Pattern Magic 3 „Zwei gleicher Art A“

The English version of this pattern review can be found on pattern review.

Nach dem neuen Pattern Magic Buch habe ich ja schon die ganze Zeit gegiert, aber diesmal habe ich es tatsächlich geschafft, auch was daraus umzusetzen. Und zwar noch im Jahr des Erscheinens des Buches. Beträchtlich für mich, oder? (Die Buchvorstellung von mir findet ihr auf der hobbyschneiderin.)

Pattern MagicNatürlich sind nicht alle der Sachen für meine Figur umsetzbar, aber einige Anregungen habe ich gefunden. Und ich habe mir das Modell „Zwei gleicher Art A“ vorgenommen.

Da die mitgelieferten Blöcke nicht für meine größe taugen habe ich mir einen schmalen T-Shirt Schnitt ohne Abnäher vorgenommen (war mal aus einer All Woman), den ich schon lange für mich angepaßt hatte.

Daraus mußte ich dann erst mal einen Grundschnitt mit Kimonoärmeln (also mit angeschnittenen Ärmeln) basteln. Dazu habe ich die Anleitung von Aldrich genommen, habe dann aber die dort vorgesehene Schulterrundung wieder rausgenommen, weil die in der Pattern Magic Anleitung nicht vorgesehen ist. Mit diesem Block habe ich mir dann die Anleitung aus dem Buch vorgenommen und die Schnittteile entsprechend von Hand (und mit Lineal und Bleistift) verändert.

SeitenansichtDas funktionierte gut, die Anleitung war klar. Nur wie man unterhalb der Hüfte vorgehen muß war nicht explizit beschrieben. War aber leicht abzuleiten.

Was eine gute Idee gewesen wäre: Die Markierungen, die man für die Schnittveränderung braucht auch gleich für den endgültigen Schnitt zu übernehmen, das macht einem das Zusammennähen nämlich einfacher.

Denn eine Nähanleitung gibt es nicht, auch Paßmarken muß man sich selber einzeichnen. So man vorher dran denkt…

Mein Stoff ist ein Baumwoll Interlock, der fester ist, als die im Buch empfohlenen Stoffe. Hier werden mehr Stretch und auch eher weichere Stoffe empfohlen. Was nicht heißt, daß es nicht geht, aber es wird halt anders. (Wobei mich das Modell aus einem Wolljersey auch mal reizen würde, schon um zu sehen, wie es da fällt…)

RückenansichtDie Falten habe ich nicht mit einem Faden gezogen sondern die Mehrweite gleichmäßig verteilt und mehr oder weniger von Hand gelegt und mit vielen Stecknadeln gesteckt. Nähen dann einfach mit Steppstich, Saum und Ärmelsaum ebenso, hier aber mit dem Alterfil Elastic 120. Und trotz des Falten einlegens war es fix genäht.

Von vorne gefällt mir der Look auch sehr gut. Eben sehr ungewöhnlich, aber mir gefällt es. Die vorverlegte Schulternaht sperrt ein wenig, nicht so, daß man sich nicht bewegen könnte, aber es ist da nicht optimal bequem. Falls ich den Schnitt noch mal ausprobiere werde ich entweder da auch den elastischen Faden nehmen oder die Schulterrundung wieder einarbeiten, die mein Schnitt ursprünglich mal hatte.

Auch von der Seite gefällt es mir ganz gut. (Ein schlankes Elfchen bin ich nun mal nicht, Aber kein Grund, immer langweilig durch die Gegend zu laufen.) Allerdings sollte ich nicht eine Hose dazu tragen, die maximal aufträgt. :o)

Von hinten hingegen sind die Falten genau über dem Po natürlich suboptimal. Wobei das sicher teilweise dem Schnitt geschuldet ist und teilweise dem Stoff. Ich denke, aus einem weichen Viscosejersey würden sie anders fallen. Und mit ein wenig zurechtzupfen sehen sie vielleicht auch anders aus.

Letztlich wußte ich ja… die Schnitte aus dem Buch sind auffallend und nicht unbedingt der Körperform folgend. Mal sehen, ob ich es irgendwann aus einem anderen Stoff noch mal ausprobiere. Reizen würde es mich schon. Wie auch einige andere Modelle und Ideen aus dem Buch….

Twinkle, Twinkle Little Star…

… und das kann auch ein Seestern sein. 🙂

gekäkelter Seestern mit Perlen… and it can be a sea star also. 🙂

Ich kämpfe ja mit meinen Wollresten und wenn dann mal nur noch drei Meter da sind, wird es schon schwierig.

I am fighting my yarn scraps and rest overs and if a scrap is only 3 meters it is getting difficult.

Aber für diesen Minirest von „Scotch Tweed“ von katia kam die Anleitung Crochet Sea Star von Leah Coccari-Swift auf ravelry gerade recht. Und als er fertig gehäkelt war fand ich, er wollte noch ein paar etwas größere rosa Roccailles. Süß, oder? (Ne, keine Ahnung, was ich damit mache…)

But for this scrap of katia „Scotch Tweed“ the pattern Crochet Sea Star by Leah Coccari-Swift on ravelry was just perfect. And after weaving in the threads I decided that it wanted to be beaded with some small cute pink beads. Isn’t it cute?`(No, I have no idea what I am going to do with it…)

Kuli – eine Taschenanleitung

(Update September 2012: Die Anleitung enthielt einen Fehler, dieser ist jetzt korrigiert, wer sie vor September 2012 runtergeladen hat, bitte die korrigierte Version runterladen.)

Gezeigt habe ich euch meine vielseitige Urlaubstasche ja schon hier.

I’ve already shown the bag I made for my holidays here.

Die Anleitung hat den Namen „Kuli“ bekommen, weil sie auch große Lasten faßt. (Tragen muß man sie dann leider selber….) Angeblich kommt das Wort sogar aus dem Urdu, einer der vielen Sprachen, die in Indien gesprochen werden. Paßt ja. 🙂

The pattern got the name „Kuli“ because it can take heavy weight. (But you’ll have to carry it yourself…) It is said that the word is Urdu, one of the languages spoken in India. 🙂 Sorry to say the pattern is in German only, but there are some pictures. If you want to give it a try anyhow: follow the link below. The pattern is free for private and non commercial use.

Wer sie auch nachnähen will, kann die Anleitung hier herunterladen. Wie immer kostenlos zum privaten und nicht kommerziellen Gebrauch. 🙂

 

 

Musterwolle bezwungen!

Winning over self stripeing yarn!

SockenGut, wenn man sehr viel Muster macht, dann sieht man es auch auf selbstmusterndem Garn. Gewonnen!

Okay, If you go really heavy on pattern then it remains visible even on self striping yarn. I’ve won!

Das Garn ist diesmal Sockengarn mit Baumwolle von Bärengarne und heißt „TOM Cotton“. Deswegen habe ich mich für ein luftiges Muster mit Lochmusterstreifen entschieden. Für unseren kühlen Sommer gerade richtig.

The yarn is a sock yarn with cotton from Bärengaren, called „TOM Cotton“. So I decided for a more airy pattern with a bit of lace. Just right for this year’s summer.

Gemini, der Pulli mit den zwei Gesichtern

Gemini, the two faced top

Stricktop GeminiIn der Knitty Frühjahr Sommer 2012 lachte mich dieses gestrickte Top an.

From the spring summer 2012 knitty I liked this knitted T-Shirt right away.

Garn ist „Linen“ von katia, das ich in der Maschenkunst bekam. Mit 3,5er Nadeln bekam ich die Maschenprobe immerhin bezüglich der Maschenzahl passend, die Reihen stimmten mal wieder nicht. Da ich aber einen kurzen Oberkörper habe, ist das sogar eher praktisch.

The yarn is „Linen“ from katia which Maschenkunst carries. I used 3.5mm needles so I could at least match the stitches of the gauge. The rows don’t fit at all as it is often the case with me. But since I am rather short between bust and waist that is even an advantage.

Sommerpulli GeminiIch habe nach den Anweisungen Größe 1XL gestrickt und dann zur Hüfte noch ein paar mehr Zugabereihen gearbeitet. Und bin mit der Paßform zufrieden.

I decided to knit size 1XL and added some extra stitches for the hips. I like the fit as it turned out.

Der Clou des Pullis: Man kann je nach Lust und Laune die geschlossene Seite oder die mit dem luftien Lochmuster nach vorne tragen. Ich glaube, mir gefällt es mit dem Lochmuster besser. Wie seht ihr das?

The special twist of the sweater? You can either wear the plain side to the front or go for the lacy one. I think I prefer lacy, what do you think?

Weitere Details vom Stricken gibt es wie immer auf ravelry.

More details from the knitting process are on ravelry as always.

 

Shopping in Indien (Teil 3)

Shopping in India (Part 3)

Chilihändler JaipurWas tun jetzt aber diejenigen, die sagen „Handeln kann ich nicht, will ich nicht, trau ich mich nicht.“?

Nein, auch die müssen nicht ohne Souvenirs nach Hause fahren, es gibt auch Läden mit festgesetzten Preisen. Nur eben weniger.

So what about those who say „I can’t/ won’t/ don’t dare to bargain!“?

No, they do not have to go home without any souvenirs, there are shops that offer fixed prices, only the choice is smaller.

City Market BangaloreZunächst mal sind die Händler in Indien auch nicht doof, sondern stellen sich auf die Touristen ein. An Orten mit vielen Touristen gibt es also durchaus Läden, die mit „fixed price“ oder“fixed rate“ auf Schildern ankündigen, daß es bei ihnen feste Preise gibt. Manchmal sogar mit Preisschild.Gerade die üblichen Souvernirs und ortstypisches Kunsthandwerk findet man so durchaus.

First of all: shop owners in India aren’t stupid at all. They adapt. So at places with many tourists there are often shops that have signs „fixed price“ or „fixed rate“ and that offer shopping without bargaining. Sometimes they even have price tags… So the supply with typical souvenirs and local craft is often available without the hassle of bargaining.

Schuhgeschäft BangaloreDann gibt es in manchen modernen Städten auch richtige Shopping Malls und Supermärkte, wie wir sie auch kennen. (Bangalore gilt als besonders gute Einkaufsstadt.) Dort finden sich zum einen etliche internationale Marken, aber auch indische Designer Marken. Dabei ähnelt vieles dann auch den bei uns angebotenen Produkten, aber es gibt auch modernes Design mit traditionellen Techniken hergestellt.Fabindia ist ein Beispiel dafür.

Then there are cities where you find supermarkets and shopping malls, similar to what we are used to. (Bangalore is known to be a good shopping place.) You find there international brands, but also Indian design and brands. And some offer an updated design with traditional crafts. Fabindia is an example for that.

Mysore MarketEine andere fast immer gute und zuverlässige Adresse sind die staatlichen Souvernishops. Je nach Bundesstaat heißen sie unterschiedlich, sie sind aber im Reiseführer in der Regel verzeichnet. Dort kann man sich auch relativ sicher sein, daß man korrekte Angaben über die Produkte bekommt. Die Preise sind oft etwas über dem, was man auf dem freien Markt aushandeln kann, mir ist aber auch aufgefallen, daß zumindest bei den Textilien die Qualität oft erkennbar besser war. Zudem bekommen auch die Handwerker mehr von dem Geld. Das sind also Adressen, die ich immer gerne besuche.

Usually reliable are the state souvenir shops. Names differ from state to state, but all guide books will refer to them. Also you can be relatively sure, that the information you get about the products are (mostly) correct. Price is usually a little more than what you pay (after bargaining) at normal shops for similar products. But at least for textiles my observation is, that the quality of the craft and the artistic level is higher also. Plus more of the money arrives at the crafters. So those are adresses I usually like to go.

Coconut Water at Chamundi Hill Eine weitere Organisation die ich allen Stoff-Fans ans Herz legen möchte sind die Khadi-Läden. „Khadi“ bedeutet eigentlich „Baumwolle“, wobei es sich aber um handgesponnene und handgewobene Textilen handelt, die auch aus Seide oder Wolle sein können. Je nach dem, in welcher Gegend man ist haben die Läden unterschiedliche Produkte und auch unterschiedliche Techniken sind repräsentiert. Und es gibt nicht nur Saris, sondern auch viel Meterware… 🙂 Und auch hier sind die Preise fest, man muß und kann nicht handeln.

Another organisation I’d like to recommend are the Khadi-Stores. „Khadi“ means „cotton“ but what they carry is home made and can be also silk or wool. Usually you find regional products, so depending on where you are the cloth and the techniqes used to produce it will vary. And they have a lot of fabric by the yard… 🙂 Again here price are fixed you haven’t to bargain and you can’t.

 

 

Shopping in Indien (Teil 2)

Shopping in India (Part 2)

(Ja, da war doch noch was… ich habe es nicht vergessen…..) Stellt sich also die Frage, wie das so abläuft, wenn die Ware nicht frei zugänglich in Regalen liegt. (Meine Erfahrung bezieht sich hauptsächlich auf Textiles, ich denke aber, bei anderen Artikeln ist es letztlich ähnlich.)

Bazar in Indien(No, I didn’t forget… just took some more time…) So, you have no shelves where you can pick things yourself, you have not price tag… how to proceed? (My experience is mostly based on textile items, but I think it will be similar with other things.)

Zunächst braucht man eine ungefähre Vorstellung, was man überhaupt will. Sari, Schal, Kurta,… man kann auf Bazaren und in den Ladenstraßen natürlich an den Läden vorbei schlendern und schon mal so ungefähr gucken, was es so gibt und wo es einem vielleicht gefallen könnte. Allerdings muß man meist sehr schnell gucken, denn sobald man stehen bleibt wird man auch rasch angesprochen, besonderns an Orten mit vielen Touristen. Wenn man tatsächlich was kaufen will, ist das natürlich gut. Andernfalls eher lästig, aber man kann jederzeit weiter gehen.

First thing is that you need to know what you want. Saree, shawl, kurta,..? If you stroll through bazaar streets you can check what the shops have hanging outside and what might be to your liking. Usually you have to look fast, because as soon as you stop the shop owner might talk to you. That the more often the more tourists a place holds. If you xonsider to buy at that shop that is fine, if not… well you can always walk on. No obligation!

Bazar JaipurBevor man einen Laden betritt empfiehlt sich ein Blick auf den Boden. Oft ist das eine mit hellem oder weißen Stoff bedeckte Fläche oder Plattform auf der Leute herumsitzen oder -stehen. Diese Leute sind dann meist barfuß. In diesem Fall zieht man dann seine eigenen Schuhe auch aus. (Was man in Indien ohnehin im Haus generell macht.) Da findet sich auch fast immer irgendwo eine Matte, wo man sie hinstellen kann.

Before you enter a shop better have a look on the floor. If it is covered with white fabric or similar and people are sitting and standing on it then have a look at the feet of those people. If they are barefoot then take off your shoes or sandals before you enter (that is hardly ever wrong if you enter a house or a flat in India). Often there is a mat or something close to the entrance to leave your shoes on it.

Bazar JaipurWenn man ungefähr sagen kann, welche Farben oder Muster man sucht ist das gut, wenn nicht ist es aber nicht schlimm. Der Händler wird die Saris, Stolen, Stoffe,… vor einem ausbreiten in schneller Folge. Wenn man etwas genauer angucken will, dann muß man sich entsprechend bemerkbar machen. Was gar nicht in Frage kommt, das lehnt man gleich ab. So werden die Vorschläge auch passender. Wenn einem was besonders gut gefällt, dann kann man das auch gleich sagen. Wenn man genug gesehen hat, dann sagt man das auch. Meist liegt dann ein großer Haufen vor einem. In dem Fall nimmt der Verkäufer dann einen nach dem anderen wieder weg und man meldet sich, welche man eventuell behalten will. So wird Stück für Stück die Auswahl kleiner bis man am Ende bei dem oder den Stücken angekommen ist, die man gerne kaufen würde.

If you can tell what patterns or colors you are looking for that is great, if not, the vendor will choose what he thinks you might like. Often he will unfold one saree, shawl,… after the other, often quite quickly. If you want to check something longer you just tell him. If you know for sure you do not like something tell right away, that will help the vendor to make you more fitting offers. If you like something quite a lot tell him also. Usually you end up with a big heap of stuff in front of you. No problem, the second round will be taking away one after the other until you have finished your selection and know which piece or pieces you’d like to buy.

Dann kommt natürlich die Preisfrage. Was die Sachen für indische Verhältnisse „wert“ sind ist immer schwer zu sagen. Zumal das auch von Gegend zu Gegend abweicht. Letztendlich kann man sich nur auf das eigene Gespür verlassen. Ich überlege einfach pragmatisch, was es mir persönlich wert ist. Natürlich ist in Indien vieles billiger als bei uns, Andererseits gilt auch hier: wenn ein Preis zu gut ist, um wahr zu sein, dann ist er nicht wahr. Ein „Pashmina“ für 100 Rupien hat auch in Indien Kaschmir nicht mal aus der Ferne gesehen sondern ist aus Viscose oder Kunstfaser. Und für 600 – 1000 Rupien kann man eine schöne bestickte Wollstola bekommen, aber kein Kaschmir. Natürlich wissen die Händler, welche Begriffe „ziehen“, ob die Seide tatsächlich Seide ist… da muß ich mich auf meine eigenen Augen und Finger verlassen. Egal was der Händler mir versichert, ich bilde mir selber ein Urteil und überlege mir dann, was die Sachen mir wert sind. Das ist mein Preislimit. Da wir als Europäer deutlich reicher sind als der durchschnittliche Inder kann ich damit leben, oft mehr zu zahlen. Auf der anderen Seite sind Luxusgüter wie aufwendig gewebte Saris oder Goldstickerei in Indien nur einer sehr begüterten Minderheit vorbehalten und die ist oft wirklich reich. Auch für europäische Verhältnisse.

Next question is the price. What the „value“ under Indian conditions is ist often hard to tell. It also differs from region to region. At the end you can only relay on yourself. If a price is to good to be true then usually it isn’t true. A „pashmina shawl“ for 10 rupies hasn’t seen a cashmere goat from far and will be made of viscose or poly fiber. for 600 – 1000 rupies you can have a beautifully embroidered shawl of soft wool or a woll and silk blend, but not cashmere. The shop owners of course know, what tourists (and Indians) want to hear, so they will offer it as such. So no matter what the vendor tells me, my hands any my eyes will be my main reference. And then I make up my mind what it is worth for me. That will be my price limit. I can live with the fact that tourists often pay more than Indians, I have far more money than the average Indian. On the other side tourists often buy luxury goods like complicated silk weaves or gold embroidery that only very rich Indians can afford and those will have far more money than most of the tourists. 

Fischhändler JaipurJa und der Rest ist eigentlich ganz einfach…

Man fragt nach dem Preis. Wenn man mehrere Dinge hat, dann nicht pro Stück, sondern für das ganze „Paket“. Danach erst mal nix sagen, warten und freundlich lächeln bringt meist schon die ersten 7% – 10% Reduktion. Dann macht man ein freundliches Gegenangebot. Mutige Naturen bieten die Hälfte oder weniger, 30 Prozent unter dem Angebot kann man auf alle Fälle einsteigen. (Kommt auch drauf an, wo das Angebot des Verkäufers liegt.) Mehr muß nicht sein. Dabei geschieht alles in einer freundlichen Atmosphäre. Es ist klar, ich will es kaufen, er will es verkaufen, wir reden nur noch über den Preis. Keine Drohung „ich kaufe nicht wenn nicht…“, sondern im Grunde sind wir uns einig. Und so geht das dann ein paar Mal hin und her, bis man sich auf einen Preis geeinigt hat. Finde ich den Preis unangemessen hoch zeige ich das dadurch, das mein erstes Gegenangebot bei 10 Prozent von der geforderten Summe liegt. Entweder das Gespräch ist dann beendet, dann kommen wir eben nicht zusammen oder der Händler geht gewaltig runter. Wichtig ist, daß das erste eigene Angebot deutlich unter dem liegt, was man zu zahlen bereit ist. Denn treffen wird man sich irgendwo dazwischen. (20% – 25% unter dem ersten Händlerangebot sind eigentlich immer drin. Zumindest bei mir. Meine indische Freundin zahlt oft höhere Preise als ich, weil sie nicht gerne handelt. :o) )

The rest is easy…

You ask for the price. If you have several items you’ll ask the price for the whole „package“, not the single items. After the first offer you say nothing, just look friendly and expectantly. That often brings the first 7%-10% reduction. Then you make your couneroffer. It the first offer ist not completely unrealistic and far from your own limit you might offer 30 % less. If you are more courageous you offer 50%. All that happens in a friendly atmosphere. You are basically willing to buy the articles, you are just talking about the conditions. So it will go back and forth several times until the price is set. If I think the price is way to hight I will show it by only offering 10 % of the sum the vendors sets in his first attempt. Either we are finished there quickly, so we both did not loose time or the next offer will be better. Important thing is to offer less than what you are willing to pay, you need room to bargain. (I usually get at least 20% – 30% off the first offer. Often I pay less than my Indian friend, because she does not like bargaining. :o) )

 

Pinguine auf der Wiese….

…oder alle meine Babygeschenke sind grün.;)

Penguins on the prairie or all my babygifts are green. 😉

BabylatzhoseAuch diese Latzhose habe ich 2007 schon mal genäht. Und auch damals schon aus dem gleichen Stoff. Wobei der Stoff jetzt nicht ein Rest von damals ist, sondern ein später dazu gekommenes Stück. Der  Schnitt ist aber wieder Nummer 140 aus der Burda 10/2005.

Also for those overalls I had already made them in the past. And even in 2007 I had used the same fabric. But this piece was not a remnant of the first project but another piece that came later in my stash. The pattern is again 140 from Burda 10/2005.

PinguhinknöpfeEin paar Änderungen gibt es aber: Ich habe die Belege aus einem Rest braunen Canvas gemacht, die Taschen habe ich weggelassen und die seitlichen Öffnungen werden mit Druckknöpfen geschlossen. Dafür gibt es an den Trägern diese entzückenden Punguinknöpfe, die von Jim Knopf sein müßten.

I made some changes: The facings I made in a brown canvas fabric and I did not make the pockets. The side openings are closed by snaps and the straps are held by those cute penguin buttons which come from Jim Knopf, if I remember correctly.

Dann ab zur Post, denn das Kind ist schon ein paar Monate auf der Welt und die Hose verläßt Deutschland.

Now mailing it soon. The child was already born last year and the overalls will leave Germany.

 

 

 

Süße Früchte entblättert

Sweet fruit under the leaves

Schon im Frühjahr hatte ich auf Ravelry an einer Wunderknäuel-Aktion teilgenommen. Und nicht nur meine Wollamöbe abgeschickt, sondern auch selber ein Knäuel Drachenwolle mit Bambus und Seide bekommen. Das habe ich mir mit dem Muster Fall of Leaves zu einem Tuch freigestrickt.

Tuch Fall of LeavesIn spring I had taken part in a surprise ball swap on ravelry. I did send my woolamoeba and received a ball of „Drachenwolle“ sock yarn with bamboo and silk. And I’ve knitted out all yummie gifts with the Fall of Leaves pattern. Now I have a very nice shawl.

Das Tuch ist definitv wunderschön, auch wenn es beim Stricken sehr viel Aufmerksamkeit erfordert. Und man muß Chart UND das geschriebene Muster beachten, was ich allerdings erst nach dem halben Muster gemerkt habe… +hüstel+ Aber ich habe es gemeistert. Gestrickt war es in weniger als drei Wochen (ich wollte ja an die leckeren Sachen innendrin kommen), aber dann war die Sache mit dem Spannen. Mein Plan war, das Tuch nur zu dämpfen. Aber bei dem Muster… leider keine Chance. Das Spannen hat sich aber gelohnt, oder?

The shawls is beautiful, but you have to pay a lot of attention while knitting. And you have to use the written pattern AND the chart. Which I only found out when the written pattern alone didn’t fit somehow. But I finished it. Knitting took less than three weeks, I wanted to get all those goodies… but then there was the thing with blocking. My original idea was to steam it with the iron, but no way, the pattern needed blocking. But it was worth it, wasn’t it?

Shopping in Indien (Teil 1)

Shopping in India (Part 1)

Ich habe ja in Indien auch diesmal so das eine oder andere gekauft und da das Einkaufen dort doch meist deutlich anders verläuft, als wir das aus Deutschland oder Europa so gewohnt sind, schreibe ich heute mal über meine Erfahrungen damit.

I did buy some stuff in India and since shopping there works quite differently from what we are used from Europe I’m writing a bit over my experience in India.

Laden in UdaipurWas man zunächst mal vergessen kann sind Läden, in die man hineingeht und wo an jedem Teil ein Preisschild hängt. (Zu den Ausnahmen komme ich nachher.) Preise sind zu erfragen und eine „Kontrolle“ ob jeder Kunde den gleichen Preis gesagt bekommt gibt es nicht. (Gehen wir eher mal davon aus, daß das nicht so ist.) Auch sollte man den Gedanken an ein Textilkennzeichnungsgesetz fahren lassen, die meisten Sachen habe gar kein Label. Und wenn sie eines haben, dann steht nicht unbedingt Information darauf und wenn welche darauf steht, dann stimmt sie nicht unbedingt. Mündliche Angaben des Verkäufers sind genauso zuverlässig. Manchmal stimmt es, manchmal nicht.

If you think a shop is a place where items have price tags: forget this. (Scroll down for reading about the exceptions.) You have to ask the price and there is no „control“ that every customer will get the same price. (Better assume this is not the case.) Also forget the idea that items have tags that inform you about material, content… Most things don’t have any tag at all. And if they have one it doesn’t mean it does contain any information. And if it does contain information don’t assume it will be correct.They are as correct as the oral information the vendor or shop owner will give you. Sometimes they are, sometimes not.

Meine persönliche Folgerung daraus: Ich kaufe nur Dinge, bei denen ich selber eine gewisse Warenkunde habe. Denn mein Wissen ist das einzige, auf das ich mich verlassen kann. Womit auch schon mal klar wäre, daß meine Erfahrung sich vor allem auf Textilien bezieht. Zwar ist Jaipur ein wichtiger Ort für Edelsteinhandel und vermutlich kann man alle Arten an Edelsteinen und Halbedelsteinen ganz toll dort einkaufen. Aber ich kenne mich damit gar nicht aus und kann weder die Qualität der Ware einschätzen noch, ob der Preis auch nur im Geringsten reel ist.

Laden in UdaipurMy personal consequence: I only buy things I know a bit about. Because my knowledge is the only reliable one in that situation. So my experience is mostly about buying textile stuff. Jaipur for example is a very important place in selling gemstones, but my knowledge in that field is less than limited. I can neither rate the quality of a gemstone nor can I guess if the price is anything real or not. So.. no gemstones for me.

Das indische Geschäftsleben beruht sehr stark auf persönlichen Empfehlungen und Beziehungen. (Und nicht nur das Geschäftsleben…) Das gilt generell, nicht nur für Touristen. Das ist generell nicht mal schlecht, denn zunächst wird niemand Dinge oder Händler empfehlen, die er selber nicht gut und zuverlässig findet, denn er steht mit seinem Wort dafür ein. Als Tourist hat man aber das Problem, daß man eben in der Regel keine persönlichen Beziehungen hat. Mangel an Empfehlungen hat man keinen. Jeder Taxi- und Rikshafahrer, jeder Hotelmanager, jeder Busfahrer und überhaupt jeder den man trifft ist bereit, einem damit auszuhelfen. Oft auch ungefragt…. Gerade in Touristenzentren verdinen etliche Leute ihr Geld damit, Kunden auf der Straße anzusprechen und in ein bestimmtes Geschäft zu bringen. Wo sie natürlich am Umsatz beteiligt werden. (Der dem Preis für den Kunden aufgeschlagen wird.)

Indian business life relays a lot on recommendations and relations. (Actually… not only business life.) That is not only true for tourists but for everyone and is not the worst system you can have. Because your recommendations make your image and so people are interested only to recommend places the other part will be happy with. But as a tourist you are not part of the local society and you have no trusted social relations. You will receive recommendations anyhow, every taxi or rickshaw driver will have some, every hotel manager or bus driver… basically everyone you will meet will be happy to recommend something or someone. Especially in places with a lot of tourists there are a lot of people making money with that. They walk in the streets and try to lure tourists in a specific shop where they will receive a certain percentage of the volume of sales the customer will make. (This percentage will be simply added to the price the customer pays in the end.)

Händler in UdaipurWenn man etwas bestimmtes sucht, was nicht so einfach zu finden ist, dann muß es kein Nachteil sein, etwa an der Hotelrezeption zu fragen. Die Empfehlungen können durchaus gut und ihr Geld wert sein. Auch Restaurantempfehlungen vom Mietwagenfahrer bescheren in der Regel keine Bauchschmerzen (denn wenn der den Hotelgast mit Durchfall wieder abliefert, wird ihm das Hotel keine Gäste mehr schicken). Aber man sollte sich dennoch immer auf seine eigenen Augen, Hände, Nase,… verlassen und seine Wahl danach treffen. Wo es nur darum geht, in einen von 20 mit identischer Ware bestückten Souvenirshops geschleppt zu werden kann man hingegen eher davon ausgehen, daß man nichts besseres erhält als beim Nachbarn, sondern nur den Schlepper zusätzlich bezahlt. Da ist ein energisches „Nein“ und Weitergehen sinnvoller. Aber selbst wenn man einen Laden betritt… Nie vergessen: Es gibt keine Verpflichtung, die Ware zu kaufen, wenn dir nichts gefällt, dann geh einfach wieder! Egal wie frustriert der Blick ist, den der Händler aufsetzt. Der weiß, daß das zum Geschäft gehört. Genau wie sein trauriger Blick. 😉

If you look for something special that is not so easy to find it is not the worst idea to ask at the hotel or your driver. The recommendations can be good and worth it. Also if your car driver will recommend a restaurant it normally will not make you sick (because if the driver brings vomiting guests back to the hotel, the hotel won’t send him customers again). But at the very end trust your eyes, your hands, your nose,… and your knowledge best! And if it is just the question to choose one of the 20 souvenir shops in a row which will all sell the same merchandise you can be quite sure that they are all alike and you do not need someone on the street to lure you into one. Say „no“ and ignore him and go on. And even if you enter a shop… never forget: If you don’t see anything to your liking, just leave. No matter how sad the shop owner will look. He knows it’s part of the business. Which includes his sad look….

Sarishop in UdaipurGenerell wirkt das Verhalten der Ladenbesitzer für unsere deutschen Gewohneheiten immer etwas aufdringlich. Wenn man etwas genauer hinsieht, gibt es aber deutliche Unterschiede.

Comparing to what we are used in Germany the behavior of Indian shop owners feels always a bit pushy or obtrusive, but if you look a bit closer there are quite distinctive differences.

Ich schaue immer darauf, ob der Ladenbesitzer auf meine Wünsche eingeht. Wenn ich sage, mich interessiert rot, zeigt er mir dan vor allem rot oder wirft er mir alles vor die Nase? Wenn ich eine Tunika suche, bekomme ich Schals vorgeführt? Einem Kunden, der eine Tunika gekauft hat noch zwei oder drei Schals unter die Nase zu halten ist für indische Verhältnisse okay, auch daß der Verkäufer darauf hinweist, welche Produkte sie noch haben ist alles im Rahmen und nicht unseriös. Wenn ich aber klar sage, daß ich keinen Schal will und es nimmt kein Ende… dann wird es aufdringlich. Sprich ich gucke auch drauf, wann er mit seinen Angeboten aufhört.Im Zweifelsfall hat jeder Laden eine Tür und da kann man einfach wieder rausgehen, wenn es zu aufdringlich wird.

What I do is to check if the vendor or shop owner does listen to me. If I say I want red, will he show me red or will he mostly show me blue? If I tell I’m interested in a kurta or tunic, will he first show me is shawls or scarfs? For India it is okay to show the customer who bought a kurta also two or three dupattas (especially if they match), it’s also okay to mention other products they have. That is still within the „normal“ behavior of a reputable show owner or vendor. But if I say clearly „No, I don’t want any scarf‘ and it doesn’t stop… then it’s beyond the limit. So I check how long it takes until he stops offering things. And don’t forget: There is always the door. You can leave.

Einkaufsstraße in UdaipurWenn man etwas kaufen will, gibt es zwei Aspekte, auf die man achten sollte: Die Qualität der Artikel und natürlich den Preis.

If you want to buy something, there are two important aspects: the quality and the price.

Aber wenn ich mir angucke, wie lang der Text schon wieder geworden ist, dann schreibe ich das lieber an einem anderen Tag fertig. Sonst kann das endgültig keiner mehr lesen… 😉

But if I check how long the text already is I better finish that on another day. This is already very long and any more would be too long to read, wouldn’t it? 😉