bücherseite gefällt mir ebenfalls besser als beim letzten Heft. Die Themen sind wieder stärker handarbeitlich, so wird ein Buch von Teresa Gilewska über Schnitterstellung in Plus Größen vorgestellt oder ein anderes, das verspricht, angepasste Schnitte für die eigenen Kinder erstellen zu helfen.

Strickjacke "fait main"Gemischt wieder die Strickmodelle. Bei etlichen (etwa dem Babybolero) habe ich den Eindruck, selbstmusternde Wolle wird auf Teufel komm raus verwendet, obwohl es anders deutlich schöner wäre. Auch die kernige Kapuzenjacke für Jungs würde ich eher aus einfarbiger Wolle stricken oder zumindest gleichmäßig ringeln. Das Design gefällt mir nämlich sehr gut. Andererseits gefällt mir der Herrenpullover gut (wengleich Armkugeln ihn noch schöner machen würden…) Oder auch der Damenpullover mit aufwendigem und teilweise zweifarbigem Zopf. (Aus dünnerem Garn…)

Abgerundet wird das Heft dann noch von diversen Anleitungen für Kleinzeug, von Stiftemäppchen (mit „Monsteraugen“, sehr süß!), Marmeladendeckeln, bestickten Säckchen für Zwiebeln oder Kartoffeln,… und ein paar anderen Sachen.

Und wie immer, werde ich nicht dazu kommen, etwas daraus nachzuarbeiten… :o) es lebe der Sammeltrieb!

Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim Verlag.

 

Tschüß Bettbezug, Hallo Nachthemd!

Goodbye duvet cover, hello nightshirt!

Diesmal bin ich ja sogar im aktuellen Geiste des „Upcycling“ unterwegs. Ich hatte für unsere Ferienwohnung Bettbezüge gekauft, die nicht sehr teuer, aber eigentlich auch nicht die billigste Marke waren. (Allerdings bei einem Sonderpostenmarkt.) Schon nach einer Wäsche hatten Deckenbezüge und Kissenbezüge nicht mehr die gleiche Farbe, und besonders die Kissenbezüge hatten sich zu einem eher ekligen gelb-braun verfärbt und waren in sich fleckig. Ich habe dann noch versucht, mit roter Farbe (hatte ich eh noch) einen Ausgleich zu erreichen, aber dann fand ich farblich passende andere Bezüge und hab die verfärbten ausgetauscht. Da der Stoff aber noch gut war (sie waren ja so gut wie nicht benutzt), habe ich sie erst mal noch aufgehoben…

This time I did even the up to date trend of „upcycling“. Some time ago I had purchased bed covers for our holiday appartment. They were at a very good price on a special sale, but normally not the cheapest possible brand. After the first wash the cushion covers had turned into something dirty yellowish brown and had a very irregular color between them. I tryed some red dye (I still had around here) to make it a bit better, but then I stumbled over other covers in the right color scheme and exchanged them. But the fabric was still good (had hardly been used), so I kept the duvet covers…

NachthemdUnd da ich zum einen noch ein Sommernachthemd brauchen konnte, zum anderen den Unterkleid Schnitt von Vogue (V9015) erst mal testen wollte, bevor ich ihn noch mal aus Seide nähe, habe ich hier zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

So now I needed another summer nightshirt anyhow and I wanted to test the new slip pattern by Vogue (V9015) before cutting into the silk (that is supposed to become a slip) I got two in one here.

Ich habe Größe 20 (auf 24 auslaufend an den Hüften) verwendet, eine FBA gemacht und dem Schnitt so Brustabnäher verpaßt. Außerdem habe ich wie üblich im Oberkörper gekürzt, 2cm rundum und einen weiteren Zentimeter in der hinteren Mitte, zu den Seitennähten auslaufend. Da ich vorne keine Spitze verwendet habe, habe ich die Ausschnittkante dort mit einem Schrägstreifen verstürzt. Den Rest habe ich mit Falzgummi (10% gedehnt am Rücken, 15% an den Seiten) eingefasst. Ging schnell (trotz der französischen Nähte) und erfüllt seinen Zweck. Jetzt kann es an die Seide gehen…

I used size 20, tapering to 24 at the hips, made an FBA and added a dart. Additionally I’ve shortened above the waist by 2cm all around and another 1cm at the middle back, tapering to nothing at the side seams. I did not use lace for the front, So I used a bias strip as a facing there. For the rest of the top I used fold over elastic, sewn on with a bit of stretch. (10% for the back, 15% for the sides.) Even though I made French seams it was put together quickly and will do it’s job. Now I can do the same with the silk….

Maximaschenprobe

Maxi swatch

Manche Maschenproben können sich wirklich endlos ziehen….

Sometimes swatches can become endless…

MaschenprobeMein schönes handgesponnenes Garn soll nicht so lange ruhen, also habe ich mir eine Lace-Anleitung ausgeguckt. Nun braucht eine Stola nicht unbedingt eine Maschenprobe, aber zum einen hilft es, den Materialverbrauch einzuschätzen, zum anderen sollte man handgesponnenes Garn auf alle Fälle mal anstricken um zu sehen, wie das Maschenbild aussieht.

My beautiful handspun is supposed to be used soon, so I choose a lace shawl pattern. now a shawl does not absolutely need a swatch, but on the other hand it helps a lot to check if the amount of yarn is right and also a handspun yarn does not come with instructions, so you need a swatch to see how you like the stitch formation.

Die Anleitung gibt eine Maschenprobe für 5x5cm in glatt rechts vor und das ergibt 15 Maschen und 21 Reihen. Ich habe die Anleitung aus einem Heft. Auf der Ravelry-Seite werden 16 Maschen und 28 Reihen für 4 inches angegeben. Das sehe ich allerdings erst jetzt… 15 Maschen auf 5cm bei Nadelstärke 3,5 sind eher ambitioniert, oder?

The instructions give a 5cmx5cm gauge with 15 stitches and 21 rows in stockinette. (I have it from a magazine. the ravelry page for the same pattern gives you 16 stitches and 28 rows for a 4 inch swatch. But that I am seeing only right now.) 15 stitches on 5cm wiht 3.5mm needles… that is kind of… interesting.

Trotzdem habe ich mal brav mit 3,5er Nadeln angefangen. Das ergibt bei mir 10Mx17R. Dann bin ich in Viertelmillimeterschritten runtergegangen… Nadel 3,25 ergibt 11Mx17R, Nadel 3 ergibt 11,5Mx17R (hä? immer noch die gleiche Reihenzahl??), Nadel 2,75 kommt auf 13Mx18R, Nadel 2,5 ergibt 14Mx18,5R. (Ab hier ist das Maschenbild dicht.) Dann mußte ich auf Metallnadeln umstellen und komme bei Nadel 2,25 auf 14Mx21R. Ich glaube, besser wird es nicht mehr… jetzt habe ich auch Rundstricknadeln aus Holz in 2,25, Mal sehen, wie sich das bewährt…. Das Maschenbild sieht bei meinem Garn jedenfalls gut aus und die Löcher sollten gut zur Geltung kommen…

Still I started swatching obediently with 3.5mm needles. Makes for me 10 stitches and 17 rows. Then I went doen in 0.25mm increments. Needle 3.25mm results in 11 stitches and 17 rows, needle 3mm makes 11,5 stitches and 17 rows (what? no change in the row count??), needle  2.75 mm results in 13 stitches and 18 rows, needle 2.5mm makes 14 stitches and 18,5 rows. Then I was running out of wooden needles and hat to switch to metall dpns. (But the stitches form nicely and give a dense pattern.) And finally with needles 2.25mm I result in a gauge of 14 stitches and 21 rows. I think that is as close as I can get… the knitted fabric looks nicely dense at that gauge, so the holes should look very nice against the background of the fabric…

Und den „Probeschal“ trenne ich wieder auf, denn das Garn werde ich wohl vollständig brauchen… 44cm brauchte ich für eine Entscheidung….

And now I’m going to rip my „gauge-scarf“ because I’ll need all my yarn, I guess…. it took me 44cm to decide…

Clog-Socke

Clog Sock

Socken für ClogsEs gibt ja keine Schuhe, die nicht einen Ort finden, wo sie meine Füße blutig reiben können. Bei den schwedischen Holzclogs (die sonst recht bequem sind) ist es auf dem Fußrücken. Vermutlich läuft sich das mal noch weicher. Wenn ich sie denn tragen könnte…

There is probably no shoe on this world which does not find a spot on my feet where it can scratch the skin off. With this sweedish clogs it’s on the back of my feet. (Otherwise they are quite comfy.) I guess the leather will get softer with wearing, if I could wear them…

Also habe ich einen Rest Wetterhoff Silvia genommen und habe ein luftiges Fußschonerchen improvisiert. Das Lacegarn aus Seide und Wolle zieht sich nicht sehr zusammen, daher sitzen sie etwas locker, aber im Schuh klemmen sie dann gut. (Langer Tragetest steht noch aus…)

So I took some remnant of Wetterhoff Silvia and improvised those airy little footlings. The silk-wool blend lace yarn does not pull together well, so they are a bit loose. But inside the clog they are kept on. (The long wearing test hasn’t been done yet…)

Aus dem Blogarchiv

From the archives

September 2006, Schwertnadel und feiner Stoff

September 2007: mehr Paris, weniger Nähen

September 2008:

September 2009:

September 2010: Stricken, Nähen, Shoppen, ein buntes Potpourri

September 2011: Wenig produktiver Monat

September 2012: Auch nicht viel los, zumindest handarbeitstechnisch….

Ich liebe Tauschgeschäfte…

I love swapping…

… oder „Man muß nicht alles selber können“. 🙂

… or „You needn’t be able to do everything yourself“. 🙂

Lace GarnAuf dem Ravelry Treffen 2013 in Köln habe ich mir zwei schöne Kammzüge von Lana Passion (Merino/ Tencel) gegönnt.

On the 2013 Ravelry Meeting in Cologne I’ve purchased fiber from Lana Passion (Merino/Tencel).

Nun gibt es zwei Arten, wie ich „buntes“ Garn mag, entweder als seeeehr langen Farbverlauf oder ganz „durchmischt“. Beides findet man aber als feines Lace Garn nicht in so wahnsinnig großer Auswahl (und wenn, dann nicht in Farben, die mir gefallen.)

Now there are two ways I like „multicolor“ yarn, either with veeeery long color runs or completely „mixed“ so you have no real pattern at all. Both is not so easily available as lace yarn. (And if, the not in colors I like.)

Jetzt kann ich aber nicht wirklich spinnen und schon gar nicht so fein, da trifft es sich gut, daß Angelika gerade ihre Spinn- und Web-Werkstatt „Spinn!Webe!“ angemeldet hat und meinen „Auftrag“ entgegen genommen hat. Im Austausch gegen einige Tage Paris mit persönlicher Führung durch mich an alle möglichen textil-interessanten Orte. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich habe hier den besseren Schnitt gemacht… 😉

Now my spinning abilites are not very good not to talk about spinning lace. So it is great that Angelika just started her spinning and weaving business „Spinn!Webe!“ and took my „job“. Swapping against some days in Paris with myself as a guide to a lot of interesting places for textile lovers. Somehow I think it’s me who got out more of the swap… 😉

Ich freue mich schon drauf, das Garn zu verstricken. Es ist fester gesponnen als Lace-Garne meistens und das Gestrick sollte somit eine schöne Definition bekommen. Wie es sich verhält, wenn es mal nass war, wird auch spannend… Die ersten Maschenproben sind schon auf der Nadel!

I am looking forward knitting it. It is tighter spun than most lace yarns are and should give a nice definition to the stitches and the pattern. It will also be thrilling how the yarn will behave once it will be relaxed in water… The first swatches are already on the needle!

 

Revue de Presse: Burdastyle September 2014

Titel BurdastyleKaum habe ich ich mich durch das Augustheft gearbeitet, liegt auch schon die Septemberausgabe am Kiosk. Der Titel kann sich wohl nicht recht zwischen Dirndl und Rockabilly enscheiden. Oder so. Wobei ich die Farben ja durchaus mag.

Das Editorial widmet sich dem Oktoberfest. Ein Münchner Thema. Und anderen Trachten, die wir aus aller Welt mitbringen und Zuhause dann tragen. Oder auch meistens nicht tragen. (Sage ich, nicht Frau Bily.)

Gebastelt wird dann bei den Kreativ-Trends. Halstüchern kommen angeblich wieder im Western-Style mit der Spitze nach vorne. (Gibt es irgendeinen 80er Trend, der gerade nicht wieder hochgespült wird?) Dann basteln wir bunte Armbänder. Das mit dem gefältelten Leder…. war das nicht schon mal in der Burda? Oder habe ich das woanders gesehen? Mit dem kann ich mich jedenfalls am ehesten anfreunden. Auch die Blusenvariationen mit Drehungen und Falten sind recht nett.

Extrem retro sind dann die Karovariationen. Karierter Trägerrock und Collegejacke sind sehr „Grease“. Die Collegejacke ist übrigens für Männer. Der Herrenschnitt des Jahres oder so. Kurzjacke 127 ist sicher ein guter Schnitt, um einen beliebigen gerade modischen Stoff in Anwendung zu bringen. Hier eben Karos.
Kleid Burdastyle Nicht widerstehen kann ich natürlich dem Etukleid. Die Teilungsnähte an den Seitenteilen bringen schöne und gleichzeitig dezenter Forrmung, die aufgesetzten Taschen tragen nicht auf und das Karo ist so klein, daß es aus der Entfernung eher wie uni wirkt. Kurzum: Das ginge doch auch perfekt in größeren Größen.
Bluse Burdastyle Trotz Schößchen gefällt mir auch Bluse 109 gut. Die Raglanärmel geben eine schöne Schulterlinie und auch die Schlitzöffnung vorne gefällt mir als lässiges Detail. (Und der Verschluss liegt in der Seitennaht. Was mir ja auch liegt, mit den Knöpfen vorne habe ich ja immer so meine Probleme…)
Niedlich, aber weniger mein Fall der Minirock. Erinnert mich eher an die Pseudopunks der 80er. Und Sweatshirt 114B? Ein formloses Ding halt. Eher langweilig. Auch Parka 119 in Langgröße hat keinen spannenden Schnitt. Die Kombination mit dem weichen Bouclé Stoff hingegen könnte doch interessant sein. So wirklich gut zeigen das die Bilder leider nicht.

Anschließend gibt es Stylingtips zum Thema „Karo“. Warum allerdings der Text „Jeans geht immer“ neben einem roten High Heel steht…? Naja, irgendwo mußte man die Produkte wohl unterbringen..

Danach dann noch mehr Produkte, nämlich kleine Handtaschen. Eckig und mit Schulterriemen habe ich früher oft getragen. Aber seit Strickzeug und Handy eigentlich immer dabei sind, sind die eher zu klein. Wobei die schwarz-blaue nett ist. Falls ich mal 250 EUR übrig habe…

Das „modelexikon“ ist wenig überraschenderweise bim „S“ angekommen. Nette Bilder, sonst nichts Neues… Aber ist ja eh nur als Deko gedacht.

„Landpartie“ liefert dann die jahreszeitlich unvermeidlichen Dirndl und Abwandlungen. (Diesmal ergänzt um ein Dirndlkleid für Mädchen und einen Janker für Jungs in Größe 110-134.) Bei diesen Modesterecken weiß ich meist nicht recht, was man dazu sagen soll. Es sind ja keine klassischen Trachten, sondern Modedirndl und trotzdem ist es eigentlich jedes Jahr das gleiche. Mal der eine Stoff, mal der andre… aber letztlich alles „more of the same“. Ah, es sind aber noch mehr Kinder-Varianten… inklusive Strickjacke und Herzchentasche. Ich frage mich gerade, ob Rock 133 mit der festgenähten Schürze völlig bescheuert oder irgendwie gut ist?
Dirndl Burdastyle Und dann taucht doch noch was auf, was mich überrascht. Die Kombination aus Bluse, Corsagenkleid und Überkleid. Hat vielleicht nicht mehr so viel mit Dirndl zu tun, ist aber ein schmucker Hingucker. (Und wenn man die Trachteschnürung weg lässt und andere Stoffe nutzt, könnte das auch ein völlig „untrachtiges“ Kleid geben.)
Auch an Taschen und Accessoires ist die Modestrecke reich. Eine Köchertasche, eine Bügeltasche für den Gürtel… So könnte Trachtenstil auch außerhalb Süddeutschlands tragbar werden.

„Beauty“ zeigt Frisuren, wird aber dennoch überblättert…

„Pimp Up“ zeigt, wie das titelkleid in völlig unterschiedlichen Varianten wirken kann. Das ist für alte „Schnittbastelhasen“ nicht neu, aber wer noch nicht so viel Erfahrung hat, kann an den Schnitten und Schnittzeichnungen schon eine Menge Möglichkeiten ableiten. Die man dann ja auch auf andere Schnitte übertragen kann. (Da ich Kleider mag, gefallen mir übrigens alle Varianten. Ich könnte nicht entscheiden, welches die „beste“ ist.)

Von den Laufstegen der Welt gibt es diesmal „Cooles“. Grobstrickpullover sind nicht neu, bei den Karosweatern könnte ich mich vielleicht mit dem Laufstegmodell von Timo Weiland anfreunden, das scheint aber eher gestrickt zu sein. Was das „Prinzessinnenkleid“ und das „Rockabilly-dress“ ausmacht ist nach den Bildbeispielen nur mittelmäßig klar. Blumenrock… auch nicht neu, oder? Ebensowenig das „Bahnenkleid“, wobei hier wohl der spezielle Effekt darin zu liegen scheint, daß die mittlere Stoffbahn auffällig gemustert ist. Der Ansatz gefällt mir ja ganz gut.

„Prachtvoll“ nennt sich dann die nächste Modestrecke. Und die Blumenmuster erinnern mich gleich an die Plusstrecke aus der letzten Ausgabe, die ich so grauenhaft fand. Wobei Kleid 108 auch zauberhaft sein könnte, aber das sieht man auf dem Photo mal wieder nicht. Auch die Kastenjacke 107 mit den Metallzippern als Dekoelementen hat was. Soweit man das auf dem Bild erkennen kann… Grauenhaft hingegen das „Garniturkleid“ mit Blümchen. Siehe die Plus Streck im letzten Monat…. Rock 105 und Kurzarmbluse 103A wirken wie ein langes Kleid. Irgendwie nett, aber auch irgendwie *blah*. Kleid 102 gefällt mir auch in schwarz sehr gut (die andere Variante war kariert, siehe oben). Die geblümte High Waist Hose… wäre ohne den breiten schwarzen Gürtel vielleicht sogar schön. Auch die Schalkragenbluse 112 in Kurzgröße ist hübsch, allerdings wohl nicht ohne Top zu tragen, weil der Verschluss erst ab der Taille greift. Für eine Bluse unpraktisch.

„Accessoires“ zeigt dann nicht nur einige mehr oder weniger zu Blumen passendes Beiwerk, sondern liefert auch noch einen kleinen Text dazu, der irgendwie den Bogen von Chintz aus Indien zu modernen Blumenmustern spannt.

„Beauty“ ist rosa… diesmal mit Schminktips. Immerhjin ein Trend, bei dem man mit einer Farbe für das ganze Gesicht auskommt… 😛

Für „Best of Styling“ hat sich Frau Bily die Jacke mit den Zipper-Details vorgenommen. Auf den Bildern kommt sie endlich gut zur Geltung und so gefällt sie mir wirklich gut. Blumen, aber so „gebrochen“, daß es eher sportlich als romatisch oder gar kitschig wirkt. Der Stylingvorschlag zum Leopardenkleid hingegen.. dazu noch einen weiteren gemusterten Schal… das ist zu viel, erschlägt sich gegenseitig, nichts kommt zur Geltung. Die beiden Kombinationen zur Hose sind hingegen okay, auch wenn ich mit zerrissenen Jeans nach wie vor nichts anfangen kann…

„Mode Power“ hat was mit grau zu tun. Und mit starken Silhouetten, Couture-Touch, sportlich und klassisch. Mit anderen Worten: statt einleitungstext gibt es mal wieder eine Buzzword-Sammlung. Den Bildern nach scheint aber „grau“ die zutreffendste Beschreibung zu sein. (Was schon mal gut ist, denn ich habe mittlerweile ja einiges in verschiedenen Grautönen und trage das auch gerne noch eine weitere Saison…) Über Longbluse 115 kann man aber schon mal nichts sagen, das Photo auf dem Motorrad zeigt alles mögliche, aber wenig von der Bluse. (Die technische Zeichnung liegt irgendwo zwischen Schlupfjacke und Strandkaftan.)
Rock Burdastyle Wie ein langer Rock mit Schleppe alltagstauglich aussehen kann kommt hingegen bei Modell 106 um so besser rüber. Grau dürfte dafür eine gute Farbe sein, denn dann sieht man den unvermeidlichen Schmutz am Saum nicht so leicht. (Ich frage mich allerdings, wie oft man sich mit so was in der Straßenbahntür verhakt? Und wie oft einem jemand drauf tritt? Jedenfalls besser keinen Gummizug, sondern einen sehr festen Bund in der Taille…)
In Langgröße gibt es die gekürzte Version eines Parkas. Was für mich dann allerdings ein Widerspruch in sich ist. Aber gut. Nicht wirklich aufregen,aber eine nette Rockvariante ist Rock 117. Bürotauglich und trotzdem nicht ganz standard. Tweed-Blazer 120 ist dann ein „Master Piece“. Eigentlich ganz schön, aber der Sitz an den Schultern gefällt mir so nicht gut. Oder fehlt es nur an angemessener Einlagenverarbeitung? Hemdblusenkleid 116 hingegen… höchstens fürs Sofa. (Aber die Ästhetik der Photos gefällt mir bei dieser Modestrecke. Grafisch und reduziert in den Farben, schön gemacht.) 121 ist dann ein „Grobstrick“Pulli in Langgröße. Allerdings genäht. Irgendwie… mag die Designidee gut sein, aber auf dem Bild kommt das nicht gut rüber. Oder die Idee ist nicht gut….
Kleid Burdastyle Dafür begeistert mich das „kleine graue“, Modell 122 um so mehr. Die vielen Teilungsnähte, das Godet vorne… Nur sollte man sich eine schöne Verarbeitung der Nahtzugaben überlegen. Futter gibt es keines und durch die kürzere Saumlänge vorne stehen die schon sehr im Fokus.

„Mode-Mix“ belehrt uns dann mal wieder, wie wir die Teile aus dem Heft auch anders kombinieren können. Wirklich vom Hocker reißt mich nichts, aber wie die Version „Wall Street“ ein Bustierkleid ins Büro tragbar macht ist schon ganz nett. Bei „Slim Line“ und „Coole Tracht“ gefallen mir die Proportionen nicht recht, „College“ ist auch nicht gerade spannend und „Fifties Chic“ schon sehr für Retro-Fans.

Die nächste „beauty“ Seite widmet sich Produkten aus Granatapfel. Ah ja, man versucht es mal mit dem Obertheme „Früchte“ oder „Pflanzen“. Immer die gleiche Werbung, aber ein netter Ansatz.

Die Plus-Mode ist auch folkloristisch, aber ohne bayerische Tracht. Eher exotisch. Die gepatche Jacke 137 ist gar nicht so schlecht. Wenn man passende Stoffe hat, könnte man damit auch mal Reste los werden, was in großen Größen ja nicht so einfach ist. Andererseits müßten die Stoffe schon arg gut zueinander passen, damit es eben nicht so nach Flickwerk aussieht. Nichts für mich ist das Jerseyshirt mit der Spitzenbordüre am Hals. Zu hüftbetont. Aber ansonsten durchaus schmuck. Tunikakleid 136 ist mir dann zu sehr „80er Jahre, wir retten die Welt“ Stil.
Kleid Burdastyle Dafür verliebe ich mich um so mehr in das Bahnenkleid mit dem Mustermix. Das wäre doch auch was für einen meiner Saris, mit den unterschiedlich dichten Mustern?
Rock 142 mit dem eingesetzten Godet ruft keine Begeisterungsstürme bei mir hervor, aber ist eine gute Möglichkeit, ein nicht so großes Stoffsouvenir einzubauen…
Hose Burdastyle Hose 141 soll Sarouelhosen aufgreifen. Also in der Form kann sogar ich mich damit anfreunden! (Über das Shirt reden wir mal nicht…)
Dann noch mal das unförmige Tunikakleid 135. Ne, bestenfalls als Nachthemd. (Wobei… für schlanke Beine und viel Bauch vielleicht gar nicht so übel.)

„Ausstellungen“ macht in der Tat Lust, das eine oder andere zu besuchen. Von der Unterwäsche-Ausstellung in New York hatte ich im im Blog „Male Pattern Boldness“ schon gelesen (und bedauert, daß mich mein Weg da nicht hin führt). Aber vielleicht schaffe ich die 50er in Paris oder, was ganz exotisches, den Häkelkosmos in Krefeld?) Die 30er in Brüssel wären auch toll. Das ginge ja im Prinzip als Tagesausflug, aber kurzfristig gekaufte Bahntickets sind immer so teuer…

Der „atelierbesuch“ führte diesmal nach Paris zu Mahlia Kent. Deren Stoffe sind wirklich extrem faszinierend, da würde ich bei der Herstellung auch gerne mal zugucken. (Immerhin gibt es einige davon in dem Laden in Paris….)

Ein weiteres Event wird angekündigt, die „Lange Nacht des Selbermachens“. Ab Ende August sollen die Daten veröffentlicht werden. So sich bis dahin genug Anbieter gemeldet haben, nehme ich an. Aber die Idee ist eigentlich ganz lustig… Basteln und Werken koordiniert im ganzen Land. Ob so was in Deutschland funktioniert?

Die „Nähschule“ widmet sich der Jacke 107 mit den Reißverschluss-Einsätzen. Nur warum bei einer Jacke das leichte G785 als Vlieseline verwendet wird… allmählich wird das ja zur Manie…

„Basteln mit Kids“ ist so ein typisches Regennachmittag-Projekt: Holzstück, Schneckenhaus, Farbe und Kleber. Nun gut, wenn man die bunten Schnecken tatsächlich in eine Garderobe einbaut wird es etwas aufwendiger.

„Von den Socken“ ist man bei „Aus Alt mach Neu“. Wobei alte Socken ja typischweise Löcher haben, dagegen machen diese Anleitungen auch nichts. Ist also eher „Pimp my Sock“. Die Variante mit den Katzenköpfen ist für mich Katzenfan natürlich niedlich. In der Praxis aber vermutlich vor allem für unter 16jährige und Japanerinnen geeignet… 😛

Auch der „Deko“ Bereich hat das Oktoberfest im Fokus. Eine Laugenbreze aus Filz als Serviettenhalter, dekorierte Zahnstocher für die Käsehäppchen,… Kann ich gut ohne leben.

Die nächste Bastelanleitung zum Knöpfegestalten ist dann interessanter. Ob allerdings Nagellack beim Waschen lange hält wage ich zu bezweifeln. (Ebenso ob 1cm eine geeignete Nahtzugabe ist, wenn der Knopf, den man bezieht, nicht sehr riesig ist…)

Die Kaufvorschläge… Verzeihung „news“ stehen auch im Zeichen des Bayern-Chics unter dem Motto „Alpen Ethno“. Wobei der Aufmacherstoff mit Rosen auf kleinem Karo liegt ja auf meiner Linie…

Nicht überraschend ist dann auch, daß die Leserinnenmodelle ebenfalls Dirndl sind. Nicht wenige Beispiele übrigens aus den USA…

Noch eine nutzlose Seite…. „event“, die „Weiße Nacht“ in Berlin. Mit den üblichen Winzbildern von Personen die keiner kennt und Kleidern, die man vielleicht gerne größer sehen würde.

Ein weiterer Seitenfüller unter dem dehnbaren Label „leichter nähen“ ist dann „erste Hilfe bei Kleindungsmissgeschicken“. Von Fleckentfernung bis zum Nähset und der Sicherheitsnadel. (Ach was…)

Zum Abschluss noch der Stoff des Monats. Diesmal Druckstoff in der Optik türkischer Fliesen. Das… ist gar nicht so uninteressant…

Fazit: Diesmal wieder einige sehr schöne Teile, vor allem Kleider. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, Schnitte und Mode werden weniger, das Gelaber wird mehr? Mag jemand mal nachzählen?

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim Burda-Verlag.)

Revue de Presse: Meine Nähmode 4/2014

Titel ZeitschriftAuch die Herbstausgabe der „Meine Nähmode“ beglückt mit einem hübschen Kleid auf dem Titel. Die Paßform im Brustbereich könnte man noch verbessern… aber der Gesamteindruck gefällt mir.

Versprochen werden dann wieder Schnitte von Größe 34-54. Ein kurzer Check der Schnittübersicht verrät allerdings, daß die „mittleren Größen“ von 38-44 am besten bedacht werden. (Was ja kein Fehler sein muß.) In Größe 34 finde ich allerdings gar kein Modell, realiter ist hier also Größe 36 (drei Modelle) die untere Grenze, dazu noch sechs Modelle in 36/38. Nach oben ist das Versprechen allerdings ähnlich großzügig, drei Modelle in Doppelgröße 52/54 beenden den Reigen. Wobei ich da die abgeleiteten Varianten schon einzeln gezählt habe. Für die zierlichen sowie die Plus-Größen gilt also, besser vor dem Kauf mal rein zu gucken, ob das Angebot mit dem eigenen Geschmack übereinstimmt.

Mit den Schößchen-Blazern werde ich immer noch nicht warm, wobei die kragenlose Variante sicher nicht schwer zu nähen ist.

Rock Meine NähmodeDafür gefallen mir die Abwandlungen des Bleistiftrocks allesamt. Ganz besonders der mit der Raffung. Vorteil dabei: Sobald man einen passenden Rockschnitt hat, kann man diese Details auch selber anpassen, wenn man kleiner als Größe 40 oder größer als Größe 46 ist.

„Jetzt werden sie zum Designer“ heißt es danach. Man paßt sich entweder Burda oder dem Trend zum Re- und Upcycling an und bietet zwei Vorschläge, wie man Standardkleidung in Trendstücke verwandelt. (Beide Varianten jetzt nicht mein Geschmack, aber gut.)

Schlicht aber durchaus mit kleinen Faltendetails die Kombination in Großen Größen, Kleid, Jacke und Shirt jeweils mit Raglan. Das Kleid könnte ich durchaus mal als Nachthemd testen.

Weiter geht es mit Shirts mit Knotungen und Raffungen. Nett, aber zumindest die Knotenoptiken haben wir doch ausreichend gesehen. Bei der Variante mt der Raffung auf dem Brustbein weiß ich nicht recht. Ich glaube, die ist eher was für junge Mädchen und nur angedeutee weibliche Formen. Da sieht es aber durchaus nicht unnett aus.

„Edel kombiniert“ mit diversen Tunika-, Hosen- und Rockvarianten kann mich hingegen nicht begeistern. Das sieht doch alle sehr gewollt und weniger gekonnt aus.

Ganz schlicht und einfach dann ein Shirt. Mit Raglan und kleinem Brustabnäher. Letzteres ist eine interessante Variante, weil es auch problemlos eine FBA ermöglicht.

Anne hat sich offensichtlich mal ein professionelles Photo gegönnt. Das sieht doch gleich viel besser aus! (Allerdings steht das Oberteil entweder extrem seltsaman der Schulter ab oder beim Freistellen hat jemand mal wieder nicht aufgepasst… Sollte man das schon an Photoshopdeasaster schicken? 😉 ) Thematisch geht es um Zierstiche. Also ein echtes Laber- und Geschmackssache Thema.

Als Herbst-Accessoire bietet das Heft diverse Schal-Varianten. Wieder so ein „unddazubrauhtmaneineAnleitung?“ Zeug. Paßt dann aber auch in Größe 34, nehme ich an.

„Moderner Landhauslook“ nennen sich dann die Jackenvariationen. Bei Modell 33 und 34 kannich das nachvolziehen, Jacke 35 geht aber genauso ins Büro. (Die Jeans-Variante mit Rüschen 34 finde ich für junge Mädchen übrigens recht witzig.)

Bei den schwingenden Herbstkleidern weiß ich dann wieder nicht… ist das eher Retro oder einfach nur altbacken? Kommt vermutlich auf Stoff und Styling an. Wenn man es nicht ausgerechnet mit Blümchen macht, könnte aus dem Schnitt was werden.

Noch mal Große Größen, diesmal bis 50/52 und fix genäht als Kimono. Nein, Raglan Ärmel ist auch dabei. Und die eine oder andere Raffung. Eher Standardteile für die Massenproduktion.

Kleid Meine NähmodeDas Titelkleid gibt es noch in verschiedenen Variante, wobei mir diese mit dem einseitigen Zipfel gut gefällt. Paßform an der Brust könnte (sollte) man noch verbessern und für das Rockteil vielleicht einen Jersey oder Strickstoff mit einem weicheren Fall… das wäre doch fast wieder ein Kandidat für ein Weihnachtskleid…

Als Kontrast dann Tunnelzughose und Kimonoshirts. Dafür, das die Schnitte wirklich ultra-einfach sind, wirkt die Kombination zwar lässig, aber überraschend angezogen.

Jacke Meine NähmodeIdeal für Teenager finde ich diese romatische Version der Bikerjacke. Ein paar Volantreihen, romantisch, aber gleichzeitig cool. Sehr gelungen!

Zum Abschluss darf das klassische Hemdblusenkleid nicht fehlen, das mich ja nach wie vor nicht begeistert. Aber immerhin ist man damit nie wirklich falsch angezogen…

Fazit: Das Heft spielt seine üblichen Stärken aus: Viele einfache Schnitte und jeweils mehrere Variationen des gleichen Basisschnittes. Das ist gerade für Anfänger oder Näher mit wenig Zeit praktisch, denn man muß nicht alle Teile neu abpausen und bekommt auch Routine, weil die Nähschritte natürlich auch nicht so sehr abweichen. Dennoch kann man sehr unterschiedlich aussehende Teile anfertigen. Abwechslung auf die einfache Art. (Und wer verstehen möchte, wie Schnitte funktionieren kann sich auch angucken, welche Teile wie verändert werden, um einen anderen Look zu erzeugen. Dann kann man das irgendwann auch selber…)

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)