Schnittmuster goes IKEA

Neulich beim Aufräumen vor dem Stapel der unbenutzten Schnittmuster (bei mir vor allem McCalls und Co) …

… stellte ich zufällig fest, daß diese perfekt in diese Uppdatera Boxen von IKEA passen!

Die (alten) Vogue-Designerschnitte hochkannt, die anderen von McCalls, Butterick oder Simplicity quer. Perfekt, als seien sie dafür gemacht.

Und ja, die von Burda passen auch rein, die sind kleiner.

(Wie man das zufällig feststellt? Ich nutze diese Boxen seit einigen Jahren für alles Mögliche. Angefangen um im Schrank die schwarzen, anthrazitfarbenen und dunkelblauen Socken auseinanderzusortieren. Weil man sie durch die Griffe aber auch gut rumtragen kann, habe ich immer einen kleinen Stapel frei flottierender für wo am nötigsten. Da kann auch mal Kleinkram oder ein zerlegtes Elektrogerät unfallfrei weggelegt werden, vorsortiertes Zubehör für ein Näh- oder Handarbeitsprojekt,… Sachen, die nicht dauerhaft aufbewahrt werden müssen, aber auch nicht einfach lose rumfliegen sollen. Und als ich die Schnittmuster wegräumen wollte, fiel mein Blick auf die Boxen… und es passte!)

Für benutzte Schnitte allerdings kein Plan, denn die bekommt man nie wieder sauber in den Originalumschlag. Dafür habe ich dann Prospekthüllen zusammen mit der angepassten Schnittkopie und Anmerkungen zur Anleitung.

Aber der Vorrat ist so gut aufgehoben und gerät auch nicht so leicht in Vergessenheit. Nein, ich habe noch keinen Schnitt zweimal gekauft, aber Formen die ich grundsätzlich mag kaufe ich dann schon mal öfter in sehr, sehr ähnlicher Form… was aber nicht nötig ist.

Nadelstatistik 2025

Auch dieses Jahr mein persönlicher Zähler zurück, mit Blick auf die verwendeten Anleitungen. Und genauso verfälscht, wie im letzten Jahr, weil ich schon froh bin, wenn ich alle Bilder noch finde, um die Projekte zu zeigen… Denn gezählt wird das, was 2025 auch im Blog gezeigt wurde.

Genäht komme ich auf 17 Teile. Allerdings mehr für Barbie, als für mich. Daher waren es auch sieben Burda-Anleitungen, die verwendet wurden, drei von McCalls, zwei von Aranzi Aronzo und je eine von Butterick, Simplicity (via „Meine Nähmode), Patrones und selber erstellt.

Das letzte Projekt, das 2025 fertig wurde, war ein Outfit für Silvester, bei dem ich am 31.12.2025 noch die Kordel in die Kapuze gezogen habe. (Wobei die „Versäuberung“ der Kordel noch fehlt, die habe ich heute erst gekauft… aber ich hatte es schon an, also zählt es im Grunde als fertig.)

Beim Sticken komme ich auf 54 Items. (Kunststück, da waren die Weihnachtskarten vom letzten Jahr dabei und sowohl die Marmeladenausbeute von 2024 als auch die von 2025). 25 Stickmuster kamen von Emblibrary, 14 mal kamen Motive (in dem Fall Schriften) aus der Maschine zum Einsatz, 14 mal Muster, die ein Freund für mich erstellt hatte und ein Motiv kam von Urban Threads.

Die letzte Stickerei des Jahres dürfte ein Weihnachtsanhänger zum „neuen Baby“ gewesen sein. Auch noch nicht gebloggt.

Gehäkelt habe ich zwei Blümchen, nach einer Anleitung von Ravelry.

Gestrickt komme ich auf neun Teile (wobei da auch wieder die Mützen der letztjährigen Obdachlosenaktion dabei waren). Da ist die Herkunft der Anleitungen etwas schwieriger, Ravelry ist mehrfach dabei, aber viele Teile waren Mischungen aus Barbara G. Walkers Knitting from the Top mit Mustern aus dem Vogue Stitchionary und der neuen Strickmusterbibel sowie Eigenentwurf.

Hier sind Sneaker Socken das letzte Werk, das im November fertig wurde. (Nein, auch noch nicht gebloggt. Bin mir aber sicher, dass ich Bilder gemacht habe…)

Und mein Hexiquilt wurde 2025 fertiggestellt, gequiltet und auch schon ein paar Mal benutzt.

Aktuell habe ich einen relativ einfachen Lace-Schal auf der Nadel, der einen inzwischen Jahrzehnte alten (aber noch ziemlich umfangreichen) Rest Lace-Garn aufbrauchen soll. Geplant ist weiterhin, wieder einen Pulli anzufangen (ich habe ja noch einiges aus dem Merino-Konvolut) und hoffentlich auch Handschuhe für die 2026er Obdachlosenaktion zu stricken.

Meinen Hosenanzug habe ich nicht vergessen, aber vorher kommt noch etwas Kleinzeug dran und ich brauche noch mal ein Nachthemd. Aber ich hoffe zumindest, die Jacke 2026 fertig zu bekommen. Aber mal gucken, was das Jahr so bringt.

Und das nächste Hexi-Spiel habe ich auch schon angefangen.

Beim Lesen bin ich bis ins sechste Buch gekommen. Bis zum Sommer. Und da bin ich auch noch. Das könnte besser werden… Aber der Stapel ist aktuell etwas kleiner geworden.

Aus dem Archiv

Nähvorsätze für 2026?

Ach nö, wird eh wieder alles anders… (Auch wenn allmählich mal alle verheiratet sein sollten UND ich jetzt echt genug Festkleider habe. Bis auf das, was die Motten geholt haben.)

Januar 2006:

Januar 2007:

Januar 2008:

Januar 2009:

Januar 2010 (ein verstrickter Monat):

Januar 2011:

Januar 2012:

Januar 2013:

Januar 2014

Januar 2015

Januar 2016: Weihnachtsnachlese…

Januar 2017: Von Weihnachten zur Karnevalssaison

Januar 2018: Nur Strick…

Januar 2019: äh… ja… nix, offensichtlich. Wo ich da wohl war?

Januar 2020: Eher Nachlese aus dem Vorjahr.

Januar 2021: Ein gewisser Trend, im Januar endlich mal die Werke aus den Vormonaten zu zeigen bleibt…

Januar 2022:

Januar 2023

Januar 2024

Butterick B5997 (Tunika)

Wie üblich ist der Schnitt gut abgelagert, bis ich ihn verwende… Das gilt auch für den Schnitt Butterick B5997. Da er mit dem Sticker für das 150jährige Jubiläum von Butterick versehen ist, ist er wohl aus dem Jahr 2013. Das ist eine Weile her, aber es ist ein Tunika-Schnitt (hat man immer noch) mit unterschiedlichen Varianten und so viel hat sich modisch da nicht getan. Denke nur ich? Nicht ganz… der Schnitt wurde offensichtlich unter der Nummer B6801 noch mal aufgelegt und ist zumindest in Deutschland noch in den Größen 18W – 24W (bzw. 46-52) erhältlich.

Getragen habe ich die Tunika ja schon als Oberteil des Pyjamas gezeigt.

Gekauft habe ich mir den Schnitt, weil ich eigentlich gerne Tuniken trage, aber nie welche nähe. Weil ich keinen Standardschnitt dafür hatte. Oder eigentlich gar keinen Schnitt. (Ich habe eine dunkle Erinnerung, dass ich da mal einen Versuch mit einem Knip-Schnitt gemacht hatte, der völlig in die Hose ging. Vermutlich habe ich mir den hier danach gekauft….) Also habe ich mir einen gekauft. Da allerdings Tuniken meist etwas weiter an der Hüfte sind, gehören sie zu den Kleidungsstücken, die ich meist noch noch relativ okay kaufen kann, so dass das Nähen davon nicht dringend wurde.

Aber da mal wieder ein Schlafanzug anstand, ich außerdem mal meine Stoffe sortiert hatte, was mir vor Augen führte, dass ich so einige habe, die durchaus für eine Tunika passen wären, kam der hier endlich mal dran.

Ich habe mich für das Modell D (Biesen und Stehkragen) entschieden, allerdings kombiniert mit den Ärmeln von Modell A (dreiviertellang und mit Aufschlag)

Das ist auch so ein Schnitt, der wieder sehr deutlich macht, warum ich diese Schnitte liebe, ich kann alle Varianten untereinander kombinieren und wenn der Körper passt, kann ich den auch mal mit einem anderen Ärmel nähen. Noch den Stoff variiert und ein Schnitt bringt einen durch die verschiedensten Anlässe und Jahreszeiten und die meisten Menschen werden nicht mal merken, dass es immer der gleiche Schnitt ist. (Und mal ehrlich, macht Konfektion genauso…)

Der Schnitt kommt aus dem Plus Size Spektrum, Größen 18W bis 24W. Eigentlich mag ich die normalen Größen lieber, weil die für meine Proportionen besser passen, aber man nimmt, was man bekommt. Und so schlimm ist es auch nicht.

Der Größentabelle nach brächte ich Größe 22W mit Erweiterung zur Hüfte auf 24W. Da ich aber weiß, dass ich eine FBA brauche, habe ich Größe 20W genommen und zur Hüfte auf 22W erweitert. (Die FBA gibt Weite, die ich unterhalb der Taille auch nicht wieder rausnehme.)

Ich habe dann rundum oberhalb der Taille Länge rausgenommen, warum diesmal nur 2cm und nicht 3cm weiß ich nicht recht… da der Schnitt locker fällt, habe ich mir die weitere Rückenkürzung gespart.

Aufgrund der ohnehin relativ üppigen Weite im Oberteil habe ich mit der FBA etwas gemogelt und nur 4 cm eingefügt (eigentlich wären es 5 cm) Das macht den Abnäher etwas weniger monströs. (Mache ich bei weiteren Kleidungsstücken öfter so.)

Das war dann allerdings schon das erste Problem. Der Schnitt hat einen Brustpunkt eingezeichnet, der ist aber weit davon entfernt, wo der Abnäher endet und auch nicht im Geringsten eine Verlängerung durch die Abnäherspitze. Offensichtlich eine Designentscheidung, denn da verlaufen ja die Biesen genau über die Brust. Ich habe dann mal einen Brustpunkt in Abnäherverlängerung geschätzt und die FBA auf diesen fiktiven Brustpunkt gemacht. Das… passt nicht wirklich. Ist als Schlafanzug so tragbar, aber bevor ich den Schnitt noch mal verwende, muss ich da noch mal ran.

Die Mehrweite ist da, aber beult etwas an Stellen wo sie offensichtlich nicht gebraucht wird… Und dieser Hemdenstoff ist sehr stabil, der verzeiht da nichts. Als Ideal für einen Test…

Im Rücken habe ich für die Version „Schlafanzug“ eine Kellerfalte eingebaut. Das macht das Oberteil so tragbar. Ich habe die Falte aber zuerst mal mit der Maschine zugeheftet und habe für meine Passformanprobe die Falte noch zugeheftet gelassen. Da werden die Defizite deutlicher.

(Da gibt es kein Bild, aber ich habe es gesehen.)

Ich hatte den Schnitt mit englischer und französischer Anleitung (möglicherweise habe ich ihn mir in Paris gekauft) und habe mich bis auf die Kellerfalte auch an die Anleitung gehalten.

Und zur Versäuberung habe ich rundum mit französischen Nähten gearbeitet, auch am Ärmel. Das hat ein paar Falten beim Ärmel einsetzen verursacht, ist mir für die größere Dauerstabilität aber lieber.

Ein Problem hatte ich nur und vor allem mit den Biesen. Die Biesen erklären zunächst mal, warum der Abnäher nicht auf den Brustpunkt zeigt. Denn die müssen ja weggefaltet bw weggenäht werden.

Nur… wie viel? Die Anleitung sagt, man soll den Stoff entlang der Linien falten und dann „close to creased edge“ nähen. Also nahe bei der gefalteten Kante. Nur.. 1mm nahe an der Kante? (Bei acht Biesen 1,6cm Weite weniger) 3mm nahe an der Kante? (4,8cm Weite weniger) Wäre 5mm auch noch nahe an der Kante? Hier wäre eine genauere Angabe echt hilfreich.

Ich habe mich für 3mm entschieden, einmal dem Bild nach, zum anderen weil ich meinen Patchworkfuß als Gradstichfuß benutze und der hat da eine Markierung.

Da das über der Brust aber nur solala funktioniert hat, muss ich beim nächsten Mal noch mal ran. Was konkret heißt: Das Vorderteil auf Papier kopieren, statt auf Folie, die Biesen auf dem Papier so lange rumfalten, bis der Abnäher auf den Brustpunkt passt und danach die FBA mache und auch die Tunika nähen. (Kann allerdings sein, dass die direkt über die Brust laufenden Biesen beim FBA auch eine Designänderung nötig machen…)

Wo ich noch mal von der Anleitung abgewichen bin ist, dass ich Kragen, Kanten, Manschetten… ziemlich durchweg abgesteppt habe. Weniger elegant, aber für einen Schlafanzug einfach praktischer.

Fazit: Der Schnitt hat genug Potential, um einen zweiten Versuch zu bekommen. Zumindest wenn ich dazu komme, bevor ich die Lust an Tuniken verloren habe…

Paris-Shopping 25/03

Der letzte Besuch hat den Koffer ganz gut gefüllt, nicht zuletzt mit Gewicht…

Auf dem Suchschema stand (immer noch) ein Filz in Lebkuchenbraun (dringend) und Möbelbezugstoff, denn ich habe hier zwei hübsche Midcentury Modern Sesselchen geschenkt bekommen, die einen neuen Bezug brauchen. Aber noch nicht dringend.

Beim Filz bekam ich letztlich einen, der deutlich dünner war, als gesucht. Was aber gut war, weil ich natürlich die Anleitung zu den ausgeguckten Stickmustern erst hinterher angeschaut habe und dann festgestellt habe, dass die Anhänger ITH gearbeitet sind und gedoppelt werden. Bisschen weniger schön, weil die Rückseite dadurch nicht bestickt ist, aber passt zum Stoff. Den Filz habe ich in der Déballage St Pierre gefunden. Ist halt groß…

Der grüngrundige Stoff ist ein sehr kurzfloriger, weicher Velours und sogar speziell für Möbel gedacht. (Weswegen er auch ganz schön dicht und schwer ist.) Das Motiv gibt es in verschiedenen Farben und auch in verschiedenen Läden, ich fand es in einem in der Rue d’Orsel, der sich prosaisch Paris Ameublement nennt. In der Straße sind mehrere Läden mit Möbelbezugsstoff nebeneinander. Was den Ausschlag für den Kauf in genau dem Laden gab war, dass ich zum einen da nun mal drin war, zum anderen aber auch, dass mir der Händler spontan 10€ Rabatt pro Meter angeboten hat. (Und ja, damit auch um 10€ unter dem Preis der anderen lag.)

Bis hierhin… geplant.

Die Wax-Prints… nun ja, zum einen lagen sie im Sonderangebotbereich der Déballage St Pierre, zum andere waren es aber Farbtöne, die zu heller Haut und hellen Haaren passen. Was aus nachvollziehbaren Gründen nicht so häufig der Fall ist. Oft sind die Stoffe ja mit viel Gelb, Orange, Grün… und gehen dann bei mir nur weit weg vom Kopf.

Also letztlich… durften die auch noch mit. Und ich kaufe mir noch eine weitere Stoffkiste, Wax-Stoffe bekommen eine eigene Kiste, sie sind einfach zu schön und vielseitig einsetzbar.

Was vom Gewicht her allerdings auch noch deutlich einen Unterschied im Koffer machte, war dieses Sortiment…

Bei diesem Imker auf dem Marché Corvisart (wo auch mein Stammkäsehändler ist) hatte ich schon mal gekauft und fand die Qualität sehr gut.

Die Sorgen schmecken tatsächlich unterschiedlich, alle sehr charakteristisch.

Und er hat interessante Sorten. Karotte und Koriander hatte ich letztes Jahr unter anderem schon, dieses ja gibt es Zwiebel, der tatsächlich einen leichten Zwiebelgeschmack hat. Sehr interessante Kombination.

Da der Imker immer nur wenige Wochen im Jahr auf dem Markt ist, war ich recht froh, dass ich ihn auch dieses Jahr wieder „erwischt“ habe. Jetzt bin ich da schon mal gut bevorratet. Da ich vom letzten Jahr noch was habe, könnte es sogar reichen, falls es nächstes Jahr nicht klappt.

Die nächste Anschaffung ist dann eine weitere Kiste für die Wax-Prints… :o)

Aktueller Nadelblick Dezember 2025

Diesen Monat sogar halbwegs pünktlich und mit lauter neuen Sachen…

Da Dezember ist, bin ich erwartbar mit Weihnachtsnähen beschäftigt. Originelle Schnitte für Reste zu finden für meine Kekstäschchen wird wirklich immer schwieriger. Zum Glück habe ich noch einiges vom geschenkten Konvoĺut Reißverschlüsse, das erweitert das Spektrum. Inspiration war diesmal Delis von Sew Simple. Die Anleitung zeigt das Schema des Schnittes sehr schön und da ich ohnehin ganz andere Maße brauchte, habe ich mir die (kostenlose) Anleitung nicht runtergeladen, sondern mit Papier ein bisschen probiert, damit die Maße passen und dann genäht. (Ohne Futter…)

Vier fertig, fehlen also nur noch 16…

Auch beim Stricken bin ich weiter.

Mein Ravelry Stash umfasst inzwischen 150 Einträge, eigentlich wollte ich nie mehr als 100 Garne haben.

Deswegen nehme ich mir von Zeit zu Zeit das älteste (bzw. in dem Fall den ältesten Rest) und versuche ein Projekt zu finden, mit dem ich den Rest komplett aufbrauchen kann. (Oder soweit, dass man am Ende noch ein Barbieteil oder andere Minideko draus machen kann.)

Das Garn ist Silvia von Wetterhoff, hatte ich mal als Beilaufgarn in einem Pulli (als ich vergessen hatte, dass Schonwäsche für genau dieses Garn schon zu viel ist, war das das Ende des Pullis…). Der Rest ist noch recht groß, daher habe ich mir auf Ravelry den Schal Seafoam von Ruth Greenwald gesucht. Der wird jetzt gestrickt, bis das Garn aus ist. Der Rapport ist nicht sehr lang und der Schal nicht sehr breit, eine gute Kombination für „weg mit dem Garn“.

Ordentlich Fortschritt gab es auch bei meinem neuen Hexigame.

(Ja, das futtert viel Zeit, auch welche, in der ich sonst vielleicht lesen würde… aber es entspannt auch herrlich.)

Die „Arme“ zeigen schon die komplette Länge und Breite. Ich habe nur aktuell wegen des Umbaus in meiner eigenen Wohnung (und Möbeln, die an Orten stehen, wo sie sonst nicht standen) keinen Ort, wo ich das Topp komplett ausbreiten könnte. Das Quer-Ärmchen rollt sich ein wenig ein.

Lesen, wie gesagt… Anfang November hatte ich tatsächlich meinen Zeitschriftenstapel „runtergelesen“. Aber ist schon wieder nachgewachsen… und jetzt kommen auch bei den Abos noch die „vor Weihnachten hat doch jeder Zeit Sonderhefte“… (die dummerweise interessant sind, gibt ja einen Grund, warum ich die Zeitschriften abonniert habe…)

Aber das Buch liegt noch da.

Und die Nähprojekte die mit Weihnachten zu tun haben, liegen ganz gut in der Zeit… Gebacken sind auch die ersten Plätzchen schon. Geht halt nicht alles.

Aus dem Blogarchiv

Werde ich diesen Dezember blogfreudiger sein? Eher nicht, ist ja immer noch Weihnachten am 24.12.

Dezember 2005:

Dezember 2006:

Dezember 2007:

Dezember 2008:

Dezember 2009:

Dezember 2010

Dezember 2011:

Dezember 2012:

Dezember 2013:

Dezember 2014

Dezember 2015: Dies und Das

Dezember 2016:

Dezember 2017: Ziemlich produktiv… zumindest in Stückzahlen

Dezember 2018: okay, da war ich offensichtlich sehr mit Weihnachten und Vorbereitungen beschäftigt…

Dezember 2019: Mau wie meistens

Dezember 2020: Trotz Lockdown keine Zeit zum Bloggen… ach so, bei mir ging die Arbeit ja weiter. 😉

Dezember 2021: Da habe ich ja glatt mal einen Teil der weihnachtlichen Werkeleien schon im Dezember gezeigt.

Dezember 2022

Dezember 2023

Obdachlosensocke 25/02

Nun ja, keine prächtige Ausbeute bei mir, aber andere stricken schneller, weswegen in Ganzen wieder viele Socken fertig wurden.

Da ich inzwischen eine Menge Garne in Pink- und Rosatönen hatte, habe ich diesmal Größe 38/39 gestrickt, also Damensocken.

Allerdings brauche ich wohl mal eine andere Briefwaage (ich teile die Garne nach Gewicht), denn die erste Socke hat von allen Farben mehr abbekommen. Bei der zweite Socke habe ich dann schon den grauen Teil durch ein anderes graues Garn ergänzt und auch großzügig ein paar Reihen mehr davon gestrickt. In der Vermutung, auch das nächste Garn würde kürzer reichen, als bei der ersten Socke.

Reichte trotzdem nicht ganz, der Bund der zweiten Socke musste auch noch mal mit grau ergänzt werden.

Immerhin sind mit diesen Socken vier Wollreste komplett aufgebraucht. Vom Grau ist noch was übrig, aber das kombiniert sich ja mit vielen Farben.

Inzwischen sind auch die weit über 300 Sockenpaare der anderen Strickerinnen bei mir angekommen. In gut einer Woche dürfen sie weiterziehen…

Sommernachthemd im Herbst

Wo ich also mal dabei war, Nachtkleidung zu nähen (und weil ich bis nächsten Sommer garantiert wieder vergessen habe, dass ich mindestens ein Nachthemd mehr brauche und wenn ich es merke, ist es wieder zu spät, noch rechtzeitig eines zu nähen, bevor es wieder kühler wird), machte ich dann gleich mit einem Sommernachthemd weiter.

Und da ich die Coverlock ja nun mal haben und der Schnitt sich auch gut dafür eignet, weil er Raglanärmel hat (was leichter mit der Overlock einzusetzen ist, als eine runde Armkugel), habe ich auch die Maschine ausgepackt mit dem Plan, das Nachthemd weitgehend damit zu nähen.

Den Schnitt hatte ich 2014 schon mal als Nachthemd genäht. Ich hatte ihn aus „Meine Nähmode“, eigentlich ist es aber Simplicity 2372. Also gewesen. In diesem Fall doch nachvollziehbar, dass es den Schnitt nicht mehr gibt.

Abgesehen davon, dass er zu lang war, hatte er gepasst (und das Nachthemd passt immer noch), also habe ich den Schnitt um 10cm gekürzt und sonst so genäht, wie er war. (Was den Prozess natürlich schon mal deutlich beschleunigt.)

Naja, immer noch… lang. Beim nächsten Mal noch mal 10 cm weg. Mal gucken, ob das wieder elf Jahre dauert…

Beim Stoff war klar, es muss diesmal was helles sein. Ich wasche hell und dunkel (sowie rot und blau) getrennt und da aktuell alle meine Sommernachthemden in die „dunkel“ oder in die „blau“ Kategorie fallen (und es bei mir schon auch mal länger dauert, bis eine Kategorie wieder „voll“ und waschreif ist) war klar, ich brauche was in eine anderen Waschkategorie fällt, das füllt das Schrankfach schneller.

Auch dieser Stoff ist aus dem Konvolut Hemdenstoffe, das ich vor einiger Zeit mal übers Forum gekauft habe. (Denke ich zumindest.) Die Auswahl war einfach, zum einen braucht der Schnitt relativ viel Material, ich wollte „hell“ und ich wollte nicht bügeln. Und das ist ein leichter Seersucker. Also perfekt.

Nachdem mein erster Versuch mit Overlock und Cover nur so halb erfolgreich gewesen war, war ich gespannt, wie sich die Maschine auf Webstoff schlägt. Und mit dem inzwischen gekauften Coverfuß.

Da ich die neue Maschine bewusst ausprobieren wollte, habe ich auch fast alles damit genäht.

Nur die Abnäher auf den Schultern und die Nähte im Ausschnittbeleg (sowie den Ausschnittbeleg selber) habe ich mit der Nähmaschine genäht. Und schön ausgebügelt.

Danach war ich erst mal länger mit der Anleitung beschäftigt, um die Maschine vom covern wieder aufs overlocken umzubauen. Der Umbau an sich geht schnell, aber alle relevanten Seiten im Manual zu finden (und dann noch mal zu checken, ob man wirklich nichts vergessen hat), das dauert.

Aber man sieht, die vierfädige Overlocknaht wurde auf dem Webstoff problemlos genäht.

Beim Covern wurde ich dann sehr mutig.

Oder verrückt.

Obwohl das beim letzten Mal fast gar nicht funktioniert hat, habe ich zum Coverfuß gleich noch das auch bei Flach gekauften Teil montiert. Das soll einen 1,5cm breiten Saum umlegen.

Ohne bügeln, ohne heften, einfach nur reinlaufen lassen. Saum wird nach unten wegeklappt und man covert von rechts einfach drüber.

Was soll ich sagen… es hat funktioniert! Die Covernaht überdeckt auf der Unterseite auch genau die Stoffkante, kein Nachschneiden oder irgendwas. Selbst über die Nähte wurde (im Webstoff) problemlos drübergefaltet und gecovert. Auch an den Ärmelsäumen.

Da ich alle Seitennähte schon geschlossen habe, habe ich nur gelernt, dass man den Stoff rechtzeitig aus der Führung rausnehmen muss. Der schon festgenähte Stoff kann natürlich nicht mehr durchlaufen. Logisch, irgendwie.

Ist es so schöner als bisher? Nein, französische Nähte sind einfach deutlich attraktiver.

Ging es schneller? Die Nähzeit ja, deutlich. Mit dem Studium der Anleitung zum Umbau schon etwas weniger. Andererseits geht das schneller, wenn ich es öfter mache.

Und für die nächsten Sommernächte bin ich wieder gerüstet.

Pyjama aus Bestand

Nachdem in den letzten Jahren doch auch immer mal Nachtwäsche den Geist aufgegeben hat (besonders die, die nicht „warm für Winter“ und „kühl für Sommer“ ist, weil die halt naturgemäß den größten Teil des Jahres im Einsatz ist) war mal wieder ein Pyjama fällig.

Diesmal tatsächlich komplett aus dem Bestand. Also etwas Abbau in der Stoffkiste!

Der Stoff für das Oberteil ist ein Hemdenstoff, den ich mal übers Forum in einem Konvolut gekauft hatte. Ich vermute Baumwolle mit Polyester. Der Stoff ist nicht rosa sondern es sind sehr feine weiße und kräftig rote Streifen, die sich abwechseln. Aber da ist die Digitalkamera dann eindeutig mit überfordert.

Da der Stoff fest und nicht dehnbar ist, kam er auch beim Dirndl als Futter des Oberteils zum Einsatz. Es war aber ursprünglich ein sehr großer Coupon, so dass es auch noch mal für eine Tunika reichte.

Auch den Schnitt für die Tunika hatte ich schon ewig, das ist Butterick B5997. In der großen Größe (meiner ist aus dem …W-Größenspektrum) ist er schon lange vergriffen, aber in den Größten 8.16 gibt es ihn als B6801 aktuell noch.

Der Pyjama ist also gleichzeitig ein Schnittest. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich eigentlich recht häufig Tuniken trage, die aber alle gekauft sind, weil ich da keinen Schnitt zu haben. Oder offensichtlich mal einen gekauft hatte, aber nie getestet.

(Zu dem Schnitt gibt es noch ein paar Worte zu sagen, aber die Schnittbesprechung kommt noch.)

Damit die Tunika „bettbequem“ wird, habe ich hinten eine tiefe Kellerfalte eingearbeitet. (Den Trick nehme ich häufig in solchen Fällen. Die Falte wird erst mal mit langen Maschinenstichen zugenäht, bevor ich den Saum nähe, probiere ich das Teil an, um die Passform für die spätere Verwendung (ohne Falte) zu evaluieren und wo ich ggf. noch was ändern muss und dann wird die Falte aufgemacht und der Saum genäht.)

Die Hose ist mein bewährter Pyjamahosenschnitt, ich glaube ursprünglich mal aus einer Patrones. (Dummerweise hatte ich den damals auf eine dünnere Folie kopiert, die ich von einem Laden zum Testen bekommen hatte und die zeigt sich als nicht so stabil. Da werde ich mal eine andere brauchen. Wobei das zerfledderte Ding auch nicht mehr so gut zu kopieren ist.)

Der Stoff für die Hose ist ein Bettbezug. Letzten Winter habe ich mit meiner Mutter mal angefangen, ihren Schrank auszuräumen und die Sachen Portionsweise zum Sozialkaufhaus zu bringen. Der Bettbezug war vermutlich noch aus der Zeit, als man ein „Zierbett“ über dem Bett hatte. (Meine Eltern hatten in den 1960ern geheiratet.) Die Vorderseite Lochstickerei, die Rückseite glatt. Als ich die Sachen in die Tüte fürs Sozialkaufhaus gepackt habe, dachte ich irgendwie… ach ne… das behalte ich. Dass ich noch mal einen Pyjama brauche zeichnete sich da auch schon ab.

Da meine Mutter die weiße Bettwäsche in den Schrank geräumt hatte, sobald in den 1970ern bunte Bettwäsche auf den Markt kam, ist der Stoff noch bestens erhalten.

Ich mußte den Stoff quer nehmen, damit die Hosenbeine drauf gehen (grade so, mit kleinen Abstrichen an der Nahtzugabe) und da der Stoff sehr dicht gewebt ist (ja, Bettwäsche war mal so, damit sie länger hält…), ist die Hose recht steif. Was mich aber nicht stört und vermutlich wird sie über die Jahre auch weicher. Bislang wurde der Stoff ja nicht genutzt.

Genäht habe ich alles mit französischen Nähten, an der Tunika habe ich noch einiges abgesteppt, was der Schnitt so nicht vorsieht, das ist für ein Schlafteil praktischer.

Und weil ich dann mal im Fluß war (bzw. sich auch im Sommer- und im Winterstapel Lücken ergeben hatten) kamen dann noch ein Nachthemd und ein Schlafanzug. Dazu aber später. Und vermutlich wird das Thema Nachthemd nächstes Jahr noch mal hochkommen, denn ich sehe da eines in der Rotation, das vermutlich auch demnächst auseinanderfällt. Aber nicht mehr dieses Jahr, denn jetzt sind erst mal die Dinge im Zusammenhang mit Weihnachten dran…