Revue de Presse: Burdastyle Juni 2014

Titel Burdastyle Wie Mitte Mai nicht anders zu erwarten, stimmt uns die Ausgabe der Burda-Style auf den Strand ein. (Okay, bei meinem Nähtempo… realistisch für Ferien Ende August oder so. – Und diese Rezension wird gerade mal fertig, bevor das Juli Heft raus kommt…)

Das Editorial hingegen bringt ein Plädoyer fürs Stoffe sammeln. Weil das Schätze sind. (Was auch stimmt, so lange das Argument, das uns mal „in den Bann gezogen“ hat nicht „war ein Sonderangebot“ war. Das sind meist keine Schätze, sondern bestenfalls ein Fall für den Trödeltrupp… 😛 )

Wie immer wird dann aber erst mal gebastelt bei den „kreativ-trends“. Gut, die Blümchen aus einem Schnellhefter kommen definitiv an die Couture-Modelle nicht ran, sind aber eine gute Kinderbeschäftigung für Regentage. (Und wer den Look mag, kann vermutlich auch aus anderen Materialien basteln. Weniger als 300 EUR für eine Handyhülle, wie ich es bei Printemps gesehen habe sollt leicht zu machen sein.) Die Vorschläge für rückenfreie Modelle müssen sich hingegen nicht vor den Laufstegmodellen verstecken. Sowohl das graue Sweatshirt als auch die rote Schleifenvariante gefallen mir extrem gut. (Leider nicht für Menschen, die eine BH brauchen…) Die mehr oder weniger flatternden Bänder begeistern mich dann weder in der Burda noch in den Couture Varianten.

Bei „aus alt mach neu“ wird ein Flatterrock and das Oberteil einer Jeans genäht. Das scheint ein Dauerbrenner zu sein, daran kann ich mich aus den Tagen meines Nähanfängertums auch noch erinnern.

„Ich bin so frei“ ist dann das Motto der ersten Modestrecke, Gegensätze und romantischer Country-Look werden versprochen. (Noch so was aus den 80ern…) Das durchgeknöpfte Kleid wirkt eher durch den Stoff. Die Fältchentunika mag ich nicht. Der tief liegende Riegel wirkt für mich wieder unproportioniert. Aber ich habe es ja grundsätzlich nicht mit Sachen mit Hüftbetonung…

Kleid Burdastyle Kleid 109B gibt mir hingegen sofort die Lust, noch ungefähr 10 cm zu wachsen, damit ich in Langgröße passe. 😛 Mir gefällt das gut, auch der Materialmix.

Latzhose und Tanktop daneben sind vermutlich extrem stylisch, aber trotzdem häßlich… (Ich meine… Latzhosen sind extrem unpraktisch, so lange man keinen Blasenkatheder trägt… dann sollten sie wenigstens top aussehen.) Rüschenrock 129 ist sicher eine gute Übung im Gummismok. Und sonst einfach. Mit dem Titeloverall kann ich mich auch nicht recht anfreunden. Diese Knotung vorne ist ja ganz interessant, aber im Ganzen sieht es doch mehr nach Schlafanzug aus.

Top Burdastyle Top 131 ist zwar auch nicht mein Stil, aber es ist avantgardistisch und gleichzeitig ganz einfach. So was kann auch Anfängern Spaß machen.

Teifgesetzter Rock und Weste sind einfach nicht meines. Auch wenn ich Spitze und Romantik eigentlich mag. Tanktop und Short… nun gut. Spitzentunika 130 ist auch eher einfach geschnitten, aber der Stoff gefällt mir.

Als Accessoires werden dann Taschen vorgestellt. Große, wenn ich das richtig sehe… das ist ja was für mich. Wobei ich jetzt keine davon supergenial finde, aber auch keine daneben.

Als „best of styling“ hat sich Frau Bily die Anglerweste vorgenommen. Gut, die ist nicht mein Geschmack, aber was mir besonders krass auffällt ist, daß sie drei mal unterschiediche Proportionen zu haben scheint??? In Outfit 1 ist sie gut hüftlang und die Taillenlinie läuft zwischen den beiden Taschen. In Outfit 2 endet sie auf der Taille und ist schmal und in Outfit 3 dürfte sie so auf dem Hüftknochen landen und ist wieder weit. Wir fragen uns: Photoshop oder Origami? Oder beides…

Unser Modelexikon widmet sich dem Buchstaben „P“ und beantwortet wieder Fragen, die wir nie hatten. So ist mir außer in Burda der Begriff „Paperback Waist“ noch nie untergekommen. Das Bild zeigt mir, daß ich das Phänomen wohl kenne und das Internet verrät, daß es zumindest dieses Jahr so genannt wird. Aber gehören kurzlebige Trendbegriffe wirklich in ein „Lexikon?“ Ach so, schon wieder vergessen, daß es mit einem Lexikon ja nichts zu tun hat, weil es völlig unsystematisch ist…

Der City-Look der nächsten Modestrecke kombiniert nude mit Citrus-Tönen und nennt sich „Farb Smoothie“. Soll heißen, wir können die Nude-Klamotten aus den letzten XY Saisonen immer noch behalten und müssen nur mit Einzelteilen in gelb oder orange aufpeppen… Na gut, ich kam weder dazu, mir was in Nude zu nähen, noch stehen mir gelb oder orange. Weiter Rock mit weitem Sweatshirt ist auch nicht so mein Look. Hat aber was japonisierendes.

Kleid Burdastyle Kleid 112A gefällt mir besonders in der Rückansicht. Allerdings sollte man sich überlegen, ob man den Saum nicht besser als falschen Saum einbesetzt, die Einhaltekräusel der Saumzugabe (die in Bewegung offensichtlich gut sichtbar sind) sehen nicht so toll aus. Oder besser ein schmaler Saum.

Bei Kleid 102A scheint es ein Schnittdetail zu geben, aber das sieht man auf dem Bild nicht. (Und übrigens… wer hat das Model so geschminkt, daß man sich fragt, ob man noch den Arzt oder schon gleich den Leichenwagen rufen soll?) Hemdblusenkleid mit Hüftpasse… hmn… Jogginghosen sehen hingegen auch zu Pumps bescheuert aus und das Crêpe de Chine Top macht es nicht besser. Schade um den Stoff.

Danach gibt es Accessoires (*blah*) und einen kleinen Exkurs zum Thema Plissee. (Hätte vom Buchstaben her ja auch ins Modelexikon gepasst.) Nichts Neues drin…

„Leichter nähen“ befasst sich eher mit Veränderungen. Aus einem Shirt (Modell 114) werden vier unterschiedliche Stile. Nettes Anfängerthema und auch mit gekauften Klamotten durchführbar.

Richtig bunt wird es dann bei den „Strandprofis“. Wobei der Text nahe legt, daß man sich die Models auch vor Ort gesucht hat. (Weswegen die Frauen auc schlank, aber nicht mager sind?) Shorts sind allerdings so gar nicht mein Thema…. Jersey mit Gummizug.. nun ja. Mit Sailor-Front… zumindest für die Strandpromenade okay.
Short Burdastyle Überraschend gut gefällt mir dann die Short 124 mit Wickelteil. Wenn ich in meinem Leben Anlässe hätte, für die Shorts angemessen sind und die passenden Beine dazu… würde ich die glatt anziehen.

Für den Strand sieht auch der kleine Overall 127 nett aus, weggleich ein bißchen was von Schlafanzug immer bleibt. Das zweifarbige Modell 117 hingegen ist der Stil, der mir nicht mal als Badeshorts am See gefällt. Egal von welchem Geschlecht getragen. Und Cargo-Shorts… nun ja, auch so ein alle-Jahre-wieder-Thema, was nicht wirklich spannender wird.

Großzügig überblättern kann man die Werbung für Sonneschutz. Echte Neuheiten sind da ja nicht zu erwarten. (Und wenn, dann stehen sie nicht in der Burda…)

„Style-Mix“ zeigt dann diverse Modelle dieser Ausgabe in anderer Zusammenstellung. Als Gesamtemsemble finde ich Style 3 mit der Strandhorts und Style 4 mit dem Glitzertop durchaus niedlich. (Für unter 25 und nicht meine Figur…) Weiße Birkenstocksandelen zum langen Plissee Rock hingegen… ich weiß, daß die Mode das derzeit erlaubt, schöner wird es aber nicht. Style 5 hat eine ansprechende Farbkombination, aber die Weste macht den Rest nicht besser. Außer durch Weglassen… Und Style 1 hat die klassisch frische Farbkombination aus weiß mit Jeans, aber der Blusenschnitt gefällt mir immer noch nicht.

„Fernost“ ist das nächste Thema und soll was mit Japan zu tun haben. Versprochen werden raffinierte Schnitte und leises Design. Hm. Gleich bei den ersten Schnitten fällt mir auf, daß die an anderer Stelle schon im Heft waren und die verwendeten Farben sind auch nicht gerade „leise“. Die Kombination mit Indigo kommt aber hin. Was es ja gleich interessant für mich macht… Das Langgrößenkleid darf wieder ran und gefällt mir immer noch. Die Angler-Weste minimal besser, weil das Stoffmuster die häßlichen Details gnädig verdeckt. In Kurzgröße gibt es ein „One-Shoulder-Dress“, das aber zumindest auf den ersten Blick nach Pareo aussieht.

Kleid Burdastyle Sehr gut gefällt mir das dunkelblaue Kleid 102B. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das am Stoff liegt, oder am Schnitt. Der Schnitt ist in der technischen Zeichnung interessant, aber so wirklich erkenne ich das Detail in der Umsetzung nicht?

Auch eine interessante technische Zeichnung hat Kleid 108, aber das Photo versteckt mehr, als es zeigt. Kleid 104 soll einen Wasserfallausschnitt haben, der jedoch eher wie ein zu weit geratenes Decolleté wirkt. Kastenjacke 107 ist wieder so ein „weiß nicht“. Die Details sind alle spannend (inklusive gestifteltem Leder), aber bei der Gesamtanmutung bin ich mir nicht sicher. Der Wasserfallausschnitt wirkt in weicherem Stoff an Shirt 103 viel attraktiver… lässig zur gemusterten Hose.

Lippenstiftwerbung wieder großzügig überblättern…

Die „Nähschule“ nimmt sich dann wieder die Anglerweste vor. Hatten die Anleitungen eigentlich schon immer verschiedene Farben? (Ne, mit so was belaste ich mein Gedächtnis nicht…)

Die Laufstegtrends… Blaue Tunika gerne (wenn die indische gilt, habe ich sogar eine…), die von Burda eher nicht. Mit Sportshorts als „Tageskleidung“ werde ich mich nicht anfreunden. Kastenjacke auch nett, da gewinnt das Burda-Modell schon mal den einen oder anderen Originalitätspunkt gegenüber den Laufstegmodellen. Knallfarbenes Kleid, na gut, die wirken alle durch die Farbe. Volantrock süß, aber da bin ich in vielerlei Hinsicht rausgewachsen. (Wobei die Variante von Guy Laroche doch was „erwachsenes“ hat. Allerdings eher Fransen, als Volants, oder?) Und Latzhose… ne, das sieht in keiner Variante gut aus.

„Eyecatcher“ werden für die Plusgrößen versprochen. Die parka-artige Blusenjacke 132 ist schon mal keiner.

Kleid Burdastyle Bei Etuikleid 133 kommen wir schon eher ins Geschäft. Wobei der „Catcher“ wohl eher der Stoff ist. Die (interessante) Linienführung geht unter.

Kleid Burdastyle Auch das Kleid mit der Raffung 137 ist ein Hingucker. Wobei hier die Schnittführung gar nicht so ausgefeilt zu sein scheint. wie man da wohl eine FBA unterbringt?

Die Variante 134 mit Rüschen begeistert mich etwas weniger. Da habe ich von Vogue (oder Butterick?) was ähnliches, was aber irgendwie interessanter aussieht. Bluse und Hose sind auch auf den ersten Blick nicht spannden. Zumindest Bluse 135 auf den zweiten aber mehr. die nach vorne verlegte Naht mit den „Seitenschlitzen“ ist durchaus pfiffig. Und die Bundfaltenhose mit den tief an der Passe angesetzten Falten könnte diesen Trend tatsächlich auch für fülligere Frauen tragbar machen.

Die „news“ geben vor allem Kaufanregungen, die wenigen interessanten Anregungen gehen da unter.

„Leichter Nähen“ zeigt dann in vielen Zeichnungen, wie man eine Kante mit Schrägband einfasst. Nette Anleitung. Auch wenn man drüber streiten kann, ob der Schrägstreifen wirklich eine „Tresse“ ist…. (Und noch eleganter ist es, wenn man die Innenseite von Hand festnäht.)

Strandkleidung ist auch das Thema für die Kindermode. Größen 74-98 sind vertreten. Wobei es sich nicht auf Strandmode beschränkt, sondern eine generelle Sommermode zeigt: Zwei Kleidchen, Shirt, Shorts, Einteiler mit Kapuze, Bademantel,… Natürlich auch Sonnenhut und Taschen. Wobei die Taschen wohl ungefähr so groß wie die Kinder sein dürften.

Die Modeausstellungen und Museen haben natürlich wieder mein Interesse…. Fondation Pierre Berge – Yves Saint Laurent wäre in Paris… mal sehen, wann ich mal wieder bei Regen dort bin…

Noch mal „leichter nähen“ (lustige Kategorie, die offensichtlich für alles mögliche herhalten muß…), diesmal die Herstellung von Hauspantoffeln mit Bommel. Richtig Spaß macht die Anleitung… Schnitteile so lange vergrößern, bis man eine Länge von 28 cm für die Sohle hat. Eine Prozentangabe für den Kopierer wäre hier offensichtlich zu viel verlangt. Oder keiner rechnet damit, daß jemand diese Babouches ernsthaft nacharbeiten will?

Die Leser(innen)galerie zeigt Sommerkleider. Auch hier wieder überraschend, wie unterschiedich die Schnittte wirken. Und daß mir mal wieder eines besser gefällt, als ursprünglich mal im Heft.

Der „Atelierbesuch“ führt diesmal zu Blumen aus Krepppapier. Das ist diesmal nichts für mich… Sieht trotz aller Kunstfertigkeit doch arg nach Kinderdeko aus.

Dekonähen diesmal auch für Reise und Urlaub. Ein Handtuch dekorieren, die 4287te Anleitung für ein Nackenhörnchen (was ich mir seit einiger Zeit auch mal nähen will…). Die Hülle für Flugtickets und Ausweis ist nett, die Frage ist nur, ob es praktisch ist, eine Mappe in der Hand halten zu müssen, Während man schon Koffer, Cabinbag und Handtasche durch den Flughafen zerrt. Nicht neu auch die Anleitung für eine Strandtasche oder eine Schlafmaske. Andererseits geht das alles schnell, wer also dringend noch mit den zusammenpassenden Nutzlosigkeiten in den Urlaub starten will, der schafft das auch noch.

Die Aktion „Gudrun und Günther unterwegs“ hatte ich auf der Creativa schon gesehen. Wenn ich das richtig sehe, muß man so ein Tier erst nähen und kann es dann irgendwo knipsen, um an einer Verlosung teilzunehmen. So was war mal originell. So vor 10 Jahren oder so, als Pingu seine Reisen begann.

Der Stoff des Monats schließt den Reigen ab, Glubschäugige Bambis in rosa und grün. Den kann ich wirkich ohne Bedauern hängen lassen…

Sonst hat das Heft aber wieder einige nette Teile. (Ebenso wie Gruselschocker…)

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen natürlich beim Verlag der Zeitschrift.)

Aus dem Archiv

From the Archives

Juni 2006:

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Juni 2009:

Juni 2010:

Juni 2011:

Juni 2012:

Was macht Karl Lagerfeld….

What does Karl Lagerfeld do…

… am Samstag Nachmittag?

… on a Saturday Afternoon?

Er geht zu Colette in Paris und kauft sich eine Armbanduhr.

He goes to Colette in Paris and buys himself a wrist watch.

(Okay, ob er damit zur Kasse ist habe ich nicht gesehen, aber er hat sich eine aus der Vitrine zeigen lassen.)

(All right, I did not wait to see if he finally went to the cash desk with it. But he had one taken out of the vitrine to be shown to him.)

(Und nein, obwohl ich meine Kamera dabei hatte, habe ich kein Photo gemacht. Denn auch wenn es möglicherweise eine sorgfältig geplante Inszentierung war, halte ich nichts davon, Leuten ungefragt eine Kameralinse unter die Nase zu halten. Und der wirklich lustige Teil war eigentlich die Schar von Leuten, die ihm hinterherzogen um zu gucken, ob es wirklich Karl der Große ist…. 😛 )

(And no, even though I had my camera with me I did not take a picture. It might well have been a planned show, but it is not my style to shove people my camera lenses into their faces. And the really funny part was the train of people that came after him to see if it was really him… 😛 )

Millimeterarbeit

Precision Job

Exakter ZuschnittManchmal ist exaktes Arbeiten auch bei „niederen“ Werken wie einem Nachthemd gefragt.

Sometimes precicion jobs are needed even for pathetic garments like sleep wear.

Wenn man nämlich einen Stoff verweden will, der eigentlich zu wenig ist….

Because if you absolutely want to use a fabric that is not enough. Basically…

Original und Fälschung

Original and Fake

Alte Nähmaschinen zum Rumstehen und Einstauben sind ja nicht so mein Fall, „Klassiker“ die noch laufen hingegen schon. Und so angelte ich mir vor etlichen Jahren eine Elna 1 in einem nicht sehr guten Zustand und ohne Kabel auf einem Pariser Flohmarkt. Dafür für wenig Geld.

Antique sewing machines standing around as decoration and to collect dust are not what I like. „Classique“ models that still work much more. So several years ago I’ve found an Elna 1 in a not very good state and without cable on a Paris flea market. Very cheap.

Und tatsächlich bekam sie mein Stamm-Mechanikus mit etwas Experimentierfreude wieder zum Laufen. Schöner wird sie davon nicht, aber sie funktioniert. Nur der Garnrollenhalter war gebrochen.

And indeed, my trusted mechanikus tried some things and made it working again. She will never be a beauty, but she’s working. Only the thread spool holder was broken.

Garnrollenhalter ElnaHier jemanden zu finden, der einen neuen gießen kann war relativ einfach. Da kenne ich nämlich jemanden… hat zwar nach wie vor keine Webseite, aber falls jemand auch dieses Teil braucht, gebe ich die Kontaktdaten gerne weiter.

Finding somebody who could make a new one was not the hardest part. I know somebody who can…. he does not have a website, but if someone needs that part also I can pass on the contact data.

Nein, der wirklich schwierige Teil war, jemanden zu finden, der eine alte Elna 1 hat, an der genau dieses Teil noch intakt ist. Und der willens ist, das mal auszuleihen. Das hat einige Jahre gedauert.

Garnrollenhalter Elna 1No, the really difficult part was, to find somebody who owns and old Elna 1 where this part is not broken yet. And who is willing to part with this piece for some days. That took several years.

Aber jetzt habe ich mein Ersatzteil und das grüne Original kann zurück. Und für alle, die das Ersatzteil auch brauchen… es gibt jetzt eine Form dafür. 🙂

But know I have my shiny „fake“ part and the green original can go back. And for others who might need that spare part also… there exists a mould now for more. 🙂

Amphorensocke

Amphora Sock

SockeHier habe ich noch mal mit dem Stitch Surfer Prinzip gespielt. Die Idee war die Form einer alten Amphore, die sich bauchig nach außen wölbt und wieder tailliert. Natürlich nach einem Zufallsprinzip.

I’ve played again with the stitch surfer principle. The idea was an antique amphora that curves out and in. For me at random, of course.

Also habe ich nach dem Anschlag angefangen nach außen zu gehen für zwei Farbrapporte lang und dann wieder nach innen, auch für zwei Farbrapporte. Und so weiter. (Garn war wieder das Sockengarn „Anika“ von Crelando/ Lidl).

So I started with curving out for two color repeats on the yarn, then going in, again for two color repeats. (Yarn was again the sock yarn „Anika“ by Crelando/ Lidl).

SockenFaszinierenderweise hat sich das auf den beiden Socken völlig unterschiedlich entwickelt… Bei der einen Socke spielen sich die Kurven am Rand und fast auf der Sohle ab, bei der anderen verengt es sich mehrfach auf einen schmalen Steg. Die ersten beiden Farbrapporte scheinen die Richtung dauerhaft vorzugeben. (Was nicht ganz überraschend ist, aber das es so extrem sein würde, darauf war ich nicht ganz gefasst. Aber ich mag es ja asymmetrisch.)

It is fascinating that the waving develops so differently on the two socks… One sock has the curves mostly on the sides of the foot or even on the back, the other one converges to the minimum twice. So the first two color repeats seem to be important for the development of the rest of the sock. (That is not completly surprising, but I had not thought it would be that extreme. But I like it asymetrical.)

Jetzt sind noch gut 50g von dem gestreiften und ca 20g von dem rosa Garn übrig. Das sollte noch ein drittes paar Socken geben…

Now remain a bit more than 50g of the stripeing yarn and about 20g of the pink. That should make a third pair of socks…

Kaffeetüte…

Coffee Bag

KaffeesackNoch so ein schnelles, kleines Projekt…

Another of those quick and small projects…

Mit dem „Direkt-Freunde-Express“ bekam ich mal wieder sehr leckere Kaffee Bohnen aus Indien. Sorte „Mysore Nuggets“. Einen Teil davon habe ich weiterverschenkt und dazu gab es ein schmuckes Säckchen aus Stoffresten. (Schrift frei gestickt mit Valdani Verlaufsgarn.)

Our „comes-by-friends-express“ delivered some very tasty coffee beans from India. Typ „Mysore Nuggets“. A part of them was turned into a gift and I could use up some remnants by making this little coffee (gift) bag. (The writing was done with free machine embroidery and I used variegated thread from Valdani.)

Threads Number 169, High-Octane Clutch (Handtasche)

(The English review is on Patternreview.)

ClutchIn der November 2013 Ausgabe der Threads war als „quick to make“ Projekt diese Clutch drin und die gefiel mir so gut, daß ich sie nacharbeiten wollte. Da ich mal wieder Reste verbraten haben und mich auch nicht so recht für eine Stoffcombination entscheiden konnte, wurden es am Ende vier.

Den Schnitt muß man sich nach einer Schemazeichnung zunächst selber erstellen. Es gibt getrennte Zeichnungen für Futter, für Außenmaterial und den „Fachtrenner“. Die Schemata sind klein und in Inch, was die Sache aber wirklich unnötig schwieriger macht ist, daß maximal drei Maße angegeben sind: Die Höhe, die Breite der Grundlinie, mit der man anfängt zu zeichnen und die Breite der breitesten Stelle. Das klingt zunächst ausreichend, aber die Form kurvt nach innen und man kann der Zeichnung entnehmen, daß sie schmaler wird, als das schmalste angegebene Maß, aber wie schmal genau kann man bei dem kleinen Maßstab eigentlich nur raten.

ClutchDamit meine Schnitteile halbwegs symmetrisch werden, habe ich dann das Papier erst mal so gefaltet wie die Tasche später auch und habe mir den Schnitt so zurechtgeschnitten. Den Fachtrenner habe ich dann gleich vom Futterschnitt rausgepaust. Im Nachhinein wäre es einfacher gewesen, den Schnitt für die Außentasche zu zeichnen und von dort ausgehend ein Teil mit den nötigen NZG für das Futter und davon wiederum ausgehend den Fachtrenner zu basteln.

Das hätte auch einen kleinen Fehler vermieden: Das Futter ist 1 1/4 inches länger als der Außenstoff. Dafür verwendet man als Einschlag für die Nahtzugabe 1/4 inch und soll dann den Außenstoff an die Kanten der eingschlagenen Nahtzugabe anlegen. Nur wird das Futter dadurch nur 1 inch „kürzer“ und es bleibt 1/4 inch übrig. Da diese Stelle später außen an der Tasche liegt und nur durch den aufgenähten Reißverschluss abgedeckt wird, muß man da ein wenig fummeln. Bzw. nachdem ich es merkte, habe ich die Nahtzugaben etwas weiter eingeklappt.

clutchDie Photoanleitung funktioniert so weit ganz gut. Nur die wirklich kniffelige Stelle, nämlich das Annähen des zweiten Reißverschlussbandes wird nicht gezeigt. Selbst aus Stoff ist die Tasche da schon recht steif und da sie nicht sehr groß ist, kann man auch nicht gut wenden und drin nähen. Da ist meine klare Empfehlung einen längeren Reißverschluss zu verwenden und hinterher abzuschneiden. (Was ich bei den meisten Taschen auch gemacht habe, schon weil ich keine in passender Länge hatte.)

ClutchAnsonsten ist die größte Schwierigkeit eigentlich, Reißverschlüsse in passenden Farben zu finden. Da der Reißverschluß als dekoratives Element aufgesetzt wird, geht die „wir nehmen irgendeine Farbe“ Taktik nicht und nahtverdeckte Reißverschlüsse (die mein Dealer in großer Farbauswahl führt) sind auch nicht das Mittel der Wahl…

Bei dem Handgelenksriemen habe ich mich in der Breite nach meinen D-Ringen bzw. Karabinerhaken orientiert und habe die Stoffe auch nicht verstärkt (kein Haushaltsband zur Hand…) sondern die meisten davon mit Webband oder Satinband außen sichtbar verstärkt. Teilweise habe ich auch die Reißverschlussenden mit kleinen Stücken Webband „versteckt“. Da ich die selber gekürzt hatte, sahen die am „Stopp“ natürlich nicht alle so schön aus.

Clutch in schwarz„Quick Project“ trifft so weit zu, zumindest wenn man den Schnitt mal gezeichnet hat. Allerdings vor allem deswegen, weil es halt ein Projekt mit wenig Feinheiten ist. Man könnte vermutlich das eine oder andere noch schneller machen, etwa die Nahtugabe am Futter nicht von Hand nähen, sondern mit einer Maschinenaht.

Das Nähen hat jedenfalls Spaß gemacht und man kann sehr gut mit unterschiedlichen Stoffen und Bändern spielen. Auch könnte man natürlich den Stoff noch anders gestalten, besticken, mit Webbändern betüddeln,…

Kann gut sein, daß ich den Schnitt noch mal mache. Von der Größe her paßt so was wie Handy, Geldbörse und Taschentücher gut rein. Oder ein Knäuel Sockenwolle samt Nadeln und Anleitung…

Stitch Surfer III

SockenVon dem Stitch Surfer kann ich ja die Nadeln immer noch nicht lassen.

I can’t let my needles off the Stitch Surfer pattern.

Diesmal habe ich noch unregelmäßigere Socken produziert.

This time my socks were even more irregular.

Ich habe hier die „Surfrichtung“ nicht parallel gewechselt, sondern versetzt. Sozusagen jeden Tag eine Richtung gewechselt. Dadurch ist auch die Verteilung von rosa und geringelt nicht gleichmäßig.

SockenThis time I changed the direction of „surfing“ not parallel, but one side at a time. Basically I changed direction for one of the „sides“ on one day and for the other side on the other day. So even the distribution of pink and self-stripeing is not regular.

Warum ich rosa genommen habe kann ich nicht sagen. Aber das Garn war da und mir war gerade ausgeprägt nach babyrosa. Ist das der Frühling?

I can’t say why I choose this color. Except it was there and I did feel like this. Is that because it was spring?

Socken Das Garn ist ein ganz billiges von Lidl, Ravelry kennt es als „Crelando Anika“. Normale Sockenqualität, fühlt sich aber schon beim Anfassen etwas rauh an (Socken und Handschuhe okay, Tuch oder Schal würde ich  nicht haben wollen) und nach dem ersten Tragen in Schuhen sind die Socken auch schon erkennbar „gestresst“. Also nicht gefilzt oder pillig, aber die Oberfläche erkennbar rauher als bei vielen teureren Garnen. Aber bei den Preis ist das nicht völlig überraschend und warm sind sie.

The yarn is a very cheap one from the Discounter Lidl. Ravelry lists it as „Crelando Anika“. It is the normal sock wool blend, but felt a bit rough from the beginning. (IMHO fine for socks or also mitts, but I would not like to have a scarf or shawl from it.) Also after having worn the socks within shoes for some hours I have to state, that the surface looks „stressed“. Not really felted or pilling, but you can see there are more stray fibers than I know that from more expensive brands. But for that price that does not come as a real surprise and the socks are warm.

 

Revue de Presse: Meine Nähmode 3/2014

Titel "Meine Nähmode"Diesmal lachte mich der Titel der Sommerausgabe von „Meine Nähmode“ ja ganz ausgesprochen an. Wirklich ein schönes Kleid, schöner Stoff, wäre auch in meinem Farbspektrum. (Größe vermutlich nicht…)

Editorial und Inhaltsverzeichnis halten sich kurz, luftige Sommermode, was sonst?

Kleid "Meine Nähmode"Ein Versprechen, daß auch die ersten Kleider gleich einlösen. Mir gefällt besonders der geschlitze Überrock, sommerlich frisch, aber gleichzeitig irgendwie elegant und angezogen. Ach so, das ist eine Kellerfalte… raffinierter Effekt mit den Paspeln, dann ist es auch nicht so warm wie zwei Röcke…

Die Hosen und Röcke danach sind Hüftbetont und somit eh nichts für mich, aber wem das steht… auch das sieht lässig aus, ohne schlampig zu wirken.

Oberteil 13 hat einen interessante Rückenausschnitt, allerdings entweder schlecht sitzende oder beim Nähen verdehnte Ausschnitte… Schade.

Nochmal diverse Röcke, Einfachbauweise (an eine Hüftpasse genäht), aber in durchaus unterschiedlich aussehenden Varianten.

Die nächsten Oberteile sind mir dann etwas zu… wie soll ich sagen, zipfelig fließend und wallend, daran habe ich mich einfach sattgesehen.

Die „Hobbyschneiderin“ erklärt was „verriegeln“ bedeutet, wobei man sich da wieder streiten kann, ob „verriegeln“ und „vernähen“ wirklich Synonyme sind… (Aber das geht bei Nähbegriffen ja meistens so.) Warum „Hobbyschneiderin“ in der Überschrift in Anführungszeichen gesetzt wird, weiß ich allerdings nicht. Ein Eigenname ist es nicht und sonst bedeutet so was ja eigentlich, daß jemand genau das nicht ist, was in den Anführungszeichen steht…? Rätselhaft….

Ein Augenschmaus dann noch mal das Titelkleid, Zusätzlich in einer langen Variante mit Neckholder und ein one-shoulder Abendkleid ist auch noch dabei. (Eine der wenigen Situationen, wo das wirklich gut aussieht.)

Nähanleitungen für Stirnbänder sind jetzt nicht so das, was ich brauche., Aber irgendwie muß man die Seiten voll bekommen und vermutlich kann man damit gut Jerseyreste aufbrauchen.

Bei den Kleidern „Moderner Ethno-Stil“ bin ich mir nicht ganz sicher. Der Rückenausschnitt von Modell 34 ist interessant, aber in der Gesamtheit steht oder fällt der Look wohl mit dem Styling.

Dann noch mal einfache Röcke mit Gummizug… (bis Größe 46/48, Anfänger dürfen also auch ein bißchen fülliger sein. 😮 )

Kleid "Meine Nähmode"Die kurze Version des „Große Größen“ Kleides wirkt etwas bieter, aber ich glaube, das liegt eher am Stoff. Der Schnitt hat Potential. Der Ausschnitt hat eine schöne Form und durch die Falten kann man da gut mit Stoffen spielen oder auch das Kleid anpassen. Und in lang seith es sowieso gut aus. Das zeigt ja der Titel schon.

Die „Ab in den Urlaub“ Shirts sind zwar einfach (und auch als „easy“ gekennzeichnet, aber mit netten Details, daß sie tatsächlich Lust machen, sie zu nähen. Größe käme ja hin, nur an der Zeit wird es scheitern, vor dem Urlaub ist noch einiges dringenderes zu nähen.

Dann noch mal Rücke, A Linie, diesmal ohne Gummizug und gut für größflächige Muster geeignet.

Die Tops mit dem Schößchen hingegen empfinde ich dann doch eher als altbacken. Ich weiß, daß Schößchen in sind, aber zumindest in der Kombination kommt der Look bei mir nicht an.

Top "Meine Nähmode"Zum Abschluss noch mal Tops. Der verschlungene Ausschnitt ist natürlich ein echter Hingucker…. das würde ich mir auch gerne nähen. Gut, daß ich dafür wohl erst Stoff kaufen müßte, das senkt die Verlockung doch etwas…

Fazit: Viele einfache Schnitte und ein paar Hingucker, damit kann man nähtechnisch leicht über den Sommer kommen.

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)