Silvester-Outfit 2025

Weil vor Weihnachten bekanntermaßen im Leben nichts zu tun ist, hatte ich dann Mitte Dezember die spontane Idee, ein Silvester-Outfit zu nähen.

Zum einen, weil sich da abzeichnete, dass der Feierort ein eher schlecht heizbares Wohnzimmer sein würde, zum anderen, weil mich zwei Stoffe aus meiner Trigema-Kiste (die ist transparent) schon länger angrinsten, ich immer was draus machen wollte… und das war eigentlich die Gelegenheit. Und die ganze Veranstaltung würde auch sehr leger sein, kein Grund, sich schick zu machen. Bequem passte besser.

Und… es wurde fertig! (Das Band in die Kapuze habe ich allerdings am 30.12. erst gekauft und am 31.12. eingezogen. Ich hatte eines, das gegangen wäre, wollte aber gucken, ob ich in Paris nicht noch eine bessere Option finde, was der Fall war. Und die „Stopper“ auf die Kordel habe ich tatsächlich erst einige Tage später gekauft und aufgefädelt. (Metallperlen von Tulipe in Paris.)

Was hier sehr geholfen hat war, dass ich Schnitte genommen habe, die ich schon mal genäht hatte. Und was auch noch geholfen hat war, dass ich das alles fast komplett mit Overlock und Cover genäht habe. Ich bleibe bei: nicht schöner, aber schneller. Und ein passendes Unterkleid aus Venezia Futterstoff hatte ich schon.

Die Stoffe sind beide aus einem Trigema-„Putzlappen“ Paket. Zwei völlig unterschiedliche Qualitäten, aber gleiche Farbe und gleiches Muster, nur in unterschiedlicher Mustergröße. Da war mir von vorneherein klar, dass das irgendein Outift werden muss, das zusammepasst.

Allerdings ist der kleingemusterte Stoff ein wenig dehnbarer, nicht sehr dicker Jersey, der mit dem großen Muster ein wirklich dicker Sweatshirt-Stoff mit extrem fluffiger aufgerauhter Rückseite. Ich glaube, so was hatte ich seit den 1980ern nicht mehr gesehen. Also nicht ideal, beides in ein Outfit zu verarbeiten. Aber für die Gelegenheit und als Zweiteiler… perfekt!

Für den Kleidschnitt habe ich tief gegraben.

Ich habe mir mal vor Jahrzehnten einen Vogue Schnitte (V7896) für ein Etuikleid gekauft. Ich kann nicht mehr sagen wann. Mein Blog findet eine braune Version von 2009, eine blaue Version von 2010 und eine weiße von 2013.

Lustigerweise hatte ich das Kleid aber nie so genäht, wie in der Anleitung gedacht, sondern hatte gleich bei der ersten Version Teilungsnähte draus gemacht. (Was mir aber erst beim Suchen nach den Bildern jetzt auffällt…)

Zum Glück hatte ich die Basis-Schnittanpassungen aber am ursprünglichen Kleid gemacht und der Rücken war auch schon mal so verwendet worden.

Und zumindest das weiße Kleid trage ich auch noch, auch wenn es im letzten Sommer schon grenzwertig spack saß. (Aber der Stoff ist stabil und französische Nähte sind es auch…)

Allerdings ergab ein Anhalten des Schnittvorderteils an meinen Körper, dass der Brutspunkt bei aller Liebe einfach viel zu hoch sitzt für meinen aktuellen Körper. (Und vermutlich auch für den vor zehn Jahren, aber da hatte das Kleid an der Stelle Teilungsnähte, das ist da etwas gnädiger.) Und ein bisschen mehr Weite darf es realisitischerweise auch haben.

Den Brustpunkt habe ich auf die brutale Weise tiefergelegt, Vorderteilschnitt oberhalb des Brustabnähers quer durchgeschnitten und 2cm eingefügt, den gleichen Betrag unterhalb wieder rausgefaltet. Da mich beim Anhalten gewisse Zweifel beschlichen, ob das reicht, habe ich den Brustabnäher einfach 2 cm kürzer genäht und auch den Längsabnäher deutlich weiter unten enden lassen. Eher so 5 cm. Da mein Stoff als Strickstoff da auch ohne große Dehnung gnädiger ist als Webstoff, reichte das. (Trotzdem… bei nächster Verwendung noch mal 2cm runter.)

Für mehr Weite ebenfalls quick and dirty: Die vordere Mitte wurde mit einem Zentimeter Abstand zum Stoffbruch angelegt (+ 2 cm). In der hinteren Mitte ist eigentlich eine gebogene Naht, die habe ich ebenfalls im Stoffbruch angelegt und 1cm Abstand an der engsten Stelle gelassen. Ich hatte zwei Stücke von dem Stoff, aber beide nicht gerade üppig. (Putzlappen halt…) Daher musste ich den Stoff zum einen quer verarbeiten, zum anderen beim Anlegen des Rückenteils (mit der eigentlich sehr gekurvten Mittelnaht) den Maschenlauf etwas ignorieren. Das war ein Spiel mit Stoffmenge und dem Musterverlauf am Saum.

Für die Ärmel war auch etwas wenig Stoff da, da habe ich einfach vorne noch mal je einen 2cm breiten Streifen (den dann IM Maschenlauf, nicht quer wie den Rest) angesetzt. Fällt bei dem Muster tatsächlich nicht auf. Obwohl ich es mit der Overlock angenäht und noch mal drübergecovert habe.

Beim Ausschnitt wollte ich einen V-Ausschnitt, den habe ich frei Schnauze geschnitten. (Die Ausschnitttiefe habe ich von der hellblauen Version übernommen. Dokumentation ist alles, dann weiß man auch nach über zehn Jahren noch, was man braucht.) Versäubert wurden der Ausschnitt mit einem Streifen aus dem gleichen Stoff. Nach innen gebügelt und festgesteppt. (Nein, ich wollte fertig werden und nicht erst lernen, wie man einen V-Ausschitt covert.)

Mit der Nähmaschine genäht habe ich die Abnäher und die Schulternaht (da bleibe ich dabei, ich mag die lieber flachgebügelt) sowie den Ausschnittbeleg. Die Ärmel habe ich mit der Nähmaschine vorgenäht, denn da es sich um einen Schnitt für Webstoff handelt, ist der Armausschnitt klein und die Armkugel hoch. Einhalten mit der Overlock wollte ich nicht probieren. Also erst mit der Nähmaschine genäht und dann mit der Overlock genau an der Naht entlang.

Der Rest wurde mit der Overlock genäht und der Saum (5cm) sowie die Ärmelsäume (1,5cm) gecovert.

Da ich ja einiges an Weite zugegeben habe, brauche ich (wie geplant) auch den vorgesehenen Reißverschluss nicht.

Mit dem Kleid alleine bin ich schon mal zufrieden. Zum einen, weil es ein bequemes Jerseykleid ist, das aber (weil ich den Schnitt für Webstoffe verwendet habe) nicht irgendwie nach Sofa lümmeln aussieht, sondern sehr elegant fällt. Definitiv eine Variante zum Behalten.

Zum anderen weil der Stoff genial ist. Ich vermute eine Modal-Mischung oder eine gute Sport-Faser oder so was, denn der Stoff knittert genau null. Nicht beim Waschen, nicht beim Tragen, nicht im Koffer… das Kleid müfft aber auch nicht, wenn man es mehrere Tage trägt. Auch das auf Reisen genial. (Ja, hätte ich gerne mehr davon, aber so ist das bei diesen Stoffen, die kann man nicht nachkaufen.

Den Schnitt vom Oberteil kennt ihr schon. Das ist, ja, Simplicity S9384, der kurz vorher bei meinem Schlafanzug zum Einsatz kam. (Ich glaube, dieser cropped Hoodie war der Auslöser für das Outfit, der passte einfach perfekt zu dem großen Hahnentritt von dem dicken Sweat.)

Hier musste ich nur noch das Schnittteil für die Kapuze kopieren, der Rest war schon da, nur sowohl der Ärmel als auch das Teil selber kürzer als beim Schlafanzug.

Da ich die Falte vorne nicht hatte, gab es keinen Grund, das mittlere Vorderteil und das mittlere Rückenteil nicht im Stoffbruch zuzuschneiden. Sparte nicht nur zwei kurze Nähte, vor allem waren es zwei Teile weniger, die hinterher im Musterlauf passen mussten. Den bei dem großen Muster wäre es aufgefallen, wenn es an der Saumlinie nicht passt. Zum Glück war die Zuschneidearbeit im Ganzen überschaubar.

Hier kam die Nähmaschine nur für die Knopflöcher zum Einsatz. Die dazu dienen, das Zugband in die Kapuze einzuziehen. Den Rest durften, wie beim Schlafanzug die Overlock und die Cover (Saum und Kapuzensaum) erledigen.

Die Cover kam dann noch mal… kreativ zum Einsatz.

Als Ärmelbündchen hatte ich dieses silberne Glitzergummi bei Selfmade in Köln gefunden, genau die passenden Breite.

Allerdings wenn man das normal zusammen näht, hat man eine recht dicke Naht, die sich auch nicht gut auseinanderbügeln oder zur Seite bügeln lässt. Denn die Mischung aus Gummi und Lurexkram ist vergleichsweise steif.

Nicht schön, nicht bequem.

Also habe ich die Ärmelbündchen mit 1 cm Überlapp zugeschnitten, habe dann die später oben liegende Seite mit einer Kerze „versäubert“ (quasi den Kunststoff „verschweißt“), die Bandenden offenkantig aufeinandergelegt und einmal der Länge nach drübergecovert.

Die Fadenenden kann man dann schon auf der Rückseite in die Naht ziehen und hat eine saubere und flache Lösung.

Beim Annähen des Büdchens hatte ich allerdings das gleiche Problem.

Das Bündchen musste flach liegen, sinnvoll umknicken kann man das nicht.

Mit der Nähmaschine hätte ich das Bündchen jetzt gedehnt aufgenätht und damit den Ärmel eingehalten. Mit der Cover? Ich glaube nicht, dass das so einfach geht, weil beim gedehnt annähen zieht man ja unweigerlich irgendwie am Stoff und lässt die Maschine nicht mehr alleine transportieren.

Ich hatte aber intensiv das Gefühl, dass die Cover das nicht so mögen würde…

Also habe ich das Ärmelbündchen konventionell mit Faden gerafft, habe es dann von Hand geheftet (ja…) und konnte anschließend entspannt am Rand des Bündchens entlang covern.

Dafür das ich mit Overlock und Cover noch nicht so viel Erfahrung habe, ist das doch recht schön und sauber geworden.

Und es war pünktlich fertig, ich hatte es Silvester an und es war so schön warm wie gewünscht. (Mit der Wollstrumpfhose…) 🙂

(Und seither noch mehrfach… der Stoff des Kleides ist genial, er knittert null, nicht beim Rumlümmeln, nicht im Koffer, nicht nach dem Waschen, er müffelt aber auch nicht nach dem Tragen. Da es offiziell „Putzlappen“ waren, gab es natürlich keine Materialinformation. Ich tippe auf so was wie Baumwolle und Modal oder so. Das Kleid wird reichlich getragen werden, tippe ich mal…)

Simplicity S9384 (Oberteil)

Das erste Ergebnis habe ich beim Schlafanzug ja schon gezeigt. Da ich den Schnitt das erste Mal verwendet habe, auch ein paar Worte dazu.

Gekauft habe ich mir den Schnitt, um mal etwas schönere Oberteile für den Sport zu bekommen. Die gekauften sind nutzbar, aber halt weder auf große Oberweite ausgelegt, noch auf breite Hüften. Oder Säcke. (Und wenn dein Sport „Tanzen“ ist, siehst du dich auch ständig im Spiegel…) Dieser Schnitt hat vorne Wiener Nähte (und hinten entsprechend geformte Teilungsnähte) die dann in bequeme Raglanärmel hinein laufen. Und damit es unten am Saum nicht so langweilig wird, sind noch Falten in die Teilungsnähte gearbeitet sowie eine Falte in der vorderen Mitte.

Was ich an den amerikanischen Schnitten generell gerne mag ist, dass man oft einen Baukasten bekommt. Das Shirt gibt es in drei Lägen, in zwei Ärmelvarianten und wahlweise mit Kapuze oder mit Abschlussbündchen. Und alles beliebig kombinierbar. Da ich eh einen Schlafanzug brauchte, war das ideal, um den Schnitt zu testen.

Ich habe mich für die mittlere Länge, den längeren und weiteren Ärmel sowie die Variante ohne Kapuze entschieden. Im Bett weder nötig noch praktisch.

Ich habe mich für Größe 20 entschieden und weil die Fertigmaße an der Hüfte ausreichend waren, habe ich da auch nicht wie meistens erweitert. Was mir an der Maßtabelle positiv auffällit ist, dass auch angegeben wird, dass die Hüfte 23 cm unterhalb der Taille gemessen wird. Da kann man auch besser sehen, ob man eventuelle Mehrweite tatsächlich an der Hüftlinie des Kleidungsstückes braucht, oder ob die eigene Anatomie den maximalen Umfang woanders hinsetzt.

Dazu brauchte ich natürlich eine FBA, wie immer ausgerechnet nach der Maßtabelle. Meine Oberweite liegt 5cm über dem Tabellenwert für Größe 20, also kommen an jeder Seite 2,5cm Mehrweite dazu. (Und am mittleren Vorderteil auch die entsprechende Mehrlänge, die sich draus ergibt.) Nicht ganz so optimal ist, dass kein Brustpunkt angegeben ist (andererseits läge der genau auf der Naht), aber die Höhe der Brustlinie hilft ausreichend weiter. Und nein, ich orientiere mich nicht an den Fertigmaßen und „passt schon rein“, sondern mache auch bei elastischen Stoffen eine FBA, weil der Stoff einfach besser fällt. (Bei sehr weiten Shirts, also wenn ich 20 cm Designzugabe auf der Brustlinie habe mache ich die FBA eventuell etwas kleiner. Weil man bei solchen Schnitten meistens keine so stark gebotenen Nähte haben will.)

Die andere „übliche“ Änderung war, dass 3cm Länge oberhalb der Taille rausgenommen habe. Die zusätzliche Kürzung in der hinteren Mitte habe ich diesmal weggelassen, der Schnitt ist nicht so eng und auch nicht so lang, dass das nötig wäre.

Die Raglanärmel haben keine Abnäher auf der Schulter, daher habe ich auf meine übliche leichte Kürzung der Schulternaht verzichtet.

Als Stoff hatte ich einen gemusterten Baumwolljersey mit Elasthan (ein Maß für die nötige Dehnbarkeit des Stoffes ist auch auf der Schnittmustertüte), der nach der Bestellung doch etwas weniger ansprechend war als auf der Webseite. Die Bündchen habe ich aus einem etwas gerippten Jersey aus meiner Trigema-Kiste gemacht. (Aus dem ich auch die Schlafanzughose genäht habe.

Bei der Anleitung habe ich mich weitgehend dran gehalten, außer dass ich alles mit der Overlock genäht habe. Ich habe schon rausgefunden, dass Overlocknähte sich von selber bevorzugt in eine Richtung legen und habe das bei der Nahtrichtung so gemacht, dass sich die Falten dann freiwillig in die richtige Richtung legen. (Die Originalanleitung sieht vor, dass man die Nahtzugaben der Teilungsnähte auseinanderbügelt. Den Punkt, wo die angeschnittenen Faltenzugaben sich treffen zu treffen war mit der Overlock auch nicht so einfach, aber da die Falten zur Seite gelegt werden, war das egal.

Die Falten werden von rechts festgesteppt, das habe ich mit der Nähmaschine gemacht, auch die Bündchen zum Ring schließen war ein Job für die Nähmaschine, denn die Nähte brauchen keine Dehnbarkeit, sollen aber flach liegen.

Den Saum habe ich brutal gecovert. Das funktionierte gut, allerdings muss man die Faltenbrüche dann etwa kräftiger flach bügeln. Für ein Shirt für „schön“ könnte man sich da noch was hübscheres überlege .

Sonst funktionierte an der Anleitung aber alles. Abgesehen davon, dass ich am Ärmel vorne und hinten eine Passmarke hatte, am Oberteil aber nur an einer Stelle. Ich habe nicht überprüft, ob ich das beim Kopieren übersehen habe, aber genau das gleiche Problem hatte ich schon bei einem anderen Schnitt mit Raglan von Simplicity…

Mit dem Ergebnis bin ich so zufrieden, dass es schon eine weitere Version in „cropped“ und mit Kapuze gibt. (Bilder kommen noch.) Aus flauschigem Sweat-Stoff, der weniger elastisch ist, als die Anleitung angibt. Passt aber trotzdem.

Den Saum finde ich ein wenig zu kurz zu Leggings, da werde ich bei der nächsten Version (dann hoffentlich für den Sport) am Saum die 3cm zugeben, die ich oben rausgenommen habe.Vielleicht auch fünf oder sieben…

Die Ärmelbündchen könnten aus einem etwas festeren Stoff sein, aber für den Schlafanzug ist es okay.

Mit der Falte in der vorderen Mitte bin ich mir noch nicht ganz sicher. Die Falten werden jeweils zu den Seiten gelegt, aber an der vorderen Mitte wird es dadurch unsymmetrisch. Ich bin noch am Überlegen, ob ich die Falte weglasse oder einen zusätzlichen Faltenboden für eine Kellerfalte zufüge, damit es symmetrisch ist. Und dann vielleicht hinten auch noch eine Kellerfalte und… noch ein bisschen länger?

Mal sehen…

Keks-Verpackung 2025

Natürlich gab es letztes Jahr auch wieder Täschchen für die Keks- und so Geschenklis. Allmählich wird es aber herausfordernd, noch Vorlagen zu finden, die irgendwie ein originelles Konstruktionsprinzip haben.

Aber ich wurde noch mal fündig. Eigentlich handelt es sich hier um die Kosmetiktasche Delis von Sew Simple.

Da ich ja noch einiges aus dem gemischten Reißverschlusskonvolut habe, das ich vor einigen Jahren von einer Freundin bekam, konnte ich diese hübschen Täschchen nähen.

Der Schnitt ist ein kostenloser Downloadschnitt und es gibt eine sehr ausführliche Bildanleitung. Da ich ohnehin ein anderes Format brauchte (und der Download ein bisschen arg viele Registrierungsschritte benötigt) und die Bildanleitung sehr gut erkennbar ist, habe ich mir den Schnitt selber erstellt.

Futter gibt es im Gegensatz zum Original nicht und ich habe immer zwei Taschenteile aus zusammenpassenden Stoffen zugeschnitten, die Schräge durch beide Lagen im „Freischnauze“ Winkel zugeschnitten und dann immer zwei gegengleiche Taschen genäht. So konnte ich wieder gut Reststoffe aufbrauchen und mit Weihnachtsstoffen kombinieren. Der schräge Reißverschluss ist nicht nur optisch ein interessantes Detail, sondern ermöglicht eine sehr große Öffnung. Das ist bei einer Kosmetiktasche/Kulturbeutel (die Anleitung umfasst unterschiedliche Größen) praktisch, aber natürlich auch im Kekse ein Weihnachtssüßigkeiten einzufüllen.

Und die Beschenkten waren auch wieder alle begeistert.

Mal gucke, was ich nächstes Jahr finde…

Aktueller Nadelblick Februar 2026

Viel noch nicht gebloggtes, daher wenigstens was für den Überblick.

Wie man unschwer erkennt, bin ich wieder beim Restevernähen. Prinzessin Barbie ist wieder dran, diesmal allerdings in einem rustikal ländlichen Stil. Farblich natürlich ungewöhnlich, aber thematisch nicht so unpassend, denn im Barock und noch mehr Rokoko liebte es der Adel, Schäferidyll bei Picknicks im Park nachzuspielen. Wenn sie das heute noch machen würden, hätte sich Barbie sicher natürliche Farben ausgesucht. 😉

Auch bei meinem Seafoam Lace Schal ging es ein Stück weiter.

Etwas mehr als 5 Rapporte habe ich geschafft und nachdem ich am Anfang mehrfach zurückstricken musste, ist jetzt alles so weit, dass ich die „Schlüsselstellen“ im Muster sehe und gleich merke, falls ich einen Fehler mache.

So richtig wird man das Muster erst nach dem Spannen sehen, wie das bei sehr feinem Garn und Lace halt so ist.

Wenn ich mein Garn richtig gewogen habe, sind schon etwa 20 Prozent aufgebraucht.

Das Spannen wird also auch nötig sein, um den Schal auf eine sinnvolle Länge zu bekommen. Aber er ist kraus rechts gestrickt, das ist in der Länge dann auch ziemlich elastisch. Hoffe ich.

Allerdings hat der Schal erst mal Pause, weil ich versuche, meinem Bruder zum Geburtstag Socken fertig zu stricken.

Da es Sommersocken sind, werden das Sneakersocken. Auf ein Muster habe ich auch verzichtet, das erhöht die Chance, dass sie fertig werden. (Ich habe seinen Geburtstag plus ein paar Tage…)

An sich strickt es sich ja relativ zügig, wenn man dran strickt.

Garn ist Regia Cotton in Andorra Color.

Die Baumwöll-Sockengarne gehen mir tatsächlich allmählich aus. Was ich noch habe ist Rosa und das sind nur noch zwei oder drei.

Da muss ich also mal wieder auf die Pirsch gehen. Wobei ich sie ja lieber Uni oder Farbeverlauf habe, damit man auch Muster stricken kann. Ich glaube, die wirklich selbstmusternden in Baumwolle bin ich los. Die sind einfach nicht für mich.

Ja und wenn wir bei Zeit sind… zumindest wenn ich bei mir Zuhause bin, ist die Verlockung einfach extrem groß, an meinem zweiten Hexispiel weiter zu arbeiten.

Man darf sich von der Perspektive nicht täuschen lassen, das fertige Stück ist noch nicht so groß.

Aber falls ich in dem Tempo weiter mache, brauche ich keine vier Jahre. Okay, ich habe das Falten der Hexagons nicht bei null angefangen, sondern musste nur den vorhandenen Vorrat ergänzen und konnte wieder loslegen.

Stoffe sind jedenfalls noch einige da, aktuell kaufe ich also auch keine „Reisestoffe“ dazu.

Und man glaubt es kaum, ich bin schon bei Buch drei für dieses Jahr.

Über Silvester und Anfang Januar habe ich mich im Pariser Appartment eingeschlossen (weitgehend) und viel gelesen.

Dann habe ich nicht nur meinen Zeitschriftenstapel abgearbeitet (der teilweise bis Mitte November zurück ging), sondern auch das Buch vom letzten Jahr beendet.

Was damit offiziell „Buch 1“ für dieses Jahr war. (Überraschenderweise konnte ich mich trotz der langen Pause noch an den Inhalt erinnern…)

Dann hatte ich noch eines dabei, was ich gleich mit „erledigt“ habe.

Und dann mit dem offiziellen Buch 3 für dieses Jahr begonnen.

Wenn ich mir die Zeit zum Lesen nehme, könnte es in absehbarer Zeit fertig werden.

So lange ich meinem Hexispiel nicht zu nahe bin… Das ist eine echte Konkurrenz.

So, das ist der aktuelle Stand. Es kommen aber noch einige Beiträge von Sachen, die letztes Jahr (und dieses Jahr) noch fertig wurden.

Das Jahr der Nachtwäsche…

… oder noch ein Schlafanzug.

Der Winterschlafanzug war jetzt deutlich weniger dringend als die anderen, aber ich hatte da den Simplicity Schnitt S9384, den ich testen wollte. (Und yeah! genäht bevor er out of print ging…) Den habe ich eigentlich gekauft, um mal ein oder zwei etwas schmeichelndere Tops für den Sport zu nähen.

Und noch ein Winterschlafanzug ist jetzt nicht ganz verkehrt. Zumal der Stoff noch da war, das Oberteil ist ein Single Jersey aus Baumwolle mit Elasthan. Habe ich mal wo mitbestellt, war nicht teuer, das Muster aber dann doch etwas weniger ansprechend, als auf dem Bild. Der hellblaue Stoff für die Hose war aus meiner Trigema-Kiste. Passte farblich perfekt, die Menge reichte und da er relativ elastisch ist, habe ich ihn auch für Hals- und Ärmelbündchen des Shirts genommen. (Lerneffekt: an den Ärmeln sollte man richtige Bündchenwaren nehmen oder einen Gummi einziehen. Aber für einen Schlafanzug passt es.)

Die Hose ist mein eigener Leggings-Block, aber etwas erweitert. Nicht sonderlich charmant, für einen Schlafanzughose aber tauglich.

Und.. genäht habe ich alles mit der Coverlock… es geht schon schneller…

Das war dann aber der letzte Schlafanzug für 2025. 2026 wird es aber zeitnah mit einem Nachthemd weiter gehen. Dafür muss ich jedenfalls schon mal keinen Stoff kaufen.

Aktueller Nadelblick Dezember 2025

Diesen Monat sogar halbwegs pünktlich und mit lauter neuen Sachen…

Da Dezember ist, bin ich erwartbar mit Weihnachtsnähen beschäftigt. Originelle Schnitte für Reste zu finden für meine Kekstäschchen wird wirklich immer schwieriger. Zum Glück habe ich noch einiges vom geschenkten Konvoĺut Reißverschlüsse, das erweitert das Spektrum. Inspiration war diesmal Delis von Sew Simple. Die Anleitung zeigt das Schema des Schnittes sehr schön und da ich ohnehin ganz andere Maße brauchte, habe ich mir die (kostenlose) Anleitung nicht runtergeladen, sondern mit Papier ein bisschen probiert, damit die Maße passen und dann genäht. (Ohne Futter…)

Vier fertig, fehlen also nur noch 16…

Auch beim Stricken bin ich weiter.

Mein Ravelry Stash umfasst inzwischen 150 Einträge, eigentlich wollte ich nie mehr als 100 Garne haben.

Deswegen nehme ich mir von Zeit zu Zeit das älteste (bzw. in dem Fall den ältesten Rest) und versuche ein Projekt zu finden, mit dem ich den Rest komplett aufbrauchen kann. (Oder soweit, dass man am Ende noch ein Barbieteil oder andere Minideko draus machen kann.)

Das Garn ist Silvia von Wetterhoff, hatte ich mal als Beilaufgarn in einem Pulli (als ich vergessen hatte, dass Schonwäsche für genau dieses Garn schon zu viel ist, war das das Ende des Pullis…). Der Rest ist noch recht groß, daher habe ich mir auf Ravelry den Schal Seafoam von Ruth Greenwald gesucht. Der wird jetzt gestrickt, bis das Garn aus ist. Der Rapport ist nicht sehr lang und der Schal nicht sehr breit, eine gute Kombination für „weg mit dem Garn“.

Ordentlich Fortschritt gab es auch bei meinem neuen Hexigame.

(Ja, das futtert viel Zeit, auch welche, in der ich sonst vielleicht lesen würde… aber es entspannt auch herrlich.)

Die „Arme“ zeigen schon die komplette Länge und Breite. Ich habe nur aktuell wegen des Umbaus in meiner eigenen Wohnung (und Möbeln, die an Orten stehen, wo sie sonst nicht standen) keinen Ort, wo ich das Topp komplett ausbreiten könnte. Das Quer-Ärmchen rollt sich ein wenig ein.

Lesen, wie gesagt… Anfang November hatte ich tatsächlich meinen Zeitschriftenstapel „runtergelesen“. Aber ist schon wieder nachgewachsen… und jetzt kommen auch bei den Abos noch die „vor Weihnachten hat doch jeder Zeit Sonderhefte“… (die dummerweise interessant sind, gibt ja einen Grund, warum ich die Zeitschriften abonniert habe…)

Aber das Buch liegt noch da.

Und die Nähprojekte die mit Weihnachten zu tun haben, liegen ganz gut in der Zeit… Gebacken sind auch die ersten Plätzchen schon. Geht halt nicht alles.

Sommernachthemd im Herbst

Wo ich also mal dabei war, Nachtkleidung zu nähen (und weil ich bis nächsten Sommer garantiert wieder vergessen habe, dass ich mindestens ein Nachthemd mehr brauche und wenn ich es merke, ist es wieder zu spät, noch rechtzeitig eines zu nähen, bevor es wieder kühler wird), machte ich dann gleich mit einem Sommernachthemd weiter.

Und da ich die Coverlock ja nun mal haben und der Schnitt sich auch gut dafür eignet, weil er Raglanärmel hat (was leichter mit der Overlock einzusetzen ist, als eine runde Armkugel), habe ich auch die Maschine ausgepackt mit dem Plan, das Nachthemd weitgehend damit zu nähen.

Den Schnitt hatte ich 2014 schon mal als Nachthemd genäht. Ich hatte ihn aus „Meine Nähmode“, eigentlich ist es aber Simplicity 2372. Also gewesen. In diesem Fall doch nachvollziehbar, dass es den Schnitt nicht mehr gibt.

Abgesehen davon, dass er zu lang war, hatte er gepasst (und das Nachthemd passt immer noch), also habe ich den Schnitt um 10cm gekürzt und sonst so genäht, wie er war. (Was den Prozess natürlich schon mal deutlich beschleunigt.)

Naja, immer noch… lang. Beim nächsten Mal noch mal 10 cm weg. Mal gucken, ob das wieder elf Jahre dauert…

Beim Stoff war klar, es muss diesmal was helles sein. Ich wasche hell und dunkel (sowie rot und blau) getrennt und da aktuell alle meine Sommernachthemden in die „dunkel“ oder in die „blau“ Kategorie fallen (und es bei mir schon auch mal länger dauert, bis eine Kategorie wieder „voll“ und waschreif ist) war klar, ich brauche was in eine anderen Waschkategorie fällt, das füllt das Schrankfach schneller.

Auch dieser Stoff ist aus dem Konvolut Hemdenstoffe, das ich vor einiger Zeit mal übers Forum gekauft habe. (Denke ich zumindest.) Die Auswahl war einfach, zum einen braucht der Schnitt relativ viel Material, ich wollte „hell“ und ich wollte nicht bügeln. Und das ist ein leichter Seersucker. Also perfekt.

Nachdem mein erster Versuch mit Overlock und Cover nur so halb erfolgreich gewesen war, war ich gespannt, wie sich die Maschine auf Webstoff schlägt. Und mit dem inzwischen gekauften Coverfuß.

Da ich die neue Maschine bewusst ausprobieren wollte, habe ich auch fast alles damit genäht.

Nur die Abnäher auf den Schultern und die Nähte im Ausschnittbeleg (sowie den Ausschnittbeleg selber) habe ich mit der Nähmaschine genäht. Und schön ausgebügelt.

Danach war ich erst mal länger mit der Anleitung beschäftigt, um die Maschine vom covern wieder aufs overlocken umzubauen. Der Umbau an sich geht schnell, aber alle relevanten Seiten im Manual zu finden (und dann noch mal zu checken, ob man wirklich nichts vergessen hat), das dauert.

Aber man sieht, die vierfädige Overlocknaht wurde auf dem Webstoff problemlos genäht.

Beim Covern wurde ich dann sehr mutig.

Oder verrückt.

Obwohl das beim letzten Mal fast gar nicht funktioniert hat, habe ich zum Coverfuß gleich noch das auch bei Flach gekauften Teil montiert. Das soll einen 1,5cm breiten Saum umlegen.

Ohne bügeln, ohne heften, einfach nur reinlaufen lassen. Saum wird nach unten wegeklappt und man covert von rechts einfach drüber.

Was soll ich sagen… es hat funktioniert! Die Covernaht überdeckt auf der Unterseite auch genau die Stoffkante, kein Nachschneiden oder irgendwas. Selbst über die Nähte wurde (im Webstoff) problemlos drübergefaltet und gecovert. Auch an den Ärmelsäumen.

Da ich alle Seitennähte schon geschlossen habe, habe ich nur gelernt, dass man den Stoff rechtzeitig aus der Führung rausnehmen muss. Der schon festgenähte Stoff kann natürlich nicht mehr durchlaufen. Logisch, irgendwie.

Ist es so schöner als bisher? Nein, französische Nähte sind einfach deutlich attraktiver.

Ging es schneller? Die Nähzeit ja, deutlich. Mit dem Studium der Anleitung zum Umbau schon etwas weniger. Andererseits geht das schneller, wenn ich es öfter mache.

Und für die nächsten Sommernächte bin ich wieder gerüstet.

Pyjama aus Bestand

Nachdem in den letzten Jahren doch auch immer mal Nachtwäsche den Geist aufgegeben hat (besonders die, die nicht „warm für Winter“ und „kühl für Sommer“ ist, weil die halt naturgemäß den größten Teil des Jahres im Einsatz ist) war mal wieder ein Pyjama fällig.

Diesmal tatsächlich komplett aus dem Bestand. Also etwas Abbau in der Stoffkiste!

Der Stoff für das Oberteil ist ein Hemdenstoff, den ich mal übers Forum in einem Konvolut gekauft hatte. Ich vermute Baumwolle mit Polyester. Der Stoff ist nicht rosa sondern es sind sehr feine weiße und kräftig rote Streifen, die sich abwechseln. Aber da ist die Digitalkamera dann eindeutig mit überfordert.

Da der Stoff fest und nicht dehnbar ist, kam er auch beim Dirndl als Futter des Oberteils zum Einsatz. Es war aber ursprünglich ein sehr großer Coupon, so dass es auch noch mal für eine Tunika reichte.

Auch den Schnitt für die Tunika hatte ich schon ewig, das ist Butterick B5997. In der großen Größe (meiner ist aus dem …W-Größenspektrum) ist er schon lange vergriffen, aber in den Größten 8.16 gibt es ihn als B6801 aktuell noch.

Der Pyjama ist also gleichzeitig ein Schnittest. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich eigentlich recht häufig Tuniken trage, die aber alle gekauft sind, weil ich da keinen Schnitt zu haben. Oder offensichtlich mal einen gekauft hatte, aber nie getestet.

(Zu dem Schnitt gibt es noch ein paar Worte zu sagen, aber die Schnittbesprechung kommt noch.)

Damit die Tunika „bettbequem“ wird, habe ich hinten eine tiefe Kellerfalte eingearbeitet. (Den Trick nehme ich häufig in solchen Fällen. Die Falte wird erst mal mit langen Maschinenstichen zugenäht, bevor ich den Saum nähe, probiere ich das Teil an, um die Passform für die spätere Verwendung (ohne Falte) zu evaluieren und wo ich ggf. noch was ändern muss und dann wird die Falte aufgemacht und der Saum genäht.)

Die Hose ist mein bewährter Pyjamahosenschnitt, ich glaube ursprünglich mal aus einer Patrones. (Dummerweise hatte ich den damals auf eine dünnere Folie kopiert, die ich von einem Laden zum Testen bekommen hatte und die zeigt sich als nicht so stabil. Da werde ich mal eine andere brauchen. Wobei das zerfledderte Ding auch nicht mehr so gut zu kopieren ist.)

Der Stoff für die Hose ist ein Bettbezug. Letzten Winter habe ich mit meiner Mutter mal angefangen, ihren Schrank auszuräumen und die Sachen Portionsweise zum Sozialkaufhaus zu bringen. Der Bettbezug war vermutlich noch aus der Zeit, als man ein „Zierbett“ über dem Bett hatte. (Meine Eltern hatten in den 1960ern geheiratet.) Die Vorderseite Lochstickerei, die Rückseite glatt. Als ich die Sachen in die Tüte fürs Sozialkaufhaus gepackt habe, dachte ich irgendwie… ach ne… das behalte ich. Dass ich noch mal einen Pyjama brauche zeichnete sich da auch schon ab.

Da meine Mutter die weiße Bettwäsche in den Schrank geräumt hatte, sobald in den 1970ern bunte Bettwäsche auf den Markt kam, ist der Stoff noch bestens erhalten.

Ich mußte den Stoff quer nehmen, damit die Hosenbeine drauf gehen (grade so, mit kleinen Abstrichen an der Nahtzugabe) und da der Stoff sehr dicht gewebt ist (ja, Bettwäsche war mal so, damit sie länger hält…), ist die Hose recht steif. Was mich aber nicht stört und vermutlich wird sie über die Jahre auch weicher. Bislang wurde der Stoff ja nicht genutzt.

Genäht habe ich alles mit französischen Nähten, an der Tunika habe ich noch einiges abgesteppt, was der Schnitt so nicht vorsieht, das ist für ein Schlafteil praktischer.

Und weil ich dann mal im Fluß war (bzw. sich auch im Sommer- und im Winterstapel Lücken ergeben hatten) kamen dann noch ein Nachthemd und ein Schlafanzug. Dazu aber später. Und vermutlich wird das Thema Nachthemd nächstes Jahr noch mal hochkommen, denn ich sehe da eines in der Rotation, das vermutlich auch demnächst auseinanderfällt. Aber nicht mehr dieses Jahr, denn jetzt sind erst mal die Dinge im Zusammenhang mit Weihnachten dran…

Aktueller Nadelblick Oktober 2025

In den letzten Wochen hat sich echt mal wieder was getan. Es wurde sogar was fertig, ist nur noch nicht gebloggt.

Sommerkleid im Herbst? Nur fast. Ein Nachthemd für den nächsten Sommer. Denn sonst habe ich bis dahin vergessen, dass da ein „Loch“ im Vorrat ist. Stoff ist ein Baumwoll-Seersucker aus dem Bestand. (Ich glaube, mal irgendwo in einem Konvolut gekauft.) Das Muster ist eigentlich quer, aber ich habe längst zugeschnitten.

Der Schnitt ist aus „Meine Nähmode“ (also Simplicity), habe ich als Nachthemd vor einigen Jahren schon mal genäht. Da ich es zu lang fand, habe ich jetzt den Schnitt um 10 cm gekürzt. Und dann quer zugeschnitten, dann laufen die Streifen längs. Gematched habe ich da nichts. Es ist ein Nachthemd.

Die Falten sind geheftet, die Abnäher auf den Raglanärmeln genäht und der Ausschnittbeleg auch.

Wenn alle so läuft, wie geplant, läuft das in den nächsten zwei Tagen durch Overlock und Cover ist ist vielleicht wirklich mal schneller fertig als französische Nähte. (Mal gucken, ob ich psychisch damit klar komme. Ist halt nicht so schön…)

Auch gestrickt habe ich.

Nochmal Socken für die Obdachlosen-Aktion. Da ich so viele Rosa-Reste hatte, diesmal eindeutig in Damengröße.

Allerdings habe ich diesmal meine Knäuel beim Teilen nicht gut gewogen. Bisher bekam die erste Socke von allen Farben deutlich mehr ab.

Zum Glück hatte ich noch ein anderes graues Garn, das ich in der Mitte zum Ausgleich benutzt habe. Und da dann wieder großzügig mehr Streifen gestrickt habe, als an der ersten Socke, denn vermutlich wird auch vom hellrosa Garn weniger da sein als bei der ersten Socke.

Spannend dann allerdings auch die Frage, ob meine Basisfarbe reicht… Sonst muss das grau da einfach noch mal ran.

Macht dann diesmal wenigstens zwei Paar Socken. Nicht berauschend, aber besser als vor zwei Jahren.

Tja… und wie ich schon andeutete, nach dem Hexispiel ist vor dem Hexispiel.

Diesmal musste ich natürlich nicht erst mal viele Hexis falten, denn es waren ja schon welche da. Sondern nur wieder ergänzen.

Aber es hat schon was suchtartiges. Der „Arm“ zeigt auch schon die Endbreite.

Zum Lesen kam ich natürlich nicht… Nähen und Lesen geht nicht. (Ich war allerdings die letzten zwei Monate auch wieder mehr mit dem Auto unterwegs, als mir lieb war. Da kann man weder lesen noch stricken.) Ich schiebe also wieder einen sehr hohen Zeitschriftenstapel vor mir her, vom Buch lesen mal ganz zu schweigen. Ich hoffe, wenn ich weiterlese, erinnere ich mich noch.

Dafür geht die Kiste „Baumwollstoffe Webware“ wieder zu, ohne auszubeulen. 😉

Barbie die Graue

Grau ist für eine Barbieprinzessin jetzt tatsächlich eine etwas schwierige Farbe… Deswegen ist die mittelalterliche Barbie diesmal eine berufstätige Barbie und als Hofzauberin „Barbie die Graue“ tätig.

Oder so… 😉

Das Überkleid ist aus den Resten vom Hexiquilt, für das Unterkleid habe ich einen schwarzen Batistrest in der Kiste gefunden. Der Schnitt aus der Burda Barbie von Anno Tuck. Wenn die Schnittteile schon kopiert sind, gehen die Projekte auch etwas schneller.

Den Hut habe ich diesmal auch weggelassen.

(Die erste Variante war schon 2022….)