Unterlegte Nähte

Slot Seam

Nach dem Zuschnitt liegt die nächste Herausforderung darin, den Afrikastoff so einzuarbeiten, daß er zwar sichtbar, aber eben auch nicht zu auffällig ist. Denn wie schon erwähnt, es soll ein Kleid fürs Büro werden.

Also wende ich eine durchaus nicht neue Technik an, ich unterlege meine Nähte mit dem Stoff. Wie es geht zeige ich am Beispiel der Ärmel.

After cutting the next challenge is, how to use my african fabric in a way it is visible, but not to much. As I’ve said, the dress is supposed to be worn to the office.

The technique I’m using to achive that isn’t new, it’s called „slot seam“. And I’m going to show you how to to it on one of the sleeves.

Schrägband auf NahtZunächst hat mein Ärmel eine Teilungsnaht (wer die Auflage auf den Stoff genau angeguckt hat, hat es vielleicht bemerkt). Diese schließe ich mit einem sehr langen Stich mit der Nähmaschine. Danach wird diese Naht ganz normal ausgebügelt und die Nahtzgaben zu beiden Seiten gebügelt. (Da mein Stoff recht lose und grob gewebt ist, habe ich die Kanten außerdem versäubert, das ist aber nicht unbedingt nötig.)

Meinen afrikanischen Batikstoff habe ich in schräge Streifen geschnitten. Etwa 4cm breit. (Meine Nahtzugabe ist 1,5 cm, wenn der Streifen etwa breiter ist als die zusammengenommenen Nahtzugaben ist es einfacher.)

Der Schrägstreifen wird dann auf der linken Stoffseite mittig über die Naht gelegt und entlang der Nahtzugabe festgesteckt.

First this was of course to make a lenghtwise seam in my sleeve. (If you have checked the pics in the last posting about this dress very thoroughly you might have noticed that detail.) This seam I’m closing with the longest stitch my sewing machine has. Then it the seam allowances get pressed open. (I also did zigzag the cut edges of the fabric, because this one frays very easily. But this step is not necessary for all fabrics.)

From my african Batik I’ve cut strips on the bias, 4cm wide. (My seam allowance is 1,5 cm and having the bias strip wider than both seam allowances makes it easier.)

The bias strip is placed over the seam allowanced and pinned with lenthwise pins.

von rechts steckenDanach wird alles gewendet und von der rechten Stoffseite mit Stecknadeln festgesteckt.

Diesmal quer zur Nahtlinie. (Wer nicht so gerne über Stecknadeln näht, der kann stattdessen auch heften.)

Anschließend werden die Stecknadeln auf der Unterseite wieder entfernt.

The sleeve gets turned and I’m again placing pins through all layers.

This time across the seam. (If you do not like sewing over pins you can baste through all layers instead.)

After that I’m removing the pins on the left side of the sleeve.

abgestepptJetzt wird von der rechten Seite her gesteppt, in etwa 1,2 cm Abstand von der bereits geschlossenen Naht. (Der Abstand muß natürlich kleiner sein als die Breite der Nahtzugaben, damit diese mit festgesteppt wird.)

Ich habe mich für kontrastierendes Stickgarn (von Mettler) entschieden, aber genauso kann man farblich passendes Garn nehmen. (Ein Klick auf das Bild macht es größer, falls man es nicht gut sieht.)

Damit das Absteppen gleichmäßig wird habe ich meinen Nähfuß an der Mittelnaht entlang laufen lassen und die Nadelposition entsprechend verstellt. Genauso kann man das Kantenlineal verwenden.

Now you topstich from the right side about 1,2 cm away from the seam. (The distance has to be smaller than the width of your seam allowance.)

I’ve decided to topstich with a contrasting machine embroidery thread (from Mettler), but you can use a matching sewing thread as well. (Clicking on the pic shows a bigger version.)

To get a equal distance from the seam I guided my presser foot along the seam and did change the position of the needle. You also can use a seam guide or a quilting gauge.

unterlegter SaumAnschließend wird der ursprügliche Saum wieder aufgetrennt. (Der mit den großen Stichen.)

Die Fäden davon werden entfernt, alles schön ausbügeln…

Und schon blitzt ein bißchen unerwartete Farbe hervor.

Last step is removing the original seam. (The one with the long stitches…)

Removing all threads from that seam and pressing well…

The result is an unexpected hint of colour.

Abnäher werden Teilungsnähte

Darts turned into Princess Seams

Erster Punkt bei meinem Kleid ist also der passende Schnitt. Da ich einen Kleidschnitt mit Abnähern habe, den ich schon mal (zumindest halbwegs) angepasst habe, ist es einfacher den in Teilungsnähte umzubauen als einen neuen anzupassen. (Hoffe ich zumindest.) Außerdem habe ich den Vogue Schnit mit den Abnähern schon, einen anderen müßte ich erst kaufen.

First thing I need for the dress project is the pattern. I already have the pattern of a dress with darts which I have altered to fit (more or less) some time ago. So it’s easier to modify the pattern I have instead of starting again with an new pattern. (At least this is the plan.) Another advantage is that the Vogue pattern is already here, another one I would have to buy.

Vorderteilschnitt

Hier ist der Vorderteilschnitt. Ich habe versucht, den Brustabnäher, den Taillenabnäher und den Brustpunkt einzuzeichnen.

Meine Teilungsnaht soll in die Schulter verlaufen, also ziehe ich eine Linie von dem Taillenpunkt des Abnähers durch den Brustpunkt zur Schulter. Bei diesem Schnitt kann ich das gut durch eine gerade Linie machen, wie das aufgelegte Lineal zeigt.

This is half my front pattern. I tried to mark both darts and the breast point in black.

I want my seam to go from the shoulder to the waist, so I’m connecting the waistpoint of the dart and the breastpoint and make it go into the shoulderseam. For this pattern I can do this with a straight line as the ruler shows.

Dann lege ich eine neue Folie auf und zeichne die Seitennaht des Schnittes nach und dann die Linie von der Schulter, durch den Brustpunkt und entlang der linken Kante des Abnähers.

SeitenteilAn der Seitennaht habe ich die Markierungen übernommen, am ehemaligen Abnäher habe ich die Taille und die beiden Endpunkte markiert, sowie einen weiteren Punkt.

Schon habe ich ein seitliches Vorderteil. (Fast, der Abnäher muß ja noch weg.) Die Nahtzugabe an der neuen Teilungsnaht nicht vergessen…

I’m layering a new plastic sheet over my existing pattern. I’m copying the side- and a part of the soulderseam and I’m drawing a new line from shoulder through bust point and then along the left side of the vertical dart.

At the side seams I also copied the notches, on my new princess seam I make new marks on the line that was the vertical dart before.

The result is a front side pattern. (Nearly. there is still one dart to be removed.) And not forgetting to mark a seam allowance…

Das mittlere Vorderteil und die Teilungsnähte im Rücken werden analog gearbeitet. Die Längsabnäher dienen als Anhaltspunkt für die Teilnungsnaht.

The middle front and the seams in the back are constructed the same way. The vertical darts help to decide where to place the seams.

Abnäher einschneiden

Jetzt muß der Brustabnäher aber noch raus, das ist auch nicht schwer.

Der Abnäher wird eingeschnitten, durch die Abnäherspitze durch bis auf die Teilungsnaht. (Wir erinnern uns, an dieser Stelle läuft die Naht genau durch den Brustpunkt, auf den kommt es an.)

Only there is still the dart to be removed, which is easy.

I do cut the dart through the point of the dart to the seam. (We remember, the seam goes through the bust point which is the important point.

Abnäher

Schließlich wird der Abnäher einfach weggefaltet.

Die beiden roten Linien werden aufeinander gelegt und das ganze festgeklebt.

Dadurch ergibt sich auch automatisch eine Rundung der Teilungsnaht.

Finally the dart gets folded away.

Just overlap the dart, lining up the red lines. (Then tape it in place.)

So the seam gets the right curve automatically.

Bevor ich meinen Stoff zuschneide nähe ich natürlich ein Probemodell aus meinem bewährten Streifenstoff. 😮

Ein paar Änderungen sind danach noch nötig, aber letztlich ging es schneller als einen neuen Schnitt anzupassen.

Before I’m cutting my fabric I’m making a musslin of my ugly striped fabric, of course.

Some alterations were needed after that, but it was much quicker than fitting a new pattern.

Revue de Presse: Threads July 2009 (143)

Im letzten Heft waren ja Tips fürs einfach Sommernähen versprochen worden. Na mal sehen, ob das so mein Geschmack ist.Die Autoren des Monats kenne ich jedenfalls nicht und das Editorial begnügt sich schon mal damit, das Inhaltsverzeichnis zusammen zu fassen… Auch durch die Leserbriefe will sich wie üblich erst mal durchgekämpft sein. (Und natürlich bin ich zu neugierig, um sie nicht zu lesen….) Und sieh an, es gab noch mehr Leserinnen, die mit dem Test der Schnittsoftware nicht zufrieden waren. Besonders der Garment Designer wurde vermisst. In der Tat, berechtigte Frage. Aber die Redaktion verspricht, auf der Webseite noch andere Tests zu veröffentlichen. Guter Ansatz, mal was Neues, statt nur Zweitverwertung.

Der „best tip“ der Ausgabe ist mir diesmal etwas arg… seltsam. Die Klebefläche des Fusselrollers als Postkarte… ach… nö. muß nicht sein… Einen Nahttrenner zu verwenden, um die rotierende Bürste des Staubsauger sauber zu machen ist eine gute Idee. Kommt nur acht Jahre zu spät, seither habe ich nämlich keinen Teppichboden mehr und der Bürstsauger ist pensioniiert. :o)

Die Schnittbesprechungen… Vogue 8534 liegt schon bei mir… Eva Dress ist mir ja bislang noch kein Begriff, aber ich fürchte, die Webseite muß ich mir dann doch mal ansehen. *binmalweg*

*wiederda* Ganz schlecht, wunderschöne Vintagekleider und die nehmen Kreditkarte… 🙂 Und obwohl ich eigentlich nicht so auf japanisch stehe, der Jackenschnitt von Sewing Workshop macht mich neugierig auf diesen Schnitthersteller…

Eine Kette aus diversen Stoff und Materialresten. Mit einem Joghurtbecher als Grundlage. Sieht ja in der Tat wirklich gut aus… die Idee werde ich mal im Kopf behalten. Damit sollte man eigentlich auch einen glamourösen Kopfschmuck gestalten können…

„Notions“… also Pappscheiben mit Löchern zum Nachsticken hatten wir früher für Kinder. Das ganze jetzt also für Erwachsene und es nennt sich Postkarte. Nun gut. Und einen Fleckentferner-Kit für $12,50… dafür kann ich dann die meisten Sachen auch schon in die Reinigung bringen. Auch sonst keine Sachen, die ich haben will.

Bunt wird es dann, von Seminole-patchwork inspiriertes Design. Na warum nicht, auch wenn ich das gerade für mich nicht so sehe.

Doppelter Kragen und Doppelte Manschetten sind sicher eine nette Designidee. Daß man damit bei dünneren Stoffen auch etwas mehr Stand in den Kragen bekommt, ohne zu verstärken ist ein netter Nebeneffekt, an den ich jetzt nicht so spontan gedacht hätte. Das wäre aber vielleicht auch mal eine gute Idee für leicht transparente Stoffe, wenn man sie nicht mit Einlage verstärken will. Die Anleitung wird jedenfalls mal im Gedächtnis behalten.

Das Nähprojekt… zwei Stoffquadrate, eher grader Schnitt. Aber am Ende fällt das Teil schräg – Faszinierend wie das erreicht wird. Ich glaube, ich würde das wirklich gerne mal ausprobieren… das ist ja spannender als ich erwartet habe, wenn das das einfach Sommernähen ist…

Ah der nächste Artikel ist für mich, Hosen am Hintern anpassen für Leute mit großer Taillen-Hüft-Differenz. Daß man nicht nur die Breite, sondern auch die Höhe anpassen muß, weil auch ein Hinterteil „3D“ ist, ist mir ja schon länger klar. Aber mit der Technik habe ich es noch nicht versucht, das werde ich beim nächsten Hosenschnitt mal testen. Klingt irgendwie logisch, die Methode…

Dann wird es wieder dekorativ, für Ausschnitte zum Beispiel. Falten mit Perlen zu befestigen ist nun nicht ganz neu. Aber die Sache mit den Schleifen… das ist mal eine nette Variante. Oh, und vor allem die geflochtene Schnur mit Perlen drin… sehr schöne Ideen und Techniken…

Um Yves Saint Laurent geht es im nächsten Artikel. Vor allem wieder schöne Bilder von schönen Kleidern, einfach beeindruckend, die Präzision! Und dann verrät der nächste Artikel auch noch Haut-Couture Technik, um ein Revers zu formen. Einhalten statt Kurven schneiden. Das sollte ich mir auch merken, wenn ich mal wieder eine Jacke aus Wolle nähe, Wolle durch Dämpfen formen macht richtig Spaß!

Die anderen beiden Themen sind jetzt nichts neues, aber auch wieder recht schön erklärt.

Sticken… gut, betrifft mich nicht. Aber sollte ich mal selber digitalisieren… kann ich es ja alles nachlesen.

Oh wie schön, Herrenkleidung ändern. Daß man über den Rücken so viel ändern kann hätte ich nicht gedacht! Und wenn man darüber nachdenkt… ja, es ist wohl einfacher, ein Revers neu zu nähen, als zwei Ärmel rauszutrennen und die Schulter da schmaler zu machen. Hosen über die hintere Mittelnaht hingegen… das wußte ich.

Ein Interview mit einer Modezeichnerin… mal was Neues. Auch nicht in dem kleinen Artikel darüber, wie vielseitig Hemdenstoffe sind. Naheliegend, nur sind typische Hemdenstoffe leider nicht so einfach zu bekommen.

Passend zum Sommer dann, wie man unter transparenten Stoffen etwa Taschen unsichtbar einarbeitet. Hautfarbene Belege, ein alter Trick.

Chichi für den Kleiderschrank… na das ist nicht so meines. die duftenden Schuhsäckchen könnten ja noch ganz nützlich sein… Dann noch die Leserfragen und die Geschichte.

Oh, aber der Rückentitel, ein Kleid aus Makramee! Das ist wirklich cool! Wer hat nur solche Ideen! Einfach beeindruckend.

Also dieses Heft war es mal wieder mehr als wert, ob ich Stoff für das Nähprojekt in meiner Kiste finden…

Revue de Presse: Burda Modemagazin 6/2009

Diesmal war der Einkauf wieder unproblematisch, diese Burda-Ausgabe wanderte beim Samstagseinkauf im Supermarkt in den Korb. (War allerdings ein anderer Supermarkt, vielleicht lag es daran.) Der helle Titel vermittelt jedenfalls schon mal sommerliche Frische und eine leichte Brise vom Meer.

For an english summary, please scroll down.

Das Editorial zaubert dann ein breites Grinsen auf mein Gesicht, schließlich spricht es von einem Himmel grau in grau. Ne, 30°C und Sonnenschein. Gut daß Frau Bily nicht als Meteorologin arbeitet… *g*

Als Trendbasteleien gibt es diesmal diverse breite Gürtel, einen Federhaarreif (allerdings aus Filz, der an echte Federn natürlich nicht ranreicht; allerdings frage ich mich schon die ganze Zeit, wo dieser Federtrend denn bleibt, alle schreiben drüber, aber weder auf der Straße noch in den Läden kommt davon was an) und ein schleifenbepinseltes Shirt. Mit den Schleifen scheint es dann wohl ernst zu werden, aber immer noch besser als die Schluppe, ihre traurig hängende Cousine…

Knöpfe sind das nächste Thema, einmal Aufbewahrungsmöglichkeiten. Dekorativ sind sie alle, die meisten sind aber eher für kleine Mengen geeignet. Danach gibt es noch ein wenig Sachkunde über Knöpfe. Kann jedoch an Informationsgehalt mit dem Artikel der vor einiger Zeit in Threads war nicht mithalten. Und ist mal wieder nur halbsystematisch, nach Material geordnet ist schon fein, aber „Schmuckknöpfe“ bleibt dann als Restkategorie.

Und noch mal basteln… daß diese übergroßen Sicherheitsnadeln mit „Gebembel“ dran gerade „in“ sind, ist mir bewußt, aber wo wirklich begeistern kann es mich trotzdem nicht. (Ich glaube, ich habe noch so was aus dem Nachlass der Schwiegergroßmutter…)

Jetzt kommt endlich das erste Modethema „Stil-Leben“ heißt es, dunkelblau mit schwarz der Trend. Das ist so eine Farbkombination, mit der hatte ich lange große Probleme. Vor einigen Jahren hätte ich gesagt, geht gar nicht, inwzischen… doch, kann gehen. Die Bluse 108 hat für mich mehr von Nachthemd, aber die Jacke 105 die ist wunderschön. (Aber bitte nicht mit den ausgesprochen häßlichen Schuhen…) Ein Badekleid? Ach nein, das ist eine Tunika. Beinahe hätte ich es für eine Kosmetikwerbung gehalten und überblättert, denn das Bild ist so anders aufgemacht, daß mir nur anhand der Schemazeichung auf der linken Seite aufgefallen ist, daß da wohl noch was sein muß. Kleid 107 ist die Bluse in lang… noch mehr Nachthemd und eine Studie, wie man zusammengezogene Nähte macht. Schade um den Stoff. Die Fledermausbluse aus Seide auf der Seite daneben ist nicht besser…

Kleid BurdaAber Kleid 101… der raffinierte Faltenwurf… eindeutig ein Vergrößerungskandidat, weil nur bis Größe 44 im Heft. Das Kimonokleid sieht hingegen sehr nach Morgenmantel aus. Wobei… nicht als Kleid, aber als Mantel über einer Hose?

Die Linkseite. Diesmal gänzlich vernachlässigbar. Ein Anbieter hat schon auf der Startseite prangen, daß er nur Großhandel macht, ein weiterer Link geht auf eine QVC-Verkäuferin die auch nur Bastelkram anbietet und sonst gibt es jede Menge Krimskrams… aber nichts wirklich bemerkenswertes. Naja, die Seite mit den Vintagesachen vielleicht noch…

„Schwarze Magie“, Accessoires in schwarz und dunkelblau. Leider vor allem schwarz, also weder wirklich bemerkenswert, nicht schwer zu bekommen. (Ich stehe auf dunkelblau, weil es mir besser steht als schwarz und Schuhe und Co in dunkelblau… das ist echt für Fortgeschrittene. Schwarz kann jeder.)

Die „news“ sind teilweise recht alt. Die „Kelly Bag“ von Hermes zum runterladen geistert schon seit gefühlten Jahren durch die Blogs. (In Wirklichkeit sind es vermutlich nur ein paar Monate… aber taufrisch ist anders.) Die Ausstellung mit Schmuck aus den Wiener Werkstätten würde ich in der Tat gerne sehen, aber Pforzheim liegt nicht so wirklich am Weg.

Party-Geflüster? Was soll das jetzt? Gut, daß Burda einen Stand auf der h&h hatte kann man ja zeigen, aber die Bilder von der After-Work-Party… was sollen uns diese sagen? Eine schleichende „galaisierung“ der Burda? Viel Bild, wenig Text, keine Aussage… und ein paar mehr oder weniger prominente Menschen. (Allerdings auf Bildern, die so klein sind, daß man nicht viel erkennt….) Letztere sind die Typen, die einem durchaus mal im Kaufhaus oder der Fußgängerzone über den Weg laufen. Zumindest wenn man in Köln wohnt.

Freizeitmode kommt dann wieder in weiß-blau, diesmal nicht Marine, sondern im „Long Island“ Stil, also hellblau mit weiß, eine Farbkombination die ich ja gerne mag. Mal sehen, was die Schnitte bringen. Ein… Hemdkleid. Wie überraschend. *gähn* (Okay, sieht irgendwie nett aus, liegt aber mehr am Stoff und der Aufmachung des Photos.) Das Jerseykleid gibt es auch als Top, diesmal erkennt man wenigstens ein bißchen was von den Falten. Der Schnitt für das Miniklaid (Kurzgröße) könnte direkt aus den 80ern sein…. Bluse, Hose, Shorts… nein, sicher brauchbar, aber nicht aufregend.

In der Nähschule gibt es diesmal den Ärmelschlitz. Der paßt nicht nur ans Hemdkleid sondern auch an Blusen und Hemden. War das also noch nicht kann: eine gute Gelegenheit, es zu üben.

Passend zum Long Island Thema kommen auch die „kreativ-accessoires“ daher. Viel Gebastel in Blautönen mit Fischen. Nur wie die Schläppchen dazu passen ist mir nicht ganz klar. Mit Stoffpantoffeln durch den Sand erscheint mir wenig sinnvoll. (Aber als Reisepantoffel mit Resteverwertungsfaktor kann man sie verwenden.)

Kinderkleid BurdaAuch die Kindermode passt dazu. Vorschulalter würde ich sagen (Gr. 98 – 122).

Kleid 139 B hätte ich auch als Kind geliebt, ob das mit dem extra Rock drunter für Abenteuer (so das Thema) dann allerdings praktisch ist, bezweifle ich mal. Aber es wäre auch ein ganz tolles festliches Kleid für kleine Mädchen.

Jungs- Shirt BurdaGut gefällt mir übrigens auch das Ringelshirt für kleine Jungs. (Naja, Mädchen mögen es sicher genauso.) die Knopfleiste gibt genau den kleinen Touch der den Unterschied zum Billigshirt ausmacht.

Für die Damen geht es dann mit „irgendwo in Afrika“ weiter. Die bunten Druckstoffe heben sich schon mal gut von der Savannenlandschaft der Photos ab. Die Schnitte sind wohl eher Nebensache. (Die Schuhe auch… die High Heels machen sich gut im kenianischen Nationalpark… *g*

Schön bunt für den Sommer ist ja eigentlich prima, das wäre natürlich wieder eine gute Ausrede, beim nächsten Parisbesuch doch mal ein paar von den schönen Africa-Stoffen mitzunehmen… *unschuldigguck*. Denn wer würde schon die modische Kopie nehmen, wenn er das original haben kann…)

Kleid BurdaDas Kleid 121 hat übrigens einen schönen Schnitt, auch wenn man das auf dem Bild kaum sieht. Das Büstenteil scheint ganz gut ausgearbeitet zu sein und die weite des Rockes ist schön in Falten gelegt. Und das raffinierte und dezente Rüschendetail… (Kleiner Hinweis an die Redaktion: So sähe das auch in großer Größe aus, nicht wie im letzten Monat ein mit Gummi geraffter Sack. Danke für die Aufmerksamkeit.)

Und dann wieder die mehr oder weniger passenden Accessoires. Neben Ethnoketten und High-Heels aus Schlangenleder auch noch ein paar Sachen, die einfach nur bunt sind. Naja, eine Ausrede diese zu zeigen braucht es wohl.

Bunt sind dann auch die Taschen, Tasche aus Handtuch ist natürlich keine neue Idee, haben wir in den80ern auch schon gemacht, aber die Anforderungen an Strandtaschen haben sich auch nicht wirklich verändert. (Als Einzelseite eingestreut ist dann auch die Kosmetik akzeptabel. Sonnencremes mit viel Bild und wenig Text. Und schon steht nicht so viel Mist dabei. Gute Entwicklung)

Jacke BurdaEine Jacke (Modell 106) mit Rosen! Rasend schön…. will ich haben! Und sogar bis Gr. 46 (eine Größe vergrößern ist ja immer nicht so kritisch). Nicht nur die Rosen, auch das kragenlose Revers, das die Jacke weiblich und „angezogen“ wirken läßt. (An der Paßform wird man hingegen kräftig arbeiten müssen… da ist dieser komische „Hubbel“ an der Schulternaht, fehlt da ein Schulterpolster? Das lose eingelegte Anleitungsheft hatte doch Vorteile… Und um die Hüfte sieht es etwas spack aus…)

Kleid BurdaKleid 128 mit der Wickeloptik ist nicht weniger schön. Na gut, vielleicht nicht mehr ganz in meiner Größe… Allerdings sollte man den losen Bindegürtel besser irgendwie befestigen. Daß er über die Ansatznaht des Rockes rutscht sieht nicht schön aus und nimmt auch etwas von der Illusion der „Wickelwirkung“. Aber im Ganzen mag ich diesen „Sommertagtraum“. Erinnert mich etwas an Grace Kelly und „High Society“. (Paßt dann ja auch irgendwie zum Long Island Thema, Ostküsten-Eleganz.)

Na gut, die beiden sackartigen Blusen muß ich jetzt nicht haben. Die fallen ja eher unter „schade um den Stoff“. Der Rock mit den Bauchfalten ist nett (so man schlank genug ist), aber so was in der Art habe ich jetzt schon ein paar Mal gesehen. Ich weiß nur schon gar nicht mehr wo…

Der Rock 127 mit Tüll-Überrock ist jetzt auch nicht so für meine Figur, aber der Effekt gefällt Kleid Burdamir trotzdem gut.

Dafür ist das Jerseykleid 129 wieder ein echter Kandidat, bei dem es mich in den Fingern juckt, es zu nähen. Auch hier ist der Schnitt freundlicherweise wieder bis Größe 46 vorhanden. Gut so, denn damit das gut aussieht, muß auch ein bißchen Figur da sein, den braucht man nicht in 34… 😉

Ah ja, zu dem Thema dann auch eine Kosmetikseite, sehr rosa…

Ah ja, die Plusmode… Ein Hemdblusenkleid, allerdings in Mantellänge. Also so offen getragen sieht es fast gut aus…. (Und das Modell könnte tatsächlich so was wie Gr.44 bei einer Länge von 185 cm haben. Also schon mal nicht mager.) Warum ist das Kleid eigentlich auf der Webseite nicht zu sehen?

Hose BurdaBei der Hose 137 ist nur der Blick auf die technische Zeichnung interessant. Ins Vorderteil verlegte Seitennähte und da dann gleich die Taschen mit eingearbeitet. Eine kleines, aber elegantes Detail. Ich glaube, ich muß doch mal wieder eine Hose nach Burda nähen. (Zumal diesmal kein Stoff mit Elastan angegeben ist, geht doch!) Ich brauche dringend Leinen für den Sommer. (Na gut, erst mal sollte ich die zwei noch laufenden Projekte „wegnähen“…. *seufz*)

Kleid BurdaUnd obwohl ich eigentlich weder sackartige Kleider noch Bouleform mag… Kleid 139 macht mir Lust, es zu nähen. So für den Urlaub…. und so sackartig ist es gar nicht mit den Wiener Nähten.

Die Tuniken hingegen… ja, nett, aber hatmanschongesehen und kenntmanschonauswendig. Für so was empfehle ich den Gang in den Indienshop des Vertrauens, da heißt das Kurta und es gibt es mit schönen Stickereien. (Na gut, nicht immer in großen Größen…)

Das „aus 1 mach 4“ Thema sind Westen. Erst der modegeschichtliche Überblick, dann die Burdaversion. Modell 130 firmiert als „Herrenweste“, warum bleibt unklar, denn die klassische Herrenweste hat keinen Kragen oder Revers, reicht bis etwas über den Hosenbund und ist eher figurnah geschnitten. Die Burdaversion ist sackartig weit, hüftlang und mit Reverskragen versehen. Und dann wundert man sich wieder, wenn Nähanfänger weder in Büchern noch im Internet auf Fragen vernünftige Antworten finden, weil sie mit falschen Suchbegriffen operieren.

Die „Flapper-Weste“ daneben ist zwar von den 1920ern inspiriert, aber eine ärmellose Bluse. Was da Weste sein soll ist nicht erkenntlich. Immerhin, im Safaristil ergibt der Schnnitt dann tatsächlich eine Weste. Dank Gürtel sogar etwas auf Figur. Und die „Blusenweste“ daneben hat sogar Ärmel. Was daran dann noch „Weste“ sein soll…? Von einer Mode- und Nähzeitung erwarte ich nach wie vor etwas mehr Sachkenntnis.

Der Download-Schnitt firmiert nach wie vor unter „Starstyle“. Vergessen wir das mit dem Star mal, aber die Idee finde ich generell gut: So ist jeden Monat Platz für einen Abendkleidschnitt (der im Anleitungsheft und auf dem Schnittbogen ja viel Platz beanspruchen würde und den letztlich dann eben doch nur wenige Leserinnen nutzen, weil… wie oft bruacht Frau schon ein Abendkleid?) und der Preis für den Download ist durchaus moderat. Das Originalkleid sieht auch rasant aus, die Burdaversion wirkt hingegen etwas abgespeckt. Das Photo zumindest zeigt doch eher gerafften Chiffon über Satin und außerdem glaube ich nicht, daß der in der Seitennaht aufhört. Burda macht einen matt-glanz Effekt mit Crepe Satin daraus und außerdem bleibt die Rückseite schmucklos. „Sargkleid“ nannte das Kathleen Fasanella so treffend… Das ist dann wenig „starwürdig“.

Um Häkeln geht es auf den nächsten Seiten. Kein Modell, aber eine Bildanleitung für die Basishäkelstiche. Für Anfänger sicher prima.

Dann kommt en bißchen Werbung für die Burdafashion-Website, eigentlich wäre es praktisch, wenn die ganzen Internet-Seiten gleich beieinander wären. Und dann geht es mit einem Japan-Quilt weiter. Mir gefällt er recht gut, allerdings ist mir nicht ganz klar, an wen sich die Anleitung richtet. Für einen Anfänger ist sie etwas zu vage, ein Patchwork udn Quiltcrack braucht wahrscheinlich nicht mehr als die Schemazeichnung. Aber gerade der Quilt lebt ohnehin völlig vom verwendeten Stoff.

Ah, jetzt der nächste Verweis aufs Internet, auf die Burdastyle-Seite. Der Rock mit dem Faltenteil sieht hammerartig aus und das „Coffe Date Kleid“ macht mir richtig Lust, es zu nähen. Daß verschiedene Varianten von verschiedenen Userinnen gezeigt werden ist auch ganz prima. (Nur wer kein englisch kann bleibt auf dieser Webseite außen vor.)

Was haben wir dann ? Atelierbesuch, diesmal geht es um Handtaschen. *Lechz* *Hechel* Die Taschen von Ayzit Bostan finde ich schon mal sehr spannend. (Und ein Blick auf ihre Homepage zeigt einige ebenso spannende Kleidungsstücke). Und die gefälteten weißen Handtaschen von White Capri… Mistmistmist… die wären genau richtig für mich gewesen. Aber jetzt habe ich schon angefangen zu häkeln, jetzt kaufe ich mir keine mehr. *grmpf*

Die Shoppingtour geht diesmal nach Amsterdam. Da wollte ich ja schon lange auch mal hin, aber als ich Kantjeboord erwähnte, wollte mein Mann nicht mehr… die Adressen im Heft werden das nicht besser machen… *g* (Wobei Kantjeboord ja fehlt…)

Ach, das war’s schon? Schade, irgendwie, denn dieses Heft fand ich toll wie schon lange nicht mehr. Und es sind wirklich etliche Modelle drin, die ich mir gerne für mich nähen würde, ich weiß gar nicht mehr, wann ich das das letzte Mal hatte.

Summary in English: I think I never had an issue with so many things I really liked to make for myself. And some more that I would like on another size than mine… I love jacket 106 with the handsewn roses or the rose faux wrap dress 129, both go up to size 46, so enlarging them just one size would be more than doable.

Another wonderfull dress is 101, but maybe not in my size, same for dress 128. But dress 122 from the“Africa“ collection I’d like to do for myself, even though the patterns rans only from 36 – 44.

And.. this time I’m even in love with some of the plus-size patterns, especially the dress (and normally I hate „Boule“-dresses) and the pants. That’s long ago since I really liked plus patterns from burda!

Did I say I regret even more not having children to sew for with the cute dress? But the little boys sweater is equally great! If they go on like this I’ll get in trouble. Because so far I’m giving away my BWOF after about two years, but that’s an issue I’d like to keep. If there are more like this to come… I’ll need a larger appartment….

Business goes Africa

Es gibt noch ein Projekt, an dem ich schon lange arbeite, aber nicht mit hoher Priorität. Deswegen geht es nur langsam vorwärts und deswegen bin ich noch nicht dazu gekommen, darüber zu schreiben.

There is another project I’m working on for quite a while, but not with a very high priority. So progress is very slow and I never found the time to blog about.

Da ich die bunten afrikanischen Stoffe sehr gerne mag, suchte ich schon lange eine Möglichkeit, sie für mich tragbar zu machen. Und zwar, ich liebe ja Herausforderungen, in einem Business-Outfit….

I do love those colourful african fabrics so I’ve always wanted to make them work for me. And, I love challenges, in a business-outfit…

Scnnitt Vogue V7896

Es soll ein Kleid für’s Frühjahr werden, ich habe also noch Zeit…. Äh… vielleicht dann doch besser für den Herbst…  Außerdem habe ich nicht gesagt, für welches Jahr…

Grundlage wird dieser Vogue Schnitt (V7896) sein. Vorteil ist, daß ich ihn schon mal genäht habe, oder sagen wir schon mal als Grundlage einer Veränderung verwendet habe.

Der Nachteil ist, daß ich ein Kleid mit Teilungsnähten brauche, der Schnitt aber Abnäher hat. Also werde ich zeigen, wie ich den Schnitt so verändere.

I want to make a dress for spring, so I have plenty of time…. Let’s say it’s for autumn…And I didn’t say what year…

I’ll take this Vogue pattern (V7896) to start with. The advantage is, that I’ve made it once already. Or let’s say I took it as basis for a pattern modification.

Disadvantage is, that I need a pattern with princess seams and this pattern forms the dress with darts. So I’ll show how to turn darts into seams.

ProbestoffAlso wird dieser Stoff wieder eine wichtige Rolle spielen.

Nein, das wird nicht das Kleid… aber wenn ich so massive Schnittänderungen vornehme, dann ist ein Probekleid unabdingbar.

Den Stoff seht ihr noch oft genug, wenn es an die Verarbeitung geht. Da werde ich zeigen, wie man auffälligen Stoff unauffällig einarbeitet. Oder so. 😉

So this fabric will play an important role.

No, that will not be the dress… but if I make bigger pattern modifications nothing goes without a muslin…

You’ll get to see enough of the fabric when I’ll show what I do to incorporate a quite flashy fabric in a „respectable“ outfit. 😉

Passende Borte zum Nulltarif!

Fitting braid for free!

Nach der Strickerei und Häklerei geht es auch mal wieder ums Nähen…

Dekorative Elemente sind schön, aber eine genau passende Borte zu finden ist nicht immer einfach. Und wenn man endlich eine gefunden hat, dann ist sie meist teuer.

Neulich stand ich auch vor dem Problem, daß ich für ein Babykleid absolut nichts passendes in meinen Vorräten fand, aber unbedingt am Wochenende fertig werden wollte. Also habe ich mir aus den Stoffresten und etwas Stickgarn selber eine Borte gemacht.

After all that knitting and crocheting a bit of sewing again…

Decorative elements on garments are great, but finding the right braid can be complicated. And once you’ve found it, it’s expensive.

Some time ago I had that problem that I wanted to make a dress as a baby gift and didn’t find anything appropriate in my stash. Of course it was weekend and the shops were closed. So I made my own braid from fabric scraps an some embroidery thread.

Und so geht’s:

And that’s how I did it:

StoffstreifenZuerst habe ich zwei Streifen Stoff geschnitten, einem aus dem Stoff des Kleides, einem Baumwoll-Leinen von BBG, im geraden Fadenlauf, den anderen aus einem Rest BBG Spinnaker im schrägen Fadenlauf. Bei dessen Breite habe ich mich nach dem Karomuster gerichtet und das einmal schräg durchgeschnitten. Er ist etwa 5mm breit.

Die Borte wird auf Vorder- und Rückteil aufgenäht, bevor die Seitennähte geschlossen werden, daher macht es nichts, wenn die Streifen unterschiedlich lang sind. Sie dürfen nur nicht zu kurz sein.

First I cut two stripes of fabric. The wider one is about 1.7 cm wide and cut on the straight grain. It’s a cotton-linen blend from the Dutch company BBG, the fabric I also made the dress from. The other one is BBG Spinnaker, a rather stiff fabric with a woven plaid. Here I cut on the bias, according to the plaid, which made it approximately 5 mm large.

I’ll be sewing on the braid on front and back before the side seams are closed, so I do not have to make the stripes the right length now. Only they shouldn’t be too short.

Streifen aufgeheftetDer breitere Streifen wird jetzt von Hand aufgeheftet. Er dient dazu, eine Ansatznaht zu verdecken. Da die Naht abgerundet verläuft muß der gerade Streifen dazu schon beim Heften etwas in Form gedehnt und gestaucht werden.

Mit meinem Stoff geht das auch ganz gut, danach wird der Forumung noch mit Dampf und Hitze (spricht dem Bügeleisen) nachgeholfen, so daß der Streifen glatt aufliegt.

(Für eine größere Version des Photos einfach draufklicken.)

The larger band of fabric now gets handbasted to the front and the back of the dress. (The pic shows the back.) I want it to cover a rounded seam, so I have to shape it. Stretching it a bit on the botton an holding in a bit on the top of the band.

With my fabric that is not to complicated, it is soft enough to be formed. Then steam and heat (that is pressing) help it to lay flat over the seam.

(For a larger version of the pic just click.)

aufklebenDer zweite, dünnere Stoffstreifen wird jetzt genauf auf die Mitte des breiten gelegt. Um ihn zu fixieren benutze ich den Stoffklebestift von Gütermann. Der wäscht sich hinterher raus.

Da der Streifen schräg geschnitten ist, ist es nicht schwer, ihn der Kurve anzupassen.

Now I’m attaching the second stripe of fabric on the middle of the first one. To baste it I’m using a non permanent glue stick from „Goldzack“ (at least in Germany, probabely it exist under other brand names in other countries, too). This glue will wash out later.

As the second stripe was cut on the bias it is no problem to have it follow the curve.

ZierstichJetzt kommt der lustige Teil: Einmal mit einem einfachen Zierstich über den schmalen Streifen nähen. Dadurch werden beide Stoffstreifen befestigt.

Ich habe ein Metallic Stickgarn von Mettler benutzt und natürlich eine 90er Maschinensticknadel. Eine spezielle Metallicnadel war nicht nötig, das Mettlergarn neigt zumindest bei mir nicht zu Fadenrissen.

Now comes the fun part: Setting the machine to a simple decorative stitch and stitching over the small fabric band. So both stripes are well attached.

I used a metallic machine embroidery thread from Mettler an a machine embroidery needle size 90. As (at least on my machine) Mettler threads are not prone to break I didn’t need the special needle for metallic thread.

ausfransenVielleicht hat sich beim Lesen der eine oder andere gefragt, warum ich nicht beide Stoffstreifen im schrägen Fadenlauf zugeschnitten habe. Schließlich ist das bei einer Rundung doch einfacher. Aber hier kommt die Auflösung des Rätsels:

Die Borte bekommt einen fransigen Rand, ich ziehe also noch Gewebefäden aus dem breiteren Stoffstreifen heraus. Und das geht natürlich nur, wenn ich vorher gerade geschnitten habe…

Maybe some of you did ask themselves, why I did not cut both fabrics on the bias, because that makes following a curve much easier. Well… here’s the reason:

I wanted a braid with a frilly edge, so I pulled some threads from the larger fabric band. And this is only possible if it’s cut straight on the grain…

BabykleidNatürlich gibt es auch ein Bild von dem fertigen Kleid.

Der Schnitt ist übrigens ein alter Bekannter, aus der Oktoberburda 2005: Hier habe ich es schon einmal genäht.

Of course there is also a pic of the finished dress.

The pattern is from BWOF, october 2005, Here I did it for another baby.

AusschnittUnd zu guter letzt auch noch ein Detailbild vom Ausschnitt.

Das Kleid hat vorne schmale Falten gelegt und diese habe ich mit dem gleichen Zierstich festgenäht.

Ganz einfach, aber ein chicer Effekt. Finde ich.

My last shot is a detail from the neckline.

The dress has inverted pleats on the front and instead of normal topstitching I used the same metallic thread an the same decorative stitch from my sewing machine to stitch them down.

Again easy and simple, but a chic effect. I think…

Burda Modemagazin 10/2008, Modell 115 (Kleid)

Kleid BurdaAls ich dieses Kleid sah, oder besser die technische Zeichnung davon, denn das Bild zeigt eigentlich nichts von dem, was es attraktiv macht, war mir sofort klar, daß es zu meinem neuen Motto „Sleeping with style“ paßt. Ich bin die Big-Shirts und andere Häßlichkeiten nämlich leid und außerdem fand ich die Negligées in den alten Filmen aus den 1930er oder 1940er Jahren schon immer beeindruckend. Viel aufwendiger, als manches Abendkleid heute.

(For the english review just check Pattern Review.)

Der Schnitt ist in Größe 36 – 44 im Heft, also habe ich ihn mit meiner bewährten Methode auf Gr 48 gebracht. Am Rockteil habe ich noch weitere 10cm für die Hüfte zugegeben: je 1,5cm an jeder Seitennaht verlaufend von der Taille zur Hüfte hin und 2cm an der vorderen und rückwärtigen Mitte. Hier habe ich die Mehrweite auf höhe der Ansatznaht von Oberteil und Rockteil dadurch ausgegelichen, daß ich vorne einfach stärker gerafft habe und hinten die Abnäher im oberen Bereich entsprechend verbreitert habe. Außerdem habe ich 2cm Länge oberhalb der Taille (auf dem Rockteil) rausgenommen und an Rückenteil an der Schulter 1 cm Breite weggefaltet. Also die üblichen Änderungen. (Am Vorderteil habe ich keine Weite rausgenommen, da habe ich nur stärker gerafft und mir dadurch die FBA gespart.) Und dann habe ich den Rock noch um 10cm verlängert, da ich kein Minikleid haben wollte.

Kleid/NachthemdAls Stoff hatte ich zwei Baumwolljerseys von Alfatex in Köln, die ich gefärbt hatte.

Die Anleitung sieht Elastikjersey vor, das habe ich aber erst nach dem Zuschnitt gesehen. Auf meinen Stoff vom Rockteil trifft das auch zu, der vom Oberteil ist nur „normal“ querelastisch für einen Single Jersey, aber zum Glück ist durch die Fledermausärmel genug Weite da und es stört nicht.

Das Nähen war nicht weiter schwierig, ich habe nur das Formband auf die rechte Stoffseite gebügelt und als ich es wieder halbwegs runtergepoppelt hatte, hatte ich keine Lust es noch mal zu machen, also blieben rückwärtiger Ausschnitt und die Schultern unverstärkt. Da mein Stoff ohnehin nicht so elastisch ist, stört das auch nicht.

Der Beleg für den Halsausschnitt soll im schrägen Fadenlauf geschnitten werden. Da sich mir der Sinn dieser Aktion bei Jersey so gar nicht erschließen mag, habe ich ihn einfach quer zur Dehnrichtung geschnitten. Da der Singlejersey aber kaum Rücksprung hat, habe ich etwas Gummi gedehnt aufgenäht. Das funktioniert gut.

Bis auf die wenigen Zentimeter in der vorderen Mitte und die Abnäher habe ich alles mit dem Overlockstich der Nähmaschine zusammengenäht. Gesäumt habe ich mit einem Wabenstich von meiner Nähmaschine, denn das ist elastischer als die Zwillingsnadel.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, Das Kleid ist bequem im Bett und am Frühstückstisch sieht es doch gleich viel besser aus, als irgendein schlampiges Shirt. (Das Bild zeigt den Zustand nach der ersten Nacht…) Die Ausschnittbelege werden auf der Länge nicht angenäht, rollen sich daher etwas, bleiben aber ansonsten wo sie hingehören. Wenn ich es als Kleid nähen würde, würde ich mir aber dafür was einfallen lassen.

Den Ausschnitt finde ich nach wie vor für ein Kleid zu groß (zumal man wirklich keinen BH mehr drunter tragen kann), aber als Nachthemd ist es perfekt und dafür wird der Schnitt sicher auch noch mal zum Einsatz kommen. (Nein, den Ausschnitt weiter zunähen ist keine Alternative, dann verliert es nämlich die Raffiness, die es so aussehen läßt, als hielte der Riegel vorne den Stoff zusammen.)

Revue de Presse: Idées Couture Broderie Boutique, 1/2009

Beim letzten Parisbesuch ist es mir wieder gelungen, eine französische Schnittmusterzeitschrift einzusammeln.

ZeitschriftInteressanterweise hat sich der Titel etwas verändert… unter das „Idées Couture Broderie“ ist ein „Boutique Italian Style“ gerutscht. Den Verdacht, es handle sich um eine Übersetzung aus dem Italienischen hatte ich ja schon lange. Aber diesmal genügt ein Blick ins Impressum (und auf den Schnittmusterbogen), die Emailadresse des Verlages ist lamiaboutique@… somit wäre es wohl amtlich, es gibt La Mia Boutique (eingeweihten auch als LMB bekannt) in Frankreich. Für mich viel praktischer, denn italienisch kann ich nicht, französisch schon.

Ich vermute allerdings nach wie vor, daß die Modelle mit zeitlicher Verzögerung in Frankreich erscheinen, denn für ein im Mai am Kiosk befindliches Heft kommt es doch noch recht „kühl“ und dunkel daher.

Das Heft beginnt schwarz, wie der Titel, Abendmode ist das erste Thema und die ist ausschließlich schwarz. (Also nicht gerade typisch für den Tanz in den Mai.) Für mich wirkt der Stil jedoch nicht besonders festlich, bestenfalls der schwarze Stoff „adelt“ die Modelle zum Abendkleid. Und Details sind auf den Bildern schwarz auf schwarz auch nicht zu erkennen. Gut gefällt mir aber, daß bei jedem Modell direkt nicht nur der Stoff des Modells steht, sondern auch alternative Stoffarten empfohlen werden. Na gut, die schwarze Jacke mit den karierten Revers und der Overlocknaht ist ganz interessant. Wo aber in den 80ern das noch ein riesiger Stilbruch gewesen wäre, ist das inzwischen doch eher brav.

Dunkel geht es in den großen Größen weiter, Einfachheit in grau und schwarz. Soll heißen, die üblichen langweiligen Sackkleider haben noch dazu keine Farbe. Aber Minikleid ist erlaubt. (Zumindest am Model, das aber auch nicht schwerer als „normal“ ist, im Vergleich zu den mageren anderen Models.)

Das nächste soll wohl eine art lässiger Street-Style sein. Enge Hosen, kurze Blusons und Röcke und zumindest etwas Farbe. Wenn ich für eine 16jährige nähen würde, hätten die Blusons das eine oder andere nette Detail, für mich ist jedoch gar nichts dabei. Der Stil begeistert mich nicht. (Nur der Farbverlauf im Stoff des einen Blousons, aber den müßte man erst mal bekommen.)

Pulli Idées Couture BroderieLässige Büromode zeigen die nächsten Seiten.

Daß alles wieder nur in grau oder schwarz ist, kann mich nicht so begeistern. Schnitte für einen schlichten Pulli oder einen geraden Strickrock brauche ich auch nicht.

Gut gefällt mir hingegen der Pulli im Twin-Set Stil. Leider wirkt er auch sehr durch die verwendeten Stoffe und farblich exakt passende aber unterschielich gemusterete Strickstoffe und Jersey zu bekommen dürfte in der Praxis zumindest nicht einfach sein. (Einen fürs Büro vielleicht schon fast zu ausgeflippten Rock gibt es auch dazu. Und wieder diese weißen Gummistiefel. Die passen nun wirklich nicht ins Styling, der Schuhetat dieser Produktion scheint winzig zu sein…. *g*)

Oh, das vorhin war noch gar nicht die junge Mode, die kommt jetzt erst. Shirts, Sweatjacken, knackig eng oder lässig weit… für sportliche Teenies würde ich wieder sagen. Und nach wie vor mit einem starken Fokus auf grau und schwarz….

Kleid Idées Couture BroderieHm, ja das sieht wirklich interessant aus. Ein Kleid mit gerafften Vordereinsätzen. Nur würde ich es eher nicht mehrfarbig machen, sondern einfarbig. Aber das gefällt mir wirklich gut. (Und ist auch nur ungefähr zwei bis drei Größen zu klein…)

Auch ein anderes Kleid aus dieser Modestrecke gefällt mir, elegant, aber für mehr oder weniger jeden Tag. (Wenn man so was mag.)

Abgerundet wird das Heft durch ein Outfit für Jungs (4-7 Jahre) und eines für Mädchen (2-5 Jahre). Wo es für das kleine Mädchen einen schwarzen Rock mit einem an eine Schuluniform erinnernden grauen Oberteil gibt, darf der Junge eine Art Street-Style mit Kapuzensweater und Jeans tragen. Letzteres dürfte das alltagstauglichere Outfit sein.

Aber immer nur dunkel, auch für die Kinder… ach nö. muß nicht sein.

Vermutlich werde ich das Heft ein wenig bei mir ablagern, bevor ich es weitergebe. Aber im Moment sehe ich da nicht viel praktisches Potential für mich.

Summary in English: What I had already suspected is proved now by the issue I picked this time: This french pattern magazine is an italien one, La Mia Boutique (also known as LMB). This issue doesn’t have a lot of things I like, one dress, one sweater (both not my size) and then a lot of extra short vests, skin tight pants,… and things I’d call teenage-style. Only I have no 16 year old to sew for. So I haven’t decided, whether I’m keeping this issue or not.

Revue de Presse: Burda Modemagazin 5/2009

So, inwzischen bin ich dann auch auf eine Burda gestoßen… allerdings lag sie nicht bei den anderen Handarbeitszeitschriften, nicht so gute Taktik, wenn die Leserinnen das Heft auch finden sollen…

Short summary in English: I have very mixed feelings about that issue. There are some dresses an one jacket I really like, even though none of them is my size, but the rest is between boring and awful. I somehow suspect that has something to do with fashion, I don’t like shirtdresses and I don’t like those straight rectangular shapes. And I don’t care for fashion as far as that is concerned…

Der Titel ist vorhersehbar sommerlich, ich glaube, der Mai hat immer gerne Blümchenkleider. Oder wenigstens Kleider. Oder so. (Ich bin ja immer zu faul, nachzugucken. Oder war das letztes Jahr im Juni?) Jedenfalls singt auch die Chefredakteurin das Loblied des Kleides. Das ich im Übrigen vollständig unterstützen kann, ein Kleidungsstück und man ist fertig. Nachdem man es geschafft hat, die Strumpfhose anzuziehen, die sich natürlich immer dann verdreht, wenn man es gerade mal eilig hat…

Bevor es an Schnitte geht, kommen aber erst mal wieder die Basteltips. Rüschen. Nun Ja, also das Modell von Cacharel sieht doch mehr nach Nachthemd aus. Und einen Schuh mit Rüsche verzieren… na ob das Annähen von Hand auf einem Schuh „einfach“ geht? Ja nach Material des Schuhs stelle ich mir das recht mühsam vor….

Der Tüllrock ist wenigstens ein Anfängerprojekt, die typographischen Motive regen mich schon eher an. Das ganze dann noch als Druck mit Nitroverdünnung, haben wir das nicht alle schon mal gemacht? (So wir alt genug sind, um die 80er bewußt erlebt zu haben… *g*)

„Leichter Nähen“ schlägt vor, seine Nähsachen in einem Werkzeugkasten aufzubewahren. Abgesehen davon, daß ich immer eine größere Menge Seidenstickgarn aufbewahre… die Idee ist gut, aber aus persönlicher Erfahrung empfehle ich statt eines klassischen Metallkastens einen aus Kunststoff. Die Dinger aus Metall sind nämlich schon ungefüllt sperrig und schwer. Und die aus Kunststoff gibt es in mehr verschiedenen Größen. (Ich habe zwei…)

Oh Fadenkunde, das ist eine gute Idee… die komplett vergeigt wurde. Statt sich systematisch mit verschiedenen Materialien und Stärken, und den Unterschieden zwischen den Fäden zu befassen, bleibt es bei nichtssagenden Angaben, wie man sie sozusagen von der Verpackung ablesen kann. Wahnsinnserkenntnis, daß Quiltingfaden fürs Quilten gedacht ist. Dafür wird weder auf Baumwollnähgarne eingegangen, noch auf die Unterschiede zwischen Stickgarnen aus Rayon, Polyester und Baumwolle. Und was bitte soll „Overlockgarn“ sein? Man kann sehr viele Fäden auf der Overlock verwenden. Bauschgarn taucht dafür gar nicht auf. Einmal Nachsitzen für die Redaktion, bitte.

Das 80er Gefühl verstärkt sich bei „leichter nähen“, Top oder Täschchen aus Nickitüchern, schnell und nett, wenngleich nicht sehr spannend.

„Netz-Trümpfe“ sollen die Linktips sein. Real bewegen sie sich zwischen „groovy“ (www.okversand.com) und „Ich hoffe, sie sind wenigstens gut dafür bezahlt worden, diese Peinlichkeit zu empfehlen.“ Tendenz zu letzterem.

Aber jetzt kommen dann endlich mal Schnitte. Eine Sommeergarderobe in weiß und sand aus maskulinen Schnitten wird angekündigt. Shirt 103A mit dem tiefen Wickelausschnitt ist besonders maskulin, ebenso der Rockschnitt. Ja, gut der hat „sportliche“ Jeansdetails wie den Reißverschlussschlitz vorne und die Taschen. Wahnsinnig innovativ auch, einen Jeansschnitt in Satin umzusetzen. Aber na gut, es soll eine Urlaubsgarderobe sein, da dürfen die Schnitte auch einfach sein. Na gut, so einfach wie die geraden Bauteile für Hemd 106A müßte es dann doch nicht sein. Früher hatten Kinder so Kittelchen, damit sie nicht ihre Klamotten bekleckern… und da war’s schon häßlich… *örgs*

Burda BlusonAch, na bitte, geht doch. Der Schnitt von Bluson 107A gefällt mir gut. Sieht man zwar nur auf der Schnittzeichnung, aber die ist ja dabei.

Und obwohl ich die meisten Schnitte dieser Modestrecke irgendwo zwischen langweilig und grauenhaft finde… das Look and Feel mit den Farben und dem Meer im Hintergrund hat was von Urlaubsstimmung. Nur ob ich mir dafür eine Schnittmusterzeitung kaufen muß ist natürlich die Frage…

In passend hellen Farben kommen dann auch Accessoires daher. Sinnfrei verfaßte Texte kommen gratis dazu. Von einer Sandale mit megabreiter Fesselspange zu behaupten, sie mache schlanke Beine ist eher blanker Hohn. Solche breiten Riemen an der Fessel betonen nämlich dicke Knöchel und Waden.

„Beauty“ gibt es auch wieder. Zum Glück nur als Bildseite. Pflegeprodukte nach der Farbe der Verpackung auszusuchen ist jedenfalls mal originell. (Gilt da das Motto „Ich bekomme zwar Pickel von der Creme, aber die Dose paßt so gut zum Design meines Badezimmers“… ? *gg*)

Kreative Kleinigkeiten unter „news“. Der Fernseher ist witzig, auch wenn er nur zur Hälfte gestrickt ist. Wer genau hinsieht, erkennt auch gehäkelte Anteile. Die Tasche von Martin Reinwarth bringt mich auf so einige Ideen… und das Regalschaf ist zwar unpraktisch und sperrig aber doch süß. Bettwäsche zu Kleidung recyceln ist hingegen ein alter Hut.

Dann geht es mit Karos weiter. (Definitiv ein Trend diesen Sommer, die Schaufenster der Klamottengroßhändler in Paris hingen letzte Woche voll damit!) Bluson 107 kommt auch in der karierten Version B gut rüber. Irgendwo zwischen Jacke und Bluse. (Wobei… ich glaube, ich nehme dann doch lieber das Auto… das hat auch meine Größe…) Tulpenrock in kariert….. sieht sogar weniger schlimm aus, als ich mir das vorgestellt hätte. Der Kittel 106B wird hingegen auch als Kleid deklariert nicht schöner. Tunika 115 A… hm… irgendwie niedlich, aber auch bei Körbchengrößen jenseits von AA? Kleid 114 ist zwar gar nicht meine Größe, aber zeigt mit dem schräg geschnittenen Rockteil doch schön, wie man einen ganz schlichten Schnitt mit einfachen Mitteln interessanter gestalten kann.

Und im Karo-Trend dürfen wir dann auch kreative Accessoires gestalten. Einen Hut etwa. Wobei… man sollte nicht gerade die unsauber und schlampig genähte Stelle in Großaufnahme zeigen… Die karierten Stoffstreifen ausgefranst auf einen Espandrillo geklebt finde ich übrignes ganz lustig. Die karierte Schleife hingegen… (Und warum eigentlich „Friedensschleife“?) Ah, weil mal wieder ein verzweifelter Bezug zur Hippie-Zeit gesucht wird. Deswegen sind stoffumwickelte Plastikarmreife dann auch „Woodstock-Armreife“. Wenn wir keinen Bezug finden, dann stellen wir halt einen her. Irgendwie…

Als Konrast scheint die nächste Modestrecke dann elegant zu sein, in grün. Nicht so sehr meine Farbe, nicht weil sie mir nicht gefällt, sondern weil sie mir meist nicht so recht steht.

Burda JackeDabei gefällt mir Jacke 119 in A-Linie richtig gut. Die wäre sogar bis Größe 46 drin…. und man könnte sie sicher auch in rot oder blau nähen…

Burda KleidOder Kleid 117 mit der raffinierten Wickelung am Oberteil? Warum denn wieder nur bis Gr. 44? (Na gut, Satinglänzend sollte es nicht größer als 34 sein… aber aus mattem Wollgeorgette oder Seidencrepe sollte das doch auch gut aussehen…) Vielleicht sollte ich doch regelmäßig Cocktailbars aufsuchen, dann hätte ich auch Gelegenheit, so was zu tragen…. 😉

Der Tulpenrock mit Schleife vorne drauf… na ich weiß nicht, nicht wenn man älter als drei ist. Oder vielleicht noch mit 16. Aber da will man ja meistens cool aussehen, nicht süß. *g*

Burda KleidRaffiniert ebenso der Faltenwurf an dem sonst schlichten Kleid 118 in Kurzgröße. Um das zu sehen muß man allerdings mal wieder die Skizze bemühen, denn die Abnäher am Ausschnitt sind geschickt unter den Haaren verborgen. (Und ein näherer Blick zeigt, das mit dem Ausbügeln von Säumen, ohne Durchdrücken der Nahtzugaben sollte Burda noch mal üben… *g*)

Die Accessoires dazu sind dann nicht nur in grün, sondern auch in türkis, das ist ja schon eher was für mich. Farblich frische und ansprechende Kombination, aber nichts für mich dabei.

Die Nähschule zeigt diesmal Pattentaschen. Zwar ist der Blazer an dessen Beispiel die Verarbeitung gezeigt wird dunkelgrün, aber die Zeichnungen werden nicht besser sichtbar wenn man sie auch in dunklen Farben gestaltet. Außerdem sind sie recht klein, ob das so hilfreich ist, wenn man so eine Tasche noch nie genäht hat?

Dann wieder Werbung in eigener Sache für Burdafashion.com. Das Photo des Monats ist ja in der Tat recht süß.

Jetzt kommen noch mal Sommerkleider, das Titelmodell schaut man besser auf dem Titel an, denn das Bild im Heft zeigt mehr ein Cafe-Interieur, als das Kleid. Was Modell 123 zum „It-Girl“ qualifiziert wird nicht verraten. Nett ist es, gut. Aber sonst?

Burda KleidDa gefällt mir Modell 121 „Diva“ gleich viel besser. Ich fürchte, auf Raffungen stehe ich einfach. Und sogar bis Größe 46… Verlockend…

Bei Kleid 122 bin ich mir hingegen nicht sicher. Die Abnäher von der Schulter sind raffiniert, aber die Puffärmel dazu? Ich weiß einfach nicht… Modell 117 B ist schon bekannt, diesmal in gemustert. Der Schnitt kommt aber uni besser rüber.

Und das Maßkleid erinnert mich an eines, das ich mir schon vor Jahren nach einem Burdaschnitt genäht habe. Damals allerdings aus Jersey. Aber gut daß ich damals einen langlebigen Stoff genommen habe, der Schnitt ist offensichtlich noch aktuell. *g*

Weiter geht es mit dem passenden „Darunter“ für die Sommerkleider. Nichts, was man nicht schon gesehen hätte. (Inklusive der als „nutzlos“ aussortierten Sachen wie einem figurformendem Unterkleid. Wenn es so eng ist, daß es auch formt, dann schoppt es sich beim Laufen in windeseile hoch, bis man das ganze Kleid als uncharmante Wurst um den Bauch liegen hat. Zumindest bei mir. Gibt es jemanden, der so was schon erfolgreich eingesetzt hat?) Nur die Idee mit dem leichten Batistkleid unter Flatterkleidern… die hat eigentlich was. Das könnte ich mal ausprobieren.

Plusmode hat auch kleider. Hm, eher aus der „Stoffvierecke zusammennäh Fraktion“. Kleid 132 ginge als Nachthemd gut durch, 130 sieht aus wie die kleidsamen Kittel, die die Damen an der Fleischtheke tragen. gut, in dem Fall nicht in Pink… aber der Schnitt bleibt schmeichelhaft… *hüstel*. Kleid 134 ist ja noch ganz ganz nett, und bei 131 verdeckt das Model die vermutlich stark auftragende Raffung unter der Brust geschickt. 133 wäre vielleicht attraktiv, wenn ich Hemdblusenkleider mögen würde… Obwohl ich Kleider mag, diese begeistern mich nicht. 🙁

Burda AbendkleidDafür gefällt mir der Downloadschnitt 142 um so besser. Allerdings gehe ich selten auf Oscar-Verleihungen, von daher ist es auch nicht so schlimm, daß die Größe nicht paßt. 😉

Warum das Hemdblusenkleid unter „leichter nähen“ fällt erschließt sich mir jedoch nicht. Und egal welche Epoche, die Dinger sehen aus wie Kittelschürzen. (Was laut Text auch die Inspiration dafür ist…)

Burda KleidWobei, also diese Variante aus Leder (Kleid 128) und mit Reißverschluss…. nicht für meine Figur, aber das sieht generell heiß aus. Von der Hemdbluse ist da allerdings auch nichts mehr übrig. Außer vielleicht dem Vorderverschluß. Als vager Anklang.

Aber die geblümte Variante 125.. oh nö… truschig. echte Verschwendung eines Liberty-Stoffes….

Kurze Werbung für Lippenstifte… offensichtlich sind gerade alle Rottöne modern.

Beim Quiltkurs geht es in dieser Folge ans Quilten und ans Binding. Eine Handreichung ist das sicher, aber mehr auch nicht. ich weiß inzwischen, daß es alleine über das Anzeichnen des Quiltmusters ganze Bücher gibt…

Interessant der Blick auf Burdastyle. Da gucke ich ja nicht mehr so oft, seit das Einloggen nicht mehr geht. Und da es eine neue Software und überhaupt eine neue Site geben soll, bin ich nicht mehr motiviert, mich mit der alten auseinanderzusetzen. Aber alleine die Tunika Kyla mit dem Faltenwurf macht wieder Lust auf einen Blick…

Im Heft geht es dafür mit den Kindermodellen weiter. „Frische Brise“ besteht darin, daß eher konservative weiße Blusen und Hemden mit bunten Pünktchen und Streifenstoffen versehen werden. Schon niedlich, aber welche Kinder in dem alter (Größe 104-128) sind nicht niedlich? Immerhin, ein Hemd, Ein Blazer und eine Hose für Jungs sind mal wieder dabei. Kein großes Kunststück, dann Schnitte in dem Alter sind ja eh noch unisex.

Weiter geht es mit dem Bastelteil, die alte Découpage-Technik ist mal wieder dran. Die Asiatischen Plastikteller aus dem Chinaimbiß direkt auf den Tisch tapeziert hat was.

Aus den „kreativen Köpfen“ ist der „Atelierbesuch“ geworden. Vier Designer werden vorgestellt. Die Laser-Cut Platten aus Gold von Sabine Zechner gefallen mir mit den klaren Linien gut. Auch Channeljäckchen im Miniaturformat zum Anstecken von Anne-Marie Herkes haben was. Die anderen beiden sind mir dfinitiv zu verspielt. Wenngleich beides voll im Trend liegt. (So sagen meine Pariser Schaufensterbummel.)

Shoppingtips gibt es diesmal für London. Ob die jedoch irgendwie „geheim“ sind bezweifle ich dann doch. Von Liberty oder V V Roleaux habe auch ich schon gehört und ich kenne London nun gar nicht.

Tja, das war’s dann schon. Als Fazit: Einiges schön, aber anderes dafür um so gruseliger…

Revue de Presse: Knipmode mei 2009

Da sich die Burda diesen Monat als schwer zu finden erweist (mein Supermarkt hatte sie nicht), bin ich um so dankbarer, daß mein Bruder mal wieder mit einer Knip unter dem Arm vorbei geguckt hat. Also wieder eine Bilderschau…

Knipmode Mai 2005

Das erste Thema sind wohl Blumenmuster in groß und klein. Vorgeführt werden diese wohl von ganz normalen Frauen, mit ganz normalen Figuren. Von groß und sehr schlank bis rundlich. Und ich mag sie alle. (Weniger gerne mag ich, daß die Schemazeichnungen zu den Modellen mal daneben abgebildet sind, mal eine oder mehrere Seiten weiter. Gerade bei Mustern erkennt man den Schnitt ja oft schlecht.) Und obwohl mich vor allem Kleider mit Blumenmustern ja immer unwiderstehlich anziehen, gefällt mir diesmal die Jacke 6 mit der Raffung vorne besonders gut.

Knipmode KleidschnittWeiter geht es mit Freizeitmode. Wobei die Größenangaben hier verwirrend sind. Vorne im Heft ist 34-46 angegeben, im Anleitungsteil 44-56. (Zahlen lesen geht auch ohne Niederländischkenntnisse.)

Und erst der Anleitungsteil zeigt wie interessant Kleid 13 ist. Auf dem Photo sitzt das Model in guter Burda-Manier. Dabei wüßte ich doch wirklich gerne, wie das im Stehen fällt. Die Tunikaschnitte sind hingegen eher „Moppelstandard“. Und warum man für eine eigentlich recht gerade Leinenhose (so sieht das Material zumindest aus) unbedingt einen dehnbaren Stoff verwenden soll erschließt sich mir auch nicht. Leinen mit Elasthan gibt es zwar, es erschwert aber die Stoffsuche.

Die „one size fits all“ Sarouel-Hose mag zwar hochmodisch sein, häßich ist sie trotzdem 🙂 Gleiches gilt für den überriesigen Parka in knallgelb. Wobei die Farbe nicht der Knackpunkt ist. Und ein Hemdblusenkleid ist auch langweilig, egal wie bunt es ist.

Einen „Schnelltip“ gibt es auch, eine Jeans mit Nieten und Borte aufmotzen. Nun gut.

Dann gibt es einen Artikel über.. Stoffe, denke ich. Also weiter mit den Bildern.

Anschließend gibt es einige der Schnitte noch mal in lila, also gut, wirklich eine unvermeidliche Farbe dieses Jahr. Und Jacke 6 kommt einfarbig beinahe besser zur Geltung. Wohingegen der Riesenparka in lilakariert… nicht schöner wird.

Der nächste Teil scheint um Blusen und Oberteile zu gehen. Abwechslungsreich und tragbar.

Spannender ist der „Origami“ Teil. Interessante Faltungen. Kleid 16 gab es schon mal geblümt, aber jedesmal muß das Model die Brustpartie verdecken.. die ist das interessante Detail und man fragt sich schon, ob das nur Ungeschick ist oder ob das nicht sitzt? Aber auch die anderen Details mit Faltungen und Smok gefallen mir größtenteils sehr gut. Smarte Details für den eineinhalbten Blick.

Doch diesmal ist das nicht alles, es gibt noch ein Sonderheft mit Rockschnitten. In allen Längen und Formen.

Rock aus Knipmode mai 2009Besonders angetan hat es mir dieser Doppelrock, der von Prada inspiriert ist. (Die meisten Röcke in diesem Sonderheft sind vom Catwalk inspiriert.)

Auch Rock 108 (ebenfalls Prada-inspiriert) könnte ich mir vorstellen, obwohl er wohl meiner Figur nicht so zuträglich wäre.

Ich sollte wohl wirklich endlich mal was nähen, aus der Knip….

Summary in English: I don’t speak dutch, but the pics of Knipmode can talk for themselves. Again I like several styles, especially the dress 13 that is probably large sized and the Prada-inspired skirt. But also the graphic style of the „Origami“ inspired pieces. It’s a pity, they don’t show more on there webside…

I should start sewing something from knipmode, as I always like some of the styles…