Revue de Presse: Burdastyle September 2011

Titel BurdastyleMit dem Septemberheft sollte der Sommer endgütig vorbei sein (ich bekam es diesmal etwas verspätet, weil ich mir nicht auf Mallorca die spanische Ausgabe kaufen wollte), mal sehen, ob die Schnitte mit der kälteren Jahreszeit wieder interessanter werden. Der Leoprint auf dem Titel begeistert mich leider nicht wirklich, das Thema Animal Prints ist bei billiger Konfektion inzwischen so totgeritten, daß ich es einfach nicht mehr sehen kann. „Trachten Spezial“ deutet auch nicht wirklich auf tragbare Schnitte hin. (Nicht daß wir uns da missverstehen… ich mag Dirndl und Co. Aber da wo ich derzeit lebe sieht es einfach nur verkleidet aus. Manche Kleidung passt einfach nur in einen bestimmten Kontext.)

Im Editorial widmet sich die Chefredakteurin auch dem Thema. Eine süddeutsche Kindheit mit einem rosa Dirndl. Wobei die Tatsache, daß dies unter der Überschrift „Trachten“ läuft auch schon wieder die Ahnungslosigkeit verrät. Denn die „echten“ Trachtenträger sind bezüglich ihrer „Authentizität“ genauso militant wie Teile der Mittelalterbewegung. Rosa Pepita kommt da natürlich nicht vor. 😉

Bei den „kreativ-trends“ bin ich schon mal positiv überrascht wie lange nicht. Schicke Hüte aus Filzplatten sind natürlich ein Thema für mich. Nicht daß ich Zeit hätte, das umzusetzen, aber wenn die diversen königlichen Hochzeiten in den letzten Jahren diesen Modetrend wieder auf unsere Straßen spülen würden wäre ich ja nicht unglücklich. (Ich weiß, wird nicht passieren…) Nach japanischen Schulmädchenstil sehen mir die Herrenhemdverwertungen aus. Kann nett aussehen. An der richtigen Person im richtigen Alter. Und transparente Einblicke allen Orten sind definitiv ein Laufstegtrend der in dieser Form nicht alltagstauglich ist. Sicherheitshalber schlägt auch Burda vor, die so abgewandelten Shirts lieber über einer Hose zu tragen.

Danach eine neue Werbeidee. Unter „Customizing“ wird ein Rucksack einer Marke geschickt plaziert. Leider sind mindestens zwei der drei Ideen recht fade. Wie der Rucksack in der puren Form auch. Werden Rucksäcke jetzt wirklich wieder Trend? Praktisch sind sie ja, aber schön ist anders…

Dann kommen wir auch gleich zum Trachtenteil. Da sich am typischen Dirndlschnitt nicht viel ändert gibt es ihn diese Jahr in schwarz und fast knöchellang mit einer Schürze in Pink. Wer es gemäßigt mag kann auch eine Bluse mit „Dirndlausschnitt“ nähen. Alles nett, aber nicht spannend. Der Mädchenrock in schwarz mit aufgenähten bunten Bändern hat eher südamerikanische Ethno-Anklänge. Das Dirndlkleid mit Schürze kommt eine Seite weiter ebenso wie Janker, „Lederhose“ (aus Stoff) und Hemd für die Jungs. (Größe 98 – 122). Was soll ich sagen? Burda versucht jedes Jahr, das gleiche Thema „aufgefrischt“ zu präsentieren, aber so viele Variationsmöglichkeiten gibt es halt nicht. Wenn man trachtiges braucht, dann kann man die Schnitte verwenden, der Rest guckt, sagt „ach ja“ und blättert weiter. (Wobei die Strickjacke Noppenreihen verzopft zeigt, das ist ein interessanter Ansatz, der im Gesamtwerk nur eher unter geht.) Und so geht es weiter, Cape, Hose für die Frau, Strickjacke für Mädchen,… Blazer mit Puffärmel oder Schößchen… same procedure as every year. (Daß auch bei den Damen einige Modelle eher an Südamerika erinnern mag mit der internationalen Vermarktbarkeit zu tun haben, oder? Wer Englisch kann, kann mal bei Sigrid nachlesen, wie das aus nicht-deutscher Perspektive gesehen wird. Auch die Kommentare sind aufschlussreich.)

Accessoires gibt es auch dazu, die sehen dann aber endgültig mehr nach Mexiko aus. Wobei die Bildanleitungen wie man Froschgoscherln, Quasten oder Pompons macht durchaus nett sind. (Natürlich braucht man keinen „Pompon-Maker“… aber gut.)

Die Nähschule für Einsteiger befasst sich disemal mit dem Cape aus Walkloden. Da ist zwar der Materialeinsatz höher, aber hier sind Schnitt und Stoff tatsächlich mal einfach zu verarbeiten.

Die Beauty Seite schmeißt uns ein paar mehr oder weniger teure Seifen in eine Keramikschale. Nun ja… Abteilung „mach mal noch schnell ein Bild“, oder?

Auch bei den Plusgrößen gibt es diesmal Dirndl satt. Was ja durchaus sehr gut für fülligere Figuren passt, aber doch eher regional begrenzt. Zumindest nach meinem Empfinden. Vielleicht irre ich mich und es wird ein bundesweiter Trend, aber ich bezweifle es. (Ansonsten wäre gerade das eher traditionell geschnittene Modell schön.)

in der „kreativen Welt“ verstecken sich wenige Veranstaltungsvorschläge unter viel Kaufmöglichkeiten. Motto scheint „Vintage“ zu sein. Echt alt oder so aussehend. Inzwischen ja schon Mainstream als Trend.

Die nächste Modestrecke wird dann düster, nach den bunten Trachten. Irgendwo zwischen den swinging 60s und Tiermustern will man sich bewegen. Oder auch eine Variante „very british“ ohne Tweed und Landhaus. (Auch wenn die Bilder in Hamburg gemacht wurden.) Tunika und Hose sind sicher nicht schlecht, wenn man den Stil mag und im Herbst ärmellos rumläuft. Die Weste für Kurzgrößen ist als Schnitt so einfach, daß man sich da die Kurzgröße hätte sparen können. Und daß das Shirt darunter auch als Schnitt vorhanden ist, da wäre ich dem Bild nach nicht draufgekommen. Spannend sieht das alles nicht so aus. Aber wenigstens auch nicht billig wie Animaprints aus dem Teleshop. Das muß ich zugeben.

Mantel BurdastyleUnd beim Mantel 114 könnte ich dann schwach werden. Hier gefallen mir die Pelzärmel ausgesprochen gut und an dem sonst so schlichten Mantel sind sie ein echter Hingucker.

Über Bluse 11 und Hose 107B kann man wieder nichts sagen, denn über die schwarze Hose gibt das Bild kaum etwas Preis und die Bluse… sieht aus wie etwas, was gar rasch freie Sicht auf Nippel präsentiert. Zumindest sobald es auch nur ein wenig kühler wird. Na und Ringelshirt zum schwarzen Minirock… ja, gut… *gähn* Dann gibt es in Kurzgröße immerhin noch einen Mantel (auch eher kastig, da hatte die Abteilung für Schnittanpassung nicht so viel Mühe). Dann ein zweiter Blick auf das Titelkleid. Die technische Zeichnung sieht ja recht interessant aus, aber genäht will sich der Charme auch auf diesem Photo nicht recht einstellen. Mischung aus Saunatuch und Bademantel? Und das scheinbar zweiteilige Kleid mit Knöchellangem Rock? Ach naja… (Man hätte sich beim Aufnähen des Satinbandes vielleicht ein bißchen mehr Mühe geben können, das Photo betont die Wellen, die es schlägt gar gut.)

Die Accessoires zum Stil… da wäre mal eine Leica. Klar, ein typisches Modezubehör. Wobei… diese Handtasche aus Plüsch hat was… aber ich habe im Moment auch keinen schwarzen Mantel, und dazu müßte ein schwarzer Mantel sein… aber ein bißchen reizt mich das dann doch wieder…

„Bildschön“ ist das Motto der nächsten Modestrecke. Mich erinnern die Farben eigentlich erst mal an Bollywood. Oder liegt das an der Bluse, die ich schöner in Indien als Kurta nicht kaufen könnte?

Kleid BurdastyleBADABING! Bei Kleid 131 läuten bei mir alle Glocken. Der Mörderausschnitt… will ich haben. Da fällt mir dann vor lauter Begeisterung auch fast nicht auf, daß das Kleid an seltsamer Stelle viele Falten wirft und der Ausschnitt so aussieht, als fiele er im nächsten Moment von der Schulter. Oder als ob di e Kleidschulter freischwebend über dem Körper wäre, wenn das Model gerade stünde. Aber egal, Paßform kann man selber machen. Und das Modell wäre sogar bis Gr. 46 drin. (Oder aus meinem Basisschnitt bastelbar.) Hat jemand einen Sack Zeit?

Weniger begeistert mich Hose 107C, 7/8 Länge nur im Sommer und die Bluse dazu hat nicht nur eine Schluppe, sondern zu enge Oberarme und Nahtkräusel am Abnäher. Und der bodenlange Faltenrock zur Jacke im Motorradstil hätte mich in den 80ern noch begeistert. Aber das war mal. Naja, der Overall damals vielleicht auch. Aus heutiger Sicht sieht er eher nach Schlafanzug aus. Longshirt über langem schmalen Rock… öh ja, so laufen in Köln einige Frauen schon immer rum. Und Kleid 132 (in Langgröße) sieht als Schemazeichung schon spannend aus. Aber getragen zumindest in der Körperhaltung weniger begeisternd…

Bunte Handtaschen werden dann noch hinterher geworfen. Zum Kaufen wieder. Die meisten sehen sogar nett aus, aber auch nichts, was ich ganz dringend haben müßte.

Lippenstifte und Lidschatten sollen wohl Kreide und Palette eines Malers darstellen. Nun ja.

Dann ein Downloadschnitt. Nach einem Modell von 1958. Ja, irgendwie nett. Auf jeden Fall bekommt das Model den Blick von 1958 ganz gut hin….

Grau wäre die Farbe des Erfolges, so das nächste Thema. Begrüßt wird man von einer weißen Bluse die wie eine Jacke aussieht. Und deren Asymmetrischer Verschluss in der Zeichnung originell aus Stoff jedoch eher missglückt aussieht. Oder liegt das an den seltsamen Falten an der Schulterregion? In der technischen Zeichnung sind die jedenfalls nicht drin. Beim Overall (diesmal tatsächlich im angekündigten grau, was ihn aber nicht wesentlich weniger nach Schlafanzug aussehen läßt) fragt man sich dann, von welchem Erfolg die Rede ist. Mit dem Sixpack „was auch immer in den Flaschen drin ist, die so nach Bierflaschen aussehen“. Kleid 122 schon eher. Zumindest wenn mn sich richtig hinstellt wirkt es dramatisch.  Daß die Schnittzeichnung nach Kittel aussieht zeigt allerdings, daß hier das Styling wichtig sein dürfte.  Jacke 123 sieht vor allem nach schlecht sitzenden Ärmeln aus. Wobei Doppelreiher offen tragen immer so eine Sache ist, die tendieren oft dazu, sich häßlich zu verziehen…. Hose 120A verspricht uns wieder Karottenform.

Bluse BurdastyleBluse 128 ist dafür wieder ein Lichtblick. Schlicht und pur mit einem raffinierten Kragen. Dürfte im Winter in unseren Breiten etwas kalt sein, so ohne Ärmel, aber man kann sie ja auch für den nächsten Sommer aufheben. 🙂

Dufflecoat 113 sieht auf den ersten Blick der Jacke mit den Plüschärmeln recht ähnlich. Nur langweiliger. und den Ausschnitt von der Bluse gibt es noch mal am Mantelkleid. Sehr schön.

Ah ja, was sich erst Mal Bluse nannte kommt hier noch mal als Jacke 126. Sieht etwas weniger schlampig aus (vermutlich weil der Stoff etwas mehr Stand hat), aber durch den „Stoffüberhang“ am Revers fällt die zugehörige Schulter einfach schauderhaft. Da müßte man sich noch heftig was einfallen lassen um das zu retten. Aber es gibt die Jacke mit passendem Rock auch als Maßschnitt.

Dann haben wir einen Photowettbewerb… das selbst genähte Lieblingsteil des Sommers. Natürlich wieder mit einer Nähmaschine zu gewinnen.

Auch die wie üblich zu kleinen um was zu erkennen und mit unbekannter Proinenz gefüllten Bildchen anläßlich eines kennt eh keiner Events sehen wie immer nach Seitenfüllter aus.

Die „ein Teil, viele Looks“ Sparte ist auc mal wieder umbekannt. Diesmal „Mein Favorit“ der Chefredakteurin persönlich. Der lange Rock. Faszinierend wie viele Möglichkeiten es gibt, das Ding plump zu stylen…

Die Patchwork-Abteilung zeigt diesmal Kleinkram, nämlich untersetzer. In einem Applikationsstil mit offenen Kanten und so. Die gezeigten Beispiele sind tatsächlich ganz nett (auch wenn ich sie mir in meinem Haushalt jetzt nicht so ganz vorstellen kann) aber die Wahrscheinlichkeit, daß so was dann doch eher gewollt als gekonnt aussieht ist da immer groß. Nicht zuletzt weil es enorm schwierig ist, echte Stoffreste so zu verarbeiten, daß sie trotz bunt noch harmonisch aussehen.

Die Wohnaccessoires stehen unter dem Motto XXL oder Stricken mit Besenstielen. Wobei mir die Ergebnisse oft sogar gefallen, weil man so sehr interessante Texturen erzeugen kann. Ich kaufe mir jetzt trotzdem keine Kurbelstrickliesel um die Schnüre dann zu verstricken… 🙂

Die als „Best Sites“ verkaufe Shopwerbung überblättere ich, das Ergebnis des Schuhwettbewerbs bekommt einen Blick, aber sie zeigen eh nur eine Zeichnung, nicht den fertigen Schuh.

„Wie geht eigentlich kaschieren?“ heißt es unter „leichter basteln“. Gut, wollte ich bisher nicht wissen, aber gucken wir mal. Aha, mehrere Schichten Zeitungspapier auf einen Papprohling kleben. Mit Tapentenkleister. An was erinnert uns das? Richtig… Kindergarten und Schule bis zur Unterstufe. Dazu kommt, daß das nutzlose Ergebnis nur nach „Shabby“ und nicht mal nach „chic“ aussieht.

Nützlicher sollte die Warenkunden sein, bei der es ums Bügeln geht. Wie üblich relativ oberflächlich, aber immerhin lernt so auch die Burdaleserin mal die Welt von Kragenholz und Bügelei kennen…

Der Atelierbesuch führt diesmal in die Welt der Mosaike. Und da die Firma in München angesiedelt ist, reichte es offensichtlich für einen echten Besuch vor Ort. Beeindruckend und hat so gar nichts mit den Bastelpackungen zu tun, die unsereiner so kennt. (Zufällig bin ich letzte Woche auf der Butte aux Cailles auch an einer derartigen Werkstatt vorbei gekommen. So künstlerisch umgesetzt gefällt das auch mir. 🙂 )

Dann sind wir schon durch, noch ein Blick auf einen derzeit eher gängigen beschichteten Stoff von Hilco. Bunt und gepunktet. Nett. Mehr auch nicht.

Welches Datum haben wir? Huch… kommt ja bald schon die nächste Ausgabe…

Revue de Presse: Threads September 2011 (156)

Trotz meiner Abendkleidnäherei konnte ich die Threads nicht liegen lassen…

Die Autoren der Ausgabe werden diesmal mit der Frage konfrontiert, wer sie am stärksten beeinflusst hat, als sie anfingen zu nähen. Nicht überraschend das Mütter und Tanten die Liste anführen.

Im Editorial verabschiedet sich die Herausgeberin in den Babyurlaub und bereitet die Leser darauf vor, daß Hemden und Blusen einen wichtigen Platz in der aktuellen Ausgabe finden.

Bei den Leserbriefen weckt diesmal einer mein Interesse. Da wurde doch der „Mantel für Obdachlose“ aus der Designer Challenge (Heft 154), den man mit Zeitungen bestücken konnte, um warm zu bleiben, grundsätzlich in Frage gestellt. Nämlich ob es nicht besser wäre, dafür zu sorgen, daß alle ein Dach über dem Kopf haben. Was ungefähr das war, was ich mir dabei auch dachte. Und dann dachte, das wäre wohl mal wieder einer jener seltsamen europäischen Standpunkte. Aber zumindest in Canada scheint man es ähnlich zu sehen. Irgendwie beruhigend.

Dann die Vorstellung der Neuheiten… „Crincle Magic“ kann offensichtlich das, was Soluvlies und Vliesofix zusammen schon lange können, das leicht schnörkelige Design der Bernina 830LE gefällt mir, aber das gibt es nur in den USA. Außerdem will ich meine Maschine ja eh nicht hergeben. Bei der Buchvorstellung (Underwear – Fashion in Detail) muß ich mir mal überlegen, ob die auf meine Wunschliste wandert…. sieht interessant aus.

Dann ein Blick auf die eigene Webseite… als ob wir die nicht eh im Blick hätten…

Danach ein kurzes Interview mit Claire Shaeffer, das m.E. eigentlich nicht wirklich was verrät – aber den Eindruck erzeugt, es sei gut, bei ihr einen Kurs zu belegen….

Der „Best Tip“ bei den Lesertips ist diesmal wirklich mal einen Versuch wert. Beim nächsten unbenutzten Vogue Schnitt. Denn das saubere Markieren mit diesen vorgegebenen Kringeln könnte so deutlich einfacher werden. Auch bei den anderen  Tips sind ein paar sinnvolle dabei, aber keine die mir neu wären.

Die Technik zum historischen Kleidungsstück von der Rückseite ist diesmal ziemlich einfach. Und wohl eher nichts, was ich für mich nähen würde…

Grundlegend geht es mit der Technik des „Understitching“ weiter. Kommt generell in amerikanischen Anleitung häufig vor, in deutschen eher selten. Mit der Maschine ist das recht simpel, von Hand eigentlich edler. Und auch die sichtbare Variante hat ihren Reiz… wieder was zum im Kopf behalten, weil es mal noch nützlich werden könnte.

Die Pattern Reviews… um Teile für die Überganszeit soll es gehen. Nettes Kleid von Colette Patterns, auch die Vogue Jacke… der Rest ist doch etwas arg lässig (lies: formlos), das ist nicht so was ich mag.

Anschließend geht es mit dem Titelthema weiter, wie man den klassischen Hemdblusenschnitt aufpeppt. Fällt doch größtenteils unter „kann man machen, aber warum sollte ich?“ Andererseits trage ich nicht viele Hemdblusen, wer die mag oder gar aus irgendwelchen Gründen tragen muß ist vielleicht froh um kleine Veränderungen wie ein paar Zentimeter Schrägband am Saum. Um klassische Sachen oder Kindersachen aufzupeppen ist es vielleicht nicht schlecht.

Norma Bucko führt uns danach in die Geheimnisse des Nahtreißverschlusses ein. Ihn „wie ien Profi“ einzunähen heißt mal wieder wie in der Bekleidungsindustrie. Gut, also beim Einnähen ist das nicht viel anders als ich das kenne. (Außer daß sie erst die Naht schließt und dann den RV einnäht, das mache ich bei meinem aktuellen Projekt auch so.) Wie man das Futter auch noch unsichtbar hin bekommt und nicht von Hand… könnte ich mal probieren, wenn ich mal wieder ein Kleid mit Futter habe. Sieht wirklich sauber aus.

Mehr ums Design geht es dem nächsten Artikel. Nämlich geht er der Frage nach, was man mit all den Jerseys und Strickstoffen macht, die auf dem Ballen toll aussehen, bei denen man sich aber nicht vorstellen kann, wie man sie in einem Kleidungsstück trägt. Wobei ich gestehen muß… etliche der Vorschläge würde ich in der Form noch weniger tragen. Aber die Techniken sind durchaus auf andere Situationen übertragbar und Geschmäcker sind verschieden.

Wundervoll sind die Leserbriefe über die Nähmißgeschicke die uns alle das eine oder andere Mal heimsuchen. Vier Seiten zum Lachen und zum Trost, daß es anderen auch so geht. 🙂

Kenneth King befasst sich mit dem Ärmelzwickel. Entweder um defekten Stoff auszutauschen oder auch um Weite zuzugeben. Insbesondere letzteres wird abgespeichert. Ich ändere ungern, aber so was rettet doch mal ein halbfertig genähtes Teil. Mal sehen, ob man das beim nächsten Mal auch „korrekt“ machen kann, nicht nur per Daumenpeil wie bei mir bisher.

Die Anleitung für eine Clutch wäre perfekt, für zum Abendkleid, scheitert aber an der Zeit. Und wenn man, wie vorgeschlagen, Reste verarbeitet muß man aus meiner Sicht schon ein extrem sicheres Auge haben, um mit einem Ergebnis rauszukommen, das nicht nach Resteverwertung aussieht. Da bin ich mir auch nicht sicher, ob ich mir das so zutrauen. Eher nicht.

Wunderbar ist natürlich der Artikel über Balenciaga. Die Bilder sowieso, aber auch ein paar Einblicke, wie etwa geschickt im Inneren plazierte Bänder, Gürtel und „Hosenträger“ Kleider faszinierend in Form halten. Innenleben von Kleidern ist eh ein spannendes Thema.

Der „Embellishment“ Artikel zeigt Schattenapplikation. Nichts Neues, aber es hat das Thema mal wieder hochgespült… wollte ich nämlich auch schon immer mal ausprobieren.

Der Rückblick auf 25 Jahre Threads kommt jetzt in die Phase, wo ich auch mit blicken kann, es kommen die Ausgaben meines eigenen Abos in Sicht. Nett, einige meiner Lieblingsbilder wieder zu sehen.

Auch die „embroidery essentials“ gefallen mir. Nicht das Modell, aber die Idee: mit punktuelle Stickerei aus zwei Lagen Chifffon eine Art Doubleface Stoff zu kreieren. Auch das kann man ohne Stickmaschine aufgreifen. Beim Blick in den Kleiderschrank der Leserinnen gefällt mir vor allem die Variante mit dem gestrickten „Korsett“. Das finde ich wirklich interessant umgesetzt. Ein anderes Modell ist technisch sicher Anspruchsvoll und aufwendig, aber der erreichte Look hat viel von Sofakissen…

Fragen an die Experten… Wie man Jeansnähten und Säumen den Used-Look verpasst (Bleiche oder Dremel), wie man mit Handstichen stabile Nähte näht (keine Ahnung, wovor die Leute immer Angst haben… Tausende von Jahren hat man von Hand genäht ohne daß Nähte aufgingen) und Bezugsquellen für Breitcord (diesmal eine belgische Adresse dabei… gleich mal gucken gehen…). Die Idee, zu lappige Spitze mit Stärke passend zu machen hat für mich wenig Anziehungskraft. Das muß man ja nach jedem Waschen wiederholen und dann vielleicht doch besser passenden Stoff kaufen.

Dann noch die nette Nähgeschichte und das historische Kleid im Blickpunkt. Bei letzterem würde mich wirklich interessieren, wie diese Ärmel wirken, wenn ein Mensch drin steckt. Auffällig auf alle Fälle…

Revue de Presse: Burdastyle August 2011

Titel BurdastyleZwar ist der Sommer immer noch nicht eingetroffen, aber die Zeichen bei Burda stehen schon wieder auf Herbst. (Sachlich verständlich, vom Gefühl her aber… ich bin in Bayern aufgewachsen und da war der August der Ferienmonat. Daß die Zeichen schon wieder auf Herbst stehen, wo der Sommer noch nicht mal richtig angefangen hat, das passt für mich vom Gefühl her immer noch nicht.) Das zarte blaugrau des Titels paßt aber zum Sommerwetter. Zumindest der kühle Ton der Farben…

Das Editorial passt dann wieder zur Reisezeit und zeigt uns, in welchen Ländern es eigene Burda zu kaufen gibt. Daß es eine eigene Ausgabe in Ägypen gibt war mir dann doch neu.

Dann aber geht es mit den „kreativ-trends“ los. Korallen aus Fimo basteln… äh.. ja. Hatten wir das nicht letztes Jahr schon mal? Oder habe ich das in einer anderen Zeitschrift gesehen? Nähte nach außen zu wenden fand ich in den 90ern (ich glaube es war in den 90ern als das schon mal Trend war, oder?) schon doof, Daran hat sich nichts geändert. Und das Basteln mit Federn zeigt mit den Vergleichsphotos vom Laufsteg nur allzu deutlich, daß die genaue Wahl des Farbtones dann eben doch den Unterschied zwischen „Trend“ und „Kindergarten“ machen kann.

Der „Resteverwerter“ geht davon aus, daß wir noch größere Mengen Häkelgarn in vielen Farben haben… es gibt nämlich Blüten. Allerdings wirklich viele unterschiedliche und alle detailreich. Wer daran seinen Spaß hat macht mit dem Heft auf alle Fälle ein gutes Geschäft, denn um so viele verschieden Blüten zu bekommen muß man sonst eher ein ganzes Buch kaufen. Oder wenigstens ein spezielles Sonderheft. Und so einzeln als Brosche…?

Cape BurdastyleDie erste Modestrecke widmet sich dem Stil der 50er. Es geht auch gleich wieder mit einem als „leicht“ gekennzeichneten Schnitt los, aber dieses Cape gefällt mir sogar recht gut. Es ist ein einfacher Schnitt, aber die Ausschnittlösung ist etwas raffinierter, als einfach grade rum ohne viel schwieriger zu sein.

Kleid 126 hingegen sieht vom Schnitt her nach Sofa oder Kindergarten aus… langweilig.

Kleid BurdastyleAuch Kleid 119 gefällt mir von der Schnittführung her gut. Es paßt dem Model zwar nicht besonders (fehlende FBA läßt grüßen…) aber das Kleid selber. Nur ist mir immer noch nicht klar, warum ich im Herbst kurzärmelige Kleider tragen soll? Da wird einem doch kalt an den Armen…

Der Kragen an Kleid 125 in Langgröße hingegen… sieht eher so aus, als hätte sie sich einen Pulli um den Hals geknotet. Dafür ist die simple, grade Jacke 120A in Kurzgröße wieder nett. Bei Jacke 128 weiß ich nicht recht, was ich davon halten soll. Auf dem Photo sieht sie eher schmal aus, auf der Schemazeichnung kastig. Aber der Stoff ist toll. Tüllspitze über Hahnentritt. Okay, ich hätte vielleicht lieber Spitze über Tweed oder so was… müßte man aber aus zwei Stoffen auch probemlos selber machen können, oder?

Kleid BurdastyleLange Ärmel dann endlich an Kleid 123. Ich glaube, das gefällt mir auch sehr gut. Es wäre nur schön, wenn man die Rückseite mal sehen könnte…

Der weite Mantel in Langgröße sieht ja aus meiner Sicht vor allem ohne Gürtel gut aus. Aber ist das nicht eher ein Swinger, als ein Trench?

Die Beauty-Seite… *gähn* auch wenn ich Rosen mag, das Bild ist nicht spannend genug, um es nicht zu überblättern.

Die Beauty Seite soll wohl die folgende Modestrecke einleiten? Jedenfalls wird es sehr rosa. Naja, eher rosé, pudriges rosé. Die Schnitte… hm. Eine „leicht“ gekennzeichnete formlose Jacke und ein Kleid, bei dem ich nicht recht weiß, ob es form haben soll (dafür hat es zu wenig) oder lässig sein (dafür schon wieder zu viel). Unentschieden und langweilig. Entweder hat das Model eine hohe Taille oder dieser Look ist wieder in. Aber irgendwie wirken die Beine nicht lang, sondern unproportioniert lang, die Higheels machen es nicht besser. Ach so, die Klamotten… hm… die Säume drücken durch. Dann noch mal die Schlabberjacke und etwas, was auf den ersten Blick nach einem schlichten Mantel aussieht. Dann aber eine Weste ist. Dennoch aussieht wie ein Mantel, bei dem jemand keine Lust hatte, die Ärmel einzunähen. Schade um das Leder.

Danach kommen dann noch passende „kreativ-accessoires“. Die Shoppertasche ist nett. Nicht daß ich dafür einen Schnitt bräuchte, aber bis auf den fehlenden Verschluss ein hübsche Tasche.

„Mix & Match“ soll Military mit Romantik vereinen und sowohl von jugendlichen als auch von reifen Frauen getragen werden können. Nun denn… Rock 108 ist ein balloniger Minirock mit Military Taschen aufgesetzt. Prädikat lächerlich? Das Kleid mit dem Wasserfall Ausschnitt sieht eher schlampig rumhängend als als absichtlich lässig. Und die Saumnaht kräuselt und der Saum drückt durch… Dann noch mal zwei Jacken im Militärstil. Oliver Parka am „reifen“ Model birgt die Gefahr, daß es aussieht, als hätte man seine Protestklamotten aus den 80ern wieder rausgezogen. Kleid 105 mit den Volants hat einen gewissen Reiz, aber hinten ist es…. leer. Vorne überladen, hinten keine Lust mehr gehabt? Hose 115 mit Saumrüsche. So was fand sich bei Boney M als Kostüm, oder? Wobei ich feststelle, daß ich zwar weder die mehrfach gezeigte Schlabberjacke noch das Volantkleid an sich mag, aber in der Kombi hat es was. Nicht die Teile, aber das Feeling des Stylings. Sollte ich mal drüber nachdenken…. Noch mal die Jacke, ein Hemd… und das Cape mit den Blasebalgtaschen… geht gar nicht. Militäroliv ist einfach eine gefährlich Farbe. Meist sieht es doof aus….

Daß ich jetzt die Accessoires Seite zu dem Thema ungefähr so doof finde wie das vorangegangene ist vermutlich nicht so überraschend… Na gut, die Ballerinen mit der Schleife sind süß, aber nicht in Rosa. Und die Sachertorte… aber die würde ich eh lieber essen als angucken. 🙂

Der „ein Teil, vier Looks“ Teil heißt jetzt „Stilgefühl“ und stellt den Lieblingsschnitt von Frau Bily (sagt zumindest der Text) in verschiedenen Looks vor. Das wäre diesen Monat die unsägliche Lederweste (die aussieht, als wäre sie gerne ein Mantel, hätte es aber nicht geschafft…). Und die wird durchs umstylen nicht besser. Die Variante mit dem langen, weiten Kleid ist besonders grauenhaft, da wäre es dann auch egal ob man Cowbyostiefel oder rosa Converse dazu tragen würde. Das „Hamburg“ Outfit mit schwarzer Hose und weißer Bluse geht noch am ehesten. Sieht aber trotzdem so aus, als hätte jemand die Ärmel vergessen…

Jacke Burdastyle„Very British“ soll die nächste Modestrecke sein und geht immerhin schon mal mit einem Highlight los, Jacke 120B. Sehr schlicht, aber mit einer Rüsche aus gerissenem Chiffon die dem Modell dann wieder was besonderes verleiht. Der Schnitt ist in Kurzgröße, aber die Idee kann man ja mit jedem schlichten Jackenschnitt umsetzen.

Die nächste Seite hält dann leider nicht, was der Einstieg verhieß… Das Volantkleid kommt hier aus gemustertem Stoff daher, so daß man weder die Volants erkennt, noch den Stoff. Sieht einfach nur chaotisch und mehr gewollt als gekonnt aus. Auch das Styling aus der Oversized Weste und dem kurzen Rock kann mich jetzt nicht begeistern. Wobei der Rock auf den zweiten Blick eigentlich recht schmuck ist… vielleicht etwas länger, aber so generell… Dann sollen wohl Bermudas auch im Winter in bleiben, aus Cord, mit Strumpfhose und.. äh… Gummistiefeln? Nun gut. Die Uniformjacke 101 sieht auf der Schnittzeichnunge auch gar nicht so übel aus. Und aus dem Trench in Langgröße wird noch mal ein Kurztrench. So wie das Model auf dem Bild dasteht, sieht er auch weniger nach Swingermantel aus. Oder es sind die Wäscheklammern im Rücken… Die formlose „leicht“Jacke wird auch aus schönem Strickstoff (mit Zöpfen) nicht besser. Dabei wäre der Stoff doch recht schön… Und dann noch mal das Hemd, diesmal mit Jersey an den Ärmeln statt Manschetten. Erleichtert zumindest das Nähen und das Bügeln…

Dann wird wohl wieder ein Bastelvorschlag eingestreut… eine Etagere aus alten Tellern und Tassen zusammenkleben ist inzwischen doch ein alter Hut.

Eher „männlich“ aufgemacht eine Seite mir Bürsten und Kämmen. Nun ja… paßte farblich zum Thema?

Dann die Nähschule für Einsteiger, diesmal mit dem Wickelrock. Wenn man sich wirklich einen guten Wollstoff dafür gönnt, dann ist das tatsählich mal anfängertauglich.

Ausfürlich widmet sich der nächste Beitrag der Designerin hinter Antik Batik. Das Label kenne ich aus Paris. Wobei der Reiz der meisten Sachen aus meiner Sicht schon in den Stoffen liegt. Aber der Designerschnitt dazu ist auf den zweiten Blick zumindest detailreich. (Gefallen? … Weiß ich nicht recht.) Verschwindet natürlich wieder hinter den aufwendig gestalteten Stoffen…

Weniger spannend der neue „Designwettbewerb“. Entwerfen sie ihr Lieblingskleid… *blabla* Aufgabenstellung wie im Kindergarten, oder? Male dein Lieblingstier. Nun ja, zu gewinnen gibt es eine Pfaff Nähmaschine. Wenn ich polemisch wäre, würde ich sagen, passt zum Niveau… 😉

Ah, die Plus Modelle. Fürs Büro werden sie versprochen. Äh… in der rosa Hose und mit kurzem Blüschen? (Oder trägt sie es nur so blöd?) Na da strahle ich aber Kompetenze aus… Tunika 139 hingegen hat durchaus einen gewissen Reiz. Definitiv ein Kandidat für meine Nachthemdensammlung… Der schmale Lederrock ist so weit bürotauglich, dafür natürlich nicht so spannend. Und auf einen sichtbar eingenähten Reißverschluss auf meinem Hintern kann ich aus verschiedenen Gründen gut verzichten… Und dan noch eine rumschlabberige Weste und eine Jacke, die auf der technischen Zeichnung durchaus Struktur zu haben scheint, auf dem Photo dann aber den Charme einer übergeworfenen Decke entwickelt. *schauder* Ich glaube diese Plus Strecke ist die gruseligste die ich seit langem in der Burda gesehen habe….

Die Surftips überblättere ich wieder zügig, Webshops finde ich in der Regel auch alleine ohne große Probleme….

Ein Modethema das um diese Jahreszeit auch unweigerlich wieder kommt ist Mode für die Einschulung. Gr. 110-134 und es gibt Rock und Hose, also auch für Jungs. Diesmal ist es eine Art lässiger Schuluniformstil, den ich durchaus niedlich finde, zu dem ich mir aber kein Kind vorstellen kann, das so rumläuft. Also nicht hier, wo wir keine Schuluniformen haben. Wobei zumindest Hose und Rock problemlos zu verwenden sind und wenn man am Shirt das Abzeichen weg läßt, dann wird es tragbar.

Die „kreative Welt“ stellt vor allem Dinge vor, die man kaufen kann. Wobei ich Kleidung aus Kork interessant finde…

Deko… Vögelchen. Aus Tapetenrest geschnitten, aus Stoffresten genäht… gestickt… nein, so was von nicht mein Geschnmack. Einzig die gehäkelten „Nester“ haben einen gewissen Reiz, denn die dienen der Aufbewahrung. Und wenn man da ein geeignetes Material nimmt…

Genauso wenig begeistert mich die mit dem Buchtip verknüpfte Patchworkdecke. Das aus großen Teilen zusammengesetzte Fuchsgesicht wirkt auf mich nicht clver und unkonventionell sondern lustlos und grob zusammengehauen. So nach „Ich muß jetzt was machen, was schnell und einfach zu machen ist, egal ob es gut aussieht oder nicht.“

„Leichter Basteln“ schlägt uns vor, alte Kartons zur Aufbewahrung zu nutzen und zur Kennzeichnung was drin ist, Beispiele außen aufzukleben. Ein sehr, sehr, sehr alter Hut…

Der Streetstyle zeigt kurze Shorts. Da müssen sie sich in dem Sommer aber beeilt haben, um welche in freier Wildbahn abzulichten Oder die Bilder sind vom letzten Jahr… *g*

„Wie geht eigentlich…“ einen Knopf annähen verrät die Bildergeschichte. Nette Graphik im Grobmotorikerstil, aber die für einen Anfänger wichtigen Sachen werden wie immer nicht verraten. Mit zwei Knoten anfangen, die genau aufeinanderliegen. (Habe ich Jahre gebraucht, bis ich dahintergekommen bin, wie man das zuverlässig hinbekommt.) Dann wird beschrieben, wie man den Knopf festnäht um danach zu verraten, daß man das aber nicht zu fest machen sollte. Wozu sind denn Schritt für Schritt Anleitungen da, wenn man sie nicht genauso abarbeiten kann? Und wenn man sich beim Vernähen des Fadens nach dem Bild richtet, dann wird man den Faden um die Stoffkante herumlegen… so sieht es zumindest aus. Alternativ könnte man die Zeichnung auch so interpretieren, daß man irgendwo neben dem Knopf durchsticht. Auch nicht so sinnvoll….

Dafür wirkt der Atelierbesuch diesmal so, als sei eventuell tatsächlich jemand vor Ort gewesen. Mein Geschmack ist es nicht, aber doch interessant anzusehen.

Bunt ist dann auch der Stoff des Monats. Und heftig teuer…

Ich fürchte… Burda hat mal wieder eine Wendung vollführt, die mir nicht so zusagt… aber es bleibt, auf den September zu hoffen.

Revue de Presse: Burdastyle Juli 2011

Titel BurdastyleAuch im Juli präsentiert sich die Burda-Ausgabe sehr strandlike sommerlich. Das Titelmodell sieht sehr nach etwas aus, was keinen wirklichen Schnitt braucht. Ich hoffe mal, das ist nicht wieder ein Heft mit langweiligen Einfachschnitten. Gelegentlich ist das ja okay, aber sonst gibt es dafür doch die Burda Easy, oder?

Das Editorial enthält keine weisen Worte, sondern preist nur die aktuelle Leserreise an. Okay, Sündfrankreich ist per se anziehend… aber dann kann man sich die Worte auch sparen, denn das kommt doch weiter hinten im Heft auch noch mal, oder?

Aber jetzt erst mal die basteligen Kreativtrends. Bast. Als Pompon, als Stickerei oder umwickelt. So was haben wir als Kinder doch mal gemacht… Die Schmetterlinge auf Organza sind nicht neu, aber sie gefallen mir wenigstens. Und weiße Streifen auf einem schwarz-weiß gestreiften Kleid mit dem Pinsel bunt malen… das…. ist… jetzt… aber….. nicht euer Ernst??? (Okay, ich ziehe die Frage zurück…)

Die „Warenkunde“ befasst sich diesmal mit Strickgarnen, mit Sommergarnen um genau zu sein. (Da Burda immer klar am Trendbarometer entlang segelt können wir das also als Bestätigung für den gefühlten Stricktrend sehen.) Mit echter Warenkunde hat es dafür um so weniger zu tun, denn es werden ohne jegliche Systematik einige Garne vorgestellt, wobei mal das Material mal die Herstellungsart im Vordergrund stehen. Wir wissen ja alle, daß man mehr oder weniger alle Materialien auf verschiedene Weisen spinnen kann… Mais und Milchgarne kennt der Maschenkunst Kunde natürlich auch schon länger. Das Seide-Edelstahl Garn hingegen kenne ich bislang nur aus dem Internet. Mit dem liebäugel ich nämlich auch schon länger…

Jetzt aber die erste Modestrecke, die „Lust auf Meer“ machen soll und wohl eher die Nixe mit Glitzer Faible anspricht. Und gleich an der ersten Fledermausjacke klebt schon wieder das „leicht“ Symbol. Was den Schnitt betrifft sicher, aber Paillettentüll als anfängertauglich zu deklarieren zeugt nicht gerade von ausgeprägtem Realitätssinn. Offensichtlich geht es formlos weiter: Ein Sack als Overall, ein anderer als Top…. Dafür ist bei der Jerseyhose der Schritt wieder halbwegs dahin gerutscht, wo er bei einer Hose sein sollte. Dafür weiß man jetzt wieder nicht, ob es noch eine Sarouelhose ist oder schon eine „gewöhnliche“ Jerseyhose. Niedlich ist dann der Tulpenrock in Kurzgröße. Und das Netzshirt gibt wieder vollen 80er Alarm. Auch das übrigens „leicht“, weil nichts ist einfacher als sehr groben Netzstoff zu vernähen und mit Schrägband einzufassen… Mit Top 105 kommt dann doch noch ein bißchen Schnitt ins Heft. Auch wenn man den ober das ganze Vorderteil fallenden Wasserfall auf dem Photo wieder nicht erkennt. Gut gefällt mir auch das Kleid 103B aus Wirktüll. Ganz schlicht. Und auch hier kann man wieder drüber streiten, ob die Materialwahl das Modell nicht von „leicht“ auf mindestens zwei Stufen höher katapultiert. Ah ja, dann noch das Titelmodell. Eher ein Cape statt einem Kleid, aber auch hier… Paillettentüll mit Wirktüll verstürzt… das ist wirkliche eine der leichtesten Übungen des Nählebens….

Passend die Schminkwerbung in Blau und Türkis. *blätter*

Kleid BurdastyleUm so mitreißender der Bericht über Ece Ege und ihre Label Dice Kayek. (Ich würde wirklich gerne mal nach Istanbul fahren, da scheint designmäßig wirklich einiges los zu sein!) Ich mag solche architekturale Kleidung, vor allem für „Anlasskleidung“. In meiner Größe dann eher nicht mehr, aber generell… auffällig ohne vulgär zu sein, perfekte Kombination. (Und erinnert ein wenig an japanisches Origami und die Pattern Magic Bücher.)

Als „Resteverwerter“ gibt es so ein sabberlatzartiges Ding, was wohl Halsschmuck sein soll. Durch amerikanische Blogs geistern solche Sachen schon etwas länger, aber da könnte ich gut drauf verzichten.

Das nächste Modethema ist dann wieder ein Klassiker, nämlich „einfach schwarz“. Kann man nichts mit falsch machen (außer wenn man älter als 23 ist und einem schwarz nicht gut steht), ist aber auch nicht mehr wirklich aufregend. Mal sehen, ob bei den Schnitten einer dabei ist… Na gut, Kleid 110 in Kurzgröße ist nicht schlecht. Bluse 121 erkennt man auf der technischen Zeichnung kaum wieder, auf der ist nämlich nicht zu erkennen, daß das Teil bis kurz über dem Nabel verschlusslos ist… Dann ein Blazer, ein Etuikleid… halt, der Blazer hat eine Besonderheit, Jersey und Batist werden als eine Stofflage verarbeitet. Das kann einen interessanten Effekt geben, aber Strukturen sind meist auf Photos nicht so gut zu erkennen. Nur eine nicht gut passende Armkugel. Fazit: schwarz halt.

Dann Sommerkosmetik. Sonnenmilch? Ach nein, Produkte, die Frische versprechen. Was auch immer das bedeuten soll, aber wohl mal ein neues Kosmetikthema. Ach nein, doch nicht. Nur das übliche, anders verpackt.

Die anschließende Modestrecke steht unter dem Motto „Zeit für Gefühle“ und soll nostalgisch sein. Zugegeben, der Kurzkimono aus Spitze sieht recht attraktiv aus. Kleid 126 in Kurzgröße hingegen wie eine fehgepackter Bonbon. Ein als „leicht“ markiertes Modell, daß Jersey und Kreppsatin kombiniert. Also wirklich einfach zu nähen. Auf der nächstenSeite kann man sich dann aussuchen, o sich das „leicht“ auf die Marlenehose in Langgröße bezieht (kommt auch in regelmäßigen Abständen wieder, oder?) oder auf das mit Rüschen übersähte Shirt. Das überlegte Rüschendesign ist zu bewundern, man muß sich sicher viel Mühe geben, um die Anmutung eines Babylätzchens aus dem 18 Jahrhundert hinzubekommen. Warum man das als erwachsene Frau haben wollen sollte erschließt sich mir jedoch gerade nicht.

Bluse BurdastyleOb Bluse 113B mit den unversäuberten Kanten aus Chiffon lange gut aussieht wage ich zu bezweifeln, aber die Designidee, die Kombination von Satin und Chiffon und die sehr lässige Schleife auf der Schulter gefällt mir gut.

Bei Kleid 130 sieht die technische Zeichnung noch ganz nett aus, aber aus grüner Spitze genäht wirkt es selbst am Model einfach nur alt. Nicht romatisch oder vintage, einfach nur… alt. Ich will aber nicht ausschließen, daß es am Stoff liegt.  Dann ein Hosenanzug mit Marlenehose und doppelreihiger Jacke. Tausenmal gesehen, aber vielleicht noch nicht in Langgröße. Sondergrößen müssen ja generell dankbar sein für das was sie finden. Dazwischen schiebt sich dann ein Kropfband aus Spitze als „kreativ accessoire“ *gähn*. Und Kleid 123 sieh auf der Zeichnung noch ganz gut aus, genäht hingegen… hautfarben und transparent hat ein wenig den Nachteil, daß man die Spitze dann ar nicht mehr sieht und was dann von Design übrig bleibt ist fad. Dann gibt es noch eine Spitzenclutch zum Basteln und ein Sackkleid aus Leinen. Komplett formlos. Danke.

Die „kreativ accessoires“ ziehen sich dann noch etwas weiter. War wohl noch Spitze da. Mit Perlen als Haarband, als Träger… ganz nett vielleicht noch die Idee der „zerknitterten“ Spitze. (Erst in Zuckerwasser legen und dann mit Klarlack übersprühen.)

Das „Best of Styling“ befasst sich diesen Monat mit dem Spitzenkimono. Okay, ich gebe zu, der paßt sich wirklich vielen Stilen an. Warum das jetzt krampfhaft mit verschiedenen Städten überschrieben wird, die der Stil angeblich wiedergeben soll? Naja… anders kann die Redaktion wohl nicht.

„The Tourist“ ist das Thema der nächsten Modestrecke. Irgendwie fürchte ich, das werden noch mehr langweilige Säcke bei den Schnitten… (Ich weiß, daß man auf Reisen praktische Sachen haben will, aber sie können doch trotzdem nett sein, oder?) Die Shirts… oh ja… viel Sack. Die Hose 102A mit dem hohen Jerseybund ist vielleicht nich mal so schlecht, wenn man die Figur dafür hat. Aber wirklcih aufregend… nein. Minikleid, Wickelshirt, Rock… gut, die sind wenigstens figurbetont. mein Begeisterungsfaktor hält sich dennoch in Grenzen. Ah, man darf wenigstens einen Blazer mitnehmen auf die Reise. Das ist in der Tat ein guter Tip, denn damit sieht man auch zu simplen Sachen gleich „angezogener“ aus, wenn man mal nett essen gehen will oder so. Kleid 118 ist fleißig drapiert, sieht aber leider nicht aus. Shirt, Mini-Overall… ne, da kann mich grade ausgesprochen nichts begeistern.

Die Accessoires dazu auch nicht, keine Überraschung.

In der „Nähschule“ wird dann die Hose mit dem Jerseybund erklärt, inklusive der Hüftpassentaschen. Batist mit Bündchenware und viele Zeichnungen, damit kann man tatsächlich mal was anfangen, als weniger erfahrene(r) Näher(in).

Die Buchwerbung ist diesmal für Nähen mit Caht Kidston. Äh… ich meine das.. äh… naja, Patchwork ist es nicht, Home-Dec auch nicht… also.. äh.. das Scheißerl-Projekt des Monats? (Für alle nicht Bayern und Franken: Ein „Scheißerl“ ist nicht unbedingt negativ, es ist nur was, was man nicht unbedingt braucht und sonst nicht weiter spezifiziert.) Also in dem Fall ist es eine Einkaufstasche, die man auf doppelte Länge aufklappen kann. Das ist nicht mal völlig nutzlos und das Buch aus dem die Anleitung ist habe ich glaube ich auch schon mal verschenkt. Es ist also nicht schlecht, wenn man eben diesen Stil mag und für „Kram“ Anleitungen braucht. (Und die Idee, einzelne Anleitungen aus Bücher abzudrucken ist bei Lichte betrachtet auch nicht schlecht, denn das hilft sicher bei der Kaufentscheidung für oder gegen ein Buch.)

Dann aber zur Kinderkleidung, diesmal sind nur Mädchen vertreten und diese dürfen sich in niedlicher Kleidung als Prinzessin fühlen (Gr. 92 – 134). Der Trend zu nostalgischer Anmutung scheint zu bleiben. Andererseits… feine Blümchenstoffe und etwas Spitze, dazu weite, kindgerechte Schnitte… was soll auch anderes dabei rauskommen?

Zur Party passen dann auch die „kreativ-accessoires“, nämlich Leckereien (von Macaron bis Cupcake) ohne Kalorien. Aus Filz, aus Fimo oder aufgemalt… also die Kerzenständerkuchen für die Kinderparty sind ja noch niedliche, aber bevor ich Cupcakes häkle würde ich sie doch lieber backen… und etwas weniger rosa…

Die Webshopverweise werden wieder überblättert…

Schultüten basteln. Gut gar nicht mein Thema, aber wer’s braucht… Wobei die Anleitung so reduziert ist, daß man einiges an Bastelerfahrung braucht (wie man das Ding etwa stabil zusammenklebt wird nicht verraten) und wer die Erfahrung hat, der braucht das bißchen an Anleitung wohl auch nicht mehr… Bleiben die Designideen und zwei gefüllte Seiten…

Dann dürfen wir für Kinder nähen… oder so. Oder eine Nähmaschine gewinnen. Oder so. Oder für die Bambi Stiftung (die auch irgendwie zum Burda Konzern gehört oder so) Werbung machen. Oder so.

Bei der „Leserreise“ kann man sich noch weniger entscheiden, denn da steht gleichzeitig „Anzeige“ drüber. Ich vermute also, daß Burda nicht selber der Veranstalter ist, aber seinen Namen dafür hergibt. (Oder sich dafür zahlen lässt… wer weiß das schon so genau?) Reizen würde mich das allerdings schon, zumal die Gegend dort sehr nett ist. 🙂

Kleid BurdastyleAh, endlich die Plusmode. Auf den ersten Blick gleich mehrere positive Überraschungen nach diesem Heft:

Keine formlosen Säcke, sondern Teilungsnähte und Abnäher.

Das Model ist als „plus“ zu identifizieren.

Und Kleid 134 gefällt mir sehr gut. (Da ich schon Stoff für mein benötigtes Hochzeitsgastkleid im August gekauft habe werde ich meine Pläne nicht mehr ändern, aber das wäre auch ein Kandidat gewesen.) Die Anleitung sieht jedoch keinerlei Stäbchen oder Rigilene vor. Bei nur einem Träger sollte man da vielleicht noch mal drüber reflektieren…

Auch Kleid 135 gefällt mir, wobei ich, wenn ich technische Zeichnung und Photo vergleiche, nicht so ganz sicher bin, ob das wirklich wie auf dem Photo aussieht, sobald man sich bewegt. (Und wie fast immer wenn Satin und Co verwendet werden frage ich mich, ob Burda die eigenen Workshops zum Thema „Nahtkräusel“ und „durchdrückende Nahtzugaben“ berücksichtigt. Wobei… diesmal muß man schon genau hingucken, das war schon mal deutlich schlimmer. Etwas lässiger ist dann das Kimonokleid 136. Beim Neckholder 133 erkennt man die technische Zeichnung dann auf dem Photo kaum wieder. Wo sind denn die Drapierungen geblieben? Klamotten zu klein fürs Model oder falsch ausgeleuchtet? Kleid 132 wirbt mit einer Formbüste. Nur sieht die so aus, als würde sie dem Model nicht passen. Dann ist es auch nicht schön. (Ja liebe Burda-Macher, es gibt Körbchengrößen jenseits von B…). Aber so ein Kleid muß man eh sehr genau anpassen, von daher kann man diesen Schnitt auch als Ausgangspunkt nehmen. (Und bitte… geht doch ohne Nahtkräusel und durchdrückende Zugaben! Sieht auch gleich viel besser aus!)

Kleid BurdastyleSehr gut gefällt mir auch die 138 mit den Taillenfältchen. Aus Baumwolle wäre das doch auch ein schönes Sommerkleid.  Fazit: An der Plus-Strecke kann ich diesmal nicht viel motzen. Schöne Schnitte, unterschiedliche Formen, so daß auch für jede Figur was dabei ist und ein Model das der Realität doch schon deutlich näher kommt als was ich so gewohnt bin. Und mindestens zwei von den Kleidern würde ich jederzeit nähen, wenn ich die Zeit hätte. Also weiter so!

Die „news“ aus der Kreativen Welt… also die Sache mit dem 3D Shibori gefällt mir, aber kann es sein, daß diese Seite auch immer mehr eine Verkaufsveranstaltung wird?

Was bringt die Home-Deko? Aha, blau weiß. Auch so ein Sommerklassiker. Auch sonst, nichts Neues und nichts was ich haben müßte…

Der Atelierbesuch beschränkt sich diesmal auf Frankreich und befasst sich mit Pappmachee. Wobei die Werke schon irgendwie witzig sind, ich aber letztlich nicht wüßte, was ich damit machen sollte…

Und dann sind wir auch schon wieder durch. Der gebatikte Damast als Stoff des Monats ist auch noch mal reizvoll.

Aber so als Fazit: Selten ein so langweiliges Heft gesehen. Nur die Plus-Mode entschädigt ein wenig für den Rest.

Revue de Presse: Knipmode juni 2011

Titel KnipAuch das Juniheft der Knip erreichte mich im Austauschweg direkt aus den Niederlanden. Und zudem taufrisch. Der Monat scheint dem Kleid gewidmet zu sein. Aus meiner Sicht ein schönes Thema. 🙂

Und mit einer beinahe genialen Idee geht es auch los.

Kleider nach dem Baukastenprinzip… (Das ganze hat mich so neugierig gemacht, daß ich tatsächlich nachgeschlagen habe, was „keuze“ heißt. „Auswahl bedeutet es. Also sozusagen ein Wahlmenü.)

Kleiderbaukasten Knipmode

Das Rezept?

Vier Oberteile, sechs Röcke, drei Ärmel (plus die ärmellose Variante) und das ganze verbunden mit fünf Taillenbändern.

Ganz klar ist da das eigene Vorstellungsvermögen gefragt. Auf den nächsten Seiten werden zwar einige Varianten gezeigt, uni und gemustert, gleicher Stoff und unterschiedliche Stoffe,… aber die Varianten sind wirklich beinahe endlos. Mehr als 100 hat die Redaktion ausgerechnet (glaube ich jetzt mal) und fünf davon werden genäht gezeigt. Und noch etliche als technische Zeichnung. So viel kann man sich für einen Sommer gar nicht nähen….

Dann gibt es eine Anleitung, wie man einen Halsbesatz annäht. Hm.. Oder vielleicht eher mit Futter verstürzt? Eher Futter… wenn ich die Pfeile als Wenderichtung interpretiere. Spricht für die Bilder, wenn ich sie ohne Text verstehe. 🙂

Dann kommt „weiß“ als Modethema. Der Sommerdauerbrenner. Ein Schnitt aus dem „Kleidmenü“ und noch diverses andere dazu. Jäckchen 17 ist auch nett…

Kleid KnipmodeMit Kleidern geht es weiter. Diesmal wieder von Leserinnen getragen. Und ein bißchen Crossmarketing für die Knippie ist auch dabei, denn hier sind die Kleider im Mutter – Tochter Partnerlook.

Besonders gut gefällt mir hier das Modell 9 mit dem Schultereinsatz der wie ein Shrug aussieht und Nummer 7 mit den betonten Teilungsnähten. Wobei der Verlauf der Teilungslinien auf dem Photo deutlich anders aussieht als auf der technischen Zeichnung….

Weiter geht es  dann mit Jerseykleidern (oder Tuniken, je nach Ansicht), die für mich was japanisches haben. Falten, Drapierungen… irgendwie muß ich an Origami denken, obwohl die Drapierungen eher weich fallen und gar nicht fest gefaltet sind. Hm… Gehirn macht seltsame Sachen…

Tunika KnipmodeDa ist mein Favorit auf alle Fälle Modell 3. Das könnte ich mir auch für mich vorstellen. Wobei auch da auffällt, daß der Eindruck der technischen Zeichnung ein ganz anderer ist, als der des Photos. Das könnte wieder so ein Modell sein, wo der Stoff über das Ergebnis entscheidet. Würde mich sehr reizen, das mal aus verschiedenen Stoffen zu nähen. (Wir wissen alle, daß das aus Zeitgründen nicht stattfinden wird. Aber interessant wäre es schon.)

Danach wird offensichtlich wieder ein Nähzimmer vorgestellt. Zu viel Text für mich…

Auch danach geht es mit Kleidern weiter. Thema? Hm… ah, für verschieden Figurtypen. Da sind dann auch ein Plus Modell dabei, für die Sanduhrfigur. Die Modellwahl ist nicht überraschen, das gleiche wie in deutschen oder amerikanischen Ratgebern auch.

Die perfekte und dünne Figur braucht man dann wieder für das schnittlose Modell. Das man, wenn ich das richtig verstehe, aber nie genäht sieht, sondern das einem Modell von Diane von Fürstenberg nachempfunden ist. (Von dem man auch das Photo aus einer Laufstegshow sieht…)

Die Plus-Modelle sind alle aus Jersey und mit viel Drapierungen. Und an einem echten „plus“ Model. Die meisten Sachen sind allerdings nicht so für die breiten Hüften, nur das Kleid 19 mit dem Oberteil in Wickeloptik könnte ich mir vorstellen.

Dann gibt es noch „4-in-1“, ein Kleidschnitt, vier Stile. Nett, aber nichts überraschendes dabei. Aber der Schnitt sieht einfach aus und es ist eine „ausgehfeine“ Variante dabei. Anfänger sollten sich also nicht von einfachen Schnitten abschrecken lassen, der Stoff macht viel aus. 😉

Das war’s dann schon wieder. Viele schöne Kleider, vielleicht schaffe ich es mal, eines umzusetzen…

Ein Haufen in Orange

A heap of orange

Manchmal kann ich dann auch langweilige Massenware…. aber in der Unterwäscheschublade sieht es immer noch ganz traurig aus.

Orange

Sometimes I have to do boring mass production. But my underwear drawer is still in a sad state.

Für die Statistik: Ein „Bum and Leg Former“nach dem Schnitt von Marinique Langere, den BH nach dem Schnitt Sophie von Ela und die Panties nach einem Schnitt, den eine Freundin mal von einem passenden Exemplar abgenommen hat und den ich mir dann angepasst habe. Stoff, Spitze und Gummis alle von meiner bewährten Lieferantin Ela. Der orange Faden ist ein ganz feiner AlterfilS 150, in dunkelrot hatte ich noch Reste von Gütermann, die ich verwursten konnte.

For the statistics: A „Bum and Leg Firmer“ von Marinique Langere, the bra is the Pattern Sophie from Ela and the pattern for the panties a friend of mine made out of a well fitting undie and I adapted it to me. Fabric, Lace, elastic… are all from my reliable source Ela. The orange sewing thread is the fine AlterfilS 150 and in burgundy I had some Gütermann thread left.

Alles bewährte Schnitte (was man auch daran erkennt, daß keiner der Schnitte noch auf dem Markt ist), keine Änderungen. Also fast keine. An dem BH Schnitt habe ich noch mal am Unterkörbhen gebastelt und jetzt passen die Bügel ohne Kürzen rein. Das ist prima, denn das Kürzen ist zum einen aufwendig, zum anderen stoßen die egal wie versiegelten Metallenden dann doch gerne wieder durch. Aber das ist Vergangenheit. 🙂

Und damit es nicht ganz so langweilig wird, habe ich die Slips alle etwas unterschiedlich gearbeitet. Aber da muß man schon genau hingucken.

TNT pattern (so they are all OOP now…), no alterations. Or nearly no alterations. I made some minor changes to the lower cup of the bra and now the wires fit without shortening them. Which is great, because cutting the underwire is no real fun and no matter how I try to seal the ends, sooner or later they will come through. But that is past now. 🙂

Since I did not want to die of boredom I worked all panties a bit different. But to see that you have to take a close look.

Revue de Presse: Meine Nähmode 2/2011

Meine NähmodeNach dem Motto „so billig bekomme ich sonst keine Simplicity-Sammlung“ mußte ich natürlich auch bei der frisch erschienenen Sommerausgabe von „Meine Nähmode“ zuschlagen. Das Heft wird jetzt wohl vom oz-Verlag herausgegeben und soll künftig 4 Mal im Jahr erscheinen. Klingt vielversprechend.

Sommerhefte haben ja häufig eher einfache Sachen, was mir dann oft zu langweilig ist. zum Glück geht aber dieses Heft elegant los.

Kleid Meine NähmodeEinem Kleid mit Mantel kann ich einfach schlecht widerstehen. In meinen Augen gibt es kaum etwas, was die Idee von schlichter Eleganz besser verkörpert. Gut an jede Figur anzupassen und je nach Farbe und Material an Modeströmungen und Jahreszeiten anzugleichen. Der Wehmutstropfen ist, das der Schnitt bei Gr. 44 aufhört. Da reicht auch eine FBA nicht mehr…

Die Jacken und Shirtvariante zur Hose (die vermutlich mal einen „Wardrobe“ Schnitt bildeten“ finde ich hingegen weniger spannend. und das Shirt irgendwie… unproportioniert. Zur kurz oder zu lang. (Das geht mir bei amerikanischen Schnitten aber öfter so, der Geschmack scheint etwas anders zu sein.)

Ein schwingendes Kleid in verschiedenen Längen… auch nett, aber viel zu klein. Das Top vom Titel kommt auch in einer langärmeligen Variante (für Sonnenbrandfänger wie mich auch im Sommer besser geeignet), fragt sich nur, ob Gr. 44/46 eher eine 44 oder eine 46 ist?

Tuniken für große Größen…. bis Gr. 52/54, aber vom Schnitt nicht aufregend und eine Horde genähter Jojos auf der Brust… muß nicht sein. (Ohne die Deko dürfte der Schnitt aber anfängertauglich sein.)

Kleid Meine NähmodeAusgesprochen gut gefällt mir dann wieder der „Easy“ Schnitt. Den kann ich mir gut für einen Teenager vorstellen, der gerade mit Nähen anfängt. Nur ist Gr. 38-42 dann vielleicht nicht ganz die ideale Größengruppe. Schade, irgendwie.

Die nächste Bluse hat die Abnäher als Falten in die Schulternaht gelegt. Dasb fällt in die Abteilung: einfache Abwandlung eines Grundschnitts. Anfängertauglich. (is Gr. 44/46). Oder nähen ohne Hirnbenutzung. Sommmerheft halt. *seufz*

Dann gibt es noch mal so eine Kombi aus kurzer Hose, Kleid, Tunika und Jäckchen. Als Kleid nett, in der Kombination mit der Hose eher was von Strand- oder Schlafanzug. Ich glaube, es sind wirklich die Proportionen, die mich diesmal stören.

Bis Gr. 52/54 ein Rock, Khalia Ali Schnitt, weit und schwingend. Die Varianten fallen allerdings eher in den Bereich von „Schnitt kann man selber machen“. Na gut, bis auf die Variante mit den schräg laufenden Teilen (nannte man das mal Bananenrock?). Das KANN man auch selber machen…. aber es ist mühsam.

Hoppla, der nächste Kaftan… äh Kleid geht aber nur als Nachthemd, oder? Oder meinen sie das mit „Abendrobe“?

Kleid Meine NähmodeÜberraschend gut gefällt mir das Hemdblusenkleid. Und das, obwohl ich keine Hemdblusenkleider mag. Aber sowohl die Ausschnittlösung (das Kleid ist nicht durchgeknöpft) als auch die Verlegung der Mehrweite für die Brust in die Fältchen haben es mir angetan. Dummerweise ist auch hier bei Gr. 44 Schluß. Das ist echt bedauerlich.

Der nette, aber nicht wirklich aufregende Rock darf dafür bis Gr. 46. Nun ja…

Dann noch mal ein ganzes Ensemble Khalia Ali, Wohlfühlmode betitelt. Trifft es auch ganz gut, Der Schnitt für Kleid und Top sind wohl gar nicht so schlecht, aber die Gesamtkombi kommt doch eher truschig rüber. (Dafür wieder bis Gr. 52/54.)

Zum Abschluss noch mal eine Garderobe in der „easy“ Variante. Für einen „easy“ Schnitt hat es immerhin ein paar nette Details, aber gerde den Puffärmeln sieht man dann doch an, daß die Schnitte nicht taufrisch sind. Aber wem ein eher lieblicher Stil steht… warum nicht.

Fazit? Für mich ist diesmal wohl nichts dabei. Was mir gefällt ist zu klein. Generell bedient das Heft vor allem die Größen 38-44, wer zierlich ist läßt es lieber im Laden. Und dann gibt es ein paar Schnitte bis Größe 52/54, die reichen auf alle Fälle für eine Sommergarderobe. Vorausgesetzt, man ist mit den Doppelgrößen zufrieden. Aber auch da lohnt ein Blick ins Heft, ob es gefällt. Da bei anderen Heften bei Gr. 52 Schluß ist, ist die Meine Nähmode auf alle Fälle auch für diejenigen interessant, wo es bei den anderen Verlagen schon knapp wird.  Und für Anfänger ist das Heft auch prima, weil viele einfache Schnitte drin sind.

Und ich warte gespannt auf die nächste Ausgabe. 😉

Knipmode 11/2010, Modell 1a/Jurk (Kleid)

My first Knip. the English version of the review is on Pattern Review.

Kleid KnipmodeNachdem ich ja jetzt geraume Zeit mit Knipheften beliefert werde, war es endlich mal an der Zeit, auch einen Schnitt auszuprobieren.

Nun weiß man bei gänzlich unbekannten Schnittherstellern ja immer gar nicht, was einen erwartet, also ist ein Probemodell Pflicht. Dafür hatte ich jedoch keine Zeit, aber ich brauchte ohnehin wieder ein Nachthemd… Da wenn der Sitz in die Hose geht ist es nicht so schlimm.

Auch einen passenden Stoff hatte ich. Irgendwann mal auf der Hobbyschneiderin eingetauscht. Auf dem Photo im Web sah er dunkelrot mit viel grau und etwas beige aus. Was ankam war leider orange mit viel beige und etwas grau. Dummerweise gefiel mir das Retrodesign trotzdem, nur tragen war bei den Farben nicht drin, orange ist ungefähr das Gegenteil von „tragbar“ bei mir. Es ist ein weicher Jersey mit wenig oder ohne Elasthan, laut Auskunft damals Viscose. Fühlt sich auf der Haut angenehm an. Dazu habe ich noch einen Rest sehr dünnen und ebenfalls weichen schwarzen Viscosejerseys verwendet um die Ärmel abzusetzen und den Ausschnitt einzufassen. (Reste von diesem Shirt.)

Da ich kein niederländisch kann, habe ich die Anleitung großzügig ignoriert und nur so viel versucht zu verstehen, wie ich meinte unbedingt zu brauchen.

Zunächst der Kontakt mit dem ungewohnten Schnittbogen. Dieser ist bei Knip auf einem festeren und glänzenden Papier und auch kleiner als von Burda gewohnt. Das resultiert darin, daß man nicht nur Vorder- und Rückenteil erst mal zusammenstückeln muß, sondern auch den Ärmel. Keine besonders erfreuliche Erfahrung. Das Kleid hat abgesetzte Blenden am Ärmel und am Saum, die man aber auch wieder getrennt zeichnen muß. Also quasi zuerst das ganze Teil abpausen und davon wieder die Blende extra abkopieren. Beim Kleid kam mir das zu paß, weil ich ja ohnehin die Blende weglassen wollte (aber dennoch die Länge, zum Glück reichte der Stoff), beim Ärmel hingegen fand ich es sehr unpraktisch gelöst, denn die Linie zum Anstückeln sitzt knapp oberhalb der Blende. Daß die Linien auf dem Bogen dick sind macht das Kopieren natürlich einfacher, aber daß sie teilweise so übereinander gedruckt sind, daß man den Verlauf nicht mehr erkennen kann, das ist weniger schön.

Jurk KnipmodeDa ich keine Informationen darüber hatte, welche Größe sinnvoll wäre habe ich mich stur an der Schnittmustertabelle orientiert und nach Oberweite Gr. 48 kopiert. Die ist hier sogar mit 113 cm reichlich. Da meine eigene Hüftweite nur 2cm über der für Größe 48 liegt und ich mir dachte, bei Jersey ist es eh egal habe ich da nicht zur nächsten Größe zugegeben, wie ich das sonst mache.

Meine anderen Änderungen habe ich wie üblich gemacht, 1cm an der Schulter raus und oberhalb der Taille um 2cm gekürzt.

Über die Nähanleitung kann ich hier nichts sagen, denn die habe ich ignoriert. Ich habe die Schulterabnäher des Raglanärmels als offene Nähte genäht, dann die Seitennähte des Kleides sowie die Ärmelnaht. Die Blenden an dem Ärmel angesetzt und dann die Raglannähte gemacht.  Die Raglannähte habe ich auch auf den oberen 5cm mit offenen Nahtzugaben gemacht damit ich sie da auseinanderbügeln konnte, der Rest rundum dann mit der Overlocknaht der Nähmaschine und die Nahtzugabe schmal zurückgeschnitten.

Da meine beiden Stoffe extrem weich sind habe ich den Ausschnitt mit Formband bebügelt, bevor ich ihn mit dem schwarzen Jersey eingefasst habe. Den habe ich auch etwas gedehnt, aber da er auch kein Elasthan enthält machte das letztlich keinen Unterschied.

Kleid Knip RückenansichtHier habe ich auch erst hinterher gesehen, daß gar keine Nahtzugabe hingehört hätte. Naja, jetzt ist ein Zentimeter dran.

Den Saum habe ich mit dem Wabenstich der Nähmaschine genäht, weil ich den besonders elastisch und daher für Nachthemden angenehm finde.

Das Ergebnis? An der Brust paßt es gut, auch die Schultern sind so weit okay. Was mich überrascht hat war, wie eng es an der Hüfte sitzt. So anliegend sah es auf dem Bild im Heft nicht aus. Also doch besser auf die nächste Größe gehen.Wobei das natürlich auch vom sehr weichen Stoff kommen kann. (Als Kleid müßte da auch noch heftig formende Unterwäsche drunter… so weicher Stoff und ohne Futter… nicht gut.)

Hinten im Rücken sieht man auch, daß ich zumindest da den Oberkörper noch etwas hätte kürzen können. Sicher spielt der weiche Stoff auch eine Rolle, aber Knip konstriert ja für etwas längere Frauen als Burda und auch als ich bin.

Was hingegen gar nicht geht (im Bild sieht man das nicht so gut) ist der Ausschnitt. Der klappt nach Außen, was gräßlich aussieht. Als Kleid wäre das ein TeilfürTonne. In’s Bett macht es hingegen nichts. Ich kann nicht sicher sagen, ob es nicht an dem weichen Stoff liegt, aber da ich oberhalb der Brust recht schmal bin, sollte ich einen Schnitt an der Stelle auch kürzen. Wenn ich mal einen „richtigen“ mache.

Als Fazit kann ich sagen, daß ich ein dringend benötigtes Nachthemd bekommen habe, das als solches auch tragbar ist. Und daß ich eine ungefähre Vorstellung habe, was ich an Knipschnitten ändern muß, wenn ich was „straßentaugliches“ nähen will. Zumindest am Oberkörper könnte das klappen. Hosen sind ja ein anderes Thema, das muß man dann neu testen.

Was mich wenig begeistert ist der Schnittbogen, der erscheint mir weniger durchdacht, als ich das so gewöhnt bin. Aber wenn ein Schnitt schön ist, dann kann man ein wenig Mühe doch auf sich nehmen.

Revue de Presse: Burdastyle Juni 2011

Titel BurdastyleUnd natürlich gibt es auch eine neue Burda im Juni. Oder für den Juni, denn Erscheinungstermin war schon Mai. Irgendwie kann ich mich nicht recht festlegen, ob mir der Titel gefällt. Sommerlich ist es auf jeden Fall. Und Einsteiger Modelle werden versprochen. Das scheint der Trend des Monats zu sein… unter leichter Sommermode verstehen die Schnitthersteller leicht zu nähen. 😉

Das Editorial malt uns einen Tag am Meer aus. Als Tagesausflug. Hm. Die Redaktion von Burda sitzt in München. Gehen wir mal davon aus, daß die Chefredakteurin dann auch da in der Gegend wohnt. Das nächste Meer von München aus dürfte die Adria sein. Mit dem Auto ohne Stau und unter Einhaltung der meisten Verkehrsregeln… sagen wir fünf Stunden. Mindestens. Und das soll ein entspannender Tagesausflug sein???

Ich bin mir der Tatsache bewußt, daß der „persönliche Touch“ in einem journalistischen Text durchaus gewissen künstlerischen Freiheiten unterliegt und dennoch authentisch sein kann. (Aenne Burda hat diesen Spagat auch immer gekonnt geschafft.) Aber irgendwo ist die Grenze zur Verarschung dann mal erreicht und überschritten. Mit Verlaub. (Abgesehen davon, daß es nicht erlaubt ist, Ehemänner und Kinder im Kofferraum zu transportieren.)

Aber bevor ich mich weiter ärgere, gucke ich mir die kreativ-trends an. Einen Bubikragen zum Umbinden muß ich nicht haben und PVC Folie auf Kleidung auch eher nicht. Die schön bedruckten Stoffe im Japan Stil schon eher. Und die Origamiblüten sollte ich mir vielleicht merken, das sieht aus wie ein guter Resteverwerter. 🙂

Der nächste Resteverwerter kommt nach dem Umblättern. Stoffein Streifen reißen und eine Tasche draus stricken. Geht ohne Zweifel schnell, hat aber auch schon einiges an Eigengewicht. Vielleicht doch besser einen Teppich stricken…

Dann endlich die erste Modestrecke, inspiriert von Brigitte Bardot. Der Bikini aus Batist ist schon irgendwie niedlich, aber wirklich nur zum Sonnen.

Kleid BurdastyleWirklich gut gefällt mir Kleid 116. Vielleicht nicht mehr so ganz für meine Altersgruppe (über „niedlich“ bin ich nun mal hinaus) und den schönen Ausschnitt sollte man auch wirklich gut anpassen, aber ansonsten ist das Kleid perfekt. Auch bei Hitzegraden kann man gut aussehen und muß sich keine Schlabbershirts überwerfen.

Ob hingegen ein Kimono aus Nickistoff nicht etwas zu warm am südfranzösischen Strand ist…? So was sehe ich irgendwie nur in Heften, im wirklichen Leben nie. Okay… so oft wie ich am Strand bin könnte es auch daran liegen… Tasche und Drahtfahrrad sind hingegen ein wenig künstlich süß… Dann das Ballonkleid vom Titel. Das Modell ist als leicht zu nähen markiert und wenn der Gürtel gut sitzt, dann rutscht es vielleicht wirklich nicht. Lustig die Anleitung für die Sonnenbrille: Bügel mit Stoffbeziehen und dann das gleiche Muster mit Acrylfarbe auf den restlichen Rahmen malen. Klar, Stoffmuster male ich mal eben so frei Hand und perfekt nach…  Kontrastprogramm dann auf der nächsten Seite, statt Blümchenromantik schwarz. Schmale Hose und Shirt. Basisschnitte, aber die Kurzgrößen brauchen das vielleicht auch mal. Da ist das Angebot ja nicht so groß. Und mir fällt gerade auf, das die Bastelanleitungen hier in die Modestrecke eingebunden sind… Armband aus Stoffrest, Herzchen auf Schuhe aufkleben… Und dann noch mal eine „leichte“ Bluse aus Vichykaro. (Allmählich bekomme ich einen Verdacht, was wohl die Modelle der nächsten Burda easy sein könnten… was hier drin ist reicht wohl fast für ein Heft.

Ah ja, es gibt auch noch ein paar Sätze und Bilder vom Original. Nicht daß was drin stünde, was man noch nicht weiß, aber Brigitte Bardot kann man mit gutem Gewissen als Stil-Ikone bezeichnen. Eine echte, keine selbsternannte.

Die Kosmetikseite kann ich wieder fix überblättern (bevor ich anfange, über die Anti-Age Zahnpaste naczzudenken) und die Linksammlung auch. Die war bisher auch uninteressant.

Designerkleid BurdastyleDas Designermodell von Blumarine ist hingegen deutlich besser. Die Stoffwahl wäre so gar nichts für mich, aber der Schnitt… eine Vereinigung des Hemdblusenkleides mit einem Wickelkleid, das ganze aus Jersey. Die strenge Linie des Hemdblusenkleides etwas gemildert und gleichzeitig weiblicher und lässiger gestaltet. Perfekt.

Und über das Label Bluemarine weiß ich bislang so wenig, daß sogar der kurze Text dazu für mich Neues enthält.

Den Knallfarben widmet sich die nächste Modestrecke.

Kleid BurdastyleWobei mein Blick natürlich zuerst auf das bodenlange Kleid 118 fällt. Bodenlang bleibt ist gut, denn mein Maxidress wurde ja mangels passendem Wetter letzten Sommer nicht wirklich getragen. Und ich liebe diesen Prinzessinnenlook. Wobei ich nicht so genau wissen möchte, was eine passende Menge Seidenjersey dafür kostet…

Die anderen beiden Modelle fallen unter „Sacktunika“, sind dafür als „leicht gekennzeichnet. Was den Schnitt betrifft stimmt das auch, aber Seidenkrepp für Anfänger ist aus meiner Sicht eher ambitioniert. ja, in dem Stil geht es weiter, formlose Teile aus edler Seide, als „einfach gekennzeichnet.

Kleid BurdastyleAber mit Kleid 102B ist doch noch ein Lichtblick dabei. Auch wenn es schlicht ist gefällt es mir richtig gut. Nur zwei Größen zu klein… Aber wenn ich Zeit hätte, das wäre ein Sommerkleid für mich. (Nicht unbedingt in pink…)

Kleid 112A in Langgröße sieht als Schnittmusterzeichnung noch halbwegs okay aus (für schmalhüftige), aber auf dem Photo staut sich der „Überhang“ an Stoff doch sehr unschön. Und das schon aus der BB Strecke bekannte Ballonkleid sieht hier aus, als sei es schon auf dem Weg nach unten. Kleider ohne Träger und ohne festen Unterbau sind einfach eine zweifelhafte Konstruktion.

Knallige Accessoires und Kosmetik… die Clutch mit dem Verschluss der an eine chinesische Truhe erinnert ist interessant, aber sonst.. *blätter*

Ah ja, eines der Teile aus der „Sackkollektion“, ein Neckholder Top, gibt es in der „Nähschule für Einsteiger“. Im Prinzip eine gute Idee, nur Seidenjersy für ein Erstlingswerk… da ist die Chance, daß es in Frust endet doch recht groß. Aus meiner Sicht zumindest.

Weiter geht es mit Purismus in Weiß. Als Thema gefällt mir das wieder gut. Und ich hätte gerne die Kette, die unter Blazer 115B vorschaut. Der Hosenanzug an sich überzeugt mich weniger, der ist zwar lässig weit, aber auf eine Art und Weise, daß er einfach zu groß ausschaut. Über die Schnitte braucht man sonst nicht mehr viel sagen… im zwiten Teil des Heftes ändert sich gewöhnlich nur noch das Material. Wobei mir der Kurzkimono als Bluse 121 besser gefällt. Kleid 112 in Langgröße hingegen bleibt auch in weiß zweifelhaft.

Kleid BurdastyleKleid 105B hingegen… ich scheine gerade eine Liebe zu Hemdblusenkleidern zu entwickeln. Obwohl ich die ja sonst nicht so mag. Aber in dieser Variante… gut, nicht mit Satin am Saum und wenn Satin, dann ohne sichtbare Stiche am selbigen… aber der Schnitt als solcher… Schlicht, aber nicht langweilig, das nette Knopfdetail… Bis Gr. 46 käme mir auch entgegen.

Auch Kleid 107B mit Mantel 115C… ich mag einfach diese Kombination aus Kleid und Mantel.

Die Accessoires zum Thema hingegen… Armband und Kette ja. Aber braucht man Abschminktücher im silber glitzernden Päckchen?

„Happy Family“ ist dann wohl das Strandthema. Neben den bekannten Damenschnitten aus anderen Stoffen ist auch für Kinder was dabei. Gr. 104-128, für Jungs und Mädchen. Und ein in der Tat schönes, lässiges Leinenhemd für Männer. Wenn ich Zeit hätte, könnte ich mir das für den Meinigen auch vorstellen.

Kleid BurdastyleUnd das schlichte Leinenkleid 109. Irgendwo zwischen Hemdblusenkleid und Kurta. Für mich wohl eher mit eiener Hose drunter, aber das kann ich mir für mich gut vorstellen. Und auch bis Größe 46… technisch machbar, fehlt nur die Zeit. 😮

Der genähte Sommerhut ist mir etwas zu bunt… sonst könnte man damit sicher auch ganz prima Reste verwerten. Eine ganze Menge, würde ich mal schätzen.

Sonnenschutzmittel im Beautyteil… *gähn*

Ah, dann die Plus Größen. Alles aus Jersey? Hm… für Beruf und Freizeit? Also leggings mit Maxishirt finde ich für den Beruf einfach nicht so passend. Es sei denn, man arbeitet als Fitnesstrainer. Aber mal von vorne… Longjacke 126 sieht auf der Schemazeichnung durchaus nett aus, aber auf dem Photo könnte es eine um die Schultern geknuddelte Decke genauso sein. Dafür braucht es die Arbeit nicht. Maxishirt 127 ist nicht spannend, aber als „leicht“ markiert und als Basis-Shirt mit Raglanärmeln vielleicht einen Versuch wert. Ach nein, das ist ja raffinierter… das scheinbar darunter getragene Tank Top gehört dazu. nicht mein Geschmack, aber interessant gemacht. Noch ein Shirt… Kleid 131 mit dem Spiel aus Matt und Glanz könnte gut aussehen, wenn man die passende Proportion dafür hat. Andererseits frage ich mich, warum die Pose des Models wieder so ist, dass man genau das nicht erkennt. Eine Hose mit Wickeloptik war ja schon mal drin… finde ich immer noch einen Versuch wert, falls ich mal Zeit habe.

Kleid BurdastyleKleid 129 könnte ich nie tragen, aber der Anblick ist wirklich ein echter „Stopper“. Man guckt und ist hingerissen vom Effekt. Lebt von der perfekten Abstimmung von Schnitt und Stoff. Und bitte nur bei (in der Proportion) schmalen Hüften!

Bei der „kreativen Welt“ geht es zu großen Teilen um „obstige“ Inspirationen und Materialien. Leider immermehr Shopping Vorschläge. Mehr Ausstellungstermine und Co. gefielen mir ja besser….

Dann Hussen aus alten Hemden. Wohl auch aus einem Buch übernommen, das gezeigt wird. Ich fürchte, das ist nichts, was ich brauche.

„Best of Styling“ widmet sich dem maritimen Thema. Ah ja, im Wandel der Zeiten, von den 30ern bis zu den 70ern. Wobei mir das lässige Outfit das für die 30er steht im Urlaub tatsächlich gefallen würde. Bequem, aber ohne schlampig auszusehen. Wäre an vielen Strandpromenaden eine echte Verbesserung. Glaube ich. 🙂

Mit Strand geht es bei der deko weiter. Vom Hocker bis zum Paravent, viel khaki mit pinken Sternen. Das ist jetzt durchweg nicht meines, weder von der Funktion noch vom Look her. Ich bin selten am Strand, aber in der Regel konnte man da nicht mit dem Auto direkt vor fahren. Und wenn ich mir dann vorstelle, daß ich noch Hockerchen, Paravents und nett aussehende, aber unangnehm zu tragende Farbdosen mit Obst drin rumschleppe…. ne, muß nicht sein. Vielleicht noch das Kissen mit der aufgesetzten Tasche… aber nachdem das im Sand lag, will man in die Taschen auch nichts mehr reinstecken. Ne, bin ich einfach zu praktisch veranlagt.

Der Streetstyle widmet sich dem blau-weißen Ringelshirt. So was habe ich auch noch, aber eher im Winter, weil es aus recht dickem Jersey ist.

Als Quiltmodell gibt es diesmal Werbung für die Stoffe von Coats… äh, eine Decke, meine ich. Ich habe allerdings den Eindruck, da ist doch recht viel Anleitung auf kleinen Raum zusammengefasst worden, klingt nicht wirklich nach einer Anfänger-Anleitung….

Bei der Warenkunde befasst sich Burda diesmal mit einer Nähmaschine, die ambition 1.5 von Pfaff steht auf dem Prüfstand. Hingucker ist der Touchscreen, so innovativ. Äh… ja… da sind sie aber nicht die ersten… vielleicht die ersten, bei denen man das Display mit einem Stift bedient. Wie lange man wohl so ein zierliches Stiftchen auf einem durchschnittlichen Nähtisch wieder findet? Zählt man den Zeitraum in Tagen oder besser in Stunden? Naja, wie von Burda gewohnt ist es eher eine Werbeveranstaltung als ein Test, den Schwächen hat das Gerät keine und es ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen perfekt. Womit der „Test“ bei der Auswahl nicht wirklich weiter hilft, denn dazu müßte ich hinterher wissen, was die eine besser und die andere nicht so gut kann. Aber gut, Burda macht in Unterhaltung, nicht in Information. Weiterhin ist dem Bericht zu entnehmen, daß Pfaff immer noch keinen vernünftigen Transporteur bauen kann. Oder wie ist der Satz zu verstehen, daß für Samt und Seide der zuschaltbare Obertransporteur unverzichtbar sei? ;p Schön ist hingegen, daß in der Redaktion wohl mal jemand das Forum gelesen hat, denn es wird geraten, eine Maschine vor dem Kauf Probe zu nähen. Was ja unsere alte Forenleier ist.

Statt Künstler werden beim „atelierbesuch“ diesmal kreative Orte für jedermann vorgestellt. Nähcafés nämlich. Den Pariser „Sweat Shop“ habe ich ja schon mal besucht, aber das Leipziger Nähcafé liest sich auch gemütlich. Und in London gibt es offensichtlich auch so einen Ort. Wird Nähen jetzt doch noch gesellig?

Am Ende noch der Stoff des Monats. Seidenchiffon von Anita Pavani. Wobei das Bild diesmal nicht wirklich viel über den Stoff verrät… wenn ich den Shop nicht schon kennen würde, würde mich diese Vorstellung auch nicht hinziehen.

Nun ja… bis zum Juli-Heft ist wieder etwas mehr Zeit, das kommt dann erst im dritten Monatsdrittel, nicht schon zur Monatsmitte wie die letzten Hefte. (Irgendwann verliere ich noch den Überblick, bei dem ständigen Terminwechsel…)

Revue de Presse: Threads June/July 2011 (155)

Mir war doch so… und in der Tat gibt es auch eine neue Threads. Die Farb- und Musterkombination auf der Titelseite empfinde ich allerdings als jenseites der Geschmacksgrenze. Wenn das die „Mix & Match Summer Wardrobe“ ist, dann kann ich den Teil mit dem „match“ ja nicht so nachvollziehen. Aber gut…

Die Frage an die Autoren der Ausgabe ist diesmal, für welchen Stoff sie sich entscheiden würden, wenn sie nur noch einen nähen dürften. Gute Frage, finde ich. Wenn es ums Nähen geht würde ich definitiv Wolle nehmen. Die verarbeitet sich einfach am schönsten. Wenn es ums Tragen geht… gute Frage… Seide? Baumwolle? Schwierig… vielleicht doch auch Wolle?

Das Editorial befasst sich mit der Frage, ob wir Näherinnen unseren Urlaub am Hobby ausrichten. Nicht immer kompatibel mit Ehemännern… oder bin ich da die Einzige? 😉

Die Leserbriefe dienen eher der Unterhaltung… wobei mir auffällt, daß entweder die Amerikaner längere Leserbriefe schreiben oder amerikanische Zeitschriften drucken Leserbriefe eher ungekürzt ab als deutsche.

Dann gibt es wieder ein „Designer Spotlight“. Allerdings ist das wieder etwas weniger interessant, wenn man den Designer nicht kennt. Der Ruhm von Nicolas Caito ist wohl noch nicht bis Europa gedrungen.

Das Nähzubehör… ein verstellbarer Abstandshalter für den Rollschneider klingt nicht schlecht. Ein Rundholz fürs Bügeln hingegen ist nicht neu.

Bei den Lesertips sind mal wieder ein paar Sachen dabei, die zwar nicht weltbewegend aber doch brauchbar sind. Etwa Ikea Küchenmöbel fürs Nähzimmer zu verwenden. (Muß mir jetzt keiner sagen, aber als wir das erste Mal Faktum großflächig „missbraucht“ haben, weil es die Schränke in so vielen unterschiedlichen Formaten gibt, daß man fast für jede Ecke was passendes findet kam es uns auch wie eine Offenbarung vor. Und wir fragten uns, warum wir da nicht schon früher drauf gekommen waren…). Der „best tip“ hingegen, auswaschbare Wachstifte für Kinder zum Markieren von Stoffen zu verwenden ist ja nun nicht neu. Wobei ich ja zu viele dauerhaft verschmutze Kinderkleidung gesehen habe, um auf das „auswaschbar“ zu vertrauen. Aber vielleicht sind die Stifte oder das Waschpulver in den letzten Jahrzehnten auch besser geworden.

Röcke verlängern, indem man in die Mitte was einsetzt ist ein alter Hut… das hat meine Oma schon gemacht. Aber es ist auch bei Kindern phantasievoller, als einfach nur unten ansetzen.

Beim „how did they do that“ wird diesmal ein Drapé Teil vom Vintage Kleid auf der Rückseite gezeigt. Also diesmal muß ich zugeben, daß ich die Anleitung nicht so ganz verstanden habe. Das müßte ich wohl erst mal machen, um es zu verstehen. Hoffentlich. Aber bevor ich so was für mich machen könte, müßte ich wohl erst mal meinen Hüftumfang halbieren… *gg*

Die Pattern Reviews stehen in dieser Ausgabe unter dem Motto „Chic Designs“. Das trifft es auch ganz gut, denn auch wenn mir nicht alle gefallen, schick sind sie. Angefangen bei Vogue 8576, irgendwann muß ich mal was aus dieser „Divine Details“ Kollektion nähen. Aber auch einige Varianten des New Look 6000 Kleides würde ich in meinen Schrank hängen. Und das Photo zeigt die Eleganz in dem eigentlich recht schlicht aussehenden Simplicity 2345.

Weiter zum Titelthema. Eine „sorgenfreie Sommergarderobe“ weil alles mit allem kombinierbar ist. Die Idee, eine Garderobe nach einem Konzept zu erstellen und auch die Überlegungen, welche Punkte man dabei beachten sollte ist ja gut. Aber die Farb- und Stoffwahl der vorgestellten Kombination gibt entweder einen sehr amerikanischen oder den sehr individuellen Geschmack der Autorin wieder. Für mich mixt sich da nichts, sondern es sieht ausgesprochen zusammengewürfelt aus. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. (Und wieso man zu drei Leggings und einem Rock gerade mal drei Oberteile braucht erschließt sich mir auch nicht… Ich wasche auch Sommerröcke normalerweise nicht nach jedem Tragen.)

Besser gefallen mir da schon die „Vintage Details“, deren Verarbeitung Susan Khalje erklärt. Waist Stay, die von Hand übernähte Schnittkante als unauffälligste Versäuberung und natürlich das Einarbeitn von Godets. Wobei der Stoff auf den Photos eher locker gewebt wirkt, da würde ich dann doch ein wenig Vlieseline mit verarbeiten und mich nicht alleine auf die Stütznähte verlassen wollen.

Kenneth D. King befasst sich mal wieder mit einem jener kleinen Details, die aber oft den Unterschied zwischen „nett“ und „professionell“ machen. Diesmal der Umgang mit einer gekurvten, breiten Nahtzugabe. Eindämpfen ist bei Wollstoffen einfach ein vielseitiges Mittel…

Technisch geht es weiter, mit Ärmelerweiterung am Bizeps. Verschiedene Techniken für verschiedene Ärmelformen. Mit und ohne Erweiterung der Armkugel. Nicht neu für mich persönlich, aber sehr schön und anschaulich erklärt.

Der Einsatz von Flatlocknähten als dekoratives Element ist jetzt auch nicht neu, aber eh nicht so ganz mein Geschmack.

Richtig gut gefällt mir dann der „Reiseführer“. Vancouver ausführlich mit Adressen für Shopping, Essen und Sight-Seeing. Erweckt das Bedürfnis, sofort einen Flug nach Kanada zu buchen. (Und viel ausführlicher und Informativer, als das was Burda mal so als „Reiseseite“ brachten.) Ich hätte das dann gerne auch für europäische Städte.  🙂

„Zero Waste“ ist ein neuer Ansatz für den Zuschnitt. Also so zuschneiden, daß aus einem Stoffstück kein oder fast kein Rest braucht. Wobei ich das letztlich doch etwas „pseudo-öko“ finde, denn der Stoff ist hergestellt, von daher hat er die Ressourcen schon verbraucht. Und weniger verbraucht man mit der Technik auch nicht. Also eher ein interessantes Gedankenspiel. Oder eben die Sau, die gerade mal durchs Dorf getrieben wird. (Wobei… in der industriellen Produktion mag es tatsächlich Geld sparen, weil Müll Entsorgung auch kostet.) Und das Konzept des „Bog coat“ könnte ich mal ausprobieren, ich brauche im Winter wieder einen Morgenmantel… Klingt nach wenig Aufwand.

„Embellishments“ mit Nieten. Nun gut, auch nicht neu, das schlug Burda schon vor geraumer Zeit vor.

Der nostalgische Rückblick auf die alten Threadshefte erreicht jetzt auch aktuelle Sphären. 114 war mein erstes Heft, in den USA gekauft.

Die „Embroidery Essentials“ sind diesmal wieder nicht auf Stickmaschinen begrenzt. Denn Motive mit Perlen zu unterstreichen und auszuarbeiten geht mit jeder Stickerei. Oder Applikation. Oder was auch immer.

Die Lesergalerie ist diesmal… sagen wir technisch anspruchsvoll, aber nicht wirklich mein Geschmack.

Allmählich neigt sich das Heft… Leser fragen, Experten Antworten. Das Thema „vanity sizing“ scheint derzeit aktuell zu sein, denn auch Threads bemüht sich, das Geheimnis zu lüften. (Wobei Kathleen Fasanella ja den Standpunkt vertritt, daß es kein vanity sizing gibt.) Die Erklärung liest sich nett, aber so ganz schlüssig finde ich sie ehrlich gesagt nicht.

Dann noch die Geschichte und der Blick auf das historische Gewand. Leider wieder mal ohne nähere Angaben zur zeitlichen Einordnung. Hier hat Threads aber Besserung versprochen, künftig will man darauf achten, auch die Informationen dazu zu erheben, nicht nur die Kleidungsstücke abzulichten. Darauf kann ich mich dann schon mal freuen. 🙂